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 Der Phönix aus der Asche

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Raimond McDermot
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BeitragThema: Der Phönix aus der Asche   Mi 26 Sep 2018 - 20:06

Tagelang hatte er mit sich gerungen und war die genauen Worte von Rose beim unbrechbaren Schwur noch einmal durchgegangen. Wieder und wieder hatte er sich vergegenwärtigt was genau eigentlich ihr Ziel war.

"Schwörst du mich zu heiraten, mit mir Kinder zu kriegen und nichts zu tun was mich umbringt?"

Das wirklich schlimme daran war, dass er es nicht umgehen konnte.

"...Und schwörst du dich nicht von mir scheiden zu lassen."

Mit anderen Worten, er war gezwungen sich lebenslang an sie zu binden, damit war sie ja beinahe noch lästiger als jene Konkurrenten die auf den Markt der McDermots drängten. Auch wenn er Rose als Waffe einsetzen wollte, war sie nun in einer ihm ebenbürdigen Position, eine die ihr erlaubte unabhängig von ihm zu agieren. Während er darüber nachdachte spielte er zwischen den Fingern mit einem kleinen Geldstück. Ließ es zwischen den Fingern immer wieder hin und her geleiten und starrt wie gebannt von seinem Platz aus an die Wand. Ihre Aussagen gingen ihm einfach nicht mehr aus dem Kopf und bis dahin sah alles nach einer eindeutigen Niederlage für ihn aus. Wie hätte er auch damit rechnen können, dass sie sich so einen Schachzug ausdenken würde oder das seine eigene Tante hinter seinem Rücken agierte? Die Probleme wurden damit immer größer und größer, im Augenblick hatte er das Gefühl darin völlig zu versinken. Die Ernsthaftigkeit in seinen Augen wich plötzlich einem zutiefst selbstsicheren Blick. Plötzlich fing er an laut zu lachen und sah aus dem Fenster. Das Spiel wurde langsam wirklich interessant und ein wenig genoss er es sogar. Die wohl größte Herausforderung war gekommen und vielleicht würde sie ihm dadurch noch nützlicher sein als je zuvor. Solange er sie in gewissen Maßen beeinflussen konnte, hatte er zumindest ein wenig Kontrolle über die Gesamtsituation. Allmählich kam Licht in die Sache, sein Kopf arbeitete bereits an einem Plan wie er trotz des neuen Faktors etwas profitables für ihn daraus schlagen konnte. Man konnte nicht gewinnen in dem man seinen Feind auf Abstand hielt, also musste er sich seinem Feind im direkten Angriff stellen. Möglicherweise würde sich noch ein weiterer Schwachpunkt ergeben. Zum Glück ließ der Schwur einige Lücken, die er ausnutzen konnte.

Damit er aber wieder halbwegs klar denken konnte, verlegte er seine Gedanken auf einen Tapetenwechsel. Seid längerer Zeit hatte er nicht mehr Geige gespielt, deshalb wurde es mal wieder Zeit das er sich ans üben machte. Sein Weg führte ihn daher aus dem Schlafsaal in den Gemeinschaftsraum wo er ein das Bild von Chase mit einer Spur Verachtung musterte und sich auf den Weg ins Musikzimmer machte. Es gab immer einen Weg, immer eine Lösung für ein Problem, dieses war nicht anders und es war nur eine Frage der Zeit bis er wieder die Kontrolle über alles hatte. Zugegeben die Variante ihn rücklinks zu verzaubern war ziemlich gerissen gewesen und das alles nur für das Erbe von Tante Aurelia. Eigentlich war die Idee ihn dafür zu benutzen gar nicht so übel, das einzige was sie nicht bedacht hatte war die Möglichkeit das er einen Weg hinausfinden würde aus dem Schlamassel. Doch wenn er es so recht überlegte, war es gar nicht so übel auf diese Weise seiner Tante ihren Besitz und ihre Tochtergesellschaft abzugreifen. Trotzdem musste er sich unbedingt einen Plan überlegen, falls etwas nicht zu seinem Vorteil geschehen würde. Sie hieß zwar er sollte nichts tun das sie umbringt, aber von ihm war dabei nicht die Rede gewesen. Mit anderen Worten sie könnte IHN dafür aus dem Weg räumen. Eine Tatsache die er auch besonders in der Zukunft unbedingt im Auge behalten musste.

In einem dunklen Anzug und mit einem selbstsicheren, beinahe übertrieben siegesischeren Blick betrat er das Musikzimmer und ging mir eiskalter Genauigkeit auf die Violine zu. Die Musik war eine Sprache derer nicht viele mächtig waren. Damals als Rose und er noch gemeinsam geübt und Privatunterricht erhielten, hatten sie sich eine eigene Geheimsprache ausgedacht die ziemlich komplex aufgebaut war. Da aber Rose vom Intelligenzgrad mit ihm absolut mithalten konnte, bedurfte es keinerlei Sorge das sie das System nicht verstehen würde. Im Grunde genommen war es ganz einfach. Man nahm ein Lied spielte es und betonte besonders den Ton, der für einen bestimmten Buchstaben stand. Da man damit aber nicht insgesamt alle Buchstaben im Alphabeth abdecken konnte , konnte man auf diese Weise nicht vollständige Sätze kommunizieren aber Gefühle, die sie beide oft in ihre Musik hineinlegten. Wenn es nötig wurde, Wörter oder Sätze zu musizieren spielten wir die Töne und übertrugen für jede Taste auf dem Klavier einen Buchstaben des Alphabets. So konnte man im Fall der Fälle auch mehr dem anderen übermitteln. Allerdings war diese Methode sehr anstrengend und bedurfte viel Konzentration, weshalb sie es oft bei Gefühlen oder Schlagwörtern beließen. Ihr Codesprache war so ziemlich einzigartig und damit absolut perfekt, wenn noch andere Menschen im Raum waren.

Zunächst spielte er ein paar Töne und blickte dann zu Rose hinüber die ganz offensichtlich schon länger hier übte. Offenbar hatten sie denselben Gedanken gehabt, denn als er hereingekommen war, hatte sie schon da gesessen und geübt. Er verzog keine Mine und spielte gnadenlos jenes Lied, dass sie noch heute miteinander verband. Jeden Ton, jedes Gefühl das er hineinlegte, kommentierte er mit seinen Augen die unentwegt auf sie gerichtet waren. Irgendwo mitten drin unterbrach er nach einigen Minuten das Schweigen zwischen ihnen und sah sie mit der Listigkeit eines Krokodils an, "Cleverer Schachzug, gar nicht schlecht. Lass mich mal zusammenfassen, du glaubst du kannst mich schlagen wenn du mich an dich bindest? Oh Bitte, glaube nicht das du gewonnen hast. Obwohl ich gestehen muss, dass das sehr gerissen war. Mich interessieren wie du das gemacht hast. Der Hauself? Sag es mir.", ruhig musterte er sie und blieb wie angewurzelt stehen, sie sich ruhig in Sicherheit wähnen. Früher oder später würde er zurückschlagen. Das war also der Dank dafür, dass er ihr gegenüber Gnade gezeigt und sie bei sich aufgenommen hatte. Sie hatte ein Heim, Essen und die Nähe zu ihm, also alles was sie eigentlich brauchte. Und so dankte sie es ihm? Mit einem unbrechbaren Schwur? "Sag mir Rose, hast du die ganze Sache gut durchdacht? Tante Aurelia sollte man nicht einfach so über den Weg trauen. Dennoch bewundere ich deine Kühnheit.  Ich werde dich heiraten, nicht weil du diesen lächerlichen Schwur auf mich gelegt hast, sondern weil es eine gute Partie ist und ich jemanden brauche wie dich. Lisa wird keine Chance gegen uns haben, sie ist nur eine minderbemittelte Göre, die keinerlei Sinn für das geschäftliche hat. Ihre Reife beschränkt sich auf die Kleidung die sie kauft und das wars auch schon. Eine Beleidigung für den Adel und vor allem für uns. Wir schalten sie, Tante Aurelia und jeden der sich uns in den Weg stellt aus. Aber nur damit wir uns richtig verstehen, ich und nur ich, werde sagen was wir tun. Ich kenne diese Familie besser als du. So du dies tust wirst du an meiner Seite gemeinsam mit mir über Aurelias Vermögen verfügen.", wenn er schon gezwungen war sie bei sich zu haben, sprach nichts dagegen das für sich auszunutzen. Sicherlich war er wütend und zornig weil sie ihn besiegt hatte, aber am Ende war sie seine Waffe, sie würde das vollbringen wozu ihm der weibliche Charme fehlte. Jetzt wo sie sich an ihn gehängt hatte und ihn brauchte um das Vermögen zu erhalten, war es Zeit das zu benutzen. Raimond machte schlagartig einen Satz auf sie zu und kam ihr dabei unglaublich nahe, sein teuflisch grausamer Blick lastete auf ihr, ein Moment der unerträglichen Stille in der er so unberechenbar wie noch nie wirkte, machten die Situation nahezu unaushaltbar. "Du und ich, gemeinsam werden wir uns an die Spitze des Adels begeben und wenn wir Tante Aurelia hinter uns haben, ist mein Vater als nächstes dran. Aber ich warne dich nur ein einziges Mal. Unterschätze mich niemals. Unterschätze niemals wozu ich fähig bin, weder ein Schwur noch irgendetwas anderes würden mich von meinem Ziel abhalten. Vergiss das nicht. Wenn du tust was ich dir sage, könnte ich vielleicht wieder der Raimond sein, den du dir wünschst. Wer weiß vielleicht können wir in der Zukunft nunja....ein Wir ist immer noch möglich.", romantisch klang es nicht, eher wie eine Drohung, seine Stimme war absolut niederträchtig und beinahe die eines Psychopathen, dessen Emotionen man schlicht nicht einschätzen konnte.
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Roseodora Lopez
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BeitragThema: Re: Der Phönix aus der Asche   Do 27 Sep 2018 - 0:09

Drei Tage hielt ihr Schweigen schon an und die Slytherin fragte sich, wie lange Raimond sie noch mit kalter Ignoranz bestrafen wollte. Im Unterricht erfüllte er die Anforderungen, aber seine Konzentration war auf etwas anderes gerichtet. Er wirkte ausdruckslos hatte, aber gleichzeitig etwas an sich haften von dem Rose sich zunehmend bedroht fühlte. Etwas was sich um ihn herum rankte wie eine Dornenhecke. Seine erneute Zurückweisung versuchte sie mit allen mitteln durch ein selbstgefälliges Auftreten zu verbergen. Sie wollte nicht das er sah, wie sehr sie sich von ihm zurückgewiesen fühlte und das es sie auf eine Weise sogar verletzte. Rose hätte es auch so gerne verstanden. Dieser Trank hatte doch nur seine wahren Gefühle zum Vorschein gebracht, warum war er, dann jetzt so abweisend zu ihr? Sie hatte zwar damit gerechnet das er sie, für das was sie getan hatte, verachten würde, aber wirklich vorbereitet war sie darauf nicht gewesen. Rose musste sich selbst eingestehen, dass sie einer unrealistischen Erwartung zum Opfer gefallen war. Sie dachte, sie könnte da drüber stehen und es mit derselben Stärke hinnehmen wie ihre Herabsetzung als sie noch Dienstmädchen bei ihm war. Doch so war es nicht. Sie war fast eine Frau und langsam drängten sich in ihrem Leben, die wünsche einer Frau in den Vordergrund. Rose war sich darüber nicht bewusst, aber mehr als zuvor achtete sie auf Dinge, von denen sie immer dachte, dass sie diese nicht gebraucht hatte. Sie spürte etwas, was sie nicht greifen konnte und was sie innerlich aufwühlte. Wieso konnten sie und Rai nicht so sein wie die anderen die sich dem Gerede anderer nicht hingaben? Wieso konnten sie sich den Blicken und dem gerede nicht entziehen so wie Chase und Gwyneth es auch taten? Seit die beiden zusammen gefunden hatten, waren sie nur zur Zielscheibe von Rose und ihren Mitschülern geworden, aber sie lächelten das alles weg und das nur, weil ihre Liebe zueinander so stark war das sie nur für Augen für sich hatten und nicht dafür was andere in ihnen sahen. Was war der wahre Grund dafür das Raimond sich nicht für sie über die Meinungen anderer stellen konnte? In allen anderen Belangen tat er dies doch auch. Vielleicht existierte da doch keine Liebe in ihm und der Euphorie Trank konnte ebenso wie der Liebestrank eine falsche Wahrnehmung der Gefühle hervorrufen. Vielleicht hatte Rai sich alles was er zu ihr gesagt hatte nur eingeredet und es gesagt, weil der Trank ihn dazu verleitet hatte. Raimond war so gleichgültig ihr, gegenüber das sie es langsam anfing zu glauben. Wenn er sie liebte, warum sah er ihre Verlobung, dann als eine Strafe an? Sie hatten doch das Einverständnis seiner Tante also sprach nichts dagegen, das sie zusammen waren, aber er wollte es anscheinend nicht.

Dieser dumme Junge

dachte sie sich immer wieder. Er war wie ein Kind. Er verstand nichts, von dem was sie fühlte, weil er in ihr nur einen gelegentlichen Zeitvertreib sah. Und, wenn sie einen anderen hätte? Jemanden, der ihr geben konnte wonach sie sich wirklich sehnte? Sie hätte ihre Freiheiten anders nutzen können, als immer noch an ihm festzuhalten. Warum hatte sie das nur getan? Er hätte heiraten sollen, wen er wollte, oder einsam sterben so wie er es offensichtlich vorzog. Hogwarts war voller Jungen und es gab sogar durchaus nettere alternativen als Raimond McDermot der sich zu gut für sie und die ganze Welt war. Rose hatte ihre gute Erziehung gerade bei Seite geschoben und, wenn man ihre Gedanken so mitverfolgte möchte man meinen, dass der Unterricht bei Aurelia keine Wirkung bei ihr erzielt hatte. Sie tat ja schon nichts und nahm es hin, wie man es von ihr erwarten würde. Mit erhobenen Haupt und ohne sich darüber zu beklagen. Zögernd strichen ihre Fingerspitzen über die Klaviertasten und auch, wenn sie sich gerade zu bekümmert fühlte, um irgendwas zu tun, konnte sie wenigstens einen Teil ihrer Gefühle in der Musik zurück lassen, denn die Musik verurteilte sie für keine einzige Note. Nicht so wie man es mit Worten tat. Während sie sich nur noch dem Klavier hingab und Raimond nach Tagen mal aus ihrem Kopf kriegen konnte trat dieser nun durch die Tür und ihre Finger hatten sich augenblicklich so verkrampft das ihre letzten Töne so schräg, wie Raimonds erstes Violinen Spiel durch den Raum schallten. Raimond war kein begabter Violinist und er hatte auch nie gerne gespielt, weswegen Rose nur einen fragwürdigen Blick auf ihn richten konnte, als er geradewegs an ihr vorbei das Instrument an sich nahm und vom erstem Ton an seine Augen nur auf sie gerichtet waren. Schon der Anfang seines Spiels hatte sich tief in sie geschnitten so, als würde sie das Streichen des Bogens auf den Saiten schmerzlich in sich spüren. Zweifelnd, ob er wollte, dass sie zusammen spielten wie früher und zögernd, weil sein Blick sie in seinem Bann gezogen hatte, ging sie erstmal nicht auf ihn ein. Er machte das mit Absicht. Er wollte ihr wieder vorführen, wie Naiv sie war, in dem er ihr Lied spielte, von dem er wusste, was es ihr bedeutete. Sie hätte ihn am liebsten geohrfeigt. Dafür das er hier aufgetaucht war und für seine Arroganz obendrein. Rose erwiderte Rais Blick einfach mit derselben Kälte und nahm seine schiefen Töne innerlich mit der größten Zufriedenheit entgegen. Er war eben doch nicht so perfekt. Als er den Bogen sinken ließ und seine Lippen sich öffneten, hätte Rose am liebsten geschrien. In ihr Flammte der Zorn auf was man ihr auch sehr deutlich ansehen konnte, da sich in ihren Augen ein Sturm widerspiegelte. Doch war dieser gewichen, als er ihr sagte, er würde sie heiraten. Rose wusste, dass sie ihm keine andere Wahl gelassen hatte, aber es hörte sich schön an dies von ihm zu hören und fast schon konnte sie ihm nicht mehr nachtragend sein. Sie hatte sogar, damit gerechnet das er so was sagen würde, aber das er sich wieder so nah an sie herantrauen würde das hatte sie nicht erwartet. Selbst, wenn er oft zu weit gegangen war ging das hier jetzt noch viel weiter als sie es von ihm gewohnt war.

Noch während sie darüber nach dachte, ob sie ihn küssen sollte oder ob sie es ein erneutes Mal zulassen sollte ihm unterwürfig zu sein hatte sie nach ihrem Zauberstab gegriffen und über ihre bebenden Lippen kam nur ein aufgebrachtes "Stupor" Nun hatte sie sich das boshafteste, was sie kannte zum feind gemacht, aber er wusste nicht das es ebenso eine Seite in ihr gab, die ER bisweilen immer unterschätzt hatte. "Was habe ich dir getan Raimond das du mich so behandelst?" Langsam war sie aufgestanden und kommentierte sein schmerzhaftes stöhnen nur mit einem zufriedenen Lächeln. Was auch immer er jetzt mit ihr tun würde sie hatte sich lange genug seinen Forderungen gebeugt. Töten konnte er sie eh nicht das würde direkt auf ihn zurück fallen und sie würde ihn mit ins Grab nehmen. "Zeig mir wozu du fähig bist. Tu mir weh, wenn du willst, Ich wehre mich nicht." Roses Stimme war vollkommen gefasst und sie war sich dessen was sie gerade von ihm verlangte vollkommen bewusst. Er hatte ihre Familie zerstört und sie wollte er auch schon seit Jahren zerstören. Jetzt gab sie ihm immerhin die Gelegenheit es zu tun. Er hasste sie. Irgendwann hatte er angefangen sie zu hassen und dabei hatte sie ihm keinen Grund dafür gegeben. An einem Tag hatte er noch ihre Hand gehalten, als ihr Vater seine Bestrafungen an ihr vollzogen hatte und ein paar Tage später wurde er zu diesem Jungen, der sie nur noch ansah, als würde nichts als Abscheu für sie in ihm existieren. "Glaubst du wirklich, dass du noch mal derselbe sein kannst, der du einmal für mich warst? Du weißt nicht, wie sehr du dich verändert hast." In ihren Augen schimmerten einige Tränen. Wie sollte sie ihm helfen, wenn er alles neben sich vernichten wollte.. Einschließlich sie.
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Raimond McDermot
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BeitragThema: Re: Der Phönix aus der Asche   Do 27 Sep 2018 - 22:04

Er hatte ja mit vielem gerechnet aber nicht damit, dass sie ihn derartig angehen würde. Seit sehr langer Zeit konnte er ziemlich deutlich in ihren Augen erkennen, dass sie es ernst mit ihm meinte und obgleich er wirklich davon ausgegangen war, dass sie ihn eher mit Sarkasmus strafen würde, schien sie dieses eine Mal ihre Gefühle offen zu zeigen. War es möglich, dass er zu ihr durchgedrungen war? Ihre Wut war echt und der Zauber war mehr als nur überraschend gekommen. Der Schmerz von einer leicht geprellten Rippe durch die Wucht des Schockzaubers und des Aufpralls waren selbst noch zu spüren als er sich unter seinem Gestöhne wieder aufrichtete. Einen Augenblick lang überlegte er wirklich etwas gegen sie zu unternehmen und sie in einen kleinen schleimigen Molch zu verwandeln, einfach um sie für ihre Anmaßung ihn anzugreifen, zu bestrafen. Dieses eine Mal jedoch riss er sich zusammen, ihm mit einem Schlag bewusst wie brisant diese Situation war. Jetzt das falsche zu tun, würde bedeuten, dass sie ihm nur noch mehr aus der Hand glitt. Selbst wenn sie heiraten würden, würde sie sich danach von ihm abwenden wahrscheinlich, früher oder später war sie dann nicht mehr an ihn gebunden und die Dinge würden sich nicht so wenden wie er es geplant hatte.

Zunächst musste er sich beruhigen und das ganze sehr genau überdenken. Sie war der Schlüssel zu seinem Erfolg und auch wenn er zum ersten Mal das Bedürfnis verspürte eine Frau zu schlagen, hatte er sich sehr gut im Griff. Langsam und vorsichtig richtete er sich auf und sah ihr einen Augenblick tief in die Augen. Das war vielleicht vertrackt, dieses Manöver hatte er nicht vorausgesehen, sie wirkte völlig unberechenbar, ob es hierbei wirklich ihr um Gefühle ging? Sie ließ ihm keine Wahl doch die Wahrscheinlichkeit für einen bleibenden Erfolg lag bei ca. 61 %, selbst für ihn war diese Quote extrem niedrig. Ob er wollte oder nicht, er musste ehrlich zu ihr sein. Dieses eine Mal war es für seine Zukunft und auch für die ihre einfach absolut notwendig, dass er etwas herausholte, was er sonst verbarg.

Schweigend trat er näher an sie heran, "du hast keine Ahnung oder? Natürlich hast du das nicht. Du hast überhaupt keine Ahnung wie es ist ICH zu sein. Du raffst es einfach nicht, in dieser Welt geht es allein um Profit und Erfolg und wer sich da einer Schwäche hingibt ist einfach verloren. Mein Vater hat mir immer wieder gedroht mich zu enterben und mich zu verstoßen für den Fall das ich mich dir hingebe oder auch nur den Hauch von Gefühlen zulassen. DESWEGEM ist es so wichtig das ihn endgültig ablöse.", zischte Rai, jedes Wort tat ihm nicht sonderlich gut, denn er musste einen Teil von sich preisgeben den er lieber für sich behielt. "Ich habe damit gelernt umzugehen und gesehen wie die Menschen sind. Tue jetzt nicht so als hättest du nicht auf den Moment gewartet mich und meine Familie zu vernichten.", erwiderte er etwas abschätzig und sah ihr tief in die Augen, wobei er wieder einen Schritt an sie herantrat. "Ich habe dir bereits gezeigt wozu ich fähig bin, ich habe deine Familie zu Fall gebracht wie ich es mit jedem tue der mir im Weg steht. Nur so überlebt man. Ich habe vor bis ganz nach oben an die Spitze aufzusteigen, dafür darf ich keine Schwäche offenbare.", fügte er hinzu und mit einem Mal wurde seine Stimme wieder ruhiger und sein Ausdruck veränderte sich, "Rose, ich kann wieder der alte Rai sein, aber wenn du mich verspottest ist er gestorben!", zischte er bedrohlich und griff nach ihrer Hand. Wenn er sie nur mit Ehrlichkeit dazu brachte sich an ihn zu binden, war er bereit für seine Ziele auch dies zu tun. "Der Rai, dem du wichtig bist, dem etwas bedeutest und der dich sogar liebt, ist noch da. Aber im Moment wäre das für uns beide sehr gefährlich, die Unterstützung die du von meiner Tante hast verändert die Gegebenheiten, weshalb diese Hochzeit kein Problem darstellt. Zumindest noch nicht.", seine Gesichtszüge wurden weicher und ein Grinsen legte sich aufs ein Gesicht. "Rose, wir beide können das Unmögliche möglich machen, gemeinsam aufsteigen in die Elite und über sie herrschen. Wir können zusammen sein und du kannst an meiner Seite stehen. Aber dazu müssen jene die eine Gefahr bedeuten erst ausgelöscht werden, ich denke du weißt das ich recht habe.", in seinen Worten steckte natürlich ein Hintergedanke aber was seine Gefühle anging war er immer noch sehr ehrlich gewesen, auch wenn es riskant war das zuzugeben, aber anders wäre sie wahrscheinlich ihm entglitten und das konnte er nicht zulassen, nicht jetzt wo sie im Begriff war wieder auf sein Niveau aufzusteigen. Um seine Pläne zu verwirklichen war es absolut notwendig.

Nun war der Augenblick der Wahrheit gekommen, er konnte nicht voraussagen wie sie reagieren würde, das einzige was er hoffte war, das sie sich damit erstmal besänftigen ließ und seine Lage begriff. Weiber! Sie standen einem immerzu im Weg. Genau wegen solcher Gefühlsregungen wollte er sich davon fernhalten, weil es nahezu immer dazu führte das man eine schwere Niederlage einsteckte und wenn Raimond etwas nicht konnte und wollte, dann war es zu verlieren!
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Roseodora Lopez
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BeitragThema: Re: Der Phönix aus der Asche   Do 11 Okt 2018 - 19:38

Sollte sie vor ihm zurück weichen? Ihr erster Reflex war es eher sich gegen ihn zu verteidigen. Fest hielt sie ihren Zauberstab in der Hand und wartete Atemzug um Atemzug ab, was er nun tun würde. Roseodora war sich nicht sicher, ob sie noch vor Raimond sicher war. Es war verrückt zu glauben, er würde ihr etwas antun, aber so verrückt auch wieder nicht. Menschen wie Raimond fühlten sich sehr schnell in ihrer Machtrolle unterdrückt und würden bis zum äußersten gehen, um ihre Kontrolle durch grausame Demonstrationen wieder zu erlangen. Beim Aufprall hatte er sich sichtlich verletzt doch dies befriedigte sie nicht mal ansatzweise. Eher war sie dazu verleitet ihm weit aus mehr anzutun. "Ich gebe zu dies war unangebracht" Rose wusste, dass sie so nicht erzogen worden war, aber wie sollte sie es jemals ihr ganzes restliches leben mit diesem Jungen aushalten, wenn sie sich bei seinem Anblick nichts mehr wünschte als seinen tot? Wenn er sie nicht lieben konnte, sollte er eben sterben, damit er wenigstens keine andere neben ihr Gefühle entgegen brachte. Sein näher kommen erfüllte Rose mit Angst, aber vor ihm zu fliehen kam für sie nicht infrage. Sie hatte sich viel zu oft von ihm herumkommandieren lassen und immer alles getan, um ihn so gut es ihr möglich war seine Wünsche zu erfüllen. Anfangs war es ihr egal gewesen was dieser eingebildete Junge von ihr hielt, aber mit den Jahren hegte sie starke Gefühle für ihn. Sie nahm Einzelstunden, um ihn zu beeindrucken und las die Bücher die er las, um sich gleichermaßen mit ihm zu bilden. "Du möchtest deinen Vater beseitigen damit du dich MIR hingeben kannst? Wie Großzügig von dir" Wäre es nur die Wahrheit. Sein Vater konnte Ihnen nicht mehr im Weg stehen. Wer würde das Überleben seiner Geschäfte sichern, wenn er seinen einzigen Sohn enterben würde? "Ich habe auf DIESEN Moment hier gewartet. Du hast meine Familie vernichtet schön Rai, aber ich werde ein Teil deiner Familie sein. Ich denke es steht fest wer an dem Punkt, an dem wir stehen nun mehr erreicht hat. Man trifft seinen Gegner doch besser, wenn man direkt vor ihm steht als aus weiter Entfernung. Das hast du mir doch beigebracht." Ehrliche Worte hin oder her. Vielleicht war dies ein unsagbar schlechter Zeitpunkt für diese. Während er noch einen Schritt auf sie zukam, sah sie ihn abschätzend von oben bis unten an. Natürlich hatte er nichts von seiner Stärke verloren und das war auch gut so. Rose wusste einfach, dass sie es irgendwo liebte ihm unterwürfig zu sein, aber dafür konnte sie auch erwarten, dass er ebenso auf ihre Bedürfnisse einging.

"Du bist doch schon länger gestorben für mich. Ob du über mir oder unter mir gestorben bist spielt hier bei doch keine Rolle." Seinen Worten war zu entnehmen, dass er sich nur von ihr und sich selbst entfernt hatte, um seine Gefühle für sie zu kontrollieren. Ein ziemlich gewagtes Risiko ihr diese Details jetzt zu offenbaren. Seine Hand griff nach ihrer und erst weigerte sie sich gegen seine Annäherung. Für einen Moment versuchte sie sich aus seinem Griff zu befreien, doch dies war nur ein vorgespielter Vorwand um zu verbergen wie viel es ihr auf eine Weise bedeutete. "Du redest als würde es sich hier bei um Tatsachen handeln, dann lass mich auch ein paar Tatsachen erwähnen. Wenn du überhaupt irgendwann mal eine Position hast, dann nur weil ICH dir diese ermöglicht habe. Deswegen wirst du mich so behandeln wie es deiner verlobten und rechtmäßigen Ehefrau zu steht. Du wirst mich lieben, ob es dir gefällt oder nicht. Wenn du das nicht kannst hältst du wenigstens den Schein aufrecht. Du wirst mich respektieren ebenso wie du mich mit Respekt behandeln wirst. Meine Wünsche sollten in Zukunft über deinen eigenen stehen, denn eine zufriedene Ehefrau ist eine verschwiegene Frau. Ich mag dich Fürchten Raimond, aber auch mich solltest du nicht unterschätzen. Dein Triumph über meinen Titel war immerhin ein recht kurzer und beim nächsten Mal wird dir nicht mal ein Atemzug reichen bis ich mich an dir Räche."
Sie machte nun ebenfalls einen Schritt auf ihn zu und hielt seine Hand weiterhin mit derselben Stärke mit der er ihre hielt.
"Ich muss dich um gar nichts bitten. Du wirst das alles befolgen und du wirst es gerne tun. Wenn du dich mir nicht hingeben möchtest tut es ein anderer. Du weißt ja wie das läuft." Das es nicht darum ging, dass er sich frei mit ihr fühlen wollte wusste Rose. Aber sie war auch durchaus dazu imstande eine Unterhaltung ohne emotionale Rührseligkeiten zu führen. Bild dir nicht ein wir beide sind auf Augenhöhe. Du bist Meins solange du deine Seite des Schwurs nicht erfüllt hast und so oder so wirst du für immer Meins bleiben. Wir können uns also damit abfinden und den Rest unseres Lebens versuchen miteinander auszukommen oder wir stürzen in den Abgrund in den wir andere fallen sehen wollen. Aber mach dir klar, dass es egal ist, ob wir über dem Adel stehen oder unter ihm, denn egal was passiert es wird uns beide betreffen" Rose hatte sich geirrt. Dies war der Moment für ehrliche Worte und er sollte niemals vergessen das sich nun alles für ihn geändert hatte. Niemals würde sie ihm die Führung überlassen. Er würde es schneller zerstören als es begonnen hatte.
"Frauen haben ihre schwachen Momente, aber du hast sie auch. Und glaube mir, dass ich dir bei jeden Moment, in dem du Schwäche zeigst zusehe und ihn für mich nutzen werde. Du willst meine Liebe nicht? Dann lebe mit dem Feind an deiner Seite. Solltest du mich dir entledigen wollen werde ich dir den Krieg erklären Raimond und dich vernichten so wie du mich vernichten wolltest" Ihr Entschluss stand fest. Noch einmal würde ihm so eine Intrige nicht noch mal gelingen.
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Raimond McDermot
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BeitragThema: Re: Der Phönix aus der Asche   Fr 12 Okt 2018 - 23:43

Jetzt hatte sie es ausgesprochen! Es traf ihn wie aus heiterem Himmel und die wahre Schlange kam aus ihr heraus. Ihre Worten bedeuteten seine Unterwerfung und nichts tat mehr weh als das Gefühl zu kriegen verloren zu haben. Er spürte wie in ihm ein Sturm zu toben begann, Wut stieg in ihm auf, die Wut darüber was sie sich herausnahm. Lächerlich anmaßend, egoistisch und hinterhältig. Nein, es hatte sich doch nichts geändert, sie war seine Feindin. Man durfte niemandem trauen, sie alle versuchten einen nur zu hintergehen und hatten sie einmal was sie begehrten, zeigten sie ihr wahres Gesicht. Für einen winzigen Augenblick hätte das hier eine lebenslange Allianz bedeutet, nun aber hatte sie ihre Karten verspielt und ihm gewährt seinen Schachzug zu machen. Hatte sie denn gar nichts von ihm gelernt? Ein bellender Hund beißt zu, sobald er in die Ecke gedrängt wird. Wer glaubte sie, war sie eigentlich? Sie war nicht mehr als ein Zeitvertreib, seine Bedienstete und nichts weiter. Es gab andere Methoden ans Ziel zu gelangen und selbst wenn sie diesen unbrechbaren Schwur aufrecht erhielt, hatte er die Worte doch sehr genau studiert. Jetzt war es ihr noch möglich zu triumphieren, aber schon bald wird sie ihn anbetteln mit ihm auf gleicher Stufe zu stehen.

Wie ein schneidendes Messer waren ihre Worte, sie trat auf seinen Gefühlen und wagte es seine Ehrlichkeit zu verspotten und als sie fertig war, legte sich ein von Wut zerfressenes Grinsen in sein Gesicht. Seine Hand begann damit die ihre noch stärker zu drücken, stark genug damit sich ihre eigenen Nägel in ihr Fleisch drückten. In dem Moment wo sie unter dem Schmerz zusammenzuckte, packte er ihre Hand die ihren Zauberstab umklammert hielt. Sein Gesicht war dem ihren nahe, die eiskalte Mine die sich in seinem Gesicht langsam aber sich manifestierte, zeigte die wahre Dunkelheit die nun in ihrer vollen Pracht zum Vorschein kommen würde. "Du wagst es mir Forderungen zu stellen? Ich gestehe dir, dass ich dich liebe und du trittst darauf und verhöhnst mich? MICH?!", zischte er wütend und schubste sie leicht nach hinten so das sie nun relativ nahe an der Wand stand. Wieder trat er näher an sie heran, machte aber keinerlei Anstalten nach seinem Zauberstab zu greifen.

Mit einem Mal begann er zu lachen, lauter und lauter und lauter, bis er schließlich wieder aufhörte und sie mit einem Blick musterte, der alles sagte. Man konnte spüren wie die Wut in ihm entflammte, "offensichtlich hab ich dir nicht genug beigebracht. Weißt du Rose, das Ganze hat auch eine andere Seite. Du wagst es mir Forderungen zu stellen, bedenkst aber nicht das auch ich eine Waffe gegen dich habe. Ich kann dir das Leben zur Hölle machen, ich kann dich für jeden Schritt in Richtung Erfolg bluten lassen. Willst du wirklich einen Krieg zwischen uns? Ist es das? Du sagst ich soll dich nicht unterschätzen, du hast keine Ahnung zu was ich alles bereit bin zu tun. Dafür muss ich dich nicht töten oder unsere Hochzeit manipulieren. Gib ruhig alles auf deinen Titel als Baronin, ich verspreche dir, wenn ich will kriegst du ihn niemals und du würdest dir wünschen diesen Fluch nie ausgesprochen zu haben.", sagte er und drückte sie mit beiden Händen an ihren Schultern gegen die Wand.

Dieses Weib wagte es allen ernstes sich mit ihm zu messen, sie wagte es ihn durch den Dreck zu ziehen und sich über ihn zu stellen. Niemals würde er sich wie eine Marionette kontrollieren lassen. "Paradox oder? Du hast dich auch sehr verändert, Rose. Das ist bereits das zweite Mal das du auf meiner Offenheit zu meinen Gefühlen herumtrampelst. Also entweder bist du dumm genug nicht zu erkennen was ich für dich empfinde oder dich interessiert es nicht. Schön, aber ich sag dir was. Dein Fluch wird dich nicht vor mir beschützen, ich habe andere Wege und Mittel und glaube mir, eher fahre ich in die Hölle als mich wie eine Puppe von dir kontrollieren zu lassen.", sagte er und näherte sich ihre, nahm diesmal mit sanften Griff ihre Hand und gab ihr einen Handkuss. "Ich bin also gestorben, hm? Aber dann garantiert nicht unter dir. Gestorben bin ich in jedem Augenblick in dem ich deiner nicht nahe war. Ich weiß, dass du mich nicht zu deinem Feind haben willst. Denn dein Verlangen nach mir ist so groß wie mein Verlangen nach dir. Und im Grunde weißt du genau, du kannst mich nicht besiegen, nicht einmal der unbrechbare Schwur könnte dich beschützen und selbst wenn nur dein Leben und eine Hochzeit, aber was ist ein Leben schon wert wenn es nicht gut und genügsam ist, hm?", sein Atem wurde schneller und er drückte sich ganz zart an sie, während er ihr all seine Worte nun nur noch ins Ohr hauchte. "Du brauchst mich, so wie ich dich brauche und der einzige Weg dahin, führt garantiert nicht über deine Drohungen. Ja, du kannst kämpfen, dich versuchen zu rächen oder es lassen. Aber am Ende wirst du merken, dass du deine Kraft nur verschwendet hast, bei einem Spiel in dem ich dich wieder und wieder und wieder niederschlagen kann. Ich habe die Resssourcen, die Mittel, die Kontakte, den Zuspruch. Alles was dir fehlt. Ich war gut zu dir, ich hätte dich auch damals auch auf die Straße alle mittellose armselige Hexe schicken können. Dann wärst du heute Mitglied des fahrenden Ritters und dürftest dein Leben in einer lächerlichen Kaschemme verbringen. Mein Vater hätte dich ohne mich nie eingestellt, du wärst heute nicht da wo du bist, wenn ich dich nicht unter meine Obhut genommen habe. Wenn du also jemandem drohst, dann vergiss niemals was ich für dich tat. Ich mag der Zerstörer deiner Familie gewesen sein, aber ich habe für dein Wohl gesorgt, für ein warmes Bett, eine Unterkunft und Verpflegung, für jemanden der alles durch seine Nachlässigkeit verloren hat, sollte das mehr als nur eine Gnade sein. Bedenke das, dass nächste Mal wenn du versuchst mir zu drohen.", flüsterte er, "Ich kenne deine wahren Gefühle, jetzt kennst du meine.", sagte er und glitt mit einem Finger über ihren Oberkörper. "Wag es nie wieder, eine Drohung gegen mich auszusprechen, ansonsten zertrete ich dich wie ein Insekt. Denn zwischen meiner Wut und dem Willen dir einmal zu demonstrieren wozu ich fähig bin und der Zurückhaltung liegen nur Sympathien zu dir. Verspiel das nicht. Wer außer mir könnte dich auf diese Art berühren? Wer außer mir, verfügt über die Fähigkeit dich derartig zu verführen, dass dein Atem stock, hm?", fragte er, wobei er seine Hände auf ihren Oberkörper legte, seine Augen starrten unentwegt dabei in ihre um sie zu verunsichern. Er hatte sie wieder, die Oberhand, wenn sie in seine Augen sah, würde sie schon erkennen, dass er die Wahrheit sagte und es gab einen Plan, einen der sie völlig vernichtete, einen der für sie die Hölle auf Erden bedeuten würde. Seine Hände glitten über ihre Hüften bis sie sie mit seinen Händen mit einem festen Griff an die Mauer gedrückt hielt, damit sie ihm nicht entfliehen konnte. "Ich will jetzt nur noch eines von dir hören, deine Entscheidung!! Willst du mich zum Feind oder zum Freund haben?"
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Roseodora Lopez
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BeitragThema: Re: Der Phönix aus der Asche   Sa 13 Okt 2018 - 19:22

Der Schmerz war überwältigend und erfasste ihren ganzen Körper. Sie spürte, wie ihre Fingernägel sich tief unter ihre Haut drückten und musste sich dabei sogar fest auf die Lippen beißen. Rose fürchtete den Schmerz nicht. Natürlich musste sie sich zusammenreißen, damit ihr nicht Tränen in die Augen stiegen, aber dies wäre nicht das erste Mal das Rai sie weinen sah. Wollte er sie weinen sehen? Er tat ihr doch nur weh, um stärke zu demonstrieren. Er war selbst schuld daran das sie ihm nicht glauben konnte. Seine Ehrlichkeit war doch nur vorübergehend, bis er seine Gefühle wieder einsperrte und sie zur Zielscheibe für seine Geschäfte machte. Sie wusste, dass sie nur ein hübsches Accessoires für ihn war, mit dem er sich gelegentlich schmücken wollte. War er nicht wenigstens ein bisschen stolz darauf sie an seiner Seite zu haben? Das leichte Zucken ihres Körpers sah Raimond mit einem bestialischen Grinsen entgegen. Es war ihm nicht genug ihr Schmerz zuzufügen, er wollte sie regelrecht außer Gefecht setzen. Als nächstes entwaffnete er sie und obwohl Rose versuchte ihn daran zu hindern gelang es ihr nicht. Ihr Zauberstab befand sich zwar noch in ihren eigenen Händen, aber diesen würde sie nicht mehr gegen ihn einsetzen können. "Du hast nichts anderes getan. Ich habe dir auch gesagt das ich dich liebe und du hast dich über mich lustig gemacht." Rose wollte nicht kapitulieren doch je mehr sie ihre Hand in seiner wandte, um so fester wurde, sein griff. "Dein Geständnis ist nur so lange, was wert bist du, wieder dir selbst verfällst. Du liebst einzig und alleine nur dich selbst Rai" Mit einem leisen und genervten stöhnen hatte sie es aufgegeben sich gegen ihn zu wehren. Sie ließ ihm die freie Entscheidung, ob er sie weiter festhalten wollte oder nicht. Dann stieß er sie gegen die Wand und sie spürte die Kälte in ihrem Rücken. Gefiel ihm das? Er war ehrlich krank, aber solange er sie nur etwas herumschubste sollte es ihr recht sein. Dabei blieb es nur nicht. Er richtete nun ebenfalls seinen Zauberstab auf sie und Rose kommentierte dies mit einem höhnischen Blick ihrer Augen. Sein Lachen allerdings trieb ihr diesen Hohn wieder aus. Was? Was war, denn jetzt bitte so lustig? "Du hast sie nicht mehr alle"Kurz verdrehte sie ihre Augen und ließ sich sogar freiwillig näher gegen die Wand drängen. "Untersteh dich Rai du wirst es nicht wagen..." Rose hatte sich nicht mal angefangen in Rage zu reden, da drückte er sein Gewicht schon gegen ihres und brachte sie damit erfolgreich zum Schweigen. Es war unfair, dass er seine körperliche Überlegenheit nun auch gegen sie ausspielte. Dachte er SIE würde sich das von ihm gefallen lassen? "Wir sind in der Hölle. Du hast es so für uns entschieden" Ein eiskalter Atemstoß kam über ihre Lippen. Rose hatte ihr Kreuz bereits abgelegt und wunderte sich, wieso sie so verletzbar war. Niemand schützte sie mehr und eigentlich hatte sie längst begriffen, dass sie unsäglich auf Raimond angewiesen war, der ihr Schutz bieten konnte.

Das Wort Hölle hatte sie kurz Angsterfüllt zu ihm rauf sehen lassen. Waren sie beide verdammt? Sie hatte es ihn schon mal gefragt, nachdem sie die Kirche verlassen hatten und danach ist ja auch nichts für sie beide besser geworden. Der Kuss ihrer Hand kam wie ein Akt der Gnade. Ein weiteres Friedensangebot? Noch wollte sie es nicht annehmen. "Und was ist mit dir? Beschützt du mich?" Ihr Brustkorb hob und senkte sich, während man ihr ansehen konnte, wie schwer es ihr fiel zu atmen. Noch wusste sie nicht, was seine genauen Absichten waren. Wollte er nur ihre Furcht zu seinem Vorteil nutzen? Er hatte gar keinen Ausweg. Er würde sich nur selbst damit schaden, wenn er ihre Pläne durchkreuzen würde. So was Dummes. Sie musste es ihn um jeden Preis ausreden. Wofür das alles? Nur um ihre Eitelkeit zu bestrafen? Ihr Atem war hörbar und sie senkte ihren Kopf, als er seinen an ihr Ohr neigte. Begehren hieß Sicherheit auf eine Weise. Oder gab es ihr schon Sicherheit das er sie wirklich liebte? Sie konnte ihm doch nicht so einfach glauben. Sie wollte nicht das Reh in seinem Scheinwerfer Blick sein. Nicht schon wieder. Es endete doch immer auf dieselbe weise egal, wie lange sie ihre Intrigen gegen ihn bis ins kleinste Detail auch plante, sie führten sie immer an denselben Ausgangspunkt. Sein Finger auf ihrem Brustkorb traf sie wie ein angelegter Dolch. Dies wollte er damit doch auch andeuten. Wer sie so verführen konnte wie er? Sie hatte es doch nie herausgefunden da sie es nie zugelassen hatte die Nähe eines anderen zu teilen. Aber dies hätte keinen Unterschied gemacht. So wie mit ihm wäre es mit keinem anderen. Niemals. Den Bruchteil einer Sekunde wagte sie es ihn erneut anzusehen und wich ihm, dann wieder aus. Sie spürte seine Hände, wie sie zu ihrer Hüfte glitt und sie weiter in die Enge trieb. Es würde ihr nicht leicht fallen eine Entscheidung zu treffen. Es fiel ihr schwerer ihre Niederlage einzusehen und sich ihm zu ergeben, als ihrem Untergang noch mal zu riskieren. Schon so manche Hexe hatte ihr Leben mit ihrem Stolz weggeworfen, aber Rose hatte sich noch nicht aufgegeben. "Erinnerst du dich an die erste Nacht die wir Miteinader verbracht haben? An das was ich zu dir gesagt habe?" Sie wusste es noch ganz genau. Sie hatte sich ihm hingegeben und geschworen er wäre der Einzige für sie. Nachdem er sie aufgefordert hatte dies zu sagen, aber sie hatte es doch aus freien Stücken getan. "Du weißt längst, wie ich mich entschieden habe."
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