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 Sometimes, very rarely, impossible things just happen and we call them miracles.

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Ruby Clark
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BeitragThema: Sometimes, very rarely, impossible things just happen and we call them miracles.   So 31 Dez 2017 - 17:32

Sometimes, very rarely, impossible things just happen and we call them miracles.
Cedric & Ruby | 06.09.2015 | privat | Schicksal: ja

Seitdem Braxton kaum noch das Haus verlassen konnte, blieben die meisten Aufgaben außerhalb des Waisenhauses an Ruby hängen. Sie kümmerte sich gerne um die Kinder und das Waisenhaus, aber merkte zunehmend, dass ihr Leben kaum noch andere Facetten bot. Nachdem die Vergiftung von Simon überstanden war und der Junge wieder munter und bei Kräften war, hatte es die kleine Layla erwischt. Das vierjährige Mädchen war an diesem Tag mit Fieber aufgewacht, weil sie sich scheinbar einen Infekt eingefangen hatte. Das Ganze war für Ruby keine große Sache. Sie hatte in den letzten Jahren gelernt die häufigsten Krankheiten der Kinder gezielt mit Tränken zu behandeln. Ihr fehlten lediglich die Zutaten für den benötigten Trank. Diese mussten also in der Winkelgasse erstanden werden, wohin sie an diesem Tag von zweien der Kinder begleitet worden war.
Simon, welcher ganz begierig darauf zu sein schien die versäumte Bewegung der letzten Tage nachzuholen, war der erste, welcher darum gebeten hatte der jungen Hexe zu folgen. Die zweite Begleiterin war ein zweijähriges blondes Mädchen, das auf den Namen Ava hörte.
Während Simon immer wieder ein Stück vorgelaufen war, nur um dann zu Ruby zurück zu laufen, um erneut einen Vorsprung aufbauen zu können, hatte das kleine Mädchen des Großteil des Ausflugs auf Rubys Arm verbracht. So kam es, dass auch an der Theke des Zutatenhandels eine gewisse Unruhe bei Simon zu bemerken war, da dieser zwar eingesehen hatte, dass er in dem Geschäft nicht rumtoben durfte, aber stark mit sich zu kämpfen hatte, um das auch einhalten zu können. Ava hingegen war zu diesem Zeitpunkt bereits eingeschlafen, so dass ihr Kopf an Rubys Schulter ruhte, während die ehemalige Hufflepuff ihr restliches Geld auf der Ladentheke platzierte.
"Es tut mir leid, aber es fehlen drei Sickel", stellte der kahlköpfige Verkäufer fest, nachdem er die Münzen fein säuberlich abgezählt hatte. Erwartungsvoll blickte der alte Mann über die verschmierten Gläser seiner Brille hinweg zu der blonden Hexe mit der Wollmütze. Ruby überprüfte erneut ihre Taschen, nur um festzustellen, dass sie keinen müden Knut mehr bei sich trug. Etwas verzweifelt schaute sie zu dem Ladenbesitzer, welcher nicht von seiner Erwartungshaltung abwich. "Ich habe nur das. Es sind doch nur drei Sickel. Ich bringe sie Ihnen nächste Woche vorbei, versprochen!" Die Miene des alten Mannes wurde härter und schon bevor er die Worte "Es tut mir leid, aber das hier ist kein Pfandhaus" aussprach, wusste Ruby, dass er kein Auge zudrücken würde.
Sie wusste, dass sie es nicht mehr zurück zum Waisenhaus und wieder in die Winkelgasse schaffen würde, bevor die Läden schlossen, weshalb sie den Mann unbedingt überzeugen musste. Sie musste den Trank noch heute brauen. Die Situation erlaubte keinen Aufschub. "Ich flehe Sie an! Ich habe ein krankes Kind Zuhause und benötige die Zutaten dringend." Sogar Simon schien die aufkommende Verzweiflung der jungen Hexe zu spüren. Er hatte sich an ihren Arm geklammert und hielt sich etwas verunsichert an diesem fest. Der Verkäufer hingegen blieb weiterhin stur. "Ich kann nicht meine Waren verschenken, nur weil Sie auf die Tränendrüse drücken. Bezahlen Sie, oder ich muss sie bitten meinen Laden zu verlassen!"


Zuletzt von Ruby Clark am Do 4 Jan 2018 - 17:54 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Cedric Macmillan
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BeitragThema: Re: Sometimes, very rarely, impossible things just happen and we call them miracles.   Mo 1 Jan 2018 - 17:08

Aufmerksam wanderten die eisblauen Augen über die beschrifteten Regalbretter, auf welchen gut sortiert allerlei Zaubertrankzutaten standen. Cedric befand sich wie so oft im hinteren Teil des Geschäfts, wo die selteneren und teureren Dinge zu finden waren, schließlich wollte er seiner Schwester nur das Beste vom Besten mitbringen. Coiras Privatlabor mangelte es an gemahlenen Drachenschuppen vom jungen schwedischen Kurzschnäuzler, und da er nach seinem Ausflug in die Winkelgasse ohnehin bei ihr zum Essen eingeladen war, hatte er sich kurzerhand dazu entschlossen, ihr diese spezielle Zutat als Gastgeschenk mitzubringen. Das silbrig-blaue Pulver war nicht sehr leicht zu bekommen, da dessen Gewinnung kompliziert und eher umstritten war, doch dieses eine Geschäft in der Winkelgasse, welches im Übrigem einem alten Freund der Macmillan Familie gehörte, gehörte glücklicherweise zu den wenigen Händlern, die es verkaufen. Das letzte Schraubglas gemahlene Kurzschnäuzler-Schuppen wurde von Cedric aus dem Regal genommen, wobei der stolze Preis getrost ignoriert werden konnte. Der Schotte bekam aufgrund der guten Beziehung zum Ladenbesitzer zwar Rabatt, aber er verdiente ohnehin gut genug, dass ihn eine kostspielige Anschaffung wie diese finanziell nicht wirklich beeinflusste. Aus Neugier und weil er es sich leisten konnte, sah er sich noch ein wenig in dem Geschäft um, steckte ein paar exotischere Waren, von welchen er glaubte, dass sie seiner Schwester ebenfalls gefallen würden, in seinen Stoffbeutel, worauf er nach vorne zur Ladentheke ging, an welcher bereits eine junge Frau mit einem Kind auf dem Arm und einem anderen Kind an ihrer Seite stand. Der dunkelblonde Heilmagier realisierte nicht sofort, dass diese Dame eben jene war, welche neulich ein Muggelkind in das St. Mungo Hospital gebracht hatte, bis er eben jenes Muggelkind erkannte, als er sich hinter der Frau zum Bezahlen anstellen wollte. Auch, wenn er sich mit dem kleinen Simon ganz gut verstanden hatte, hatte dieser Krankheitsfall seine Einstellung zu seinesgleichen nicht geändert. Er war noch immer der Meinung, dass die Welt der Muggel und die magische Welt strikt getrennt werden sollten und diesbezüglich keine Ausnahmen gemacht werden sollten, um das Geheimnis der Magie zu beschützen. Die blonde Hexe sah dies jedoch ganz anders, wie sie ein weiteres bewies, indem sie zwei ihrer Muggelkinder mit ins magische Viertel schleppte, um Zaubertrankzutaten zu kaufen.
Skeptisch zog er die Augenbrauen hoch, als sich sein Gehör auf die Konversation zwischen dem Ladenbesitzer und der jungen Hexe lenkte, wodurch er mitbekam, dass sie wohl zu wenig Geld hatte, sie die Zutaten allerdings bräuchte, da eines der Waisenkinder Fieber hätte. Ungeduldig verlagerte der Reinblüter sein Gewicht, wobei er den Blick erst genervt seufzend durch den Raum schweifen ließ, mit ihm dann aber auf den Waren hängen blieb, die die temperamentvolle Waisenhaus-Lady nicht imstande war zu bezahlen.
„... Bezahlen Sie, oder ich muss Sie bitten meinen Laden zu verlassen!“, drängte Harold, der Ladenbesitzer, worauf Cedric kurzerhand zwei Galleonen auf die Ladentheke legte. Der ältere Zauberer sah irritiert an Ruby vorbei und interpretierte die Geste des Schotten als Ungeduld, weshalb er der Blonden nur noch einen bösen Blick schenkte, ihre Waren näher zu sich zog und ihr damit signalisierte, dass er die Geduld mit ihr verloren hatte. Mit einem professionellen Lächeln wandte er sich dann seinem Stammkunden zu. „Cedric, hast du alles, was du brauchst?“
„Ja, aber das Geld ist nicht für meinen Einkauf“, kam es kühl über die Lippen des Heilers, worauf er nur kurz zu Ruby sah und die Kiefer dabei aufeinander presste. Er konnte sie noch immer nicht leiden, aber als Heilmagier lag es ihm fern, ein Kind mit Fieber leiden zu lassen. Da war es ihm auch egal, ob dieses Kind magisch begabt war oder nicht.
„Dann sind zwei Galleonen aber zu viel“, bemerkte Harold, wobei er die Brille auf seiner Nase etwas zurückschob. Leicht neigte sich der Kopf des Macmillans, wobei er abschätzig auf die Zutaten sah, die Ruby hatte erstehen wollen.
„Nein. Wenn sie die gute Ware nimmt, nicht.“ Entschlossen sahen die eisblauen Augen des Heilkundigen in die schmutzigen Brillengläser Harolds, eher er sich der jungen Hexe zuwandte. „Sie sollten nicht mit billigen Zutaten arbeiten, Miss. Gerade bei der Brunnenkresse kann es in der Qualität zu starken Schwankungen kommen, welche letztendlich das Endprodukt beeinflussen – und gerade bei der Herstellung von Medikamenten kann dies böse enden. Als Besitzerin einer eigenen Werkstatt sollten Sie dies wissen.“ Ein süffisantes Lächeln stahl sich auf die Lippen des Mediziners, worauf er auf ihre kleine Warenauswahl deutete. „Aber ich kann natürlich verstehen, wenn Sie die Hilfe und den Rat eines Arschlochs wie mir nicht annehmen möchten.“ Simon weitete die Augen, als er den Heiler aus dem Krankenhaus erkannte und dieser auch noch das böse A-Wort in den Mund genommen hatte.
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Ruby Clark
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BeitragThema: Re: Sometimes, very rarely, impossible things just happen and we call them miracles.   Mo 1 Jan 2018 - 20:30

Wirklich nicht schien den alten Mann überzeugen zu können. Ruby sah ein, dass sie keine Chance hatte, um die benötigten Waren zu erwerben und Verzweiflung griff nach ihr. Sie hatte Layla vor Augen, die darauf wartete, dass Ruby sie behandelte und ihre Krankheit auf diese Weise vertrieb. Doch diese gegebene Versprechen schien die ehemalige Hufflepuff an diesem Tag nicht mehr erfüllen zu können. Ein wenig geknickt betrachtete sie den Verkäufer, welcher bereits auf den Ausgang deutete und wollte gerade den Rückzug antreten, als eine weitere Person in die Szene eingriff.
Die blonde Hexe hatte gar nicht gemerkt, dass bereits jemand hinter ihr wartete. Zu sehr hatte sie sich auf das Gespräch mit dem Mann hinter der Theke konzentriert. Zwei Galleonen fanden Weg auf den Tisch und auch Ruby unterlag dem selben Irrtum, wie der Verkäufer es tat. Sie sah darin eine Geste der Ungeduld. Auch der andere Kunde wollte sie offensichtlich schnellstmöglich aus dem Laden entfernen. Erst einige Herzschläge später betrachtete sie den ungeduldigen Kunden und erstarrte für einen kurzen Moment. Auch für Simon war der Heiler kein unbekannter Mann. Ruby hatte gehofft, dass sie ihn nie wieder sehen würde. Eben wegen jenem Verhaltens, welches er auch in diesem Moment wieder an den Tag legte. Er wollte die muggelstämmige Hexe einfach loswerden. Da war diese sich sicher.
Die Fassung ging ihr aber voll und ganz verloren, als der Mann mit den eisblauen Augen offenbarte, dass das Geld keinesfalls für seine Einkäufe gedacht war, sondern für die der ehemaligen Hufflepuff. Zudem wollte er diese noch durch qualitativ hochwertigere Waren eintauschen lassen und ließ es sich dabei nicht nehmen die junge Hexe über die Gefahren der günstigeren Alternativen zu belehren.
"Oh nein... nein, nein...", entfuhr es Ruby ungewohnt kleinlaut und fast unhörbar. Es war dieses Mal keine Wut, welche sich in ihr ausbreitete. Ihr Temperament war in diesem Moment unauffindbar. Es fühlte sich so an, als hätte der junge Heiler ihren Stolz brutal gepackt und herausgerissen. Fassungslos und verzweifelt blickte sie erst zu dem Verkäufer, der die Waren heraussuchte und dann zu Doktor Macmillan, der ein Lächeln auf den Lippen trug, welches bei Ruby ein beklemmendes Gefühl auslöste, so als würde ihr jemand die Luft abschnüren.
Dass Simon mittlerweile eher hinter ihr, als neben ihr stand, war der Hexe vollkommen entgangen. Sie suchte verzweifelt nach irgendwelchen Worten, doch konnte keine finden. Sie fühlte sich vollkommen wehrlos. Dieser Mann hatte sie bloßgestellt, indem er ihre Probleme gelöst hatte. Es klang paradox und doch traf sie die Art, wie er es getan hatte, viel mehr als jede direkte Beleidigung es hätte tun können. Die Tatsache, dass sie dieses bloßstellende Geschenk annehmen musste, weil es in aller erster Linie um Layla ging und nicht um Rubys Stolz. Auch den Austausch der Zutaten konnte sie nicht ablehnen. Sie wusste sehr wohl, dass die teureren effektiver und zuverlässiger waren. Doch der Preis hatte sie nie zu einer Option gemacht. In Hinblick auf Laylas Gesundheit, musste sie aber auch hier nachgeben.
Der junge Heiler war noch immer Empfänger des fassungslosen Blicks. Sie wusste, dass seinesgleichen die Situation nicht als freundliche Geste, sondern als Sieg betrachtete. Er hatte der frechen Göre gezeigt, dass ihresgleichen von seinesgleichen abhängig war und Ruby bestätigte diese abscheulichen Gedanken in dem Moment, in welchem sie nach der Tüte mit den Zutaten griff. Kein Wort geriet über ihre Lippen. Sie wollte einfach nur weg und genau das tat sie auch. Ohne weitere Worte verließ sie gemeinsam mit den Kindern den Laden und dann die Winkelgasse.


07.09.2015

Ruby hatte nicht damit gerechnet, dass sie in dieser Woche ein weiteres mal durch die magische Schaufensterscheibe des angeblich leerstehenden Muggelkaufhauses schreiten würde. Doch die Ereignisse des Vortages ließen sie nicht los und damit konnte die sonst so stolze junge Hexe nicht umgehen. Nachdem sie am Vortag die Winkelgasse verlassen hatte, hatte sie sich sofort an die Zubereitung des Trankes für die kleine Layla gemacht. Diese befand sich mittlerweile auf dem Weg der Besserung. Ruby allerdings wurde die Erinnerung an das unverschämte Grinsen des arroganten Heilers nicht los. Fast die ganze Nacht hatte sie wach gelegen, weil die Bloßstellung in der Winkelgasse sie so sehr belastete, dass sie sogar einige Stunden der vergangenen Nacht mit den Tränen gekämpft hatte. Sie selbst konnte nicht einmal wirklich beschreiben, warum diese Situation ihr derart zugesetzt hatte. Sie verkraftete es einfach nicht, dass sie Layla hätte im Stich lassen müssen, wenn Doktor Macmillan ihr nicht geholfen hätte und dass der Heiler sich durch diese Tatsache offensichtlich unheimlich überlegen gefühlt hatte.
Während Ruby die Treppen in das dritte Obergeschoss des St. Mungo Hospitals erklimmte, zog sie ihr Portemonnaie aus der Innentasche ihrer Jacke hervor, um zwei Galleonen, das einzige Geld was sich darin befand, hervor zu holen. Dass der Geldbeutel beim Versuch ihn wieder wegzustecken zu Boden fiel, entging der blonden Hexe vollkommen. Das Geld entsprang ihren privaten Ersparnissen, welche sie dem Gehalt von ihrem Aushilfsjob bei Elliott Smendrik Arcanus entnahm. Der größte Teil dieser Gelder wurde zwar in das Waisenhaus, aber einen verschwindend geringen Anteil behielt die Hexe für private Notwendigkeiten. In diesem Fall, um sich die eigene Würde zurück zu kaufen.
Sie wollte dem Heiler das Geld zukommen lassen, welches er für sie ausgegeben hatte. An diesem Sonntag war die Wahrscheinlichkeit groß, dass Ruby dem Heiler nicht persönlich begegnen würde und genau darauf hoffte sie auch. Der Plan sah vor das Geld bei dem Pflegepersonal für Doktor Macmillan zu hinterlegen. Auf keinen Fall wollte sie dem Mann erneut unter die Augen treten.
Etwas stürmisch öffnete sie die Tür zur Station, nur um beim hindurchgehen mit eben jenem Mann zusammen zu stoßen, welchen sie auf keinen Fall treffen wollte.
@Elliott Smendrik Arcanus
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Cedric Macmillan
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BeitragThema: Re: Sometimes, very rarely, impossible things just happen and we call them miracles.   Mo 1 Jan 2018 - 23:40

Sie reagierte nicht so, wie Cedric es erwartet hätte. Er war sich fast schon sicher gewesen, dass sie ihm mit ihrem frechen Temperament irgendeinen Spruch an den Kopf werfen würde, doch ihre Schlagfertigkeit blieb aus. Von ihrer toughen Fassade war nichts mehr übrig, ja, es war fast so, als würde dem Heiler in diesem Moment eine völlig fremde Frau gegenüber stehen. Irritiert hob er eine Augenbraue, als sie leise Worte vor sich hinmurmelte und geistig nicht ganz gefasst zu sein, worauf er ratlos zu Harold sah, welcher nur ahnungslos mit den Schultern zuckte, da er selbst nicht so recht wusste, was das Problem der jungen Hexe war. Dann nickte der Schotte dem Ladenbesitzer zu, worauf er begann, die Billigware gegen Qualitätszutaten zu tauschen. Mit einem ernsten, prüfenden Ausdruck glitten die eisblauen Iriden dann wieder zu der Blonden mit dem Kind auf dem Arm, welche ungewohnt zerbrechlich wirkte, wenngleich Cedric erstmals auffiel, wie hübsch sie eigentlich war, wenn sie ihn nicht ansah, als sei er der Teufel höchstpersönlich. Wäre sie reinen Blutes, hätte er sie vielleicht gefragt, ob sie mit ihm etwas trinken gehen würde, doch da er um ihr unreines Blut wusste, perlte diese Frage nicht über seine Lippen. Der Gedanke wurde sogar recht rasch aus seinem Kopf verbannt.
Ohne sich zu bedanken oder sonst irgendetwas zu sagen schnappte sie sich schließlich die Tüte und verließ das Geschäft.
„Hätte ja wenigstens Mal Danke sagen können“, knurrte Harold daraufhin, worauf er sich die Zutaten ansah, welche sich Cedric aus den Regalen genommen hatte, während Cedric aus seinem Portemonnaie 11 Galleonen und 7 Sickel zog.
„Hm, sie hat’s nicht so mit diesem Wort. Bezweifle mittlerweile, dass sie um dessen Existenz weiß“, bemerkte er trocken, als er das Geld auf den Tisch legte und mit den Schultern zuckte. „Aber ist nicht so wild.“
„Du kennst sie also schon?“ Ein irritierter Ausdruck lag auf dem Gesicht des Brillenträgers, da er sie von ihrer Erscheinung her nicht in den Dunstkreis des Heilers eingeordnet hätte, doch er sah konzentrierter aus, als er das Geld zählte und eine Galleone mit einem Zwinkern zurückschob. „Freundschaftsrabatt.“
„Nicht wirklich“, seufzte Cedric nachdenklich, worauf er sich den Beutel mit seinem Einkauf nahm und dem Ladenbesitzer ein charmantes Lächeln schenkte, „Danke, Harold.“
„Keine Ursache. Grüß deine Eltern und Coira mal, wenn du sie das nächste Mal siehst.“
„Klar. Mach’s gut.“ Damit verabschiedete sich der Heilmagier von dem älteren Zauberer und verließ das Geschäft, um dieses überaus eigenartige Ereignis hinter sich zu lassen. Tatsächlich würde ihn die eigenartige Reaktion der hübschen Schlammblüterin noch die halbe Nacht beschäftigen.

07.09.2015
Er hatte nicht gut geschlafen und war dementsprechend erschöpft. Umso besser, dass er nur eine kurze Schicht hatte an diesem Tag, da er sich schon darauf freute, daheim wieder in sein kuschliges Bett zu fallen. In Zivil gekleidet verabschiedete er sich von den Pflegern und Kollegen, die auf dem Gang seiner Station standen, worauf er eilig aus der Tür trat, welche ihn ins Treppenhaus bringen würde, allerdings stieß er genau dort schon mit einer Person zusammen, die offenbar nicht aufgepasst hatte, wo sie hin lief. Dennoch war er derjenige, der sich für den Zusammenstoß entschuldigte.
„Oh, Verzeihung“, perlte die warme Stimme über die Lippen des bärtigen Heilmagiers, „Haben Sie sich verletzt?“ Dann erst realisierte er jedoch, mit wem er da zusammengestoßen war, worauf sich das charmante Lächeln auf seinem Gesicht verzog. Der Ausdruck in seinen hellen Augen wurde eigenartig düster. „Sie schon wieder. Machen Sie die Augen auf, wenn Sie durch ein Krankenhaus laufen.“ Schonungslos peitschte er ihr diese Worte ins Gesicht, wobei sein Blick wieder prüfend, gar abschätzig auf ihr lag. „Heute ganz allein hier? Oder haben Sie das nächste Opfer Ihrer Fahrlässigkeit unterwegs verloren?“
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Ruby Clark
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BeitragThema: Re: Sometimes, very rarely, impossible things just happen and we call them miracles.   Di 2 Jan 2018 - 0:48

Auch Ruby wollte sich für den Zusammenstoß entschuldigen, als sie feststellte, dass die Stimme des Mannes keine unbekannte war. Lediglich die Wärme in der sonst so kalten Stimme war ungewöhnlich."Oh, scheiße", murmelte sie, während sie ein Stück zurück trat und erneut in die eisblauen Augen des Heilers schaute. Sie hätte das Geld mit einer Eule schicken sollen. Wie konnte sie nur so naiv sein und glauben, dass sie nach dieser Woche auf einmal Glück haben könnte?
Plötzlich bildete sich ein Ausdruck in den Augen des Mannes, welcher nicht nur die gewohnte Arroganz in sich trug, sondern von unheimlicher Verachtung erfüllt war. Er hätte nichts sagen müssen, um der jungen Hexe klar zu machen, dass sie das letzte war, was er an diesem Tag sehen wollte. Immerhin ein Punkt, in welchem die beiden sich einig waren. Sobald sie ihm das Geld übergeben hatte, würde für beide hoffentlich ein Wunsch wahr werden und es würde nie wieder zu einem treffen kommen. Eine Hoffnung, welche noch enttäuscht werden sollte.
Die Worte Macmillans waren wie schon bei den vorherigen Treffen von extremer schärfe. Sie hatte ihm schon zu häufig offenbart was ihr am Herzen lag und das wurde ihr bei jedem seiner Sprüche zum Verhängnis. Doch mit derart offenen Anfeindungen konnte die Hexe deutlich besser umgehen, als mit Situationen wie jener, welche sich am Vortag ereignet hatte.
Ruby hielt die zwei Galleonen in ihrer angespannten Faust und sie wusste, dass die Blamage des Vortages durch die Begleichung dieser Schulden an Härte verlieren würde. Außerdem waren die Kinder nicht bei ihr, weshalb sie weder auf ihre Wortwahl, noch auf ihr Benehmen achten musste.
"Ich sollte Ihnen Arschloch auf die Stirn tätowieren. Würde viele unserer Gespräche abkürzen." Ein wenig angespannt wurde eine Haarsträhne zurück unter die Mütze geschoben, während der Blick der blonden Hexe weiterhin auf dem Arzt lag. Sie hatte sich ihre schützende Fassade erneut errichtet und konnte dem Heiler nun ganz anders gegenüber treten, als es in der Winkelgasse der Fall gewesen war. Sie betrachtete den Mann mit den auffällig schönen Augen etwas genauer und musste feststellen, dass er wirklich alles andere als schlecht aussah. Diese Erkenntnis wurde dann aber als weitere Grundlage für seine Arroganz abgestempelt, bevor die junge Frau mit der Mütze wieder das Wort ergriff: "Als Sie damals so abweisend auf Muggel reagiert haben, dachte ich Sie leiern nur anerzogene Floskeln runter. Aber so ist es nicht, richtig?", stellte Ruby fest, als Macmillan ihr mit dem indirekten Vorwurf der Verantwortungslosigkeit einen Stich versetzt hatte. Ihre Stimme war dabei ungewöhnlich ruhig. Der Heiler war keiner der dummen Floskel-Wiederholer, denen man mit etwas Aggressivität den Kopf waschen konnte. "Sie sind keiner dieser Leute die den Inhalt ihrer Worte nicht verstehen. Sie wissen genau was Sie sagen. Alle Worte sorgfältig gewählt." Die Stimme war ruhig, aber sie war voller Ekel und Abscheu. Der Blick der Hexe war nur schwierig zu interpretieren. Enttäuschung, aber auch Verachtung wären mögliche Interpretationen gewesen. "Ich habe mich in Ihnen getäuscht. Sie sind keiner dieser Mitläufer. Sie sind einfach ein sehr schlechter und böser Mensch." Es ging hierbei nicht darum den anderen verbal zu treffen, so wie er sie getroffen hatte. Die junge Hexe wollte für die Ganze Sache einfach einen Abschluss finden, damit sie sich nie wieder über Macmillan den Kopf zerbrechen musste. "Ich hoffe wirklich, dass wir uns nie wieder sehen werden. Ich wünsche Ihnen noch ein herrlich verblendetes Leben in ihrer kleinen perfekten Welt. Doch wenn in Ihnen auch nur ein Funken Ehrgefühl steckt, nehmen Sie vorher noch diese beiden Galleonen an sich." Ruby reichte dem Arzt das Geld, was für ihn vermutlich einen absolut lächerlichen Betrag darstellte, während es für Ruby wirklich eine Menge war. Doch sie wollte es nicht wieder mitnehmen. Macmillan sollte es haben und sie würde keinen anderen Ausgang dieser Begegnung akzeptieren.
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BeitragThema: Re: Sometimes, very rarely, impossible things just happen and we call them miracles.   Di 2 Jan 2018 - 1:38

Die erste Beleidigung - jene, die scheinbar die einzige in Rubys Wortschatz befindliche war - ließ natürlich nicht lange auf sich warten, wenngleich sie deutlich kreativer verpackt war als sonst. Es lockte dem smarten Heiler ein süffisantes, schiefes Grinsen auf die Lippen, als er feststellte, dass der raue Umgang miteinander mittlerweile fast schon eine vertraute Note bekommen hatte. Machte die muggelstämmige Hexe zwar nicht sympathischer, war aber dennoch eine durchaus amüsante Beobachtung. Gerade wollte Cedric sich kopfschüttelnd abwenden, als eine provokante Frage über die geschwungenen Lippen der Mützenträgerin tropfte. Überrascht hob er die Augenbrauen und neigte den Kopf, während er die Arme locker vor der Brust verschränkte und die blauen Iriden aufmerksam auf der kleineren Frau ruhen ließ. Ihre Frage hätte er direkt mit einem "Richtig" beantwortet, doch er zog es dann doch vor, sie ausreden zu lassen, da er sich fragte, was dieser überaus frechen Bemerkung folgen würde. Irgendeinen Grund musste es geben, dass sie hierher gekommen war, und sicherlich war dieser Grund nicht, dass sie ihm einfach auf den Geist gehen wollte. Der Blickkontakt zu ihr wurde eisern gehalten, wenngleich der Schotte nicht wusste, wie ihr Blick zu interpretieren war. Aufgrund der Vorurteile, die sie gegen die Reinblutideologie hegte, glaubte er jedoch ungefähr zu wissen, welche Emotion in ihrem Blick zumindest die dominantere Stellung einnahm. Verachtung, doch jene würde sie in seinem Blick ebenfalls finden.
"Sie schmeicheln mir", bemerkte er mit einem amüsierten Schmunzeln, als sie meinte, er würde wissen, wovon er sprach und seine Worte nicht unüberlegt wählen. Nun, dies war etwas, dem er nicht widersprechen würde. Natürlich achtete er auf die Worte, die seinen Mund verließen, und selten sagte er etwas, das er nicht so gemeint hatte. Das Schmunzeln verstärkte sich dann, als sie meinte, er wäre einfach ein schlechter und böser Mensch. Am liebsten hätte er ihr unter die Nase gerieben, dass ihre kranker Schützling im Waisenhaus vermutlich an den Folgen des Fiebers verreckt wäre, hätte er ihr nicht ein weiteres Mal geholfen, doch er widerstand der Versuchung, die blonde Hexe noch kleiner zu machen, als sie ohnehin schon war. Als sie ihm dann jedoch zwei Galleonen unter die Nase hielt, konnte der Dunkelblonde nicht anders, als in spottendes, schallendes Gelächter auszubrechen.
"Da dachte ich, Sie können nicht tiefer sinken, und jetzt überraschen Sie mich, indem Sie mich vom Gegenteil überzeugen", lachte er, wobei er ihre Hand mit dem Geld von sich schob, "Ich denke, wir beide wissen ziemlich gut, wer von uns beiden diese Galleonen dringender nötig hat. Stecken Sie sie zurück in Ihren Sparstrumpf oder in Ihre Matratze - oder wo auch immer Sie sie her haben." Seine Stimme war mit ironischer Wärme erfüllt, als er ihr fest in die Augen sah und ihr eine Hand auf die Schulter legte, als würde er ihr einen guten Rat geben. "Aber eigentlich ist es mir egal, wo Sie sich Ihr hart verdientes Geld hinstecken." Das charmante Lächeln von vorhin war von Hohn erfüllt, während die eisblauen Augen herausfordernd, fast schon provokant funkelten. Es bereitete ihm Freude, die Jüngere spüren zu lassen, wo sie stand, und dies sah man ihm nur zu deutlich an.
Die Hand wurde von ihrer Schulter genommen, worauf er sie demonstrativ an seiner Hose abwischte.
"Wenn in Ihnen noch ein Funken Ehrgefühl steckt, nehmen Sie Ihre schmutzigen Galleonen und verschwinden damit endlich aus meinem Blickfeld. Guten Tag." Allerdings war er nicht derjenige, der sich abwandte und ging - vielmehr versuchte er sie durch seine einschüchternde Präsenz dazu zu manipulieren, den Rücktritt anzutreten und das Weite zu suchen.
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Ruby Clark
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BeitragThema: Re: Sometimes, very rarely, impossible things just happen and we call them miracles.   Di 2 Jan 2018 - 18:41

Tatsächlich hatte Ruby noch immer die Naivität besessen anzunehmen, dass Macmillan auch nur ein Funken Güte in sich trug. Sie hatte wirklich gehofft, dass er ihr das Geld abnehmen würde, um unter die Sache einen Schlussstrich zu ziehen. Unfreiwillig hatte die ehemalige Hufflepuff dem Heiler schon offenbart, dass hinter der rauen Schale ein verletzlicher Kern steckte. Es missfiel ihr, dass er genau wusste, wie er ihr wehtun konnte und dennoch glaubte sie daran, dass er dieses eine Mal darauf verzichtete. Es gab für ihn keinen logischen Grund sie zu verletzen. Wieso sollte er ihr weh tun? Das würde schließlich nur bestätigen, was Ruby ihm an den Kopf geworfen hatte.
Doch Cedric Macmillan schien auch in diesem Moment keine Einsicht zu haben. Gelächter war die Antwort, welche Ruby wie ein Sturm von Ohrfeigen entgegen geworfen wurde. Seine Worte ließen sie erneut die Fäuste anspannen, ihrer Kehle entfloh jedoch kein Laut. Stattdessen hatte sich dort ein großer Kloß eingenistet, welcher ihr, wie bereits am Vortag, ein beklemmendes Gefühl bescherte. Macmillan hatte scheinbar genau verstanden worum es der jungen Hexe gegangen war. Er hatte durchschaut, dass Ruby nicht von Leuten wie ihm abhängig sein wollte und er blockte ihr Angebot ab, damit sie sich von dieser Qual nicht befreien konnte.
Womit hatte sie es nur verdient diesem Mann begegnet zu sein? Er machte sich einen Spaß daraus die wunden Punkte der blonden Hexe gezielt anzugreifen und es bereitete ihm offenbar besondere Freude, wenn er sie auf diese Weise brechen konnte. Doch diese Genugtuung wollte sie ihm auf keinen Fall erreichen lassen. Dennoch zuckte sie zurück, als er seine Hand auf ihre Schulter legte und erneut mit spitzer Zunge zu ihr sprach. Er überschritt Grenzen und bedrängte sie. Sowohl verbal als auch körperlich. Ekel erfüllte die ehemalige Hufflepuff, als sie sich für einen Moment auf die Hand des Arztes konzentrierte. Sie wollte einen Schritt zurück weichen, doch die Tür unmittelbar hinter ihr war schon wieder geschlossen und ermöglichte keinen schnellen Rückzug. Macmillan versuchte die Hexe einzuschüchtern und das gelang ihm auch. Sie fühlte sich hilflos und der einzige Kampf galt noch dem Vorhaben diese Gefühle zu verbergen, um dem Arzt keine Bestätigung zukommen zu lassen.
Alle Worte waren wirkungslos gegen den selbstsicheren Reinblüter. Ruby hatte ihm schon so einiges an den Kopf geworfen, doch nichts davon schien seinen Schutzschild aus reiner Arroganz auch nur leicht anzukratzen. Sie hätte ihm körperlichen Schaden zufügen können und sie war auch nicht weit davon entfernt ihr Knie hoch zu ziehen, um dem Heiler die Erkenntnis über sein Fehlverhalten einzuprügeln. Doch langfristig würde er diesen Spieß umdrehen. Macmillan gehörte zu den Menschen, die mit der halben Justiz der magischen Welt befreundet waren. Ein solcher Tritt würde Ruby und dem Waisenhaus mehr schaden, als es dem Arzt wehtun würde.
Es brachte nicht die erhoffte Erleichterung, als der blauäugige seine Hand von Rubys Schulter zurück zog. Die Geste und die darauf folgenden Worte erhöhten den Druck sogar noch. Plötzlich fühlte die Hufflepuff sich in ihre Schulzeit zurück versetzt. Nur ungern hatte sie den Gemeinschaftsraum verlassen, denn aus irgendeinem Grund war sie zum Lieblingsziel der fanatisch reinblütigen Schüler geworden. Sie hackten auf ihr rum, bedrängten sie und fügten ihr sogar körperlichen Schaden zu. Letzteres tat Macmillan nicht. Das war aber auch nicht nötig, da er in den ersten beiden Disziplinen deutlich effektiver vorging, als die Schüler es damals getan hatten.
Ruby biss sich angespannt auf die Lippen und stellte fest, dass sie bald den Kampf gegen die Tränen verlieren würde. Sie wollte diesen Mann aus ihrem Leben entfernen. Sie hatte es nicht verdient, dass man so mit ihr umging. Die Galleonen ließ sie in dem Moment fallen, in welchem sie sich von Macmillan abwendete, um das Treppenhaus des St. Mungo Hospitals mit bereits verschwommenem Blick herunter zu eilen. Dabei übersah sie erneut den verlorenen Geldbeutel. Schnelle Schritte trugen sie durch die Eingangshalle, welche durch das magische Schaufenster verlassen wurde, bevor sie schließlich disapparierte.
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BeitragThema: Re: Sometimes, very rarely, impossible things just happen and we call them miracles.   Mi 3 Jan 2018 - 23:49

Sein Blick veränderte sich nicht, selbst dann nicht, als sich ein verdächtiger Film auf ihre grünen Iriden legte. Es wunderte ihn, dass sie ihm nicht mit einem frechen Spruch die Stirn bot, doch dann erkannte er diese Verletzlichkeit, die er auch schon im Zaubertrankfachgeschäft von Harold miterlebt hatte. Und auch dieses Mal überkam ihm das leise Gefühl, es übertrieben zu haben. Ja, eigentlich war es ihm ziemlich egal, wie es der muggelstämmigen Hexe ging, aber er war trotz all seiner Arroganz kein Monster. Sie gehörte zu den weniger priviligierten Personen, was wohl nicht zuletzt mit der Schicht zu tun hatte, in welche sie hineingeboren war, aber hatte Cedric es wirklich nötig, Menschen wie sie noch weiter in den Boden zu stampfen? Erstmals hinterfragte er sein Handeln ernsthaft, auch wenn man ihm diese Zweifel nicht ansah.
Ihr Abgang war schnell, so wie auch schon am Vortag, und da sie so eilig die Flucht ergriffen hatte, war ihr wohl entgangen, dass sie ihren Geldbeutel verloren hatte. Neben den zwei Galleonen, die sie dem Heiler hatte zurückgeben, er aber nicht hatte annehmen wollen, lag das dünne, abgenutzte Portemonnaie, auf welchem der Blick aus eisblauen Iriden etwas länger haftete, nachdem die blonde Hexe den Flur verlassen hatte. Sein erster Instinkt war, das Objekt aufzuheben, doch sein Stolz verbot es ihm, das Eigentum der frechen jungen Frau anzurühren. Dann ließ er sich ihre Reaktion und ihre Worte jedoch noch einmal durch den Kopf gehen, weshalb er seinem ersten Instinkt nun doch nachgab und den Geldbeutel aufhob, worauf er die zwei Galleonen in das Münzgeldfach fallen ließ und er dabei nicht umhin kam, zu bemerken, dass sich bis auf diese zwei Galleonen nur ein paar Kassenzettel, eine Essensmarke, zerknitterte Gutscheine von Schnellrestaurants und ein Ausweis befanden. Letzteren betrachtete der Heiler etwas eingehender, da er den Nachnamen der Hexe nicht gekannt hatte und er sich ohnehin gefragt hatte, wie alt sie war, dass sie sich die Verantwortung, auf mehrere Kinder gleichzeitig aufpassen zu können, zutraute. Auf beide Fragen erhielt er eine Antwort, worauf er den Ausweis zurücksteckte und er den Geldbeutel zuklappte. Kurz spielte er mit dem Gedanken, das Portemonnaie einfach unten in der Information abzugeben, doch dann würde er ja riskieren, dass die junge Hexe erneut mit einem ihrer Muggelbälger im St. Mungo aufschlug, und dies war definitiv nicht in seinem Interesse. Nach seinem Mittagessen würde er ihr wohl in Whitechapel einen Besuch abstatten müssen.


Später am selben Tag

Auf seinem Weg zum Waisenhaus kam es mehrfach vor, dass er stehen blieb und sich fragte, ob er da wirklich gerade das richtige Tag. Moralisch gesehen war es dies wohl, aber konnte es ihm nicht eigentlich ziemlich egal sein, was mit dem Geldbeutel dieser rotzfrechen Hexe passierte? Sie war ihm stets mit Verachtung begegnet, weshalb er sich eigentlich nicht darum kümmern sollte, was mit ihrem Eigentum geschah, doch eine leise Stimme in seinem Hinterkopf appellierte an seine soziale Ader, welche bei ihm als Heiler nun einmal unverkennbar vorhanden war, wenngleich nicht jeder in den Genuss kam, jene zu Gesicht zu bekommen. Ein letztes Mal blieb er zögernd stehen, als er sich direkt vor dem Waisenhaus befand, von welchem er schon von weitem hatte erkennen können, dass das Gebäude nicht mehr im besten Zustand war, doch angesichts des schmalen Geldbeutels von Miss Clark wunderte ihn dies auch nicht wirklich. Er würde mit seiner alltagstauglichen Kombination aus dunkelblauer Hose und mittelblauem Sakko (Bild) wahrscheinlich nicht in dieses Gebäude passen, aber er war ja ohnehin nicht gekommen, um lange zu bleiben. Ein kurzes Seufzen beseitigte die letzten Zweifel, worauf er das Waisenhaus betrat. Er konnte hören, dass Kindergelächter aus einem Nebenraum ertönte, doch in dem kleinen, heruntergekommenen Flur, in welchem er stand, gab es nur einen Schreibtisch, hinter welchem ein Mann saß. Sein Stuhl erschien Cedric zu klein für die Höhe des Tisches, weshalb er sich fragte, wieso er nicht einfach aufstand, doch dann realisierte er, dass sich der ältere Herr in einem Rollstuhl befand. Generell sah er nicht gerade fit aus mit seinen Augenringen und seinen eingefallenen Wangen.
"Guten Tag, junger Mann", tropfte es über die blassen, spröden Lippen des Älteren, worauf er laut hinter vorgehaltener Hand hustete, sich jedoch sofort dafür entschuldigte. "Verzeihung." Die Augen des Muggels wanderten neugierig und ein wenig verdutzt über die Erscheinung Cedrics, schließlich fügte er sich mit seinem Outfit nicht wirklich passend in diese Umgebung ein.
"Hm", war alles, was mit skeptischem Blick von dem Schotten darauf kam, worauf er den Blick lieber von der kränklichen Gestalt abwandte, um sich zweifelnd umzusehen, "Ich wollte zu Ruby Clark. Oder nein, könnten Sie-" Doch weiter kam er nicht, da die kratzige Stimme des Mannes ihn unterbrach.
"Ruby, hier ist ein junger Mann für dich", rief er just in Richtung des Nebenraumes, worauf er sich wieder Cedric zuwandte und ihm zuversichtlich zulächelte. Zögernd, fast unsicher erwiderte der Heiler das Lächeln, da es ihm lieber gewesen wäre, wenn Ruby nichts von seinem Anflug der Freundlichkeit erfahren hätte.
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Ruby Clark
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BeitragThema: Re: Sometimes, very rarely, impossible things just happen and we call them miracles.   Do 4 Jan 2018 - 14:47

"Simon, Henry! Ihr deckt heute den Tisch!", teilte Ruby den beiden Jungs mit, was der Aufgabenplan des Waisenhauses vorgab. Sofort verpackten die beiden Waisen das Gesellschaftsspiel, das sie bis zu diesem Moment gespielt hatten, um dann zu dem Hauself Lumpy, welcher kurz zuvor verkündet hat, dass das Essen fertig ist, in die Küche zu laufen. Für die Kinder war die Verteilung der Aufgaben ganz selbstverständlich und nur selten unternahm ein Kind den Versuch eine Diskussion darüber zu starten. Sie hatten früh gelernt, dass man sich gegenseitig helfen musste und Ruby war stolz darauf, dass jedes einzelne der Kinder diese Einstellung für sich übernommen hatte.
"Emily, würdest du bitte nach Layla sehen. Sie sollte heute zum Essen wieder an den Tisch kommen. Sag dann bitte auch den anderen Bescheid." Das Mädchen war mit ihren zwölf Jahren eine der älteren im Waisenhaus. Sie war ein kluges und hilfsbereites Mädchen und griff Ruby sogar das ein oder andere Mal unter die Arme. Dabei achtete Ruby aber stets darauf, dass das Mädchen sich primär auf ihre schulischen Pflichten konzentrierte. Denn das war der beste Weg für alle Waisenkinder, um eines Tages ein gutes und unabhängiges Leben führen zu können.
Ruby trug die kleine Ava auf dem Arm, während sie mit dem anderen Arm den Kinderstuhl zurechtrückte, in welchem das kleine Mädchen sitzen sollte. Doch die blonde Hexe kam gar nicht dazu das Mädchen hinzusetzen, weil ihr Vater aus seinem kleinen Büro im Nebenraum nach ihr rief. Es war ungewöhnlich, dass jemand nach Ruby fragte. Allein die Arbeit im Waisenhaus und bei Elliot sorgte dafür, dass sie kaum Zeit hatte, um Freundschaften zu knüpfen, oder irgendwelche Bekanntschaften zu schließen. Es war ihr also ein Rätsel wer sie nun erwarten würde. Zwar kam es selten zu Besuchen von Personen, die eine Adoption in Betracht zogen, jedoch kamen diese nie unangemeldet und außerdem würde keine dieser Personen nach ihr persönlich fragen. Schon allein darum nicht, weil keiner von denen sie persönlich kannte.
Ein wenig verwundert betrat sie also das kleine Büro, welches an den vergleichsweise größeren Essensraum angeschlossen war, als aus der Verwunderung schnell eine Mischung aus Unsicherheit und Wut wurde. Sie hätte sich am liebsten probeweise gezwickt, als sie in die kalten Augen von Cedric Macmilllan sah. Mit Anstrengung gelang es ihr die Fassung zu behalten und einmal tief durchzuatmen. „Würdest du Ava kurz halten, Papa?“, kam es sanft über die Lippen der innerlich stark angespannten Frau, während sie das Mädchen bereits überreichte. Braxton war anzusehen, dass er die Situation zu analysieren versuchte, aber dabei schon an der Frage scheiterte, ob die Anspannung seiner Tochter positiver oder negativer Natur war. Ruby war sic sicher, dass er ihr eben diese Frage noch stellen würde und dass sie sich dann erneut mit Macmillan auseinandersetzen musste. Seitdem sie den Heiler am Anfang der Woche begegnet war, hing dieser wie eine dunkle Wolke über ihrem Leben und es schien zunehmend schwieriger zu werden dieser Wolke zu entgehen.
Ich werde euch mal alleine lassen. Die Kinder, sie sollten nicht alleine sein.“ Ein merkwürdiger Vorwand Braxtons, da die Waisen nicht selten für einige Momente unbeaufsichtigt waren. Der alte Mann fühlte sich vermutlich einfach fehl am Platz und wollte diesen Umstand beheben.
Kaum war die Tür zum Essbereich geschlossen, verfinsterte sich die Miene der jungen Frau. Sie hatte ihre Fassade nach dem Besuch im Krankenhaus mühsam wiederaufgerichtet, auch wenn das viele Tränen gekostet hatte. Sie wollte sich nicht weiter durch die penetrante Art des reinblütigen Heilers einschüchtern lassen. Doch allein die Tatsache, dass er nun sogar in ihr Zuhause, den Ort, welcher Sicherheit und Schutz versprach, eingedrungen war, brachte ihr inneres zum beben. Was suchte er hier? Sie wollte nicht glauben, dass er den Aufwand der Anreise extra auf sich genommen hatte, nur um ihr weiter zuzusetzen und dennoch würde es sie nicht überraschen, wenn genau das der Fall wäre. „Ja?“, entfuhr es ihr nur knapp, während ein stechender Blick auf dem jungen Mann lag.
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Cedric Macmillan
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BeitragThema: Re: Sometimes, very rarely, impossible things just happen and we call them miracles.   Do 4 Jan 2018 - 17:06

Erst wirkte sie verwundert, doch als sie die Präsenz des ungeliebten Heilers bemerkte, wurde Rubys Mimik von Wut und Unsicherheit beherrscht. Im Gesicht Cedrics regte sich derweil nicht viel, während er sich innerlich wünschte, bei seinem letzten Zögern dem Bedürfnis, umzukehren, nachgegeben zu haben. Nun stand er allerdings hier, zum Missfallen von Miss Clark und der Verwunderung des Mannes, welcher ihren Worten nach zu urteilen wohl ihr Vater war. Der Schotte fragte sich, was wohl der Grund für seine eingeschränkte Mobilität war, ließ diese Frage allerdings unausgesprochen, schließlich ging es ihn letztendlich nichts an, was dem Mann fehlte. Sein stummes Interesse galt lediglich der Idee, dass die magische Heilkunde vielleicht helfen könnte, doch da jene einem Muggel ohnehin nicht zuteil werden würde, war dieser Gedanke eher eine reine Zeitverschwendung als ein Nährboden für eine Ausweitung seiner eingeschränkten Sicht auf das Verhältnis zwischen magischer Welt und Muggelwelt. Ein weiterer Blick, der schweifend durch die Räumlichkeiten glitt, verriet Cedric, dass das Haus nicht gerade behindertenfreundlich war, weshalb der Rollstuhlfahrer immer auf derselben Etage bleiben musste und das Haus wahrscheinlich nicht einmal selbstständig verlassen konnte. Der Schotte könnte nicht leugnen, dass es ihm für den Muggel leidtat, dermaßen eingeschränkt zu sein, aber er bezweifelte, dass er das Geld besaß, entsprechende Modifikationen an dem Haus vornehmen zu lassen. Ohnehin müsste jenes vorher in ganz andere Baustellen gesteckt werden, wie Cedric feststellte, als er beginnenden Schimmel in einer Zimmerecke entdeckte.
Ein knappes Wort der blonden Hexe ließ die eisblauen Augen wieder zu ihr schnellen, wobei er ihren stechenden Blick mit einer hochzuckenden Augenbraue beantwortete. War ihr der Verlust ihres Portemonnaies etwa noch nicht aufgefallen? Nun, angesichts der Tatsache, dass sich in jenem kaum etwas befand, was man vermissen könnte, wunderte es den Heiler eigentlich nicht.
"Sie haben vorhin etwas verloren, und es war mir ein Bedürfnis, es Ihnen persönlich zurück zu geben", drang die tiefe Stimme des Heilers gedämpft zu ihr hervor, als befürchtete er, jemand könnte seinen Anflug der Freundlichkeit gegenüber einer Muggelsympathisantin mitbekommen. Der Geldbeutel der jüngeren Hexe wurde aus der Brusttasche seines Sakkos gezogen, worauf er ihr jenen hinhielt. Kurz sank der Blick zu Boden, da er darüber nachdachte, ob nicht eine Entschuldigung angebracht wäre. Und tatsächlich verlor sein Stolz diesen Kampf, als er wieder in die grünen Augen der hübschen Blonden sah. "Ich glaube, ich habe mich Ihnen gegenüber nicht korrekt verhalten, weshalb ich mich dafür entschuldigen möchte." Es lag bei ihr, ob sie die Entschuldigung annehmen wollte oder nicht. Er jedenfalls hoffte es, da es ihn ernsthaft beschäftigte, wie sie ihn vorhin angesehen hatte, und dieser Zustand hatte sich nun nur noch verschlimmert, wo er gesehen hatte, wie sie wohnte. Auch, wenn sie ihm immer noch nicht sympathisch war, hatten die Schuldgefühle den Heiler dazu getrieben, vorhin noch bei Gringotts einen Spendenscheck über 150 Galleonen auszufüllen, welcher durch einen Zauber auch in Muggelbanken eingelöst werden konnte, sodass der Betrag in der Währung der Muggel auf das Konto des Waisenhauses fließen würde. Es war nur eine Kleinigkeit, aber hoffentlich eine, die das Gewissen des dunkelblonden Bereinigen konnte, damit er ebenfalls einen Schlussstrich unter diese überaus unangenehme Bekanntschaft setzen konnte. Und eben jene Kleinigkeit lag zusammengefaltet in Papierform in dem Portemonnaie, von welchem er hoffte, dass sie jenes erst untersuchte, nachdem er gegangen war.
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Ruby Clark
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BeitragThema: Re: Sometimes, very rarely, impossible things just happen and we call them miracles.   Do 4 Jan 2018 - 17:54

Die Überraschung kehrte in das Gesicht der blonden Frau zurück, als sie ihren Geldbeutel erblickte. Ihr war bisher gar nicht aufgefallen, dass sie ihn verloren hatte. Normalerweise trug sie ihn in ihrer Jackentasche. Die Jacke hatte sie nach der Flucht aus dem St. Mungos jedoch einfach in ihrem Zimmer zu Boden fallen lassen, bevor sie sich aufs Bett geworfen hatte, um ihre Gedanken zu ordnen und Macmillans Worte zu verdrängen.
Nun war sie jedoch weniger über den Verlust des Geldbeutels überrascht, sondern viel mehr darüber, dass der Reinblüter den Weg auf sich genommen hatte, um ihr ihren Besitz zurück zu bringen. Sie traute dem Mann mittlerweile eine Menge zu. Freundlichkeit gehörte jedoch nicht dazu. Ruby suchte verzweifelt nach dem Hintergedanken des arroganten Arztes, während sie etwas zögerlich nach ihrem Besitzt griff. Das Portemonnaie wurde in ihrer Hosentasche verstaut, während sie noch immer nicht glauben wollte, dass Cedric Macmillan aus reiner Freundlichkeit aufgetaucht war. "Wollen Sie sich nicht lieber Ihre Hand irgendwo abwischen?", ersetzte daher zunächst das eigentlich angebrachte Danke. Die ehemalige Hufflepuff rechnete fest damit, dass der junge Mann nun in irgendeiner Form versuchen würde ihren Stolz erneut zu brechen. Er hatte offensichtlich Spaß daran und was ihm noch fehlte war wohl ein Sieg an jenem Ort, an welchem sich Ruby eigentlich sicher fühlte. Das klang für sie plausibel. Sie war überzeugt von dieser Version der Geschichte. Weshalb sie seinen nächsten Worten kaum richtig zuhörte, weil sie schon viel zu sehr damit beschäftigt war eine passende Reaktion zurecht zu legen.
"Was habe ich Ihnen getan? Können sie nicht einfach Ihren reinblü...", begann sie wütend, aber leise genug, damit im Nachbarzimmer niemand zuhören konnte. Sie unterbrach jedoch ihre Worte, als sie realisierte, dass Macmillan sich soeben bei ihr entschuldigt hatte. "Moment... was?" Ruby hatte nicht mit diesen Worten gerechnet und sie war mittlerweile sogar bereit zu glauben, dass diese Worte ehrlich waren. Seine Stimme war ungewöhnlich sanft und nicht so messerscharf, wie Ruby es von dem Heiler gewohnt war. War er wirklich extra gekommen, um sich zu entschuldigen?
Es änderte nichts an dem was er getan hatte, aber die blonde Hexe sah darin eine Geste, welche einen Gewissen Mut und Größe erforderte. Er hatte sie mit dieser Wendung wirklich überrascht. Dennoch war es auch Macmillan gewesen, der sie noch am selben Tag so sehr verletzt hatte, wie es schon lange nicht mehr geschehen war. Sie wollte seine Geste anerkennen, aber sie konnte die skrupellosen Worte des Mannes nicht aus sich verdrängen. „Ich hätte das von Ihnen nicht erwartet“, gab sie zunächst mit ebenfalls versöhnlicher und sanfter Stimme zu. „Bitte… lassen Sie mich einfach in Ruhe. Ich weiß die Geste zu schätzen, aber gehen Sie jetzt bitte einfach.“ Sie wollte den Heiler nicht mehr wiedersehen. Er mochte seinen Fehler eingesehen haben und vielleicht überlegte er sich beim Begegnung mit anderen muggelstämmigen Hexen und Zauberern nun genauer, wie er ihnen begegnen wollte. Doch Ruby wollte das Kapitel Macmillan abschließen.
Als der Heiler ihrem Wunsch nachging und sich zum Ausgang begab, folgte sie ihm bis zur Tür, so wie sie es bei jedem Besucher tat. Ein leises „Danke“ war das letzte Wort, bevor die Tür geschlossen wurde.




ENDE
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