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 Abteilung für Fluchschäden

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Gwendolyn Sheperd
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BeitragThema: Abteilung für Fluchschäden   Fr 4 Mai 2018 - 21:14

Als Celina plötzlich verschwand, hatte ich alles mögliche versucht, um mehr über ihr verschwinden und die Umstände zu erfahren, doch ich fand nichts heraus.  Es waren nur Tage keine aber in diesen zwei Tagen gab es keine Spur von meiner besten Freundin. Kein einziges Lebenszeichen der jungen Frau, mit der ich, seit wir uns in der dritten Klasse fast die Köpfe eingeschlagen hatten, unzertrennlich war. Ich war in diesen beiden Tagen und vor allem im Nachhinein, als sie so lange im Krankenhaus lag, oft bei ihrer Familie gewesen, die ebenso unter ihrem Verschwinden und ihrem Zustand litt. Ich tat mir sogar Samuels arrogante Art an, auch wenn es mich viel Überwindung gekostet hatte, ihm keine reinzuhauen, wenn ich ihn gesehen hatte, aber der Gedanke an Celina hatte mich zurück gehalten.  

Dann tauchte sie an ihrem Geburtstag wieder auf. Mich hatte eine unglaubliche Erleichterung ergriffen. Sie lebte. Jedoch wollte ich unbedingt wissen, wie es ihr ging, als ich erfuhr, was ihr zugestoßen und dass sie entführt und von Pruecilla, die allgemein bekannt unter den Auroren war, kontrolliert worden war. Ich konnte mir nichts schlimmeres vorstellen, als den eigenen Körper nicht mehr unter Kontrolle zu haben. Dem ausgeliefert zu sein, was jemand anderes mich machen und sagen ließ wäre für mich die größte Hölle und meiner Meinung nach war der Tod angenehmer als das lange über sich ergehen zu lassen und keinen Ausweg daraus zu haben. Celina hatte diesen zum Glück bekommen und am liebsten wäre ich sofort ins Krankenhaus, aber man ließ keinen zu ihr. Was meine Sorge ihren Zustand betreffend nur noch ansteigen ließ. Ich hatte gehofft, dass man Matt und damit mich zusätzlich für diesen Fall ansetzt, sodass ich so schnell wie möglich zu ihr könnte, aber leider war diese Hoffnung total sinnlos gewesen. Ich hatte geflucht, doch es hatte nichts gebracht. Nachdem sie von Ryan Goodwill, den ich durch die Ausbildung bereits kannte, befragt worden war, hatte ich 2 Tage später endlich die Erlaubnis bekommen, sie besuchen zu dürfen. Ich war überzeugt davon, dass mir das Personal, das für sie zuständig war am liebsten den Hals umdrehen wollte, weil ich sie so genervt hatte, aber das war mir egal. Es ging hier um meine beste Freundin und ich hatte so einige Horrorgeschichten gehört über Leute, die unter Pruecillas Gewalt gestanden hatten. Ich wollte wissen, wie es ihr ging, musste mich vergewissern, dass sie wohlauf war.

Als ich - ohne zu klopfen - die Tür in ihr Zimmer aufriss, versuchte ich mir die Sorge in meinen Augen nicht anmerken zu lassen. "Was fällt dir eigentlich ein, mir so einen Schrecken einzujagen?" ich stellte mich mit verschränkten Armen neben ihr Bett und sah mit hochgezogener Augenbraue zu ihr herunter, wobei sich ein leichtes Lächeln auf meinen Lippen abzeichnete und meine Sorge nun doch deutlich zu sehen war. "Wie geht es dir? Und sei ehrlich." eindringlich sah ich sie an, während ich versuchte mit aufmerksamen Blick ihren Zustand einzuschätzen.  

Es war seltsam, sie - die, die sonst genau wie ich kein Blatt vor den Mund nahm und immer energisch, taff und selbstbewusst auftrat,  so zerbrechlich wirkend hier liegen zu sehen und ich spürte einen Stich. So wirkte nicht total fertig aber es waren viele große und kleine Kleinigkeiten, die eindeutig darauf hinwiesen, dass es ihr immer noch nicht gut ging. Wie sehr hatte das, was sie erlebt hat, sie gezeichnet? Ich konnte es nicht sagen und ansehen tat man Sowas auch meist nicht. Ich leugnete vor mir selbst die Angst die ich hatte. Die Angst, dass Celina durch das erlebte nicht mehr die selbe war, dass es etwas in ihr gebrochen hätte. Ich weigere mich, diese schleichende Sorge ernsthaft in Betracht zu ziehen. Celina ist schon immer stark gewesen und sie ließ sich nicht so einfach unterkriegen.
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Celina Recshire
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BeitragThema: Re: Abteilung für Fluchschäden   Sa 5 Mai 2018 - 1:03

Ich starrte unentwegt auf das Buch, was ich in der Hand hielt, wobei die schwarzen Buchstaben vor meinen Augen verschwimmen drohten. Seit drei Stunden saß ich nun aufrecht auf meinem Bett und machte nichts anderes als im Buch willkürlich herumzublättern. Ich konnte mich kaum konzentrieren. Immer wieder kam mir Pruecillas Stimme in den Sinn, wie sie mich vor zwei Tagen dazu gedrängt hatte, mich wieder auf ihre Seite zu schlagen, in dem ich Ryan und den anderen Auroren in den Rücken fiel.
Immer und immer wieder sprach sie auf mich ein, versuchte mich davon zu überzeugen, dass ihre Seite die bessere Wahl war, sodass ich mir ab und zu die Hände an die Schläfen presste, in der Hoffnung ihre Stimme würde allmählich verklingen. Glücklicherweise hielten diese Phasen nicht lange an, weswegen ich mich nach einer Weile um andere Dinge kümmern konnte, auch wenn meine Konzentration nicht ganz so auf ihrem Höhepunkt war.

Genervt klappte ich mein Buch zu und fuhr mit dem Zeigefinger am Buchrücken entlang, bevor die Tür mit einem lauten Knall aufflog und die wahrhafte Gwendolyn Sheperd im Rahmen stand. Natürlich konnte ich nicht leugnen, dass ich mich freute, sie zu sehen. Doch ihr lautes Auftreten und ihre Worte bereiteten mir ausnahmsweise mal Kopfschmerzen, weswegen ich kommentarlos nach meiner Wasserflasche griff und sie kurzerhand nach Gwen warf. Die Flasche rotierte mehrere Male um ihre eigene Achse, während sie durch den Raum flog bevor sie Gwen knapp verfehlte und gegen die Wand klatschte und platzte.
Halt die Klappe, ich hab Kopfschmerzen murrte ich, konnte mir jedoch ein leichtes Grinsen nicht verkneifen. Ich hab dich auch vermisst. Nachdem ich mein Gesicht zu einer Grimasse verzogen hatte, widmete ich mich ihren Fragen und rutschte nach hinten, damit ich mich an der Wand anlehnen konnte. Ihr musste ich schließlich keinen Stuhl anbieten - sie fand immer einen Platz, auch wenn sie sich einen beschaffen musste und benötigte keine Aufforderung. Mir gings schon mal besser aber zumindest höre ich nicht mehr stündlich Stimmen erwiderte ich ehrlich und erwiderte das Lächeln, welches mir Gwen schenkte. Kaum zu glauben, dass sie mir zeigte, wie sehr sie sich um mich gesorgt hatte.

Ich muss sagen, ich war fast schon enttäuscht, dass du nicht kamst und mich befragt hast. Ich dachte, du hättest mehr drauf und könntest deine Chefs dazu überreden, die Befragung durchzuführen Auch wenn ich mich im St. Mungos befand und ich noch nicht ganz fit war, konnte ich es lassen, Gwen einwenig aufzuziehen. So war schließlich unsere Art: Wir nahmen kein Blatt vor den Mund und konnten uns alle Kommentare um die Ohren hauen, ohne dass man die Befürchtung haben musste, der andere würde es persönlich nehmen.
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Gwendolyn Sheperd
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BeitragThema: Re: Abteilung für Fluchschäden   Sa 5 Mai 2018 - 2:08

Anscheinend war Celina von Herzen froh mich zu sehen, was man an ihrer so überaus freundlichen und liebreizenden Begrüßung erkennen konnte. Etwas überrascht wich ich der Flasche, die mir als Begrüßung entgegen kam und sah dieser kurz hinterher, als diese hinter mir an der Wand landete. Mein Blick glitt zurück zu Celina, eine Augenbraue skeptisch angehoben. "Was für eine herzliche Begrüßung. Ich fühle mich hier sofort gewollt. Willst du vielleicht noch etwas hinterher werfen, das war ein ziemlich trauriger Wurf. Dem wäre selbst meine Schwester ausgewichen." erwiderte ich trocken auf ihre Aktion und ihre Aussage. Jedoch senkte ich die Stimme zu einer leisen tonlage, woran man erkannte, dass meine Worte nur die üblichen freundschaftlichen Sticheleien waren.

Während sie sich aufrechter hinsetzte, nahm ich mir den Stuhl, der an der Wand stand und zog ihn näher an das Bett heran, sodass ich mich ans Bett setzen konnte. Die Furchen auf meiner Stirn vertieften sich, als mein Stirnrunzeln nach ihrer Antwort auf meine Frage zunahm. "Hörst du sie immer noch? Oder ist das so eine Art Nachhall?" hakte ich nach, während ich sie musterte. Sie schlief offensichtlich nicht gut, was mich aber nicht wunderte, vor allem wenn sie die Stimme der alten Schrulle immer noch hörte, da hätte ich auch kaum ein Auge zu bekommen. Ihre nächste Aussage zeigte und ihre Aktion von vorhin zeigten mir aber zumindest, dass sie sich nicht hatte unterkriegen oder brechen lassen und ihre Taffe Art nicht verloren hatte. Ich grinste bei ihren Worten und verdrehte die Augen. "Miller hat sich geweigert auch nur in Erwägung zu ziehen, dass ich dich befrage, weil unser Verhältnis zu eng sei. Ich glaube er wünscht sich manchmal, ich wäre entführt worden. Dann hätte er Ruhe." scherzte ich mit einem schiefen Grinsen. Ich hatte mehr als nur einmal gefragt und gedrängt.  Leider war Matthew Miller seinerseits ebenfalls ziemlich stur und ausdauernd, weshalb meine Versuche vergebens waren. Ich beugte mich auf dem Stuhl etwas vor und stürzte den Kopf auf einen ineinander verschränkten Händen ab, während ich Celina ansah. "Du siehst echt scheiße aus." stellte ich ziemlich direkt wie ich war fest. Dabei hallte aber weiterhin der besorgte Tonfall mit, den ich nicht los wurde.  "Wie viel schläfst Du." fragte ich, als mein Blick an ihren tiefen, schwarzen Augenringen hängen blieb. Sie schien schlecht zu schlafen und das wunderte mich nicht besonders, ich fragte mich jedoch, ob es Träume und Erinnerung an die Ereignisse wsren, die sie so quälten, oder die Stimmen, die sie erwähnt hatte.

"Übrigens will deine Familie morgen vorbei kommen. Da ich Samuel keine Sekunde länger ertrage und ihm die Eier abreiße, wenn ich noch einen seiner bescheuerten arroganten Sprüche höre, musst du da alleine durch." bis auf Samuel, waren ihre Geschwister wirklich eine angenehme Gesellschaft, aber eine solch große Familie auf einem Haufen, konnte nun mal sehr anstrengend sein. "ich hab die letzten Wochen recht viel Zeit bei deinen Eltern verbracht, sie waren recht froh um den Beistand und die Gesellschaft denke ich. Deine Brüder waren auch oft da. Es geht ihnen gut. Sie sind unglaublich froh, dass es die gut geht." erzählte ich ein wenig, was sie die letzten Wochen so verpasst hatte und wurde damit etwas ernster.
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Celina Recshire
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BeitragThema: Re: Abteilung für Fluchschäden   Sa 5 Mai 2018 - 13:22

Ich murmelte irgendetwas unverständliches als Antwort vor mich her, sah es jedoch nicht als notwendig an, auf ihre Worte zu antworten. Schweigend beobachtete ich, wie sie sich ebenso wie Ryan vor zwei Tagen kommentarlos einen Stuhl heranzog und sich an mein Bett setzte. Das alles kannte ich bereits. Zwei Wochen waren eine lange Zeit, wenn man in einem Krankenhaus lag und weder raus an die frische Luft noch durch das Gebäude laufen konnte, weil die Heiler die Befürchtungen hatten, man könnte rückfällig werden. In den zwei Wochen hatte ich schon so viele Heiler an meinem Bett sitzen gesehen und nun war die Zeit gekommen, in der auch meine Verwandten und Bekannten vorbeikommen konnten. Noch mehr Fragen, die ich beantworten sollte. Noch mehr "Wie geht es dir, geht es dir gut?". Noch öfter diese besorgten Blicke und das Tuscheln in den Reihen. Ich konnte mir gut vorstellen, dass meine Mutter Angst haben könnte, ich würde nicht mehr ich selbst sein. Mein Vater würde mir unter die Nase reiben, dass all das nicht passiert wäre, wenn ich nicht in der Eisdiele gearbeitet hätte. Und meine Brüder? Unterschiedliche Reaktionen.
Sowohl als auch, denke ich. Ich höre manchmal ihre Stimme und die Worte, die sie vor zwei Wochen an mich gerichtet hat. Aber ich habe die Befürchtung, dass sie immer noch einen Teil von mir in ihrer Macht stehen hat. Als Ryan da war, hat sie sich wieder gemeldet. Zwar nur leise und im Hinterkopf aber sie wollte eindeutig, dass ich mich gegen ihn stelle. Dass ich wieder für sie arbeite und ihn ihr ausliefere. berichtete ich ihr und starrte ihr fest in die Augen. Dafür war ich Gwen dankbar: Ich konnte ihr so etwas erzählen, ohne die Befürchtung haben, sie könnte vor Sorge aus ihrer Haut fahren und mich daran hindern in weniger als zwei weiteren Wochen das Krankenhaus zu verlassen. Ich musste hier endlich raus. Ich brauchte die frische Luft, das Leben um mich herum, das alltägliche Leben. Weitere Tage in dieser Isolierung, die ich hier nicht verbringen musste, würde ich nicht überstehen.

Als sie ihren Ausbilder erwähnte, musste ich augenblicklich schmunzeln. Es gab Dinge, die änderten sich einfach nicht. Und dieses Verhältnis zwischen Miller und Gwen gehörte dazu. Sie waren so unterschiedlich, hatten aber auch laut meiner besten Freundin - schließlich kannte ich ihn nur durchs Hören Sagen - doch ein paar Charakterzüge, die sich ähnelten. Und ich auch fügte ich mit einem leichten Lächeln hinzu, bevor dieses jedoch wieder erlosch. Nein, das ist eigentlich nicht lustig. So etwas wünsche ich niemandem. Nicht mal meinem Feind Stumm wandte ich meinen Blick ab, nachdem Gwen sich einwenig vorbeugte und das Offensichtliche ansprach. Langsam hob ich meine rechte Hand und berührte meine beinahe vollkommen ausgetrockneten Lippen, die trotz des Wassers, welches ich regelmäßig zu mir nahm, immer noch tiefe Risse offenbarten. Ich wusste, dass ich kreidebleich war und ich hatte nicht selten meine tiefen Augenringe im Spiegel gesehen. Ich weiß Ich fand momentan keine passende Konter, die ich ihr zurückschicken konnte, immerhin zeigte mir die Reaktion auf mich nur zu deutlich, dass ich immer noch nicht die selbe Celina war, die vor zwei Wochen die Eisdiele verlassen hatte, um zurück nach Hause zu gehen, bevor sie überfallen worden war.
Die Reaktionen auf mein Aussehen fielen immer gleich aus. Wenn man mich zuvor noch nicht gesehen hatte, trat man meist sehr entspannt ein, kam auf mich zugelaufen und blieb entweder auf der Hälfte des Weges kurz stehen oder hielt für einen Augenblick die Luft an, wenn man mich sah. Ich wusste nur zu gut, dass die leicht eingefallene Haut sehr ungesund aussah aber andererseits hatte ich auch Tage nach der Entführung kein Bissen zu mir nehmen können, bis ich an einem Tag endlich wieder zu einem Suppenlöffel gegriffen hatte. Ich brauchte Zeit um mich wieder herzustellen. Aber ganz sicher nicht in der Abteilung für Fluchschäden. Gwen, behandel mich nicht so als wäre ich aus Glas oder als wärest du meine Mutter. Ich schlafe circa Zwei Stunden in der Nacht. Höchstens drei Ich konnte ihr nicht mit einer Lüge gegenübertreten, damit sie sich weniger Sorgen machte. Allgemein war ich eine, die immer mit der knallharten Wahrheit anrückte. Meistens war die Wahrheit sowieso interessanter als eine aufgetischte Lüge.

Mhh Weniger begeistert reagierte ich auf die Neuigkeit, dass meine komplette Familie morgen vorbeikommen wollte. Zwar war Anthony mit seinen 16 Jahren der jüngste, weswegen ich hoffte, dass sie zumindest den Respekt hatten und mich nicht komplett mit Fragen bombardierten. Hättest du ihn nicht in den letzten Tagen einfach zur Adoption freigeben können? Verärgert über meine Denkweise, dass ich ihn wohl nicht vermissen würde, biss ich mir auf die Zunge. Ich konnte Samuel nicht ausstehen - das war kein typisches Geschwistergezanke, was wir uns meistens lieferten. Wenn es nach mir ginge, hätte ich ihn bereits mit 14 Jahren mit der Eulenpost nach Rumänien zu den Drachen transportiert. Meinetwegen hätte ich es auch höchstpersönlich getan. Danke, Gwen. Ich mach das morgen schon alleine. Ihr Auroren habt momentan größere Probleme als eine zehnköpfige Familie erwiderte ich und konnte meine Gedanken nicht von der Aurorenzentrale ablenken. Zwei Tage hatte ich nun Zeit gehabt um mich mit dem Beruf weiterhin auseinander zu setzen. Mrs. Harris hatte mir freundlicherweise immer wieder Bücher vorbei gebracht, auch wenn sie mir jedes Mal einen sehr argwöhnischen Blick zugeworfen hatte. Aber ich konnte nichts gegen mein aufkommendes Interesse gegenüber dieses Berufes tun. Ich wollte Menschen helfen, damit sie nicht das durchmachen mussten, was ich nun liebevoll "Meine persönliche Hölle" nannte. Gibt es sonst irgendwas Neues, was ich wissen sollte?
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Gwendolyn Sheperd
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BeitragThema: Re: Abteilung für Fluchschäden   So 6 Mai 2018 - 21:20

Das mit der Flasche war für uns ebenso schnell geklärt wie es aufgekommen war. Ich hob die lediglich noch auf und stellte die zurück auf ihren Beistelltisch neben dem Bett, bevor ich den Stuhl heran zog und mir anhörte, was Celina auf meine Frage erwiderte. Ihre Worte sorgten dafür, dass sich mein Stirnrunzeln vertiefte und ich mich fragte, wie lange das noch anhalten würde. "Shit..." fluchte ich murmelnd und strich mir die Haare, die ich immer, wenn ich nicht arbeiten offen trug, aus dem Gesicht. "Und hast du sie seit dem nochmal so gehört wie bei Ryan.. vielleicht haben die die Rune nicht richtig zerstört." spekulierte ich und musterte sie. "Darf ich die Stelle mal sehen?" fragte ich nach. Ich war zwar direkt und manchmal etwas zu indiskret aber ich würde sie nie ohne ihre Erlaubnis andatschen. Alleine schon, weil sie mir auch in ihrem jetzigen Zustand dafür eine verpasse würde und ich hätte es in dem Fall vollkommen verdient. Jedoch kam ich nicht mal auf die Idee, deshalb jetzt den Leuten im Krankenhaus Bescheid zu sagen oder ähnliches. Das würde ich überhaupt nicht helfen. Ich kannte sie und sah, dass sie es hier nicht mehr sehr viel länger aushielt. Außerdem könnte sie es nicht gebrauchen, dass am Ende wegen sowss ihre Glaubwürdigkeit angezweifelt werden würde. Schließlich war sie eindeutig zu selbst und nur weil eine alte Frau ihr ab und an Sachen ins Ohr flüsterte, würde sie nicht auf sie hören.

Als ich mit ihr über Matt sprach, fühlte ich mich durch ihre Reaktion eindeutig bestätigt, dass sie sie war. Dieses amüsierte, wissende Lächeln über das so diskussionsfreudige, bissige Verhältnis zwischen Matthew und mir hatte sie oft drauf. Dabei wusste sie nicht, wie anstrengend und zum Haare raufen das manchmal war! Jedoch erkannte ich daraufhin auch, wie furchtbar diese "nur 2 Tage gewesen sein müssten. 48 Stunden. Eigentlich nichts, wenn man bedachte, wie schnell zwei Tage an einem virbei zogen. Jedoch musste einem jede Sekunde wie Ewigkeit vorkommen, wenn man immer wieder versuchte, die Kontrolle über seinen Körper zu behalten und immer wieder scheiterte und sah, wie der eigene Körper, in dem man gefangen war, etwas ganz anderes tat. Es schüttelte mich innerlich bei dieser Vorstellung und ich war erneut unglaublich froh, dass Celina oder raus geholt worden war und das Gott sei dank lebend, was mit Blick auf die Opfer keine Selbstverständlichkeit war. "Ich lass mir sicher nicht von dir vorschreiben, wie viele Sorgen ich mir um dich zu machen habe." erwiderte ich schnaubend. Denn ihre Antwort machte es nicht gerade besser. Das ganze quälte sie, auch wenn sie alles tat, um es nicht zu zeigen.  Das würde ich genauso machen und mich ebenso über die nervige Sorge und das noch nervigere Mitgefühl aufregen. Aber mir war es egal dass sie das nervte. Sie würde es überleben und ich würde ihr hoffentlich irgendwie helfen können, das so schnell wie möglich zu verarbeiten.  

Dann kamen wir auf ihre Familie. Die Menschen, die sich neben mir wohl die meisten Sorgen um sie machten. Naja. Die meisten aus ihrer Familie zumindest. Zu dem Teil, dem es eher egal war, kamen wir als nächstes. "Habs versucht und Flyer verteilt. Ihn wollte keiner." gab ich trocken zurück, während mein linker Mundwinkel leicht zuckte und meine restliche Mimik sonst ernst blieb. Ihr Bruder war wirklich ein ausgewachsenes Arschloch erster Klasse. Arrogant, selbstverliebt, egozentrisch, überheblich, unhöflich und unfreundlich.  Vor allem mir gegenüber.  Schließlich war ich in seinen Augen nur eins Schlammblut und es gar nicht wert, mich Hexe nennen zu dürfen. Letzendlich hatten ich es Menschen wie ihm zu verdanken, dass ich so abgehärtet und hart geworden war, doch dass ich schon als Kind temperamentvoll gewesen war, hatte mir eindeutig geholfen. Es war immer sehr deprimierend gewesen, wenn man sowss zu hören bekam, vor allem als Kind und leider kam Sowas eben immer vor. Aber nachdem ich der zweiten Person die das mal zu mir sagte, eine verpasst hatte, ganz ohne Zaubrstab und Magie, hatte sich kaum einer mehr getraut, mich deswegen rubter zu machen von denen, die es so gerne taten. Das war die Strafe wert gewesen.

Mit einer abwehrenden Handbwegeung lehnte ich mich zurück. "Ach. So schlimm ist es nicht. Leider. Denn wir wissen ja über diese alte Schachtel kaum was. Sonst könnten wir da ja mehr machen. Und sonst... ist es halt das übliche." werte ich ab. Es war wirklich deprimierend für alle Auroren. Pruecilla hatte mit dieser Aktion ihre Macht demonstriert und wir waren machtlos, denn wir wussten fast nichts und bekamen sie nicht zu fassen. "Julie hat nach die gefragt, ich hab ihr erzählt, du hattest einen Unfall und bist im Krankenhaus. Sie hat sich einen Knochenbruch oder Sowas zusammen gereimt und dir ein Bild gemalt." mir fiel dieser Fakt dank ihrer Frage wieder ein und ich beugte mich runter zu meine Tasche, um das Bild aus dieser heraus zu holen. Dort stand in krakeliger Kinder Schrift - sie hatte mit der Hilfe meiner Mutter die Buchstaben gemalt - "Gute Besserung" und ein großes buntes Herz mit einem Regenbogen drüber war zu sehen. Schmunzelnd reichte ich ihr das Bild. "Sonst...Alles Wie immer. Miller und ich haben ab Morgen einen neuen Fall. Aber sonst alles wie immer." meine Augen funkelnden voller Tatendrang und Abenteuerlust, als ich den neuen Fall erwähnte und sie dabei leicht lächelnd ansah.
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Celina Recshire
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BeitragThema: Re: Abteilung für Fluchschäden   So 6 Mai 2018 - 22:58

Ich ließ mir nicht anmerken, wie sehr ich es hasste, dass ich mich nochmal an die wohl schlimmste Zeit meines Lebens erinnern musste, um die Fragen meiner besten Freundin beantworten zu können. Für einen Moment schlieg ich und ging in Gedanken noch einmal die letzten Tage und Stunden durch, bevor ich ein schwaches Kopfschütteln andeutete. Nein. Nicht so intensiv und laut wie bei der Befragung. Ansonsten waren es nur Träume, die ich hatte aber ich glaube kaum, dass Pruecilla für meine Träume verantwortlich war. Ich war auf dem besten Weg, die ganzen Geschehnisse zu verarbeiten. Sei es in Gedanken oder nachts, wenn jeder am Schlafen war und ich in meinem Zimmer auf und ab ging, weil ich sonst von den Albträumen geplagt werden würde, wenn ich nur kurz die Augen schloss. Doch diese Verabeitung wurde zunichte gemacht, wenn nun auch meine Familie morgen alles haargenau wissen wollte, was mir zugestoßen war. Ich machte Gwen keinerlei Vorwürfe - sie war Aurorin. Ich an ihrer Stelle wäre genauso erpicht darauf gewesen, alles bis ins kleinste Detail zu erfahren. Wie es eben nur möglich war, weswegen ich sie nicht daran hinderte, weiter zu fragen. Die paar Fragen würde ich noch überleben.
Als sie mich nach der Stelle fragte, an der die Rune festgebrannt war, drehte ich ihr den Rücken zu, um mein Oberteil kommentarlos auszuziehen und mein linkes Schulterblatt zu entblößen, auf dem vor allem eine durch ein Heilzauber halbwegs verheilte Brandnarbe zu sehen war. Auch wenn sie regelmäßig durch Salben und Zauber behandelt wurde, würde sie wohl nie vollkommen verschwinden - ich würde mich durch sie jedes Mal an diese Tage erinnern, an denen ich keine Kontrolle mehr über mein eigenes Tun, über meinen eigenen Körper gehabt hatte. Ich bin froh, dass die Narbe auf meinem Schulterblatt ist. So muss ich sie nicht jeden Tag sehen Ich schaute bewusst nie in den Spiegel, wenn ich mich umzog - meistens rief mir die Narbe Bilder meiner Befreiung in den Kopf. Bilder von den Organhaufen, von Unmengen an Blut und vor allem den Schreien der Kinder, die ich immer wieder versucht hatte aus dem Kopf herauszubekommen.
Schweigend wartete ich darauf, dass Gwen mir ein Zeichen gab, dass ich mir das Oberteil wieder anziehen konnte. Erst dann drehte ich mich wieder zu ihr um und steckte meine Beine unter die Bettdecke. Es ist wirklich öde hier Seufzend sah ich mich um - ich kannte dieses Zimmer mittlerweile in- und auswendig. Natürlich konnte ich in Begleitung auch das Zimmer verlassen aber kaum sprach ich die Welt außerhalb des St. Mungos an, entfernten sich alle Heiler möglichst schnell und riefen Mrs. Harris zu mir, die für mich verantwortlich war und auch verantwortlich dafür war, mir zu sagen, dass ein Ausflug nach draußen aktuell noch nicht möglich sei.

Natürlich wollte ich ihr nicht vorschreiben, wie sehr sie sich Sorgen machen sollte. Aber irgendwann ging mir alles gegen Strich. Will ich auch nicht aber glaub mir - du willst nicht jeden Tag diese bemitleidenswerten Blicke sehen, diese ganze Fragerei hören, wie es mir geht. Die Leute hier achten darauf, wie viel ich esse. So, als wäre ich erst 8 Jahre alt und nicht 18. Dass ich hier endlich raus wollte, merkte man mir deutlich an. Allein, dass es Tage gab, an denen ich noch nichtmal das Bett verließ, weil hier sowieso nichts spannendes passierte. Die anderen Patienten in der Abteilung für Fluchschäden waren teilweise verrückt oder sie hatten enorme Fluchschäden, dass man sich noch nichtmal mit ihnen unterhalten konnte. Erst letztens hatte ich eine Frau im Flur getroffen, deren Gesicht so aufgequollen war, dass sie keinen einzigen Ton von sich geben konnte.
Schade, dann muss ich mich wohl so lange mit ihm rumschlagen, bis er ausversehen auf einer seiner Expeditionen als angehender Fluchbrecher verschollen geht. Oder er verliebt sich unsterblich in eine Inderin und vergisst uns einfach...Ein einfacher, schiefgehender Vergessenszauber dürfte auch ausreichen. Samuel war wirklich mit Abstand der einzige aus meiner Familie, der mich regelmäßig wütend machte. Seien es seine dämlichen Sprüche oder seine Vorurteile gegenüber anderen Menschen, die nicht dem entsprachen, was er sehen wollte. Nur leider hatte er tatsächlich zwei, drei Leute gefunden, die ebenfalls so waren und die er zu seinen Freunden zählte. Solche Primaten lebten eben immer in Rudeln.

Ich war relativ froh darüber, dass Gwen auf meinen Themenwechsel einging und mir erzählte, was in den letzten zwei Wochen noch so passiert war, schließlich war keine einzige Eule zu mir hindurch gedrungen. Ich hatte in den letzten Tagen wie in einer Hülle gelebt, völlig abgekapselt von allen, die ich kannte und die ich liebte. Richte deiner Familie - besonders Julie - liebe Grüße aus Mit einem leichten Lächeln bei dem Namen nahm ich das Gemälde entgegen, wobei mein Lächeln etwas breiter wurde, als ich sah, was sie mir gemalt hatte. Danke Immerhin malte Julie etwas, was man selbst auf den ersten Blick erkennen konnte. Die Kinder meines Bruders malten mir teilweise ein chaotisches Gekritzel, was ich beim besten Willen noch nichtmal dann erkannte was es sein sollte, wenn sie es mir haargenau erklärten. Einen neuen Fall? Neugierig richtete ich mich auf und verlangte mit einem einzigen Blick, den Gwen nur zu gut von mir kannte, wenn sie von Fällen berichtete, dass sie mir davon erzählte. Doch mittlerweile war es nicht nur reine Neugierde an dem Adrenalin, den Gwen während ihrer Ausbildung erhielt. Ich war nun ebenfalls interessiert daran, genau so etwas machen zu können. Ich war mir nur nicht sicher, ob und wann ich es Gwen erzählen sollte. Erzähl
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BeitragThema: Re: Abteilung für Fluchschäden   Mo 7 Mai 2018 - 13:04

Manchmal war ich durch meine  Neugierde und meine direkte Art nicht besonders einfühlsam und es fiel mir erst im Nachhinein auf. So war es auch jetzt. Ich hatte zwar nicht das Gefühl, dass Celina darunter litt, aber sie ließ sich Sowas nie anmerken.  "Sorry... Ich erinnere dich durch meine Fragerei daran. Du solltest mir direkt sagen, wenn mein Einfühlungsvermögen mal wieder zu wünschen übrig lässt." wäre sie nicht zu stolz, um ihre eigene Schwäche zu zeigen, würde sie das auch, aber so war es ihr anscheinend wichtiger, stark zu wirken. Ich gab nur sehr ungern zu, dass ich es genauso handhaben würde. Danach erlaubte mir Celina, ihre Narbe genauer zu betrachten. Ich rückte  näher ans Bett und saß nur noch auf dem Rand des Stuhls, während ich das, was von ihrer Erfahrung übrig war, eingehend betrachtete. Es war nur die Brandnarbe zu sehen und ich erkannte keine wirklichen Runenreste mehr. Ich hob eine Hand. "Darf Ich?" fragte ich sie, bevor ich vorsichtig über die Narbe fuhr. Die Haut dort war rauer und man spürte die Erhebung, aber das war bei einer Brandnarbe ja vollkommen normal. Es war nichts außergewöhnliches zu sehen oder zu spüren. Ich zog die Hand wieder zurück. "Hmm, nichts zu sehen. Wir beobachten das einfach." meinte ich und signalisierte ihr mit meinen Worten meine Unterstützung und Hilfe. Ich würde für sie da sein und aufpassen, wie sich das entwickelte und ihr in den Hintern treten oder ihr aufhelfen, wenn sie fiel. Je nachdem, was sie gerade brauchte.  Ich setzte mich wieder normal auf meinen Stuhl und entfernte mich von ihr, sodass sie wusste, dass sie das Oberteil wieder anziehen könnte.

Ihre Kritik an der Langweile, die sie in ihrem Krankenzimmer überkam,  konnte ich sehr gut nachvollziehen. Ich würde hier drin ebenfalls verrückt werden, es gab ja gar nichts zu tun. "Deine Muggelstämmige beste Freundin schmuggelt dir morgen wenn deine Familie weg ist mal ein kleines schickes Gerät hier rein, das nennt sich Tablet und ist perfekt dafür geeignet, mehrere Stunden wie Minuten verstreichen zu lassen." ich würde morgen schon eine halbe Stunde finden, in der ich bei ihr vorbei schauen könnte. Dann würde ich ihr mal Netflix ans Herz legen. Ich war überzeugt, dass ihr das gefallen würde und grinste sie dementsprechend breit an. Ich freute mich wie ein kleines Kind an Weihnachten je der Vorstellung, wie sie es finden würde. Leider würde ich bis morgen warten müssen, um das herauszufinden.  

Danach kamen wir zu Celinas Problem mit meiner Sorge. Ich konnte wirklich sehr gut nachvollziehen, wie anstrengend und nervig sie das fand. Ich verzog das Gesicht bei ihren Worten. "Gott, wie nervig. Ja. Ich versteh ja, dass du es hasst. Vor allem, wenn die dich hier so übertrieben wie ein rohes Ei behandeln. Ich fände es genauso nervig." erklärte ich und seufzte. "Aber es wird hoffentlich einen Sinn haben. Und meine Sorge kann ich nicht abstellen. Aber ich behandle dich deshalb nicht anders. Falls doch, kannst du mir das gerne vorwerfen." Ich hoffte sogar, dass sie es mir vorwarf, wenn ich sie deshalb anders behandeln sollte. Das wäre ziemlich heuchlerisch von mir, es selbst nicht ausstehen zu können, wenn man mich andere behandelte, aber es dann selbst genau so zu tun. Jedoch vertraute ich  Celina zu 100 Prozent, dass sie es mir klipp und klar sagen würde.

Ihre Worte ihren Bruder betreffend ließen mich auflachen. "tragische Vorstellung. Eindeutig eine Abschiedsfeier wert, falls er verschwindet. Mit einem großen "Hurra, er ist weg"-Schild." Ich grinste frech. Ich fand es schade, dass Samuel so ein Arschloch war, denn er war nun mal immer noch ihr Bruder, aber ihn wollte man wirklich nicht als Familienmitglied. Zumindest hatte sie noch andere und wirklich tolle Brüder  und hatte nicht nur ihn am Hals als einziges Geschwisterteil. Julie entwickelte sich ja zum Glück bisher zu einem sehr fröhlichen, guten und freundlichem Menschen. Das zeigte sie unter anderem auch durch ihr Geschenk an Celina, über das sie sich wirklich zu freuen schien. "Mach ich. Ma meinte du sollst vorbei kommen, soweit du hier raus bist und sie hält bei ihren ehemaligen Kollegen die Ohren offen nach Fällen von verschwundenen Kindern und Personen. Keine Ahnung, ob es etwas bringt, aber je mehr Info-quellen desto besser." meinte ich und streckte mich etwas. Ich konnte einfach schwer lange still sitzen. Die Energie summte in meinem Inneren und der Bewegungsdrang war immer da.

Celinas Frage nach meinem neuen Fall ließ mich grinsen. Wobei sie mir heute noch neugieriger und gespannter schien als sonst, was ich jedoch auf ihre derzeitige Langeweile schob. Ich erzählte ihr immer gerne davon und auch jetzt funkelten meine Augen voller Tatendrang. "Wir sind undercover als Verkäufer in einem Laden. Der Besitzer wird verdächtigt, schwarze Magie zu nutzen, aber es gibt keine handfesten Beweise. Wir sind ein Pärchen aus Frankreich auf Weltreise, dass sich in seiner Zeit in England etwas dazu verdienen will." Ich hob eine Augenbraue. "Keine Ahnung, wer auf die Idee kam, ob er selbst oder einer der Vorgesetzten, aber mal schauen, wie das wird." ich schüttelte grinsend den Kopf. "Stell dir das mal vor. Wenn ich Küssen muss... wenn ich dann nicht auffliege, will ich bitte einen Schauspielpreis."  erklärte ich ihr. Das wäre vor allem unangenehm. Hatte Miller nicht eine Freundin? Die würde sich ja freuen. Wobei ich meinte gehört zu haben, dass es sich dabei um eine Muggledame handelte, dann hätte sie sowieso keine Ahnung von seinen Beruf. Aber das war dann sein Problem.
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Celina Recshire
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BeitragThema: Re: Abteilung für Fluchschäden   Mi 9 Mai 2018 - 22:51

Ich schüttelte den Kopf, als sie mich darauf hinwies, dass ich doch nicht zögern sollte, ihr zu sagen ob die Fragerei nun doch eher störend war oder nicht. Mal ehrlich - du bist eine Aurorin, es ist selbstverständlich, dass dich sowas interessiert. Ich würde vermutlich auch nicht einfach nur schweigend daneben sitzen und darauf warte, bis du mir alles bis ins kleinste Detail schilderst erwiderte ich. Ich nahm es ihr nicht übel aber dennoch war es nicht sonderlich angenehm, erneut an die Geschehnisse erinnert zu werden.

Als sie ein gewisses "Tablet" erwähnte, legte ich die Stirn in Falten. Ist das wieder eine von euren unnötigen Erfindungen, die man auch mit dem Zauberstab hinbekommt? Ich liege zwar im Krankenhaus aber ich bin gesund genug, um meinen Zauberstab zu nutzen Ich hatte die Muggeltechnik nie verstanden und ehrlich gesagt hatte ich mich auch noch nie damit auseinander gesetzt. Nur den Toaster, den ich aufgrund des fehlenden - wie sagte Gwen noch einmal? - Stromanschlusses nicht nutzen konnte, sah ich als äußerst nützliches Gerät an, welches es schaffte, gewisse Brotscheiben beinahe perfekt zu rösten.
Ich warf Gwen ein kurzes Lächeln zu, als sie verstand, was mein aktuelles Problem war und dass sie hoffte, sie sei nicht ganz so nervig wie all die anderen hier im St. Mungo. Natürlich gab es Heiler und Heilerinnen, die schwer in Ordnung waren und mich normal behandelten aber diese waren meistens nicht auf meiner Station und kamen nur zwei, drei Mal für eine halbe Stunde vorbei um zu sehen, ob sich mein Zustand verbessert hatte. Und tatsächlich machte ich Fortschritte. Ich litt zwar immer noch an Paranoia und zuckte immer dann zusammen, wenn ein lautes Geräusch entstand oder wenn man mich ansprach, während ich die Quelle der Stimme nicht sehen konnte. Aber allein dadurch, dass ich nicht mehr regelmäßig Pruecillas Stimme im Kopf hatte, erwies sich für mich als eine erwähnenswerte Verbesserung meines Zustandes.

Auf ihren Kommentar zu meinem Bruder antwortete ich lediglich mit einem kurzen Schmunzeln. Es gab nun wesentlich wichtigeres als Samuel, über den wir uns beide schon oft genug aufgeregt hatten. Viel eher interessierte mich das kommende Gespräch, welches ich geschickt in die Richtung ihres Berufes gelenkt hatte. Werde ich, versprochen. AUfmerksam beobachtete ich Gwens Gesichtszüge, während sie von ihrem aktuellen Fall erzählte und konnte mir ein spöttisches Grinsen nicht verkneifen. Dann will ich doch mal hoffen, dass er wenigstens nicht schlecht aussieht. Ich beneide dich zwar um den Fall aber nicht um die Voraussetzungen Undercover unterwegs zu sein stellte ich mir unglaublich spannend vor und da ich sowieso adrenalinsüchtig war, war mir bewusst, dass ich keine Sekunde zögern würde um diesen Fall anzunehmen. Da würde ich selbst mit meinem Auszubildenen ein Liebespaar spielen, wenn ich an Gwens Stelle und eine Aurorin wäre. Ich werde dir eine Medaille schnitzen und sie dir feierlich überreichen Gwen verstand es, mich mit spannenden Stories aufzuheitern. Vor allem wenn es Geschichten aus ihrem Aurorenalltag waren. Kommst du mit? Ich brauch etwas Auslauf. murmelte ich und rutschte von der Matratze herunter, um auf die Tür zuzugehen. Ich konnte das Krankenhaus zwar nicht verlassen aber ab und zu konnte man interessante Wesen auf den Fluren treffen, die einem den Tag wenigstens ein Stückchen verbessern. Außerdem wollte ich mit Gwen nicht die ganze Zeit an meinem Bett sitzen.
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Gwendolyn Sheperd
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BeitragThema: Re: Abteilung für Fluchschäden   Mo 14 Mai 2018 - 12:50

Es war beruhigend zu hören, dass sie mir die Fragerei nicht übel nahm, aber ich würde versuchen mich zurückzuhalten, aber ich wusste auch dass sie das nicht wollte und dass sie mich sehr anschnauzen würde, wenn sie es mitbekam. Sie würde nicht wollen, dass ich mich verstelle nur weil sie zurzeit nicht ganz auf der Höhe war. Ich würde wohl einen Mittelweg finden müssen.

Danach ging es um das Tablet. Ich schnalzte abschätzig mit der Zunge. "Du bist echt engstirnig gegenüber Muggle-Erfindungen." rügte ich sie. "Das Tablet ist eines von denen, die wirklich praktisch und genial sind. Das kann der Zauberstab nicht. Es kann sehr viel. Aber ich verrate dir nichts, dann ist die Überraschung größer." ich sah sie wissend und mit einem Lächeln an. Einige Erfindungen könnte man wirklich problemlos als unnütz abstempeln, wenn man erst Zaubern konnte, aber ich liebte es Teil beider Welten zu sein. Man kannte die Vorteile beider Welten und wusste sie zu nutzen. Das wollte ich nicht missen und ich zog Celina oft und gerne wegen ihrer Unwissenheit auf. Gerne klärte ich sie aber auch auf. Manchmal fragte ich mich, ob mein mäßiger Erfolg in dem Gebiet mit ihrem großen Unwissen, dem fehlenden Interesse oder ihrer Sturheit zusammenhing.

Als es um meinen Fall ging, war klar, dass Celina einen Kommentar zu meiner Rolle im Undercoverfall ablassen würde. Ich grinste zurück. "Er sieht ganz gut aus. Das ist wirklich das geringste Problem." lachte ich. "Werd Auror, dann kannst du das auch haben. Aber die Aktentage sind wirklich sterbenslangweilig." Die aussage war eigendlich nur spielerisch und nicht ernst gemeint, eine amüsierte Erwiderung auf ihre Aussage, dass sie mich darum beneide. Dramatisch legte ich mir eine Hand an die Brust über das Herz. "Das würde mir sehr viel bedeuten.", sagte ich mit ernster Stimme und sah sie an, musste kurz darauf jedoch wieder grinsen. Ich war zufrieden sie ablenken zu können und ihr das Gefühl in diesem 4 Wänden eingesperrt zu sein, zu nehmen. Ihren Vorschlag ähm ich mit einem nicken an und erhob mich von dem Stuhl.

Ich ging mit Celina zusammen durch die Tür auf den leeren Flur und lief neben ihr her. Zuerst begegneten wir keiner Menschenseele, während wir uns über allerlei Kram unterhielten. Nur eine Pflegerin lief an uns vorbei und musterte Celina und mich prüfend. "Wann kommst du hier eigentlich voraussichtlich raus?" fragte ich sie. Vielleicht wusste sie es auch gar nicht, aber ich war schon neugieirg, wie lange sie noch hier aushalten musste. Jedoch wurden wir unterbrochen, als uns eine Patientin entgegen lief. Die kaum Schulterangenhaare standen zu allen Seiten ab. Sie schien sogar etwas jünger als wir zu sein, zumindest wirkte die kleine und zierliche Gestalt so. Ihr Blick war völlig abwesend und apathisch. Sie lief fast schleichend an uns vorbei, wobei ich nicht sicher war, ob sie uns überhaupt wahrnahm, da sie vollkommen durch und hindurch sah. Sie war wie eine geisterhafte, kaum echte Erscheinung. Selbst ihre weiße Haut, die den Wänden Konkurrenz machte, passte zu diesem Vergleich. Ich kannte Geister die waren deutlich lebendiger als dieses arme Mädchen, bei dem es mir eiskalt den Rücken herunter lief. Als sie um die nächste Ecke vog, sah ich zurück zu Celina. "Du glaubst nicht wie froh ich bin, zu sehen, dass du nicht so aussiehst." meinte ich ernst und schluckte. "Ich hatte echt Angst und hab Ryan ausgequetscht nach eurem Gespräch." gestand ich und sie wusste dass ich selten so tief und ehrlich meine Sorgen und Ängste nach außen kund tat.
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Abteilung für Fluchschäden
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