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 [Hauptplot] A good friend will get you out of trouble

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Ryan Goodwill
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BeitragThema: [Hauptplot] A good friend will get you out of trouble   Di 18 Sep 2018 - 16:39

A good friend will get you out of trouble
Celina Recshire & Ryan Goodwill | 06.10.15 | Hauptplot


Kaum hatte Ryan sich von Bella abgewendet, spürte er auch schon Celinas Griff an seinem Unterarm und fand sich kurz darauf an den Wiesen der Seven Sister Hügel in Sussex wieder. Der Wind fegte vom Meer über das Plateau, dass deutlich über dem Meeresspiegel stand und erfüllte die Abenddämmerung mit einer gewissen Kühle. Die Wiesen endeten abrupt an einer Klippe aus Kreidefelsen, welche den vom Wind aufgetürmten Wellen entgegenstand. Die Luft trug einen salzigen Geruch mit sich und im Südwesten versank die abendrote Sonne am Horizont. Wenn Ryan ein Gefühl für Romantik gehabt hätte und der Besuch an diesem Ort nicht der eigenen Auslieferung an Pruecilla dienen würde, hätte er den Ort vermutlich als angenehm und sogar romantisch beschrieben. Doch da beides nicht der Fall war und er für den Frieden, den der Ort in sich trug, nicht empfänglich war, zog er seinen Arm aus Celinas Griff und versuchte sich auf den weitläufigen Wiesen zu orientieren.
In der Ferne, weiter entfernt von den Klippen, war eine regungslose Gestalt zu erkennen. Ein Zwinkern genügte, um Ryan durch die Augen des Falken sehen zu lassen. Sie waren auch in der Dämmerung noch scharf genug, um die Person als kindliche Gestalt zu identifizieren. Es bedurfte keiner sichtbaren Rune, um das Kind als einen der Sklaven Pruecillas zu identifizieren. Es bedurfte einiger Überwindung den Zauberstab nicht hervorzuholen. Doch an diesem Abend sollte kein Kampf stattfinden. Die beiden hatten sich an diesen Ort begeben, um sich in Ketten legen zu lassen. Ohne Blutvergießen und ohne einen sicheren Ausweg.
Der Blick des Metamorphmagus legte sich wieder auf seine Begleiterin. Der Ring an ihrem Finger schimmerte in einem schwachen weißen Licht. Doch in diesem Augenblick wäre kein Artefakt nötig gewesen, um die herrschende Gefahr vorherzusehen. Es waren die letzten Momente in Freiheit und es stand nicht fest, ob es jemals wieder welche geben würde. Ryan hatte Angst und auch wenn er sich kaum etwas anmerken ließ, schlug sein Herz so stark, als würde es aus seiner Brust entkommen wollen. Wie ein Gefangener, der seiner Zelle entkommen wollte. Möglicherweise würde es schon bald der Auror selbst sein, der mit aller Kraft gegen die Wände seiner Zelle schlagen würde.
Doch der Großteil seiner Sorge galt Celina. Sie hatte diesen Albtraum bereits durchlebt und musste sich nun zurück in jene Ketten begeben, welchen sie nur ganz knapp entkommen konnte. Ryan wünschte, dass er es ändern könnte, aber er war machtlos. Es gab für die beiden keinen anderen Weg und die momentan herrschende Distanz zwischen den beiden, an welcher Goodwill maßgeblich schuld war, machte die Situation noch viel schwieriger. Auf aufmunternde Worte verzichtete der Metamorphmagus. Nicht nur, weil Celina diese von ihm vermutlich gar nicht hören wollte, sondern auch, weil er zu dieser Situation nichts Positives zu sagen hatte. Es war möglicherweise ein Selbstmordkommando und jede Aufforderung sich keine Sorgen zu machen wäre einfach nur lächerlich.
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Celina Recshire
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] A good friend will get you out of trouble   Di 18 Sep 2018 - 17:48

Der kühle Wind schlug mir entgegen und ich schmeckte sofort die frische Meeresluft, als ich die Augen aufschlug und die atemberaubende Landschaft vor mir sah. Doch der Anblick ließ mich kalt in Gedanken an die nächsten Stunden, Tage, vielleicht Wochen, die uns bevor standen. Wenn wir wirklich nicht mehr aus den Fängen Pruecillas herauskommen sollten, hoffte ich, dass ich wenigstens schnell sterben würde. Vielleicht würde mich irgendein Auror zur Strecke bringen, wenn wir gezwungen waren, das Ministerium erneut anzugreifen? Ich schluckte bei dem Gedanken daran, irgendwann vielleicht Aidan, Béa oder Hector gegenüber treten zu müssen - im schlimmsten Falle sogar Gwen. Als ich mich umsah, erschienen schlagartig verschiedene Bilder vor meinem inneren Auge, die in mir Panik auslösten, die ich wochenlang, sogar monatelang bekämpft hatte. Bilder von den Kindern, von Prason und von dem entstellten Gesicht Pruecillas. Mein Atem ging flacher und schneller und ich hatte das unangenehme Gefühl, als würde jemand meinen Brustkorb gewalttätig zusammendrücken, sodass ich kaum die Möglichkeit hatte einen Atemzug zu nehmen, ohne dass meine Brust protestierte. Das war etwas ganz anderes als im Ministerium. Hier stand ich bald Angesicht zu Angesicht vor meinem üblen Schicksal, welchem ich im Juni bereits entflohen war. Die Fassade, die ich vor Ryans Haus aufgebaut hatte, war zerstört - in meinen Augen war deutlich zu sehen, dass meine Gedanken bei dem Zelt waren, in dem ich bereits schon mal gefesselt meine Zeit verbringen musste - gequält und gefoltert durch Pruecillas Stimme direkt in meinem Kopf, hartes Brot und die kalte Atmosphäre, während rund um die Uhr das tropische Klima herrschte.
Meine Augen erfassten in der Ferne ebenfalls die starr stehende Gestalt, doch im Gegensatz zu Ryan, der den Metamorphmagus-Vorteil hatte, sah ich sie nur als Silhouette. Und doch konnte ich Eins und Eins zusammenzählen, um zu wissen, dass der Mensch dort hinten zu Pruecilla gehörte und darauf wartete, dass wir uns freiwillig ergaben. Wenn es ein Kind war, so konnten wir es leicht überwältigen und dennoch würde es uns alle nicht weiterbringen. Ein weiterer toter Kindskörper brachte die Opfer, die am seidenen Faden hingen, nicht eher ins Leben zurück. Ein einziger Zauber, ein gesprochener Fluch würde dafür sorgen, dass Pruecilla die Fäden gnadenlos durchschneiden würde. Und somit hätten wir duzende Familienmitglieder der Auroren auf unserem Gewissen.

Also gut. Lass uns gehen Meine Stimme klang nicht ganz so fest wie ich mir erwünschte, ein leichter zittriger, panischer Unterton war zu vernehmen, den ich vor Ryans Haustür problemlos hatte verstecken können, aufgrund dessen dass mich Bellas Anwesenheit eher enttäuscht und wütend gemacht hatte. Ich steckte meinen Zauberstab zurück in meine Hosentasche, da ich keinesfalls feindselig wirken wollte. Es wäre kontraproduktiv, wenn wir so auftreten würden, als hätten wir mit einem Kampf gerechnet, immerhin stellten wir uns freiwillig.
Während wir uns der Gestalt näherten, dachte ich zurück an die ruhigeren Momente, die nicht von Pruecillas Spuren beschmutzt waren. Ich war schon immer lebensmüde und süchtig nach Adrenalin und Abenteuer gewesen aber die Tage mit Pruecillas Gefolge wollte ich in meinem Leben eigentlich nicht noch einmal erleben. Ich wandte mein Gesicht ein wenig zur Seite, damit es Ryan nicht möglich war, ein Blick erhaschen zu können. Allein dass er wusste, wie panisch mich der Gedanke an meine persönliche Hölle machte, war schon genug, denn um ihm einen weiteren Einblick in meine Gefühle und Gedanken zu geben, war unser Verhältnis nicht gut genug und zweitens war ich viel zu stolz. Es gab herzlich wenige Leute, denen ich zeigen ließ, was ich fühlte aber im Moment war es kaum möglich, die Gefühle in meinem Gesicht und in meinen Augen zu unterdrücken.
Allmählich erkannte auch ich, um was es sich bei der wartenden Person handelte: Natürlich war es ein Kind. Es wunderte mich nicht sonderlich, dass uns diese untotwirkenden, kindlichen Augen entgegen blickten und doch hielt ich für einen Moment inne. Mein getrübter Verstand schrie mich an, ich solle umdrehen und mein Leben retten aber es war mein Unterbewusstsein, was mich weiter laufen ließ. Das war das einzig richtige, was ich hier tat - auch wenn es andere nicht so sahen wie ich.  Ich würde nicht durch London, durch die Winkelgasse und durch das Ministerium laufen können, ohne mit dem Gedanken, dass ich für mehrere Tode Unschuldiger verantwortlich war. Ich hatte mehrere Male gequält und auch getötet aber jedes Mal hatte es einen berechtigten Grund für mein Handeln.
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Ryan Goodwill
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] A good friend will get you out of trouble   Di 18 Sep 2018 - 19:11

Ryan entging der brüchige Klang von Celinas Stimme nicht und er bemerkte auch, dass sie ihr Gesicht gezielt von ihm abzuwenden schien. Es war gut nachvollziehbar, dass die Situation sie stark verunsicherte. Ryan hatte zwar Angst, aber bei Celina wurden alte Wunden aufgerissen, die sie vermutlich in maßlose Panik versetzten. Der Drang ihr zu helfen war groß, aber die Machtlosigkeit war größer. Es gab nichts, was der Metamorphmagus in dieser Situation hätte sagen können. Er konnte ihr nicht versprechen, dass alles gut gehen würde und sein Beistand hatte für die junge Aurorin seinen Wert verloren, so dass es ihr auch nicht helfen würde, wenn Ryan ihr diesen zusichern würde. Dazu kam noch, dass er ihr keine große Hilfe sein konnte, wenn sie Pruecilla gegenüberstanden. Schon ihr Handlanger hatte Ryan problemlos besiegt. Die alte Hexe selbst wäre somit erst recht eine nicht zu überwindende Gegnerin.
Ein stummes Nicken bestätigte Celinas Worte schließlich, bevor die beiden gemeinsam an die kindliche Gestalt herantraten. Der versklavte Körper schaute die Auroren aus glanzlosen und leeren Augen an. Für einige Herzschläge musterte der bleiche junge Körper die beiden, bevor der kleine Junge sich von ihnen abwendete und sich in Bewegung setzte. Angespannt und noch immer von Angst erfüllt, folgte Ryan dem Sklaven, denn das war offensichtlich das, was man von den Auroren erwartete. Der Weg führte in einem Tempo, dass genug Zeit ließ, um sich viele Gedanken der Angst durch den Kopf gehen zu lassen, über die flache Landschaft. Die Sonne war fast vollständig versunken, so dass die Sichtweite immer kleiner wurde. Das Kind stoppte vor einer Ansammlung hoher Sträucher. Ryan vermochte nicht einzuschätzen, wie lange sie dem Kind gefolgt waren, doch nun war die kleine Wanderung beendet.
Hinter dem grün traten weitere Gestalten hervor. Einige der Sklaven und ein bekanntes Gesicht, dass Ryan zumindest innerlich zusammenzucken ließ. Ein konzentrierter und angespannter Blick lag auf Miguellien, der nun unmittelbar vor den beiden Auroren stehen blieb und vor allem Ryan mit einem dreckigen Grinsen begutachtete. „So sieht man sich wieder Goodwill“, durchbrach er schadenfroh die Stille, während sich Ryan die Frage stellte, warum der Clown ihn nicht bereits aus dem Ministerium entführt hatte. Er hatte ihn schließlich besiegt und hätte ihn einfach seiner Herrin übergeben können. Doch es war wohl wenig sinnvoll die Beweggründe eines Verrückten zu hinterfragen. „Habt ihr Angst? Versetzt euch der Gedanke an ein Sklavendasein in Panik?“ Miguellien richtete sich mit einer stummen Geste an sein Gefolge, woraufhin jeder der Auroren von zwei Sklaven den Zauberstab abgenommen bekam. „Recshire. Das verlorene Schäfchen kehrt zurück nach Hause. Du hast der Meisterin Sorgen bereitet. Sie wird froh sein, dass du bald wieder an ihren Fäden hängst. Willkommen Zuhause mein Täubchen“, sprach er mit zischender Stimme und betrachtete dabei die junge Hexe genauer. „Das reicht“, ging Ryan ihn an, als er sich nicht mehr zurückhalten konnte. So wurde er sofort zum Objekt von Miguelliens Aufmerksamkeit. „Ryan Goodwill…“ Der Runenmagier seufzte, bevor er ausholte und Ryan einen Faustschlag auf die Nase verpasste. Ein dumpfer Schmerz durchfuhr Ryans Kopf und er musste nicht nach seiner Nase greifen, um zu wissen, dass diese blutete. Es dauerte nicht lange, bis sich ein metallischer Geschmack und eine warme Flüssigkeit auf seine Lippen legte und in dunklem Rot auf seine Kleidung tropfte. Der Metamorphmagus blieb regungslos. Er durfte den Kampf nicht eröffnen.
Bring die Schäfchen in ihren Stall!“, befahl der Handlanger der alten Hexe, bevor die Kinder ihre Zauberstäbe auf die Auroren richteten. Im nächsten Augenblick wurde dem ehemaligen Ravenclaw schwarz vor Augen und er verlor die Kraft, um sich auf den Beinen zu halten.
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Celina Recshire
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] A good friend will get you out of trouble   Di 18 Sep 2018 - 19:41

Der Spaziergang dauerte gefühlt eine halbe Ewigkeit an, während eine unangenehme Stille zwischen mir, Ryan und dem Kind vor uns herrschte. Nur die Wellen konnte man hören, wie sie in regelmäßigen Abständen gegen die Felsen schlugen. Wie einfach wäre es, jetzt den Zauberstab zu ziehen und...Ich verwarf den Gedanken schnell wieder und richtete meinen Blick auf die weite Landschaft vor uns, bis plötzlich ein hochgewachsener Kerl auftauchte, gefolgt von mehreren Sklaven, die uns sofort umkreisten. Stumm blieb ich neben Ryan stehen und versuchte mir die Panik nicht anmerken zu lassen. Diese Genugtuung würde ich ihm nicht geben, weswegen ich ihm direkt in die Augen sah und keine Miene verzog, während ich innerlich immer noch gegen meinen gesunden Menschenverstand ankämpfte. Ich rührte mich auch nicht, als zwei Kinder zu uns kamen und uns den Zauberstab abnahmen, denn damit hatte ich bereits gerechnet. Es war auch das letzte Mal so gewesen.
Ich sah Miguellien leicht angewidert an, als er mich ansprach und meinte, Pruecilla erwarte mich bereits. Da war ich mir zu 100 Prozent sicher und doch hatte ich das innerliche Bedürfnis, ihm direkt vor die Füße zu spucken. Es gab wirklich wenige - nein, eigentlich gab es recht viele - Menschen, die mich so sehr anwiderten aber er war wirklich die Krönung mit seinem jetzigen Auftritt. Ich wollte gerade etwas sagen, als Ryan die Aufmerksamkeit auf sich zog und als Antwort erstmal die Faust ins Gesicht bekam. Sofort wollte ich nach meinem Zauberstab greifen, bis mir einfiel, dass er mir bereits entwendet wurde. Gut so, das hätte vielleicht für Probleme gesorgt. Von daher blieb ich schweigend stehen und starrte einfach nur gerade aus - direkt in das Gesicht eines Kindes, welches mir gegenüber stand und auf Befehl hin den Zauberstab hob und dafür sorgte, dass ich mein Bewusstsein verlor.

Mir war etwas schwummrig vor Augen, als ich wieder zu Bewusstsein kam und mich langsam aufrichtete. Ich brauchte nicht lange bis ich mich orientiert hatte, weswegen ich mich sofort anspannte und mich hektisch und mit klopfendem Herzen umsah: Wir saßen beide in einem großen Zelt an zwei Holzmasten gekettet. Die Ketten waren an meinen Händen und Füßen und an meinem Bauch angebracht, sodass ich wirklich nicht loskommen konnte. Mir gegenüber saß Ryan, dem es nicht besser erging. Willkommen in der Hölle, Celina dachte ich verbittert und versuchte meine Panik irgendwie zu regulieren, in dem ich tief ein und wieder ausatmete.
Starr blickte ich ihn mit einer Miene an, die all das sagte, was ich gerade dachte, wenn ich ihn ansah. Gestern, als ich noch gemeinsam mit meinem Ausbilder sein Gesicht mit Dartpfeilen beworfen hatte, hatte ich gedacht, dass er es nicht noch schlimmer machen konnte. Ich hatte Ryan unterschätzt. Er hatte es noch schlimmer gemacht, in dem er einfach mit einer Todesserin zusammen arbeitete. Es ging mir vor allem darum, dass er irgendeine Frau, die anderen Ansichten war und andere Pläne verfolgte, als Teampartnerin an seine Seite nahm, obwohl er mich, Gwen und Hector hatte. Und die halbe Aurorenzentrale. Ich konnte verstehen, warum er nicht jeden einweihen wollte aber ausgerechnet eine Todesserin? Sie gehörte zu denjenigen, die wir eigentlich meistens suchten, wenn wir nicht zufällig Pruecilla am Hals hatten. Ich hatte gehofft, das nächste Mal mit einem Freund durch die Hölle gehen zu können erhob ich tonlos meine Stimme und musste augenblicklich an seine Worte denken, die er an mich gerichtet, bevor er mir seinen Ring gegeben hatte. Stumm blickte ich auf meinen Finger hinab und drehte an dem Ring herum, der unentwegt leuchtete. Im Ministerium hatte ich keine Zeit gehabt darauf zu achten, ob er nun leuchtete oder nicht. Ich hatte ihn regelrecht vergessen.
Jetzt hatte ich Alle Zeit der Welt ihm das ins Gesicht zu sagen, was ich zu sagen hatte.Ich hab meinen Ausbildern ins Gesicht gelogen und ich habe auch Gwen die Wahrheit verschwiegen, was du eigentlich machst und was der Grund dafür ist, dass du dich so verhältst wie ein Vollidiot. zischte ich und hätte mich ihm am liebsten genähert doch die Ketten, die an meinen Handgelenken rieben und mich schmerzhaft an die allerersten Stunden in der Gefangenschaft erinnerten, hinderten mich daran, was mich nur noch reizbarer machte. Und dann sehe ich, wie du dich mit dieser Todesserin abgibst... Verächtlich starrte ich an ihm vorbei die Zeltplane an. Ich wusste bis gestern nicht, dass man sich so leicht in einem Menschen täuschen kann. flüsterte ich gerade noch laut genug, dass es Ryan verstehen konnte, bevor ich meine stolze Körperhaltung verlor und meine Schultern in sich zusammenfielen. Meinen Blick hatte ich auf den Boden vor meine Füße gerichtet. Aber wie du schon sagtest. Wir sind Arbeitskollegen, keine Freunde. Das hast du mir unmissverständlich klargemacht. Es gab so einiges, was unausgesprochen blieb, auch wenn das der beste Augenblick war, um alles loszuwerden. Immerhin konnte er nicht vor meinen Worten fliehen, ohne mich zeitgleich zum Tode zu verurteilen. Mein Blick blieb an einer der Fackeln hängen, die uns nur ein wenig Licht spendeten, damit ich Ryans Mimik grob erkennen konnte.

Meine Panik, die mich überkommen hatte, als ich Miguellien gegenüber getreten war, war für kurze Zeit durch die Verachtung überspielt worden, die ich Goodwill gegenüber brachte. Doch kaum konzentrierte ich mich auf etwas anderes, blitzten sämtliche Bilder vor meinem Auge auf, die ich vor langer Zeit aus meinen Gedanken verbannt hatte. Bilder von den Stunden im Zelt, als ich alleine auf mein Urteil gewartet hatte - in Einzelhaft in Pruecillas Fängen. Ich erinnerte mich noch gut daran, wie ich versucht hatte keinen Laut von mir zu geben, wie ich mich daran probiert hatte, meine Fesseln zu lösen. Mir kamen die Bilder der Kinder wieder in den Kopf, die mir das Brot gebracht hatten. Mit blutunterlaufenen Augen, dem ausdruckslosen Gesicht, der fahlen Haut und dem toten Blick.
Ich schloss die Augen und versuchte meine Gedanken wieder auf das Jetzt und Hier zu lenken, ehe ich sie wieder öffnete und den jungen Mann mir gegenüber ansah. Beruhig dich Mit ruhigen Atemzügen versuchte ich meine zitternden Hände unter Kontrolle zu bringen, bevor ich mich voll und ganz auf meinen Kollegen konzentrierte.
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Ryan Goodwill
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] A good friend will get you out of trouble   Di 18 Sep 2018 - 21:07

Als der Metamorphmagus sein Bewusstsein zurückerlangte, fiel ihm als erstes auf, das er sich kein Stück rühren konnte. Er hatte keine Ahnung wie lange er geschlafen hatte. Weder der Tag, noch die Tageszeit waren irgendwie feststellbar. Sein Herz schlug von innen heftig gegen seine Brust und äußerlich nahm ihm eine Kette jede Freiheit und ließ ihm nur wenig Platz zum Atmen. Eine genauere Betrachtung der Umgebung offenbarte ihm zunächst Celina, die ebenfalls an einen Pfahl gekettet war und noch bewusstlos zu sein schien. Die beiden befanden sich in einem Zelt, ausgelegt mit Stroh und sonst vollkommen leer. ‚Bringt die Schäfchen in ihren Stall!‘ hallten Miguelliens Worte in seinem Kopf nach. Ein Satz der wohl wörtlicher zu nehmen war, als Ryan gedacht hatte. Das Zelt ließ ihn an Celinas Aussage damals im St. Mungos Hospital denken. Er war der Hexe damals das erste Mal nach ihrer Rettung begegnet und hatte sich kurz danach im Ministerium mit ihr angefreundet. Ein verzweifelter Blick lag auf der noch schlafenden Hexe. Die beiden hatten sich von Beginn an wunderbar verstanden. Sie waren schnell zu einem eingespielten Team geworden. Kaschandra hatte gezeigt, dass sie gemeinsam die schwierigsten Situationen meistern konnten. Der Ausflug auf die mysteriöse Insel hatte die beiden näher zusammengebracht und war gleichzeitig der Beginn einer Tragödie gewesen, die die Freunde schließlich entzweit hatte.
Die brünette Hexe schlug die Augen auf und kam langsam zu sich. Ryan gab ihr Zeit sich zu orientieren. Ihm entging dabei nicht, dass die Angst in der Aurorin noch immer groß war. Zumindest machte sie den Anschein, als wäre es so. Doch für den Moment ließ sich an der Situation der beiden nichts ändern. Ryan konnte mit seinen metamorphen Fähigkeiten zwar aus den Ketten entkommen, würde damit aber nur Celina in noch größere Gefahr bringen. Außerdem war es noch zu früh für eine Flucht. Zunächst galt es irgendwie den Stein ausfindig zu machen. Eine zu frühe Flucht würde zu viele Opfer fordern und keinen Gewinn bringen.
Doch Celina schien sich für einige Momente nicht mit Pruecilla und der Gefangenschaft beschäftigen zu wollen. Sie richtete scharfe Worte gegen Ryan, die ihn trafen wie Messerstiche. Seiner sonst so kühlen Miene war deutlich anzusehen, dass ihre Worte ihn ganz und gar nicht kalt ließen. Es schlich sich ein Ausdruck der Verzweiflung und Hilflosigkeit in seine Züge. Denn einerseits hatte er mit seiner harten Vorgehensweise genau das erreichen wollen, was nun der Fall war. Er wollte sich von Celina und den anderen distanzieren, um sie nicht zu Zielen von Elija werden zu lassen. Andererseits war der junge Auror nun aber kaum stark genug, um mit den Konsequenzen umgehen zu können. Es zerriss ihn innerlich, dass er sich offenbar dafür entscheiden musste Celina in noch größere Gefahr zu bringen, oder sie weiter zu verletzen, wie er es bisher getan hatte. Beides widerstrebte dem jungen Zauberer zutiefst und doch musste eine Wahl getroffen werden. Und wieder traf Ryan eine Entscheidung auf rein emotionaler Basis. Diese Form von Entscheidungen hatte bisher nie zu etwas Gutem geführt und doch wollte Ryan die junge Hexe nicht weiter verletzen. Er musste sich erklären. Das schuldete er Celina.
Celina…“, begann er mit ungewohnt schwacher Stimme und musste dann erst nach Worten suchen. Doch die richtigen Worte zu finden war an dieser Stell wohl eine Sache der Unmöglichkeit, weshalb er ohne weiter nachzudenken lossprach. Auf eine gedämpfte Lautstärke musste er dabei nicht achten, weil seine Stimme in diesem Moment ohnehin nicht viel Kraft besaß: „Ich wollte euch die ganze Zeit nur schützen. Du weißt ja nicht, wozu Elija fähig ist.“ Die Bilder der Kaschandra-Vision dominierten Ryans Gedanken und die Tatsache, dass er diese Zukunftsprognose noch immer nicht vereitelt hatte, ließ die Last auf seinen Schultern noch stärker wachsen. „Er wird mir alles nehmen, was mir etwas bedeutet. Ich möchte euch nicht verlieren. Ihr habt es nicht verdient in diese Sache hineingezogen zu werden und ihr zum Opfer zu fallen.“ Ryan biss die Zähne fest aufeinander. Es war einer der seltenen Momente, in denen Goodwills eiskalte Fassade seine Gefühle nicht zu verschleiern vermochte. „Ich habe keinen anderen Weg gesehen, um euch da raus zu halten.“ Der Gedanke daran, dass Elija Celina, Gwendolyn oder Hector etwas antun könnte, war genauso schmerzhaft wie die Vision von Vanessas Tod uns Ryan würde alles dafür geben, um das zu verhindern. Bisher befand er sich aber keinesfalls auf der Erfolgsspur. Schließlich wurde er in diesem Moment von Ketten an einem Pfahl gehalten und Celina ebenso.
Bella ist ein Mittel zum Zweck. Ich arbeite nicht mit ihr obwohl sie Todesserin ist, sondern weil sie Todesserin ist - wenn auch eine desertierte. Elija hat ihre Familie umgebracht und sie will ihn ebenfalls tot sehen.“ Ryan konnte die Rachegedanken der Todesserin zu gut verstehen, auch wenn er ihre Ideale niemals verstehen, oder tolerieren könnte. „Sie bedeutet mir nichts und deshalb funktioniert es. Ihr Tod wäre kein… Verlust.“ Harte Worte, die aber der Wahrheit entsprachen und denen Celina vermutlich sogar zustimmen würde. „Aber Gwendolyn, Hector und du…“, die Stimme des Metamorphmagus versagte und er startete keinen weiteren Versuch. Ein fast flehender Blick lag auf der gefesselten Hexe. Er suchte nach einem Funken Verständnis in ihrem Blick.
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Celina Recshire
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] A good friend will get you out of trouble   Di 18 Sep 2018 - 22:26

Ich fixierte seine Stirn, damit ich ihm bei unserem Gespräch, wenn man es so nennen konnte, nicht in die Augen schauen musste, denn das konnte ich wirklich nicht gebrauchen. Als er seine Stimme jedoch erhob, die alles andere als fest und sicher klang, war ich doch überrascht. Das war ich nicht von ihm gewohnt aber offensichtlich hatte ihn meine Ansprache doch mehr mitgenommen als gedacht. Schweigend und immer noch darauf bedacht, ihm nicht direkt in die Augen zu schauen, hörte ich ihm zu und versuchte nicht erkennen zu geben, dass ich unter unserem schwierigen Verhältnis litt. Es war schmerzhaft ihn zu sehen und zu wissen, dass wir wohl niemals mehr ein so gutes Team bilden würden, wenn wir uns nicht aussprachen und wenn Ryan nicht endlich sein Vorhaben, uns alle zu schützen, ablegte.
Ich kann es mir aber vorstellen, so wie du von ihm gesprochen hast Ich konnte und wollte es einfach nicht einsehen, dass seine Handlungen richtig waren. Du möchtest uns nicht verlieren? Hast du nicht gemerkt, dass du es warst, der den ersten Schritt in die andere Richtung gemacht hat? Ich kann dir nicht mal mehr richtig ins Gesicht sehen ohne dir all das vorzuwerfen, was ich gerade getan habe.  Meine Stimme klang verärgert, wurde aber ebenfalls etwas schwächer. Ich hatte kaum damit gerechnet, dass so etwas an den Kräften zehren würde.

Als anschließend die Todesserin namens Bella erwähnt wurde, wurde mein Gesichtsausdruck schlagartig wieder finsterer. Was jedoch dann für eine Erklärung kam war in gewisser Weise einleuchtend. Ich konnte jetzt zumindest verstehen, warum er die Frau gewählt hatte und nicht uns. Du hättest sie wenigstens im Gespräch erwähnen können. Seit wann geht sie bei dir ein und aus? Hast du sie in irgendeinem Zimmer eingesperrt, als wir bei dir waren? Du wolltest ja offensichtlich nicht, dass ich sie kennenlerne.
Ich biss meine Zähne zusammen und rieb mir unwillkürlich am Handgelenk, welches durch das Metall zu schmerzen begann. Und was gedenkst du jetzt zu tun, sollten wir das hier tatsächlich überleben? Willst du dich wieder zurückziehen, damit wir auf keinen Fall in Gefahr geraten? Wenn du das tust Nun sah ich ihm direkt in die Augen und legte meine ganze Ernsthaftigkeit in die Stimme, die allmählich wieder fester wurde. Dann kann ich dir versprechen, dass ich auf Gwens Boxsack dein Gesicht malen werde. Ich holte tief Luft und versuchte eine möglichst bequemere Sitzposition zu finden, wobei das Stroh, welches ich wirklich nicht vermisst hatte, mir in die Haut stach. Du warst so ein Arschloch in den letzten Tagen und Stunden, ich hoffe du weißt das. Auch wenn ich ihm damit gerade in einem kurzen Satz vorgeworfen hatte, was er für dumme Dinge getan hatte und wie ich in den letzten Tagen über ihn gedacht hatte, blieb meine Stimme ruhig und auch meine Körperhaltung und mein Blick hatten sich entspannt. Vielleicht wurde irgendwann doch noch alles wieder gut.
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Ryan Goodwill
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] A good friend will get you out of trouble   Di 18 Sep 2018 - 23:15

Die Stimme der Aurorin wurde wieder deutlich sanfter und auch wenn ihre Worte es ihm nicht unmittelbar mitteilten, hatte der Metamorphmagus das Gefühl, dass Celina ihn ein Stück weit verstand. Natürlich erkannte er die Ironie, die die Hexe ansprach. Er hatte sich von seinen Freunden distanziert, um sie nicht zu verlieren. Doch auch wenn es schmerzte, erschien es ihm stets besser, wenn sie ohne ihn lebten, als in seiner Gesellschaft zu sterben und diese Meinung hatte er noch immer nicht abgelegt. Sogar dann, wenn er sich dafür entscheiden sollte den Kontakt nicht vollkommen abzubrechen, würde er es niemals zulassen, dass sie sich in die Sache mit Elija einmischten. „Er sollte euch auf keinen Fall als Zielen wählen“, rechtfertigte Ryan seine Entscheidung erneut und mit einem kraftlosen Seufzer. Ihm war es nicht leicht gefallen diese Entscheidung zu treffen und er hatte sehr darunter gelitten, dass er die Freundschaften aufgegeben hatte, die ihm so viel bedeutet hatten und noch immer bedeuteten. Der Schritt erschien ihm aber als die beste Lösung. Die beste Lösung für die Sicherheit seiner Freunde.

Ich habe sie kurz vor eurem Besuch kennengelernt. Sie hat mich attackiert, weil Elija es geschafft hat sie zu überzeugen, dass ich der Mörder ihrer Familie bin. Denn mit genau solchen Tricks arbeitet er.“ Wenn man diesen Gedanken weiterspann, kam man sogar sehr schnell zu dem Entschluss, dass Bellas gesamte Familie nur gestorben war, um Ryan eine Gegnerin zu bescheren. Elija hatte die Rosiers abgeschlachtet und dabei Ryans Gesicht getragen, nur damit die letzte Überlebende eine Jagd nach dem Metamorphmagus startete. Ryan konnte Bella kaum leiden und ihre Familie war vermutlich kein Stück besser gewesen, aber dieses Schicksal wünschte er niemandem. Er wusste wie es sich anfühlte, wenn einem die Familie genommen wird und sogar Bella hatte dieses Schicksal nicht verdient. Nicht selten hatte sich der Gedanke, dass Ryans Tod beim damaligen Kampf gegen Elija möglicherweise für viele der bessere Weg gewesen wäre, in seine Gedanken geschlichen. Bella hätte ihre Familie nicht verloren, Vanessa würde nicht von Cartwright bedroht werden und Celina wäre vermutlich… An diesem Punkt verlor der Gedanke seine Rechtfertigung. Es war unmöglich zu sagen, wie ihr Schicksal ausgesehen hätte, wenn Ryan damals nicht den ersten Einsatz von Pruecillas Sklaven ausgelöst hätte. Doch egal wie weit man diese Spekulationen verfolgte, am Ende gab es nur eine Realität und dieser musste sich Ryan irgendwie stellen – egal wie schwierig und ausweglos es zu sein schien. „Sie war damals aber nicht im Haus. Ich habe sie nie erwähnt, weil sie nicht mehr als ein Mittel zum Zweck war“, fügte er schließlich noch hinzu.
Ich habe bisher nicht über die Zeit nach… dem hier nachgedacht“, gab er schließlich zu. Doch Celinas Worte machten den ehemaligen Ravenclaw nachdenklich. Er wollte sie nicht weiter derart verletzen und er vermisste sie, genauso wie er Gwendolyn und Hector vermisste. Vor allem Celina hatte schon oft genug bewiesen, dass sie auf sich aufpassen konnte. Nicht nur das, sie hatte Ryan sogar schon des Öfteren das Leben gerettet. Möglicherweise war es gar nicht nötig sie durch derart extreme Maßnahmen zu schützen und doch war da immer wieder diese Angst, dass seinen Freunden etwas zustoßen könnte. „Ich habe panische Angst davor, dass euch etwas zustößt. Aber es ist wohl so, dass du ganz gut auf dich selbst aufpassen kannst“, formulierte er seine Gedanken in leisen Worten. Es war das erste Mal, dass er diese Angst – seine aller größte Angst – jemandem offenbarte und es fiel ihm sichtlich schwer sich derart zu öffnen. Die sonst bestehende Fassade existierte schließlich nicht grundlos. „Vielleicht ist ‚nur Kollegen‘ doch keine sonderlich gute Idee.“ Natürlich war sie das nicht, aber es war bekanntlich deutlich einfacher um Dinge herumzureden, als sie direkt auszusprechen. Doch Celina hatte es verdient, dass er direkt war, auch wenn der junge Zauberer darin nicht besonders gut war. „Ich will sagen… Es tut mir leid.“ Sein Blick hob sich und er schaute Celina nun direkt an. „Du musst entscheiden, ob du mit einem Freund durch die Hölle gehen möchtest“, sprach Ryan mit einem sanften Lächeln. Er wusste, dass auf seine Worte auch Taten folgen mussten, aber er war entschlossen einen Weg zu finden, der nicht die extreme Maßnahme der vollständigen Isolation erforderte.
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Celina Recshire
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] A good friend will get you out of trouble   Mi 19 Sep 2018 - 9:42

Es war für mich nicht mehr nötig über Bella zu reden - wir hatten diesbezüglich das wichtigste geklärt und ich hatte auch nicht vor, meine Gedanken an eine Todesserin zu verschwenden, solange ich in Ketten lag. Ich wollte mich nur mit Ryan aussprechen, sofern es wirklich unsere letzten Momente hier waren, bis Pruecilla uns eventuell handlungsunfähig machte. Ich kannte unser heutiges Schicksal nicht aber unsere Überlebenschance sank um mehrere Prozente, wenn sie uns eine Rune auferlegte.
Die Angst habe ich auch. gab ich ehrlich zu - wer hatte sie nicht? Ich wollte auf keinen Fall zusehen müssen, wie meine Freunde in irgendeiner Weise starben. Damals in Ryans Haus, als ich in der Vision zusehen musste, wie sich Ryan freiwillig beinahe in den Tod stürzte, hatte ich mit der Panik kämpfen müssen, die sich anschließend noch mit dem Alkohol vermischt hatte. Und wer sorgt dafür, dass dir nichts zustößt? Ich verdanke dir mein Leben aber auf Kaschandra und vorgestern in der Nokturngasse steckte nicht nur ich tief in Schwierigkeiten. Wir können beide selbst auf uns aufpassen. Aber wir sind wesentlich besser, wenn wir als Team zusammenarbeiten. Ich wollte Ryan nicht mehr davon überzeugen, dass ich ihm helfen konnte und wollte - denn das sollte er nun wohl wissen, dass es unnötig war, es noch einmal zu wiederholen.

Es tut mir auch leid. Ich war auch nicht unbedingt fair dir gegenüber Ich fand es nur gerecht, dass ich mich ebenfalls entschuldigte. Ich hatte ihn immerhin stundenlang beschimpft, ihm gedanklich gedroht, ihn zu sezieren und hatte sein Gesicht auf den Fahnungsplakaten mit Dartpfeilen beworfen, auch wenn er davon nicht sonderlich viel mitbekommen hatte. Ich ließ meine Hände sinken, wobei die Ketten bei jeder kleinsten BEwegung klirrten. Ich hasse dich dafür, dass ich dich nicht hassen kann Meinen Worten folgte ein leises Seufzen, woraufhin ich sein sanftes Lächeln nach einem kurzen Moment erwiderte und dies als endgültige Versöhnung sah. Es war befreiend, sich endlich mit ihm ausgesprochen zu haben, denn es war wesentlich angenehmer mit einem Freund in Gefangenschaft zu stiezen, auch wenn die Atmosphäre weiterhin so kalt und unangenehm blieb. Im Grunde kann ich mir momentan niemand besseren vorstellen, der mit mir hier sitzen könnte Natürlich gab es Gwen aber wer wünschte sich schon die beste Freundin in Fesseln gelegt an einen Holzmast gekettet? Nun gut, Ryan war vor seiner idioten Phase ebenfalls auf dem besten Weg gewesen, mir so wichtig zu werden, dass ich ihn irgendwann vielleicht als meinen besten Freund hätte bezeichnen können. Aber wir wussten beide, dass Ryans Leben alles andere als bunt war und er schon einige schlimme Dinge erlebt hatte. Er war im Moment einfach der beste Partner in der Gefangenschaft, auch wenn ich mir nicht wünschte, dass es sich noch einmal wiederholte.
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Pruecilla Dechainara
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] A good friend will get you out of trouble   Sa 22 Sep 2018 - 18:28

Schweigend saß die alte Hexe in der Dunkelheit verborgen im Schneidersitz auf dem Boden. Das einzige unter ihr war ein Kissen und das Heu das sie umgab. Man sah ihr an das sie meditierte und sich stark konzentrierte. Um sie herum schwebten Gegenstände in der Luft, umkreisten sie wie die Planeten die Sonne. Die finstere Aura der dunklen Hexe war deutlich spürbar, die Erde vibrierte förmlich und etwas eiskaltes legte sich in der Atmosphäre des Raumes wieder, so als würde ihr Geist außerhalb ihres Körpers alles sehen und einem die Hand auf die Schulter legen. Es gab niemanden unter ihren Untergebenen der keine Angst vor ihr hatte. Die Stille des Raumes war beängstigend, das Zelt schien geradezu aufgeladen zu sein, neben ihr und hinter ihr war jeweils eine Rune zu sehen, die unsichtbar eine Verbindung zu ihrem Körper besaß. Jene waren Heilrunen die ihren Körper in der Stasis hielten, so konnte sie den Zerfall aufhalten und ihren Körper praktisch unsterblich halten. Der Preis dafür war sehr hoch. Ihrem Körper wurde das Aussehen mehr und mehr entzogen, sodass sie inzwischen ziemlich entstellt wirkte. Ein Preis den sie gerne bezahlte um an einem ewigen Leben festzuhalten. Sie hatte das letzte Jahrhundert lang ihre magischen Fähigkeiten ausgebaut, sie strebte nach der absoluten Perfektion und Beherrschung aller Zauber dieser Welt. Nun lag die Unsterblichkeit nahe zu griffbereit da und sie bereit die magische Welt völlig dafür zu opfern. Sie war Zeitzeugin vom Untergangs von großen Zauberern wie Albus Dumbledore und Lord Voldemort. Beides Gegner mit denen sie sich gerne gemessen hätte. Zu dieser Zeit jedoch war das Studium der Runenmagie viel wichtiger als der Ehrgeiz sich mit der Elite der magischen Welt zu messen.

Als Miguillien den Raum betrat, spürte er die Kälte die die Luft geradezu rasiermesser scharf machte. Die Gegenstände um sie herum fielen zu Boden und die tiefen rabenschwarzen Augen blickten zu ihrem getreuen Diener. "Meisterin, wir haben Sie. Goodwill und Recshire sind unserer Gewalt. Sie erwarten euer Urteil.", entgegnete er grinsend, Pruecilla hingegen hüllte sich in ernstes Schweigen. Das Zelt vibrierte noch mehr und der Blick von ihr zeugte von der Wut die in ihr brodelte. Sie hob ihren dünnen entstellten Arm empor und winkte ihn näher sich zu heran.  Sie rührte jedoch keinen Finger und hielt nur den Blickkontakt zu dem unterwürfigen Miguillien. Zunächst irritierte es ihn, doch dann spürte er einen extrem heißen Schmerz auf seiner Haut im Gesicht. Es war als würde man ihm etwas glühend heißes in Gesicht drücken. Er schrie vor Schmerzen auf, brüllte aus ganzer Seele und als er seine Hände nutzte um seine Wangen zu berühren wurde der Schmerz nicht mehr auszuhalten. Er konnte seine Hände nicht mehr wegziehen, überall bildeten sich weiße Brandblasen in seinem Gesicht, seine Haut war zum Schmelzen weich und klebte an seinen Händen fest, würde er zu fest ziehen, würde er sich die Haut vom Gesicht reißen. Der Schmerz war so dermaßen, dass er auf der Stelle zu Boden ging und sich schreiend und kreischend windete. Sogar so stark das selbst ihre Kinder sich angewidert wegdrehten und ängstlich zitternd in den Ecken des Zeltes standen, den Kopf gesenkt und vor Angst paralysiert. Während er sich wandte und es sich anfühlte als würde seine Haut gleich wegschmelzen, begann sie in einem ziemlich grässlichen Ton an zu reden: "Du hast versagt Miguillien. Zu deinem Glück sind die beiden hier, jetzt erfährst du wie es ist bestraft zu werden. Der Stein ist weg und das ist nur dir zu verdanken, du elende primitive kleine Kreatur, die du nichts anderes bist als mein Anhänger, mein Diener. Du wolltest immer mein Sohn sein, aber du bist NICHTS! GAR NICHTS!", schrie sie ihn an und legte einen Finger auf seine Stirn. Der Schmerz ließ langsam nach, sodass seine Schreie wieder leiser wurden. Aber aufstehen konnte er noch nicht, dafür war es alles noch zu präsent. Es hallte so stark nach, dass er es nicht wagte. Die Furcht war ihm seit langem wieder in die Glieder gefahren und der Grund wieso sie alle fürchteten. Ihr Blick war wie ein Messer das sich in ihn hineinbohrte und auch wenn es nur eine Illusion war und seinem Gesicht nichts fehlte, war es die Hölle auf Erden gewesen. "Nun ist das geklärt und JETZT wende ich mich meinen zwei Lieblingsopfern zu.", flüsterte sie mit modrigen Mundgeruch, bevor sie sich erhob und leicht über dem Boden zu schweben begann.

Mit einem Knall verschwand sie und tauchte geräuschlos und unentdeckt von den beiden Opfern wieder auf. Sie hüllte sich in der Dunkelheit und wartete schweigend ab. Sie lauschte ihnen und als Celina ihren letzten Satz sprach, ließ sie ihr Lachen durch den Raum ertönen. "Wie reudig. Jetzt wo ihr hier seid, werdet ihr ehrlich zueinander. Menschen sind so vorhersehbare Kreaturen. Aber du weißt es besser, nicht wahr Celina? In Ryan steckt eine finstere Kraft, viel mehr als man sehen will. Ich kann es spüren, die dunklen Kräfte die ihn durchdringen, ihn zu einem sehr gefährlichen Menschen machen. Sieh in seine Augen und sieh den Mörder der er wirklich ist.", zischte sie amüsiert und beobachtete die beiden. Auch hier begann das Zelt zu vibrieren, so als ob ihre mächtige Aura alles aufladen würde.  Plötzlich wirbelte sich Staub auf, ein schwarzer Wirbel erschien vor ihnen und dann schwebte sie vor ihren Augen, Pruecilla höchst persönlich. Ihre schwarzen Augen blickten tief in die von Ryan und dann in die von Celina.

Abwechselnd sah sie die beiden an, an den Zeltwänden wurden die Kinder sichtbar die anscheinend dazu abgestellt wurden die beiden zu bewahren. "Wie selbstlos von euch, euch für das Wohl der Allgemeinheit zu opfern. Ich wusste ihr würdet kommen. Also wo ist der Stein?", fragte sie ernst und sah von einem zum anderen, bevor sie sich Ryan zuwandte und auf Celina zielte, ein brennender Schmerz würde ihren Bauch durchziehen. Ein Fluch den benutzte um Ryan ihr gegenüber gefügig zu machen. Er sollte sehen, dass Celina Schmerzen ertragen musste für seine Dummheiten. "Jetzt zahlst du den Preis für deine Dummheit dich mit mir anzulegen Goodwill. Aber...du kannst all das beenden, in dem du mir sagst wo der Stein ist.", sagte sie mit beinahe psychopathisch ruhiger Stimmlage und sah ihn an, während sie ihre Magie dazu benutzte Celina unter entsetzlichen Schmerzen leiden zu lassen.

Nach einigen Momenten hört sie auf Celina Schmerzen zuzufügen und grinste sie breit an, bevor sie auf sie zuging und ihr mit einem Finger leicht über die Wange fuhr. Willkommen zurück, meine Tochter. Die Kinder haben dich schon vermisst, schon morgen Abend wirst du wieder einer von ihnen sein. Du verstehst natürlich, dass wir dich für deinen schändlichen Verrat an der Familie, bestrafen müssen und was deinen Freund angeht, wenn er sich mir nicht anschließt, werde ich ihn töten müssen.", leicht neigte sie den Kopf zur Seite und sah zu Goodwill, deren Gedankengänge nahezu offen auf der Hand lagen. "Versuch nicht zu entkommen, diese Ketten von Magie getränkt und verhindern deine Verwandlung mit der du meine Anhänger schon einmal gelinkt hast.", ihr war egal was er zu wissen glaubte, sie musste die Wahrheit erfahren und eben weil sie bereit waren sich für alle zu opfern, konnte sie nicht auf seine Aussagen vertrauen. Also packte sie mit ihren Händen auf sein Gesicht und drückte ihre Finger ziemlich fest an seine  Schläfen. Mit dieser intensiven Methode drang sie in seine Gedanken ein, um alles zu erfahren was er wusste. Sie zapfte seine Erinnerungen an und suchte nach dem Stein, nach dem was beim Kampf geschehen war und was er alles über Natascha Romanova wusste. Je mehr er sich wehren würde, desto schmerzhafter und unerträglicher würde es für ihn werden. Es musste sich anfühlen als würde man von heißen Nadeln gepiekst werden, die langsam durch die Nerven in den Kopf eindrangen.

Ich kann es sehen, Ryan. Wir sind jetzt eins, ich sehe deine Dunkelheit. Du hast Potenzial, du bist stark und selbstsicher, genauso wie du selbstsüchtig und kurzsichtig bist. Aber du hast das Potenzial. Du suchst nach Macht, nach Magie die dich auf deinem Pfad stärkt, die dir hilft jene zu schützen die du magst und liebst. Ich kann dir diese Macht geben, gib mir den Stein und du könntest mein Schüler sein.  Hör auf etwas sein zu wollen was du nicht bist. Du bist weder ein Auror noch wirst du es jemals sein. Die Schranken von Vorschriften und Berichten sind dir nicht gewachsen, du bist mehr als das und du brauchst keine Gesetze oder Schranken, du brauchst jemanden der dir die Stärke gibt um es mit Gegner wie Miguillien aufnehmen zu können.

sprach sie in seinen Gedanken und drang noch tiefer in seinen Kopf ein, um seinen Widerstand zu brechen.

Törichter Junge, glaubtest du allen ernstes, du kannst es mit jedem aufnehmen? Du bist nur ein Vorschüler der keine Ahnung hat, welches Level der Magie vor ihm liegt. Du willst lernen, lass dich von mir führen. Gib auf, gegen meine Gedankenübernahme hast du keine Chance, weder mit Gefühlen, noch mit Kraft. Dein Widerstand bröckelt ja schon.
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] A good friend will get you out of trouble   Sa 22 Sep 2018 - 21:41

Ein ungewohnt warmes und aufrichtiges Lächeln lag auf Ryans Lippen, als Celina ihm mitteilte, dass sie froh war ihn an seiner Seite zu haben. „Das geht mir genauso.“ Die beiden hatten bereits häufiger unter Beweis gestellt, dass sie ein gutes Team waren. Sie hatten Dinge vollbracht, die zuvor vollkommen unmöglich und unrealistisch erschienen waren und genau deshalb gab es Ryan Hoffnung, dass Celina bei ihm war. Wenn es jemandem gelingen würde dieser Hölle zu entkommen, dann den beiden – gemeinsam als Team und vor allem als Freunde. Es war Celina, die Ryan davor bewahrte sich in dieser Situation aufzugeben. Allein ihre Anwesenheit gab ihm Kraft und auch wenn er um sie besorgt war, war er nicht nur entschlossen mit ihr zu entkommen, sondern auch den Schlüsselstein von der alten Hexe zurückzuholen.

Doch kaum hatten die beiden Auroren sich ausgesprochen, trat eine entstellte Gestalt aus den Schatten hervor. Ryan hatte diese Person noch nie zuvor erblickt und doch hatte er keine Zweifel daran, dass es sich um Pruecilla höchstpersönlich handelte. Ihr Anblick mochte zunächst gebrechlich und fast mickrig wirken, aber ihre Aura ließ Ryan erstarren. Er kannte einen Teil ihrer großen Macht und konnte die einschüchternde Wirkung ihrer bloßen Anwesenheit nicht verleugnen, auch wenn er sie hinter einem Ausdruck der Wut und des Hasses zu verbergen wusste. Die alte Hexe erfüllte ihn mit großer Furcht und Ryan hatte gelernt Angst zu verbergen und seinen Zorn die Verteidigung übernehmen zu lassen. So kam es, dass sich die Dunkelheit, die Pruecilla ansprach tatsächlich in seinem Blick funkelte. Doch Celina kannte ihn besser als die meisten Menschen und dem aufmerksamen Blick einer Freundin konnte die Angst, auf welcher Ryans Zorn wurzelte, durchaus auffallen.
Goodwill war entschlossen sich nicht auf die verbalen Provokationen einzulassen. Er schwieg und fixierte die alte Hexe mit aufmerksamen Bick, so als wäre er in der Lage auszuweichen, wenn sie zum Angriff übergehen würde. Auch diese Kampfbereitschaft war eine antrainierte Eigenschaft, die dem Metamorphmagus in seinem gefesselten Zustand allerdings gar nichts brachte. Er versuchte die Worte der mächtigen Magierin zu ignorieren, doch eine ihrer Fragen ließ ihn aufhorchen. Sie fragte ihn nach dem Stein. Noch immer schweigend zog sich der ehemalige Ravenclaw für einige Herzschläge in seine Gedankenwelt zurück, um die Situation zu durchdenken. Irgendetwas stimmte nicht und dem jungen Zauberer fehlte die Erklärung dafür. Miguellien hatte ihn besiegt und trotzdem am Leben und in Freiheit gelassen. Das allein kam Ryan schon komisch vor. Die Tatsache, dass Pruecilla den Stein nicht in ihrem Besitzt zu haben schien, passte ins Bild und doch fehlten diesem Puzzle noch zu viele Teile, um die Lösung erkennen zu können.
Celinas Schreie rissen Ryan aus seinen Gedanken. Die junge Aurorin wandte sich vor Schmerzen und schrie so entsetzlich, dass es Ryan das blanke Entsetzen in die Augen trieb. Der junge Zauberer spannte seinen Körper an und zehrte mit aller Kraft an den Ketten, die ihn gefangen hielten: „Aufhören!“, schrie er aus voller Kehle, während die Ketten sich bereits oberflächlich in sein Fleisch schnitten. Der Kampf gegen die Ketten war vergeblich und auch der Versuch die Gestalt zu wechseln blieb erfolglos. Die alte Hexe hatte an alles gedacht. „Ich weiß nicht wo der Stein ist!“, schrie Ryan gegen die lauten Schreie Celinas an und konnte den sinnlosen Kampf gegen die Ketten nicht aufgeben. „Aufhören! Bitte! Ich tue alles…“, rief er verzweifelt und tatsächlich beendete die alte Hexe ihre Folter. Ryan beendete den Kampf gegen die Ketten und musste handlungsunfähig zusehen, wie Pruecilla sich nun direkt an die entkräftete Celina wendete und drohende Worte an sie richtete. Doch auch als die alte Hexe das Wort direkt an Ryan richtete, schwieg dieser. Die Situation wirkte ohnehin schon aussichtslos und doch wollte er keinesfalls die falschen Worte wählen, um nicht alles noch schlimmer zu machen. Denn er war überzeugt, dass die Runenmagierin in der Lage war die beiden Auroren noch mehr leiden zu lassen.
Doch Pruecilla hatte Wege ihre Informationen auch dann zu erhalten, wenn Ryan schwieg. Sie legte ihre knochigen Finger an seine Schläfen und drängte sich unter Begleitung stechender Schmerzen in seine Gedanken. Ryan hatte durch Elija unfreiwilliges Training in der Verteidigung seiner Gedanken und Erinnerungen erhalten und doch hatte er gegen den mentalen Angriff der mächtigen Hexe keine Chance. Ihre Stimme schallte in seinem Kopf, so wie sie es im Ministerium bereits getan hatte. Sie bot ihm ein Bündnis an und wäre die Situation nicht so ernst, würde Ryan nun wohl in spöttisches Gelächter ausbrechen. Doch seine ganze Konzentration galt der Verdrängung der stechenden und brennenden Schmerzen, sowie der Gegenwehr gegen den mentalen Angriff. Die Augen des Metamorphmagus waren geschlossen und er blendete die Umgebung vollkommen aus, um sich voll und ganz auf die fremde Seele in seinen Gedanken konzentrieren zu können. Denn auch wenn er sie nicht verdrängen konnte, vermochte er ihre Wege durch seine Gedanken nachzuvollziehen. Mit genug Konzentration wäre er sogar in der Lage sie gezielt auf Erinnerungen und Gedanken aufmerksam zu machen. Es würde dann aber in Pruecillas Macht liegen, ob sie darauf einging. Er hatte nicht die Macht, um sie irgendwie zu lenken.
Lass mich dir etwas zeigen, bot er ihr in seinen Gedanken an, ohne auf das Angebot des Bündnisses einzugehen. Er wies sie gezielt auf seine Erinnerungen hin, die den Kampf mit Miguellien und sein späteres Erwachen zeigten. Würde sie seine Gedanken nach Natascha durchsuchen würde sie herausfinden, dass sie nach der geplanten Festnahme von Jones nie zurückgekehrt war. Auch Ryans Gedanken, die ihren sicheren Tod vermutete wären leicht einzusehen. Goodwill verfolgte die Hexe durch seine Gedanken, bis diese genug Informationen hatte, um überzeugt zu sein, dass er den Verbleib des Steines nicht kennen konnte. Erst dann entschloss er sich dazu, dass er die Hexe irgendwie aus seinem Kopf verbannen musste. Es gab Dinge, die sie nicht erfahren durfte.
Gewaltsam konnte er nicht gegen sie ankommen. Er musste ihre Konzentration stören und in seinem Kopf gab es lediglich eine Information, die möglicherweise dazu in der Lage war. Es war nicht mehr als eine unbestätigte Theorie, aber wenn sie stimmte, dann würde sie vielleicht ausreichen, um Pruecilla aus seinem Kopf zu verdrängen. Du willst mich zu deinem Schüler machen?, lenkte er ihre Aufmerksamkeit auf sich. Seine Stimme erklang lediglich in seinem Gedanken. Die Außenwelt hatte der ehemalige Ravenclaw vollkommen ausgeblendet. Da schließt sich also der Kreis. Die einstige Schülerin wählt sich einen Cartwright-Nachkommen zum eigenen Schüler. Ryan entging nicht, dass die Hexe aufgehört hatte seine Erinnerungen zu betrachten. Er schien ihre ungeteilte Aufmerksamkeit zu genießen und allein das ließ vermuten, dass seine Theorie die Wahrheit war. Es wurde Zeit die Hexe loszuwerden. Ich weiß wer du bist Teresa Marisa Carvalho!
Kaum hatte er diese Worte in seinen Gedanken geformt, wurde der konstante Schmerz des mentalen Angriffs von einem blitzartigen und viel stärkeren Schmerz durchbrochen. Ryan riss die Augen auf und schaute direkt in die leeren Augen Pruecillas, die sich aus seinem Kopf zurückgezogen hatte und für einen Moment tatsächlich überrascht wirkte und sich von ihm zurückzog. Ryan atmete schwer, denn der mentale Kampf hatte ihn viel Kraft gekostet. Sein Blick löste sich von der alten Hexe und richtete sich für einen Moment auf Celina.
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Celina Recshire
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] A good friend will get you out of trouble   So 23 Sep 2018 - 14:11

Wären wir beide nicht in dieser ausweglosen Situation, hätte ich vielleicht behauptet, dass sich meine Laune anhob aber selbst das kleinste Stück Glück wurde von der kalten Atmosphäre verschluckt. Auch als Pruecillas Stimme erklang gefror mir das Blut in den Adern. Ich versuchte, auch wenn es aussichtslos war, meine Hände aus den Fesseln zu befreien und spürte, wie ich nervös und panisch gegen meine zitternden Hände ankämpfen musste. Es war so, als würde ich an Klaustrophobie leiden, denn jedes Wort, welches im Zelt erklang, ließ mein Herz noch schneller schlagen. Es gab kein Entkommen, es gab keine Chance sich vor dem zu drücken, was uns beide gleich erwartete. Indem wir hier hergekommen waren, hatten wir beide unser Todesurteil unterschrieben. Sieh in seine Augen und sieh den Mörder der er wirklich ist. Es war so, als würde mich eine unsichtbare Kraft dazu bringen meinen Blick noch einmal zu heben, damit ich Ryan direkt in die Augen sehen konnte. Mörder. Mann. Auror. Freund. Hätte ich mich in einer anderen Situation befunden, hätte mich das kalt gelassen - gemordet hatte ich auch schon, wenn es sein musste. Aber ich wusste, dass Ryan einer war, der Gutes tat, weswegen ich ihn nie als Mörder gesehen hatte.
Ich riss meinen Kopf zur Seite, um Pruecilla anstarren zu können, als sie auf einmal in unserem Blickwinkel auftauchte - dieses entstellte Gesicht hatte ich bereits in meiner Vision gesehen, als sich Ryan beinahe von der Klippe gestürzt hatte. Unruhig rieb ich mir die Handgelenke auf, je länger ich versuchte die Fesseln lösen zu können, auch wenn es selbstverständlich unmöglich war. Von welchem Stein sprach sie und was hatte dieser mit unserer Gefangennahme zu tun? Mein fragender Blick huschte zurück zu Ryan, der seinen Blick selbstverständlich auf Pruecilla gelegt hatte. Weswegen waren wir hier?
Der plötzliche Schmerz zuckte durch meinen Körper, als hätte Pruecilla sich ein Messer geschnappt und mir damit fein säuberlich die Bauchdecke aufgeschlitzt. Es war nicht möglich, die Schmerzensschreie zu verkneifen, denn ich fühlte mich völlig ausgeliefert. Das Klirren der Ketten wurden durch mein Geschrei übertönt, während ich mich krümmte und in meinen Fesseln hing, darum betend dass der Schmerz irgendwann verschwand. Noch nie hatte ich solche unerträglichen Schmerzen verspürt - selbst als mich die beiden Männer nach ihrem Besuch im Ministerium mit dem Cruciatus belegt hatten. Dieses Mal hatte ich wirklich das Gefühl, als würde mich Pruecilla langsam und qualvoll skalpieren, während ich leidend ausblutete. Dieser physische und psychische Schmerz sorgte dafür, dass sich jeder kleinste Muskel verspannte, als schickte sie mir unzählige kleine Stromschläge durch den Körper. Der Schmerz benebelte meinen Verstand, weswegen ich nur im Hintergrund mitbekam, wie Ryan Pruecilla anbrüllte und verlangte, dass sie aufhörte. Mittlerweile traten mir Tränen in die Augen, die durch den Schmerz hervorgerufen wurden und die ich nicht unterdrücken konnte.

Doch kaum hatte mein Gegenüber unserer Gastgeberin versprochen, alles zu tun, was sie wollte, nur damit sie mich nicht weiter quälte, hörten die Schmerzen schlagartig auf und ich hing völlig kraftlos in den Fesseln, die Haare vor dem Gesicht, damit ich die beiden nicht ansehen musste. Das Atmen war mir während der Schmerzenskrämpfe schwer gefallen, weswegen ich sofort tief Luft holte. Normalerweise hätte ich jetzt irgendetwas von mir gegeben und in meinem Kopf puzzelten sich bereits diverse Anschuldigungen und Sätze zusammen, die ich Pruecilla an den Kopf werfen konnte doch dafür fehlte mir die Kraft. Ich schaffte es lediglich mich aufzurichten, damit ich mit pochendem Herzen und schnellem Atem Ryan ansehen konnte. Ich blickte ihn solange an, bis Pruecillas Finger an meiner Wange lag, erst dann betrachtete ich sie mit einem Blick, der sowohl Hass als auch Panik und Verzweiflung wieder spiegelte. Es war unmöglich ihr gegenüber meine Gedanken und Gefühle zu verbergen, denn sie konnte mich quasi lesen wie ein offenes Buch. Der Gedanke, erneut als ihre Sklavin arbeiten zu müssen versetzte in mir die Selbe Panik, die in mir wütete, als Pruecilla von Ryans Tod sprach. Lass die Finger von ihm Ich war zwar gefesselt und völlig ausgelaugt, sodass ich nun wirklich keine Gefahr für sie darstellte aber würde Pruecilla ihr Versprechen einhalten, konnte ich nicht versprechen, dass ich ruhig daneben sitzen und zusehen würde. Niemals würde ich zulassen, dass sie ihre Magie gegen ihn richtete, um seinem Leben ein Ende zu setzen.
Mein Atem ging flach und schnell, als sich Pruecilla von mir abwandte und ihre Aufmerksamkeit auf Ryan richtete. Von nun an gab es keine Worte, die gewechselt wurden und doch wusste ich, dass sie in seinen Kopf drang und einen Kampf um seine Gedanken begann. Ich wusste nicht, wie gut Ryan in der Verteidigung war, weswegen ich mit angehaltenem Atem aufrecht sitzen blieb und gebannt das Szenario vor meinen Augen verfolgte. Hätte ich jetzt einen Zauberstab, wäre es theoretisch so einfach, ihr einen Fluch auf den Hals zu hetzen, auch wenn ich befürchtete, dass sie einen Fluch mit einem Fingerschnipsen ablenken konnte.
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Pruecilla Dechainara
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] A good friend will get you out of trouble   Di 2 Okt 2018 - 19:07

Ja, Pruecilla erinnerte sich an Theresa. Dieser Name, er lag so weit von allem was ihr vertraut war entfernt. Theresa Marisa Cavalho war längst tot, ein verblasstes Echo einer Vergangenheit die unwürdiger nicht sein konnte. Sie war gestorben nach ihr Mentor ihr hintergangen und zurückgelassen hatte, seit diesem Tag war Theresa aufgegangen in Pruecilla Deichanara, der dunkelsten Hexe die seit Lord Voldemort je auf diesem Planeten gesichtet wurde. Das der junge Goodwill diesen Namen kannte machte sie wütend. Woher konnte er davon wissen? Sie war komplett untergetaucht, hatte nie eine Spur hinter sich gelassen und alle getötet die mit ihr einst in Verbindung gestanden haben. Ihren Professor, zwei ihrer Mitschüler und selbst danach war sie vorsichtig genug, ihre Identität völlig auszulöschen. Sie erinnerte sich die Momente nach dem Elija Cartwright gegangen war. All die Bilder von ihr, all die Tagebücher und viele der Dinge die sei als kleines Mädchen vollendet hatte, verbrannten in einem gigantischen Feuer, gemeinsam mit den Personen die sich als ihre Familie ausgaben. Mit brennenden tiefen Hass hatte sie alles der Hölle übergeben und das einzige was geblieben war, war eine leere Hülle, die zu einer der mächtigsten Hexen geformt wurde. Theresa starb mit dem erlischen jeglicher Spuren, was zurückblieb war abgrundtief finster und kalt. insgesamt 200 Jahre lang hatte sie nun überlebt und sie würde noch das nächste Jahrtausend überleben, sollte sie mit ihrem Vorhaben erfolgreich sein. Das er ein Cartwright war,  veränderte die Situation enorm, denn plötzlich sah sie nicht mehr in ihm den Grünschnabel Goodwill, sondern eine Reinkanation ihres Mentors und der triefende Hass auf ihn drang mit voller Wucht an die Oberfläche. Ihre Gefühle übermannten sie so schnell, dass dieser Junge sie aus seinen Gedanken verbannen konnte. Ihr Blick blieb auf ihm haften und ein völlig verrücktes und verzogenes Grinsen zog sich über ihr entstelltes Gesicht. Ihre pechschwarzen Augen musterten ihn  eingehend bevor sie sich wieder zu beruhigen begann. "So ist das also." murmelte sie vor sich hin und kicherte leise in der Dunkelheit, während sie überlegte welche grausiges Schicksal sie ihm und seiner Freundin antun wollte. Sie zu töten wäre nicht halb so befriedigend wie ihn gebrochen und wimmernd am Boden zu sehen. "Du bist also ein Cartwright, wie schön. Auf diesen Augenblick habe ich gewartet!", zischte sie grinsend und schnipste einmal mit den Fingern, als ein Junge im Alter von ungefähr 15 oder 16 Jahren hervortrat. Man sah eine Rune auf seiner Halsbeuge, der Junge zitterte und wagte es nicht aufzusehen. Er fiel vor ihr auf die Knie, "Meine Meisterin, was befiehlt ihr mir?", Pruecilla wandte sich amüsiert dem Jungen zu und sah ihn von oben herab an. Dann strich sie mit ihren Fingern über seine Wange, er zitterte noch mehr und fürchtete bereits das Schlimmste. Umso erleichterter war Simon als sie ihre Hand wieder wegnahm. "Mein treuer Simon, gewähre unserem Cartwright Sprössling unsere Sonderbehandlung!", sagte sie ruhig, mit einem Mal hörte das Zittern auf und eine ziemlich verstörte, beinahe wahnhafte Fratze legte sich auf sein Gesicht als ob es ihm Freude bereiten würde. "Wie ihr wünscht, meine Gebieterin. Meister Miguillien wird stolz auf mich sein, ich habe viel von ihm gelernt.", sagte er und zog einen gebogenen rituellen Dolch hervor, dessen Klinge er mit einer schwarzen Flüssigkeit tränkte. Dann sah er zu Ryan und ging mit dem getränkten Dolch auf ihn zu. Beinahe wie eine Maschine rasselte er kühl und distanziert herunter was diese Flüssigkeit bewirkte, "Leute die von einem Dolch geschnitten werden erfahren zumeist heftige brennende Schmerzen, diese schwarze Flüssigkeit intensiviert das um das doppelte und macht das Schmerzerlebnis beinahe unvollstellbar quavoll. Es soll Zauberer gegeben haben die nicht nur psychisch sondern auch physisch daran völlig zerbrochen sind. Der Schmerz ist schlimmer als die Hölle." sagte er und durchschnitt eiskalt Ryans komplettes Oberteil, sodass es nun in der Mitte komplett aufgeschnitten war und der Junge mit langsamen Bewegungen sein Messer zielsicher durch Ryans Haut bohrte. Dabei zog er das Messer langsam herunter und drückte es nicht tief rein, um schwere Verletzungen zu vermeiden. Die Flüssigkeit würde ihm genug zusetzen. Er zog den Schnitt vom Brustbein an bis zum Anfang des Bauches. Erneut sah er Ryan an und wirkte geradezu ohne Emotionen. "Besonders empfindlich aber sind Stellen am Handrücken, ein Stich hinein, ein tiefer Schnitt und du spürst die schrecklichsten Schmerzen, die man sich vorstellen kann.", im selben Moment wo er das sagte, schnitt er Ryan in den Handrücken hinein und fing dabei lauthals an zu lachen unzwar so wahnsinnig das man wirklich sich fragen musste was dieser Junge alles erlebt haben musste.

Pruecilla sah das ganze mit Wohlwollen und amüsierte sich über die Schmerzen die der junge Cartwright haben musste. Ja, dieser kleine Trank der schwarzen Seele, war ihre Erfindung gewesen, ein Gift das die Empfindlichkeit des Körpers gegenüber Schmerz stark erhöht und jeden Schmerz um sein vielfaches potenziert. Ein Trank der der tiefsten schwarz magischen Küche dieser Welt entspringt. "Gut Simon, ich bin sehr stolz auf dich mein Liebling.", sagte er mit ruhiger beinahe mütterlicher Stimmlage und musterte den Jungen mit einem kurzen Blick. Dieser fiel erneut vor ihr auf die Knie, mit nicht mehr an als ein paar Lumpen am Körper und Narben im Gesicht, auf den Schultern und sogar direkt über dem Auge. "Meisterin, gewährt mir die Ehre, die Verräterin zu brandmarken mit einem Zeichen das sie niemals vergisst. Ich flehe euch an, Herrin. Recshire muss leiden für ihren Verrat für die Verbrechen an der Familie. Sie war wie eine Schwester und nun sehe ich in ihr eine persönliche Vendetta.", schweigend schwebte Pruecilla an ihm vorbei direkt auf Celina zu, "Na mein Täubchen? Da hörst du es. Erkennst du Simon wieder? Ihr wart in einer Kampfgruppe, er war deine Familie, dein Bruder. Du hast ihn verraten und eigentlich hat er recht. Psscht." beschwichtigte sie Celina, "sag jetzt nichts mein Kind. Von dir will ich nur eines hören. Wo ist der Schlüsselstein den ihr im Ministerium versteckt? Sag es oder ich schwöre dir, dass ich euch nie wieder auch nur eine Sekunde ohne den bittersten Schmerz verbleiben lasse. Simon ist nicht so illoyal wie du, er hat mir immer treu gedient und er wird ein Teil dessen was meine Pläne sind. Sprich oder ich schwöre dir Simon kann sich an dir austoben und dir die Hölle bereiten. SPRICH!!!!!", schrie sie wobei die Erde anfing zu beben, so als würde aus ihrem Körper die schwarze Magie mit ihren Emotionen alles um sie herum beeinflussen. Ihr Hass auf die beiden war groß und jetzt wo sie wusste, dass Ryan ein Cartwright war, war sie mehr denn je interessiert ihn zu brechen und ihn büße zu lassen für das was ihr angetan wurde. Glaubte er wirklich, weil er ihren alten Namen kannte, ihr altes Ich würde sie das jetzt beeindrucken oder dazu verleiten zusammenbrechen? War er naiv genug sich mit ihr anzulegen in dem Glauben zu gewinnen?

Auch bei Celina legte sie ihre Hände auf ihr Gesicht und drang voller Absicht in ihre Gedanken ein, um Informationen zu sammeln, aber auch um sie mental zu foltern. Sie zeigte ihr die schlimmsten Bilder von ihren schönsten Erinnerungen, in denen Familienmitglieder plötzlich Pruecillas Gesicht hatten oder ihr einredeten das sie Schuld an allem trug und das sie sich falsch entschieden hatte. Das alles was se tat völlig fehlgeleitet sei. Armes Kind, du kannst dich nicht wehren, je mehr du dich wehrst desto schlimmer und schmerzhafter ist. GIB MIR WAS ICH WILL!!, schrie sie in Celinas Gedanken und versuchte ihr Geheimnisse aus dem Ministerium zu entlocken.


Simon hingegen ging wieder zu Goodwill herüber, kniete sich vor ihn und grinste. Beängstigend wenn man erstmal bemerkte das dieser Junge vielleicht 15 oder 16 Jahre alt war, "Du bist ein Mörder und du bist dumm. Wieso wollen Menschen wie du dauernd in Schwierigkeiten kommen oder sich in Dinge einmischen die sie nichts angehen? Ich hasse dich. Ja ich wünsche dir den Tod, die Hölle alles was es an schrecklichen gibt und wenn meine Meisterin mit dir fertig ist, wird sie sich ihrem Ziel wieder zuwenden und du bist dann längst vergessen. Liebe hat keine Bedeutung, Freundschaft ist eine Illusion geschaffen um sich selbst zu beschränken, ich habe Dinge gelernt die Menschen wie du eh nicht kapieren. Ich habe andere in meinem Alter getötet, die zuvor noch meine Freunde gewesen sind. Meine Meisterin hat mich gelehrt wie schwach Freundschaften sind, wie viel wir uns vormachen Menschen als unsere Freunde zu bezeichnen. Aber weißt du was? Wir beide werden uns wiedersehen, in der Arena auf Leben und Tod werden wir beide einen magischen Kampf austragen. Deine Kindermagie gegen meine Runentechniken.", der Junge musterte Ryan, "hast du Schmerzen? Hast du Schmerzen, ja? Fühlt sich das nicht GUT AN?! Es ist dieser stockende Atem, dieses umwandeln von Schmerz in Hass und Wut der einem unglaubliche Stärke gibt. Ich zeige es dir." mit diesen Worten biss er sich selbst so stark in den Unterarm das dieser anfing zu bluten, erst da zog er seine Zähne zurück und zeigte ihm die blutende Bisswunde mit einem hämischen Grinsen. Man konnte in seinen Augen sehen, wie viel Freude Simon daran hatte. "Es schmeckt gut, dieses Blut. Es fühlt sich gut an, wenn es ausströmt. Ganz viel rote Flüssigkeit. Es ist warm und man beruhigt sich eher, der Körper wird erst nach einer Zeit schwächer."
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Ryan Goodwill
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] A good friend will get you out of trouble   Di 2 Okt 2018 - 21:01

Ein entkräfteter und zugleich angespannter Blick lag auf der entstellten alten Hexe, nachdem sich diese aus Ryans Gedanken zurückgezogen hatte. Es hatte den Metamorphmagus eine große Menge Kraft gekostet, mit Pruecilla in seinen Gedanken mitzuhalten. Dass es ihm schließlich sogar gelungen war sie zu vertreiben war einerseits großes Glück und andererseits Elijas Verdienst gewesen. Ohne den Urahnen hätte Goodwill weder die nötigen Informationen gehabt, noch hätte er über die Fähigkeiten verfügt Pruecilla in seinem Kopf zu folgen. Es war offensichtlich wirklich so, dass alles was einen nicht umbrachte die Fähigkeiten schulte. Dennoch konnte der junge Zauberer auf weitere Nahtoderlebnisse verzichten, auch wenn die alte Hexe ihm diese vermutlich nicht ersparen würde.
Ohne erkennbaren Ausdruck auf dem Gesicht musterte Ryan den Jungen, der auf das Zeichen seiner Meisterin aus den Schatten trat. Der verängstigte Sklave war nicht einmal volljährig und sein Anblick erfüllte Ryan innerlich mit Abscheu, aber auch mit Mitleid. Der Blick des Jungen schien leer und dennoch verängstigt. Er hing an unsichtbaren Fäden und die entstellte Hexe ließ ihn an diesen tanzen wie es ihr beliebte. Er war gezwungen ihren Anweisungen zu folgen und doch genügte ein Blick in seine Augen um zu begreifen, dass in dieser willenlosen Hülle eine junge Seele steckte, die durch die Hölle ging und zutiefst verängstigt war. Doch kaum hatte der junge Simon seinen Befehl erhalten, offenbarte sich, was Pruecilla aus der unschuldigen Seele geformt hatte. Ein furchterregendes Grinsen verdrängte die Angst aus Simons Antlitz. Ryan wusste nicht wie lange der Junge schon unter dem Einfluss der Rune stand, aber es war offensichtlich, dass diese seiner Seele Schaden zugefügt hatte. Der Auror verzichtete darauf dem Sklaven zuzureden. Gegen die Macht der Rune würde Simons Willen nicht ankämpfen können, sonst hätte er das schon längst getan.
Ohne ein Wort zu verlieren, verfolgte Ryan die Ausführungen zu der Substanz, welche der Klinge anhaftete, bevor sein Oberteil zerschnitten wurde. Das Herz des Metamorphmagus schlug wild in seiner Brust und war eines der wenigen Anzeichen seiner Angst. Seine Gesichtszüge hingegen wirkten hasserfüllt und bedachten die alte Hexe mit einem finsteren Blick, bevor die Klinge seine Haut durchdrang und in wenigen Augenblicken jeglichen Widerstand niederriss. Unbeschreibliche Schmerzen erfüllten die Schnittwunde und schienen in den gesamten Körper auszustrahlen. Die Muskulatur des jungen Zauberers spannte sich vollkommen unkontrolliert an und das Adrenalin verdrängte die Erschöpfung, so dass er im Kampf gegen die Schmerzen erneut gegen die Ketten ankämpfte, so dass diese sich weiter in sein Fleisch schnitten. Doch der Schmerz der Klinge ließ den Schmerz der Ketten vollkommen verblassen. Der Kampf gegen den höllischen Schmerz versetzte Ryan in einen Dämmerzustand. Sein Körper kämpfte mit aller Kraft gegen den Angriff und wandte sich in den Ketten, sein Geist war dabei allerdings derart vernebelt, dass er nicht einmal seine eigenen Schmerzensschreie vernahm, die das Zelt und vermutlich weite Bereiche außerhalb erfüllten. Auch Simons Lachen erreichte Ryan nicht, als sich die Klinge in seinen Handrücken bohrte und seinen Geist noch weiter der Ohnmacht entgegentrieb, während seine Schrei intensiver wurden und sein Körper seinen unkontrollierten Kampf fortsetzte.
Auch als Simon seine Folter beendet hatte, fand Ryan nicht zu vollem Bewusstsein zurück. Vollkommen kraftlos sackte er in den Ketten zusammen, während sein Körper die letzten Echos des bestialischen Schmerzes erstickte. Schwer atmend hob er den Kopf, nur um diesen sofort wieder sinken zu lassen. Seine Augen zeigten ihm nur verschwommene Bilder und seine Ohren wurden von einem dumpfen Rauschen erfüllt, welches seinen eigenen beschleunigten Herzschlag für ihn laut hörbar machte. Dumpfe Schläge durchfuhren seinen Kopf und hinterließen einen stechenden Schmerz. Ihm war kalt und heiß zugleich und auf seiner Stirn standen feine Schweißperlen. Nur langsam erlangte Ryan die Kontrolle über seinen Körper zurück, während der nachlassende Schmerz der dunklen Flüssigkeit die Schmerzen der Wunden spürbar werden ließ, welche von den Ketten verursacht worden waren. Der Blick und auch das Gehör wurden wieder klarer und es gelang Ryan den Kopf zu heben, um sich ein Bild von der aktuellen Lage zu machen.
Pruecillas berührte Celinas Kopf und schien nun ihre Gedanken zu durchsuchen. Der Metamorphmagus wollte sich einmischen, doch ihm fehlte die Kraft, um Worte heraus zu bringen, die laut genug wären, um Pruecilla überhaupt zu erreichen. Im selben Moment widmete sich Simon dem jungen Zauberer.
Mit Mühe verfolgte Ryan die Worte des Sklaven und musste erkennen, dass in seinen Lehren, die ihren Ursprung offensichtlich bei Pruecilla selbst hatten, einige Worte steckten, in denen Ryan sich wiederfand. Der ehemalige Ravenclaw hatte ebenfalls gelernt Schmerz zu Hass werden zu lassen. Dieser Hass hatte ihn lange Zeit angetrieben und er bezog viel seiner Kraft aus dieser Wut. Es war für Ryan immer der leichteste Weg mit Trauer und Schmerz umzugehen. Es war einfacher und unkomplizierter wütend zu sein, als zu trauern oder Schmerzen zu verarbeiten. Eine Lehre, die Goodwill von seinem Urahnen erlernt und danach nie wieder losgeworden war. Und wieder drängte sich ihm der Gedanke auf, dass er Elija und somit auch Pruecilla vermutlich ähnlicher war, als er es selbst wahrhaben wollte.
Ryan ignorierte die Verletzung, die sich Simon selbst zugefügt hatte. Im Gegensatz zu Ryan selbst, war der Junge vor ihm vermutlich nicht so selbstzerstörerisch, wie es den Anschein machte. Simon wurde gezwungen diese schreckliche Person zu werden. Das Entfernen der Rune würde den jungen Zauberer vermutlich in ein tiefes Loch werfen. Möglicherweise hatte Pruecilla seine Seele schon derart gebrochen, dass für ihn jede Rettung zu spät käme. „Es tut mir leid, Simon“, kam es schwach über Ryans Lippen. Worte die nicht an den Simon gerichtet waren, der zu ihm sprach, sondern an den Simon, der im inneren der willenlosen Hülle gefangen war und dessen Angst Ryan zuvor gesehen hatte.
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Celina Recshire
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] A good friend will get you out of trouble   So 7 Okt 2018 - 13:52

Mein Blick huschte von Ryan zurück zu Pruecilla und versuchte aus den wenigen Wortwechseln einen roten Faden zu ziehen. Pruecilla hatte offensichtlich die Verwandtschaft zwischen Ryan und Elija herausgefunden. Offensichtlich gab es ein kleines Detail, was Pruecilla daran störte.
Das Auftauchen des jungen Simons ließ mich unruhig werden - ich erkannte ihn. Ich war vor wenigen Monaten selbst sein Kampfpartner gewesen, als ich noch Pruecillas Marionetten gewesen war. Ich wandte meinen Blick ab, konnte ihn einfach nicht ansehen ohne von Schuldgefühlen überwältigt zu werden. Das waren Emotionen, die ich aktuell nicht an mich heranlassen konnte aber es war nun mal eben so, dass ich mich bis vor wenigen Stunden noch in Freiheit befunden hatte, während er widerstandslos den Befehlen von Pruecilla folgen musste. Die Schuldgefühle verflogen jedoch sofort wieder, als er sich Ryan näherte und offensichtlich vorhatte, ihm Schmerzen zuzubereiten. Ich war unfähig irgendwas zu sagen und selbst wenn mir Worte eingefallen wären, dann hätten sie Simon sicher nicht dazu gebracht, damit aufzuhören. Stumm beobachteteich von meinem Platz aus, wie er die Klinge in die Flüssigkeit tauchte und Ryan darauf vorbereitete, was ihn gleich erwartete. Halt Meine Stimme war belegt und ich glaubte auch nicht daran, dass Simon sich nun zu mir umdrehte um mit zuzuhören. Ich wusste ehrlich gesagt auch nicht, was ich hätte sagen sollen. Als sich jedoch die Dolchspitze in Ryans Haut bohrte und dessen Schmerzensschreie die kurzzeitige Stille zerriss, schrie ich dagegen an. Stopp! Ich konnte nicht zusehen, wie er unter furchtbaren Schmerzen gegen die Ketten ankämpfte, die sich ebenso wie bei mir in sein Fleisch schnitten.

Stumm und von den Schreien betäubt starrte ich Simon an, der sich vor seine Herrin warf und darum bat, auch mir Schmerzen zufügen zu können, damit ich bis an mein Lebensende für meine Illoyalität ihr gegenüber gestraft war. Auch wenn ich mir nicht ausmalen wollte, was diese Strafe war, musste ich an meine Brandnarbe an meinem Schulterblatt denken, an dem meine eigene Rune gewesen war. Ich war bereits gebrandmarkt. Und diese Narbe würde mich wohl noch bis in alle Ewigkeiten an diese Stunden in Gefangenschaft erinnern. Kaum hatte ich den Gedanken zuende gesponnen, trat Pruecilla vor mich und lenkte meine Aufmerksamkeit auf sich. Ich hätte sie am liebsten mit einem hasserfüllten Blick angesehen und doch brachte ich nicht die Kraft auf, die starke Fassade wieder aufzurichten, die ich normalerweise an den Tag legte. Die Schmerzen hatten mein Wahrnehmungsvermögen getrübt und meine Miene zum Bröckeln gebracht. Nun war mein einziges Ziel, mir nichts von meiner Panik ansehen zu lassen, die in mir hochkroch, wenn ich nur an die bevorstehenden Foltermaßnahmen und die nächsten Stunden, Tage, vielleicht sogar Wochen denken musste. Vielleicht kamen wir nie wieder raus. Ich bin nicht illoyal. Ich bin nur loyal gegenüber den richtigen Leuten Ich war mir nicht sicher ob die Worte vielleicht falsch gewählt waren - das beste wäre gewesen, wenn ich geschwiegen hätte. Aber im Grunde war es sowieso egal was ich von mir gab. Je länger sie mit mir sprach, desto mehr staute sich die Verzweiflung in mir an, bis sie mich anschrie und ich aus reinem Impuls heraus ebenfalls mit lauterer Stimme antwortete: Ich weiß es nicht! Fassungslos starrte ich Pruecilla an und musste für einen Moment meine Atmung unter Kontrolle kriegen. Ich machte unsere Situation nicht unbedingt besser aber ich hatte noch nie zuvor etwas von einem Schlüsselstein gehört. Also konnte ich ihr auch nicht sagen, wo er sich befand.
Als Pruecilla ihre knorrigen Finger an meinen Kopf legte versuchte ich mich zu wehren und meinen Geist aus ihren Fängen zu ziehen aber ich hatte bislang nur die Grundlagen der Legilimentik erlernt und das war für einen „Kampf“ gegen Pruecilla zu wenig. Die Szenarien, mit denen ich bislang nur positive Emotionen verbunden hatte, zogen in Sekundenschnelle an mir vorbei: Lachende Gesichter meiner Brüder, gerissene Witze, besänftigende Worte, sanfte Stimmen und Blicke, die das Gefühl von Zuhause in mir versetzten. Doch je länger ich versuchte gegen Pruecilla anzukämpfen, desto lauter und drängender wurden die Stimmen. Ich erkannte meine Brüder nicht mehr, in allen Szenarien trugen sie das Gesicht von Pruecilla und lachten mich mit ihrer gehässigen Stimme aus. Ich versuchte mich irgendwie zu wehren, versuchte mich aus den Erinnerungen zu ziehen, damit ich mir das nicht ansehen musste. Doch Pruecilla zwang mich quasi dazu, dass ich mir jedes einzelne Detail ansah. Celina, hast du dir mal überlegt, dir einen anderen Job zu suchen? Du stirbst doch sowieso, wenn du so weiter machst, Ach komm, überschätz dich nicht. Du bist schwächer als du denkst, Geh doch zu Pruecilla in ihre Armee. Sie wird dich gebrauchen können Die letzten Sätze hatten es in sich und sorgten dafür, dass der letzte Widerstand gegen Pruecilla in sich zusammen fiel und ich mich nicht mehr widersetzen konnte.
Ich zeigte Pruecilla eher unrelevante Ereignisse aus meinem Leben - vor allem die neuesten: Die Dartszene in unserem Büro und die Folter des Mike Slakes. Die Informationen, die Pruecilla dadurch erhiet, waren nicht sonderlich wichtig und sorgten dafür, dass sich der Schmerz, der sich durch meinen Kopf bohrte, nur noch verstärkte. Es war kaum mehr auszuhalten und immer wieder tauchten Szenen aus meiner Jugend auf. Bilder von meinen Eltern, wie sie sich von mir abwandten und mir sagten, dass sie sich für mich schämten, bevor sie das Gesicht von Pruecilla annahmen. Der Schmerz trieb mich so weit bis ich mich an der Grenze zwischen Bewusstlosigkeit und Wachheit befand.
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Pruecilla Dechainara
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] A good friend will get you out of trouble   Mi 24 Okt 2018 - 18:12

Simon grinste den angeketteten Auroren finster an. "Du glaubst, ich werde gezwungen?", fragte er mit einem völlig wahnsinnigen Blick in seinen Augen. "Ich tue das, weil es Spaß macht. Weißt du, wie es ist, wenn du das Leben deines Opfers langsam herausgepresst wird? Weißt du wie es ist, wenn alles was du tust nur auf das eine Ziel hingerichtet ist? Ich diene meiner Mutter, meiner Herrin und Meisterin, aus freien Stücken. Denn sie ist die Zukunft, die Vergangenheit und meine Gegenwart. Weißt du was ich mit dir tun werde in der Arena?", fragte er mit einem gehässigen Blick und trat sehr nahe an Goodwill heran. "Ich werde dir die Rippen brechen und die Bruchstücke die langsam in die Lunge stoßen, damit du ganz langsam verblutest. Und bevor du glaubst zu sterben, lasse ich dich alles nochmal erleben. Ja, das macht Spaß. Wir werden viel Spaß miteinander teilen, nicht wahr? Goodwill.", sagte er mit einem weiteren wahnhaften lachen. "Du wirst hart kämpfen, gegen mich. Oh ich freue mich so darauf, die Schreie, der Schmerz, die vielen Zauber und die Strategie dahinter. Wenn alles blitzt und kaputt geht. Booom. BUM! BUM! BUUUUUM!", erneut fing er an zu kichern und wirkte völlig verrückt. Doch erst richtig verrückt war es als er Goodwill noch näher kam und so tat als würde er an ihm riechen. "Ich kann deine Angst riechen, die Angst vor dem Schmerz. Hast du Angst? Solltest du auch. Du stinkst widerlich. Haben deine Eltern dir nicht beigebracht als Gast sauber zu sein? Nein? Wusstest du, dass man am Geruch die Gefühlslage ablesen kann? Ja? Bei dir rieche ich Angst, Verzweiflung, aber das stärkste sind die Versagensängste nicht wahr? Wovor fürchtet sich der arme bemitleidenswerte Auror denn zu versagen? Ist Mummy tot? Wie ist es wenn Mummy stirbt? Ist sie im Dreck gestorben? Hast du sie beerdigt? Glaubst du deine Eltern waren nett? War sie hässlich oder schön? Alles Details, hattest du je das Verlangen sie zu töten? Einfach so? Weil, sie über dir standen und du ihnen zeigen wolltest, wozu du fähig bist? Nein? Tja. Pech für dich.", flüsterte er und strich ihm durchs Haar, bevor er sich von ihm abwandte und demütig zu seiner Meisterin blickte, die gerade Celina losgelassen hatte. Sie wirkte verärgert und schwebte knapp über den Boden herbei. Ihre Aura flösste Simon wieder Respekt ein und er knie sich untertänig vor ihr auf den Boden. "Meisterin, ich bin bereit. Bereit es mit ihm aufzunehmen, ich freue mich, auf die warme rote Flüssigkeit, auf den Moment wenn ich ihn Stück für Stück auseinander nehme und seine Beine zerschmettere.", sagte er kleinlaut, als Pruecilla ihn unterbrach. "Pssshhh. Ruhig Simon. Alles zu seiner Zeit. Sie hat fast gar keinen Wert für uns, aber ich habe meine Pläne mit den beiden. Mein kleiner loyaler Sohn, du wirst deine Chance morgen erhalten. Die anderen Kinder werden sie in der Nacht beobachten.", zischte sie, bevor sie sich noch einmal an Ryan wandte und mit ihren dreckigen Fingern sein Kinn ergriffen und es anhoben, damit er ihr direkt ins Gesicht sehen konnte. "Goodwill, morgen werdet ihr in der Arena kämpfen, gegen mein Team aus Runenmagiern. Aber vorher, wirst du eine kleine Zeremonie für mich abhalten. Solltest du es nicht tun, werde ich deine Aurorenfreundin hier, zu Staub zermalen. Trotz das du dieser Familie angehörst. Vielleicht lasse ich Celina laufen, wenn mir gefällt was du tust und ob du es tust. Du magst Potenzial haben, aber genug gelernt für das hier, hast du noch lange nicht. Es gibt Bereiche der Magie, die du noch nicht einmal kennst. Du könntest durch mich stärker werden, vielleicht. Das oder du wirst morgen in der Arena den Tod finden." , zischte sie und winkte Simon zu, damit er ihr folgte, während sie siegessicher lachte und schwebend aus dem Raum in der Dunkelheit des Zeltes verschwand. Das Heu um sie herum stank, das Zelt wirkte nicht als ob es wirklich im freien stehen würde. Dafür bewegte es sich zu wenig und es war höchst unwahrscheinlich, das sich kein Lüftchen draußen rühren würde.

Stunden später, mitten in der Nacht

Es wirkte als sei es still. Gelegentlich erschien Pruecilla oder Migiullien um sich an ihrem Leid zu laben und sie ihres Schlafen zu berauben. Jedes Mal wenn sie in Schlaf fielen, weckte sie jemand unsanft auf. Es war nur ein mickriger Zauber der normalerweise zum Scherz genutzt wurde, um jemanden zu ärgern. Erschaffen von einem dänischen Zauberer, der als Clown in einem Adelshaus tätig war. Es bewirkte das man gezwickt wurde, es fühlte sich kurz so an als würden Läuse über einen laufen und einen beißen. Man wurde auch schnell wach davon, doch der Zauber hielt nicht lange an, nur wenige Minuten, bevor er sich wieder auflöste. Mit dieser Tortour sollten die beiden mit Schlafmangel gebrochen werden. Würde also jemand einschlafen, hatten die Kinder die in der Dunkelheit sie bewachten den Auftrag sie mit kalten Wasser, diesem Zauber oder einem Schock zu wecken. Sie nutzten alle drei Mittel, in verschiedenen Kombinationen aus. Weder bekamen sie etwas zu trinken noch etwas zu essen von ihren Angreifern. Nur einmal war Miguillien gekommen und hatte völlig unprovoziert beide mit einem Cruziatuszauber belegt, bevor er mit einem lauten bösartigen Lachen wieder verschwunden war. Seitdem war er auch nicht mehr aufgetaucht und die Stille der Nacht wurde kurzzeitig einzig durch ein ungewöhnliches Getuschel aus der Dunkelheit durchbrochen. Ryan und Celina, die vielleicht etwas hörten, konnten die abschließenden Worte, "Nicht, tu das nicht", hören, die aus der Dunkelheit kamen, bevor ein Mädchen ins Licht trat. Sie wirkte jung und sie hatte eine Rune direkt unter ihrem Kinn. Sie ging langsam auf die beiden zu und blieb dann stehen, in ihren Augen konnte man eine Unentschlossenheit erkennen. Sie schien sich sogar zu fürchten und sah beide mit einem eher ängstlichen Blick an, "D...D...Du bist Ryan?", ihr Blick glitt zu der Aurorin, "und du Celina?", fragte sie und sah die beiden abwechselnd aber ängstlich an, sie hielt einen Eimer Wasser in der Hand und ging vorsichtig zu Celina herüber. Entgegen der Stimme aus der Dunkelheit die es ihr verbieten wollte, kam das zitternde Mädchen auf sie zu. Das Mädchen war extrem blass und sie wirkte abgemagert. Weder richtig lebendig, noch tot. Sie legte ihre Hand so ins Wasser, dass sich Wasser in ihrer Handfläche sammeln konnte. Dann hob sie die Hand zu Celinas Lippen, "trink." flüsterte sie, aber nicht abwertend, sondern mehr mitfühlend. "K...keine Angst, ich will euch nichts tun. Du brauchst Wasser.", flüsterte sie erneut und man merkte das sie sich bald wieder zurückziehen würde, weil sie die Konsequenzen fürchtete, die man ihr zukommen ließe. Sie gewährte Celina einen Schluck und tat dasselbe für Ryan, bevor sie wieder auf Abstand ging, "werdet ihr Simon, morgen töten?", sie kaute sich nervös auf den Lippen herum und die Angst in ihr wurde größer, je länger sie sich mit den beiden unterhielt. "Bitte...sagt es nicht meiner Herrin, das ich euch Wasser gab. Ich...ich ertrage den Anblick nicht. I...ihr...niemand sollte so sterben müssen.",  sie wirkte nicht wie die anderen Kinder, eher wie eine Außenseiterin die sich mehr Sorgen um die Gefangenen machte als um sich selbst. Sie hatte längeres Haar hinten zu einem Zopf zusammengebunden. Es war kastanienbraun, doch sehr ungewaschen und dreckig. Man konnte ihr ansehen, dass sie bereits viele Kämpfe hinter sich hatte. Blessuren die nicht von Misshandlungen herühren konnten, sondern eher von Kämpfen die in der Arena ausgetragen wurden. Ihr Gewissen war seitdem jeden Tag ein Stück schwerer geworden. "i...i...i..Ihr hättet euch meiner Meisterin nicht in den Weg stellen dürfen...es ist gefährlich und tödlich...es tut mir Leid für euch, ganz ehrlich.", fuhr sie unschuldig fort und sah den beiden dabei immer noch ängstlich und niedergeschlagen tief in die Augen, so als ob sie von beiden die Absolution sich erhoffte.
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Ryan Goodwill
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] A good friend will get you out of trouble   Do 25 Okt 2018 - 19:48

Ob Ryan wusste, wie es ist zu töten? Ob Ryan wusste, wie es sich anfühlte, wenn man alle seine Taten einem großen Ziel widmete. Beides waren Fragen, die der junge Auror mit Ja beantworten konnte und im Angesicht des Kontextes, in welchem diese Fragen gestellt worden waren, widerte es Ryan an, dass es so war. Er wollte der wahnsinnigen Gestalt, welche zu ihm sprach, nicht ähnlich sein und auch wenn der Auror im Gegensatz zu Simon keine Lust am Töten fand, gab es erschreckende Parallelen bei der fast fanatischen Verfolgung eines größeren Ziels.
Das Mitleid war aus Goodwills Blick verschwunden. Der Junge lag nicht in magischen Ketten, sondern war unter Pruecillas langjährigem Einfluss durch und durch zu einer Abscheulichkeit geworden. Er war kein Sklave, sondern ein Gefolgsmann und hatte somit kein Mitleid mehr verdient. Der Einfluss der alten Hexe hatte ihn vergiftet und es war zu spät, um ihn jemals wieder davon zu befreien. Die Folter hatte Ryan aber auch zu sehr entkräftet, um die Wut in seinem Inneren auf seinem Gesicht widerzuspiegeln. Kraftlos blickte er den verdorbenen Jungen aus neutraler Miene an und folgte seinen Worten. Auch die Erwähnung von Loreena ließ Ryan keine Reaktion zeigen. Der Tod seiner Mutter lag so weit zurück, dass er keine Erinnerungen an sie hatte. Der ehemalige Ravenclaw war damals noch ein Keinkind gewesen, weshalb die Worte Simons nicht genügten, um irgendwelche Wunden zu öffnen. Doch die Frage, wie es denn war, wenn die Mutter starb, brachte ein schwachen Lächeln auf Ryans Lippen, bevor dieser angestrengt seinen Kopf hob, um Simon direkt in seine leeren Augen zu blicken. „Wirst du noch sehen. Wenn du lang genug lebst“, stammelte Ryan angestrengt, bevor er zu Celina herüberblickte, welche sichtlich unter Pruecillas mentalen Angriffen litt. Der Anblick bestärkte ihn nur darin, dass Pruecilla sterben musste.

Stechende Kälte durchfuhr Ryans Körper und ließ ihn die Augen aufreißen. Er war kurz davor gewesen die Schwelle zum Einschlafen zu überqueren, als ein Eimer voller kaltem Wasser über ihm entleert worden war. Eine kleine Gestalt zog sich in die Schatten zurück, während Ryan sich zitternd in eine aufrecht sitzende Position brachte. Sein Oberkörper war noch immer entkleidet und trotz der warmen Temperaturen in dem Zelt, trieb das Wasser die Kälte in seinen Körper. Der Schnitt auf seinem Oberkörper brannte und seine Kehle war so trocken, dass jedes Schlucken Schmerzen bereitete und er kaum noch in der Lage war ein Wort hervorzubringen. Sein Blick richtete sich auf Celina. Sie war ebenfalls wach und genauso durchnässt, wie er es war. Die Nacht war bisher eine einzige Folter gewesen. Die beiden wurden nicht nur auf verschiedene Arten um ihren Schlaf gebracht, sondern auch von Miguellien gefoltert. Pruecilla und ihre Anhängerschaft taten alles, um den beiden Auroren ihre letzte Kraft zu rauben. Als ein junges blondes Mädchen aus den Schatten trat, bereitete sich der Metamorphmagus innerlich auf eine weitere Form der Folter vor, doch dazu sollte es nicht kommen. Ryans Blick haftete an der Rune auf dem Kinn des Kindes, als dieses das Wort an die beiden Gefangenen richtete. Das Mädchen wirkte ängstlich und es machte nicht den Eindruck, als würde sie gegen ihren Willen handeln, oder von Pruecillas magischen Fesseln beeinflusst werden. Ein leichtes Nicken war die Reaktion auf die erste Frage der ängstlichen Sklavin, bevor diese erst Celina und dann Ryan Wasser anbot. Fast gierig trank der junge Zauberer von dem Wasser. Er dachte nicht darüber nach, ob es vielleicht vergiftet sein könnte, denn wenn er es abgelehnt hätte, hätte der Durst ihn früher oder später umgebracht. Misstrauen konnte er sich also gar nicht erlauben.
Das Mädchen fragte nach Simon und ob die Auroren ihn töten würden. Goodwill versuchte das Mädchen einzuschätzen. Er verstand ihre Beweggründe nicht, aber irgendetwas sagte ihm, dass er ihr vertrauen konnte. „Sollten wir?“, fragte er aus noch immer trockener Kehle und mit kratziger Stimme. „Wollt ihr überleben? Dann ja. Simon… er jagt mir Angst ein. Sein Blick… dieser leere Blick. Er besitzt starke Magie… ist Miguelliens Liebling. Wir alle fürchten ihn. Wenn ihr leben wollt… solltet ihr es.“ Die Stimme des Mädchens klang zerbrechlich und leise. Immer wieder schaute sie sich um, was sie stark paranoid wirken ließ. Goodwill nickte und richtete erneut leise Worte an das Kind: „Wieso hilfst du uns?“ Sie hatte bereits darum gebeten, dass die beiden sie nicht verrieten, denn offensichtlich brachte sie selbst sich in große Gefahr, indem sie den Auroren half. Der Preis führ ihre Taten konnte hoch sein und doch riskierte sie es, ihn zahlen zu müssen. „Ihr braucht eure Kraft, wenn ihr morgen überleben wollt. Aber bitte… verratet mich nicht. Sie würden… sie würden mir das schlimmste antun.“ Das Mädchen vermied jeden Blickkontakt zu Ryan und die Situation schien sie stark zu belasten. Große Angst schien in ihr zu toben. „Außerdem… glaube ich…, dass ihr keine schlechten Menschen seid.“ Kurz blickte Ryan zu Celina, um sich dann wieder auf das Mädchen mit der Rune zu konzentrieren. „Es wird niemand etwas erfahren.“ Das blonde Kind wirkte fast erleichtert, als die kratzige Stimme des Aurors diese Worte geformt hatte. „Wie heißt du?“, wollte er schließlich noch wissen. „Lola“, entgegnete das Mädchen knapp.
Ryan formte trotz der fehlenden Kraft ein Lächeln auf seinen Lippen: „Danke Lola.“ Kaum waren diese Worte gesprochen worden, erblickte der Metamorphmagus eine Gestalt, die aus den Schatten hervortrat. „Schütte es über mir aus!“, befahl er dem Mädchen leise, ohne die Gestalt in den Schatten genauer zu betrachten. Zögerlich folgte das Mädchen seinen Worten und Ryan zuckte unter dem kalten Wasser zusammen, bevor die Gestalt wieder in der Dunkelheit verschwand. Erneut wurde ein kraftloses Lächeln an das Mädchen gerichtet.
Ryan war Lola dankbar. Das Kind hatte trotz Pruecillas Einfluss nicht vergessen was richtig war. Sie hatte ein gutes Herz und vermutlich hatte sie den beiden Auroren sogar das Leben gerettet. Eine Begegnung, die noch zu großen Schuldgefühlen führen sollte.
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Celina Recshire
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] A good friend will get you out of trouble   Gestern um 11:17

Die Ketten klirrten leise, sobald ich mich bewegte und verzweifelt versuchte, nicht mein Bewusstsein zu verlieren. Die Sicht vor meinen Augen drohte zu verschwimmen und auch die Umrisse meines gegenübersitzenden Freundes konnte ich nicht scharf sehen. Du bist krank Eigentlich wollte ich es laut aussprechen, doch aus meinem Mund kam kein einziger Laut, weswegen ich dazu gezwungen war, starr und schweigend dabei zuzusehen wie sich Pruecilla und Simon über mich und Ryan austauschten. Ich musste zuhören, wie ich wieder zu einer geplanten Marionette wurde - aber dieses Mal, um Ryan dazu zu bringen etwas zu tun, was Pruecilla von ihm erwartete. Und wieder einmal war ich nur kurz davor, dem Tod erneut ins Auge zu blicken. Der Tod war fast schon wie ein guter Freund von mir, so oft wie ich ihm beinahe über den Weg gelaufen war. Am liebsten hätte ich etwas gesagt, doch wieder einmal musste ich gegen die aufkommende Ohnmacht ankämpfen, die sich über mich erstrecken wollte, nachdem sich Die alte Hexe aus meinen Gedanken gezogen hatte. Verbittert sah ich zu, wie die beiden von dannen zogen und uns alleine ließen. „Alleine“. Mir war klar, dass sich überall ihre Sklaven befanden und und beobachteten. Das würde eine lange Nacht werden.

Und wieder mal wurde mir ein Eimer eiskaltes Wasser über den Kopf gekippt, damit ich wach blieb. Ich war nicht mehr verärgert oder genervt - ich war einfach nur müde. Meine Klamotten klebten an meinem Körper und dort wo ich saß, sammelte sich ein Teil des Wassers an und auch meine Haare hatten nicht mehr die Chance, zu trocknen. Als eine kleine Gestalt zum Eingang herein kam, richtete ich mich so gut es ging alarmiert auf, um mich darauf gefasst zu machen, wieder von dem eiskalten Wasser überrascht zu werden. Doch dieses Mal blieb es aus. Das junge Mädchen bot mir sogar etwas von dem Wasser zum Trinken an, nachdem ich bestätigend genickt hatte. Überrascht sah ich zu ihr hoch, bevor ich dankbar aus ihrer Hand trank. Das kühle Wasser gab mir einwenig Kraft und ich fühlte mich nicht mehr ganz so hoffnungslos wie vor wenigen Minuten. Aber warum tat sie das? Ich schwieg für einen Moment lang und lauschte der Konversation zwischen Ryan und dem Mädchen, was sich als Lola vorstellte. Doch wirklich viele Informationen bekam er nicht. Lola...Weißt du etwas zu den Runen? Gibt es irgendwelche Schwachpunkte, von denen wir noch nichts wissen? flüsterte ich, nachdem ich sicher gegangen war, dass die Fremde Gestalt wieder gegangen war. "Ich weiß nur,...dass...also....dass man sie zerstören kann mit Messern....aber es gibt verschiedene Arten der Zwangsrune. Es gibt die miteingebauten Schutzzauber...jene kann man nicht mit physischen Waffen zerstören, sondern nur mit machtvollen magischen Angriffen“ Schweigend beobachtete ich sie und suchte derweil nach weiteren Fragen, die ich ihr stellen konnte, bevor wir anderweitig unterbrochen werden konnten. “Und...wie viele Kinder hat Pruecilla in ihrem Gefolge?“ Schweigend beobachtete ich Lola, wie sie immer noch verängstigt zwischen uns beiden stand, mit dem leeren Eimer in der Hand. Bei meiner nächsten Frage sah sie sich ängstlich und zögerte, bevor sie antwortete. Man konnte ihre Angst wahrlich riechen. “Hundert vielleicht weniger...a...a...a..aber nicht an einem Fleck. S...s...s.....s...sie hat viele Verstecke. D...d...d..die Meisterin bleibt nie an einem Ort...sie wechselt alle paar Male um eine..Entdeckung zu verhindern.....i..i ich hab Angst..wenn sie herauskriegt dass ich euch das erzähle bin ich tot." Ich konnte mir nicht genau vorstellen, dass wir es zu zweit schafften bei so vielen Kindern zu entkommen aber es war gut zu wissen, dass es sich momentan nicht lohnen würde, nach Pruecillas Versteck zu suchen. Da Sich Lola so verschreckt umsah, als könnte sie jederzeit entdeckt werden, sah ich mich ebenfalls um. Du solltest jetzt lieber gehen, bevor dich jemand entdeckt. Danke für deine Hilfe, Lola. Ich lächelte sie so warm wie nur möglich an, auch wenn ich mich nicht danach fühlte, ein Lächeln auf meine Lippen zu bringen. Das Mädchen schien sich meine Worte zu Herzen zu nehmen und verschwand nach weiterem kurzen Zögern im Schatten, sodass sich eine Stille über uns ausbreitete. Lass dich nicht umbringen murmelte ich, wobei ich meinen Blick auf Ryan gerichtet hatte. Ein toter Goodwill war momentan das letzte, was ich wollte.
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[Hauptplot] A good friend will get you out of trouble
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