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 Let it snow

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Ruby Clark
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BeitragThema: Let it snow   Mo 29 Okt 2018 - 18:07

Let it snow
Samantha & Ruby | Januar 2006 | privat | Schicksal: ja

Das Jahr war erst eine Woche alt und der Unterricht in der Schule für Hexerei und Zauberei hatte wieder begonnen. Die Schüler hatten bereits die ersten Unterrichtsstunden dieses Jahres hinter sich gebracht und manch einem war die Erholung der Ferien kaum noch anzusehen. Ruby war von dem aufgekommenen Schulstress nach der Zeit bei ihrer Familie noch nicht in die Knie gezwungen worden, aber auch sie hatte im Nachhinein das Gefühl, dass die Feiertage unheimlich schnell vorübergegangen waren. Die Hufflepuff genoss die Tage bei ihrem Vater im Waisenhaus stets und verließ London jedes Mal schweren Herzens. Doch obwohl im Schloss längst nicht alles perfekt war, überwogen auch hier die positiven Aspekte, weshalb ihr Heimweh schnell vergessen war.
Feine Schneeflocken legten sich auf das warme Gesicht der jungen Hexe, als diese sich auf einem Baumstumpf in der Nähe des Gewächshauses niedergelassen hatte. Ruby mochte den Winter und obwohl die Kälte durchaus lästig sein konnte, saß sie gerne im freien und beobachtete das Naturschauspiel, welches auf ganz andere Art magisch war, als die Magie, welche Hogwarts sonst zu bieten hatte. Der verbotene Wald in der Ferne war in einen weißen Schleier gehüllt und auch das Schloss in seinem weißen Gewand bot einen faszinierenden Anblick. Die Hufflepuff trug eine dicke Winterjacke und war bis über die Lippen in den schwarz-gelben Schal ihres Hauses eingewickelt. Das nicht besonders modische, dafür aber warme Outfit wurde von unspektakulären dunklen Boots und einer schwarzen Wollmütze vervollständigt.
Die Hufflepuff kam vor allem im Winter häufig an diesen Ort, um etwas Abstand vom Schulstress zu bekommen und einige Momente der Ruhe zu genießen. Das blonde Mädchen hatte nicht viele, dafür aber wenige wirklich enge Freunde an der Schule, aber auch von denen brauchte sie hin und wieder Abstand. Es waren Momente wie dieser, in welchen sie ihren Gedanken freien Lauf lassen konnte. Es war fast so, als hätten sich im Laufe der Woche verschiedene Gedanken angestaut, welche nun in ruhe gedacht werden konnten. In ihrem Kopf geisterten eine Menge Gedanken rum, welche sich aufgrund ihrer geringen Aufmerksamkeitsspanne in fast willkürlicher und unvorhersehbarer Reihenfolge anordneten. Doch das war in Ordnung, denn was in ihrem Kopf geschah, ging allein Ruby etwas an und die Flut ungeordneter Fragen, Eindrücke, Ideen und Szenarien hatte eine befreiende Wirkung auf die Hexe. Es war so, als würde sie sich von alle dem befreien und eine Last an diesem Ort zurücklassen, welche sie vorher mit sich herumgetragen hatte.

Doch an diesem Nachmittag sollte die Stille nicht von Dauer sein. Mit einer bösen Vorahnung öffnete Ruby ihre zuvor geschlossenen Augen, als eine Stimme an ihr Ohr drang. „Na Clark, träumst du dir Freunde herbei?“ Die Hufflepuff verdrehte die Augen, als sie ein Gespann aus drei Slytherins vor sich erblickte. Es handelte sich um Ivy Wilson, Mason O‘Kelly und Jenson White. Die drei waren Schüler aus Rubys Jahrgang und die Hufflepuff war schon früh in das Fadenkreuz des Dreiergespanns geraten. Der Grund dafür war so simpel wie er lächerlich war: Sie war muggelstämmig. „Vielleicht sollten wir sie aus ihren Träumen wecken“, mischte sich nun Ivy ein, während sich ein diabolisches Lächeln auf ihre Lippen legte. Ruby war bereits aufgestanden, um sich vor den drei Schlangen größer zu fühlen. Ihr Herz schlug in ängstlicher Aufregung und ihr Verstand sagte ihr, dass sie schnell das Weite suchen sollte. Es wäre nicht das erste Mal, dass die drei sie auch körperlich angriffen und einem solchen Angriff wollte sie auf jeden Fall entgehen. Doch da war dieser rebellische Teil in ihr, welcher in Stresssituationen stets das Steuer ergriff und entgegen jeder Vernunft handelte. „Oder ihr verpisst euch einfach! Also falls ich auch Vorschläge einbringen darf“, entgegnete Ruby schulterzuckend und legte ein unangebracht provokantes Grinsen auf ihre Lippen, welche sichtbar wurden, als ihr Schal ein wenig hinabrutschte. Dabei war sie so sehr auf Ivy fixiert, dass sie den Schneeball nicht kommen sah, welchen Jenson ihr kurz darauf entgegen schleuderte. Er traf zielsicher Rubys Gesicht und schlug dadurch auch ihr Grinsen in die Flucht. Kurz versuchte die Hufflepuff sich zu orientieren und wischte sich den Schnee notdürftig aus dem Gesicht. Ivy und Jenson bückten sich erneut nach dem Schnee, als Ruby sich endlich für einen Fluchtversuch entschied. Das blonde Mädchen rannte dem Schloss entgegen, während sie einige Schneebälle verfehlten und recht und links von ihr die frische Schneedecke durchbrachen. Die junge Hexe wagte es nicht zurückzublicken, hatte aber die Hoffnung, dass ihre Flucht erfolgreich sein könnte. Eine Hoffnung, welche sich in dem Moment in Luft auflöste, als Mason ihre Jacke ergriff, ihre Flucht beendete und sie mit einem starken Stoß in den Schnee beförderte. Die Hufflepuff lag nun auf ihrem Bauch, während die drei Schlangen begannen den umliegenden Schnee in ihre Richtung zu treten. Jeder versuch aufzustehen wurde mit einem Tritt oder auf ähnliche Weise verhindert. Irgendwann entschloss sie Ruby dazu mit ihren Armen den Kopf zu schützen und abzuwarten, bis die Angreifer aufgaben. Immer wieder erreichte sie ein weiterer Schwall Schnee, so dass sich die kalte Feuchtigkeit irgendwann einen Weg in ihre Kleidung suchte und das Mädchen in fröstelndes Zittern versetzte. Ihr unbedecktes Gesicht brannte unter der beißenden Kälte, während warme Tränen ihre Wangen hinabliefen.
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Samantha Danvers
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BeitragThema: Re: Let it snow   Di 30 Okt 2018 - 22:18

Immer zur Winterzeit, wenn sich der Schnee in allen Ecken und Winkeln der Landschaft ausbreitete, erstrahlte Hogwarts in einem ganz besonderen Glanz. Und genau dieses besondere Glitzern und Funkeln dass hinter jedem Turm zu erkennen war, hatte ich während den Ferien in London so sehr vermisst. Etwas geistesabwesend und mit einem leichten Lächeln auf den Lippen stapfte ich durch den Schnee und hinterließ mit jedem weiteren Schritt meine Spuren auf dem weißen Boden. Vermutlich könnte ich den ganzen Tag so umher laufen, die Landschaft betrachten und dem knirschenden Schnee unter meinen Stiefeln zuhören. Doch bereits jetzt, nach wenigen Minuten ging mir die eisige Kälte schon wieder auf die Nerven. Ich zog meine graue Mütze noch tiefer ins Gesicht und meinen dunklen Mantel enger an meinen Körper. Meinen ach so geliebten Ravenclaw Schal hatte ich aus irgendeinem Grund im Gemeinschaftsraum liegen lassen und während der sich vor dem Kamin aufheizte sauste mir der kalte Wind um die Ohren. Ich stieß einen Seufzer aus und beschloss heute nur eine kleine Runde zu drehen, um nachher noch das ein oder andere Buch zu lesen, immerhin war der Unterricht schon wieder in vollem Gange.
Einige Meter von mir entfernt beobachtete ich eine kleine Gruppe von Schüler die mit Schneebällen um sich warfen und auf das Schloss zu rannten. Auf den ersten Blick sah es einfach wie eine junge Gruppe Jugendlicher aus die sich aus Spaß über das ganze Gelände scheuchten und vermutlich am Abend völlig durchnässt im Gemeinschaftsraum ankommen würden, während sich unter ihnen bereits eine Wasserlache bildete. Auf den zweiten Blick konnte ich aber keine Spur von Spaß mehr erkennen, zumindest nicht bei dem Mädchen das sich vorne an der Spitze befand und eher abgehetzt als glücklich aussah. Man musste definitiv kein Überflieger sein um zu verstehen was sich da gerade für eine Szene abspielte. Immer wieder verfolgten meine Augen die schnell umher fliegenden Schneebälle und ich hinderte mich selbst daran einen Schritt in deren Richtung zu machen. Meine Hände ballten sich unweigerlich zu Fäusten und ich biss mir auf die Unterlippe. Es war immer ein Risiko sich in solche Situationen einzumischen und ich hatte wirklich keine Lust auf irgendwelche Probleme, kurz nach Jahresbeginn.
Doch es dauerte nur wenige Sekunden und schon hatte ich meine Meinung blitzartig geändert. Denn mittlerweile lag das blonde Mädchen auf dem Boden, mit dem Gesicht voraus und wurde ohne jegliches Mitleid gezwungen dort liegen zu bleiben. Ab diesem Moment konnte ich mich einfach nicht mehr zurück halten, denn auch wenn ich nicht betroffen war und das Mädchen nicht kannte, überwog die Wut auf die Schlangen. Schnellen Schrittes bewegte ich mich auf sie zu und verringerte den Abstand zwischen uns. "Hey, lasst sie sofort in Ruhe!", war das erste ich ihnen entgegen rief, als ich nur noch zwei bis drei Meter von ihnen entfernt war. Meine Aussage wurde sofort mit grimmigen Blicken beantwortet und einem passenden Spruch noch untermalt. "Verkriech dich wieder hinter deinen Büchern Ravenclaw. Das hier geht dich nichts an." Mit diesen Worten war ich abgeschrieben und die drei Slytherins widmeten sich wieder ihrer Tätigkeit, wie wenn nichts gewesen wäre. Ohne weiter nach zu denken griff ich selbst nach einer Portion Schnee und schleuderte sie einem der Slytherins direkt an den Hinterkopf. "Was zum...? Hast du sie noch alle?! Hab ich mich vielleicht nicht richtig ausgedrückt... Das geht dich NICHTS an!!"
Mein Plan war aufgegangen. Für diesen Moment wandten sich die Schüler von der Hufflepuff ab und ließen sie in Ruhe. Jedoch hatte ich meinen Plan nicht wirklich zu Ende gedacht, denn jetzt stand ich in ihrem Fokus und während mein Körper instinktiv einen Schritt nach hinten machte, riskierte ich gleichzeitig immer noch eine große Klappe. "Tja und vielleicht hast du mich nicht richtig verstanden. Ihr sollt sie in Ruhe lassen! Sie hat euch nichts getan."
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Ruby Clark
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BeitragThema: Re: Let it snow   Sa 3 Nov 2018 - 19:04

Unangenehme Kälte ließ den zierlichen Körper der jungen Hufflepuff immer stärker zittern. Ihre Augen waren fest zugekniffen und mit ihren Händen versuchte sie das Gesicht bestmöglich zu schützen. Dennoch hatte die Kälte ihre Wangen bereits in schmerzhaftes Brennen versetzt. Ruby wusste nicht, wie sie dem Angriff der Slytherins noch entgehen sollte. Jeder Versuch aufzustehen wurde von ihnen vereitelt und bedeutete zudem, dass sie ihre Hände vom Gesicht nehmen musste. Es gab keinen Ausweg, außer abzuwarten, dass die gehässigen Schlangen ihren Angriff endlich beendeten und eben dieses ersehnte Ende wollte einfach nicht kommen. Die drei Schlangen hatten es innerhalb weniger Augenblicke geschafft jegliche Unbeschwertheit und jegliches Glück aus der jungen Hufflepuff zu verbannen. Bis vor wenigen Minuten war dieser Tag für Ruby noch wunderschön gewesen und nun erinnerten sie Mason, Ivy und Jenson daran, dass die Torturen des vergangenen Jahres auch in diesem Jahr weitergehen würden. Zwar hatte Ruby gelernt ihren Mobbern bestmöglich aus dem Weg zu gehen, jedoch kam es immer wieder zu Zwischenfällen, da sich nicht jede Begegnung vermeiden ließ.
Erst als die Schülerin eine leise Stimme im Hintergrund bemerkte, schien der Angriff für einen Moment zu stoppen. Doch kaum versuchte die junge Hexe sich aufzurichten, schickte sie ein schmerzhafter Tritt auf den Boden zurück. Die Tortur wurde fortgesetzt, bis sich die Schlangen schließlich erneut von Ruby abwendeten. Die Hufflepuff hatte in ihrer Schutzhaltung nicht mitbekommen, was um sie herum geschehen war. Verzweifelt versuchte sie erneut aufzustehen, um dabei festzustellen, dass sich Ivy, Mason und Jenson nicht länger auf sie konzentrierten. Sofort schwang sie sich auf die Beine und verzichtete darauf die durchnässte Jacke abzuklopfen. Stattdessen bemühte sie sich um einen genaueren Überblick über die Situation. Zuvor war sie derart zusammengekauert gewesen, dass sie keine Möglichkeit gehabt hatte, um zu erkennen, was oder wer zu ihrer Rettung geführt hatte. Die letzten Tränen wurden mit den Händen weggewischt und ein aufmerksamer Blick analysierte die Situation.
Offensichtlich hatte sich eine andere Schülerin eingemischt. Ruby kannte das Mädchen aus dem Unterricht, wusste aber nicht wie sie hieß. Für den Augenblick war die Hufflepuff einfach nur unheimlich froh, dass die Mitschülerin nicht weggesehen hatte. Ein Dank musste jedoch auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden, da die Slytherins zwischen der Ravenclaw und der Hufflepuff standen. Das Problem an der Sache war, dass die Ravenclaw sich nun selbst im Fokus der drei Schlangen befand. Auf keinen Fall wollte Ruby jedoch, dass ihre Retterin nun ebenfalls leiden musste, nur weil sie ihr geholfen hatte.
Ohne über ihre nächsten Schritte nachzudenken, formte die blonde Hexe ebenfalls einen Schneeball und warf diesen zielsicher in Richtung der Schlangen, die ihr den Rücken zugedreht hatten. „Ivy!“, rief sie einer der Schlangen zu, so dass diese sich umdrehte und den Schneeball genau ins Gesicht bekam. Auch Jenson drehte sich nun zu Ruby um, während Ivy sich den Schnee aus dem Gesicht wischte. Mason war weiterhin auf die Ravenclaw fixiert. Während Ruby einen weiteren Schneeball formte, warf sie einen fragenden Blick in Richtung der anderen blonden Hexe. Die beiden musste irgendwie entkommen, denn gegen die drei Slytherins würden sie vermutlich nicht ankommen.
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Samantha Danvers
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BeitragThema: Re: Let it snow   Di 6 Nov 2018 - 22:19

Anscheinend war ich in manchen Bereichen wirklich nicht lernfähig, trotz der Tatsache dass ich dem Haus Ravenclaw angehörte. Spontane Entscheidungen und Handlungen waren einfach nicht in jeder Situation die beste Angewohnheit und genau das wurde mir in diesen Augenblicken wieder bewusst. Ein Teil von mir wünschte sich dass ich einfach die Zeit zurück drehen und den geworfenen Schneeball von meiner Seite ungeschehen machen könnte. Ich wäre einfach weiter gegangen und würde hier jetzt nicht länger im Fokus stehen. Doch andererseits wäre dem armen Mädchen dann immer noch nicht geholfen. Sie würde weiterhin im kalten Schnee liegen, zittern und am Ende womöglich auch noch krank werden, sodass alle ihre Freunde sie in Kürze im Krankenflügel besuchen müssten. Ich atmete tief durch und wusste ganz genau dass ich den richtigen Weg eingeschlagen hatte, wenn auch nicht den Einfachsten.
Meine Augen weiteten sich unweigerlich als sich die Aufmerksamkeit der drei Slytherins auf mich richtete und der Blick in ihren Augen verriet mir dass sie es nicht bei einem dummen Spruch belassen wollten. Ich hatte eigentlich wirklich nicht vor gehabt gleich zum Anfang des neuen Jahres so viel Kontakt mit den bissigen Schlangen zu haben. Doch jetzt war es schon passiert und ich konnte es nicht mehr rückgängig machen. Als sich nach und nach der Abstand weiter zwischen uns verringerte und sich das Dreiergespann auf mich zu bewegte, rechnete ich schon damit gleich im Schnee zu landen. Aber ehe ich meinen Gedanken zu ende denken konnte wurde Ivy von einem Schneeball getroffen, sodass sie und Jenson sich unerwartet abwendeten und ich es nur noch mit einer Person zu tun hatte. Bei all der Aufregung hatte ich gar nicht mit bekommen dass die Blondine sich wieder aufgerappelt hatte und überhaupt noch da war und nicht schon längst über alle Berge.
Okey, die Situation hatte sich wieder gewendet, aber uns war noch immer nicht wirklich geholfen. Wir waren in der Unterzahl und die Schlangen waren sicherlich zu anderen Dingen bereit als wir. Mein Blick traf schließlich auf den der Hufflepuff und sie schien mir ähnliche Gedanken zu haben, soweit ich das ohne wirklichen Austausch beurteilen konnte. "Was ist los? Du bist auf einmal so still... Sonst plappert ihr dämlichen Streber doch auch von morgens bis abends.", hörte ich Mason faseln, während ich mich viel mehr darauf konzentrierte zu überlegen wie wir hier weg kommen könnten. "Vielleicht hilft dir ja eine kleine Kältetherapie dabei deine Stimme wieder zu finden." In solchen Situationen fände ich die Gabe zur Legilimentik manchmal schon ganz hilfreich, denn so könnte ich mit der Hexe am anderen Ende zumindest noch mit ein paar Worten kommunizieren. Stattdessen versuchte ich mit stetigen Augenbewegungen zur Seite ihr zu signalisieren dass wir uns in Richtung Schloss aus dem Staub machen sollten. Ich konnte einfach nur hoffen dass sie mich verstanden hatte.
Mit einem übertriebenen Kopfnicken gab ich das Startsignal und rannte los, ohne auch nur eine Sekunde zu zögern. Während Mason und die anderen beiden sich wohl gerade den perfekten Racheplan zurecht gelegt hatten, versuchten mich meine Beine einfach so schnell wie möglich über den glitzernden Schneeboden zu tragen. Na klar, das ist es! Meine Idee breitete sich in meinem Kopf aus und war nur noch auf der Suche nach dem richtigen Spruch. Mein Atem und Puls wurden mit jedem zurück gelegten Meter immer schneller und mir war längst nicht mehr kalt. Immer wieder warf ich einen Blick nach hinten über die Schulter und auch wenn ich ein paar rennende Gestalten erkennen konnte, war ich mir nicht sicher wo genau sich meine Mitstreiterin befand. Ich musste es also einfach riskieren. "Uncto slip!" Mit einer schnellen Bewegung hatte ich meinen Zauberstab aus dem Mantel gekramt, ihn mit etwas wackelnder Hand nach hinten gerichtet und so für rutschige Fläche gesorgt, welche die drei Angreifer hoffentlich mit einem Sturz in den Schnee überraschen würde.
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BeitragThema: Re: Let it snow   Fr 9 Nov 2018 - 22:50

Gerade als die blonde Hufflepuff sich wiederaufgerichtet hatte und einen Schneeball zur Gegenwehr in ihren Händen hielt, schien ihre Retterin ihr ein Zeichen geben zu wollen. Es war ein bloßes Nicken, das in Richtung des Schlosses deutete. Die Ravenclaw schlug offenbar eine Flucht vor und eine solche hielt auch Ruby für angebracht. Ihr letzter Fluchtversuche war allerdings wenig erfolgreich gewesen und hatte mit eben jener Tortur geendet, aus welcher die blonde Ravenclaw sie befreit hatte. Aus Mangel an Zeit und Alternativen stimmte Ruby jedoch zu und setzte sich fast zeitgleich zu der anderen Hexe in Bewegung. Dabei wurde der letzte Schneeball in Jensons Richtung geschleudert. Die Schlange wich diesem aus, wurde dadurch jedoch einige Momente aufgehalten. Möglicherweise hatte die junge Hexe so wertvolle Sekunden gewinnen können.
Die beiden Schülerinnen stürmten dem Schloss entgegen und während Ruby lediglich darauf bedacht war möglichst schnell zu laufen und den Angreifern zu entkommen, schien ihre Retterin eine weitere rettende Idee zu haben. Es entging der Hufflepuff nicht, dass die Mitschülerin ihren Zauberstab gegen die Verfolger richtete. Die Neugier siegte gegen die Angst und für einen Augenblick schaute die junge Hexe auf Kosten ihrer Geschwindigkeit zu den Slytherins zurück. Ivy und Mason lagen bereits im Schnee und versuchten sich erfolglos wiederaufzurichten. Jenson führte unterdessen einige Bewegungen vor, die man am besten mit einem sehr ungeschickten oder untalentierten Tänzer vergleichen konnte, bevor der rutschige Untergrund über sein Gleichgewicht triumphierte und ihn ebenfalls zu Boden gehen ließ. Ein fast schon schadenfrohes Grinsen legte sich auf das gerötete Gesicht der Hufflepuff, bevor sie einen bewundernden Blick auf die Ravenclaw richtete. Die Mitschülerin hatte auch in der brenzligen Situation souverän reagiert, einen kühlen Kopf behalten und die Verfolger mit einer genialen Idee aufgehalten. Sie machte den Idealen ihres Hauses alle Ehre und Ruby bewunderte das Vorgehen der blonden Hexe. Sie selbst war viel zu panisch und hektisch gewesen, um derart gezielt gegen die Slytherins vorgehen zu können. Dazu kam noch das Problem, dass derartige Zauber ohnehin nicht ihr Fachgebiet waren und ihr größtes Talent, nämlich die Zaubertränke, in dieser Situation keinen großen Nutzen brachte.

Trotz der vorerst gebannten Gefahr rannten die beiden Hexen ohne anzuhalten in das alte Gemäuer, um nicht doch noch von den Schlangen gefunden zu werden. Sie stürmten gemeinsam durch die Eingangshalle und über die große Treppe in den ersten Stock des Schlosses. Erst in einem der Gänge hielt Ruby an und lehnte sich gegen eine der Säulen, um erst einmal tief durchzuatmen und sich von dem Sprint zu erholen. Die beiden waren tief genug im Schloss, um es für die Slytherins fast unmöglich zu machen, sie zufällig wiederzufinden. Es benötigte einige Atemzüge, bis Ruby sich wieder in der Lage fühlte, um einige Worte an ihre Retterin richten zu können. „Danke…“, keuchte sie zunächst schwer atmend. Einen weiteren tiefen Atemzug später, flachte die Atmung der Hufflepuff dann aber wieder ab. „Du bist offiziell meine Heldin des Tages“, grinste sie schließlich und befreite ihren Kopf dabei von der durchnässten Mütze, wodurch der leicht durcheinander wirkende blonde Schopf zum Vorschein kam. „Ich bin Ruby“, stellte sie sich der Ravenclaw schließlich vor, verzichtete aber darauf ihr eine Hand entgegen zu strecken, da in diese erst langsam das Gefühl zurückkehrte, welches vorher von der Kälte vertrieben worden war.
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