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 Relax. Unwind. Get in a flip flop state of mind.

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Wilma Fawley
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BeitragThema: Relax. Unwind. Get in a flip flop state of mind.   Mi 25 Jul 2018 - 14:14

Relax. Unwind. Get in a flip flop state of mind.
20.09.15 | Zachary & Wilma | privat | Schicksal: ja

Die warme Sonne des karibischen Himmels brannte auf der Haut der rothaarigen Hexe. Es war kein schmerzhaftes Brennen, sondern glich viel mehr einer entspannenden Wärme, die einen träge werden ließ. Die leichten Wellenbewegungen des Meeres waren kaum wahrnehmbar, lediglich durch salzigen Geruch machte das Meer sich bemerkbar. Den Geräuschen der Umgebung entfloh die Fawley mithilfe von Muggeltechnologie. Sie kannte sich damit nicht besonders gut aus, doch die kleinen Geräte, welche in der Lage waren Musik über kleine Ohrstecker abzuspielen, so dass nur man selber sie vernehmen konnte, hatten sich durchaus als nützlich herausgestellt. Die Musik machte sie taub für jegliche Störungen, welche auf dem Sonnendeck des Kreuzfahrschiffes auftraten. Uninteressante Unterhaltungen verstummten im nichts, gelegentliche Versuche, sie auf mehr als klischeehafte Weise anzugraben, waren zwar ein Stück weit eine Bestätigung für Wilmas ohnehin schon großes Ego, wurden aber auch vollkommen ausgeblendet und auch die Fragen nach ihrem Wohlbefinde, die vom Schiffspersonal an sie gerichtet wurden, nahm sie nicht wahr. Sie war tatsächlich vollkommen entspannt und das obwohl es sich um den ersten Tag ihres Urlaubs handelte.
Zachary hatte seiner Angestellten die luxuriöse Auszeit spendiert, nachdem er sie aus der Situation mit dem Rosier-Erben befreit hatte. Der Todesserin war wirklich ein Stein vom Herzen gefallen, als sie vom Tod des jungen Rosiers gehört hatte und eine Auszeit tat ihr nach all dem Stress tatsächlich gut. Denn abgesehen von den Bedrohungen, denen sie in den letzten Wochen hatte standhalten müssen, gab es in ihrem Leben noch andere Dinge, denen sie zu gerne für einige Wochen entfliehen wollte. Seitdem Jones ein gesuchter Verbrecher war, war es noch mehr zu Wilmas Aufgabe geworden den Club und auch die Geschäfte des Untergrunds zu verwalten. Zwar hatte sie Christopher an seiner Seite, welcher noch immer – Wilmas Meinung nach vollkommen zu Unrecht – offiziell das Kommando hatte. Dieser war jedoch rund um die Uhr damit beschäftigt die Tränke für die anstehenden Lieferungen anzufertigen. Abgesehen davon, dass diese vermutlich nicht ansatzweise die Qualität von Zacharys Arbeit hatten, schaffte Christopher es auch nicht nebenbei noch die Verwaltung zu unterstützen. Zach hatte dem jungen Mann viel beigebracht, aber die Qualitäten eines Zachary Jones waren nicht für jedermann erlernbar. So kam es, dass Wilma sich um die gesamte Verwaltung kümmerte. Sie war sich auch sicher, dass sie nach ihrer Abwesenheit erst einmal wieder aufräumen musste, aber das konnte die Hexe in diesem Moment gekonnt ausblenden. Sie arbeite gerne für Zachs Unternehmen, welches sie mit ihm gemeinsam aufgebaut hatte, aber sie hatte dennoch nicht lange gezögert das Urlaubsangebot anzunehmen. Viel zu lange hatte sie sich nicht mehr entspannen können.
Wilma hatte sich schließlich für eine Karibikkreuzfahrt entschieden und Zachary hatte nicht gespart, wie sie feststellen musste, als sie am Vormittag dieses Tages in Miami an Bord gegangen war. Ihr Zimmer lag mit an der Außenseite des Schiffs und bot einen atemberaubenden Anblick über das karibische Meer. Auch die anderen Leute machten durchgehend einen gehobenen und privilegierten Eindruck, so dass Wilma sich nicht durch nervtötende Familienurlauber mit unerzogenen Kindern stören lassen musste. Das einzig merkwürdige war, dass ausgerechnet Zachary Jones ein Muggelkreuzfahrtschiff für Wilma gewählt hatte. Sie störte sich an den nichtmagischen Menschen zwar deutlich weniger als Jones es tat, aber war dennoch nicht davon ausgegangen, dass Zach eine solche Gesellschaft für Wilma gewollt hatte. Vielleicht sollte sie so noch mehr Abstand zur magischen Welt und ihrer Arbeit bekommen. Wilma wusste es nicht, aber sie kannte Jones gut genug, um zu wissen, dass das bestimmt kein Zufall war. Zachary Jones war ein Mann, der keine unüberlegten Spielzüge tätigte. Egal wie nichtig eine Sache zu sein schien, Jones durchdachte diese bis ins letzte Detail und dafür bewunderte Wilma den Giftmischer.
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Zachary Jones
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BeitragThema: Re: Relax. Unwind. Get in a flip flop state of mind.   Mi 25 Jul 2018 - 22:49

Outfit

Mit eleganten Bewegungen zog der Dunkelhaarige eine gekühlte Flasche aus dem ausziehbaren Kühlfach, öffnete sie und goss ihren Inhalt - erstklassigen Gin - auf die Eiswürfel, die er zusammen mit einigen Zitronen- und Limettenscheiben in ein vorgekühltes, zylinderförmiges Glas gegeben hatte. Professionell schätzte er die Menge ab, schloss die Flasche dann mit wenigen Handgriffen und stellte den Gin zurück, worauf er aus einem anderen Kühlschubfach importiertes Tonic Water zog, um das Glas damit aufzufüllen. Nonchalant glitt sein Blick dabei über das offene Pooldeck, auf welches er von seinem Arbeitsplatz an der überdachten Poolbar aus eine hervorragende Sicht hatte, doch innerlich war er sich sehr bewusst, dass ein stahlblaues Augenpaar ihn fixierte, fast so, als wollte dieser Passagier jeden seiner Handgriffe genauestens analysieren. Müsste er nicht so höflich bleiben und wüsste er nicht, dass er diesem Mann lieber nicht blöd kommen sollte, würde er ihn wohl fragen, ob er es vielleicht selbst einmal versuchen wollen würde, damit er ihm nicht so kritisch bei der Arbeit zusah. Doch dass der Mann in der teuren Kleidung, welcher bei dem jungen Barkeeper einen Gin Tonic und einen Whisky bestellt hatte, selbst vom Fach war, ahnte er nicht. Er wusste nur, dass er derjenige war, der die teuerste Suite auf dem luxuriösen Kreuzfahrtschiff bezogen hatte, allein hier war und seit Verlassen des Hafens nicht besonders auffällig gewesen war. Wobei es natürlich irgendwie auffällig war, dass ein Mann wie er ohne Begleitung gekommen war, denn er wirkte eher wie jemand, der durch seine charismatische Aura reihenweise Leute um sich scharren konnte, ohne dafür auch nur viel tun zu müssen. Aber nein, er versuchte nicht einmal, die Aufmerksamkeit anderer Passagiere zu erhaschen. Nun ja, bis auf eine Passagierin, nämlich jene, welche er vor Bestellen der Getränke verdächtig lang angesehen hatte. Nicht auf die anzügliche Art und Weise, aber definitiv interessiert. Aber was in dem Kopf dieses schweigsamen Kerls vor sich ging konnte ja doch keiner so genau ahnen. Sicherlich, so glaubte der Barkeeper, schrieb er in seinem Kopf schon eine zweiseitige und ziemlich vernichtende Kritik zum Service an der Poolbar, weshalb er sich nun besonders ins Zeug legte und begann, den Gin Tonic mit einer Limettenscheibe am Rand zu verzieren. Gerade wollte er noch ein Schirmchen dran stecken, doch da hob der breitschultrige Mann mit den stahlblauen Augen die Hand und schüttelte den Kopf.
„Bitte nicht“, brummte er knapp, worauf der Barkeeper das Schirmchen entsorgte und innerlich ins Schwitzen geriet, da er mit seinem Eifer alles nur viel schlimmer gemacht hatte. Mit leicht roten Ohren schob er die Getränke also zu dem Milliardär, welcher die Getränke schon inklusive hatte und deshalb kein Bargeld vorlegen müsste. Aber Muggelgeld besaß er ohnehin nicht. Dass er sich überhaupt schon auf einem Muggelschiff befand, brachte ihn bereits geringfügig auf die Palme, aber die Lieblingsorte der Muggel waren nun einmal auch jene Orte, an denen man ihn am wenigsten vermuten würde. Noch immer wurde er gesucht, man ließ einfach nicht locker und vielleicht wäre es besser gewesen, mit Nathaniel einfach abzuhauen und die Auroren mit ihrer Suche nach dem Giftmischer im Dunkeln zu lassen. Aber er war kein Mensch, der es sich gern so leicht machte. Er sah sich als Kapitän eines Schiffs, das fast untergegangen wäre, aber statt von Bord zu springen und Land zu suchen, würde er dieses Schiff noch bis zum nächsten, sicheren Hafen bringen. An seinen Geschäften hing so vieles und er war viel zu stolz, als dass er alles aufgeben wollen würde. Außerdem… gab es da einen deutlich privateren Grund, der es ihm schwer machen würde, England für immer zu verlassen. Und jener lag gerade auf einer Liege in der Sonne und ließ sich entspannt von der Sonne bescheinen. Ohne Frage ein schöner Anblick, doch Zach hatte es satt, diesen aus der Ferne zu genießen. Es wurde Zeit für eine Überraschung, mit der sie wahrscheinlich nicht rechnete – nämlich, dass ihr Boss sie auf ihrem wohlverdienten Urlaub besuchte – und so nahm er die Getränke und ging selbstbewusst wie immer zu der Liege, auf der sie lag. Es war ungewohnt, sie im Bikini zu sehen, doch das stilvolle, knappe Kleidungsstück stand ihr, zumal sie es definitiv tragen konnte. Zach müsste lügen, würde er behaupten, dass er sich noch nie gefragt hatte, wie sie wohl unter ihren figurbetonten Kleidern aussah, doch sie nun in Badekleidung zu sehen konnte seine Neugier nicht wirklich stillen. Jene würde aber nie gestillt werden, wenn man nach seinen Prinzipien ging, weshalb er den Blick auch schon von ihren glatten, langen Beinen nahm, kaum, dass jener aus Versehen über diese gewandert war.
Die Liege neben Wilma war noch frei, sodass er sich ihr zugewandt einfach auf diese setzte und ihr das Glas mit dem Gin Tonic hinhielt.
„Na, genießt du deinen Urlaub?“, fragte er ruhig, wobei er den Blick über den in der Sonne glitzernden Pool wandern ließ. Dass sie unter ihrer Sonnenbrille die Augen geschlossen hatte, bemerkte er nicht. „Ich finde ihn jedenfalls gar nicht so schlecht. Für Muggelverhältnisse, versteht sich. Aber ich - “ Dann hielt er inne, weil es ihm komisch vorkam, dass sie ihm das Glas noch immer nicht abgenommen hatte, und drehte den Kopf wieder zu ihr. Dann erst bemerkte er die Stöpsel in ihren Ohren und den Umstand, dass sie unter der Brille wahrscheinlich geschlossene Lider hatte, ihn folglich also überhaupt nicht wahrnehmen konnte. Natürlich. Offensichtlich wollte sie nicht gestört werden, aber Zachary wäre nicht der, der er nun einmal war, wenn er über Wünsche wie diese nicht eiskalt hinwegsehen würde. Und eiskalt war in diesem Sinne wortwörtlich zu nehmen, denn mit einem schelmischen Grinsen hielt er das kalte Gin-Tonic-Glas gegen die erhitzte Haut des Oberarms der schönen Fawley, um ihre Aufmerksamkeit zu erlangen. Eine Aktion, die er nicht bei jedem bringen würde, dadurch aber die Vertrautheit zwischen ihnen unterstrich – denn er meinte es nicht böse, machte sich aus dem kleinen Scherz viel mehr einen Spaß, wie das freche Glitzern in seinen stahlblauen Iriden und das schiefe Grinsen auf seinen Lippen verriet.
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Wilma Fawley
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BeitragThema: Re: Relax. Unwind. Get in a flip flop state of mind.   Do 26 Jul 2018 - 0:26

Die rothaarige Hexe hatte tatsächlich mehr als nur einen Gedanken daran verschwendet, was Jones Hintergedanke bei der Wahl des Muggelschiffes gewesen sein könnte. Dabei wusste sie ganz genau, dass ihr Chef nur in den wenigsten Momenten durchschaubar war. Sie gehörte vermutlich zu den Personen, die den Giftmischer am besten verstanden und doch stellte sie sich die Frage, ob dieses Verständnis nicht da endete, wo Zach es enden lassen wollte. Der Gedanke, dass die Todesserin auf einem Schiff voller Muggel kein Interesse an den anwesenden Männern zeigte, war vermutlich ein Grund, den die Hexe sich mehr wünschte, als dass er der Wahrheit entsprach. Einem solchen Vorgehen könnte nämlich nur ein bestimmter Gedanke Zacharys zugrunde liegen, der Wilma auf gewisse Weise schmeicheln würde. Doch kaum hatte sie sich bei einem derartigen Gedankengang erwischt, zwang sie sich dazu der Frage, auf die sie vergeblich eine Antwort suchte, keine Aufmerksamkeit mehr zu schenken. Aber auch, wenn sie Zach dieses Motiv keinesfalls unterstellen wollte, hätte sich dieser keine Gedanken machen müssen. Wilma wäre vermutlich auch auf einem Schiff voller reinblütiger Zauberer alleine ins Bett gegangen. Natürlich nicht, weil sie sich in irgendeiner Weise auf Zachary wartete. Dann könnte sie genauso gut in ein Kloster gehen, denn so reizend der Gedanke auch war, glaubte sie nicht an eine derartige Wendung. Dennoch missfiel ihr der Gedanke mit einem Unbekannten intim zu werden. Sie flirtete zwar unheimlich gerne, aber dabei hatte sie gewisse Grenzen, an denen sie überzeugt festhielt. Sie ließ sich lieber erobern und dazu wäre kein Mann, den sie kennenlernen würde, in drei Wochen in der Lage. Die Ansprüche der Hexe waren nämlich gewiss nicht gering.
Wilma hatte es für einige Herzschläge geschafft sich von jeglichen Gedanken zu lösen, als ihr trotz geschlossener Augen auffiel, dass sich ein Schatten über sie legte. Irgendjemand musste sich so neben ihr positioniert haben, dass die Sonne sie nicht mehr erreichte. Innerlich zwang Wilma sich zur Ruhe, auch wenn in ihr das Bedürfnis aufkeimte den Sonnendieb zurechtzuweisen. Das Ganze ging so lange gut, bis sie eine unangenehme Kälte an ihrem Oberarm verspürte. Die Augen wurden trotz des Schocks nicht schlagartig aufgerissen. Wilma hatte sich so weit unter Kontrolle, dass sie die Augen nur langsam öffnete. Für den noch unbekannten Verursacher ihrer aufkommenden schlechten Laune machte das aber keinen Unterschied, da ein Blick auf die sich öffnenden Seelenspiegel von der Sonnenbrille verhindert wurde.
Bereit der schattenwerfenden Person eine Szene zu machen, die dafür sorgen würde, dass sie sich für die restlichen drei Wochen winselnd auf ihr Zimmer zurückziehen würde, richtete Wilma sich auf und warf einen ersten Blick auf die besagte Person. Die geplante Ansage blieb jedoch auf und die Wut wich einer überraschten Haltung. Nachdem die Kopfhörer entfernt worden waren, nahm die rothaarige Frau die Sonnenbrille ab, so als würde sie ausschließen wollen, dass die verdunkelten Gläser ihr einen Streich spielten. „Das wird als Entschuldigung nicht reichen“, grinste die Hexe frech und nahm dem Giftmischer den Gin Tonic ab. „Was treibst du hier? Ist der Club eingestürzt? Hat Christopher ihn angezündet?“ Doch dann wurde Wilma schlagartig der Grund für die Wahl des Muggelschiffs klar. Hier ging es um Zachs Sicherheit und der Urlaub würde wohl doch nicht ohne Gesellschaft stattfinden. Warum er Wilma auf derartige Weise zu einem gemeinsamen Urlaub zwang, wusste die Hexe jedoch nicht zu beantworten. Denn auch wenn sie es ihm nun nicht mehr verraten würde, wäre sie vermutlich auch auf direkte Nachfrage mitgefahren. „Das ist wieder eins deiner Spielchen, nicht wahr?“ Wilma nutzte den Strohhalm in ihrem Cocktail und nahm einen kleinen Schluck aus dem Glas mit ihrem Lieblingsmischgetränk. „Wenn du mir jetzt sagst, dass das hier eine Mission ist, dann werde ich dich an deinem feinen Anzug packen und über die Reling werfen“, versprach die Mitarbeiterin von Jones in einem Tonfall, welcher nicht eindeutig erahnen ließ, ob sie ihre Drohung nicht wirklich in die Tat umsetzen würde.
Mit der Situation überfordert, wandte sie sich wieder von Jones ab und zog die Lehne der Liege so hoch, dass sie diese nutzen konnte, ohne die aufrechte Position aufzugeben. „Du hast einen Cocktail Zeit, um dich zu erklären“, offenbarte sie, ohne den Vorgesetzten und Freund eines Blickes zu widmen.
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BeitragThema: Re: Relax. Unwind. Get in a flip flop state of mind.   Sa 28 Jul 2018 - 1:11

Erst ließ sie sich nicht wirklich von dem kleinen Kälteschock beeindrucken, der kleinen Furche an ihrer Stirn nach zu urteilen war sie sogar eher genervt als überrascht. Dann aber veränderte sich ihre Mimik, sie nahm die Stöpsel aus den Ohren und die Brille von der Nase, sodass Zachary endlich in die schönen, grünen Seelenspiegel seiner Assistentin sehen konnte. Eine Begrüßung gab es nicht, doch eine solche brauchte das Zweiergespann ohnehin schon lange nicht mehr, stattdessen ließ sie ihn mit einem frechen Grinsen wissen, dass der Cocktail keine legitime Wiedergutmachung darstellte, worauf der Clubbesitzer entwaffnet schmunzelte. Natürlich wollte sie wissen, was er hier trieb, und ihre nicht ganz ernstgemeinten Spekulationen zeigten nur zu deutlich, dass sie um ihre Rolle im Club wusste. Er stürzte ohne sie zwar nicht ein, aber er lief ohne sie eben auch nicht so perfekt, wie er dies sonst nur unter Zacharys Leitung getan hatte. So gesehen war es ziemlich riskant, sie auf diesen Urlaub zu schicken, doch der Jones hätte von ihrer Genialität nichts mehr, würde sie irgendwann einen Nervenzusammenbruch bekommen, weshalb er sie darum gebeten hatte, sich eine Auszeit zu nehmen. Nicht, dass sie eine Person war, die so etwas wie Nervenzusammenbrüche bekommen würde, aber Zach wollte ihre Kraftreserven nicht unnötig strapazieren, schließlich hatten sie noch vieles vor sich. Außerdem war es ihm ein dringendes Bedürfnis, einfach mal fernab vom Club und allen Geschäften, die dazu gehörten, mit ihr zusammen zu kommen. Es war lange her, dass sie ohne irgendeinen geschäftlichen Hintergrund miteinander gesprochen und ein gutes Getränk genossen hatten.
„Das ist wieder eins deiner Spielchen, nicht wahr?“, kam es dann von ihr, ehe sie sich mit ihren verführerischen Lippen ihrem Strohhalm widmete. Die Drohung, dass sie ihn über die Reling werfen würde, nahm Zachary natürlich nicht ernst, viel eher entlockte sie ihm damit ein amüsiertes Grinsen, da er bezweifelte, dass die Hexe die nötige körperliche Kraft besaß, um ihn auch nur in die Nähe der Reling ziehen zu können. Aber nein, er war wegen keiner Mission hier, weshalb es ohnehin nichts zu befürchten gäbe. Einen Cocktail Zeit brauchte er also nicht, aber er ließ es sich auch nicht nehmen, seine rechte Hand zumindest ein wenig auf den Arm zu nehmen, weshalb er deutlich ernster und mit grübelnd verengten Augen in die Ferne sah, dorthin, wo sich der Himmel und das Meer wie zwei alte Freunde an der Linie des Horizonts trafen.
„Also gut, da du mich durchschaut hast, kann ich mir die Floskeln ja sparen“, begann er souverän wie immer, wobei die stahlblauen Augen nur kurz über die anderen Personen am Deck huschten. „Siehst du den Mann in der grünen Badehose, der am Beckenrand sitzt und Eis isst? Stanley Marsh ist sein Name. Er hat eine ziemlich große Rechnung bei mir offen und dachte, er wäre auf Muggelreisen sicher vor mir. Schwerer Fehler.“ Bedauernd presste er die Lippen aufeinander, ehe er den Blick zu der rothaarigen Hexe schickte. Und nur ganz langsam zeichnete sich auf besagten Lippen eine vielsagende Kurve ab, welche seine kleine Ausführung als Lüge enttarnen sollte. „Komm schon, glaubst du wirklich, ich suche dich nur auf, wenn es um die Arbeit geht?“ Er nippte an seinem Drink, ließ die schöne Assistentin dabei jedoch nicht aus den Augen. „Ist es so unwahrscheinlich, dass ich das Bedürfnis habe, meiner wichtigsten Komplizin auf ihrem wohlverdienten Urlaub einen Besuch abzustatten, um mit ihr auf ihre grandiose Arbeit anzustoßen?“ In diesem Sinne hob er sein Glas kurz, um ihr nachträglich zuzuprosten. „Ich muss ein ziemlich mieser Arbeitgeber sein, wenn du meinen Anblick lediglich mit irgendwelchen beruflichen Pflichten verbindest.“ Und so wölbte sich eine Augenbraue des Dunkelhaarigen, indes er auf eine Reaktion der attraktiven Hexe wartete und der Versuchung, ein weiteres Mal ihren Bikini zu betrachten, eisern widerstand.


Zuletzt von Zachary Jones am So 12 Aug 2018 - 19:00 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Wilma Fawley
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BeitragThema: Re: Relax. Unwind. Get in a flip flop state of mind.   So 29 Jul 2018 - 19:36

Ungläubig zog die Fawley die Augenbrauen hoch, als Zachary tatsächlich begann eine Mission einzuleiten. Ihr Blick machte unmissverständlich klar, dass es sich um die letzte Gelegenheit für Jones handelte, um sein Vorhaben abzubrechen, wenn er es sich nicht für sehr lange Zeit mit seiner Mitarbeiterin verscherzen wollte. In diesem Moment war Wilma wirklich davon überzeugt, dass der Giftmischer ihren ganzen Urlaub nur inszeniert hatte, um an diesem Ort eines seiner Geschäfte abzuwickeln. Mit einer solchen Aktion hätte der Zwilling nicht nur die Überraschung des spendierten Urlaubs zunichte gemacht, sondern Wilma mehr als nur enttäuscht. Denn unabhängig davon, dass die geplante Auszeit für die Hexe dadurch ein schnelles und unerwartetes Ende genommen hätte, hatte Zach eines seiner Spielchen mit ihr getrieben. Wilma bewunderte den Clubbesitzer eigentlich für eben jene Spielchen, aber sie war nicht bereit sich zu einer seiner Spielfiguren machen zu lassen. Es wäre deutlich weniger enttäuschend und unfair gewesen, wenn sie ihn von Beginn an in sein Vorhaben eingeweiht hätte und sie sich nie der Illusion einer durchaus verdienten Auszeit hätte hingeben können.
Doch als der Name des angeblichen Ziels Erwähnung fand, wurden die Gesichtszüge der rothaarigen Hexe sanfter. Sie führte Zachs Geschäftsbücher. Sowohl die Schuldner seines legalen und die seines illegalen Standbeines waren ihr nicht unbekannt und besagter Marsh war in keinem der Bücher aufgeführt. Ohne dass Wilma sich zu diesem Umstand äußern konnte, löste Zach den Scherz schließlich seinerseits auf und erzwang ein schiefes Grinsen seiner Mitarbeiterin. „Ich kenne dich gut genug, um es dir bedenkenlos zutrauen zu können“, entgegnete sie knapp, bevor sie sich erneut dem Strohhalm, der aufgrund der kurzzuvor aufgekommenen Anspannung leicht zerbissen wirkte, in ihrem Cocktail zu widmen. Wilma löste ihre Lippen erst, als der dunkelhaarige Zauberer ihr zuprostete, um es ihm gleichzutun. „Wie wäre es mit einer guten Freundin, anstatt einer Komplizin?“ Wilma verstand noch immer nicht so recht, was den Giftmischer hergeführt hatte. Wollte er wirklich mit ihr gemeinsam Urlaub machen? Auch wenn sie nicht damit gerechnet hätte, sah die Art, wie Zach es umgesetzt hatte, ihm durchaus ähnlich. Ein Zachary Jones fragte nicht. Ein Zachary Jones nahm sich, was er haben wollte. Auch hier verhielt es sich für Wilma so, wie es bei vielen von Jones Eigenschaften und Eigenheiten der Fall war. Sie bewunderte ihn dafür, wollte aber nicht zum Ziel einer solchen Taktik werden. „Es soll tatsächlich Arbeitgeber geben, die nicht vor dem Gesetz fliehen und ihre Mitarbeiter im Urlaub in Ruhe lassen“, entgegnete Wilma schulterzuckend auf Zacharys Feststellung, dass er ein mieser Arbeitgeber sein müsse. „Im Vergleich meiner bisherigen Arbeitgeber stehst du aber noch ganz gut da.“ Das einzige Vergleichsmaterial war nämlich die alte Rosier. Außerdem wusste Wilma die Großzügigkeit ihres Chefs durchaus zu schätzen und würde sich niemals von ihm abwenden und das wusste Jones auch.
Du bist aber ein richtig mieser Urlauber“, stellte die Fawley nach einem weiteren Schluck des wirklich guten Gin-Tonics klar und ließ den Blick über Zacharys Outfit gleiten. Es stand ihm, daran gab es keine Zweifel. Dennoch empfand Wilma den Aufzug des smarten Briten für das Pooldeck als unangebracht. „Sag mir bitte, dass du nicht nur Klamotten dabeihast, die nach einem Casual-Friday im Büro aussehen.“ Casual deshalb, weil Jones immerhin auf eine Krawatte verzichtet hatte. Wer ihn gut kannte wusste, dass das für den Giftmischer schon in die Kategorie legerer Kleidung fiel.
Du hast zehn Minuten, um dir eine Badehose anzuziehen, oder ich werde Stan Marsh auf einen Cocktail einladen und dich den Rest deines erschlichenen gemeinsamen Urlaubs nicht mehr beachten. Ab jetzt!“ Mit diesen Worten wurde die Sonnenbrille wieder auf die Nase gesetzt, bevor der Blick der Hexe kurz an dem Mann hängen blieb, den Zachary als Marsh beschrieben hatte. Es blieb nur zu hoffen, dass Jones in zehn Minuten wieder anwesend war. Auf keinen Fall wollte sie ihre Drohung umsetzen müssen. Den Giftmischer nicht mehr beachtend leerte Wilma den Cocktail und lehnte sich dann wieder in ihrem Liegestuhl zurück.
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BeitragThema: Re: Relax. Unwind. Get in a flip flop state of mind.   Di 31 Jul 2018 - 23:59

Er ließ sie zwar kurz in dem Glauben, aber natürlich machte er die schöne Hexe nicht wirklich zu einer Spielfigur in einem seiner Spielchen, denn hier und jetzt – und er meinte es wirklich verdammt ernst – befand sie sich im Urlaub und diesen sollte sie genießen. Sie war ihm zwar immer eine großartige Unterstützung bei der Ausführung seiner Pläne gewesen, aber er war nicht wirklich mit einem Plan hierhergekommen. Mit einem Ziel vielleicht, aber ob er dieses erreichen würde, war selbst für einen so berechnenden Kerl wir ihm schwer vorauszusehen.
Wilma kannte Zachary nicht nur gut, sondern von allen noch lebenden und nicht geflohenen Menschen am allerbesten. Besser noch als Chloe – und dies in vielerlei Hinsicht. Die Rothaarige wusste nicht nur über all seine Finanzen Bescheid, sondern wahrscheinlich auch, wo er seine Anzüge kaufte, welche Größe er trug und welche Farbe seine Socken hatten. Im Grunde genommen gab es kaum etwas, das sie nicht von ihm wusste, und doch irrte sie sich mit ihrer Annahme, dass er ihren Urlaub für irgendeine Mission missbraucht hätte. Dass dies eine gewisse Grenze überschreiten würde war selbst einem so kühlen und eher unsensiblen Mann wie ihm klar – und ja, in den meisten Fälle wäre ihm dies natürlich egal. Aber doch nicht bei der Fawley. Er mochte zweifelhafte Methoden nutzen und auf seinen eigenen Vorteil aus sein, aber er war gewiss kein … nun gut, doch, er war ein Arschloch. Aber – wie bereits erwähnt – doch nicht bei der Fawley! Denn sie war, und dies erkannte sie richtig, mehr als eine Komplizin. Sie war eine gute Freundin und das wusste sie, weshalb Zach ihr keine verbale Bestätigung dafür gab, sondern lediglich die Lippen aufeinanderpresste, auf den Horizont sah und geheimnisvoll von seinem Drink trank. Er könnte ihr natürlich auf die Nase binden, wie wichtig sie für ihn war, aber er fürchtete, dass sie dadurch den Respekt vor ihm verlöre, weshalb er lieber nicht zu emotional wurde.
Auf ihre nächste Bemerkung bezüglich der Arbeitgeber entkam dem Jones dann doch ein kurzes, dunkles Lachen. Nun gut, er stand vor den von ihr aufgerührten Hintergründen nicht gerade wie der Arbeitgeber des Jahres dar, aber man könnte es doch deutlich schlechter bei ihm haben. Seine Schäfchen bekamen alles, was sie sich wünschten, waren immer bestens versorgt und hatten auch während seiner Haft nichts zu befürchten gehabt.
„Wie beruhigend. Aber bitte vergleiche mich nie wieder mit den Amateuren, bei denen du vorher gearbeitet hast“, knurrte er nur mit einem halben Schmunzeln und auch nicht wirklich ernst gemeint, denn natürlich konnte man Rosier und ihrem Zögling nicht mit Zachary Jones vergleichen. Selbst in seiner momentanen Situation konnte er noch jeden Konkurrenten, der auch nur daran dachte, ihm ans Bein zu pissen, wie einen mickrigen Käfer in den Boden stampfen. Die Konkurrenz, die er hatte, behielt er lediglich aus wirtschaftlichen Gründen, denn wie sagte man so schön? Konkurrenz belebt das Geschäft.

„Ach ja?“, kam es mit gelupfter Augenbraue und einem gespannten Grinsen von dem Jones, als die schöne Hexe meinte, er wäre ein schlechter Urlauber, wonach ihr Blick fast schon anklagend über sein Outfit wanderte. Er konnte nicht anders als ihrem Blick zu folgen, doch er fand, dass er wie immer großartig aussah. „Oh, ich habe auch einen Smoking und zehn andere Anzüge dabei.“ Das stimmte sogar, aber er hatte tatsächlich auch urlaubstaugliche Kleidung mitgenommen.
Frech und bestimmt stellte Wilma ihrem Vorgesetzten dann ein Ultimatum, auf welches er kapitulierend die Hände hob und aufstand. Das war mal eine Ansage, doch so leicht würde er sich nicht von ihr herumkommandieren lassen. Stan Marsh sah nicht sehr einladend aus und er bezweifelte, dass sie es lange in seiner Gesellschaft aushielte – also würde er sich extra viel Zeit lassen, um ihr dabei zuzusehen, wie sie den Kerl wieder los werden wollte und ihr dann hoffentlich rettend zur Hilfe kommen zu können, damit der Urlauber sie nicht mit seinen falschen Hoffnungen belästigte.
„Dann bis gleich“, meinte er nur, ehe er sein Glas leerte und sich abwandte, um es im Gehen bei einem vorbeikommenden Kellner auf ein Tablett zu stellen. Nach neuneinhalb Minuten kam er in Badehose  und einem lockeren grauen Tank Top zurück zum Pool, blieb aber eher vom Schatten verborgen bei der überdachten Bar stehen, um von dort zu beobachten, ob Wilma ihre Drohung umsetzen würde. Nur kurz trafen sich ihre Blicke und er grinste sie fast schon diabolisch an, wobei er demonstrativ auf sein Handgelenk tippte, wo er normalerweise eine Armbanduhr trug, und dann mit dem Kopf zu dem Urlauber in der grünen Badehose deutete. Er war gespannt, ob sie es wirklich durchziehen würde oder ob sie doch lieber kniff.


Zuletzt von Zachary Jones am So 12 Aug 2018 - 18:59 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Wilma Fawley
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BeitragThema: Re: Relax. Unwind. Get in a flip flop state of mind.   Mi 1 Aug 2018 - 16:01

Ein zufriedenes Lächeln lag auf den Lippen der Fawley, als Zach sich ihrer Forderung hingab und vorerst das Weite suchte. Es fühlte sich an wie ein kleiner Triumph. Dass Zach bereits beschlossen hatte die Drohung gegen Wilma zu verwenden, ahnte diese nicht. Diese kleinen verbalen Auseinandersetzungen hatten bei den beiden von Beginn an dazu gehört.  Die Hexe genoss diese Tänze, welche sich irgendwo zwischen Flirts, Gefechten und gemeinsamen Lachen bewegten. Bei ihrem Kennenlernen hatte das Ganze dazu geführt, dass sich Zach und Wilma gegenseitig vergiftet hatten. Sie waren als Feinde aufeinandergetroffen und als Freunde aus dieser Begegnung hervorgegangen. Und wer konnte schon behaupten, dass er eine derart enge Freundschaft nach einer gegenseitigen Vergiftung geschlossen hatte. Es klang absurd und war doch das perfekte Sinnbild für den Umgang, den die beiden tagtäglich miteinander pflegten.
Wilma bewunderte den smarten Briten sehr, auch wenn sie diese Bewunderung nie in der Stärke präsentierte, in der sie vorhanden war. Denn obwohl sie vermutlich niemanden so gut kannte wie Zachary Jones, stellte sie auch niemand vor ein größeres Rätsel. Sie waren gute Freunde. So viel war klar, aber hier endete die Klarheit auch schon. Nicht selten hatte die Fawley das Gefühl, dass hinter ihrer Bewunderung für Jones mehr steckte. Ob sie aber wirklich romantische Gefühle für ihn hegte, wusste sie selbst nicht. Sie war sogar der Meinung, dass Zach nicht für derartige Verbindungen geschaffen war. Er nahm sich alles, was er wollte und Wilma wusste, dass diese Mentalität von Jones auch bei verschiedenen Gespielinnen keinen Halt machte. Eine solche Gespielin würde Wilma aber nie sein wollen. Sie war nicht sein Besitz und obwohl sie immer wieder das Bedürfnis verspürte ihm näher zu kommen, würde sie keinesfalls zulassen, dass er sie als solchen ansah. Sie wollte kein Spielzeug sein und obwohl sie Zachary sehr mochte, befürchtete sie, dass ihre Forderungen nicht mit einer näheren Beziehung zu Zach vereinbar waren, weshalb sie einer solchen nie eine Chance gegeben hatte.
Als die Zeit, die Wilma dem Giftmischer gegeben hatte, vorüber war – zumindest vermutete sie das, denn auf eine Uhr hatte sie nicht geschaut – richtete sie sich auf und ließ den Blick über das Pooldeck schweben. Nachdem sie kurz an dem eher unansehnlichen Mann hängen blieb, den ihr Chef Stan Marsh getauft hatte, erfasste sie schließlich Zachary an der Poolbar. R hatte es wirklich geschafft seine Kleidung an die Situation anzupassen, auch wenn Wilma gehofft hatte, dass er auf ein Oberteil verzichten würde. Erst als sie gewillt war, sich zu ihm an die Bar zu gesellen, fiel ihr der Blick auf, den der Giftmischer ihr zuwarf. Er war nicht zu ihr zurückgekehrt, die zehn Minuten waren um und sie hatte eine Drohung ausgesprochen, welche – wenn es nach Zachary ging – nun umgesetzt werden sollte. Wilma war absolut nicht daran interessiert sich dem fremden Mann zu nähern, oder ihn auf einen Cocktail einzuladen, aber sie wusste auch, dass Zach es als Sieg ansehen würde, wenn sie nun einfach zu ihm an die Bar kommen würde.
Kurzerhand griff sie sich also das weiße Sommerkleid, dass sie fein säuberlich unter der Liege platziert hatte und streifte sich dieses über, bevor sie den Liegen am Pool entgegen stolzierte. Wilma war entging nicht, dass einige Blicke auf ihr lagen und obwohl sie in ihrem Urlaub absolut darauf verzichten konnte von einem der Männer, welche zudem Muggel waren, angesprochen zu werden, imponierten ihr die Blicke doch ein wenig. Man konnte vermutlich noch so selbstsicher sein, Bestätigung war immer angenehm für das eigene Ego.
Der ferne Beobachter, also auch Zach konnte nun beobachten, wie sich Wilma auf der Liege neben dem Mann in der grünen Badehose niederließ. Sie blieb in einer sitzenden Position, da sie offenbar nicht lange verweilen wollte und wechselte einige Worte mit dem Mann, bevor sie in Richtung er Bar zeigte, so dass auch der Blick des Mannes sich auf diese richtete. Unauffällig winkte Wilma Zachary zu, welcher selbst unauffällig zurückwinkte. Dass daraufhin auch der Mann in der grünen Hose in Zachs Richtung winkte, bevor er sich wieder an Wilma wandte, brachte die Hexe ein wenig zum Grinsen. Es wurden noch einige Worte gewechselt, bevor die Fawley sich wieder erhob und sich alleine der Bar näherte, wo sie sich zu Jones gesellte. Ein selbstsicheres Lächeln lag auf ihren Lippen, als sie sich einen weiteren Gin-Tonic bestellte und sich erst dann wieder ihrem Chef widmete: „Ich soll dir ausrichten, dass er sich geschmeichelt fühlt, aber verheiratet und ohnehin eher an Frauen interessiert ist.“ Dankend nahm sie das Getränk vom Barkeeper entgegen, um dann festzustellen, dass der verwirrte Blick des Mannes, welcher Zach soeben einen Korb erteilt hatte, auf den beiden Urlaubern aus der magischen Welt lag. Wilma wusste, wie viel Zach an seinem Image lag und vermutlich konnte er diese Eitelkeit auch auf einem Schiff voller Muggel, die er nie wieder sehen würde, nicht ablegen. Das war die Gefahr, wenn man jemanden herausforderte, der einen so gut kannte wie kein zweiter. Wilma kannte auch die Schwächen des Giftmischers und diese wusste sie zu nutzen.
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Zachary Jones
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BeitragThema: Re: Relax. Unwind. Get in a flip flop state of mind.   Mi 1 Aug 2018 - 17:25

Von seiner schattigen Position aus ging sein abwartender Blick zu ihr und kurz traf dieser den ihren, doch sie schien sich von seiner offensichtlichen Herausforderung nicht wirklich beeindrucken zu lassen. Nonchalant wie immer streifte sie sich also ihr luftig-leichtes Sommerkleid über und stand auf, um mit ihren endlos langen Beinen zu dem Mann in der grünen Badehose zu gehen. Jeder von ihr getane Schritt wirkte so federleicht und die sanfte Meeresbrise ließ den weißen Stoff spielend um ihre weibliche Silhouette tanzen, während ihre rote Haarpracht sanft im Wind wehte – ein fast schon filmreifer Anblick, bei welchem nicht nur Zach nicht so leicht wegsehen konnte, aber es gelang ihm, wodurch ihm auch auffiel, nicht der einzige zu sein, dem die schöne Hexe so positiv auffiel. Über diese Entdeckung, auch wenn sie ihn doch nicht zu sehr überraschen sollte, presste er dann doch missgünstig die Kiefer aufeinander und er fragte sich, ob Wilma ihn vielleicht mit Absicht so sehr reizte, auch wenn sie nicht so wirkte, als würde sie es tun. Aber egal, ob sie es mit Absicht machte oder nicht – sie zog Zachary in ihren Bann und jeden dritten Kerl am Pooldeck ebenfalls. Umso dringender wurde das Bedürfnis, zu zeigen, dass sie zu ihm gehörte, auch wenn sie dies offiziell überhaupt nicht tat. Sie war nicht sein Besitz und der Giftmischer wusste, dass er sie nie zu diesem machen könnte. Dass er es am besten nicht einmal sollte. Aber so offensichtlich zu sehen, wie begehrt diese Frau, die da fast jeden Tag mit ihrer einnehmenden Präsenz und ihrem wirklich hypnotisierenden Hüftschwung vor seiner Nase her wackelte, war, bereitete dem Jones ein gewisses Unbehagen. Sie hatte die Wahl und er ahnte, dass diese Wahl aus diversen Gründen nicht auf ihn fallen würde. Eine Ahnung, die den Stolz eines Zachary Jones verletzte, obwohl er sich doch ohnehin immer einredete, nichts von seiner besten Assistentin zu wollen. Die Art, wie passiv-aggressiv er dann einen neuen Drink bei dem ohnehin schon eingeschüchterten Barkeeper bestellte, unterstrich an dieser Stelle vielleicht, dass er sich selbst diese Lüge nicht mehr ganz abkaufte. Und dass er nicht sehr amüsiert von diesem Drink trank, während er beobachtete, wie Wilma ihre Drohung umsetzte, sprach ebenfalls Bände. Gut, dann unterhielt sie sich halt mit diesem Mann, aber sie würde doch unmöglich den ganzen Nachmittag beziehungsweise Abend mit ihm verbringen, wenn sie auch die Chance hätte, dies mit Zachary zu tun, oder? Vielleicht hatte der Clubbesitzer sich verschätzt und er ärgerte sich ein wenig darüber, nicht einfach zu ihr zurück gekommen zu sein. Aber nein, dann hätte die Rothaarige ja bekommen, was sie wollte, und so leicht würde Jones es ihr garantiert nicht machen. Er tanzte nicht nach ihrer Pfeife und wenn sie sich dann lieber eine Urlaubsbegleitung suchte, die genau dies tat, dann würde sie auf diesem Pooldeck sicherlich genug freiwillige Muggel finden, mit denen sie sich amüsieren könnte.
Eine Bewegung aus dem Augenwinkel veranlasste Zachary schließlich dazu, den Blick wieder auf Wilma und den vermeintlichen Stan zu legen, worauf die Hexe ihm zuwinkte und Zach dieses Winken unauffällig erwiderte. Auch der Urlauber winkte, worauf der Dunkelhaarige die Hand sinken ließ, den Blick desinteressiert anwandte, und einfach nur hoffte, dass Wilma ihn nun nicht wirklich hier schmoren lassen würde. Tatsächlich näherte sie sich bald schon der Bar, Zachary sah auf und taxierte sie mit seinen stahlblauen Augen, indes ihm dieses selbstgefällige Grinsen auf ihren Lippen nicht entging, doch er erwiderte es stur, bis - - sie ihm eröffnete, was sie dem Muggel da soeben erzählt hatte. Etwas sehr seltenes geschah daraufhin: Jones verlor die Kontrolle über seine Mimik und irritiert sah er zu dem unansehnlichen Kerl am Pool, welcher ihn nur entschuldigend ansah und mit den Schultern zuckte.
„Oh nein ... das hast du nicht…“, perlte es perplex von seinen Lippen, doch dann sah er Wilma an, auf deren Lippen noch immer dieses teuflische Grinsen lag. Wenn Zachary eines nicht Leiden konnte, dann waren dies Falschinformationen über seine Person, und da die schöne Hexe eben solche soeben gestreut hatte, war sie auch diejenige, die das wieder ausbaden dürfte. „Zeit, das richtig zu stellen.“ Und so stellte er seinen Drink ab, legte die kühle Hand stattdessen an ihren Übergang von Hals zu Unterkiefer und zog sie bestimmt und ohne Vorwarnung zu sich, um seine Lippen an ihre zu schmiegen. Es war kein besonders inniger oder langer Kuss, stattdessen eher flüchtig, um den neckischen Charakter dahinter zu wahren und bloß nicht den Hauch einer romantischen Absicht zuzulassen, wenngleich das, was diese Berührung bei dem Jones auslöste eine vollkommen andere Sprache sprach. In ihm zog sich etwas wohlig zusammen, aber er ignorierte diese Empfindung, löste sich stattdessen von der Fawley und lehnte sich wieder lässig mit seinem Drink gegen die Bar, wobei er die verwirrten Blicke des vermeintlichen Stans und seiner mittlerweile eingeweihten Frau einfing.
„Ist sie nicht witzig?“, rief er dann amüsiert zu den beiden, „Ha, für solche Scherze liebe ich diese Frau.“ Und zack, damit war nicht nur das soeben gestreute Gerücht über ihn im Keim erstickt, sondern auch noch sein Revier für alle, die es gehört hatten, markiert. Ein süffisantes Grinsen ging noch zu Wilma, ehe er wieder auf das Meer sah und – ganz so, als wäre nichts gewesen – weiter seinen Drink trank. Denn es war im Grunde ja auch nichts gewesen. Nur ein kleiner Kuss, der nichts bedeuten sollte und dennoch spürbare Nachwirkungen in dem Giftmischer zur Folge hatte, welche er aber bewusst mit seinem Whisky hinunterzuspülen versuchte.


Zuletzt von Zachary Jones am So 12 Aug 2018 - 18:59 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Relax. Unwind. Get in a flip flop state of mind.   Mi 1 Aug 2018 - 21:18

Wilma würde wohl lügen, wenn sie behauptete, dass ihr Zacharys mimische Entgleisung nicht auf gewisse Weise gefallen würde. Das war ihr Sieg und seine Reaktion war hoffentlich das Zeichen dafür, dass er sich beim nächsten Mal besser überlegte, ob er sie wirklich herausfordern wollte. Für Wilma fand das ganze auf einer freundschaftlich albernen Ebene statt. Eine Ebene, welche Zachary Jones schon bald verlassen würde. Sie war sich durchaus bewusst, dass Zachs größtes Heiligtum er selbst und das dazugehörige Image waren. Sie hatte dieses Ego ganz bewusst angekratzt, um ihn damit mehr aus der Fassung gebracht, als sein erschüttertes Gesicht vermuten ließ. Die Fawley war sich sicher, dass er ihren Sieg mit einem verschmitzten Lächeln anerkennen würde. Mit jenem Lächeln, das die rothaarige Hexe so sehr mochte. Es ließ den Zwilling nicht nur noch umwerfender aussehen, sondern war stets ein Symbol der Anerkennung, welche Wilma so viel bedeutete.
Doch der Giftmischer schien es nicht mit einem Lächeln wegstecken zu können, dass ein – die Frau miteinbeziehend zwei – unbedeutende und einflusslose Muggel eine Information über ihn erhalten hatten, die noch nicht einmal schlimm, aber durchaus falsch war. Den Clubbesitzer mit einem harmlosen Streich, der auch von einem Kind hätte kommen können, derart aus der Fassung bringen zu können, hätte Wilma niemals vermutet. Sie ahnte davon auch noch nichts, bis Jones das tat, was für ihn üblich war. Er nahm sich, was er wollte.
Nun war es Wilma, die vollkommen perplex war, als der smarte Brite ohne zu zögern seine Lippen auf ihre legte. Sie war wie versteinert, als Zach sie mit dem plötzlichen Kuss überraschte. Weder in der Lage den Kuss zu erwidern, noch zurückzuweichen, ließ die Hexe es über sich ergehen. Ihre Augen waren dabei weit geöffnet und trugen einen Ausdruck von Überraschung und Schock in sich, welcher von den getönten Gläsern der Sonnenbrille überdeckt wurde.
Nicht selten hatte sich Wilma schon dabei erwischt, wie sie über einen Kuss des dunkelhaarigen Zauberers nachgedacht hatte. Sie war aufgrund ihrer Bedenken nie bereit gewesen diese Gedanken jemals in die Realität umzusetzen, denn obwohl der Wunsch immer wieder in ihr aufgekommen war, war sie sich nie sicher gewesen, ob sie aus dieser Fantasie jemals Realität werden lassen wollte. Doch selbst wenn sie sich irgendwann dafür bereitgefühlt hätte, hätte sie es sich ganz anders gewünscht, als es nun geschehen war. Sie hatte keine Wahl gehabt. Zach hatte ihr diesen Kuss aufgezwungen und zudem war die einzige Intention das aufpolieren seines Images, wie aus den folgenden Worten des Giftmischers hervorging. Wären da nicht gewisse, für Wilma kaum interpretierbare Gefühle für Zach, würde sie das Geschehene wohl kaum so aufwühlen. Sie war mit der Situation überfordert und ihr triumphales Grinsen war von Jones vollkommen vernichtet worden. Ihre Hand krallte sich um das Cocktailglas und für einen kurzen Augenblick wuchs in ihr der Drang das Getränk über dem Zauberer zu entleeren. Diesem widerstand sie jedoch, um Jones nicht zu weiteren Verzweiflungstaten, um sein angekratztes Ego zu reparieren, zu drängen.
Ich… ich habe Kopfschmerzen. Die Sonne vermutlich. Ich sollte mich etwas hinlegen.“ Eine unheimlich schlechte Ausrede, um der Situation zu entfliehen. Wilma wollte dem Giftmischer aber auf keinen Fall eine Szene machen. Sie war in diesem Augenblick zu verwirrt, um einschätzen zu können, ob sie nicht möglicherweise überreagierte. Schließlich war es nur ein Kuss und zudem kein besonders leidenschaftlicher. Nicht ihr erster und vermutlich auch nicht der letzte. Die rothaarige Hexe musste ihre Gedanken ordnen und sich selbst ein wenig abregen, weshalb sie keine weiteren Worte hervorbrachte, den Cocktail und Zachary zurückließ und zum auskurieren ihrer vermeintlichen Kopfschmerzen ihr Zimmer aufsuchte. Wie die Muggel, welche auf Jones auffällige Aktion aufmerksam geworden waren, darauf reagierten, beachtete die Hexe nicht. Dass sie mit ihrer offensichtlichen Flucht erneut Jones Ego ankratzen könnte war ihr nicht nur egal, sondern in diesem Moment kaum bewusst.
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BeitragThema: Re: Relax. Unwind. Get in a flip flop state of mind.   Do 2 Aug 2018 - 19:43

Hätte er von ihren kaum interpretierbaren Gefühlen gewusst, hätte er es gelassen. Er selbst hatte ähnliche Empfindungen, doch trotz – oder vielleicht sogar aufgrund? – deren Existenz hatte er seine Lippen auf ihre gelegt und sich diesen Kuss gestohlen. Mal wieder hatte Zachary Jones sich genommen, was er wollte, und er hatte auch noch einen hervorragenden Vorwand dafür gehabt, welcher eine falsche Intention vorgaukeln sollte, denn wenn er ehrlich zu sich selbst war, war es ihm bei diesem Kuss nicht um sein Image gegangen. Vielleicht war es der Beginn eines Spiels, ja, aber wenn, dann war es keines von der üblichen Sorte. Am Ende sollte nämlich nicht er als Gewinner dastehen. Jedenfalls nicht alleine. Doch so, wie die rothaarige Hexe reagierte, gab es bei diesem Spiel nur Verlierer, denn ihre gute Stimmung war auf einmal dahin, stattdessen klammerte sie sich an ihr Cocktailglas und sah verdammt unzufrieden aus, wie Jones nur leider nicht bemerkte, da er sich seines sicheren Triumphes sicher war und den Blick noch über das Deck schweifen ließ, indes er versuchte, dieses Kribbeln auf seinen Lippen zu ignorieren. Erst, als sie behauptete, Kopfschmerzen zu haben, schnappten seine Iriden zu ihr und fragend runzelte er die Stirn, denn es kam ihm doch sehr unwahrscheinlich vor, dass sie wirklich so plötzlich Kopfschmerzen hatte und deshalb das Weite suchte. Ohnehin hätte sie doch sicherlich einen Trank dabei, der dieses Symptom ausschalten könnte, weshalb ihm dämmerte, dass sie aufgrund des Kusses verschwinden wollte. Eine Reaktion, die er nicht verstand, denn er hätte gedacht, dass sie gelassener oder eben so schlagfertig wie immer darauf reagieren würde, aber nein. Sie ging, ließ ihn und den Cocktail zurück und Zachary sah ihr unzufrieden hinterher. Hatte er sich dafür jetzt wirklich eine Badehose angezogen?
„Gute Besserung…“, knurrte er nur, worauf er seinen Drink austrank und das Pooldeck wenig später ebenfalls verließ.

Ein Tag verging, in welchem er die rothaarige Hexe an Bord nicht mehr gesehen hatte. Obwohl er sehr gut darauf verzichten konnte, beim Essen Gesellschaft von Muggeln zu haben und er deshalb lieber in seiner Suite gegessen hätte, war er für die Mahlzeiten sogar in die Speiseräume für Passagiere der ersten Klasse gegangen, doch weit und breit hatte es keine Spur von seiner Assistentin gegeben. Nach ihrer eigenartigen Reaktion vom Vortag hatte er seine Aktion erst bereut, doch je länger er darüber nachdachte, desto übertriebener kam ihm ihr Abgang vor, weshalb es ihn allmählich fast schon auf die Palme brachte. Die Tatsache, dass sie ihn scheinbar mied, machte alles noch viel schlimmer, und als er am Abend des zweiten Urlaubstages im bordeigenen Casino zum dritten Mal im Poker gewonnen hatte, sah er ein, dass es ohne Wilma nicht so viel Spaß machte, Muggel abzuziehen, weshalb er über seinen Schatten sprang und zum Informationsschalter gehen wollte, um die dort arbeitende Dame zu bestechen, damit sie ihm die Zimmernummer seiner rechten Hand gibt - - doch gerade, als er das Casino verlassen wollte, ging eine rothaarige Schönheit an ihm vorbei, wie er allerdings erst realisierte, als ihr unverkennbarer Duft ihn erreichte. Sofort drehte er sich um und packte sie bestimmt am Handgelenk, damit sie sich zu ihm drehte und er seiner zauberhaften Assistentin wieder ins Gesicht sehen konnte. Dass er angespannt war, konnte man seinem Gesicht deutlich ansehen, aber die Verärgerung über ihr Verhalten wich einem anderen, undefinierbaren Gefühl. War das etwa Reue? Nichts, womit ein Zach Jones gut umgehen konnte, ihm bereitete dieses Gefühl sogar Unbehagen, weshalb sich sein Blick ein wenig verfinsterte. Dass ein Security-Mann auf ihn aufmerksam wurde, weil er die augenscheinlich fremde Dame so plötzlich am Handgelenk umfasst hatte, entging ihm.
„Was ist? Willst du mir den ganzen Urlaub über aus dem Weg gehen?“, knurrte er ernst, indes seine stahlblauen Seelenspiegel fest und fast schon eindringlich auf ihrem Antlitz lagen. „Wir sollten reden. Jetzt.“ Und er würde kein 'Nein' akzeptieren. Erst nach seinen letzten Worten fiel ihm auf, wie unvorsichtig er mit der rothaarigen Schönheit umging, weshalb er sofort ihr Handgelenk los ließ und der angesäuerte Gesichtsausdruck einem eher genervten wich.
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BeitragThema: Re: Relax. Unwind. Get in a flip flop state of mind.   Sa 4 Aug 2018 - 19:50

Es war nicht so, dass Wilma dem Giftmischer am vergangenen Tag absichtlich aus dem Weg gegangen war. Es war viel mehr Zacharys Gewohnheit sich nicht mit Menschen abzugeben, die nicht seinem Status entsprachen, die für diesen Umstand gesorgt hatte. Und Wilma war sich sicher, dass das auf einem Muggelschiff jede einzelne Person betraf, wenn man Jones Meinung dazu einholen würde. Dass der Zwilling diese Angewohnheit sogar überwunden hatte, um ihr für eine Aussprache zu begegnen, hatte die Hexe nicht erfahren, denn die beiden hatten sich dennoch verpasst.
Auch die Fawley war im Sinne der Reinblutideologie erzogen worden und konnte sich von dieser nicht vollkommen lossprechen. Sie handhabte die dadurch resultierenden Wertigkeiten verschiedener Gruppen von Menschen aber deutlich lockerer. Sie betrachtete Nicht-Reinblüter und Muggel zweifelsfrei als untergeordnete Gruppen, brachte diesen aber nicht die Verachtung entgegen, die von anderen Todessern ausging. Sie war sich lediglich ihrer Überlegenheit bewusst. Kurz gesagt, es bereitete ihr keinen Unbehagen sich in die Gesellschaft der Muggel zu integrieren. Sie bekam so den Abstand von ihrem eigentlichen Leben, den sie dringend benötigte. An Entspannung war jedoch nicht zu denken. Der Vorfall an der Poolbar ließ sie nicht los und in ihrem Kopf rang die Fassungslosigkeit über Zachs Vorgehen mit den Bedenken, dass sie die ganze Sache möglicherweise zu eng sah und dem Clubbesitzer Unrecht tat.
Sie war gewillt diesen unglücklichen Urlaubsstart mit einem Gespräch aus der Welt zu schaffen, weshalb Wilma am Abend eine gezielte Suche nach Zach begann. Wenn dieser sich nicht auf sein Zimmer zurückgezogen hatte, würde er vermutlich in einer Bar, oder dem Bordcasino anzutreffen sein. Hochwertiger Alkohol und Spiele, in denen Zach anderen Menschen mit taktischem Geschick seine Überlegenheit demonstrieren konnte, standen bei ihrem Chef nämlich sehr hoch im Kurs, wenn es um gelungene Freizeitgestaltung ging.
Nachdem die rothaarige Hexe den smarten Briten nicht in der besten Bar des Schiffes angetroffen hatte, hatte sie sich zum Casino begeben, welches so gut besucht war, dass eine Suche nach Jones nicht besonders einfach ausfallen würde. Da der Veranstalter keine Casinobesuche in Badeoutfit vorsah, herrschte eine Kleiderordnung, die Abendgarderobe vorschrieb. Eine Regel, die zumindest für die Fawley nicht nötig gewesen wäre, denn sie war zu gut erzogen worden, um überhaupt irgendeinen Ort underdressed zu betreten. In ein schlichtes schwarzes Kleid gehüllt stolzierte sie auf dazu passenden Schuhen durch die Reihen der Spieltische. Leise Jazzmusik erfüllte den Raum und wurde von Stimmen und aneinanderschlagenden Jetons, die an diversen Tischen die Besitzer wechselten, durchbrochen. Der konzentrierte Blick der eleganten Dame nahm einen Tisch nach dem anderen unter die Lupe und suchte gezielt nach dem Gesicht des Giftmischers. Das tat sie so lange, bis sie jemand mit einem fast unangenehm festen Griff am Handgelenk griff. Ein schneller Blick zum Besitzer der übergriffigen Hand zeigte das Gesicht der vermutlich einzigen Person auf dem Kreuzfahrtschiff, die für eine solche Aktion nicht sofort eine Ohrfeige erhielt.
Wilma biss die Zähne aufeinander. Sie war gewillt gewesen sich mit Jones auszusprechen und das geschehene aus der Welt zu schaffen und nun genügte eine Geste, um die rothaarige Frau innerlich brodeln zu lassen. Ein angespannter Blick lag auf Zach: „Ich habe nach dir gesucht, wenn du es genau wissen möchtest.“ Der Wachmann, der bereits auf Zach aufmerksam geworden war, befand sich hinter dem Giftmischer und fiel Wilma dadurch auf, dass er sich den beiden sehr zielstrebig und so direkt, wie die Casinotische es erlaubten näherte. Ein Kopfschütteln, gefolgt von einem angedeuteten Lächeln der jungen Frau, ließ ihn seinen Ansturm allerdings beenden, auch wenn er den dunkelhaarigen Zauberer weiterhin misstrauisch beäugte. „Lass mich los!“, fauchte die Hexe mit gesenkter Stimme und ballte die Hand einmal zu einer Faust, bevor sie die Finger weit ausstreckte, nachdem Zachary sie freigegeben hatte.
Das sollten wir. Aber nicht hier.“ Ein Stehplatz zwischen den Spieltischen war vermutlich nicht der beste Ort für eine Aussprache, weshalb Wilma mit einem leichten Nicken des Kopfes andeutete, dass der Zauberer ihr folgen sollte. Auf dem Weg aus dem Bordcasino richtete sie ein dankbares Lächeln an den Wachmann, der sofort auf ihre Situation aufmerksam geworden war. Sein Eingreifen war nicht nötig, aber er war gewillt gewesen ihr zu helfen und auch wenn es sein Job war, wusste Wilma diesen Einsatz zu schätzen.

Der warme Sommerabend ließ die Außenbereiche des Schiffs zu einem gemütlichen Ort zum Verweilen werden. Ein Deck mit mehreren Sitzgelegenheiten, die an eine Lounge erinnerten, bot trotz Bedienung durch einen Kellner genug Privatsphäre, um eine private Aussprache führen zu können. Es gab nicht viele Sitzgelegenheiten, da die kleine Bar mit optimaler Lage vermutlich sogar für die meisten Luxusurlauber kaum bezahlbar war. Ein Problem, das Zachary und Wilma nicht hatten. Wilmas Wahl fiel auf einen Tisch, der sich am äußeren Geländer des hochgelegenen Decks befand und somit einen guten Ausblick über das Meer und den Sternenhimmel bot. An dem niedrigen Glastisch standen zwei geflochtene und gepolsterte Zweisitzer. Auf einem ließ die Hexe sich nieder und belegte den Nebenplatz demonstrativ mit ihrer Handtasche, bevor sie Zach durch eine bloße Geste den Zweisitzer auf der anderen Tischseite anbot. Auf dem Weg zu diesem Ort waren kaum Worte gewechselt worden. Nun wollte Wilma allerdings nicht mehr abwarten, bis der Kellner sie bedient hatte, weshalb sie das Schweigen schon brach, bevor dieser überhaupt bei ihnen gewesen war.
Ich habe mich wirklich gefreut, dass du mit mir gemeinsam den Urlaub verbringen wolltest und das tue ich immer noch. Aber auch ein Zachary Jones hat gewisse Grenzen einzuhalten! Ich lasse mich weder zu Küssen nötigen, wie es deine Gespielinnen vermutlich tun, noch lasse ich mich von dir festhalten, wie du es eben getan hast. Du hättest mich einfach nur ansprechen müssen.“ Sie hatte ja ohnehin nach ihm gesucht, weshalb sie nicht vor ihm geflüchtet wäre. Und wenn ihr doch nach einer Flucht gewesen wäre, dann hätte Jones auch das akzeptieren müssen. „Du solltest mich nicht wie Besitz, sondern wie eine Freundin behandeln. Das hat doch früher geklappt. Was ist denn los mit dir?“ Wilma war es nicht gewohnt von Zachary so behandelt zu werden, wie er es in den letzten Tagen getan hatte. Sie wusste, dass er so sein konnte, aber er war nie ihr gegenüber so gewesen. Sie hatte er stets respektiert. Nun war es so, als würden alle Befürchtungen wahr werden, die sie immer davon abgehalten hatten ihm näher zu kommen. Immerhin darin sah Wilma sich nun bestätigt. Es war klug gewesen nie mehr als eine Freundschaft angestrebt zu haben.
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BeitragThema: Re: Relax. Unwind. Get in a flip flop state of mind.   So 12 Aug 2018 - 18:58

Sie hatte also nach ihm gesucht? Scheinbar nicht gut genug, sonst würden sie sich nicht erst jetzt wieder begegnen. Ein ganzer Tag war seit dem missglückten Gespräch vergangen und in dieser Zeit hatte sich ein entsprechender Druck in dem Jones aufbauen können, welcher sich unbewusst in der Art, wie er mit Wilma umging, entlud. Erst, nachdem sie ihn angefaucht hatte, realisierte er den groben Umgang mit der schönen Hexe und ließ sie los, entschuldigte sich jedoch natürlich nicht dafür, auch wenn er sich seines Fehlers bewusst war. Aber ein Zachary Jones sprach nicht gern über seine Fehler, vor Allem nicht, wenn ein viel größerer seiner Fehler eigentlicher Gegenstand des Gesprächs werden sollte.
Wilma willigte ein, mit ihm zu sprechen und er willigte ein, die Location zu wechseln. Die Stimmung zwischen ihnen war fast schon eisig, als sie schweigend nebeneinander das Außendeck erreichten, und nach seiner Assistentin nahm auch Zachary gegenüber von ihr - eine andere Wahl hatte er dank der demonstrativ neben ihr abgelegten Handtasche auch nicht - Platz sodass die stahlblauen Augen eindringlich auf ihr liegen konnten. Das taten sie auch, auch wenn der Sternenhimmel samt seiner eigenen Reflektion auf der Meeresoberfläche ebenfalls einen wunderschönen Anblick bot, doch dieses Naturschauspiel könnte ihn in dieser Situation wahrlich kaum weniger interessieren. Stattdessen ruhten die Iriden des Jones auf dem angespannten Gesicht der attraktiven Hexe und er öffnete gerade die Lippen, um dieses dringend nötige Gespräch zu eröffnen, als sie ihm mit dem Brechen des unangenehmen Schweigens zuvorkam. So schlossen sich die Lippen des Giftmischers wieder und geduldig hörte er sich ihre Worte an und amüsiert, fast ein bisschen süffisant schnaubte Zach, als sie von seinen Gespielinnen sprach. Ihre nächsten Worte drangen aber mit vollkommenem Ernst zu ihm vor, ließen seine Miene dadurch auch ernster werden und … regten ihn zum Nachdenken an. Ja, was war denn los mit ihm?
„Wilma…“, kam es dann mit leicht rauer Stimme über die trockene Kehle des Dunkelhaarigen, worauf er tief durchatmete und den Blick auf die Glasplatte des Tisches zwischen ihnen tropfen ließ. Je länger er über das Gesagte nachdachte, desto schlechter fühlte er sich; das Wissen, ihr eine Entschuldigung zu schulden, war aber auch beklemmend, denn Zachary hasste sowohl Entschuldigungen als auch Schulden. Diese Situation hier kombinierte beides in sich und die Frage, wie es dazu hatte kommen können, zerrte ganz schön an den Nerven des sonst so gefassten Milliardärs, auch wenn er es sich nicht wirklich anmerken ließ. „… Es ist nichts los mit mir. Ich… habe mich einfach verschätzt, in Ordnung?“ Vorhin noch war er so wütend gewesen, ihre Worte hatten diese Wut jedoch erstickt, und dort, wo sie vorhin noch gelodert hatte, war nun diese unfassbare Reue, welche den Jones sogar dazu veranlasste, sich seufzend mit Daumen und Zeigefinger der rechten Hand über die Augen zu fahren. „Ich würde dich nie wie Besitz behandeln, Wilma. Wirklich. Du … gehörst mir nicht, das weiß ich…“ Und diese Worte schmeckten so unerträglich bitter, dass Zachary sich auf die Innenseite der Wange beißen musste, doch damit konnte er die nächsten Worte nicht davon abhalten, über seine Lippen zu kommen. „… und ich glaube… das ist auch das Problem.“ Sie gehörte ihm nicht, aber er wollte sie. Eine Tatsache, die er indirekt und mit viel Spielraum für Interpretationen ausgesprochen hatte, ihm aber ziemlich unangenehm war, weshalb er ihr nun auch nicht ins Gesicht, sondern auf die funkelnde Meeresoberfläche sah, sodass diese ja doch noch zumindest ein wenig gewürdigt wurde. Wenn auch aus den falschen Gründen.
„… Du bist nicht nur meine rechte Hand und Komplizin… du bist meine wichtigste Vertrauensperson, meine Seelenverwandte…“, fuhr er dann fort und kämpfte dabei gegen jedes Wort, da Gefühlsduseleien wie diese eigentlich nie seine Lippen verlassen sollten. Aber jetzt hatte er schon angefangen und es ließ sich nicht mehr aufhalten. Zeit, die Karten offen auf den Tisch zu legen, denn im Grunde wusste er doch, was mit ihm los war. Er hatte es schon immer gewusst, aber die gefürchtete Bedrohung wurde realer denn je. „Das Problem ist, dass du es theoretisch gar nicht nötig hättest, mir gegenüber loyal zu bleiben. Du könntest dir einen anderen Arbeitgeber suchen oder dein eigenes Ding durchziehen, denn das Potenzial dafür hättest du allemal. Im Grunde könntest du einfach gehen, von jetzt auf gleich, und würdest keinen Verlust damit machen, während ich plötzlich im Chaos stünde. Und ich hätte kein Argument, das gut genug wäre, um dich zum Bleiben zu überreden.“ Durch seinen Status bei der Strafverfolgung war es sogar nicht gerade ungefährlich, weiterhin für ihn zu arbeiten – es gab also viele Gründe, sich von ihm abzukapseln, und auch, wenn Zach es nicht zugab, überkam ihn immer wieder diese Angst, dass Wilma diese Gründe irgendwann sehen und ihn im Stich lassen könnte. Eine Angst, die vielleicht ein wenig in der dunklen, sicheren Stimme mitschwang, ihm aber auch so unangenehm war, dass er den Blickkontakt zu der schönen Hexe nicht halten konnte, denn ihr Weggang, und dies leuchtete ihm immer deutlicher ein, je länger sie hier saßen, wäre nicht nur ein Verlust auf der freundschaftlichen und geschäftlichen Ebene.
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BeitragThema: Re: Relax. Unwind. Get in a flip flop state of mind.   So 12 Aug 2018 - 22:17

Ein ernster Blick lag auf dem Giftmischer. Seine bemerkenswerte Art, um Leute um den Finger zu wickeln und so unangenehmen Situationen zu entkommen, würde bei Wilma nicht funktionieren. Da war sie sich sicher. Sie beherrschte diese Kunst ebenfalls und über die Jahre haben die beiden in dieser Hinsicht genug voneinander gelernt, um gewisse Tricks zu erkennen, wodurch diese ihre Wirkung gänzlich verloren. Die Hexe erwartete keine Spielereien, sondern eine Entschuldigung und zwar eine wirklich ernst gemeinte. Das war auch der Grund, warum ihr Blick strenger wurde, als Jones behauptete sich verschätzt zu haben. Wenn sie eins wusste, dann das Zachary Jones sich nicht verschätzte. Ihr Blick genügte, um unmissverständlich klar zu machen, dass diese Rechtfertigung nicht auf Akzeptanz stieß. Erst kurz darauf bemerkte die rothaarige Hexe, dass der sonst so selbstsichere Brite verunsichert wirkte. Selten hatte die Fawley Jones derart zögerlich erlebt und alleine seine Art ließ ihren Gesichtsausdruck ein wenig erweichen. Ihrerseits ebenfalls verunsichert folgte sie Zachs weiteren Worten und versuchte diese in ihren Gedanken zu ordnen.
Das ist… das Problem?“, wiederholte sie die Worte, die sie nicht so richtig einzuordnen wusste. Der Giftmischer hatte viel Freiraum für Interpretationen gelassen und eben dieser Freiraum warf in Wilma nun einen riesigen Berg von Fragen auf. Die eigentlich gewollte Entschuldigung war bereits vergessen. Stattdessen wünschte sie sich nun eine präzisere Erklärung seiner Worte. Denn auch wenn ihre Haltung sich kaum verändert hatte – noch immer hatte sie ein Bein über das andere geschlagen – sprach ihr Gesichtsausdruck bände über die herrschende Verwirrung. Der Ursprung wurzelte in einem Konflikt, welcher sich in diesem Augenblick stumm in ihrem Inneren abspielte. Einerseits gab es den Wunsch, dass die Worte des Giftmischers ein Geständnis tieferer Gefühle darstellten. Der Wunsch rief nur leise in ihr, denn sie hatte ihn gut verborgen und verschlossen. Die Stimmen, die ihr sagten, dass dieses Verlangen falsch war, waren lauter in ihr. Sie waren es, die das Verlangen nach mehr als einer Freundschaft stets im Keim erstickten, wenn es wie in diesem Augenblick wieder auszubrechen drohte. Für Zachary würde sie möglicherweise eine von vielen werden, wenn sie sich einmal auf eine solche Form der Nähe einließe. Alleine dieser Tag hatte gezeigt, dass es den beiden nicht guttat, wenn solche Gefühle zwischen ihnen stehen würden, sofern Zachs Verhalten denn wirklich ein Ausdruck dieser war. Doch das Verlangen, was Wilma selber für falsch hielt, ließ sich in diesem Moment nicht vollständig verdrängen. Erst als der dunkelhaarige Zauberer seiner Aussage eine Erklärung hinzufügte, beruhigte sich das Gefühlschaos im Inneren der Hexe.
Wilma interpretierte die weiteren Worte des Clubbesitzers so, dass es ihm keinesfalls um romantische Gefühle ging, sondern lediglich darum, dass sie ihm, der verbindenden Freundschaft und auch seinem Geschäft den Rücken zukehren könnte. Die leise Hoffnung wurde von einem Hauch Enttäuschung abgelöst und doch wusste Wilma, dass es so wohl am besten wäre. Auf dem Gesicht der Hexe zeichnete sich Mitleid ab und sie gab ihre bisherige Haltung auf, um sich dem Giftmischer entgegen zu lehnen. „Ist unsere Freundschaft nicht Argument genug? Glaubst du ich infiltriere Askaban, um dich dann im Stich zu lassen? Dafür bist du mir viel zu wichtig, Zach.“ Ein aufrichtiges Lächeln zierte Wilmas Lippen, während ihr Blick den des Giftmischers suchte. „Du hast für mich schon so oft alles riskiert. Zuletzt als du das Problem mit Rosier geklärt hast. Ich halte deinen Club über Wasser und ich hole dich so oft aus Askaban raus, wie es nötig ist, weil es das ist, was Freunde tun.“ Noch immer löste sich ihr Blick nicht von den Seelenspiegeln des schönen Mannes. „Wir sind ein Team. Ich lass dich nicht hängen.“ Es bedeutete Wilma wirklich viel, dass Jones sich ihr geöffnet hatte. Denn obwohl sie vermutlich keinen besseren Freund hatte, als den Giftmischer, gehörte Zachary zu den Leuten, die ihre Sorgen und Probleme gerne mit sich selbst ausmachten. Eine Eigenart, die gar nicht von Nöten wäre, da Wilma bereit war ihm bei seinen Sorgen zur Seite zu stehen, so wie er es auch stets für sie tat.
Wir sollten ab jetzt einfach den gemeinsamen Urlaub genießen. In drei Wochen musst du dich wieder verstecken und ich muss alle Fehler beheben, die deine anderen Amateure im Club fabriziert haben. Wir sollten die Zeit bis dahin nicht mit Streit verschwenden.“ Ein versöhnliches Lächeln wurde an den Giftmischer gerichtet. Der Konflikt hatte sich für Wilma erledigt. Zach wusste nun, wie er sie zu behandeln hatte und seine Sorgen konnte die rothaarige Hexe hoffentlich auch aus der Welt schaffen. Einem entspannten Urlaub zu zweit sollte also nichts mehr im Wege stehen.
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