Harry Potter - Foren-RPG
 
StartseiteFür NeulingeNeulingsportalMitgliederAnmeldenLogin
Gryffindor

41 Punkte

Slytherin

120 Punkte

Ravenclaw

48 Punkte

Hufflepuff

104 Punkte
____________

Orden

114 Punkte

Professoren

2 Punkte

Todesser

0 Punkte

Ministerium

6 Punkte

Gesucht:


Unterricht (Gruppe 3):




Zu Starten:

Zu Beenden:

Wichtige Eilmeldungen
des Tagespropheten:


Umloggen
Benutzername:

Passwort:


Teilen | 
 

 Im fahlen Mondschein zu Wissen und Erkenntnis

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
AutorNachricht
Dax M.Chantealee
Fluchbrecher
avatar

Anzahl der Beiträge : 98
Anmeldedatum : 20.10.15

Charakterbogen
EP:
5287/5400  (5287/5400)

BeitragThema: Im fahlen Mondschein zu Wissen und Erkenntnis   Sa 1 Sep 2018 - 20:02

Datum:05.10.15

Seine Meditation war tief und er konnte alles im Raum spüren. Jeden Stuhl, jedes Knarzen wurde zu einer Welle die harmonisch mit dem Rest des Raumes verschmolz. Die tiefen Atemzüge halfen ihm dabei sein inneres Gleichgewicht zu finden. Seine Gedanken ordneten sich, seine Gefühle wurden verarbeitet und das Geschehene nochmal durchgegangen. Dax wusste, es gab nur noch eine entscheidende Frage die gelöst werden musste, erst dann würde dieses Rätsel endlich seine Auflösung finden. Die Dunkelheit nahm immer mehr zu, sie gewann an Stärke je mehr sich der Rest der Menschen vor Angst und Ignoranz aus dem Geschehen zurückzog. Die Frage war nicht ob es endete sondern wann und wie. In tiefen Einklang mit sich selbst, dachte Dax über das Geschehene nach und versuchte sich zu besinnen auf die kleinen und wichtigen Aspekte die dieser merkwürdige rote Faden mit sich trug. Sein Shi sammelte sich und verteilte sich gleichmäßig in seinem gesamten Körper, die Weisheit lag nicht darin den Stein mit Gewalt zu vernichten, sondern den Stein auf die richtige Weise zu zerstören. Die Menschen verhielten sich wie eine Fliege an der Wand, unwissend um ihr Schicksal und völlig losgelöst von dem Geschehen um sie herum. Es wurde Zeit, Zeit das der Kessel überlief und eine Ära eingeleitet wurde, in der alle lernten miteinander zusammenzuarbeiten. Jene Magie die die Welt in Schrecken hielt war im Grunde nichts Böses. Sie war einfach mächtig und ihre Auswirkungen waren weder böser noch guter Natur. Nur wir Menschen machten sie zu einem Werkzeug des Bösen und nun mussten sie die Konsequenzen dafür tragen.

Es verging einige Zeit bis Dax wieder Augen öffnete und seinen schwarzen Trenchcoat überzog und von der Stelle wo er gestanden hatte verschwand. Er tauchte erst wieder vor einer Bibliothek der magischen Welt auf, in der er sich möglicherweise Antworten erhoffte, die bei den Ermittlungen in der Bank von Gringotts verloren gegangen waren.  Die Mondscheinbibliothek ein Ort, den er bisher noch nicht abgesucht hatte. Möglicherweise fand er hier eine Inspiration die ihm Antworten auf seine Fragen einbrachte. Alles lag bei diesem Rätsel in der Vergangenheit begründet und möglicherweise gab es etwas in der Vergangenheit, dass ein wenig Licht in die Zukunft brachte. Diese Magie musste gestoppt werden aber es lag noch sehr viel mehr darin. Diese Schlüsselsteine waren ein Hinweis, sie sollten den Besitzer ganz offensichtlich zu den anderen führen und ihm die Möglichkeit geben jene immer wieder zu finden. Diese Steine besaßen eine Botschaft und nur wer zwischen den Zeilen las, vermochte diese zu verstehen.

Mit Ausgeglichenheit und dem Fokus auf die Gegenwart gerichtet, betrat er die Bibliothek und sah sich kurz in ihr um. Manche würden sagen, sein Blick wirke leer und müde, aber in Wirklichkeit täuschte das äußere Erscheinen. Ohne weiter Zeit zu verlieren trat er einige Schritte nach vorne und begab sich auf die Suche nach jemanden der ihm helfen konnte. Alles wirkte so schön ruhig, eine ihm vertraute Atmosphäre, der Geruch von Büchern und Druck machte sich breit. Eine wundervolle Mischung, die Dax stets sehr beruhigte. Mit Büchern war er aufgewachsen, stets hatte man ihm etwas zum lesen gegeben und ihm stets aufgetragen ein Buch bis in kleinste Detail zu begreifen. Oft ging es nie darum was drinne stand, sondern mehr was zwischen Zeilen ausgesagt wurde. Er sollte lernen den tieferen Sinn der Dinge zu erfassen und das zu sehen, was viele Menschen nicht sahen wenn sie ein Buch lasen. Da er zunächst niemanden sah machte er sich selbst auf die Suche nach der Vergangenheit nach etwas das ihm Aufschluss darüber gab, was man aus der Bank von Gringotts an alten Büchern über Hogwarts hatte mitgehen lassen. Aber wieso alte Bücher von der Geschichte von Hogwarts? In welchem Bezug stand Hogwarts zu dem was heute geschah? Er durchschaute es noch nicht, die wirren Verbindungen die alles miteinander verband, die losen Enden die gezogen werden mussten, weil sie nur Schaden anrichteten. Wieso nahm jemand der soviel Macht besaß, das Risiko auf sich die sicherste Bank der Welt auszurauben und dabei lediglich zwei jahrhunderte alte Geschichtsbücher zu stehlen?

Seine Hände ruhten in seinen Manteltaschen, während er leise und behutsam durch die einzelnen Korridore zwischen den Regalen wanderte und sich nach den passenden Büchern umschaute. Zunächst fand er nichts und blieb daher einen Augenblick stehen. Kurz schloss er seine Augen und meditierte, nahm den Raum in sich auf und ging dann mit ruhiger aber neutraler Mine weiter. Mit seinem Finger glitt er über manche Bücherrücken, nahm das ein oder andere heraus und las es sich durch. Da er aber nichts fand, trat er in die Mitte des Raumes, "Hallo? Ist jemand hier?", rief er laut, da es jemanden geben musste der diese Bibliothek führte.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Akari Hathaway
Vampir
avatar

Anzahl der Beiträge : 57
Anmeldedatum : 24.06.18

Charakterbogen
EP:
4600/4800  (4600/4800)

BeitragThema: Re: Im fahlen Mondschein zu Wissen und Erkenntnis   So 2 Sep 2018 - 0:38

Der eine fundamentale Nachteil an einer Bibliothek mit festen Öffnungszeiten? Es fehlte die Ruhe und Personal. Akari konnte es sich nicht leisten den Laden zu schließen, weil sie am Abend etwas mit ihrer besten Freundin vorhatte, welche wegen ihrem Job am Tag arbeitete – nicht das die Tageszeit ausschlaggebend gewesen wäre, aber sie fühlte sich manchmal als könnte sie hier zu keiner Zeit Ruhe finden, weder am Tag, noch in der Nacht. Woran lag dies nur? Sie schaute auf ihren Kalender und erkannte das Problem. Sie hatte bisher jeden Tag der Woche geöffnet! Fundamentaler Fehler. Sie kramte den letzten Tagespropheten heraus, in welchem ihre Anzeige für die Bibliothek erschiene war und ihr Blick fiel auf die Öffnungszeiten. Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang! Kein Wort von Ruhetag oder Wochenende. Akari war kurz davor mit dem Kopf gegen etwas Solides zu schlagen, doch sie erinnerte sich rechtzeitig genug daran das ihr dies vermutlich nichts bedeuten würde und sich den Schädel einzuschlagen, aus Mangel an Schmerzreflex, war fast genauso dämlich wie das ganze Jahr über durcharbeiten zu wollen. Sicher. Sie hatte sich schon mal Abende frei genommen, aber dies sah sie für sich selbst als Ausnahme, dies machte sie nur weil sie ihr eigener Boss war. Also war sie ihre eigene Sklaventreiberin? Spontan fiel ihr eine echte Bestrafung für sich ein, sie könnte etwas richtiges Essen oder Trinken, daraufhin würde sie sich natürlich übergeben, was ihren Körper so weit schwächte, dass sie dies garantiert würde spüren können. Irritiert nahm sie sich einen Notizblock und schrieb die Überschrift „Wirksame Foltermethoden für Vampire“ darauf und fügte die soeben gefundene Erkenntnis hinzu. Was sollte sie damit anfangen, ein neues Buch schreiben? Sie blätterte den Block eine Seite zurück, dort stand tatsächlich das Wort „Scheinwerferlicht“. Sollte dies ihr etwas sagen? War sie sauer auf sich selbst? Noch eine Seite. „Blutkonserven aus einer Blutbank der Muggel.“ Sie legte den Block beiseite und beschloss die Zeichen dann doch sehen zu müssen. Sie war offenbar gestresst. Was war also die Lösung? Das Türschild umzudrehen? Sie hatte den Gedanken kaum gedacht, da hallte ihr sozusagen ein deutliches ‚Nein’ entgegen. Kundschaft! Akari merkte förmlich wie sie wütend wurde und sie ging die Treppe hinunter. Für einen kurzen Moment blitzten ihre Augen in der Dunkelheit des Treppenabgangs auf und sie stellte sich fast lebhaft vor die Tür abschließen zu können, wenn ihr Opfer, seines Lebenssaftes überdrüssig, Stille verlauten ließ.
Den Menschen zu übersehen wäre eine hohe Kunst gewesen, da stand er im Lichtkegel ihrer eigenen Laternen. Ein gut aussehender Mann? Ihr fielen die Worte ihrer Freundin Liana wieder ein und dies ließ ihren Zorn verrauchen. Liana hatte sie darum gebeten acht zu geben, wenn sie gut aussehende Männerkundschaft hätte? Die Formulierung war anders gewesen, aber ähnlich gemeint und aus einem sehr irrwitzigen Gedankengang heraus wollte sie ihrer Freundin nicht mitteilen müssen, dass sie die Attraktiven gerne vernaschte, dies wäre der komplett falsche Kontext gewesen. Egal. Ihre Lebensaufgabe war es ein Mensch zu sein, also musste sie da wohl durch. Sie trat also auf ihre Kundschaft zu und hoffte, dass ihr kleiner Gefühlsausbruch für Menschen nicht witterbar war, so wie sie umgedreht deren Blut wahrnehmen konnte. “Ja ich bin da. Verzeihung. Ich war beschäftigt. Ich fürchte ich habe kaum bedacht das es schwer ist alleine eine Bibliothek zu leiten. Darf ich Ihnen behilflich sein? Kaffee oder Tee? Ich würde auch gerne mit einem Buch behilflich sein, aber versprechen kann ich leider nichts, so eine Bibliothek ist eine Lebensaufgabe, sie braucht immer Bücher.“ Sie hoffte nicht zu viel von ihrem initialen Frust in ihren Worten liegen zu haben, sie hatte sich selbst immer als ruhig und ausgeglichen vorgestellt, aber vielleicht wäre sie dies als Mensch auch nie gewesen. Sie versuchte sich an einem Lächeln, auch wenn es wohl mehr entschuldigend wirken mochte.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Dax M.Chantealee
Fluchbrecher
avatar

Anzahl der Beiträge : 98
Anmeldedatum : 20.10.15

Charakterbogen
EP:
5287/5400  (5287/5400)

BeitragThema: Re: Im fahlen Mondschein zu Wissen und Erkenntnis   Mi 3 Okt 2018 - 2:01

Der Anblick der Bibliothek war imposant, sie wirkte wie ein Meisterwerk vergangener Kunst. Auf zwei Etagen erstreckte sich ein Anblick von Ehrfurcht und Eleganz, von Luxus und dem Geruch von Wissen in jeder Ecke dieser wunderschönen Bibliothek. Sein Blick glitt einmal quer durch den Raum, suchte die einzelnen Bücherreihen ab, bevor sich jemand auf sein Rufen hin meldete und aus irgendeiner Ecke der Bibliothek erschienen war. Er musterte kurz die junge Frau die vor ihm auftauchte und anscheinend die Leiterin dieser imposanten und riesigen Bibliothek zu sein schien. Seine Hände noch immer in den Taschen seines schwarzen Trenchcoats vergraben, würdigte er sie eines kurzen nachdenklichen Blickes. Schweigend lauschte er ihren Worten und hob eine Augenbraue bevor sich kleine Denkfalten auf seiner Stirn bildeten. Der Ausdruck von absoluter Gelassenheit und Ruhe strahlte von seinem gesamten Körper ab. "So mancher versucht mit dem Kopf durch die Mauer hindurch zu gelangen, während der kluge Panda eine Tür sucht, die durch das Hindernis hindurchführt. Die einzig wahre Lebensaufgabe ist die Erkenntnis das alles eins ist, die Natur unter sich in allem eine perfekte Harmonie anstrebt und ein geschlossenes System ist. Das Gleichgewicht des Chi im eigenen Körper beizubehalten und Körper und Geist gesund zu halten. Ein Ort des Wissens ist nicht eine Lebensaufgabe, es ist die Aufgabe von Generationen Wissen weiterzugeben, zu archivieren und wenn die Zeit reif ist, es zu studieren." , seine sanfte, aber sehr ruhige Stimme hallte durch den Raum, seine Augen glitten zu dem Globus in der Mitte des Raumes, keine Mimik verzog der ältere Zauberer während er die junge Frau erneut eingehend musterte.

"Wissen und Erkenntnis erweitern sich bis in die Unendlichkeit, man muss lernen mit dem Fluss zu fließen und selbst im Chaos einen Ruhepunkt zu finden. Ich hingegen suche etwas, dass viel gewaltiger ist. Ich suche nach nicht anerkannten Werken von Historikern der letzten Jahrhunderte, jene die vom Orden des Merlin nicht als magische Historiker der Gründung von Hogwarts anerkannt wurden, weil ihre Theorien weder beweisbar noch nachvollziehbar erschienen.", sicherlich würde sie ihn allein für die Art der Bücher die er orderte mit einem Blick mustern, wie es viele vor ihr getan hatten. Wahrscheinlich würde sie sich fragen wieso jemand dafür in ihre Bibliothek kam. Die Aussage das es möglicherweise das große Rätsel der Zeit löst, würde man ihm ohnehin nicht so leicht abkaufen. "Haben sie solche Werke? Luke McTroy schrieb eines dieser Bücher, vielleicht sagt ihnen dieser Autor etwas. Er war vor etwa 50 Jahren ein Historiker der vom Zirkel ausgeschlossen wurde wegen seiner wilden Theorien bezüglich der vier Gründer von Hogwarts und ihre wahren Absichten.", fuhr er fort und würde ihr folgen sofern sie eine Idee hatte wo sie anfangen sollten zu suchen.

Wenn er hier Antworten fand, könnte er endlich vielleicht begreifen wieso Pruecilla in Gringotts nicht mehr gestohlen hatte als zwei uralte Geschichtsbücher die sich primär mit der Gründung von Hogwarts und dessen Erbauung beschäftigten. Irgendetwas musste in der Geschichte vorhanden sein, da diese Bücher geschrieben wurden von einem Autor der vom Zirkel nicht anerkannt wurde, musste es sich dabei um etwas gehen, was bisher nur als Hirngespinst abgetan wurde. Was es auch war es wurde nun Zeit das dieses Geheimnis endlich gelüftet werden konnte. Die Wahrheit über das was vor tausend Jahren geschah, musste aufgedeckt werden.

Neugierig sah er zu der jungen Frau hin, "alles hat seine Besonderheit in seiner Einzigartigkeit, ebenso wie diese Bibliothek. Welchen Grund gibt es für die seltsamen Öffnungszeiten?", hinterfragte er ohne große Hintergedanken dabei zu haben, eigentlich war es unwichtig, aber dennoch interessant zu wissen. Die zweite Frage wäre gewesen wieso sie sich ausgerechnet in der Nokturngasse ansiedelte, wo es vor Gesindel nur so wimmelte. Der Abschaum der magischen Welt trieb sich dort herum, Diebe, Fälscher, Mörder, Söldner so ziemlich alle die nicht mit ihrem Chi im reinen waren. Dax fürchtete sich jedoch nicht vor der Nokturngasse, die Menschen ignorierten ihn, denn er war wie ein Geist und auf die meisten wirkte er auch so. Selbst wenn ihm jemand zu nahe käme, würde er seine eigenen Wege finden dieses Problem zu beseitigen, selbst wenn das bedeutete einem Menschen sein komplettes Gedächtnis rauben zu müssen. "Sie leiten diese Bibliothek alleine? Eine große Aufgabe, aber dennoch eine sehr wichtige. Die Archivierung und Wiederaufbereitung des Wissens der letzten Generationen ist das zentrale Maß, damit die magische Welt mehr über sich selbst und die eigenen Fähigkeiten lernt.Bücher sind nicht nur Wissen, sondern auch Erkenntnis und jene liegt im Wissen und in der Erfahrung begründet. Meinen Sie nicht auch?", neugierig blickte er sie an und war gespannt was sie darauf erwidern würde.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Akari Hathaway
Vampir
avatar

Anzahl der Beiträge : 57
Anmeldedatum : 24.06.18

Charakterbogen
EP:
4600/4800  (4600/4800)

BeitragThema: Re: Im fahlen Mondschein zu Wissen und Erkenntnis   Mi 3 Okt 2018 - 16:05

Geübt bewegte sich Akari in ihrer eigenen Bibliothek und dabei kannte sie diese erst ein paar Monate lang und die Eröffnung selbst lag noch kürzere Zeit zurück, dennoch war sie jetzt schon ob des Arbeitspensums genervt? Sie versuchte ihr Bestes um ihrem Besucher gegenüber diesen Umstand nicht durchblicken zu lassen, aber vermutlich gelang ihr dies nicht perfekt, denn sie fand erstaunlich viel Trost in den Worten des Fremden. Natürlich sprach er ein wenig kryptisch von einem Panda, aber gerade darum war es recht einfach zu erkennen, dass seine Worte nur eine Metapher waren, doch sprach er damit exakt Akaris Problem an. Er schien auch nicht den Eindruck zu erwecken als ob er sich von ihrer schlechten Laune belästigt fühlte, im Gegenteil fast schien es als wollte er Diese absorbieren. Ob dies mit seinen Worten zusammen hing oder seiner ruhigen Erscheinung? Akari folgte einem Instinkt dies zuzulassen und hörte sich die merkwürdigen Worte an, die ihr vage vertraut erschienen, hatte sie doch auch Bücher über Konfuzius und andere Philosophen gelesen, dennoch kämpfte in ihr noch immer der latente Drang des Raubtieres. Kaum verwunderlich? Ein Teil von ihr fühlte sich ja selbst fast wie eine Bestie, vergleichbar mit einem Wehrwolf, nur im Dauerzustand begriffen, statt lediglich die Tierwerdung an Vollmonden zu vollziehen. Natürlich gab es auch kultivierte Vampire und Akari versuchte vermutlich selbst solch eine kultivierte Kreatur zu sein, aber offenbar gab es auch bei ihr Tage an denen ihr dieses Vorhaben entglitt. Daher verlangsamte sich ihr Schritt, bis sie bei ihrem Besucher anhielt und sie versuchte zunehmend sich auf seine Worte zu konzentrieren, wenn nicht sich daran zu orientieren. Ein Ort des Wissens sei keine Lebensaufgabe sondern die Weitergabe? Ein wenig seltsam mutete dies ja schon an, immerhin hatte sie es sich zur Lebensaufgabe gemacht eine Bibliothek zu leiten, womöglich brauchte es ja ein paar weitere Jahre auf der Erde um zu einer andren Weisheit zu gelangen? Sie selbst besaß ihr Wissen ja nur ebenfalls aus Büchern, kaum praktische Erfahrung steckte hinter ihren Taten und dennoch war dies die von ihr erwählte Aufgabe. Vielleicht würde sie eines Tages die Ruhe im Chaos finden, bis dahin genügte es ihr allerdings völlig nicht dem Drang nachzugeben ihre Besucher auszusaugen – obgleich dieser extreme Ausmahlung der Ereignisse wohl eher ihrer Fantasie entsprang, denn den Tatsachen, ausgelöst von der eigenen Angst Vampir zu sein und diese Bürde am Ende anderen Aufzudrängen, immerhin hatte sie dies erlebt. So war sie Vampir geworden, weil sie ihre Neugierde nicht hatte kontrollieren können, zumindest war dies rückblickend eine ihrer Erklärungen, viel wusste sie vom konkreten Ereignis nicht mehr, hatte es womöglich auch verdrängt. Sie wusste nicht wer der Sprecher war, der da von Chi, Harmonie, Wissen und Erkenntnis sprach, aber es wirkte und Akari beruhigte sich soweit, dass sich ihr entschuldigendes Lächeln noch in ein Echtes verwandeln mochte. “Panda? Dies lässt sie weltbewandert klingen.“ Er hatte so vieles, auch von Interesse, angesprochen, doch auf alles konnte sie gar nicht eingehen, auch weil sie sich ob einer adäquaten Antwort gar nicht so sicher wäre, daher wartete sie am Ende lediglich darauf was er hier für ein Buch suchen mochte, denn selbst diese Einleitung klang schon interessant genug. “Ein interessanter Autor, den ich allerdings nur vom Hörensagen und Querverweisen kenne. Ich müsste kurz einen Bibliotheks-Zauber zu Rate ziehen um Teile dieser Frage beantworten zu können, denn spontan fällt mir kein Werk ein, zumindest keines aus unserer magischen Welt.“ Eine nette Umschreibung dafür, dass sie nicht alle ihre Bücher im Kopf hatte, obgleich ihre Bibliothek nun nicht gerade gigantische Mengen an Büchern fasste, aber in Geschichte war sie nicht gerade für ihre Fähigkeit als wandelndes Lexikon bekannt. Sie zog ihren Zauberstab und begann tatsächlich mit dem einfachsten Spruch, doch sie wollte ob seiner speziellen Anfrage dann doch lieber keine Möglichkeit außer Acht lassen. “Lexica et al Luke McTroy.“ Sie deutete mit ihrem Zauberstab auf die Hauptachsen ihres Archivs und sorgte damit dafür, dass der Zauber sowohl magische als auch Muggel-Bestände erfasste. Dann senkte sie ihren Stab und war kurz davor ihn erneut aus Verlegenheit zum Tee einzuladen, immerhin würde der Spruch eine gewisse Zeitspanne benötigen, durchsuchte ihr Zauber doch nun die Autoren- und Abkürzungsverzeichnisse ihrer gesamten Bibliothek und mehr oder weniger die Erwähnung des Namens in unterschiedlichen Schreibweisen. Sie rechnete mit nicht allzu vielen Funden, denn immerhin schien die Person oder dessen Werke unbekannt zu sein. Anders wäre es bei einem bekannten Autor gewesen, dann hätte es sein können, dass ihr die halbe Bibliothek entgegen geflogen wäre, so rechnete sie mit etwas Glück mit vier bis zehn Büchern oder wenigern.  
“Ich glaube nun heißt es Abwarten, die Einladung zum Tee steht weiterhin. Was die Öffnungszeiten betrifft, hängen diese mit dem Standort durchaus zusammen. Ich war mir tatsächlich ob der Kundschaft recht unsicher und die Nokturngasse genießt nicht den besten Ruf, daher dachte ich womöglich, des Nachts zu öffnen erspart es mir im Schlaf überfallen zu werden und selbst ein Einbrecher könnte ein Buch über Tarnzauber suchen.“ Sie wusste nicht ob ihr leicht philosophisch angehauchter Gast ihre Worte nicht durchschauen würde, aber immerhin war sie selbst nun wieder besser gelaunt. “Davon abgesehen erschien mir dieser Ort einfach perfekt, einen Laden in der Winkelgasse hätte ich mir kaum leisten können und die Konkurrenz wäre wohl zu groß gewesen. Private Gründe gab es natürlich ebenfalls. Gründe gibt es wohl viele und auch der soeben von Ihnen genannte und um diese Bibliothek zu führen sowie sie zu bewahren werde ich mich früher oder später um Nachwuchs und Hilfe bemühen müssen.“ Akari hatte durchaus einen kleinen Anspruch an ihre Bibliothek, sie wollte gewiss nicht, dass diese in ein paar Jahren schließen müsste, aber eine Ansammlung von Büchern in Regalen stehen zu haben genügte auf Dauer nicht, dies musste sie sich eingestehen. Ebenso ging es auch nicht nur darum das ihr die Arbeit über den Kopf wüchse, sondern wohl eher das sie diesen Ort bewahrte, ihre Bibliothek und ihr zuhause, ihre Arbeit die ihr einen Sinn gab, etwas das sie trotz ihrer Einschränkung tun konnte und mit etwas Glück etwas das sie erst in vielen Jahren aufgeben oder weitergeben müsste. Jedoch zählte zumeist das Hier und Jetzt und weniger die ferne Zukunft und es war die Gegenwart in welcher ein einzelnes Buch langsam aus Richtung der Muggel-Abteilung über historische Geschehnisse den beiden Benutzern der Bibliothek entgegenschwebte. Akari betrachte das näher kommende Buch aufmerksam und erkannte auf dem Einband eine magisch geschriebene Zahl des Wertes Drei. “Das nenne ich mal Finderglück. Das erste Buch mit drei Verweisen auf den Autor, aber vermutlich keine Nennung eines Titels den ich besitze.“ Sie fasste das Buch und begann es aufzuschlagen. Die Textstellen mit den Verweisen waren markiert, doch die Schriftsprache des Buches erschloss sich ihr nicht auf den ersten Blick. Sie brauchte wohl kein Muggel zu sein um die Funde als Zauberei zu bezeichnen, denn hätte sie selbst in diesem Buch gesucht, sie hätte vermutlich gar nichts gefunden.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
 
Im fahlen Mondschein zu Wissen und Erkenntnis
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 1 von 1
 Ähnliche Themen
-
» Was man über Elfen wissen sollte.
» Chabos wissen, wer der Boba ist!
» Ich weiß nicht mehr weiter und brauche einen Rat..
» Wer die geschichte wissen will...
» Was eine Frau ab 30 haben und wissen sollte

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Hogwarts - Dark Ages :: Inplay :: London :: Die Nokturngasse :: Mondschein Bibliothek-
Gehe zu: