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 "Schön, dass du noch lebst, dann kann ich dir den Hals umdrehen."

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Gwendolyn Sheperd
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BeitragThema: "Schön, dass du noch lebst, dann kann ich dir den Hals umdrehen."   Sa 8 Dez 2018 - 13:18

Ich hatte mich gerade mit Noah auf dem Sofa unterhalten, da wir beide nicht schlafen konnten, als mein Handy piepte. Da nicht viele Leute meine Nummer hatten, war ich etwas besorgt, wer mir um die Uhrzeit schrieb. Noah hatte sowas offensichtlich noch nie gesehen und fragte mich danach, als ich es herausholte. "Nennt sich Handy. Damit kann ich direkt mit leuten sprechen die weite...." ich stoppte mitten im Wort als ich den Absender der Nachricht auf den Bildschirm sah. Ryan?? Ich klickte auf den Inhalt der Nachricht und starrte diesen wortlos an. "Ist das ihr scheiß Ernst?!" rief ixh meine Gedanken laut aus, sodass Noah zusammenzuckte und mich fragte was los war. Meine Stimmung hing gerade zwischen immer noch bestehender Sorge, Erleichterung und Wut auf meine beste Freundin. "Schon wieder nur eine beschissene knappe Nachricht!" ich hielt mich zurück das Gerät auf den Tisch zu knallen, schloss die Augen und atmete tief aus. Sie war anscheinend am Leben. Und Ryan hoffentlich auch, ohne ihn hätte sie wohl niemals sein Handy richtig bedienen können. Noah war aufgestanden und sah mich sichtlich beunruhigt an. "Über dieses Ding kann man Personen über weite  Entfernung Nachrichten übermitteln, die dann direkt ankommen. Nicht wie bei einer Eule erst ein oder 2 Tage später. Celina hat mir über Ryans Gerät geschrieben "bis morgen."" erklärte ich und zwang mich zur Ruhe. Ich antwortete ihr mit einem: "Wo bist du?" Und schickte die Nachricht ab. Aber der Bildschirm blieb dunkel.

Noah und ich hatten noch darüber diskutiert, wo sie sein könnte und ich hatte überlegt, ob ich mich zu Ryans Gruselschloss apparierte, aber letztendlich hatte Noah es mir ausgeredet. Mein Handy ließ ich den ganzen Abend nicht mehr aus den Augen, aber es blieb dabei. Keine Nachricht. Irgendwann - schon viel zu spät oder vielleicht eher früh - beschlossen wir, es doch nochmal mit Schlaf zu probieren und ich verzog mich in mein Zimmer. Letzendlich bekam ich aber nicht wirklich ein Auge zu. In meinem inneren fuhren die Gedanken Achterbahn, bis die Erschöpfung gewann und mir schon eher zum Morgen hin die Augen zu fielen. Ich fühlte mich noch miserabler als am Vortag, durch die zweite Nacht mit quasi nicht existentem Schlaf. Eine Eiskalte Dusche sowie eine kurze Joggingrunde um den Blog bei der kühlen Luft machten es etwas besser. Noah ließ ich schlafen, er hatte wahrscheinlich selbst ewig kein Auge zugetan. Wäre er nicht da gewesen, wäre in zuhause geblieben, so wusste ich aber, dass - falls Celina hier auftauchen sollte - sie nicht alleine und vor verschlossener Tür stehen würde.  

Aufgrund der ungeplanten Dusche, kam ich etwas zu spät ins Ministerium, doch das war mir gerade herzlich egal, wenn ich ehrlich war. Meine Gedanken kreisten immer noch um Ryan und Celina, während ich durch den Gang zu Matthews und meinem Büro lief und wie angewurzelt stehen blieb, als ich Celina gerade durch die Bürotür der Thatchers spazieren sah, die hinter ihr zu fiel. Ich zweifelte gerade kurz an meiner Wahrnehmung und fragte mich, ob ich jetzt schon halluzinierte, aber ich war mir zienlich sicher, dass das real gewesen war. Energisch ging ich auf die Bürotür des Pärchens und deren Auszubildenden zu und riss diese auf. Im Normalfall würde ich klopfen, ich war nicht so unhöflich einfach in ein fremdes Büro zu platzen, aber wenn eine Person, die quasi wie eine Schwester für einen war, zuerst Märtyrergleich entscheidet, ihrem eigenen Tod in die Arme zu laufen und einem nur ein Post it mit "Bin weg" hinterlässt, dann verschollen bleibt, das ganze irgendwie überlebt und als einzges Lebenszeichen eine aus nicht mal 5 Worten bestehende SMS an einen schickt, die keinerlei wirkliche Auskunft gibt und dann weiter verschollen bleibt, bis man sie zufällig unbedingt im Büro ihrer Ausbilder wiedersieht, dann war es bei mir nun mal mit Höflichkeiten vorbei.

Meine Begrüßung bestand aus einem Stupor Zauber, der mich traf, kaum dass ich die Tür geöffnet und tatsächlich Celina dort erblickt hatte. Da ein Schockzauber das letzte war, was ich erwartet hatte, schaffte ich es nicht, ihm auszuweichen und wurde somit unsanft und ziemlich hart gegen die Tür, die ich hinter mir zugeschlagen hatte, geschleudert, was mir die Luft aus den Lungen presste und sicherlich eine Beule am Hinterkopf bescherte. Ich spürte den Zauber schmerzhaft durch meinen Körper ziehen und fluchte innerlich vor mir hin, nicht in der lage mich zu rühren oder die zusammengekniffenen Augen zu öffnen.
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Celina Recshire
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BeitragThema: Re: "Schön, dass du noch lebst, dann kann ich dir den Hals umdrehen."   Sa 8 Dez 2018 - 14:48

Direkt am Tag nach unserer Rückkehr hatten wir uns auf den Weg ins Ministerium begeben, auch wenn ich mich nicht unbedingt danach fühlte, jetzt meinen Kollegen gegenüber treten zu können. Ich hatte die ganze Nacht kein Auge zu gemacht und wenn ich angefangen hatte, meinen Schlaf zu finden, hatte ich sofort Albträume bekommen, die mich erbarmungslos aus dem Schlaf gerissen hatten. Ich war mir noch nicht mal sicher, ob ich vielleicht ein oder zwei mal das halbe Haus zusammen geschrien hatte. Zumindest hatte ich mich jedes Mal aufs neue kerzengerade auf dem Teppich wieder gefunden, durchgeschwitzt und voller Misstrauen gegenüber dem riesigen Zimmer, in dem ich die Nacht verbracht hatte. Mir war bewusst gewesen, dass ich mich dort in Sicherheit befand aber das musste man erstmal meinem Unterbewusstsein erklären, welches mir jedes Mal Bilder von Pruecilla, der leblosen Lola und Ryan, der vor meinen Augen seziert wurde, zusandte.
Auf dem Weg zum Ministerium hatte ich mir noch schnell eine Schachtel Pralinen besorgt, die ich den Thatchers als kleine Entschuldigung mitbringen wollte. Die beiden waren vor allem froh darüber, dass es mir verhältnismäßig gut ging. Doch dafür war ich eigentlich nicht mit Ryan ins Ministerium gekommen. Wir hatten uns mit seinem Ausbilder unterhalten, der nun den Posten von Romanova übernommen hatte und uns zu einer Erholungspause bringen wollte. Ich hatte genickt. Und innerlich den Kopf geschüttelt. Ich kannte mich und wusste nur zu gut, dass ich wenig später wieder auf der Matte stehen würde. Vielleicht würde ich ein, zwei Tage brauchen um neue Kraft zu tanken aber spätestens am dritten Tag würde mich mit Sicherheit die aufkommende Ungeduld einholen.

Auf dem Weg zurück in das Büro, was ich mir mit den Thatchers teilte, um ein paar Dinge zu holen, sprach ich mit niemandem. Mir waren die Blicke bewusst und ab und an stellte mir jemand die Frage, wie es mir ging oder - wenn man taktlos genug war - was ich alles durchmachen musste. Als Antwort bekamen all die Fragen nur eine eisige Stille zurück, nachdem ich meine Kollegen jedes Mal misstrauisch angeschaut hatte. Diese Phase erinnerte mich zurück an meine letzte Gefangenschaft, nur musste ich diese Phase im St. Mungo durchstehen.
Stumm betrat ich das Büro und schloss die Tür hinter mir, um sich wieder auf meinen rechtmäßigen Platz zu setzen. Doch bevor ich mich überhaupt hinsetzen konnte, sprang die Tür wieder auf und knallte gegen die Wand. Noch bevor überhaupt irgendjemand reagieren konnte und bevor ich den Besuch identifizieren konnte, hatte ich bereits meinen Zauberstab auf die Person gerichtet und sie mit einem stummen Schockzauber belegt, während mir das schnell schlagende Herz beinahe aus dem Brustkorb zu springen drohte. Panisch flitzte mein Blick hinüber zu unserem Gast, der durch meinen Zauber zurück geworfen wurde und nun völlig paralysiert an der Tür stand. Erst jetzt realisierte ich, dass ich meine beste Freundin angegriffen hatte. Bist du irre?
Immer noch völlig aufgewühlt und unter Spannung wirkte ich ein Finite und funkelte sie mit nervösem aber auch angespanntem und verärgertem Blick an. Willst du, dass ich dich umbringe? Denk das nächste Mal besser nach, bevor du wie ein Elefant ins Büro getrampelt kommst. Ich ließ langsam meinen Zauberstab sinken und versuchte meinen Atem unter Kontrolle zu kriegen. Hi Ein Anflug eines Lächelns huschte über meine Lippen. Ich hätte wohl nie damit gerechnet, dass ich Gwendolyn jemals wieder zu Gesicht bekommen würde, wenn man bedachte, was Pruecilla mit mir und Ryan hätte eigentlich anstellen wollte.
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Gwendolyn Sheperd
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BeitragThema: Re: "Schön, dass du noch lebst, dann kann ich dir den Hals umdrehen."   Sa 8 Dez 2018 - 15:18

"Das sollte ich wohl eher dich fragen." Blaffte ich in Gedanken zurück und rieb mir den Hinterkopf, nachdem sie mich aus der Starre befreit hatte, während ich sie wütend anfunkelte. Als sie mich anfuhr und dann ein Hi hinterher schob, war ich kurz sprachlos. Ich wusste gerade wirklich nicht, was ich lieber wollte, sie umarmen oder ihr den Hals umdrehen. "Halt deine verdammte Klappe! Wenn hier jemand das recht hat, jemanden anzupampen, dann bin das ja wohl ich. Hi?! Ist das alles, was du zu sagen hast!? Dein scheiß Ernst?" ich trat näher an sie heran und zeigte mit dem Finger auf sie. "Du..." ich brach ab. Ich wusste nicht mal, was ich sagen sollte, weil so viele Gedanken meinem Kopf purzelbäume schlugen. "Was hab ich dir eigentlich getan, dass das Einzige, was ich bekomme, bevor du in den Tod rennst, eine bescheuertes Post it mit 3 Wörtern ist! Und damit nicht genug. Wie erfahre ich, dass du am Leben bist? Durch eine Nachricht aus 2 Worten. Und dann treffe ich dich hier ZUFÄLLIG in den Gängen des Ministeriums, während ich mir Gedanken mache, ob noch alle Körperteile an dir vorhanden sind und wo du steckst!" fuhr ich sie an und wurde beim letzten Satz so laut, dass ich kurz innehielt. Ich hatte die Hände zu Fäusten geballt und biss die Zähne zusammen, um wieder leiser nach einer kurzen Sekunde Stille fortzufahren. "Von Ryan bin ich das ja mittlerweile gewohnt, der riesige Idiot treibt sich wahrscheinlich auch irgendwo hier rum und hält es gar nicht für Nötig, ein Lebenszeichen von sich zu geben. Wenn es nach ihm ginge wäre es ihm ja eh am liebsten, wäre er allen egal. Aber ich hab von dir echt mehr erwartet." hinter der Wut in meinen Augen sah man nun deutlich die Sorge und Verletztheit der letzten Tage und Nächte. "Scheiße, ich hab mir Sorgen gemacht!! Ich dachte, wenn ich dich das nächste mal sehe, dann in Einzelteile ans Ministerium in einem Päckchen gesendet oder als Pruezombie!" meine Stimme zitterte leicht, weil ich so sehr unter Strom stand. "Gott, ich hasse dich du Miststück." ich ging auf sie zu und legte meine Arme um sie, während ich sie an mich zog.
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Celina Recshire
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BeitragThema: Re: "Schön, dass du noch lebst, dann kann ich dir den Hals umdrehen."   Sa 8 Dez 2018 - 17:36

Als Gwen platzte und ihre Wut freien Lauf ließ, schwieg ich und hörte ihr zu, was sie zu sagen hatte. Die meisten Sätze gingen bei mir links rein und rechts wieder raus. Nicht, weil es mir egal war was sie zu sagen hatte sondern weil es nichts nutzen würde. Ich wusste, dass sie sich wahnsinnige Sorgen gemacht hatte und es tat mir auch leid aber sie wusste auch, wie ich tickte. Ich hatte es tun müssen. Schweigend ließ ich sie ausreden und umklammerte meinen Zauberstab mit der rechten Hand, als sie auf mich zu kam. Nicht weil ich befürchtete, dass sie auf mich losgehen würde, sondern, weil ich die letzten Stunden ohne Zauberstab auskommen musste und ich nun einfach froh war, dass er in Reichweite war.

Als Gwen mich in eine feste Umarmung zog, brauchte ich einen Moment, in dem ich völlig starr da stand, ehe ich nach kurzem Zögern ebenfalls meine Arme um meine beste Freundin legte. In diesem Augenblick fiel mir erst auf, wie sehr ich sie vermisst hatte. Ich werd mich nicht dafür entschuldigen, mit Ryan gegangen zu sein murmelte ich in ihre Schulter hinein, bevor ich mich von ihr löste und ihr fest in die Augen sah. Es war ein Vorteil, dass wir uns viel zu gut kannten, denn das Wissen über sie und ihre Charaktereigenschaften, die meinen eigenen sehr ähnelten, konnte ich in dieser Situation zu meinen Gunsten nutzen.
Und tu nicht so, als hättest du nicht genauso gehandelt wie ich. Und was hätte ich dir schreiben sollen? Sei froh, dass du überhaupt ein Lebenszeichen erhalten hast, ich hab gefühlt ewig für diese Nachricht gebraucht Ich sprach mit einer überraschend ruhigen Stimme. Und ohne Ryan wäre ich gar nicht mehr am Leben, nur um das mal klarzustellen. Ich hatte nicht vor den jungen Auror vor Gwen zu verteidigen aber bevor sie sich mir gegenüber über ihn aufregte, nachdem ich ihm mein Leben verdankte, sollte ich sie darüber aufklären.
Und ja, ich weiß. Ich hasse dich auch, Arschloch. Dieses Mal war das Lächeln etwas stärker als zuvor, bevor ich mich endlich auf meinen Bürostuhl setzte. Wir waren vorhin schon bei Szalai. Wir sollen uns ein paar Tage ausruhen. Bereits in meinem Blick konnte Gwen erkennen, dass ich nicht unbedingt begeistert von dem „Befehl“ war. Aber im Grunde lag es an den Thatchers, ob sie mich daran hindern würden, wenn ich früher als gedacht anfing wieder zu arbeiten. Was hab ich verpasst?
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Gwendolyn Sheperd
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BeitragThema: Re: "Schön, dass du noch lebst, dann kann ich dir den Hals umdrehen."   Sa 8 Dez 2018 - 21:35

Ich atmete tief ein und aus, während ich sie in der Umarmung behielt, um meine Selbstkontrolle wiederzufinden. Es gab immer zwei Seiten einer Medaille, wenn jemand sich in Lebensgefahr begab. Einmal die Seite derjenigen, die die Gefahr auf sich nahmen. Sie litten Qualen und wurden verletzt, entkamen wenn sie Glück hatten dem Tod. Doch die andere Seite bestand aus den Leuten, die diesen Menschen nahestanden. Die Partner, die Familie, die engsten Menschen, die an einer ganz andere Art von Qualen litten. Die von ihren eigenen Gedanken und Gefühlen aufgefressen wurden oder sich auch selbst in Gefahr begaben, wdnn man sie nicht aufhielt. Und auch wenn eindeutig keiner freiwillig zur ersten Seite gehören wollte, die wohl die deutlich tötlichere, riskantere und wenn man da lebend raus kam, auf Dauer belastendere Seite war, so durfte man auch diese zweite Seite nicht vergessen. Und wenn dann, wie jetzt, beide aufeinander krachten und ein solches Temperament besaßen, dann konnte man "krachen" wortwörtlich verstehen.

Ich konnte mich nicht daran erinner, wann ich das letzte mal so wütend auf Celina gewesen war, wie in dem Moment, in dem ich sie wieder gesehen hatte. Selbst als wir uns kennenlernten, war die Wut geejnger. Denn so viel Wut konnte man nur für eine Person emfpinden, die einem wichtig war. Und letzendlich war es nicht nur reine Wut. Es war die Wut der Sorge, die Wut der Enttäuschung und Verletzheit, die Wut der Ausgelaugtheit und Hilflosigkeit, die Wut des möglichen Verlustes. Das alles konnte Celina in meinem Blick lesen, nachdem sie sich von mir gelöst hatte, wenn auch in bereits abgeschwächter Form. Wobei ihre Worte mich wieder etwas finsterer dreinblicken ließen. ""Alles ganz. Bin dort und dort." wäre schon deutlich hilfreicher gewesen." schnaubte ich und fuhr mir mit beiden Händen über das Gesicht. Ihrer Aussage über mein Handeln konnte ich wohl leider nicht widersprechen, weswegen ich dazu nichts sagte. "Noah und ich haben die ganze Nacht kein Auge zugetan. Er wartet übrigens bei uns zuhause." informierte ich sie und fühlte mich gerade einfach nur müde. Kurz huschte ein Lächeln über mein Gesicht bei ihrer Aussage, blieb da aber nicht lange stehen. "Dann hör ausnahmsweise mal auf das, was man dir sagt. Und sag deinen Eltern bescheid, dass du wieder da bist. Ich hatte die große Ehre sie über dein Verschwinden zu informieren." ich lies mich einfach an der Wand runter rutschen, sodass ich an die Tür gelehnt da saß und Celina ansah. "Nicht viel. Du kannst übrigens Miller danke sagen, dass ich hier sitze. Er ist der Hauptgrund Grund, wieso ich nicht sofort auf diesen Berg bin, als ihr weg wart." meinte ich und lehnte den Kopf mit geschlossene Augen an die Tür und seufzte schwer. Wieder deutlich kontrollierter sah ich danach wieder zu Celina. "Wie geht es dir?" fragte ich ernst und sie sollte mir ansehen, dass ich auf diese Frage kein schlichtes "gut" oder "nicht so gut." erwartete. In meinen Augen spiegelte sich die ernste Sorge und die Erinnerung an ihren ersten Aufenthalt bei Prue. Die Paranoia, die nur langsam weg ging, die Erinnerungen, die sie immer wieder übermannten, die Albträume, die ihr nachts keine Ruhe ließen. Und jetzt war sie ihrem größten Albtraum erneut ausgesetzt gewesen. Was die Paranoia anging hatte ich ja bereits einen ersten Eindruck bekommen und mir war auch nicht entgangen, wie sie sich an ihren Zauberstab klammerte. Mein Magen zog sich bei der Vorstellungen zusammen, welchen Umständen sie ausgesetzt gewesen war. Als entflohene 'Sklavin' von Prues Gruppe, war der 2. Aufenthalt sicher noch schlimmer als der erste gewesen, erst recht, wo es das erste mal Zufall aber dieses zweite Mal eine konkrete Forderung gewesen war. Abwartend sah ich Celina an.
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Celina Recshire
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BeitragThema: Re: "Schön, dass du noch lebst, dann kann ich dir den Hals umdrehen."   Mo 17 Dez 2018 - 1:52

Als sie mir Beispiele für eine eindeutig sinnvollere Nachricht nannte, hob ich abwehrend die Hände. Es hätte ja sein können, dass die Nachrichten von irgendwem abgefangen werden. Was weiß ich, ich kenn mich doch mit diesem ganzen Muggelkram nicht aus. Und ein "Bis morgen" war zumindest unauffällig. verteidigte ich mich und meine Botschaft, die ich immer noch als äußerst sinnvoll bezeichnen würde. Außerdem wollte ich gestern einfach nur noch schlafen und für weitere fünfzehn Minuten Buchstaben suchen und mich über die digitale Tastatur aufzuregen hatte ich wirklich keinen Nerv gehabt. Gut, das nächste Mal bekommst du einen ausgefertigten Roman, damit selbst Vollpfosten wie du damit zufrieden sind Mein hinzugefügter Kommentar war keinesfalls böse gemeint, tatsächlich sogar liebevoll. Ein überraschter Ausdruck trat auf mein Gesicht, als Gwendolyn meinen Bruder erwähnte. Noah musste, soweit ich wusste, jeden Tag im Restaurant stehen und ich war nun schließlich keine zwei, drei Stunden weg sondern knapp zwei Tage weg. Noah? Ich musste unwillkürlich lächeln. Egal was war, man konnte sich zumindest auf 90% meiner Familie verlassen. Gut, auch Samuel war stets für mich da - sofern es nicht um Muggelangelegenheiten ging.
Meine Familie. An meine Eltern hatte ich gar nicht gedacht. Ich war in den letzten Stunden zu sehr damit beschäftigt gewesen, das Gesicht von Pruecilla aus meinem Kopf zu verbannen, dass ich gar nicht daran gedacht hatte, wie es wohl den anderen erging, die unter Ungewissheit litten. Mach ich...Danke fügte ich etwas leiser hinzu. Schweigend lauschte ich ihr, antwortete jedoch nicht auf Matthew Millers "Rettungsaktion". Ich war wirklich froh, dass Gwen uns nicht gefolgt war. Das hätte noch böse enden können.

Mir... Mein Blick schweifte zum Fenster, wobei ich gedankenverloren nach draußen starrte. Jedoch schluckte ich die Antwort "scheiße" hinunter. Ich fühl mich wie in einem Teufelskreis. Ich denke das beschreibt meinen Zustand ganz gut Ich räusperte mich, als meine Stimme zu versagen drohte. All das, was ich im Juni hinter mir gelassen hatte, prasselte allmählich wieder auf mich ein. Paranoia, Stimmen und diese verfluchten Albträume. Ich seh jedes Mal dich, Mum...Dad...meine Brüder oder Ryan mit dem Gesicht von ihr. Oder mit Runen bestückt. Wie ihr euch gegenseitig abschlachtet. Oder wie sie auf mich zukommt, um mich nochmal zu foltern. Mein Blick schweifte zurück zu Gwen. Das Ganze wurde mir zu viel. Na wenigstens kann ich behaupten, eine sehr filmreife Flucht gehabt zu haben meinte ich bei dem Gedanken an den Tiger und lachte kurz trocken auf, um die Atmosphäre einwenig zu lockern. Doch es gelang mir nicht wirklich, denn sofort trat der abwesende Gesichtsausdruck wieder auf. Es würde wieder seine Zeit dauern, bis ich wieder die Alte war.
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