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 We lose ourselves in books, we find ourselves there too

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Ruby Clark
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BeitragThema: We lose ourselves in books, we find ourselves there too   So 30 Sep 2018 - 13:21

We lose ourselves in books, we find ourselves there too
Akari & Ruby | 09.10.15 | privat | Schicksal: ja

Es war schon spät am Abend, als Ruby ein großes Buch aus einem Regal der British Library zog und an sich nahm. Auf dem graubraunen und bereits sehr abgenutzten Einband prangte der Titel „Gifte, Gegengifte und ihre Wirkung“ in dicken eingelassenen Buchstaben, denen man an letzten Farbresten ansah, dass sie einst in einem matten Goldton eingefärbt waren. Zufrieden nahm die junge Hexe das Pharmazie-Fachbuch an sich und schlenderte zwischen den Regalen hervor, um einen der unzähligen Leseplätze aufzusuchen. Die British Library entlieh keine Bücher, sondern besaß ausschließlich einen Praxisbestand, den man vor Ort in Augenschein nehmen konnte. Ruby empfand den Aufenthalt in der Nationalbibliothek aber als sehr angenehm. Sie genoss die herrschende Ruhe, welche ihr sonst nirgendwo in ihrem Alltag begegnete. Sie arbeite gerne mit den Kindern im Waisenhaus, aber es war ungemein befreiend für sie, wenn sie einige Momente der Ruhe genießen konnte. Diese seltenen Stunden der Ruhe verbachte die blonde Hexe häufig mit Büchern. Und obwohl sie wirklich gerne mit der Hilfe von Muggelromanen in andere Welten flüchtete, hatte sie sich in letzter Zeit zunehmend auf Fachliteratur der Muggel-Pharmazie konzentriert. Die Forschung an medizinischen Zaubertränken zählte durchaus zu ihren Hobbys, auch wenn sie auf dem Gebiet nie eine Ausbildung absolviert hatte. Ruby hatte sich ihr Wissen mithilfe von Büchern und diversen Experimenten angeeignet und war mittlerweile auf einem Wissenstand, der vermutlich den einen oder anderen Zaubertrankmeister mit offizieller Ausbildung übertraf. Nachdem sie in der Literatur der magischen Welt zunehmend auf bekannte Inhalte getroffen war, hatte die Hexe angefangen Fachliteratur der Muggel zu lesen. Viele Erkenntnisse der Muggelmedizin ließen sich auf die Kunst der Zaubertränke übertragen und führten so sogar oft zu besseren Ergebnissen. Nur wenige Zaubertrankbrauer bewegten sich auf diesem Pfad. Schließlich belächelten die meisten von ihnen die Medizin der Muggel. Ruby sah in der Kombination aber eine große Chance und war sich sicher auf diesem Weg neue Formeln entwickeln zu können.
Die seltenen Ausflüge in die Bibliothek fanden stets am späten Abend oder sogar nachts statt, da die ehemalige Hufflepuff tagsüber einfach viel zu eingespannt war. Erst wenn die Kinder schliefen und sich Onyx oder Braxton der Nachtwache widmeten konnte Ruby sich die Zeit nehmen, um ihren Interessen nachzugehen.
Nachdem die junge Frau einen der Tische ausgewählt, ihre Mütze auf diesem platziert und die dort angebrachte Leselampe eingeschaltet hatte, zog sie ein Notizbuch aus ihrer Tasche hervor, welches der Sammlung interessanter Kenntnisse und Ideen diente. Dabei fiel der Hexe jedoch der Stift zu Boden, welcher zuvor an dem Buch befestigt war. Unauffällig schaute sie sich um, um festzustellen, dass sie offensichtlich allein in diesem Bereich der Bibliothek war. Kurzerhand zog sie ihren Zauberstab aus der Tasche und ließ den Stift eigenständig zurück auf den Tisch schweben.
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Akari Hathaway
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BeitragThema: Re: We lose ourselves in books, we find ourselves there too   Mi 3 Okt 2018 - 14:12

Gitantisch. Dies beschrieb jene Bibliothek in der sich Akari gerade aufhielt wohl ziemlich gut. Der Buchbestand zeugte von einer Nutzung über Generationen hinweg und die Beschaffung selbiger mochte wohl ähnlich lange Zeit in Anspruch nehmen und natürlich weiterhin andauern. Sie befand sich in einer Muggel-Bibliothek und zwar der wohl Größten im Allgemein- und Fachbereich, zumindest in London oder in Großbritannien? Ob sie dies wissen müsste? Immerhin hatte Akari in der Muggel-Welt eine Ausbildung zur Bibliothekarin gemacht oder zumindest einige Praktika absolviert, extrem wichtig war ihr dieser Ausbildungabschnitt wohl nicht gewesen, da sie ja in der magischen Welt lebte und obgleich Muggeln nicht abgeneigt, keinen extrem hohen Stellenwert jenem System zuordnete. Trotzdem empfand Akari gerade was Bücher betraf hohen Respekt und so auch gegenüber Muggel-Bibliotheken. Sie konnte sich noch lebhaft an den Aufwand erinnern Bücher neu einzuräumen oder umzuräumen, Bestellungen heraus zu suchen und zumeist war ihr die körperliche Aktivität in Erinnerung geblieben. Dieser Teil der Arbeit erledigte sich bei ihr derzeit wie von Zauberhand und somit waren Kapazitäten frei sich damit zu beschäftigen wie sie mehr Bücher zusammen brachte und wieso sie der Idee nachhing alleine ein Geschäft leiten zu können. Eine Bibliothek besaß zumeist mehrere Mitarbeiter, zumindest das Muggel-Pendant, Geschäfte von Magiern führten meist weniger Personal, weil ihnen ja die Magie zur Seite stand, dennoch war die Arbeitslosigkeit nicht unbedingt höher? Sie glaubte sich zu erinnern das für Muggel das Thema des Gelderwerbes eine sehr viel zentralere Rolle spielte, obgleich es vermutlich ebenso reiche Muggel- wie Zaubererfamilien geben musste.
Der Sinn all dieser Gedanken? Akari hatte ihr Geschäft natürlich wieder schließen müssen um heute Abend diesen Ausflug unternehmen zu können und auch dies nervte sie ein wenig. Musste sie sich einen Mitarbeiter suchen oder genügte eine Aushilfe und wie überhaupt die Suche beginnen, diesen Aspekt ihren Kunden erzählen und eine indirekte Suche starten? Über all die anderen Fragen bezüglich des Geldes wollte sie lieber noch gar nicht nachdenken. Bisher erschien es ihr eher wichtig sich selbst Ruhepausen genehmigen zu können, der eigene Boss zu sein, selbst wenn sie sich dadurch nur schadete. Die eigene Herrin zu sein war schon etwas verwirrend, jede eigene Entscheidung war sogleich zu hinterfragen ob man damit in einem Jahr oder einem Monat noch existierte. Ein Glück das sie nicht in der konkurrierenden Welt der Muggel lebte, sondern mit ihrer Bibliothek in der Nokturngasse vermutlich ein sicheres Standbein besaß. Ein wenig erinnerte sie ihr derzeitiges Dilemma an die Zeit ihrer Umwandlung zum Vampir, auch damals hatte sie nicht gewusst wohin sie ihre Entscheidungen führten, nur das sie unter Menschen leben wollte und das Menschsein nicht aufzugeben bereit war, ähnlich auch die Idee mit der Bibliothek. Beide Aktionen würden Zeit benötigen um sich richtig zu entfalten und sie durfte die Kernaussagen nicht aus den Augen verlieren. Diese waren: sie führte ihre Bibliothek als Geschäft, also brauchte sie Gewinn und sie führte ein Leben als Vampir und war kein Mensch. Solange sie dies im Hinterkopf behielt würde sie schon ein paar Jährchen, Jahrzehnte oder Jahrhunderte damit leben können.
Noch ein paar Schritte, dann schloss sich der gedankliche Kreis und Akari stand vor dem Regal mit Büchern über Marketing und Kundenbindung, gleich daneben begann die große Wirtschaftsabteilung und es schien sich rein optisch ein ganzer Flügel dem Thema anzuschließen. Es waren Bücher die sie in ihrer eigenen Bibliothek wohl nicht finden würde und auch nicht plante dort zu platzieren und es waren Bücher von Muggel-Autoren über Studien, Theorie und Praxis. Alles Themen mit denen die magische Welt sich entweder nicht beschäftigte oder, was auch zutreffen mochte, Akari bewegte sich nicht in den entsprechenden Bahnen und Kreisen der Gesellschaft, derzeit kam sie sich eher vor wie ein einsamer Wolf. Sie war ja auch erst seit einigen Jahren Unternehmerin, zuvor war sie begeisterter Lehrling der Zaubertränke gewesen, hätte sogar fast ihren Meister gemacht, doch dies lag in der Vergangenheit und zurück geblieben war lediglich ihr Interesse für entsprechende Themengebiete. Daher auch der Aufenthalt hier. Sie wollte sich später noch etwas mit der Alternativen Medizin der Muggel beschäftigen, aber die Nacht war ja noch Jung und für Akari startete erst die Zeitspanne ihrer größten Aufmerksamkeit und Aktivität.
Sie suchte sich ein paar Wirtschaftsbücher und steuerte mit einem entsprechenden Bücherstapel die Lesepulte an. Sie achtete eher darauf die Bücher achtsam zu behandeln, als den Sitzplatz auszuwählen und somit achtete sie auch nicht direkt darauf ob sie in der Wirtschaftsabteilung blieb oder woanders hin wechselte. Zugegeben war sie tatsächlich etwas in Gedanken versunken und somit steuerte sie erst in der Medizin-Abteilung ein Lesepult an und hatte sich damit gleichzeitig recht weit von der Herkunft ihrer Bücher entfernt. Schließlich platzierte sie ihren Stapel und war froh eben jene Last los zu werden und keinem Personal begegnet zu sein, welches sicherlich eine Regel aufgestellt hätte, wie beispielsweise nicht mit acht Büchern gestapelt herum zu spazieren.
Sie setzte sich schließlich und blickte sich erst einmal um. Ein paar Pulte weiter saß eine Frau und schien bereits intensiv mit dem Bücher-Studium beschäftigt. Akari legte ihre ebenfalls jugendliche Stirn leicht in Falten, ging sie das Risiko nun ein ihre Bücher mit Hilfe von Magie schneller nach Informationen zu durchforsten oder musste sie den langsamen Weg nehmen? Zugegeben war die Informationssuche auf Muggel-Art recht interessant, eben weil sie mehr Zeit erforderte, aber Akari hatte sich vorgenommen effektiv zu sein, da sie nur diese eine Nacht für ihre Nachforschungen verbrauchen wollte. Abwarten? Sie schlug den Einband des ersten Buches auf und starrte aufs Inhaltsverzeichnis – zu viele Fachwörter. Sie breitete ihre Bücher vor sich aus und suchte nach einem leichter zu verstehenden Buch, jedoch ohne eines zu finden. Sie bräuchte mindestens einen Zauber der ihr relevante Informationen markierte, wenn sie selbst schon nicht die Fachwörter wusste und sich nicht durch jedes Buch durcharbeiten wollte. Ihr Blick fiel auf ihre mitgebrachte Tasche, in welcher sich ihr Zauberstab befand. Irgendwo hatte sie einmal gelesen das Zeit gleich Geld bedeutete und von beidem besaß sie wahrlich nicht genug. Sie durfte es nicht riskieren möglicherweise in Gegenwart eines Muggels Magie anzuwenden, also stapelte sie ihre Bücher erneut auf und machte sich daran in eine andere Abteilung zu gehen, diesmal bedacht darauf etwas mehr Einsamkeit zu genießen. Der Weg zum Ausgang führte am Pult der Mitleserin vorbei und sie wäre auch fast ohne Aufsehen heraus gelangt, doch Akari war gezwungen stehen zu bleiben. Der Grund war eine ungünstige Bewegung, das Abrutschen ihres obersten Buches und die Landung selbigen auf dem Lesepult einer jungen Frau. Nun lag ‚Marketing für Selbständige’ aufgeschlagen neben einem Buch vermutlich biologischen Inhaltes, erkannte sie bei einem kurzen Blick das Bild einer Pflanze. “Mist! Verzeihung, mein Buch hat sich verselbständigt. Geht es Ihnen gut?“ Akari hoffte das ihr Buch zufällig perfekt auf dem falschen Tisch gelandet war, aber sie wollte dann doch zur Sicherheit nachfragen ob nicht auch die Person an eben jenem Tisch vom Fall-Buch getroffen worden ward. Akari selbst blickte über ihren Bücherstapel auf die andere Person leicht herab.
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Ruby Clark
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BeitragThema: Re: We lose ourselves in books, we find ourselves there too   Sa 6 Okt 2018 - 23:50

Alkaloide sind kompliziert gebaute Stickstoffverbindungen, die schon in geringen Konzentrationen eine gefährliche Giftwirkung entfalten können. Sie führen zu Lähmungen im zentralen Nervensystem und wirken durch Atem- oder Muskelstillstand tödlich.‘ Die Augen der jungen Hexe folgten den Zeilen, die die Besonderheiten von Alkaloiden beschrieben und bemerkte dabei gar nicht, dass sie nicht mehr die einzige in dem von ihr gewählten Lesebereich war. Das und auch Rubys Unaufmerksamkeit waren die Gründe dafür, dass ihr Zauberstab noch auf dem Tisch lag. Zwar konnte ein Mugel das magische Werkzeug wohl kaum identifizieren, jedoch änderte das nichts daran, dass ihr Verhalten unvorsichtig war. Zumal sie so sehr in das Buch vertieft war, dass sie es noch nicht einmal bemerken würde, wenn sich jemand nähern würde. So blieb sie also in ihr Buch vertieft und machte sich zwischendurch knappe Notizen.
Friedrich Wilhelm Sertürner (1783-1841) isolierte im Jahr 1803 aus dem Opium des Schlafmohns das principum somniferum, das er ab 1817 "Morphium" nannte (nach Morpheus, dem griech. Gott der Träume). Ein Jahr später verwendete er den Begriff Alkaloid, da die entsprechenden Verbindungen alkalisch reagierten. Sertürner erprobte die Wirkung im Eigenversuch und im Tierversuch. Betrachtet man den Molekülbau des…‘ Die ehemalige Hufflepuff schreckte auf, als ein Buch auf ihren Tisch fiel und sie aus ihrer Konzentration riss. „Was zur…“ Ruby benötigte einige Herzschläge um den Überblick über die Situation zu gewinnen.  
Ihr Blick legte sich auf die junge Frau, die sich eindeutig mit Büchern überladen hatte und nun einige entschuldigenden Worte an die Hexe richtete. Zögerlich legte sich ein schiefes Lächeln auf Rubys Lippen. Normalerweise war sie die Person, der derartige Unfälle passierte, weshalb sie der jungen Frau natürlich nicht böse sein konnte. „Ich habe es überlebt“, entgegnete sie grinsend und griff nach dem Buch, das auf ihren Tisch gefallen war. ‚Marketing für Selbstständige‘ prangte in serifenlosen Druckbuchstaben auf dem Cover des Buchs. Die Thematik stieß bei der Ruby weder auf Vorwissen, noch auf großes Interesse, sie verriet ihr jedoch, dass die Muggelfrau, den für eine solche hielt die ehemalige Hufflepuff ihr Gegenüber, ihren Bücherstapel schon sehr weit durch die Bibliothek getragen haben musste. Kurz kam der Gedanke auf ihr das Kapitel über Effizienz zu empfehlen, aber noch bevor Ruby diesen verbalisierte, erreichte sie die Eingebung, dass dieser Scherz vermutlich auch als Beleidigung interpretiert werden könnte.  
Sie nahm das Buch an sich und erhob sich, weil sie es wieder auf dem Bücherstapel der fremden Frau platzieren wollte. Sie schien nämlich derart überladen zu sein, dass es ihr kaum möglich war das Buch wieder aufzuheben, ohne dabei den gesamten Stapel abstellen zu müssen. Nun war es jedoch Ruby, der ein Missgeschick geschah. Mit dem Buch stieß sie gegen ihren Zauberstab, wodurch das Zauberholz auf den Boden fiel und rollend eine kleine Distanz zurücklegte. Natürlich war der Stab somit zum Zentrum der Aufmerksamkeit geworden. Es blieb nur noch zu hoffen, dass die Muggelfrau durch ihren Bücherstapel keinen genauen Blick auf den Stab werfen konnte. „Oh mein... äh… Lesezeichen“, erklärte Ruby zögerlich, als sie das Zauberholz wieder an sich nahm. Erst dann warf sie einen genaueren Blick auf die andere Frau, die sie nun aus der stehenden Position das erste Mal richtig erkennen konnte, da zuvor die Bücher die Sicht versperrt hatten. Sie musste ungefähr in Rubys Alter sein und wirkte mit der Menge an Büchern deutlich überfordert, so dass die ehemalige Hufflepuff es kaum wagte das Marketingbuch wieder auf dem Stapel zu platzieren. „Soll ich dir damit helfen?“, bot sie schließlich an, auch um von dem merkwürdigen Lesezeichen abzulenken.
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BeitragThema: Re: We lose ourselves in books, we find ourselves there too   Mo 8 Okt 2018 - 19:16

Ihr stockte kurz der Atem, denn der Verlust ihres Buches erschreckte sie tatsächlich selbst ein wenig, so etwas war ihr schon lange Zeit nicht mehr passiert, vermutlich weil sie für solche Bücherstapel normalerweise einen Schwebezauber verwenden konnte und sie hätte ihn nutzen sollen! Schon allein weil dann ihre Bücher keine Anschläge verüben könnten oder sie hätte sich einen Handwagen besorgt oder sich gleich einen hergezaubert. Es gab viele Varianten auch in einer Muggel-Bibliothek mit magischen Annehmlichkeiten zu leben, aber natürlich konnte man dies auch alles vergessen und es wie die Muggel tun, dann allerdings mit der Gefahr ein Buch vom Stapel zu verlieren. Dies war ihr also widerfahren, aber zu ihrem Glück wurde sie nicht des Mordanschlages bezichtigt, sondern lediglich der Störung der Konzentration, denn die Frau machte sich daran ihr behilflich zu sein und wollte womöglich noch das Buch zurück stapeln. Akari kam sich vor wie ein Angestellter, ob die Ausrede genügte sie wollte die Bücher in die Wirtschaftsabteilung zurück tragen und hätte sie zusammen gesammelt? Immerhin wäre dies eine Erklärung für den Bücherstapel, die ihr spontan logischer erschien als die Wahrheit, welche sie der Fremden vermutlich nicht anvertrauten konnte. Denn auch Akari ging wie automatisch davon aus alle Anwesenden, die halbwegs normal gekleidet waren, wären Muggel und generell war es besser sich in einem Zauberer zu irren, denn einen Muggel für einen Zauberer zu halten.
Zunächst schien es danach, als ob Akari ihr Buch zurück erhielte und sie ihrer Wege ziehen könnte, da entkam dem Mund ihres Opfers ein seltsamer Wortlaut. “Lesezeichen?“ Wiederholte Akari verwundert die Aussage und schaute über ihren eigenen Bücherstapel hinweg, der Frau hinterher, die anschließend eindeutig einen Zauberstab aufhob und sich damit als Hexe identifizierte. Glück gehabt. Sie waren also zwei Hexen in einer Muggel-Bibliothek, diesen Zufall galt es auszunutzen und somit beantworte Akari die Frage ob der Hilfe diesmal ohne Reue wahrheitsgemäß. “Danke. Du könnest mir mit einem Schwebezauber aushelfen.“ Sie zeigte ein entschuldigendes Lächeln, denn ihr eigener Zauberstab befand sich in einer Tasche, welche über ihrer Schulter hing und weder Tasche noch Inhalt waren mit den zu tragenden Büchern erreichbar und sie freute sich darauf das Gewicht abgenommen zu bekommen.
Gleichzeitig freute sie sich aber auch über die ihr bevorstehende Begegnung, denn es war nicht alltäglich das sich zwei Zauberer in Muggel-London begegneten, was so schon auf ein gemeinsames Interesse hindeutete. “Ich bin Akari und eine ehemaligen Ravenclaw, was hoffentlich den Bücherstapel erklärt.“ Das sie hier tatsächlich alleine waren würde vermutlich ihre Wortwahl der Anderen offenbaren, doch möglicherweise war dies bereits bekannt, immerhin hatte der Zauberstab vermutlich offen auf dem Tisch gelegen oder zumindest in Greifweite.
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BeitragThema: Re: We lose ourselves in books, we find ourselves there too   Fr 12 Okt 2018 - 12:26

Ruby zögerte einige Augenblicke, als die fremde Frau sie um Hilfe durch einen Schwebezauber bat. Vorsichtig warf sie einen Blick auf den Zauberstab, den sie in ihrer linken Hand hielt. Die Unsicherheit der blonden Hexe war vor allem dadurch begründet, dass sie sich nicht vollkommen sicher war, ob die andere ebenfalls eine Hexe war und sie anhand ihres Stabs identifiziert hatte, oder ob diese nur einen Witz machte. Sollte letzteres der Fall sein, würde die tatsächliche Anwendung eines Schwebezaubers vermutlich für reichlich Verwirrung sorgen. Doch Ruby kam kurzerhand zu dem Entschluss, dass es sich bei der jungen Frau ebenfalls um eine Hexe handeln musste. Zwar traf man in Muggel-London nur selten bewusst auf Mitglieder der magischen Gesellschaft, jedoch ließen der Zwischenfall mit dem Zauberstab und die Worte der Gesprächspartnerin nur wenig Raum für Zweifel. Im größten Notfall konnte Ruby sich schließlich immer noch dem Gedächtnis der jungen Frau annehmen und ihren Fehler aus diesem entfernen.
Nachdem sie sich mit einem knappen Blick versichert hatte, dass es keine weiteren Zuschauer gab, schwang die ehemalige Hufflepuff den Zauberstab und hob den Bücherstapel in die Luft, so dass die andere Hexe entlastet wurde. Diese beseitigte unterdessen die letzten Zweifel, indem sie sich als ehemalige Hogwartsschülerin zu erkennen gab. „Ruby, ehemalige Hufflepuff“, entgegnete die blonde Hexe schließlich mit einem freundlichen Lächeln. „Freut mich, Akari.“ Zwar hätte sie der neuen Bekanntschaft nun gerne die Hand gegeben, wurde jedoch daran gehindert, da sie in einer Hand den Zauberstab hielt und in der anderen noch immer das Marketingbuch. Der Mangel an Händen war auch der Grund dafür, dass Ruby nun mit einem Nicken des Kopfes auf die schwebenden Bücher deutete. „Wo soll es denn hingehen?“ Sie wusste schließlich nicht, ob die ehemalige Ravenclaw einen Platz zum lesen suchte, oder die Bücher bereits zurückbringen wollte. Ein kurzer Blick fiel auf Rubys Tasche, die am Boden neben ihrem Lesepult lag. Es war nichts Wertvolles darin, weshalb es kein Problem darstellte sie liegen zu lassen. Ein Dieb dürfte sich über ein leeres Portemonnaie, einige Schreibutensilien und den üblichen Müll, der sich in Taschen ansammelte freuen.
Man trifft hier nicht häufig auf Hexen oder Zauberer. Schon gar nicht nachts“, stellte Ruby fest, kam in ihren Gedanken jedoch zu dem Entschluss, dass sie in den Muggelbezirken möglicherweise schon häufiger auf Mitglieder der magischen Gesellschaft getroffen war und diese einfach nicht als solche erkannt hatte. Schließlich war ein jeder von ihnen auf die Geheimhaltung der magischen Gesellschaft bedacht. Die Strafen des Ministeriums waren in dieser Hinsicht nämlich drastischer, als Ruby es für gerechtfertigt hielt. „Marketing, hm?“, kam es schließlich neutral über ihre Lippen, während sie das Buch in ihrer rechten leicht anhob. „Interesse oder Beruf?“, fragte sie schließlich knapp. Für die blonde Hexe war das Thema Geld fest mit Stress und hin und wieder mit Verzweiflung verbunden, weshalb die Neugier ihr nie ein solches Buch in die Hände treiben würde. Das Waisenhaus und die schlechte Unterstützung durch die zuständigen Stellen der Muggel hatten dafür gesorgt, dass Ruby ganz andere Themen zu ihren Interessen gewählt hatte. Themen, die sie von ihrem Alltag ablenkten und die leidigen Themen für einige Momente verdrängten. Doch diese Begegnung sollte nicht zum Anlass werden, um die Probleme des Alltags zu erwecken. Stattdessen konzentrierte sich die junge Frau auf die andere Nachtschwärmerin, welche nun entscheiden musste, was mit den noch schwebenden Büchern geschehen sollte.
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Akari Hathaway
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BeitragThema: Re: We lose ourselves in books, we find ourselves there too   So 14 Okt 2018 - 10:04

Ihre Bitte ob des Schwebezaubers war sehr einfach gewesen, selbst ein Erstklässler wäre in der Lage gewesen dieser nachzukommen, aber die Angesprochene zögerte und Akari erkannte diese mikroskopische Geste der Unsicherheit wieder, die ein Erstklässler vermutlich gar nicht gezeigt hätte und darum durften Zauberer und Hexen bis zur Volljährlichkeit maximal unter Anleitung und Aufsicht zaubern, offiziell gesehen. Akari hatte vermutlich wie jeder findige Schüler ganz eigene Schlupflöcher entdeckt, in ihrem Fall waren dies ihre Eltern, da sie als Reinblüerin aus einer Zaubererfamilie stammte und Zuhause ab und an hatte üben dürfen. Allerdings war ihr auch schon früh um das Verbot und dem Schutz der Muggel bewusst gewesen, denn als Stadtkind war ihr das Spiel mit Muggel-Freunden nicht fremd gewesen. Ob es der jungen Hexe ihr gegenüber ähnlich erging? Zumindest wirkte sie extrem angepasst. Ohne den offensichtlichen Hinweis wäre Akari wohl nie darauf gekommen eine Hexe vor sich zu haben und gleichzeitig wusste die Fragestellerin dennoch nicht so recht wie sie sich als Magiebegabte zu erkennen geben sollte. Natürlich hatte sie um den Schwebezauber gebeten, aber einen Zauberspruch konnten auch Muggel in Erfahrung bringen, erst die Ausführung brachte den Beweis und diesen erbrach die Zauberstab-Besitzerin. Obgleich die Wahrscheinlichkeit mehr als gering war, aber witzigerweise wäre die Möglichkeit bestehen geblieben eine Lesezeichen mit einem Zauberstab zu verwechseln und einen Muggel mit einer Hexe. Diese Erkenntnis traf Akari erst spät, daher erwartete sie ein Nachkommen ihrer Bitte und fügte erst anschließend hinzu, dass sie auf Hogwarts gewesen war, was so gesehen wohl ein todsicheres Erkennungszeichen darstellte, zumindest innerhalb der Brittischen Zauberergemeinschaft oder gar der Europäischen? So genau kannte sich Akari leider nicht aus, obwohl sie durchaus versucht hatte im Fach Geschichte der Zauberer aufzupassen, doch ähnlich wie Marketing bestand die Literatur zum Thema nicht aus den spannendsten Werken.
Vorstellung und Identifizierung hinter sich bringend antwortet Akari mit einem Lächeln, auf den Zufall hin, sich von einer Hufflepuff helfen zu lassen, passte irgendwie.
Akari, von ihrer Bücherlast befreit, schaute sich ob der Frage des Zielortes selbst noch einmal kurz um und zeigte auf einen Nachbartisch nur wenige Schritte entfernt. “Nicht weit. Ich wollte mir eine ruhige Ecke suchen, um meine Recherchen mit Magie zu erleichtern.“ Dieses Vorhaben hatte sie ja nun praktisch in Luft aufgelöst und somit konnten sie gemeinsam in dieser wunderbar leeren Abteilung bleiben. Natürlich hätten sie auch den Tisch von Ruby erweitern können, doch sie waren schließlich beide hier um zu lesen und dann auch noch so unterschiedliche Themengebiete, da bot sich etwas Abstand dennoch an. Die anschließend gemachte Aussage ob der Zufälligkeit ihres Treffens ließ Akari ihr Lächeln nur noch zu einem Grinsen werden, denn es passte einfach gut zu ihren initialen Gedanken. “Scheint so als ob wir uns auch gut vor uns selbst verstecken können, du gibst einen ziemlich guten Muggel ab. Da du aber auch nachts hier bist, gehe ich mal davon aus das wir beide wegen der Ruhe und dem Wissensreichtum diesen wunderschönen Ort aufsuchen.“ Akari selbst war hier ihrer Erinnerung nach noch nie bei Tag gewesen, aber eine bedeutende Bibliothek dieser Größe besaß gewiss viele Lesegäste, was ein Zaubererleben umso schwieriger gestaltete. Auf die nächste Frage konnte Akari nur mit den Schultern zucken, denn natürlich war Ruby ihr Marketing-Buch aufgefallen, nicht zuletzt weil es ihr entgegen gefallen war, doch eröffnete dies Akari umgedreht die Chance auf das Buch von Ruby zu sprechen zu kommen, welches sie persönlich interessanter fand als ihre eigene Lecktüre. “Beruf. Das ist jetzt vielleicht etwas peinlich, aber ich besitze eine Bibliothek, selbst habe ich aber keine Wirtschaftsabteilung und so spannend ist das Thema auch gar nicht, wenn nicht weniger wichtig, so als Selbständige. Jedenfalls haben Muggel dahingehend erstaunlich viel Erfahrung und die wollte ich heute Abend nachnutzen.“ Demzufolge war dies hier also ein eine Art Geschäftstermin mit der British Library. “Was hast du gelesen, Biologie oder Medizin?“
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BeitragThema: Re: We lose ourselves in books, we find ourselves there too   Di 16 Okt 2018 - 23:01

Kaum hatte Akari einen Tisch gewählt, sorgte Ruby mit einer knappen Geste dafür, dass der Bücherstapel sich auf eben jenem Tisch platzierte, bevor sie auch das Marketingbuch aus ihrer Hand auf dem Stapel ablegte. Offensichtlich hatte die Erkenntnis, dass es sich bei ihnen beiden um Hexen handelte, dafür gesorgt, dass die ehemalige Ravenclaw sich doch nicht so weit von Ruby entfernen musste, wie sie es zunächst wohl vorgehabt hatte. Eine magische Recherche war schließlich nichts, was man vor der ehemaligen Hufflepuff verbergen musste. Ruby selbst hatte derartige Zauber nur selten genutzt, weil sie sich diesbezüglich nicht sonderlich geschickt anstellte. Die Sammlung der Bibliothek war einfach zu wertvoll, um ein Missgeschick der Magie zu riskieren. Denn das Talent, welches die blonde Hexe im Umgang mit Heilzaubern aufwies, war in vielen anderen Spielarten der Magie nicht wiederzufinden. Da sie aber ohnehin nicht besonders oft Magie nutzte, von den Heilkünsten abgesehen, fiel dieses mangelnde Geschick nicht groß ins Gewicht. Schließlich führte die Hexe den Großteil ihres Alltages ein Muggelleben, welches wohl maßgeblich zu Akaris Feststellung beitrug.
Ich lebe unter Muggeln und bin auch unter ihnen aufgewachsen. Vermutlich stehe ich ihnen näher als der magischen Gesellschaft.“ Die blonde Hexe zuckte mit den Schultern. Ihr missfiel ihre eigene Aussage, denn sie hatte eine Grenze gezogen, gegen die sie eigentlich ihr ganzes Leben angekämpft hatte. Die magische Gesellschaft stand auf der einen Seite und die Muggel auf der anderen. Die ehemalige Hufflepuff hasste diese Trennung. Gerade jene, die sich über beide Gruppen bewusst waren, nämlich die Magier, hielten sich oft für etwas besseres und schauten auf die Muggel hinab. Dieser Mangel an Wertschätzung hatte Ruby schon häufig in Wut versetzt. Sie hatte das meiste in ihrem Leben Muggeln zu verdanken. Fast alle wichtigen Menschen in ihrem Leben waren Muggel und genau deshalb machten sie die vorherrschenden Vorurteile und Klischees so wütend und traurig. Doch in dieser Nacht wollte sie sich in diese Thematik nicht hineinsteigern. Akari schien keine dieser radikalen Reinblutfanatiker zu sein, denn diese trieben sich für gewöhnlich nicht in Muggel-London herum. „Es ist vor allem der Zeitmangel am Tag“, korrigierte sie die neue Bekanntschaft. „Mein Vater leitet ein Waisenhaus und ich unterstütze ihn dabei. Die Bücher müssen also warten, bis die Kinder schlafen“, erklärte die ehemalige Hufflepuff ihre Nachtschwärmerei.
Im Gegensatz zu Ruby schien die andere Hexe nicht allein aus privatem Interesse hergekommen zu sein. Es ging sogar soweit, dass sie die Abneigung gegenüber den wirtschaftlichen Themen zu teilen schien. Ihre Nachforschungen waren von beruflicher Natur und das spannendste daran war für Ruby der Beruf, in welchem die dunkelhaarige Hexe arbeitete. „Eine Bibliothek?“, versicherte sie sich mit einem interessierten Blick. „Wo ist sie?“ Die erste Vermutung Rubys war natürlich die Winkelgasse. Die meisten Hexen und Zauberer eröffneten dort ihre Geschäfte. Schließlich genoss die Einkaufsstraße eine nicht zu unterschätzende Berühmtheit, welche den dort ansässigen Händlern die Kunden in die Läden lockte. Es war also kaum verwunderlich, dass sich dort regelmäßig neue Geschäfte niederließen.
Toxikologie. Also sowohl Medizin, als auch Biologie“, entgegnete Ruby knapp und warf einen kurzen Blick auf das Buch, welches noch immer aufgeklappt auf ihrem Tisch lag. Nur wenige Herzschläge später konzentrierte sie sich aber wieder auf die andere Hexe. „Wirtschaft ist nicht das einzige Thema bei dem wir etwas von den Muggeln lernen können“, fügte sie schließlich lächelnd hinzu und zeigte dabei ganz offen, dass sie von den Forschungen der Muggel wirklich begeistert war. „Ich arbeite an Heiltränken. Man könnte es ein privates Projekt oder Hobby nennen. Die Studien der Muggel sind da oft eine große Hilfe“, holte Ruby weiter aus, auch wenn sie gar nicht danach gefragt worden war. Es gab Themen, über die sie stundenlang ungefragt berichten konnte und doch bremste sie sich selbst an dieser Stelle. Schließlich war Akari nicht hergekommen, um sich Vorträge über medizinische Forschung der Muggel anzuhören.
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Akari Hathaway
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BeitragThema: Re: We lose ourselves in books, we find ourselves there too   So 21 Okt 2018 - 13:05

Wie durch Magie flog ihr Bücherstapel sanft Richtung des neu gewählten Nachbartisches und setzte sich dort fein säuberlich ab, als wären es die unterschiedlichen Bücher gewohnt so aufeinander gestapelt zu sein, obgleich ihre Größe und Breite schon leicht variierte und der Stapel nicht zu symmetrisch wirkte, doch Akari plante ja den Stapel bald wieder auseinander zu nehmen, bevor dieser sich seinerseits auf dem Tisch verteilte. Blieb die Frage, wie gut der neue Standort tatsächlich gewählt war, einerseits könnte sie hier ohne Probleme zaubern, anderseits war der Stoff trocken genug um sich eventuell auf eine Ablenkung durch Ruby einzulassen, sofern diese sich natürlich stören lassen wollte. Zunächst stufte Akari das Gespräch noch nicht als Konservation ein, denn eher einer kleinen wohlverdienten Unterbrechung der Arbeit. Gerade Akari war ob einer Unterbrechung nicht abgeneigt, immerhin empfand sie ihre eigene Lektüre nicht als sonderlich spannend oder interessant und gerade deshalb würde sie wohl aktiv an der Aufarbeitung arbeiten müssen, selbst mithilfe eigener magischer Unterstützung, sowie Fremder, wenn sie die Hilfe durch Ruby mitzählte. Daher lauschte Akari erstaunlich interessiert der Erklärung die Hufflepuff sei unter Muggeln aufgewachsen, bezeichnete sich selbst aber nicht als Muggelständig oder gab einen anderen Hinweis auf ihre Blutszugehörigkeit, was ein wenig seltsam wirkte, doch vielleicht fühlte auch nur Akari sich genötigt sich rechtfertigen zu müssen, wenn sie als Reinblut zu viel mit Muggeln zu tun hatte.
Die tatsächliche Rechtfertigung, dass Ruby die Zaubergemeinschaft gesondert erwähnte, als würde sie nicht direkt dazu gehören, entging Akari dabei fast, denn sie schienen sich einerseits ähnlich in ihrer Meinung, aber dennoch zu unterschiedlich in der Umsetzung. “Aufgewachsen? Klingt zumindest interessant. Ich sehe mich eher als Besucherin.“ Vermutlich bemerkte Ruby das sie die Formulierung ihrer Aussage tatsächlich überdachte, denn Akari versuchte sich zwischen Muggel-Liebhabern und Muggel-Hassern gleichermaßen zu bewegen und sich nicht extrem fest zu legen, dennoch passte sie auf keine der beiden scheinbaren Seiten. Womöglich hätte sie sich selbst auch als Grenzgänger bezeichnen können. Ihre Kindheit hatte sie in beiden Welten verbracht. Ihre Ausbildung zum Großteil in der Zauberergemenschaft mit Praktika auf der Muggel-Seite. Die ersten Jahre ihres Vampir-Daseins größtenteils wieder in der Muggel-Welt und erst seit der Neueröffnung ihrer Bibliothek war sie wieder komplettes Mitglied der magischen Gesellschaft, wie Ruby es formuliert hatte oder vielleicht war sie auch ihre ganz eigene Gemeinschaft, eben ein Vampir. Akari wusste das es andere von ihrer Art gab, hatte sich aber seit ihrer Verwandlung nie bemüht sich diesen anzunähern.
Ob der Erwähnung des Waisenhauses gelang es ihr gerade noch so nicht fragend drein zu blicken, natürlich wusste Akari was ein Waisenhaus war, auch wenn sie noch nie eines gesehen hatte, doch nach der Erklärung war es zumindest eines, ein Tagjob. Akari musste innerlich schon etwas über sich selbst lachen diese Unterscheidung zu machen und vielleicht hätte sie mit ihrer Nachtaktivität tatsächlich besser in die Muggel-Welt gepasst, doch diese Erfahrung konnte sie wann anders sicherlich immer noch sammeln, Vampiren wurde ja bekanntlich ein lange Existenz vorhergesagt.
Da Ruby nun erklärt hatte weshalb sie am Tag beschäftigt war, lieferte Akari mit ihrer eigenen Berufsbezeichnung vermutlich ungewollt gleichfalls eine Erklärung, denn wer ging schon davon aus, dass eine Bibliothek in der Nacht ihre Öffnungszeiten besäße? Für Akari war die ungewöhnliche Zeit natürlich fast schon überlebenswichtig, aber gleichzeitig empfand sie es auch als gute Geschäftsidee und der Standort gehörte praktisch mit dazu, also gab sie ihn bereitwillig Preis. “Nokturngasse. Meine Öffnungszeiten würden dir sogar entgegen kommen, denn ich habe am Tag geschlossen und in der Nacht geöffnet.“ Typisch, dass Akari in Ruby auch gleich wieder eine mögliche Kundin sehen wollte, aber vermutlich würde ihre Gesprächspartnerin andernfalls auch gar nicht von ihr gehört haben können, wenn sie primär sozusagen als Muggel lebte. Ruby schien auch begeistert von den Möglichkeiten der Muggel im generellen zu sein, nicht nur ihrer Bücher wegen und Akari konnte ihr dahingehend nur zustimmen, gerade die genannten Gebiete betreffend. “Da hörst du keine Widerworte. Ich bin selbst interessiert an Zaubertränken und habe nach der Schule eine entsprechende Lehre angefangen, gekoppelt mit Praktika in Muggel-Apotheken und Muggel-Bibliotheken, darüber bin ich dann auch auf die Idee gekommen meine Bibliothek auch mit einer größeren Muggel-Abteilung zu versehen.“ Natürlich meinte Akari ‚groß’ im Zauberer-Maßstab, also im Vergleich zu echten Muggel-Bibliotheken eher klein oder mittelmäßig. Vermutlich würde sie Ruby also nicht überzeugen können die nächtliche Lesezeit von Muggel-London in die Nokturngasse zu verlegen, außer sie suchte Anregungen für die magische Komponente in Zaubertränken, denn allein vom Fachwissen her konnte man auch den Muggel-Büchern extrem viel abgewinnen, obgleich sich die Rezepte vermutlich ganz schön unterschieden.
Anschließend schaute sie ein wenig zögerlich zu ihren Wirtschaftsbüchern herüber, deren Inhalt sich im Vergleich zu Heiltränken extrem langweilig präsentierte. "Hm. Ich würde dich liebend gerne mit einem Gespräch über Zaubertränke aufhalten, aber ich glaube wir beide müssen die Nacht zum Arbeiten nutzen."
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BeitragThema: Re: We lose ourselves in books, we find ourselves there too   Sa 27 Okt 2018 - 21:55

Ruby zog eine Augenbraue hoch, als sie erfuhr, wo sich die Bibliothek von Akari befand. Der Standort in der Nokturngasse erklärte zumindest, warum die ehemalige Hufflepuff den Laden noch nie betreten hatte. Zwar stattete sie der Winkelgasse hin und wieder mal einen Besuch ab, hatte sich dabei aber noch nie in die düstere Nebengasse verirrt. Die Nokturngasse hatte einen finsteren Ruf und war diesem nach nicht der Ort, an welchem sich ein Zauberer oder eine Hexe allein aufhalten sollte. Erst recht nicht in der Zeit, in welcher die Bibliothek von Akari geöffnet hatte, nämlich nachts. Doch obwohl Ruby diesen Ort noch nie zuvor betreten hatte und sich ihr Bild davon nur aus Gerüchten und Vorurteilen zusammensetzte, hatte sie nie das Bedürfnis ereilt, sich einen eigenen Eindruck verschaffen zu wollen. Nun hatte sie jedoch einen Grund, um dem Ort mit dem schlechten Ruf mal einen Besuch abzustatten. Akari selbst wirkte schließlich nicht wie eine jener finsteren Gestalten, die sich laut den Gerüchten dort rumtreiben sollten. Dass es sich bei der ehemaligen Ravenclaw durchaus um ein Geschöpf der Nacht handelte, sah man ihr schließlich nicht an. „Ich sollte dich wohl mal besuchen kommen“, beschloss die blonde Hexe schließlich mit einem Lächeln und nahm sich fest vor die Bibliothek in der Nokturngasse demnächst einmal aufzusuchen. „Aber wieso nachts?“, brach dann doch ihre Neugier aus ihr heraus. Man sollte doch meinen, dass die wenigsten Kunden auf die Idee kamen mitten in der Nacht eine Bibliothek zu besuchen. Auch die fast leere Muggelbilbiothek unterstrich diese These. „Ist das so ein moderner Trend?“, verbalisierte Ruby schließlich ihre einzige Idee.
Die ehemalige Hufflepuff musste erneut lächeln, als die neue Bekanntschaft zugab, dass sie auf Rubys Fachgebiet selbst alles andere als unwissend war. Sie hatte sogar eine Ausbildung in einer Apotheke hinter sich. Ruby hatte sich ihr Wissen selbst angeeignet und sich alle Fähigkeiten selbst beigebracht. Für eine Ausbildung hatte das Waisenhaus ihr nie Zeit gelassen und mittlerweile hatte die junge Hexe derartige Pläne vollständig aufgegeben. Sie wäre gerne von einem Meister der Zaubertränke ausgebildet worden, aber es gehörte zum Leben dazu, dass nicht alle Träume erfüllt werden konnten. Manche Dinge sollten einfach nicht sein.
Noch bevor die junge Frau auf Akaris Worte reagieren konnte, wies diese darauf hin, dass das Gespräch sie beide von der Arbeit abhielt. Worte, die die Hexe als indirekte Bitte um Ruhe aufnahm. Die andere Hexe war schließlich aus beruflichen Gründen hier und musste im Gegensatz zu Ruby einige Dinge erledigen, bevor sie die Bibliothek wieder verlassen konnte. Die muggelstämmige Hexe hingegen war ohne festes Ziel hergekommen und konnte frei über ihre Zeit verfügen.
Eigentlich hatte die Hexe es sogar genossen eine neue Bekanntschaft gemacht zu haben. Sie mochte Akari und es war eine erfrischende Abwechslung ausnahmsweise mal neue Leute kennenzulernen. Für gewöhnlich verbrachte Ruby ihren Alltag stets mit denselben Menschen und ihre Freizeit allein. Sie hätte also nichts dagegen gehabt das Gespräch mit der ehemaligen Ravenclaw fortzusetzen. „Was hältst du davon…?“ Die blonde Hexe erhob sich von ihrem Tisch und nahm stattdessen an dem der anderen Hexe Platz. „Ich helfe dir zu finden, was auch immer du suchst und die Zeitersparnis nutzen wir dann, um etwas trinken zu gehen!“ Ruby hatte bereits das erste der langweilig wirkenden Wirtschaftsbücher in die Hand genommen. Sie wollte einfach mal etwas Abwechslung erleben. Sie erinnerte sich kaum noch daran, wann sie das letzte Mal in einer Bar gewesen war. Wenn Akari sich auf den Vorschlag der Hexe einließe, würde dieser Abend gewiss die gewünschte Abwechslung bringen.
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BeitragThema: Re: We lose ourselves in books, we find ourselves there too   So 28 Okt 2018 - 10:06

Akari erwiderte das Lächeln Ruby’s, als diese einen Besuch in Erwägung zu ziehen begann. “Gerne. Würde mich freuen.“ Natürlich unterbreitete die Bibliothekarin ihren Vorschlag nicht nur, weil sie nun über die berufliche Lage ihrer neuen Bekanntschaft bescheit wusste, aber dennoch spielte dieses Wissen eine Rolle. Andererseits, wäre Ruby ein Nachtschwärmer oder hätte einen anderen Tagjob besessen, Akari’s Aussage wäre ebenso ausgefallen und es freute sie insgeheim das es wirklich reales Publikum für ihr Angebot gab und sie ihre späten Öffnungszeiten nicht nur mit ihrer Image-Idee oder ihrem realen Grund erklären müsste, davon abgesehen das sie die Wahrheit vermutlich nicht einfach so Jedem preisgeben würde. Akari besaß ein Problem in Sachen Vertrauen, schon immer, es war schon immer latent vorhanden gewesen, war aber nun dominant, seitdem sie sich zu den Vampiren zählte. Daher lag ihr die Antwort auf die Frage wieso sie des Nachts geöffnet hatte praktisch schon auf der Zungenspitze, denn die Antwort sicherte ihr Überleben, im doppelten Sinne, privat wie auch geschäftlich. “Ich hoffe es ist kein Trend, denn sonst hätte ich ja Konkurrenz. Nein. Ich versuche damit eher das Image der Nokturngasse mit zu nutzen. Du weißt ja, dunkle Gestalten die sich in der Nacht herumtreiben. Ich habe sie passend dazu sogar Mondschein-Bibliothek genannt. Natürlich soll die Bibliothek keine dunklen Gestalten anziehen, aber sofern sie sich zivilisiert verhalten, wären sie denke ich willkommen, immerhin bin ich in ihrem Viertel. Soweit die Theorie. Bisher bin ich noch keinem dunklen Wesen begegnet, weder in der Gasse selbst noch in meiner Bibliothek, aber vermutlich würden diese wohl unter Zauberern versteckt leben, ähnlich wie wir versteckt unter Muggel leben können, bedacht nicht aufzufallen. Ansonsten natürlich um Zauberern mit Tagjobs oder Nachtschwärmern einen Ort zu bieten. Ich selbst bin ja auch ein Nachtschwärmer, schlafe sogar schon seit ein paar Jahren sprichwörtlich tagsüber. Eine andere Erklärung wäre vielleicht auch das ich unkonventionelle Experimente mag.“ Die Erklärung zu ihrer letzten Angabe eines Grundes, versteckte sich mit in ihrer Leidenschaft für Zaubertränke und indirekt erklärte sich diese Aussage möglicherweise, im Verlaufe des Gespräches.
Obgleich es Akari also erfreute, dass Ruby sie besuchen kommen wollte, so schloss sich für Akari das Thema auch schon wieder, denn obgleich sie einige gemeinsame Leidenschaften zu teilen schienen, wollte Akari die Bekanntschaft nicht weiter vertiefen. Sie wollte die Beziehung auf geschäftlicher Basis belassen, denn dort fühlte sie sich sicher. Gute Bekannte oder gar Freunde konnten ihr nämlich ungewollt gefährlich werden. Dies hatte Akari bei den letzten Treffen mit ihrer Schulfreundin Liana erlebt, in welchen sie mit sich gehadert hatte ihrer Freundin ihr Geheimnis anzuvertrauen. Es war nicht so, dass Akari schlechte Erfahrungen damit gemacht hätte zuzugeben das sie ein Vampir war. In den ersten Monaten war sie einem Auror begegnet, mit dem es zu einer Liebschaft gekommen war und im Zuge dessen hatte sie es natürlich nicht lange verheimlichen können. Das Problem, sie hatte ihm nicht das Versprechen abnehmen können ihre Identität für sich zu behalten, immerhin war es seine Aufgabe Verbrecher zu jagen und würde sie je kriminelle Tendenzen entwickeln würden sie sich wieder sehen, oder so der Zufall es bestimmte. Fakt war. Akari hatte gelernt das sie nicht jedem vertrauen konnte und es war auch nicht gut Leute zu erpressen ihr Geheimnis für sich zu behalten, trotzdem konnte sie es nicht offen zugeben, denn sie wollte nicht als bekannter Vampir leben, weniger wegen der Stigmatisierung, sondern weil sie sich teilweise selbst nicht akzeptierte. Nun stand es natürlich nicht zur Debatte, ob sie sich einer Fremden gleich öffnen wollte, aber es führte indirekt mit dazu, dass Akari keine tiefer gehende Bekanntschaft anstrebte. Hingegen Ruby schien da anderer Idee zu sein, denn anstelle Akari in Ruhe zu lassen und ihre eigene knappe Zeit zu nutzten, immerhin konnte Ruby den Tag nicht einfach verschlafen, setzte die ehemalige Hufflepuff sich offenbar in den Kopf Akari zu helfen. Ein wenig erschreckend, wie tief die Haus-Attribute doch in manchen Menschen verwurzelt zu sein schienen. Ob sie in der Schulzeit auch gemeinsam gelernt hätten, sofern sie sich begegnet wären? Akari konnte Alter nie wirklich exakt schätzen und seitdem sie selbst  nicht mehr alterte, schien es fast unmöglich nicht über eine direkte Frage an die Lösung zu gelangen. Andererseits hatte Akari selbst in jungen Jahren schon viel Erfahrung gesammelt, wie beispielsweise den Großteil ihrer Ausbildung im Bereich Zaubertränke und ihre Praktika. Dies war alles in der Zeit vor ihrem Nachleben geschehen, was das Schätzen vom Alter dennoch nicht vereinfachte und Akari selbst müsste in den kommenden Jahrzehnten ebenfalls eine Idee entwickeln wie sie ihr geführtes Leben mit ihrem Körper in Einklang brächte.
Möglicherweise war es etwas merkwürdig, dass sich ihr Leben um die eine Sache drehte, die sie am Liebsten verdrängen würde, aber so ging es vermutlich nicht nur ihr selbst. Ruby lebte weiterhin das hilfsbereite Leben einer Hufflepuff, im Waisenhaus, wie auch gerade hier in der Bibliothek.“Oh. Danke sehr freundlich, aber…gern, wenn es dir nichts ausmacht.“ Zunächst hatte sie typisch Ravenclaw ablehnen wollen, immerhin kannte sie sich mit Büchern aus, doch da saß ihre neue Bekanntschaft schon mit einem der fachfremden Bücher  am falschen Tisch. Akari beließ es dabei und setzte sich dazu, ebenfalls ein Buch aufnehmen. Gegen den neuerlichen Vorschlag war nun wirklich nichts einzuwenden, außer das Akari nicht wirklich etwas essen oder trinken konnte, aber vermutlich war einfach nur ein gemeinsamer Ausflug in eine Bar gemeint gewesen. “Ich ähm kenne mich hier in der Gegend nicht so gut aus, aber wenn du eine Kneipe kennst, dennoch musst du morgen früh nicht arbeiten?“ Sie sprach ihre Verwirrung offen aus, denn sie konnte spontan nicht sagen ob sie sich an Ruby’s Stelle selbst geholfen hätte. Akari brauchte einen Moment um sich zu besinnen welchen Zweck ihr Aufenthalt hier beinhaltete und beschloss zunächst nach Infos bezüglich Personalfragen zu suchen. “Für meinen Zauber bräuchte ich Fachbegriffe die in den Büchern vorkommen. Also speziell Wörter die sich um Finanzen oder Personal drehen. Ich suche eine Lösung für ein kleines Problem das sich aus meiner Nachtaktivität ergibt und du hast es zufällig angesprochen. Ich kann abends nicht oft ausgehen, weil ich meine Bibliothek dann nicht öffnen kann und eine meiner besten Freundinnen arbeitet am Tag, so wie du und vermutlich viele Andere.“ Unter andren Umständen hätte Akari ihre Aussage selbst vielleicht in Verlegenheit gebracht, aber rein Äußerlich war ihr nichts anzumerken, wie auch, so als Kaltblüter?
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BeitragThema: Re: We lose ourselves in books, we find ourselves there too   Sa 3 Nov 2018 - 18:35

Skeptisch und interessiert verfolgte Ruby die Ausführungen zu Akaris Geschäftskonzept, das darauf basierte, dass die dunkelhaarige Hexe den Ruf der Nokturngasse zu nutzen versuchte. Die Skepsis der ehemaligen Hufflepuff wurzelte vor allem in dem Gedanken, dass der Ruf der besagten Gasse auf viele vermutlich eine abschreckende Wirkung hatte. Einige trauten sich sicher gar nicht die dunkle und dubiose Gasse in der Nacht zu betreten. Die weiteren Berichte der ehemaligen Ravenclaw ließen zwar vermuten, dass die Nokturngasse gar nicht so finster und gefährlich war, wie viele Vorurteile behaupteten, dennoch konnte sich Ruby nur teilweise von dem Bild lösen, welches in ihrem Geist unmittelbar mit diesem Ort verbunden war. Ein Besuch würde bei diesem Problem aber möglicherweise Abhilfe schaffen. Das Argument, dass sie auf diese Weise Nachtschwärmer und Menschen, die tagsüber arbeiteten, ansprechen wollte, klang in Bezug auf ein Geschäftsmodell schon deutlich erfolgsversprechender. Dennoch war das Konzept der Mondscheinbibliothek vermutlich eine riskante Sache. Doch gerade das übte eine gewisse Faszination auf Ruby aus. Akari hatte sich einen Traum erfüllt und etwas gewagt. Sie war einen mutigen Schritt gegangen und war nun ihr eigener Chef. Die blonde Hexe war sich sicher, dass man auf diese Weise ein ganz anderes Gefühl der Freiheit erlangte. Sie selbst hätte für derartige Aktionen jedoch keinerlei Möglichkeit. Ihr Leben fesselte sie. Und auch wenn Ruby die Arbeit mit den Kindern wirklich mochte, wusste sie, dass das nicht der große Traum war, der sie auf Dauer glücklich machen würde. Doch einen solchen hatte sie schon oft zurückgestellt und das würde vermutlich auch noch häufiger nötig sein. „Unkonventionelle Experimente?“ Eine Aussage, welche die beschriebene Geschäftsidee sehr gut beschrieb. Einen Gedanken konnte die ehemalige Hufflepuff in dem Zusammenhang jedoch nicht verdrängen und musste ihn in Worte fassen. „So wie das Herumschleppen viel zu großer Bücherstapel?“, grinste sie, ohne die andere Hexe verurteilen zu wollen.

Ich muss eigentlich immer arbeiten. Wenn ich das berücksichtigen würde, würde ich gar nicht mehr aus dem Haus kommen“, winkte Ruby den Einwand Akaris ab. Tatsächlich unternahm die Hexe fast nie derartige Ausflüge und traf neue Leute. Doch an diesem Abend wollte sie endlich mal wieder etwas aus dem Alltag ausbrechen. Wenig Schlaf war sie zudem gewöhnt, weshalb das auch am folgenden Tag kein Problem darstellen sollte. Kaffee würde sie schließlich irgendwie durch den Tag bringen.
Bereit zu helfen, folgte Ruby den Worten der anderen Hexe, um dann das Buch vor sich zu schließen. „Du solltest vielleicht keine Bücher wälzen, sondern eine Aushilfe suchen, um dein Problem zu lösen.“ Möglicherweise hatte sie Akari falsch verstanden, aber Ruby verstand zunächst nicht, wie die Bücher ihr bei ihrer Problematik helfen sollten. Eine Aushilfe, die nur gelegentlich einspringen musste, sollte sich finden lassen und zudem auch problemlos bezahlen lassen. „Glaub mir, da draußen gibt es genügend Leute, die nach solchen Aushilfsjobs suchen.“ Ruby selbst arbeitete an ihren eigentlich freien Tagen in Elliots Zauberstabladen, um ihre knappe Kasse ein wenig aufzufüllen. Dort sprang sie ebenfalls nur unregelmäßig ein und kostete Elliot somit kein großes Geld. Er konnte sich aber dennoch sicher sein, dass sie da wäre, wenn er einen dringenden Termin hatte, oder einfach einen freien Tag benötigte. Etwas derartiges klang zumindest für Ruby nach der perfekten Lösung für Akaris Problem. „Schreib doch einfach eine Aushilfsstelle aus. Vielleicht bewerbe ich mich“, scherzte die junge Hexe zunächst. Erst wenige Augenblicke später stellte sie fest, dass sie einen weiteren Zusatzverdienst eigentlich ganz gut gebrauchen konnte und die Arbeitszeiten der Mondscheinbibliothek ihr sehr gut in den Zeitplan passten.
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BeitragThema: Re: We lose ourselves in books, we find ourselves there too   So 4 Nov 2018 - 16:42

Sie zeigte ein Lächeln auf die Aussage von Ruby hin vor lauter Arbeit ebenfalls kaum raus zu kommen, konnte sich bei der Ausführung der Gesichtsmuskelbewegung aber nicht ganz entscheiden, ob sie aufmunternd oder mitleidig wirken wollte. Tatsächlich war es eine Mischung, denn sie konnte ja nachvollziehen wie es war nicht aus dem Haus zu kommen, aber gleichzeitig implizierte die Situation von Ruby eine Notwendigkeit, wo Akari einfach nur beschlossen hatte ihr Leben so zu führen, dies aber nicht musste. Hinzu kam noch, dass Akari während ihrer aktuellen Arbeitszeit auch nicht immer voll beschäftigt war, wohingegen Ruby’s Aufgabenbereich vermutlich komplett anders aussehen musste. Womöglich schwang auch ein wenig Schulgefühl mit? Hier saß Akari, jammerte darüber ihre Bibliothek einen Abend lang geschlossen zu halten, aber sowohl sie selbst als auch ihre Kunden würden dies überleben, Ruby hingegen betreute keine Bücher sondern Kinder. Selbst wenn Akari ihre Bücher wie Kinder liebte, so als Ravenclaw, so würde ihre Liebe wohl nicht an jene von Ruby heranreichen, die gesellschaftlich den höheren Nutzen brachte. “Ok. Gerne. Gehen wir nachher noch einen Trinken.“ Womöglich könnten sie ja ihr Gespräch über Heiltränke fortsetzen? Akari kam sich allmählich etwas schuldig dabei vor, Ruby den Abend zu stehlen, aber da selbige sich ja bewusst dafür entscheiden hatte, musste Akari es ja nicht ganz so offen zeigen, dass sie Mitleid empfand. Anschließend beschrieb Akari was sie zu suchen gedachte und motivierte sich dabei auch noch selbst, indem sie die Suchparameter festlegte sowie kurz darauf ein Buch ergriff um ihren Aussagen Taten folgen zu lassen. Es war einfach schön, zu wissen was man suchen wollte und dann ein oder mehre Bücher daraufhin zu durchforsten. Dahingehend war sie wohl auch typisch Ravenclaw und somit überhörte sie den ersten Kommentar von Ruby glatt, der darauf abzielte Bücher zu wälzen wäre keine Lösung, denn diese Wahrheit besaßen vielleicht nur angehörige des Vogelhauses, aber Bücher besaßen durchaus Lösungen für Probleme oder zumindest Ideen zu dessen Lösung. Sie war kurz davor die Stimme von Ruby als Hintergrundrauschen abzutun und sich auf ihre Bücher zu stürzen, immerhin trug sie diese schon eine Weile spazieren, doch die Worte 'Aushilfsjob und Aushilfssstelle’ blieben schließlich doch haften, denn sie klangen verdächtig nach den Worten nach denen sie suchte. Schließlich wandte sich Akari von ihrem ersten Buch, bereits Aufgeschlagen und bereit durchforstet zu werden, ab und blickte Ruby irritiert an. “Genau darum lese ich ja Bücher. Es klingt vielleicht einfach eine Aushilfe zu suchen, aber so einfach ist es bestimmt nicht.“ Natürlich sprach nichts dagegen das es tatsächlich so einfach war und nur Akari sich zu viele Gedanken darum machte und erst dadurch ein Problem erst entstand, aber gleichzeitig glaubte sie auch nicht daran das sich auf eine Ausschreibung jemand bewerben würde, immerhin wusste sie ja noch nicht einmal was sie zahlen sollte oder konnte. Das Ruby sich bewerben wollte, fasste Akari zunächst als Scherz auf oder Hinweis darauf, dass es aus der Sicht der Hufflepuff vermutlich wirklich nicht so kompliziert wirkte. “Beispielsweise beschäftige ich dann doch einen Mitarbeiter und auch wenn Arbeitsgesetze in der Muggel-Welt vermutlich komplizierter sind als bei uns, muss ich vermutlich dennoch Dinge beachten die ich noch gar nicht weiß.“ Akari schloss den Mund, als sie bemerkte das sie womöglich doch zu viel darüber nachgedacht hatte und es erst dadurch zu einem Problem wurde. Sie suchte weder einen Hauselfen noch jemanden mit speziellen Fähigkeiten, aber umgedreht wusste sie eben auch nicht wonach sie genau suchte. Hinzu käme, dass sie sich unsicher war ob sie dieser Person ihr Geheimnis nicht würde doch anvertrauen müssen, immerhin konnte Akari kaum davon ausgehen ihr Menschendasein wie bisher perfekt weiter leben zu können und dann wollte sie nicht als schlechter Arbeitgeber dastehen, nicht zu vergessen, dass ihre eigene Aushilfe ihr zum Opfer fallen könnte und selbst dann wäre es besser diese darauf vorbereitet zu haben. Sie betrachtete Ruby kurz unter dem Aspekt dass sie ihr einen Job anbieten könnte. Einerseits war der Gedanke verlockend, aber andererseits hatte sie diese schon erfolgreich belogen. “Ich weiß nicht. Dein Tagjob ist wichtig und ich bin auch noch unsicher ob ich solch eine Aushilfe nicht ab und zu auch am Tag einspannen müsste. Ich glaube ich würde mich eher auf dich einstellen als umgedreht.“ Nun zeigte Akari doch noch ein mitleidiges Lächeln, denn sie wollte Ruby sicher nicht den Nachtschlaf oder die spärliche Zeit für ihre Nachforschungen rauben, auch wenn die Hufflepuff letzteres vermutlich gut in der Mondschenbibliothek erledigen könnte.
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BeitragThema: Re: We lose ourselves in books, we find ourselves there too   Fr 9 Nov 2018 - 23:25

Das ist schonmal freundlicher, als das standardmäßige ‚wir melden uns dann bei Ihnen‘“, grinste Ruby als Reaktion auf die Absage ihrer eher scherzhaft geäußerten Bewerbung. Ob sie einen weiteren Job annehmen würde und könnte, konnte die blonde Hexe so spontan gar nicht entscheiden. Das zusätzliche Geld wäre aber durchaus etwas, was sie hätte gebrauchen können.
Natürlich hatte Ruby nicht so weit gedacht, dass es mögliche Gesetzte und Vorgaben bezüglich der Einstellung von Aushilfskräften gab, welche es zu berücksichtigen galt. Damit hatte sie selbst natürlich keine Berührungspunkte, zumindest nicht aus der Perspektive des Geschäftsführers. Bei Elliot arbeitete sie zwar als Aushilfe und erhielt von ihm auch regelmäßig ihren Lohnt, wusste allerdings nicht, was im Hintergrund alles ablaufen musste, damit dieses Arbeitsverhältnis rechtens ist. Allerdings sah die Hexe ein weiteres Problem, nämlich den großen Unterschied zwischen der Gesetzgebung der magischen Welt und der Muggelwelt. Für eine magische Bibliothek in der Nokturngasse, welche von einer Hexe betrieben wurde, waren in erster Linie die Gesetzte des Zaubereiministeriums von Interesse. Die ehemalige Hufflepuff sah also keinen großen Sinn in der Recherche in Muggellondon. Sie war sich aber ebenso sicher, dass Akari sich bei ihrem Vorgehen etwas gedacht hatte und schließlich hatte sie ihre Hilfe nicht angeboten, um jeden Arbeitsschritt der anderen Hexe kritisch zu hinterfragen. Das Geschäft der neuen Bekanntschaft und auch ihre geschäftliche Organisation gingen Ruby schließlich auch gar nichts an. Aus all diesen Gründen beschloss sie sich einfach der Suche nach den genannten Inhalten zu widmen, anstatt weiter nachzuhaken. „Dann ist das hier möglicherweise interessant für dich.“ Die blonde Hexe schob Akari ein Buch entgegen und deutete auf ein Kapitel, das unter der Überschrift „Arbeitsgesetze und Arbeitsrecht in Großbritannien“ stand. Ob es wirklich den Gesuchten Inhalten entsprach musste Akari selbst bewerten. Ruby war zu schlecht über die Thematik informiert und wusste nur grob wonach die neue Bekanntschaft suchte.

Die Hexen hatten noch eine Zeit damit zugebracht die Recherche der Bibliothekarin fortzuführen und geeignete Bücher und Inhalte herauszusuchen, bevor sie schließlich die Bücher in ihre Regale zurückgebracht – dieses Mal gemeinsam und nicht in Form hoher Büchertürme – und sich auf den Aufbruch vorbereitet hatten. Die Arbeit war nun erledigt und nun galt es sich dem Vergnügen zu widmen. Kaum hatten die beiden die British Library verlassen, hielt Ruby inne: „Suchen wir eine Muggelbar, oder möchtest du lieber in die Winkelgasse?“ Für die ehemalige Hufflepuff machte das keinen großen Unterschied. Sie würde sich an beiden Orten wohlfühlen. Sie hatte sogar bei ihren seltenen Besuchen in verschiedenen Bars festgestellt, dass es sich dabei um Orte handelte, an welchen die Verhaltensweisen von Hexen, Zauberern und Muggeln sich kaum unterschieden. Das mochte allerdings auch daran liegen, dass Ruby sich nicht in Bars begeben würde, die vom reinblutfanatischen Teil der magischen Gesellschaft besucht wurden und das nicht nur, weil diese Etablissements für sie viel zu teuer waren.


Zuletzt von Ruby Clark am Mo 19 Nov 2018 - 17:47 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: We lose ourselves in books, we find ourselves there too   Sa 17 Nov 2018 - 10:58

Da musste auch Akari zurück grinsen, denn sie erkannte den Wortlaut dieser Absageformulierung, der nach ihrer Erfahrung oft bei Muggeln zur Anwendung kam. Sie verband tatsächlich diese Formulierung mit der Muggel-Welt, denn dort war ihr so oder so ähnlich schon ein paar mal eine Abfuhr erteilt worden, manchmal ging es  dabei um ihre mangelnden Qualifikationen im Bereich Archiv oder Pharmazie oder auch nur um den fehlenden Muggel-Schulabschluss. Das Grinsen wurde fast zu einem inneren Lächeln, als sie daran zurückdachte wie entsetzt sie teilweise gewesen war zu erfahren, dass sie für Muggel als ungelernte Aushilfskraft gerade so akzeptabel zu sein schien, trotz ihres offensichtlichen Wissens, dessen Herkunft sie allerdings nicht belegen konnte. Für die Muggel war Akari ein Autodidakt, die sich aufgrund einer Lernverweigerung im öffentlichen Bildungssystem schwer getan hatte. „Die Worte kenne ich noch von Muggel-Bewerbungen und ich freue mich tatsächlich sie nicht nutzen zu müssen.“ Gerne hätte sie noch hinzugefügt wie oft ihr abgesagt worden war, aber sie wusste es gerade nicht mehr, gefühlt war es ihr einfach zu oft, denn der Kontrast zu ihrer Zaubertrank-Lehre und den möglichen recht guten und stabilen Jobaussichten wirkte damals auf die noch jüngere Hexe zu extrem. Natürlich waren es damals in der Muggel-Welt nur Praktika gewesen, aber die Einstiegshürde hatte sie schon auf dieser Ebene überwältigt, immerhin war die Konkurrenz zu Muggeln doch recht groß, bevorzugt Studenten des entsprechenden Fachgebietes. Sie beschloss diese seltsam negative Erinnerung beiseite zu schieben und sich darüber zu freuen, dass Ruby nicht ernsthaft enttäuscht zu sein schien, immerhin war dies hier ja nun keine echte Bewerbung gewesen und Akari hatte auch noch nicht das Gefühl bereit gewesen zu sein für ein Einstellungsgespräch. Sie wollte sich einfach, Ravenclaw wie sie war, bestmöglich darauf vorbereiten, selbst wenn es am Ende vielleicht wirklich so trivial zu sein schien, wie Ruby es ihr andeutete. Akari war kurz davor sich in das genannte Kapitel des Buches einzulesen, als ihr noch etwas einfiel. “Danke für die Hilfe. Ich will mich nur bestmöglich vorbereiten und wer weiß, vielleicht landet am Ende doch eine Anzeige im Tagespropheten.“ Ja dies war es, was sie sagen wollte, um nicht undankbar zu wirken, denn Ruby’s Idee war gar nicht so schlecht gewesen und vielleicht die Lösung, aber für eine zielstrebige Ravenclaw dummerweise zu einfach gedacht, um als erste Wahl eingestuft zu werden. Schließlich vertiefte sich Akari in ihre Bücher, wirkte ein oder zwei Zaubersprüche und vergas schließlich Ruby’s Anwesenheit. Erst als sie später ihre Bücher zurück in die entsprechenden Regale verfrachteten, fiel Akari auf, dass Ruby sich auch mit ihrer eigenen Literatur weiter beschäftigt hatte, was für die Bibliothekarin ein gutes Zeichen war – für Akari schien die Welt in diesem Moment einfach in Ordnung.

Die Entscheidung bezüglich des nächtlichen Aufenthaltes war schließlich auf eine Muggelbar gefallen und Akari überließ der Hufflepuff die Auswahl der genauen Lokalität. Akari selbst wäre auch in die Winkelgasse gegangen, laut einer guten Freundin gab es dort wirklich ein paar angesagte Orte, aber die Wahrheit war, Akari gefiel es hier in Muggel-London und sie wollte noch etwas in dem für sie nostalgischen Gefühl verweilen. Die Zaubererwelt sollte sie in der nächsten Nacht zurück haben, denn den Tag würde sie schlafend verbringen, selbstverständlich über ihrer Bibliothek, aber diese Zeitspanne war eben keine aktive Zeit für sie und zählte darum nicht direkt.
Lange mussten sie nicht suchen, gab es doch genügend Kneipen, Bars und sogar Restaurants die noch geöffnet hatten und sich in unmittelbarer Umgebung zur British Library befanden. Akari war schon ein wenig überwältigt und auch dies erinnerte sie an früher – das Gefühl das Muggel-London extrem groß war, obgleich es doch nur über begrenzten Raum verfügte. Schließlich erwählten sie sich eine Muggelbar und innerhalb dieser einen Ecktisch, der recht gemütlich wirkte mit seinem Kerzenlicht und ein wenig mehr an die Zaubererwelt erinnerte. Der Tisch war Akari’s Wahl gewesen, einerseits sollten sie ja nicht auffallen, andererseits zog Akari es ohnehin vor eine Wand im Rücken zu haben, fühlte sich einfach irrationalerweise etwas sicherer an. “Gut gewählt. Es hat schon seine Vorteile mit einer Einheimischen unterwegs zu sein.“ Ihr Kommentar, nachdem sie sich ein wenig umgeschaut hatte. Neben den zwei Hexen gab es noch zwei männliche, weibliche und eine gemischte Menschengruppe, die sich hier ebenfalls aufhielten. Vom Alter her fielen die beiden Hexen auch nicht auf, denn sie entsprachen exakt jenem der gemischten Gruppe, demzufolge waren die Muggel Jungendliche oder junge Erwachsene. Akari musste sich erst einmal zurück erinnern, dass Muggel nicht so alt wie Zauberer und Hexen wurden und darum jugendlich wirkende Muggel tatsächlich noch jünger als gedacht sein könnten. Es irritierte ein wenig, da Akari seit ihrem Tod selbst nicht mehr alterte, aber umgedreht seitdem noch mehr Probleme besaß das Alter anderer richtig einzuschätzen, aber ein anderes optisches Hilfsmittel waren tatsächlich die vielen unterschiedlichen alkoholischen Getränke auf den Tischen der Muggel-Gruppen. Akari hatte beschlossen ihrem, derzeit noch leerem Tisch, eine Flasche Rotwein hinzu zu fügen und bestellte diese entsprechend. Sie besaß natürlich Muggel-Geld und führte es auch mit sich, dachte bei der Bestellung allerdings nicht explizit daran ob es genügen würde.
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BeitragThema: Re: We lose ourselves in books, we find ourselves there too   Mo 19 Nov 2018 - 18:34

Die Wahl der ehemaligen Ravenclaw war ziemlich schnell auf Muggel-london gefallen, wobei die Auswahl einer Bar aber Ruby überlassen wurde. Da derartige nächtliche Ausflüge nicht zu Rubys Alltag gehörten und somit sehr selten stattfanden, war es ihr nicht möglich eine Bar aus Erfahrung vorzuschlagen. Ihre Wahl fiel daher spontan und willkürlich auf eine Bar, die nicht weit von der Bibliothek entfernt war. Von außen sah der Laden weder so dubios aus, dass man das Gefühl hatte sich fernhalten zu müssen, noch so exklusiv, dass er Rubys finanzielle Möglichkeiten übersteigen würde. Mehr als diese Kriterien hatte es nicht gebraucht, um die Entscheidung zu treffen. Nachdem die beiden Hexen schließlich einen gemütlichen Tisch in einer Ecke der Bar bezogen hatten, signalisierte auch Akari, dass ihr die Auswahl nicht missfiel. Über Rubys simples Auswahlsystem wusste sie bis dahin nichts. „Glückstreffer. Ich kenne mich wirklich unheimlich schlecht aus, wenn es um Bars und Clubs geht“, gab sie schließlich zu. Das Unwissen der blonden Hexe hatte dieses Mal keinen Nachteil mit sich gezogen, so dass es keine große Schande war, dass ihre Wahl willkürlicher Natur gewesen war.
Die Getränkeauswahl übernahm Akari, so dass kurze Zeit später eine Flasche Rotwein und zwei Gläser zum Tisch gebracht wurden. Mit freundlichem Lächeln bedankte sich die Hufflepuff bei der Bedienung, bevor die beiden kurz darauf mit eben diesem Wein anstießen. „Ich mache sowas viel zu selten“, stellte sie dabei fest. Die Hexe verfügte nicht über besonders viel Freizeit und aus genau diesem Grund auch nicht über sonderlich viele Freunde, mit denen sie derartige Abende verbringen könnte. Im Stress des Alltages fiel ihr das kaum auf, aber in den seltenen Momenten der Ruhe hatte sie häufig das Gefühl etwas zu verpassen. Sie hatte nämlich nicht nur einen äußerst kleinen Freundeskreis, sondern zudem kein existierendes Liebesleben. Ein paar Liebschaften in der Vergangenheit waren die einzige Erfahrung, auf welche die ehemalige Hufflepuff zurückblicken konnte. Zum Flirten, worin sie zudem wirklich unbegabt war, oder sogar für eine Beziehung fehlte ihr einfach die Zeit. Sie mochte ihr Leben, vor allem, weil sie die Kinder im Waisenhaus wie eine eigene Familie liebte, aber dennoch blieben durch die viele Arbeit einige Aspekte auf der Strecke, denen Ruby immer stärker nachzutrauern begann. Doch dann kam irgendwann der Moment, in welchem sie die Einsicht ereilte, dass die Träumerei die Realität nicht ändern konnte. Außerdem gab es andere Menschen mit deutlich schlimmeren Problemen und sie verbat sich mit dieser Argumentation jegliche Beschwerden über ihr Leben.
Muggel-Apotheken!“, kam sie schließlich auf ein Thema zurück, dass sie bereits in der Bibliothek hinterfragen wollte. Sie hatte es nur unterlassen, weil sie die andere Hexe dort nicht von ihrer Arbeit abhalten wollte. „Glaubst du das medizinische Wissen der Muggel könnte für Zaubertr…“ Die ehemalige Hufflepuff verstummte, weil sie im Augenwinkel bemerkte, dass sich dem Tisch jemand näherte. Ihr Blick traf den eines Mannes, der ungefähr in ihrem Alter zu sein schien und von einem weiteren Mann im selben Alter begleitet wurde. Ruby hatte nicht bemerkt, wo die beiden hergekommen waren. Sie steuerten jedoch sehr gezielt den Tisch der beiden Hexen an. Skeptisch betrachtete Ruby den Kerl, der sie ein wenig zu überzeugt anlächelte. Der dunkelhaarige Mann war in ein simples Shirt und eine Jeans gekleidet und war eigentlich ganz nett anzusehen, auch wenn seinen Haaren vermutlich auch die halbe Menge Gel genügt hätte. Amüsant war es, dass der zweite Kerl sich in seinem Auftreten und Aussehen kaum von dem ersten unterschied. Vermutlich irgendein Trend, dem die beiden nachzueifern schienen. Ein Ausdruck, welchem wirklich anzusehen war, dass Ruby von der Dreistigkeit überrascht war, zeichnete sich auf ihrem Gesicht ab, als die beiden sich ungefragt auf zwei freie Stühle setzten, die am Tisch der Hexen standen. „Ihr zwei süßen seht einsam aus! Wir werden euch etwas Gesellschaft leisten“, formulierte Nummer eins mit einem erschreckend aufgesetzten Grinsen, woraufhin er von Nummer zwei ein zustimmendes Nicken erhielt.
Ein ungläubiger Blick Rubys richtete sich an Akari, bevor sie sich direkt an die Typen wendete: „Hat die peinliche Nummer jemals funktioniert?
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Akari Hathaway
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BeitragThema: Re: We lose ourselves in books, we find ourselves there too   So 25 Nov 2018 - 17:23

Ihre Gläser klirrten leicht beim Anstoßen und Akari betrachtete einen Moment die intensive Rotfarbe ihres Weins und erfreute sich an den leichten Lichtreflektionen in ihrem Glas. Gäbe es eine Liste an alkoholischen Getränken die sie bevorzugte so stände der Rotwein nicht nur als erstes auf selbiger, sondern als einziges Getränk. Grund war natürlich die intensive Färbung, welche sozusagen den Vampir in ihr ansprach sie an Blut erinnerte. Früher hätte sie mit etwas mehr Hintergrundwissen vielleicht auch den Geschmack und die Trauben zu schätzen gewusst, aber heutzutage zählte allein die Farbe und die Kompatibilität zu einer Extrazutat, welche Akari den Weinen gerne zumischte und eben diesen, für ihren Organismus, noch bekömmlicher machte, eine Art selbst gemischtes Blutkonzentrat. Natürlich änderte sich die Konsistenz dadurch ein wenig, der Wein wurde zähflüssiger und schmeckte sehr bitter, darum verzichtete Akari darauf die gesamte Flasche magisch mit ihrem Zusatz zu ‚veredeln’, da sie diese immerhin mit Ruby teilte. Maximal wollte sie an dem Original in ihrem Glas ein wenig schnuppern, kurz nippen und dann möglichst ohne Aufsehen, diese Vorsicht würde sie auch innerhalb der magischen Gesellschaft walten lassen, ihre Zusatz hinzufügen. Daher hielt auch ihre nicht dominante Hand das Weinglas, während die Andere unterm Tisch, in Erwartung einer Zauberformel, ihren Zauberstab hielt. Ihre Extrazutat wartete in Form einer Blutkonserve in ihrer Tasche in einem Zusatzfach,  verkleidet als Medikamente.
Akari nahm einen winzigen Schluck und stellte ihr Glas vor sich auf dem Tisch ab. “Glück gehört zum Leben dazu und wenn es hier wirklich so nett ist wie es aussieht, kennen wir in Zukunft einen guten Ort zum Wiedereinkehren.“ Ihr war es tatsächlich egal ob sie hier gezielt gelandet waren oder zufällig, sie besaßen zwar beide tiefere Einblicke in die Muggel-Welt, aber trotzdem gehörten sie einfach nicht dazu und wer wusste schon so genau ob es hier viele Muggel gab die exakt diese Bar oder die Nächste auswählten, immerhin schien die Auswahl nicht gerade klein gewesen zu sein.
Ruby schnitt soeben ein interessantes Thema an und Akari sah schon ihre Chance gekommen ihren Wein aufzupeppen, da verstummte die Sprecherin auch schon und wandte ihren Blick. Akari bemerkte erst etwas später, dass der Satz gar nicht beendet worden war, hatte ihn in Gedanken jedoch schon ergänzt und hing geistig bereits einer Antwort nach, als ihr bewusst wurde, dass die Antwort wohl würde warten müssen. Grund war das Geräusch von Stühlen und sich darauf platzierende Körper sowie ein Typ der nicht nur ihr Gespräch unterbrach, sondern auch noch das Thema neu bestimmte. Akari kam nicht umhin den Gesichtsaudruck von Ruby zu spiegeln, denn auch ihr missfiel diese Unterbrechung, zumal der Satz so schön angefangen hatte, denn eine Fortsetzung des Gespräches über Zaubertränke wäre auch ihr sehr lieb gewesen. Das Lob ob ihres Äußeren tröstete daher kaum hinweg, denn es stammte offenbar aus dem Mund einer Person die schon mehr als ein Glas Wein getrunken haben musste. Akari wunderte sich schon fast gar nicht mehr das ihr solch ein Detail auffiel, denn ihre Sinne waren manchmal einfach etwas geschärfter und so mochte es sein, dass sich Ruby gar nicht daran störte, sondern eher an der tatsächlichen Unterbrechung.
“Wir sind nicht einsam, sondern in Damengesellschaft.“ Akari zeigte ein Lächeln, nahm erneut ihr Weinglas auf und wandte sich an den Muggel neben ihr. Ein Teil von ihr hoffte ihre Aussage wäre doppeldeutig genug und würde die zwei Kerle zum Abzug bewegen, doch es gab auch einen anderen Teil, der in den Männern einen leckeren Mitternachtssnack witterte und nur daran dachte, dass sie sicher irgendwo Artgenossen besaß die genau zu dem von ihr gedachten Zweck auf eine solche Anmache eingehen würden. Akari wusste oder glaubte besser gesagt, nicht diese Art von Vampir zu sein und daher wollte sie die Kerle einfach nur loswerden, doch sie war hier in Muggel-London und ihre Mittel demzufolge eingeschränkt. Typ Nummer eins ließ sich die Aussage nicht allzu lange durch den Kopf gehen und antwortete bereits. “Macht nix. Wir laden euch auch gerne ein. Hier gibt es außerdem viel bessere Getränke als Wein.“ In seiner Aussage schwang ein Unterton mit, der darauf schließen ließ das er wohl stärkere alkoholische Getränke meinte und gleichzeitig beantwortete er damit auch Rubys Frage. “Uns macht es aber etwas aus. Also bitte geht wieder.“ Akari bemühte sich dabei neutral zu klingen, aber sie merkte am Rande ihrer eigenen Wahrnehmung, dass sie sich leicht über das Verhalten der Kerle ärgerte, immerhin hatte sie sich ohne zu Fragen dazu gesetzt und wollten ganz offenbar bleiben. “Kommt schon. Wir laden euch ein, ganz Gentlemen-like.“ Sprach nun Nummer zwei und zeigte dabei ein Lächeln, welches tatsächlich recht Charmant wirkte.
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BeitragThema: Re: We lose ourselves in books, we find ourselves there too   Sa 8 Dez 2018 - 15:58

Es waren genau diese Momente, in welchen all jene, die nur Rubys ruhige und freundliche Seite kannten, ihre rebellische und temperamentvolle Seite kennenlernten. Die beiden Kerle schafften es die junge Hexe mit ihrer Dreistigkeit innerlich zum Kochen zu bringen. Die Vernunft sagte ihr, dass es keinen Grund gab, um sich über derartig ungehobelte Leute aufzuregen, aber ihr Temperament war sehr gut darin geschult jegliche Vernunft zu überhören. Die ehemalige Hufflepuff wurde in ihrem Leben schon oft zum Fußabtreter und zur Zielscheibe, weshalb sie bei jeder Form der Bedrängnis heftiger reagierte, als es möglicherweise nötig gewesen wäre. Beispiele waren der Heiler im St. Mungos, der sie aufgrund ihres Blutstatus beleidigt hatte und sich dafür eine Ohrfeige eingefangen hatte, oder Mister Campbell, der sie in der Winkelgasse als arm und minderwertig bezeichnet hatte und dafür angespuckt worden war. Im Nachhinein war die Hexe selten stolz auf ihre Eskapaden, aber sie konnte sich auch nicht von den Gedanken lossprechen, dass diese Menschen es nicht anders verdient hatten.
Und in eine ähnliche Position drängten sich in diesem Augenblick die beiden Männer, die auf unangenehme Weise aufdringlich wurden. Akari versuchte sie mehrmals freundlich zurückzuweisen, doch die Männer schienen keine Zurückweisungen akzeptieren zu wollen. Während es dem zweiten noch gelang ein wenig charmant aufzutreten, widerte Ruby der Blick des ersten einfach nur an. Er ließ sie nicht aus den Augen und seine Mimik vollzog dabei Kunststücke, die in seiner Vorstellung vermutlich sehr verführerisch wirkten, aber in der Realität dafür sorgten, dass die blonde Hufflepuff kurz darüber nachdachte einen Arzt zu rufen, oder den Mann auf Anzeichen für einen Schlaganfall zu untersuchen. „Gentlemen-like habt ihr euch im ersten Satz schon versaut“, wies Ruby auch das Angebot des zweiten zurück. Sie hatte keinerlei Interesse an diesen Kerlen. Sie wollte sie weder kennenlernen, noch auf ihre Kosten etwas trinken und schon gar nicht mit ihnen intim werden und das war schließlich genau das worauf der Gesichtsakrobat herauswollte. Zumindest vermutete Ruby das.  „Jetzt sei mal nicht so zickig!“ Die Worte des ersten hätten schon genügt, um die blonde Hexe zum explodieren zu bringen. Als er jedoch im selben Moment nach ihrer Hand zu greifen versuchte, ging alles ganz schnell. Wut und Abscheu funkelte in Rubys Augen, sie biss ihre Zähne angespannt aufeinander und sprang vom Tisch auf, um dem Kerl in derselben Bewegung eine Ohrfeige zu geben, die durch die ganze Bar schallte. Es war ein Wunder, dass noch beide Weingläser unversehrt auf dem Tisch standen. Spätestens nach dieser Aktion waren viele der anderen Gäste zu Zuschauern geworden. Der zweite Kerl saß mit überraschtem Gesichtsausdruck am Tisch, während der Empfänger des Schlages ebenfalls vom Stuhl aufgesprungen war, um sich zunächst aus der Reichweite der jungen Frau zu entfernen.
Mit geröteten Wangen funkelte Ruby den Mann aus zornigen Augen an und hoffte ihn so zu einem Rückzug zwingen zu können. Er ging jedoch einige Schritte auf sie zu und griff nach ihrem Handgelenk, als sie erneut ausholen wollte. Seine Miene war ebenfalls von Zorn gezeichnet und ein ziemlich gut erkennbarer Handabdruck schmückte seine Wange. Der Griff um ihr Handgelenk war fest und schmerzhaft. Ohne Magie könnte sie sich nicht befreien, aber den Zauberstab wollte die Hexe keinesfalls zum Einsatz bringen. „Wie wäre es, wenn du dich verpisst?“, zischte sie ihn schließlich an und hielt seinem Blick stand.
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BeitragThema: Re: We lose ourselves in books, we find ourselves there too   Sa 15 Dez 2018 - 16:00

Zu ihrem Glück funktionierte ein kleiner Teil ihrer Ablehnung, die Typen schienen sich nicht mehr sonderlich für Akari zu interessieren, dafür aber für Ruby, welcher allerdings daraufhin erstaunliche Löwen-Eigenschaften zu Tage förderte. Wäre Akari in Sorge gewesen Ruby wüsste sich nicht in der Nokturngasse zu verteidigen, könnte sie dies nun locker revidieren, dann die Dachsdame konnte ganz schön austeilen. Es klatschte richtig, als es wortwörtlich klatschte und Akari konnte die Überraschung und Wut des Mannes riechen, sehen und spüren. Natürlich weckte dieser Streit das Raubtier in ihr, aber noch floss kein Blut und letzteres war es bei dessen Anwesenheit Akari sich nur schwer kontrollieren konnte. Natürlich übte sie an diesem Kontrollproblem, aber es machte auch schon einen erheblichen Unterschied in einer Bibliothek zu arbeiten oder beispielsweise in einem Krankenhaus oder Apotheke, wo die Verletzungsgefahr weitaus größer war. Sie behielt den zweiten Typen im Auge, der sich allerdings auch erhoben hatte und lediglich unsicher wirkte ob er seinem Kumpel beistehen oder die Komik der Sache genießen wollte. Akari’s Blick ging kurz zu ihrem Weinglas, es ließe sich als Waffe verwenden, aber sie waren nicht hier um eine Kneipenschlägerei anzuzetteln und die Typen wohl auch nicht, auch wenn dies nur schwer zu glauben schien. Dennoch spitze sich die Lage merklich zu, der erste Typ bedrängte Ruby nun tatsächlich und Akari sah ein, nun auch nicht mehr aus der Sache raus zu kommen, sie musste ihre neue Freundin unterstützen, nicht zuletzt weil sie beide Hexen waren. Ihre erste Idee, Zauberstab erheben und drohen, aber der Gedanke wurde sofort von der Realität unterdrückt, dass sie unter Muggeln waren, dieser Reflex war fast noch stärker trainiert als jedweder Anderer und somit höchst effektiv und Ruby würde es vermutlich nicht anders gehen.
Akari hatte sich schon während der Backpfeife von ihrem Stuhl erhoben und steuerte nun ihrerseits auf den ersten Typen zu, der sie vermutlich nicht direkt kommen sehen würde, lag doch seine Wut konzentriert auf Ruby. Akari hatte sicherheitshalber ihren Zauberstab auf dem Tisch abgelegt, denn keiner der Zuschauer sollte etwas bemerken und gegenüber echten Muggeln war ein Zauberstab ohnehin keine sonderlich große Drohgebärde. “Dann gehen wir eben wieder, wir lassen uns von euch doch nicht belästigen!“ Im Vergleich zu der gezischten Drohung von Ruby musste Akari’s Aussage ja geradezu unter gehen und der erste Typ kümmerte sich auch überhaupt nicht darum, sein Fehler. Sie ergriff seinen zweiten Arm, als er diesen anheben wollte, um nun seinerseits Ruby eine reinzuhauen. Dann drückte sie ihn herunter, während er weiterhin versuchte ihn anzuheben. Akari musste leicht Grinsen als sie bemerkte wie viel stärker sie war und drückte den Arm locker wieder an die Seite des Typen zurück, nicht ohne ihre leicht verlängerten Fingernägel einzusetzen. Sie kratzte ihn lediglich ein wenig, aber bemerkte in seinem Gesichtsausdruck, dass er überrascht war und gleichsam noch wütender wurde. “Lass sie in Ruhe oder ich zeige dir noch ganz andere Waffen einer Frau!“ Wenn er sich gegen sie würde wehren wollen, musste er also Ruby loslassen und wenn nicht kratze sie ihn einfach erneut. Es war ihr egal ob sie hier einen schlechten Eindruck erweckte, Muggel-Kneipen gab es viele.
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