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 Der Verdacht

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Romy Elenora Harper
Schüler - Hufflepuff
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BeitragThema: Der Verdacht    Mi 19 Sep 2018 - 12:42

Der Verdacht
9.10 | Schicksal: Nein | Bill Melbourne


Dieses brennen auf ihrer Haut war unerträglich und es kostete die junge Hexe, eine menge Selbstbeherrschung sich nicht unaufhörlich zu kratzen. Ihren gesamten Linken Arm hinauf bis zur Schulter und sogar auf ihrem Brustkorb zeichnete sich ein geröteter Fleckiger Ausschlag ab. Romy wusste schon länger das sie auf Schneckenschleim allergisch reagierte, aber sie hatte dieses Tier trotzdem nicht auf dem Gehweg zurück lassen können. Nein. Die Hufflpuff hatte die Schnecke bis zum Kürbisfeld getragen und saß nun im Krankenflügel. Dies war nicht das erste Mal, das sie wegen einer Schnecke in den Krankenflügel musste. Selbstverständlich hätte sie auch Zaubern können, um sich diese Widrigkeit zu ersparen, aber Romy weigerte sich nicht nur sinnlose Magie anzuwenden, sondern auch gegen Zauberei die an Tieren ausgeübt wurde. Auf dem Bett sitzend ließ sie ihre Beine hin und her schwingen und wartete auf die Schwester, die ihr für gewöhnlich nur eine Salbe auftrug ehe sie das Krankenzimmer wieder verlassen konnte. Sie konnte es auch kaum erwarten hier raus zu kommen. Niemand landete aus Vergnügen auf der Krankenliege, aber Romy liebte es wie draußen das Wetter umgeschlagen hatte und sie wollte noch einmal zu dem Kürbisfeld gehen und vielleicht sogar den Wildhüter besuchen. Es war zwar noch nicht offiziell Herbst, allerdings hatten die Blätter schon die ein oder andere Färbung und regnen tat es ja eh viel zu oft in England. Innerlich freute die Hufflpuff sich auch schon ungemein auf das bevorstehende Halloween fest. Auf Hogwarts zählte dieses zu ihren absoluten lieblings Feierlichkeiten. Nicht wegen dem ganzen Süßkram, der  den Schüler vorgesetzt wurden, sondern, weil es super schaurig im Schloss wurde und der ein oder andere Geist sogar manchmal den ein oder anderen Schüler einen furchtbaren Schrecken einjagte. Romy liebte den Thrill, sie liebte es sich zu gruseln und sie liebte Horror Geschichten. Natürlich mochte sie nichts in denen Menschen oder Tiere verletzt wurden, aber ein gutes Buch am Kamin zu lesen während der Regen laut gegen die Fensterscheiben prasselte, verlieh jedem eine gespenstische Gänsehaut. Die junge Hexe war schon als Kind von nichts so leicht aus der Ruhe bringen zu lassen und während ihre Freunde oder ihr Bruder sich vor Spinnen geekelt hatten war sie sehr fasziniert von diesen Tieren gewesen. Sie liebte einfach jedes Lebewesen und hatte sich dafür verpflichtet alles lebendige dieser Welt zu schützen und gerecht dafür einzustehen. Ein Zauberer war nicht mehr wert als ein Hauself und reines Blut machte noch lange keinen talentierten und mächtigen Zauberer aus einen. Es gab sogar Muggelstämmige Hexen und Zauberer die begabter waren, als so manches Reinblut. Romy verstand nicht was in den Köpfen der Menschen vor sich ging.

Mensch und ein Tier waren in ihrer Persönlichkeit einzigartig und wurden von der Hufflepuff auch als einzigartig in ihrem Sein, ihrer Form und ihrem Charakter wertgeschätzt. Würde es doch nur mehr geben die diese Welt mit ihren Augen sahen, dann würde es um sie herum viel schöner werden. Doch gerade sah es wieder so aus als würde sich über diesen wunderschönen Himmel über ihnen wieder Dunkelheit legen. Das Böse war allgegenwärtig und die sensible Hexe spürte die Bedrohung, die sich ihnen allen nährte wie die Symptome einer Erkältung. Sie fing harmlos an, aber wenn sie einen überfallen hatte, dann war man ihr machtlos ausgeliefert und ansteckend war sie auch. Das Böse infizierte einen langsam so wie die Teufelsschlinge ihre Ranken um einen schlang. Durch diese wiederkehrenden Unheilbringenden Vorkommnisse glaubte die Hufflepuff nicht daran das die Schulleitung ein diesjähriges Halloween fest so ohne weiteres absegnen würde. Die Schüler waren in ihren Freiheiten bereits so eingeschränkt das Romy sich fragte, womit sie noch alles rechnen musste. Eine Ausgangssperre? Würden Sie bald ihren Gemeinschaftsraum nicht mehr verlassen dürfen? Würde alles noch mysteriöser werden als es eh schon war? Und wieso durften sie nie erfahren, warum und wieso sie diese Ihnen auferlegten regeln Folge leisten mussten? Warum hüllte sich die Schulleitung immer in Schweigen und ließ die Schüler völlig im unwissenden? Hielten sie dies für Sinnvoll? Wenn sie alle in Gefahr waren sollten Sie doch zumindest wissen was ihnen gefährlich werden könnte wie sollten Sie sich sonst verteidigen gegen das was sie aus dem dunkeln heraus angreifen würde. War überhaupt jemanden dazu imstande Hogwarts anzugreifen? Der Schutzschild der das Schloss umgab war viel zu mächtig als das eine Person alleine ihn durchbrechen konnte. Selbst 100 Zauberer und Hexen würden diesen nicht so leicht zu Fall bringen können. Romy war zuversichtlich, denn obwohl Professor Melbourne sie schon seit Tagen nicht mehr anhörte war er doch ein angesehener Zauberer, der sie alle beschützen würde, wenn Hogwarts sich in einer Schlacht verteidigen müsste. Hogwarts würde nie fallen. Es war völlig unmöglich das diese Schule irgendwann einstürzen würde. Viel zu stark waren die Mauern die sie umgeben und viel und stark die Magie die ihre Schüler und Professoren in sich bargen. Trotz ihrer zahlreichen Vorahnungen und Ängste wollte Romy den stellvertretenden Schulleiter zu einem späteren Zeitpunkt noch mal aufsuchen nur, um ihn erneut damit zu konfrontieren, dass die Schüler von der neuen Schulordnung nicht begeistert waren..


Zuletzt von Romy Elenora Harper am Sa 22 Sep 2018 - 9:08 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Bill Melbourne
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BeitragThema: Re: Der Verdacht    Mi 19 Sep 2018 - 22:00

Der Tag war stressig für den alten Professor. Erst Unterricht dann eine Konferenz mit dem Lehrpersonal sowie eine Klärung von Sicherheitsfragen. Auch die Korrektur von Tests die er hat machen lassen, war ebenso ermüdend wie das aus dem Fenster sehen und das wiederholte nachdenken über etwas ihm nun schon seit einer gefühlten Ewigkeit den Kopf zermarterte. Hogwarts war eine wunderschöne Schule, hier hatte er sich immer heimisch gefühlt. Manchmal fühlte er sich wie ein kleiner Junge und sieht die alten Mitschüler neben sich herlaufen. Sie alle waren damals noch sehr jung, unerfahren aber ehrgeizig und voller Tatendrang. Heute war er selbst Professor und ging  beinahe wie selbstverständlich auch bei Nacht durch die Korridore. Am Anfang hatte es sich immer noch ein wenig verboten angefühlt, nachts die eigenen Räumlichkeiten zu verlassen. Mittlerweile war es für ihn eine Tradition geworden, gelegentlich Nachts die Korridore zu erkunden und die Dinge aus der Perspektive eines viel älteren Menschen zu sehen. Alles wirkte unglaublich groß, imposant, jede Wand und jeder Staub in diesen zahllosen Gängen und Räumen erzählte eine eigene Geschichte. Was für unglaubliche Geschichten diese Wände einem erzählen vermochten, wenn sie nur einen Mund und Ohren hätten.

Noch heute erzählte das Schloss Geschichten die wenn man sie nur hörte, kaum einer glauben würde. Er hatte hier schon die unterschiedlichsten Schüler ihren Abschluss machen sehen. Einige starke und fähige Zaberer, andere wiederrum nicht so talentiert, dafür aber mit dem Herzen am rechten Fleck. In dieser Zeit hatte er eines gelernt, jeder Mensch hatte seine Stärken in ganz unterschiedlichen Bereichen und was den einen an Talenten fehlte, fehlte den anderen an Charakter. Miss Harper beispielsweise besaß eine Eigenschaft, die er ihr niemals laut offenbaren würde. Rückrat. Auch wenn sie ihn zutiefst nervte mit ihren ständigen Protesten gegen alles, besaß sie wenigstens den Schneid nicht aufzugeben und zu den Idealen und Prinzipien zu stehen, die sie sich stellte. Eine Eigenschaft die sie vielleicht eines Tages zu einer geeigneten Führungspersönlichkeit machten. Leider musste sie noch lernen das Bill ein noch größerer Dickkopf war als sie und das eine Entscheidung seitens der Schulleitung nicht mehr veränderbar waren, es sei denn es gab wirklich einen trifftigen Grund. Eigentlich war er nicht daraus aus mit ihr erneut in eine Debatte zu geraten über die Rechte der Schüler, aber er spürte irgendwo das sich diese Diskussion wohl nicht umgehen ließ. Allein das sie gerade jetzt in den Krankenflügel hineinschneien musste und offenbar eine allergische Reaktion auf den Schneckenschleim zeigte, war bereits der erste Schritt zu dem was er zu vermeiden suchte. Da sie bei ihm in Pflege magischer Geschöpfe am Unterricht teilnahm, sah er kurz zu ihr herüber, bevor er mit seinem Spazierstock an ihr vorbeiging. Das einzige was man neben seinen Schritten hören konnte, war das Aufschlagen seines Stockes auf dem Boden. Gehüllt in seinen schwarzen Umhang und die Haare glatt zu den Seiten gekämmt, begab er sich direkt zum Heiler, um sich kurz mit ihm zu unterhalten. Sein Gegenüber hatte stets ein Lächeln im Gesicht und ziemlich lockiges Haar. Sein breiter runter Kopf, ließ ihn sogar ein wenig sympathischer wirken und seine ruhige Stimmlage hatte etwas sehr vertrauenerweckendes an sich. Bill hingegen kam bei vielen kalt wie Stein herüber, zumal viele über ihn sagten er würde nie lachen. Totaler Mumpitz! Natürlich lachte er, aber sein Humor war zumeist ein anderer und viele Scherze von Schülern empfand er mehr als peinlich als das er darüber lachen konnte. Sie waren hier immerhin auf einem Internat, auf dem eine gewisse Disziplin verlangt wurde. Das hier war kein Kindergarten.

Sein Blick glitt nach der Unterhaltung zu Miss Harper, er spürte das ihr wieder etwas auf der Zunge lag. Damit sie ihn nicht unvorbereitet traf, wollte er ihr den Wind aus den Segeln nehmen. Wie sagte man: Unter dem Leuchtturm war es am dunkelsten. "Miss Harper, bevor sie wieder anfangen wegen irgendetwas zu protestieren, ersparen sie mir das. Ich habe den Heiler gebeten Ihnen einen sehr speziellen Trank zu geben, der wird die Allergie ein für alle Mal eindämmen. Schließlich möchte ich nicht das ihre Allergie zu einem Problem in meinem Unterricht wird", seine Stimme war recht ernst und sein Gesicht verzog keine einzige Mine. "Ich hoffe aber aufrichtig, das es ihnen sehr bald wieder besser geht.", sein Blick fiel dabei von der allergischen Reaktion auf ein Mahl das sie auf ihrer Schulter beziehungsweise auf ihrem Schulterblatt trug. Mit einem Ausdruck der Überraschung in den Augen, blieben seine Blicke darauf haften. Dieses Mahl war recht selten und soweit er wusste eine reine Vererbungssache. Miss Harper war im richtigen Alter und jetzt wo er sie genauer betrachtete....

Schnell verwarf er die Gedanken. Das war doch einfach nur lächerlich und mit Sicherheit ein Zufall. "Miss Harper, ich hätte da allerdings noch eine Frage, was der eigentliche Grund dafür ist das ich auf sie zukomme. Ihre Eltern, wie hießen die noch gleich? Also die vollständigen Namen. Ich frage weil in Ihrer Schulakte ein kleiner Fehler unterlaufen " , für einen Professor war es sicherlich eine ziemlich dreiste Lüge, aber eine die wenigstens nicht auffiel und nur so konnte er eine wilde Theorie die nicht einmal im Ansatz auf Fakten beruhte, überprüfen. Natürlich glaubte er nicht an diese Theorie, der Zufall wäre einfach zu groß und außerdem war es völlig unmöglich. Bill wollte diesen Gedanken nicht weiter spinnen und wartete stattdessen einfach nur auf ihre Antwort.
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Romy Elenora Harper
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BeitragThema: Re: Der Verdacht    So 2 Dez 2018 - 16:32

Gelangweilt hatte Romy ihre Hände hinter sich auf der Liege abgestützt und sah desinteressiert zur Decke hinauf. Der Versuch sich mit dem herabrieselnden Staub zu beschäftigen machte die Hufflepuff nur noch ungeduldiger. Sie war doch die einzige Patientin, die gerade akut behandelt werden musste und der Krankenpfleger ließ sie doch so schon viel zu lange warten. Rasselnd stieß sie die Luft aus und pustete sich, dann eine ihrer Haarsträhnen aus dem Gesicht. Geduld zählte nicht zu ihren Stärken. Sie hasste es auf etwas zu warten und würde ihre Haut nicht so fürchterlich brennen wäre sie längst wieder aus dem Krankenflügel verschwunden. Was dauerte, das denn so lange? Das war ja schlimmer als bei ihrem Hausarzt. Als Kind musste sie mit ihrer Mutter zwar öfter in überfüllten Wartezimmern sitzen, aber das hier war echt die Höhe. Noch ein Grund mehr sich über die Zustände hier zu beschweren. Sie hatte es doch schon immer gewusst das Personal in Hogwarts war komplett unfähig. Wie sollte es unter der Führung einer 25-jährigen Schulleiterin auch anders sein? Sicher gab es immer mal Ausnahmen, aber bisher hatte Romy in den letzten 6 Jahren nicht den besten Eindruck von Hogwarts gewonnen. Grobe Brutalität gegenüber Lebewesen und Pflanzen. Im zweiten Jahr war sie weinend aus dem Unterricht gelaufen, nach dem sie die Alraunen so schreien gesehen hatte. Die Professorin hatte zwar gesagt, das diese keinen Schmerz spürten, aber das hatte für die Hexe ganz anders ausgesehen. Unruhig rutschte Romy auf der Liege nun hin und her und seufzte, dann genervt. Sie wollte eigentlich noch eine Liste schreiben von Dingen, mit denen sie Professor Melbourne konfrontieren konnte bevor der ihre Anschuldigungen wieder von sich wies. Dieses Mal würde sie sich nicht wieder so leicht von ihm abspeisen lassen. Dem Zauberer fiel wohl nichts mehr ein und ging ihr deshalb immer aus dem Weg. Wenn er mal ehrlich zu sich selbst war wusste er das Romy recht hatte. Doch Melbourne war so stur und hatte nun mal deutlich mehr zu melden als eine Schülerin. Gerade knirschte sie wieder mit den Zähnen da sie es nicht ertragen konnte das sie von dem Professor immer nur wieder weg geschickt wurde da stand dieser mit einmal mal vor ihr und ihre Ohren fingen an rot anzulaufen. Dies taten sie immer, wenn sie wütend war. Als würde die Zornesröte in die Spitzen ihrer Ohren steigen. Diese waren nun schon ganz heiß geworden und würden vielleicht noch anfangen zu dampfen, wenn sie nicht sofort anfangen konnte sich bei ihm aus zureden. Natürlich ohne einen Punkt oder ein Komma zu setzen da Romy so gut wie nie Luft holte während sie sprach. Zumindest nicht, dann wenn sie sich in Rage geredet hatte. Das Aufschlagen des Sparzierstockes auf den Boden war wie Wassertropfen die auf einen heißen Stein verdampften. Romy konnte nur mit größerer Anstrengung ihre Worte zurück halten da Professor Melbourne ihr absichtlich nicht mehr als nur einen Blick zugeworfen hatte. Durfte der hier überhaupt so reinplatzen? Ihr Oberkörper lag schließlich frei auch, wenn dies nicht ihre Brust betraf, aber trotzdem ziemlich ungehobelt. Äußerst unmanierlich. Dann klappte ihr der Mund auf. Der Heiler unterhielt sich mit dem stellvertretenden Schulleiter und sie saß immer noch auf der Liege wie bestellt nicht abgeholt. Die Arme verschränkt und den Kopf grimmig eingezogen hoffte sie, dass die beiden Erwachsenen mitbekam wie eingeschnappt die Hufflepuff gerade war. Das war ja schlimmer als auf Familien feiern, wenn sie am Kindertisch mit ihren 5-jährigen Cousinen sitzen musste, um mit deren Puppen zu spielen. Kurz schielte sie noch mal zu Melbourne der sie, dann wieder ansah und sie sah schnell wieder weg. Nun war er auf dem Weg zu ihr. Das konnte doch nichts Gutes bedeuten. Aber er konnte ihr nichts vorwerfen. Sie hielt sich immer an die Schulordnung und, über die Dinge, bei denen sie es nicht Tat hatte er doch noch nichts erfahren. Ihre Ohren klingelten als er sie ansprach und sie immer noch verärgert darüber war das er ihr vorgezogen wurde, obwohl sie hier schon viel länger saß. "Na toll" Sie verdrehte noch ein noch einmal die Augen bevor er, sie dann erreicht hatte und sie wie die Unschuld in Person zu ihm herauf lächelte. Dabei gab sie sich keine Mühe es so aussehen zu lassen als würde sie es ernst meinen. Irgendjemand musste ihm ja mal die Meinung sagen. "Vielen Dank Professor." Es war wirklich nett das er sich darum gekümmert hatte das sie nie wieder Probleme wegen der Allergie bekam.Romy sah ihn noch abwartend an da sie sich sicher war das er sofort wieder verschwinden würde, aber er tat es nicht. Stattdessen starte er sie gerade zu an. Gott wie gruselig. Mit einem höchst anklagenden Blick räusperte sie sich auffällig. Was stimmte, denn mit dem jetzt nicht? Sonst war er immer so ernst und jetzt sah er eher überrascht aus. Kaum zu glauben, dass der alte Mann mal nicht reinschaute als hätte man ihn die Ernte verhagelt. "Ihnen ist was?"Romy wusste nicht, ob der Professor vor ihr sie auf den Arm nehmen wollte. Ihre Frage kam auch etwas zu stürmisch und anklagend. Sie war schon sechs Jahre seine Schülerin und außerdem war Melbourne sonst doch die verkörperte Perfektion. "Aber ansonsten hat soweit alles seine Ordnung, oder? Nicht das ich morgen aus Versehen an einem anderen Tisch Frühstücken muss, weil der sprechende Hut sich auch noch einen Fehler erlaubt hat" zugegeben war diese Reaktion gewagt, aber Romy verstand nicht, wieso der Professor jetzt auf einmal so komische Fragen stellte. "Meine Eltern heißen Eadgar und Evelyn Harper." Irgendwas stimmte nicht mit ihm. Wieso war er plötzlich so angespannt und nervös? Sicher war es ihm nur unangenehm, dass er vor ihr zugeben musste das er auch nicht ohne Makel war.
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BeitragThema: Re: Der Verdacht    Mi 12 Dez 2018 - 20:37

Ihre Worte waren nicht gerade gut gewählt dafür das er ihr gerade eine Behandlung hatte zukommen lassen, die ihr half eines ihrer größten Probleme zu lösen, dass sie früher oder später in Pflege magischer Geschöpfe bekommen hätte. Sie konnte froh sein, dass er die Mixtur noch gestern spät in der Nacht fertiggestellt bekommen hatte, ansonsten hätte sie noch ewig mit ihrer Allergie in seinem Unterricht sitzen können. Sie war jung und doch schon so vorlaut und extrem hartnäckig, zwei Eigenschaften die er normalerweise an einem Menschen respektierte. Bei ihr jedoch war das etwas völlig anderes, sie nutzte diese Charaktereigenschaften für die falschen Dinge. Sein ernster Blick blieb auf ihr liegen, während er seinen Spazierstock noch immer in der Hand hielt und sich erneut darauf abstützte und ihn vor sich hielt wie einen schützenden Schild. Der silberne Drachenkopf war oben so geformt, dass eine Hand ihn perfekt umgreifen konnte. Seine dunklen Haare hingen zu beiden Seiten hinunter, während seine Art zu stehen unsagbar steif und alt wirkte. An den Seiten hatte er bereits Ansätze von grauen Strähnen die sein Alter eher zu Tage förderten, während die Falten in seinem Gesicht und die Wangenknochen für enormen Stress und viele Stunden in Studien offenbarten.

Ihm missfiel ihre gesamte Art wie sie sich herausnahm mit ihm zu sprechen und auch wenn er es nach außenhin verbarg, gab es da eine leichte Wut in seinem Bauch die an die Oberfläche wollte. Sein Blick glitt erneut auf das Mahl auf ihrem Schulterblatt, dass ihn fesselte, bevor er sich nach einigen Momenten wieder in der Realtität fangen konnte und sein Schweigen brach, "Wären Sie nur halb so brilliant im Unterricht wie Sie protestieren oder ihre Worte geschickt provokativ wählen, würde ich behaupten sie wären die größte Hexe ihrer Zeit. Jedem Menschen passiert irgendwann ein Fehler, dass ist der Lauf der Dinge. Wenn ich jedesmal jemanden angreifen würde, weil er einen Fehler macht, wäre ich längst in Askaban und würde dort die Tage zählen zwischen kalten Mauern und Auroren die mich beobachten.", führte er als Gegenangriff aus, wobei er sie keineswegs beleidigen wollte, sondern nur verdeutlichte, dass er nicht gewillt war sich von ihr irgendetwas gefallen zu lassen. Das Funkeln in seinen Augen war eine Warnung gewesen, die man in solch einer Situation besser sofort begriff, bevor er zu härtere Maßnahmen griff. "Manchmal braucht man etwas Abwechslung, aber wenn man sich nicht benimmt kann das auch dazu führen, dass man ihnen unweigerlich die Hogsmeade-Privilegien streicht. Sie sollten sich also gut überlegen in welchem Ton sie mit mir sprechen.", es war unmöglich was gerade in seinen Gedanken umher schwirrte und eben weil es unmöglich war, machte es ihn verrückt. er konnte sich nicht sicher sein, doch als sie den Namen ihrer Eltern sagte, schreckte er hoch und sah sie einen Moment lang schockiert an. Evelyn, dieser Name hatte eine Bedeutung für ihn gehabt, einige Zeit bevor Loren aus seinem Leben verschwand. Aber war es dieselbe Loren? Und wenn ja, bedeutete das dann das sie?

Kopfschüttelnd verwarf er die Gedanken einen Moment lang und warf einen raschen Blick auf das Mahl bevor er sich klar machte, dass es auffallen würde, wenn er sich weiterhin so seltsam verhielt. Er hatte sich das mit Estelle damals versaut, nach dem er herausbekommen hatte das sie seine Nichte gewesen war und seine leibliche Schwester ihm den Kontakt untersagte. Er erinnerte sich noch heute an ihre Worte als er an ihrer Türe stand und hoffte, dass sie ihn reinlassen würde. Doch anstelle einer liebevollen Begrüßung hatte sie ihm den Tod gewünscht. Die Dinge hatten sich in eine völlig andere Richtung entwickelt, eine die er nicht zu kontrollieren vermochte. Die Geschichte Evelyn war 16 Jahre her gewesen, seit diesem Tag hatte er nie wieder etwas von ihr gehört und nicht erwartet, dass sie jemals wieder zu ihm Kontakt aufnehmen würde. Sie hatte im Grunde auch keine Chance dazu gehabt, da er eine ganze Weile untergetaucht war. "Miss Harper, dürfte ich freundlicherweise erfahren wie alt ihre Eltern sind ? Und wissen Sie woher sie dieses Mahl haben, da auf ihrem Schulterblatt", fragte er und zeigte mit seinem Stock darauf. Er hatte bereits eine Vorahnung und wahrscheinlich würde sie diese nicht einmal bestätigen können. Es bedurfte sehr viel mehr Informationen, er musste sicher sein, dass sie die war für die sie sie hielt.

Umso mehr er darüber nachdachte desto mehr fielen ihm die Schuppen von den Augen und er glaubte ihr Gesicht in Romy Harper wieder zu erkennen. Ein Gesicht, dass nach fast zwei Jahrzehnten wie ein Blick in die Vergangenheit auf ihn wirkte, zu seinem früheren Ich, das weniger steif und viel abenteuerlustiger war. Eine Zeit in der er noch die Welt bereiste, auf Schloss Durmstrang unterrichtete und Schüler nicht großzog sondern mit harten Maßnahmen und vielen Trainingsstunden disziplinierte und zu herausragenden Hexen und Zauberern machte. Jeder Mensch machte in seinem Leben einen Fehler und sein Fehler war es damals zuviel Zeit in die falsche Dinge investiert zu haben.
Manche Geschichten gründeten in einem tiefen Brunnen, der kein Ende fand und das ein Geist aus der Vergangenheit ihn gerade jetzt heimzusuchen drohte war beinahe schon eine Ironie. Umso motivierter war er die Wahrheit herauszufinden und sicherzugehen, dass er nur einem Schreckgespenst aufgesessen war. "Wissen Sie, früher in Bulgarien da gab es eine kleine Schenke, ihren Namen kann ich kaum übersetzen. Manche von uns, besonders ich, gingen dort regelmäßig hin um zu entspannen und in Ruhe in Gesellschaft zu sitzen. Der Wirt hieß Antonio und war ein geschätzter Freund, ein Zauberkünstler. Er war die Sorte Mensch die Leute einstellte, die grade keine Arbeit fanden und ließ sie für ein paar Schilling in seiner Schenke wirtschaften. Eines Tages trat Antonio auf die Straße und ging zum Ministerium für Zauberei in Bulgarien, um gegen verschiedene Dinge zu protestieren. Er war ein heißblütiger Mensch, temperamentvoll, leidenschaftlich und aufbrausend.", er machte eine kurze Pause und trat näher, "er protestierte dort jeden Tag, bis zu dem Moment wo man Maßnahmen ergriff und was lernen wir daraus? Es gibt für alles Grenzen, besonders fürs Protestieren. Also? Wogegen protestieren wir heute? Möchten Sie das hier oder in meinem Büro diskutieren? Wenn es aber wieder um die Hauselfen in der Küche geht, ihre Freiheiten werden stets beachtet. Mit diesem Thema fangen wir nicht wieder an. ", hakte er nach, wobei er kurz lächelte und dann wieder bitter ernst wurde. Eines war sicher, sobald er die Gelegenheit hatte, würde er seinen Raben zum Ministerium schicken und sehen was er herausfinden konnte.
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