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 You learn from your mistakes

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Ryan Goodwill
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BeitragThema: You learn from your mistakes   Di 18 Sep 2018 - 18:07

You learn from your mistakes
Bella Rosier, Amelya, Mason & Jackson White | 07.10.15 | privat | Schicksal: ja

NPC-Steuerung: Amelya, Mason und Jackson White


Jackson! Mason! Hinter die Säulen!“, erschallte die Stimme der gebürtigen Amerkikanerin in dem verlassenen Fabrikgebäude. Sie funkelte ihre Brüder aus zornigen Augen an. Die Ungeduld der beiden würde sie noch um den Erfolg und somit um die volle Bezahlung bringen. Der Auftrag von Logan Campbell war klar formuliert gewesen. Sollten sie scheitern, würde der reiche Reinblüter es bei der Anzahlung belassen, die er ihnen bereits übergeben hatte. Nur der Tod von Bella Rosier und ihrem unbekannten Partner, sowie die Information über den Verbleib von Campbells Artefakten würden zu Auszahlung des vollen Lohns führen. Geld, welches sich Amelya nur ungern entgehen lassen wollte. Schon gar nicht, weil ihre Brüder es nicht fertigbrachten sich hinter den großen Säulen des alten Gebäudes versteckt zu halten.
Jackson, Mason und Amelya White waren Geschwister, die ursprünglich aus Lexington in Massachusetts stammten, aufgrund ihrer unkonventionellen und nicht legalen Berufung allerdings keinen Wohnsitz mehr hatten, sondern in Gasthäuser und Hotels unterkamen, je nachdem wo ihre Dienste angefordert wurden. Die drei hatten früh gelernt, dass die wohlhabenden Menschen viel Geld dafür bezahlten, wenn man sich für sie die Finger schmutzig machte. Diebstahl, Mord, Beschattung und viele andere Dienstleistungen fielen in das Fachgebiet der drei Geschwister. Sie konnten von den hohen Summen, die sie für ihre Dienste forderten und die die Kunden auch bereitwillig bezahlten gut leben. Es war fast erschreckend, wer alles derart zwielichtige Methoden in Anspruch nahm. Der Preis wurde fast immer verhandlungsfrei angenommen, denn für diskrete Ausführung derartiger Dienste, war den Menschen kein Preis zu hoch. Schließlich wollte niemand in Ungnade fallen. Es war den Menschen viel wert, wenn man über ihre schmutzigen Geheimnisse Schweigen bewahrte.
Campbell hatte den Geschwistern eine Schachfigur überreicht. Vermutlich ein magisches Artefakt, über welches Amelya allerdings nichts Genaues wusste. Es sollte Bella und den unbekannten Typen anlocken und es sollte am Ende wieder in Campbells Besitz übergehen. Das war alles was sie wusste und wissen musste. Der Plan war nicht besonders kompliziert. Das Gebäude war von Jackson und Mason mit Zaubern belegt worden, die es verhinderten, dass man disapparieren konnte. Die beiden Brüder würden die Eingangstür der großen Halle blockieren, sobald die beiden Opfer die Halle betreten hatten und Amelya würde den beiden direkt entgegentreten, damit ihre Brüder ihnen dann in den Rücken fallen konnten.  Die Geschwister waren nicht nur erfahrene Duellanten, sondern zudem auch in der Überzahl. Es konnte also nichts schief gehen.
Die Schachfigur war auf einer alten Holzkiste im Zentrum der leeren Fabrikhalle platziert worden und Amelya verbarg sich wie ihre Brüder hinter einer der tragenden Säulen, die aus großen Stahlbalken bestanden. Jetzt galt es lediglich Geduld zu beweisen, bis die beiden Ziele in die Falle traten.


Zuletzt von Ryan Goodwill am Di 25 Sep 2018 - 16:42 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Bella Rosier
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BeitragThema: Re: You learn from your mistakes   Di 25 Sep 2018 - 15:50

Mit einem kräftigen Zug am Henkel des schweren, eisernen Tores versuchte ich mir Eintritt zu der großen Industriehalle am Rande der Stadt zu verschaffen. Zumindest versuchte ich es, denn das Tor war alles andere als gut geölt und somit rutschte ich nur im nassen Kies aus und das Tor bewegte sich nur einen knappen Zentimeter. „Mist.“ fluchte ich leise. Ich zog meinen Zauberstab und das Tor öffnete sich soweit, dass ich hineinsehen konnte. Genau in dem Moment in dem ich die Schachfigur in der Mitte der Halle erkannte fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Ich war in eine Falle gelaufen.

Dabei hatte ich wirklich angenommen, dass ich vollkommen selbstständig auf die Fährte der Schachfigur gestoßen war. Wie konnte ich nur so dumm sein? Es war alles viel zu schnell gegangen. Es lag nicht an meinem großartigen Können, wie ich vermutet hatte. Alles war geplant gewesen. Warum sollte die Schachfigur sonst wie auf dem Präsentierteller inmitten einer stillgelegten Fabrikhalle auf mich warten? Wenn ich nicht selber in diese Falle getappt wäre, dann hätte ich über diese lächerliche Durchführung des Plans gelacht. Doch zum Lachen war mir gerade nicht zumute. Ich lehnte an der Außenseite des Tores und sah mich um. Niemand war zu sehen. Womöglich warteten der oder die im Inneren der Halle auf mich. Vor meinem inneren Auge ließ ich die gerade noch vereitelten Szenen abspielen. Ich gehe da rein, nichtsahnend. Freue mich, dass ich eine weitere Schachfigur gefunden habe, ohne Ryans Hilfe, natürlich. Versuche die Schachfigur an mich zu bringen und werde dann von den Leute, die hinter mir her sind, überrascht und auf der Stelle getötet. Tolle Zukunft.

Hatte ich wirklich auf die Idee kommen können ganz allein eine der magischen Schachfiguren zu finden? Ich hätte schon etwas merken müssen als der Kompass, den Ryan mir vor seinem Weggang anvertraut hatte, verrückt gespielt hatte. Bisher gab es kein Lebenszeichen von Ryan, jeder normale Mensch hätte sich wohl schon längst Sorgen gemacht und alles unternommen um ihn ausfindig zu machen, doch es war mir herzlich egal wo der ehemalige Ravenclaw herumirrte. Er hatte mir alles Wichtige in der kurzen Zeit in der wir zusammen gewesen waren erzählt, das war genau das gewesen war mir gefehlt hatte um Cartwright ebenbürtig zu werden. Es lag nun an mir allein die restlichen Schachfiguren zu finden und das Schachspiel zu vervollständigen. Es war keine zwei Stunden her, dass der Kompass, welcher die Lage der Figuren anzeigen konnte, das erste Mal seit Tagen angeschlagen hatte. Damit hatte ich fast nicht mehr gerechnet, denn sonst war es Ryan gewesen, der den Kompass bedient hatte. Ich wusste, dass die Figur in der Nähe sein musste mehr aber nicht. Deswegen begab ich mich sofort auf die Suche und ging der Richtung nach in die die metallene Kompassnadel zeigte. Doch schon nach kurzer Zeit drehte sich die Nadel im Kreis und meine Hoffnung schwand. Hatte ich mich getäuscht oder täuschte sich der Kompass am Ende? Jetzt wusste ich warum der Kompass verrückt gespielt hatte: die Figur war bewegt worden.

Sie musste sich also erst seit höchstens einer halben Stunde hier befinden. Wieder riskierte ich einen Blick hinein in die Halle. Die Figur stand nach wie vor in der Mitte der Halle. Zum ersten Mal wünschte ich mir, dass Ryan hier wäre um mir aus dieser Situation zu helfen. Aber ich konnte mich nicht darauf verlassen, dass er jeden Moment auftauchen könnte. Ich verbannte diese Gedanken und überlegte fieberhaft was jetzt zu tun war. Mein erster Instinkt war es sofort den Rückzug anzutreten, doch ich konnte es mir nicht leisten die Figur hier zu lassen und mit leeren Händen nach Hause zu kommen. Ich bückte mich und richtete meinen Zauberstab in das Innere der Halle. „Nebula nubis.“ flüsterte ich und aus der Spitze des Stabes brachen hellgraue Nebelschwaden hervor, die sich kriechend über den Boden der Halle in Richtung Mitte bewegten. Die Schwaden wurden immer dichter und voller, es dauerte nicht lange und der gesamte Boden war mit Rauch bedeckt, der sich immer weiter in Richtung Hallendecke aufbaute. Das war meine einzige Chance.
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Ryan Goodwill
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BeitragThema: Re: You learn from your mistakes   Di 25 Sep 2018 - 17:24

NPC-Steuerung: Amelya, Mason und Jackson White


Stille lag in der Industriehalle, als sich das schwere Tor ein Stück weit öffnete und die rostigen Scharniere ein unangenehmes Geräusch von sich gaben. Die Stille kehrte zurück und niemand trat in die Halle ein. Der junge Mann hatte die Augen geschlossen und verließ sich vollkommen auf seine Ohren. Die Säule verhinderte ohnehin, dass Mason einen Blick auf die Situation werfen konnte und er wollte sich auf keinen Fall verraten, indem er sich zu früh in das Blickfeld der beiden Opfer begab.
Nach dem Öffnen des Tores hielt die Stille viel zu lange an, um noch davon ausgehen zu können, dass Rosier und ihr Partner ahnungslos waren. Der Aufbau der Falle war aber auch nicht darauf ausgerichtet die beiden in Ahnungslosigkeit zu belassen. Schließlich hatte man den drei Geschwistern mitgeteilt, dass die beiden die Figur um jeden Preis haben wollten und das allein würde dafür sorgen, dass sie die Falle betreten mussten, ob sie einen Hinterhalt ahnten, oder nicht. Nach längerem warten trat keine Person, sondern zunächst magisch erzeugter Nebel in die Halle und schränkte das Sichtfeld aller Anwesenden stark ein. Auch Rosier und ihr Partner würden auf diese Weise schlechter sehen.
Mason konzentrierte sich, als er Schritte vernahm, die sich der Spielfigur näherten. Zunächst hatte einen Verdacht, der sich nach längerem Hinhören zu bestätigen schien. Wenn die beiden Ziele ihre Schritte nicht vollkommen parallel setzten, dann befand sich nur eine der beiden Personen in der Halle und das war ein Umstand, der die Geschwister einen großen Teil ihres Lohns kosten könnte. Im Schutz des Nebels traten Mason und Jackson hinter den Säulen hervor. Mit einer stummen Geste schickte Mason seinen Bruder nach draußen. Er sollte nach dem zweiten Ziel Ausschau halten. Kaum hatte Jackson die Halle verlassen, zückte Mason den Zauberstab, um das Tor zu verschließen und dem Ziel im inneren der Halle den Fluchtweg zu nehmen. Im selben Moment fegte ein unnatürlicher Wind durch die Industriehalle und trug den Nebel durch die weit oben gelegenen und zum Großteil zerstörten Dachfenster.

Amelya hatte auf das dumpfe Geräusch gewartet, welches ihr verriet, dass das Tor geschlossen worden war. Aus ihrem Versteck hervortretend schwang sie den Zauberstab, um den Nebel aus der großen Halle zu verbannen und allen Anwesenden einen Überblick über die Situation zu erlauben. Amelya stand unmittelbar vor der Schachfigur, die sie mit einem Grinsen an sich nahm. Kurz vor ihr stand eine junge Hexe, bei der es sich um Bella Rosier handeln musste und zwischen Bella und dem verschlossenen Tor hatte sich Mason positioniert. „Man sagte uns, dass du diesem Ding nicht widerstehen könntest“, formulierte die einzige White-Schwester in spöttischem Ton, während sie die Schachfigur zwischen Zeigefinger und Daumen drehte. Sie warf einen Blick auf den Turm, der Bella in die Falle gelockt hatte. Die Figur war nicht nur höchst unspektakulär, sondern zudem auch noch beschädigt. Ein Loch offenbarte, dass sie einst als Anhänger einer Kette getragen worden war. „Das hässliche Ding muss ja unheimlich viel wert sein. Was kann es? Was ist das Besondere an der Figur?“, machte Amelya ihrer Neugier Luft, wurde aber von ihrem älteren Bruder mit einem strengen Blick bedacht. „Das ist nicht wichtig“, mischte Mason sich nun ein und ging ein paar Schritte auf Bella zu, wobei er den Zauberstab zur Verteidigung in seiner Hand hielt. „Wo ist dein Partner? Wir wissen, dass ihr zweit seid und das hier wird für uns alle leichter, wenn du sofort mit der Sprache rausrückst.“ Schweigend beobachtete Amelya die Situation und hielt ebenfalls ihren Zauberstab bereit. Sie wusste, dass Mason die Mission ohne größere Komplikationen hinter sich bringen wollte. Er war ein ruhiger Typ, der Ziele nicht gerne leiden ließ und seine Aufgaben schnell und sauber erledigte. Amelya war zwar ebenfalls keine Freundin von Komplikationen, sie besaß aber nicht Masons Maß an Ehrlichkeit. Wenn sie rausfinden könnte worin der Wert Figur bestand, könnte sie abwägen, ob es nicht eine größere Bereicherung wäre auf Campbells Bezahlung zu verzichten und den Turm zu behalten. Doch für derartige Intrigen war Mason nicht zu haben und obwohl sie alle gleichberechtigt waren, richteten sich Amelya und Jackson nach ihrem älteren Bruder. Jackson war der jüngste im Bunde. Er war ein Jahr jünger als Amelya und man konnte ihn durchaus als Sonderling bezeichnen. Er hatte eine tief sadistische Ader. Seine Talente waren stets dann gefragt, wenn Mason auf diplomatischem Weg nicht an Informationen gelangte. Amelya war noch nie besonders wild darauf ihrem Bruder bei seinem Handwerk zu beobachten, aber sie konnte nicht leugnen, dass er wusste was er tat und damit sehr erfolgreich an Informationen gelangte.


Zuletzt von Ryan Goodwill am Fr 5 Okt 2018 - 3:24 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Bella Rosier
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BeitragThema: Re: You learn from your mistakes   Sa 29 Sep 2018 - 17:23

Ich spürte, dass ich nicht allein in der Halle war. Also bewahrheitete sich meine Annahme. Immerhin konnte ich mich noch auf mein Bauchgefühl verlassen. Umso näher ich der Schachfigur kam umso mehr erhöhte sich mein Herzschlag. Jeden Moment erwartete ich einen Angriff. Aber welche Wahl hatte ich? Der Nebel waberte immer noch undurchdringlich durch die Halle und ließ keinen Blick auf mich zu. Ich hielt meinen Zauberstab in Verteidigungshaltung vor mir, wagte es aber nicht mir den Weg zu leuchten. Ich wusste auch so, dass ich mich nicht mehr weit entfernt von der Schachfigur aufhielt. Um mich herum bewegte sich etwas und ich blieb stehen. Ich wandte mich um und sah die Figur, ich konnte fast die Finger danach ausstrecken. Doch ich besann mich: was brachte es die Figur an sich zu bringen und dann den Rückweg nicht antreten zu können? Erst musste ich wissen mit wem ich es hier zu tun hatte. Plötzlich wurde es augenblicklich bitterkalt und ein starker Windhauch fegte durch die Halle. Ich ging ein wenig in die Knie während der Wind durch meine Haare fuhr und die Nebelbank um mich herum davon trieb als wäre sie nur ein Hauch feinsten Zigarrenrauchs. Ich war nun schutzlos den Blicken der Anderen ausgeliefert, die mich in diese Falle hatten laufen lassen. Ich wandte mich um als ich eine weibliche Stimme vernahm, direkt neben der Schachfigur hatte sich nun eine Frau positioniert. Sie war nicht viel älter als ich, doch hatte einen gerissenen, fast schelmischen Zug um den Mund. Ich entschied, dass ich sie nicht mal in einer normalen Situation sympathisch gefunden hätte, geschweige denn in diesem Moment. Meine Augen verzogen sich zu schlitzen, während ich ihr still zuhörte. Wenn sie die Einzige hier war, dann hatte ich eine Chance. Sie schien eine eingebildete Überlegenheit auszustrahlen, die ich ihr nur zu gerne ausgetrieben hätte. Eine weitere Gestalt war am einzigen Ausgang aufgetaucht, dem Tor durch das ich in die Halle eingetreten war. Das würde wohl doch kein Kinderspiel werden. Der Mann hielt Abstand zu uns und sagte kein Wort. Wahrscheinlich war die Frau ihre Anführerin. „Was wollt ihr?“ zischte ich. Die Frau nahm die Schachfigur von ihrem Platz und drehte sie provozierend zwischen ihren Fingern. Sie schien keine Ahnung von der Macht der Figur zu haben. Wie auch? Wahrscheinlich war sie einfach nur eine Handlangerin mit dem Auftrag mich zur Strecke zu bringen. Das war genau die Art des Todesserordens Abtrünnige zur Strecke zu bringen. Man machte sich nicht selbst die Hände schmutzig, sondern beauftragte Irgendjemanden ohne Reue und Moral (vorzugsweise gerade aus Askaban entlassen oder in der Gosse geboren), der auf schnelles Geld aus war und den niemand vermissen würde falls der Plan schief ging und den man schnell beseitigen konnte falls unangenehme Fragen gestellt wurden. „Es ist mehr wert als dein jämmerliches Leben.“ antwortete ich provokant. Ich hielt nichts davon meine lose Zunge zu hüten, was Ryan mir in diesem Moment wohl geraten hätte, wäre er da gewesen. Aber das war es nicht und somit versuchte ich nicht einmal mit sanften Engelszungen um mein Leben zu kämpfen. Wenn sie mich umbringen wollten, dann hätten sie es schon viel früher getan. Ich wusste nicht wie viele hier waren um mich in die Falle laufen zu lassen, doch ich bezweifelte, dass sie es überhaupt gewagt hätten, wenn sie sich nicht vollkommen sicher gewesen wären, dass sie mich erledigen könnten. Ich ging nicht auf ihre Fragen ein. „Wer hat euch den Auftrag erteilt mich ausfindig zu machen?“ fragte ich. „Derjenige muss ja viele Stücke auf euch halten wenn er euch eine der Schachfiguren überlässt, oder euch für dumm genug halten mit ihr über alle Berge zu verschwinden.“ Der Mann am Tor kam näher und ergriff das Wort. Nun war ich mir nicht mehr sicher, wer hier genau das Sagen hatte. Er hielt seinen Zauberstab auf mich gerichtet. Ich lachte als Antwort auf seine Frage laut auf, er blieb ein wenig überrascht stehen. „Gute Frage. Das wüsste ich auch gerne.“ Es brachte nichts die Existenz von Ryan zu verleugnen. Sie wussten sicherlich mehr über uns als mir lieb war. „Er ist nicht hier. Reicht das?“ Spöttisch zog ich eine Augenbraue hoch. Von draußen waren Flüche zu hören. Jeder von uns blickte gebannt zum Tor, dass sich einen Moment später ein weiteres Mal bewegte und diesmal ganz aufgerissen wurde. Sie waren also zu dritt. Der Mann der nun auf uns zu kam war definitiv jünger als der Mann, der augenscheinlich ihr Anführer war. Er war der Älteste und schien am gefährlichsten zu sein. „Ihr Partner ist nicht dabei, ich habe niemanden gefunden. Habt ihr etwas aus ihr herauskriegen können?“ fragte der Neuankömmling und musterte mich von oben bis unten. Er pfiff kurz durch seine Zähne und setzte sich dann auf die Kiste, auf welcher die Schachfigur gestanden hatte. „Du bist also Bella Rosier.“ fing er an. „Hab schon viel von dir gehört. Schön dich endlich kennen zu lernen.“ Seine rosigen Worte waren wie Gift. Ich wusste genau, dass sie nicht das zu bedeuten hatten, was sie aussagten. Er spielte mit mir und ich ließ es zu. „Was ist der nächste Schritt des Plans?“ sagte er, an alle gewandt. „Sie so lange festhalten bis sie gesteht wo ihr Partner ist und wo sie die restlichen Schachfiguren versteckt hält?“ Er verschränkte lächelnd die Arme vor der Brust und sah den Älteren spitzbübisch an. „Also ich wäre dafür, dass wir es aus ihr herauskitzeln.“ Mir war sofort klar was er damit meinte und verkrampfte urplötzlich. Der hier war nicht zu Späßen aufgelegt. Er würde bis zum Äußersten gehen um die geforderten Informationen aus mir herauszubekommen.
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Ryan Goodwill
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BeitragThema: Re: You learn from your mistakes   Mo 1 Okt 2018 - 20:59

NPC-Steuerung: Amelya & Mason White


Amelyas Lippen formten ein interessiertes Lächeln, als Bella auf ihre Fragen mit provokativen Floskeln antwortete und sie somit förmlich herausforderte. „Oh, sie ist bissig“, stellte die White-Schwester fast amüsiert fest und bedachte die andere Frau mit einem herausfordernden Blick. Sie wollte zu gerne wissen, ob sie Rosier die Krallen nur ausfuhr, weil sie keinen Ausweg sah, oder ob sie sich wirklich so überlegen fühlte, wie sie vorgab. Für Amelya lag der Grund für Bellas aggressive Art irgendwo zwischen Angst und totaler Selbstüberschätzung. Amelya liebte es zu provozieren. Diese bissigen Wortgefechte glichen einem Tanz und die Hexe tanzte diesen für ihr Leben gern. Verloren hatte, wer sich zuerst zu körperlichen Angriffen hinreißen ließ, denn diese waren ein Zeichen geistlicher Unterlegenheit und somit ein Zeichen der Schwäche. Der Blick, mit dem Amelya ihren älteren Bruder anschaute glich fast dem eines Kindes, das seine Eltern anflehte mit dem Nachbarshund spielen zu dürfen. Doch es genügte ein Blick Masons, um der jüngeren Schwester alle Hoffnungen zu nehmen. Sie wusste, dass er ihre Provokationen nicht zu schätzen wusste und der Meinung war, dass diese jeden Auftrag nur komplizierter machen würden. Amelya stimmte dieser Meinung nicht zu, aber sie gehorchte ihrem Bruder, denn er war zweifelsohne der Grund dafür, dass die drei Geschwister mit ihren dubiosen Geschäften derart erfolgreich waren.

Der Blick des ältesten Bruders lag eisern auf der jungen Bella, die behauptete, dass sie den Aufenthaltsort ihres Verbündeten nicht kannte, was im Umkehrschluss natürlich auch bedeutete, dass die Hexe die Suche nach der Figur allein angetreten war. Der nun wieder eintretende Jackson bestätigte, dass das zweite Ziel nicht vor Ort war und obwohl Mason äußerlich ruhig und besonnen wirkte, wuchs Zorn in ihm heran. Die Anweisungen waren klar gewesen. Beide Ziele müssen sterben, um die vollständige Bezahlung zu erhalten. Die Schachfiguren der beiden Ziele in den eigenen Besitz zu bringen würde zu einer Bonuszahlung führen. Doch an einen Bonus war nicht zu denken, so lange nicht der Tod beider Ziele gesichert war.
Jackson war sofort bereit der jungen Rosier die Informationen auf seine spezielle Weise zu entlocken. Mason hielt nicht viel davon und er hatte zudem das Gefühl, dass Bella wirklich nicht wusste, wo sich ihr Komplize im Moment aufhielt. Er ignorierte Jackson daher zunächst. Der jüngste der White-Geschwister würde ohne Masons ausdrückliche Anweisung ohnehin nicht zur Tat schreiten. „Um auf deine Frage zurück zu kommen“, begann er mit ruhiger und ausdrucksloser Stimme. „Das reicht nicht. Um ehrlich zu sein, stellt es uns alle vor ein großes Problem.“ Er ging einige Schritte auf Bella zu, achtete aber darauf, dass er ihr noch immer den Weg zum Ausgang versperrte. „Du solltest mir einige Informationen geben. Ich möchte sie dir nur ungern gewaltsam entreißen. Außerdem hätte ich gerne deinen Zauberstab.“ Mason streckte der Hexe seine leere Hand entgegen und forderte den Stab. Schon bevor die Todesserin eine Reaktion zeigen konnte, sprach er weiter. „Wie lautet der Name deines Komplizen und wieso weißt du nicht, wo er sich aufhält?“ Die Worte des Mannes hatten einen fast beruhigenden Klang und als sie verstummten, trat eine fast unangenehme Stille in die Industriehalle. Es war Bellas Reaktion, die über den weiteren Verlauf dieses unkonventionellen Treffens entscheiden würde.
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BeitragThema: Re: You learn from your mistakes   Do 4 Okt 2018 - 13:07

Es wurde immer offensichtlicher wer von den dreien das Sagen hatte. Es war der Ältere der beiden Männer, welcher eher missbilligend auf die Ideen des Anderen reagierte. Er wirkte gefasster, nüchterner und im Gegensatz zum Anderen vernünftiger. Alle drei hatten sich nun um mich herum postiert, sodass es keinen Ausweg für mich zu geben schien. Ich war keineswegs bereit ihnen ihre Fragen zu beantworten, genauso wie sie nicht auf meine eingehen würden. „Was willst du mit meinem Zauberstab?“ fragte ich. „Du hast doch schon einen.“ Die Frau grunzte kurz auf und wurde abrupt still, nachdem ihr Anführer sie angesehen hatte. Er streckte mir seine Hand entgegen, geöffnet. Erwartete der jetzt wirklich, dass ich ihm meine einzige Chance dem hier zu entkommen, einfach aushändigen würde? Der war doch nicht mehr dicht. Ich schlug seine Hand weg. „Vergiss es.“ Die Mimik des Mannes veränderte sich und eine Zornesfalte erschien auf seiner Stirn. „Du dummes..“ fing er an und besann sich dann wieder. Seine Gesichtszüge glätteten sich und er trat einen Schritt zurück. „Er heißt Was-geht-dich-das-an, Nachname Arschloch.“ giftete ich um ihm zu zeigen, dass sein Gefühlsausbruch mich keineswegs erschreckt hatte. Woher wussten die drei, dass es Ryan gab? Woher kannten sie mich überhaupt? Sie sahen nicht danach aus, als wenn sie sich von selbst auf die Suche nach uns gemacht hatten. Ich war mir sicher, dass sie einen Initiator hatten, welcher ihnen den Auftrag gegeben hatte uns zu finden. Da kamen viele in Frage. Im Kopf ging ich einige Möglichkeiten durch. Feinde von Ryan, die sich das Kopfgeld gönnen wollen. Aber warum sollte man Leute anheuern, die bezahlt werden mussten, nur um dann das Kopfgeld einzukassieren? Das machte keinen Sinn, da fiel nicht viel Gewinn bei ab. Zugegebenermaßen war das Kopfgeld, welches seit einigen Wochen auf Ryan ausgesetzt worden war, ziemlich hoch, doch so hoch nun auch wieder nicht, dass es sich lohnen könnte ihn jagen zu lassen. Außerdem schien es so als wenn die drei vor mir keinen Plan hatten wer mein Partner war. Wer kam sonst in Frage? Der Todesserorden. Sie waren auf mich aufmerksam geworden und hatten endlich gerafft, dass ich abtrünnig geworden war. Aber woher sollten sie wissen, dass ich mich auf der Suche nach den Schachfiguren befand und dass ich einen Komplizen hatte? Ich traute ihnen viel zu aber so viel nun auch wieder nicht. Doch ich konnte diesen Gedanken nicht beiseiteschieben. Am Ende kamen nur noch Logan Campbell und Cartwright himself in Frage. Campbell war einer Schachfigur beraubt worden und unser Abgang aus seinem Haus war nicht gerade sauber gewesen. Der verdammte Sicherheitstyp. Es war sehr wahrscheinlich, dass Campbell unsere Identitäten herausgefunden hatte und uns nun jagte. Ich musste kurz grinsen, denn ich war mir sicher auf der richtigen Fährte zu sein.

Doch am meisten Sorgen bereitete mir allmählich der Jüngere, welcher eine Art sadistischen Humor entwickelte. „Ach komm schon.“ maulte er, gespielt enttäuscht. „Was solls? Sie soll doch eh getötet werden. Was macht es da schon wenn wir das ganze hier ein bisschen beschleunigen und ihr die Antworten auf eine…sagen wir mal…unethischere Weise…herauslocken?“ Er stand auf und blieb dicht vor mir stehen, die Spitze meines Zauberstabes berührte seine Brust und hinterließ im Stoff seines Shirts einen Abdruck. Ich starrte gebannt zu ihm hinauf. Was hatte er vor? Ich hatte keine Angst vor den möglichen Schmerzen, die er mir bereiten könnte um seine Antworten zu kriegen, sondern eher davor ihm diese Antworten zu geben ohne etwas dagegen tun zu können. Der Folter konnten die besten Zauberer nicht widerstehen und ich sah mich nicht in der Reihe derer die sie über sich ergehen ließen ohne Informationen preis zu geben. Ich war gut – aber so gut nun auch wieder nicht. Mensch Goodwill, da hab ich aber eine Menge gut bei dir. Langsam wurde mir bewusst in welcher Lage ich mich befand und dass es Zeit wurde einen Ausweg aus dieser Situation zu finden. Mir war klar, dass ich gegen alle drei keine Chance hatte. Vielleicht war die Frau die Schwächste. Vielleicht konnte ich den Überraschungsmoment für mich nutzen. Vielleicht gelang es mir einen der drei auszuschalten. Das war es aber. Weiter würde ich nicht kommen bevor sie mich getötet hatten. Mein einziger Vorteil war, dass sie Antworten von mir bekommen mussten um Ryan zu finden, denn anscheinend würden sie nur einen Bruchteil der Belohnung kassieren, wenn sie nur mich unschädlich machten und ihn ziehen ließen. „Versuchs doch.“ sagte ich provozierend und machte keine Anstalten meinen Zauberstab sinken zu lassen. „Du bist eine ganz schöne Kratzbürste.“ erkannte er. „Kein Wunder, dass dich dein Partner hier im Stich gelassen hat. War wohl eine ziemliche Qual mit dir zusammen zu sein.“ Ohne es zu wissen hatte er den Nagel auf den Kopf getroffen. „Das beruht auf Gegenseitigkeit.“ antwortete ich ihm. „Ich hab ihn schon eine Weile nicht mehr gesehen geschweige denn Kontakt zu ihm gehabt. Ich weiß nicht wo er ist.“ Das würde ihn sicherlich nicht davon abhalten weitere Geständnisse aus mir herauszupressen, aber vielleicht genügte diese Antwort dem Anführer. Zumindest sagte ich die Wahrheit.
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BeitragThema: Re: You learn from your mistakes   Do 4 Okt 2018 - 23:35

NPC-Steuerung: Amelya & Mason White


Amelya konnte sich ein kurzes auflachen nicht verkneifen, als sich die junge Rosier verbal der Entwaffnung widersetzte. Ihr Urteil stand fest. Sie mochte die Kleine auf gewisse Weise und hätte sich nur zu gerne mit ihr duelliert. Ein Blick Masons genügte jedoch, um ihr zu offenbaren, dass auch ihr Auflachen schon zu viel gewesen war. Konzentriert und ein wenig amüsiert beobachtete die Hexe den Verlauf der Szene. Bella ließ sich nicht einschüchtern und wagte es sogar Masons Hand beiseite zu schlagen. Amelya wusste, dass die junge Hexe ihre Situation durch derartige Aktionen keinesfalls verbesserte, aber sie mochte Rosiers Mut. Das Ziel hatte es geschafft den Respekt der White-Schwester zu erlangen und in einem anderen Leben hätten die beiden sich vielleicht wirklich gut verstanden, doch in diesem Leben war es Amelyas Aufgabe die junge Todesserin zur Strecke zu bringen und ihr zuvor die Informationen über ihren Komplizen zu entlocken. Eine Basis, die Freundschaft unmöglich machte. Die White-Schwester war mittlerweile zu einer stummen Beobachterin geworden. Mason hatte die Situation in der Hand. Er hatte das Kommando und war von den dreien am besten für derartige Verhandlungen geeignet. Doch Amelya kannte ihren ältesten Bruder auch gut genug, um zu wissen, dass er nicht mehr weit davon entfernt war Jackson von der Leine zu lassen. Die Hexe mochte die Methoden des jüngeren Bruders nicht, aber sie waren zweifelsohne effektiv und kamen stets dann zum Einsatz, wenn jemand Masons Geduld überstrapazierte.
Du lehnst dich weit aus dem Fenster, Mädchen. Es gibt einen Punkt, an dem findet Mut ein Ende, weil dort die Dummheit beginnt. Du hättest diese Grenze nicht überschreiten sollen.“ Amelya biss die Zähne zusammen. Es ließ sie nicht kalt, dass Mason die Art, welche sie bewunderte, als Dummheit deklarierte. Sie selbst war kaum anders und Mason hatte sie für ihr vorlautes Mundwerk schon häufiger gemaßregelt. Seine Worte trafen sie fast so, als hätte er sie direkt an sie gerichtet, auch wenn Mason das in diesem Augenblick wohl kaum beabsichtigt hatte.
Der nächste Schritt schien bereits festzustehen. Die Überredungsversuche Jacksons waren wohl kaum noch von Nöten, wenn man den Ausdruck in Masons Augen richtig zu deuten wusste. Doch für derart feinsinnige Beobachten, die mit Emotionen in Verbindung standen, hatte Jackson noch nie ein gutes Gespür gehabt. Seine Passion galt den Schmerzen und der Folter. Eine Vorliebe, die Amelya nicht nur nicht teilte, sondern sogar verabscheute. Foltern konnte eine nützliche und zielführende Vorgehensweise sein. Es war viel mehr die Tatsache, dass Jackson an den Schmerzen seiner Opfer Spaß hatte, die seine Schwester mit großer Skepsis betrachtete.
Bella Rosier, wir haben nun das Problem, dass ich deinen Partner unbedingt finden musst und du mir dabei keine große Hilfe bist. Mangelnde Kooperation macht mir das Leben unnötig schwer und ich bin ehrlich gesagt kein Fan von großen Komplikationen. Wenn ich einen Job ausführen soll, dann mache ich es schnell und sauber und ohne große Umwege. Du stehst mir dabei gerade massiv im Weg.“ Mason löste seinen Blick von Bella und richtete ihn auf seinen jüngeren Bruder Jackson. Ein Nicken in Bellas Richtung genügte, um dem jüngsten White-Bruder zu signalisieren, dass er nun an der Reihe war. „Ich möchte alles wissen, was du mir zu deinem Partner sagen kannst. Es ist mir egal, ob ihr noch zusammenarbeitet, oder nicht. Du hast Informationen über ihn und diese möchte ich restlos von dir erhalten. Jackson wird deinem Gedächtnis ein wenig auf die Sprünge helfen.“ Amelya hatte sich an eine Säule gelehnt und ihr Blick verfolgte Jackson, welcher schon bald zur Tat schreiten würde. Rosier hatte natürlich noch ihren Zauberstab, aber sie war vermutlich nicht so dumm, um ihn einzusetzen. Ein Kampf würde ihren sicheren Tod bedeuten.
Ohne die Miene zu verziehen, richtete Amelya ihren Blick zu Boden, als Jackson sein Handwerk begann. Sie musste ihn dabei nicht beobachten. Sie fand die Bilder eher verstörend als amüsant.
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