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 Homework: because seven hours of school wasn't enough

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Sheila Ivanovič
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BeitragThema: Homework: because seven hours of school wasn't enough   Fr 12 Okt 2018 - 14:02

Homework: because seven hours of school wasn't enough
Matilda & Sheila | 09.10.15 | privat | Schicksal: ja

Die Nebelbank kann jede beliebige Größe und Form bis zu einem Volumen von 216m³ haben. Der Nebel behindert die Sicht auf bis zu 60cm. Unterwasser ist der Zauber nicht einsetzbar. Bei Wind wird die Nebelbank zeitnah fortgetragen, weshalb winderzeugende Zauber als Gegenzauber eingesetzt werden können. Die Konzentration muss hoch sein, damit der Gedanke an eine Nebelwolke/wand zu einer physischen Nebelwolke/wand führen kann.‘ Angespannt schob Sheila das Buch ein wenig von sich weg, nachdem sie die letzten Zeilen darin überflogen hatte. Es handelte sich um das Schulbuch für Verteidigung gegen die dunklen Künste, das Professor Rowan zu Beginn des Schuljahres ausgeteilt hatte. Die Hausaufgabe des Hauslehrers der Schlangen gab vor, dass die Schüler sich bis zur nächsten Stunde den Nebula nubis Zauber beibringen sollten. Laut Rowans Aussage solle das Beschwören einer Nebelbank so simpel sein, dass jeder Fünftklässler es sich problemlos selbstständig aneignen könne. Sheila war der perfekte Beweis dafür, dass diese Aussage nicht der Wahrheit entsprach, denn sie verzweifelte an dieser Hausaufgabe. Die Gründe für ihr Scheitern lagen irgendwo zwischen Motivationslosigkeit und der Tatsache, dass sie sich bereits eingeredet hatte, dass sie diese Aufgabe ohnehin nicht lösen könne.
Die junge Gryffindor hasste Professor Rowans Unterricht. Das lag nicht daran, dass sie den Professor nicht leiden konnten. Sie himmelte den Schweden zwar nicht an, wie es einige ihrer Mitschülerinnen taten, aber sie war sich durchaus darüber im Klaren, dass es sie auch schlechter hätte treffen können. Ihre Abneigung gegen das Fach wurzelte eher darin, dass sie keinerlei Interesse für die Inhalte aufbringen konnte. Fast alle Fächer in Hogwarts waren für den Berufswunsch der Löwin irrelevant, denn um Quidditchspielerin zu werden, würde sie einzig und allein das Training weiterbringen. Dennoch sah sie in den Inhalten einiger Fächer einen gewissen Nutzen für den Alltag, weshalb sie sich zumindest ein Hauch von Motivation aufbringen konnte. Doch die Verteidigung gegen die dunklen Künste fand nur in wenigen Bereichen Anwendung. Erstens ließen sich die Zauber für sportliche Duelle nutzen. Das Duellieren lag allerdings ganz und gar nicht in Sheilas Interessenbereich. Dann gab es natürlich einige Berufe, die die Kenntnis über gewisse Zauber voraussetzte. Doch die Löwin würde in ihrem Leben nie als Aurorin, Fluchbrecherin, oder ähnliches arbeiten wollen. Dann gab es natürlich noch den unwahrscheinlichen Fall, dass die Hexe wirklich von einem dunklen Zauberer angegriffen werden würde. Doch in so einem Fall würde sie einfach so schnell wie möglich das Weite suchen. In einem Kampf wäre die Hexe aufgrund ihrer mäßigen Begabung für Kampfzauber sowieso unterlegen.

Nebula nubis“, sprach sie mit klarer Stimme und richtete den Zauberstab in die Luft. Sheila hatte absichtlich einen Tisch gewählt, an dem sie allein saß, um in dem unwahrscheinlichen Fall, dass sie es vollbrachte Nebel zu beschwören, niemanden zu stören. Doch ihr Versuch blieb erneut ergebnislos. Für Sheila ein Anlass um sich zumindest innerlich über den Tipp des Buches, dass sie sich für den Zauber stark konzentrieren müsse, aufzuregen. Denn diese Anweisung brachte der Hexe keinerlei Erkenntnis. Wenn es mit Konzentration allein getan wäre, dann hätte sie schließlich schon lange einen Erfolg erzielt. Mittlerweile führte der Ratschlag des Buches allerdings dazu, dass die Konzentration zunehmend von Frust abgelöst wurde.
Die Löwin wusste, dass sie nicht aufs Quidditchfeld gehen konnte, bevor sie ihre Hausaufgaben erledigt hatte und diese Hausaufgaben schienen sie nicht freigeben zu wollen. Frustriert und ratlos darüber, wie sie weitermachen sollte, ließ die blonde Hexe ihre Stirn auf das Schulbuch sinken und unterstrich ihr Aufgeben mit einem entnervten Seufzer.


Zuletzt von Sheila Ivanovič am Mi 17 Okt 2018 - 18:58 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Matilda Morrison
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BeitragThema: Re: Homework: because seven hours of school wasn't enough   So 14 Okt 2018 - 15:35

Es war ein eisiger Tag, ungewöhnlich für diese Jahreszeit doch keineswegs ungewöhnlich in der heutigen Welt. Sie hatte sich verändert und der reine weiße Schnee, der einem Wintermärchen ähnlich zu Boden fiel, vermochte nicht über die Dunkelheit hinwegtäuschen, die ihr Finger nach jedem Lebewesen streckte und die Welt in Angst und Schrecken hüllte. Früher wenn der Schnee im Winter fiel und der Wind in über die Ländereien heulte, genoss Tilda die Nachmittage und Abende vor dem prasselnden Kamin im Gemeinschaftsraum, hatte ein Buch im Schoss liegen und schickte ihre Gedanken auf Reisen in fremde Welten voller Wunder und Abenteuer. Und sobald die Sonne ihre Strahlen durch die Wolken schickte und die silbern funkelnden Kristalle des Schnees hervorlockte, rannte sie hinaus um mit ihren Fußspuren Bilder in den Schnee zu zeichnen oder den Spuren eines Tieres zu folgen. Manchmal auch um einfach nur die Stille zu genießen und die frische, kühle Luft durch die Nase zu ziehen. Im Winter, nicht im Oktober und als die Welt hinter den Mauern der Schule noch heil und sicher wirkte und das Land nicht in Angst und Schrecken versetzt wurde. Es gab schon immer und jederzeit Grausamkeiten auf der Welt, doch im kurzen Leben, in einem eigentlich sicheren Land, lagen diese für Tilda immer in sicherer Entfernung.Nach dem Unterricht, hatte sie es für einen Moment gewagt die Mauern des Schlosses hinter sich zu lassen. Nur um sich zu vergewissern, dass dies kein Traum war und der Schnee tatsächlich stetig vom Himmel fiel. Vielleicht träumte sie alles nur. Die Nachrichten im Tagespropheten, das Gefühl der Angst und die vielen schlaflosen Nächte. Und dennoch, trotz des Großen ging das Leben doch auch im kleinen seine ganz eigenen Wege. Ihre Mutter hatte sich seit Beginn des Schuljahres nicht gemeldet und auf keines der Briefe reagiert. Das Fünfte Schuljahr war erreicht und die anstehenden ZAG Prüfungen, schienen sich zwar langsam doch bedrohlich zu nähern. Dieses Jahr musste gut werden und allen Sorgen zu Trotz, durfte sie nicht Versagen. Hausaufgaben standen an und der Berg an Unterlagen wurde größer und größer. In den unteren Klassen erschien alles einfacher und dieses Jahr, begann sie selbst in ihren starken Fächern zu bangen. Tilda verfolgte mit großer Begeisterung den Unterricht in Astronomie und Verteidigung, war jedoch nicht gleichzusetzen mit hervorragenden Noten. Auch heute führte sie dieser Umstand wieder in die Bücherei ohne in konkretes Ziel vor Augen. Ihre mangelnde Struktur, das Chaos und eine ordentliche Brise Vergesslichkeit legten dem schulischen Erfolg so einige Steine in den Weg. Sie war keine schlechte Schülerin, aber auch nicht besonders gut, gesunder Durchschnitt mit dem Potenzial in einigen Bereichen besser zu sein, wenn sie denn nur die eigenen Selbstzweifel ablegte und den Blick nach vorne wagte. Nicht immer nur zurück, sich auf das Positive und nicht nur auf das Negative konzentrierte. Müde zog die Dächsin ein Bein vor das andere, presste die Tasche mit den Büchern an die Brust und könnte nur mühsam die Augen offenhalten. Erst nach einer gefühlten Ewigkeit kam sie an der Bibliothek an, stieß die Türe auf und strich die vom Wind zerzausten Haare aus dem Gesicht, welche die geröteten Augen zumindest ein wenig verdeckt hatten. Die Bibliothek. Ein Ort der Ruhe, ein Ort der Gelehrsamkeit und immer, wenn die Hufflepuff die Türe zu diesem Raum aufstieß, hielt sie einen Moment inne, atmete den Duft nach Büchern und Holz ein und ließ einen kurzen Moment der Zufriedenheit auf ihre Lippen zeichnen. Viele Stunden hatte sie bereits an diesem Ort verbracht. Sei es zum Lernen, für die Hausaufgaben oder die persönlichen Interessen. Kurz schweifte der Blick über die Köpfe der anwesenden Schüler und verweilte einen Moment länger auf einem bekannten Haarschopf. Ein eher seltener Anblick in diesem Raum. Mutete ein wenig an, wie sein Eisbär in der Sahara und wie der Erforscher einer noch unentdeckten Spezies, schlich sich Tilda leise und nur auf Zehenspitzen gehend an die seltsame Erscheinung an. Sheila lebte für de Qudditch und verirrte sich nur ungerne und selten an diesen Ort. Möglicherweise war dies am heutigen Tag dem ungemütlichen Wetter geschuldet, welches einigen im Schloss mit seinen permanenten Schwankungen schon eine ordentliche Erkältung verpasst hatte. „Du hier“ wurde das Offensichtliche halbe belustigt, halb verwundert angesprochen und die Freundin für einen Moment fragend gemustert. „Ich habe mal gelesen, dass es beim Lernen helfen soll, kurz vor dem Einschlafen zu lesen. Soll sich dann wohl besser im Hirn abspeichern oder so“. Eines der zahlreichen Klatschmagazine ihrer Mutter an deren wissenschaftliche Grundlagen mehr als nur zweifelhaft erschienen und Tilda eher durchstöberte um sich die Zeit zu vertreiben, als neues Wissen zu beziehen. Eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass diese Artikel auf Fakten, nicht nur auf Vermutungen beruhte, bestand dennoch. Mit einem Seufzen sank sie auf den Platz neben Sheila, zog die Stirn in Falten und versuchte einen Blick auf das Buch zu erhaschen. „Verteidigung, hä“, führte sie ihre schräg anmutenden Kontaktaufnahme fort und wippte unruhig mit den Füßen. Selbst bei guten Freunden, wusste die Blondine oftmals kein Gespräch zu beginnen. Druckste herum, laberte sinnloses und unwichtiges und übertrug somit immer dem Gegenüber die Verantwortung dafür ein Gespräch zu eröffnen. Sheila wirkte erschöpft oder frustriert? Es ging ihr nicht gut. Das war offensichtlich und in den folgenden Worten schwang ein Hauch aufrichtiger Sorge um die Freundin mit: „Kann ich dir irgendwie helfen?“ Dazu gab es Freunde und Verteidigung gehörte zufällig zu den besseren Fächern der Dächsin. Natürlich musste auch sie lernen und nicht jeder Zauber gelang auf Anhieb. Manch einer erforderte viel Mühe und Kraft und die Leistungen entsprachen nur selten den selbst gestellten Anforderungen. Dieses Fach gehörte zweifelsfrei zu den wichtigsten, besonders in Zeiten wie diesen, in denen die Gefahr hinter jeder Ecke und in jedem Winkel des Landes lauerte und einem jederzeit das Leben aushauchen konnte. „Oder träumst du von Professor Rowan?“ Wohl eher nicht und dennoch ließ sich nicht bestreiten, dass dieser Lehrer verdammt gut aussah, auch wenn Tilda eher wenig Verständnis für die Träumereien einiger Mitschüler aufbrachte und sich keineswegs von dessen äußeren Erscheinungsbildes beeindrucken ließ.
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Sheila Ivanovič
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BeitragThema: Re: Homework: because seven hours of school wasn't enough   Mi 17 Okt 2018 - 20:53

Da es trotz magischer Begabung keine Möglichkeit gab, um das Wissen des Schulbuches auf osmotischen Weg in ihr Gehirn gelangen zu lassen, hob Sheila ihren Kopf wieder an. Schleppend kämpfte sie gegen die motivationslose Schwere in ihren Gliedern an, um sich wieder in eine aufrecht sitzende Position zu bringen. Ein Vorhaben, welches nur teilweise gelang, denn kaum hatte sich der blonde Schopf von den bedruckten Seiten erhoben, sank die Löwin mit der Stirn gegen ihre Hände, um den Kopf mit diesen zu stützen. Es bedurfte keiner guten Menschenkenntnis, um festzustellen, dass die Gryffindor einen motivationalen Tiefpunkt erreicht hatte und allein vermutlich auch keine Kraft für weitere Versuche finden würde. Doch es war fast so, als habe das Schicksal Erbarmen mit ihr. Denn gerade als der innere Schweinehund das letzte Pflichtgefühl der jungen Hexe niederringen wollte, drang eine bekannte Stimme an ihr Ohr. Zwar hatte Sheila den besagten inneren Schweinehund insgeheim ein wenig angefeuert, um den Rest des Abends, trotz des frostigen Wetters, doch noch auf dem Quidditchfeld verbringen zu können, jedoch war Matilda dazugestoßen, bevor das schlechte Gewissen vollends besiegt werden konnte.
Offensichtlich“, entgegnete die Jägerin auf die Feststellung der Hufflepuff und erhob dabei ihren Kopf von den stützenden Händen. Die aufrechte Position vollbrachte es jedoch kaum die Schülerin motivierter oder weniger verzweifelt aussehen zu lassen. Die Verzweiflung galt dabei nicht der Tatsache, dass ihre Noten oder ihr Abschluss unter ihrem mangelnden Interesse und Talent für Verteidigung gegen die dunklen Künste leiden könnten, sondern viel mehr dem Umstand, dass sie das Gefühl hatte ihre Zeit zu verschwenden, obwohl sie diese auch ihrem Traum und somit dem Training widmen könnte. Der Schnee, welcher ungewöhnlicherweise schon fiel, war dabei kein Hindernis für die Löwin. Auch die Spiele der Profis fanden nicht immer unter besten Bedingungen statt, weshalb Schnee, Regen und auch Sturm keine Ausreden waren, sondern lediglich eine Bedingung, die sie beim Training zusätzlich forderte. Kurz musste die junge Hexe an den verregneten Nachmittag denken, an dem sie die ältere Mitschülerin Emma Leblanc kennengelernt hatte, als diese zu einem unfreiwilligen Ziel von Sheilas Quaffel wurde, nachdem dieser sein eigentliches Ziel, nämlich die Torringe, verfehlt hatte. Allein der Gedanke an Quidditch zauberte der Fünftklässlerin ein leichtes Lächeln auf die Lippen, bevor Tildas Worte sie in die trostlose Realität zurückholten.
Es scheitert eher an der Praxis“, erklärte Sheila ihre Misere knapp und setzte ein schiefes Lächeln auf, welches ihr angesichts ihres Problems nicht richtig gelingen wollte. Sie wollte sich der Freundin gar nicht aufdrängen, denn obwohl der Gryffindor natürlich bewusst war, dass Tilda in Rowans Unterricht alles andere als untalentiert war, war sie bestimmt nicht hergekommen, um die Löwin in einem Zauber zu unterrichten, welcher offensichtlich so simpel war, dass Rowan der Meinung war, dass die Schüler ihn sich selbstständig beibringen könnten. Sheila gab ein träges Nicken von sich, als die Mitschülerin durch einen flüchtigen Blick auf das Buch das Fach herausfand. Ein aufrichtiges Lächeln bahnte sich schließlich an, als Tilda ihre Hilfe ganz ohne Nachfrage anbot und der Gryffindor auf diese Weise zumindest einen Funken von Hoffnung schenkte, dass der Zauber ihr doch noch gelingen könnte. Das Lächeln wurde jedoch sehr schnell von einem schiefen Grinsen abgelöst, als die sonst eher zurückhaltende Freundin eine weitere potentielle Erklärung für Sheilas Haltung fand. Diese schien jedoch weniger ernst gemeint zu sein, denn Sheila war sich sicher, dass Tilda sie gut genug kannte, um zu wissen, dass die Löwin generell der Meinung war, keine Zeit für irgendwelche Liebeleien oder ähnliches zu haben. Schwärmereien hatten in ihrem Kopf somit auch keinen Platz. „Natürlich! Ich komme immer in die Bibliothek, um von attraktiven Professoren zu träumen“, kommentierte die Gryffindor schließlich mit einem Grinsen und bemerkte erst dann, dass Matilda es offensichtlich geschafft hatte ihre Laune zu anzuheben. Das änderte allerdings nichts daran, dass Sheilas Problem nach wie vor bestand, weshalb sie auf das Angebot der Mitschülerin zurückkam. „Nebula nubis bereitet mir Schwierigkeiten. Der Zauber gelingt mir einfach nicht“, gab die Schülerin ihr Problem mit dem eigentlich simplen Zauber zu. Vor vielen Mitschülern wäre es ihr vermutlich peinlich gewesen, aber Tilda war eine Freundin und sie wusste auch bereits, dass Verteidigung nicht zu Sheilas Glanzfächern gehörte. Dennoch kam in der Löwin das Bedürfnis auf, dem Zauber das Recht seiner Existenz abzusprechen, um das eigene Scheitern weniger schlimm erscheinen zu lassen. „Wofür soll er überhaupt gut sein? In welcher Situation benötigt man denn Nebel? Da draußen greift eine mächtige Hexe das Ministerium an und versetzt das Land in eine Krise und wir lernen Nebel zu beschwören. Ich wette die Auroren konnten alle Nebel beschwören. Es hat ihnen offensichtlich nicht dabei geholfen die Katastrophe aufzuhalten“, redete sie sich in Rage. Die junge Hexe gehörte definitiv zu jenen Menschen, die erst redeten und dann nachdachten. Aus diesem Grund bemerkte sie auch erst im Nachhinein, dass ihre Art der Erwähnung der kürzlich geschehenen Katastrophe durchaus als geschmacklos und unangebracht eingestuft werden konnte, weshalb ein leises „Tut mir leid“ über ihre Lippen glitt.
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Matilda Morrison
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BeitragThema: Re: Homework: because seven hours of school wasn't enough   So 18 Nov 2018 - 14:24

Die mangelnde Motivation war der Gryffindor, die soeben den Kopf hob, deutlich anzusehen und entsprach somit in Gänze Tildas Erwartungen, die den Anblick ihrer Freundin an diesem Ort noch immer als etwas befremdlich befand. Sollte nicht heißen, dass die Löwin in ihren Augen als ausgesprochen faul oder unwissend galt, vielmehr war dies dem Eindruck geschuldet, dass sie mit der Freundin wohl automatisch Quidditch assoziierte. Besen und Löwin galten als eingeschworenen Einheit und selbst Wind, Wetter und tragische Katastrophen waren machtlos gegen diese tiefe, durch die Jahre gefestigte Bindung. Sheila und Besen, waren wie Deckel und Topf, Zauberstab und Hexe, Wolken und Regen. Tildas Gedanken endeten als das Geheimnis um Sheilas Anwesenheit mehr oder weniger gelüftet und sich Tilda in ihrer Vermutung bestätigt fühlte. Sie hatte es ja gleich gewusst! Verteidigung gegen die dunklen Künste. Na, wenn das mal nicht spannend war, zählte immerhin zu ihren Lieblingsfächern und sicher konnte sie der Freundin zumindest ein wenig helfen. Jetzt nicht Nachhilfe Lehrer Mäßig, aber immerhin ein wenig. Es scheiterte an der Praxis, erklärte die Löwin und Tilda setzte zunächst ein wissendes Nicken auf. Etwas in der Theorie zu verstehen und in der Praxis umsetzen zu können, waren 2 unterschiedliche Paar Stiefel und Tilda zählte sich hier wohl eher zu den praktisch veranlagten Menschen. Allerdings ließ sich die Theorie einfach erklären, während sie keine blassen Schimmer davon hatte, etwas Praktisches zu vermitteln. "Ja, die Praxis", wiederholte Tilda, starrte auf das Buch vor ihrer Freundin und lächelte verhalten. Vielleicht hatte sie der Freundin voreilig ihre Hilfe angeboten. Denn auch wenn Tilda in diesem Fach recht gut war, konnte sie lange nicht alles und musste in einigen Zaubern viel Mühe und Kraft investieren, ehe sie zur vollen Zufriedenheit gelangen. Die aktuellen Ereignisse, die allgegenwärtige Bedrohung, das Gefühl der Angst und die düstere Zukunft, die sich vor aller Augen aufbaute, forderte mehr als je zuvor in diesem Fach alles zu geben. Aber von welchen Zauber sprach Sheila nun und wie kam sie zur einer praktischen Übung innerhalb der Bibliothek? Verstieß doch irgendwie gegen die spießigen und altertümlichen Regeln und ward innerhalb dieser Räumlichkeiten nur ungern gesehen. Würde sie an geeigneter Stelle anbringen, wollte sie sich kein lebenslängliches Bibliotheksverbot einhandeln, da sie ein Regal in die Luft sprengten oder Bücher in Brand setzten. Wobei die Schülerschaft sicher gefallen an einer kleinen durch Unachtsamkeit provozierten Katastrophe haben könnte. Würde ein Stück Normalität widerspiegeln und für neuen Gesprächsstoff sorgen. Was der Professor nun davon halten möge, stand auf einem anderen Pergament geschrieben. Apropos Professor. Dessen Erwähnung oder besser gesagt, das unqualifizierte Kommentar bezüglich seiner sexuellen Anziehungskraft auf das weibliche Geschlecht, eventuell auch ein paar gleichgeschlechtliche Wesen, nahm für den Augenblick eine gewisse Spannung und entlockte Sheila ein Lächeln, welches umgehend erwidert wurde. Oft waren es die kleinen Dinge im Leben, die Freude bereiteten, wenn auch nur für einen flüchtigen Moment. Denn so schnell, wie sich die Stimmung gebessert hatte, schwang sie bereits um und trieb der Hufflepuff einige Sorgenfalten ins Gesicht. Tilda hörte sich die Ausführungen ihrer Freundin, die nun deutlich angespannter wirkte, geduldig und in aller Ruhe an, begann sich jedoch selbst darüber Gedanken zu machen. Die Gefahr war allgegenwärtig und auch Tilda stellte sich des Öfteren die Frage, wie sie auf das Leben außerhalb dieser Schule vorbereitet wurde. Vieles wirkte unnötig. „Schon okay“, erwiderte sie verständnisvoll und gab ihrer Freundin zu verstehen, dass sie nichts an ihren Aussagen wertete oder als geschmacklos empfand. Brachte am heutigen Tag jedoch auch nicht, die notwendige innere Stärke auf, sich diesem ernsten Thema weiter zu widmen. Es machte sprachlos, hinterließ neben der Angst ein Gefühl der Machtlosigkeit, des Ausgesetztseins und der Wut jenen gegenüber, die verantwortlich waren. Daher ging sie nicht weiter darauf ein, sprang auf den Zauber an und versuchte zumindest irgendwie zu helfen. Trotz einer gewissen Begabung zum Lernen und dem gesteigerten Interesse an eben jenem Fach, passierte es doch immer mal wieder, dass die Hufflepuff einige Fragen nicht umgehend beantworten oder den Inhalt der vergangenen Unterrichtstunde exakt wiedergeben konnte. Meist bimmelte da zwar ein Glöckchen in ihrem Kopf, aber es dauerte einen klitzekleinen Moment, ehe der Groschen dann wirklich umfiel und sie es schaffte die Gedanken in ihren Kopf richtig zu sortieren. An dieser Stelle soll gesagt werden, weder bimmelte etwas, noch ging ein Licht auf. Gähnende Leere, tiefe Dunkelheit und irgendwie musste sie in dieser Stunde mit ihren Gedanken an einem anderen Ort gewesen sein. Vielleicht hafteten diese am neusten Artikel des Tagespropheten oder sie schwirrten um das Befinden ihrer Mutter, welche Tilda so manche schlaflose Nacht bescherte. Kurz gesagt, sie kannte die Antwort auch nicht und konnte lediglich ein paar mehr und einige weniger ernst gemeinte Vermutungen anstellen. „Ich vermute mal“, Tilda unterband ein Seufzen, „Das unser Professor diesen Zauber benötigt, um sich vor seinen ganzen Verehrerinnen zu retten. Er sitzt in einer Bar und verlässt diese mit mindesten 4 Verfolgerinnen. Wenn er sich in Nebel hüllt, kann er ungesehen verschwinden. Und naja, Nebel hat ja so was Mystisches. Und nachher sind sich die Damen, nicht mehr sicher ob dieser unfassbar gutaussehender Mann nur eine Illusion war“. Die Blondine grinste schief und malte sich in Gedanken, die erschreckten Gesichter einiger auftakelten Tussis aus, sie soeben kurz davor waren, einen Kampf um den gutaussehend Mann, sich die Handtaschen um die Ohren zu schlagen. „Anderweitig“, überlegend knabberte sie auf ihrer Unterlippe, „Denke ich, dass es einen gewissen, wenn auch nur sehr unsicheren Schutz bieten kann, indem es bei dem Gegner eine gewisse Irritation hervorruft“. Nichts als Vermutungen und ein leichtes Zittern schwang in jedem Wort mit. Tilda hasste es, etwas nicht zu wissen und gab sich allzu schnell der Befürchtung hin, am Ende des Jahres durch alle Prüfungen zu fallen. „Wenn der Gegner mich nicht sieht, verringert dies seine Chance auf mich zu zielen. Es verwirrt ihn".. Zog aber auch nach sich, den Angreifer selbst nicht mehr sehen zu können, was nun gewisse Zweifel an dieser Theorie nach sich zog. „Und man kann ungesehen flüchten. Wenn ich Leute bei mir haben, die noch nicht apparieren könne, kann ich diesen somit die Flucht ermöglichen. Oder ich bin in einer Gruppe und kann einen richtig großen Nebel erzeugen, der den Gegner in die Irre führt,.....oder....so“ die Worte wurden schleppender und leiser, „oder so“. Der Blick wanderte zu den Händen im Schoss und Tilda wurde rot im Gesicht. „Also ehrlich gesagt“ kaum mehr als ein Flüstern, „Ich weiß es selbst nicht so genau“, dem ein ziemlich zerknirscht klingendes „Tut mir Leid“, hinzugefügt wurde.
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Sheila Ivanovič
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BeitragThema: Re: Homework: because seven hours of school wasn't enough   Mi 28 Nov 2018 - 22:52

Erneut gelang es Matilda die Gryffindor trotz ihrer schlechten Laune zu einem Lachen zu zwingen. Denn auch Sheila kam nicht darum herum sich bildlich vorzustellen, wie Rowan im Nebel einer Gruppe von Verfolgerinnen entfloh. „Dabei war er nicht sonderlich erfolgreich. Er trägt seit kurzem einen Ring.“ Kaum waren diese Worte über Sheilas Lippen gekommen, ereilten sie zwei Erkenntnisse. Die erste Erkenntnis bezog sich darauf, dass man ihr aufgrund dieses Details nun durchaus vorwerfen konnte, dass sie doch ein genaueres Auge auf den Professor geworfen hatte. Doch der wahre Grund für ihre Beobachtung dieser Details war ein anderen, was zur zweiten Erkenntnis führte. Wenn sie im Unterricht nicht aus Langeweile und mangelndem Interesse an den Inhalten ihre Umgebung auf der Suche nach irgendeiner Ablenkung inspizieren würde, sondern sich stattdessen einfach zum Aufpassen zwingen würde, müsste sich jetzt vermutlich nicht über dem Buch verzweifeln. Dennoch konnte sie nicht leugnen, dass es für die blonde Hexe deutlich spannender gewesen war den Ring zu bemerken und einige von Rowans Verehrerinnen auf diesen hinzuweisen. Sie konnte ohnehin nicht verstehen, warum eine Schülerin sich auf diese Weise für einen Lehrer interessieren konnte, weshalb sie auch kein großes Mitleid mit den betroffenen hatte. Für sie war die Situation einfach viel zu unrealistisch, um ernsthaft zu Mitgefühl führen zu können.
Die weiteren Erklärungsversuche der Freundin wurden mit einem dankbaren Lächeln verfolgt. Tilda spekulierte nur über mögliche Einsatzmöglichkeiten für den Zauber und doch brachte sie Sheila mit diesen Ansätzen bereits etwas weiter. „Ich schätze, dass Verteidigung schon Sinn ergibt“, kommentierte sie die Worte der Hufflepuff mit einem leichten Schulterzucken. Die genaueren Zwecke des Nebels würde Rowan ihnen möglicherweise in der nächsten Stunde beibringen. „Was tut dir leid? Das du mir hier gerade aus der Patsche hilfst“, grinste die Gryffindor, als die Stimme der Freundin leiser und zurückhaltender wurde. „Ohne dich wäre ich hier vollkommen verzweifelt. Entschuldigen musst du dich also ganz sicher nicht“, versicherte sie ihr. Die Löwin wusste natürlich von Tildas zurückhaltender und oft auch schüchterner Art, aber in diesem Moment gab es dafür wirklich keinen Grund. Sheila würde ihr niemals Vorwürfe machen und in den meisten Fällen war der Umgang zwischen den beiden Hexen von jeglicher Schüchternheit befreit. Schließlich kannten sie sich nicht erst seit kurzem, weshalb es einen Grund für Errötungen und derartige Entschuldigungen gab. Ein aufmunterndes Lächeln sollte das vedeutlichen.
Glaubst du, dass du den Zauber hinbekommst?“ Sheila war sich fast sicher, dass es für Matilda kein großes Problem war den Nebel zu beschwören. Sie war deutlich talentierter in Verteidigung gegen die dunklen Künste und gehörte nicht zu den unterdurschnittlich begabten, so wie es bei Sheila der Fall war. Das Beschwören des Nebels sollte in der Bibliothek nicht zu Problemen führen. Schließlich hatte der Zauber kein destruktives Potential und würde auch keine großen Ausmaße annehmen. Normalerweise hätte die Löwin ihre Übungsversuche unter freiem Himmel durchgeführt, jedoch machte das Wetter ihr einen Strich durch die Rechnung. Bei dem starken Regen konnte man vielleicht Quidditch spielen, aber für verzweifelte Zauberversuche war dieser eher kontraproduktiv.
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