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 [Hauptplot] Nichts ist komplizierter und verworrener als der Fluss der Zeit

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William Gordon
Mannschaftskapitän - Hufflepuff || Animagus
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BeitragThema: [Hauptplot] Nichts ist komplizierter und verworrener als der Fluss der Zeit   Mo 7 Mai 2018 - 19:41

Zeit: Zwischen 1830 - 1850

NPC Steuerung: Teresa Marisa Carvalho



Magie war etwas das man nicht einfach nur stur und stupide nutzen sollte, sondern einem viel größerem Zweck zuführen sollte. Die meisten die mit Teresa gemeinsam auf eine Zauberschule gingen, lernten lediglich was nötig war, um sich später im Beruf und im Alltag halbwegs durchschlagen zu können, aber für Teresa war dieses Wissen noch lange nicht die Grenze des Erkennbaren. Die Magie - da war sie sich sicher - konnte noch für sehr viel größere Dinge genutzt werden, für Wunder die die meisten Menschen fürchteten oder nicht wahr haben wollten, weil es die Hexen und Zauberer auf eine ganz neue Existenzebene anheben würde. Ergo warfen beinahe 95 % aller jungen Hexen und Zauberer nach der Schule ihr Potenzial zuhause in die Mülltonne um sich eines Lebens voller Stupidität, Anerkennung und Heucheleien hinzugeben. Nichts daran war wirklich erstrebsam und auch wenn die Träume so einiger Schüler einmal eine große Hexe oder ein großer Zauberer zu werden ganz amüsant und rührend waren, so waren sie doch am Ende nicht mehr als das was man täglich die Toilette herunterspülte. Ja, einige mochten Teresa wirklich für eine Zynikerin halten, aber im Gegensatz zu vielen sah sie die Welt so wie sie wirklich war, dass betraf ebenso die Menschen die in ihr lebten. Das war auch einer der Gründe wieso sie sich am Ende ihrer Schullaufbahn dazu entschied vorerst keinen Beruf anzunehmen und sich nicht dem nächsten Zeitungsverlag wie dem Wochenpropheten an den Hals zu werfen. Nein, sie besuchte die königliche Akademie der Magie. Eine der vielen Einrichtungen im Land, wo Hexen und Zauberer hingehen konnten wie ähnlich wie in der Muggelwelt ein Studium durchführen konnten. Das aber im Gegensatz zu den Muggeln nicht verpflichtend war oder zu einem Abschluss führte. Nein, solche Einrichtungen gründeten auf dem eigenen Trieb Wissen zu erlangen, täglich selbstständig zu arbeiten, ohne Benotungen. Dorthin konnten sich Zauberer zurückziehen, die den Wunsch verspürten ihr Leben dem Studium und dem Streben nach neuen Arten der Magie zu widmen. Eine Trainingseinrichtung wenn man so wollte. Teresas Eltern hatten ihr den Vorschuss gegeben und tatsächlich gewährte man ihr Zutritt.

Wie alle Frauen draußen auf den Straßen, kleidete sie sich nach britischem Vorbild, wie eine Lady eben gekleidet sein musste. Ein schwarzes Kleid, eine kerzengeraden Haltung und eine neutrale Mimik wie man es zu dieser Zeit noch lernte. Teresa hatte den unendlichen Wunsch alle Arten der Magie zu erforschen, auch die vergessenen die über die Zeiten hinweg verloren gingen. Sie wollte die Wunder sehen und selbst vollbringen, von denen andere nur träumen würden und sie war dafür bereit über alle Grenzen des Möglichen hinauszugehen. Sie las jedes Buch was ihr unter die Finger kam und nur halbwegs eine vernünftige Wissensgrundlage lieferte. Die Geschichte Zauberei bot Hinweise auf alte vergangene Dinge die in Verbindung zu alter Magie stehen.Die gesamte magische Geschichte war wie ein gigantisches Puzzle, Teresa war davon überzeugt wenn sie nur die richtigen Teile zusammensetzte, könnte sie den roten Faden aufnehmen der sie direkt zu einem großen Geheimnis führen könnte.  

Mit einer zierlichen damenhaften Bewegung zog sie ihren Zauberstab aus der Halterung ihres Gürtels und ließ die Bücher in der Bibliothek jener Institution zu ihr fliegen die sie benötigte. Dabei zielte sie separat einmal auf jedes Buch und hielt sich streng an die Regel die ihr ihre Professorin damals beigebracht hatte in der Schule. Wenn möglich nonverbal zaubern. Mit dieser kleinen Faustregel konnte man - sofern man sie vernünftig und diszipliniert jeden Tag einsetzte -  seine Fähigkeiten durch eine große Vielzahl von Übungen trainieren. Das Gehirn und die eigenen Gedanken zu disziplinieren war ebenso eine harte anstrengende Arbeit, wie zu lernen wie man sich damenhaft und vor allem gesittet in der Öffentlichkeit verhielt. Schließlich durfte sich eine wahre Lady nicht die Blöße geben. Derartiges käme für sie überhaupt nicht in Frage. Für sie war die dsiziplinierte Übung von allen Bereichen der Magie das oberste Gebot und hier würde sie nicht nur das praktizieren, sondern auch dank ihrer eigenen Tagesplanung, ihr Eigenstudium vorantreiben und die alten magischen Runen erforschen, mit denen damals noch viel kraftvollere Zaber benutzt wurden. Zumindest glaubte sie fest an diese These und ganz erpicht darauf sie zu beweisen und damit eine neue Revolution der magischen Welt auszulösen.

Nachdem sie ihre Bücher alle korrekt und alphabetisch sortiert hatte, ging sie zu einem Vorlesungssaal, von dem sie wusste das es dort eine sehr interessante Vorlesung geben würde, die ihr vielleicht eine neue Spur oder neues Wissen offenbaren konnte. Kerzengerade setzte sie sich in die zweite Reihe auf eine harte unbequeme Holzbank und holte Feder und alle anderen nötigen Schreibutensilien heraus. Jedoch würde sie ihre Feder von selbst schreiben lassen um jegliche Tinten an Händen und Kleid zu vermeiden.

Aufmerksam hörte sie während der gesamten Vorlesung zu, erst als eine sehr faszinierende Frage gestellt wurde, hob sie ihren Arm. "Was glauben Sie, inwiefern uns die Geschichte der Muggel und ihre Mythologie eine Hilfe bei unserer Arbeit sein können", Theresa wusste diese Frage zu beantworten, sie wollte unbedingt ihre Meinung kunt tun  und erfahren was ein Gelehrter dazu sagte, wie der Professor der vorne stand.
"Die Mythologie der Muggle, beruht nachweislich zu einem gewissen Grad auf unserer Welt, bevor wir jene magischen Wesen vor ihnen verbargen und unsere Kräfte nur noch im Untergrund verwendeten. Die Muggle-Historiker und jene die der Mythologie ihr Augenmerk schenken, arbeiten sehr akribisch daran die alten Zeiten zu erforschen und die überlieferte Mythologie die dabei immer wieder entdeckt wird, ist für uns in manchen Fällen ein Hinweis wie Zauberer und Hexen vor Jahrhunderten lebten und welche Formen der Magien sie beherrschten und nutzen konnten. Ein bekanntes Beispiel für eine dieser verlorenen Formen ist die sogenannte Runenmagie. Ihr schreibt man sehr viel mehr Macht als der Stabmagie zu, doch ging sie mit den Jahrhunderten verloren, sodass heute nur noch Mythen und einige wenige Überlieferungen und schwache Zauber uns zur Verfügung stellen. Noch heute gibt es zum Beispiel viele Mythen über unerklärbare Zeichen die Muggle überall auf der Welt gefunden haben. Selbst heute noch ist es ihnen ein Geheimnis doch uns hat es einen wichtigen historischen Fund auf die Runensprache geliefert und wie ihre grundlegende Syntax funktioniert. Ihre Mythologie kombiniert mit unserem Fachwissen über Magie und magische Wesen, liefert den Grundstein für unsere Entdeckungen und Erforschungen. Wir profitieren also nur davon.",

führte sie lang und breit aus, wobei ein leichtes Getuschel im Hörsaal kurz anfing umher zu gehen und sofort wieder verstummte. Ihre leuchtenden grünen Augen waren auf den Professor vorne gerichtet, dessen Reaktion ihn wesentlich mehr interessierte, als jene die hier nur zuhörten und nichts dazu beitrugen. Die Vortragsweise und seine Leidenschaft die er da reinsteckte, waren zwar nicht ganz so offensichtlich, aber Teresa spürte jeden Atemzug seiner Leidenschaft, jede Welle die er ausströmte und jedes kleine Fünkchen Wissen, dass er in seinen Vortrag mit einfließen ließ.


Zuletzt von William Gordon am Mi 15 Aug 2018 - 12:24 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Elija Cartwright
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Nichts ist komplizierter und verworrener als der Fluss der Zeit   Mo 7 Mai 2018 - 22:50


‚Mythen und Geschichte der Muggel‘, schrieb ein schwebendes Stück Kreide an die Tafel des Hörsaals, während der unterrichtende Professor pünktlich in den gefüllten Hörsaal stürmte. Elija Cartwright trug ein gehobenes aber schlichtes Outfit aus teuren Stoffen. Cartwright platzierte seine lederne Tasche auf dem Rednerpult, bevor er sich mittig auf der Hörsaalbühne platzierte und seinen Blick auf die lernwilligen Hexen und Zauberer zu richten. Der dunkelhaarige Zauberer arbeitete in der historischen Fakultät der königlichen Akademie der Magie. Seine Forschungen widmeten sich alter und vergessener Magie. Die Fakultät beauftragte Cartwright diese Magie zu finden und zu verstehen. Cartwright selbst war darüber hinaus bestrebt diese Magie zu erlernen und ihr neues Leben einzuhauchen. Er galt als einer der erfolgreichsten Forscher seines Fachgebiets. Das hatte außerhalb der Akademie allerdings keinen besonders hohen Stellenwert, da die Bildung und Forschung der Akademie in der magischen Gesellschaft kein großes Ansehen genießt.  Auch Elijas Eltern und Geschwister waren von seiner Laufbahn nie überzeugt gewesen. Seine Frau hingegen unterstützte die Forschung ihres Mannes allerdings und war somit – neben seiner Leidenschaft für alte Magie – der Hauptgrund für seinen Ehrgeiz und seine gute Arbeit. Doch trotz des niedrigen Ansehens des Forscherzweigs, waren seine Vorlesungen stets gut besucht. Ein Umstand, welcher den Forscher ebenfalls durchhalten ließ und ihm die Hoffnung gab, dass die Forschung in der Zukunft eine andere Position in der Gesellschaft einnehmen würde.
Ich sehe ihre Gesichter und ich erkenne Begeisterung, Verwirrung, aber auch Ablehnung. Sie alle sind hier, weil sie etwas über alte Magie und deren Erforschung lernen wollen.“ Elija stand nur selten lange an einem Fleck. Langsamere und sichere Schritte trugen ihn langsam über die Bühne des Hörsaals. „Einige von Ihnen sind offen genug, um die Verbindung zu der heutigen Thematik zu erkennen. Andere sind gewillt sie sich zeigen zu lassen und wieder andere sind mit den Idealen aufgewachsen, dass Muggel und auch deren magische Nachkommen eine untergeordnete Rolle in der Hierarchie der Gesellschaft einnehmen.“ Der Blick des Metamorphmagus wanderte durch die Reihen. Es war den Anwesenden anzusehen, wer sich angesprochen fühlte und wer diese Meinung nicht vertrat. „Ich bin mit eben diesen Werten aufgewachsen. Doch ich habe mich von diesen Ketten befreit. Die Welt der Muggel öffnet uns viele Türen und ist für die historische Forschung unumgänglich. Außerdem – auch wenn es kaum zur Thematik gehört – ist es nie Blut, was Sie zu guten Hexen   und Zauberern oder auch Forscherinnen und Forschern macht. Leidenschaft und Fleiß führt Sie an Ihre Ziele. Wer nicht bereit ist seine Vorurteile abzulegen, sollte die Veranstaltung nun verlassen. Allen anderen wird eröffnet werden, was wir alles von Muggeln lernen können.“ Der Professor wartete einige Momente und eine ungewöhnliche Stille erfüllte den Hörsaal. Nicht eine Person verließ den Saal. Elija gab sich nicht der Illusion hin, dass ein jeder seine Vorurteile abgelegt hatte. Viele waren möglicherweise einfach eingeschüchtert. Doch der restliche Teil der Vorlesung könnte die Vorurteile der Zauberer und Hexen weiter lösen.
Was glaube Sie, inwiefern uns die Geschichte der Muggel und ihre Mythologie eine Hilfe bei unserer Arbeit sein können?“ Erneut erfüllte Stille den Saal. Es herrschte stets der Glaube, dass man nicht angesprochen wurde, wenn man sich möglichst wenig bewegte. Doch es war auch gar nicht Elijas Intention jemanden bloßzustellen. Stattdessen nickte er einer jungen Dame zu, welche sich freiwilligt meldete, um die Frage zu beantworten. Mit einem aufrichtigen Lächeln deutete der Forscher auf die junge Dame, als diese ihre Antwort beendet hatte. „Sehr gut! Wollen Sie diese Vorlesung fortsetzen?“, lächelte er, ohne eine Antwort zu erwarten. „Jeder von Ihnen, der der jungen Dame kein Gehör geschenkt hat, um sich lieber zu unterhalten, sollte sich fragen, ob er hier richtig ist. Die Antwort dieser Hexe enthielt mehr Intelligenz als viele von Ihnen jemals erlangen werden. Es ist eine Sache Ihrer Einstellung. Folgen Sie der Vorlesung oder kommen Sie nicht her. Niemand zwingt Sie hier zu sein.
Ohne weiter auf die Unruhen einzugehen, widmete sich der Forscher wieder dem wesentlichen. „Die Mythen der Muggel sind häufig nichts anderes als die Interpretation alter Magie aus der Perspektive eines Unwissenden. Den Muggeln fehlt das Verständnis von der Magie und daher suchen sie andere Wege, um magische Phänomene erklärbar zu machen. Die Mythen der Muggel sind Wegweiser, welche Sie erkennen und deuten müssen.“ Weiterhin stand der dunkelhaarige Zauberer nicht still. „Um Ihnen ein Beispiel zu liefern: Aktuell arbeiten wir an Forschungsstätten der Muggel in Ägypten. Wir haben starke magische Auren in einigen Ausgrabungsstätten gefunden und es wird nun erforscht, ob in die Wandzeichnungen und Hieroglyphen möglicherweise Runenzauber eingewoben wurden. Diese Runen müssen alten Zaubern entstammen und neben der Erforschung der Ausgrabungsstätten werden auch Aufzeichnungen aus dem alten Ägypten nach Hinweisen auf diese Runen untersucht. Hierbei sind vor allem die Interpretationsversuche von ungewöhnlichen Phänomenen durch die damaligen Muggel aufschlussreich.
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William Gordon
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Nichts ist komplizierter und verworrener als der Fluss der Zeit   So 20 Mai 2018 - 12:10

NPC Steuerung: Theresa Marisa Carvalho



Theresa war fasziniert von der Art des Professors, wie er stand, wie er sich kleidete aber vor allem von seiner absoluten Ehrlichkeit und der Art und Weise wie er seinen Vortrag hielt. Es zeugte von wahrlichem Mut und Kompetenz den Studenten einmal ihre Grenzen aufzuzeigen. Dabei wurde Theresa beigebracht, niemals ihre Begeisterung für einen Menschen offen zu zeigen oder sich schnell von jemandem in den Bann ziehen zu lassen. Sie war schließlich Tochter aus gutem Hause und hatte eigentlich einen Kodex an den sie sich zu halten hatte, der Engländer wusste das mit Sicherheit. Eine richtige Lady, eine Dame von Stand und Ehre, von Demut unter Gottes Gnaden, ziemte es nicht sich emotional vor einem fremden Mann derart zu entstellen. Neutralität, Distanz und Disziplin wurden ihr schon in früher Kindheit an beigebracht. Auf der Schule für Hexerei und Zauberei hatte sie gelernt diese Dinge im Alltag vernünftig umzusetzen.

Ihr Blick glitt leicht nach links, als sie einen männlichen Studenten neben sich bemerkte, der sie unentwegt anzustarren gedachte. Dieser Lüstling hatte absolut keine Manieren und ganz offensichtlich kam er nicht aus gutem Hause, damit war er für sie nicht weiter der Beachtung wert, wäre er nicht so unverfroren sie wirklich anzusprechen. Mit einem drei Tage Bart, wuschigen ungewaschenen Haaren und dicken Augenbrauen, lächelte er ihr mit einem Verführerblick zu. In den tiefen seiner Augen waren die primitiven Gelüste die er an ihr am liebsten ausleben wollte, abgebildet. Ja, man konnte es den meisten Männern ansehen, worauf sie hinaus wollten und dieser Kerl widerte sie einfach nur an. "Michael, Michael Nofork.", stellte er sich dreist vor und reichte ihr seine Hand, die sie  nicht einmal im Ansatz schütteln würde. "Theresa Marisa Carvalho, nicht erfreut.", er warf ihr einen ziemlich überraschten und bloß gestellten Gesichtsausdruck zu. Er wusste scheinbar nicht ob er wütend sein sollte oder ob sie einfach nur schwer zu haben spielte. Sicher war für sie nur eines, für ihn war sie überhaupt nicht zu kriegen.  Ein ganz schlimmer Finger, der auch noch hartnäckig an ihr klebte wie ein Blutegel. Etwas aus dem Gleichgewicht gebracht, rutschte sie auf der Holzbank hin und her, während sie darauf hoffte, dass er seine Annährungsversuche endlich unterbinden würde. "Dafür bin ich umso erfreute ihrer Bekanntschaft zu machen Theresa. Erlaben Sie mir, Sie heute Abend auszuführen?", fragte er und legte dabei seine mit Sicherheit ungewaschene Hand eines Flegels auf ihre Schulter. Jetzt reichte es aber! Heimlich zog sie ihren Zauberstab und sprach einen nonverbalen imperdimenta aus, der den Jungen als er gerade seine Hand von ihrer Schulter genommen hatte, bewegungsunfähig machte. Ohne große Bewegungen zu machen, steckte sie ihren Zauberstab wieder weg und lauschte dem Vortrag des Professors, wobei sie ihre Feder die wichtigsten Punkte mitschreiben ließ.

Als dieser seine Vorlesung schlussendlich beendete und alle Studenten gingen, warf sie dem Studenten der immer noch paralysiert war, einen giftigen Blick zu, grinste und zog erneut den Zauberstab. "Ich hoffe Mister, sie haben ihre Lektion gelernt. Wenn ich Ihnen einen Rat für ihr leibliches Wohl geben darf...rühren... Sie.... mich..... nie.... wieder.... an." mit diesen Worten erhob sie sich, blieb in der Bewegung noch einmal stehen und drehte sich noch einmal um, ehe sie ihn mit dem Zauberstab antippte und nonverbal den Zauber mit einem  Finite auflöste. Elementar. Zufrieden mit der Lösung, nahm sie ihre Tasche, packte ihre Feder und alles sehr sorgfältig ein, ehe sie nach vorne ging und dem Professor kurz zusah wie er seine Sachen sortierte. Sie lächelte kurz, ehe sie sich wieder einer neutralen Mimik bediente und zu ihm ans Pult trat. Sie nahm ihren Zauberstab und führte auf magische Weise die Kreise an der Tafel, um eine Rune mit vielen komplizierten Linien zu zeichnen. Sie galt als einer der kompliziertesten und wohl bemerkenswertesten Runen überhaupt, die von einem französischen Zauberer namens  Richard Olong gefunden und lange erforscht wurde, bis er kurz vor der Vollendung seiner Schriften bei einem Besenunfall verstarb. "Professor, erlauben Sie eine Minute ihrer Zeit. Diese Rune hier die Olong in seinen Schriften notierte, ist nicht vollständig. Es gibt vier anstelle von drei Linien, zwei senkrechte, eine diagonale und eine waagrechte. Würden sie nicht zustimmen, das die Linien an diesem Knotenpunkt durch eine weitere verbunden werden müssten, um den magischen Kreislauf der Rune zu vollenden? Immerhin strebt alles in der Natur nach einem ausgeglichenem System, wieso sollte es also bei Runen anders sein.Ich habe Olongs Theorien gelesen  und glaube, dass der Knotenpunkt den er suchte genau dort ist.", führte sie aus und ließ die Kreide einen kleinen Kreis zeichnen an den Fleck wo angeblich der sogenannte Knotenpunkt aller Linien sein müsste. Ihre Augen glitten zu dem Professor, mit selbstsicheren Blick schaute sie ihn an, ehe sie jeweils die gleiche Rune links und rechts an die Tafel nochmal malte. "Sehen sie hier, ich zeige ihnen zwei Varianten die Olong zeichnete. Die Linke Variante kann nur negativ funktionieren, weil es keinen Knotenpunkt gibt und weil diese diagonale Linie spiegelverkehrt ist. bei der rechten wiederrum ist es richtig, aber wenn ich das richtig sehe, müsste dort wenn überhaupt ein  Y - förmiges Symbol in die Kreismitte, so wie ich es als erstes einzeichnete. Nur so ergibt die Rune in ihrer eigenen Sprache wohl einen Sinn. Ich bin mir bei der Interpretation der Sprache und der magischen Eigenschaft dieser Rune jedoch unsicher, weil sie sehr alt ist und ich noch lange nicht soweit bin. Was meinen Sie Professor?", fragte sie und ließ die Kreise mit ganz sanften und ruhigen Bewegungen wieder auf ihren alten Platz zurückfliegen wo sie ruhend schließlich verweilte. Theresa war gespannt,was der Professor dazu sagte und welche Meinung er zu diesem Thema hatte.
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Elija Cartwright
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Nichts ist komplizierter und verworrener als der Fluss der Zeit   Mi 30 Mai 2018 - 19:10


Dem Magieforscher entging die Auseinandersetzung zwischen der jungen Hexe und ihrem Sitznachbar nicht. Obwohl er seinen Vortrag nicht unterbrach, behielt er die beiden genau im Auge. Zunächst bestand noch die Überlegung den aufdringlichen Herrn des Hörsaals zu verweisen. Die Lösung der bedrängten Hexe erfüllte jedoch ihren Zweck. Innerlich kam Bewunderung für die souveräne und spontane Lösung der Situation auf. Äußerlich war Elija jedoch nicht anzumerken, dass er überhaupt mitbekommen hatte, was geschehen war.
Er klärte die Studenten im Verlaufe des Vortags weiter über die Forschungen in Ägypten auf. Sie wurden informiert, dass das Team in den Runen auch einen Grund für die häufig gelungene Mumifizierung der Körper in den Grabstätten vermutete. Die alten Ägypter hatten an eine Form der Unsterblichkeit geglaubt. Ein Leben nach dem Tod. Es war also durchaus denkbar, dass Zauberer und Hexen des alten Ägyptens bemüht gewesen waren eine tatsächliche Unsterblichkeit zu erreichen. Natürlich gab es keine Beweise für ein Gelingen oder überhaupt ein Bestehen solcher Bemühungen. Doch um solche Dinge zu beweisen oder zu widerlegen, arbeiteten die Forscher schließlich an eben solchen Ausgrabungsstätten der Muggel. Natürlich nicht in Kooperation mit eben jenen. Eine Geheimhaltung der magischen Welt war natürlich dauerhaft gegeben.

Nachdem der Vortrag ein Ende gefunden hatte und die Studenten den Hörsaal verließen, nahm Elija seine Aufzeichnungen vom Rednerpult. Er hatte diese im Vortrag nicht genutzt, verzichtete jedoch nie darauf sich vor einer Lesung einige Notizen zu Dingen zu machen, welche er unbedingt ansprechen wollte. Alleine das niederschreiben der Inhalte sorgte oft schon dafür, dass er in seinen sehr frei vorgetragenen Reden alles einbaute, was er für wichtig befand. Die Notizen wanderten in eine alte Ledertasche, als er eine Stimme vernahm, die er an diesem Tag nicht zum ersten Mal hörte. Interessiert betrachtete der dunkelhaarige Zauberer die junge Frau und folgte ihren Worten zu jener Rune, die sie an die Tafel gezeichnet hatte. Ohne sie zu unterbrechen folgte er den Ausführungen der Hexe. Skeptisch betrachtete er die drei Varianten von Olongs Rune, bevor er sich zu der abschließenden Frage der Studentin äußerte.
Ich meine, dass Richard Olong sich unheimlich darüber ärgern würde, dass eine Studentin zu einem Ergebnis kam, dass er selbst sehr lange erfolglos gesucht hatte.“ Der durchaus hoch angesehene Forscher Olong hatte lange Zeit mit der Erforschung verschiedenster Runen zugebracht. Elija hatte sich allerdings nie die Zeit genommen, um alle seine Werke genauer zu betrachten. Seine Schüler hatten seine Arbeit nach seinem Unfall übernommen und Elija wollte mit einer Betrachtung der Forschung abwarten, bis diese brauchbare Ergebnisse lieferte. Dass ihm eben jene Ergebnisse von einer Studentin präsentiert wurden, hatte er dabei nie in Erwägung gezogen.
Diese hier wird vermutlich gar nicht funktionieren. Sie wäre nicht mehr als Vandalismus auf jeder Oberfläche, auf der man sie aufbringen würde“, bestätigte er die Überlegung zur ersten Rune. Sie wirkte unvollständig und improvisiert. Es war einfach diese als brauchbare Rune auszuschließen. Deutlich interessanter war die zweite Rune Olongs und die überarbeitete Variante der Studentin. Spontan konnte der Forscher keine Rückschlüsse ziehen. Er hatte sich zu wenig mit Olongs Arbeit beschäftigt.
Ich kann Ihnen die Frage nicht beantworten. Wie stehen Sie zu riskanten Forschungsmethoden?“ Mit einer bloßen Geste bat er die Studentin zurückzutreten, bevor er seinen Zauberstab hervorholte und die Rune von Olong auf dem hölzernen Boden des Hörsaales aufbrachte. Magie brannte diese in das tote Holz und doch schien dem Ergebnis keine Magie anzuhaften. Es benötigte keine weiteren Versuche, um feststellen zu können, dass diese Lösung unbrauchbar war. Das war aber auch zu vermuten. Schließlich war Olongs Arbeit nie abgeschlossen gewesen.
Nachdem Elija den Boden also repariert hatte, wurde die Rune der Studentin aufgetragen. Die Vervollständigung der Linien machte eine starke magische Aura spürbar. Ein leichter Schimmer lag auf den Linien der Rune und schien diese zu durchfließen. Der Forscher trat vorsichtig zurück und achtete peinlichst darauf die unbekannte Rune nicht zu berühren. Erst als er sich neben der Studentin befand, ließ er eines der Kreidestücke schweben, um es im nächsten Moment in den Wirkbereich der Rune zu befördern. Eine Explosion, welche sich auf den Bereich des magischen Symbols beschränkte, riss den Holzboden in Stücke und ließ ein dezentes Lächeln auf Elijas Lippen entstehen. Ein weiterer Zauber beseitigte den Schaden, bevor die Aufmerksamkeit des Zauberers wieder der jüngeren Hexe galt. „Behalten Sie diese Erkenntnis vorerst für sich. Sie haben eine Problematik gelöst, die fähige Forscher überfordert hat. Führen Sie einige Experimente durch. Veröffentlichen Sie Ihre Ergebnisse und genießen Sie die Gesichter jener, welche seit Ewigkeiten an dieser Problematik arbeiten.“ Die Forschung war kein hoch angesehener Bereich in der magischen Gesellschaft. Der Ruhm, den eine solche Erkenntnis brachte, war daher kein großer. Dennoch konnte sich die junge Frau mit derartigen Arbeiten einen Namen machen. Es war wichtig Erfolge vorzuweisen und aufzufallen, wenn man einem derart wenig respektierten Handwerk nachging. Die offensichtlichen Fähigkeiten der Hexe schienen dafür die perfekte Voraussetzung zu sein.
Wie ist Ihr Name? Sie schienen eine der wenigen zu sein, welche sich wirklich für den Vortrag interessiert haben. Sie machten den Eindruck, als würden sie die Botschaften verfolgen und nicht nur meine Worte wahrnehmen. Was interessiert Sie an der Forschung? Forscher haben es schwer in der Gesellschaft. Frauen umso mehr. Weshalb beschreiten Sie diesen steinigen Weg?
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William Gordon
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Nichts ist komplizierter und verworrener als der Fluss der Zeit   Mi 15 Aug 2018 - 12:23

NPC Steuerung: Theresa Marisa Carvalho



Sie spürte das Interesse des Professors an ihren Ergebnissen, der Glanz in seinen Augen den sie sich glaubte einzubilden, sowie die Reaktion auf ihre Striche ließen auf so einiges schließen. Bis jetzt war er ein sehr vielversprechender Professor der offenbar sich die Zeit nahm seinen Studenten zu zuhören. Seine Worte waren weise gewählt und auch wenn sie keinerlei Interesse daran hegte ihre Ergebnisse jemandem mitzuteilen, war sie ihm dankbar für seinen Rat. Allerdings war sie weder auf Rum noch auf einen Eintrag in die Geschichte aus, sondern vielmehr darauf diese Form der Runenmagie vollständig zu begreifen. Magie war kein Mittel zum Zweck, sie war ein Werkzeug, etwas das man in der richtigen Weise benutzen und erlernen musste. Mit ernstem Gesicht schüttelte sie leicht damenhaft den Kopf, "Was bringt es Ergebnisse zu veröffentlichen und auf irgendwelchen Titelseiten zu stehen, wenn man die Tiefe dieser Magie noch nicht ansatzweise ergründet hat?", fragte sie natürlich rein rhetorisch, legte die Kreide zurück und faltete ihre Hände unmittelbar vor ihrem Körper, "Professor, sie sind ein Mann der Magie, der Forschung auf diesem Gebiet, dann müssten sie auch verstehen, dass es nichts bringt etwas zu veröffentlichen von dem man im Grunde nicht weiß wie der Rest des großen Puzzles aussieht. Runenmagie ist viel tiefschichtiger als dieses eine Rätsel dort." erklärte sie und zeigte dabei an die von ihr aufgemalte Rune. "Manch einer der an die Tafel sieht, sieht eine geniale Entdeckung. Wollen Sie wissen was ich sehe?", erneut machte sie eine kurze Pause, wartete sein Nicken aber nicht ab, sondern warf lediglich einen Blick in sein Gesicht um sein Interesse abzuschätzen das er für ihre Worte übrig hatte. "Ich sehe ein viel größeres Rätsel, nämlich die Anwendung und die vollständige Aufdeckung jener Magie die wir als Runenmagie bezeichnen. Es gibt noch so viele Runen die wir nicht vollständig ergründet haben und einiges davon ist noch nicht einmal in Betracht gezogen worden. Ich sehe eine Magieform die wir in unserer Verpflichtung unseren Vorfahren gegenüber wieder zum Leben erwecken müssen. Doch dazu gehört nunmal das begreifen dieser Magie und das bedarf sehr viel mehr Forschung als es Olong je tat.", erklärte sie mit tiefster Inbrunst und viel Disziplin die man ihr an ihrer extrem geraden Körperhaltung ansah. Sie kam aus gutem Hause, dass war schon an ihrer Kleidung zu bemerken und an ihren Haaren die einen eher ungewöhnlichen Duft an sich hatten.

Am meisten merkte man ihre gute Erziehung jedoch an dem Knicks den sie vor dem Professor machte, als sie sich vorstellte, "Theresa Marisa Carvalho", ein Knicks wie man ihn am Hofe von adeligen Häusern kannte. Ja, sie hatte vieles von dem was man ihr an Benehmen anerzogen hatte für sich behalten, um damit auch nach außenhin Eindruck zu machen. "Nun, man lernt immer etwas neues von den Erkenntnissen anderer, nicht wahr? Und um ihre vielen Fragen zu beantworten, die Forschung der Runenmagie ist nicht nur von Interesse sondern auch von dem Willen sie wieder zum Leben zu erwecken, ihre Geheimnisse zu ergründen und einen Teil davon zu beherrschen. Ich möchte meine Grenzen kennenlernen und wenn möglich über sie hinausgehen. Ich möchte die tiefsten Tiefen der Magie erforschen, begreifen was sie ausmacht und wie man sie richtig verwendet. Ich möchte mich weiterentwickeln und mehr lernen als die Studenten um mich herum. Mit der vergessenen Kunst der Runenmagie kann man viel mehr machen als die meisten bisher glaube ich erkannt haben. Seien Sie versichert, ich bin es gewohnt von Männern unterschätzt zu werden, mittlerweile ist es mir sogar fast lieber das die Männer es tun, so ist es umso amüsanter ihre entsetzten Gesichter zu sehen, wenn sie ihre Fehleinschätzung bemerken.", sie zupfte sich ihren Rock zurecht und sprach mit absoluten Gleichmund und einer ruhigen und sehr deutlichen Aussprache. Ein weiteres Merkmal ihrer Erziehung. Sprachtraining gehörte dazu, vor allem nicht zu nuscheln. Marisa war immer schon sehr brutal ehrlich gewesen. Oftmals kränkte sie Menschen mit ihrer kalten Wahrheit, aber das kümmerte sie recht wenig. Sie lebte ihr Leben und wusste wo sie hinwollte, sie wusste vor allem WAS sie wollte. "Nun, ich empfand ihren Vortrag als vielversprechend für mich und hatte gehofft, sie würden mir vielleicht mehr zeigen. Offen gesagt, würde ich gerne mehr Forschung betreiben wenn das möglich ist. Ein zweites Paar Augen und ein frischer Verstand würden bestimmt diesen Prozess beschleunigen. Und Sie? Wonach suchen Sie? Warum erforschen Sie die alten Magieformen, wo es doch heute so populäre Lehrfächer gibt.Was ist ihr wahres Ziel, Professor? Was verschweigen Sie jenen Studenten in diesem Raum?", erfragte sie, wobei sie den Blick nicht von dem Professor abwandte, sondern nur noch intensiver den Blickkontakt suchte. Sie war sich sicher das hinter diesen Wangenknochen ein Mann voller Ambitionen und Hintergedanken lauerte, jemand der hinter sehr viel mehr her war und diese Position als seine Tarnung zur Forschung benutzte. Wie sie zu diesem Schluss gelangte? Reine weibliche Intuition. Natürlich war sie sich nicht sicher aber sie würde es gewiss noch herausfinden. Sie zwang sich selbst jedenfalls auch ihm gegenüber kritisch zu bleiben. Könnte immerhin sein das er auch nur ein Schwätzer war, der das Geplapper von anderen nachredete oder er war der beste auf seinem Gebiet. Wie auch immer, sie würde es herausfinden und versuchen seinen Anforderungen in den Vorlesungen gerecht zu werden.
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Ryan Goodwill
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Nichts ist komplizierter und verworrener als der Fluss der Zeit   So 19 Aug 2018 - 17:16

Mit neutraler Mine und sich auf die Worte Carwrights konzentrierend, stand der Metamorphmagus im hintere Bereich des Hörsaales. Er war keine Überraschung für Ryan, dass sein Vorfahre ein gebildeter und intelligenter Mann gewesen war. Nach allem was er über Elija in Erfahrung gebracht hatte, passte die Arbeit als Forscher an einer Universität perfekt in das Profil des Urahnen, welches sich langsam vervollständigte und immer mehr Lücken einbüßte. Doch so erfolgreich die Forschungen bezüglich Elija auch zu sein schienen, sie brachten nicht die gewünschte Erkenntnis. Der Auror war auf keine Schwäche des mächtigen Zauberers gestoßen. Der Weg zu seiner Macht wurde immer durchschaubarer, desto mehr seines Lebens für Ryan sichtbar wurde und doch lag in keiner der beobachteten Momente ein Schlüssel zu Cartwrights Vernichtung.
Die Vorlesung des Urahnen war wenig aufschlussreich. Er war offenbar auch damals schon ein Mann gewesen, der andere nur so weit an seinem Wissen teilhaben ließ, wie es seinen eigenen Interessen diente. Deutlich interessanter war die Unterhaltung, die der dunkelhaarige Zauberer nach seiner Vorlesung führte. Eine junge Frau war an ihn herangetreten, um eine ihrer Erkenntnisse mit Cartwright zu teilen. Ryan kannte den Vorfahren gut genug, um zu erkennen, dass die Studentin ihn mit ihren Worten und Zeichnungen wirklich faszinierte. Eine große Leistung, wenn man Elijas Arroganz berücksichtigte. Von den Runen selbst verstand Goodwill nicht viel, weshalb er dem Gespräch der beiden Experten nur schwierig folgen konnte. Doch sein Verständnis genügte, um zu beschließen, dass es diese Dame war, die möglicherweise in der Lage war, dem Urahnen einige seiner Geheimnisse zu entlocken. Elija war arrogant und egoistisch, aber er hatte schon immer den Willen gezeigt sein Wissen an wenige auserwählte weiterzugeben. Seine Intention dahinter hatte Ryan nie ganz verstanden. Es war offensichtlich eine Form der Machtausübung. Er bot vielversprechenden Hexen und Zauberern Macht an und machte sie so von sich abhängig. Ob diese Schüler für ihn wertlos waren, oder ob sie seiner sonstigen Menschenverachtung entgingen, war ein bisher ungelöstes Rätsel. Doch wer immer Theresa Marisa Carvalho gewesen sein mochte. Sie könnte der Schlüssel sein, den Ryan gesucht hatte. Die Suche würde wohl weiterhin in Elijas Erinnerungen weitergehen. Offenbar war das nicht die letzte Begegnung von Theresa und Elija, letzterer beendete die Unterhaltung nämlich mit dem Angebot, dass die Studentin seinen Forschungen beiwohnen könnte. Der Hörsaal löste sich in schwarzem Nebel auf und Goodwill tauchte aus dem steinernen Becken auf. Die gefundene Spur war vielversprechend.
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Elija Cartwright
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Nichts ist komplizierter und verworrener als der Fluss der Zeit   So 19 Aug 2018 - 17:59


1842 – Ägypten, Tal der Könige – Grab von Amenhotep II

Seit einigen Jahren hatte sich der Professor für alte Magie bereits mit der Erforschung von ägyptischen Hieroglyphen beschäftigt, um eine mögliche Verbindung zu magischen Runen festzustellen. Es mittlerweile zweifelsfrei bewiesen worden, dass Hexen und Zauberer des alten Ägyptens mithilfe von Runen Magie praktiziert hatten und diese Runen in die Bildsprache des alten Volkes eingebunden worden waren. Gehäuft traten derartige Funde in und um das damalige Theben auf. Die bisherige Theorie, welche zumindest in Einzelfällen bestätigt wurde, ging davon aus, dass die Gelehrten der Runenmagie häufig im Dienste der mächtigen Herrscher des alten Ägyptens standen. Häufige Fundorte von derartigen Runen waren Pharaonengräber, aber auch alte Paläste und Tempel. Die Ägypter glaubten an ein Leben nach dem Tod und ihre Form der Bestattung sollte einen Übergang der Seele in das Totenreich, Duat, ermöglichen. Einem König stand dieser Übergang, der Mythologie nach, frei. Doch Cartwright war darauf gestoßen, dass nicht alle ägyptischen Könige diesen Tod erleben wollten. Viele Runen schienen darauf abzuzielen das Leben der besagten Pharaonen stark zu verlängern, oder sie unsterblich zu machen. Bisher ist kein Fall bekannt, in dem ein solches Unterfangen erfolgreich gewesen war, aber das bedeutete nicht, dass die Fehlversuche der ägyptischen Magier wertlos waren. Möglicherweise waren sie auf einem richtigen Weg und die Erforschung ihrer Arbeit könnte eine Vollendung besagter Unsterblichkeitsrunen zum Ergebnis haben. Das war der Punkt, an dem die Forschung des Professors momentan stand. Die Aushebung eines weiteren Grabes sollte neue Erkenntnisse liefern.
Die Forschung der letzten zwölf Jahre hatte Elija gemeinsam mit seiner Assistentin Theresa Marisa Carvalho betrieben. Sie war damals als Studentin in seine Forschungen eingestiegen und hatte sich in all den Jahren als einzige Bereicherung an Elijas Seite erwiesen. Er machte daher gar keine Versuche mehr, um sein Team zu vergrößern. Die Arbeit lieferte in dem besagten Duo die besten Ergebnisse. Am betroffenen Grab wartete bereits ein kleines Ausgrabungsteam, das die Grabkammern für die Forscher geöffnet hatte. Elija bezahlte diese Teams, um nach weiteren Kammern zu suchen, um an mehr Material für seine Forschung zu gelangen.
Mister Cartwright, wir haben sie erwartet“, stürmte der Leiter des Ausgrabungsteams dem Professor entgegen. „Miss Carvalho“, fügte er hinzu. „Gute Arbeit. Verschwinden Sie jetzt“, forderte Cartwright mit ruhiger Stimme. Die Männer hatten ihre Arbeit getan und würden mit ihrer Anwesenheit nur stören. Er konnte es nicht leiden, wenn seine Forschungsstätten von ungebildeten Hilfsarbeitern verunreinigt wurden, weshalb er sie während seiner Anwesenheit nicht zu Gesicht bekommen wollte. Stumm zustimmend, zog der Leiter des Ausgrabungsteams schließlich seine Leute ab, so dass die Grabkammern den beiden Forschern kurz darauf zur Verfügung standen.
Wir sollten in der Hauptkammer beginnen. Die Königskammern bargen stets die interessantesten Funde“, beschloss Cartwright das Vorgehen, während er an Theresas Seite das System aus Grabkammern betrat. Das Grab war kartiert worden, so dass die besagte Aufzeichnung Elija zur Navigation in die Königskammer diente. Der Zauberstab spendete unterdessen Licht. Schweigend zogen die beiden durch die Grabkammern, bis sie ihr Ziel erreichten. Nun galt es Strukturen ausfindig zu machen, die magischen Ursprungs waren. Die Reichtümer in der Kammer waren dabei eher uninteressant für die beiden Forscher. Sie strebten nach mehr als Gold. „Theresa, untersuchen Sie bitte die Wände.“ Eine Arbeitsanweisung, die die Arbeitsteilung bestimmen sollte. Cartwright wollte sich unterdessen dem Sarg von Amenhotep II widmen.
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William Gordon
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Nichts ist komplizierter und verworrener als der Fluss der Zeit   Do 18 Okt 2018 - 7:33

NPC Steuerung: Theresa Marisa Carvalho



In der Welt gab es viele Gerüchte, viele Mythen und Geheimnisse die vor langer Zeit entstanden und bis zur heutigen anhielten, sich jedoch wandelten und mit dem Glauben und der menschlichen Schwäche für das unperfekte Gedächtnis immer wieder neu geformt wurden. So auch die Legenden bezüglich der machtvollen Form der Runenmagie, welche vor tausend Jahren in ewige Vergessenheit geriet und heute nur noch das waren was die meisten als Inschriften im Fach alte Runen lernten. Doch es steckte sehr viel mehr dahinter, eine Magie die vor Macht und Nutzen nur so strotzte und darauf wartete wiederentdeckt zu werden von einem Menschen der die Fähigkeit besaß, dieses Potenzial für sich zu benutzen. Ihr Mentor Professor Cartwright und sie hatten sich lange mit den Mythen und Legenden herumgestritten, hatten Bücher gelesen und gewälzt, Theorien über Theorien getestet und sie waren ihrem Ziel näher als irgendwer sonst. Tatsächlich hatten sie erste Schritte gemacht und die ersten Formen der Runenmagie erkundet. Die höchste Form der Runenmagie jedoch blieb für sie ein Geheimnis, bis sie schließlich dahinter kamen, dass ein alter Meister in Ägypten jene mit ins Grab nahm. Es hieß, dass es eine Rune geben sollte, deren Preis und deren Macht sich ebenbürdig waren in dessen Bedeutung, etwas wofür Menschen ihre Seele verkaufen, vielleicht sogar ganze Familien opferten. Das Geschenk des ewigen Lebens, die Unsterblichkeit des Körpers. So hieß es zumindest, aber es gab auch Einschränkungen. Laut den Legenden gab es eine Rune deren Macht so groß war, dass wenn man sie auf den Körper schaffte zu integrieren, würde sie den Alterungsprozess völlig stoppen, der Körper würde sich sozusagen in einer Form der Stase befinden, jede Faser des Körpers würde ständig regeneriert werden. Jedoch machte es einen nicht unbesiegbar, man war auch weiterhin angreifbar und man konnte sogar getötet werden. Nur das Leben selbst, die Natur konnte einem nichts mehr anhaben. Wunden heilten sehr viel schneller, schwere Krankheiten die vom Körper produziert wurden, wurden durch die Rune eliminiert. Die Gesundheit war unangreifbar, außer durch äußere Einwirkungen.

Jenes Geheimnis versuchten sie zu finden und all ihre Recherchen hatten sie schließlich nach Ägypten geführt, in das Grab eines alten Pharaos dessen Geschichte nicht weniger tragisch und ironisch war, wie das eines jeden großes Herrschers welcher sich zu sehr profilierte und durch den Neid und den Ehrgeiz jener Thronanwärter unter ihm langsam gestürzt wurde. Seine Geschichte erinnerte einen stark an die von Cäsar und seinem Sturz durch seine engsten Vertrauten.

Theresa hatte in Ihrer Zeit mit Professor Cartwright eine Menge gelernt, sie waren weit gekommen und er hatte ihr bereits viel gelehrt was sie nun einsetzte, um ihnen beiden den Erfolg zu bringen nach dem sie sich solange sehnten. Sie war froh als die Forscher endlich das Weite suchten und die beiden alleine zurück in dem Grab ließen. Den Zauberstab mit einem Lumos entzündet, begab sie sich zu den Wänden und begann damit die Inschriften und Hyroglyphen zu studieren. Vieles wurde in einer bildhaften Sprache aufgezeichnet, jedoch anders als von Theresa und ihm erwartet. Es nahm einige Zeit in Anspruch die Inschriften zu entschlüsseln, sie musste dafür einen Zauber benutzen, den magische Krypographen verwendeten und eine Übersetzungstabelle anwenden, damit sie den Sinn hinter den Worten begriff und sie den Bildern an der Wand vernünftig zuordnen konnte. Glücklicherweise profitierte sie von ihrem disziplinierten Geist,der sich voll auf seine Aufgabe konzentrieren konnte. Nach fast ewiger Zeit die verstrichen war seitdem sie dort hinunter gestiegen waren, ergriff sie nach langem Schweigen endlich das Wort: "Professor Cartwright.", sagte sie mit einer leicht euphorischen Stimme, "Würden Sie kurz herkommen?", fragte sie in einem unterwürfigen aber sehr neutralen Tonfall. "Es ist so wie die Legenden behaupten die Geschichte jedoch wurde nicht wie wir vermutet hatten vom Sohn und Thronfolger des Amenhotep II aufgezeichnet, sondern von einem Chronisten seiner Zeit.", sagte sie und ging zum anderen Ende der Bilder, "Die Legenden sind alle wahr. Amenhotep II wurde zum Pharao gekrönt und kurz darauf verschwand er für eine lange Zeit. Man sagte ihm nach magische Fähigkeiten zu besitzen. Gerade als man seinen ersten Sohn zum Thronfolger und neuen Pharao ernennen wollte, kehrte Amenhotep II zurück zu seinem Volk. Jedoch ohne seine Männer und er wenn ich das hier richtig deute, stellte er sich auf ein großes Podest und gab bekannt, er sei von Horus gesegnet worden. Er hatte wohl ein neues Zeichen auf seinem Arm, das nicht aufgemalt sondern eingebrannt war. Er verkündete seine weitere Herrschaft und so wie es hier aufgezeichnet ist, überlebte er nicht vier seiner Söhne.", sie machte eine Pause und zeigte mit ihrem Finger auf zwei Zeichnungen die direkt nebeneinander an der Wand waren, beides baute aufeinander auf. "Sehen Sie hier Professor, man erkennt das ab hier ein neuer Chronist gezeichnet hat und dort drüben ist noch einmal eine solche Lücke. Wenn ich die Wände hier richtig betrachte, hatte es in seiner Herrschaftsperiode sechs verschiedene Chronisten gegeben, alle mit einem anderen Zeichenstil. Auch die Sprache hatte wohl mehrere Wandlungen. Sehen Sie hier, diese Hyroglyphen, sie haben die gleiche Bedeutung aber sind anders gezeichnet. Abwandlungen derselben Hyroglyphe." sagte sie und kehrte zu dem Punkt zurück wo sie aufgehört hatte, die Geschichte zu erzählen, "so wie ich es sehe und interpretiere, hat sein fünfter Sohn seine Unsterblichkeit als Fluch gesehen und er muss wohl sehr Wahnhaft und Machtgierig gewesen sein. Er führte kostspielige Kriege und sein Sohn erstach ihn eines Nachts von Ehrgeiz und Machtbegierde im Schlaf, um seinen Thron zu erhalten. Die Rune hat aufgeleuchtet auf dem Arm und verblasste plötzlich. Sein Sohn wurde nach diesen letzten Zeichnungen wegen des Mords am Pharao wohl auch hingerichtet und nur für seinen Vater wurde letztlich dieses Grabmal geschaffen.", erklärte sie ausführlich und wandte ihren Blick zu ihm, "wenn diese Aufzeichnungen stimmen sollten, würde das bedeuten, dass es die Rune des ewigen Lebens gibt. Ich habe bisher leider noch nichts gefunden, was auf ihre Art und ihr Aussehen schließen lässt. Nur das der Preis den Amenhotep II sehr hoch gewesen sein soll. Laut den Inschriften hat er mehrfach deutlich gemacht, dass er dafür seine Seele verkauft hatte. Aberglaube, kein Zweifel, wer weiß das schon.", sie hatte bis zu diesem Tage noch nie einen Menschen gehabt, den sie versuchte stolz auf sich zu machen. Professor Cartwright war eine Ausnahme, er hatte ihr Herz beflügelt, nicht mit Liebe oder dergleichen, sondern mit dem Anspruch eines Meisters, der ihr eine Herausforderung bot. Wahrlich hatte sie bereits feststellen müssen, dass es nicht leicht war, ihn zu erfreuen, ihn stolz zu machen. Es war selten das er ein Kompliment machte, aber das schätzte sie so sehr an ihm. Er war nicht leicht zu beeindrucken und forderte viel von ihr ab, so einen Mentor hatte sie sich immer gewünscht und durch ihn hatte sie so viel mehr gelernt als in ihrer ganzen Zeit an einer Schule.

Er war ein Mann der sie durch und durch faszinierte und auch wenn sie kein Interesse an ihm selbst hatte, hatte sie umso mehr Interesse an seinem umfassenden Wissensschatz, an seinen magischen Fähigkeiten und den manigfaltigen Talenten die er besaß. Er förderte sie, lehrte sie und das versuchte sie mit viel Arbeit, Mühe und Zeit zu erwidern und sich als würdig zu erweisen. Sie war sich sicher, durch ihn würde sie zu wahrer Größe aufsteigen und gemeinsam könnten sie sehr mächtige Zauberer werden, die ersten ihrer Art die die Runenmagie lehrten. Man würde sie in den Orden des Merlin einführen und ihnen alle Ehren zukommen lassen.

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Elija Cartwright
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Nichts ist komplizierter und verworrener als der Fluss der Zeit   Mo 10 Dez 2018 - 20:31


Konzentriert und gründlich untersuchte der Professor die Zeichnungen und Gravuren auf dem Sarg des Pharaos. Schnell war Cartwright zu dem Entschluss gekommen, dass jegliche Übersetzungsmagie und auch die mitgeführte Literatur keine Übersetzung ermöglichten. Die Zeichnungen auf dem Sarg unterschieden sich von denen, die die Wände zierten. Sie stellten keine Sprache dar, sondern erfüllten einen anderen Zweck. Eine genauere Untersuchung mit der Hilfe einiger Analysezauber offenbarte, dass diesen Schriftzeichen Magie innewohnte. Genauer betrachtet handelte es sich auch nicht um eine Vielzahl an Zeichen, sondern lediglich um ein einziges Symbol, welches sich stets wiederholte und in Ausnahmefällen den Eindruck erzeugte ein anderes Symbol zu sein. Cartwright kam jedoch zu dem Entschluss, dass diese anderen Symbole lediglich fehlerhafte Formen des Ursprungssymbols waren. Die Tatsache, dass diesen Symbolen kein gleichmäßiger Magiefluss innewohnte bestätigte die Theorie der fehlerhaften Ausführungen. Die Symbole auf dem Sarg waren nichts anderes als sehr alte Runen, die auch nach Jahrhunderten noch voller Energie waren. Kein Wunder, wenn man ihren Zweck bedachte und eben jenen Zweck konnten die Recherchen seiner Assistentin offenbaren.
Schweigend folgte er den Worten Theresas und näherte sich ihr, um dann gespannt ihren Ausführungen zu folgen. Seine Augen verfolgten die Hieroglyphen an der Wand, während Theresa ihre Bedeutung erläuterte. Wenige der Zeichen kamen Elija aus früheren Recherchen bekannt vor, was aber nicht bedeutete, dass er in der Lage war sie ohne Hilfsmittel zu entziffern. Dafür war die Bildsprache zu komplex und sein Wissen über diese zu gering. Doch seine Assistentin hatte die Erzählung hinter den Bildern bereits entschlüsselt und konnte ihm nun von der unglaublich mächtigen Entdeckung von Amenhotep II berichten. Es war die Geschichte eines Mannes, dem seine Macht zu Kopf gestiegen war, aber es war auch die Geschichte eines alten Zaubers, der fast verloren war und den es nun zu retten und zu untersuchen galt. Das Symbol, welches der Pharao einst auf dem Arm getragen hatte, fand sich an der Wand seiner Grabkammer nicht wieder. „Die Chronisten werden die Macht des Symbols gefürchtet haben. Der Aberglaube war stark in der damaligen Zeit“, vermutete der Forscher. Die Chronisten wären nicht in der Lage gewesen die Rune mit der nötigen Magie anzureichern, weshalb sie sie gefahrlos hätten Zeichnen können. Doch sie hatten natürlich nicht über das Wissen verfügt, welches Theresa und Elija zur Verfügung stand. „Der Pharao muss mit Zauberern im Bunde gewesen sein. Die alte Rune wurde an seinem Sarg hinterlassen.
Ein leichtes Nicken des Kopfes ordnete Theresa an, dass sie ihm folgen sollte. Der Professor näherte sich dem Sarg und deutete auf die Symbole, welche an vielen Stellen zu finden waren. „Es ist alles dieselbe Rune. In einigen Fällen fehlerhaft. Das hier scheint die richtige Ausführung zu sein“, Cartwright deutete auf ein Symbol. „Sie taucht am häufigsten aus. Die Magie ist in ihr am ausgeglichensten. Der Fluss ist nicht unterbrochen und in sich geschlossen. Schau sie dir genauer an!“ Theresa hatte von ihm gelernt den magischen Fluss in Runen sichtbar zu machen. Sie wusste ihn zu interpretieren und auf Schwachstellen und Vollkommenheit zu untersuchen. Sie wusste auch, wie man den Magiefluss nutzen konnte, um Runen aufzulösen, ohne dabei großen Schaden anzurichten. Elija trat vom Sarg zurück und ließ seiner Assistentin den Vortritt, während er seine Ausführungen fortsetzte. „Ich vermute, dass es die Rune aus den Erzählungen der Chronisten ist. Sie sollten den Körper des Pharaos auch nach seinem Tod konservieren.“ Nachdenklich betrachtete Cartwright den Sarg und wies Theresa dann mit einer knappen Handbewegung an zurückzutreten. „Es wäre interessant zu wissen, ob es funktioniert hat.“ Ein Schwung des Zauberstabs öffnete den schweren Sargdeckel und offenbarte die Mumie des Pharaos. Die Nachforschung erforderte, dass Elija mit einem weiteren Schwung des Zauberstabs die verschiedenen Schichten der Balsamierung öffnete, um dann auch vertrocknete, mumifizierte Haut schauen zu können. Die Leiche des Pharaos unterschied sich nicht von anderen Mumien des alten Ägyptens. „Die Rune hat scheinbar das Leben erhalten, aber ist nicht in der Lage den Körper zu erhalten. Weitere Nachforschungen werden bestimmt ergeben, dass der langlebige Mann dennoch optisch gealtert ist. Alles eine Theorie, die es zu überprüfen gilt.“ Ein stummer Zauber schloss den Sarg wieder und eine magische Feder übertrug die Rune und die Worte von Professor und Assistentin auf einen Notizblock. „Wir sollten die Rune in vertrauter Umgebung genauer untersuchen. Aber ich prophezeie Ihnen, dass wir hier ein bemerkenswertes Stück Geschichte vor dem Vergessen gerettet haben. Wie bemerkenswert wird sich noch herausstellen. Gute Arbeit Theresa!
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