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 [Hauptplot] Pruecillas Machtdemonstration

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Natascha Romanova
Leitung der Abteilung für magische Strafverfolgung || Halb-Veela
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BeitragThema: [Hauptplot] Pruecillas Machtdemonstration   So 11 Feb 2018 - 0:24

Pruecillas Machtdemonstration

Candice, Elijah, Natascha und Ryan | Gringott's | 10.09.2015, morgens | privat | Schicksal: ja

_______________________________________________________

Hintergrundwissen (von Will):
 

Zeugenaussagen (von Will):
 

sonstiges von Wil:
 

Fund in den Verließen / Hintergründe dazu (von Will):
 


Drei Monate lagen die Vorfälle am Widemouth Bay nun schon in der Vergangenheit und seitdem hatte sich bei den Ermittlungen ernüchternd wenig getan. Pruecilla war ein Phantom, dessen Motive nicht ganz klar waren, doch auf den Stein, der sich seit drei Monaten im Besitz der Russin befand, schien sie es nicht mehr abgesehen zu haben - oder zumindest dachte Natascha dies, da sich in der letzten Zeit nichts derartiges mehr angekündigt hatte. Sie trug den Stein immer bei sich und behütete ihn wie ihren Augapfel, allerdings war er seither auch nicht mehr bedroht gewesen, weshalb sie die anfängliche Sorge um Pruecilla leichtsinnig beiseite geschoben hatte, um sie in die Schublade mit den anderen Irren zu schieben, welche nur einmal auffielen und dann von der Bildfläche verschwanden. Das Rätsel um die Schlüsselsteine war derweil noch nicht gelöst worden, doch dies hatte im Leben der dunkelhaarigen Halb-Veela ohnehin nicht die höchste Priorität. Ihr ganzes Leben drehte sich nur noch darum, zu arbeiten und darauf aufzupassen, am Leben zu bleiben, denn auch, wenn sie in letzter Zeit niemand aus heiterem Himmel angegriffen hatte, wusste sie, dass sie nicht gerade wenige Feinde in der magischen Welt hatte. Zumal Jones noch irgendwo herumrannte, doch um dieses Problem kümmerte sich eine gesonderte Einheit der Aurorenzentrale. Ein großer Fisch wie er durfte nicht im weiten Meer verloren gehen, aber Fokus aller Einsatzkräfte durfte er auch nicht werden. Verglichen mit dem, was in der Nacht auf den 10.09. passierte, war das, waren Jones' Vorgehensweisen jedoch deutlich angenehmer, schließlich veranstaltete er nie ein solches Chaos. Fünf Tote und eine Menge Unordnung hatten die Verursacher zu verantwortlichen, und da dies absolut nicht im Stil des Giftmischers war, stand recht schnell fest, dass dieser mit der Sache nichts zu tun hatte. Generell war es um ihn eher still geworden, doch dies war Natascha nur recht. Sie hatte genug andere Dinge zu tun. Eine Aurorenzentrale zu leiten zum Beispiel.

"Also gut, alles deutet darauf hin, dass unsere alte Freundin Pruecilla ihr Comeback gefeiert hat", drang die Stimme der leitenden Aurorin laut über ihre Lippen, damit ihre am Tatort versammelten Auroren sie verstehen konnten. Es war eine halbe Stunde nach der Tat, also noch dunkel, allerdings beleuchteten die Straßenlaternen und ein paar magisch erzeugte Lichter die Kulisse vor der Bank, aus welcher gerade die Leichen transportiert und die Verletzten versorgt wurden. Letztere befanden sich noch in der Bank und mussten befragt werden, während sich definitiv auch einige Auroren bei den Verließen umsehen sollten. Außerdem unterstützten zwei Fluchbrecher die Ermittlungen, da man wohl eine Rune hinterlassen hatte, welche es zu entschlüsseln galt.
"Befragen Sie die Zeugen - ich werde mir derweil mit Mister Goodwill die Verließe ansehen. In 20 Minuten treffen wir uns wieder hier und tragen unsere Ergebnisse zusammen. Wenn Ihnen etwas auffälliges widerfährt, zögern Sie nicht, damit unverzüglich zu mir zu kommen", perlte es kühl und streng durch die kühle Nachtluft, wobei die dunklen Iriden über ihr Personal schweiften und sie etwas länger als nötig bei dem jungen Fawley hängen blieb. Fawley. "Miss Avery, Mister Fawley, Sie kümmern sich um die Rune. Sie ist in der Mitte der Empfangshalle." Leicht verengten sich die Augen der Russin, da es ihr bitter aufstieß, mit einem Verwandten von Jones' Buchhalterin zusammenarbeiten zu müssen, aber sie schluckte ihren Stolz und nickte in Ryans Richtung, um ihm zu verdeutlichen, dass sie vorgehen würden. Mit entschlossenen Schritten trat die Aurorin durch die schwere Pforte der Bank, in welcher die Auswirkungen der Explosion nur zu deutlich erkennbar waren. Oberflächlich erfasste die Aurorin die Lage, ohne dafür auch nur einmal stehen zu bleiben. Stattdessen ging sie zielsicher auf das eingesprengte Loch zu, durch welches sie die Höhlen zu den Verließen erreichen könnte. Die weiß leuchtende, aktive Rune in der Mitte des Raumes hatte sie nur kurz mit ihrem Blick abgetastet, doch da dies nicht ihr Zuständigkeitsbereich war, war sie daran vorbei gegangen, um die Fluchbrecher nicht unnöti aufzuhalten.
Der Kobolddirektor würde sie und Ryan zu den ausgeraubten Verließen führen, wobei sein argwöhnischer Blick nur zu deutlich auf den menschlichen Gestalten haftete.


Zuletzt von Natascha Romanova am So 11 Feb 2018 - 17:28 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Elija Cartwright
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Pruecillas Machtdemonstration   So 11 Feb 2018 - 16:27

Inmitten der Auroren stehend, erhaschte Elija durch die Augen Joshua Fawleys erste Blicke auf das Chaos, welche jene Bank ereilt hatte, welche als die sicherste überhaupt galt. Am meisten störte den alten Zauberer vermutlich, dass er mit diesem Geniestreich überhaupt nichts zu tun hatte. Laut der leitenden Aurorin war es eine Pruecilla, welche hinter diesem Kunstwerk aus Tod und Zerstörung steckte. Womit der zweite Punkt erreicht war, welcher den dunkelhaarigen Zauberer innerlich kochen ließ. Wie konnte es sein, dass die Russin und ihr amateurhaftes Gefolge, zu welchem neuerdings auch Loreenas nervtötender Sprössling zählte, über Informationen verfügten, die Elija selbst noch nicht in Erfahrung gebracht hatte. Es wurde dringend Zeit die Akten der Aurorenzentrale zu untersuchen, denn diese Pruecilla war ihm schon jetzt ein Dorn im Auge. Ihre Macht schien angesichts dieses Überfalls zumindest nicht gering zu sein und Elija hatte die Angewohnheit derartige Machtquellen auszuquetschen, wie Muggelkinder ein Trinkpäckchen, oder wie Vampire Muggelkinder, um bei Metaphern zu bleiben, welche dem alten Zauberer gefielen.
Nachdem die Aufgaben von der Russin verteilt wurden, folgten Elija und Candice der Russin und Goodwill in das Gebäude. Natascha Romanova war nicht die Chefin von Avery und Fawley, sie hatte jedoch die Einsatzleitung, weshalb Elija im Zuge seiner Tarnung beschlossen hatte die Befehle zu befolgen. Es missfiel ihm jedoch, dass er die Russin nicht begleiten konnte. Von ihr ging nämlich ebenfalls eine Aura der Macht aus, die kein Teil ihrer magischen Begabung zu sein schien. Für genauere Rückschlüsse auf die Quelle dieser Macht, müsste er jedoch näher an die Russin herantreten, was momentan nicht möglich war. Die leitende Aurorin und ihr Aushilfswelpe waren nämlich mittlerweile in die Katakomben eingetreten, während Avery und Fawley sich vorsichtig der Rune näherten.
Elija entging dabei natürlich nicht, dass ein Kobold ihnen folgte und einen strengen Blick auf die beiden warf. Die kleine Gestalt wurde nie vollständig aus den Augen gelassen, auch wenn die Konzentration primär der sonderbaren Rune galt. Elija kannte das was er sah, auch wenn die Erinnerungen daran älter waren, als der Körper, welcher die Rune nun betrachtete. Diese Art von Runen war längst keine gängige Methode der Zauberei mehr und sie in derartiger Perfektion anzuwenden war für den Großteil der Zauberer und Hexen vollkommen unmöglich. „STOPP!“, brüllte der dunkelhaarige junge Mann dem Kobold entgegen, als dieser in seiner unbekümmerten Arroganz näher an die magische Falle herantrat. „Ich bin stellvertretender Sicherheitschef dieser Bank und…“, begann der grimmige Kobold schließlich, wurde jedoch von Elija unterbrochen. „Wenn der stellvertretende Sicherheitschef dieser Bank vor hat sich trotz seiner nahezu lächerlichen Körpergröße in noch kleinere Teile zu sprengen, möge er das bitte mitteilen, damit ich die Spritzzone vorher verlassen kann. Andererseits sollte besagter Kobold nun die Klappe halten und so weit wie nur möglich von der Rune weggehen. Danke.“ Ein fast schon freundliches Lächeln, gepaart mit einem eisernen Blick, wurde dem Kobold entgegengeworfen, welcher sich mit hochrotem Kopf zurückzog und innerlich vermutlich vor Wut kochte. Natürlich hätte der alte Zauberer noch einige Sprüche auf Lager gehabt, um den Stolz des kleinen Geschöpfes in Stücke zu reißen, jedoch war die Rune für den Augenblick deutlich interessanter. „Siehst du es?“, richtete er das Wort schließlich auf die schöne rothaarige Hexe. In den Augen Fawleys lag fast schon Bewunderung, als er die magische Falle betrachtete. Dazu musste man wissen, dass Elija nur selten etwas mit Bewunderung belohnte, was nicht sein eigenes Werk war.

Sein Blick wurde von dem Meisterwerk dunkler Magie entfernt und lag nun auf der Fluchbrecherin, welche einst die beste Freundin Fawleys und nun eine loyale Anhängerin Cartwrights war. Ein geschulter Blick offenbarte, dass sie es nicht bloß mit einer Rune zu tun hatten, sondern dass ein Meiser der Runenmagie zwei Runen geschickt miteinander verwoben hatte. Runen dieser Art folgten einer festen Reihenfolge und ließen sich auch nur in dieser auflösen. Doch die wahre Kunst bestand darin, die Runen voneinander abzugrenzen, um die Reihenfolge der Auflösung zu ermitteln. „Welche ist die erste? Kannst du es erkennen?“ Elija war mittlerweile näher an Candice herangetreten, um weniger laut sprechen zu müssen. Er hatte das Rätsel der Runen gelöst, doch er wollte wissen wozu die angeblich beste Fluchbrecherin im Ministerium in der Lage war. Candice war für ihn nicht nur nützlich, sondern trug die nötige Portion Wahnsinn in sich, um an seiner Seite bestehen zu können. Sie war die erste, welche von dem alten Zauberer als würdig erachtet wurde von ihm zu lernen. Diese Runen waren die Waffen einer Person, welche zu einer Feindin werden könnte. Candice musste diese im vollem Umfang verstehen, um gegen diese Feindin eine Hilfe sein zu können.
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Candice Avery
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Pruecillas Machtdemonstration   So 11 Feb 2018 - 18:48

Während der kurzen Ansage der Russin zog Candice ihren Mantel fester um ihre schlanke Silhouette, so war es doch ziemlich kühl in dieser Nacht und sie wahrlich nicht unempfindlich, wenn es um Kälte ging. Dennoch jammerte sie nicht, sondern hörte aufmerksam den Anweisungen der dunkelhaarigen Hexe zu, wobei sie nur kurz den Blick aus grünen Iriden zu Elija schickte. Es war schon erstaunlich, wie wenig sie Joshua vermisste. Sie waren nicht nur Kollegen sondern sogar sehr gute Freunde gewesen, dennoch hatten die letzten Monate mit Elija an ihrer Seite ihr bewiesen, dass der Fawley sie all die Jahre nur ausgebremst hatte. Der alte Metamorphmagus hatte sie hingegen in die Kunst alter Runenmagie eingeführt, wodurch sie ihren Horizont ungemein hatte erweitern können. Er besaß Wissen, das sonst niemand heutzutage noch haben dürfte, weshalb sich die rothaarige Hexe sehr geehrt fühlte, in den Genuss seiner Aufmerksamkeit zu kommen. Elija war soetwas wie ihr Mentor und sie war die folgsame Schülerin, die durstig an seinen Lippen hing und alles zu seiner Zufriedenheit erledigen wollte. Und bisher schien sie sich nicht schlecht geschlagen zu haben, denn sonst wäre sie wahrscheinlich gar nicht mehr hier.
Stumm folgten die Fluchbrecher den Auroren, um dann in der Mitte der Eingangshalle vor der Rune stehen zu bleiben. Das von ihr ausgehende, weiße Licht zeigte deutlich, dass sie aktiv war, weshalb es purem Selbstmord gleichen würde, einfach leichtsinnig auf die Rune zu treten, wie es der Sicherheitschef der Bank versuchen wollte. Glücklicherweise hatte Elija ihn noch rechtzeitig aufhalten und mit einer vor Sarkasmus triefenden Bemerkung dazu bringen können, den Arbeitsbereich der Fluchbrecher zu verlassen. Amüsiert schmunzelte die Rothaarige darauf, schüttelte über die Dummheit des Kobolds kaum merklich den Kopf und verdrehte dabei ihre hübschen, grünen Äuglein. Nun, da sie mehr oder weniger unter sich waren, konnten sie sich über die Rune unterhalten, welche es zu entschlüsseln galt. Für das sensible Gemüt der Avery war die Macht, die von diesem Zauber ausging, schon beim Betreten des Gebäudes spürbar gewesen, wenngleich sie erst jetzt grob erkennen konnte, in welche Richtung diese Macht ging.
"Ungewöhnlich", perlte es kühl über die natürlich-rosafarbenen Lippen der Fluchbrecherin, wobei sie in die Hocke ging und nachdenklich den Blick über die Rune schweifen ließ. Mit ihrem Durchmesser von zwei Metern war sie nicht wirklich klein, doch angesichts ihres sprengenden Effekts kam sie Candice dennoch lächerlich klein ud ineffizient genutzt vor. "Ein Sprengzauber. Doch wenn Pruecilla den Laden wirklich in die Luft hätte jagen wollen, hätte sie noch mehr davon hier verteilt." Nein, es lag auf der Hand, dass der Sprengzauber nicht den Zweck verfolgte, mit einer Detonation alles zu zerstören. Viel mehr schien er etwas zu beschützen - und zwar die Rune selbst, von welcher die junge Avery erst jetzt feststellte, dass sie nicht einfach nur eine Rune für einen Sprengzauber war. Sie war mit einer zweiten Rune kombiniert, wie Elija nun auch aufdeckte, indem er Candice fragte, ob sie erkannte, welche die erste wäre.
"Gib mir einen kleinen Moment", murmelte sie leise, worauf sie ihren Zauberstab zog und eine lange Zauberformel aussprach, welche einen grünen Schimmer über die Rune legte. Es war ein von ihr und Joshua entwickelter Zauber zur Analyse von Runen, wenngleich sich die Rothaarige nicht sicher war, ob diese Analyse bei einer so alten Rune überhaupt funktionieren würde. Ein Versuch schadete jedoch nicht. Die Augen der jungen Hexe fingen an, grün zu leuchten, wodurch sie die Umrisse der einzelnen, angewandten Runen erkennen konnte. "Wir haben wie schon gesagt einen Sprengzauber, welcher erst bei Kontakt reagiert. Das andere ist..." Sie hielt inne und runzelte leicht die Stirn, da sie sich nicht sicher war, ob sie die Rune richtig las. "... permanent aktiv. Ein Schutzzauber, um die Haltbarkeit der Rune zu erhöhen." Dies war eine Lüge, allerdings würde sie diese nicht verbal auflösen können, da die gute Pruecilla möglicherweise mithörte. Stattdessen deaktivierte Candice den Analysezauber und drehte sich zu Elijah, um mit dem Zauberstab die Worte in die Luft zu schreiben, die sie eigentlich hatte aussprechen wollen, aus Unsicherheit allerdings für sich behalten hatte. "Sie hört uns ab." zeichnete sie in die Luft, worauf sie Elija abwartend ansah. Sie war gespannt, was er mit dieser Information anfangen würde oder ob sie für ihn überhaupt interessant wäre. Wenn er Kontakt zu dieser Frau aufnehmen wollen würde, wäre dies vielleicht eine gute Gelegenheit dafür.
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Elija Cartwright
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Pruecillas Machtdemonstration   So 11 Feb 2018 - 20:53

Gespannt, ob die junge Avery ihrem Ruf gerecht werden würde, beobachtete er ihre Arbeit und verfolgte die Schlussfolgerungen der jungen Hexe. Den Sprengzauber hatte sie schnell erkannt und das war auch vorherzusehen gewesen, denn dieser war der dominantere der beiden Zauber. Solche Runen wurden auch zur aktuellen Zeit noch gelegentlich genutzt. Die zweite Rune, welche in die erste eingeflochten worden war, stellte die größere Herausforderung dar. Doch die Denkweise der rothaarigen Hexe war gut. Diese Rune wurde nicht erschaffen, um das Gebäude zu sprengen. Sie schützte etwas und versperrt gleichzeitig keinen Eingang. Die Schlussfolgerung lag nahe, dass die eine Rune die andere schützen sollte. Ein fast stolzes Lächeln lag auf den Zügen Joshuas, als die Fluchbrecherin sich eines eigens entwickelten Analysezaubers bediente. Ob dieser Wirkung zeigen würde, konnte Elija nicht vorhersehen. Dieser Zauber war ein Werk von Avery und Fawley und somit nicht annähernd so alt, wie die Rune, welche die Hexe zu entziffern versuchte. Ihr Vorgehen schien jedoch von Erfolg gekrönt zu sein. Zudem war sie klug genug, ihre Erkenntnis nicht zu verbalisieren. Das Mädchen gefiel dem Metamorphmagus. Sie war naiv genug, um ihm zu folgen und doch intelligent genug, um dabei hilfreich zu sein. Doch genau genommen hatte die Hexe von ihm nichts zu befürchten. Er genoss ihre Gesellschaft, sie war nett anzusehen und sie war, wie bereits erwähnt, durchaus hilfreich. Es gab nicht viele, welche der mächtige Zauberer an seiner Seite akzeptieren würde und die meisten, bei denen es doch der Fall war, waren aufgrund irgendeines Planes mit einem Ablaufdatum versehen. Nicht so Candice. Sie würde die Macht erhalten, welche er ihr versprochen hatte, wenn sie nur loyal blieb und bereit war weiterhin von ihm zu lernen. Einen Grund dafür hatte Elija nicht. Wie viele seine Entscheidungen, war auch diese einer reinen Laune entsprungen.
Ein stummes Nicken bestätigte die Erkenntnis der wirklich begabten Fluchbrecherin. Doch mit der unbekannten Gegnerin in Kontakt treten, wollte der alte Zauberer nicht. Es wäre besser, wenn die Runenmeisterin nichts von ihm wusste und auch seine Fassade als Joshua Fawley keine undichten Stellen bekam. Ein deutlich ernsterer Blick richtete sich nun an die jüngere Hexe. Elija wollte überprüfen, ob sie bereit war. Sie hatte das System der zwei Runen verstanden und nun waren sie und er nötig, um die veraltete Magie zu vernichten. „Du übernimmst die verborgene Rune!“ Eine knappe Anweisung, um möglichst wenig an die Zuhörerin durchdringen zu lassen. Fernzündungen konnten noch immer nicht ausgeschlossen werden. Das Vorgehen musste nun gut aufeinander abgestimmt werden. Man konnte sich das ganze vorstellen, als würde man zwei verknotete Seile voneinander trennen. Elija musste das erste Seil leicht lösen, ohne dabei zu versuchen den Knoten zu öffnen. Candice musste das zweite Seil entfernen, damit Elija im letzten Schritt das erste entwirren konnte. Jede andere Reihenfolge würde zu irreparablen Schäden führen.
Der alte Zauberer richtete schließlich den Zauberstab Fawleys auf die Sprengrune, um mit viel Konzentration die Verbindung zwischen den Runen zu lockern, ohne die Sprengrune dabei zu beschädigen. Diesen Moment nutzte Candice aus, um die Rune, welche der Spionage galt, zu zerstören, so dass sie aus der Umarmung der Sprengrune verschwand. Der letzte Schritt war der einfachste. Mit einer schnellen Geste ließ der Metamorphmagus die übrige Rune verschwinden und beendete den Spuk somit. „Schön und brillant“, lobte er die Fluchbrecherin mit einem attraktiven Lächeln, bevor er sie mit einer Geste anleitete, ihm durch das Loch in der Wand in die Katakomben zu folgen. „Sie bleiben hier! Beobachten Sie den Boden! Lassen sie niemanden die Fläche betreten, an welcher sich die Rune befand. Es ist wirklich unheimlich wichtig, dass absolut niemand diesen Bereich betritt! Rufen sie nach uns, wenn sie erneut auftauchen sollte!“, trug er dem Sicherheitskobold auf, welcher den beiden folgen wollte. Die Fläche war zwar vollkommen ungefährlich und auch die Rune konnte nicht zurückkehren, aber nur ein abwesender Kobold war ein guter Kobold. Elija konnte nicht dafür garantieren die Nerven zu behalten, wenn dieser Quälgeist ihm folgte.

Mit schnellen Schritten drang das Duo in die Katakomben vor, welche viel zu unübersichtlich waren, um sich in ihnen zurechtzufinden. Es war jene ungewöhnliche Magiequelle in Natascha Romanovas Besitzt, welche dem alten Zauberer als Orientierung diente. Für die meisten Zauberer und Hexen wäre die Aura vermutlich nicht einmal wahrnehmbar. Es waren Verstorbene, welche diese Form der Magie deutlicher spürten. Elija befand sich irgendwo zwischen Leben und Tod, weshalb die mächtige Aura für ihn durchaus wahrnehmbar war. „Das Amulett! Versteck es unter deiner Kleidung. Goodwill darf es nicht zu Gesicht bekommen!“ Candice wusste um Elijas Verhältnis zu Ryan und sie wusste auch, dass sie seine Lebensversicherung am Hals trug. Wenn Fawleys Körper starb, war sie es, welche einen geeigneten Wirt suchen müsste, um in dessen Gegenwart erneut das Amulett zu öffnen. Eine weitere Aufgabe, welche Candice wichtigmachte und welche ihr gleichzeitig die Sicherheit gab, dass sie keine der Spielfiguren mit Verfallsdatum war. „Wir sollten so viel wie möglich über diese Pruecilla herausfinden, damit wir sie bei Gelegenheit von ihrem Kopf befreien können. Die dunklen Spielfiguren haben schließlich schon eine Dame und einen König“, formulierte Elija nonchalant den Plan, welchem Candice und er nun nachgehen sollten.
Es dauerte nicht mehr lange, bis die Fluchbrecher die leitende Aurorin und ihren Auszubildenden erreicht hatten. Der Direktor der Bank war an ihrer und die drei hatten ihr Ziel scheinbar noch nicht erreicht. „Mrs. Romanova! Die Rune wurde entfernt und wir können nicht ausschließen, dass der Verursacher noch weitere Fallen hinterlassen hat. Wir werden sie zum Schutz begleiten.“ Er wusste, dass de Russin die Befehle gab, aber er schätzte sie auch so ein, dass sie auf das Urteil eines fähigen Fachmannes vertraute. Zudem war seine Aussage nicht einmal eine Lüge, auch wenn die Sicherheit der beiden Auroren nicht Elijas Motivation für dieses Vorgehen war.
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Candice Avery
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Pruecillas Machtdemonstration   So 1 Apr 2018 - 18:02

Mit Joshua an ihrer Seite wäre das Entschärfen der Runen wohl unmöglich gewesen, wenngleich es mit Elijah als Mentor immer noch kein zu unterschätzendes Kinderspiel war, aber immerhin gelang es der jungen Hexe, den verwobenen Zauber mit seiner Hilfe aufzuheben, worauf sie sich ein stolzes Grinsen nicht verkneifen konnte. In Momenten wie diesen fiel ihr eben wieder viel zu deutlich auf, wie sehr Fawley sie aufgehalten hatte und wie viel der Cartwright ihr stattdessen nützte. Sie nutzten einander möglicherweise nur aus und doch profitierten voneinander. Eine Kooperation, die wahrscheinlich aus den falschen Motiven heraus entstanden war, aber Candice bereute es nicht, sich nicht gegen den alten Zauberer gewehrt zu haben. Sie sah sich hierbei auch nicht in der Rolle des naiven Dummchens, sondern ganz klar in der der Gewinnerin. Der Verlust ihres Freundes und Arbeitskollegen war hierbei einfach ein nötiger Abstrich gewesen, ohne den sie nie so weit gekommen wäre.
Ohne den lästigen Sicherheitskobold begab sich das dubiose Duo in die Verliese und da der Verkehr der minenwagenartigen Fahrzeuge aus Sicherheitsgründen eingestellt worden war, mussten sie auf den zum Teil freischwebenden Schienen entlang balancieren. Artig folgte die Avery ihrem Komplizen, während ihr Zauberstab ihnen den Weg leuchtete, damit keiner von ihnen unfreiwillig in die Tiefe stürzte und dort von einem der Sicherheitsdrachen zum Frühstück verspeist werden würde. Auf Elijas Anweisung steckte sie das Amulett in ihren Ausschnitt, worauf der Dunkelhaarige verlauten ließ, wie die weiteren Pläne aussahen. Pruecilla finden und ausschalten.
"Ich kann es kaum abwarten, dem Miststück den Kopf abzureißen", säuselte sie süßlich und so leise, dass nur der alte Zauberer dies verstehen könnte. Es dauerte nicht lang, bis die Silhouetten der Auroren und eines begleitenden Kobolddirektors in der Ferne erschienen und es war Elija, der die leitende Aurorin über den Erfolg der Fluchbrecher informierte.

Diese reagierte mit rollenden Augen und einem genervten Seufzen; sie schien offensichtlich nicht so begeistert von dem Auftauchen der jüngeren Zauberer.
"Ich habe nicht darum gebeten, aber in Ordnung. Stehen Sie meinen Ermittlungen jedoch im Weg, könnte es sein, dass Sie eine Etage tiefer bei den Drachen landen, verstanden?", knurrte sie unbeeindruckt, worauf Candice mit gelupfter Augenbraue zu ihrem Kollegen sah. Dann zuckte sie mit den Schultern.
"Sie werden nicht einmal bemerken, dass wir hier sind", kam es freundlich von ihr, worauf die Russin mit einem süffisanten Grinsen auf den vollen Lippen schnaubte, dabei den Kopf schüttelte und leise schnaubte.
"Zu spät", entgegnete sie knapp darauf, worauf sie sich wieder dem Direktor zuwandte. "Fahren Sie fort." Die dunklen Augen glitten zu der offenen Verliestür, durch welche sich ein kleines Chaos erkennen ließ. Viel Geld konnte man in diesem jedoch nicht sehen. 3000 Galleonen wenn es hoch kam.
"Dies ist das Verlies 621", leitete der Direktor der Bank ein, "Dieses und das Nachbarverlies, Nummer 623, sind von dem Einbruch betroffen."
"Alle anderen Gänge sind bereits untersucht worden?"
"Ja. Es sind definitiv nur diese beiden Verliese."
Gedanklich machte sich die Halb-Veela ihre Notizen dazu. Entweder hatte Pruecilla bewusst zwei benachbarte Verliese durchsucht oder sie hatte sich beim ersten Versuch geirrt. Aber einer großen Frau wie ihr würden doch niemals solche Fehler unterlaufen, oder?
"Außerdem fanden wir diesen Brief, der an Sie adressiert ist", fuhr der Kobold fort, wobei er der Russin einen Umschlag hinhielt.
"Sie haben den Tatort verunreinigt", korrigierte sie ihn, worauf sie ihm den Brief aus der Hand riss und diesen öffnen wollte, allerdings flatterte dieser auch schon aus ihrer Hand, um vor ihren Augen zu einem Heuler zu werden und auf Augenhöhe schwebend mit gespenstischer Stimme seine Botschaft zu verkünden.
"Das waren die ersten. So du dich weiterhin mir widersetzt und den Stein nicht herausrückst, verspreche ich das noch mehr Blut an deinen Händen kleben wird, Romanova. Ihr habt gesehen wozu ich fähig bin, eure Bank, eure Schule, es gibt keine Hindernisse. Übergib den Stein oder es wird mehr Blut fließen als du verkraftest! Ich kann jederzeit Geiseln nehmen, willkürliche Geiseln, sind sie dir egal? Ich schätze das finde ich bald heraus", donnerte die kratzige Stimme durch die steinigen Gänge, während Nataschas Augen konzentriert auf dem Heuler lagen, ehe er sich selbst in viele kleine Fetzen riss. Der Kobolddirektor war indes ein paar Schritte zurückgewichen, während Candice nur interessiert ihre Augen verengte und den Kopf zu Elija drehte. Um was für einen Stein ging es hierbei?
Einige Augenblicke war es still, ehe die leitende Aurorin die Stille mit kühler Stimme durchschnitt.
"Nichts als heiße Luft. Hätte sie es wirklich auf den Stein abgesehen, hätte sie schon längst Versuche angestellt, ihn sich zu holen. Hat sie aber nicht", schlussfolgerte sie schulterzuckend, worauf sie sich Ryan zuwandte, "Was denken Sie, Goodwill, könnte sie mit diesem Brief bezweckt haben wollen? Durchschauen Sie die Taktik, die dahinter steckt?" Dann trat sie als erste in eines der Verliese ein, beleuchtete es mit ihrem Zauberstab und inspizierte die Räumlichkeit mit aufmerksamem Blick, blieb mit jenem an einer staubfreien Fläche hängen. "Der Staub ist unser Zeuge... Hier wurde etwas entnommen..." Bei dem kleinen Berg Galleonen gab es jedoch keine staubfreien Fläche - hier wurde eine ganze Weile nichts mehr bewegt. "Es ging ihr nicht um Geld, sondern um spezifische Gegenstände aus genau diesem Verlies. Sagen Sie, Direktor, da Sie sich ja scheinbar ohnehin schon ausgiebig am Tatort umgesehen haben, können Sie mir doch bestimmt sagen, was genau fehlt, oder sehe ich das etwa falsch?"
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Ryan Goodwill
Auszubildender Auror || Metamorphmagus
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Pruecillas Machtdemonstration   Mo 2 Apr 2018 - 0:14

Stumm folgte Ryan der leitenden Aurorin und dem Kobold in die Verliese. Ihm war nicht entgangen, dass es sich bei einem der Fluchbrecher um den Bruder von Wilma Fawley handelte. Der Metamorphmagus kannte Joshua Fawley nicht und obwohl Ryan über Wilmas Loyalität zu Zachary Jones Bescheid wusste, wollte er den Fluchbrecher nicht dafür verurteilen. Man suchte sich seine Familie nicht aus und es würde Ryans Sinn für Gerechtigkeit widersprechen, den jüngeren Fawley für die Fehler seiner Schwester zu verurteilen. Blutbanden mussten keine Bedeutung haben, wie die Verwandtschaft zwischen Vanessa und Jamie Hayes zeigte.
Der Gedanke an die junge Ravenclaw wurde durch einen Biss auf die Zunge verbannt. Goodwills Miene verzog sich kein Stück. Denn eins hatte er in der Arbeit mit der Russin verinnerlicht. Offen getragene Emotionen machten einen angreifbar. Schwächen zu offenbaren war nie der richtige Weg. Im besten Fall war es nutzlos und in allen anderen Fällen ein Nachteil. Ryan hatte diese Lektion verinnerlicht und auch wenn der Gedanke an Vanessa ihn innerlich noch immer zu zerreißen drohte, würde ihm das nie jemand ansehen können.
So schritt der Auszubildende mit neutralem Ausdruck auf dem Gesicht neben der Russin her und folgte somit dem Kobold zu den betroffenen Verliesen. Die unfreundliche und abweisende Art des Direktors nahm Ryan zwar wahr, sah jedoch keinen Grund sich dieser zu widmen. Die Auroren waren vor Ort, weil es einen Vorfall gegeben hatte, der in den Aufgabenbereich der magischen Strafverfolgung fiel und auch der Kobold konnte an diesem Umstand nichts ändern. Sein Missfallen galt vermutlich dem Ruf seiner Bank, aber auch diesen Ruf galt es nun zu ignorieren. Die Auroren arbeiteten zum Schutz der Gesellschaft und nicht zum Schutz etwaiger weißer Westen.

Die drei hatten die betroffenen Verliese fast erreicht, als Fawley und Avery zu ihnen aufschlossen. Der Grund für ihr Auftauchen schien plausibel und dennoch missfiel dieser Ryans Mentorin. Die Russin ließ es sich auch nicht nehmen ihre Meinung unterschwellig und doch sehr deutlich kundzutun. Goodwill setzte hingegen sein Schweigen fort und ließ seinen Blick unauffällig über die jungen Fluchbrecher wandern. Sie hatten einerseits eine sympathische Ausstrahlung, verbargen jedoch nicht, dass sie von ihren Fähigkeiten mehr als nur überzeugt waren. Avery und Fawley gehörten zu jenen Menschen, deren Auftreten primär zu zwei Reaktionen bei anderen Menschen führen konnte. Bewunderung, oder Einschüchterung. Sie balancierten zwischen Selbstsicherheit und Arroganz und wirkten auf diese Weise charismatischer als die meisten anderen es in ihrem Alter taten. Manch einer würde auch Neid und Wut zu den potentiellen Reaktionen auf das Fluchbrechergespann zählen, Ryan ordnete Neid jedoch als Symptom der Bewunderung und Wut als Symptom der Einschüchterung ein. Ryan selbst war der Gruppe der Bewunderer zuzuordnen. Hierbei verfehlte man die Wahrheit aber sehr weit, wenn man davon ausging, dass er anhimmelt vor ihnen niederknien würde. Es war viel mehr so, dass er die Fähigkeiten der beiden respektierte und anerkannte. Es war im Ministerium nicht unbekannt, dass Avery und Fawley zu den besten in ihrem Job gehörten. Goodwill sah in fähigen Zauberern und Hexen stets eine Person, von welcher er noch etwas lernen konnte. Vielleicht würde auch der Tag kommen, an welchem er etwas von einem der Fluchbrecher erlernen konnte. Das es ganz anders kommen würde, konnte der junge Auror nicht ahnen.
Zum ersten Mal konnte der Metamorphmagus das Missfallen der leitenden Aurorin verstehen, als diese ganz zu Recht feststellte, dass der Kobold den Tatort verunreinigt hatte. Es waren Fawley und Goodwill, welche fast zeitgleich die Augen verdrehten, als der Kobold seinen Fehler vollkommen uneinsichtig zugab und auch nach Romanovas Korrektur keine Einsicht zeigte. Doch bereits im nächsten Moment galt die Aufmerksamkeit aller Beteiligten dem Heuler, der direkt an Natascha Romanova gerichtet war.
Ihre Schlussfolgerung zum Inhalt der Nachricht ließ Ryan zögern, obwohl er von ihr direkt angegriffen wurde. Der ehemalige Ravenclaw konnte sich nicht an keinen Moment erinnern, in welchem er die Rückschlüsse seiner Chefin nicht wortwörtlich abgenickt hätte. Doch in diesem Moment erwuchs in ihm der Drang diesen zu widersprechen. Zunächst noch schweigend folgte er der Russin in das magisch erleuchtete Verlies. Jeder Schritt wurde mit Bedacht gesetzt, um keine Spuren zu zerstören. Zudem sollte eine knappe Geste mit der Hand, in welcher er keinen lichtspendenden Stab hielt, den Fluchbrechern signalisieren, dass sie besser draußen warteten. Die Reaktionen der beiden blieben ihm verborgen, da sein Blick nicht auf sie gerichtet war. Goodwill wollte lediglich verhindern, dass zwei weitere Personen Spuren vernichteten und der Romanova einen Grund für Verärgerung lieferten. Diese wies ihren Auszubildenden auf einen fehlenden Gegenstand hin, während dieser endlich die Frage beantworten wollte, welche an ihn gerichtet worden war. „Ich widerspreche Ihnen ungern, aber Pruecilla hat hier einen riesigen Anschlag verübt und wir müssen in Betracht ziehen, dass die Überlieferung dieser Nachricht das primäre Ziel dieser Aktion war. Ist diese Unverhältnismäßigkeit nicht viel bedrohlicher, als es ein Angriff auf eine einzelne Person gewesen wäre?“ Ryan zögerte kurz, da er seine Vorgesetzte noch immer schlecht einschätzen konnte. Er wusste nicht, wie sie auf seinen Widerstand reagieren würde, aber dadurch wollte er sich nicht von seiner Meinung abbringen lassen. „Sie hat bereits Vanessa und mich als direkte Ziele gewählt und ist dabei gescheitert. Reicht das nicht als Motivation, um eine ausgebildete und mächtige Aurorin nicht direkt anzugreifen?“ Das Ganze wirkte wie ein Versuch der Einschüchterung im ganz großen Stil, auch wenn der offensichtlich gestohlene Gegenstand noch nicht in seine Theorie eingeflochten worden war.
Doch bevor Romanova und Goodwill ihr Gespräch fortsetzen konnten, ergriff der Direktor das Wort, wobei er die Frage der dunkelhaarigen Hexe beantworten wollte, indem er auf eine handgeschriebene Notiz blicke, welche sich wohl kurz zuvor noch in seiner Tasche befunden hatte. Zumindest ließen die Faltkanten, die in Form von geraden Knicken zurückgeblieben waren, dies vermuten. „Es befanden sich alte Karten Englands darin, mit Aufzeichnungen alter magischer Ruinen. Auch ein historisches Buch das von einer sehr alten Hexe geschrieben und testamentarisch hinterlegt wurde. Es sollte an ihren Enkel gehen, doch der hat es nie abgeholt. Es war ein Buch über Theorien der alten Geschichten über Hogwarts und der vier Gründer.  Auch über ein Rätsel, das wohl sehr mythisch und Jahrtausende alt sein soll.
Goodwill schwang den Zauberstab, so dass sich die Liste des Direktors duplizierte. Die magische Kopie ließ er kurzerhand in der Innentasche seiner Uniform verschwinden, bevor er den zornigen Blick des Kobolds wahrnahm, welcher dem Auszubildenden jedoch keine Reaktion entlockte. „Der Enkel der Hexe. Liegt der Bank etwas über ihn vor? Der Name muss hinterlegt sein, wenn er zum Zugriff auf das Verlies berechtigt war.“ Die Reaktion Romanovas auf Ryans aufgestellte Theorie musste wohl warten, bis dem Kobold alle Informationen entlockt worden waren. Denn zu den Lektionen, welche die Russin ihm gelehrt hatte, gehörte auch, dass ermittlungsrelevante Informationen nie vor dritten Besprochen werden durften.
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Natascha Romanova
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Pruecillas Machtdemonstration   Mo 2 Apr 2018 - 23:22

Die Stimme des Goodwills drang an die Ohren der Halb-Veela und zu ihrer Überraschung widersprach er ihr. Interessiert drehte sie sich zu ihm und lupfte eine Augenbraue, doch ihr Blick war keineswegs verurteilend. Zwar sagte sie auch nicht direkt etwas zu seinem Widerspruch, sondern drehte sich wieder stumm weg, ließ sich die Worte des Auszubildenden unterdessen durch den Kopf gehen. Allerdings zeigte sie keine weitere Reaktion darauf, da sie sich gewiss nicht vor einem Kobold und zwei Fluchbrechern rechtfertigen müsste. Wobei von einer Rechtfertigung nicht einmal die Rede sein konnte, denn sie würde Goodwill lediglich darüber aufklären, wieso sie zu dem Schluss gekommen war, dass es Pruecilla bei dieser ganzen Aktion nicht hauptsächlich um den Stein hatte gehen können. Für sie lag es mehr oder weniger auf der Hand, dass das Überliefern der Heuler-Botschaft nicht ihr primäres Ziel gewesen war, denn sie hätte sich für eine wirkungsvolle Einschüchterung andere Orte aussuchen können, welche einen schlimmeren Druck auf die Russin ausgeübt hätten. Nicht, dass sie das Schicksal der Toten dieses Anschlags überhaupt nicht berührte, doch jeder Anschlag innerhalb der magischen Welt war noch ziemlich leicht zu verkraften, zumal sich die Zahl der Opfer im überschaubaren Bereich hielt. Diese Art und Weise, den Anschlag einzustufen, mochte abgebrüht klingen, doch im Grunde war es Nataschas Strategie, sich nicht unter Druck setzen zu lassen. Jedenfalls verfehlte Pruecilla mit diesen Anschlägen ihren Zweck, indem sie sie in so einem kleinen Stil ausführte. Was hielt sie davon ab, das Ministerium selbst oder gar Hogwarts anzugreifen? Damit hätte sie unmissverständlich klargemacht, dass es ihr Ernst war. Aber nein, stattdessen hatte sie es auf eine Bank abgesehen, und als wäre dies nicht schon verdächtig genug, nahm sie eine Reihe diverser Gegenstände mit, was es für Natascha eher so aussehen ließ, dass diese ihr eigentliches Ziel gewesen waren.
Aufmerksam hörte sie sich an, was alles fehlte, und noch bevor sie dem Auszubildenden dies hatte sagen müssen, duplizierte dieser die Liste der vermissten Gegenstände, worauf er sich darüber erkundigte, wer dieser Enkel gewesen war. Der Kobolddirektor sah weiterhin mürrisch drein und hielt sich unterdessen ein dreckiges Tuch an seine Stirnwunde, obwohl das Blut jener sicherlich schon längst geronnen wäre, würde er die Wunde nicht ständig durch die Reibung des Stoffes anfrischen.
""Ja, sie sagte sein Name sei Zarastrusta de Chavverliere. Man würde ihn an einer silbernen Kette mit goldenem Herz erkennen. Sein Hexenhut, so informierte man uns, sei seltsam geformt, sein Umhang sei bronzefarbend und er hätte einen Schlüssel passend zum Verlies dabei. Jedoch ist er nie erschienen. Aber was tut das schon zur Sache. Sie hat ein albernes Buch gestohlen, das keine Bedeutung hatte für die Historiker der magischen Gesellschaft", sagte er in einem abfälligen Ton und mit einem lauten Schnauben, wodurch sich der Blick der leitenden Aurorin etwas verfinsterte. "Finden sie lieber heraus wieso sie in Gringotts eingedrungen ist, was interessiert mich ein schäbiges Buch. Wegen sowas wird der Ruf dieser untadeligen Bank in den Dreck gezogen. Wir Kobolde haben seit Jahrhunderten einen makellosen Ruf was diese Bank angeht und dann sowas."
"Jetzt hören Sie auf zu jammern", knurrte Natascha daraufhin genervt, wobei sie offensichtlich die Augen verdrehte. "Würden Sie sich schon mal nach oben begeben? Ich muss mich mit meinem Kollegen beraten. Fawley, Avery, in diesem Verlies sind keine Runen und sie können ja gerne vorsichtig das Nachbarverlies inspizieren, ob Sie dort welche finden. Wenn ja, dann machen Sie diese unschädlich und verlassen die Verliese daraufhin unverzüglich. Zu viele Augen stören mich bei der Arbeit."
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Elija Cartwright
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Pruecillas Machtdemonstration   Di 3 Apr 2018 - 19:45

Ein finsterer Blick verfolgte die leitende Aurorin, als diese eines der Verliese betrat, ohne den Fluchbrechern den Vortritt zu lassen. Der Blick war keiner Verärgerung Elijas geschuldet, sondern ein vorgetäuschter Ausdruck jener Verärgerung, welche Joshua vermutlich empfunden hätte, wenn er in dieser Situation anwesend gewesen wäre. Elija unterstellte diesem nämlich, dass er in diesem Moment durchaus am Wohlergehen der Auroren interessiert gewesen wäre. Ob aus beruflichen Gründen, oder aber aus Fürsorge, war dabei nicht relevant. Abgesehen von dem Blick zeigte der alte Zauberer jedoch keine Reaktion. Fawley war arrogant und zugegebenermaßen wirklich fähig gewesen, aber er war auch klug genug, um zu erkennen, wann er sich unterzuordnen hatte.
Interessiert verfolgte der dunkelhaarige mit dem jungen Gesicht die Unterhaltung zwischen dem mürrischen Direktor, der kalt wirkenden Russin und seinem verhassten Nachfahren. Dabei wirkte der Ausdruck auf seinem Gesicht stets uninteressiert, um nicht zu neugierig und auffällig zu wirken. Namen, Informationen und Theorien wurden jedoch aufgeschnappt und abgespeichert. Es galt schließlich diese Pruecilla zu finden, bevor den Auroren ein Erfolg gelang. „Sie suchen also einen alten Mann mit einem sehr eintönig bestückten Kleiderschrank“, grinste der Wiedergeborene schließlich aber doch. Er konnte schließlich unmöglich der einzige sein, dem es paradox vorkam, dass man einen Mann, welcher in einem Zeitraum von mehreren Jahrzehnten zu einem zufälligen Zeitpunkt erwartet wurde, anhand seiner Kleidung beschrieb. Dass der Kobold nicht noch ganz selbstverständlich die bevorzugte Farbe von de Chavverlieres Unterwäsche beschrieb, grenzte bei dessen offensichtlicher Beschränktheit an ein Wunder. Im nächsten Moment hob der junge Mann allerdings die Arme in einer Unschuld bekundenden Geste, um sich für seine Einmischung zu entschuldigen und in die Rolle des Joshua Fawley zurückzukehren. Zwar musste er bei der Erwähnung des guten Rufes der Bank an den Sicherheitschef denken, welcher im Eingangsbereich ein vollkommen ungefährliches Stück des Fußbodens bewachte, verzichtete aber auf jegliche Kommentare, welche in ihm brannten und den Sprung über seine Lippen wagen wollten.
Auch Elija entwarf verschiedene Theorien und kam dabei immer wieder zu dem Entschluss, dass wichtige Puzzleteile fehlten, um die wahren Motive für diesen Überfall aufdecken zu können. Hierbei war er aber aufgrund der bisherige der Meinung der Russin. Es ging nicht primär um den Stein, was für ein Stein auch immer gemeint war. Die Macht der vorgefundenen Rune zeugte davon, dass die unbekannte Gegnerin durchaus über die Macht verfügte, um der Aurorin den Stein auf einfacherer Weise zu entwenden. Auch der Brief war nicht die primäre Motivation dieses Anschlags. Es ging um die Gegenstände, die aus den Verliesen entwendet wurden. Das Problem an der Sache war, dass Elija nicht über eine vollständige Auflistung dieser Gegenstände verfügte und ihm bisher erst das Diebesgut des ersten Verlieses von dem alten Kobold beschrieben worden war. Die Russin schien aber der Meinung zu sein, dass die Anwesenheit der Fluchbrecher nicht mehr länger von Bedeutung war. Zwar räumte sie den beiden eine vorsichtige Besichtigung des zweiten Verlieses ein, verlangte aber spätestens danach, dass sie sich vom Tatort entfernten. Ein stummes Nicken war Elijas Reaktion, bevor dieser zusammen mit Candice das zweite Verlies betrat. Er wusste, dass es keine Runen geben würde. Die Aura der mächtigen Magie Pruecillas wäre für den alten Zauberer schon längst spürbar gewesen. Stattdessen ging die einzige mächtige Magie von etwas aus, was die Aurorin scheinbar bei sich trug. Ob es sich dabei um den besagten Stein handelte, wusste der Cartwright nicht, aber auch dieses Rätsel sollte früher oder später gelöst werden.
Die Zeit im zweiten Verlies nutzte der alte Zauberer um sich genau umzusehen. Auch hier war der Staub, wie die Aurorin es bereits erwähnt hatte, der beste Zeuge. Die Galleonen schienen unangerührt. Durch sehr genaues hinsehen fiel aber auf, dass durchaus Gegenstände entwendet wurden, die anhand des hinterlassenen Abdrucks allerdings kaum zu erahnen waren. Ein kleiner runder Abdruck erinnerte an einen Ring. Zwei längliche Abdrücke konnten so ziemlich allem von einem Zauberstab, über eine Schreibfeder, bis zu einem Schlüssel entstammen. Zudem schien einem älteren Holzfass etwas entwendet worden sein. Aber auch hier konnte alles Mögliche gelagert worden sein. Logisch erschien Elija aufgerolltes Papier, aber auch das war lediglich eine Vermutung. Die bloßen Abdrücke lieferten kaum Informationen, weshalb die Fluchbrecher sich aus dem Verlies zurückzogen. „Das Verlies ist sicher. Wir werden uns nun entfernen“, informierte er die Russin knapp, bevor Candice und Elija eben dieser Ankündigung folgten.
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[Hauptplot] Pruecillas Machtdemonstration
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