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 17.09.2015 – Angriff ist besser als Verteidigung

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Helena Wayland
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BeitragThema: 17.09.2015 – Angriff ist besser als Verteidigung    Do 10 Mai 2018 - 10:10

17.09.2015 – Angriff ist besser als Verteidigung

Die Umwelt konnte sich manchmal der Stimmungslage einer Person anpassen. Oder die Person konnte einfach nur das sehen was sie gerade empfand und wie die Wolken sich zusammen zogen und ein kalter Wind aufkam, konnte Helena ihre eigene Nervosität darin erkennen. Der Abend zog langsam herein, die Tage wurden kurzer und wie schnell die Sonne die Wolken um sich herum zog, desto mehr wurde ihr bewusst wie Aufgeregt sie war. Seit der Situation im Wald hatte sie darüber nach Gedacht und als Gabriel ihr dann schließlich den Vorschlag nach dem Unterricht bereitet hatte, hatte sie zugestimmt. Wissen was damals passiert war. Daher kam auch ihre Nervosität.

Sie hatte noch ganz genau in Erinnerung wie es im Sommer passiert war, es war schon wieder ein Jahr her, aber die Erinnerung hatte sich in ihre Netzhaut gebrannt und jedes Mal, wenn sie jemanden mit ihrem Zauberstab gegenüberstand, konnte sie immer und immer wieder diese Erinnerung sehen. Diesmal gab es keinen Chester der sie aus diesen Zustand der Angst und Unfähigkeit riss. Er würde nicht kommen können. Helena schaute aus dem Fenster im Duellier Club. Der Raum war leer und sie war zu früh gekommen, sichtlich nervös vor der Macht der Magie, welche sich durch den Zauberstab bahnen konnte. Gabriel hatte ihr vorgeschlagen das sie Angriffszauber lernte, oder besser gesagt anwendete. Vermutlich weil Helena in diesem ganzen Wald immer nur die Schutzzauber benutz hatte. Aus guten Grund.

Langsam setze sie sich im Schneidersitz vor das Fenster und spürte Killer welcher sich auf ihre Beine kuschelte. Wissen das sie Angst hatte. Das letzte Mal hatte sie gegen Billbourne gekämpft, er hatte ihr den Patronus gezeigt und durch den Stress, die Angst die das Duell bei ihr ausgelöst hatte, war ihr der Unverzeilichefluch über die Lippen gekommen. Sie bereute es die Kontrolle verloren zu haben, es war nicht die Angst vor der schwarzen Magie, die war Teil ihres Lebens, sondern die Angst vor diesen Kontrollverlust. ,,Du meinst wirklich ich soll es versuchen?“, fragte Helena Killer, welcher gerade vorgeschlagen hatte, dass sie den Patronus noch mal versuchte. Seit dem Chester gestorben war, hatte sie nicht noch einmal versucht ihn zu verwenden. Vermutlich hatte er Recht, es würde ihr die Nervosität rauben und Helena schloss ihre Augen, hörte wie der Regen langsam anfing gegen das große Fenster zu tropfen und spürte auch wie ihr Kater atmete.

Es beruhigte sie, ihre Gedanken zu sortieren und an diese glücklichen Zeiten zu denken, welche sie mit ihm erlebt hatte. Wie er ihr die Sicherheit gegeben hatte, die Ruhe und auch die Angst genommen hatte. Sie konnte förmlich fühlen wie er sie in seinen Armen gehalten hatte, als wäre es selbstverständlich gewesen und auch, dass sie sich in diesem Moment noch nie so sicher gefühlt hatte. Es war fast, als würde er neben ihr sitzen und sie beschützen, als würde er gerade die ganze Angst und Nervosität von ihr nehmen und sie davor beschützen. Es war vermutlich ein lächeln was über ihre Lippen kroch als sie daran dachte und sie achtete nicht darauf ob der Zauber klappte, sie sprach ihn einfach nur aus. Killer stupste mit seiner Schnauze an ihre Wange und Helena öffnete ihre Augen und sah in der Spiegelung des Fensters, wie ein kleiner Drache, durch den Raum flog. Sie spürte zwar ein paar Tränen auf ihrer Wange, doch sie war nicht traurig. Eher glücklich, Killer hatte recht gehabt, es half ihr. Helenas Augen folgten den Patronus welcher ihrem Zauberstab folgte und durch den Raum jagte als wäre es sein natürliches Habitat. Es war als wäre er hier, als würde er lächeln wie er es immer getan hatte, wenn er irgendwie stolz gewesen war. Nicht offensichtlich, sondern eher an seinen Mundwinkeln. Killer war aufgesprungen und rannte dem Patronus hinterher und Helena musste lachen, sie hatte sich umgedreht und lenkte den Zauber durch den Raum, wissend das Killer nur spielen wollte. Sie hatte ganz vergessen wieso sie hierher gekommen war.
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Gabriel Knight
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BeitragThema: Re: 17.09.2015 – Angriff ist besser als Verteidigung    Do 17 Mai 2018 - 21:31

Mit langsamen Schritten ging Gabriel die Treppen zum dritten Stock hinab. Einem herbei gelaufenen Schüler der gerade dabei war einem anderen mit seinen Flüchen zu ärgern, ließ er im Vorbeigehen glatt das selbe spüren was er dem anderen verabreichen wollte. Mit einer kurzen Belehrung das er dies lieber nicht vor seinen eigenen Augen tun sollte, wenn er nicht bereit war die Konsequenzen zu tragen, beließ er es schließlich dabei und ließ ihn dann wieder von dannen ziehen.
Im Moment war Gabriel zu beschäftigt gewesen um sich mit solch kleinen Streichen auseinander zu setzen. Er war vor 20 Jahren nicht anders gewesen. Von daher ließ er die Kinder, Kinder sein. Noch durften sie es. Doch diese Zeit war schneller vorbei als sie glauben mochten. Ehe man sich versah, war man erwachsen und würde in die dann doch kalte und unfaire Welt entlassen.
Doch das war hier erst einmal eh nicht so wichtig gewesen. Hogwarts war etwas was zwischen all diesen Dingen lag. Entsprechend war Gabriel nun auch auf dem Weg gewesen in Richtung der Duellierräume. Heute hatte er sich vorgenommen Helena ein wenig zu unterrichten. Die Beobachtungen die er während ihrer gemeinsamen Zeit im Verbotenen Wald gesammelt hatte, hatten ihn dazu gebracht ihr das Angebot zu machen, sie zu unterrichten. Der Fakt das sie nicht willens war, neben ihren Verteidigungszauber auch offensive zu nutzen war zwar eine noble Geste, allerdings nicht vorteilhaft, sollte sie noch einmal in eine Gefährliche Situation wie diese kommen. Beim nächsten mal war Gabriel oder sonst jemand vielleicht eben nicht da um diesen Teil zu übernehmen.
Und weil er schon teils wusste, dass es eher eine Kopfsache anstelle des könnens war, hatte er ihr den Vorschlag nach einem seiner Unterrichtstunden gemacht. Diesen hatte sie auch direkt angenommen.
Als er am verabredeten Punkt ankam, bemerkte er jedoch schnell, dass Helena nicht nur schon da gewesen war, sondern auch schon dabei war, ihre Magie wirken zu lassen. Es war unschwer zu erkennen gewesen, dass sie dabei einen Patronus nutzte. Ein nicht all zu einfacher Zauber, welcher auch nicht von allen Schülerin in ihrem Alter, beherrscht werden konnte. Schon gar nicht in Form eines Tieres.
Der Professor für magisches Recht wartete einige Sekunden bis er sich schließlich zeigte. ,,Wie ich sehe, müssen wir uns um den Patronus Zauber nicht mehr kümmern. Diesen beherrscht du scheinbar schon ganz gut.
,,Die Gefühle gekonnt zu kontrollieren und ihm in einer Form entstehen zu lassen, ist dabei ein guter Anfang für unser eigenes Training. Doch bevor wir anfangen können muss ich wissen, wieso du nicht den Willen hast, einen offensiven Fluch zu nutzen. Oder ist der Protego lediglich dein Lieblingszauber?''
Mit dieser Frage setzte er sich auch schon auf einen der Tische die ein wenig abseits standen und blickte zu dem Mädchen. Dabei schaute er auch kurz zu Killer und lächelte diesem freundlich zu. ,,Du bist auch heute voller Energie, wie?''
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Helena Wayland
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BeitragThema: Re: 17.09.2015 – Angriff ist besser als Verteidigung    Do 17 Mai 2018 - 22:57

In manchen Situationen war man mehr das Kind als ein Erwachsener. Helena, die früh gelernt hatte für sich selber zu sorgen, wirkte in solchen Dingen manchmal wie eine 7 Jährige die spielen wollte. Vermutlich war dies der Grund, wieso sie mehr manchmal einen Kind glich. Genau wie jetzt. Wie sie mit ihrem Kater spielte, der aufgeregt den Patronus nach jagte und wie sie lachen musste, als Killer ihn fast schnappte, aber der Drache schnell wieder in die Lüfte sich erhob. Die Situation gehörte nur ihr und ihrem Kater und als eine Stimme vom Eingang hallte, lies sie vor schreck ihren Zauberstab fallen. Sofort verpuffte der Patronus und Killer saß fragend und abwartend unter der Stelle.

,,Hier sind auch keine Dementoren..“, sagte sie nur dazu und hob ihren Zauberstab auf. Manchmal wusste sie nicht mal wo sie diesen hinlegte und ihr viel wieder ein, wozu sie heute hergekommen war. Helena hörte seine Frage und blickte zu ihren Kater, der zu den Tischen rannte wo der Lehrer sich gesetzt hatte. Seit Gabriel mit Helena im Wald gewesen war, schien der Kater ihn zu mögen und hüpfte nun neben ihn auf den Tisch mit den Verlangen gestreichelt zu werden. Es war Killers Zutraulichkeit, der sie vertraute. ,,Weil ich nicht will, dass ich erneut die Kontrolle verliere…“, sie hatte es das letzte mal getan, hatte die Kontrolle über ihre Erinnerungen verloren. ,,Und ich will niemanden mehr verletzen wissen sie?“, auch wenn sie sich für schwarze Magie interessierte, aber diese musste man nicht einsetzen um schaden anzurichten.

Killer schnupperte an dem Lehrer und legte sich dann einfach auf seinen Rücken und hielt ihm den Bauch hin. Dezente Aufforderung, dachte Helena und Killer miaute. ,,Ich denke auch das Professor Knight dich für niedlich hält, aber glaub ja nicht das du so der Dusche entkommen kannst...", sprach das Mädchen ein wenig Abwesend und blickte wieder raus zum Fenster.
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Gabriel Knight
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BeitragThema: Re: 17.09.2015 – Angriff ist besser als Verteidigung    Heute um 1:46

Während Gabriel sich in aller Ruhe um Killer kümmerte, hörte er den Worten des Mädchens aufmerksam zu. Der kleine Kater war spätestens seit dem kleinen Abenteuer was Helena und er mit ihm durchlebt hatten, ihm gegenüber recht offen geworden und mochte es scheinbar wenn Gabriel ihm kraulte. Zumindest war er dem deutlich offener als es seine eigene Main Coon Dame gewesen war.
,,Ich glaub wohl das es ja heißt, wie? Vielleicht sollten wir dir das nächste mal eine Kleinigkeit mitbringen. Melly hat eh viel zu viel von dem Zeug.'' sagt er kurz und strich Killer sanft über den Bauch. Ein sanftes Lächeln war auf dem Gesicht des Lehrers zu sehen, ehe seine Augen in Richtung Helena wanderten und schlagartig ernster wurden.
Ihren Worten zu urteilen, war es wohl genau so wie er es sich gedacht hatte. Seine Vermutung nach war es bereits eine Kopfsache bei Helena weshalb sie sich weigerte, irgendwelche offensiven Zauber und Flüche zu nutzen. Ihre Worte waren aufrichtig gewesen und ihre Wille lobenswert und dennoch wusste Gabriel, dass es manchmal nicht wirklich möglich war, niemanden zu verletzen. Wobei man auch sagen musste, dass er in dieser Hinsicht wohl der falsche Ansprechpartner gewesen war.
Ein Eingriffzauberer wie er, war eben dafür dagewesen, andere zu verletzen wenn es der allgemeinen Sicherheit im großen und ganzen diente. Trotz allem wusste er, dass sie deutlich besser im Herzen war, als es der Lehrer jemals sein würde. Er hatte Vertrauen in sie und ihren Taten. Das war einer der Gründe weshalb er sich dazu entschieden hatte, ihr in dieser Sache zu helfen.
,,Niemanden verletzen zu wollen ist ein nobles und durch aus ehrenvolles Ziel. Allerdings keines welches wirklich machbar sein wird. Schon gar nicht, wenn du dich in Gefahren begibst, in welchen du dich nicht nur aufs Verteidigen verlassen kannst.'' begann Gabriel und blickte dabei an dem Mädchen vorbei in Richtung eines der Fenster. Es war bereits dunkle draußen gewesen und die Sicht nach draußen war so gut wie gar nicht vorhanden. Trotz allem reichte es aus um Gabriel kurzzeitig an frühere Zeiten zu erinnern.
,,Die Kontrolle über die eigene Magie ist eh allgemein etwas was recht schwierig ist. Viele meinen, sie hätten die Magie unter Kontrolle. Doch die Magie wirklich unter Kontrolle zu haben, ist so gut wie unmöglich. Unsere Emotionen und unser Wille lenkt sie nur. Was am Ende daraus wird, ist bis jetzt noch immer nicht vollständig geklärt. Versuch also nicht zwanghaft die Kontrolle über sie zu haben. Und habe auch keine Angst, eben jene zu verlieren. Denn dafür bin ich ab sofort hier. Ich werde dir beibringen die Kontrolle zu behalten. Du musst dafür aber willens sein, sie auch gegen mich einzusetzen.''
Mit diesen Worten erhob sich Gabriel von seinem Platz und stellte sich gegenüber von Helena. ,,Ich habe vielerlei Zauber und Flüche gegen mich gehabt. Und habe selbst viele von ihnen selbst schon eingesetzt. Ich will nicht sagen das ich stolz darauf bin, aber ich bin wahrscheinlich mit am besten dagegen gewappnet. Entsprechend will ich das du dich nicht zurück hältst. Solltest du die Kontrolle verlieren werde ich ich dafür sorgen, dass hier niemanden etwas passiert. Doch du musst den Willen haben, dich gegen deine eigene Angst zu stellen.'' führte der Lehrer seine Worte fort und zückte nun selbst seinen Zauberstab.
,,Emotionen sind das, was uns Zauberer mit am anfälligsten machen. Sie können unsere Magie ins schier unmögliche stärken, sie jedoch auch mindestens genau so unberechenbar machen. Unser erstes Ziel wird es sein, deine Emotionen unter Kontrolle zu bekommen. Du schaffst es einen Patronus zu beschwören und diesen seine Form zu geben, also wirst du wohl in der Lage sein eben jene Emotionen teilweise zu kontrollieren. Nur muss du dies eben auch tun, wenn du offensiv agierst und nicht nur defensiv.''
Ohne wirkliche Vorwarnung schwang Gabriel seinen Zauberstab und dimmte damit das Licht welches im jenen Raum noch für eine recht wohle Atmosphäre geführt hatte.
,,Versuch es. Greif mich an, egal mit welchen Zauber. Versuch nicht über all das negative nachzudenken und bleib im hier und jetzt.''
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