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 [Hauptplot] Nichts ist komplizierter und verworrener als der Fluss der Zeit

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William Gordon
Mannschaftskapitän - Hufflepuff || Animagus
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BeitragThema: [Hauptplot] Nichts ist komplizierter und verworrener als der Fluss der Zeit   Mo 7 Mai 2018 - 19:41

NPC Steuerung: Teresa Marisa Carvalho



Magie war etwas das man nicht einfach nur stur und stupide nutzen sollte, sondern einem viel größerem Zweck zuführen sollte. Die meisten die mit Teresa gemeinsam auf eine Zauberschule gingen, lernten lediglich was nötig war, um sich später im Beruf und im Alltag halbwegs durchschlagen zu können, aber für Teresa war dieses Wissen noch lange nicht die Grenze des Erkennbaren. Die Magie - da war sie sich sicher - konnte noch für sehr viel größere Dinge genutzt werden, für Wunder die die meisten Menschen fürchteten oder nicht wahr haben wollten, weil es die Hexen und Zauberer auf eine ganz neue Existenzebene anheben würde. Ergo warfen beinahe 95 % aller jungen Hexen und Zauberer nach der Schule ihr Potenzial zuhause in die Mülltonne um sich eines Lebens voller Stupidität, Anerkennung und Heucheleien hinzugeben. Nichts daran war wirklich erstrebsam und auch wenn die Träume so einiger Schüler einmal eine große Hexe oder ein großer Zauberer zu werden ganz amüsant und rührend waren, so waren sie doch am Ende nicht mehr als das was man täglich die Toilette herunterspülte. Ja, einige mochten Teresa wirklich für eine Zynikerin halten, aber im Gegensatz zu vielen sah sie die Welt so wie sie wirklich war, dass betraf ebenso die Menschen die in ihr lebten. Das war auch einer der Gründe wieso sie sich am Ende ihrer Schullaufbahn dazu entschied vorerst keinen Beruf anzunehmen und sich nicht dem nächsten Zeitungsverlag wie dem Wochenpropheten an den Hals zu werfen. Nein, sie besuchte die königliche Akademie der Magie. Eine der vielen Einrichtungen im Land, wo Hexen und Zauberer hingehen konnten wie ähnlich wie in der Muggelwelt ein Studium durchführen konnten. Das aber im Gegensatz zu den Muggeln nicht verpflichtend war oder zu einem Abschluss führte. Nein, solche Einrichtungen gründeten auf dem eigenen Trieb Wissen zu erlangen, täglich selbstständig zu arbeiten, ohne Benotungen. Dorthin konnten sich Zauberer zurückziehen, die den Wunsch verspürten ihr Leben dem Studium und dem Streben nach neuen Arten der Magie zu widmen. Eine Trainingseinrichtung wenn man so wollte. Teresas Eltern hatten ihr den Vorschuss gegeben und tatsächlich gewährte man ihr Zutritt.

Wie alle Frauen draußen auf den Straßen, kleidete sie sich nach britischem Vorbild, wie eine Lady eben gekleidet sein musste. Ein schwarzes Kleid, eine kerzengeraden Haltung und eine neutrale Mimik wie man es zu dieser Zeit noch lernte. Teresa hatte den unendlichen Wunsch alle Arten der Magie zu erforschen, auch die vergessenen die über die Zeiten hinweg verloren gingen. Sie wollte die Wunder sehen und selbst vollbringen, von denen andere nur träumen würden und sie war dafür bereit über alle Grenzen des Möglichen hinauszugehen. Sie las jedes Buch was ihr unter die Finger kam und nur halbwegs eine vernünftige Wissensgrundlage lieferte. Die Geschichte Zauberei bot Hinweise auf alte vergangene Dinge die in Verbindung zu alter Magie stehen.Die gesamte magische Geschichte war wie ein gigantisches Puzzle, Teresa war davon überzeugt wenn sie nur die richtigen Teile zusammensetzte, könnte sie den roten Faden aufnehmen der sie direkt zu einem großen Geheimnis führen könnte.  

Mit einer zierlichen damenhaften Bewegung zog sie ihren Zauberstab aus der Halterung ihres Gürtels und ließ die Bücher in der Bibliothek jener Institution zu ihr fliegen die sie benötigte. Dabei zielte sie separat einmal auf jedes Buch und hielt sich streng an die Regel die ihr ihre Professorin damals beigebracht hatte in der Schule. Wenn möglich nonverbal zaubern. Mit dieser kleinen Faustregel konnte man - sofern man sie vernünftig und diszipliniert jeden Tag einsetzte -  seine Fähigkeiten durch eine große Vielzahl von Übungen trainieren. Das Gehirn und die eigenen Gedanken zu disziplinieren war ebenso eine harte anstrengende Arbeit, wie zu lernen wie man sich damenhaft und vor allem gesittet in der Öffentlichkeit verhielt. Schließlich durfte sich eine wahre Lady nicht die Blöße geben. Derartiges käme für sie überhaupt nicht in Frage. Für sie war die dsiziplinierte Übung von allen Bereichen der Magie das oberste Gebot und hier würde sie nicht nur das praktizieren, sondern auch dank ihrer eigenen Tagesplanung, ihr Eigenstudium vorantreiben und die alten magischen Runen erforschen, mit denen damals noch viel kraftvollere Zaber benutzt wurden. Zumindest glaubte sie fest an diese These und ganz erpicht darauf sie zu beweisen und damit eine neue Revolution der magischen Welt auszulösen.

Nachdem sie ihre Bücher alle korrekt und alphabetisch sortiert hatte, ging sie zu einem Vorlesungssaal, von dem sie wusste das es dort eine sehr interessante Vorlesung geben würde, die ihr vielleicht eine neue Spur oder neues Wissen offenbaren konnte. Kerzengerade setzte sie sich in die zweite Reihe auf eine harte unbequeme Holzbank und holte Feder und alle anderen nötigen Schreibutensilien heraus. Jedoch würde sie ihre Feder von selbst schreiben lassen um jegliche Tinten an Händen und Kleid zu vermeiden.

Aufmerksam hörte sie während der gesamten Vorlesung zu, erst als eine sehr faszinierende Frage gestellt wurde, hob sie ihren Arm. "Was glauben Sie, inwiefern uns die Geschichte der Muggel und ihre Mythologie eine Hilfe bei unserer Arbeit sein können", Theresa wusste diese Frage zu beantworten, sie wollte unbedingt ihre Meinung kunt tun  und erfahren was ein Gelehrter dazu sagte, wie der Professor der vorne stand.
"Die Mythologie der Muggle, beruht nachweislich zu einem gewissen Grad auf unserer Welt, bevor wir jene magischen Wesen vor ihnen verbargen und unsere Kräfte nur noch im Untergrund verwendeten. Die Muggle-Historiker und jene die der Mythologie ihr Augenmerk schenken, arbeiten sehr akribisch daran die alten Zeiten zu erforschen und die überlieferte Mythologie die dabei immer wieder entdeckt wird, ist für uns in manchen Fällen ein Hinweis wie Zauberer und Hexen vor Jahrhunderten lebten und welche Formen der Magien sie beherrschten und nutzen konnten. Ein bekanntes Beispiel für eine dieser verlorenen Formen ist die sogenannte Runenmagie. Ihr schreibt man sehr viel mehr Macht als der Stabmagie zu, doch ging sie mit den Jahrhunderten verloren, sodass heute nur noch Mythen und einige wenige Überlieferungen und schwache Zauber uns zur Verfügung stellen. Noch heute gibt es zum Beispiel viele Mythen über unerklärbare Zeichen die Muggle überall auf der Welt gefunden haben. Selbst heute noch ist es ihnen ein Geheimnis doch uns hat es einen wichtigen historischen Fund auf die Runensprache geliefert und wie ihre grundlegende Syntax funktioniert. Ihre Mythologie kombiniert mit unserem Fachwissen über Magie und magische Wesen, liefert den Grundstein für unsere Entdeckungen und Erforschungen. Wir profitieren also nur davon.",

führte sie lang und breit aus, wobei ein leichtes Getuschel im Hörsaal kurz anfing umher zu gehen und sofort wieder verstummte. Ihre leuchtenden grünen Augen waren auf den Professor vorne gerichtet, dessen Reaktion ihn wesentlich mehr interessierte, als jene die hier nur zuhörten und nichts dazu beitrugen. Die Vortragsweise und seine Leidenschaft die er da reinsteckte, waren zwar nicht ganz so offensichtlich, aber Teresa spürte jeden Atemzug seiner Leidenschaft, jede Welle die er ausströmte und jedes kleine Fünkchen Wissen, dass er in seinen Vortrag mit einfließen ließ.
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Elija Cartwright
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Nichts ist komplizierter und verworrener als der Fluss der Zeit   Mo 7 Mai 2018 - 22:50


‚Mythen und Geschichte der Muggel‘, schrieb ein schwebendes Stück Kreide an die Tafel des Hörsaals, während der unterrichtende Professor pünktlich in den gefüllten Hörsaal stürmte. Elija Cartwright trug ein gehobenes aber schlichtes Outfit aus teuren Stoffen. Cartwright platzierte seine lederne Tasche auf dem Rednerpult, bevor er sich mittig auf der Hörsaalbühne platzierte und seinen Blick auf die lernwilligen Hexen und Zauberer zu richten. Der dunkelhaarige Zauberer arbeitete in der historischen Fakultät der königlichen Akademie der Magie. Seine Forschungen widmeten sich alter und vergessener Magie. Die Fakultät beauftragte Cartwright diese Magie zu finden und zu verstehen. Cartwright selbst war darüber hinaus bestrebt diese Magie zu erlernen und ihr neues Leben einzuhauchen. Er galt als einer der erfolgreichsten Forscher seines Fachgebiets. Das hatte außerhalb der Akademie allerdings keinen besonders hohen Stellenwert, da die Bildung und Forschung der Akademie in der magischen Gesellschaft kein großes Ansehen genießt.  Auch Elijas Eltern und Geschwister waren von seiner Laufbahn nie überzeugt gewesen. Seine Frau hingegen unterstützte die Forschung ihres Mannes allerdings und war somit – neben seiner Leidenschaft für alte Magie – der Hauptgrund für seinen Ehrgeiz und seine gute Arbeit. Doch trotz des niedrigen Ansehens des Forscherzweigs, waren seine Vorlesungen stets gut besucht. Ein Umstand, welcher den Forscher ebenfalls durchhalten ließ und ihm die Hoffnung gab, dass die Forschung in der Zukunft eine andere Position in der Gesellschaft einnehmen würde.
Ich sehe ihre Gesichter und ich erkenne Begeisterung, Verwirrung, aber auch Ablehnung. Sie alle sind hier, weil sie etwas über alte Magie und deren Erforschung lernen wollen.“ Elija stand nur selten lange an einem Fleck. Langsamere und sichere Schritte trugen ihn langsam über die Bühne des Hörsaals. „Einige von Ihnen sind offen genug, um die Verbindung zu der heutigen Thematik zu erkennen. Andere sind gewillt sie sich zeigen zu lassen und wieder andere sind mit den Idealen aufgewachsen, dass Muggel und auch deren magische Nachkommen eine untergeordnete Rolle in der Hierarchie der Gesellschaft einnehmen.“ Der Blick des Metamorphmagus wanderte durch die Reihen. Es war den Anwesenden anzusehen, wer sich angesprochen fühlte und wer diese Meinung nicht vertrat. „Ich bin mit eben diesen Werten aufgewachsen. Doch ich habe mich von diesen Ketten befreit. Die Welt der Muggel öffnet uns viele Türen und ist für die historische Forschung unumgänglich. Außerdem – auch wenn es kaum zur Thematik gehört – ist es nie Blut, was Sie zu guten Hexen   und Zauberern oder auch Forscherinnen und Forschern macht. Leidenschaft und Fleiß führt Sie an Ihre Ziele. Wer nicht bereit ist seine Vorurteile abzulegen, sollte die Veranstaltung nun verlassen. Allen anderen wird eröffnet werden, was wir alles von Muggeln lernen können.“ Der Professor wartete einige Momente und eine ungewöhnliche Stille erfüllte den Hörsaal. Nicht eine Person verließ den Saal. Elija gab sich nicht der Illusion hin, dass ein jeder seine Vorurteile abgelegt hatte. Viele waren möglicherweise einfach eingeschüchtert. Doch der restliche Teil der Vorlesung könnte die Vorurteile der Zauberer und Hexen weiter lösen.
Was glaube Sie, inwiefern uns die Geschichte der Muggel und ihre Mythologie eine Hilfe bei unserer Arbeit sein können?“ Erneut erfüllte Stille den Saal. Es herrschte stets der Glaube, dass man nicht angesprochen wurde, wenn man sich möglichst wenig bewegte. Doch es war auch gar nicht Elijas Intention jemanden bloßzustellen. Stattdessen nickte er einer jungen Dame zu, welche sich freiwilligt meldete, um die Frage zu beantworten. Mit einem aufrichtigen Lächeln deutete der Forscher auf die junge Dame, als diese ihre Antwort beendet hatte. „Sehr gut! Wollen Sie diese Vorlesung fortsetzen?“, lächelte er, ohne eine Antwort zu erwarten. „Jeder von Ihnen, der der jungen Dame kein Gehör geschenkt hat, um sich lieber zu unterhalten, sollte sich fragen, ob er hier richtig ist. Die Antwort dieser Hexe enthielt mehr Intelligenz als viele von Ihnen jemals erlangen werden. Es ist eine Sache Ihrer Einstellung. Folgen Sie der Vorlesung oder kommen Sie nicht her. Niemand zwingt Sie hier zu sein.
Ohne weiter auf die Unruhen einzugehen, widmete sich der Forscher wieder dem wesentlichen. „Die Mythen der Muggel sind häufig nichts anderes als die Interpretation alter Magie aus der Perspektive eines Unwissenden. Den Muggeln fehlt das Verständnis von der Magie und daher suchen sie andere Wege, um magische Phänomene erklärbar zu machen. Die Mythen der Muggel sind Wegweiser, welche Sie erkennen und deuten müssen.“ Weiterhin stand der dunkelhaarige Zauberer nicht still. „Um Ihnen ein Beispiel zu liefern: Aktuell arbeiten wir an Forschungsstätten der Muggel in Ägypten. Wir haben starke magische Auren in einigen Ausgrabungsstätten gefunden und es wird nun erforscht, ob in die Wandzeichnungen und Hieroglyphen möglicherweise Runenzauber eingewoben wurden. Diese Runen müssen alten Zaubern entstammen und neben der Erforschung der Ausgrabungsstätten werden auch Aufzeichnungen aus dem alten Ägypten nach Hinweisen auf diese Runen untersucht. Hierbei sind vor allem die Interpretationsversuche von ungewöhnlichen Phänomenen durch die damaligen Muggel aufschlussreich.
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William Gordon
Mannschaftskapitän - Hufflepuff || Animagus
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Nichts ist komplizierter und verworrener als der Fluss der Zeit   So 20 Mai 2018 - 12:10

NPC Steuerung: Theresa Marisa Carvalho



Theresa war fasziniert von der Art des Professors, wie er stand, wie er sich kleidete aber vor allem von seiner absoluten Ehrlichkeit und der Art und Weise wie er seinen Vortrag hielt. Es zeugte von wahrlichem Mut und Kompetenz den Studenten einmal ihre Grenzen aufzuzeigen. Dabei wurde Theresa beigebracht, niemals ihre Begeisterung für einen Menschen offen zu zeigen oder sich schnell von jemandem in den Bann ziehen zu lassen. Sie war schließlich Tochter aus gutem Hause und hatte eigentlich einen Kodex an den sie sich zu halten hatte, der Engländer wusste das mit Sicherheit. Eine richtige Lady, eine Dame von Stand und Ehre, von Demut unter Gottes Gnaden, ziemte es nicht sich emotional vor einem fremden Mann derart zu entstellen. Neutralität, Distanz und Disziplin wurden ihr schon in früher Kindheit an beigebracht. Auf der Schule für Hexerei und Zauberei hatte sie gelernt diese Dinge im Alltag vernünftig umzusetzen.

Ihr Blick glitt leicht nach links, als sie einen männlichen Studenten neben sich bemerkte, der sie unentwegt anzustarren gedachte. Dieser Lüstling hatte absolut keine Manieren und ganz offensichtlich kam er nicht aus gutem Hause, damit war er für sie nicht weiter der Beachtung wert, wäre er nicht so unverfroren sie wirklich anzusprechen. Mit einem drei Tage Bart, wuschigen ungewaschenen Haaren und dicken Augenbrauen, lächelte er ihr mit einem Verführerblick zu. In den tiefen seiner Augen waren die primitiven Gelüste die er an ihr am liebsten ausleben wollte, abgebildet. Ja, man konnte es den meisten Männern ansehen, worauf sie hinaus wollten und dieser Kerl widerte sie einfach nur an. "Michael, Michael Nofork.", stellte er sich dreist vor und reichte ihr seine Hand, die sie  nicht einmal im Ansatz schütteln würde. "Theresa Marisa Carvalho, nicht erfreut.", er warf ihr einen ziemlich überraschten und bloß gestellten Gesichtsausdruck zu. Er wusste scheinbar nicht ob er wütend sein sollte oder ob sie einfach nur schwer zu haben spielte. Sicher war für sie nur eines, für ihn war sie überhaupt nicht zu kriegen.  Ein ganz schlimmer Finger, der auch noch hartnäckig an ihr klebte wie ein Blutegel. Etwas aus dem Gleichgewicht gebracht, rutschte sie auf der Holzbank hin und her, während sie darauf hoffte, dass er seine Annährungsversuche endlich unterbinden würde. "Dafür bin ich umso erfreute ihrer Bekanntschaft zu machen Theresa. Erlaben Sie mir, Sie heute Abend auszuführen?", fragte er und legte dabei seine mit Sicherheit ungewaschene Hand eines Flegels auf ihre Schulter. Jetzt reichte es aber! Heimlich zog sie ihren Zauberstab und sprach einen nonverbalen imperdimenta aus, der den Jungen als er gerade seine Hand von ihrer Schulter genommen hatte, bewegungsunfähig machte. Ohne große Bewegungen zu machen, steckte sie ihren Zauberstab wieder weg und lauschte dem Vortrag des Professors, wobei sie ihre Feder die wichtigsten Punkte mitschreiben ließ.

Als dieser seine Vorlesung schlussendlich beendete und alle Studenten gingen, warf sie dem Studenten der immer noch paralysiert war, einen giftigen Blick zu, grinste und zog erneut den Zauberstab. "Ich hoffe Mister, sie haben ihre Lektion gelernt. Wenn ich Ihnen einen Rat für ihr leibliches Wohl geben darf...rühren... Sie.... mich..... nie.... wieder.... an." mit diesen Worten erhob sie sich, blieb in der Bewegung noch einmal stehen und drehte sich noch einmal um, ehe sie ihn mit dem Zauberstab antippte und nonverbal den Zauber mit einem  Finite auflöste. Elementar. Zufrieden mit der Lösung, nahm sie ihre Tasche, packte ihre Feder und alles sehr sorgfältig ein, ehe sie nach vorne ging und dem Professor kurz zusah wie er seine Sachen sortierte. Sie lächelte kurz, ehe sie sich wieder einer neutralen Mimik bediente und zu ihm ans Pult trat. Sie nahm ihren Zauberstab und führte auf magische Weise die Kreise an der Tafel, um eine Rune mit vielen komplizierten Linien zu zeichnen. Sie galt als einer der kompliziertesten und wohl bemerkenswertesten Runen überhaupt, die von einem französischen Zauberer namens  Richard Olong gefunden und lange erforscht wurde, bis er kurz vor der Vollendung seiner Schriften bei einem Besenunfall verstarb. "Professor, erlauben Sie eine Minute ihrer Zeit. Diese Rune hier die Olong in seinen Schriften notierte, ist nicht vollständig. Es gibt vier anstelle von drei Linien, zwei senkrechte, eine diagonale und eine waagrechte. Würden sie nicht zustimmen, das die Linien an diesem Knotenpunkt durch eine weitere verbunden werden müssten, um den magischen Kreislauf der Rune zu vollenden? Immerhin strebt alles in der Natur nach einem ausgeglichenem System, wieso sollte es also bei Runen anders sein.Ich habe Olongs Theorien gelesen  und glaube, dass der Knotenpunkt den er suchte genau dort ist.", führte sie aus und ließ die Kreide einen kleinen Kreis zeichnen an den Fleck wo angeblich der sogenannte Knotenpunkt aller Linien sein müsste. Ihre Augen glitten zu dem Professor, mit selbstsicheren Blick schaute sie ihn an, ehe sie jeweils die gleiche Rune links und rechts an die Tafel nochmal malte. "Sehen sie hier, ich zeige ihnen zwei Varianten die Olong zeichnete. Die Linke Variante kann nur negativ funktionieren, weil es keinen Knotenpunkt gibt und weil diese diagonale Linie spiegelverkehrt ist. bei der rechten wiederrum ist es richtig, aber wenn ich das richtig sehe, müsste dort wenn überhaupt ein  Y - förmiges Symbol in die Kreismitte, so wie ich es als erstes einzeichnete. Nur so ergibt die Rune in ihrer eigenen Sprache wohl einen Sinn. Ich bin mir bei der Interpretation der Sprache und der magischen Eigenschaft dieser Rune jedoch unsicher, weil sie sehr alt ist und ich noch lange nicht soweit bin. Was meinen Sie Professor?", fragte sie und ließ die Kreise mit ganz sanften und ruhigen Bewegungen wieder auf ihren alten Platz zurückfliegen wo sie ruhend schließlich verweilte. Theresa war gespannt,was der Professor dazu sagte und welche Meinung er zu diesem Thema hatte.
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Elija Cartwright
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Nichts ist komplizierter und verworrener als der Fluss der Zeit   Mi 30 Mai 2018 - 19:10


Dem Magieforscher entging die Auseinandersetzung zwischen der jungen Hexe und ihrem Sitznachbar nicht. Obwohl er seinen Vortrag nicht unterbrach, behielt er die beiden genau im Auge. Zunächst bestand noch die Überlegung den aufdringlichen Herrn des Hörsaals zu verweisen. Die Lösung der bedrängten Hexe erfüllte jedoch ihren Zweck. Innerlich kam Bewunderung für die souveräne und spontane Lösung der Situation auf. Äußerlich war Elija jedoch nicht anzumerken, dass er überhaupt mitbekommen hatte, was geschehen war.
Er klärte die Studenten im Verlaufe des Vortags weiter über die Forschungen in Ägypten auf. Sie wurden informiert, dass das Team in den Runen auch einen Grund für die häufig gelungene Mumifizierung der Körper in den Grabstätten vermutete. Die alten Ägypter hatten an eine Form der Unsterblichkeit geglaubt. Ein Leben nach dem Tod. Es war also durchaus denkbar, dass Zauberer und Hexen des alten Ägyptens bemüht gewesen waren eine tatsächliche Unsterblichkeit zu erreichen. Natürlich gab es keine Beweise für ein Gelingen oder überhaupt ein Bestehen solcher Bemühungen. Doch um solche Dinge zu beweisen oder zu widerlegen, arbeiteten die Forscher schließlich an eben solchen Ausgrabungsstätten der Muggel. Natürlich nicht in Kooperation mit eben jenen. Eine Geheimhaltung der magischen Welt war natürlich dauerhaft gegeben.

Nachdem der Vortrag ein Ende gefunden hatte und die Studenten den Hörsaal verließen, nahm Elija seine Aufzeichnungen vom Rednerpult. Er hatte diese im Vortrag nicht genutzt, verzichtete jedoch nie darauf sich vor einer Lesung einige Notizen zu Dingen zu machen, welche er unbedingt ansprechen wollte. Alleine das niederschreiben der Inhalte sorgte oft schon dafür, dass er in seinen sehr frei vorgetragenen Reden alles einbaute, was er für wichtig befand. Die Notizen wanderten in eine alte Ledertasche, als er eine Stimme vernahm, die er an diesem Tag nicht zum ersten Mal hörte. Interessiert betrachtete der dunkelhaarige Zauberer die junge Frau und folgte ihren Worten zu jener Rune, die sie an die Tafel gezeichnet hatte. Ohne sie zu unterbrechen folgte er den Ausführungen der Hexe. Skeptisch betrachtete er die drei Varianten von Olongs Rune, bevor er sich zu der abschließenden Frage der Studentin äußerte.
Ich meine, dass Richard Olong sich unheimlich darüber ärgern würde, dass eine Studentin zu einem Ergebnis kam, dass er selbst sehr lange erfolglos gesucht hatte.“ Der durchaus hoch angesehene Forscher Olong hatte lange Zeit mit der Erforschung verschiedenster Runen zugebracht. Elija hatte sich allerdings nie die Zeit genommen, um alle seine Werke genauer zu betrachten. Seine Schüler hatten seine Arbeit nach seinem Unfall übernommen und Elija wollte mit einer Betrachtung der Forschung abwarten, bis diese brauchbare Ergebnisse lieferte. Dass ihm eben jene Ergebnisse von einer Studentin präsentiert wurden, hatte er dabei nie in Erwägung gezogen.
Diese hier wird vermutlich gar nicht funktionieren. Sie wäre nicht mehr als Vandalismus auf jeder Oberfläche, auf der man sie aufbringen würde“, bestätigte er die Überlegung zur ersten Rune. Sie wirkte unvollständig und improvisiert. Es war einfach diese als brauchbare Rune auszuschließen. Deutlich interessanter war die zweite Rune Olongs und die überarbeitete Variante der Studentin. Spontan konnte der Forscher keine Rückschlüsse ziehen. Er hatte sich zu wenig mit Olongs Arbeit beschäftigt.
Ich kann Ihnen die Frage nicht beantworten. Wie stehen Sie zu riskanten Forschungsmethoden?“ Mit einer bloßen Geste bat er die Studentin zurückzutreten, bevor er seinen Zauberstab hervorholte und die Rune von Olong auf dem hölzernen Boden des Hörsaales aufbrachte. Magie brannte diese in das tote Holz und doch schien dem Ergebnis keine Magie anzuhaften. Es benötigte keine weiteren Versuche, um feststellen zu können, dass diese Lösung unbrauchbar war. Das war aber auch zu vermuten. Schließlich war Olongs Arbeit nie abgeschlossen gewesen.
Nachdem Elija den Boden also repariert hatte, wurde die Rune der Studentin aufgetragen. Die Vervollständigung der Linien machte eine starke magische Aura spürbar. Ein leichter Schimmer lag auf den Linien der Rune und schien diese zu durchfließen. Der Forscher trat vorsichtig zurück und achtete peinlichst darauf die unbekannte Rune nicht zu berühren. Erst als er sich neben der Studentin befand, ließ er eines der Kreidestücke schweben, um es im nächsten Moment in den Wirkbereich der Rune zu befördern. Eine Explosion, welche sich auf den Bereich des magischen Symbols beschränkte, riss den Holzboden in Stücke und ließ ein dezentes Lächeln auf Elijas Lippen entstehen. Ein weiterer Zauber beseitigte den Schaden, bevor die Aufmerksamkeit des Zauberers wieder der jüngeren Hexe galt. „Behalten Sie diese Erkenntnis vorerst für sich. Sie haben eine Problematik gelöst, die fähige Forscher überfordert hat. Führen Sie einige Experimente durch. Veröffentlichen Sie Ihre Ergebnisse und genießen Sie die Gesichter jener, welche seit Ewigkeiten an dieser Problematik arbeiten.“ Die Forschung war kein hoch angesehener Bereich in der magischen Gesellschaft. Der Ruhm, den eine solche Erkenntnis brachte, war daher kein großer. Dennoch konnte sich die junge Frau mit derartigen Arbeiten einen Namen machen. Es war wichtig Erfolge vorzuweisen und aufzufallen, wenn man einem derart wenig respektierten Handwerk nachging. Die offensichtlichen Fähigkeiten der Hexe schienen dafür die perfekte Voraussetzung zu sein.
Wie ist Ihr Name? Sie schienen eine der wenigen zu sein, welche sich wirklich für den Vortrag interessiert haben. Sie machten den Eindruck, als würden sie die Botschaften verfolgen und nicht nur meine Worte wahrnehmen. Was interessiert Sie an der Forschung? Forscher haben es schwer in der Gesellschaft. Frauen umso mehr. Weshalb beschreiten Sie diesen steinigen Weg?
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