Harry Potter - Foren-RPG
 
StartseiteFür NeulingeNeulingsportalMitgliederAnmeldenLogin
Gryffindor

38 Punkte

Slytherin

111 Punkte

Ravenclaw

61 Punkte

Hufflepuff

127 Punkte
____________

Orden

114 Punkte

Professoren

2 Punkte

Todesser

0 Punkte

Ministerium

6 Punkte

Gesucht:


Unterricht (Gruppe 3):





Zu Starten:

Zu Beenden:

Wichtige Eilmeldungen
des Tagespropheten:


Umloggen
Benutzername:

Passwort:


Teilen | 
 

 [Hauptplot] Monsters are real and they look like people.

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
AutorNachricht
Elija Cartwright
Hauptplot-NPC
avatar

Anzahl der Beiträge : 27
Anmeldedatum : 25.09.17

BeitragThema: [Hauptplot] Monsters are real and they look like people.   Mi 27 Jun 2018 - 14:32

Monsters are real and they look like people
Bella und Elija | 17.04.15 | Anwesen der Rosiers | privat | Schicksal: ja

Elija war bereits einer Spur aus mehreren Todessern gefolgt, um den Aufenthaltsort von Julian Melark zu finden. Doch noch immer war das Ganze nicht mehr als eine Schnitzeljagt. Er begab sich von einem Anwesen zum nächsten und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Keiner seiner Zeugen hatte die Begegnung mit dem alten Zauberer überlebt und es war der Moment gekommen, an dem ihn die schwächlichen Gegner langweilten und das Töten keine Befriedigung mehr brachte. Er musste das Ganze abwechslungsreicher gestalten, um nicht vollkommen die Nerven zu verlieren.

Seine Suche hatte ihn vor ein ansehnliches Anwesen geführt. Das Haus der Familie Rosier. Hier sollte seine Jagt die gewisse Abwechslung erhalten. Außerdem konnte er nun dafür sorgen, dass sein Nachfahre Ryan Goodwill es bereuen würde, wenn er Elija jemals aus seinem Körper verbannen würde. An diesem Ort sollte nicht nur die Suche nach Melark erfolgreich sein, sondern auch ein Todfeind für Goodwill geschaffen werden. Dieser Ort würde durch Elijas Hand nicht aussterben. Eine Person in diesem Haus sollte überleben. Wer das sein würde, sollte sich noch zeigen.
Es war ein unverhältnismäßig starker Sprengzauber, der die Eingangstür und Teile der umgebenden Mauer aus der Wand des Hauses riss und Elija in der Gestalt des jungen Goodwills einen Weg in das Anwesen bereitete. Sein makellos weißes Hemd richtend, stieg der Metamorphmagus über die Trümmer, um sich in der nun teilweise zerstörten Eingangshalle des Anwesens umzusehen. Die Rosiers schienen ein wohlhabendes Leben zu führen. Doch ihr Wohlstand würde ihr Schicksal nicht ändern können. „Möchte mich denn niemand begrüßen?
Es herrschte stille, als Elija eine Treppe erklomm und in der oberen Etage in einen Gang eintrat. Eine Geste mit dem Zauberstab genügte, um alle Türen des Ganges aufzureißen und dabei einige Vasen und andere Dekogegenstände zu Boden fallen zu lassen. Mit langsamen und selbstsicheren Schritten, schwebte der alte Zauberer fast geräuschlos durch den Gang. Doch nirgendwo traf er einen der Bewohner an. Sämtliche Reichtümer blieben unbeachtet. An diesen hegte Elija keinerlei Interesse.
Im gesamten oberen Stockwerk war niemand anzutreffen. Erst als er die Treppe wieder herunter schritt, eilte ein Hauself durch die Eingangshalle. Er winkte ihn heran und das eingeschüchterte Wesen gehorchte. Vermutlich aus Furcht. „Wo sind deine Meister?“ Das zitternde kleine Wesen blieb stumm, was Elija dazu veranlasste es am Hals zu greifen und in die Höhe zu heben. „Ich frage nur einmal.“ Die Stimme des Gestaltwandlers klang auf unheimliche Weise freundlich und der Hauself hob zögerlich die Hand und deutete auf eine große Tür. Ohne weitere Worte zu verlieren, schleuderte er das Sklavenwesen in die Trümmer der zerstörten Hauswand und näherte sich der Tür.
Die Hand legte sich auf die Klinke und drückte diese in die Tiefe. Wie ein Gast, den man erwartete, trat der Zauberer in Goodwills Gestalt in den Raum, welcher sich als Esszimmer entpuppte. Der Tisch war viel zu groß für eher geringe Anzahl an Familienmitgliedern, die daran Platz genommen hatten. Natürlich wirkten die wenigsten der Rosiers entspannt. Sie konnten schließlich kaum überhört haben, dass in ihrem Haus etwas vor sich gegangen war. Allein die Explosion war unüberhörbar gewesen. Umso interessanter war es, dass sie sich noch nicht einmal von ihrem Tisch erhoben hatten. „Ich hatte mit einer etwas herzlicheren Begrüßung gerechnet.“ Der falsche Ryan Goodwill setzte sich vor Kopf an die leere Seite des Tisches und schaute in die Runde.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Bella Rosier
Hexe
avatar

Anzahl der Beiträge : 30
Anmeldedatum : 25.06.18

Charakterbogen
EP:
5000/5200  (5000/5200)

BeitragThema: Re: [Hauptplot] Monsters are real and they look like people.   Mi 27 Jun 2018 - 22:18

Keinem von uns war in diesem Moment klar, dass wir so wie wir gerade zusammen waren, niemals wieder zusammen kommen würden. Es war eigentlich einer dieser Tage, die nichts Besonderes bereit halten sollten.  Ein Stuhl wurde gerückt und ich sah aus dem Augenwinkel wie sich mein Bruder über den Tisch lehnte um sich nach einer der dampfenden Schüsseln mit strecken. „Charles. Du kannst etwas sagen, wenn du etwas willst.“ mahnte unsere Mutter und der Stuhl, auf dem Charly gefährlich kippelte schwang zurück, mein Bruder mit ihm, der nun wieder gesittet am Essenstisch saß. Mutter hatte wohl wieder einen ihrer berüchtigten unausgesprochenen Zauber angewandt um meinen Bruder zur Räson zu bringen. Wir aßen schweigend weiter. „Amycus ist besorgt.“ sagte mein Vater nach einer Weile. Es wurde still. Nicht dass jemand zuvor etwas gesagt hatte aber nun wurde nicht einmal mehr mit dem Geschirr geklappert. Mein Vater sprach grundsätzlich nicht beim Essen. Er empfand das als unschicklich und somit hielten wir uns auch meistens an dieses Gebot. Er hielt nichts von unpassendem, sinnlosen Gebrabbel während man den Hirschrücken zwischen den Zähnen hatte. Wir sind keine Tiere. Mit Tieren meinte in der Regel Muggel. „Jeder ist besorgt, Vater.“ entgegnete ich und schob mit meiner Gabel eine Erbse von einer Seite meines Tellers auf die andere Seite. Die reinblütigen Familien waren seit einiger Zeit einem unbekannten Massenmörder ausgesetzt, der von Tür zu Tür ging und wahllos Menschen umbrachte. Charly sah mit großen Augen von einem zum anderen. Eigentlich ließen wir Dinge, die den Orden betrafen nicht in dieses Haus vordringen. Es musste ernst sein, wenn mein Vater beim Abendessen davon anfing. Ich war zwar erst seit zwei Jahren festes Mitglied der Todesser aber dennoch hatte ich gemerkt, dass dieser Angriff Ausmaße angenommen hatte, die niemand zuvor erlebt hatte. „Sei vorsichtig.“ Er blickte mir tief in die Augen und ich nickte. Seit ich volljährig war zog sich mein Vater immer mehr aus den Geschäften des Ordens heraus und überließ es mir die Familie zu vertreten. Ich war dankbar für diese Chance auch wenn ich mich ein wenig verlassen fühlte, vor allem in diesen Zeiten. Ich hatte nicht das Format, die Ruhe, das Charisma meines Vaters. Man überging mich. Ich war eine Frau, jung und zu schön um ernst genommen zu werden. „Papa. Was ist de…“ fing Charly an doch dann erklang ein Laut, der uns allen das Blut in den Adern gefrieren ließ. Ein ohrenbetäubender Krach erklang, wie eine Detonation. Mein Vater sprang hastig auf ließ in Richtung Tür. Ich hatte meinen Wein verschüttet, das Glas rollte über den Tisch und hinterließ eine rote Spur auf der weißen Tischdecke. Mir schauderte, es sah aus wie Blut. „Mutter.“ rief ich, sie saß in einer Art Schockstarre da und blickte auf die Tür durch die mein Vater verschwunden war. Charly fing an zu wimmern. Ich schob ihn hinter mich und taxierte weiter die Tür. Meine Mutter hatte sich immer noch nicht gefangen sondern saß immer noch teilnahmslos da. Ein Geräusch von draußen ließ uns schaudern, doch dann trat nur unser Vater wieder ein. „Jemand ist im Haus. Geht in Deckung.“ Sofort legte sich in meinem Kopf ein Schalter um. War das so etwas wie der sagenumwobene Überlebensinstinkt? „Hilf mir.“ rief ich in Richtung meiner Mutter, die immer noch unbeweglich dasaß und ihre Hände anstarrte. „Charly!“ Ich deutete auf die Rückseite des Tisches und postierte mich davor. Mein Bruder reagierte sofort und sprang dahinter. „Mom, bitte.“ Ich bückte mich zu ihr und legte meine Hände an ihre Arme. Ich schüttelte sie um irgendwie zu ihr durchzudringen. Mit einigen Mühen schaffte ich es sie zum Aufstehen zu bewegen und schleppte mich und sie hinter den Tisch zu Charly. Charly saß da und schluchzte. Ich ließ meine Mutter los, die sofort zusammensackte. Dann stand ich wieder auf um nach Vater Ausschau zu halten, der zu meinem Entsetzen nicht mehr alleine war. Ein Mann stand in der Tür. Er war in meinem Alter, das verwirrte mich. Ich hatte mir den mysteriösen Todessermörder anders vorgestellt.


Zuletzt von Bella Rosier am Do 28 Jun 2018 - 6:48 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Elija Cartwright
Hauptplot-NPC
avatar

Anzahl der Beiträge : 27
Anmeldedatum : 25.09.17

BeitragThema: Re: [Hauptplot] Monsters are real and they look like people.   Mi 27 Jun 2018 - 23:20

Durch Ryans Augen blickte Elija auf die verängstigte Familie. Das Bild, welches die vier Reinblüter abgaben war in seinen Augen mehr als nur armselig. Mit seinen Ellenbogen lehnte er auf dem Tisch, während die Finger der Hände ineinander verschränkt waren. Seine Blicke galten einer Einschätzung der Rosiers. Wer von ihnen am vielversprechendsten war und diesen Tag überleben sollte, war auf den ersten Blick jedoch schwierig zu beurteilen. In Elijas Augen war es keiner von ihnen wert. Doch er änderte nur ungern seine Pläne. Eine Person sollte überleben und ihr Leben der Jagt nach Ryan widmen, sofern dieser je wieder freikommen würde.
Setzt euch doch vernünftig hin. Das ist ja peinlich“, sprach er mit ruhiger Stimme und gab den Rosiers Zeit, um Platz zu nehmen. Da ihm das Ganze jedoch zu lange dauerte, war es an der Zeit, um die Spielregeln zu klären. Genervt zückte er den Zauberstab und ließ den Vater der Familie durch einen Todesfluch zusammenbrechen. Unbeeindruckt legte er die Hand mit dem Zauberstab wieder auf dem Tisch ab, um dann erneut die Stimme zu erheben: „Ich bitte euch nur ungern zweimal euch zu setzen.“ Es dauerte nicht lang, bis die übrigen drei Familienmitglieder wieder Platz genommen hatten. „Wir können doch reden, wie gesittete Menschen. Das muss doch nicht alles so barbarisch ablaufen“, sprach Elija fast versöhnlich und betrachtete erneut alle Anwesenden. Noch immer war kein Favorit gefunden. Doch der Beschützer und das Oberhaupt der Gruppe war nun aus dem Spiel. Es würde sich nun zeigen, wie die anderen sich an diese Situation anpassen.
Wir sollten ein paar Dinge klarstellen. Zunächst – Ich bin kein Unmensch.“ Eine kurze Pause erfüllte den Raum mit Stille und verdeutlichte die Anspannung, welche in der Luft lag. „Ich möchte euch nicht alle umbringen. Doch dafür müsst ihr besser kooperieren.“ Der alte Zauberer erhob sich von seinem Stuhl und achtete dabei darauf, dass sich keiner der Rosiers rührte. Schweigend schritt er den Tisch entlang, bis er die Stühle der drei Familienmitglieder erreichte. An jedem blieb er kurz stehen und betrachtete die Personen, wie ein Kunde, der seine Ware auf Mängel überprüfte. „Einer von euch wird überleben.“ Wieder folgte eine kurze Pause, bevor Elija wieder zu seinem Stuhl zurückkehrte, um sich zu setzen. Er lehnte sich zurück und schlug ein Bein über das andere, während er den Zauberstab zwischen Daumen und Zeigefinger drehte. „Wer soll eurer Meinung nach überleben? Ihr solltet das unter euch ausmachen. Ich bin durchaus für Vorschläge offen.“ Ein Lächeln legte sich auf die Lippen des falschen Goodwills, während dieser seine drei Kandidaten abwechseln in Augenschein nahm. „Schweigt ihr, entschieden ich.“ Stille erfüllte den Raum und Elija wartete auf eine Antwort von einer der Anwesenden Personen. Er selbst würde nichts mehr sagen, bis ein Vorschlag gefallen war, oder er zufällig Zuschlagen würde.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Bella Rosier
Hexe
avatar

Anzahl der Beiträge : 30
Anmeldedatum : 25.06.18

Charakterbogen
EP:
5000/5200  (5000/5200)

BeitragThema: Re: [Hauptplot] Monsters are real and they look like people.   Do 28 Jun 2018 - 7:01

Der Junge – als etwas anderes wollte ich ihn nicht bezeichnen - sah hämisch von einem von uns zum anderen. Er ging langsam an Vater vorbei und setzte sich auf dessen Platz am Tisch. Jeder von uns wagte es nicht einen Finger zu rühren. Nur Charlys Schluchzen verklang nicht. Der ungebetene Gast wirkte gelangweilt und bewegte uns dazu uns zu setzen. „Ich stehe lieber.“ antwortete ich und taxierte den Jüngeren. Meine Mutter stand auf und half Charly sich zu setzen. Sie saßen dicht aneinander gedrängt, Furcht lag in ihren Blicken. „Bella. Bitte setz dich.“ sprach Vater, der immer noch stand. Ich blickte kurz zu ihm herüber und runzelte die Stirn. Langsam ging ich auf den dritten, verbliebenen Stuhl zu und setzte mich.

Der nächste Moment war so schnell vorüber, dass ich gar nicht begreifen konnte was geschehen war. Durch einen Wink seines Zauberstabes und einigen Worten sackte mein Vater in sich zusammen. Ein Todesfluch. Meine Lippen bebten. Mutter schlug ihre Hände vor den Mund um einen Schrei zu verbergen. Charly vergrub sein kleines, nassgeweintes Gesicht in der Bluse meiner Mutter. Ich starrte auf den leblosen Körper meines Vaters, der nur wenige Meter von mir zusammengebrochen war. Ich hielt meinen Zauberstab fest umklammert, doch ich konnte mich nicht regen. Was würde passieren wenn ich ihn angreifen würde? Mutter und Charly waren ihm schutzlos ausgeliefert.

Unser Peiniger stand auf und schritt auf uns zu. Er würde uns nicht alle umbringen? Ich musste hasserfüllt grinsen. Das war doch ein schlechter Scherz. „Was…wollen Sie?“ zischte ich. War das eine Art Spiel, dass er gerne spielte? Eins…zwei…drei…für dich ist es vorbei? Mutter bewegte sich. „Bitte, lassen sie Charly am Leben. Er ist noch so jung.“ Da konnte ich nichts erwidern. Wenn es jemand verdient hatte am Leben zu bleiben, dann ein Kind.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Elija Cartwright
Hauptplot-NPC
avatar

Anzahl der Beiträge : 27
Anmeldedatum : 25.09.17

BeitragThema: Re: [Hauptplot] Monsters are real and they look like people.   Do 28 Jun 2018 - 23:20

Es enttäuschte Elija fast ein wenig, dass die Familie sich so schnell einig war und niemand sein eigenes Leben zu schützen versuchte. Er hatte einen derartigen Zusammenhalt nicht erwartet. Andere Reinblutfamilien zeigten in ähnlichen Situationen deutlich weniger Einigkeit und deutlich mehr Egoismus. Möglicherweise war es keine gute Idee gewesen den Vater so schnell aus dem Verkehr zu ziehen. Aber nun ließ sich all das nicht mehr ändern und Elija musste sich mit dem Vergnügen, was ihm übrigblieb.
Er legte die Füße auf dem Tisch ab, während er sich im Stuhl zurücklehnte und die angespannten Rosiers mit einem intensiven Blick musterte. „Der Junge, hm? Natürlich. Es sind immer die Kinder.“ Enttäuscht ließ er die Luft aus den Lungen fahren und drehte weiterhin das Zauberholz zwischen den Fingern. „Das Mädchen ist auch noch jung. Und sie hat Feuer. Der Zorn in deinen Augen ist faszinierend. Es wäre doch eine Verschwendung, wenn diese Leidenschaft heute enden müsste.“ Es war Elija nicht entgangen, dass vor allem der ältere Rosier-Spross weniger eingeschüchtert und deutlich kampfbereiter wirkte. Ihr war anzusehen, dass sie den falschen Goodwill am liebsten dem Erdboden gleichmachen würde und diese Wut war genau das, was er suchte. „Kannst du vor deiner Tochter rechtfertigen, dass ihr Leben scheinbar weniger wert ist, als das Leben dieses eingeschüchterten Balges?“ Mit einem einschüttenden Lächeln musterte der Metamorphmagus weiterhin die drei Familienmitglieder. „Und bist du wirklich bereit für deinen Bruder dein Leben zu lassen? Er mag jünger sein, aber ihr beide habt euer Leben noch vor euch. Wie fühlst du dich, wenn deine eigene Mutter dich so bereitwillig opfert?

Doch er hatte noch ein weiteres Ziel. Der ursprüngliche Grund für seinen Besuch bei den Rosiers war schließlich die Suche nach Julian Melark gewesen. „Wir sollten das Ganze anders angehen. Es ist euer Meister, der mich hierherführt“, offenbarte Elija die Verbindung zu Melark. „Dieses… Malheur...“, er deutete auf das verstorbene Familienoberhaupt, „…ist also vor allem dem Blutsauger geschuldet, der euch befehligt.“ Es konnte nicht schaden die Loyalität zu Melark ins Wanken zu bringen. Schließlich wollte er von den Rosiers einen Loyalitätsbruch verlangen. Doch der alte Zauberer war überzeugt, dass er dafür überzeugend genug war. „Der Junge soll leben. Wenn ihr mir verratet, wo ich Melark finden kann.
Abwartend blickte er die Mutter der beiden Kinder an und tippte mit Zeige- und Mittelfinger in regelmäßigem Takt auf die Armlehne des Stuhls, während er zwischen den Fingern der anderen Hand noch immer die Waffe drehte, welche in diesem Haus noch zwei Leben nehmen sollte.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Bella Rosier
Hexe
avatar

Anzahl der Beiträge : 30
Anmeldedatum : 25.06.18

Charakterbogen
EP:
5000/5200  (5000/5200)

BeitragThema: Re: [Hauptplot] Monsters are real and they look like people.   Do 28 Jun 2018 - 23:48

Die ausweglose Situation in der wir steckten lähmte mich nicht so wie meine Mutter. Ich wollte den Fremden keinesfalls reizen. Bisher hatte er uns nicht umgebracht, er hätte uns wie meinen Vater direkt töten können, doch er hatte gezögert. Warum? Purer Sadismus? Oder wollte er uns am Ende gar nicht töten, sondern nur meinen Vater? Wer war er und welche Absichten lenkten sein Tun? Ich biss mir auf die Lippen, während der Junge weiter redete. Seine Worte wirkten nicht so als würden sie aus dem Mund eines so jungen Mannes kommen, eher als würden sie von einer älteren Seele formuliert. Das irritierte mich. „Wie grundböse müssen sie sein, dass sie über den Tod eines unschuldigen Kindes debattieren?“ flüsterte ich, laut genug dass er es hören konnte. Ich sah hinüber zu dem leblosen Körper meines Vaters und unterdrückte ein Schluchzen. Das war genau das was er sehen wollte: Verzweiflung. Meine Mutter erwiderte nichts auf seine Worte, sondern strich Charly unentwegt über das Haar, vielleicht wollte sie ihn beruhigen, vielleicht wollte sie sich aber nur selber beruhigen. „Wenn sie uns kennen würden, dann wüssten Sie warum wir uns alle, immer, für Charly entscheiden würden. Aber sie kennen uns nicht, vielleicht kannten sie nie das Gefühl der Liebe und des Zusammenhaltes einer Familie. Sonst würden sie keine Familie umbringen.“

Er spielte immer noch mit uns. „Sie haben gerade meinen Vater getötet. Ich empfinde nur Hass. Ich kann Ihnen versichern, dass auch wenn ich sie vielleicht nicht heute töten werde, irgendwann finden werde und dafür zur Rechenschaft ziehe, wenn sie mich nicht heute umbringen. Überlegen Sie es sich gut.“

Doch er schien uns einen Ausweg zeigen zu wollen. Ich runzelte die Stirn als er plötzlich doch einen Grund nannte warum er aufgetaucht war. Julian Melark. Der Vampir war ein Mitglied der Todesser und hatte mir unter anderem vor zwei Jahren den Schwur abgenommen. Mir schauderte. Was er von uns verlangte war unmöglich. Mir entglitten alle Gesichtszüge. Es war aus. Es gab keine Chance. Niemals konnte ich ein Ordensmitglied verraten. Ich hatte einen Schwur geleistet. Es war mir schon physisch nicht möglich eine Antwort zu geben. Meine Mutter schaute hastig von mir zu dem Fremden und dann wieder zu mir. Sie ahnte wohl, dass ich etwas wusste, dies aber nicht sagen konnte. „Er ist in London.“ entfuhr es meiner Mutter. Ich schloss die Augen und unterdrückte ein Stöhnen. Sie konnte nicht wissen wo Melark sich aufhielt. Meine Mutter hatte nichts mit dem Orden gemein, sie war kein Mitglied und hatte den Namen Melark wohl noch nie gehört. Alles was sie sagte waren Lügen und das würde der Fremde wohl bald erkennen. „Simpson. Er ist bei Charles Simpson. Zauberergamot.“ rief sie und ich riss erschrocken die Augen wieder auf. Das war keine Lüge. Woher wusste sie wo sich Julian Melark aufhielt?
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Elija Cartwright
Hauptplot-NPC
avatar

Anzahl der Beiträge : 27
Anmeldedatum : 25.09.17

BeitragThema: Re: [Hauptplot] Monsters are real and they look like people.   Fr 29 Jun 2018 - 0:20

Oh du hast ja keine Ahnung“, entgegnete der alte Zauberer auf die geflüsterten Worte der wütenden Rosier-Tochter. Sie hatte den Mut, um die verbale Konfrontation mit Elija zu suchen und das obwohl die Situation ihr sichtbar zusetzte. Er hatte sie in eine offenbar aussichtslose Situation gebracht und dennoch gab das Mädchen nicht auf. Sie war bereit einen hoffnungslosen Kampf zu kämpfen und ein solcher Einsatz entging dem alten Cartwright nicht. Unter anderen Umständen hätte er in der jungen Hexe eine potentielle Schülerin gesehen. Doch das war keine Option. Mit den Rosiers hatte er schließlich andere Pläne. „Diese Wut! Halt sie fest! Spürst du wie sie dich erfüllt? Spürst du das Feuer, dass in dir brennt? Bekämpfe es nicht. Lass es nach dir greifen! Es fühlt sich gut an los zu lassen!“ Auch aus Goodwill hatte Elija einst einen Sklaven seiner Wut gemacht. Nun sollte eine junge Hexe, blind vor Wut, eine Absicherung darstellen, um Ryan zur Strecke zu bringen, wenn er Elija jemals aus seinem Körper verbannen sollte. Die Entscheidung des Metamorphmagus war längst gefallen. Doch es stand noch eine Antwort aus, welche er um jeden Preis erhalten musste.
Zufrieden nahm er den Namen des besagten Mister Simpson entgegen, bei welchem sich Julian Melark aufhalten sollte. Damit hatten die Rosiers die letzte Information preisgegeben, welche ihrem Leben noch einen Wert gegeben hatte. Alle drei waren nun nutzlos für Elija und doch sollten nur zwei von ihnen sterben. „Vielen Dank“, kam es fast freundlich von dem falschen Goodwill, bevor ein grüner Blitz über den Tisch schoss und Mutter und Sohn in ihrer Umarmung gemeinsam aus dem Leben riss. „Wieso vertrauen mir die Leute immer, wenn ich Versprechungen mache? Wer vertraut denn dem Kerl, der kurz zuvor Vater und Ehemann getötet hat?“ Schulterzuckend und schwungvoll erhob sich Elija aus dem Stuhl und steckte den Zauberstab in den Gürtel, bevor er das weiße Hemd zurecht strich. Mit federnden Schritten begab er sich zu jenem Stuhl, auf welchem die letzte lebendige Rosier saß. Er legte eine Hand auf die Schulter der schockierten jungen Frau und ging in die Knie, um ihr in die Augen blicken zu können. „Ich konnte deine Leidenschaft nicht vernichten. Du trägst tiefen Zorn in dir. Lass los und übergib ihm die Kontrolle.“ Elija nahm die Hand von der Schulter der Todesserin und strich ihr über die Wange. „Es fühlt sich an, als würde es dich zerreißen. Spürst du die Taubheit und die Leere in dir? Es ist wahr. Sie sind tot. Deine Eltern. Dein Bruder. Lass nie zu, dass der Schmerz vergeht. Der Schmerz nährt die Wut und die Wut führt dich an dein Ziel. Lass los.“ Mit dem Daumen wischte er eine Träne von der Wange der jungen Hexe, bevor er einen Herzschlag später spurlos verschwunden war. Elijas Ziel war nun das Anwesen von Charles Simpson.

ENDE
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
 
[Hauptplot] Monsters are real and they look like people.
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 1 von 1
 Ähnliche Themen
-
» Real Life RPG ~NEW~
» Real life - Uni
» Highschool Life | Real Life Rpg
» Silberauge kritzelt n bisschen!
» Real life - Uni

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Hogwarts - Dark Ages :: Inplay :: Denkarium :: Neue Geschehnisse :: London-
Gehe zu: