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 Der Kampf um den Wendepunkt

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Raimond McDermot
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BeitragThema: Der Kampf um den Wendepunkt   So 22 Jul 2018 - 19:31

Seine Familie hatte den Sieg davon getragen. Nach so harter Arbeit war das Ziel endlich in Sicht gekommen. Nun da die Familie Lopez endgültig keine Gefahr mehr war, konnte er sich endlich größeren Zielen widmen. Doch trotz seines Sieges konnte er sich einfach nicht vorstellen, ohne Rose weiterzumachen. Nein, sie am Boden zu sehen reichte nicht aus! Es musste noch sehr viel mehr geschehen. Sie sollte die Niederlage nicht nur die Schmach  spüren, sie sollte merken WAS sie alles verloren hatte. Man konnte ja sagen was man wollte, aber Rose war ihm so ziemlich ebenbürtig, das einzige was sie hinderte zu tun was zu tun war, waren ihre Gefühle. Anders als Männer waren Frauen von viel zu vielen Gefühlen und Skrupeln behaftet.  Das war aber nicht das einzige was ihn dazu motivierte Rose als Angestellte bei sich aufzunehmen. Es war auch die tiefe Verbundenheit die er jetzt mehr denn je spürte, wo sie nicht mehr nebenan wohnte. Sein Vater hatte ihn zwar wie versprochen zum Erben gemacht, doch damit war das große Spiel noch nicht für ihn vorbei. Es würde immer weitergehen und um zu überleben brauchte er Rose Talente und ihren Charme, um die Menschen davon zu überzeugen das zu tun was er wollte.

Ein kleiner Teil in ihm, nämlich der den er ständig ignorierte, tat es sogar ein wenig leid sie besiegt zu haben. Sie war eine gute Gegnerin gewesen und nun da sie aus dem Weg war, musste er sich die Zeit mit anderen vertreiben. Glücklicherweise waren sein Gewissen und seine Gefühle nur eine kleine unbedeutende Stimme in ihm die gerade Mal an der Oberfläche von all den Barrieren kratzte die er in sich aufgebaut hatte. Rose war der beste Beweis dafür das Gefühle was für Verlierer waren, sie machten einen schwach und verwundbar. Zwei Dinge die man in der Welt der Adeligen niemals zeigen durfte.

Sie durfte nicht mitbekommen was seine wahren Motive waren sie zu sich zu holen und schon gar nichts von seinen  Gefühlen die er irgendwo in der Dunkelheit seiner Seele für sie empfand. Also ließ er ihre Angestellten-Bekleidung extra kürzen, so dass der Rock gerade über das Hösschen ragte und die Strumpfhosen schön eng anlagen.. Auch ihren Ausschnitt ließ er erweitern, nicht um sich wirklich daran zu ergötzen, sondern einfach um ihr das Gefühl zu geben, dass er sich daran labte. Gut, vielleicht würde er sich tatsächlich ein wenig daran erregen, denn egal was man auch über Rose für Aussagen traf, sie war eine wirklich sehr gut aussehende junge Frau, die viele Vorzüge hatte. Besonders ihre Rundungen hatten es ihm angetan.

Er spielte den unantastbaren, zwang sie in der Küche zu arbeiten, seine Zimmer zu putzen oder wenn er gerade in der Laune war seinen Rücken zu massieren. In manchen Momenten genoss er es so sehr sie zu quälen, einfach weil sie Widerstand gegen ihn leistete, dass er sie dazu drängte ihn zu füttern oder wenn es heiß war, ihm mit einem Fächer genug Luft zu zu wedeln. Sie war seine persönliche Hausangestellte, die von niemand anderem beansprucht werden durfte. Für Rai war es die perfekte Möglichkeit sie an sich zu binden und gleichzeitig sie für die Taten ihrer Familie büßen zu lassen. Früher oder später würde sie ihm noch nützlich sein und dann kam es darauf an, dass er sie vollkommen für sich einnahm.

Auch wenn sie glaubte, sie könnte ihn täuschen, hatte er genau bemerkt was zwischen ihr und seinem Stallburschen abgelaufen war. Dieses übertrieben nette Gerede und dieser abscheulich gefühlvolle Blick den der Kerl ihr zugeworfen hatte, waren völlig unangemessen. Ob sie sich gerade in ihn verliebte? Er hasste die Art wie sie ihn anlächelte, wie sie diese Unterhaltung zu genießen schien. Sogar so sehr, dass für sich beschloss etwas zu unternehmen. Doch dafür war ein weiterer Kniff nötig, um das passende Druckmittel zu haben, den Stallburschen der bereits seid annährend 5 Jahren für die Familie arbeitete aus seinen Diensten zu entlassen. Sein Vater würde das ohne triftigen Grund nicht tun, also musste Rai wohl oder übel ein wenig nachhelfen.  Deshalb begab er sich nachts zu den Ställen und manipulierte eines der Pferdetore und legte Süßigkeiten hin, damit die Pferde anfangen würden durchzudrehen. Für ein Pferd waren Süßigkeiten ein Aufputschmittel, so hatte er es zumindest mal von einem erbärmlichen Halbblut gehört. Wie hieß die Göre noch gleich? Er erinnerte sich nicht mehr an sie, dafür war sie wohl dann doch zu unbedeutend. Gesagt getan, schlich er zurück in sein Zimmer und wartete einfach nur noch ab, dass sich alle Fäden genauso in Gang setzten wie er es sich erhoffte. Um dem ganzen weniger Zufall zu geben, hatte er seinem Vater eine nachricht in Namen des Stallburschen geschickt, das sein Pferd bereit sei und in die Arbeitskleidung des Stallburschen etwas hinterlassen, einen kleinen Papierfetzen von den Süßigkeiten die das Pferd bekommen hatte. Pünktlich wie immer ging sein Vater  um 8 Uhr zum Stall um sein Pferd zu begutachten, als es auch schon losging und man deutlich hören konnte, wie das Pferd ziemlich wild unaggressiv sich ausspielte. Der Stallbursche versuchte einzugreifen, hatte aber auch nur begrenzten Erfolg. Sein Vater wurde leicht verletzt und kam mit einer Platzwunde davon. Glücklicherweise hatte er seine Spuren verwischt, denn sein Vater durchsuchte wie erwartet die Taschen des Angestellten und fand das Fetzen Papier von den Süßigkeiten und feuerte ihn.
Im Gegensatz zum Sturz der Familie Lopez war das einer seiner leichtesten Übungen, auch wenn er sich nun wieder langweilen würde, weil die wirklich großen Pläne musste er sich noch parat legen, bis dahin würde er sich mit gewöhnlichen Menschen herumschlagen. Er würde jeden beseitigen der sich Rose annährte oder gar versuchte ihr etwas zu geben, was er nicht konnte.  Sie verbrachte viel Zeit damit in seinem Zimmer bei ihm zu sein und wenn es keinen Grund würde er einfach einen kreieren.  Sie gehörte ihm, niemand anders durfte das von ihr erhalten was er erhielt. Die Leidenschaft, ihren Körper und nun auch ihren Verstand.. Aber sie konnte sich glücklich schätzen, denn an Rais Seite sein zu dürfen hatte nur Vorteile, sie würde ihm helfen können die Adelsfamilien von England zu erschüttern und eines Tages an ihrer Spitze zu stehen, ja vielleicht würde er sogar mal Zaubereiminister werden und damit der mächtigste Mann der magischen Welt. Sie war seine Waffe, die er abfeuerte wenn er es sein musste. Sie war nicht wie die anderen ein Bauernopfer, sie war sein Springer den er einsetzte um die wirklich schweren Fische einzufangen. Immer wenn er etwas wollte, ließ er es in der Küche unten klingeln und Rose war natürlich die einzige von den Angestellten die ihn bedienen durfte, alle anderen hatten die Anweisung Rose zu holen, wenn sie gerade nicht auf ihrem Posten war. Sehr oft genoss er es seine Macht ihr gegenüber deutlich zu machen, ihr zu zeigen wer der König und wer der Untertan war. Ihren Widerstand konterte er meistens mit miesen Arbeitsanweisungen, wie zum Beispiel den Boden für ihn zu putzen und er absichtlich  erregt, ihr dabei zusah. Eines Tages würde sie erkennenn was für ein Mensch er war, welch großes Werk er mit seinen Taten vollbrachte.

Ihre Arbeitszeiten waren meistens Tag und Nacht, sie hatte nur wenige Pausen und durfte nur in die Stadt wenn sie vorher Raimond um Erlaubnis bat. Zeitweise konnte man mit Fug und recht behaupten, dass sie nicht mehr Rechte hatte als ein gewöhnlicher Hauself in irgendeinem Adelshaushalt. Natürlich wollte er immer noch ihre Leidenschaft spüren, weshalb er sich mit seinen kleinen Machtspielen gerne mal zurückhielt und ganz der Rai war, den sie offenkundig liebte. Ja, diese Gefühle waren sicherlich nicht verschwunden gewesen, also konnte man sie noch ausgraben und für sich benutzen. Was er ganz ohne Gnade tat und ihr ein wenig den Tag versüßte, nur um zu erhalten was er sich sehnlichst von ihr wünschte. Egal was er tat, das Schicksal war stets auf seiner Seite und der nächste der Fallen musste war sein eigener Vater. Es wurde Zeit das Rai seine Position einnahm. Warum auch nicht, er war seinem Vater schon in einigen Punkten überlegen und den Rest würde er sich früh genug aneignen. Genau für diesen Job brauchte er einen Angestellten, der den Mut und den Charme besaß gewisse Dinge für ihn zu tun und wer wäre da besser als Rose geeignet. Schon bald würde er die Schule abgeschlossen haben und zu dieser Zeit würde er sie versuchen um den Finger zu wickeln. Das würde zwar bedeuten Gefühle zu zeigen  und ein paar vorzuspielen, aber wenn es um den Einfluss ging, war einem jedes Mittel recht. Das hatte ihm sein Vater beigebracht, da konnte man Rai wohl kaum einen Vorwurf machen, dass er es jetzt gegen seinen Vater verwendete. Sie war die ideale Waffe und die einzige, der er ein wenig Verstand zuschrieb, im Gegensatz zu all den anderen Angestellten, man darf sagen es waren viele, waren sie doch alle unterbemittelt.  Sie war ein Diamant unter den vielen Menschen die alle nicht mit ihm mithalten konnten. Zeitweise hatte er das Gefühl von königlichen Blute zu sein, seine Intelligenz, sein Charme und sein Eleganz waren gleichermaßen perfekt wie seine Pläne gegen Menschen ide ihm im Weg standen oder wie Jamie und Catarina Miller einfach nur irgendwelche Zeitvertreibe waren, um seine Langeweile in Neugierde und Befriedigung umzuwandeln. Die menschliche Natur war unglaublich Komplex und wenn es ihm gelang die beiden Schwestern auseinander zu treiben war er mit Sicherheit auch zu höherem bestimmt. Nur Rose durfte seinen Weg begleiten, ob als Angestellte oder als Waffe spielte dabei keine Rolle, sie war sein Wetzstein an dem er seinen Verstand schärfte und eine gelungene Ablenkung.

In der Welt des Geldes gab es zwei Konstanten die sich eigentlich so gut wie nie veränderten. Der ewige kalte Kreislauf von Zunahme und Abnahme wie auch die gespielte Höflichkeit hinter deren Vorhang die dunkle Bühne der Geschäfte ablaufen. Man wog seinen Gegner in Sicherheit und solange das Geschäft für einen von Vorteil war, blieb man dabei. Erst wenn der Gegner am Boden war, ließ man ihn skrupellos zurück und suchte sich etwas Besseres. Listige Übernahmen und gerissene Verträge waren das A und O um im Geschäftsleben ausreichend Profit zu machen und um sich eines Tages zur Ruhe setzen zu können um den Luxus der eigenen Annehmlichkeiten zu genießen. Aurelia war eine solche Persönlichkeit.  Ihre Feinde fürchteten sie und ihre Freunde ehrten sie als eine große tatkräftige Frau von Gleichmund und Hochmut. Nicht wenige sahen sie als eine hochgeborene an, eine adelige Frau deren Ruf ebenso tadellos war, wie ihr wunderschönes sanftes Kleid das sie trug. Sie war eine Frau des strikten Lebens, der Routine und der Disziplin. Jeden Morgen um punkt acht Uhr wird sie durch die Glocke geweckt und wird salonfähig gemacht, dabei müssen ihre Bediensteten strenge Regeln beachten die stets einzuhalten sind. Sie ist im wahrsten Sinn des Wortes eine Perfektionistin, halbe Sachen toleriert sie nicht ebenso wenig wie Fehler oder Fehlverhalten. Ihre Erwartungen sind stets hoch gewesen, weshalb nur Raimond als einer von acht Neffen ihr einziger  Schützling war den sie hoch achtete. Nicht nur das er bereits in jungen Jahren seinen Vater übertraf, sondern auch sehr viel intelligenter war und wusste, wie man Menschen so manipulierte, dass sie genau das taten was von einem verlangt wurde.
Sie gilt als außergewöhnlich streng und die einzigen Kandidaten die für das Erbe in Betracht kamen sind Raimond McDermot und Lisa von Burmingham,  sie ist in ihren jungen Jahren eine echte Schönheit und strotzt nur so vor Eleganz und Anmut. Man sagt kein männliches Herz der oberen Schicht hält ihr stand und wäre es nicht so abscheulich hätte Aurelia Raimond und sie gerne zusammengesehen. Damit aber einer von beiden an das Erbe herankommen würde, hatte sie ganz exakte Vorstellungen die erfüllt werden sollten und im Augenblick hatte sie es auf eine ganz bestimmte Person angesehen. Was wäre edler als eine gefallene Adelstochter einer rivalisierenden ehemaligen Familie in seine Familie aufzunehmen und eine Hochzeit zu arrangieren, bei der sie den Titel von Aurelia erbt. Damit würde Aurelia als Wohltäterin und hochangesehene Frau des Adels in die Geschichte eingehen. Ein solche Schachzug würde ihren Namen noch für Generationen prägen und wer wollte nicht neben den großen Persönlichkeiten der Geschichte als Wohltäter genannt werden. Wenn Aurelia etwas war, dann süchtig nach Ruhm, Geld und Einfluss. Roseodora der Familie Lopez war perfekt für diesen Auftakt und wenn es ihr gelang, sie mit Raimond zu verheiraten und sie in den heiligen Bund der Ehe zu bringen, würden sich die Zeitungen geradezu überschlagen über den Hochmut des alten strengen und hochmütigen Adelsfräuleins Aurelia von Dartmoore, Gräfin und angesehene Geschäftsfrau. Eine Lady von blauem Blute mit guten Beziehungen in den magischen Teil der königlichen Familie.  Etwas geringeres käme für sie auch gar nicht in Frage. Sie verdiente die Bewunderung der niederen Pöbels. Sie verlangte Ordnung und Recht, ihr Recht und ihr Wort das waren die Gesetze wie sie sie in früheren Zeiten bestimmte. Damals vor dem Krieg als noch die Jugend hart und unabhängig und voller Tatendrang alles tat um sich hochzuarbeiten.

Roseodora war jetzt wo ihre Familie gefallen war, ein gefundenes Fressen und der perfekte Part um ihren Neffen Raimond zu heiraten. Jeder Mensch hatte einen Preis  und es war nur eine Frage der Zeit den zu finden. Bei Rose war es sicher so etwas Geld, schließlich waren sie sich nicht unähnlich.  „Los los Triepi beeil dich, Bring Tee und Gebäck ins Teezimmer und dann wünsche ich, dass du diesen…diesen …ohrlosen kleinen miesen Ritzlof rauswirfst! Er ist eine Schande für euch Hauselfen. So geh mir aus den Augen!“, ihre alten Augen die sehr den Augen einer Eule ähnelten, wandten sich von der kleinen Hauselfe ab die geknickt von Dannen zog. „Winston?!“, rief sie leise und schüttelte ein kleines Glöckchen in ihrer Hand. Ein kleiner Hauself mit einer schwarz haarigen kurzen Perücke tauchte auf und verneigte sich vor ihr. „Meine Herrin, wie kann ich euch zu diensten sein.“, sie atmete tief durch was bei ihr kein gutes Zeichen war. Sofort zog sie ihre Brille mit der sich alles vor ihr vergrößerte. „Winston wie sehen ihre Haare aus. Die müssen neu gemacht werden und das Teezimmer ist ungenügend hergerichtet. Ich wünsche, dass die Tischdecke mindestens  3 Zentimeter länger ist und ich wünsche das du mein Kissen im Sessel aufschüttelst und danach richte die Uhr, sie geht exakt um eine Minute nach. Und sag den Köchen sie mögen sich gefälligst ranhalten. Ist die Kutsche unterwegs?“, Winston sah nicht auf, sie hatte ihren Bediensteten streng untersagt ihr direkt in die Augen zu schauen.  „Ja, Madame, ich habe die Kutsche mit James als Kutscher versandt um Miss Lopez abzuholen und hierher bringen zu lassen.“, Aurelia nickte streng, zog sich einen Handschuh über und winkte ihn fort ohne ein weiteres Wort zu verlieren. Sie wartete bis das Teezimmer ordnungsgemäß wieder hergerichtet war und würde sich dann dort platzieren, um auf ihren Besuch zu warten. Mal sehen welchen ersten Eindruck die junge Dame machte und wie gut ihre törichten Eltern sie erzogen hatten. Zumindest erwartete sie, dass Roseodora all ihre Titel auswendig konnte und sie mit einem damenhaften knicks mit all ihren Titeln begrüßte.  So etwas schickte sich einfach und zeugte von Respekt, schließlich gehörte sie nun einer Bevölkerungsklasse an, die unter Aurelia stand.  Vielleicht aber würde sie schon bald wieder mit ihr auf Augenhöhe sein. Das würde sich in diesem Gespräch noch herausstellen. Sobald sie aus der Kutsche stieg in der es sehr geräumig war, sogar mit etwas zu trinken, würden sie vier Hauselfen empfangen und alle vier würden sie durch den Prunksaal hineingeleiten bis ins Teezimmer.

@Roseodora Lopez
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Roseodora Lopez
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BeitragThema: Re: Der Kampf um den Wendepunkt   Mi 22 Aug 2018 - 14:13

Es war keine Traurigkeit, die in ihrem Blick lag. Roseodara hatte den Fall ihrer Familie gut geplant und sich vor Raimond gleichgültig und unwissend gegeben. Auf die vorgetäuschten Gefühle für Noah Maxwell hatte Raimond wie erhofft reagiert. Genau so hatte Rai den Liebesbrief, den sie ihn in die Hände gespielt hatte, gegen sie verwendet und zum Druckmittel der Ziele gemacht, die er selbst verfolgt hatte. Bis zum Schluss hatte, sie ihre Rolle perfekt gespielt so das sie mitten in ihrer kleinen Inszenierung manchmal selbst, dem glauben verfallen war, sie hätte sich in diesen Gryffindor verliebt. Selbst ihre Gedanken hatte sie danach ausgerichtet. Sie wusste immerhin das Raimond ihr gefährlichster Gegenspieler war, doch glaubte sie ihm dieses eine mal überlegen gewesen zu sein. Seine einfältige Meinung von Frauen und ihrer labilen Gefühlswelt hatte es ihr überhaupt erst möglich gemacht ihn wie eine Marionette für ihre Zwecke zu missbrauchen. Wenn es sein musste würde sie auch ihr Liebesgeständnis für ihn leugnen und als ein Schachzug ihres hinterlistigen Planes ausgeben. Dabei war dies nur in einem Moment ihrer Schwäche heraus passiert. Dennoch war eingetreten, was sie beabsichtigt hatte und nun gab es kein zurück mehr für das Mädchen. Sie hatte ihren Vater ins Unglück gestürzt und auf eine Weise auch sich selbst. Irgendwann würde sie sich fragen, ob es das alles wert gewesen war und Rose war sich nicht sicher, ob sie die Antwort schon kennen würde. Doch sie würde ihren Weg so grausam er nun auch werden würde lieber alleine als mit ihm gehen. Die letzten Worte die zwischen Vater und Tochter gefallen waren, hatten viele Zweifel in ihr hervorgerufen. Das die Familie McDermont nicht unschuldig war musste nicht hinterfragt werden, aber die Rivalität der zwei Adelsfamilien musste einen tieferen Ursprung haben, als lediglich den Vorteil dem das vorgheuchtelte Bündnis den beiden Familien Vätern in der Vergangenheit nützte. Beide hatten es auf den Untergang des anderen abgesehen und Roseodora und Raimond waren ihren Eltern immer schon um einige Schritte vor raus gewesen. Es war Raimonds passende Gelegenheit gewesen, das Rose derartige Verachtung für ihren Vater empfand, das sie es ihm wirklich leicht gemacht hatte. Für den Slytherin bedeutete dies er würde das Erbe seines Vaters antreten. Er wiegte sich in einer viel zu naiven Sicherheit und das sollte er auch weiterhin. Solange bis sich entschieden hatte was aus den beiden werden würde. Mit dem Verlust ihrer Adelstitel hatte Rose die Hoffnung auf eine Zukunft mit Raimond aufgegeben. Nur um den Anspielungen ihres Vaters nachzugehen hatte sie sich in seinen Dienst stellen lassen und fortan getan was von ihr erwartet wurde. Es verlangte mehr Geduld und Demut von ihr als sie öfter aufbringen konnte, aber, nach dem ihr der Brief der Baronin überbracht wurde ergaben sich neue Möglichkeiten. Wenn dies nicht das Ende war, dann war es der Anfang eines neuen Abschnittes, der sie Raimond wieder näher bringen konnte, als nur seine Bedienstete zu sein.
Roseodora & Aurelia von Dartmoore


Die Kutsche der Baronin hatte auf Roseodora den besten Eindruck hinterlassen den man auf sie hätte ausüben können. Wobei es, nach dem was Raimond ihr die letzten Wochen geboten hatte, nicht sonderlich schwer gewesen war ihr da etwas Besseres zu bieten. Raimond. Sie hoffte inständig, dass die Baronin sie nicht gänzlich aus seinem Leben verbannen würde. Nach dem man ihrer Familie alle Titel und das Vermögen aberkannt hatte was blieb da noch übrig? Was konnte jetzt noch an ihrer gemeinsamen Vermählung interessant sein? Roseodora hatte sich ihrem Schicksal langsam angenommen, aber Raimond zu verlieren war etwas was sie nicht so einfach hinnehmen konnte. Es musste doch eine Möglichkeit geben, mit der sie verhindern konnte das sie einen zu schlechten Einfluss auf sein Ansehen ausübte. Die Kutschfahrt war etwas ganz in Roseodoras ermessen gewesen. Sie hatte sich zweifelsohne zu sehr an ihre Herabsetzung gewöhnt und wollte sich auch nicht wieder zu sehr diesem Luxus hingeben, der ihr eh bald wieder entzogen wurde. Sie wusste, das Tante Aurelia eine Frau war der man nur mit Disziplinen Grazie und Schönheit überzeugen konnte. Dabei war die Frau wenigstens so kompetent, dass ihr sogar die Schönheit imponierte, die sie längst verloren hatte. Die drei stündige Fahrt verbrachte Rose damit sich ganz auf ihr auftreten zu konzentrieren. Ihre Haltung. Die Geste, mit der sie ihre Hand schwenkte. Die Art wie sie ihren Hut trug und ihr langes mit Rosen besticktes Kleid berührte, wenn sie die Treppe herauf oder hinab stieg. Ihre anmutigen Schritte, die Art wie sie lächelte. Nicht zu aufreizend, nicht zu unbedacht. Sie alleine hatte es in der Hand an ihrem Schicksal etwas zu ändern. Glücklicherweise trug sie genug Verachtung für Raimond in sich das sie sich beherrschen konnte und bereit war alles dafür zu tun nur, um ihm nicht mehr untergeben zu sein. Die letzten Minuten der Ankunft übertrafen selbst die schlimmsten Momente mit Raimond. Ihr Magen hatte sich derart zusammen gezogen das es ihr schwerfiel Luft zu holen. Dennoch ließ sie sich nichts von diesem Umstand anmerken. Die Hand des Hauselfen nahm sie entgegen, ohne sich ein freundliches Wort seiner Hilfe zu scheren. Während er voranging und Rose durch die edle Villa führte, blieb dieser nicht der samt roter Teppich unbemerkt. Auch die viele Gemälde und Statuen von hohen Wert die von den zahlreichen Korridoren und Räume beschmückt waren hinterließen einen erstaunten Eindruck bei der jungen Hexe. Nach wenigen Augenblicken hielt der Diener vor einer großen Türe und öffnet diese. In dem hohen Raum mit der Decken Malerei saß eine hochgewachsene alte Dame von Anmut und Gleichmund die sowohl auch von Strenge und Kaltherzigkeit gezeichnet war. Vor ihr auf dem Tisch stand ein Gedeck aus Tee mit zwei verzierten Tassen sowie ein Sessel in dem Rose Platz nehmen sollte. Die Baronin sah streng zu ihr herüber und wartete ab, was Rose tun würde und ob sie ihre Manieren richtig anerzogen bekommen hatte. Ihre Kälte konnte Rose spüren, wie Wasser, welches auf ihrer Haut zu Eis gefror. Mit sicheren, jedoch kleinen Schritten kam Rose der mächtigen Frau mit den unzähligen Titeln entgehen getreten und ihre kalten Blicke lagen nur wenige Sekunden aufeinander. "Teuerste Baronin Aurelia von McDermot , Mitglied im Orden des Merlin, Besitzerin der Ländereien von Littlestone, Finanzberaterin der Familie McDermot, Dekanin am Hofe der magisch-königlichen Akademie der Zauberkünste von Oxford und meine wertgeschätzte Gouvernante aus Kindertagen" Rose lächelte sie liebevoll an, führte einen Damenhaften Knicks vor ihr auf und küsste sie zweimal auf die jeweils andere Wange. "Ihr Anblick ist mir immer noch der liebste verehrte Madame. Sie sehen wie immer hinreißend aus." Nun würde sich beweisen wie viel Rose ihre Freiheit wirklich bedeutete. Dies war der Kampf um den Wendepunkt.


Zuletzt von Roseodora Lopez am Di 4 Sep 2018 - 18:14 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Raimond McDermot
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BeitragThema: Re: Der Kampf um den Wendepunkt   Do 30 Aug 2018 - 22:18



NPC Steuerung: Aurelia McDermot

Aurelia wurde nicht zu wenig versprochen und ihr Instinkt hatte sie nicht getrogen. In Sachen Sitte war die Familie Lopez wirklich korrekt gewesen. Deren Tochter machte wirklich was her. Sie wirkte wohlerzogen, gut gekleidet und für eine normale Bedienstete schien sich viel von dem was sie einst gelernt hatte behalten zu haben. Raimond hatte einen guten Sinn fürs geschäftliche, dass hatte er von seinem Vater, aber Aurelia bemerkte etwas in ihm was noch viel interessanter war. Er nahm die außergewöhnlichen Chancen des Lebens wahr und nutzte sie zu seinem eigenen Vorteil, dass war eine Eigenschaft mit der er seinem Vater vermutlich um einiges voraus war. Damit war er definitiv der würdige Erbe der Baronin. Der einzige der ihr gesamtes Vermögen und ihr Gut erhalten sollte, wenn sie einmal diese Erde verlassen würde, wie schön wäre es gewesen wenn ihre anderen Neffen und Nichten doch nur ansatzweise diese Gerissenheit und diesen Scharfsinn besäßen. Nun sollte es nunmal Raimond sein, seine Eltern hatten trotz ihrer großen Besorgnis keinen schlechten Einfluss auf ihn gehabt und ihm anscheinend die richtigen Eigenschaften mit auf den Weg gegeben. Daran zweifelte sie nicht und auch bei Roseodora zweifelte sie keinesfalls an ihren Fähigkeiten. Sie wäre die würdige Nachfolgerin, das hieß wenn sie dieses Gespräch wirklich zu Aurelias Zufriedenheit meisterte.

Sie ließ es sich gefallen, dass Roseodora ihre gesamten Titel aufsagte und setzte sich wieder in ihren Sessel, von dem sie aus einen guten Blick auf das junge Mädchen hatte. Sie sah Rose mit Gleichmund an bevor sie mit einer Geste Rose den Sessel ihr Gegenüber anbot.Ein Tee beruhigte die Nerven nach einer angespannten und unbequemen Reise. Aber Aurelia interessierte sich nicht für dererlei Banalitäten und so blieb die Frage wie ihr die Reise gefallen hat aus. Ihr Plan mit Roseodora war schon sehr riskant, sodass so eine Kleinigkeit auf keinen Fall ihren Plan nun stören durfte. Sie wusste, es wäre schwer Raimond zu überzeugen und deswegen würde Aurelia es gar nicht erst probieren, denn sein schäbiger Vater würde sich auch dann gegen Aurelia stellen und das war nicht in ihrem Sinne. Sie wollte würdige Nachfolger und Raimond brauchte eine Frau dafür, eine die ihn nicht nur gut kannte sondern auch noch gerissen war und selbst aus gutem Hause kam. "Tee? Zucker? Milch?", erfragte sie und nutzte ihren Zauberstab um ihnen einzuschenken. Wie von selbst bewegte sich die Kanne und goss den heißen, eben erst aufgebrühten Tee in die beiden Tassen, sowie die Stücke Zucker und die Milch sofern sie was wollte. "Also Roseodora, du fragst dich sicherlich wieso ich dich eingeladen habe. Jetzt da du deiner Adelstitel beraubt wurdest. Nun Kindchen lass dir gesagt sein, es geht um eine ernste Angelegenheit. Aber zuerst trink einen Schluck Tee und berichte mir wie es dir ergangen ist. Ich vernahm du arbeitest für meinen Neffen als Hausmädchen." Sagte sie und nahm ihr Monokel in die Hand, welches sie immer benutzte um jemanden genauer zu mustern, zumal sie ohne dieses nicht mehr so gut sehen konnte. Sie war extrem kurzsichtig mit ihren 117 Jahren geworden und wollte sich nur noch zur Ruhe setzen und ihre Nachfolgerin einarbeiten und wer wäre da möglicherweise besser geeignet als Roseodora und Raimond. Verheiratet würden sie sicher ein einmaliges Duo abgeben das die Welt der Adeligen revolutionieren wollte und außerdem wollte Aurelia etwas würdiges auf dieser Welt hinterlassen, etwas mit dem sie in die Geschichte einging. Aurelia die Baronin vom Dartmoore, diejenige die große Nachkömmlinge zu echten Geschäftsleuten ausgebildet hatte und außerdem als einer der wohl standhaftesten Hexen in der Geschichte der magischen Welt einging. Das wäre eine Schlagzeile! Nein, das perfekte Erbe!
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Roseodora Lopez
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BeitragThema: Re: Der Kampf um den Wendepunkt   Di 4 Sep 2018 - 18:07

Roseodora kannte nicht alle Absichten die Aurelia verfolgte, aber die alte Frau war auch keine Fremde für die Slytherin. Als sie und Raimond noch Kinder waren, hatte Aurelia selbst einen Teil ihrer Erziehung übernommen und besonders Raimond hatte sie dabei immer am meisten gefördert. Diese Tage waren furchtbar langweilig und anstrengend für Rose gewesen. Sie durften sich nichts mehr erlauben und mussten immer aufs Wort gehorchen. Sie durften weder rennen, noch lachen, noch sonst etwas tun was sich für den Adel nicht schickte. Wie gern würde Rose diese Frau doch endlich tot sehen. Für sie selbst hätte dies natürlich keinen Vorteil, aber trotzdem nahm sie der Hexe noch nach all den Jahren gewisse Dinge übel und das auch zu Recht. Wenn es etwas gab, worauf sie weniger verzichten konnte als auf ihre Familie, dann war es sich der Baronin zu beugen und ihr Respekt entgegenzubringen. Mittlerweile waren die Augen der Hexe nicht mehr die besten, aber Rose wusste, dass sie achtsam sein musste und das die Baronin bei weitem nicht so gebrechlich war, wie man auf den ersten Blick annahm. Dennoch hatte die Frau mit den gehobenen Titeln der jungen Schülerin wertvolle Lektionen mit auf den Weg gegeben die sich eben hier nun präsentierte und so wie Rose von sich behaupten konnte sogar recht gut. Aurelia konnte stolz auf sie sein, aber das würde sie in diesem Gespräch noch bemerken, oder eben nie. Rose glaubte nicht an ein erneutes wiedersehen, wenn sie hier und jetzt an dieser Stelle scheitern würde. Auf dem Sessel den Aurelia ihr angeboten hatte, kam Rose an die Kälte und die Anmut einer Königin heran. Dies war ihr nicht gänzlich bewusst, aber es gab ihr eine gewisse Sicherheit, die sie auch brauchte, um Aurelia stand zu halten. "Tee bitte. Ich trinke ihn ohne Milch und Zucker" Mit einer Hand hielt Rose den kleinen fein verziert Teller und mit der anderen den kleinen Riemen der Tasse die ebenso mit derselben Feinheit verziert war. Teures Geschirr, welches fast schon einer wirklichen Königin gleich gekommen wäre. Doch dieser Reichtum würde nicht mehr lange ihr gehören und Rose hatte schon so einen Verdacht, warum die Baronin sie hergebeten hatte. Ohne sich lange bitten zu lassen, nahm Rose einen Schluck von dem Tee und hatte, damit die ersten Anforderungen der Baronin erfüllt, wie sie hoffte. Sie achtete wirklich auf jedes Detail und sei es nur die Art und Weise in der Rose die kleinsten Bewegungen ausführte. Nun kam der Teil der Rose ganz und gar nicht behagte. Wie sollte sie hier am besten Vorgehen? Das treu ergebende Dienstmädchen vorzugeben würde ihr nicht schwerfallen, denn sie würde irgendwann nicht mehr nur eine Bedienstete sein und dann waren sie und Rai wieder auf Augenhöhe. Zunächst einmal musste Rose eine andere Bezeichnung für Raimond finden als die von der sie sonst immer Gebrauch machte. Sie konnte es sich ganz und gar nicht erlauben in der Gegenwart der Baronin schlecht von ihrem Lieblingsneffen zu sprechen. "Der junge Mr. McDermont war so gütig mich in seine Dienste zu stellen. Er ist gut zu mir und ich gebe mir mühe mich für diese Güte in Gehorsam und Demut erkenntlich zu zeigen" Es war ihr höchst zuwider diese Fassade aufrecht zu erhalten, aber man konnte eben nicht erwarten, das einem alles vor die Füße gelegt wurde. Rose würde sich alles was sie mal hatte Stück für Stück zurückholen müssen und dabei würde sie um solche unterwürfigen Worte nicht herum kommen.


Zuletzt von Roseodora Lopez am Mo 24 Sep 2018 - 12:50 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Raimond McDermot
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BeitragThema: Re: Der Kampf um den Wendepunkt   So 9 Sep 2018 - 0:44



NPC Steuerung: Aurelia McDermot

Aufmerksam beobachtete Aurelia ihr Gegenüber, ihre Haltung und ihre Art die Tasse zu halten waren nahezu fehlerlos. Sie besaß durchaus eine sehr anmutige Art, die einer Adeligen nur zu gute kam. Man merkte ihr an, dass sie wirklich einst aus einem guten Hause kam und genau wusste was sie zu sagen und was zu denken hatte. Aber für eine würdige Nachfolgerin musste sie noch weitaus mehr als das bieten. Es brauchte diplomatisches Feingefühl, Durchsetzungsvermögen und eine große Portion Intelligenz, Willenskraft und Hinterhältigkeit. Oftmals war es nötig einen Plan in einem Plan zu haben und darüber hinaus sich einen Trumpf zu bewahren, den man erst ausspielte wenn man am Rande einer Niederlage stand.

"Mein Neffe weiß was sich gehört und ich denke dort kannst du vieles lernen. Vielleicht dich sogar in diesem noblen Haushalt dich hocharbeiten. Immerhin ist man sehr großzügig zu dir. Aber sag mir Kindchen, wie hast du den Niedergang deiner Familie verkraftet und wie denkst du nun über deinen Vater? Wirst du ihn besuchen oder weiterhin zu ihm halten, jetzt wo sich herausgestellt hat, dass er ein Sträfling ist und nichts mehr besitzt außer der Schande die er seiner Familie zugemutet hat?", sie musste sie testen, sie musste herausfinden ob Roseodora für sie ein Gewinn war. Wenn sie noch zu ihrem Vater stand, war sie mehr eine Bedrohung und würde nur Skandale provozieren, andererseits wenn sie sich von ihm abgewandt hatte, wäre sie durchaus eine Bereicherung für Familie und ihre wirtschaftliche Zukunft. Sie sollte immerhin ihrem Neffen dabei helfen der größte Baron innerhalb Englands zu werden. Vielleicht sogar ein noch besserer Geschäftsmann als sie es je hätte werden können. Sein Vater das wusste sie, war nicht schlecht aber für ihren Geschmack war er zu sturköpfig und besaß längst nicht die Fähigkeiten seines Sohnes. Nur er würde sich als sein Nachfolger beweisen können und das Unternehmen zu einem Imperium ausweiten, dass die magische Welt noch nicht gesehen hatte. Aber damit Raimond auch ein guter Nachfolger war und ihr Namen der Geschichte des Unternehmens eine tragende Rolle spielen würde, musste sie ihn mit jemandem zusammenbringen die als seine Frau würdig war. Jemand die mit Worten wie Charme, Verführung und Verhandlungsgeschick spielte als wäre es ihr Spielzeug. Aurelia besaß eine sehr gute Menschenkenntnis und nachdem sie nun einige adelige junge Frauen aus der magischen Welt sich angeschaut hatte, war sie zu dem Entschluss gekommen das die Feinde ihrer Familie die jetzt nicht mehr existierten die einzig würdige Frau für Raimond herangezogen hatten. Die Familie Lopez mochte zwar aus alten Rivalen bestehen, aber für Aurelia gab es durchaus auch etwas was man sich im Geschäftsleben beibehalten musste. Respekt besonders seinen Feinden gegenüber, denn man hielt sich seine Freunde nahe, aber seine Feinde noch näher um sie zu verstehen und zu analysieren.

Dieser Grundsatz hatte sie immer weitergebracht, denn man wusste nie wann es vielleicht Mal von Vorteil war sich mit einem Rivalen zu verbünden um einen viel stärkeren Gegner zu vernichten. Deshalb war Respekt und Höflichkeit einem Gegner gegenüber im Geschäftsleben das absolute Muss. Eine Notwendigkeit um zukünftige Verhandlungen zu gewährleisten und im Fall der Fälle sich einen Rivalen zum Freund zu machen. Es konnte nie schaden jemanden auf seiner Gehaltsliste zu wissen. Inzwischen jedoch hatte Aurelia gesundheitliche Probleme und spürte wie das Alter sie langsam plagte. 117 Jahre waren doch schon eine lange Zeit. Ihre Augen und auch ihre ganze Kraft machten das Geschäft nicht mehr mit. Sie konnte nicht mehr mithalten und auch wenn sie sich nach außen stark gab, hatte ihr der Heiler viele Heilungstränke gegeben, ihr aber auch trotzdem nahegelegt sobald wie möglich sich aus dem Geschäft zurückzuziehen und sich zur Ruhe zu setzen. Sie wollte eine Nachfolgerin auswählen, jemand die neben Raimond auch ihre eigenen Geschäfte machte und dafür kam nur Raimonds spätere Frau in Frage. Aber ob dies Roseodora sein würde, würde sich noch zeigen.
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Roseodora Lopez
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BeitragThema: Re: Der Kampf um den Wendepunkt   So 14 Okt 2018 - 14:30

Rose Hände fingen leicht an zu Zittern weswegen sie die Tasse vor ihr auf den Tisch abstellen und ihre Hände im Schoss ihres Kleides. "Mein Vater hat nicht nur Schande über mich und meine Mutter gebracht. Er hat sich gegen die McDermot's gerichtet, die mir wie ihr wisst immer mit großer Freundlichkeit begegnet sind. Er selbst hat den Umstand seiner Schande zu verschulden. Ich versuche lediglich die Schuld meines Vaters in der Form meiner Untergebenheit abzubezahlen", sagte sie mit einem ernsten Blick, den sie nicht wagte nur einen Moment von der alten Aurelia abzulassen. Sie war sich der Gefährlichkeit dieser Einladung sehr wohl bewusst und auch der heiklen Situation in der sie sich befand. Trotzdem gab sie sich alle Mühe der noch sehr robusten Frau standzuhalten. Es war Ironie des Schicksals, dass sie nun im Herzen der Villa saß, die sie damals mit Rai zusammen auf den Kopf gestellt hatte. Der Ort an dem Rai das erste Mal eine sehr teure Ming Vase aus der chinesischen Dynastie hatte fallen gelassen und sie alles einem Diener von Aurelia in die Schuhe geschoben hatten. Eine Zeit in der Raimond sich noch wie ein Mensch und nicht wie ein eiskaltes Monster aufführte.
Sie mied die Teetasse, um ihr Zittern ein wenig zu verbergen und nicht zu offenbaren, dass ihr die Situation innerlich zu schaffen machte. Hier musste sie absolute Stärke beweisen und sich wie eine richtige Adelige geben, um nicht noch mehr von ihrem Ruf zu schmälern.
"Ich habe mich von meinem Vater und seinen kriminellen Machenschaften abgewandt und stand damit auch zu keiner Zeit in Verbindung. Das versichere ich Ihnen. Mein Wunsch ist es weiterhin Raimond zu dienen. Nicht meinen Vater", erwiderte sie mit einem gespielt hasserfüllten Unterton, von dem sie hoffte, dass es Tante Aurelia beeindrucken würde. Sie hatte ja nichts mehr zu verlieren und eine Lüge war das beste Mittel um herauszukriegen was hier eigentlich vor sich ging. Es war viel zu offensichtlich das sie sie testete, nur der Grund erschloss sich noch nicht komplett. Zwar hatte sie bereits einen sehr konkreten Verdacht, aber das wirkliche Mosaiksteinchen wollte sie noch herauskriegen. Warum lud sie das Mädchen einer Dynastie ein, die sie offensichtlich verachtet hatte, vor allem da sie Rai bei ihrem Vorhaben in der Öffentlichkeit auch noch unterstützt hatte. Wenn sich aus dieser Situation noch ein Vorteil herausschlagen ließ, würde sie auf keinen Fall zögern und alles tun, um ihren alten Stand wieder zurückzukriegen. Sie hatte sich genug für Raimond erniedrigt.


Zuletzt von Roseodora Lopez am So 14 Okt 2018 - 15:27 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Raimond McDermot
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BeitragThema: Re: Der Kampf um den Wendepunkt   So 14 Okt 2018 - 14:37



NPC Steuerung: Aurelia McDermot

Aurelia sah sie sehr ernst an und nahm einen sehr kleinen Schluck  aus ihrer Tasse bevor sie sich sehr genau überlegte wie sie nun fortfuhr. Bisher war Roseodroa tadellos, aber ein tadelloses Verhalten war eben nicht alles was zählte. Für ihr Vorhaben wollte sie schon mehr von ihr sehen und wer wäre sie wenn sie Roseodora nicht testen würde. In ihrem ganzen Leben - und das waren immerhin 117 Jahre bisher - war sie nicht nur zu sich sondern auch zu den Menschen in ihrem Umfeld sehr hart gewesen.  In ihre Geschäftsleben gab es nichts anderes als die Härte und das Spielen von Zug und Gegenzug. Ihr Leben war erfüllt von Erfolg und von Misserfolg. Sie hatte vieles erreicht und viele Gelegenheiten durch Schwäche versäumt. Diese Fehler hatte sie später durch Ruhm und Reichtum wieder ausgleichen können. Intrigen, Verrat, Übernahmen und all die Dinge die man als Betrug bezeichnen konnte, gehörten zum großen Spiel dazu und Aurelia war dem inzwischen überdrüssig. Sie verhandelte zwar noch ,aber es ging ihr mittlerweile doch sehr an die Nerven und sie spürte einfach den Drang sich langsam aber sicher zurückzuziehen. Sie wollte einen würdevollen Abgang an den man sich erinnerte, mit Erben die ihre erfolgreiche Linie fortsetzen würden.

Roseodora fehlten kleine Feinheiten die Aurelia voraussetzte und nach ihren Maßstäben noch nicht perfekt waren. "Roseodora, du bist nicht ohne Erziehung. Das begrüße ich. Aber sag mir  wenn du das Unternehmen deiner Eltern übermommen hättest, wie muss man sich im Geschäftsleben verhalten? Würdest du hart durchgreifen oder eher gediegener? Wie sieht deine Vorstellung eines magisch wirtschaftlichen Unternehmens aus?" Eine Frage die sie jedem stellte und sie wollte die tiefe Überzeugung in ihren Augen sehen wenn sie das aussprach was Aurelia von ihr erwartete. Aurelia wollte nicht weniger sehen als Stärke, als den Kampfeswillen, der vielleicht noch stärker geworden war, nun nachdem sie entehrt und von ihren Privilegien entbunden wurde. Sie hatte Potenzial, wenn sie nicht gerade wie eine Bäuerin aussah. Ihre Intelligenz war nicht zu unterschätzen und wahrscheinlich war das der Grund wieso Aurelia sich am Ende für sie entschieden hatte. Keiner der Frauen hatte einfach ihren Schneid zu sagen was gesagt werden musste. In dieser Welt brauchte man Rückrat zu dem zu stehen was man wollte und was man vertrat. So etwas beherrschten nicht gerade viele und Aurelia wollte ihre Geschäfte nicht in die Hände einer Frau legen, die nicht zu ihrer Meinung stehen konnte oder im Fall der Fälle ihrem Ehemann nicht die Stirn bot.
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Roseodora Lopez
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BeitragThema: Re: Der Kampf um den Wendepunkt   So 14 Okt 2018 - 14:51

Diese Frau hatte scheinbar Interesse daran zu erfahren wie Rose ein Unternehmen führen würde. Diese Frage nahmen ihr die letzten Zweifel. Jetzt war sie sich sehr sicher welche Absichten Aurelia hatte. Innerlich musste Rose schmunzeln, sogar so sehr das sie kurzzeitig aufhörte zu zittern. Sie nahm zwei Schlücke Tee und schwieg in dieser Zeit. Ein taktischer Zug, um Tante Aurelia zu zeigen das sie sich ebenso viel Zeit ließ eine Antwort zu formulieren und sie sich ihr nicht unterkategorierte. Sollte diese alte Schachtel doch endlich mal merken, dass man eine Lopez nicht einfach so mit billigen Frage-Antwort Spielchen blenden konnte. Diese kleine aber feine Geste von Rose mit der Teetasse würde Tantchen schon zeigen, dass sie es ebenso ernst meinte. Rai würde sich auch von niemanden so vorführen lassen und sie wollte sich ganz sicher nicht die Blöße geben und Tante Aurelia diesen Triumph gönnen. Nein, sie würde ihr zeigen, das sie mit ihr konkurrieren konnte, auch wenn Aurelia mehr Erfahrung hatte als sie. Es ärgerte sie dennoch das man sie nach allem immer noch unterschätzte und herabwürdigte. Aber wenn sie richtig lag, würde diese bald alles ein Ende haben. "Männer haben nicht die Vorzüge die eine Frau hat. Ihnen sind nur zwei Möglichkeiten gegeben. Entweder haben sie durch das Ansehen der Familie einen hohen Einfluss, oder sie repräsentieren durch eigene Stärke den Einfluss den sie sich errungen haben. Frauen hingegeben haben Waffen die Männer seit jeher an ihnen schätzen. Wie oft wurde eine Frau für diplomatische Beziehungen und Geschäfte in den Vordergrund gestellt? Ich bin nicht so einfältig das ich mich nur alleine auf meine äußeren Reize verlasse. Eine Frau muss auch klug sein und wissen, wann der Zeitpunkt der Wende gekommen ist in dem sie ihre Gegner dort hat wo es ihr den meisten Vorteil bringt. Wenn eine Frau mit dem was ihr gegeben worden ist umzugehen weiß, und sie stark genug ist sich nicht von Schmeicheleien einnehmen zu lassen. Dann könnte sie wer weiß es einmal so weit bringen wie ihr verehrte Baronin.", sagte sie mit einem zischenden Unterton und legte das eine Bein über das andere und lehnte sich in ihrem Sessel zurück. Ein solcher Machtkampf wurde nicht mit Worten sondern mit der Körpersprache geführt und die Körpersprache einer Frau konnte in bestimmten Momenten eine ganze Menge aussagen, besonders darüber wie sie zu ihrem gegenüber stand. Hier würde sie ihr klar signalisieren, dass sie diese Befragung nicht billigte und es ihr eigentlich egal war, ob sie höher gestellt war oder nicht. Auch Rose hatte ihren Stolz und nur weil man ihr vielleicht ein Almosen bat, würde sie sich nicht an sie heften wie ein verwundetes Tier. Sie wollte sich den Respekt zurückholen, den sie verdiente, nur so würde sie Aurelias Sympathie erhalten. Sie hoffte nur, dass ihre Ausführungen auf die Unternehmensführung zumindest zu dem richtigen Ergebnis führten. Sie hatte so etwas noch nie gemacht und zwischen der Theorie und der Praxis lagen bekanntlich immer noch meilenweite Unterschiede.


Zuletzt von Roseodora Lopez am So 14 Okt 2018 - 15:34 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Der Kampf um den Wendepunkt   So 14 Okt 2018 - 14:59



NPC Steuerung: Aurelia McDermot

Aurelia sah sie ernst an und lehnte sich in ihrem Sessel zurück. Sie nahm hin und wieder einen Schluck und musterte die junge Roseodora sehr genau. Sie wirkte noch etwas grob und ein wenig spürte die alte Dame wie sich das junge Mädchen verstellte. Sie war wirklich nicht schlecht, ein unerfahrener Zauberer oder eine Hexe hätten das wahrscheinlich nicht gesehen. Aber ihr konnte sie nichts vormachen. Dennoch zollte sie Rose dafür Respekt das sie sich trotz der Umstände und der Tatsache, dass sie von ihrer Familie in den Ruin getrieben wurde, immer noch so überaus Damenhaft blieb. Mit einem Schlag verfinsterte sich ihr Gesicht und eine gewisse Röte stieg hinein. Streng und ernst stellte sie die Tasse ab und legte ihre Hände in ihren Schoss. Sie wollte nun einmal sehen wie sie auf etwas reagierte was sie völlig unvorbereitet traf, denn auch damit musste eine erfolgreiche Geschäftsfrau richtig umgehen können. Sie war eine Dame von Stand und da gehörte es sich nunmal im offiziellen Rahmen seine wahren Gefühle selbst dann zu verbergen wenn der Gegner einen durchschaut hatte. "Nun Kindchen, machen wir beide uns nichts vor. Ich mag keine Floskeln und was ich schon gar nicht mag ist falsche Bescheidenheit. Meine Familie hat deine überlebt, das macht uns zu den Siegern und dennoch sprichst mit mir, als wäre nichts geschehen. Du brauchst dich nicht länger zu verstellen, dein Hass auf meine Familie ist mir durchaus bekannt. Ich weiß wie du fühlst und ich weiß das du vieles gerne aussprechen möchtest, aber du fürchtest um deine Stellung, hm? Glaubst du ich sehe nicht was für ein Spiel du treibst, ich gebe zu ich war wirklich überrascht zu hören das du in die Kutsche gestiegen bist.  Sag mir wieso du hier bist...und ich weiß das ich dich eingeladen habe, aber ich will wissen wieso du dich trotz deines Hasses hierher begeben hast. Also? Ich höre?!, fragte sie in einem gespielt zornigen Unterton, der Roseodora klar unter Druck setzen sollte.  Dieses Mädchen hatte alles verloren und nun hing es davon ab wie sie darauf reagierte. Wenn Aurelia sie als Gefahr wahrnahm durfte sie unter keinen Umständen in die Familie. Nur eine würdige Frau, sollte hoffen an Rais Seite zu stehen, auch wenn ihr Neffe das vielleicht nicht gefallen würde, dass Aurelia ihn mit einer zusammenführte. Letztlich war es zu seinem besten, damit er nicht länger unter der Knute seines herrischen und inzwischen nicht mehr so erfolgreichen Vaters stand, sondern ein Wirtschaftsimperium errichtete auf der Grundlage die sein Vater und Aurelia jeweils erschaffen hatten. Eines Tages würden ihm beide Unternehmen gehören und der Adel würde sich früher oder später den beiden beugen müssen. Sie mussten die hohen Herrschaften nur davon überzeugen. Roseodora musste einiges aushalten können, wenn sie mit Rai die Spitze des Adels erreichen und nicht untergehen wollte, wie es ihre Familie getan hatte. Sie war deutlich emotionaler als ihr Neffe, sie stand eher zu ihren Gefühlen und das war eine Schwäche die andere nur zu gerne für sich ausnutzten.
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BeitragThema: Re: Der Kampf um den Wendepunkt   So 14 Okt 2018 - 15:05

Die Gesichtszüge der Baronin änderten sich schlagartig doch Roseodora blieb von ihrem plötzlichen emotionalen Umschwung völlig unberührt. Sie kannte diesen Ausdruck zu gut und hatte ihn schon immer verachtet. Ihre Zeit neigte sich langsam dem Ende, aber Roseodora hatte noch ein langes Leben vor sich und würde sie es klug anstellen würde es nicht mehr lange so schlecht um sie stehen wie zu diesem Zeitpunkt. Ihre Aufgesetzte Freundlichkeit war eine Maskerade die die Baronin nun sichtlich durchschaut hatte. So schwer war es auch nicht gewesen, denn Rose hatte sich zwar Mühe gegeben, aber noch nicht alles an Trümpfen ausgespielt auf die sie zurück greifen konnte. Sie war nicht irgendein junges Ding und, wenn die Baronin wünschte die Bosheit die Rose in sich barg demonstriert zu kriegen würde Rose ihr dies auch nicht verwehren. Für sie konnte dieses Schauspiel nun beendet werden da dies ja nicht ihrer beider Interessen galt.

"Falsche Bescheidenheit ist nichts anderes als bloße Arroganz." Antwortete Rose  und ließ sich nicht durch die scharfe Ehrlichkeit der Frau vor sich beirren. "Ich bin hier, weil ich glaube das du mein liebes Tantchen mich nicht her gebeten hättest, wenn es nur deine Absicht wäre ein nettes Gespräch bei einer Tasse Tee zu führen. Der ganze Aufwand nur um mich zu fragen wie es mir geht? Sicherlich nicht. Ich denke viel mehr das es dir um etwas ganz anderes geht. Um etwas was dir weitaus wichtiger ist als mein Wohlergehen. So ist es doch oder?" Rose lächelte die alte Dame milde an und hatte ihre Tasse Tee nun auf den Tisch gestellt."Du fühlst dich bedroht. Nicht von mir das ist mir bewusst... aber du wirst älter liebste Aurelia und du weißt das du nur einen Nachkommen hast der sich deinen Geschäften und deinem Titel annehmen kann. Jeden anderen würdest du lieber mit ins Grab nehmen als ihnen deinen Titel zu vermachen. Allerdings.. Und das ist das Problem welches dir keine Ruhe lassen kann... Raimond hat sich bisher noch für keine Frau sehr lange interessiert. Natürlich sollte das Erbe in den Richtigen Händen sein, noch bevor du abdankst. Dies kann jedoch nicht mehr lange auf sich warten... Ich denke jedoch das du deine Wahl schon getroffen hast und sie zu seinen Gunsten ausfällt. Warum  bin ich also hier?! Du weißt das ich Raimond nahe stehe und außerdem weißt du auch das ich kein kleines Mädchen mehr bin. Du möchtest das ich deinen Neffen heirate... Hab ich nicht recht?, das war der entscheidende Moment, alle Höflichkeiten waren ausgetauscht und nun unwichtig geworden. Aurelia hatte ihre Konversation auf eine Ebene gesetzt, in der sie nicht wie Damen sprachen, sondern wie verfeindete Häuser die sich nun vereinen sollten und Rose genoss diese Freiheit zu sagen was sie wirklich dachte und fühlte. Nach all der Zeit der Unterdrückung durch Raimond, hatte sich diese Wut lange in ihr aufgebaut. Ein wenig befreit fühlte sie sich schon und vor allem im Augenblick auch sehr mächtig. Wenn sie recht hatte und den Bogen nicht allzu sehr überspannt, würde sie schon bald Rai einen Schlag zuführen, der ihn lehren würde, sie nie wieder auf irgendeine Art und Weise zu unterschätzen.


Zuletzt von Roseodora Lopez am So 14 Okt 2018 - 15:41 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Der Kampf um den Wendepunkt   So 14 Okt 2018 - 15:08



NPC Steuerung: Aurelia McDermot

Zunächst wirkte Roseodroa wie ein kleines verwöhntes Gör das seine Zunge nicht zurückhalten konnte, aber ganz allmählich begann Aurelia in ihr das zu sehen was sie die ganze Zeit eigentlich sehen wollte. Den Drang zu überleben und den Sinn für das was wann angebracht war. Eine Lady war sie, auch wenn man an den Feinheiten ihrer Diplomatie noch arbeiten musste. Aber wie aus jeder guten Bauerstochter würde sie schon aus Rose eine anständige Geschäftsfrau machen. Sie sollte am besten Privatunterricht erhalten und in den Ferien hier bei ihr leben, damit sie lernte wie man sich als junge Adelsfrau zu benehmen hatte. Schweigend verzog die Baronin keinen einzigen Gesichtsmuskel.  Streng blickte sie durch ihr Monokel und musterte sehr genau die junge Frau die vor ihr saß. Sie hatte Biss und das war etwas was Aurelia imponierte. Eine Frau musste intelligent, gebildet und stark genug sein einen Mann wie Rai auf die richtige Bahn zu lenken. Der wahre Test jedoch würde schon noch kommen und dann würde sich zeigen ob sie intelligent genug war, um sich und Rai zu retten. Ihre Deduktionen und ihre Schlussfolgerungen waren tasiermesserscharf, daran gab es nichts zu beanstanden, genauso wenig an den Dingen die sie sagte. Sie hatte mit allem recht und doch wollte Aurelia ihr das falsche Gefühl von Sicherheit wieder wegnehmen. "Grotesk" rief sie laut aus, "wie kannst du es wagen, du die nur noch eine Bedienstete ist so mit mir zu sprechen! Ohrfeigen sollte ich dich für deine Respektlosigkeit. Wenn ich du wäre, würde ich aufpassen um meine Stellung.", schrie sie steng und sah sie mit bitter bösem Blick an, "Raimond McDermot könnte jede Frau haben und jede Frau würde sich die Finger nach ihm ablecken. Jedoch...", mit einem Mal verzogen sich ihre Gesichtsmuskeln zu einem angenehmen ganz leichten Lächeln, "sehe ich, das du trotz deiner Demütigung deinen Stolz und deine Höflichkeiten nicht abgelegt hast, sehr löblich. Aber an deiner diplomatischen Art so etwas auszudrücken werden wir noch arbeiten müssen. Deine Eltern haben dir offenbar nicht alles beigebracht.", ergänzte sie, seufzte und trank einen Schluck Tee, bevor sie sich räusperte und sich aufrichtete im Sessel. "Roseodora. Reden wir beide offen miteinander. Ich kann dir deinen Hass meiner Familie gegenüber nicht verübeln, aber ich gebe dir die Chance mehr zu erhalten als du je verloren hast. Nämlich nicht nur deinen Adelstitel und Luxus wieder zu erhalten sondern auch meine Schülerin und später meine Erbin zu werden. Du würdest meinen Titel erben als Baronin des Dartmoore und mit Raimond meinen gesamten Besitz und dieses Landgut.  Jedoch knüpfe ich daran einige Bedingungen und ich weiß genau das du für Raimond Gefühle hast und welch unlauterer Dinge ihr euch in der Vergangenheit hingegeben habt. Nun ich sehe in dir tatsächlich eine potenzielle Erbin, ich verlange aber folgende Bedingungen dafür zu erfüllen:

1. Du wirst in den restlichen Schulferien hier bei mir sein und Privatunterricht erhalten in Sachen Geschäfte, Feinheiten der Diplomatie, Kunstverständnis und dem richtigen Auftreten einer Lady von Stand

2. Du heiratest Raimond freiwillig.

3. Wenn ich mein Testament zu eurem Gunsten ändere, werde ich ebenso einbauen das sollte er durch deine Hand sterben. oder durch einen mysteriösen Tod oder einem plötzlichen..das komplette Erbe dir entzogen wird.

4. Wenn du ihn heiratest...erhaltet ihr die Hälfte des Erbes. Das volle Erbe erhaltet ihr erst bei Geburt deines ersten Kindes von ihm.

Wenn du also dein Luxusleben zurück haben willst, solltest du Raimond davon überzeugen und deine Gefühle ihm gegenüber wieder zum Vorschein bringen. Und Roseodora...ich warne dich. Versuchst du mich zu hintergehen...wirst du alles verlieren. Außerdem erwarte ich eine Spur von Dankbarkeit dafür das ich dich aus deinem Elend wieder befreie und du als Adelige nicht mehr für ihn arbeiten musst.."
, erklärte sie ausufernd und schwieg, um einen Schluck aus ihrer Tasse zu nehmen und dann erneut anzusetzen. "Also? Wirst du meinen unverhandelbaren Bedingungen zustimmen? Oder willst du lieber weiterhin eine kleine unbedeutende Bedienstete im Hause meines Neffen bleiben? Vielleicht gefällt dir das ja inzwischen.", konterte Tante Aurelia mit einem hämischen Grinsen und nahm erneut einen Schluck aus ihrer Tasse.
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Roseodora Lopez
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BeitragThema: Re: Der Kampf um den Wendepunkt   So 14 Okt 2018 - 15:13

War sie zu weit gegangen? Nein. Selbst, wenn dann war sie nur ehrlich gewesen und würde sicherlich keine Schwäche zeigen in dem sie die Baronin für Ihre Wortwahl um Verzeihung bat. Wenn es jedoch etwas gab was ihr noch gefährlicher werden konnte als Raimond, dann war es der gekränkte stolz einer Frau. Rose wusste das, denn sie würde eine solche auch niemals ungestraft hinnehmen. Der bitter Böse Blick ließ Rose einen gewissen Triumph versprühren und doch konnte sie sich diesem nicht lange hingeben. Eine Ohrfeigen würde sie entgegennehmen, denn diese hatte sie sich ohne Zweifel verdient. Sie war mehr als eine Bedienstete und es war ihr egal ob jemand dies sah oder nicht. Sie brauchte keine Bestätigung um zu wissen zu was sie alles fähig sein konnte. Jedoch? Nach welcher Frau Raimond sich wohl die Finger leckte... Rose konnte immerhin behaupten weiter bei ihm gekommen zu sein als nur in sein Bett.

Innerlich war Rose sehr entspannt und hatte mit schlimmeren gerechnet als nur der Kritik ihres Ausdruckes. Diesen zu perfektionieren würde ihr kaum Mühe kosten. Dennoch würde sie bleiben was sie genau genommen auch war. Ein Miststück. So weit klangen die Vorschläge die ihr auf Seiten der Baronin unterbreitet worden ganz akzeptabel, aber die Unterstellung sie hätte Gefühle für diesen verzogenen Bengel waren doch etwas gewagt. Auch mit den Bedingungen konnte Rose sich größtenteils anfreunden, allerdings gab es einige Punkte in denen sie zu gerne widersprochen hätte. Sie sollte ihm ein Kind schenken? Irgendwo hatte ja auch ihre persönliche Großzügigkeit ihre Grenzen. Es musste doch immerhin reichen das sie ihn heiraten würde. Als, wenn das nicht schon Strafe genug war.
Aber dies zu umgehen konnte sie ja noch überlegen, wenn sie erstmals zum Problem werden würden. Erst mal musste sie es schaffen Raimonds verlobte zu werden. Nur wie?
"Nichts würde mich glücklicher machen. Ich helfe euch, dafür müsst ihr aber auch mir helfen und meinen Adelstitel und meinen mehr als beschädigten Ruf wiederherstellen.", Sie musste eine Gegenforderung stellen, damit Aurelia nicht den Eindruck hatte, die Oberhand zu haben. Sicherlich würde dies eine anstrengende Zeit werden. Was Rai und ihre Verlobung betraf, da würde sie sich schon was einfallen lassen, schließlich kannte sie Rais Stärken und Schwächen gut genug. Für die Wiederherstellung ihres Lebens, würde sie alles tun und nicht einmal Raimond würde ihr das nehmen können. Nicht noch einmal!

ENDE
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