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 [Hauptplot] Wahrlich ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten

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Elija Cartwright
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BeitragThema: [Hauptplot] Wahrlich ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten   Mo 16 Apr 2018 - 22:38

Wahrlich ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten
Claire Bennett & Elija Cartwright | 20.09.15 | privat | Schicksal: ja

Es war etwas länger als zwei Wochen her, dass sich Elija mit Claire Bennett getroffen hatte. Sie hatte ihm offenbart, dass er Teil eines Auftrages war, welchen ihr Orden ihr auferlegt hatte. Ein Umstand, welchen der alte Zauberer durchaus für sich nutzen konnte. Denn natürlich hatte er seinen Plan, die Drahtzieher der Todesser zu ermitteln, nicht aufgegeben, auch wenn durch die mysteriöse Pruecilla eine weitere unbekannte Spielfigur auf die Bildfläche getreten war. Die Anzahl der unbekannten Personen erhöhte sich und obwohl Elija nicht daran zweifelte, dass ihm keine dieser Personen gewachsen war, befahl sein Kontrollzwang ihm die Aufdeckung der bisher unbekannten Identitäten. Es wäre unklug das Spiel mit unbekannten Variablen fortzusetzen.
Seine Bemühungen Claire und somit den Orden von sich zu überzeugen, hatten ihn weiter nach niederrangigen Mitgliedern der Todesser suchen lassen. Diese Suche galt allein der Beschaffung neuer Informationen, wie Elija diese nutzen wollte, hatte er von der Art der Informationen abhängig gemacht. Die Suche hatte zu einem Mann namens Maes Yanis Hughes geführt. Er trug das Mal des Ordens und war somit an den Schwur gebunden. Dennoch hatte er Wege gefunden, um Informationen des Ordens an eine terroristische Organisation, welche sich als Orden des Phönix bezeichnete weiterzuleiten. Hierfür hatte er seine Tätigkeit als Spion der Todesser missbraucht. Dieses Wissen glich dem Sechser im Lotto, auch wenn Elija dieses Spiel der Muggel nicht kannte und lediglich die Redensart irgendwo aufgeschnappt hatte. Es war das zweite Mal, dass er eine Schwachstelle im Orden der Todesser aufgespürt hatte, auch wenn Adrian mehr ein Vorwand als ein wirkliches Problem gewesen war. Dennoch sollte ihm die Festnahme des Verräters weiteres Vertrauen der Todesser einbringen.
Am späten Nachmittag dieses Samstags hatte sich der dunkelhaarige Zauberer daher, in der Claire bekannten Gestalt, in der British Library in London eingefunden. Die Bibliothek war eine Einrichtung der Muggel und enthielt daher ausschließlich deren Werke. Doch Elija hatte gelernt diese Werke als Hinweise auf alte Magie zu nutzen. Die alte Magie hatte auf die junge Bennett eine gewisse Faszination ausgeübt. Es konnte nicht schaden ihr auf diesem Gebiet zusätzliches Wissen zu eröffnen. Denn obwohl sie zunächst ein Werkzeug gewesen war, erkannte Elija in der jungen Frau – ähnlich wie in Candice – eine gewisse Begabung. Ihre Loyalität galt noch den Todessern, aber in Zukunft könnte sie sich als nützliche Verbündete erweisen, wenn sie erkennen würde, wer die mächtigste Person auf dem Spielfeld war. Elija entlohnte seine wenigen Auserwählten mit Macht und Wissen, welches ihnen sonst niemand bieten konnte. Ob Claire eine dieser Auserwählten werden würde, stand jedoch noch in den Sternen.
Eine Eule mit einer Einladung in die Bibliothek sollte die junge Hexe längst erreicht haben. Wenn sie seiner Aufforderung folgte, dann würde sie schon bald zu ihm stoßen. Elija saß an einem Tisch. Bekleidet mit einer Jeans, einem weißen Hemd und passender Krawatte, fiel er kaum auf. Seine Aufmerksamkeit galt dem Logbuch eines Freibeuterkapitäns, welcher während des goldenen Zeitalter der Piraterie, zu Beginn des 18. Jahrhunderts, gelebt hatte. Auf dem Tisch ruhten weitere Bücher, welche fein säuberlich gestapelt waren.
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Claire Bennett
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Wahrlich ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten   Do 19 Apr 2018 - 20:26

Leicht strich ich über das dunkelgraue Gefieder der Eule, welche vor mir auf meinem Schreibtisch Platz genommen hatte und ihr Beinchen, mit dem daran befestigten Brief an mich, ausstreckte. Vorsichtig befreite ich den Vogel von seiner Last und dieser hüpfte mit schlagenden Flügeln davon um dann vom Schreibtisch aus in Richtung Bürotür abzuheben. Ich schlug den Brief auf und überflog die ersten Zeilen. Der Absender hatte zwar nur mit seinen Initialen unterschrieben aber ich war mir sicher, dass er von Elija kam. Seit Tagen wartete ich auf ein Zeichen von ihm und nun hielt ich es in Händen. Die fein geschwungenen Buchstaben erinnerten ein wenig an längst vergangene Zeiten, sogar Tante Maddy hätte diese Handschrift als altmodisch bezeichnet, dabei war Elija Cartwright sicherlich noch in den Dreißigern. Dieser Mann hinterließ mehr Fragen als Antworten.

Treffen Sie mich um 17 Uhr in der British Library.
E. C.


Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass ich mich bald auf den Weg machen musste um pünktlich dort aufzutauchen. Ich war noch nie in der British Library gewesen, eine Muggelinstitution. Warum wollte er sich wohl ausgerechnet dort mit mir treffen? Nachdem ich das Ministerium verlassen hatte trat ich an die Straße heran und hob meinen Arm um eines der schwarzen Taxis anzuhalten. „Zur British Library bitte.“ befahl ich dem Fahrer. Ich war nicht nur noch nie dort gewesen, ich hatte auch keine Ahnung wo sich die Bibliothek in London befand. Wir waren gerade einmal zehn Minuten gefahren, da standen wir schon im ersten Stau. Ich hatte die alltägliche Londoner Rush Hour nicht bedacht. „Verdammt.“ rief ich. „Damit müssen Sie in dieser Stadt immer rechnen.“ antwortete der Fahrer und musterte mich im Rückspiegel. „Wie weit ist es noch bis zur Bibliothek?“ fragte ich ihn und der Mann zeigte mit seinem Finger die Straße vor uns entlang. „Sie müssten noch 200 Meter laufen, die British Library liegt auf der linken Seite. Sie können sie nicht verfehlen.“ Ich drückte ihm einige Muggelscheine in die Hand, es waren wahrscheinlich viel zu viele. „Danke, danke, junge Lady.“ rief der Taxifahrer mir hinterher, nachdem ich ausgestiegen war und in die mir gezeigte Richtung lief. Zum Glück trug ich heute zu meinem Businessoutfit eher flache Schuhe.

Ich betrat die Bibliothek und durchquerte die Eingangshalle. Bisher unterschied sich die Bibliothek der Muggel nicht wesentlich von denen der Zaubererwelt. Bücher über Bücher reihten sich in den offenen Regalen. Meine Schritte verhallten auf dem Teppichboden, der Duft von Druckerschwärze und Pfefferminzbonbons lag in der Luft. Elija musste hier irgendwo sein, es war schon nach Fünf. Ich trat vor einen beleuchteten Wegweise und entschied in die Sachkundeabteilung zu gehen. Dort vermutete ich ihn am ehesten. Ich wurde nicht enttäuscht. Ich erkannte ihn an einem Tisch, welcher an einer Fensterreihe stand. Er trug ein dezentes weißes Hemd und saß über einigen Büchern. Ich trat an ihn heran und setzte mich ihm gegenüber. Ich schlug eines der vor mir aufgestapelten Bücher auf. „Was gibt es Neues?“ fragte ich ihn und überflog den Titel des Buches. „Okkulte Rituale im England des 18. Jahrhunderts?“ Ich zog eine Augenbraue hoch. „Dies sind Muggelbücher. Warum denken sie, dass wir ausgerechnet hier etwas Wichtiges finden werden?


Zuletzt von Claire Bennett am Mo 23 Apr 2018 - 8:43 bearbeitet; insgesamt 5-mal bearbeitet
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Elija Cartwright
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Wahrlich ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten   Fr 20 Apr 2018 - 18:12

Ohne von seinem Buch aufzuschauen, bemerkte Elija, dass sich jemand zu ihm setzte. Aufgrund seiner verschickten Einladung und dem Parfüm, welches in der Luft lag, kostete es den alten Zauberer keinen Blick, um die junge Hexe zu identifizieren. Ihre Stimme brachte endgültige Klarheit. Dabei wunderte es den Metamorphmagus kaum, dass sich Claire über die Literatur der Muggel wunderte. Schließlich sah ihr Orden die Urheber jener Werke in einem mehr als miserablen Licht. Kein überzeugter Todesser würde einem Muggel jemals Relevanz oder außergewöhnliche Fähigkeiten zuschreiben. Und auch wenn letzteres zumindest teilweise Elijas Zustimmung fand, sah er die Einstellung des dunklen Ordens als ignorant und unvorteilhaft an.
Wussten Sie, dass Seeleute der Muggel in vergangenen Jahrhunderten daran glaubten, dass Pfeifen an Bord einen Sturm anlocken könnte? Sie waren auch überzeugt, dass es Wind brachte, wenn man an bestimmten Teilen des Tauwerks kratzte. Es wurden Walflossen und Haiflossen an den Booten befestigt, weil diese das Boot beschleunigen sollten.“ Elija schloss das Buch des Freibeuters und schaute nun zu Claire auf. „Die Muggel nennen diese Geschichten Aberglaube. Heute werden sie als Märchen und schlicht als Unwahrheiten abgetan. Das Leben der Muggel hat sich verändert, so wie das der Zauberer. Sie sind weniger sensibel für derartige Dinge geworden. Ich denke, sie haben sich von der Magie entfernt.“ Elija warf einen kurzen Blick auf das Buch, welches nun vor der Ministerumsmitarbeiterin auf dem Tisch lag. Sie hatte den Titel bereits genannt und damit ein Paradebeispiel dafür gefunden, was er ihr vermitteln wollte. „Hinter vielen dieser Legenden und Mythen steckt lediglich Magie. Alte Zauber, Rituale und Artefakte, welche längst in Vergessenheit geraten sind.“ Der dunkelhaarige Zauberer machte eine Pause, ohne den Blick von Claire abzuwenden. Dann deutete er auf das Buch, welches vor der brünetten Frau lag. „Das ist ein Kompass. Ihr Orden publiziert die Wertlosigkeit der Muggel. Sie alle sind blind für den Nutzen, welchen die Muggel haben können!“ Elija war überzeugt, dass die Magie Hexen und Zauberern eine Überlegenheit verlieh, welche ein Muggel nicht zu übertreffen vermochte und dennoch war es töricht, die magielosen aus diesem Grund für wertlos zu erklären. „Die Zauberer und Hexen der alten Zeiten bewahrten ihre Geheimnisse, so wie wir es heute tun. Doch diejenigen, welche die Magie nicht verstehen konnten, woben Mythen aus ihren Auswirkungen. Diese Mythen und legenden finden wir nur in den Büchern der Muggel. Sie weisen uns den Weg zu längst vergessener Magie. Jede Legende könnte ein Hinweis auf eine Macht sein, über die heute keiner mehr verfügt. Es gilt die Mythen zu deuten und wenn Sie Glück haben, findet man einen Hinweis und einen Weg zu den Geheimnissen alter Zeiten. Dieses Wissen wäre ein Gewinn für Ihren Orden. Sie sollten sich diesem nicht verschließen.“ Elija wusste nicht, ob er jemals mit dem Orden der Todesser kooperieren würde. Es fehlten Informationen für eine solche Entscheidung. Doch es schadete nicht, wenn er sich Türen offenhielt. Zudem hatte er den Gedanken, Claires Loyalität zu erringen, noch nicht abgeschrieben.
Schlagen Sie es auf. Widmen Sie dem Buch einige Minuten. Wissen Sie den Aberglauben der Muggel zu deuten?“ Elija hatte dieses Treffen nicht herbeigeführt, um mit der jungen Hexe eine Schatzsuche zu beginnen, aber es war genug Zeit, um sie in die Grundlagen seiner Arbeit einzuweisen. Der Zauberer hatte vor weit über 100 Jahren auf dem selben Weg eine Möglichkeit gefunden, um seine Seele an die Welt der Lebenden zu binden. Die Suche nach alter Magie konnte einen Zauberer unheimlich mächtig machen und in Elijas Fall sogar annähernd unsterblich.
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Claire Bennett
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Wahrlich ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten   Di 8 Mai 2018 - 10:11

Elija sah nicht auf, als ich mich zu ihm setzte – auch nicht, als ich meine Stimme hob. Ich erhaschte einen Blick in das Buch vor ihm, ein weiteres Muggelbuch. Die hatten es ihm wohl angetan. Im ersten Moment hielt ich das Ganze für vertane Zeit, doch als er mir sein Vorgehen erklärte, wurde es mir klar. „Nur ein weitere Beweis für die Unfähigkeit der Muggel.“ echote ich und blätterte lustlos in dem Wälzer vor mit herum. Bei dem Wörtchen Aberglaube sah ich auf. „Wir haben auch so etwas Ähnliches…“ fing ich an. „Warum fangen wir dann nicht bei unseren Legenden an?

Es scheint so als würde Ihnen etwas an ihnen liegen.“ murmelte ich, nachdem ich mir Elijas Worte angehört hatte. Mir war klar, dass ich Elija nicht von seinem Vorhaben abbringen würde können. Ich seufzte auf und beugte mich dann wieder über mein Buch. „Na gut. Dann lassen Sie uns anfangen.“ Ich wollte ihm zeigen, dass ich ihm vertraute.

Einige Zeit saßen wir nur still beieinander, nur das Umblättern der Seiten war zu hören. Mir war noch nicht wirklich klar wonach wir suchten, deswegen überflog ich die Seiten des Buches, welches ich mir von dem Stapel zwischen uns genommen hatte. Einige Kapitel klangen für mich nach ziemlich viel Schwachsinn. Frustriert schlug ich das Buch zu und zog ein anderes aus dem Stapel. Hermetic Order of the Golden Dawn – Wahrheit oder Fiktion? von William Robert Woodman. Ich überflog die einleitenden Seiten. Es handelte sich um eine magische Muggelgesellschaft, die im 19. Jahrhundert gegründet wurde und deren Lehrinhalte aus zahlreichen okkulten und mystischen Traditionen, wie Kabbala und Tarot, Astrologie, Alchemie sowie aus magischen Arbeiten mit den Göttern Altägyptens und Griechenlands bestanden. Der meiste Teil des Buches handelte von den Mitgliedern und der Ordensstruktur, doch dann entdeckte ich ein Kapitel, das mich sehr interessierte. Das Cipher Manuscript. In diesem Buch waren zwar nur ein paar Ausschnitte des Manuskriptes zu sehen aber das reichte mir schon um zu wissen, dass ich gerade einen kleinen Teil echter Magie in Händen hielt. Denn ein offensichtlich nachträglich eingefügtes Symbol erkannte ich wieder. Es war das Symbol der Heiligtümer des Todes. Die restlichen Symbole und Schriften auf der Seite kannte ich nicht.

Folie 22:
 

Elija.“ flüsterte ich. „Haben Sie das schon gesehen?“ fragte ich und schob ihm das Buch zu, die Seite fixierte ich mit meinem Finger. „Ist das hebräisch?“ Ich strich über die restliche Schrift auf der Seite. „Wir müssen das Original finden. In diesem Buch findet sich lediglich eine Seite aus dem Originalwerk.“ Ich stand auf und setzte mich an eine der monströs anmutenden Suchmaschinen, die die Muggel erfunden hatten. Ein einziges Mal hatte ich diese Dinger bedient, deshalb fiel es mir Recht schwer sie zu bedienen. Es dauerte eine Weile bis ich das Suchwort eingegeben hatte und mir die Maschine einige Treffer anzeigte. Bitte wenden Sie sich an einen unserer Mitarbeiter um Einsicht in die gewünschten Exemplare zu erhalten. Dieses Exemplar ist nicht zur Ausleihe freigegeben, da es sich um ein Präsenzexemplar handelt. Wütend kaute ich auf meiner Unterlippe herum. Verdammt. „Ich glaube wir müssen später wiederkommen. Wenn hier alle Leute gegangen sind.“ Mit diesen Worten setzte ich mich wieder an den Tisch und sah ihn auffordernd an.
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Elija Cartwright
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Wahrlich ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten   Sa 19 Mai 2018 - 20:50

Sie würden an der Technologie der Muggel verzweifeln. Es ist arrogant sie in jeder Hinsicht als unfähig zu betiteln. Wenn sie wirklich so wären, wie Sie sie sehen, dann würden Zauberer und Hexe nicht alles daranlegen im Verborgenen zu verweilen und sich nicht zu offenbaren.“ Elija wusste, dass er der Philosophie der jungen Hexe und auch den Idealen ihres Ordens widersprach. Doch er sah ein Potential in Claire Bennett. Ihre Einstellung würde sie jedoch an der Entfaltung hindern und wenn Elija eine Sache hasste, dann war es verschwendetes Talent. „Ich will Ihnen nicht sagen, dass Sie die Muggel mit uns auf eine Stufe stellen sollen. Es ist lediglich klug ihre Talente und Schwächen genauer zu kennen und sich ein Bild von ihnen zu machen, dass über die Floskeln einer radikalen Vereinigung hinaus geht. Muggel und vor allem ihre Werke können nützliche Werkzeuge sein. Ich verlange von Ihnen nicht die zwei Gesellschaften zusammenzuführen, sondern lediglich zu erkennen, wie Sie die Muggel für Ihre eigenen Zwecke nutzen können.“  Der alte Cartwright würde nie auf die Idee kommen einen Kampf im Sinne der Gleichberechtigung von magischen und nicht magischen Menschen zu führen, oder gar für die Offenbarung der magischen Welt kämpfen. Er hatte weder für Muggel noch für die meisten Zauberer und Hexen ein besonderes Interesse übrig und dennoch wusste er, wie sich die einzelnen Gruppen optimal für die eigenen Zwecke nutzen ließen.
Die Zauberer der damaligen Zeiten haben ihre Rituale und Zauber häufig versteckt und vor der Öffentlichkeit verborgen. Sie erwähnen sie nur selten in ihren Schriften. Natürlich kann man auch die Schriften der magischen Welt untersuchen, aber sie stammen von Menschen, die Kenntnisse von der Magie haben. Muggel haben diese Kenntnisse nicht. Sie beschreiben Phänomene, die sie nicht einordnen können. Dieses Unwissen lässt sie auf Details achten. Das Unwissen der Muggel lässt ihre Schriften über magische Phänomene ehrlicher ausfallen und das können wir nutzen.“ Elija betrachtete die junge Hexe skeptisch, als sie sich plötzlich doch auf seine Methoden einlassen wollte. War sie bereit von ihm zu lernen, oder ließ sie sich lediglich auf ihn ein, um ihren Vorgesetzten mehr über ihn berichten zu können? Es wäre beides in Elijas Sinne gewesen. Lediglich die Relevanz, die Claire noch haben würde, sobald Elija die Identität ihrer Vorgesetzten ermittelt hatte, wäre in beiden Fällen eine andere. Claire Bennett selbst würde bestimmen, ob sie Elijas Zeit auch danach noch wert wäre, oder ob auch sie – ähnlich wie die Autoren der Muggelmythen – nur ein Werkzeug sein sollte.
Es dauerte einige Zeit, bis die Ministeriumsmitarbeiterin auf etwas gestoßen war, was sie für relevant hielt. Ein Blick auf die mysteriösen Symbole ließ Elija diese Einschätzung nachvollziehen. „Das ist keine hebräische Schrift“, entgegnete er zunächst. Der alte Zauber war dieser Sprache in seinen Grundzügen mächtig und sich daher sehr sicher, dass es sich nicht um diese handelte. „Das ist keine mir bekannte Schriftsprache. Möglicherweise ein Code. Die Muggel nutzen gerne Verschlüsselungen für Texte, die nur für bestimmte Leute zu lesen sein sollen. Finden Sie den Schlüssel, dann offenbart sich Ihnen der Inhalt der Schriften. Doch zunächst sollten Sie das Buch finden.“ Elija blieb unterdessen am Tisch sitzen und beobachtete, wie die Hexe sich im Umgang mit der Muggeltechnologie schlug. Es war offensichtlich, dass sie zunächst Schwierigkeiten hatte und doch erreichte sie ihr Ziel. Zumindest gelang ihr die Suche mithilfe der Maschine. Das Buch brachte sie allerdings nicht in ihren Besitz.
Sie wollen nachts in diese Bibliothek einbrechen? Sie sind eine Hexe und sich der Überlegenheit gegenüber den Muggel sehr sicher. Wieso nutzen Sie diese nicht?“ Ein provokantes Lächeln lag auf Elijas Lippen. Er wollte die jüngere Hexe keinesfalls beleidigen, sondern sie lediglich ein wenig herausfordern. Es wäre ein leichtes das Buch auszuleihen und in einer stillen Ecke, samt des Buches aus dem Gebäude zu apparieren. Einrichtungen der Muggel waren dahingehend schließlich nicht geschützt. „Doch bevor Sie das Buch besorgen, sollten Sie diese Zeilen betrachten.“ Der dunkelhaarige Zauberer legte der Hexe ein geöffnetes Buch vor und deutete auf eine der Zeilen. ‚Und da sie aßen, sprach er: Wahrlich ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten.‘ Er ließ der Todesserin einige Augenblicke, um die Zeile zu lesen. Das Buch war die Bibel. „Dieses Glaubensbuch ist so fernab von allem weltlichen, dass es nicht zur Recherche dient. Doch dieser Mann, der wusste, dass man ihn verraten würde, starb trotz seiner Vorahnung. Deine Vorgesetzten werden in diesem Moment verraten und außer dem Verräter selbst scheint niemand im Orden von diesem Verrat zu wissen.“ Elija erhob sich von seinem Stuhl und schob diesen ordentlich an den Tisch zurück. „Sie sollten nun das Buch beschaffen. Wir treffen uns vor dem Gebäude.“ Ohne eine Antwort der Hexe abzuwarten, ließ er sie an dem Tisch zurück. Er selbst verließ das Gebäude zu Fuß. Schließlich war es nicht er, der eines der wertvollen Werke entwenden wollte. Sobald Claire das Buch beschaffen hatte, würde sie ihn vor der Bibliothek vorfinden.
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Wahrlich ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten   Mo 1 Okt 2018 - 10:45

Cartwright hielt anscheinend viel von Muggeln, ein Umstand der mich irritierte. Auf welcher Seite stand er? Stand er überhaupt auf irgendeiner Seite? Ich wurde einfach nicht schlau aus diesem Mann aber vielleicht war das auch einfach das was er wollte – geheimnisvoll bleiben. „Das ist wohl ein recht müßiges Thema.“ antwortete ich knapp. „Dann hätte ich wohl anstatt Arithmantik und Alte Runen lieber Muggelkunde belegen sollen.“ sagte ich und zeigte auf eine weitere Seite aus dem Buch, welches vor mir lag. Die mystischen Buchstaben wiederholten sich, doch nichts deutete auf mir bekannte magische Symbole hin. Ich blätterte zurück zu der Seite, welche das Symbol der Heiligtümer des Todes beinhaltete. Dies war bisher unser einziger Anhaltspunkt. „Sie meinen also, dass das was die Muggel meinen über uns zu wissen wertvoller sein könnte als das was unsere Schriften hergeben?“ Das war eine gewagte These. Doch ich wiedersprach ihm nicht. Schließlich hatte er mir die goldene Maske und Adrian quasi im Alleingang geliefert. Dieser Mann wusste was er tat und ich würde einen Teufel tun und ihn davon abhalten. „Aber wenn es keine uns bekannte Sprache ist, was ist es dann?“ Ich drehte und wendete das Buch, doch ich wurde nicht schlauer. Cartwright lieferte mir die naheliegendste Antwort. Eine Art Symbolsprache der Muggel, die ich nicht zu übersetzen vermochte. Nicht wenn ich nur eine kopierte Seite des Buches hatte und nicht über das ganze Werk verfügte. Er hatte Recht, ich musste das Buch an mich bringen, wenn ich seine Worte verstehen wollte. Ich verdrehte kurz die Augen. „Mr. Cartwright. Wenn ihnen so an diesem Ort gelegen ist und wir noch weitere Stunden hier verbringen wollen, dann sollten wir das Buch an uns bringen ohne dass gleich die ganze Muggelbibliothek in Aufruhr versetzt wird.“ Ich deutete auf die obere Ecke des Raumes, an welcher ein kleines, metallenes Ding angebracht war, welches unablässig rot aufblitzte. „Sie beobachten uns schon eine Weile.“ Wie sollte mir klar sein, dass die Kamera niemandem im Fokus hatte, sondern einfach vor sich hin filmte? Doch bevor ich mir einen Plan zurecht legen konnte schob er mir ein anderes Buch über den Tisch zu. Es war unfassbar dicht beschrieben und ich hatte kurz Mühe die kleinen Buchstaben zu entziffern. Und da sie aßen, sprach er: Wahrlich ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten.‘ Ich hatte diese Worte noch nie gelesen. Meine Stirn legte sich in Falten. „Ich weiß nicht inwiefern uns diese Worte weiter bringen sollen…“ fing ich an, wurde dann aber von Cartwright unterbrochen. Er ließ mich mit einigen Fragen am Tisch zurück und stand auf. „Woher wollen sie von einem Verrat wissen?“ fragte ich, doch Cartwright hatte sich schon auf den Weg nach draußen gemacht. Ich würde ihn draußen vor der Bibliothek treffen, natürlich mit dem Buch. Um das Buch zu bekommen musste man in eine andere Abteilung, sie lag im Keller des Gebäudes. Ein der Bibliothekarinnen führte mich hinunter in eine Art Lager, welches vollgestopft war mit Metallschränken, welche die größten Schätze der Bibliothek beinhalteten. Ich nannte ihr den Titel des Werkes und sie ging zielstrebig den Gang entlang. „Von welcher Institution kommen sie? Das muss vermerkt werden. Indizierte Ware wird nur unter bestimmten Voraussetzungen herausgegeben. Sind sie aus Forschung, Politik oder Medien?“ Ich folgte ihr in einen der Gänge und wir blieben vor einem von mehreren hundert Schränken stehen. „Wissenschaft…“ antwortete ich. Meinen Zauberstab hatte ich in meinem Ärmel verborgen. Mit einem Wink damit fragte die Frau nicht weiter nach. Wir hielten vor einem der Schränke und sie zog eine Schublade heraus, die mit Samt ausgeschlagen war und die einige sehr wertvoll und alt aussehende Manuskripte enthielt, die in Schutzfolie eingeschlagen waren um sie vor Beschädigungen und Fettabdrücken zu schützen. „Ich gebe ihnen eine halbe Stunde.“ Mit diesen knappen Worten entfernte sich die Bibliothekarin und ließ mich im Gang alleine. Ich blickte den Gang hinunter, ich war alleine. Ich zückte meinen Zauberstab und fuhr mit der Spitze über das Buch, dabei murmelte ich einen Zauber, den mir Barb beigebracht hatte. Es war eine Art Kopiervorgang, in weniger als ein paar Sekunden hatte mein Zauberstab das Buch gescannt und konnte es so oft wie nötig reproduzieren. Ein ziemlich praktischer Zauber, das musste ich zugeben. Niemand hatte bemerkt wie ich das Buch dupliziert hatte, ich schloss die Schublade mit dem Original und steckte die Kopie in eine versteckte Tasche in der Innenseite meines Mantels. Niemandem würde auffallen, dass ich etwas hinausschmuggelte. Ohne weitere Worte an die Bibliothekarin zu richten verließ ich den Keller und fand mich einige Augenblicke später neben Cartwright wieder, der auf mich gewartet hatte. „War ein Kinderspiel.“ sagte ich und zog das Buch hervor.
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Elija Cartwright
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Wahrlich ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten   Mo 3 Dez 2018 - 18:13

Elija richtete seine Krawatte, während er vor der großen Bibliothek stand und auf die junge Hexe wartete. Das Buch, welches Claire durch Zufall gefunden hatte und nun hoffentlich erfolgreich entwenden konnte, war eine gute Gelegenheit, um die Fähigkeiten und den Ehrgeiz der Hexe zu testen. Es wäre gar nicht wichtig auf eine magische Quelle zu stoßen. Der Inhalt des Buches war sekundär. Cartwright wollte lediglich wissen, ob die Bennett in der Lage war dem alten Schriftstück seine Informationen zu entlocken. Doch das war eine Aufgabe, die auf später verschoben werden musste. Dieses Treffen sollte einem anderen Zweck dienen. Einem Zweck, der dem alten Zauberer hoffentlich das Vertrauen von Claires Vorgesetzten einbringen würde. Denn wie konnte man besser Eindruck schinden, als durch die Eliminierung eines Verräters. Das war immerhin schon die zweite vermeintliche Gefahr, vor welcher Elija den Orden bewahrt hatte. Langsam gerieten die Todesser in eine Position, in welcher sie ihm etwas schuldig waren und wenn sie das nicht einsehen wollten, dann wäre Elija schon bald in der richtigen Position, um sich die gewünschte Kooperation zu erzwingen.

Ein kaum merkliches Lächeln, was eher dem leichten Zucken eines Mundwinkels ähnelte, war die kaum vorhandene Reaktion auf den Diebstahl des Buches. Es war keine große Kunst etwas aus dem Besitz von Muggeln zu entwenden. Überrascht wäre Elija nur gewesen, wenn Bennett gescheitert wäre. Doch eine solche Enttäuschung ersparte sie dem älteren Zauberer glücklicherweise. „Behalte es. Entlocke ihm sein Geheimnis.“ Mehr hatte der Metamorphmagus nicht zu dem Buch zu sagen. Es gab wichtigere Dinge zu erledigen.
Mit einem leichten Nicken des Kopfes setzte Elija sich in Bewegung und hielt Claire dazu an ihm zu folgen. „Maes, Doppelagent des Todesserordens. Er soll die Phönix-Anhänger für deine Vorgesetzten ausspionieren. Ich nehme an, dass er dir bekannt ist?“ Cartwright hatte in den letzten Wochen versucht weitere Mitglieder des dunklen Ordens aufzudecken. Der Kontakt zu Melark war gescheitert und auch wenn Bennett eine geeignete Verbindungsperson zu sein schien, wollte der alte Zauberer nicht alles auf eine Karte setzen. Seine Nachforschungen hatten sich auf die Mitglieder niedrigen Ranges konzentriert. Sie waren oft in Außeneinsätzen tätig und dadurch deutlich einfacher zu enttarnen. Dabei war Elija ein Glückstreffer sondergleichen gelungen. Er hatte eines der Mitglieder identifiziert und zunächst in Ruhe ausspionieren lassen. Dabei war aufgefallen, dass der Mann namens Maes sonderbare Arten von Kontakten pflegte. Er trieb sich sowohl im Ministerium, als auch an sehr sonderbaren und dubiosen Orten herum. Er beteiligte sich an merkwürdigen Treffen und irgendwann war der Punkt erreicht gewesen, an welchem Elija sich entschieden hatte dem Todesser-Spion genauer auf den Zahn zu fühlen. Es war Cartwright gelungen eine gewisse Struktur in Maes Tagesablauf festzustellen, welche es ihm erlaubt hatte die kleine Wohnung unter die Lupe zu nehmen, welche der Spion als Quartier nutzte, ohne von diesem überrascht zu werden.
Nun, wie soll ich es sagen. Wenn man einem Spion befiehlt zu spionieren, dann schützt auch ein Loyalitätsschwur nicht davor, dass er spioniert.“ Dem alten Zauberer waren die schwarzmagischen Schwüre, welche alle Mitglieder des dunkeln Ordens leisteten durchaus bekannt. Offensichtlich hatten die Befehle des Todesser-Spions genügend Spielraum gelassen, damit dieser vor allem den Orden des Phönix mit Informationen versorgte. Seine Wohnung hatte einige Schriftstücke ans Licht gebracht, die genaue Auskunft über die Loyalität des Spions gaben und zumindest eines der Exemplare hatte Cartwright an sich genommen. Es war einer von vielen Briefen, die offenbar in den kommenden Tagen verschickt werden sollten. „Ich befürchte ihr habt einen Parasiten.“ Elija griff in seine Tasche, während die beiden ihren Weg durch Muggel-London fortsetzten. Ein handbeschriebenes Pergament kam zum Vorschein und wurde an Claire Bennett weitergereicht.

Brief:
 

Der Schwur hatte zumindest einige Informationen geschützt und doch stellte der Spion eine große Gefahr für den Orden dar. Elija wusste, dass es Wege gab den Schwur zu brechen. Für ihn wäre es keine große Sache einen Todesser von seinem Mal zu befreien. Es war ihm allerdings noch keiner unter die Augen getreten, der diese Mühe wert zu sein schien. Lediglich Bennett machte den Eindruck eine vielversprechende Schülerin zu sein. Doch es war offensichtlich, dass ihre Loyalität einer anderen Person galt. Elija hatte seine Schritte verlangsamt, damit die brünette Hexe in ruhe den gestohlenen Brief lesen konnte. Ihre Reaktion interessierte ihn sehr.
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