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 Nur wer bis an seine Grenzen geht...

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Bill Melbourne
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BeitragThema: Nur wer bis an seine Grenzen geht...   So 7 Jan 2018 - 0:19

Audrey Nott wollte es nicht anders. Sie wollte eine besondere Empfehlung für ein Training mit Professor Rowan und gleichzeitig sich ihre Note in Verteidigung gegen die dunklen Künste verdienen. Nun wenn sie das wirklich wollte, würde Bill ihr Prüfer sein und ein strenger Prüfer noch dazu. In solchen Situationen war Bill ein absoluter Perfektionist, ein Teil aus seiner Durmstrangzeit blühte in diesen Augenblicken wieder in ihm auf. Auch dieses mal war in seiner schwarzen Robe und seinem Stock gekleidet, den er immer mit sich führte. Er hatte sie zu sich in den Duellierclub bestellt und allen anderen Schülern für die Zeit von mindestens zwei Stunden den Zugang verwehrt. Nun war es also soweit, nun würden die Schüler erkennen wer der alte Professor wirklich war, welche strenge Hand unter diesem Gesicht lauerte aber vor allem, was er den Schülern wirklich beibringen wollte in all der Zeit in der er die Vertretung in Verteidigung gegen die dunklen Künste übernommen hatte. Es ging um mehr als nur einen simplen Kampf zu führen, es ging auch um Strategie, um Erfahrung und vor allem ging es darum sich wirksam zu verteidigen. Ein Kampf benötigte eine gute Beobachtungsgabe und einen ruhigen Geist. Magie war zu allem fähig und deshalb war es unbedingt nötig diese immer wieder zu trainieren. Seine Augen ruhten auf der Truhe die er auf den Boden gestellt hatte. Ein lautes Pochen donnerte gegen die Truhe, als ob etwas da heraus wollte. Bill jedenfalls war bereit,sobald die junge Schülerin eintreten würde. Die Duellbühne war vorbereitet und die Prüfung würde in mehreren Etappen gestuft werden, die letzte Etappe dürfte für die Schülerin die schwierigste sein. Der Raum war leicht abgedunkelt, sodass nirgends ein Licht war,das jemanden blenden konnte. Alle Störfaktoren wurden beseitigt und ein Prüfer vom Ministerium selbst saß in einer dunklen Ecke,um sich die Leistungen des Schülers genauer anzuschauen. Nur wer bereit war bis an seine Grenzen zu gehen, würde diese Prüfung schaffen. Sorgsam legte er den Stock aus der Hand, auf einen der Tisch, die weitab von der Bühne entfernt standen. Seinem Stock sollte schließlich nichts passieren, da es sein wertvollster Besitz war.

Mit gezogenem Zauberstab und einigen Sicherheitsvorkehrungen wurde der Raum soweit abgesichert, sodass selbst ein reinkommender Schüler nicht verletzt werden konnte. Man wollte schließlich nicht das jemand bei dieser Prüfung verletzt werden würde. Die eine oder andere Absprache hatte er mit dem Prüfer getroffen, die Zukunft dieser Schülerin war immerhin im Fokus dieser Prüfung und während einige andere bei Bill bereits durch die praktische Prüfung hindurchgerasselt waren, gab es einen Teil der sie auch relativ gut abschloss. Einige standen zwar damit eine ganze Note schlechter da, aber besser als gar nichts. So hatten sie wenigstens noch ein Jahr um ihre Fähigkeiten wirklich unter Beweis zu stellen. Er fühlte sich etwas mulmig dabei. Andererseits waren die Methoden von Durmstrang in Sachen Training umso bewährter. Und in diesen Zeiten der Dunkelheit mussten die Schüler auf alles vorbereitet sein. Daher konnte er sich keine Gefühle leisten. Wenn man in einem Ernstfall einem schwarzen Magier gegenüberstand war man als Zauberer der hellen Magie automatisch im Nachteil und meistens der unterlegene Part. Jeder musste lernen mit so einer Situation fertig zu werden und bis zum Ende sein bestes zu geben. Nur wer Durchhaltevermögen, Verstand und einen klaren Kopf bewies, würde auch die Aurorenprüfung schaffen, die noch härter war als die Prüfung von Bill.

Im Raum brannten nur wenige Kerzen in Halterungen, die Sicht war gut, der Raum war schattig und man sah im Grunde Professor Melbourne mit seinem kühlen Gesichtsausdruck und einen Prüfer mit zotteligen Haaren, der den Schüler sehr genau musterte und die Personalien aufnahm, sobald Audrey den Raum betreten würde. In dem Brief an sie von Bill hatte er ihr genau geschrieben,das sie sich gut vorbereiten sollte mit Zauberstab und einem guten Frühstück. Die Prüfung würde annährend 2- 3 Stunden dauern und sehr Praxis orientiert sein. Nun würde sich zeigen was sie von ihm im Kopf behalten hatte und wie viel wirklich beherrschte und einzusetzen vermochte. Zunächst aber würden eine kleine Einleitung folgen und dann der erste Teil. Sie musste auf die Duellbühne gehen und Bill würde sich neben die Bühne stellen, damit Audrey genug Platz hatte. Schon lange nicht mehr war Bill innerlich so nervös, dabei wurde nicht mal er geprüft. Trotz seiner immens strengen Haltung und dem grimmigen Gesicht, wünschte er ihr tief in seinem Inneren alles Gute und viel Erfolg.
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Audrey Nott
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BeitragThema: Re: Nur wer bis an seine Grenzen geht...   So 7 Jan 2018 - 13:12

Schweigend saß Audrey in der großen Halle. Ihr Blick ruhte starr auf ihrem unberührten Teller. Sie hatte die Gabel in der Hand, doch nur um sie ab und zu in ihr Rührei zu stechen und sie dann angeekelt wieder herauszuziehen. Sie konnte jetzt nichts essen. Nicht jetzt, wenn es um ihre Zukunft ging. Sie warf einen flüchtigen Blick zum Lehrertisch zu Professor Melbourne. Ein gutes Frühstück. Was für ein guter Witz. Als ob irgendjemand vor einer seiner Prüfungen etwas essen konnte.
Audrey schätzte ihren Lehrer in Verteidigung gegen die dunklen Künste. Er war streng und gerecht und würde sie absolut fair bewerten. Doch sie hatte auch ein wenig Angst vor ihm. Nein, nicht Angst, aber einen gesunden Respekt und auf jeden Fall wollte sie ihn nicht gegen sich haben.
Noch eine halbe Stunde saß sie am Hufflepufftisch und tat nichts weiter, als sich Sorgen zu machen und sich zu fragen, ob sie auch nur eine einzige Aufgabe richtig bearbeiten konnte. Was würde er ihr wohl vorsetzen würde? So wie sie ihn kannte, würde es verdammt schwer werden. Aber sie wollte das Ohnegleichen! Sie wollte Bestnoten in ihrem Lieblingsfach und dem wohl wichtigsten Unterricht, den sie für später brauchen würde. Sie hatte ein Ziel. Sie wollte Aurorin werden und das würde sie auch erreichen. Und wenn ihr jemand dabei helfen könnte, dann Professor Melbourne.
Schließlich stand sie auf. Es wurde Zeit. Sie müsste sich zur Prüfung begeben. Für einen winzigen Moment wurde ihr schwarz vor Augen und ihre Knie zitterten ein wenig. Dann straffte sie die Schultern, schob ihre Brille ein Stück hoch und nahm ihren Zauberstab fest in die Hand. Wie im Traum wandelte sie durchs Schloss zum Duellierraum. Der Weg war viel zu kurz. Sie wollte es zwar unbedingt hinter sich haben, aber trotzdem konnte es nicht lange genug dauern, bis sie vor der Tür stand. Sie hob die Hand um zu klopfen, doch sie konnte nicht.
Audrey schloss die Augen und begann leise zu summen. Es beruhigte sie immer, wenn sie sang und jetzt war es zum Glück genauso. Sie wurde ein wenig ruhiger. So ruhig, dass ihre Knie aufhörten zu zittern und ihr Herz nicht mehr so fahrig und schnell in ihrer Brust schlug. Nur noch ihre Hand bebte ein bisschen, als sie sie erneut hob und klopfte. Es würde schon alles gut werden. Sie würde bestehen. Sie musste!
Audrey betrat den abgedunkelten Raum und sah sich um. Der Prüfer saß in einer Ecke und bat ohne zu Zögern um ihren Namen. "Audrey Nott, Sir.", antwortete sie mit heiserer Stimme. Dann erblickte sie ihren Professor. Sie neigte leicht den Kopf. "Professor, Sir!" Bildete sie es sich ein, oder wirkte ihre Stimme schon ein wenig sicherer? Sie brachte sogar ein kleines Lächeln zustande. Mit abschätzedem Blick sah sie zu der Truhe, die in der Mitte es Raumes stand, dann ging sie zu Professor Melbourne und blickte ihn erwartungsvoll an.
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Bill Melbourne
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BeitragThema: Re: Nur wer bis an seine Grenzen geht...   Di 9 Jan 2018 - 18:23

Seine Augen richteten sich auf das junge Mädchen, das vor ihm stand, ehe er schnippste und die Fackeln im Raum etwas heller wurden, sodass die dunkelroten großen Vorhänge sichtbar wurden, die die Fenster verkleideten. Für einen Moment war er sich unsicher ob er ihr wirklich diese Prüfung antun wollte, aber es ging nicht anders. Sie mussten lernen was es bedeutete auch in einer realen Situation richtig zu handeln unzwar so das sie möglichst unversehrt da wieder herauskamen. Bills Entschlossenheit war nun voll ausgebildet und in manchen Fällen musste man einen Menschen bis an seine Grenzen treiben, damit er sich weiterentwickelte. "Auf die Duellbühne mit dir.", sagte er kühl und beobachtete sie dabei sehr genau. "Bist du bereit für die Prüfung?", fragte er nochmal um sicher zu gehen und nickte dann, ehe er einen Schritt zurück trat und neben der Duellbühne stehen blieb. Er sah zu ihr hinauf und begann damit ihr ihre ersten zwei Aufgaben zu erläutern.
"Na schön, deine erste Aufgabe besteht darin, uns die Vor- und Nachteile der weiten, mittleren und kurzen Distanz zum Gegner bei Duellen zu benennen, sowie worauf es deiner Meinung nach ankommt, wenn man zu zweit gegen einen Gegner kämpft.", begann er und räusperte sich kurz, "danach möchte ich das du uns drei Zauberkombinationen vorführst. Du erinnerst dich vielleicht noch, eine Zauberkombination sind drei aufeinander aufbauende Zauber, die man gegen den Gegner einsetzt. Ein Beispiel für eine sehr einfache Kombination ist den Boden zu Wasser zu fluten und dieses einfrieren zu lassen, sodass dem Gegner sein fester Halt auf dem Boden genommen wird. Wie viele Zauber in einer Kombination drin sind,ist egal. Du sollst sie uns allerdings nicht benennen sondern uns praktisch vorführen.", erklärte er zog seinen Zauberstab und ließ eine hölzerne Puppe mit einem Zauberstab in der Hand auf der Bühne erscheinen, die nur für Zielübungen benutzt wurde. Das war die erste Etappe ihrer Prüfung die sie zu bestehen hatte. Diese Etappe fiel unter das was er die letzten zwei Schuljahre lang versuchte den Schüler beizubringen. Strategisches Denken für Kampfsituationen, besonders für eine Laufbahn als Auror, war diese unerlässlich. "Wir werden dir nun zu Anfang nicht sagen ob du etwas falsch machst, erst am Ende wird deine Gesamtbewertung darüber entscheiden, ob du die Prüfung bestanden hast oder nicht. Jede Etappe für sich muss nicht mit absoluter Perfektion gemeistert werden, um zu bestehen. Aber hier ist allein dein Können gefragt. Solltest du während irgendeiner Etappe aufgeben wollen, ist das dein gutes Recht, dann werden dir nur die geleisteten Punkte angerechnet. in seinen Augen spiegelte sich die Strenge wieder, die auch in seiner unterkühlten Stimme lag. Er war gespannt wie gut sie für ihre Prüfung gelernt hatte und ob ihre abnehmende Nervosität nicht doch wieder zu ihr zurückkehren würde. Immerhin waren nun zwei Augenpaare auf sie gerichtet. Audrey Nott war trotz allem eine vielversprechende Schülerin, sie war eigentlich immer gut gewesen. Aber gut sein reichte für die Prüfung nicht, es bedurfte noch anderer Qualitäten. Denn es war ein Unterschied darin einen Zauber zu beherrschen und ihn richtig zu nutzen oder Zauber miteinander zu kombinieren.
"Noch etwas, für die Zauberkombinationen darfst du sämtliche dir bekannten Zaubern aus allen Fächern benutzen. Wenn du Fragen im Laufe der Prüfung haben solltest, stell sie bitte bevor du mit einer Aufgabe beginnst. Es wird allerdings in dieser Prüfung keine Pause geben, da sie gleichzeitig ein Stresstest ist, den wir mit Absicht machen. Wenn du bereit bist fang an.", fügte er hinzu und würde sie weiterhin beobachten und genau darauf schauen, was sie für Zauber ausführte.
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Audrey Nott
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BeitragThema: Re: Nur wer bis an seine Grenzen geht...   Do 11 Jan 2018 - 0:17

Einatmen. Keine Panik! Ausatmen. Sie würde ihr Bestes geben. Einatmen. Sie betrat die Bühne. Ausatmen. Plötzlich blitzte vor ihrem inneren Auge auf, wie sie zu Beginn der fünften Klasse auf eben dieser Bühne gelegen und gegen Ranken angekämpft hatte, die ihr die Luft abgeschnürt hatten. Sie vergaß das Einatmen und wäre beinahe über ihre eigenen Füße gestolpert. Noch immer sah sie auf die Holzdielen und schaffte es nicht, das Bild zur Seite zu schieben. Damals hatte Audrey einen schweren taktischen Fehler begangen, bei dem Professor Melbourne ihr vermutlich den Kopf abgerissen hätte, wäre er dabei gewesen.
Sie konzentrierte sich auf ihren Lehrer. Seine Lippen bewegten sich und, sobald sie das realisiert hatte, wurde ihre Umgebung wieder für sie wahrnehmbar. Der Ton kehrte zurück, die Fackeln schienen wieder zu leuchten und das Bild ihres eigenen zuckenden Körpers, der gegen eine Schlingpflanze ankämpfte und langsam verlor, löste sich Stück für Stück auf. Einatmen. Sie konnte wieder atmen! Erleichterung durchströmte sie, rasch gefolgt von einer gewissen Ruhe. Ab jetzt durfte sie nichts mehr aus der Fassung bringen. Sie brauchte Konzentration. Sie hatte für diese Prüfung ohne Ende gebüffelt.
Noch während Professor Melbourne seine Aufgabe vortrug, begann Audrey Kopf zu arbeiten. Ihr Gehirn ratterte alle Zauber runter, die sie kannte, und wie bei einem Spielautomaten rasteten nacheinander verschiedene Formeln ein, die sie nur noch kombinieren musste. Sie lächelte leicht, doch erst der mündliche Teil. Sie nickte, zum Zeichen, dass sie verstanden hatte und warf einen flüchtigen Blick zu dem Prüfer, der sie erwartungsvoll über sein Klemmbrett hinweg ansah. Sie musste die Situation vergessen. Das hier war nur wie normaler Unterricht. Sie hatte schon hunderte Male in Melbournes Unterricht gesprochen und der Prüfer war wie einer ihrer Mitschüler.
Sie räusperte sich: "In einem Kampf ist es entscheidend zu wissen, wie groß die Distanz zwischen sich und dem Gegner ist, um entsprechend handeln zu können, Sir. Steht man nah vor dem Gegner hat man mit vielen Zaubern eine größere Wirkung und braucht weniger Konzentration, um sie auszuführen. Dem Gegner bleibt wenig Zeit zu reagieren und sich entsprechend vorzubereiten, allerdings geht es einem selbst natürlich bei einem Gegenangriff genauso. Des Weiteren muss man sich zusätzlich vor bestimmten Zaubern schützen, die man selbst hervorbringt. Zum Beispiel ist es viel zu gefährlich einen Explosionszauber anzuwenden, sollte man selbst in Reichweite sein." Sie machte eine kurze Denkpause. Hier war sie in ihrem Element. Sie konnte frei reden und hatte kein Problem mit der Situation.
"Die lange Distanz lässt natürlich einem selbst und auch dem Gegner eine lange Reaktionszeit. Manchmal ist es sogar möglich, dem Zauber aus dem Weg zu gehen. Die Distanz ermöglicht viele Atempausen und taktisches Geschick. Sie verlangt jedoch mehr Konzentration und oft mehr Erfahrung, da manche Zauber, zum Beispiel ein Araneum Fluch entwickelt sich erst mit entsprechender Übung und er ist unbrauchbar wenn der Gegner nicht in der Reichweite des Fluchs steht." Erneut gab sie sich ein paar Sekunden, um sich zu ordnen.
"Als letztes gibt es die mittlere Distanz. Sie ist die ausgeglichenste und bietet zumeist einen guten Mittelweg zwischen Konzentration für den Zauber und Wirkung der Magie. Selten kann man jedoch weder den entscheidenen Schlag setzen, noch sich aus der Schussliste bringen. Es ist eine Distanz, in der man immer wachsam sein und Ausdauer zeigen muss." Audrey verstummte und kramte noch einmal in ihrem Hirn nach weiteren Antworten, doch mehr hatte sie nicht.
Ein wenig unsicher blickte sie zu ihrem Professor. Sollte sie direkt weitermachen? Wahrscheinlich. Aber sie hatte das Gefühl, etwas sagen zu müssen. Doch sie schwieg. Langsam wurde ihr wieder bewusst, dass sie in einer Prüfung steckte und sie drehte sich rasch zu der Holzpuppe um, die ihren Gegner in der folgenden Demonstration sein würde. Mit einem Finger schob sie ihre Brille die Nase hoch und schloss kurz die Augen. Sie würde mit der einfachsten Kombination anfangen. Es würde ihr hoffentlich ein gutes Gefühl geben.
Audrey hob den Zauberstab und konzentrierte sich. Noch immer spürte sie die Blicke der beiden Männer auf sich, doch sie konnte sie ignorieren und begann. Mit einem raschen Stoß ihres Zauberstabs und einem recht zittrigen "Silencio!" jagte sie der Puppe ihren ersten Fluch auf den Hals. So hinderte sie ihren Gegner daran, verbale Zauber aussprechen zu können, was ihn hoffentlich für einen Moment verwirren würde, während sie zum zweiten Zauber ausholte.
"Pertrificus Totalus!", rief sie und die Puppe erstarrte - soweit das für eine Holzpuppe noch möglich war. Nun hatte sie die Bewegungen des Gegners unterbunden und zum Schluss, um ihn absolut unschädlich zu machen: "Expelliarmus!" Ihre Stimme klang wieder selbstbewusst und mit sicherer Hand fing sie den Holzstab auf.
Sie warf erneut einen Blick auf Professor Melbourne, der mit verschlossenem, typisch kaltem Blick den Ausgangszustand der Puppe herstellte und ihr bedeutete, weiterzumachen. Sie nickte und wandte sich wieder zu ihrem Holzgegner. Gut. Zweite Kombination. Nur zwei Zauber, aber keine einfachen. Mit "Impetus Venti!" ließ sie die Luft um sich herum auffrischen und sich in Bewegung setzen. Der Wind traf auf die Puppe, doch richtete er kaum Schaden an.
Dafür war ihr zweiter Spruch: "Lacerare Gelu!", rief Audrey und die Windböe um die Puppe gefror zu Eis. Kleine Kristalle begannen sich zu bilden und für ein paar Minuten würde sich ihr Gegner nicht bewegen können. Sie trat einen kleinen Schritt zurück und erneut löste Professor Melbourne die Flüche auf.
Audrey ging auf die Puppe zu, näher als zuvor und ihre Hand umklammerte ihren Zauberstab fester. Nun zum kompliziertesten Teil. Sie würde ihren Gegner komplett orientierungslos machen. Zuerst der musste sie den stärksten Sinn ausschalten, Sicht. "Fumare!" Eine Rauchwolke begann die Bühne zu füllen und waberte um die Puppe herum. Nun konnte sein Gegner nicht mehr sehen. Sie fuhr fort und kramte einen recht selten Zauber hervor. "Engastrimytho", murmelte sie beinahe stumm und fand es immer wieder seltsam, den Effekt zu bemerken. Ihre Stimme erklang nun von einem anderen Ort im Raum, irgendwo zu ihrer Linken. Ein echter Gegner würde sich nun hoffentlich zu ihrer Stimme umdrehen, während sie genau da stehenblieb, wo sie begonnen hatte. Sie löste die Rauchwolke auf, zielte und traf die Puppe mit einem Confundus. Gleich darauf rief ihre Stimme "Incarcerus!" und Seile schossen aus der Spitze ihres Zauberstabs und schlangen sich erbamungslos um ihr Gegenüber. Sie lächelte leicht. Es hatte alles geklappt. Hoffentlich würde es auch reichen, ihr genug Punkte einzubringen.
Sie wandte sich von der Puppe ab und wartete auf weitere Anweisungen.
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Bill Melbourne
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BeitragThema: Re: Nur wer bis an seine Grenzen geht...   Mo 22 Jan 2018 - 19:32

Hin und wieder ging er auf und ab und beobachtete jede Regung, hörte jedes Wort und beobachtete jede ihrer Zauberkombinationen. Beide Prüfungsabschnitte dieser Prüfung hatte sie durchgehalten, doch die nächste Prüfungsetappe würde noch einmal sehr deutlich ihr Stresslevel erhöhen. Ohne das sie es merkte, hatte Bill den Zauberstab gezogen und ehe sie sich noch zu Bill wieder hinzu wenden konnte wurde der Raum plötzlich dunkel. Erst als die Fackeln plötzlich wieder heller wurden, hatte man sehen können, das Professor Melbourne und der Prüfer spurlos verschwunden waren. Diese Prüfungsetappe war eine Steigerung die Bill angewandt hatte bei seinen Schülern auf Schloss Durmstrang. Eigentlich war es nicht legitim in England, aber die beste Möglichkeit um den Gemütszustand unter Stress ein wenig aus dem Gleichgewicht zu bringen und zu erkennen wie jemand auf Extremsituationen reagierte. Bei diesem Test konnte ein Schüler schon bis an seine Grenzen geführt werden und sollte Bill erkennen, das es sie zu sehr forderte würde er den Test sofort einstellen. Zumindest diese Prüfungsetappe. Sie hatte nicht wissen können, das während sie mit der Puppe kämpfte, eine Illusion um sie herum erschaffen wurde, die nur mit einem wirklich lebendigem Lebewesen bestückt war, unzwar einem Irrwicht der daraus ausgelegt war, sich ihrer größten Angst anzunehmen und diese Gestalt für sich zu wählen. Kein leichtes Stück Arbeit einen Irrwicht in die Finger zu kriegen, aber die beste Möglichkeit um festzustellen was passieren würde. Damit ganze noch etwas realistischer wirkte, stellte man innerhalb der Illusion einen Schrei ihrer Zwillingsschwester nach, der von hinter der Türe kam. Doch das war nicht das einzige worum sie sich kümmern musste. Sie musste sich außerdem um Zauber kümmern die aus dem Hinterhalt von Bill persönlich abgefeuert wurden. Keine gefährlichen, meistens waren es Schock-und Entwaffnungszauber, die ihr das Gefühl vermitteln sollten, das sie in einer ernsten Lage war. Als Auror kam es hin und wieder vor, das man in Gefechte in Hinterhalten verwickelt wurde. Dementsprechend musste man darauf reagieren, um beispielsweise eine Geisel so schnell und effektiv wie möglich retten zu können. Auch der Prüfer feuerte hier und da Zauber in ihre Richtung von einer anderen Position aus ab. Wenn sie erstmal erkannte, das sie durch die Türe musste und sich gleichzeitig gegen die Zauber stellen musste, würde sie schnell vor den Endteil dieser Prüfungsetappe gelangen. Und dann kam es letztlich darauf an, ob sie die Illusion von ihrer verblutenden Zwillingsschwester durchschaute oder nicht. Falls dies nicht der Fall war, würde Bill den Irrwicht selbst entfernen und mit der dritten Etappe fortfahren. Die Gerüchte über seine fragwürdigen Unterrichtsmethoden waren allesamt wahr, nur hatte er sie bisher noch nicht in Hogwarts eingesetzt. Da sie aber ein Empfehlungsschreiben von ihm wollte, wollte er zunächst erstmal sehen wozu sie fähig war. Vor allem wenn sie gar nicht erst darüber aufgeklärt worden war, was das Ziel dieser Aufgabe war oder ob das überhaupt noch zur Prüfung gehörte. Sie würde weder den Prüfer noch Bill erkennen können, nur die Richtungen aus der die Zauber kamen. Für eine anfängliche Siebtklässlerin musste sie lernen nicht wie eine Schülerin sondern wie eine Aurorin zu denken und zu handeln. Viele fielen bei diesem eher inoffiziellem Test durch, weil die psychische Belastung einfach zu hoch war. Doch wenn sie hier bereits versagte, würde sie es sich vielleicht zweimal überlegen ob sie sich da wirklich Ruhm und Glanz verschrieb oder einem Leben in der Dunkelheit und voller Feinden. War sie in der Lage die Situation zu erfassen, zu analysieren und gleichzeitig den Stress um sie herum auszuhalten? Oder würde sie kollabieren?
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