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 We lose ourselves in books, we find ourselves there too

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Ruby Clark
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BeitragThema: We lose ourselves in books, we find ourselves there too   So 30 Sep 2018 - 13:21

We lose ourselves in books, we find ourselves there too
Akari & Ruby | 09.10.15 | privat | Schicksal: ja

Es war schon spät am Abend, als Ruby ein großes Buch aus einem Regal der British Library zog und an sich nahm. Auf dem graubraunen und bereits sehr abgenutzten Einband prangte der Titel „Gifte, Gegengifte und ihre Wirkung“ in dicken eingelassenen Buchstaben, denen man an letzten Farbresten ansah, dass sie einst in einem matten Goldton eingefärbt waren. Zufrieden nahm die junge Hexe das Pharmazie-Fachbuch an sich und schlenderte zwischen den Regalen hervor, um einen der unzähligen Leseplätze aufzusuchen. Die British Library entlieh keine Bücher, sondern besaß ausschließlich einen Praxisbestand, den man vor Ort in Augenschein nehmen konnte. Ruby empfand den Aufenthalt in der Nationalbibliothek aber als sehr angenehm. Sie genoss die herrschende Ruhe, welche ihr sonst nirgendwo in ihrem Alltag begegnete. Sie arbeite gerne mit den Kindern im Waisenhaus, aber es war ungemein befreiend für sie, wenn sie einige Momente der Ruhe genießen konnte. Diese seltenen Stunden der Ruhe verbachte die blonde Hexe häufig mit Büchern. Und obwohl sie wirklich gerne mit der Hilfe von Muggelromanen in andere Welten flüchtete, hatte sie sich in letzter Zeit zunehmend auf Fachliteratur der Muggel-Pharmazie konzentriert. Die Forschung an medizinischen Zaubertränken zählte durchaus zu ihren Hobbys, auch wenn sie auf dem Gebiet nie eine Ausbildung absolviert hatte. Ruby hatte sich ihr Wissen mithilfe von Büchern und diversen Experimenten angeeignet und war mittlerweile auf einem Wissenstand, der vermutlich den einen oder anderen Zaubertrankmeister mit offizieller Ausbildung übertraf. Nachdem sie in der Literatur der magischen Welt zunehmend auf bekannte Inhalte getroffen war, hatte die Hexe angefangen Fachliteratur der Muggel zu lesen. Viele Erkenntnisse der Muggelmedizin ließen sich auf die Kunst der Zaubertränke übertragen und führten so sogar oft zu besseren Ergebnissen. Nur wenige Zaubertrankbrauer bewegten sich auf diesem Pfad. Schließlich belächelten die meisten von ihnen die Medizin der Muggel. Ruby sah in der Kombination aber eine große Chance und war sich sicher auf diesem Weg neue Formeln entwickeln zu können.
Die seltenen Ausflüge in die Bibliothek fanden stets am späten Abend oder sogar nachts statt, da die ehemalige Hufflepuff tagsüber einfach viel zu eingespannt war. Erst wenn die Kinder schliefen und sich Onyx oder Braxton der Nachtwache widmeten konnte Ruby sich die Zeit nehmen, um ihren Interessen nachzugehen.
Nachdem die junge Frau einen der Tische ausgewählt, ihre Mütze auf diesem platziert und die dort angebrachte Leselampe eingeschaltet hatte, zog sie ein Notizbuch aus ihrer Tasche hervor, welches der Sammlung interessanter Kenntnisse und Ideen diente. Dabei fiel der Hexe jedoch der Stift zu Boden, welcher zuvor an dem Buch befestigt war. Unauffällig schaute sie sich um, um festzustellen, dass sie offensichtlich allein in diesem Bereich der Bibliothek war. Kurzerhand zog sie ihren Zauberstab aus der Tasche und ließ den Stift eigenständig zurück auf den Tisch schweben.
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Akari Hathaway
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BeitragThema: Re: We lose ourselves in books, we find ourselves there too   Mi 3 Okt 2018 - 14:12

Gitantisch. Dies beschrieb jene Bibliothek in der sich Akari gerade aufhielt wohl ziemlich gut. Der Buchbestand zeugte von einer Nutzung über Generationen hinweg und die Beschaffung selbiger mochte wohl ähnlich lange Zeit in Anspruch nehmen und natürlich weiterhin andauern. Sie befand sich in einer Muggel-Bibliothek und zwar der wohl Größten im Allgemein- und Fachbereich, zumindest in London oder in Großbritannien? Ob sie dies wissen müsste? Immerhin hatte Akari in der Muggel-Welt eine Ausbildung zur Bibliothekarin gemacht oder zumindest einige Praktika absolviert, extrem wichtig war ihr dieser Ausbildungabschnitt wohl nicht gewesen, da sie ja in der magischen Welt lebte und obgleich Muggeln nicht abgeneigt, keinen extrem hohen Stellenwert jenem System zuordnete. Trotzdem empfand Akari gerade was Bücher betraf hohen Respekt und so auch gegenüber Muggel-Bibliotheken. Sie konnte sich noch lebhaft an den Aufwand erinnern Bücher neu einzuräumen oder umzuräumen, Bestellungen heraus zu suchen und zumeist war ihr die körperliche Aktivität in Erinnerung geblieben. Dieser Teil der Arbeit erledigte sich bei ihr derzeit wie von Zauberhand und somit waren Kapazitäten frei sich damit zu beschäftigen wie sie mehr Bücher zusammen brachte und wieso sie der Idee nachhing alleine ein Geschäft leiten zu können. Eine Bibliothek besaß zumeist mehrere Mitarbeiter, zumindest das Muggel-Pendant, Geschäfte von Magiern führten meist weniger Personal, weil ihnen ja die Magie zur Seite stand, dennoch war die Arbeitslosigkeit nicht unbedingt höher? Sie glaubte sich zu erinnern das für Muggel das Thema des Gelderwerbes eine sehr viel zentralere Rolle spielte, obgleich es vermutlich ebenso reiche Muggel- wie Zaubererfamilien geben musste.
Der Sinn all dieser Gedanken? Akari hatte ihr Geschäft natürlich wieder schließen müssen um heute Abend diesen Ausflug unternehmen zu können und auch dies nervte sie ein wenig. Musste sie sich einen Mitarbeiter suchen oder genügte eine Aushilfe und wie überhaupt die Suche beginnen, diesen Aspekt ihren Kunden erzählen und eine indirekte Suche starten? Über all die anderen Fragen bezüglich des Geldes wollte sie lieber noch gar nicht nachdenken. Bisher erschien es ihr eher wichtig sich selbst Ruhepausen genehmigen zu können, der eigene Boss zu sein, selbst wenn sie sich dadurch nur schadete. Die eigene Herrin zu sein war schon etwas verwirrend, jede eigene Entscheidung war sogleich zu hinterfragen ob man damit in einem Jahr oder einem Monat noch existierte. Ein Glück das sie nicht in der konkurrierenden Welt der Muggel lebte, sondern mit ihrer Bibliothek in der Nokturngasse vermutlich ein sicheres Standbein besaß. Ein wenig erinnerte sie ihr derzeitiges Dilemma an die Zeit ihrer Umwandlung zum Vampir, auch damals hatte sie nicht gewusst wohin sie ihre Entscheidungen führten, nur das sie unter Menschen leben wollte und das Menschsein nicht aufzugeben bereit war, ähnlich auch die Idee mit der Bibliothek. Beide Aktionen würden Zeit benötigen um sich richtig zu entfalten und sie durfte die Kernaussagen nicht aus den Augen verlieren. Diese waren: sie führte ihre Bibliothek als Geschäft, also brauchte sie Gewinn und sie führte ein Leben als Vampir und war kein Mensch. Solange sie dies im Hinterkopf behielt würde sie schon ein paar Jährchen, Jahrzehnte oder Jahrhunderte damit leben können.
Noch ein paar Schritte, dann schloss sich der gedankliche Kreis und Akari stand vor dem Regal mit Büchern über Marketing und Kundenbindung, gleich daneben begann die große Wirtschaftsabteilung und es schien sich rein optisch ein ganzer Flügel dem Thema anzuschließen. Es waren Bücher die sie in ihrer eigenen Bibliothek wohl nicht finden würde und auch nicht plante dort zu platzieren und es waren Bücher von Muggel-Autoren über Studien, Theorie und Praxis. Alles Themen mit denen die magische Welt sich entweder nicht beschäftigte oder, was auch zutreffen mochte, Akari bewegte sich nicht in den entsprechenden Bahnen und Kreisen der Gesellschaft, derzeit kam sie sich eher vor wie ein einsamer Wolf. Sie war ja auch erst seit einigen Jahren Unternehmerin, zuvor war sie begeisterter Lehrling der Zaubertränke gewesen, hätte sogar fast ihren Meister gemacht, doch dies lag in der Vergangenheit und zurück geblieben war lediglich ihr Interesse für entsprechende Themengebiete. Daher auch der Aufenthalt hier. Sie wollte sich später noch etwas mit der Alternativen Medizin der Muggel beschäftigen, aber die Nacht war ja noch Jung und für Akari startete erst die Zeitspanne ihrer größten Aufmerksamkeit und Aktivität.
Sie suchte sich ein paar Wirtschaftsbücher und steuerte mit einem entsprechenden Bücherstapel die Lesepulte an. Sie achtete eher darauf die Bücher achtsam zu behandeln, als den Sitzplatz auszuwählen und somit achtete sie auch nicht direkt darauf ob sie in der Wirtschaftsabteilung blieb oder woanders hin wechselte. Zugegeben war sie tatsächlich etwas in Gedanken versunken und somit steuerte sie erst in der Medizin-Abteilung ein Lesepult an und hatte sich damit gleichzeitig recht weit von der Herkunft ihrer Bücher entfernt. Schließlich platzierte sie ihren Stapel und war froh eben jene Last los zu werden und keinem Personal begegnet zu sein, welches sicherlich eine Regel aufgestellt hätte, wie beispielsweise nicht mit acht Büchern gestapelt herum zu spazieren.
Sie setzte sich schließlich und blickte sich erst einmal um. Ein paar Pulte weiter saß eine Frau und schien bereits intensiv mit dem Bücher-Studium beschäftigt. Akari legte ihre ebenfalls jugendliche Stirn leicht in Falten, ging sie das Risiko nun ein ihre Bücher mit Hilfe von Magie schneller nach Informationen zu durchforsten oder musste sie den langsamen Weg nehmen? Zugegeben war die Informationssuche auf Muggel-Art recht interessant, eben weil sie mehr Zeit erforderte, aber Akari hatte sich vorgenommen effektiv zu sein, da sie nur diese eine Nacht für ihre Nachforschungen verbrauchen wollte. Abwarten? Sie schlug den Einband des ersten Buches auf und starrte aufs Inhaltsverzeichnis – zu viele Fachwörter. Sie breitete ihre Bücher vor sich aus und suchte nach einem leichter zu verstehenden Buch, jedoch ohne eines zu finden. Sie bräuchte mindestens einen Zauber der ihr relevante Informationen markierte, wenn sie selbst schon nicht die Fachwörter wusste und sich nicht durch jedes Buch durcharbeiten wollte. Ihr Blick fiel auf ihre mitgebrachte Tasche, in welcher sich ihr Zauberstab befand. Irgendwo hatte sie einmal gelesen das Zeit gleich Geld bedeutete und von beidem besaß sie wahrlich nicht genug. Sie durfte es nicht riskieren möglicherweise in Gegenwart eines Muggels Magie anzuwenden, also stapelte sie ihre Bücher erneut auf und machte sich daran in eine andere Abteilung zu gehen, diesmal bedacht darauf etwas mehr Einsamkeit zu genießen. Der Weg zum Ausgang führte am Pult der Mitleserin vorbei und sie wäre auch fast ohne Aufsehen heraus gelangt, doch Akari war gezwungen stehen zu bleiben. Der Grund war eine ungünstige Bewegung, das Abrutschen ihres obersten Buches und die Landung selbigen auf dem Lesepult einer jungen Frau. Nun lag ‚Marketing für Selbständige’ aufgeschlagen neben einem Buch vermutlich biologischen Inhaltes, erkannte sie bei einem kurzen Blick das Bild einer Pflanze. “Mist! Verzeihung, mein Buch hat sich verselbständigt. Geht es Ihnen gut?“ Akari hoffte das ihr Buch zufällig perfekt auf dem falschen Tisch gelandet war, aber sie wollte dann doch zur Sicherheit nachfragen ob nicht auch die Person an eben jenem Tisch vom Fall-Buch getroffen worden ward. Akari selbst blickte über ihren Bücherstapel auf die andere Person leicht herab.
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Ruby Clark
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BeitragThema: Re: We lose ourselves in books, we find ourselves there too   Sa 6 Okt 2018 - 23:50

Alkaloide sind kompliziert gebaute Stickstoffverbindungen, die schon in geringen Konzentrationen eine gefährliche Giftwirkung entfalten können. Sie führen zu Lähmungen im zentralen Nervensystem und wirken durch Atem- oder Muskelstillstand tödlich.‘ Die Augen der jungen Hexe folgten den Zeilen, die die Besonderheiten von Alkaloiden beschrieben und bemerkte dabei gar nicht, dass sie nicht mehr die einzige in dem von ihr gewählten Lesebereich war. Das und auch Rubys Unaufmerksamkeit waren die Gründe dafür, dass ihr Zauberstab noch auf dem Tisch lag. Zwar konnte ein Mugel das magische Werkzeug wohl kaum identifizieren, jedoch änderte das nichts daran, dass ihr Verhalten unvorsichtig war. Zumal sie so sehr in das Buch vertieft war, dass sie es noch nicht einmal bemerken würde, wenn sich jemand nähern würde. So blieb sie also in ihr Buch vertieft und machte sich zwischendurch knappe Notizen.
Friedrich Wilhelm Sertürner (1783-1841) isolierte im Jahr 1803 aus dem Opium des Schlafmohns das principum somniferum, das er ab 1817 "Morphium" nannte (nach Morpheus, dem griech. Gott der Träume). Ein Jahr später verwendete er den Begriff Alkaloid, da die entsprechenden Verbindungen alkalisch reagierten. Sertürner erprobte die Wirkung im Eigenversuch und im Tierversuch. Betrachtet man den Molekülbau des…‘ Die ehemalige Hufflepuff schreckte auf, als ein Buch auf ihren Tisch fiel und sie aus ihrer Konzentration riss. „Was zur…“ Ruby benötigte einige Herzschläge um den Überblick über die Situation zu gewinnen.  
Ihr Blick legte sich auf die junge Frau, die sich eindeutig mit Büchern überladen hatte und nun einige entschuldigenden Worte an die Hexe richtete. Zögerlich legte sich ein schiefes Lächeln auf Rubys Lippen. Normalerweise war sie die Person, der derartige Unfälle passierte, weshalb sie der jungen Frau natürlich nicht böse sein konnte. „Ich habe es überlebt“, entgegnete sie grinsend und griff nach dem Buch, das auf ihren Tisch gefallen war. ‚Marketing für Selbstständige‘ prangte in serifenlosen Druckbuchstaben auf dem Cover des Buchs. Die Thematik stieß bei der Ruby weder auf Vorwissen, noch auf großes Interesse, sie verriet ihr jedoch, dass die Muggelfrau, den für eine solche hielt die ehemalige Hufflepuff ihr Gegenüber, ihren Bücherstapel schon sehr weit durch die Bibliothek getragen haben musste. Kurz kam der Gedanke auf ihr das Kapitel über Effizienz zu empfehlen, aber noch bevor Ruby diesen verbalisierte, erreichte sie die Eingebung, dass dieser Scherz vermutlich auch als Beleidigung interpretiert werden könnte.  
Sie nahm das Buch an sich und erhob sich, weil sie es wieder auf dem Bücherstapel der fremden Frau platzieren wollte. Sie schien nämlich derart überladen zu sein, dass es ihr kaum möglich war das Buch wieder aufzuheben, ohne dabei den gesamten Stapel abstellen zu müssen. Nun war es jedoch Ruby, der ein Missgeschick geschah. Mit dem Buch stieß sie gegen ihren Zauberstab, wodurch das Zauberholz auf den Boden fiel und rollend eine kleine Distanz zurücklegte. Natürlich war der Stab somit zum Zentrum der Aufmerksamkeit geworden. Es blieb nur noch zu hoffen, dass die Muggelfrau durch ihren Bücherstapel keinen genauen Blick auf den Stab werfen konnte. „Oh mein... äh… Lesezeichen“, erklärte Ruby zögerlich, als sie das Zauberholz wieder an sich nahm. Erst dann warf sie einen genaueren Blick auf die andere Frau, die sie nun aus der stehenden Position das erste Mal richtig erkennen konnte, da zuvor die Bücher die Sicht versperrt hatten. Sie musste ungefähr in Rubys Alter sein und wirkte mit der Menge an Büchern deutlich überfordert, so dass die ehemalige Hufflepuff es kaum wagte das Marketingbuch wieder auf dem Stapel zu platzieren. „Soll ich dir damit helfen?“, bot sie schließlich an, auch um von dem merkwürdigen Lesezeichen abzulenken.
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BeitragThema: Re: We lose ourselves in books, we find ourselves there too   Mo 8 Okt 2018 - 19:16

Ihr stockte kurz der Atem, denn der Verlust ihres Buches erschreckte sie tatsächlich selbst ein wenig, so etwas war ihr schon lange Zeit nicht mehr passiert, vermutlich weil sie für solche Bücherstapel normalerweise einen Schwebezauber verwenden konnte und sie hätte ihn nutzen sollen! Schon allein weil dann ihre Bücher keine Anschläge verüben könnten oder sie hätte sich einen Handwagen besorgt oder sich gleich einen hergezaubert. Es gab viele Varianten auch in einer Muggel-Bibliothek mit magischen Annehmlichkeiten zu leben, aber natürlich konnte man dies auch alles vergessen und es wie die Muggel tun, dann allerdings mit der Gefahr ein Buch vom Stapel zu verlieren. Dies war ihr also widerfahren, aber zu ihrem Glück wurde sie nicht des Mordanschlages bezichtigt, sondern lediglich der Störung der Konzentration, denn die Frau machte sich daran ihr behilflich zu sein und wollte womöglich noch das Buch zurück stapeln. Akari kam sich vor wie ein Angestellter, ob die Ausrede genügte sie wollte die Bücher in die Wirtschaftsabteilung zurück tragen und hätte sie zusammen gesammelt? Immerhin wäre dies eine Erklärung für den Bücherstapel, die ihr spontan logischer erschien als die Wahrheit, welche sie der Fremden vermutlich nicht anvertrauten konnte. Denn auch Akari ging wie automatisch davon aus alle Anwesenden, die halbwegs normal gekleidet waren, wären Muggel und generell war es besser sich in einem Zauberer zu irren, denn einen Muggel für einen Zauberer zu halten.
Zunächst schien es danach, als ob Akari ihr Buch zurück erhielte und sie ihrer Wege ziehen könnte, da entkam dem Mund ihres Opfers ein seltsamer Wortlaut. “Lesezeichen?“ Wiederholte Akari verwundert die Aussage und schaute über ihren eigenen Bücherstapel hinweg, der Frau hinterher, die anschließend eindeutig einen Zauberstab aufhob und sich damit als Hexe identifizierte. Glück gehabt. Sie waren also zwei Hexen in einer Muggel-Bibliothek, diesen Zufall galt es auszunutzen und somit beantworte Akari die Frage ob der Hilfe diesmal ohne Reue wahrheitsgemäß. “Danke. Du könnest mir mit einem Schwebezauber aushelfen.“ Sie zeigte ein entschuldigendes Lächeln, denn ihr eigener Zauberstab befand sich in einer Tasche, welche über ihrer Schulter hing und weder Tasche noch Inhalt waren mit den zu tragenden Büchern erreichbar und sie freute sich darauf das Gewicht abgenommen zu bekommen.
Gleichzeitig freute sie sich aber auch über die ihr bevorstehende Begegnung, denn es war nicht alltäglich das sich zwei Zauberer in Muggel-London begegneten, was so schon auf ein gemeinsames Interesse hindeutete. “Ich bin Akari und eine ehemaligen Ravenclaw, was hoffentlich den Bücherstapel erklärt.“ Das sie hier tatsächlich alleine waren würde vermutlich ihre Wortwahl der Anderen offenbaren, doch möglicherweise war dies bereits bekannt, immerhin hatte der Zauberstab vermutlich offen auf dem Tisch gelegen oder zumindest in Greifweite.
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BeitragThema: Re: We lose ourselves in books, we find ourselves there too   Fr 12 Okt 2018 - 12:26

Ruby zögerte einige Augenblicke, als die fremde Frau sie um Hilfe durch einen Schwebezauber bat. Vorsichtig warf sie einen Blick auf den Zauberstab, den sie in ihrer linken Hand hielt. Die Unsicherheit der blonden Hexe war vor allem dadurch begründet, dass sie sich nicht vollkommen sicher war, ob die andere ebenfalls eine Hexe war und sie anhand ihres Stabs identifiziert hatte, oder ob diese nur einen Witz machte. Sollte letzteres der Fall sein, würde die tatsächliche Anwendung eines Schwebezaubers vermutlich für reichlich Verwirrung sorgen. Doch Ruby kam kurzerhand zu dem Entschluss, dass es sich bei der jungen Frau ebenfalls um eine Hexe handeln musste. Zwar traf man in Muggel-London nur selten bewusst auf Mitglieder der magischen Gesellschaft, jedoch ließen der Zwischenfall mit dem Zauberstab und die Worte der Gesprächspartnerin nur wenig Raum für Zweifel. Im größten Notfall konnte Ruby sich schließlich immer noch dem Gedächtnis der jungen Frau annehmen und ihren Fehler aus diesem entfernen.
Nachdem sie sich mit einem knappen Blick versichert hatte, dass es keine weiteren Zuschauer gab, schwang die ehemalige Hufflepuff den Zauberstab und hob den Bücherstapel in die Luft, so dass die andere Hexe entlastet wurde. Diese beseitigte unterdessen die letzten Zweifel, indem sie sich als ehemalige Hogwartsschülerin zu erkennen gab. „Ruby, ehemalige Hufflepuff“, entgegnete die blonde Hexe schließlich mit einem freundlichen Lächeln. „Freut mich, Akari.“ Zwar hätte sie der neuen Bekanntschaft nun gerne die Hand gegeben, wurde jedoch daran gehindert, da sie in einer Hand den Zauberstab hielt und in der anderen noch immer das Marketingbuch. Der Mangel an Händen war auch der Grund dafür, dass Ruby nun mit einem Nicken des Kopfes auf die schwebenden Bücher deutete. „Wo soll es denn hingehen?“ Sie wusste schließlich nicht, ob die ehemalige Ravenclaw einen Platz zum lesen suchte, oder die Bücher bereits zurückbringen wollte. Ein kurzer Blick fiel auf Rubys Tasche, die am Boden neben ihrem Lesepult lag. Es war nichts Wertvolles darin, weshalb es kein Problem darstellte sie liegen zu lassen. Ein Dieb dürfte sich über ein leeres Portemonnaie, einige Schreibutensilien und den üblichen Müll, der sich in Taschen ansammelte freuen.
Man trifft hier nicht häufig auf Hexen oder Zauberer. Schon gar nicht nachts“, stellte Ruby fest, kam in ihren Gedanken jedoch zu dem Entschluss, dass sie in den Muggelbezirken möglicherweise schon häufiger auf Mitglieder der magischen Gesellschaft getroffen war und diese einfach nicht als solche erkannt hatte. Schließlich war ein jeder von ihnen auf die Geheimhaltung der magischen Gesellschaft bedacht. Die Strafen des Ministeriums waren in dieser Hinsicht nämlich drastischer, als Ruby es für gerechtfertigt hielt. „Marketing, hm?“, kam es schließlich neutral über ihre Lippen, während sie das Buch in ihrer rechten leicht anhob. „Interesse oder Beruf?“, fragte sie schließlich knapp. Für die blonde Hexe war das Thema Geld fest mit Stress und hin und wieder mit Verzweiflung verbunden, weshalb die Neugier ihr nie ein solches Buch in die Hände treiben würde. Das Waisenhaus und die schlechte Unterstützung durch die zuständigen Stellen der Muggel hatten dafür gesorgt, dass Ruby ganz andere Themen zu ihren Interessen gewählt hatte. Themen, die sie von ihrem Alltag ablenkten und die leidigen Themen für einige Momente verdrängten. Doch diese Begegnung sollte nicht zum Anlass werden, um die Probleme des Alltags zu erwecken. Stattdessen konzentrierte sich die junge Frau auf die andere Nachtschwärmerin, welche nun entscheiden musste, was mit den noch schwebenden Büchern geschehen sollte.
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Akari Hathaway
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BeitragThema: Re: We lose ourselves in books, we find ourselves there too   So 14 Okt 2018 - 10:04

Ihre Bitte ob des Schwebezaubers war sehr einfach gewesen, selbst ein Erstklässler wäre in der Lage gewesen dieser nachzukommen, aber die Angesprochene zögerte und Akari erkannte diese mikroskopische Geste der Unsicherheit wieder, die ein Erstklässler vermutlich gar nicht gezeigt hätte und darum durften Zauberer und Hexen bis zur Volljährlichkeit maximal unter Anleitung und Aufsicht zaubern, offiziell gesehen. Akari hatte vermutlich wie jeder findige Schüler ganz eigene Schlupflöcher entdeckt, in ihrem Fall waren dies ihre Eltern, da sie als Reinblüerin aus einer Zaubererfamilie stammte und Zuhause ab und an hatte üben dürfen. Allerdings war ihr auch schon früh um das Verbot und dem Schutz der Muggel bewusst gewesen, denn als Stadtkind war ihr das Spiel mit Muggel-Freunden nicht fremd gewesen. Ob es der jungen Hexe ihr gegenüber ähnlich erging? Zumindest wirkte sie extrem angepasst. Ohne den offensichtlichen Hinweis wäre Akari wohl nie darauf gekommen eine Hexe vor sich zu haben und gleichzeitig wusste die Fragestellerin dennoch nicht so recht wie sie sich als Magiebegabte zu erkennen geben sollte. Natürlich hatte sie um den Schwebezauber gebeten, aber einen Zauberspruch konnten auch Muggel in Erfahrung bringen, erst die Ausführung brachte den Beweis und diesen erbrach die Zauberstab-Besitzerin. Obgleich die Wahrscheinlichkeit mehr als gering war, aber witzigerweise wäre die Möglichkeit bestehen geblieben eine Lesezeichen mit einem Zauberstab zu verwechseln und einen Muggel mit einer Hexe. Diese Erkenntnis traf Akari erst spät, daher erwartete sie ein Nachkommen ihrer Bitte und fügte erst anschließend hinzu, dass sie auf Hogwarts gewesen war, was so gesehen wohl ein todsicheres Erkennungszeichen darstellte, zumindest innerhalb der Brittischen Zauberergemeinschaft oder gar der Europäischen? So genau kannte sich Akari leider nicht aus, obwohl sie durchaus versucht hatte im Fach Geschichte der Zauberer aufzupassen, doch ähnlich wie Marketing bestand die Literatur zum Thema nicht aus den spannendsten Werken.
Vorstellung und Identifizierung hinter sich bringend antwortet Akari mit einem Lächeln, auf den Zufall hin, sich von einer Hufflepuff helfen zu lassen, passte irgendwie.
Akari, von ihrer Bücherlast befreit, schaute sich ob der Frage des Zielortes selbst noch einmal kurz um und zeigte auf einen Nachbartisch nur wenige Schritte entfernt. “Nicht weit. Ich wollte mir eine ruhige Ecke suchen, um meine Recherchen mit Magie zu erleichtern.“ Dieses Vorhaben hatte sie ja nun praktisch in Luft aufgelöst und somit konnten sie gemeinsam in dieser wunderbar leeren Abteilung bleiben. Natürlich hätten sie auch den Tisch von Ruby erweitern können, doch sie waren schließlich beide hier um zu lesen und dann auch noch so unterschiedliche Themengebiete, da bot sich etwas Abstand dennoch an. Die anschließend gemachte Aussage ob der Zufälligkeit ihres Treffens ließ Akari ihr Lächeln nur noch zu einem Grinsen werden, denn es passte einfach gut zu ihren initialen Gedanken. “Scheint so als ob wir uns auch gut vor uns selbst verstecken können, du gibst einen ziemlich guten Muggel ab. Da du aber auch nachts hier bist, gehe ich mal davon aus das wir beide wegen der Ruhe und dem Wissensreichtum diesen wunderschönen Ort aufsuchen.“ Akari selbst war hier ihrer Erinnerung nach noch nie bei Tag gewesen, aber eine bedeutende Bibliothek dieser Größe besaß gewiss viele Lesegäste, was ein Zaubererleben umso schwieriger gestaltete. Auf die nächste Frage konnte Akari nur mit den Schultern zucken, denn natürlich war Ruby ihr Marketing-Buch aufgefallen, nicht zuletzt weil es ihr entgegen gefallen war, doch eröffnete dies Akari umgedreht die Chance auf das Buch von Ruby zu sprechen zu kommen, welches sie persönlich interessanter fand als ihre eigene Lecktüre. “Beruf. Das ist jetzt vielleicht etwas peinlich, aber ich besitze eine Bibliothek, selbst habe ich aber keine Wirtschaftsabteilung und so spannend ist das Thema auch gar nicht, wenn nicht weniger wichtig, so als Selbständige. Jedenfalls haben Muggel dahingehend erstaunlich viel Erfahrung und die wollte ich heute Abend nachnutzen.“ Demzufolge war dies hier also ein eine Art Geschäftstermin mit der British Library. “Was hast du gelesen, Biologie oder Medizin?“
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BeitragThema: Re: We lose ourselves in books, we find ourselves there too   Di 16 Okt 2018 - 23:01

Kaum hatte Akari einen Tisch gewählt, sorgte Ruby mit einer knappen Geste dafür, dass der Bücherstapel sich auf eben jenem Tisch platzierte, bevor sie auch das Marketingbuch aus ihrer Hand auf dem Stapel ablegte. Offensichtlich hatte die Erkenntnis, dass es sich bei ihnen beiden um Hexen handelte, dafür gesorgt, dass die ehemalige Ravenclaw sich doch nicht so weit von Ruby entfernen musste, wie sie es zunächst wohl vorgehabt hatte. Eine magische Recherche war schließlich nichts, was man vor der ehemaligen Hufflepuff verbergen musste. Ruby selbst hatte derartige Zauber nur selten genutzt, weil sie sich diesbezüglich nicht sonderlich geschickt anstellte. Die Sammlung der Bibliothek war einfach zu wertvoll, um ein Missgeschick der Magie zu riskieren. Denn das Talent, welches die blonde Hexe im Umgang mit Heilzaubern aufwies, war in vielen anderen Spielarten der Magie nicht wiederzufinden. Da sie aber ohnehin nicht besonders oft Magie nutzte, von den Heilkünsten abgesehen, fiel dieses mangelnde Geschick nicht groß ins Gewicht. Schließlich führte die Hexe den Großteil ihres Alltages ein Muggelleben, welches wohl maßgeblich zu Akaris Feststellung beitrug.
Ich lebe unter Muggeln und bin auch unter ihnen aufgewachsen. Vermutlich stehe ich ihnen näher als der magischen Gesellschaft.“ Die blonde Hexe zuckte mit den Schultern. Ihr missfiel ihre eigene Aussage, denn sie hatte eine Grenze gezogen, gegen die sie eigentlich ihr ganzes Leben angekämpft hatte. Die magische Gesellschaft stand auf der einen Seite und die Muggel auf der anderen. Die ehemalige Hufflepuff hasste diese Trennung. Gerade jene, die sich über beide Gruppen bewusst waren, nämlich die Magier, hielten sich oft für etwas besseres und schauten auf die Muggel hinab. Dieser Mangel an Wertschätzung hatte Ruby schon häufig in Wut versetzt. Sie hatte das meiste in ihrem Leben Muggeln zu verdanken. Fast alle wichtigen Menschen in ihrem Leben waren Muggel und genau deshalb machten sie die vorherrschenden Vorurteile und Klischees so wütend und traurig. Doch in dieser Nacht wollte sie sich in diese Thematik nicht hineinsteigern. Akari schien keine dieser radikalen Reinblutfanatiker zu sein, denn diese trieben sich für gewöhnlich nicht in Muggel-London herum. „Es ist vor allem der Zeitmangel am Tag“, korrigierte sie die neue Bekanntschaft. „Mein Vater leitet ein Waisenhaus und ich unterstütze ihn dabei. Die Bücher müssen also warten, bis die Kinder schlafen“, erklärte die ehemalige Hufflepuff ihre Nachtschwärmerei.
Im Gegensatz zu Ruby schien die andere Hexe nicht allein aus privatem Interesse hergekommen zu sein. Es ging sogar soweit, dass sie die Abneigung gegenüber den wirtschaftlichen Themen zu teilen schien. Ihre Nachforschungen waren von beruflicher Natur und das spannendste daran war für Ruby der Beruf, in welchem die dunkelhaarige Hexe arbeitete. „Eine Bibliothek?“, versicherte sie sich mit einem interessierten Blick. „Wo ist sie?“ Die erste Vermutung Rubys war natürlich die Winkelgasse. Die meisten Hexen und Zauberer eröffneten dort ihre Geschäfte. Schließlich genoss die Einkaufsstraße eine nicht zu unterschätzende Berühmtheit, welche den dort ansässigen Händlern die Kunden in die Läden lockte. Es war also kaum verwunderlich, dass sich dort regelmäßig neue Geschäfte niederließen.
Toxikologie. Also sowohl Medizin, als auch Biologie“, entgegnete Ruby knapp und warf einen kurzen Blick auf das Buch, welches noch immer aufgeklappt auf ihrem Tisch lag. Nur wenige Herzschläge später konzentrierte sie sich aber wieder auf die andere Hexe. „Wirtschaft ist nicht das einzige Thema bei dem wir etwas von den Muggeln lernen können“, fügte sie schließlich lächelnd hinzu und zeigte dabei ganz offen, dass sie von den Forschungen der Muggel wirklich begeistert war. „Ich arbeite an Heiltränken. Man könnte es ein privates Projekt oder Hobby nennen. Die Studien der Muggel sind da oft eine große Hilfe“, holte Ruby weiter aus, auch wenn sie gar nicht danach gefragt worden war. Es gab Themen, über die sie stundenlang ungefragt berichten konnte und doch bremste sie sich selbst an dieser Stelle. Schließlich war Akari nicht hergekommen, um sich Vorträge über medizinische Forschung der Muggel anzuhören.
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