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 Wandertheater

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William Gordon
Mannschaftskapitän - Hufflepuff || Animagus
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BeitragThema: Wandertheater   Mi 28 Feb 2018 - 20:15

Sein Weg hatte ihn an jenem Morgen hinaus an die frische Luft gezogen. Die Sträucher die sich im Wind verbogen, die Bäume die im Wind tanzten und sich vollkommen in ihrer Aufgabe verloren, die Wolken die einsam über den Himmel zogen. Es war geradezu perfekt für einen wundervollen Wochenendsausflug nach Hogsmeade. Und wer durfte nicht fehlen? Natürlich Jamie! Die ganze Woche über hatte er sich gefreut auf dieses eine Treffen, auf das was sie vor hatten und selbstverständlich auf einen aufregenden Tag zu zweit. Was würde ihn wohl heute ungewöhnliches passieren? Würde Jamie sie beide in Schildkröten verwandeln? Oder würden sie wie Vögel gemeinsam durch die Lüfte ziehen, rund um Hogwarts? Der Tag versprach nur gutes,das Wetter schien zu halten und die Stimmung im Schloss war auch im allgemeinen sehr gut. Die meisten Schüler waren inzwischen nach Hogsmeade gegangen, um dort ihr Wochenende zu genießen. Sein morgendlicher Spaziergang in einer schwarzen Hose und seinem Hemd und seiner Hufflepuff Krawatte, führte ihn in die Nähe des Waldrandes und querfeld ein wieder zurück bis zu den großen Steinen, die nahe der hölzernen großen Brücke lagen. Der Wind wehte durch sein Haar, während er angespannt darüber nachdachte was in letzter Zeit nicht mit ihm stimmte. Vielleicht wollte er sich gewisse Dinge einfach nur noch nicht eingestehen, weil soviel Risiko dran hing. Eigentlich war es doch was ganz schönes oder nicht? Wenn man diese Art von Gefühlen hegte, wollte man schließlich unbedingt wissen, ob diese erwidert werden könnten. Doch in seinem Inneren lebte ein kleiner Junge der ihn ermahnte es nicht zu tun.Freundschaften würden daran zerbrechen und im schlimmsten Fall würde er sie nie wieder sehen. Vielleicht irrte er sich ja auch nur und es waren gar keine richtigen Gefühle, sondern nur eine Schwärmerei. Solche Dinge waren immer verdammt schwer, außerdem bedufte sowas reiflicher Überlegung.

Dieses Jahr war soviel Gutes geschehen, so viele Knoten hatten sich gelöst. Amanda bekam langsam aber sicher ihr Leben wieder in den Griff, Jamie Hayes war endlich tot, Ryan wieder zurück und der Apparierlehrgang geradeso bestanden. Die Welt stand zwar noch Kopf, aber zum ersten Mal hatte er wieder seit langem das Gefühl, das alles aufwärts ging. Inzwischen verbrachte er mehr Zeit mit Roxana oder den Miller-Zwillingen die zu einem wichtigen Teil in seinem Leben geworden waren. Wenn da nicht etwas wäre, was zwischen ihm und dieser Verbindung stände. Ihre Blicke, ihr Humor, die Verbindung an sich machte ihn ganz verrückt im Kopf. Was auch es war, was er in ihrer Gegenwart fühlte, er würde es versuchen heute genau festzustellen und sich endlich darüber bewusst zu werden, dass man eine so gute Freundschaft nicht mit sowas leichtfertig opferte. Im Leben gab es einfach Grenzen die man einfach nicht überschreiten sollte.

Daher versuchte er krampfhaft an etwas anderes zu denken, steckte seine Hände in die Hosentaschen und versuchte stattdessen für sich zu analysieren wie viele Hausaufgaben er noch machen musste. Astronomie, Geschichte der Zauberei, Verteidigung gegen die dunklen Künste. Vielleicht sollte er Jamie fragen ob sie zusammen....nein besser nicht. Warum kam sie ihm eigentlich wieder in den Sinn?! Am besten fragte er Amanda. Sie war auch super in den Fächern und sie hatten auch viel Spaß beim gemeinsamen Lernen gehabt. Catarina könnte er auch üben, sie erinnerte ihn zwar ständig an Jamie und es würde nicht lange dauern bis sie auch dazustoßen würde, aber so gab es wenigstens jemanden der ihn gedanklich auf dem Boden hielt. Jamie hatte noch nie einen festen Freund gehabt? Und sie war noch nie verliebt? Will konnte nicht anders als sich zu fragen, welcher Typ Junge in ihr Beuteschema passte. Jungs wie AJ oder Tankhmar? Nein, dafür war Jamie nicht die richtige. Jemand wie er selbst? Oder jemand wie Nate? Jamie war doch nicht lesbisch oder? Eigentlich ging es ihn ja auch nichts an, wobei es ja nicht unüblich war das ein guter Freund sich um ihr Wohl sorgte und sie ermutigte mit ihm darüber zu sprechen, auf welche Art Typ Junge sie stand.Das selbst Catarina glaubte, dass Jamie noch nie verliebt war, konnte nur zwei Dinge bedeuten. Entweder war sie wirklich noch nie in ihrem Leben verliebt gewesen ODER sie hatte es einfach niemandem erzählt. Noch während er darüber nachdachte, wurde er sich langsam bewusst wie albern diese Gedanken doch waren. Er wollte eigentlich gar nicht über sie nachdenken und trotzdem tauchte sie jedes Mal wieder auf.

Seufzend kehrte er zurück ins Schloss, erst als er auf Jamie traf und sie freudig in die Arme schloss, schlug sein Herz wieder höher. Will ignorierte es und versuchte sich allein auf seine beste Freundin zu konzentrieren.  "Schön, das du da bist. Ich hab mich riesig auf diesen Tag gefreut!", begann er und drückte Jamie fest an sich, bevor er sich wieder löste und versuchte ihren Blicken standzuhalten. Ohne das er es wollte wurde sein Lächeln mit einem Schlag größer. Beinahe automatisch, als ob er keine Kontrolle mehr darüber hatte, was er tat.  "Wie geht es dir? Ich hoffe, du hast gut geschlafen und bist super gut gelaunt. Hm, ich hab da einen neuen Laden glaube ich gesehen. Ist eine Neueröffnung, man sagt sich er soll wohl zu super Preisen, wirklich gute kleine magische Spielereien für Zwischendurch haben. Ich wollte da gerne mal hin. Kommst du mit?", in seiner Stimme lag etwas hoffendes, etwas das ihm die Gewissheit gab, das er und Jamie den Tag komplett zusammen und allein verbrachten. Sie war ihm wichtig, ebenso wie die Zeit die er mit ihr verbrachte. Auf einmal kam es ihm gar nicht mehr genug vor, im Gegenteil es wirkte sogar als wäre es neben dem Unterricht viel zu wenig. "Uh und es soll eine besondere Attraktion wohl durch Hogsmeade dieses Wochenende ziehen. Ich weiß nicht genau was, aber man erzählt sich das es eine kleine Gruppe sein soll, die etwas interessantes präsentiert. Lass uns hingehen, könnte witzig sein und wenn nicht päppeln wir was auch immer die machen, etwas auf.", scherzte er , nahm ihre Hand und verschränkte sie unter seinem Arm, wie es sich für einen Gentlemen gehörte, ehe er mit ihr gemeinsam sich auf den Weg machte. Ja, er konnte es kaum erwarten ins Dorf zu kommen, den Geruch von frischer warmer Schokolade zu riechen, die fröhlichen Geschäfte mit ihrem magischen Krimskrams und all dem wiederzusehen und sich ins drei Besen zu setzen, um ein Butterbier zu schlürfen.

Plötzlich wurde es ihm wieder bewusst. Das war ja fast schon ein Date oder? Nein, nur wenn beide wirklich sich darüber einig waren, was es werden sollte. Sie waren einfach sehr gute Freunde und mehr nicht. Oder doch mehr? Man das war aber auch kompliziert. Mensch sein bedeutete häufig Entscheidungen zu treffen, aber oftmals im Leben ging man die falschen Entscheidungen ein und verlor das was einem am wichtigsten war. Dieses Mal würde ihm das nicht passieren.  "Schon alle Schularbeiten erledigt?", hakte er neugierig nach, man durfte schließlich keine Möglichkeit auslassen, auch wenn manche das als einen billigen Vorwand für ein Treffen halten mochten.


Zuletzt von William Gordon am Mi 26 Sep 2018 - 21:53 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Jamie Miller
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BeitragThema: Re: Wandertheater   So 4 März 2018 - 12:08

>>Krach<<
Benommen blinzelte ich und hob den Kopf. Ich lag bäuchlings auf dem Boden meines Schlafsaals und hatte mich rechtzeitig mit beiden Händen abfangen können, bevor ich wohl mit dem Gesicht voraus auf den Holzboden gedonnert wäre. Mmmh Grummelnd stützte ich mich etwas ab und sah nach hinten um mich nach der Ursache für meinen äußerst uneleganten Fall umzusehen. Neben meinem Bett lag meine prall gefüllte und demnach schwere Umhängetasche, in deren Gurt sich mein Fuß verheddert hatte. Ich rieb mir meinen rechten Ellenbogen, bevor ich mich aufrichtete und meinen Fuß aus der Schlaufe befreite. Heute war einfach nicht mein Tag. Nachdem ich heute das Frühstück verpasst hatte und somit bis zur Mittagszeit hungern musste, war auch Athena, meine Eule, mit einem leeren Briefumschlag meines Vaters zurückgekehrt. Total aufgeregt und mit aufgeplustertem Gefieder.

Meinen weißen Pullover zurecht zupfend machte ich mich schließlich auf den Weg nach unten, wo William auf mich warten sollte. Auf den Ausflug nach Hogsmeade mit meinem besten Freund freute ich mich bereits seit ein paar Tagen, seit wir beschlossen hatten, zu zweit die Stadt unsicher zu machen. Ich hatte mich heute für eine lilane Langhaarperücke entschieden, die in leichten Locken über meine Schultern fielen und die ich mit einem Blumenkranz aus Gänseblümchen geschmückt hatte, die ich gepflückt hatte, als ich heute morgen durch die Ländereien gestreift war, um Archimedes zu suchen, der seit einem Tag nicht mehr aufgetaucht war um nach Futter zu betteln.
Als ich den Mannschaftskapitän der Hufflepuffs im Eingangsbereich sah, begann ich übers Ganze Gesicht zu lächeln. Wie immer freute ich mich darüber, meine Zeit mit ihm verbringen zu können, weswegen ich enthusiastisch die letzten drei Stufen der Treppe übersprang und ihn mit einem breiten Grinsen auf den Lippen in meine Arme schloss. Und ich erst. Man kann ja nie wissen, was passiert Ich löste mich von ihm und rieb mir erwartungsvoll die Hände. Das letzte Mal war ich mit Olivia in Hogsmeade gewesen - es war lediglich bei einem Butterbier im drei Besen geblieben, bevor wir wieder hoch zum Schloss gegangen sind. Es war nichts sonderlich spannendes passiert. Aber dadurch, dass Will und mir jedes Mal etwas komisches passierte, wenn wir gemeinsam unterwegs waren, hoffte ich insgeheim dass es heute ähnlich war.
Ich hab sehr gut geschlafen. Immerhin hab ich gestern Abend noch eine Partie Zauberschach gegen Cat gewonnen Ich lachte leise auf und hakte mich bei meinem besten Freund ein, als er mir den Arm anbot. Wir laufen jetzt einfach durch Hogsmeade, trinken eine heiße Schokolade oder ein Butterbier und machen die Läden unsicher, die uns gerade interessieren. Und lassen uns überraschen, wer oder was uns entgegen kommt schlug ich vor, schließlich war ich kein Fan vom Planen. Ich schaute lieber spontan, was auf mich zu kam.

Als wir uns in Bewegung setzten, konnte ich einen leicht federnden Gang nicht unterdrücken, so sehr freute ich mich darauf endlich in Hogsmeade anzukommen. Zu der Zeit kamen noch mehrere Schüler auf die Idee runter in die Stadt zu gehen und liefen schnatternd in die selbe Richtung wie wir. Fast alle. Geschichte der Zauberei fehlt mir noch aber dafür kann ich mich einfach nicht motivieren. Es ist einfach so langweilig, wenn man fast alle Lehrbücher in und auswendig kann Ich konnte mir ein leises Seufzen nicht verkneifen, als ich zurück an die Hausaufgabe in Geschichte der Zauberei dachte. Ich war sehr gut in dem Fach, schließlich hatte es nichts mit Praktischem Zaubern zu tun aber dennoch wurde es schnell zu langweilig für mich. Denn wenn ich was konnte, dann war es die Theorie und zwar im Schlaf. Ich werd die Hausaufgabe spätestens morgen zuende machen. Total unmotiviert verzog ich mein Gesicht und kickte einen kleinen Stein nach vorne, der meinen Weg kreuzte. Aber du willst doch hoffentlich heute nicht über die Schulaufgaben reden oder etwa doch? Ich sah schmunzelnd zu ihm hinauf. Du hast übrigens nicht zufällig irgendwo mal Archimedes gesehen? Er ist seit knapp eineinhalb Tagen nicht mehr aufgetaucht und normalerweise streunert er ja nur durch das Schloss und kommt anschließend wieder zu mir um nach Essen zu betteln. Aber ich hab ihn bislang nicht mehr gesehen Ein kleinwenig Sorge schwang in meiner Stimme mit, während ich meinen Blick nach vorne richtete. Er würde sicher wieder kommen, da war ich mir sicher.
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William Gordon
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BeitragThema: Re: Wandertheater   Di 13 März 2018 - 19:59

"Aber nein. Ich bin hier, um mir mit dir den schönsten Tag auf Erden zu machen.", dieser Moment wo sie vor ihm stand, ihn umarmte und ihr Wärme zu spüren bekam. In ihrer Gegenwart war es einfach herrlich, viel schöner als er es sonst gewohnt war. Das Band ihrer Freundschaft hatte sich seit ihrem letzten Abenteuer deutlich vertieft. Er war neuerdings ganz euphorisch, wenn sie in seiner Nähe war und hatte irgendwie das Bedürfnis ihr nahe zu sein. Sie war immer so aufgeschlossen, ein so liebevoller Mensch, mehr als er sich hätte erträumen können. Was war das für ein Gefühl das sich in ihm breit machte? Es war ähnlich dem was er neben Helena empfunden hatte, nur das er ziemlich aufgeregt war, wie ein kleines Kind das auf sein erstes Geschenk wartete und absolut keine Ahnung hatte was drin war. Sie zu spüren, ihren Atem zu führen oder ihren Duft in sich einzuziehen, war auf einmal mehr als nur das wohlige Gefühl mit seiner besten Freundin unterwegs zu sein. Dieses wohlige Gefühl hatte sich verändert zu etwas anderem, leider war es kaum zu beschreiben. Jedes Mal wenn er sie sah, konnte er die Abfolge von Reaktionen nicht mehr verändern, jedes Mal musste er lächeln und ihr Aussehen immer wieder aufs Neue bewundern. Ja, es war sogar schier unmöglich in manchen Minuten an etwas anderes zu denken, als an die Zeit mit ihr.

Die Lust mit anderen etwas zu unternehmen verging ihm, beinahe jedes Mal ertappte er sich dabei wie er versuchte andere Verabredungen zu verschieben, nur um in ihrer Nähe zu sein oder etwas mit ihr zusammen machen zu können. Andererseits war das vielleicht auch gar nicht so ungewöhnlich, schließlich waren sie beste Freunde und da machte man halt mehr miteinander als mit anderen. Jedenfalls hörte er ihr aufmerksam zu, wobei er etwas nachdenklich den Kopf schüttelte, "nein tut mir Leid, ich hab ihn nicht gesehen, aber wenn du möchtest und dir Sorgen machst, können wir auch gerne erst nach ihm suchen.", tatsächlich würde es ihm nichts ausmachen, Hauptsache er verbrachte Zeit mit ihr allein, ohne das sich jemand dazwischen mogelte. "Ich bin sicher der taucht wieder auf, du weißt doch, das ist ein riesiges Schloss. und vielleicht jagt er ja nach Mäusen.", es wäre viel zu schade wenn ihr geplanter Hogsmeade Aufenthalt an einer Katze scheitern würde. Andererseits brachte es aber auch nichts wenn Jamie die ganze Zeit sich Sorgen machte und nur noch an ihre Katze dachte. Hoffentlich stellte sich ihm diesmal kein Hindernis in den Weg, nicht heute wo er besonders auf ihre Anwesenheit baute und sich bereits im Voraus riesig auf diesen Tag gefreut hatte.

"Pass auf, ich verspreche dir, wenn wir zurückkommen setze ich alles daran deine Katze wiederzufinden, einverstanden? Aber jetzt möchte ich, das du dir Spaß gönnst.", ob sein Aufmunterungsversuch funktionierte? Er würde es zumindest gleich merken. Ohne das sie es bemerken sollte, versuchte er immer mal auf dem Weg so nahe an ihr dran zu sein wie nur möglich. Hin und wieder legte er den Arm um sie und kam sich dabei irgendwie mies vor. Sie glaubte wahrscheinlich er würde das aus reiner Freundschaft tun, nur was würde sie wohl sagen, wenn es mehr wäre? Was wenn er ihr ohne es selbst genau zu wissen sagen würde, das er vielleicht inzwischen sich mehr vorstellte als nur eine reine Freundschaft. Die meisten vermieden es, etwas mit dem besten Freund oder der besten Freundin anzufangen, weil es meistens nach hinten losging. Vielleicht war es weise diesem Rat zu folgen und sich nicht daran zu probieren. Wie es wohl wäre? Jamie und er? Ein angenehmer Gedanke, wenn auch ziemlich fehlgeleitet.

"Hast du übrigens schon gehört? Antonio, der aus Ravenclaw aus unserer Klassenstufe, soll sich wohl total verknallt haben und das ausgerechnet in Sophie.", sie war eine Zicke und ziemlich ungenießbar für Wills Geschmack, außerdem galt sie als unerreichbar, weil sie sich wie sie selbst sagte nicht viel aus Beziehungen und solchen Dingen machte. Warum sie allerdings so dachte wusste keiner so genau. "Wieso muss er sich ausgerechnet in sie verlieben? Das Mädchen das am wenigsten an einer Romanze interessiert ist. Antonio soll ihr sogar eine Rose aus Pergament gebastelt haben, die sie dann einfach ins Wasser hat fallen lassen. Schon komisch was Gefühle mit einem anstellen was?", gut zugegeben, eigentlich sprach Will sonst nie über andere Leute, zumindest nicht über deren Gefühle, aber irgendwie schien es ihm der sicherste Weg zu sein um an Informationen von Jamie zu gelangen. Vielleicht würde sie so offenbaren was sie über Beziehungen und sowas dachte. Ob sie verliebt war? Bei Jamie war er sich oft nicht sicher, denn eigentlich hatten sie nie darüber gesprochen ob Jamie etwas für jemanden empfand oder nicht. Vielleicht wollte er es auch gar nicht wissen!

"Was hast du heute denn schon so gemacht? Trainiert ihr demnächst für die nächsten Quidditchspiele? Ich hab gehört, das nächste soll Ravenclaw gegen Gryffindor sein. Ich werde aufjedenfall euch anfeuern und viel viel Erfolg wünschen."
, natürlich würde er ebenso Julia anfeuern, seine Seelenschwester konnte er wohl schlecht im Stich lassen. Nur gut, das man ihn nicht dazu zwang sich für eine Mannschaft zu entscheiden. Die Wahl zwischen den beiden würde ihm massiv schwer fallen.
"Sag mal, ich hab dir ja noch gar nicht gesagt, wie stolz ich auf dich bin. Ich muss mich noch daran gewöhnen, das du Vertrauensschülerin bist dieses Jahr. Wie fühlt man sich so, als verantwortliche Person für das eigene Haus?", tatsächlich war es für ihn mehr als ungewohnt das Abzeichen auf ihrer Uniform zu sehen, sobald sie zum Unterricht kam. Will war schon froh darüber nur Mannschaftskapitän zu sein und nicht Vertrauensschüler, denn meistens bedeutete das Chaos oder Ärger. Man stand immer zwischen den Stühlen und musste nicht nur Konflikte lösen, sondern auch noch als Vorbild voranschreiten, was ziemlich anstrengend sein konnte.

Ganz vorsichtig ließ er seinen Arm um ihre Schultern und drückte sie ganz vorsichtig etwas beim gehen an sich. Und das nur um ihre Wärme zu fühlen. Ob er sich damit verriet? Nein, nur deswegen würde man nicht gleich herausfinden worüber er so nachdachte und außerdem versuchte er sich krampfhaft nach außen hin normal zu verhalten. "Hey da hinten ist Hogsmeade! Wir sollten Cat auch was mitbringen. Deine Schwester freut sich bestimmt, wenn man ihr was zum naschen für zwischendurch kauft."
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Jamie Miller
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BeitragThema: Re: Wandertheater   Mi 14 März 2018 - 19:49

Ich grinste leicht in mich hinein und sah zu ihm hinauf. Bei seinen Worten schlug mein Herz automatisch höher. Mein schönster Tag also? Ich lachte leise auf, bevor ich mich zu ihm umdrehte, sodass ich vor ihm stand und direkt in seine Augen sehen konnte. Es reicht mir auch schon, dass ich den Tag mit dir verbringen kann erklärte ich ihm und strich mir eine lilane Haarsträhne hinters Ohr, bevor ich wieder zur Seite trat um dicht neben ihm in Richtung Hogsmeade zu laufen, nachdem ich die Ärmel meines Pullovers nach oben geschoben hatte. Es war doch wärmer als gedacht.

Lächelnd schüttelte ich den Kopf, als Will freundlicherweise auf Archimedes‘ Verschwinden reagierte. Nein Ich legte meine Hand auf seinen Unterarm. Ich wollte jetzt nicht unbedingt an meinen Kater denken - später, wenn wir wieder zurückkamen, würde ich vielleicht noch einmal nach ihm suchen. Nicht jetzt. Jetzt möchte ich nach Hogsmeade - du sagst ja, vielleicht stopft er sich auch nur irgendwo mit Mäusen voll Es würde zu ihm passen, immerhin war er ziemlich verfressen und liebte es, mir Mäuse vors Bett zu legen - als hätte er Angst, ich würde sonst verhungern wenn er mir nichts fangen würde.
Ich wollte diesen Tag jetzt mit meinem besten Freund verbringen, der sich scheinbar genauso darauf freute wie ich.

Überrascht sah ich zu Will hoch, der schließlich einen Kopf größer war als ich und verzog qualvoll das Gesicht. Wirklich? hakte ich nochmal nach. Der Arme. Ich hörte ihm zu, was er mir über Antonio und Seine Bemühungen erzählte. Ich kannte Antonio gut, immerhin war er in meinem Haus, weswegen wir oft zusammen Unterricht hatten und immer wieder mal im Gemeinschaftsraum aufeinander trafen. Aber ich gehörte nicht zu denjenigen, die oft über das Liebesleben von mir oder anderen sprach, weswegen ich nichts von Antonios Unglück mitbekommen hatte. Vielleicht war ich aber auch einfach blind was Gefühle anging. Und sie hat noch nichtmal ein Gespür für Romantik Ich seufzte leise und konnte mir vorstellen, wie Antonio gelitten haben musste, als sie seine Pergamentrose ins Wasser geworfen hatte. Mal ehrlich. Wie kann man nur so kaltherzig sein und selbst so eine kleine Geste zunichte machen? Vor meinem inneren Auge tat sich Sophies Gesicht auf, wie sie mit einem süffisanten Lächeln auf den Lippen die Rose davon schmiss. Enttäuscht schüttelte ich noch einmal den Kopf, bevor ich meinen Blick nach vorne richtete. Ich finds einwenig schade dass es solche Menschen gibt, die sich keine Gedanken darüber machen, wie sehr sie andere dadurch verletzen können. Ich weiß ja nicht, wies Antonio damit geht aber stell dir vor, du liebst jemanden so sehr dass du für diesen Menschen bis nach Alaska reisen würdest und dieser jemand zieht das Ganze nur ins Lächerliche. Das Leben ist manchmal einfach nicht fair. Und Antonio hat jemand besseres verdient. Ich würde mir auch jemanden wünschen, der meine Gefühle respektiert. Auch wenn sie vielleicht nicht erwidert werden

Völlig in Gedanken versunken wich ich gerade noch rechtzeitig einem Schüler aus, der uns entgegen kam und steckte meine Hände in die Hosentaschen. Nicht wirklich viel. Ich hab heute das Frühstück verpasst und mich endlich mal an meine Hausaufgaben für Zaubertränke gesetzt. Außerdem hab ich einwenig geübt, morgen beginnt ja die Zusatzstunde mit Professor Melbourne Ich konnte meine Nervosität nicht verbergen, weswegen ich froh war, dass Will bezüglich des Quidditchtrainings nachhakte. Ja, Olivia macht ihre Sache wirklich gut. Nur scheinen die anderen irgendwie nicht zu kapieren, dass man eine Frauenmannschaft nicht unterschätzen sollte Ein freches Grinsen huschte über meine Lippen - den anderen würden wir es zeigen. Und irgendwann treffen wir wieder auf dem Feld aufeinander Ich sah lächelnd zu ihm hoch und musste an das letzte Spiel gegen die Hufflepuffs denken. Kurz vor Ende des Spieles hatte ich einen Jäger der gegnerischen Mannschaft verfolgt und wäre beinahe in Will hineingebrettert, wenn ich nicht rechtzeitig meinen Besen zur Seite gelenkt hätte. Allerdings hatte dies dazu geführt, dass ich mit dem Ellenbogen gegen einen der Torringe geknallt war. Mein Ellenbogen war für knapp ein, zwei Tage nicht mehr bewegungsfähig gewesen.

Seine Glückwünsche bezüglich meines neuen Postens ließen mich rot anlaufen. Ich hatte selbst nie damit gerechnet, dass ich tatsächlich eines Tages Vertrauensschülerin wurde. Cat vielleicht - sie war organisiert und verantwortungsbewusst. Und ich? Mich beherrschte das Chaos. Ich war schusselig, unorganisiert und vor allem chaotisch. Natürlich war ich freundlich, ich hatte kein Problem auf Fremde zuzugehen und außerdem hatte ich eine sehr hilfsbereite Ader - aber niemals hätte ich gedacht, dass dies ausreichen würde. Es sei denn die Professoren sahen etwas in mir, was ich noch nicht in mir entdeckt hatte. Danke, Will. Ich war mir anfangs auch überhaupt nicht sicher ob ich dem gewachsen bin. Aber ich wills zumindest versuchen, außerdem habe ich dadurch viel mehr Kontakt zu den jüngeren Schülern aus unserem Haus. Ich schaff das irgendwie...irgendwie werde ich meinem Job gerecht werden Selbstsicher lächelte ich in mich hinein und strich mir kurz gedankenverloren über das Abzeichen auf meiner Brust, bevor ich überrascht auf seine Hand hinab schaute, die ruhig auf meiner Schulter ruhte und mir eine sanfte Gänsehaut im Nacken und auf meinen Unterarmen bescherte. Ohne groß darüber nachzudenken, was ich tat, - immerhin legte ich großen Wert auf etwas Nähe zu Freunden - verschränkte ich meine Finger mit den seinen, die auf meiner Schulter lagen und legte meinen eigenen Arm um seine Taille. Jetzt reden wir mal über dich - Wie gehts dir? fragte ich und sah neugierig zu ihm hoch. Ich hatte seit den Ferien nicht mehr allzu viele Möglichkeiten gehabt, mit ihm alleine etwas Zeit zu verbringen, weswegen ich die Momente noch viel eher genoss als ich es ohnehin schon tat.

Ich hob meinen Blick, der zuvor nur auf Will, auf seiner Hand oder auf den Boden gelegen hatte, als der junge Hufflepuff mich auf Hogsmeade aufmerksam machte, was vor uns auftauchte. Die Stadt hatte ich seit der 3. Klasse schon so oft besucht, dass ich den Weg bereits in- und auswendig kannte. Sicher würde sie sich freuen. Wir könnten ihr Druhbels beste Blaskaugummis mitbringen. Ich hätte nichts gegen große Blasen, die mehrere Tage durchs Zimmer fliegen Ich lachte leise bei dem Gedanken und lehnte meinen Kopf leicht an seiner Schulter an.
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William Gordon
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BeitragThema: Re: Wandertheater   Sa 24 März 2018 - 21:09

Jamies wohl größte Charaktereigenschaft war die große positive Ausstrahlung die sie auf andere übertrug. Diese Eigenschaft machte sie zu einer großartigen Vertrauensschülerin, die eigentlich schon immer als vertrauenswürdig und freundlich galt. Auch wenn ihre roten Haare und ihre Tollpatschigkeit eine einzigartige Person aus ihr gemacht hatten, war sie im Herzen eine warmherzige, sensible Person mit der sich Will nur zu gern abgab. Das sie ihrem Job also gerecht wurde, war er sich sicher, schließlich wurde sie dazu ausgewählt und hatte sogar die Auswahl überstanden. Es musste also irgendetwas an ihr geben, das auch die anderen sahen und das war nunmal eine der wichtigeren Eigenschaften an die Will zumindest immer wieder denken musste. Kaum zu glauben, dass jemand wie sie so leuchten konnte, wie ein Licht das einem den Weg wies und einem genau das offenbarte was man suchte.

Die Nähe zu ihr verwirrte ihn sichtlich, besonders als sie ihre Hand mit seiner verschränkt hatte, war als ob Käfer über seinen Rücken krabbeln würden. Ein merkwürdiges Gefühl ihre Hand zu halten, fast als ob sie die Nähe zwischen ihnen vertiefen wollten. Aber dann kam der große Knall, der Gedanke das sie nur Freunde waren und das ganze sich im Grunde nur in Wills Kopf abspielte. Konnte er sich der Frage verwehren wie es wohl wäre? Nein! Konnte er sich der Frage verwehren wie es wäre, wenn er sie küssen würde? Nein! Nur gut, dass sie nicht seine Gedanken lesen konnte, sonst wäre er wohl schon lange aufgeflogen, andererseits könnte er sich dann auch nicht mehr in ihrer Nähe aufhalten.

Sein Herz pochte wie wild, seine Augen glitten das eine oder andere Mal an ihr hinab oder blieben an ihrem Gesicht kleben. Manchmal war es schön wenn sie sich einfach nur ansahen und schwiegen, wenn es wirkte als würden sie sich jeden Augenblick näher kommen.
"Mir? Oh mir geht es sehr gut! Wirklich, ich habe mich in letzter Zeit nie besser gefühlt. Ich hab das Gefühl im Moment jede Herausforderung meistern zu können.Das hört sich lächerlich an und wirklich erklären kann ich mir das auch nicht, aber es ist ein sehr schönes Gefühl.", Euphorie war doch ein schöner Energiespender, der zugleich dazu anregte dauerhaft über die Person nachzudenken, der man sich so nahe fühlte und seinem Wunsch am liebsten nachgeben würde. "Mit Menschen wie die die ich jetzt um mich habe, könnte ich gar nicht unglücklich sein. Und mit dir wirds nie langweilig, wir haben schon die dollsten Abenteuer hinter uns, wie oft passiert es schon das man kleiner wird? Oder vor Spinnen flüchtet? ", eine rein rhetorische Frage, die er an sie stellte, "Ich weiß, das ich eine zeitlang ziemlich neben der Spur war, vor allem weil ich mich für das geschämt habe, was ich tat. Aber der Grund weshalb ich nach Hogwarts zurückkehrte wart ihr. Ich habe oft auf meiner Reise an dich denken müssen und an den Spaß den wir zusammen hatten. Meine Freunde,du, Cat, Nate, Amanda, Roxana, Julia sie alle kamen mir wieder in den Sinn und plötzlich fühlte ich mich schlecht, weil ich das Gefühl hatte euch alle aus meinem Leben auszuschließen. Ich habe etwas gebraucht um mir das zu verzeihen. Letztlich soll euch das nur zeigen, wie wichtig ihr mir wirklich seid und vor allem wie wichtig du mir bist.Ich habe nie vergessen das du immer da warst und das möchte ich auch für dich sein. Freunde helfen sich gegenseitig.", dass er ihr soviel anvertraute schonmal war schon einiges, denn bisher hatte sich Will nicht dazu aufraffen können ihr die Wahrheit zu sagen. Und die war er ihr schuldig, auch wenn die Details und der wichtigste Grund für diese Reise bis heute fehlte.

Als sie sich der Stadt näherten bemerkte er eine Traube von Leuten, die um ein großes Podest mit merkwürdig verkleideten Hexen und Zauberern herumstanden. Es war eine Art Bühne und auf einem Schild stand, Das Wandertheater Gallstein, Will lächelte und packte Jamies Hand. "Komm das sehen wir uns an.", sagte er und sie näherten sich der Bühne und sahen die verkleideten Darsteller ihre Aufführung machen.

"OH WIESO?! Wieso hat er das getan? Oh du strahlender Himmel, wieso tat er dies?", fragte eine der Darstellerin und trat nach ganz vorne auf der Bühne. Sie hatte eine lange Nase mit einer Warze im Gesicht. "Wieso hat er sich das Herz herausgenommen und vergraben? Was musste geschehen, um des Barons Gefühle, dass er bereitwillig seine in einer Truhe einschloss? Welch grausames Schicksal!", plötzlich trat ein weiterer Darsteller auf die Bühne, den die Hexe als Mr Pimpelfin bezeichnete.
"Pimpel, was hast du mir zu sagen, oh bringe gute Kunde!", rief sie theatralisch, als der junge mit Sommersprossen überzogene junge Mann seinen Zauberstab zog.
"Verzeiht Baronin, aber der Baron nicht mehr erwacht. Eure Tochter wird sich in kürze mit diesem Stallburschen treffen,ich rede von dem Jungen der die Hippogreife täglich füttert. "
"Oh Pimpel, der Baron wird wieder erwachen, wenn du ihm sein Herz zurückgibst.Du gehen, um in den dunklen Turm von Grindelwald einzudringen. Hol das Herz zurück, oh mutiger Pimpel. Sei derjenige der meine Zukunft rettet, denn nur mit dem Beistand meines Gatten dem Baron von Surmengard, kann ich verhindern das meine Tochter weiter mit diesem Jungen zu tun hat."
"Aber Herrin, sie ist nur eure Adoptivtochter. Wieso soll ich mich dem dunkelsten Zauberer aller Zeiten stellen?"
"Adoptiv oder nicht, sie ist meine Tochter, mein ein und alles. Sie ist eine Rose die durch das Unkraut das an sie herantritt und mit dem sie sich treffen will, verunstaltet wird. Aber sie muss erblühen und sich entgegen seine Sonne recken. Du mein guter Diener, du lieber Pimpel, du bist ein talentierter Zauberer und wenn du auf dieser Reise nie mehr kehrst zu mir zurück, wirst du in dem Wissen sterben, dass du in wahren Mute und mit guten reinen Willen gehandelt. Welch Eldelmut könnte sich ein Mann mehr erhoffen. Ich lege dir dafür die Welt zufüßen, wenn du mir das Herz des Barones zurückbringst.", ein breites Gelächter kam auf, denn der Name des Jungen war mehr als nur komisch. Er war beinahe zum totlachen und alle schienen mitzufiebern.

Will und Jamie standen in der hintersten Reihe als sie plötzlich ein "psst", aus einer der Ecken der Bühne hörten. "Hörst du das auch Jamie?", fragte er und sah zur Ecke, wo ein älterer Mann Jamie und Will zuwinkte, als Zeichen das sie zu ihm kommen sollten. Will signalisierte Jamie ihm zu folgen und so gingen sie in einen Raum unter der Bühne, wo sie geduckt gehen mussten und der alte Mann sie ansah, gemeinsam mit zwei andereren Darstellern. "Ihr seid perfekt"
"Ja ja das sind sie!"
"Danke, das ihr beide gekommen seid. Ich flehen euch an, ihr müsst uns aushelfen. Zwei unserer Darsteller sind sehr krank. Es geht um den Stallburschen der Hippogreife und der Tochter Baronin. Wir brauchen sie aber, ohne das Geld was wir mit dieser Aufführung sammeln können wir nicht weitermachen und ohne die beiden Schauspieler können wir auch nicht weitermachen. Und ihr beide, ihr seht einfach genauso aus wie wir es uns erhofften. BITTE bitte, könntet ihr diese beiden Rollen spielen? Ihr müsst auch keinen Text lernen, ich sage euch einfach was sinngemäß passieren soll und ihr improvisiert. Versprochen das wird großartig. Wir flehen euch an, bitte, wir ständen tief in eurer Schuld. Bitte zieht diese Gewänder dort an...bitte", sagte er der ältere Mann und als wäre diese Situation nicht schon prikär genug ging er sogar vor Will und Jamie auf die Knie und hielt flehend seine Hände hoch.

Will konnte nicht glauben was hier vor sich ging. Sie sollten auf diese Bühne gehen? War das deren ernst? Er wusste nicht so recht und machte große Augen als die drei Darsteller sich vor ihnen auf den Boden warfen und sie praktisch anflehten. Dann sah er zu den Gewändern. Seines war schmutzig und mit Löchern in den Hosen, ihres dagegen war ein wunderschönes sommerliches Kleid. Sie mussten also keinen Text lernen? Die Aufregung in ihm stieg, "Bitte nicht auf den Boden, steht wieder auf...",bat er die drei und sie erhoben sich wieder, immer noch mit flehenden Blicken im Gesicht.
Nun sah Will zu Jamie, "Was meinst du? Sollen wir es...nun probieren? Könnte lustig sein, mal da oben zu stehen...und da wir keinen Text lernen müssen..hm?", wie könnte er so eine Bitte ablehnen, diese Leute taten ihm irgendwie leid. Und doch fragte er sich wieso ausgerechnet er und Jamie jedes Mal wieder in solche Situationen kamen. "Du siehst bestimmt schön aus, in so einem Kleid.", scherzte er in dem Versuch die Stimmung etwas aufzuheitern und gleichzeitig ihr ein Kompliment zu machen, während der ältere Herr anfing ihnen zu erklären worum es ging, damit sie sich dann entscheiden konnten. Offenbar ging es um eine Darstellung einer Adoptivtochter einer Baronin die einen Baron geheiratet hatte, um seine Macht zu nutzen, diesen Stallburschen loszuwerden, was bisher erfolglos blieb. Doch dieser Baron hatte finstere Machenschaften mit Grindelwald gehabt und als der Baron sich schließlich verheiratete und Grindelwald den Dienst und seinen Einfluss verwehrte, stahl dieser sein Herz. Diese Gelegenheit will die junge Tochter nutzen um den Stallburschen zu treffen, der sie am Ende aus den Klauen des Barons retten und ihr seine Liebe gestehen soll. Das ist das Theaterstück, zumindest im groben. Die Details verriet der ältere Mann ihnen nebenbei.
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BeitragThema: Re: Wandertheater   So 25 März 2018 - 21:49

Ich lachte leise auf, als er so euphorisch wirkte. Es machte mich glücklich, ihn so zu sehen. Zu wissen, dass es ihm gut ging. Das hört sich nicht lächerlich an. Deine gute Laune steckt an Erwiderte ich und musste mir ein Grinsen verkneifen, kaum hatte Will mich wieder an unser Missgeschick am Ende des 6. Schuljahres erinnert. Ja, wann rannte man schon vor einer Spinne davon, wenn man selbst kleiner war als das achtbeinige Tierchen, welches dadurch viel gefährlicher aussah?
Dass sich Will für sein Verschwinden und für die letzte Zeit, in der er nicht er war, entschuldigte, damit hatte ich nicht gerechnet, weswegen ich mein Blick starr auf sein Gesicht gerichtet hatte. Ich konnte spüren, wie sehr es ihn belastete und ich hatte das dringende Bedürfnis, ihn kommentarlos in den Arm zu nehmen. Ich wollte ihm nahe sein, ihm zeigen, dass er nicht alleine war und ich wollte ihm einfach zeigen, wie sehr ich ihn mochte. Sanft drückte ich seine Hand, bevor ich abrupt stehen blieb. "Freunde helfen sich gegenseitig". Will Ich nahm meinen Arm, den ich zuvor um seine Taille gelegt hatte, wieder zu mir und löste auch schließlich unsere Hände voneinander, sodass ich mich direkt vor ihn stellen und zu ihm hinauf sehen konnte. Hör mal zu. Jeder macht mal Fehler, das ist menschlich. Du brauchst dich nicht für das zu entschuldigen, was bereits in der Vergangenheit lag, wenn die Menschen damit bereits abgeschlossen haben. Ich weiß nicht, wie es den anderen geht aber für mich war das Ganze bereits abgeschlossen, als du wieder vor mir standest. Mir war es egal, wo du warst und was du getan hast. Das wichtigste war einfach, dass du nicht in irgendeiner Weise verletzt warst, verstehst du? Ich weiß, dass das schwer ist - ich kann es mir immer noch nicht verzeihen, was ich Elijah und Cat angetan habe, als ich Ende des 6. Schuljahres den schwarzen Fleck hatte. Aber irgendwie haben sie es mir trotzdem verziehen. Und so ist das auch bei uns - es zählt nur das Jetzt und Hier Ich lächelte ihn sanft an und griff nach seiner Hand, während sich mein Blick immer noch in seinen Augen verfangen hatte. Dass sich mein pochendes Herz permanent meldete, bekam ich gar nicht mit und ignorierte auch die aufsteigende Nervosität. In diesem Moment war alles egal, solange ich in seine Augen schauen konnte. Nur hielt dies nicht mal ein paar Sekunden an, denn...

Mein Blick flog zur Seite, als ich aus der Ferne jemanden meinen Namen rufen hörte. Es war Luna, unsere Treiberin aus der Ravenclaw-Quidditchmannschaft, die mir grinsend zuwinkte. Das Lächeln erwidernd winkte ich kurz zurück, bevor ich mich abwandte um mich wieder Hogsmeade zuzuwenden. Die Stadt kam immer näher, während ich immer wieder das Gefühl hatte, als läge Wills Blick auf mir. Doch jedes Mal, wenn ich mich beobachtet fühlte und zu ihm hoch sah, hatte er seinen Blick auf den Stadteingang gerichtet.
Fasziniert und neugierig betrachtete ich das Schild, welches das Wandertheater ankündigte, und anschließend die Schauspieler auf der Bühne, die in altenglischer Sprache ein Theaterstück aufführten. Regungslos stand ich neben William und konnte meinen Blick nicht von dem Geschehen auf der Bühne abwenden. Ich stellte mir so ein Leben als Teil eines Wandertheaters unglaublich lustig vor. Man war frei, lernte Städte kennen die man nie zuvor gesehen hatte und man knüpfte vermutlich viele Kontakte. Außerdem konnte man kreativ sein, was in anderen Berufen eher weniger gern gesehen wurde. Ich fieberte mit den anderen Zuschauern mit, weswegen ich die drei Fremden erst bemerkte, als mich Will auf sie aufmerksam machte. Einwenig widerwillig, dadurch, dass ich unbedingt den Verlauf der Geschichte mitbekommen wollte, folgte ich ihm und musterte die Drei mit einem leicht neugierigen Ausdruck in meinen Augen, bevor sie zu reden begannen. Auch wenn ich mit meinem Begleiter einen kurzen verwirrten Blick austauschte, als die Fremden meinten, wir seien perfekt. Perfekt für was?

Erst als der ältere Mann weiter sprach, wurde ich einwenig schlauer daraus. Sie wollten doch tatsächlich, dass wir uns raus auf die Bühne stellten. Sie kannten uns doch gar nicht und wussten auch nicht, ob wir gut spielen könnten. Automatisch ging ich einen kleinen Schritt zurück, als er sogar Anstalten machte vor uns auf die Knie zu gehen. Ich biss mir auf die Unterlippe. Wie konnte ich solchen verzweifelten Menschen eine Bitte abschlagen? Mein Blick flog hinüber zu den Gewändern, wobei ich automatisch lächeln musste. Mein Kleid war wirklich hübsch - da konnte die Frau in mir doch nicht Nein sagen. In Ordnung... Noch nicht ganz überzeugt sah ich zurück zu meinem besten Freund, den ich kurz zweifelnd ansah. Ich sollte also einen Teil einer Liebesgeschichte spielen? Ähm...und wenn ich das nicht authentisch rüber bringen kann? fragte ich etwas zögerlich, während die eine Hexe das Sommerkleid brachte. Es war lang, vollkommen weiß und wunderschön. Ich war nun mal eine junge Frau, die auch eine Schwäche für hübsche Kleider hatte - kein Wunder, dass ich mich darüber freute, dass ich so etwas tragen durfte. Ich lächelte Will dankbar an, als er mir ein Kompliment machte. Das würden wir ja noch sehen. Aber hey, hier hast du deine Herausforderung, von der du vorhin gesprochen hast. antwortete ich grinsend.
Die Darstellerin, die noch immer das Kleid für mich trug, bugsierte mich in einen kleinen Nebenraum, in dem ich noch immer den Erzählungen des Mannes lauschen konnte, während ich mit der Hilfe der Hexe, die sich als Beatrice vorstellte, in das Kleid hineinschlüpfte. Die Hose trug ich weiterhin unten drunter, da man sie glücklicherweise nicht sehen konnte, doch den Pullover hatte ich aussziehen müssen. Es fühlte sich angenehm gut an, nachdem es noch einmal mit einem kleinen Zauberspruch an meinen Körper angepasst worden war, bevor ich mit einem leichten Lächeln auf den Lippen zurück kam und den Gänseblümchenkranz wieder in meine pastelllilanen Haare setzte, den ich zuvor abgelegt hatte. Wie sind unsere Namen in dem Stück? Ich hatte so viele Fragen, die eigentlich noch beantwortet werden sollten bevor ich hinaus auf die Bühne ging doch der Mann hatte lediglich Zeit mir diese eine Frage zu beantworten, bevor uns das Zeichen gegeben wurde, dass wir allmählich auf die Bühne mussten. Allmählich machte sich die Panik in mir breit. Es war nicht die Tatsache, dass ich Theater spielen musste - denn Schauspielern konnte ich eigentlich ziemlich gut. Nur war ich nicht vorbereitet, hätte niemals damit gerechnet und vor allem musste ich eine möglichst authentische Liebesgeschichte mit meinem besten Freund spielen. Was war, wenn wir uns küssen mussten? Würde ich es tun? Oder wurde das Theaterstück rechtzeitig beendet, bevor es zum Kuss kommen konnte? So viele Fragen, so wenige Antworten und vor allem: So wenig Zeit.

Wenige Augenblicke später fand ich mich auf der Bühne wieder, musste mich erst in meiner Rolle wiederfinden und hatte ein, zwei kleine Startschwierigkeiten doch je länger ich spielte, je mehr ich mich mit meiner Rolle anfreundetete, desto lebensecht wirkte meine Figur, die ich verkörperte. Es machte mir sogar wahnsinnig viel Spaß einfach zu schauspielern ohne wirklichen Text und es war auch interessant William dabei zuzusehen, wie er seine Rolle spielte, wenn ich mal nicht an der Reihe war und von der Seite auszusehen konnte, wie er sich schlug. Anfangs war ich unfassbar aufgeregt gewesen doch im Laufe des Stückes war es viel mehr zu einer Selbstverständlichkeit geworden vor den Zuschauern zu stehen und eine Geschichte zu entwickeln, während einem nur wenige Grenzen gesetzt wurden.

Das Stück hatte sich zum Schluss hin so entwickelt, dass die Baronin zugestimmt hatte, ihre eigene Tochter Caitlyn zu vergiften - aufgrund dessen, dass Caitlyn sich mit der Unterschicht auseinandersetzte. Kurz bevor es jedoch zur Vergiftung kam, hatte sie einen Rückzieher gemacht, sodass der Baron selbst zum Zauberstab gegriffen hatte.
Als ich mich gerade von der Bühne und aus dem Anwesen schleichen wollte, überfiel mich der Baron, drückte mir seinen Zauberstab in die Kehle und setzte an, um die letzten dramatischen Worte an mich zu rechten, bevor er mich tötete. Ich konnte nicht leugnen, dass ich mit dem Zauberstab am Hals nicht gerade entspannt war. Am liebsten hätte ich meinen eigenen gezogen, hätte seinen Zauberstab zur Seite gehauen und mich verteidigt. Immerhin war es nicht gerade angenehm völlig ausgeliefert vor einem Zauberstabträger zu stehen - egal ob es nun Schauspiel war oder nicht. Es konnte immer etwas schief gehen. Bitte flehte ich und wehrte mich einwenig, wurde jedoch von meinem Gegenüber festgehalten. Auch wenn der Griff nicht fest war, ging ich wimmernd zu Boden, als er mich dazu zwang. Es sollte schließlich so wirken, als wäre er der brutale Baron, der meinem Leben das Ende bereiten wollte. Es war so unglaublich auf der Bühne stehen zu können und einfach mal jemand anderes spielen zu können. Wie sehr ich doch das Leben dieser Leute beneidete.
Ihr wollt eine Tochter, die das Ansehen nicht befleckt? Die kann ich nicht sein. Aber Ich möchte leben und lieben, so glaubt mir doch. Verzweifelt hob ich meinen Blick und sah in die Augen des Mannes, der mich hasserfüllt ansah. Diese Emotionen, die er in seinen Blick gelegt hatte, beeindruckten mich und ließen mich hoffen, dass ich ebenso authentisch rüberkam. Es waren wohl lange Übung erforderlich, bis man eine Rolle wirklich zu 100% verkörpern konnte. Und das bekam mein Gegenüber so gut hin, dass ich Heidenrespekt vor ihm hatte. Ich kann Eure Erwartungen nicht erfüllen aber gebt mir doch bitte das Recht zu leben Ein lautes Lachen ertönte aus der Kehle des Barons, welcher seinen Zauberstab tiefer in meinen Hals drückte, sodass ich zu husten begann und meinen Blick abwandte. Panisch und verzweifelt starrte ich über die Köpfe der Zuschauer hinweg und kniff schlussendlich die Augen zusammen, erwartend, dass er den Zauberspruch aussprechen würde, auch wenn mir klar war, dass es doch noch eine Wendung geben würde.
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BeitragThema: Re: Wandertheater   Fr 30 März 2018 - 19:42

Vollkommen nervös wartete Will hinter der Bühne auf den Moment seines Auftritts. Einer der Schauspieler die von draußen zusahen würden ihm ein Signal geben und darauf wartete er gespannt ab. Jamie spielte ihre Rolle einfach nur fantastisch. Es war als wäre sie wirklich eine magische Schauspielerin, die bei einem Wandertheater beschäftigt sei. Seine Augen hingen wie gebannt an dem Stück, ebenso wie die Augen der Zuschauer,die schweigend und voller Begeisterung mitfieberten. Als der Baron Jamie plötzlich so hart anpackte verspürte Will dieses Bedürfnis seinen echten Zauberstab aus seinem Umhang zu holen und es diesem Kerl zu zeigen. Glücklicherweise war alles gespielt. Der Baron war ein großer Mann von etwa 190 cm und einem großen Schnauzbart, sowie einem roten feinen Anzug. Wie ein Adelsmann gekleidet, hätte man ihm eine derartig tiefe Stimme überhaupt nicht zugetraut. Die Geschichte des Barons besagte, das er einst ein Auror war der sich hochgearbeitet hat und im Dienste des Ministeriums sich viel Ehre zu Teil hat werden lassen, ehe er irgendwann zu sehr viel Reichtum kam und seinen Job aufgab, um das Leben eines Edelmannes zu führen. Offensichtlich war es ihm zu Kopf gestiegen und er wollte eine stammesgemäße Frau. William der in diesem Stück einen Stallburschen namens Jacob spielte, war derjenige der sich in die gute aussehende Tochter der ausgewählten Baronin verliebte und sich alle Mühe gab von ihr bemerkt zu werden. In der Tat hatte es mehrere geheime Treffen zwischen ihnen gegeben und sie waren soweit das sie ihre Liebe offen zugeben konnten, auch wenn es für eine lange Zeit eigentlich noch geheim bleiben sollte. Doch der Stallbursche hörte von der Gefahr die dem edlen Fräulein Caitlyn drohte und eilte zu ihrer Rettung vor dem bösen Despoten. Die Mutter verzweifelt am Boden unfähig ihrer Tochter zu helfen und der Macht verfallen, musste sie zu sehen wie das Ende ihrer Tochter nahte. Nun kam Williams großer Auftritt. Er trat wie ihm gesagt die doppeltürige Holztüre ein, was überraschend leicht fiel und trat mit einem unechten Zauberstab ins Geschehen. Natürlich war er unecht, es war ja lediglich eine Theaterrequisite, jeder hier trug keine echten Stäbe. Das wäre auf einer Bühne viel zu gefährlich. Die Zauber die benötigt wurden waren minimale Zauber, die man mit der Hand geradeso auführen konnte, naja zumindest die ganz alten Schauspieler wie es schien. Zauber wie kleine Funken oder das Feuer ausbrechen lassen, sowas in der Art.

Der Blick des Barons fiel auf Jacob und erneut lachte er, während er Caitlyn noch immer an die Wand drückte. Jacobe hatte seinen Zauberstab gegen den Baron erhoben. "Lasst das edle Fräulein frei oder es wird euer Ende sein, Baron!", rief Will mit erhobener Stimme. Erneut lachte der Baron und richtete den Zauberstab nun auf Jacob. "Du willst mich aufhalten? DU! Du NARR! Mein eigener Stallbursche verrät mich an meinem Hofe! Dafür wirst du sterben, Elender!", rief der Baron aus und ließ Caitlyn los. "Tretet beiseite junges Fräulein.", sagte er mit einem Lächeln zu Caitlyn und sah zu dem Baron mit ernster gespielter Mine. Will musste sich ganz schön anstrengen nicht zu lachen. Was auf der Bühne alles andere als leicht war.
"Ich fordere euch zu einem ernsten Duell heraus, Baron. Eure Verlobte und das junge Fräulein mögen unsere Zeugen sein. Gewinnt ihr, dürft ihr mich töten, gewinne ich, so gebt das Fräulein frei und verschwindet aus diesem Land.", der Baron lachte laut, "Ein Stallbursche der mich herausfordert! Das verspricht amüsant zu werden. Ich nehme an! Heute Nacht trinke ich auf deine Gebeine!", zischte der Baron und sie vollführten wie in einem in der Schule gelehrten Duell, die rituelle Verbeugung durch, stellten sich wie zwei Fechter in der Muggelwelt in Stellung. "Stupor!", rief der Baron aus und der Stallbursche, konterte mit einem Protego. Sie vollführten einen harten Kampf, in dem der Baron augenscheinlich verloren war. Zwei Minuten lang, beschossen sie sich mit Zaubern, als Jaocb einen "Expeliarmus" aussprach und der Baron seinen Zauberstab wegfliegen ließ. "Ihr seid geschlagen Baron! Haltet nun euer Wort oder ihr endet im Kerker!", zischte Will und musste sich erneut verkneifen zu grinsen. Das alles war sehr ulkisch aber irgendwie machte es Spaß, besonders als das Publikum zu applaudieren begann.
"Du bist kein einfacher Stallbursche, du hast  zu gut in den Lehren der Magie ausgebildet. WER? WER BIST DU?!", fragte der Baron. Nun schwieg Will für einen Moment. Das peinlichste was passieren konnte was eingetroffen. Er hatte einen Aussetzer. Wie paralysiert durchsuchte er seine Gedanken, aber er konnte nichts finden und ein leises Getuschel ging los. "Ich bin...ihr wollt ehm wissen wer ich bin?", fragte  er mit hoher Stimme um diese schreckliche unaushaltbare Stille zu kompensieren.

Im letzten Moment als man gerade eingreifen wollte, fiel es ihm wieder ein, "ICH bin Jacobe T. der dritte, Sohn des Lords  von Green Creek, Unterstützer dieser Grafschaft, Freund der Familie und ein verliebter junger Mann, der das Herz eines jungen Fräulein namens Caitlyn mehr als nur begehrt und ihr seid für alle Zeiten geschlagen, eure Eminenz!", fügte er in einem harten Tonfall hinzu und der Baron schrie auf und flüchtete um Gnade winselnd von der Bühne. Nun kam der Augenblick wo man ihm gesagt hatte was er zu tun hatte. Die schwierigste Aufgabe für ihn. Er musste Caitlyn alias Jamie ein Geständnis machen. Sein Herz pochte und seine Seele schrie geradezu, in der Hoffnung, das sie bemerkte das er ebenso fühlte wie Jacob für Caitlyn.

Das Licht fiel auf sie beide hinab, Wills Augen begangen zu leuchten und er führte Jamie alias Caitlyn mit einer Hand sanft in den Mittelpunkt der Bühne, vor aller Zuschaueraugen, sollte er nun die Wahrheit bekanntgeben. Die Wahrheit die Jacob und Will beide so lange verbargen. Die Wahrheit des Herzens. Seine Blicke fielen auf die wundervollen Augen von Jamie und es war dieser eine Augenblick, den nicht einmal Will aus der Schauspielerei. Der Moment als Will mit Jacob verschmolz, weil sie wie eine Stimme im Chor sprachen. Sie alle sprachen die Worte der Liebe. "Caitlyn. Lange habe ich gewartet auf den Moment der Wahrheit. Gewartet, das ich eurer würdig bin um euch die nächsten Worte anzuvertrauen. Viele Treffen haben wir hinter uns, viele Abenteuer. In dieser Zeit habe ich nicht nur euer Aussehen, nein ich habe euch als Person unglaublich zu schätzen gelernt. Wenn ihr sprecht ist es so wohlklingend und wenn ihr mir zuhört, ist es als würdet ihr jedes Wort so verstehen wie ich es meine. Es gibt Geheimnisse auf dieser Welt, die man nicht lüften kann, eines dieser Geheimnisse liegt mir auf der Zunge und doch kann ich seine Ursachen nicht bestimmen. Dennoch weiß ich zielsicher, das meine Gefühle und mein Herz für euch sprechen. In all der Zeit die wir zusammen waren, hat es angefangen. Mein Herz schlug schneller, besonders in den Minuten der Nähe, den Minuten in denen ich mir nur eines ersehnte. Euch nicht nur körperlich sondern auch geistig viel näher zu sein. Den Ausdruck auf ihren Lippen zu sehen, das Lächeln und das Funkeln in eurem Gesicht. Diese Geschicht endet nicht, dies ist nicht das Ende eines Kapitels, sondern der Beginn. Doch dieses Kapitel teilt sich nicht in zwei Lager, ich möchte das wir ein gemeinsames Kapitel schreiben. Mein Herz begehrt euch, ich habe mich so sehr verliebt und dieser Moment wo ihr es wisst, ist der Moment wo ich gestehe, euch den Beweis dafür anzutreten, den den keiner leugnen und jeder bezeugen kann.", sagte er und näherte sich ihrem Ohr und tat so als würde er flüstern, aber er sprach immer noch so laut das ihn das Publikum hören konnte. "Caitlyn, ich liebe dich und ich möchte bei dir sein, das ist mein Wunsch, mein einziger Wunsch und ich erhoffe mir, das es auch eurer ist.", sagte er und kam ihr sehr viel näher. Seine Hände legten sich auf ihre Schultern und sein Gesicht näherte sich mehr und mehr ihr und kurz bevor es geschah, flogen kleine funkelnde Lichter über die Bühne und formten das Wort "End", das Publikum applaudierte und Will sah nach vorne. Sie hatten keine Zeit sich orientieren, Wills Mund war völlig trocken und sein Herz pulsierte so schnell, das er das Gefühl hatte gleich an die Decke zu gehen. Hatte sie es gemerkt? Noch bevor er sich darüber Gedanken machen konnte, packten die anderen Schauspieler sie und zogen sie mit nach vorne, damit sie sich alle gemeinsam vor einem applaudieren Publikum verbeugten. Dies war die schauspielerische Magie, wenn man mit ein und derselben Stimme sprach. Schauspieler und Figur sprachen als einst, dieser Moment war wahrlich selten aber wenn er eintraf, war er so authentisch, das man es verwechseln könnte. Ein unsagbarer geradezu legendärer Augenblick der Verschmelzung von Geist, Verstand, Gefühlen und Gedanken zu einer Person. Das Ganze war eben größer als die Summe seiner Teile. Ein Moment in dem Will absolut glücklich war, wenn auch in dem Wissen, das sie es nur für eine schauspielerische Leistung halten würde.
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BeitragThema: Re: Wandertheater   Sa 31 März 2018 - 1:14

Als Will auf die Bühne kam und die Aufmerksamkeit des Barons auf sich zog, rappelte ich mich schnell wieder auf. Nicht, Jacob! Doch meine Warnung war völlig umsonst gewesen, denn der Baron war bereits auf die Worte des Stallburschen eingegangen. Ich warf Will einen erschrockenen Blick zu und zwang mich dazu, das Lächeln auf der Bühne nicht zu erwidern. Immerhin forderte die große Liebe meiner Figur gerade den Baron zu einem richtigen Zaubererduell heraus. Ich trat zur Seite, so wie er es von mir verlangte und hielt mir die Hand vor den Mund, wobei ich ein leichtes Zittern meiner Finger nicht verbergen konnte. Denn auch wenn es nur ein gespieltes Duell mit unechten Zauberstäben war so übertrug sich die Spannung auch auf mich, weswegen ich gebannt zuschaute und immer wieder gespielt erschrocken zusammenzuckte.
Mit stechendem Herz verfolgte ich das Duell und hielt gespannt die Luft an, als der Zauberstab wegflog. Schnell hob ich ihn auf, bevor ich mich wieder mit einem stolzen Lächeln zurückzog.

Gebannt starrte ich in das Gesicht von Will, als er plötzlich einen Blackout hatte und nicht weiter wusste. Ich ballte meine rechte Hand zur Faust und drückte ihm die Daumen, dass er noch rechtzeitig die Kurve bekam. Und so war es auch. Ich machte große Augen, als er mit der Wahrheit über seine Identität herausrückte. Er war kein einfacher Stallbursche!
Als der Baron an mir vorbeirauschte und uns die Bühne überließ, sah ich ihm mit rasendem Herzen hinterher. Jetzt war der Augenblick gekommen, in dem Jacob Caitlyn seine Liebe gestehen sollte. Langsam drehte ich mich glücklich strahlend wieder Will zu und betrachtete ihn, wie er in seinen zerlöcherten Hosen und dem Zauberstab in der Hand da stand.

Mit einem leichten verträumten Lächeln auf den Lippen ergriff ich die warme Hand meines besten Freundes, der mich in die Mitte der Bühne führte und mir anschließend tief in die Augen sah. Was würde jetzt kommen? Was für Worte würde er wählen, damit es möglichst realistisch rüberkam?
Ich war gespannt und doch waren seine nächsten Worte nicht die gewesen, mit denen ich gerechnet hatte. Sie ließen mich über das ganze Gesicht strahlen - jedes Mädchen, jede Frau wäre glücklich darüber, wenn ein Mann ihr so seine Liebe gestehen würde. Und Will hatte Ahnung davon, wie man solche Worte wählte. Er wusste, wie man eine Frau zum Schwärmen bringen konnte. Und so hing auch ich regelrecht an seinen Lippen und konnte kaum aufhören zu lächeln, obwohl wir uns nur in einem Theaterstück befanden. Ich fieberte mit den beiden Charakteren mit. Es war traumhaft schön auf der Bühne zu stehen und diese Worte in Empfang zu nehmen, auch wenn sie nicht an mich sondern an Caitlyn gerichtet waren. Als Will geendet hatte herrschte kurzzeitig Stille, in der ich kurz die Augen schloss und in mich hinein lächelte. Was sollte ich jetzt tun? Schlagartig fiel mir wieder ein dass das Theaterstück ja noch weiter ging. Und sofort war die Nervosität wieder da. Wie sollte ich reagieren?

Langsam trat ich näher an ihn heran und verhakte meinen Blick mit seinem. Was sollte ich tun? Wie reagierten die Schauspieler in Filmen, wenn jemand ihnen gestand, dass sie verliebt waren? Fast schon wie in Zeitlupe hob ich meine Hand und legte sie sacht an seine Wange, während mein Herz zu rasen begann. Es war vermutlich die Aufregung, weil ich nicht wusste, wie weit ich gehen musste in diesem Theaterstück. Ich wagte kaum zu atmen, mein Kopf lief jedoch auf Hochtouren. Was mach ich jetzt? Jamie, du stehst da mit deinem besten Freund versuchte ich mir selbst einzureden, lächelte jedoch sanft vor mich hin, bevor ich mit meiner Hand an seiner Wange entlang strich um sie schlussendlich an seinen Hinterkopf zu legen. Das Gefühl seiner weichen Haut unter meinen Fingern sorgte für eine starke Gänsehaut auf meinen Unterarmen, die ich jedoch in dem Moment überhaupt nicht bemerkte. Ich war zu sehr damit beschäftigt, Will tief in die Augen zu schauen und in meinen Gedanken Panik zu schieben. Ich wollte doch meinen ersten Kuss nicht als Schauspielerin auf einer Bühne haben. Und nicht mit meinem besten Freund sondern mit meinem festen Freund, der mir eine Gänsehaut bescheren sollte und durch den ich zu atmen und denken vergessen sollte. Der mein Herz zum Rasen brachte und dem ich mein vollstes Vertrauen schenken konnte. Es sollte eine reale Person sein, den ich meinem Vater vorstellen konnte und für den ich sogar kochen würde - aber kein frei erfundener Charakter aus einem Theaterstück.
Ich legte meine andere, freie Hand auf seine Schulter und überbrückte einen Teil unseres Abstandes, in dem ich mich auf die Zehenspitzen stellte. Bitte bitte bitte - lasst den Vorhang fallen Ich strich Will eine Haarsträhne aus der Stirn, bevor ich mich leicht vorbeugte und immer wieder zwischen seinen Augen und seinen Lippen hin und her starrte. Wie wäre es, sie zu küssen? Wie wäre es, wenn die gesprochenen Worte von dem gespielten Stallburschen real und an mich gerichtet wären? Wie wäre es, neben ihm oder irgendeinem anderen Mann aufzuwachen? Bitte! Macht endlich! Wann endet dieses Stück?! Ich hätte von vorn herein sagen sollen, dass ich meinen ersten Kuss nicht auf einer Bühne haben wollte und nun hatte ich den Salat. Jetzt würde ich womöglich sogar jemanden küssen, der mich noch nicht einmal liebte. Wir würden uns sicher nicht mehr in die Augen schauen können, ohne an diese Szene beim Wandertheater zu denken.

Mittlerweile waren wir nur noch wenige Zentimeter voneinander entfernt, dass ich Wills Atem sogar auf meinen Lippen spüren konnte. Augenblicklich bekam ich nur noch sehr schwer Luft, sodass ich meinen Mund leicht öffnete und meine Hand einwenig in Wills Oberteil krallte. Und zwar so, dass es das Publikum nicht zu sehen bekam. Für mich verging alles nur in Zeitlupe - es fühlte sich so an, als ständen wir bereits seit einer halben Ewigkeit da und näherten uns an - der Grund dafür waren meine Gedanken, mit denen ich beschäftigt war und die verzweifelt schrien, das Theaterstück solle doch bitte endlich ein Ende haben.

Doch gerade, als unsere Lippen nur noch wenige Millimeter voneinander entfernt waren, konnte ich im Augenwinkel sehen, wie die Bühne von den vielen Lichtern und dem Wort „End“ erleuchtet wurde und noch einmal die jubelnden und klatschenden Zuschauer hervorhoben. Mit geröteten Wangen trat ich einen kleinen Schritt zurück und musste augenblicklich über das komplette Gesicht strahlen, als von beiden Seiten die Darsteller angerannt kamen und irgendjemand im Getümmel meine Hand nahm. Die Darsteller machten sich bereit für die Verbeugungen. Relexartig griff auch ich nach Wills Hand und sah ihn lächelnd an. Wir hatten es geschafft und das Ganze hatte mehr Spaß gemacht als ich gedacht hatte. Und auch wenn ich das zur Not durchgezogen hätte, war ich insgeheim sehr erleichtert darüber, dass ich auf den Showkuss verzichten hatte können. Vielleicht würden mich manche für meinen Gedankengang verrückt halten aber meiner Meinung nach sollte mein erster Kuss wirklich ehrlich gemeint und gefühlvoll sein. Vielleicht war all das aber auch nur Wunschdenken und ich hatte einfach zu viele Filme gesehen, in denen solche romantischen Szenen mit dem ersten Kuss des Protagonisten zu überspitzt und unrealistisch dargestellt wurden?

Glücklich darüber, dass das Stück so wahnsinnig gut verlaufen war, strahlte ich dem applaudierenden Publikum entgegen und sah anschließend hoch zu Will. Du warst unglaublich rief ich ihm über den Applaus hinweg zu, damit er mich halbwegs gut verstand, und drückte seine Hand sanft. Ich wusste nicht, was Sitte war und wie man sich beim Applaus verhalten sollte, weswegen ich immer wieder zu dem Darsteller des Barons, der meine andere Hand ergriffen hatte, sah und sich nach ihm richtete. Als dieser sich zu mir herunter beugte und mir ins Ohr flüsterte, was ich zu tun hatte, nickte ich kaum merklich. Geht beide nach vorne und verneigt euch zusammen. Es war kaum zu glauben, dass mir die Mundwinkel noch nicht vom vielen Lächeln schmerzten, als ich nach der Anweisung Will nach vorne dirigierte und mich dort gemeinsam mit ihm noch einmal verneigte, bevor wir uns wieder in die Reihen der anderen einreihten. Während sich die anderen Gruppen verneigten - Baron und seine Gattin, Mädge und andere Nebendarsteller - schweifte mein Blick immer wieder über das Publikum, welches scheinbar sehr zufrieden mit unserer Darstellung war. Auch ich war nicht nur stolz auf mich sondern auch auf jeden einzelnen. So musste sich ein richtiger Schauspieler fühlen. Ein Schauspieler dachte nicht für sich alleine sondern für das komplette Team. Er fiebert und leidet mit und ist bei guten Leistungen stolz auf die komplette Besatzung. Das musste ein schönes Leben sein.

Kaum waren wir von der Bühne, wurde ich von dem Darsteller, der den Baron gespielt hatte, in eine väterliche Umarmung gezogen, sodass ich fast schon die Befürchtung haben musste, er würde mich erdrücken. Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht Ich strahlte ihn an, als er mich losließ und mir lächelnd auf die Schulter klopfte. Das war scheinbar Antwort genug, weswegen ich mich umdrehte und nach Will Ausschau zu halten. Der Platz hinter der Bühne war klein und die Darsteller gratulierten sich alle, weswegen ich in dem kleinen Chaos meinen besten Freund auf den ersten Blick nicht erkennen konnte. Ich quetschte mich zwischen zwei Männern hindurch und sah, wie die Baronin gerade die letzten Worte an Will richtete. Will Breit grinsend fiel ich ihm regelrecht in die Arme und lehnte meinen Kopf gegen seine Schulter. Ich wusste gar nicht, dass du so gut schauspielern kannst
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BeitragThema: Re: Wandertheater   Sa 7 Apr 2018 - 23:42

Als der Auftritt endlich vorbei war, fühlte sich Will als wäre er angetrunken. Benommen verbeugte er sich mit Jamie und den anderen Darstellern auf der Bühne. Aber so richtig erreichte ihn der Lärm nicht. Er hatte gerade Dinge getan oder gesagt, die nicht nur aus der Figur sondern auch aus William selbst sprachen. Allein beim stehen hatte er eine Atmung wie nach einem Sprint. Seine Atmung war flach aber konstant. Sie hatte vielleicht sogar gemerkt mit welcher Bereitschaft und Selbstverständlichkeit er in den Kuss hineingehen wollte. Irgendwie bereute er es, sie nicht auf der Bühne geküsst zu haben. Ob sie das gewollt hätte? Er hätte nur zu gerne gespürt wie es sich anfühlte sie zu küssen. Sein Traum wäre fast in Erfüllung gegangen und möglicherweise würde sie ihn sogar gleich darauf ansprechen, vielleicht hatte sie verstanden und bemerkt was wirklich in ihm vorging. Mädchen besaßen immerhin eine unheimlich Intuition und diese würde ihr vielleicht etwas verraten.

Freudig ging er hinter die Bühne, um dort auf Jamie zu warten un den Moment wo sie vielleicht einen realen Kuss miteinander teilen würden. Insgeheim hoffte er, dass sie ihn darauf ansprechen würde und dann die Wahrheit endlich ans Licht käme, das dass was auf der Bühne gesagt worden war, eigentlich für IHRE Ohren bestimmt war und nicht für die einer fiktiven Gestalt. Die Gratulation und das viele bedanken der anderen Schauspieler hinter der Bühne bedeutete ihm viel, aber in diesem Moment nicht genug. Eigentlich wollte er jetzt nur eine Person sehen und es störte ihn massiv das alle natürlich ausgerechnet jetzt die Sicht und auch noch den Platz versperrten. Wie sollte er so ungestört mit Jamie reden, ohne dauernd unterbrochen zu werden? Lächeln nahm er es hin und tat so als würde er sich freuen, doch im inneren wünschte er sich, dass alle um ihn herum verschwinden würden, damit nur er und Jamie noch da waren. Wie wild suchte er mit seinen Augen die Menge nach seiner besten Freundin ab, die Entfernung zu ihr schnürte ihm in diesem Moment die Kehle zu, die Welt um ihn herum wurde das erste Mal wirklich bedeutungslos und seine Gedanken waren nur noch auf sie fixiert. Seine Hände zitterten ein wenig vor Aufregung und als er sie dann endlich in der Menge erspähte, konnte er sich das glückliche Lächeln nicht verkneifen. Sie rang sich durch zu ihm und fiel ihm regelrecht in die Arme. Nicht einmal ein Gott kannte soviel Glück wie er in diesem Augenblick fühlte, als er Jamies Nähe spürte und die Wärme die sie ausstrahlte. Wie ein kleines Kind drückte er sie wie einen Teddybären an sich und schloss genüsslich die Augen, um jede Sekunde der Umarmung zu genießen. Leider war die Umarmung viel zu kurz und dann....ja dann folgte dieses eine Kompliment, das sein Lächeln zu Eis gefrieren ließ. Dieser Augenblick in dem die eigenen Wunschvorstellungen unbewusst von dem Menschen der einem am meisten bedeutete, zerschlagen wurden.

Ich wusste gar nicht, dass du so gut schauspielern kannst,  Ich wusste gar nicht, dass du so gut schauspielern kannst,  Ich wusste gar nicht, dass du so gut schauspielern kannst,  Ich wusste gar nicht, dass du so gut schauspielern kannst

hallte es jedes Mal in seinem Kopf wieder und wie erstarrt sah er sie gebannt an.

Jamie....das war nicht geschauspielert! Verstehst du denn nicht? Sieh mir doch einfach in die Augen und lese das was wirklich aus mir sprach., aber diese Gedanken sprach er nicht wirklich aus, genauso wie all das was er ihr am liebsten sagen würde und die Tatsache, das sie es nicht bemerkt hatte, kombiniert mit seiner Erwartungshaltung an sie, hatte in ihm etwas zerbrochen. Ja, es fühlte sich gerade so bitter wie eine Niederlage an. Eigentlich war er es selber Schuld, hätte er sich nicht so sehr erhofft, dass sie sein Geheimnis herausfindet, wäre er wohl auch nicht verletzt worden. Jetzt gab es nur eines, das ihn ein wenig trösten konnte. Er schenkte ihr noch im selben Augenblick ein eher gespieltes Lächeln und eine erneute Umarmung. Sie noch einmal in den Arm zu nehmen, gab ihm etwas von der Stabilität wieder die er bis eben noch hatte. "Du aber auch, deine Künste waren sehr beeindruckend. Ich fand du warst einsame Klasse!", sicherlich war sie das, aber leider war ihm das in diesem Augenblick nicht genug Innerlich versuchte er sich selbst ein wenig zu beruhigen und einfach den Tag mit seiner besten Freundin zu genießen, was sich aufgrund seiner derzeitigen Gefühle wirklich etwas schwierig gestaltet.
"Jamie, ich muss dir noch etwas sagen....", begann er und wollte seinen Gefühlen freien Lauf lassen, "das eben auf der Bühne...", begann er und war in diesem Moment verzweifelt genug, um sich seiner Gefühle hinzugeben und ihr endlich die Wahrheit zu offenbaren. Aber der Gedanke, das er sie damit vertreiben oder die Freundschaft ruinieren könnte. In seinen Augen funkelte die Wahrheit praktisch heraus, "Jamie...weißt du..ich..", doch der Moment in dem er sich absolut bereit fühlte wurde je unterbrochen, durch den alten Mann der dieses Wandertheater zu führen schien, den Baron gespielt hatte und sie förmlich gebeten hat mitzuspielen."Ihr wart großartig!!! Ich danke euch vielmals im Namen des ganzen Esembles. Was können wir tun um euch gebührend zu danken? Ihr dürft euch etwas aussuchen...", Will war mehr als frustriert, aber er ließ es sich nicht anmerken und sah den älteren Mann an und schüttelte den Kopf. "also ehm von meiner Seite aus, hab ich es gerne gemacht. Es hat so großen Spaß gemacht, das ich am liebsten nochmal auf die Bühne wollen würde.", der ältere Mann und Will sahen nun zu Jamie ob sie etwas wollte.

Erst nachdem Jamie ihm gesagt hatte, ob sie sich doch noch etwas wünschte oder nicht, sah er sie erneut an und fühlte sich nun in der Pflicht seinen eben angefangen Satz zuende zu bringen. "also ehm..was ich eben wollte...würdest du mit mir ins Drei Besen gehen? ich würde dich gerne einladen.", fragte er lächelnd und sah sie mit großen Augen an. Am Ende fehlte ihm wohl doch den Mut, es durchzuziehen. Der alte Mann hatte ihm den gesamtem Moment ruiniert und jetzt war er wieder zu verunsichert um ihr die Wahrheit zu offenbaren.
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BeitragThema: Re: Wandertheater   So 8 Apr 2018 - 2:53

Als ich mich erneut in Wills Armen wiederfand, hielt ich die Nähe nun etwas länger aufrecht, sodass ich das erste Mal so wirklich merken konnte, wie angenehm und beruhigend es doch war, von ihm umarmt zu werden. Mit geschlossenen Augen lauschte ich seinem Herzschlag, der genauso schnell schlug wie mein eigener - das musste wohl die Aufregung sein, die nach dem Theaterstück noch etwas anhielt. Kein Wunder, ich hätte anfangs vor Nervosität kein Wort rausgebracht.
Ich öffnete die Augen und starrte direkt in ein Augenpaar eines jungen Mannes, der einer der Statisten gespielt hatte. Mit einem undefinierbaren Blick musterte er mich und Will, weswegen ich mich anschließend doch von meinem besten Freund löste. Ich hatte jegliches Zeitgefühl verloren - ich hätte auch eine Stunde mit ihm hinter der Bühne stehen können und es würde sich für mich anfühlen als wären es nur fünf Minuten. Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen simulisierte ich einen höflichen Knicks, als Dank für sein Kompliment. Danke. Ich hatte am Anfang wirklich Panik, ich hätte niemals geglaubt, dass ich das so spontan hinbekomme

Aufmerksam hob ich meinen Blick zu seinen Augen, als er begann, einwenig herumzudrucksen. Geduldig wie ich war wartete ich darauf, bis er die richtigen Worte gefunden hatte, doch bevor er überhaupt weiter reden konnte, hatte sich der Baron zu uns gesellt und Will daran gehindert, seinen Satz zu vollenden. Sofort erschien auf meinem Gesicht ein zufriedenes Strahlen, als der ältere Mann sich zu bedanken begann und uns einen Wunsch gewährte. Hatte ich überhaupt einen Wunsch? Ich hatte Wünsche, aber keinen, den man so einfach erfüllen konnte. Ich schüttelte ebenfalls kurz den Kopf und lächelte ihn warm an. Es war uns eine Ehre, euch helfen zu können. Und wie Will schon sagte - es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, wirklich. Ich wünsche mir nur, dass ihr damit weiter macht, wie ihr es jetzt tut. Ich würde mit Sicherheit in Zukunft hin und wieder davon träumen, noch einmal auf der Bühne zu stehen. Ich war schließlich ein Fan von Theater und vor allem von Liebesgeschichten, wie unsere eine gewesen war. Nur war es das nächste Mal vielleicht so, dass ich meinen ersten Kuss nicht mehr behüten musste. Dann würde mir all das vielleicht einwenig einfacher fallen. Mein Blick glitt automatisch zurück zu Will, wobei ich mich fragte, wie diese Situation hier gewesen wäre, wenn wir uns geküsst hätten. Ich verbot mir jegliche Gedanken zu diesem Thema und rieb mir die Augen, bevor ich meine Hände in die Hüften stemmte. Ich musste aus diesem Kleid raus. Dadurch dass ich auf der Bühne ganz andere Probleme und Dinge hatte, auf die ich mich konzentriert hatte, war mir nicht so wirklich aufgefallen, wie eng das Kleid doch war.

Wills Einladung ließ mich glücklich lächeln. Es ging mir nicht darum, wer zahlte und ob wer wen einlud - es ging mir eher darum, dass er mir damit zeigte, dass er möglichst viel Zeit mit mir verbringen wollte. Mein rasendes Herz meldete sich erneut, weswegen ich kurz vergaß zu atmen und dementsprechend zu antworten. Äähm...ja gerne Aber was hatte das nun mit der Bühne zu tun, die er zuvor erwähnt hatte? Hatte er sich schon auf der Bühne überlegt, ob er mich einlud oder nicht? Dass er dafür überhaupt die Zeit und die Nerven hatte...
Aber ich muss jetzt erstmal aus diesem Kleid raus. In dem kann ich nicht richtig atmen Vielleicht lag es auch einfach an der Luft hinter dieser Bühne, weswegen ich froh war, die herumwuselnden Darsteller hinter mir lassen zu können. Dort, wo ich mich zuvor umgezogen hatte, tauschte ich auch das Kleid wieder durch meinen Pullover aus, damit ich mich wieder unters Volk mischen konnte. Am Rande der Bühne blieb ich stehen und wartete geduldig darauf, dass auch Will sich umgezogen hatte und bereit war, mit mir Hogsmeade zu besuchen. Während ich so wartete, nutzte ich die Gelegenheit mich bei den anderen zu verabschieden, denn als Wandertheater war man schließlich nicht lange an einem einzigen Ort. Und dadurch dass wir Hogwartsschüler sowieso nur am Wochenende nach Hogsmeade kamen, war die Wahrscheinlichkeit nicht gerade hoch, dass wir noch einmal auf die Truppe trafen.
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BeitragThema: Re: Wandertheater   Sa 21 Apr 2018 - 21:01

Sie beiden zogen sich jeweils um, wobei Will mehr durch Zufall im vorbeigehen einen Blick auf ihren Rücken werfen konnte und dabei knallrot wieder verschwand. Da es mehr versehentlich war und er auch nicht viel sah, war es glücklicherweise nicht so schlimm. Daher verschwieg er es und war froh als sie beide endlich wieder aufbruchsbereit waren. Als sie wieder hervorkam war es wie eine Welle aus Gefühlen die ihn übermannte, wie eine Decke die einen warm einhüllte und die Temperatur nach oben schießen ließ. Für einen Augenblick blieb er wie angewurzelt stehen, begutachtete sie und lächelte liebevoll. Sie war so bezaubernd wenn sie lächelte, wenn man das Glänzen in ihren Augen und die Gesichtskonturen bemerkte, die so wunderbar flüssig ineinander übergingen. Sanft hielt er ihr den Arm hin und nickte etwas verlegen, "darf ich um diesen Spaziergang euer Hoheit?", fragte er scherzhaft und wartete darauf das sie sich einhakte. Danach setzte er sich in Bewegung in Richtung des Drei Besen.

An diesem Tag schien neben dem Wandertheater allgemein viel in Hogsmeade los zu sein. Die verschiedensten Zauberer schienen Tricks aufzuführen und die Menge für sich zu begeistern. Die meisten ließen ihre Arbeit dafür stehen und liegen, während Will die herrliche Atmosphäre genoss. Die Menschen waren gut gelaunt und einige der Hexen und Zauberer die von weiter her zu kommen schienen, gingen alle samt in den Eberkopf. Andere wiederrum schienen sich erfreut und amüsiert auf der Straße zu unterhalten. Ales in allem war es ein schönes Bild was sich ihnen nach all den negativen Ereignissen so bot. Während sie weiter die Straße entlang schlenderten überlegte sich Will wie er an Informationen kam und wollte gerade ansetzen, als sie von einem lauten Krach und einem "Autsch" gefolgt aufmerksam auf einen kleinen Laden neben Postamt für Eulenverkehr war. Überrascht blickte Will dahin, als ein großer Mann der offensichtlich der Ladenbesitzer war nach draußen kam und wütend die Hände in die Hüften stemmte. Ein Junge etwas jünger als Jamie war mit einer großen Holzkiste gestolpert und hatte sie dabei zertrümmert, wobei die Flüssigkeit aus den Gläsern gelaufen war. "Du TÖRPEL!!! DAS MACHST DU ALLES WEG!! LOS LAUF ZU MADAME GEIERSHEAD UND ENTSCHULDIGE DICH!!!", der Junge lächelte etwas verlegen und stand etwas wacklig auf den Beinen wieder auf, "Ja, Onkel.." rief er als er schon losrannte und nur zurücksah und dabei genau In Jamie hineinrannte. Der Aufprall gegen das größere Mädchen warf ihn auf den Boden, "Autsch!", rief er erschrocken auf und stand erneut vom Boden auf, " tut mir Leid. Geht es dir gut? Ich bin so schrecklich tollpatschig" fügte er hinzu und lächelte wobei man eine kleine Lücke sah, wo ein Zahn fehlte. Wahrscheinlich hatte er den auch verloren als er sich bei irgendetwas fast den Hals brach. "Immer schön langsam Junge.", erwiderte Will und half ihm dabei stehen zu bleiben. Der Junge schien wirklich von unseeligen Pech verfolgt zu sein, denn gerade als er sich von Jamie und ihm wieder abschieden wollte, rollte unbemerkt von ihnen allen eine Glasflasche hinter ihn auf dem Boden, auf die er völlig in Eile auftrat und ausrutschte, um sich erneut auf dem Boden wiederzufinden. Leise seufzte er frustriert und Will musste kichernd zu Jamie schauen. "Der hat ja noch mehr Pech als du.", flüsterte er, während der Junge sich den Rücken rieb. Langsam rappelte er sich wieder auf und sah Jamie an, "ihr seid Schüler von Hogwarts oder? ich bin Trahkius und bin erstmal bei meinem Onkel, bis ich wieder zur Schule gehen kann in Australien. Freut mich euch kennenzulernen.", sagte er mit einem erneuten frechen Grinsen und zerzausten Haaren, während er Jamie zur Begrüßung die Hand hinhielt. "Ich bewundere euch Hogwartsschüler total, wie ist es dort? Ihr müsst total gut sein. Führst du mir was von deinen Künsten vor?", fragte er total begierig darauf Jamies Fähigkeiten zu sehen, wobei will leicht Grinsen musste. Will wusste nicht ob er den Jungen warnen oder lieber schweigend daneben stehen sollte. Daher signalisierte er Jamie ihm ruhig eine Kostprobe ihrer Magie zu geben. Wenn er in der Schule ebenso ein Tollpatsch war wie hier war er mit Sicherheit suspendiert worden.

Sanft legte er einen Arm um sie, "ich glaub ganz fest an dich.", flüsterte er ihr zu und drückte sie liebevoll an sich. Wie schön wäre es wenn sie ein Paar wären, dann könnte er ihr in diesem Moment einen Kuss geben. Der Junge holte eine Schokolade aus seinem Beutel und hielt sie Jamie hin, "hier für dich. Ich schenke sie dir, wenn du mir etwas zeigst.", irgendwie war der Junge ja schon niedlich und die Tatsache, das er Jamie Schokolade schenken wollte machte ihm sympathisch. Wills Augen glitten zu ihr und bevor sie den Zauber ausführte, stellte er sich hinter ihr und massierte ihr ganz vorsichtig die Schultern, damit sie auch ja locker blieb. "Positive Gedanken und immer an dich glauben. Du kannst das!", flüsterte er und  blieb hinter ihr stehen, damit sie jemanden hatte der sie erdete und damit sie natürlich spürte wie sehr er an sie und ihre wahren Fähigkeiten glaubte.
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BeitragThema: Re: Wandertheater   Di 1 Mai 2018 - 19:18

Ich verkniff mir ein leises Lachen, als er mich um nach einem gemeinsamen Spaziergang fragte und vollführte einen dazu passenden Hofknicks, ehe ich mich bei ihm einhakte. Sehr gerne, my Lord Meine Gedanken hingen immer noch bei dem Theaterstück, welches Wir beide nun hinter uns hatten. Es hatte wahrlich Spaß gemacht, eine völlig fremde Person verkörpern zu können. Hatte Will mindestens genauso viel Spaß daran gehabt? Ich linste zu ihm hinauf um seine Gesichtszüge analysieren zu können aber entweder war ich eine miserabel Analytikerin mit genauso schlechten Menschenkenntnissen oder Will ließ nicht zu, dass man seine Mimiken analysieren konnte.
Es war nicht nötig, Worte zu wechseln während wir tiefer in die Stadt hineingingen. Ich hielt mich nahe an Will und sah mich um. Hielt ab und zu an um eine Katze auf dem Fensterbrett zu streicheln oder kleine Wichtel zu bewundern, die man tatsächlich dressiert bekommen hatte und welche nun ein Ladensschild mit roter Farbe anmalten, wobei die Pinsel natürlich etwa so lang waren wie ihre Körper. Jedoch lenkte sie ihre Aufmerksamkeit sofort auf den Jungen, der vor mir aus einem Laden gestürzt kam, gefolgt von dem Geschrei eines älteren Mannes. Das ist doch noch längst kein Grund seinen Sohn anzuschreien murmelte ich, bevor der fremde Junge geradewegs in mich hineinrannte. Gerade noch so konnte ich meine Arme an meinen Körper als Schutzmaßnahme ziehen, ehe er mich anrempelte und zu Boden ging. Ich stolperte lediglich ein, zwei Schritte nach hinten, was mich jedoch nicht daran hinderte ihm meine Hand zu reichen und ihm dabei zu helfen aufzustehen. Gehts dir gut ist die wichtigere Frage? Ich machte mir nicht die Mühe, auf seine Frage zu beantworten und schenkte ihm nur ein offenes Lächeln. Mir ging es super, ich hatte mich nur einwenig erschrocken.

Als der Junge jedoch ein zweites Mal auf dem Boden lag, warf ich Will einen kurzen Blick zu, der diese Situation kommentierte. Ja, kaum zu glauben dass es einen größeren Tollpatsch gab als ich. Hey. Ich bin Jamie und das ist William. Ich deutete auf meinen besten Freund, als ich ihn vorstellte, bevor ich die Hand von Trahkius nahm und sie zur Begrüßung schüttelte. Als dieser jedoch seine Interesse an Hogwarts zeigte und unbedingt von mir eine Vorführung meiner Künste sehen wollte, färbten sich meine Wangen leicht rosa. Ähm...Will kann dir da besseres zeigen versuchte ich mich herauszureden. Ich wollte nicht dafür verantwortlich sein, dass ich zum einen Hogwarts in ein schlechtes Bild rückte und dass ich ihn zum anderen verletzte. Doch als Will nichts dagegen unternahm und mir sogar gut zuredete und Trahkius mir sogar Schokolade anbot, zog ich etwas zögerlich meinen Zauberstab hervor. Was sollte ich ihm denn zeigen? Was wollte er sehen? Vielleicht sollte ich wenn überhaupt etwas nehmen, bei dem nichts schief gehen konnte? Unter Williams Massage entspannte ich mich sichtlich und genoss für einen Moment das Gefühl seiner Finger auf meiner Schulter. Ich war ihm unendlich dankbar dafür, dass er an mich glaubte, auch wenn ich mich für einen Zauber entschieden hatte, der jetzt nicht unbedingt so besonders und schwierig war.

Orchideus Aus meiner Zauberstabspitze spross ein überraschend hübscher Blumenstrauß, den ich in die Hand nahm, bevor er auf den Boden fallen konnte. Der Blumenstrauß bestand aus Rosen, rötlichen Lilien, Orchideen und Tulpen. Allgemein war er in einem schönen Rotton gehalten, sodass ich ihn selbst erstmal an meine Nase halten musste um daran zu riechen. Lediglich die Tulpen hatten zwei, drei leicht vertrocknete Blätter die zeigten, dass mein Zauber nicht perfekt geworden war. Aber der Blumenstrauß war viel besser als erwartet. Bitte sehr Mit einem leichten Lächeln reichte ich ihm den Blumenstrauß und hoffte inständig dass ihm das als Zaubervorstellung genügte. Für dich fügte ich noch hinzu. Es ist jetzt kein besonders schwerer Zauber gewesen aber ich hab schon genug Probleme mit dem Zaubern, wenn ich ehrlich bin. Ich hoffe du freust dich trotzdem gab ich zu, wobei es für mich nicht sonderlich leicht war über meinen eigenen Schatten zu springen und einem Fremden von meinem Zaubertalent zu erzählen. Und zu deiner Frage, wie es so in Hogwarts ist... Ich lächelte ihn an. Das konnte ich problemlos beantworten. Es ist wirklich toll dort, man lernt immer wieder neue, besondere Leute kennen. Ich hab dort meine zweite Familie Ich sah zu Will hinüber um zu schauen, ob er vielleicht noch etwas ergänzen wollte. Aber solltest du nicht weiter? Ich will nicht dafür verantwortlich sein, dass du wieder Ärger bekommst. Es hat mich wirklich gefreut dich kennenzulernen. Man sieht sich mindestens zweimal im Leben Ich warf noch einen kurzen vorsichtigen Blick zu der Ladenstür hinüber, aus der der australische Junge gekommen war. Ich rechnete jeden Augenblick damit, dass der Mann, zu dem das Gebrüll gehört hatte, ebenfalls herausgestürzt kam und uns alle anschließend anschreien würde.
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BeitragThema: Re: Wandertheater   Fr 11 Mai 2018 - 21:58

Man konnte dem Jungen ansehen wie übers ganze Gesicht strahlte. Der Blumenstrauß war zwar nicht perfekt gelungen, aber dafür gut genug um dem Jungen das Lächeln aufs Gesicht zu zaubern, dass er bei all dem Ärger verloren hatte. Auch Will konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Sie schien wirkliche Fortschritte zu machen und so schlecht war sie überhaupt nicht. Stolz wie er war klopfte er ihr lobend auf die Schulter- "Boah danke.", der kleine Junge schien sich wirklich darüber zu freuen, was er Jamie mit einer völlig überraschenden Umarmung demonstrierte. "Das werd ich nie vergessen, nun muss ich aber los sonst wird mein Onkel sauer.", eine kleine Spur von Enttäuschung lag in seinen Augen, so als ob er sagen wollte, dass er noch mehr Zeit mit den beiden verbringen wollen würde. Vielleicht hatte er auch irgendwo gehofft, dass sie ihn aufhalten würden. Aber da nichts dergleichen geschah machte er sich auf den Weg, kam aber keine zwei Meter weiter, als er über seine eigenen Schuhe stolperte und auf die Nase flog. Leise kichernd ging Will voraus.

"Siehst du, ich wusste du schaffst es.", seine Augen waren auf die gepflasterten Wege vor ihnen gelegt als sie an einem kleinen Stand vorbeikamen, wo er Mais sah. Einen Augenblick blieb er stehen und starrte zu dem Stand, als ihm eine Idee kam wie er vielleicht doch noch ein Date daraus machen könnte. Vielleicht gab es also doch noch die Möglichkeit ihr etwas zu beichten oder zumindest in Erfahrung zu bringen ob sie sich momentan in jemand anderen verguckt hatte. Genug Auswahl hatte sie ja unter den vielen Schülern, von denen einige bestimmt gut zu ihr passen würden, möglicherweise sogar besser als Will. Was hatte er schon zu bieten? Seine Freundlichkeit, seine Lebenslust und was noch? Mit Sicherheit interessierte sie sich kaum für seine Fähigkeiten im Duellierclub oder wie er als Mannschaftskapitän so war. Andererseits war sie auch kein Mensch der andere nach ihren Fähigkeiten bewertete. Wieso überhaupt stand er da und dachte über solche Dinge nach? Es waren mit Sicherheit einige Momente vergangen, bis William aus seiner Starre wieder herauskam und bemerkte, das Jamie ihn seltsam anschaute. Komisch, dass er es in diesem Augenblick mehr genoss ihr einfach in die Augen zu sehen, als irgendwo herumzuspazieren. Er kniff beide Lippen zusammen und versuchte sich zu irgendeinem Wort durchzuringen. "Sag mal...ehm hättest du, ich meine du wir könnten ja naja uns Maiskolben kaufen, ein Lagerfeuer außerhalb machen und ehm...also ich meine einfach ein wenig am Feuer sitzen und Mais essen.", wie dämlich sich sein Vorschlag doch anhörte. Sie musste ihn ja für total bescheuert halten. Ob sie überhaupt bemerkte, dass er sie zu einem indirekten Date einlud? "das heißt natürlich wenn du nichts anderes vorhast und damit meine ich nicht, dass ich nicht Lust hätte mit dir etwas anderes zu machen, also ich hab sehr wohl Lust. Nur dachte ich, ehm also naja ich dachte halt und rede zuviel...tschuldige.", am liebsten würde er sich Ohrfeigen, so nervös war er, dabei hatte sie schon auf der Bühne nichts bemerkt. Warum also machte er sich überhaupt Hoffnungen? Vielleicht hatte sie es gemerkt und wollte ihm nur zu verstehen geben, dass sie nichts von ihm wollte und die Freundschaft lieber erhielt. Was hatte ihm seine Mutter noch gleich damals über Mädchen erklärt?

Will, Mädchen sind sehr speziell, sie sagen nicht immer direkt was sie möchten. Wenn du ein Mädchen magst musst du es ihr sagen. Aber achte immer darauf wie sie sich verhält.

Ja, toller Rat, denn Jamie bemerkte leider ungefähr soviel wie Will wenn er schlief. Bedeutete das also, dass sie nichts von ihm wollte und er sich hier völlig umsonst zum Affen machte? "Der Fußmarsch wäre nicht weit, nur zehn Minuten. Wir könnten am Feuer sitzen und ein wenig reden oder ehm, wir spielen etwas oder denken uns irgendwelche Geschichten aus, was du magst.", in seinen Augen funkelte geradezu die Hoffnung, dass sie ja sagte und aus lauter Euphorie hatte er bereits den ersten Schritt zu dem Stand gemacht und kaufte zwei Maiskolben für jeden. Einmal für dich und einmal für deine Freundin.", ein wenig rot wurde er bei dem Wort schon, auch wenn er Jamie schon immer als Freundin betitelt hatte und in dem Wort eigentlich nichts sah außer die Bedeutung von Freundschaft.

Mit der Tüte in der rechten und ihrem Arm eingerenkt in seinen, machten sie sich auf den Weg. "Früher als ich klein war, hat meine Mutter mich immer mit raus in die Natur genommen. Sie meinte, ich müsse meine Wurzeln da draußen finden. Ich war 7 Jahre alt und viel zu neugierig. Ich erinnere mich als wäre es erst gestern gewesen, da war ein Strauch voller prächtiger schwarzer Beeren. Was soll ich sagen, ich hab sie gegessen und dabei nicht beachtet das meine Mutter sie damals mit einem Zauber versehen hatte. Im Hand umdrehen war ich genauso langsam im Laufschritt wie eine Schnecke. Ernsthaft, ich hab mich noch nie so lahm von der Stelle bewegt.Seit diesem Tag hatte ich immer den größten Respekt vor dem Leben einer Schnecke. Meine Mutter fand das natürlich überhaupt nicht witzig. Ich musste den ganzen Tag damit herumlaufen. Allein bis hoch in mein Zimmer hab ich fast eine viertel Stunde oder sogar mehr gebraucht." , wie er auf das Thema kam? Er wusste es nicht genau, aber er hielt es für angebracht ihr ein wenig was aus seinem Leben vor Hogwarts zu erzählen. Sicher wusste sie schon einiges aber es gab halt Geschichten die man nur guten Freunden erzählte und nicht jedem x beliebigen. Vielleicht wollte er auch im Grunde nur die Stille durchbrechen und die Bindung zwischen ihnen etwas vertiefen. "Als kleines Kind hab ich viel Unsinn angestellt, das einzige was ich nie gemacht habe, war auf Bäume klettern. Früher lebte ein Kind in unserer Nachbarschaft, der auf eine Muggle-Schule ging. Der war wie ein Affe und rotzfrech sag ich dir. Der hat jedem die Zunge herausgestreckt und immer hatte er irgendwas süßes dabei. Nur das er immer den Mund total braun von der Schokolade hatte wenn er wieder vom Baum herunterkam. Ein richtiges Ekel. ich glaub sen Name war Freddy.", es war nicht selten, das Will begann ihr oder Julia, Amy oder Nate etwas aus seinem Leben zu erzählen. Er mochte es, genauso gerne wie er von anderen die lustigsten Geschichten aus ihrem Leben hörte. Es machte für ihn den Menschen dahinter einfach viel sympathischer und man hatte wirklich das Gefühl etwas über ihn zu wissen.

Seine Augen waren dabei immer nach vorne gerichtet, denn besonders hier musste man allmählich aufpassen. Ab dort begann nämlich der Trampelpfad, welcher immer mal die eine oder andere kleine Stolperfalle bereithielt, wie einen Stein oder ein Löchlein das von einem Maulwurf gegraben wurde. IM Augenblick hatten sie großes Glück mit dem Wetter, es regnete nicht und war auch nicht zu kalt oder zu warm. Eigentlich war es noch goldrichtig. Das grün der Bäume, warf viele Schatten auf den Weg, in denen ein laues kühleres Lüftchen wehte. Die Gräser und Pflanzen tanzten im Wind, kleinere Wolken zogen über den Himmel, nichts was nach einem schlechten Wetter aussah. Die salzige Meeresluft zog übers Land. In solchen Momenten hatte man das Gefühl dem Wasser wieder ganz nahe zu sein. Verwunderlich für einen Jungen der gerade mal passabel schwimmen konnte und früher sogar panische Angst hatte, überhaupt ins Wasser zu gehen. Besonders schlimm war es, nachdem er das Wasser nicht mehr aus dem Ohr bekam und für Stunden taub war. Ein beklemmendes Gefühl, das Will nie wieder in seinem Leben erleben wollte. Trotzdem hatte er sich vorgenommen irgendwann vor seinem Abschluss den Grund des schwarzen Sees zu erforschen. Leider benötigte er dafür irgendetwas mit dem er lange Zeit unter Wasser bleiben konnte. Ertrinken wollte er nicht unbedingt. Vielleicht sollte er Jamie fragen, ob sie Interesse hätte ein Abenteuer vor dem Ende der Schullaufbahn mit ihm zu starten. "So wie ich dich einschätze, hattest du bestimmt auch einige peinliche Erlebnisse in deiner Kindheit oder? Wie warst du damals als Kind? Genauso wie heute? Also genauso lustig und lebensfroh oder eher eine kleine Schmolllippe. Dich als schmollendes bockiges Kind, könnte ich mir überhaupt nicht vorstellen. Ehrlich, das passt gar nicht in das Bild was ich von dir habe. Wie hat dein Dad eigentlich reagiert, als du das erste Mal eine Perücke angezogen hast?", die letzte Frage interessierte ihn wirklich. Sicherlich hatte er gedacht, dass sie sich nicht trauen würde, sie wirklich in der Öffentlichkeit zu tragen. Das Gesicht ihres Dads konnte er sich eigentlich nur zu gut vorstellen. Wobei? Nein, eigentlich nicht. Er war genauso lustig drauf wie Jamie. "Also meine Mutter, hätte mich sicherlich für verrückt, erklärt, wenn ich mir eine Perücke angezogen und nach draußen gegangen wäre. Sie wollte ja das ich unbedingt bei der Einteilung in mein Haus einen Hexenhut trage. Total peinlich, wenn du mich fragst, ich finde diese spitzen Hüte völlig unbequem und sie jucken außerdem auf der Kopfhaut.", tatsächlich hatte er seinen ersten Hexenhut bei der Überfahrt nach Hogwarts absichtlich in den See fallen lassen. was nicht so klug war, denn der Wildhüter hatte ihn nach dem anlegen der Bote eine lange Standpauke dazu gehalten. Alles in allem war Wills erster Abend in Hogwarts nicht unbedingt der beste Start gewesen. Nur dämlich, das der alte Zausel ausgerechnet den Hut geborgen hatte und Will dazu zwang den nassen Hut aufzusetzen. Als er mit den anderen in die große Halle ging, war der Hut halb trocken und seine Haare nass. Die anderen wunderten sich nur und mussten natürlich nachfragen ob er wirklich so nervös war, dass er so sehr schwitzte. Der Alte saß natürlich am Tisch der Lehrer und grinste ihm frech wie er war entgegen. Nur gut, dass er in Rente gegangen war. Kein Wunder, wenn man keine Finger mehr an der rechten Hand und bereits zwei einen Zeh verloren hatte. Wildhüter war ein Beruf mit hohen Risiken. Irgendwo hatte er sogar mal gelesen, dass rund 75 % aller Wildhüter mit Körperteilverlusten zu rechnen haben. Es soll sogar eine magische Kommission untersucht haben, ob es einen speziellen Lehrgang für Wildhüter geben sollte. Eigentlich sollte man ja meinen, das ein Leben in Hogwarts und der Beruf relativ sicher seien.
Aber nun wollte er sich mehr auf Jamie konzentrieren und hören was ihr so alles im Leben widerfahren war.
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BeitragThema: Re: Wandertheater   Mi 16 Mai 2018 - 20:22

Ich lächelte ihn für einen Moment an, bevor er sich umdrehte und weiter rannte, damit sein Onkel ihm nicht nochmal hinterher schreien musste. Irgendwie tat er mir leid. Ich wusste nicht genau, was der Grund dafür war, dass sein Onkel so sauer war - vermutlich lag es an seiner Tollpatschigkeit aber mein Vater hatte mich nie angeschrien, wenn ich mal wieder irgendwelche Tassen umgeworfen hatte. Beispielsweise. Es gab natürlich auch andere Geschichten aus meiner Vergangenheit, die meine Tollpatschigkeit unter Beweis stellten. Naja, aber es hätte wesentlich spannender sein können. Du hast doch gesehen, er hat mit etwas total Spektakulärem gerechnet und dann hab ich nur den Blumenstrauß herbei gezaubert. Ich war nicht sonderlich überzeugt von meinem Zauber aber alles andere, was ich ihm hätte zeigen können, hätte total in die Hose gehen können. Und das wollte und konnte ich nicht riskieren, wenn ein fremder Junge, der zusätzlich noch jünger war als ich, direkt vor mir stand.
Ich war zwei, drei Schritte weiter gegangen, bis ich gemerkt hatte, dass Will nicht mehr neben mir war, weswegen ich mich umdrehte und ihn da stehen sah. Etwas verwundert beobachtete ich ihn dabei, wie er gedankenverloren auf einen Stand starrte, an dem unter anderem Mais aber auch Pilze und sonstige Nahrung verkauft wurde. Was ist los, Will? fragte ich und hielt mir die rechte Hand an die Stirn, damit ich nicht allzu sehr von der Sonne, die mir entgegen schien, geblendet wurde, während Will nach den passenden Worten suchte. Als er verstummt war, begann ich leicht zu grinsen und näherte mich dem Stand, hinter dem der Verkäufer seine letzte Kundin bediente. Klar, warum nicht? In Hogwarts selbst bestand schließlich selten bis gar nicht die Möglichkeit an einem Lagerfeuer zu sitzen und irgendetwas zu grillen, weswegen meine Familie und ich immer am ersten Tag der Sommerferien zuhause in Glasgow zusammen grillten. Uns wird schon was einfallen. Ich fände es tatsächlich auch nicht schlimm, wenn wir einfach zusammen am Feuer sitzen...Manchmal ist es auch einfach angenehm, wenn man schweigt. Es war ungewohnt, diesen Satz aus meinem Mund zu hören, immerhin war ich gerne und oft am Reden, weswegen man diese Antwort eher von meiner Zwillingsschwester Cat erwartet hätte. Aber solange die Stille nicht unangenehm wurde, konnte es auch sehr entspannend sein, wenn man gemeinsam schwieg. Dankeschön Mit leicht geröteten Wangen wollte ich die Maiskolbentüte entgegen nehmen, die sich Will jedoch nahm und mir seinen Arm anbot. Ich hakte mich bei ihm ein und winkte dem Verkäufer noch kurz zum Abschied zu, bevor ich Wills Erzählungen lauschte.

Seine Erzählung, wie er eines Tages zu einer menschlichen Schnecke mutiert war, ließ mich so sehr lachen, dass ich mir mit einer Hand die stechende Seite halten musste. Ai jammerte ich noch immer lachend, wobei ich tatsächlich nicht bemerkte, dass ich ins Portugiesische gerutscht war. Ich kann mir gut vorstellen, dass deine Mutter einen wirklich tollen Ausflug hatte an dem Tag Der Satz triefte nur so vor Ironie, während ich mir vor meinem inneren Auge vorstellte, wie Will mit seinem Schneckentempo versuchte, hinterher zu kommen. Allmählich beruhigte ich mich wieder, während meine Begleitung mit seiner nächsten Erzählung weiter machte. Und wegen ihm wolltest du nie klettern? Ich konnte mir kaum vorstellen, wie ein einziges Kind es schaffen konnte, einem die Lust am Klettern zu nehmen, vor allem nur, in dem er selbst auf jeden Baum kletterte um dort Schokolade zu naschen.
Ich wich noch rechtzeitig einer Wurzel aus, die sich spontan dazu entschieden hatte, aus der Erde herauszuwachsen, um mich dazu zu bringen, über diese zu stolpern. Doch da mein Blick ohnehin permanent auf den Boden gerichtet war, konnte ich problemlos der Falle ausweichen. Als Will mich nach meiner Vergangenheit befragte, sah ich schmunzelnd zu ihm hinüber. Wir hatten nie so ein ausführliches Gespräch über die Kindheit geführt und eigentlich tat ich es nicht gerne, da mich die Vergangenheit automatisch an meine Mutter erinnerte, die uns im Stich gelassen hatte, als Cat und ich gerade mal 4 Jahre alt waren. Nein, bockig war ich nicht. Ich war aber immer schon sehr laut und hab auch früher angefangen zu sprechen als Cat. Man sagt ja, dass Kinder, die bilingual aufwachsen, meistens später anfangen richtig zu sprechen aber das war nicht wirklich so, stattdessen hab ich meinen Vater und meinen Bruder schon ziemlich früh zugetextet. Ich schwieg für einen Moment, in dem ich mir überlegte, was ich erzählen konnte. Es gab so vieles, was passiert war aber manches war einfach nicht erwähnenswert. Und manches wollte ich einfach nicht erzählen. Nicht, weil es Will war, der neben mir lief, sondern eher weil ich nicht daran erinnert werden wollte. Wir gehen einmal im Jahr nach Portugal zu unserer Oma und fahren dort immer knapp eine Woche lang mit einem Hausboot herum. Mit zehn Jahren hat mich mein Vater das erste Mal ans Steuer gesetzt - es ist wirklich nicht schwer, wenn man nur geradeaus fahren muss. Aber ich fand das Schiff total langsam und hab meinen Vater gefragt, ob es nicht schneller fahren kann, was er verneinen musste. Daraufhin war ich so enttäuscht von diesem Schiff, dass ich es durch Magie geschafft habe, den Antrieb zu verstärken, ohne es überhaupt zu wollen. Wir sind geradewegs auf die nächste Bucht zugefahren, sodass mein Vater kurzerhand den Motor einfrieren musste. Ich glaube jeder andere wäre sauer gewesen aber er war tatsächlich so froh darüber, dass ich Magie in mir habe, dass er erstmal lachen musste. Ich musste bei der Erinnerung in mich hineingrinsen und durchforstete meine Gedanken weiterhin nach den verschiedensten Ereignissen aus meinem Leben.

Oh und wir waren mal gemeinsam im Zoo, in dem es einen Bereich gab, den man betreten konnte um die Tiere zu streicheln und zu füttern. Da waren Hasen und Ziegen drinnen. Es war zwar wahnsinnig toll, die Tiere sehen zu können aber ich bin kein Fan davon, wenn man sie einsperrt. Also hab ich kurzerhand versucht, sie zu befreien. Das einzige was ich hatte laufen lassen können, bevor mich irgendein Mann ausgeschimpft hat, war ein schwarz-weißes Kaninchen, welches man erst wieder einfangen musste. erzählte ich ihm von einem weiteren Ereignis meiner Vergangenheit. Damals war ich vielleicht 7 Jahre alt gewesen. Mein Vater hatte eigentlich nie etwas gegen meine Perücken. Am Anfang war es ja auch nur so, dass ich diese eine rothaarige Kurzhaarperücke hatte, die ich immer über meinen echten Haaren getragen hab. Das war Anfang der 3. Klasse, da haben wir uns erst kennengelernt, glaube ich. Dad war der erste, der mir eine zweite Perücke gekauft hat und so ging es eben immer weiter, bis ich ein ganzes Sortiment hatte. Und irgendwann in den Ferien hab ich sie mir einfach abgeschnitten. Ich zuckte mit den Schultern und konnte mich noch daran erinnern, wie mein Vater mir sogar dabei geholfen hatte, die Haare abzuschneiden. Er hatte mich immer in allen Dingen unterstützt, die ich anvisiert hatte. Egal wie skurril meine Ziele waren. Wills Worte ließen mich den Kopf schütteln - ich wusste, dass Perücken vielleicht nicht das Normalste in der Zaubererwelt waren. Aber dass man es gleich als verrückt abstempelte, gefiel mir nicht. So verrückt ist das nicht. Hier vielleicht schon aber in der Muggelwelt gibt es viele Menschen, die Perücken tragen, um andere Personen darzustellen. Ich finde es einfach nur angenehm, weil ich so nicht ganz normal wirke. Ich könnte mich auf Dauer nicht für eine einzige Frisur entscheiden. Meine braunen, langen Haare waren mir irgendwann zu langweilig und pastellfarbige Haare zum Beispiel können wirklich schön sein. versuchte ich ihm zu erklären, warum ich das überhaupt tat. Natürlich hatte ich schon früher die ein oder andere Frage bezüglich dessen beantwortet aber meistens traf ich auf taube Ohren oder auf verständnislose Blicke. Andere wiederum fanden es super, dass ich mich nicht dafür interessierte, was die anderen dazu sagten und heute gab es sowieso nur selten welche, die sich noch zu mir umdrehten, wenn ich mit einer knallroten Perücke herumlief - lediglich die Erstklässler, die noch nicht an mein Auftreten gewöhnt waren. Ich mag Hüte allgemein nicht. Zumindest Hüte aus der Zaubererwelt nicht. Ich bevorzuge lieber diese Hüte, die die Cowboys in Filmen immer tragen Erwiderte ich auf seine Worte und grinste vor mich hin. Mein Bruder besaß einen, den er allerdings nie trug, weswegen ich immer wieder mit diesem auf dem Kopf durch die Flure lief, wenn ich zuhause war.

Vor uns tat sich auf einer Waldlichtung ein kleiner Platz auf, an dem offensichtlich nicht zum ersten Mal ein Lagerfeuer gemacht wurde. Ein kleiner Steinkreis auf dem Boden sollte das Feuer daran hindern, die Wiese drum herum anzufackeln. Ich überlass lieber dir das Anzünden...ich sorge vermutlich sonst für einen kompletten Waldbrand Ich betastete das wenige Holz, welches neben der Lagerstelle lag, um zu überprüfen ob es vielleicht feucht vom Regen war, bevor ich die trockensten Holzstücke in die Mitte legte. Es war zwar nicht viel Holz, was vorhanden war aber mitten im Wald sollte das Feuerholz holen die kleinste Aufgabe sein.
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William Gordon
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BeitragThema: Re: Wandertheater   Mi 26 Sep 2018 - 21:52

Neben Jamie herzulaufen und mit ihr Geschichten der Vergangenheit auszutauschen war wirklich wunderschön. Sicher ihre Worte hatten ihm ein wenig zugesetzt, aber er nahm es ihr nicht übel, schließlich konnte sie es nicht besser wissen und anstatt sich in trüben Gedanken zu verlieren, beließ er es lieber dabei und lauschte ihrer Erzählung über ihre Vergangenheit. Aufmerksam nahm er jedes Wort auf und lachte das eine oder andere Mal herzhaft. Das Jamie ein lautes und sehr aktives Wesen war, hatte er bereits in der Vergangenheit kennengelernt, sie war manchmal so stürmisch und dabei immer gut drauf, fast als gäbe es nichts das sie wirklich erschüttern konnte. Der Tag hätte nicht besser ausklingen können als mit einem guten Lagerfeuer und einer Gesellschaft die einem Freude bereitete. Die Glücksgefühle in ihm waren inzwischen ein wenig weggegangen nun nachdem sie die Bühne verlassen hatten und es fühlte sich im nachhinein gar nicht mehr so real an. Für ihn war es eine absolut neue Erfahrung dort oben zu stehen und vor aller Augen etwas zu spielen, was ihm noch nie in den Sinn gekommen war. Wenn man das aus der Perspektive sah, wie diese Schauspielgruppe, dann wurde einem schnell klar welche Aufregung jeder Auftritt und jede neue Rolle mit sich brachte. Wäre das Stück nur etwas komplizierter gewesen, hätten sie wohl nicht soviel Glück gehabt. Nur gut, dass es auf Improvisation aufgebaut war, ansonsten hätten sie die Gelegenheit ihres Lebens verpasst.

Aus ihren Worten hörte man ziemlich deutlich heraus, dass er da einen sehr lustigen Teil aus ihrem Leben verpasst hatte, sie als Kind musste bestimmt ziemlich süß ausgesehen haben. Leider konnte er sich sie gar nicht als Baby so wirklich vorstellen, es entstand einfach kein Bild in seinem Kopf. Auch das sie ihre naturellen Haare so langweilig fand, irritierte ihn ein wenig. Er fand sie mit ihren natürlich braunen Haaren ziemlich süß, auch wenn sie da mehr Cat ähnelte. Andererseits war er Jamie von Beginn an mit Perücken gewohnt, am Anfang hatte er sich noch gefragt wieso, doch irgendwann war es für ihn zur Selbstverständlichkeit geworden. Ihre roten Haare fielen ihm inzwischen schon fast nicht mehr auf und ein wenig verstehen konnte er sie schon. Es gab Zeiten in denen man einfach aus der Menge herausbrechen wollte um seinen eigenen Stil zu finden, auch wenn sie mit einem Cowboy-Hut wahrscheinlich ziemlich schräg aussehen würde. "Ach weißt du, ich finde du siehst mit deinen braunen Haaren wirklich gut aus. Ich finde das ganz und gar nicht langweilig, gelegentlich einfach mal etwas anders legen und frisieren oder sogar einen Zopf machen und das ganze hat schon eine andere Wirkung.", erklärte er, "incano inflammare", ein Funke entstand auf dem trockenen Holz das sie gesammelt hatten, der Wind sorgte für den Rest und schon nach kurzer Zeit hatten sie ein gemütliches Lagerfeuer. Sie würden zwar nicht lange bleiben können, aber zumindest hatten sie so ein wenig Zeit miteinander. "Soll ich dir mal was sagen?", fragte er rein rhetorisch und setzte sich in den Schneidersitz auf den Boden vors Feuer. "Einen Cowboy Hut kaufe ich dir nicht, tuts nicht auch ein Hut wie sie eine Lady tragen würde? Du weißt schon diese Hüte mit den breiten Krempen? So einen schwarz, das würde dir bestimmt stehen. Lady Miller.", scherzte er ein wenig und kicherte. Freundschaftlich legte er einen Arm um ihre Schulter und genoss es im stillen ohne es sonderlich zu betonen mit ihr gemeinsam dieses schöne Ereignis zu teilen. "Weißt du,so wie ich das bei dir heraushöre, warst du also wie ein Flummi als Kind immer laut und aktiv, hm? Und so wie ich deine Schwester einschätze war sie eher die Stille. Ich war auch ziemlich laut in meiner Kindheit, allerdings erinnere ich mich nicht mehr so gut an meine Zeit als kleines Kind. Ich bin mit Julia aufgewachsen, wir sind zwar keine leiblichen Geschwister aber zusammen aufgewachsen. Wir haben immer aufeinander aufgepasst und irgendwann bekam ich dann meinen ersten magischen Ausbruch. Ich habe dabei eine Fensterscheibe mit einem Holzbrett ausversehen durchschlagen, weil ich das Brett irgendwie dazu gebracht hab mitten hindurch zu fliegen. Anstatt mich anzuschreien, freute sich meine Mutter. Unsere Nachbarn waren da hingegen mit ihrem Kind etwas strenger. Man befürchtete ihr Sohn sei ein Squib, weshalb sie ihn allen ernstes an ein Seil kopfüber über einem Abgrund hängten, nur um seine magischen Kräfte zu erwecken. Glücklicherweise wurden sie von den Auroren dafür verhaftet.", sie führten diese Konversation noch den ganzen Abend fort und machten sich kurz vor Sonnenuntergang wieder zurück auf den Weg nach Hogwarts. Es war zwar knapp aber sie kamen geradeso beide heil in ihren Schlafsälen an. Auch wenn er nicht wusste, wie Jamie es gefallen hatte, das beste an diesem Tag war es ihn mit ihr allein verbracht zu haben und wie stets etwas völlig neues, ungewöhnliches erlebt zu haben. Bedachte man all die Geschehnisse die sie schon zusammen durchgemacht hatten, könnte man glatt ein Buch über ihre gemeinsamen Abenteuer und Missgeschicke schreiben. Am meisten jedoch war er stolz darauf, dass sie trotz der vielen Missgeschicke, Unfälle und erzwungenen Abenteuern immer noch so gut befreundet waren.

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Wandertheater
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