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 Fremde Welten

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Celina Recshire
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BeitragThema: Fremde Welten   Fr Dez 07, 2018 8:17 am

Stunde für Stunde, Minute für Minute saß ich in unserem Büro und wartete nur darauf, dass ich endlich nach Hause gehen konnte. Ich ertappte mich sogar dabei, dass ich nur stumm auf die Uhr starrte. Ich fühlte mich hier einfach nicht mehr wohl. Bei jedem ungewohnten Geräusch, schreckte ich zusammen und die besorgten Blicke von Béa und Aidan...waren nicht aushaltbar. Mir ging es den Umständen entsprechend gut. Ich litt immer noch an zunehmenden Albträumen und einer gewissen Paranoia, die ich noch aus dem letzten Vorfall mit Pruecilla kannte. Aber mein Körper hatte sich verhältnismäßig schnell von dem kleinen Ausflug erholt. Ich versuchte mich mit kleineren Fällen zu beschäftigen, las mir duzend Mal die Akten von Pruecilla und Co durch und nahm das erste Mal das Thema „Animagus“ in Angriff. Seit zwei Tagen trug ich dieses Blatt unter der Zunge und ich fühlte mich nicht unbedingt besser bei dem Gedanken, das nun einen ganzen Monat zu vollziehen. Aber wenn mir der Zauber wirklich gelingen sollte, wären Fluchtwege wesentlich einfacher zu bewältigen. Nicht wie das letzte Mal, auch wenn die Flucht auf dem Tiger zumindest filmreif war.
Mein Blick glitt über ein Schriftstück, welches ich vor einer halben Stunde aus Pruecillas Akte, die ich mittlerweile schon auswendig kannte, herausgekramt hatte. Und obwohl ich keinen Augenblick lang aufgeblickt hatte, nahm ich keines der Worte wahr. So ging das nicht weiter. Meine Gedanken hingen immer wieder an den Stunden in der Arena und im Zelt, man konnte kaum etwas mit mir anfangen. Jedes Mal wenn ich von Aidan oder Béa angesprochen wurde, reagierte ich entweder gar nicht oder erst nach einer kurzen Weile. Ich wusste, dass ich gerade keine große Hilfe war, weswegen ich geräuschvoll die Akte zu schlug. Bin gleich wieder da murmelte ich und erhob mich von meinem Stuhl. Kaum war ich auf den Gang herausgetreten, musste ich mich dazu zwingen, mich nicht bei jedem zweiten Schritt noch einmal umzudrehen, um sicher zu gehen dass mich niemand von hinten überraschte. Ging ich an anderen Ministeriumsangestellten vorbei, war ich mir den Blicken bewusst, die auf mir lagen. Die Geschichte hatte wohl die Runde gemacht, dass Ryan und ich Pruecilla einen eher unfreiwilligen Besuch abgestattet hatten. Kein Wunder. In so einem Gebäude wurden schnell Gerüchte in die Welt gesetzt und einige Gerüchte waren tatsächlich auch wahr.
Meine Beine führten mich geradewegs zum Büro, in dem ich Ryan vermutete. Nach einem kurzen Klopfen trat ich ein und erblickte den jungen Mann über eine Akte gebeugt, die er mit leerem Blick zu studieren schien. Ryan? setzte ich an und hoffte auf seine Aufmerksamkeit. Als ich näher heran trat, erkannte ich, dass die Akte zu Lola gehörte, was meine Stimmung nur noch mehr trübte. Der Tod des Mädchens hatte uns beide ziemlich mitgenommen und jedes Mal - also eigentlich fast vierundzwanzig Stunden am Tag - wenn ich an die Arena denken musste, schlich sich sofort auch das Gesicht von Lola in meine Gedanken, wie sie uns das Trinken reichte, damit wir bei Kräften blieben. Hast du Lust, mir die Muggelwelt zu zeigen?
Ein Ausflug in und durch die Muggelwelt. Das hatte mir eigentlich gerade noch gefehlt. Ich lebte zwar seit knapp einem Monat mit Gwendolyn zusammen in der Muggelwelt nahe der Winkelgasse aber ich hatte herzlich wenig mit den Muggeln und ihren Gepflogenheiten zu tun. Ich ging morgens ins Ministerium um zu arbeiten und kam gegen Nachmittag entweder nach Hause oder wandelte durch die Winkelgasse um mich in eine Bar hineinzusetzen. Kontakt zu Muggeln? Hatte ich nicht. Ich wusste jetzt grob, wie ein Smartphones funktionierte und den Toaster, den ich damals von meinem Chef bekommen hatte, nutzte ich auch regelmäßig. Aber von all den anderen Muggelgeräten, die Gwen angeschleppt hatte, ließ ich die Finger, auch wenn ich mich manchmal dabei erwischte, wie ich Gwen dabei beobachtete, wie sie sie benutzte. Aber andererseits konnte es bei meinem fehlenden Wissen sicher dazu führen, dass die Dinge explodierten. Das befürchtete ich zumindest. Vielleicht war es keine gute Idee - eine achtzehnjährige Frau, die nicht mit der Muggelkultur klar kam, fiel schließlich schnell auf. Aber vielleicht würden wir dadurch beide auf andere Gedanken kommen.
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Ryan Goodwill
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BeitragThema: Re: Fremde Welten   Fr Dez 07, 2018 11:15 pm

Es war fast eine Woche her seitdem Celina und Ryan aus den Fängen Pruecillas entkommen waren. Mittlerweile hatten sie sich auf eigenem Wunsch wieder der Arbeit im Ministerium angeschlossen. Bereits am Tag nach der Flucht hatten sie gemeinsam Szalai aufgesucht, um diesen alle wichtigen Informationen zukommen zu lassen. Überraschenderweise hatte sich der alte Auror wirklich erleichtert gezeigt, als er die beiden in Sicherheit wusste. Natürlich kamen sie aber auch nicht um die bereits erwartete Standpauke herum. Dabei handelte es sich vor allem um die Lektion, dass die beiden nach seinen bzw. Thatchers Befehlen zu handeln haben und nie wieder auf eigene Faust derartige Entscheidungen treffen sollten. Natürlich hatte Ryan sich einsichtig gezeigt, auch wenn seinem Versprechen kaum Wahrheit angehaftet hatte. Szalai hat den beiden zudem eine zweiwöchige Schonungspause befohlen, da er mit angeschlagenen Auroren nichts anfangen könne. Die beiden waren aber schon nach wenigen Tagen derart unruhig geworden, dass sie sich schon vor Ende dieser Pause wieder den Auroren angeschlossen hatten. Ryan wollte Ablenkung in der Arbeit finden, denn wenn er frei hatte, drangen zu viele ungeliebte und belastende Gedanken in seinen Kopf.
Doch auch die Rückkehr ins Ministerium hatte keine Ablenkung gebracht. Szalai hatte weiterhin angeordnet die beiden Auszubildenden vorerst mit Papierkram zu beschäftigen und ihnen jederzeit zu ermöglichen zu gehen. Die beiden kamen also um ihre Zwangspause kaum herum. Neben Elija, der Angst um Vanessa, der verschollenen Farine und der verstorbenen Natascha, kehrte vor allem ein Gedanke stets zu dem Metamorphmagus zurück. Der Tod von Lola. Jener Tod, den er herbeigeführt hatte. An diesem Tag hatten die Gedanken ihn dazu gedrängt die Fallakte von Lola hervorzuholen. Das Mädchen trug den vollen Namen Lola Adams und war als vermisst gemeldet worden. Neben ihren Eltern gehörten noch zwei Geschwister ihrer Familie an. Der Gedanke daran, dass diese Familie Tag für Tag darauf hoffte, dass Lola zurückkehrte, ließ die Schuldgefühle in Ryan wieder aufflammen. Immer näher kam er dem Gedanken, dass er die Familie Adams aufsuchen und informieren sollte. Es wäre eine schreckliche Nachricht, aber sie würde den Eltern und Geschwistern Gewissheit bringen.
Noch bevor er diesen Plan endgültig beschließen konnte, öffnete sich die Bürotür und Ryans blickte in das Gesicht seiner Leidensgenossin. Ein bloßes „Hm?“ war alles, womit der ehemalige Ravenclaw auf die Nennung seines Namens reagierte. Er war sich sicher, dass es Celina genauso ging wie ihm. Es fehlte die Ablenkung und noch bevor sie den Vorschlag unterbreitete, hatte Ryan bereits vermutet, dass Celina zu ihm gekommen war, um ihren Gedanken zu entfliehen. Die leeren Büros waren zu leise und ließen die Gedanken auf Dauer zu laut werden.
Tatsächlich schlich sich ein angedeutetes Lächeln auf Ryans Miene, als er den Vorschlag vernahm. Ein wenig ungläubig schaute er zu der Freundin auf. Er wusste wie hilflos Celina sich bereits mit einigen wenigen Geräten der Muggel anstellte. Die Welt eben dieser würde sie vollkommen überfordern und genau darum war ihre Idee genial. Ein solcher Ausflug würde es nicht erlauben die Gedanken in die Vergangenheit schweifen zu lassen. Ohne zu zögern oder die Idee der Aurorin zu hinterfragen, schloss er die Akte auf seinem Tisch und erhob sich fast schwungvoll von seinem Stuhl. „Bin dabei. Ich muss hier raus.
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Celina Recshire
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BeitragThema: Re: Fremde Welten   Sa Dez 08, 2018 1:57 am

Ich wusste nur zu gut, was in seinem Kopf vor ging, als er mich mit einem leicht ungläubigen Blick ansah, woraufhin ich meinen Mund zu einem kaum merklich schiefen Grinsen verzog, was eher gezwungen als echt aussah. Dass ich diesen Ausflug von mir aus vorschlug, verlangte von mir, dass ich über meinen eigenen Schatten sprang. Aber jeder musste mal Opfer bringen und in diesem Fall war es wirklich eine gute Ablenkung. Ich lernte vielleicht einige Dinge dazu, die nützlich werden könnten und Ryan hatte genug zu tun um mir jedes einzelne wichtige Detail der Muggels zu erklären. Es würde wirklich nicht einfach werden, weswegen ich tatsächlich überrascht war, dass er so positiv auf den Vorschlag reagierte. Verständnisvoll nickte ich und warf einen letzten Blick auf die Akte. Lola hatte es nicht verdient zu sterben, da waren wir uns einig aber in diesem Moment galt es erstmal, auf andere Gedanken zu kommen, denn wenn es nicht besser wurde, fiel ich mit Sicherheit noch in eine tiefe depressive Phase, wenn ich mich nicht schon längst in dieser befand.
Dadurch dass wir uns laut unseren Ausbildern sowieso schonen sollten, war eine Abmeldung meiner Meinung nach nicht unbedingt nötig, auch wenn ich das Gefühl hatte dass die Thatchers nun noch besorgter um mich waren. Kein Wunder. Vor knapp einer Woche war ich mit einer Packung Pralinen ins Büro gekommen und hatte die beiden regelrecht mit meinem lebendigen Erscheinen überrascht, auch wenn ich nicht behaupten konnte, wirklich lebendig ausgesehen zu haben. Die Pralinen hatte schlussendlich Béa alleine aufgegessen - wer hätte ahnen können, dass Mr. Thatcher höchstpersönlich an Laktoseintoleranz litt? Aber zumindest zählte die Geste und es tat mir auch tatsächlich leid, dass ich mich dem Befehl, mich nicht Pruecillas Forderung hinzugeben, widersetzt hatte.

Ich zog mir meine Jacke enger um den Körper, als wir das Ministerium verließen und uns auf den Weg in die Gebiete machten, in denen die Muggel zuhause waren. Das Wetter war nicht unbedingt das Beste, ehrlich gesagt, passte es sogar sehr gut zu meiner Stimmung. Windig und betrübt. Und wohin geht es als erstes? Ich ging automatisch davon aus, dass wir natürlich auf bequemstem Wege Apparieren würden. Dass normale Muggel die Straßenbahn nahmen, fiel mir nicht ein, da es in meiner Straße keine Busse oder Bahnen gab, die ich beobachten konnte. Wenn ich so darüber nachdachte, hatte ich wirklich herzlich wenig Ahnung von den Muggeln - aber ich war nun mal in einer Familie aufgewachsen, die genauso wenig darüber wusste wie ich.
Wenn ich ehrlich bin, bin ich überrascht, dass ich dein Tippgerät nicht zerstört habe. murmelte ich in Gedanken an unsere Rückkehr. Das war die erste wirkliche Interaktion mit einem Muggelgerät gewesen - abgesehen von meinem geliebten Toaster natürlich - und vielleicht war dieser Gedankengang eine gute Einleitung um uns auf andere Gedanken zu bringen.
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Ryan Goodwill
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BeitragThema: Re: Fremde Welten   Sa Dez 08, 2018 8:03 pm

Die Kamine der Eingangshalle hatten die beiden Auszubildenden aus dem Ministerium gebracht, nachdem die Akte von Lola Adams im Archiv verstaut worden war. Szalai sollte die Akte nicht auf Ryans Tisch finden, denn auch wenn der alte Griesgram nicht gerade ein Sympathieträger war, musste man ihm doch lassen, dass er ein wirklich guter Auror war. Er hinterfragte jedes Detail und die Akte auf Goodwills Tisch hätte zwangsläufig dazu geführt, dass er mit ihm über Lola sprechen müsste. Dieser Situation wollte der Metamorphmagus, der seinen Chef zumindest in dieser Hinsicht einschätzen konnte, unbedingt vorbeugen. Zwar war der alte Mann nur selten in seinem Büro, da er sich als Mitglied der Krisenregierung oft an der Seite der Ministerin befand, jedoch wollte Goodwill es keinesfalls riskieren, dass er die Akte auf irgendeine Weise mit ihm in Verbindung bringen konnte.
Die Kälte erreicht Ryan kaum. Er war noch immer zu sehr in seinen Gedanken versunken. Erst die Frage danach, wo sie eigentlich hingingen, weckte ihn aus den belastenden Erinnerungen. Er hatte sich noch gar keine Gedanken darüber gemacht. Es passte nicht zu ihm derart abwesend und unüberlegt vorzugehen, aber zumindest seelisch war der ehemalige Ravenclaw an einem nie zuvor erreichten Tiefpunkt und dieser Umstand hinterließ seine Spuren, auch in seinem Verhalten. Der Ausflug selbst war eine dieser Spuren. Noch vor wenigen Tagen hätte sich Ryan wohl nie auf derartige Freizeitaktivitäten eingelassen. Er war stets bemüht gewesen sich voll und ganz auf seine Aufgaben im Ministerium und auf die Jagd nach Elija zu konzentrieren. Ablenkungen wurden nicht zugelassen. Nun hatte er eben diese Ablenkungen aber dringend nötig. Der Aufenthalt hatte dem Auror nicht nur neue Probleme und belastende Erinnerungen gebracht, sondern alle bestehenden spürbarer gemacht. Pruecilla hatte ihm vor Augen geführt, dass er im Vergleich zu allem, was er zu bekämpfen versuchte, schwach und machtlos war. Er hatte es nur ganz knapp aus den Fängen der alten Hexe geschafft. Ohne Celina wäre er in der Arena umgekommen. Pruecilla war eine mächtige Hexe, aber im Vergleich zu Elija war sie schwach. Mehr musste man nicht wissen, um Ryans Chancen gegen seinen Urahnen realistisch einschätzen zu können. Der Kampf wirkte für den Metamorphmagus aussichtslos und doch musste er ihn führen, weil Kaschandra ihm den Preis für sein Scheitern offenbart hatte. Er stand vor einer Aufgabe, die nicht zu lösen war und die er dennoch lösen musste. Auf irgendeinem Weg musste er das unmögliche schaffen und das war nur einer der Kämpfe und Aufgaben, die in Form von seelischer Last auf seinen Schultern ruhten. Es gab jene, die ihn jederzeit stützen würden, wenn er sie darum bitten würde und doch war er noch immer nicht bereit Celina, Gwendolyn, Saphira, Elion und andere einzuspannen. Es war nicht ihre Aufgabe diese Last zu tragen und so stellte sich die Frage, wie lange ein einziger junger Zauberer noch in der Lage war diesem Druck stand zu halten.
Doch Celina half ihm an diesem Tag auf andere Weise. Sie lenkte ihn ab und gab ihm die Möglichkeit den nötigen Abstand zu den selbst auferlegten Aufgaben zu gewinnen. Trotz aller Probleme verschaffte sie ihm die Möglichkeit eines Tages, der wirklich schön und den Umständen entsprechend spannend werden könnte. „Die sind idiotensicher. Das Ding bekommst auch du nicht kaputt“, grinste Ryan noch bevor er mitteilte, wohin er denn nun mit der Hexe gehen wollte.
Er griff der Aurorin für einen Moment ans Handgelenk, um an einen anderen Ort zu apparieren. Celina sollte nicht direkt zu Beginn des Ausflugs mit öffentlichen Verkehrsmitteln konfrontiert werden. Schließlich wollte Ryan vermieden, dass sie den Ausflug direkt zu Beginn abbrach, weil sie sich in einem Bus zwischen unzählige Muggel quetschen musste, oder weil der besagte Bus eine gefühlte Ewigkeit auf sich warten ließ. Das Ziel war eine kleine Seitengasse gewesen, in welcher Ryan seinen Griff um Celinas Arm löste. Es war in Muggel-London nicht möglich direkt das Ziel anzupeilen. Zu groß wären die Probleme, die zwei plötzlich erscheinende Menschen unter den Muggeln auslösen würden. „Hier entlang“, sprach Ryan schließlich und trat vor Celina aus der Gasse. Sie fanden sich vor einem großen Gebäude wieder, dessen Beschriftung verriet, dass es sich um ein Kino handelte. Ryan hatte ein solches schon ewig nicht mehr von innen gesehen.
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Celina Recshire
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BeitragThema: Re: Fremde Welten   Sa Dez 08, 2018 9:25 pm

Ich erhaschte einen Blick auf Ryans Grinsen, welches er mir bei seinen Worten schenkte. Überrascht blickte ich zu ihm hoch, bevor ich das Grinsen leicht erwiderte. Als das Bild verschwunden ist, dachte ich erstmal, es sei kaputt. Oder es explodiert gleich gab ich zu, bevor ich mit ihm an einen Ort apparierte, der mir völlig fremd war. Sofort sah ich mich um, um mich zu orientieren und um mir einige Anhaltspunkte zu merken. Und doch konnte ich den Ort nicht zuordnen, weswegen ich mich an Ryans Seite hielt, der mich zu einem Gebäude führte, über dem in großen, leuchtenden Lettern das Wort "Kino" prangte. Kino...den Namen hatte Gwen einmal erwähnt, ohne jedoch zu erklären was es sein sollte. Und was zum Teufel ist das?
Als wir näher kamen, konnte ich einige Plakate an der Außenwand des "Kinos" erkennen, die verschiedene Menschen zeigten. Neugierig blieb ich vor ihnen stehen und besah sie mir genauer. Ein Plakat zeigte einen flammenden Vogel, dessen Art ich auf die Schnelle nicht zuordnen konnte, während drunter ein Schriftzug das Wort "Mockingjay" abbildete. Das Plakat daneben war im Vergleich zu dem Bild davor sehr viel friedlicher gestaltet worden. Der Hintergrund war weiß, während man drei komische ein- oder zweiäugige gelbe..."Würste" in blauen Hosen erkennen konnte. Ich legte meine Stirn in Falten, als ich mir noch nichtmal die Mühe machte den Titel zu lesen und den anderen beiden Plakaten nur wenig Beachtung schenkte: Auf dem einen waren zwei sich küssende Menschen zu sehen und das andere war komplett in grau gehalten und zeigte den Titel "Jurassic World".

Ich drehte mich zu Ryan um und deutete auf die Plakate hinter mir. Warum machen die Fotos von gelben Bällen mit Augen? Schon alleine die Tatsache, dass eine Kleinfamilie vor den Plakaten stand und die "Minions" voller Begeisterung betrachteten, zeigte mir, dass die Muggel völlig verrückt waren. Da ich nicht das Bedürfnis verspürte, mich genauer mit den Plakaten draußen zu befassen, näherte ich mich dem Eingang des sogenannten Kinos und konnte an der Tür einen Zettel erkennen, auf dem Preise abgebildet waren. Da fiel mir was ein. Ich hab gar kein Muggelgeld. Oder kann man hier mit Galleonen bezahlen? Ich beugte mich mit gesenkter Stimme zu Ryan hinüber, damit uns keiner der Muggel in unserer Umgebung verstehen konnte. Daran, dass man innerhalb von London mit einer anderen Währung zahlen musste, hatte ich für einen Augenblick vergessen.
Immer wieder liefen einige Menschen fröhlich schwatzend an uns vorbei, andere standen noch draußen und rauchten eine Zigarette, während ich vor der Tür stand und mir überlegte, ob es tatsächlich eine gute Idee war, mit Ryan die Muggelwelt zu erkunden. Natürlich war das keine gute Idee, vor allem wenn ich mir nicht genau was darunter vorstellen konnte, was jetzt gleich auf mich zukam.
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Ryan Goodwill
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BeitragThema: Re: Fremde Welten   So Dez 09, 2018 5:09 pm

Hier geben Muggel Unmengen von Geld aus, um sich Filme anzusehen, die sie für viel weniger Geld auch Zuhause gucken könnten“, beantwortete Ryan die Frage seiner Begleiterin amüsiert. Kinos waren definitiv viel zu teuer, aber für den Metamorphmagus hingen besondere Erinnerungen daran. Er sah dieses Kino nicht zum ersten Mal. In seiner Kindheit, lange bevor er den Brief von Hogwarts erhalten hatte, war sein Vater hin und wieder mit ihm hierhergekommen. Früher war das Kino stets ein Highlight für den jungen Goodwill gewesen. Sein Vater hatte ihn mit Popcorn und ungesunden Getränken versorgt und hatte sich dann Filme mit ihm angeschaut, die dem plakatierten Film mit den gelben Gestalten nicht unähnlich waren. Danach gab es dann meistens noch ein ungesundes Abendessen bei irgendeiner Fastfoodkette. Lange hatte der Metamorphmagus nicht mehr an diese glücklichen Zeiten zurückgedacht, aber dieser Ort schaffte es die Erinnerungen wieder lebendig werden zu lassen. Zumindest der Ansatz eines Lächelns lag auf seinen Lippen. Zu strahlen, wie es der junge Goodwill getan hatte, hatte seine Version der Gegenwart schon längst verlernt. Doch für diesen Moment waren, trotz des schwachen Ausdrucks auf seiner Miene, die Erinnerungen wieder sehr lebendig in ihm. Sie vermochten sogar alle seine Probleme für einen Moment zu verdrängen.
Ich wünschte, ich könnte das beantworten“, entgegnete Ryan knapp, während auch er die Wesen begutachtete, welche als ‚Minions‘ betitelt waren. Es war offensichtlich, dass diese Dinger jüngere Zuschauer ansprechen sollten, weshalb der ehemalige Ravenclaw schnell das Interesse an den ziemlich unkreativen Gestalten verlor.
Für einen Augenblick dachte Ryan darüber nach Celina mit ihren Galleonen vorzuschicken und die Szene zu genießen, die sich daraus ergeben würde. Doch da er Celina nicht sofort dazu bringen wollte die Welt der Muggel zu hassen, verzichtete er darauf. Stattdessen zog er seinen Geldbeutel hervor, in welchem sich genügend Pfund befanden, um den heutigen Ausflug zu finanzieren. Eigentlich hatte Ryan diesen Vorrat bei sich, weil er sich Wochenlang an den Imbissen und Fastfood-Läden der Muggel ernährt hatte. Schließlich hatte er nie die Zeit gehabt, um seinen Kühlschrank zu füllen. Mittlerweile verzichtete er hin und wieder auf das Imbissessen und klaute sich stattdessen einfach Bellas Vorräte aus dem Kühlschrank. Bisher hatte sie sich zumindest nicht beschwert. Da sie jedoch ohne jede Bezahlung bei ihm wohnen durfte, war sie dafür wohl auch nicht in der richtigen Position.
Ryan drückte Celina etwas Geld in die Hand und deutete auf die junge Frau, die die Karten verkaufte. Über der Kasse waren dieselben Plakate zu sehen, die auch schon außen am Kino zu sehen waren. Sie schienen die aktuelle Auswahl an Filmen darzustellen und auch wenn Ryan sich in der Welt der Muggel auskannte, hatte er von Filmen jedoch gar keine Ahnung. Er hatte keine Zeit, um sich diese mit Filmen zu vertreiben. Der heutige Kinobesuch war eine Ausnahme, die er seit sehr langer Zeit wieder zugelassen hatte. Doch die Wahl des Filmes schob er lieber von sich. „Du wählst den Film aus“, übergab er die Verantwortung schließlich an Celina und signalisierte dabei, dass er keine Einwände zulassen würde.
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Celina Recshire
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BeitragThema: Re: Fremde Welten   So Dez 09, 2018 7:47 pm

Neugierig nahm ich das Geld entgegen und zog einwenig an einem der Scheine herum. Warum gab es Geld in Papierform? Fliegen die denn nicht leicht weg? Ich befühlte den Schein vorsichtig mit meinem Zeigefinger, bevor ich seinem Finger folgte und zur Kasse hinübersah.
Dann nehmen wir doch einfach den nächstbesten...Film Ich war sowieso viel mehr damit beschäftigt, mich in diesem Gebäude umzusehen, als mich darauf zu konzentrieren, was ich für eine Geschichte sehen wollte. Muggelgeschichten kannte ich sowieso nicht. In der Schulzeit hatte ich ab und an davon mitbekommen, wie sich zwei Mitschüler immer wieder Muggelmärchen vorgelesen hatten. Einmal hatte ich mich sogar dazu gesetzt und hatte mit halbem Ohr zugehört, wie irgendeine verpennte Frau von einem dahergelaufenen Fremden wachgeküsst wurde. Meiner Meinung nach hatten die Märchen aus der Zaubererwelt wesentlich mehr Moral. Oder warte Ich ging mit dem Geld in der Hand zielstrebig auf die junge Frau zu, die gerade zwei Teenagermädchen bedient hatte. Etwas misstrauisch beobachtete ich sie, während sie mir ein offenes Lächeln schenkte. Stehen Sie tagtäglich hier und kassieren Geld ein? kam es unverblümt von mir, woraufhin die junge Frau Ryan einen kurzen Verwunderten Blick zu warf. Bevor sie jedoch erwidern konnte, fügte ich noch rasch: War nicht ernst gemeint hinzu, als ich merkte, dass diese Frage in ihren Ohren vielleicht komisch klang. Andererseits konnte ich mir nicht vorstellen, dass das ein richtiger, attraktiver Beruf war. Was können Sie uns empfehlen? Wieder glitt der Blick der Frau von mir zu Ryan und wieder zurück, bevor sich ein sanftes Lächeln auf ihre Lippen legte. Ich hab einen passenden Film für euch Sie begann in ihren Unterlagen herumzukramen. Ja, dann nehmen wir den. meinte ich, ohne überhaupt darauf zu warten, was es für ein Film war, da mich der Eingangsbereich sowieso viel mehr interessierte. Ich schob ihr geistesabwesend das Geld hin und wandte mich schließlich von ihr ab.


Mein Blick blieb an jeder Ecke des Raumes haften, wobei ich immer dann automatisch einen Schritt zurück machte, wenn sich ein fremder Mensch unbewusst nähern sollte. Ich fühlte mich hier überhaupt nicht wohl und ich konnte mir auch nicht vorstellen, was denn so reizvoll daran sein sollte, für eine erzählte Geschichte ein spezielles Gebäude aufzusuchen und zu zahlen, obwohl man genauso gut Filme kostenlos auf diesem Brett von Gwendolyn schauen konnte.
Ein Mitarbeiter hinter der Theke erregte meine Aufmerksamkeit, als er einen Glaskasten am anderen Ende öffnete, in dem sich weiße Kügelchen befanden. Neugierig ließ ich die Frau, die uns zwei Tickets entgegen streckte, hinter mir und näherte mich dem Kästchen und beobachtete, wie der Angestellte sowohl Mais als auch Zucker in diesen Kasten schüttete. Als er mich etwas irritiert ansah, weil er sicherlich noch niemanden gesehen hatte, der seine Nase beinahe an das Glas drückte, drehte ich mich etwas weg um nicht allzu viel Aufmerksamkeit zu erregen. Doch mein Blick blieb weiterhin an diesem mysteriösen Ding hängen. Was war das? Ich konnte einige Leute in der Vorhalle erkennen, die diese weißen Kügelchen in verschieden großen Tüten herumtrugen - offensichtlich war es etwas zu Essen. Als der Kasten urplötzlich skurrile Plopp-Geräusche machte und die weißen Kügelchen oben heraussprangen, wo der Mann gerade eben den Mais hineingeschüttet hatte, zuckte ich zusammen und entfernte mich sofort wieder von diesem Plopp-Kasten. "Was für´n Mist" fluchte ich leise. Es ärgerte mich, dass mich erneut eine verfluchte Erfindung der Muggelwelt verwirrt oder erschreckt hatte. Warum erfanden sie überhaupt sowas? Ich konnte mir nicht vorstellen, dass diese weißen Kügelchen schmecken konnten.
Und hier bist du oft hingegangen? fragte ich Ryan, nachdem ich mich wieder zu ihm gesellt hatte. Was essen die da? Ich deutete auf die weißen Kügelchen, die der Mitarbeiter bereits an mehrere Besucher verteilt hatte.
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Ryan Goodwill
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BeitragThema: Re: Fremde Welten   So Dez 09, 2018 10:41 pm

Festhalten ist da eine gute Prävention“, grinste Ryan, als Celina begann das Muggelgeld zu kritisieren. Es war amüsant, dass die Hexe sich scheinbar sehr bemühte an jeder Erfindung der Muggel vor allem die negativen Aspekte zu finden. Ryan kannte sie aber gut genug, um zu wissen, dass sie nicht die Muggel hasste, sondern lediglich sehr unsicher war, wenn es darum ging sich unter ihnen zu bewegen. Ryan war nicht in einer magischen Familie aufgewachsen, weshalb er die Verwirrung und die Reizüberflutung einer Gesellschaft mit anderen Regeln und Umständen sher gut nachvollziehen konnte. Er hatte sich ebenso gefühlt, als er das erste Mal mit der magischen Welt konfrontiert worden war. Den Hang zu negativer Kritik hatte er allerdings nicht gezeigt. Er war damals positiv überrascht gewesen und trotz seiner Unsicherheit sehr fasziniert gewesen. Mittlerweile war er ein Teil der magischen Welt gewesen und lebte mehr in dieser, als in der der Muggel. Dennoch fühlte er sich in beiden Gesellschaften wohl und wusste die jeweiligen Vorteile zu schätzen.
Mit etwas Abstand beobachtete der ehemalige Ravenclaw, wie Celina sich der Kassiererin näherte und als allererstes ihren Job hinterfragte. Grinsend zuckte er mit den Schultern, als die junge Frau ihn verwundert ansah und verfolgte dann weiter die Situation, welche Celina dann doch noch zu retten wusste. Sie verließ sich sogar bei der Auswahl des Films auf die Wahl der Kassiererin und Ryan hatte bereits die Befürchtung, dass das keine sonderlich gute Idee gewesen war, denn ihm war der zweite Blick der Kassiererin nicht entgangen und dieser hatte einige Rückschlüsse auf ihre Hintergedanken zugelassen. Doch es blieb keine Zeit, um Celina darauf hinzuweisen den Filmtitel auf den Kinokarten anzuschauen, denn diese rannte wie ein neugieriges Kind der Theke mit der Popcornmaschine entgegen. Bevor Ryan ihr dorthin folgte, nahm er der Kassiererin das Wechselgeld ab, das Celina dort vergessen hatte und erwiderte den verwirrten Blick der Frau mit einem leichten Lächeln.

Noch bevor Ryan die Hexe erreichte, schreckte diese vor der Popcornmaschine zurück, als hätte sie einen Geist gesehen. Wobei ein Geist Celina wohl längst nicht so beeindruck hätte, wie es die Maschine tat, die nichts anderes tat als Mais und Zucker zu erhitzen. „Ist schon ein Wunder, dass die Zauberer nie auf die Idee kamen Mais zu erhitzen. Hauptsache die Zuckerwatte kann fliegen“, kommentierte Ryan die Verwunderung seiner Begleiterin, bevor er sich an der Warteschlange einreihte, um etwas von dem Popcorn kaufen zu können. Die Wartezeit erlaubte es die andere Frage zu beantworten. „Nicht oft, aber gerne. Mein Vater ist mit mir früher hin und wieder mal hergekommen.“ Ein Lächeln lag auf den Lippen des Aurors. „Ich kannte die magische Welt nicht. Zauberei war nicht mehr als ein Märchen. Zauberei war nicht alltäglich, sondern etwas Faszinierendes und zumindest in Filmen war sie real. Hier konnte man in andere Welten abtauchen und das habe ich als Kind geliebt.“ Dem Metamorphmagus war anzusehen, dass ihm diese Erinnerung wirklich viel bedeutete. Er wusste schließlich nicht, dass er seiner Begleiterin diesen Effekt nicht präsentieren konnte, weil der Filmtitel auf der Kinokarte nicht in der Lage wäre ihnen eine bezaubernde Welt zu präsentieren.
Kurz darauf war Ryan an der Reihe und holte eine große Tüte der ‚weißen Kugeln‘, um diese dann an Celina weiterzugeben. „Das ist Popcorn. Simpel und lecker. Zumindest bis zu dem Moment, in dem einem die Hälfte davon im Hals hängen bleibt.“ Ryan grinste und steckte sich etwas von dem Popcorn in den Mund. „Aber hey, wenn du in der Winkelgasse die falschen Bonbons kaufst, dann explodieren sie in deinem Mund. Die Muggelwelt ist vergleichsweise ungefährlich.
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BeitragThema: Re: Fremde Welten   Mo Dez 10, 2018 12:23 am

Vermutlich schmeckt es nicht und die Muggel haben einfach jegliche Geschmacksknospen verloren vermutete ich, als Ryan sich wunderte, dass es keine weißen Kügelchen in der magischen Welt gab. Fliegende Zuckerwatte hat zumindest einen Sinn. Dann hat man zwei Hände frei, um andere Dinge zu tansportieren und kann nebenher trotzdem weiter essen Ich folgte ihm artig zur Warteschlange und beobachtete, während ich seinen Erzählungen lauschte, die anderen Gäste. Die meisten waren mit Freunden oder Familien da, wobei immer mal wieder jemand eines der Tippgeräte in der Hand hatte und mit rasanter Geschwindigkeit darauf herumtippte. Ich wandte mich von den anderen ab und sah anschließend Ryan an. Und was habt ihr euch angeschaut? Gibt es Filme über Hogwarts und die Zaubererwelt? fragte ich überrascht. Ich wusste, dass Hogwarts von Muggeln nicht zu sehen war aber vielleicht hatte ja irgendein Zauberer die Gesetze des Ministeriums gebrochen und hinter dem Rücken der Zauberer einen Film produziert, der von unserer Welt handelte.
Ziemlich perplex nahm ich die Tüte entgegen und bekam sofort den Geruch des warmen Popcorns in die Nase, bevor ich argwöhnisch zusah, wie sich Ryan eines nahm und verzehrte. Also ich war immer ein Fan von den Schluckaufdrops. Die konnte ich prima meinem Bruder unterjubeln. Oder zischende Wissbies. Die sind ungefährlich. Ich hielt kurz inne und dachte nach. Außer die Säuredops gab ich zu, bevor ich mich mit der Popcorntüte in den Händen und mit dem jungen Auror an meiner Seite auf den Weg in den Kinosaal machte.
Als ich merkte, dass der Saal nur schwach beleuchtet war, blieb ich abrupt stehen und zögerte. Haben die nicht die Befürchtung, dass sich jemand von hinten anschleichen und sie erstechen könnte? flüsterte ich. Vielleicht war ich viel zu paranoid oder stelle mir die Muggelwelt genauso grausam und Pruecilla-besetzt vor wie die Zaubererwelt. Aber ich brauchte einen Moment, bis ich Ryan folgte und mich auf dem Platz niederließ, der auf meinem Ticket zu sehen war. Beim genauer Betrachten des Tickets fiel mir auch der Titel des Filmes auf, der mich die Stirn runzeln lies: "Der Mann meiner Träume". Scheiße murmelte ich leise zu mir selbst und wedelte mit dem Ticket vor meiner Nase herum. Schon allein der Titel klang ja so kitschig, dass ich am liebsten wieder aufstehen würde um zu gehen. Aber andererseits hatten wir dafür Geld gezahlt und ich wollte auf der anderen Seite wissen, was nun so toll an einem Kinobesuch war. Die Popcorntüte, die nun neben mir und Ryan stand, hatte ich bislang noch nicht angerührt aber je intensiver der Geruch wurde, desto größer wurde meine Neugierde, bis ich mich schließlich doch dazu brachte, mir eines der Kügelchen zu nehmen, um es mir in den Mund zu stecken.

Einen Moment lang sagte ich nichts, während ich kritisch auf ihm herum kaute. Erst dann zuckte ich mit den Schultern und griff nach dem nächsten Popcorn. Kann man essen Mein Blick flog sofort nach vorne, als ich sah, wie der rote Vorhang zur Seite fuhr. Aufrecht sitzend suchte ich nach jemandem, der den Vorhang zur Seite geschoben hatte, doch ich erkannte niemanden. Wie haben die den Vorhang jetzt ohne Magie zur Seite gekriegt? flüsterte ich beeindruckt und machte zwei anderen Kinobesuchern Platz, die sich noch an uns vorbeizwängten. Das Kino war zwar gut besucht aber dennoch gab es noch hier und dort ein paar freie Plätze.
Immer wieder - von meiner Paranoia gedrängt - sah ich mich im Saal um, um mögliche Misstrauen erweckende Gestalten schnell zu erkennen. Vielleicht hatte ich mich auch noch nicht ganz von dem Besuch bei Pruecilla erholt aber ich konnte es nun mal nicht so leicht abschalten, weswegen ich mich dazu zwingen musste, mich endlich entspannt nach hinten zu lehnen, nur um mich sofort wieder vorzulehnen, als plötzlich ein Bild auf der weißen Wand vor uns zu sehen war. Ich kam kaum aus dem Staunen heraus, während ich irgendeine Familie dabei zu sah, wie sie auf einer Wiese herumtollten und anschließend ein Text eingeblendet wurde, der von einer Stimme vorgelesen wurde. Der wohl beste Fleckenentferner für Ihre Klamotten, damit sie weiterhin mit Ihren Kindern im Garten spielen können. Ultralife. Ich zog kommentarlos meine Augenbrauen hoch und suche dieses Mal etwas unauffälliger die Quelle der Stimme. Stand da irgendjemand und sprach die ganzen Texte darüber, während man die bewegten Bilder dazu sah?
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Ryan Goodwill
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BeitragThema: Re: Fremde Welten   Mo Dez 10, 2018 9:15 pm

Filme über Hogwarts? Nein.“ Die magische Gesellschaft hielt ihre Existenz viel zu geheim und auch wenn eine einzelne Person die Dreistigkeit besitzen würde einen solchen Film auf die Leinwände der Muggel zu bringen, würde das Zuständige Ministerium wohl eine groß angelegte Operation in die Wege leiten, welche alle Muggel in Bezug auf den Film obliviierte und den Film verschwinden ließ. „Die Muggel haben viele Welten mit verschiedenen Arten der Magie erfunden. Einige kommen der Realität näher als andere. Die Kinder begeistern sie auf jeden Fall.“ Ryan war für seine Verhältnisse wirklich außergewöhnlich gesprächig. Es war fast so, als würde die Flucht vor allen Problemen einem anderen Ryan erlauben ans Licht zu treten – nämlich jenem, welcher seit der Jagd nach Jamie Hayes immer weiter in den Hintergrund gerückt wurde und noch immer drohte von seiner deutlich ernsteren und übellaunigeren Version vollkommen verdrängt zu werden.
Celina ließ das Popcorn zunächst unangetastet, weshalb die beiden sich gemeinsam in den Kinosaal begaben, welcher Ryans Begleiterin erneut skeptisch stimmte. Ihre Frage ließ den Metamorphmagus kurz innehalten. Sie rief Erinnerungen wach, während der Auror daran zweifelte, dass sie diese Frage wirklich ernst meinte. „Ich denke die wenigsten führen so ein verkorkstes Leben wie wir“, entgegnete er knapp, bevor die beiden ihre Plätze aufsuchten. Celina hatte die Plätze auf den Karten nachgeschaut, weshalb der junge Zauberer noch immer keine Möglichkeit bekommen hatte den Titel des Films herauszubekommen. Als Celina den Titel schließlich fluchend kommentierte, griff Ryan ohne Vorwarnung nach den Tickets und warf einen Blick auf die gedruckten Buchstaben. „Was können Sie uns empfehlen“, machte Ryan amüsiert Celinas Worte nach, die sie zuvor an die Kassiererin gerichtete hatte. „Das geht definitiv auf deine Kappe!“ Ryan war sich sicher, dass sogar die Minions eine bessere Wahl gewesen wären, aber jetzt ließ sich die Auswahl ohnehin nicht mehr ändern. Sie hatten die Karten bezahlt und nun musste Celina damit leben, dass ihr erster Kinofilm eine Schnulze sein würde.

Doch kaum hatten die beiden Auroren ihre Situation begriffen, öffnete sich der Vorhang und hinterließ bei Celina erneut Fragen. Jede Form der Muggeltechnologie war für sie vollkommenes Neuland und das bot natürlich auch Raum für amüsante und nicht ganz ehrliche Antworten. „Das ist unglaublich kompliziert. Die schweren Vorhänge lassen sich von einem Menschen kaum bewegen. Hinter dem Kino gibt es dafür Zugpferde, den schweren Vorhang an einem Seil aufziehen“, war das erste was Ryan einfiel. Vermutlich hätte es noch deutlich bessere Antworten gegeben, aber auch diese Version würde sich spätestens dann bezahlt machen, wenn Celina Gwen alles berichtete, was sie über die Muggelwelt gelernt hatte.
Auch wenn Celina ihre nächste Frage nicht äußerte, konnte Ryan ihr die Verwirrung bezüglich der Stimmen aus den Lautsprechern deutlich ansehen. „Sogenannte Synchronsprecher“, begann er in ernstem Ton. „Die sitzen hinter der Leinwand und sprechen den Text zu den Bildern auf der Leinwand. Deswegen variieren die Stimmen in verschiedenen Kinos auch oft.“ Entspannt und mit ernstem Ausdruck auf dem Gesicht lehnte Ryan sich zurück und verfolgte die Werbung. Innerlich war er aber primär über das Bild amüsiert, welches Celina durch seine Aussagen von der Muggelwelt erhalten musste. Möglicherweise würde er es später auflösen.
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Celina Recshire
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BeitragThema: Re: Fremde Welten   Mo Dez 10, 2018 11:09 pm

Etwas verzweifelt sah ich Ryan an, als dieser die Schuld auf mich schob. Was hätte ich denn tun sollen? Hätte ich diese gelben Würste wählen sollen? Ich konnte mir zwar nichts genaues unter dem Titel vorstellen, schließlich wusste ich nicht, wie die Muggel im Punkt Liebesgeschichten tickten aber selbst in der Zaubererwelt fand ich die übertriebenen Geschichten über die große Liebe einfach nur unfassbar nervtötend und anstrengend. Und unrealistisch. Ich gab mich meinem Schicksal hin und hörte stattdessen Ryans Erklärungen zu. Dass hinter der Leinwand Zugpferde stehen sollten, klang in meinen Ohren furchtbar dumm. Aber irgendwie traute ich es den armen Muggeln zu, schließlich konnten sie nicht einfach mit dem Zauberstab wedeln und schon flog etwas vor der Nase herum. Echt jetzt? fragte ich leise nach und man merkte deutlich, dass ich mir nicht sicher war, ob ich ihm glauben sollte. Aber er war schließlich derjenige, der sich in der Muggelwelt auskannte. Irgendwie tun sie mir ja schon leid fügte ich genauso leise hinzu und schnappte mir noch etwas vom Popcorn, während ich mein Blick wieder auf die Leinwand richtete und ich mir seine nächste Erklärung anhörte. Mittlerweile lief eine Werbung über einen Staubsauger, der anscheinend zu den besten Produkten auf dem Markt gehörte. Verständnislos schüttelte ich den Kopf. Wie kann man sich nur für so einen Job entscheiden? Stell dir vor- Weiter kam ich nicht. Psssst machte eine junge Frau, etwa in unserem Alter, hinter uns, worauf ich mich zu ihr umdrehte und sie total verblüfft anschaute. Du interessierst dich doch hoffentlich nicht ernsthaft für Dreck aufleckende Kisten? Sie und ihre Nebensitzerin schauten sich fragend an, bevor sie stirnrunzelnd die Köpfe schüttelten. Hinter der...Leinwand muss es ja ganz schön viel Platz geben

Ziemlich gelangweilt schaute ich den anderen Werbespots zu und hinterfragte dieses Mal nicht den Sinn jedes einzelnen Produktes. Die meisten handelten von Autos oder...wie nannte sich das? Versicherungsbetrieben? Was auch immer das war. Ich kommentierte die FIlmausschnitte lediglich mit einem Stirnrunzeln, bis die Lichter im Saal erloschen und ich für einen Moment Herzrasen bekam. Etwas angespannt richtete ich mich wieder auf und sah zu Ryan hinüber, der jedoch völlig entspannt in seinem Sitz saß. Also war es womöglich normal. Ich lehnte mich ebenfalls wieder zurück um keine Aufmerksamkeit zu erregen und um mich auf die Leinwand zu konzentrieren.
Der Film begann mit einer Szene in der Stadt. Autoreifen quietschten, man hörte viele Menschen reden und allgemein gab es zu viele Geräusche, die selbst ein Chor an Menschen nicht erzeugen konnte. Idiot. Das stimmt nicht, was du mir da erzählt hast Empört sah ich ihn von der Seite her an, konnte mir jedoch im Nachhinein ein Grinsen nicht verkneifen. Gut, bei meinem fehlenden Wissen hätte ich die Chance auch genutzt. Ich hoffte nur für ihn, dass die Geschichte mit den Zugpferden stimmte. Die Protagonistin des Filmes war eine junge Frau, die mit ihrem alleinerziehenden Vater und ihrem kleinen Bruder in eine andere Stadt ziehen musste. Dort lernte sie einen Mann kennen, der sie bereits bei der ersten Begegnung in seinen Bann gezogen hatte. Die ersten Minuten des Filmes verbrachte ich still schweigend damit, das Popcorn aufzufuttern, denn das war mit Abstand das Beste in diesem Kino. Die anderen Kinobesucher waren da offensichtlich anderer Meinung. Die beiden Freundinnen, die drei Plätze weiter neben mir saßen, tuschelten jedes Mal leise miteinander, wenn der gutaussehende Junggeselle auf der Leinwand gezeigt wurde und ab und an kicherten sie sogar hinter vorgehaltener Hand. Ich konnte nicht verstehen, wie man so eine Geschichte wirklich spannend finden konnte. Allein schon die Tatsache, dass es nicht lange dauerte, bis die beiden sich das erste Mal küssten, war für mich so ziemlich das unrealistischste was ich mir vorstellen konnte. Es lag vielleicht auch daran, dass ich nicht an die Liebe auf den ersten Blick oder so einen Schwachsinn glaubte.
Der erste Kuss war auch die erste Szene, in der es für mich wirklich unterhaltsam wurde. "Ich will dich schon seit unserer ersten Begegnung küssen" Ich bekann vor Lachen zu husten, nachdem ich mir gerade eine Handvoll Popcorn in den Mund gestopft hatte. Als sich die ersten schwärmenden Teenager verärgert zu mir umdrehten, erstickte ich das Lachen in meiner Hand und wandte mich von der Leinwand ab.
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