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 [Hauptplot] Das Marionettenspiel

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Vanessa Bell
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BeitragThema: [Hauptplot] Das Marionettenspiel   Di 17 Okt 2017 - 22:09

DAS MARIONETTENSPIEL

Ryan + Vanessa | Widemouth Bay | 20.06.2015, nachts | Schicksal: ja | Hauptplotposting (privat)

_____________________________________________________________________

Es tat ihr gut, wieder in Manchester zu sein, wenngleich sie sich im Haus ihrer Eltern unwohler fühlte, seit sie von der Adoption wusste. Doch Vanessas Eltern waren ohnehin die meiste Zeit weg, weshalb diese Gedanken sie ohnehin nicht so sehr wie befürchtet beschäftigten. In diesen Ferien hatte sie Howard und Morgana bisher nur an drei Tagen gesehen, in welchen sie jedoch auch nur kurz in dem großen Stadthaus vorbeigesehen und ihrer vernachlässigten Tochter nur etwas Geld zum Einkaufen dagelassen hatten. Ein solcher Einkauf war jedoch ohnehin bitter nötig, da alles, was Vanessa im Kühlschrank gefunden hatte, verschimmelt war, schließlich aßen der Pilot und die Flugbegleiterin fast nur außer Haus, wenn sie nicht gerade aus beruflichen Gründen ohnehin am anderen Ende der Welt waren.
Um nicht zu verhungern war die junge Hexe also am späten Abend mit dem Bus zum Supermarkt gefahren, hatte sich ein paar Fertiggerichte in einen Stoffbeutel gestopft und war ohne diese zu bezahlen wieder abgehauen. Und zu ihrer Überraschung war sie damit auch noch durchgekommen, denn ohne größeres Aufsehen zu erregen hatte sie den Supermarkt wieder verlassen können. Eigentlich war sie keine Diebin, doch das Geld, dass sie noch hatte, musste noch bis September reichen, wenngleich sie auch wusste, dass sie jederzeit Quentin anpumpen konnte, wenn sie wollte. Aber eigentlich wollte sie dies nicht, denn der ehemalige Auror hatte sich ihretwegen schon verrückt gemacht. Die Ereignisse der letzten Monate hatten bewiesen, dass sie es auch ganz gut allein schaffte, und so wollte sie niemandem zur Last fallen.
Außerdem hoffte sie, etwas Geld über zu haben, um im Laufe der Ferien zu Ryan zu fahren. Seit der Trennung hatten sie keinen Kontakt mehr zueinander gehabt und Vanessa konnte nicht leugnen, dass er ihr fehlte. Auch er war nun allein, und sie fragte sich einfach, wie es ihm ging.

Den Rückweg trat Vanessa zu Fuß an. Um in ihr Wohnviertel zu kommen musste sie zwar drei Kilometer laufen, doch sie hatte das Gefühl, dass ihr die kühle Luft des Sommerabends ganz gut tat. Die letzten Tage hatte sie viel in ihrem Zimmer verbracht und alte Videospiele gespielt, Comics gelesen, tagelang denselben Pyjama getragen und teilweise nicht einmal die Jalousien hochgezogen. Sie hatte sich zurückgezogen, hatte die Post nicht überprüft, hatte auf das Klingeln des Telefons nicht reagiert und das Haus nur zum Einkaufen verlassen. Hin und wieder war ihr der Gedanke gekommen, dass sie die Nachbarskinder fragen könnte, ob sie nicht Lust auf eine Runde Handball hätten, doch dann war ihr eingefallen, dass sie keine Lust auf soziale Kontakte hatte, sodass sie es gelassen hatte. Während die den Weg an einem Kanal entlang ging, überlegte sie, ob sie Ryan nicht einmal einen Brief schreiben sollte, aber sie wusste, dass sie nicht gut darin war, sich schriftlich auszudrücken, weshalb sie auch das lieber lassen sollte. Wohl würde es darauf hinauslaufen, dass sie bis zum Ende der Ferien alle Final Fantasy Spiele dreimal durchgespielt haben würde. Doch es sollte anders kommen.

Lange Zeit hatte sie das Gefühl gehabt, allein am Kanal zu sein, doch irgendwann hörte sie Schritte hinter sich. Rasch drehte sie sich um, doch niemand stand dort. Ein wenig verwirrt wandte sie sich also wieder nach vorne, um mit beschleunigten Schritten den Rest des Weges anzutreten, allerdings hielt sie inne, da nun plötzlich drei Kinder 20 Meter vor ihr standen. Sie waren ihr direkt zugewandt und starrten sie unheimlich ruhig an, was die blonde Ravenclaw dann so gruselig fand, dass sie wieder zurück gehen und doch lieber einen Bus nehmen wollte, allerdings standen hinter ihr auch schon drei Kinder in exakt derselben Formation.
"Habt ihr euch verlaufen?", versuchte die junge Hexe mit einem unsicheren Lachen die Stimmung aufzulockern, doch dann kam eine ihr fremde Zauberformel über die Lippen der Kleinen, worauf Vanessa sofort das Bewusstsein verlor.
Ihr Mund war trocken, als sie die grünen Augen wieder aufschlug. Das Rauschen des Meeres ließ sie wissen, dass sie nicht mehr in Manchester war, doch obwohl sie dies beunruhigen sollte, tat es dies nicht. Dort, wo sie nun war, glaubte sie, hinzuhören. Ein Gedanke hatte sich in ihr Köpfchen geplanzt, und dieser Gedanke ließ sie glauben, dass dies die Kulisse war, vor welcher sie sich in diesem Augenblick befinden musste. Dass sie die Hauptrolle in einem Stück spielte, dessen Ausgang sie zwar nicht kannte und doch anstrebte. Sie kannte ihren Text und war bereit, ihn auszusprechen, doch dies sollte kein Monolog werden. Ihr Spielpartner fehlte, und so stand sie regungslos vor dem glitzernden Wasser an der englischen Küste, welches das Licht der Sterne und des Mondes unruhig reflektierte, um auf ihn zu warten.
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Ryan Goodwill
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Das Marionettenspiel   Mi 18 Okt 2017 - 18:49

Salzige Luft schlug dem Falken in unvorhersehbaren Windböen entgegen und ließ keinen Zweifel daran, dass er sich dem Meer näherte.Der Wind war nicht stark genug, um als Sturm gelten zu können, aber hatte zweifelsohne genug Kraft, um den Raubvogel erheblich zu verlangsamen. Die Alternative wäre die Tigerform gewesen, welche ebenfalls schnell und zudem nicht vom Wind beeinträchtigt wäre, im Gegensatz zum Falken aber für enormes Aufsehen in den Muggeldörfern sorgen würde, welche sich auch in einer derart abgelegenen Region nicht vollständig umgehen lassen würden. Der ausbremsende Wind musste also hingenommen werden, auch wenn große Eile den jungen Auror antrieb. Ein Brief von einem unbekannten Absender war der Grund dafür, dass der Metamorphmagus der Westküste Englands entgegen segelte. Das Papier war sicher verstaut worden, aber jedes einzelne Wort der bedrohlichen Nachricht hallte wie ein Echo im Kopf des Falken. Kein einziges hatte er vergessen und jedes einzelne trieb ihn an und versetzte ihn gleichermaßen in große Sorge.

Goodwill,

willst du Vanessa Bell je wieder sehen, so entscheide weise und geb heraus was du erbeutet hast. Jenes Objekt dessen Vision du erhalten hast. Solltest du dies nicht tun, so wird deine kleine erbärmliche Freundin langsam in den Tod gehen!

Komm mit dem Objekt das du aus Ravenclaw entnommen hast zur Widemouth Bay. Nachts am 20.06.2015.

Lass dich nicht erwischen Verstärkungen mitzubringen. Eine starke Verteidigung wird dir nichts nützen. Ich weiß, wie wichtig sie dir ist und ich weiß noch so vieles mehr, kleiner Goodwill. Glaube nicht, dass du ein Held bist, denn das wahre Schlachtfeld hast du noch nicht erlebt.

Sei kein Narr!


Der Auszubildende Auror hatte das Ministerium gerade verlassen gehabt, als ein kurz darauf eingegangener Rabe ihm das schwarze Pergament mit dieser Nachricht übergeben hatte. Blutrote Schrift hatte die Buchstaben geformt, welche ihn um Vanessas Leben fürchten ließen. Die fehlende Fähigkeit des Apparienrens konnte der ehemalige Ravenclaw nur notdürftig durch die Verwendung des Flohnetzwerks ausgleichen. Es war ihm gelungen einen angeschlossenen Kamin in Okehampton zu erreichen. Ein idyllisches Örtchen, welches einige Kilometer westlich von seinem Ziel lag. Der Kamin selbst war Teil von Okehampton Castle, oder dem, was von dem Gebäude noch übrig war. Bis auf einige Grundmauern, welche den Kamin einfassten, hatte der Zahn der Zeit nämlich nichts mehr von dem Gemäuer übrig gelassen.
Zunächst hatte er darüber nachgedacht, ob er nach dem Amulette, welches Elijas Seele gefangen hielt, sehen sollte. Der Urahne hatte nämlich Motiv und auch den nötigen Mangel an Moral und Gesetzestreue, um der Absender der Nachricht zu sein. Doch der Umstand, dass Ryan unabhängig davon, ob Elija irgendwie ausgebrochen war, oder nicht, zu dem Treffpunkt aufgebrochen wäre und sich auf eine Begegnung mit dem Urahnen ohnehin nicht vorbereiten könnte, machte diese Art der Zeitverschwendung unnötig. Außerdem wollte er keine Zeit verlieren. Vanessas Leben war in Gefahr und er könnte es sich niemals verzeihen, wenn ihr etwas zustoßen würde. Zwar hatte sie sich dazu entschieden die Beziehung zu Ryan zu beenden, jedoch war sie für ihn noch immer einer der wichtigsten Menschen die er hatte und er hatte nie aufgehört sie zu lieben.

Das Meer präsentierte sich als ein unruhiger Spiegel, der das silberne Licht von Mond und Sternen auf beruhigende und zugleich bedrohliche Weise tanzen ließ. Die tanzenden Wassermassen waren anziehend und zugleich präsentierten sie ihre Macht, welche schon viele verschlungen hatte. Ein Anblick, welchen der Metamorphmagus vielleicht genossen hätte, wenn der Grund seiner Anwesenheit ein anderer gewesen wäre.
Das scharfe Auge des Falken erblickte die blonde Hexe an der Schwelle zu den Fluten und der Raubvogel richtete sofort den Kurs auf sie aus. Dann ging alles sehr schnell. Die Flügel legten sich an den gefiederten Körper, um dem Wind die Angriffsfläche zu rauben. Wie ein Pfeil schoss der Vogel der Küste entgegen. Der Flug wurde im Angesicht der Eile nicht rechtzeitig abgebremst. Zu spät riss der Vogel die Flügel auseinander, stoppte den Fall nur leicht, bevor der Körper wieder zu dem des Aurors wurde, auf den Füßen im Sand landete und mit wenigen stolpernden Schritten die restliche Energie des Sturzflugs auf wenig elegante Weise abschüttelte. Die Eile hatte ihm nicht erlaubt die Aurorenuniform auszuziehen, weshalb er nun in jener der Hexe entgegen stürmte, welche regungslos am Strand stand. "Vanessa!" Offensichtlich eine Falle, doch egal welcher Gegner ihnen entgegen treten würde, wenn er bei ihr war konnte er sich immer zwischen sie und die Bedrohung stellen. Und plötzlich ereilte ihn eine viel zu späte Erkenntnis. Vanessa hatte immer recht gehabt. Er konnte sie nur dann schützen, wenn er bei ihr war.
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Das Marionettenspiel   Mi 18 Okt 2017 - 21:21

NPCs Pruecillas Gefolge:

Vanessa war nicht allein. Sie warteten im Hinterhalt bis Goodwill nah genug gekommen war und würden dann erst aus dem Hinterhalt springen und sich um Vanessa herum versammeln. Sechs Stück an der Zahl. Es sind keine richtigen Lebewesen mehr, mehr Inferi mit weißen Augen, Blut an den Lippen und Wangen und teilweise wirken sie leicht verfault. Sie werden durch Runenmagie ferngesteuert wie Puppen und besitzen nur minimal magische Fähigkeiten. Zwei halten Vanessa fest, eine hält ihr etwas scharfes wie einen rituellen Dolch an die Kehle, während Pruecilla nicht vor Ort ist, aber ihre Stimme hörbar ist. Wie ein atmen aus der Hölle. Da die Inferikinder nicht sprechen, wird sie sprechen. Sie halten Vanessa an den Haaren und an den Armen fest. Doch Pruecilla hat sich für den guten Goodwill ein dramatisches Szenario überlegt, um ihn dazu zu bringen ihr das zu geben was sie verlangt und gleichzeitig ihn ins tiefste Leid zu stürzen. Was wollte er auch mit dem Schlüssel ?! Er wusste sowieso nichts darüber und war nichts weiter als ein erbärmlicher Schüler, der sich für Papas großen Krieger hielt und mehr nicht. Aufgeblasender kleiner Wiinzling.

Ein lautes Lachen wie von einem Dämon ist am Strand zu hören, während die Kinder Ryan bereits mit ihren Augen mordlüsternd und sabbernd anschauen. "STEHEN BLEIBEN! Oder deine kleine erbärmliche Freundin stirbt auf der Stelle. Übergib den Gegenstand den du hast mitgehen lassen!", die Stimme war fern, aber sie wurde durch den Mund eines der Inferikinder übertragen. Quasie war sie das Medium über das die Stimme zu Ryan getragen wurde.
Zwei der Kinder gingen jeweils links und rechts von Ryan in Stellung, bereit ihn anzuspringen.

"Lass es fallen, gegen mich bist du nur ein kleiner erbärmlicher Wurm. Du wirst heute und morgen niemals gegen die geballte Macht ankommen, die mir zur Verfügung steht. was ist los? Ist dir das reden vergangen? Sieh nur wie schwach und angreifbar du doch bist. Wie verletzbar. Liebe..ein törichter Fehler den man nur auf der Seite der einfältigen findet."
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Vanessa Bell
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Das Marionettenspiel   Fr 20 Okt 2017 - 21:10

Der rechte Mundwinkel der jungen Hexe zuckte amüsiert hoch, als ihr Exfreund buchstäblich vom Himmel stürzte und diesen Sturz mit einem Holpern auffangen konnte. In seiner Menschengestalt stand der Metamorphmagus nun also mit ihr an diesem Strand und unter anderen Umständen wäre diese Kulisse perfekt für eine romantische Aussprache des einstigen Paares - nur leider existierten diese anderen Umstände nicht.
"Du bist hier", kam es leise und fast schon verträumt über die Lippen Vanessas, wobei diese Erkenntnis nicht wirklich ein Gefühl in ihr erzeugen konnte. Ihr Inneres fühlte sich an wie betäubt und in der Tat war sie dies auch, denn sonst würde sie in dieser Situation wohl kaum so ruhig bleiben können. Erst, als sie von kleinen Händen unsanft gepackt und festgehalten wurde, überkam sie für eine kurze Zeit ein leises Gefühl der Panik, doch jenes blieb nicht lange. Sie hatte Schmerzen, da die Kinder an ihren Haaren zogen und sie ihre spitzen Fingernägel in ihre weiche Haut gruben, doch die blonde Ravenclaw schrie nicht. Tränen stiegen ihr in die Augen und verdeutlichten den stummen Schrei nach Hilfe, doch ein Zauber, der auf ihr lag, verbot es ihr, sich verbal oder körperlich zu wehren.

Eines der Kinder richtete Worte mit einer für ein Kind viel zu tiefen und dämonischen Stimme an den Metamorphmagus, während sich ein Dolch in die blasse Haut an Vanessas Hals drückte. Sie wagte es nicht, zu schlucken, da sie glaubte, sich damit selbst einen Schnitt zuzufügen. Doch fürchtete sie den Tod in diesem Moment überhaupt? Ja, natürlich tat sie dies, aber ansehen konnte man ihr dies nicht. Die grünen Augen beobachteten die Regungen ihres Exfreundes mit einer fast schon surreal wirkenden Ruhe, während sich zwei der Kinder dem jungen Zauberer näherten.
"Was wirst du nun tun?", fragte sie dann leise, fast schon säuselnd, "Gibst du ihnen, was sie verlangen, oder lässt du mich ein weiteres Mal im Stich?"
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Ryan Goodwill
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Das Marionettenspiel   Fr 20 Okt 2017 - 23:09

Ryan schaffte es nicht die erblondete Ravenclaw zu erreichen, da plötzlich sechs Gestalten auf die Bildfläche traten und den Metamorphmagus sofort zum verharren bewegten. Sie hielten die junge Hexe fest und legten ihr einen Dolch an den Hals. Er war wieder zu spät. Er war wieder nicht bei ihr gewesen. Die Wesen wirkten auf den ersten Blick wie Kinder. Eine Illusion, welche bereits durch den zweiten Blick zerstört wurde, denn sie waren etwas deutlich schrecklicheres. Ihre Gesichter waren grausam entstellt und der grausame Anblick ließ keinen Zweifel daran, dass diese Kreaturen in einen Sarg gehörten und sich nicht mehr bewegen sollten. Der Auror hatte bereits von Inferi gelesen, jedoch noch nie einen solchen gesehen. Er konnte sich demnach auch nicht sicher sein, dass es sich in diesem Fall um solche handelte, aber sie erfüllten jeden Aspekt dieser schwarzmagischen Marionetten. Verstorbene Menschen, die durch finstere Magie zu willenlosen Sklaven gemacht wurden. Wer die Fäden in der Hand hielt, wusste Ryan nicht, aber er wusste was diese unbekannte Person forderte. Einen magischen Stein. Einen Schlüssel. Das Artefakt von Rowena Ravenclaw ruhte in Ryans Innentasche und er würde nicht zögern es auszuhändigen. Möglicherweise verschaffte er einer unbekannten Macht den Schlüssel zu großer Macht, aber es gab kein Risiko, dass er nicht eingehen würde, um Vanessas Leben zu retten. Die Exfreundin schien unter einen Bann zu stehen. Ihre Ausstrahlung stand in einem starken Kontrast zu der Gesamtsituation. Sie war ruhig und zeigte keine Emotion. Keine Angst, nichts.
Eine Stimme, die in Mark und Knochen ging, ertönte aus den Mündern der verrottenden Kinder, von denen sich zwei in Angriffsposition begeben hatten. Die ferne Stimme forderte den bereits bekannten Preis für Vanessas Leben und Ryan zögerte nicht den blauen Edelstein hervorzuholen und ihn zunächst sichtbar in die Luft zu halten. Vanessas Worte kränkten ihn und Verachtung war zu spüren, obwohl ihre Stimme einen neutralen Klang hatte. Sie ließ ihn kurz zögern. Nicht, weil er darüber nachdachte, ob er sie retten sollte, sondern weil ihre Worte ihn tief trafen und es ihn einige Momente kostete, um ihre negative Meinung über ihn zu verdauen. Ob der Zauber sie so sprechen ließ, oder ob sie selbst wirklich daran zweifelte, ob er den Handel eingehen würde wusste er nicht, aber das war in diesem Moment nicht relevant. Es galt nun ihr Leben zu retten.
"Ich habe was du von mir verlangst. Lass Vanessa gehen." Erneut hielt der Metamorphmagus den Stein gut sichtbar in die Luft, bevor er ihn wie gefordert zu Boden legte. Der Blick des jungen Mannes lag dabei auf dem messerführenden Inferius und dem Messer selbst. Sollte dieser nur eine falsche Zuckung machen, würde Ryan sofort nach seinem Zauberstab greifen. "Der Stein gehört dir! Das Messer weg, sofort!" Ryans Herz schlug im Rhythmus seiner Furcht und er war angespannt, wie er es nie zuvor gewesen war. Die Situation überforderte ihn maßlos und er wusste, dass er keinen Fehler machen durfte. Jeder Fehler würde dem Menschen zum Verhängnis werden, welcher ihm am meisten bedeutete. Das durfte einfach nicht geschehen. Er musste die Ruhe bewahren und er musste Vanessa hier herausbringen. Sie musste es überleben. Er würde keinen anderen Ausgang akzeptieren.
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Das Marionettenspiel   Di 24 Okt 2017 - 22:30

Hauptplot Event- Schicksalsschlag 2

Man konnte spüren wie die Atmosphäre wirklich kühler wurde. Ein eiskalter Wind würde Ryan entgegenblasen. Die Temperatur schien zu fallen und ein ekliges Grinsen legte sich bei den Inferi-artigen Kindern aufs Gesicht. Vermoderte Zähne und leere Blicke, verfilztes Haar und völlig heruntergekommene Kleidung, keine Schuhe sondern nur blanke Füße. Dreckig und vermodert. Eine der Gestalten bewegte sich auf Ryan zu und schnappte sich jenen. Plötzlich ertönte wieder dieses Lachen einer alten Frau, es war offensichtlich das jemand hier die Fäden zog, jemand der weitaus mächtiger war. Wer genau hinschaute konnte auf der Stirn eines Kindes eine Rune sehen, die aufleuchtete.
"Liebe ein schrecklicher Fehler! Eure Gefühle sind so berechenbar, so schwach, so verletzbar das man euch wie Würmer elendig zerquetschen kann."Erneut lachte sie laut auf, während die Kinder von Vanessa wegtraten und die große Show endlich beginnen konnte. "In den alten Zeiten gab es das Kollusseum in denen Menschen gegen Menschen und Tiere antreten mussten. Das hier ist mein römisches Reich und hier bin ich der Julius Cäsar. Hier bin ich Voldemort. Goodwill du bist ein großer Narr und hättest sie lieber sterben lassen sollen. Hättest du auch nur ein Fünkchen Verstand gehabt, hätten wir noch viel Spaß zusammen haben können! Merke dir eines, du kennst nur Todesser und Kleinkriminelle, aber ICH bin die Finsternis, ich bin weitaus gefährlicher als alles was du je gesehen hast. Allein ICH HABE DAS ANRECHT AUF DAS ERBE DER GRÜNDER! DANKE DAS DU mir den Schlüssel zur großen Magie übergeben hast." erneut lachte sie, ehe alle inferi-artigen Kinder sich von Vanessa lösten und wie ein Publikum in den Hintergrund traten. Ja! Pruecilla war nicht dumm, sie war alt und mächtig aber nicht auf den Kopf gefallen. Goodwill würde hier niemals lebend rauskommen. Und nun würde sie ihn zu dem zwingen was ihn vernichten würde!
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Das Marionettenspiel   Fr 27 Okt 2017 - 17:32

Noch immer wirkte die blonde Hexe unfassbar ruhig in dieser bedrohlichen Situation, so wagte sie es nicht, überhaupt eine Regung zu machen, solange man sie mit einem Messer bedrohte. Angst verspürte sie nicht direkt, zu betäubt waren ihre Gefühle von dem Zauber, der auf ihr lag, doch ihr Körper war ein Verräter und zeigte Anzeichen der Anspannung. Schweiß machte ihre helle Haut klebrig, obwohl die Temperatur auf einmal noch ein wenig gesunken war, und ihr Herz raste in ihrer Brust, hämmerte heftig gegen die Innenwände seines Käfigs, den ihr Brustkorb bildete.
Die grünen Augen der jungen Ravenclaw beobachteten, wie Ryan einen blauen Stein hochhielt, welcher wohl das Objekt sein musste, um den es hier ging. Wegen eines Steines wurde sie bedroht, und natürlich stand Ryan mal wieder damit in Verbindung. Wären ihre Gefühle nicht gelähmt, hätte sie ihn wohl mit Tränen in den Augen angeschrien und gefragt, wieso er sie immer wieder in solche Situationen brachte; ob er sie nicht schon genug strapaziert hätte und was sie denn noch tun müsste, um endlich sicher zu sein, wenn die Distanzierung von ihm schon nicht gereicht hatte. Dumpf war diese Wut in ihrer Brust, doch sie war der kleine Funke, der den auf ihr liegenden Fluch in seiner vollen Kraft entfachen sollte. Es war diese leise Wut, welche die nötigen Kanäle öffnete, um Vanessa für einen Manipulationszauber empfänglich zu machen, sodass ihre Fadenzieherin die Kontrolle über sie erlangen konnte. Die volle Kontrolle. Und sie würde sich entfalten, nun, da die Kinder zurückgetreten waren.

Das taube Gefühl in ihr wich, stattdessen fühlte sie sich erfüllt von einer Macht, die sie so noch nie gespürt hatte. Die grünen Augen waren fast schwarz, doch dies wäre bei dem schwachen Licht am Strand kaum erkennbar für den Metamorphmagus. Vanessa war angenehm warm und sie fühlte sich gestärkt, was ein zufriedenes Grinsen auf die rosafarbenen Lippen legte. Finster blickte sie den jungen Mann an, in welchem sie ihren größten Feind sah, und welchen sie lieber als alles andere nun in den Sand stampfen wollte. Er hatte es nicht anders verdient; davon war sie fest überzeugt.
"Dass du hier bist, um den Stein gegen mein Leben zu tauschen, beweist gar nichts. Du bist kein Held, Ryan, du bist ein Verlierer", kam es düster von der jungen Ravenclaw, welche nun ihren Zauberstab gegen ihren ehemaligen Freund erhob. "Du wirst dir wünschen, nicht hergekommen zu sein, wenn ich mit dir fertig bin..." Langsam kam sie ihm näher, blieb jedoch nach wenigen Schritten wieder stehen, sodass sich der Abstand zwischen ihnen nicht wirklich verringert hatte.Dann veränderte sich ihr Blick, wurde herausfordernder, und als sie dann wieder ihren Mund öffnete, um etwas zu sagen, war es nicht ihre Stimme, die Ryan hören würde, sondern die ihrer Peinigerin. "Na, erschreckt dich das? Ich weiß du würdest mich gerne töten, aber auch in diesem Körper?"
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Ryan Goodwill
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Das Marionettenspiel   Fr 27 Okt 2017 - 18:49

Einer der absonderlichen Gestalten, welche Ryan nicht als Kinder bezeichnen wollte,  stürzte sich auf den magischen Stein, wie ein Hund auf einen Tennisball. Mit einer fast freudigen Gier ergriffen die toten Hände das flüsternde Juwel. Ryan wusste, dass der Stein die Fadenzieherin dieser Marionetten direkt zu Farine führen würde und dieses Wissen bereitete ihm größtes Unbehagen. Dennoch gab es in dieser Situation keine Alternative. Alles was für ihn zählte war nun Vanessas Überleben. Die Folgen des erzwungenen Handels musste er später beseitigen. Einen Plan diesbezüglich musste zu einem Zeitpunkt der Zukunft durchdacht und entwickelt werden.
So lange der Dolch an Vanessas Haut lag, wagte der Metamorphmagus es nicht seinen Zauberstab zu ergreifen. Auf keinen Fall wollte er den verwesenden Gegnern einen Grund geben, um der Ravenclaw etwas anzutun. Stattdessen war er bemüht die Situation genau im Auge zu behalten. Dabei entgingen ihm die auffälligen Zeichnungen auf den Köpfen der Untoten nicht. Sie wirkten magischen, ähnelten Runen, konnten von Ryan aber nicht zugeordnet werden. Er war nicht sonderlich bewandert im Umgang mit alten Runen und konnte diese weder erschaffen, noch auf irgendeine Weise lesen oder einem Zauber zuordnen. In diesem Fall genügte jedoch Intuition, um zu der Erkenntnis zu gelangen, dass die Runen die Fäden der Marionetten darstellten. Er vermutete hinter den magischen Zeichnungen die Verbindung zu jener Hexe, welche nun erneut durch ihre Marionetten zu sprechen begann. Die Ansprache war eine Anhäufung von Arroganz und Drohungen. Der Metamorphmagus hatte mittlerweile jedoch verstanden, mit welcher Sorte von Gegner ein Gespräch lohnenswert war und in welchen Situationen jedes Wort eine vergebliche Mühe darstellen würde. Sein Überleben war kein Teil des gegnerischen Plans und kein Argument würde diesen Plan verändern können. Diese Situation konnte nicht durch eine Einigung gelöst werden. Er musste kämpfen und dessen war Ryan sich bewusst. Es blieb nur zu hoffen, dass es ihm gelang Tote zu töten. Denn wie vernichtete man etwas, was schon längst tot war?
Dann löste sich die Klinge von Vanessa und die Inferi gingen nicht wie erwartet in eine Kampfposition, sondern zogen sich hinter Vanessa zurück. Doch das änderte nichts. Diese Wesen würden Vanessa und Ryan nicht gehen lassen. Sie mussten beseitigt werden. "Dann lass mich dein Brutus sein, du elendes Miststück!", brüllte er der Marionettenspielerin entgegen und bewaffnete sich zeitgleich mit dem Apfelholzstab.

Der Auror war einige Schritte auf die erblondete Hexe zugegangen und wollte sie zu sich bitten, als er das finstere Funkeln in den Augen Vanessas erblickte. Die Inferi sollten nie seine Gegner sein. Erstand nicht sechs, sondern sieben Marionetten gegenüber und befand sich somit zum wiederholten Male in einer Situation, in welcher Vanessa gezwungen war gegen ihn anzutreten. Wie damals bei Hayes war der ehemalige Ravenclaw natürlich fest entschlossen der jungen Hexe kein Leid zu zu fügen. Stattdessen galt es einen Weg zu finden, um Vanessa von ihren magischen Fesseln zu befreien. "Ein Verlierer bin ich erst, wenn ich heute alleine oder gar nicht diesen Strand verlassen werde. Doch so weit wird es nicht kommen! Hör auf dich ihres Körpers zu bemächtigen! Wenn du so mächtig bist, warum trittst du mir nicht persönlich gegenüber?" Sie sprach zunächst mit Vanessas Stimme, doch Ryan weigerte sich zu glauben, dass es Vanessa war, die zu ihm sprach. Er war wahrlich kein Held, aber das war auch nie sein Ziel gewesen. Doch diese Szene durfte er keinesfalls als Verlierer verlassen. Vanessa musste gerettet werden.
"Nimm ihr das Leben und du schaffst dir einen Feind, der nichts mehr zu verlieren hat!" Ohne den Zauber zu verbalisieren schleuderte Ryan der blonden Hexe einen Klammerfluch entgegen. Einen Fluch, welcher beim ersten Versuch sein Ziel fand und Vanessa in den weichen Sand sinken ließ. Wer auch immer sie beherrschte war mächtig genug, um die eigene Arbeit von untoten Handlangern ausführen zu lassen. Der junge Zauberer machte sich nicht die Illusion, dass der Klammerfluch lange wirken würde. Er hatte nur einen Versuch, um die Inferi aus dem Kampf zu entfernen. Feuer und Licht vertrieb sie, aber das wäre nicht nachhaltig genug. Er musste die magischen Fäden durchtrennen.
Der Stab wurde auf den ersten Untoten gerichtet und ein präziser Feuerstrahl schoss aus dem magischen Werkzeug hervor. Die Flammen brannten sich in die Stirn des Leichnams und ließen die anderen fünf zurückweichen. Ein entsetzlicher Schrei ging von dem betroffenen Inferius aus, bevor er leblos zusammenbrach. Die Rune war einem entsetzlich verwüsteten Gesicht aus verbranntem Fleisch gewichen und der Geruch ließ Übelkeit in Ryan aufkommen. Ohne zu zögern wurde eine weitere Rune ausgebrannt und der Kinderkörper sank in den Sand des Strandes. Die weiteren vier Inferi stürmten nun auf Ryan zu und bevor sie ihn erreichten, gelang es dem jungen Auroren zwei weiteren Marionetten ihre Fäden zu nehmen. Die letzten beiden setzten zum Sprung an und es gelang dem Metamorphmagus im letzten Moment den Angreifer zu entwaffnen, welcher das Messer bei sich führte, das durch den Entwaffnungszauber in Ryans freie Hand gelangte. Ein Satz zur Seite kam zu spät und so rissen die beiden Inferi den jungen Zauberer zu Boden, wobei sich sein Zauberstab aus seinem Blick löste und außer Reichweite zu Boden ging.
Ryan lag auf dem Rücken und konnte eine der Leichen mit einem Faustschlag von sich hinunter befördern, während die zweite ihm, einem Raubtier ähnlich, die Zähne in den Oberarm schlug und dabei eine Kraft entwickelte, Kleidung und Fleisch durchdrang. Goodwills Schrei hallte über den Strand, der Inferius hob den Kopf und versuchte erneut zu einem Biss anzusetzen. Verzweifelt umklammerte Ryan das Ritualmesser mit seinen Händen und stieß es dem Inferius entgegen, so dass die Klinge die Rune durchstieß und den Untoten, begleitet von einem unnatürlich Schrei, auf dem Metamorphmagus zusammensinken ließ. Schnell befreite er sich von der Last, nachdem er den blauen Stein aus der leblosen Hand entnommen hatte. Den Blutverlust durch den Biss vernachlässigend, robbte er dem Zauberstab entgegen, welcher dann genutzt wurde, um auch dem letzten Inferius seine Rune zu nehmen.
Adrenalin unterdrückte die Schmerzen, welche von seiner Wunde ausgingen und ließ den jungen Auror blitzschnell wieder auf seinen Beinen stehen. Vanessa rührte sich bereits wieder. Er musste sich etwas ausdenken. War auch sie von einer solchen Rune gezeichnet? Ein weiterer niederschmetternder Gedanke kam auf: Lebte sie überhaupt noch? Mit Mühe wurde der Gedanke verdrängt. Das durfte einfach nicht wahr sein.
Doch wie sollte er sie retten? Selbst wenn sie über eine solche Rune verfügte, konnte Ryan sie nicht ausbrennen, wie er es bei den anderen getan hatte. Es musste einen anderen Weg geben und es blieb nicht mehr viel Zeit, um über diesen nachzudenken, denn die erblondete Hexe richtete sich bereits wieder auf. "Vanessa! Wenn du mich hören kannst, dann kämpf dagegen an! Was hat sie dir angetan? Wie können wir es beenden?" Möglicherweise gelang es zu der schönen Hexe durchzudringen. Vielleicht konnte sie sich selbst befreien, oder Ryan die nötigen Hinweise geben. Es blieb abzuwarten, ob seine Worte den Marionetten-Zauber durchdringen konnten.
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Vanessa Bell
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Das Marionettenspiel   So 29 Okt 2017 - 13:01

Durch den Klammerfluch fiel Vanessa in den weichen, kühlen Sand und konnte sich nicht rühren. Die Geräusche, die auf ihren Sturz folgten, suggerierten, dass es einen Kampf gab, einen unfairen in welchem einer gegen sechs kämpfen musste. Wobei er eigentlich sieben Gegner hatte, doch die siebte und wahrscheinlich stärkste von ihnen lag am Boden und kämpfte gegen die Klammer an, die Ryan ihr angehext hatte. Während sie den Kopf unbequem verdrehte, um ihren Exfreund bei dem Kampf gegen die Inferi-Kinder zu beobachten, wuchs ihre Wut auf ihn, sodass die Macht Pruecillas eine noch größere Fläche hatte, um sie mit ihrer Magie zu füttern. So stark, dass es Vanessa gelang, die magischen Ketten des Klammerfluches mit reiner Körperkraft zu sprengen. Gerade hatte Ryan das letzte untote Kind vernichtet, als sich die Blonde aufrichtete und suffisant über die Worte ihres Freundes lächelte. Er versuchte sie zu erreichen, und er scheiterte daran.
"Das einzige, das nun beendet wird, ist dein Leben, du Wurm", kam es kühl und noch immer mit der Stimme der mächtigen Fadenzieherin über die rosafarbenen Lippen der Ravenclaw, worauf plötzlich links und rechts von ihr zwei weitere Gestalten auftauchten. Magisch begabte Erwachsene, welche man aus der Zeitung konnte, da sie seit geraumer Zeit gesucht wurden. Hier waren sie nun, eher tot als lebendig, und gespeist mit der magischen Kraft einer diabolischen Marionettenspielerin, was sie zu Vanessas Verbündeten machte. Die blonde Hexe kannte die beiden Personen nicht und hatte mir ihrem erscheinen nicht gerechnet, und doch verstand sie sofort, dass sie gekommen waren, um ihr zu helfen, den jungen Auroren-Azubi auszulöschen.
"STUPOR!", kam es zuerst von Vanessa, worauf auch die anderen beiden begannen, den dunkelblonden Ex-Ravenclaw mit Zaubern zu attackieren und ihm dabei keine Gelegenheit bieten wollten, auch nur einmal Luft zu holen.
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Ryan Goodwill
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Das Marionettenspiel   So 29 Okt 2017 - 14:24

Es war nicht nur so, dass Ryans Worte nicht zu Vanessa durchdrangen, sondern zusätzlich schickte die Marionettenspielerin zwei weitere Inferi, welche diesmal aus den Leichen erwachsender Zauberer erschaffen worden waren. Die beiden Untoten waren zudem mit Zauberstäben ausgerüstet, was allem widersprach, was der Metamorphmagus über Inferi wusste. Sie waren normalerweise von jeglicher Magie befreit. Willenlose Gestalten, welche den Befehlen ihrer Erschaffer folgten, oder losgelöst von einem Meister alles attackierten, was sich zu nah an sie heran wagte. Doch diese Wesen waren anders beschaffen. Wer auch immer hier die Fäden zog, verfügte über eine Macht, an welche keine andere heranreichte. Noch viel beunruhigender war die Tatsache, dass diese Person zudem nach jener Macht strebte, welche momentan weltweit das Wetter und die Tierwesen beeinflusste und den offensichtlich psychopathischen Gegner unbesiegbar machen würde.
Außerdem löste das Auftauchen der untoten Zauberer ein weiteres Rätsel. In der Aurorenzentrale war mittlerweile bekannt, dass ungewöhnlich viele Magieanwender verschwunden waren und diese Serie von Entführungen kein Ende zu nehmen schien. Der Anblick zweier Gesichter, welche der junge Auror bereits von Fotos kannte, offenbarte, dass es für die verschwundenen Personen keine Hoffnung mehr gab. Willenlose Sklaven in der Armee einer finsteren Macht. Das war vermutlich das, was die Leute meinten, wenn sie behauptete, es gäbe schlimmeres als den Tod.
"Vanessa..." Ein Schockzauber der erblondeten Ravenclaw unterbrach den erneuten Versuch zu ihr durchzudringen und zwang Ryan unter schmerzerfülltem Stöhnen in die Knie. Die rechte Hand umklammerte den Zauberstab und die linke den magischen Stein von Rowena Ravenclaw, während warmes Blut den Arm hinunter rann und ein pulsierender Schmerz an die Bisswunde erinnerte.
Die Inferikinder waren mittlerweile zu einer undefinierbaren und unindetifizierbaren Masse aus Fleisch und Blut zerfallen. Ein Anblick, welcher dem jungen Metamorphmagus zu einer weiteren Erkenntnis verhalf. Sofort hatte er wieder das Bild jenes Mannes vor Augen, welcher vor einigen Wochen im Ministerium vor den Augen der Ministerin zu einer ähnlichen Masse zerschmolzen war. Wie weit reichten die Fäden des unbekannten Gegners? Was hatte die Marionettenspielerin von der Ministerin gefordert? Benötigte Chloe Zabini möglicherweise Hilfe, oder war selbst eine Marionette? Jede Antwort zog eine ganze Reihe neuer Fragen nach sich. Doch jede einzelne dieser Fragen wäre ohne Relevanz, wenn er diesen Tag nicht überleben würde. Noch viel schlimmer wäre es jedoch, wenn Vanessa diese Situation nicht unbeschadet überstehen würde. Er musste das Ganze nun beenden, auch wenn der einzige Plan, welcher ihm einfiel, nur mit einer sehr geringen Wahrscheinlichkeit einen Erfolg versprach. Es ab aber keinen anderen Weg.
Unter Scherzen richtete der ehemalige Ravenclaw sich auf. Seine Ziele waren zunächst die lebendigen Leichen der verschwundenen Zauberer. Ihr Zauber waren von mittelmäßiger Stärke und ließen sich problemlos abwehren. Ernsthaft schädigen konnten sie ihn in dieser geringen Anzahl nicht. Lediglich vor Vanessas Angriffen musste er sich vorsehen. Der erste Inferius wurde ins Visier genommen und mit einem flammenden Angriff seines magisch erzeugten Lebens beraubt. Augenblicklich zerfiel der willenlose Sklave ebenfalls in ekelerregende fleischliche Reste. Doch währenddessen wehrte Ryan bereits einen Zauber des anderen ab, bevor er ihn ebenfalls aus seinem Sklavendienst entließ. Diese Marionetten waren leichte Gegner, aber in großer Masse würden sie eine effektive und gefährliche Armee darstellen. Eine Armee, welche sich durch den Tod ihrer Gegner selbst reproduziert. Soweit durfte es nie kommen. Diesen Vorfall musste er dringend mit Farine, Melbourne und den anderen besprechen.
Doch nun musste es schnell gehen, bevor weitere Sklaven auftauchten. Ryan richtete den Zauberstab nun auf Vanessa. Er würde nicht gegen sie kämpfen. Er machte einen Satz nach vorne, trat mit einem Fuß Sand in die Höhe, so dass Vanessa sich von diesem abwenden musste. Diesen Moment der Ablenkung nutzte der Metamorphmagus für einen Zauber: "Ilico Dormi!" Die magische Formel schickte die erblondete Ravenclaw in einen tiefen Schlaf, welcher die Leglimentik der Marionettenspielerin durchbrechen sollte. Ein weiterer Satz nach vor erlaubte Ryan den Fall der jungen Hexe abzufangen und sie sanft im Sand abzulegen. Bisher war alles nach Plan verlaufen, doch das größte Risiko lag noch vor ihm.
Er musste diesen Ort mit Vanessa verlassen und das bevor weitere Inferi auftauchten. Der Metamorphmagus hatte weder die Erlaubnis zu apparieren, noch hatte er es jemals aktiv gelernt. Doch er war sich dennoch sicher, dass es hm gelingen konnte. Elija hatte es getan, als er seinen Körper beherrscht hatte und Ryan hat es mehrere Male in seinen Erinnerungen nachempfunden. Er griff Vanessas Hand, schloss die Augen und rief sich das alte Cartwrightanwesen vor sein geistiges Auge. Er konzentrierte sich auf den magischen Transport, wie Elija es in den gemeinsamen Erinnerungen getan hatte. Die Gedanken wurde mit großer Mühe von jenen Zweifeln befreit, welche sich immer wieder einschlichen und durch den Zeitdruck bedingt waren, welcher dem Metamorphmagus im Nacken saß. Das alles blieb jedoch ergebnislos. Noch immer kniete er im Sand vor der schlafenden Hexe. Er öffnete die Augen, betrachtete das Mädchen, das er noch immer liebte und ihm wurde klar, was sein Versagen bedeuten würde. Es ging hier nicht darum es zu versuchen. Scheitern war keine Option. Es ging nicht einfach darum zu apparieren, sondern um das Leben des Menschen, welchen er geschworen hatte zu schützen. Ryans Hand schloss sich fester um Vanessas. Sie mussten diesen Ort verlassen. Vanessa musste leben. Ein kaum zu beschreibendes Gefühl ergriff den jungen Zauberer. Etwas riss ihn gemeinsam mit Vanessa aus dem Sand des Strandes. Er hielt die junge Hexe nun noch fester und nur wenige Herzschläge später war es vorbei. Die Augen wurden geöffnet. Es hatte funktioniert.


ENDE
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[Hauptplot] Das Marionettenspiel
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