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 Hey Brother, do you still believe in one another?

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Zachary Jones
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BeitragThema: Hey Brother, do you still believe in one another?   Sa 14 Apr 2018 - 15:54

Hey Brother, do you still believe in one another?

Nathaniel und Zachary # Mittwoch, 17.09.2015, ca. 02:30 Uhr # Highgate Cemetery # Outfit


Es war eine kühle Nacht und obwohl Zachary nicht gerade viel für Friedhöfe übrig hatte, trieb er sich in dieser Nacht auf einem solchen herum. Das letzte mal hatte er sich auf einem befunden, als Brady O’Hara gestorben war, und damals war es ihm nicht einmal darum gegangen, den verstorbenen Anhänger in irgendeiner Weise zu würdigen. Damals hatte er sich bei Maeve dafür entschuldigt, dass sie ihren geliebten Onkel durch seine Machenschaften verloren hatte, um die Freundschaft zu der schönen Irin irgendwie zu retten – der Verstorbene selbst war für den Geschäftsmann nicht lange von Relevanz gewesen. Generell waren die Toten für den Clubbesitzer nichts, das ihn sonderlich tangierte, schließlich konnten jene ihm noch viel weniger, als es irgendeine Person aus dem Reich der Lebenden könnte. Bis auf eine Ausnahme, denn es gab diesen einen Todesfall, der ihn schon seit Monaten beschäftigte, auch wenn er es nie vor irgendjemandem hatte durchschimmern lassen.
Fünf Monate war es nun her, dass er Nathaniel vergiftet hatte, um sich selbst zu schützen. Erfolglos, wenn man so will, denn letztendlich war Zach trotzdem verhaftet und sein guter Ruf heftig beschmutzt worden. Er hatte nicht alles verloren, doch seine Lebensqualität hatte durch den Verrat seines Bruders massiv abgenommen, schließlich konnte er sich London eigentlich nicht mehr nähern, ohne sich ständig umsehen zu müssen. Wenn er mal in der Hauptstadt war, blieb er in seinem geliebten Club oder war bei den Personen seines Vertrauens, doch die meisten seiner Geschäfte wickelte er nur noch weit von seinem einstigen Hauptsitz entfernt ab. In dieser Nacht überkam ihn allerdings das Bedürfnis, das Grab seines Zwillingsbruders zu besuchen, auch wenn dieser es wahrscheinlich nicht einmal verdient hatte.

In einen dunklen Mantel gehüllt stand Jones im schwachen Schein einer entfernten Straßenlaterne am geschmückten Grab von Nathaniel. Jemand hatte ihm einen hübschen Grabstein ausgesucht, ihn gravieren lassen. Vermutlich ein Geschenk der Aurorenzentrale für sein Opfer, doch so genau wusste Zachary es nicht. Er hätte seinem Bruder vermutlich etwas schöneres ausgesucht, ging es ihm durch den Kopf, doch diesen Gedanken schüttelte er rasch mit einer knappen Kopfbewegung von sich. Er wollte keine Schuldgefühle empfinden, so hatte Nathaniel doch gewusst, was passierte, wenn man Zachary Jones verriet. Und doch fragte er sich, ob er nicht möglicherweise auf ihn hören und aus dieser ganzen Sache hätte aussteigen sollen, bevor sie die Kontrolle über sein Leben hatte übernehmen können. Der dunkelhaarige Clubbesitzer hatte vieles erreicht, war hoch geflogen, doch leider war er daraufhin auch tief gefallen. Nicht, was seine Geschäfte anging, doch der Vorfall mit Nathaniel hatte ihn auf psychischer Ebene in einen Abgrund geworfen. Nach einem langen, freien Fall war der harte Aufprall gekommen und nun stand er hier und kämpfte gegen den lähmenden Schmerz an. Die kalten, blauen Augen wirkten in der Dunkelheit eher grau und leer, während sie auf den Stein starrten und Zachary die schönen Erinnerungen mit seinem Bruder zurück in sein Gedächtnis rief. Vor Allem die Kindheit war nur durch Nathaniel erträglich gewesen und vielleicht, wenn sie sich nie in unterschiedliche Richtungen entwickelt hätten, wären sie nun noch beieinander. Entweder hätten sie sich zusammen auf der dunklen Seite getummelt und die Fäden gemeinsam gezogen, oder sie hätten sich beide einem idyllischen Vorstadt-Leben verschrieben, in welchem sie mir ihren Familien in benachbarten Häusern gewohnt und im Sommer immer zusammen gegrillt hätten. Eigentlich keine so üble Vorstellung, wenn Zach so darüber nachdachte, und doch hätte ein solches Leben seine Fähigkeiten nie voll ausschöpfen können. Es wäre eine Verschwendung gewesen. Und dass Nathaniel sein Potenzial nie ausgeschöpft hatte, war in den Augen des Giftmischers ebenfalls eine Verschwendung gewesen. Und eine bittere, traurige Enttäuschung.

Zach wusste nicht, wie lang er schon in der kühlen Nachtluft gestanden und diesen Grabstein angestarrt hatte, als er von dem Schreien einer Krähe aus seinen Gedanken gerissen wurde. Eigentlich nichts, das ihn beunruhigen sollte, doch es kam ihm vor, als würden diese Viecher ihn allmählich verfolgen. Aber vielleicht machte London ihn auch einfach nur paranoid. Dass hinter seinem Instinkt mehr steckte, realisierte er allerdings, als er hinter sich eine Präsenz spürte, die ihn den Zauberstab in seiner Hand fester umschließen ließ. Die Muskulatur des Giftmischers spannte sich an und unbewusst hielt er den Atem an, doch er drehte sich nicht um. Stattdessen konzentrierte er sich auf die Aura des Magiers hinter ihm, presste die Kiefer dabei aufeinander, bis er die Person identifizieren konnte, ohne sich dafür umzudrehen. Der verbissene, konzentrierte Gesichtsausdruck wich einem hochzuckenden Mundwinkel, welcher von einem abschätzigen Schnauben begleitet wurde.
„Du hast Nerven“, tropfte die tiefe Stimme des Clubbesitzers matt über seine von Bart umrahmten Lippen, ohne, dass er sich dafür umdrehte, „Begibst dich mitten in der Nacht in die Nähe deines Mörders - und deine einzige Verstärkung ist ein Vogel? Was lässt dich so sicher sein, dass ich dich kein zweites Mal umbringen würde? Dank dir saß ich einen verdammten Monat in Askaban und werde von der magischen Strafverfolgung gesucht. Wenn du dich dafür entschuldigen willst, lass es lieber und geh. Ich gebe dir zehn Sekunden Vorsprung.“ Zach klang abgeklärt und unbeeindruckt, doch eigentlich stellte er sich in diesem Augenblick unzählbar viele Fragen. Wie war es möglich? Träumte er etwa gerade?
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Nathaniel Jones
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BeitragThema: Re: Hey Brother, do you still believe in one another?   Sa 14 Apr 2018 - 17:47

Auch der zweite Bruder war in einen dunklen Mantel gehüllt, welcher ihn eins mit der Dunkelheit werden ließ. Er war vorbereitet auf das bevorstehende Zusammentreffen. Es war schließlich Nathaniel gewesen, welcher diese Begegnung ganz bewusst geplant hatte. Auch er hatte Wochen und Monate als Schatten gelebt. Es war das Heim von Cailin Prince, in welchem er sich verborgen gehalten hatte. Die Welt hatte von Ableben des Hogwarts-Professors Nathaniel Jones erfahren. Der Zwilling wurde von seinem kriminellen Bruder vergiftet, weil er diesen an das Gesetzt und dessen Hüter verraten hatte, hieß es. Ein Sarg wurde beerdigt, Tränen wurden vergossen und besagter Bruder wurde verhaftet. Eine Geschichte, welche nie jemand angezweifelt hatte, nachdem der leere Sarg vergraben und der angeblich Tote von der Bildfläche verschwunden war. Doch diese konstruierte Wahrheit war nur der erste Schritt einer Vision gewesen, welche nun gereift und fortgeschritten war.
Nathaniel hatte stets gewusst, wo sich der andere Zwilling aufgehalten hatte. Ein gefederter Spion hatte den flüchtigen Todesser stets begleitet. Der totgeglaubte Zauberer hatte seine Schritte verfolgt und einige von ihnen auf subtile Weise gelenkt. Nachdem der Giftmischer dem magischen Gefängnis entkommen war, hatte Nathaniel nach einem Zeichen gesucht. Der ganze Aufwand galt der Suche nach einem Jungen, den der Zauberkünstler einst gekannt hatte. Aufmerksam hatte er verfolgt, ob dieser Junge noch existierte und in dieser Nacht hatte sich bestätigt, dass für ihn noch nicht jede Hoffnung verloren war. Ob Nathaniel ihn zu retten vermochte, war jedoch eine offene Frage, welche sich erst zum Schluss beantworten sollte.

Nachdem er die Lungen durch einen tiefen Atemwunsch mit der kühlen Nachtluft gefüllt hatte, trat Nathaniel aus den Schatten der Nacht hervor und einige Schritte auf seinen Bruder zu. Jeder Schritt war annähernd lautlos. Lediglich ein leichter Wind und der Ruf seines Raben Munin raubten der dunklen Kulisse die Stille. Der Rabe hatte in einem Baum gesessen, bevor er sich schließlich erhoben hatte, um in der Dunkelheit zu verschwinden. Nathaniel war sich sicher, dass sein Bruder alleine zu diesem Ort gekommen war und doch wollte er nichts dem Zufall überlassen. Der gefiederte Spion sollte seine Kreise drehen und die Umgebung im Auge behalten, während Nathaniel verharrte. Wohlwissend, dass der Zwillingsbruder um seine Anwesenheit wusste, bewahrte er das Schweigen, bis Zachary schließlich das Wort erhob. Unbeeindruckt und ohne den bisher neutralem Gesichtsausdruck einer Regung auszusetzen, folgte Nathaniel den Worten seines Bruders. „Du stehst an meinem Grab. Das gibt mir diese Sicherheit.“ Es bedurfte keiner sonderlich stark ausgeprägten Menschenkenntnis, um zu der Erkenntnis zu kommen, dass der Giftmischer nicht an dem Grab seines Bruders stand, weil er stolz auf das war, was er geglaubt hatte getan zu haben. Wenn ihn der Gedanke an den Mord nicht gequält hätte, dann hätte sein Weg nicht hierhergeführt. Nathaniel musste dieses Argument nicht ausführen, um es nachvollziehbar zu machen. „Zudem wirst du dir nie sicher sein, ob du es dieses Mal wirklich geschafft hast.“ Die Gestalt des Zwillings verlor an Substanz und zerfiel in Rauch, bevor Nathaniel aus dem Schatten eines anderen Baumes hervortrat. Sein Studium der Zauberkunst hatte ihn mit unzähligen Formen der Illusion vertraut gemacht, welche in den vergangenen Monaten nicht selten zum Einsatz kamen, um dem Radar der magischen Gesellschaft entgehen zu können. In diesem Moment wollte er seinem Bruder lediglich das Gefühl nehmen, dass dieser die Situation in irgendeiner Form kontrollieren konnte. „Ich bin nicht hier um einen Kampf auszutragen, Zach. Ohnehin gehören wir doch zu jenen Menschen, die andere für sich kämpfen lassen. Konzentrieren wir uns lieber auf das was wir können und reden miteinander.“ Die Zwillinge waren nie überragende Duellanten gewesen. Schon in frühen Jahren hatten die Jones-Brüder sich darauf verstanden andere zu beeinflussen und leiten. Man musste nicht kämpfen, wenn andere bereit waren diese Kämpfe auszutragen. Auch eine silberne Zunge konnte eine Waffe sein. Nicht selten war diese sogar effektiver als jeder Zauberstab.
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Zachary Jones
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BeitragThema: Re: Hey Brother, do you still believe in one another?   So 22 Apr 2018 - 23:54

Abfällig schnaubte der dunkelhaarige Giftmischer, als sein Bruder äußerte, wieso er sich so sicher war, sich mit seinem Kommen keiner erneuten Gefahr auszusetzen. Leider hatte er mit der implizierten Aussage Recht, so war es doch ein schlechtes Gewissen gewesen, das den Clubbesitzer hierhergeführt hatte, dennoch würde Zach einen Teufel tun und dies an dieser Stelle zugeben. Er wusste nämlich wahrlich nicht, was schlimmer war: der Gedanke, den eigenen Bruder, das letzte Bisschen Familie, ausgelöscht zu haben, oder aber das Wissen, dass dieser Bruder ihn verraten hatte. Langsam drehte sich der Jones um, wollte seinem Bruder gerade mit kühlem Blick ins Gesicht sehen, als sich dieser plötzlich in Rauch auflöste und an anderer Stelle wiederkehrte. Da Zach sich die Mühe sparte, sich erneut zu Nathaniel umzudrehen, blieb er einfach nur auf der Stelle stehen und lauschte Nathaniels nächsten Worten, mit welchen er leider erneut ins Schwarze traf. Ja, sollte sein krimineller Bruder es wagen, ihn erneut zu töten, würde dieser nicht sicher sein können, ob es ihm gelungen wäre. Scheinbar war der gute Jones clever genug, um seinen bösen Zwilling auszutricksen, und da dies nicht gerade einfach war, war Zach nicht ganz so sauer, wie er es sein sollte, sondern sogar ziemlich beeindruckt.

Auch nach den letzten Worten des Zauberkünstlers wich die Skepsis in den Zügen des Clubbesitzers nicht, so war das Vertrauen doch zutiefst erschüttert. Wahrscheinlich sogar auf beiden Seiten, weshalb er nicht wusste, wieso er nicht damit rechnen sollte, von jetzt auf gleich das Messer in den Rücken zu bekommen. Nathaniel hatte als offiziell Toter ohnehin den Vorteil, nicht als Mörder infrage zu kommen, und Zachary wusste leider wahrlich nicht, ob seine unterstellten Anhänger auf des Rätsels Lösung kommen würden. Denn leider war Nathaniel ein kluger Mann, der seinem Zwillingsbruder ein würdiger Konkurrent war. Wenn Zachary es geschafft hatte, jahrelang Morde wie Unfälle aussehen zu lassen, würde Nathaniel dies allemal. Sie waren nun einmal beide nicht auf den Kopf gefallen und in gewissen Angelegenheiten höchst kompetent, weshalb es bei der Frage, von welchem man lieber zur Strecke gebracht werden wollte, keine eindeutige Antwort geben würde. Man selbst und die Welt würde den letztendlichen Täter ohnehin nie herausfinden.
"Du willst also reden. Hm", tropfte es dunkel über die kalten Lippen des Jones, wobei er den Blick auf den Grabstein sinken ließ. "Dann hoffe ich mal für dich, dass du eine verdammt gute Erklärung für all das hast." Endlich wandte er sich Nathaniel zu, sah ihm erstmals ins von Schatten überdeckte Gesicht, und bei diesem Anblick wurde der Mundraum des Giftmischers auf einmal eigenartig trocken. Schlagartig wurde ihm bewusst, wie sehr er seinen Bruder vermisst hatte und dass er ganze Nächte wachgelegen hatte, weil ihn der Gedanke, für seinen Tod verantwortlich gewesen zu sein, gequält hatte. Ein resignierendes Seufzen entkam ihm daraufhin und er ließ den Blick zu Boden tropfen, während ein Mundwinkel in die Höhe zuckte. "Verdammt. Du bist so ein Arschloch." Der Kopf des Clubbesitzers wurde leicht geschüttelt, als könnte dies das in ihm aufquellende Bedürfnis niederkämpfen. Aber nein, es war zu stark; er kam gegen diesen Impuls einfach nicht an. Und so kam es, das er auf seinen Bruder zuging und ihn stumm in eine grobe, aber herzliche Umarmung zog. Eigentlich war Zachary Jones nicht der Typ für Umarmungen, aber in diesem Augenblick war er so unfassbar erleichtert, seinen Bruder wiederzusehen, dass er sich um die Echtheit seiner Existenz mit dieser körperlichen Nähe zu überzeugen versuchte. Die blauen Augen schlossen sich, als er die von Nathaniel ausgehende Wärme spürte, und die trainierten Arme umklammerten ihn fest, krallten ihre Finger in den Stoff seines Mantels. "Willkommen zurück, Bruder." Dunkel und leise waberten diese Worte neben dem Ohr des Zauberkünstlers über Zacharys Lippen, worauf er Nathaniel losließ, einen Schritt zurück tat und ihm mit einem halben Schmunzeln in die Augen sah. "Ich hätte nicht gedacht, dass ich das sagen würde, aber es tut gut, dich lebendig zu sehen." Nonchalant ließ er den Blick dann über den schwach beleuchteten Friedhof wandern. "... Also, wirst du mir erzählen, wie es dir gelungen ist, mich auszutricksen? Und wieso du das getan hast?"
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Nathaniel Jones
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BeitragThema: Re: Hey Brother, do you still believe in one another?   Mi 16 Mai 2018 - 18:09

Nathaniel nahm seinem Bruder die Skepsis, mit welcher dieser ihm begegnete, nicht übel. Auch er selbst war nicht weniger vorsichtig, denn obwohl sie Brüder waren und obwohl Nathaniel froh war, dass er Zach nun endlich wieder persönlich begegnete, hatten die beiden eine Vergangenheit, deren jüngsten Ereignisse beide zu einer potentiellen Gefahr für den jeweils anderen machten. Zumindest theoretisch. Praktisch würde Nathaniel seinem Bruder nichts antun, so lange Verteidigungsmaßnahmen es nicht erforderlich machten. Doch Zach konnte das nicht wissen und somit war die Skepsis eine legitime Reaktion auf das Auftreten des ehemaligen Professors.
Dennoch war der Zauberkünstler froh, als der Zwillingsbruder ihm entgegen jeder Vorsicht in die Arme schloss. Nathaniel erwiderte die Umarmung und entgegnete zeitgleich: „Das scheint in der Familie zu liegen.“ Ein zufriedenes Lächeln lag auf den Lippen Nathaniels, als die Brüder sich wieder voneinander gelöst hatten. Der Freund aus der Vergangenheit war noch nicht vollkommen verstummt. Er war in den Hintergrund getreten und hatte sich zurückgezogen, aber es bestand Hoffnung für ihm. Der dunkelhaarige Zauberer konnte ihm allerdings nur die Hand reichen. Ob er diese ergreifen würde, oder wieder im Hintergrund verschwinden würde, war eine Entscheidung, die nur Zach treffen konnte. Er musste sich zwischen dem entscheiden, wer er einst gewesen war und dem, zu wem er in vielen Jahren geworden war. Letzterer würde nie einen Platz in Nathaniels Herz finden. Ersteren wünschte der ehemalige Professor sich jedoch zurück.
Wir sollten ein Stück gehen“, beschloss Nathaniel, ohne sich zu den Fragen seines Bruders zu äußern, oder überhaupt eine Reaktion darauf zu zeigen. „Es ist kein gutes Gefühl vor seinem eigenen Grab zu stehen und es gibt ein anderes, das ich dir zeigen möchte.“ Doch auch dazu äußerte sich der Zwilling nicht weiter, während er den Giftmischer über den mondbeschienenden Friedhof führte. „Wie ich überlebt habe ist simpel, aber ein Zauberer verrät seine Tricks nicht.“ Einen Satz den Nathaniel das erste Mal im Waisenhaus gesagt hatte und welcher Zach damals viele nerven gekostet hatte. Denn noch bevor die Zwillinge erfahren hatte, dass sie wirklich magisch begabt waren, wurden sie zu einem ihrer Geburtstage von einem damals fremden Mann beschenkt. Nathaniels Wahl viel damals auf einen Spielzeugzauberstab. Danach hatte er sich eine große Menge Taschenspielertricks, Kartentricks und anderer Illusionen angeeignet. Auch seinem Bruder hatte er nie das Geheimnis hinter den Trick verraten. Zu einem späteren Zeitpunkt, nämlich nach ihrer Einschulung in Hogwarts, waren die Zaubertricks jedoch der wahren Magie gewichen. Die antrainierte Fingerfertigkeit war jedoch entscheidend gewesen, als Zach überlistet werden musste, damit er seinen Bruder nicht vergiften konnte.
Die Frage nach dem Warum ist schwieriger zu beantworten, aber ich werde es dir erklären.“ Die Erklärung fiel vor allem schwer, weil das Unterfangen noch nicht zu einem Erfolg geführt hatte und sich erst in dieser Nacht entscheiden würde, ob die Bemühungen sich auszahlen würden. „Zunächst solltest du wissen, dass es nie geplant war dich in Aksaban zu belassen. Sonst hätten Miss Quinn und Miss Fawley keine anonymen Trankspenden erhalten, die das Öffnen von magischen Schlössern ermöglichten.“ Das Gefängnis war nur ein notwendiges Übel gewesen, von welchem sich Nathaniel ein Ergebnis erhofft hatte, welches nur bedingt eingetreten war. „Dein neuer Status sollte dir dabei helfen dich von deinen Geschäften zu distanzieren. Ich weiß, dass du das nicht gerne hörst, aber obwohl du Schlupflöcher gefunden hast, habe ich die Hoffnung, dass du Zeit hattest, um dein Leben zu überdenken.“ Nathaniel unterbrach seinen Bericht, als die beiden vor einem Familiengrab zu stehen kamen.
Eine kleine Laterne hüllte den Marmor-Stein und das dazugehörige Grab in ein warmes Licht und offenbarte dabei viele vertrocknete und eingegangene Pflanzen. Das Grab gab ein trostloses Bild ab und es war offensichtlich, dass sich niemand um es kümmerte. Wer die nun verstorbenen Blumen einst gepflanzt hatte, war eines der wenigen ungelösten Rätsel um das besagte Grab. Doch diesem würde der Zauberkünstler vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt nachgehen. Auf dem dunklen Grabstein waren nur zwei Namen zu entdecken. Es gab weder einen Sinnspruch, welchen man auf vielen Grabsteinen finden konnte, noch genaue Jahreszahlen, oder sonst etwas. Einfache Buchstaben waren in den Stein geprägt und bildeten dort die Namen des Ehepaares Anastasia und Ioannis Nikolaidis. Nathaniel schwang den Zauberstab, wodurch die vertrockneten Blumen neu aufblühten und dem Grab ein ansehnlicheres Aussehen verschafften Für einige Augenblicke lag Nathaniels Blick auf den griechischen Namen, bevor er sein Schweigen brach: „Das ist das Grab unserer Eltern.
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