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 [Hauptplot] Kapitelübergreifend Die Stimme der Vernunft

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Gwendolyn Sheperd
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BeitragThema: [Hauptplot] Kapitelübergreifend Die Stimme der Vernunft    Sa 27 Okt 2018 - 14:32

Während der Ansprache von Chloe Zabini, musste ich mich stark darum bemühen, mich zusammenzureißen. Vor allem, als sie Ryan und Celina ansprach, von denen sie noch nicht bemerkt hatte, dass sie gar nicht mehr hier waren, doch das würde wohl schon in Kürze auffallen. Mir war dieser Umstand gestern Abend, nachdem ich nach dem vollkommen Chaos im Ministerium nach Hause gekommen war, aufgefallen. Im Ministerium war ich Celina nochmal kurz über den Weg gelaufen, nachdem alles vorbei war, aber es war zu viel zu tun gewesen, um lange zu quatschen und sie hatte mir ihre Pläne verschwiegen. Zuhause hatte ich die Wohnung leer vorgefunden und war kurz verwundert gewesen, bis ich den kleinen Zettel auf dem Esstisch gefunden hatte. "Bin kurz weg" hatte drauf gestanden und darunter ein untalentiert gemaltes Herzchen. Für jemanden, der Celina Recshire jahrelang kannte war es leicht, eins und eins zusammen zu zählen. Celina malte keine Herzchen. Hatte sie wahrscheinlich das letzte mal gemacht, als sie süße 3 jahre alt gewesen war. Wenn überhaupt. Und sie schrieb mir auch nicht, wenn sie mal kurz weg ging. "Du Idiotin! Du kannst dir deine Herzchen sonst wohin stecken!" hatte ich laut in die leere Wohnung geknurrt, während ich den Zettel wütend zerknüllte. Sie hatte Pruecillas Forderung nachgegeben! Ich hatte die ganze Nacht kein Auge zugetan, die leise Hoffnung, dass Celina doch noch in die Wohnung zurückkam, verblasste gegen 1 Uhr nachts vollends ebenso wie meine Hoffnung, diese Nacht noch Schlaf zu finden. Mit einer Kanne Kaffee hatte ich die Nacht auf dem Sofa vor dem Fernseher verbracht und war irgendwann gegen morgen kurz weggedöst, nur um gefühlt 5 Minuten später vom Wecker geweckt zu werden, den ich nur nicht an die Wand klatschte, weil es sich dabei um mein Handy handelte.

Nach einem mageren frühstückt mit 2 Kaffee war ich dann ins Ministerium aufgebrochen, wo ich froh war, als die Rede vorbei war. Als die Menschenscharr sich auflöste, begab ich mich in Matts und mein Büro. Schlecht gelaunt zog ich die Tür zu diesem auf und knallte sie mit so einer Wucht zu, dass fast die Wände wackelten. Eigentlich machte ich mir Sorgen und war verletzt und enttäuscht, dass sowohl Celina als auch Ryan - ich ging stark davon aus, dass die beiden zusammen weg waren, so lautete ja die Forderung - mir ihr Vorhaben verschwiegen haben. Und ich hatte Angst, diesmal meine beste Freundin endgültig nie wieder zu sehen und Ryan ebenso, auch wenn er sich in letzter Zeit wie ein Arsch verhalten hatte. Aber mit Wut war es einfach leichter umzugehen als mit Sorge, Enttäuscht und Angst. Matts Aufmerksamkeit hatte ich mit diesem Erscheinen auf jeden Fall. "Celina und Ryan sind freiwillig zu Pruecilla aufgebrochen, um auf ihre Forderung und Drohung einzugehen." informierte ich ihn in einem unterkühlten Ton, der meine Einstellung dazu, sollte die Tür nicht gereicht haben, recht klar durchscheinen ließ. "Ich werde sicher nicht Däumchen drehen und am Schreibtisch sitzen oder sonst was, während die beiden bei dieser alten Schreckschraube sind. Offizielle Suchaktionen die da noch kommen mögen, hin oder her." wozu groß um den heißen Brei herumreden. Nach einer kurzen Pause, fuhr ich fort. "Du hast selbst zwei Schwestern und Celina ist für mich wie eine. Deswegen wäre ich dir echt verbunden, wenn du mir helfen würdest, nach Anhaltspunkten zu suchen." ich hasste es, jemanden um Hilfe bitten zu müssen. Vor allem, wenn derjenige sowieso andere Ansichten hatte als ich und ein großes Risiko bestand, dass er mich im schlimmsten Fall wegen Arbeitsverweigerung rauswerfen ließ. Aber Matthew war ein unglaublich guter Auror, das hatte ich selbst oft genug gesehen und ich schätzte seine Fähigkeiten als Ausbilder, auch wenn man mir das vielleicht nicht immer anmerkte, vor allem, wenn wir wieder mal diskutierten. Deshalb hoffte ich wirklich, er würde mir nicht sofort eine Abfuhr erteilen. Letzendlich war ich aber sowieso so geladen, dass ich nicht wusste, wie ich auf ein schonungsloses  "nein" reagieren würde. Mit einem einfachen 'schade, dann frag ich halt jemand anderes' sicher nicht.


Zuletzt von Gwendolyn Sheperd am Mo 19 Nov 2018 - 22:23 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Jamie Miller
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Kapitelübergreifend Die Stimme der Vernunft    Sa 27 Okt 2018 - 14:42

Matthew Miller

Mit tiefen Augenringen und einer Kaffeetasse in der Hand ging ich über einer Fallakte, in der es hieß, dass dreizehn Muggelmädchen ermordet worden waren, in dem man ihnen ein Kuscheltier in die Hand gedrückt hatte, welche ihnen nachts die Kehle durchgeschnitten hatten. Allein der Gedanke daran war furchtbar. Man konnte nicht mehr seinen eigenen Kindern eine Freunde machen, ohne den Vertrag des Todes zu unterzeichnen. Wir lebten in einer Welt, in der alles möglich war. Immerhin hatten wir erst gestern gegen Kindermarionetten von Pruecilla gekämpft, die gegen ihren Willen in einen Kampf gegen ausgebildete Auroren geschickt worden waren. Ich hatte in der letzten Nacht kein Auge zugemacht, da ich spontan nach dem Attentat zu meinem Vater gereist war. Er hatte als Arbeiter beim Tagespropheten natürlich sofort davon gehört und musste sichergehen, dass bei mir alle Finger und Zähne noch dran waren. Wir hatten die ganze Nacht darüber philosophiert wie man am besten gegen Pruecilla und die Kinder vorgehen konnte, bis ich morgens sofort ins Ministerium gegangen bin.
Gwen war noch nirgendwo zu sehen aber ich erwartete auch ehrlich gesagt nicht, dass sie mir heute eine große Hilfe sein konnte. Der vergangene Tag war ein Schock für uns alle gewesen und vor allem Gwen hatte drunter gelitten, da zwei ihrer Freunde Teil von Pruecillas Forderung gewesen waren. Der Rede von Chloe Zabini hatte ich nur mit halbem Ohr gelauscht, bis sie uns wieder entlassen und zur Arbeit aufgefordert hatte. Ich wusste nicht so recht, was ich davon halten sollte. Wir hatten viele Auroren verloren - allein Aidan Thatchers Gruppe war um zwei Menschen geschrumpft. Mein Blick flog nachdenklich durch mein Büro. Es war relativ schlicht eingerichtet, auf private Fotos hatte ich so gut es ging verzichtet, lediglich ein bewegtes Familienfoto stand in einem Regal. Auf dem Foto stand ich mit meinen damals neunzehn Jahren vor dem Haus meiner Großeltern in Portugal und hatte meine Hand auf der Schulter meiner jüngeren Schwester Catarina gelegt, die zu dem Zeitpunkt 13 Jahre alt war. Ihre Zwillingsschwester stand ebenfalls in der vorderen Reihe und strahlte mit meinem Vater, der neben mir stand und damals noch wenige Zentimeter größer war als ich, um die Wette. Meine Großmutter saß vor den beiden Zwillingen auf einem Stuhl und hielt sowohl ein Buch als auch die Leine ihres alten Hundes in der Hand, der im vorderen Teil des Bildes am Boden herumschnüffelte. Das Bild hatte mein Vater eines Tages mal heimlich in mein Büro geschmuggelt, als er irgendein Auftrag im Ministerium gehabt hatte. Gemeinsam mit dem zweiten Bild hatte es eines Tages auf meinem Schreibtisch gestanden. Das zweite Bild hatte ich erst vor wenigen Monaten umgedreht, damit ich das gemeinsame Bild mit meiner damaligen Freundin Freya nicht sehen musste.

Doch ich hatte nicht die Gelegenheit meine Gedankengänge fortzusetzen, denn schon schlug die Bürotür auf und eine aufgebrachte Gwendolyn trat ein. Ich stellte die Kaffeetasse neben mir auf dem Tisch ab und schaute zu ihr hinüber. Ich brauchte erst gar nicht zu fragen, was sie so erzürnte, denn sie rückte wenig später mit der Sprache heraus. Das was ich hörte ließ mich die Augenbrauen hochziehen. Wenn es bereits andere erfahren hätten, wüsste das ganze Ministerium von Recshires und Goodwills kleinem Ausflug zu den Seven Sisters.
Gwendolyns Erinnerung, dass ich zwei Schwestern hatte, war nicht nötig denn meine Gedanken hingen bereits seit gestern ununterbrochen an Catarina und Jamie. Ich verstand, dass sie das Unbändige Bedürfnis hatte, sofort irgendetwas zu tun, damit die beiden schnellstmöglich wieder kommen konnten. Beruhig dich erstmal. Mit so einer Wut und Verzweiflung kannst du ohnehin nicht an so eine Sache rangehen. Das trübt deine Sinne. Ich stand langsam auf und umrundete meinen Schreibtisch, um mich vor sie zu stellen. Ich war knappe 10 Zentimeter größer als sie, obwohl sie auch nicht gerade die kleinste war. Hast du sie gestern noch gesprochen, bevor sie verschwunden ist? fragte ich, vermutete aber stark, dass Celina Gwen von ihrem Plan berichtet hatte. Denn so wie ich meine Auszubildende kannte, würde sie lieber mehrere Fäuste einstecken als Ihre Beste Freundin in die Hände von Pruecilla laufen zu lassen.
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Gwendolyn Sheperd
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Kapitelübergreifend Die Stimme der Vernunft    Sa 27 Okt 2018 - 14:45

Ich sah ziemlich schnell, dass es Matt nicht sehr viel besser ging als mir. Seine Augenringe machten meinen auf jeden Fall Konkurenz und sein steinerner Gesichtsausdruck war noch kälter als sonst. Das wunderte aber auch keinen. Denn wir hatten viele Kollegen verloren. Das ganze Geschehen schwebte auch so schon wie eine düstere Gewitterwolke über dem Ministerium. Dass Celina und Ryan nun in Gefangenschaft waren, war für mich wie der Ausbruch dieses Gewitters gewesen. Ich fuhr mir über das Gesicht als Matt vom Schreibtisch aufstand und mich darauf hinwies, dass diese Aufgebrachtheit nichts brachte. Er hatte ja recht. Ich war ja keine 13 mehr, dass ich mich kaum kontrollieren konnte. Aber der Angriff gestern, die Feststellung am abend, dass Celina wieder in Gefangenschaft war und Ryan höchstwahrscheinlich mit ihr, der fehlende Schlaf und die Rede eben, die mich nochmal daran erinnerte, dass hier noch niemand eine Ahnung hatte.... das alles hatte das Fass gerade zum Überlaufen gebracht. Ich atmete tief aus und schluckte meine Wut weit genug hinunter, dass ich ruhig sprechen konnte. Meine Augen loderten jedoch. "Nein. Ich hab nur einen Zettel gefunden." ich kramte den Zettel aus meiner Hosentasche und hielt ihn Matt hin. Was dort drauf stand, würde ihm natürlich nicht so klar sein, wie mir. "Celina und Herzchen ist wie du und eine herzliche Umarmung zur Begrüßung. Außerdem schreibt sie keine Zettel, wenn sie einfach nur kurz weg ist." erklärte ich ihm äußerlich gefasst.
Ich legte meine Hände an meine schmerzenden Schläfen. "Ich möchte zu den Seven Sisters Hügeln. Vielleicht können wir dort noch etwas finden, solange es noch nicht so lange her ist. Einen Hinweis, den einer der beiden hinterlassen konnte. Vielleicht eine andere Spur." teilte ich Matt meine Gedanken mit. Ich hatte schließlich genug Zeit gehabt, mir darüber Gedanken zu machen.

Ich begann im Büro auf und ab zu gehen, da ich nicht einfach ruhig vor Matthew stehen konnte. "Wenn Pruecilla die beiden nicht umbringt, tu ich es." murmelte ich aufgebracht und blieb wieder vor Matt aprupt stehen. Würde er mich zu den Hügeln begleiten? Oder hielt er das für eine bescheuerte Idee und würde versuchen, es mir auszureden? Schließlich könnten dort genauso gut noch einige von Pruecillas Zombiekinder genau auf Sowas warten. Wenn ich ehrlich war, hoffte ich sogar darauf, denn dann hätten wir zumindest einen Anhaltspunkt.. eine echte Chance, wenn wir eines der Kinder aus ihren Fängen entreißen könten. Aber das sagte ich Matt nicht so direkt. Ich spielte mit meinem Zauberstab zwischen meinen Fingern, da ich kaum still halten konnte, während ich dort stand.
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Kapitelübergreifend Die Stimme der Vernunft    Mo 19 Nov 2018 - 21:32

Matthew Miller

Schweigend nahm ich den Zettel an mich und betrachtete die zwei Hingekritzelten Worte skeptisch, bevor ich den Zettel kurz umdrehte, um zu überprüfen ob noch irgendetwas anderes drauf stand. Gwens Erklärung klang vor allem für sie einleuchtend, ich kannte ihre beste Freundin dafür zu wenig. Ich zog meinen Zauberstab hervor und tippte murmelnd mit der Spitze auf den Zettel, um eventuell verborgende Botschaften sichtbar machen zu können. Nichts passierte. Es war ein völlig normaler Zettel mit dieser Botschaft.
„Du hast die Sklaven gesehen. Die ganze Aurorenzentrale hatte Probleme sich gegen sie durchzusetzen und jetzt willst du dort alleine hingehen? Gwendolyn, mittlerweile kenn ich dich gut genug um zu wissen, dass du dort oben kein Pläuschchen abhalten wirst. Du bist stur - schön und gut. Aber hoffentlich auch nicht dumm. Sollte Celina zurückkommen und du bist nicht da, weil du die idiotische Idee hattest, dich alleine oder mit ein oder zwei Kollegen dem Sklavenheer von Pruecilla zu stellen, wird sie dir den Kopf umdrehen, solltest du zu dem Zeitpunkt nicht schon tot sein“ Ich beobachtete, wie sie unentwegt hin und her tigerte, während ich mich am Regal anlehnte und die Möglichkeiten durchforstete, die sich uns boten. Dass Gwen wieder ihren Dickkopf zeigen musste, war klar. Ich war nicht unbedingt besser aber meistens war es so, dass ich sie bremsen musste und ihr zeigen musste, dass ihre Taten oder Ideen doch nicht so überlegt waren, auch wenn sie der Meinung war, sie hätte Recht. Für einen Moment schloss ich die Augen und dachte kurz daran, wie es wäre, eine fleißige Auszubildende zu haben, die nicht nach jedem zweiten Satz widersprechen musste. Einerseits hätte ich am Ende des Tages noch meine Nerven, andererseits wäre es auch womöglich sehr langweilig auf Dauer, wenn mir niemand widersprach und die Auszubildende immer „Ja“ und „Amen“ sagte. „Das ist kein Grund ihr nachzueifern! Wenn du ihr jetzt nachgehst und sie die Verbindung zwischen euch beiden erkennt, wird sie Celina sicher dafür bestrafen, dass sie dir durch diese Nachricht hier ein Zeichen gegeben hat. Celina ist nicht alleine, sie hat wenigstens Ryan noch an ihrer Seite.Ich werde dich nicht gehen lassen, wenn wir nicht ein Hauch einer Chance haben und das haben wir aktuell nicht.“ Nun sprach ich mit Nachdruck und fuhr mir tief einatmend durch die Haare. Solange sie nicht unüberlegt loszog, war alles noch in Ordnung aber teilweise rechnete ich damit, dass ich mich ihr in den Weg stellen musste.
Als sie nach meiner Meinung fragte und tatsächlich so wirkte, als hätten meine Worte irgendwas bewirkt, wurde mein Ton etwas ruhiger „Es ist Pruecilla. Wir wissen beide wozu sie fähig ist und sie wird sicher jeden Grund nutzen, um den beiden Schmerzen zuzufügen. Ich kenne Celinas Akte und die Akten der anderen, als sie das erste mal in Pruecillas Fängen waren - Vera, die mit Celina befreit worden ist, ist mittlerweile psychisch labil durch die Schmerzen die man ihr zugefügt hat. Wir sollten es nicht noch schlimmer machen. Ich spreche mit Szalai. Bis dahin wirst du erstmal alle Infos die wir über Pruecilla und ihre Maßnahmen zusammen sammeln“ Ich fragte noch nichtmal, ob sie eine andere Aufgabe übernehmen wollte - immerhin war ich ihr Ausbilder und sofern ich nicht ihre Meinung teilte, musste sie das tun, was ich von ihr verlangte. Und ich vermutete, dass sie mich bereits gut genug einschätzen konnte um zu wissen, dass ich sie höchstpersönlich in Ketten legen lassen würde, sollte sie auf dumme Gedanken kommen. Mehr können wir aktuell nicht machen. Du kannst mich verfluchen, zum Teufel schicken oder das Büro auseinandernehmen aber solange ich noch in der Lage bin, dir gegenüber zu treten, wirst du Pruecilla nicht aufsuchen, ohne dass wir eine geringe Chance haben. Mein Blick, den ich ihr zuwarf, sprachen Bände. Ich wollte wirklich nicht zusehen müssen, wie meine Auszubildende regelrecht in den Tod spazierte.
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Kapitelübergreifend Die Stimme der Vernunft    Mo 19 Nov 2018 - 21:45

Ich beobachtete Matt dabei, wie er versuchte, dem Zettel mehr zu entlocken, als bisher zu sehen war, doch das gelang ihm nicht. Nein. Celina hatte eine simple und ebenso effektive sowie magiefreie Variante gewählt. Eine, die für mich klar ersichtlich, für andere aber nichtssagend war. Die Frage war, ob dies ihr nun irgendwie helfen würde. Ich wollte unbedingt helfen. Wollte etwas tun und konnte nicht NICHTS tun. Matt jedoch schien das ganze nicht so zu sehen wie ich. Ich nahm meinen Weg in unserem Büro wieder auf und lief hin und her, während es in mir wieder aufgebracht zu brodeln begann, weil er mein Vorhaben als völlige Dummheit darstellte.
"SIE macht es doch nicht besser! Opfert sich selbst kampflos. Wofür? Damit Prue uns alle versucht eine Woche später umzubringen, anstatt sofort?" Ich machte eine Pause und blieb wieder stehen, ehe ich weiter sprach. ""Sollte"... Und wenn nicht? Wie sollen die beiden denn da raus kommen, wenn wir es nicht mal versuchen?", warf ich ihm an den Kopf. Ja. Es war gefährlich. Aber was sollte ich denn sonst tun?

Ich funkelnde Matt mit intensivem und aufgebrachtem Blick an, aufgestachelt durch seine eigene Unruhe und Aufgebrachtheit. Er hielt wie so oft an Logik und Vernunft fest, aber ich war nicht bereit, mich einfach so bremsen zu lassen. Es ging um meine beiden Freunde. Um meine beste Freundin, die wie eine Schwester für mich war. Sein aufbrausender Tonfall, mit dem er auf meine Worte reagierte, ließ mich schnauben und näher an ihn heran gehen.
"Wieso sollte sie das tun? Auch ohne die Nachricht wäre mir doch klar, wo sie hin ist, wenn sie einfach so verschwindet? Und Ryan ist Pruecilla doch genauso ausgeliefert!" Mir die Haare raufend schloss ich kurz die Augen. Hinter meinem linken Auge pochte es unangenehm gegen meine Schädeldecke und machte es mir noch schwerer, mich zu konzentrieren. Der Gedanke, dass mein direktes Einmischen den beiden schaden könnte, ließ mich jedoch zumindest etwas zurückfahren.
Was soll ich deiner Meinung nach denn jetzt stattdessen tun, Matthew? Hier sitzen und auf ein Wunder hoffen?", fragte ich meinen Ausbilder immer noch aufgebracht, doch eine spur ruhiger als vorhin noch. Stattdessen kristalisierte sich hinter der Wut die verzweifelte Hilf- und Hoffnungslosigkeit klarer heraus, die man meinen Worten ebenso anhörte, wie man meinen Augen ansah. Seine anschließenden Worte waren es, die dieses Gefühl noch klarer nach außen beförderten, weshalb ich den Blick von Matt abwandte, sodass er mir nicht mehr in die Augen sehen und viel mehr Schwäche darin lesen konnte, als ich bereit war zu zeigen. Seine Erwähnung von Veras Folgen machte mir zu schaffen. Ich hatte Celina, kurz nachdem sie das erste Mal in Pruecillas Gefangenschaft gewesen war, gesehen. Sie hatte die erste Zeit bei mir gewohnt, damit sie nicht alleine in ihrer Bruchbude war, da sie unter anderem an Paranoia litt. Sie hatte zum Glück keine größeren bleibenden Schäden davongetragen, aber ich hatte ihr angemerkt, dass es trotzdem nicht einfach an ihr abgeprallt war und es hatte seine Zeit gedauert, bis sich ihr Verhalten wieder normalisiert hatte. Und nun war sie wieder an dem Ort, der sie in ihren Albträumen verfolgte und ich hatte Angst davor, was das mit ihr machte, wenn sie es denn dort raus schaffte... Hatte Sorge, was Pruecilla mit Ryan und ihr machte.

Wütend trat ich mit einem lauten "FUCK!" gegen eines der Beine des Schreibtisches und ließ mich kraftlos auf den Stuhl dahinter fallen, ehe ich mit verschlossenem Blick wieder zu ihm hoch sah. "Ich hasse es... Ich hasse es, nichts tun zu können. Ich hasse es, dass du wahrscheinlich recht hast und ich hasse dich, weil du so ein besserwisserischer Dickschädel bist." Ich rieb mir mit den Händen über die Augen und strich mir die ins Gesicht hängenden Strähnen zurück. Meine leicht gebeugten Schultern waren mittlerweile das einzige Indiz, das zeigte, wie verzweifelt ich war. In meinen Augen waren nur noch kühle abgeflachte Wut und unzufriedene Akzeptanz zu erkennen, hinter der ich die anderen Emotionen versteckte. "Okay. Ich hab nicht vor abzuhauen. Du brauchst mich also nicht anketten. Wann krieg ich diese Akten?", fragte ich und stand wieder auf, um mich mit verschränkten Armen auf die Tischkante zu setzen.
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Kapitelübergreifend Die Stimme der Vernunft    Mo 19 Nov 2018 - 22:14

Matthew Miller

Der besserwisserische Dickkopf wird dein kleinstes Problem sein konnte ich mir nicht verkneifen, als sie gegen mich feuerte, bevor ich mich am Regal abstieß um zurück zu meinem Schreibtisch zu gehen. Ich hatte ehrlich gesagt keine Lust darauf, Szalai verstehen zu geben, dass meine Auszubildende darauf brannte ihre beiden Freunde zu befreien OHNE auf irgendwelche Befehle zu warten, die die Rettung eventuell vereinfachen könnten. Es störte mich selbst, dass wir daran gebunden waren, nichts zu tun aber nun wusste auch noch niemand, dass Recshire und Goodwill sich dazu entschieden hatten, der alten Hexe einen Besuch abzustatten.
Ich packte die Akte zusammen, über die Ich mich vorhin gebeugt hatte und stellte sie zu den anderen, die ich noch durcharbeiten musste. Der Angriff und nun das Verschwinden der beiden jungen Auroren passte mir ehrlich gesagt nicht so wirklich in den Kram aber es war nun mal meine Pflicht und auch mein Wille, die Sache mit Pruecilla endlich mal wieder anzutreiben, damit wir irgendwann so vorbereitet waren, dass wir mindestens ebenbürtige Gegner waren. Gwens Frage ließ mich aufsehen, wobei ich ihr einen „Ist das dein Ernst?“-Blick zukommen ließ. Sie arbeitete jetzt schon seit mehr als einem Jahr hier in der Aurorenzentrale und ich glaubte an sie, dass sie die Akten über Pruecilla und ihre Anhänger finden würde. Für so talentiert hielt ich selbst ein Erstklässler aus Hogwarts. Wenn wir Glück haben, ist der Aktenraum nicht so stark beschädigt und man hat dort noch Zugriff auf die Akten. Ansonsten gibt es genug Kopien davon. Ich würde ihr mit den Akten nicht vor der Nase herumwedeln. Wenn ich mit Szalai sprechen sollte, gab es andere Dinge, um die ich mich kümmern musste.
Ich spreche jetzt mit Szalai, bis später Ich packte den Zettel, den Gwen mir in die Hand gedrückt hatte, warf der Aurorin einen kurzen Blick zu, bevor ich das Büro verließ. Ich vertraute ihr, dass sie ihr Wort hielt und wirklich keinen Mist baute. Andererseits konnte ich mir gut vorstellen, dass Akten durchforsten nicht zu ihrer Lieblingsbeschäftigung zählten - ging mir genauso. Aber man musste schließlich irgendwie weiter kommen und Akten durchforsten war zumindest eine hilfreiche Arbeit, die zusätzlich auch noch ungefährlich war. Vielleicht fand sie ja etwas heraus, was uns weiter bringen könnte. Mit schnellen Schrittes durchquerte ich die Aurorenzentrale und suchte das Büro von Szalai auf, in dem bis vor kurzem noch Romanova gesessen hatte. Ich hatte mir bereits ein paar Worte zurecht gelegt, die meinen Vorgesetzten dazu bringen sollten, sich das ganze genau zu überlegen. Ich kannte Szalai nicht wirklich und war mir nicht sicher, inwieweit er in der ganzen Thematik involviert war und vor allem wie er in solchen Situationen handelte.
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Kapitelübergreifend Die Stimme der Vernunft    Mo 19 Nov 2018 - 22:23

Ich schnaubte lediglich als Antwort auf seine Bemerkung und sah ihm dabei zu, wie er die Akten weg räumte, mit denen er vorhin beschäftigt gewesen war. Währenddessen herrschte Stille, bis ich meine nächste Frage stellte. Sein Blick ließ mich meinerseits eine Augenbraue hochziehen. "Ich war mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob du mich alleine das Büro verlassen lässt. Du saßt gerade sehr danach aus, als ob du dir das mit dem Anketten wirklich überlegen würdest." Erwiderte ich trocken und stand auf. Dass ich die Akten durchsuchen durfte, ließ meine beim Nullpunkt angesiedelte Laune nicht gerade steigen. Eher im Gegenteil. Vor allem würde es eine nervige Suche werden? Abhängig davon, wie groß die Beschädigungen im Aktenraum waren. Anderseits hatte ich somit etwas zu tun. Etwas, womit ich mich ablenken konnte, womit ich womöglich sogar etwas raus fand, was wichtig war. Zumindest behielt ich mir diese kleine, fast nicht existente Hoffnung. Ich sah eine Weile die geschlossene Tür hinter Matt an und überlegte... es würde nicht auffallen, wenn ich weg ging. Matt wäre sicher eine kleine Weile bei Szalai. Ich seufzte und öffnete die Tür, um in Richtung Aktenraum zu gehen. Ich hatte Matt gesagt ich würde keine Einzelktion starten und ich hielt mein Wort. Abgesehen davon musste ich ihm recht geben... alleine wäre es purer Selbstmord und ich wäre tot leider auch keine große Hilfe. Außerdem hingen mir immer noch Matts Worte nach, dass ich Celina und Ryan damit womöglich mehr schaden könnte, weil es auf sie zurückfiel. So etwas war sicherlich nach Pruecillas Geschmack. Deshalb hielt ich mich an mein Wort und blieb bei den Akten auf der Suche nach allem, was auch nur im Entferntesten mit Prue und ihren Machenschaften zu tun hatte, in der Hoffnung, etwas hilfreiches zu finden, was bisher einfach übersehen worden war.
Und danach würde ich Celinas Eltern benachrichtigen müssen...

- Ende -
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