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 Confusion never stops, closing walls and ticking clocks.

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Elion Hákon Rowan
Professor - Verteidigung gegen die dunklen Künste || Hauslehrer Slytherin
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BeitragThema: Re: Confusion never stops, closing walls and ticking clocks.   Fr 27 Okt 2017 - 12:37

Es war Neela, die die Situation zu erklären versuchte. Elion trat wieder weiter in das Zimmer herein, als nicht nur eine kurze Vorstellung des anderen Mannes erfolgte, sondern eine Situation geschildert wurde, welche durchaus mit so einigem Chaos in Elions Leben konkurieren konnte. Das alkoholgetränkte Tuch hatte der blonde Zauberer mittlerweile von seiner Wunde entfernt, da ihm Neelas verurteilender Blick nicht entgangen war. Der Kerl, welcher nun Elions Klamotten trug, wurde also verprügelt, hat sein Gedächtnis verloren, war ein ehemaliger Todesser und stand in irgendeiner Verbindung zu Zachary Jones. Ohne ein Wort über den Fremden und Neelas Worte zu verlieren, öffnete er erneut den Schrank und platzierte sowohl sein Glas, als auch zwei weitere auf dem Tisch. Die zwei weiteren wurden ebenfalls mit Whisky gefüllt. Neela und Alistair schienen einen Drink durchaus vertragen zu können, weshalb Elion auch gar nicht gefragt hatte, bevor er die Gläser gefüllt hatte.
Noch immer über den suspekten Ex-Todesser nachdenkend, ließ der Schwede sich auf dem Sofa nieder und hoffte die ganze Situation etwas entspannen zu können. Die anderen beiden standen schließlich immer noch. "Wow, und ich dachte, ich hätte einen scheiß Tag gehabt." Die Frage ob er dem fremden Mann vertrauen konnte, stellte sich der Skandinavier nicht. Er kannte Alistair nicht und an seiner Vergangenheit wollte er den Mann nicht bewerten. Wenn es alleine danach ging, wäre Elion selbst schließlich auch nicht viel mehr als ein Einbrecher und Dieb. Elion vertraute Neela blind und wenn sie den Mann in den schönen Klamotten für vertrauenswürdig hielt, sah der blonde Professor keinen Grund, um das in Frage zu stellen. Außerdem hatte der Schwede in seinem Leben mit so vielen dubiosen Gestalten zu tun, dass eine mehr oder weniger kaum einen Unterschied machen würde. "Natürlich kannst du bleiben", richtete er sich direkt an Alistair, um ein wenig Anspannung abzubauen. "Ich muss nur darauf bestehen, dass weder diese Fawley, noch sonst jemand, der nur im entferntesten mit Jones in Verbindung steht, von dieser Wohnung erfährt." Diese Worte waren strenger formuliert als die vorherigen. Zachary Jones war für Elion zu einer ernst zu nehmenden Plage geworden, seitdem der Giftmischer aus Askaban entkommen war. Die Übergriffe auf den Schweden hatten zugenommen und beschränkten sich schon längst nicht mehr auf abgelegene Orte. Angriffe in der Öffentlichkeit waren immer häufiger geworden und es war auch nicht immer einfach gewesen den Attentätern zu entkommen. Auf keinen Fall durften Jones Handlanger also herausfinden, wo der Schwede wohnte. Dass Alistair selbst nicht zu Jones gehörte, oder es zumindest tatsächlich vergessen hatte, ließ die Erwähnung des Veritaserums vermuten. Dieser Trank hätte ihm seine Geheimnisse entlockt, wenn sie in seinen Erinnerungen präsent gewesen wären.
"Jones ist sehr ehrgeizig, wenn er ein Problem mit jemandem hat." Demonstrativ zeigte Elion auf die glücklicherweise eher harmlose Wunde an seinem Kopf. Bisher konnte der Schwede immer entkommen, aber die angesetzten Mörder wurden fähiger. Anfangs war es ihm stets gelungen gar nicht gefunden zu werden. Mittlerweile bedurfte es ernsthafter Anstrengung die Begegnungen mit den Attentätern überhaupt zu überleben. Ein Problem, dass einer Lösung bedurfte. Vor allem, wenn man bedachte, dass Elion bald Vater werden würde.
"Wenn du Probleme mit dem Kerl hattest, solltest du es irgendwie herausfinden. Jones ist auch noch gefährlich genug, wenn man weiß, dass er einem ans Leder will. Wenn du erst gar nicht damit rechnest, wird er kurzen Prozess machen." Elion war bewusst, dass er Alistair vermutlich ziemlich beunruhigte, aber diese Warnung musste ausgesprochen werden. Möglicherweise verbarg sich hinter dem Mann ohne Gedächtnis ein fähiger Zauberer, welcher dem Schweden helfen könnte das Jones-Problem zu lösen. Vorausgesetzt der Giftmischer war wirklich ein Feind des ehemaligen Todessers.
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Casper King
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BeitragThema: Re: Confusion never stops, closing walls and ticking clocks.   Mi 1 Nov 2017 - 12:26

Instinktiv war der raue Brite in eine Verteidigungshaltung gegangen, schließlich hätte es ja gut sein können, dass einer der düsteren Schatten aus seiner Vergangenheit herausgefunden hatte, wo er zu finden war, um ihm nach dem Misslungenen Überfall am Vorabend den Rest zu geben. Doch dem war scheinbar nicht so, denn die Person, die das Wohnzimmer betrat - ein blonder, trainierter Kerl mit einer Wunde am Kopf und einem sympathischen Lächeln, war ganz offensichtlich kein Fremder für Neela. Irritiert blickte Alistair zwischen Neela und dem Fremden hin und her, er ließ sogar den Stab sinken, als letzterer sich ein Tuch und hochprozentigen Alkohol aus dem Schrank nahm und damit seine Wunde versorgen wollte, und dann dämmerte dem dunkelblonden Zauberer, mit wem er es hier zu tun hatte. Dies war er also. Der berüchtigte Elion. Und ihm entging nicht, dass der Besuch seiner besten Freundin seine Kleidung trug, wie er durch eine knappe Bemerkung unmissverständlich zu erkennen gab.
Alistair biss sich auf die Zunge, um nicht aus Versehen einen humorvollen Spruch mit Potenzial zum Missverständnis loszuwerden, sodass er lieber schwieg und sich unsicher durch den Bart fuhr. Die ganze Angelegenheit zu erklären überließ er dann doch Neela, da sie den Schweden wohl besser von seiner Unschuld überzeugen könnte.

Die grünen Augen lagen ernst und aufrichtig auf dem rechtmäßigen Besitzer dieser Wohnung, bis Neelas Hand die seine ergriff und leicht drückte. Zögernd glitt sein Blick also zu ihr und blieb dort hängen, während sie unbeirrt weiter erzählte. Seine eigenen Gedanken drifteten irgendwie ab, während er sie so von der Seite betrachtete, sodass er ihre Stimme irgendwann nur noch gedämpft war nahm. Alles, woran er denken konnte, war sein unverschämtes Glück, von dieser jungen Frau gerettet und aufgenommen worden zu sein. Sie hatte schockierende Dinge über ihn erfahren und doch wandte sie sich nicht ab, sondern legte sogar noch ihre Hand für ihn ins Feuer, damit er nicht auf der Straße schlafen musste. Erst, als Alistair mitbekam, dass sich der Schwede wieder zum Schrank bewegte, drehte er den Kopf wieder zu diesem, um dann festzustellen, dass er auf diese höchst beunruhigende Geschichte mit einer Reaktion antwortete, die er wohl am wenigsten erwartet hätte. Zwei Gläser holte der Schwede, um Neela und ihm ebenfalls einen Drink anzubieten, und obwohl sich der Brite schon am Vorabend an diesem Getränk bedient hatte und er seinem Gastgeber nicht alles wegtrinken konnte, wollte er die Einladung nicht ablehnen.
Die Anspannung fiel jedoch erst von dem bärtigen Zauberer ab, als Elion ihm sagte, dass er bleiben könne. Die Bedingungen hierfür nickte Alistair natürlich ab.
"Keine Sorge. Ich werd euch nich in Schwierigkeiten bringen", kam es ernst von ihm, worauf er Neela einen erleichterten Blick und ein schwaches Lächeln schenkte. "Vielen Dank. Euch beiden." Nach allem, was ihm passiert war, nicht auf Ablehnung zu stoßen, war ein tolles Gefühl. Am liebsten hätte er Neela und Elion in eine feste Umarmung gezogen, doch das würde dann doch vielleicht unangebracht sein, weshalb er es lieber ließ. Stattdessen setzte er sich nun wieder auf die Couch und trank einen Schluck des eingeschenkten Whiskys.

Die Warnungen des blonden Zauberers suggerierten, dass er auch seine Probleme mit Zachary Jones hatte, was die Angelegenheit für Alistair nicht gerade angenehmer machte. Es schien so als hätte dieser Mann seine Feinde überall, schließlich wusste jeder von seiner Existenz, sowie auch jeder auf keinen Fall wollte, dass er wusste, wo er sie finden könnte. Sowohl Mister Wotan als auch Elion hatten es sich irgendwie mit dem mysteriösen Mister Jones verscherzt, und zu diesem Club gehörte Alistair wahrscheinlich auch.
"Ich hab nur noch immer nich so ganz verstanden, was dieser Jones für'n Kerl ist. Aber eigentlich möchte ich darüber für heute auch gar nich mehr nachdenken. Ihr habt mir schon genug geholfen und um die restliche Spurensuche kümmer ich mich dann allein. Passt schon", kam es locker von dem bärtigen Zauberer, als er sich mit seinem Glas zurücklehnte, "Ich werd wohl kaum einen werdenden Vater und eine junge Dame mit in mein Schlamassel ziehen." Damit hob er auch schon sein Glas in Elions Richtung und schenkte ihm ein kurzes Schmunzeln. "Glückwunsch übrigens."
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Neela Vivia Lundin
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BeitragThema: Re: Confusion never stops, closing walls and ticking clocks.   So 21 Jan 2018 - 0:13

Aufmerksam ruhten Neelas eisblaue Augen auf ihrem WG-Kumpel und als dieser dann den Whiskey zur Hand nahm und ihr und Alistair ebenfalls einen Schluck von jenem einschenkte, verzogen sich ihre Lippen zu einem Lächeln, denn ab diesem Augenblick wusste sie, dass Elion ihrem Urteil vertraute und den Fremden nicht vor die Türe setzen würde. Sie hatte es ehrlich gesagt auch nicht anders von ihm erwartet, doch trotzdem war es für sie alle wohl keine alltägliche Situation, einen ehemaligen Todesser unter dem selben Dach zu haben, weshalb die Schwedin sich dennoch hätte irren können. Dass sie dies aber nicht hatte, löste Erleichterung und Freude in ihr aus und nachdem sie Alistairs Hand nochmals gedrückt hatte, ließ sie sich schließlich ebenfalls wieder auf dem Sofa nehmen und griff nach dem dritten Glas. Sie lauschte einen Moment Elions Worten über Jones, denn was dies betraf, hatte er ein wenig mehr Erfahrung vorzuweisen und auch wenn die Informationen für Alistair nicht gerade motivierend sein mussten, wäre es doch besser, wenn er zumindest ein bisschen auf den Giftmischer vorbereitet war.

Ein wenig ungläubig richtete sie dann den Blick auf Alistair, als dieser meinte, er würde Elion und sie nicht in den Schlamassel reinziehen wollen, und prostete ihm zu. „Ich hab doch gesagt, ich werde dir beistehen. Glaub bloß nicht, dass du mich so schnell loswirst.“, versicherte sie ihm nun in einem etwas scherzhaften Ton, dass sie zu ihrem Wort stehen würde und trank schließlich einen Schluck aus ihrem Glas. Dabei fiel ihr ein, was Elion über seinen Tag gesagt hatte und prompt drehte sie den Kopf zu ihm. „Apropos, was war denn bei dir heute wieder los, dass du mit einer Verletzung heimkommst? Du solltest wirklich besser aufpassen, wo du doch bald ein Vorbild sein musst.“, tadelte sie ihn und zog eine Augenbraue nach oben. Natürlich war es für sie keine Schwierigkeit, die kleine Wunde mit einem einfachen Schwung ihres Zauberstabs zu heilen, doch trotzdem interessierte es sie, in welche Schwierigkeiten sich ihr Mitbewohner schon wieder gebracht hatte. Immerhin war es nicht gar so lange her, als sie ihn in die Nokturngasse begleitet hatte und sie beide einem Angriff zum Opfer gefallen waren. Gut, danach waren sie deutlich schlimmer zugerichtet gewesen, als Elion jetzt, aber trotzdem sprach auch eine kleine Verletzung dafür, dass der Schwede nicht genug aufgepasst hatte. Und nun, wo er mit Saphira eine Beziehung führte und sie zudem noch ein Kind von ihm erwartete, könnte er sich nicht darauf ausreden, dass sein Umkommen kein großer Verlust wäre.
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Elion Hákon Rowan
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BeitragThema: Re: Confusion never stops, closing walls and ticking clocks.   So 21 Jan 2018 - 1:25

Elion leerte sein Glas mit einem großen Schluck, während sein Blick auf dem ehemaligen Todesser lag. Die beiden hatten vermutlich einen gemeinsamen Feind und Neela traute ihm über den Weg. Das war mehr als genug, um dem eigentlich unbekannten Alistair Prince eine Bleibe anzubieten. Deshalb nickte Elion auch, als Neela es ablehnte, dass Alistair sich Jones alleine stellen wolle, sofern dieser dem ehemaligen Todesser denn wirklich ans Leder wollte. „Der Kerl möchte mich ohnehin umbringen. Ich habe in der Hinsicht also eh nichts mehr zu verlieren.“  Ein Verbündeter gegen Jones wäre viel mehr eine Bereicherung als eine Last, weshalb er Alistair mit seinem Problem ebenfalls nicht alleine lassen wollte. Als ein weiteres von Jones Opfern zu enden wäre schließlich für niemanden der beste Weg. „Danke, du bist anscheinend schon bestens informiert“, lächelte der Schwede als Reaktion auf die Glückwünsche. „Sieh es mal so: wir befreien uns zusammen von einem Schlamassel. Du wirst mich kaum tiefer in etwas hereinziehen können, wo ich schon bis zum Hals drinstecke.
Auch wenn Neelas Nachfrage zu seiner Verletzung zunächst wie ein Themenwechsel schien, konnten sie auch an dieser Stelle keinen vorläufigen Harken an das Thema Jones machen. Denn es gab in dieser Welt niemanden, welcher so hartnäckig darauf versessen war den Schweden zu töten, wie es bei Jones der Fall war. Auch wenn es keine Beweise gab, die die Attentäter mit Jones in Verbindung brachten, konnten diese eher unfähigen Meuchelmörder keiner anderen Quelle entstammen. „Attentäter. Mal wieder. Sie haben mir in der Winkelgasse aufgelauert“, berichtete Elion, so entspannt, als würde er von seinen Freizeitaktivitäten des vergangenen Tages berichten. Innerlich war er aber alles andere als entspannt. Neela hatte nämlich vollkommen recht. Er würde bald Vater werden und der Konflikt mit Jones würde nicht nur ihn, sondern seine ganze Familie in Gefahr bringen. Er war es Saphira und dem ungeborenen Kind schuldig, dass er überlebte und für sie da sein konnte. Das Jones Problem bedurfte also einer dringenden Lösung. Möglicherweise war es sogar Schicksal, dass Alistair nun mit ähnlichen Problemen in sein Leben getreten war.
Es sind Handlanger von Jones. Ich kann auch nicht leugnen, dass es häufig großes Glück ist, dass ich ihnen bereits mehrmals entkommen konnte.“ Neela war schließlich dabei gewesen, als eine Gruppe von Attentätern ihn beinahe Zugrunde gerichtet hatten. Sie wurden zahlreicher und effektiver und es war nur eine Frage der Zeit bis sie erfolgreich sein würden. Den Zettel mit den merkwürdigen Symbolen und dem Raben behielt der Schwede allerdings in seiner Tasche. Es war ein Hinweis darauf, dass der Giftmischer mittlerweile Profis engagiert hatte, aber diese Vermutung wollte er zunächst abklären, bevor er sie an Neela herantragen würde. „Das Jones-problem muss gelöst werden. Anders wird keiner von uns Ruhe und Sicherheit finden.“ Außerdem war da auch noch das Problem mit Goodwill und seinem verrückten Urahnen, welches nicht aufgeschoben werden durfte. Es war Elion nie aufgefallen, wie leichtsinnig er mit seinem Leben umgegangen war. Erst jetzt dämmerte ihm langsam, dass er in Zukunft dringend etwas ändern musste. Vielleicht war die Stelle als Professor genau das Richtige, um nach der Lösung der aktuellen Probleme ein sichereres und ruhigeres Leben führen zu können. Dass das keineswegs der Fall sein würde, ahnte der Schwede natürlich nicht.
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Casper King
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BeitragThema: Re: Confusion never stops, closing walls and ticking clocks.   So 21 Jan 2018 - 2:37

Alistair war entschlossen, sich selbst um seine schmutzige Wäsche zu kümmern und sonst niemanden da mit hinein zu ziehen, doch seine neuen Bekanntschaften schienen sich von seiner Vergangenheit nicht abschrecken zu lassen sondern stattdessen das Bedürfnis zu verspüren, ihn mit seinem Schlamassel nicht allein zu lassen. Scherzhaft erinnerte Neela den bärtigen Zauberer daran, dass er sie so schnell nicht loswerden würde, worauf ihm ein kurzes, raues Lachen über die Lippen holperte und er mit einer Spur Verlegenheit im Blick die grünen Iriden auf den Rand seines Whiskeyglases sinken ließ. Obwohl ihm der Gedanke nicht gefiel, seine Lebensretterin in Gefahr zu bringen, erfüllte es ihn mit Freude, dass sie so sehr zu ihm hielt, obwohl sie ihn doch kaum kannte. Sie schien an ihn zu glauben, obwohl er selbst momentan nicht einmal wusste, woran er glauben durfte. Und dies gab Alistair das dringend benötigte Gefühl, nicht auf sich allein gestellt zu sein. Zwar hatte er noch immer keinen Rückenwind, aber der Sturm, der am Morgen noch vor ihm gewütet hatte, begann allmählich, ruhiger zu werden.
Nur kurz hob der Brite den Blick wieder, um Neela ein dankbares Schmunzeln zu schenken, worauf der blonde Schwede seine Position zu der Sache kundtat. Auch er wollte ihn wohl nicht von sich stoßen, sondern bot ihm angesichts seines eigenen Schlamassels sogar eine helfende Hand an. Amüsiert schnaubte Alistair auf die doch recht trockenen Bemerkungen des anderen Mannes, worauf er ihm zuversichtlich zunickte und einen weiteren Schluck des Whiskeys trank. Wenn er bis zum Hals in der Scheiße steckte, konnte er durchaus noch tiefer hineinsinken, schließlich war er nicht kopflos, zumindest noch nicht - aber diesen Gedanken behielt der dunkelblonde Zauberer dann doch lieber für sich, da er den Humor des Schweden noch nicht einschätzen konnte.
"Dann sind wir wohl sowas wie Verbündete, schätze ich", tropfte es dann über die trockenen Lippen des Briten, wobei er milde einen Mundwinkel hochzog und den Blick dann aus einer unerklärlichen Motivation heraus wieder kurz zu der hübschen Schwedin huschen ließ.
Jene sprach dann eine Frage aus, die dem Prince schon seit der Ankunft Elions auf der Zunge lag, worauf Elion Licht ins Dunkel brachte. Attentäter - ein Wort, das Alistair eine Augenbraue lupfen ließ, doch er sagte nichts dazu, sondern hörte einfach nur stumm zu, während er der Erzählung des anderen Mannes gespannt lauschte. Scheinbar war die Winkelgasse kein Ort, den er so leichtfertig besuchen sollte, wenn Jones seine Handlanger dort für Attentate platziert hatte, schließlich ging er fest davon aus, ebenfalls auf der schwarzen Liste des mysteriösen Giftmischers zu stehen.
"Klingt ja so, als könnte ich die Winkelgasse für meine Spurensuche erstmal vergessen", knurrte Alistair mehr zu sich als zu den anderen, worauf er sich nachdenklich mit Daumen und Zeigefinger der linken Hand über den Bart im Bereich des Unterkiefers rieb, "Dieser Jones scheut ja scheinbar weder Kosten noch Mühen, um seine Feinde aus dem Weg zu räumen, was ihn nur umso gefährlicher macht. Ich stimme dir zu, Elion, dass wir das Jones-Problem schnellstmöglichst lösen sollten, aber ich fürchte, dass das leichter gesagt als getan ist. Wir wissen ja nicht mal, wo wir ihn finden, und so wie es klingt hat er ziemlich viele Freunde, die bereit sind, sich für ihn die Hände schmutzig zu machen. Wen haben wir auf unserer Seite?" Er gluckste kurz belustigt, allerdings lag darin die Ironie, da er die Situation, in welcher sie sich nun befanden, eher bitter fand.
"Ich meine, wir sind zu dritt, wenn ich das richtig sehe. Oder gibt es da draußen noch mehr Personen, die es sich mit Jones verscherzt haben und ebenfalls etwas gegen ihn ausrichten wollen?", fragte er dann, wobei die grünen Seelenspiegel zwischen seinen Gesprächspartnern hin und her huschten, "Und was ist mit der Aurorenzentrale? Ich kann aufgrund meiner schleierhaften Vergangenheit nicht beim Ministerium aufschlagen, aber was ist mit dir, Elion?" Da sein Glas mit dem nächsten Zug leer war, stellte er es auf den Tisch und sah seine Gastgeber erwartungsvoll an.
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Neela Vivia Lundin
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BeitragThema: Re: Confusion never stops, closing walls and ticking clocks.   Do 25 Jan 2018 - 14:10

Es gefiel Neela nicht unbedingt, dass Elion über die Todeswünsche Jones gegenüber seiner Person so locker war, doch im Grunde hatte er trotzdem Recht, dass er schon tief genug in den Schlamassel verwickelt war, als dass Alistair ihm diesbezüglich noch schaden konnte. Und es stimmte wohl auch, dass sie bessere Chancen hatten, gegen Jones vorzugehen, wenn sie sich zusammen taten und gerade Elions Wissen und seine bisherigen Erfahrungen würden Alistair helfen können, nicht blindlings in eine von Jones Fallen zu tappen, weil er noch nicht genügend Puzzlestücke seiner Erinnerung zurück erlangt hatte. Somit blickten die blauen Augen der Schwedin zunächst zwischen den Männern hin und her und sie überlegte dabei, wie sie selbst in dieser Sachlage helfen konnte. Natürlich war sie diesbezüglich außenstehend, denn mit ihr hatte Jones kein Problem - zumindest nicht so weit sie wusste - doch genau das könnte für sie drei ein Trumpf sein. Sie konnte sich mehr oder weniger frei bewegen, was doch bestimmt irgendeinen Nutzen gegen den Giftmischer bringen musste.
Dass es wieder einmal Attentäter waren, die Elion die Wunde auf der Stirn zugefügt hatten, überraschte die Blonde dann nicht sonderlich, schließlich war dies ja nicht der erste Vorfall jener Art und auch wenn sich Neelas Magen bei Elions Erläuterung, dass jene ihm in der Winkelgasse aufgelauert hatten, sorgenvoll zusammenzog, war sie doch froh, dass nichts schlimmeres passiert war. Alistairs Überlegungen, wie sie alleine gegen Jones vorgehen sollten, ließ Neelas Blick wieder zu ihm gleiten. Er sprach nicht unwichtige Punkte an, schließlich war es zwar bereits ein Fortschritt, dass sie sich zu dritt der Sache annehmen konnten, doch kein Mensch konnte abschätzen, wie viele Leute Jones unter sich hatte, also waren sie wohl ganz eindeutig in der Unterzahl. Was aber mitunter gar nicht vollends stimmen musste, denn jeder, der sich den Giftmischer zum Feind gemacht hatte, würde wohl darauf achten müssen, nicht aufzufallen, weshalb sich womöglich noch einige von Jones' Gegnern im Untergrund aufhielten. Sie mussten nur eine Möglichkeit finden, jene aufzuspüren. „Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand, der so mächtig und bösartig ist, nicht noch mehr Feinde hat. Doch die müssen bestimmt genauso gut aufpassen wie wir, weswegen es schwierig sein wird, sie zu finden oder sich mit ihnen in Verbindung zu setzen.“, sprach Neela schließlich ihre Überlegungen aus und nahm noch einen Zug aus ihrem Glas. Dann brachte Alistair die Aurorenzentrale ins Gespräch, was zwar keine schlechte Idee war, doch... „Wärst du dann nicht zu sehr im Vordergrund?“, richtete sie sich an Elion. „Ich meine, natürlich wird es im Ministerium bereits eine Akte für Jones geben, doch jemand wie er hat doch bestimmt auch seine Spitzel in der Aurorenzentrale untergebracht. Zumindest würde ich es so machen, wenn ich an seiner Stelle wäre... Und wenn er es so dringend auf dich abgesehen hat, wärst du dort doch ein gefundenes Fressen.“, fuhr sie fort und sah Elion aufmerksam an. Dann leerte auch sie ihr Glas und sprach schließlich aus, was sie sich zuvor schon gedacht hatte: „Was ist mit mir?“ Sie sah zwischen beiden hin und her. „Ich bin fremd hier und habe mit Jones überhaupt nichts zu schaffen. Kann uns das nicht irgendwie von Nutzen sein? Alistair hat Recht, es wäre für uns doch auch ein Vorteil, eine Kontaktperson im Ministerium zu haben.“, gab sie schließlich zu bedenken und blickte erwartungsvoll von einem zum anderen. Sie war sich natürlich bewusst, dass dieses Angebot gefährlich war, denn sie musste umso mehr aufpassen, dass man sie nicht mit Elion oder Alistair in Verbindung brachte. Doch für die Beiden wäre es ein Ding er Unmöglichkeit, sich undercover im Ministerium einzuschleusen. Und nur weil sie sich bereits im St. Mungo's beworben hatte, musste sie die Stelle am Ende ja nicht unbedingt annehmen - oder nur für einen geringeren Stundensatz.
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Elion Hákon Rowan
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BeitragThema: Re: Confusion never stops, closing walls and ticking clocks.   Do 25 Jan 2018 - 20:55

Neelas Blick, während Elion von dem erneuten Angriff durch Attentäter erzählte, sagte mehr als tausend Worte es hätten tun können. Einerseits schien sie seine Leichtsinnigkeit zutiefst zu missbilligen und andererseits war da aber auch Sorge um ihn. Die beiden kannten sich lang genug, damit der Schwede sich dieser Interpretation sicher sein konnte. Zumal er diesen Blick fast genauso lang kannte wie Neela selbst. Vor allem jetzt, im Nachhinein, fiel ihm auf, dass er die Schwedin in den vergangenen Jahren wirklich vermisst hatte. Er war froh sie wieder um sich zu haben. Es würde ihm vermutlich guttun, dass nun endlich jemand da war, der seine stets neu entstehenden Wunden besser behandeln konnte, als ein Whisky-getränktes Tuch es vermochte.
Doch jetzt sollte es nicht um Elions Leichtsinn, oder seine relativ harmlose Wunde gehen, sondern um jenes Problem, welches er mit Alistair Prince teilte. Zachary Jones. Elion hatte in den vergangenen Monaten tatschlich einige Informationen über Jones sammeln können. Einige bekam er unfreiwillig am eigenen Körper zu spüren und andere hatte er gezielt gesucht. Insgesamt war es aber genug, um einige der aufgekommenen Fragen zu beantworten.
Jones hat weniger Feinde als ihr denkt. Das liegt aber vor allem daran, dass er ziemlich gut darin ist diese zu beseitigen. Der Kerl hat keine Skrupel.“ Elion zögerte kurz und musste das Bild abschütteln, welches sich vor seinem geistigen Auge manifestierte. Er musste daran denken, wie Jones Saphira in den Katakomben seines Clubs festhielt und was alles hätte passieren können, wenn Elion und Ryan später aufgekreuzt wären. Der Skandinavier befreite sich von seinen Gedanken und erhob sich von seinem Platz, um aus seinem Zimmer eine kleine Sammlung von Zeitungen hervorzuholen. Das gesuchte Exemplar lag ganz oben auf dem Stapel, so dass er darauf zeigen konnte, um dann erneut das Wort zu ergreifen: „Er hat sogar seinen eigenen Bruder vergiftet, weil er bei Jones Festnahme geholfen hat.“ Elion war damals froh gewesen, dass der Giftmischer eingesperrt worden war. Tatsächlich hatte er in dieser Zeit Ruhe. Kurz nachdem die Nachricht über den Ausbruch bekannt wurde, hatte die Jagt des Giftmischers jedoch erneut begonnen. „Neben uns, fallen mir noch drei Feinde von Jones ein. Da wäre Saphira, aber sie ist natürlich raus aus der Nummer. Ryan Goodwill. Er hat das Glück, dass Jones Leute sein Gesicht nicht kennen, aber er ist nicht im richtigen Zustand, um eine Hilfe zu sein. Nummer drei ist meine Schwester. Sie wird nicht von Jones gejagt, aber sie hat genug Gründe, um in ihm ein Problem zu sehen. Sie ist momentan allerdings in Schweden.“ Elion würde Nellie nur ungern mit in die Sache hineinziehen. Neela wusste, dass der blonde Zauberer stets die schützende Hand über seine Schwester hielt und diese nie leichtfertig in Gefahr bringen würde. Saphira war schwanger und sollte auf keinen Fall die Konfrontation mit Jones suchen, oder nur im Entferntesten an dieser Sache arbeiten. Ryan wäre durchaus eine Hilfe, wenn er nicht momentan von seinem Urahnen stillgelegt geworden wäre. Das bedeutete also, dass sie noch immer nur zu dritt waren. Weitere Feinde existierten bestimmt, aber Neela lag wohl richtig mit der Annahme, dass auch diese sich so gut es möglich war im Verborgenen hielten.

Elion überdachte Alistairs Einwand, dass man das Ministerium einschalten könnte. Doch bevor dieser Gedankengang zu einem Ergebnis führen konnte, brachte Neela bereits einen Vorwand ein, warum es nicht klug wäre, wenn der Schwede sich zur Aurorenzentrale begeben würde. Ein Nicken war das stumme Zeichen seiner Zustimmung. Die blonde Hexe war jedoch schon einen Schritt weiter. Sie bot sich selbst an, um dem Ministerium sein Wissen zu entlocken. Ein Plan, welcher durchaus funktionieren könnte. Elion zweifelte also nicht an der Idee der besten Freundin, sondern viel mehr daran, dass das Ministerium die Unternehmung voranbringen würde. „Die Auroren suchen Jones seitdem er ausgebrochen ist. Wenn sie was wüsste, würde er hinter Gittern sitzen“, verbalisierte er schließlich seine Gedanken und warf einen prüfenden Blick in sein Whiskyglas, welches seiner Befürchtung entsprechend leer war. „Wenn wir herausfinden, wo Jones sich aufhält, dann werden die Auroren sicher eine Hilfe sein. Vorher vermutlich nicht.
Doch die Spuren, welchen sie nachgehen konnte, schienen kaum zu existieren. Wie sollte es gelingen einen Mann mit Jones Fähigkeiten und Möglichkeiten ausfindig zu machen? Der Blick des blonden Zauberers glitt eher zufällig über die Zeitung, als er an einer Zeile des Artikels über Jones Festnahme hängen blieb. ‚Auch Mitarbeiter des Clubs, die leitende Positionen besetzen, stehen im Verdacht in die Geschäfte von Zachary Jones verwickelt zu sein. Laut der Aurorenzentrale konnte dem neuen Leiter des Rabbit’s Hat, C. Greengrass, und der für sämtliche Finanzen zuständigen Mitarbeiterin, W. Fawley, jedoch keine Beteiligung nachgewiesen werden. Beide seien von den Taten ihres Vorgesetzten sehr erschüttert gewesen.‘
Fawley…“ Elion deutete auf die Zeile des Artikels. Ihm war nicht entgangen, dass diese Wilma Fawley offensichtlich eine Person aus Alistairs vergessener Vergangenheit gewesen war. Auch ihre Verbindung zu Jones hatten Neela und Alistair bereits vermutet. Doch der Artikel ließ vermuten, dass sie sogar eine seiner hochrangigsten Mitarbeiterinnen war. „Ihr wurdet bereits vor ihr gewarnt. Sie steht in Verbindung mit Jones und scheint in irgendeiner Form mit deiner Vergangenheit in Verbindung zu stehen, Alistair. Auf die Gefahr hin, dass man mich wieder für leichtsinnig hält, würde ich behaupten, dass diese Frau unsere beste Spur ist.
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BeitragThema: Re: Confusion never stops, closing walls and ticking clocks.   Sa 27 Jan 2018 - 15:57

Die Hoffnungen, die Neela in dem dunkelblonden Prince geschürt hatte, indem sie ebenfalls vermutete, dass Jones viele Feinde hätte, wurden von Elion just zerschlagen, da er die Zahl der möglichen Verbündeten aufgrund der Skrupellosigkeit des Giftmischers deutlich geringer einschätzte. Jemand der nicht zögerte, seinen eigenen Bruder zu töten, würde auch vor jedem anderen, der sich ihm in den Weg stellt, nicht halt machen. Schon gar nicht vor ihm oder Elion. Ernüchtert ließ Alistair also den Blick auf den Rand seines Glases sinken, wobei er stumm die Lippen aufeinander presste, dabei weiterhin den Worten der blonden Schwedin lauschte. Ja, natürlich würde ein Mann wie Jones seine Spitzel im Ministerium haben – ein wenig ärgerte sich der Brite darüber, dass er nicht selbst darauf gekommen war – und dies machte es auch für Elion unmöglich, sich einfach so an jenes zu wenden. Von den drei weiteren Feinden, die Elion aufzählte, eignete sich wohl keiner, was dem rauen Dunkelblonden ein ermattetes Seufzen entlockte. Der Vorschlag Neelas, sich selbst als Kontaktperson im Ministerium zu stellen, ließ Alistair dann die Augenbrauen zusammenziehen und zweifelnd zu Elion blicken. Sie hatte zwar richtig erkannt, dass sie aufgrund ihre schneeweißen Weste wohl kaum in Jones Fokus gelangen würde, aber es gefiel dem Bärtigen nicht, dass sie genau das riskieren wollte. Indem sie sich allein in ein Umfeld brachte, von welchem nicht klar war, zu wie viel Prozent es von Jones kontrolliert wurde. Was für Alistair im Übrigens auch die Frage beantworten würde, wieso der Giftmischer noch immer auf freiem Fuß war. Was, wenn dahinter kein menschliches Versagen, sondern einfach nur eine Menge Geld und ein paar korrupte Auroren steckten? Folglich war gar nicht so klar, ob die Auroren wirklich eine Hilfe oder nur eine weitere Gefahr sein würden.
„Wenn ich so drüber nachdenke, sollten wir das Ministerium vielleicht doch ganz weglassen und die Sache selbst regeln. Würde mich nach allem, was ich so mitbekommen hab, echt nich' wundern, wenn der Kerl die Auroren schmiert, um nicht wieder in den Knast zu müssen“, knurrte der Dunkelblonde also, um seinen Vorschlag selbst noch einmal zu entkräften. Die grünen Augen wanderten wieder zu Neela. „Danke für dein Angebot, aber ich hab kein gutes Gefühl dabei. Du bist Heilerin und eine gute noch dazu. Wäre ärgerlich, wenn du dir dadurch im Bezug auf deine Karriere selbst ein Bein stellen würdest.“ Für ihn stand außer Frage, dass Neela eine aktive Rolle spielte, wenngleich er auch wusste, dass es sich wohl nicht komplett vermeiden ließe. Das hieß nicht, dass er es ihr nicht zutraute, sondern lediglich, dass er sie weiterhin nicht im Visier des Giftmischers wissen wollte.
Einige Augenblicke war es still, während Elions Blick auf eine Zeitung geheftet war. Abwartend beobachtete Alistair ihn, worauf ein Name über dessen Lippen perlte. Ein Name, den Alistair an diesem Tag schon einmal gehört hatte und welcher unweigerlich zu seiner Vergangenheit gehörte. Da sie allerdings auch mit Zachary Jones in Verbindung stand, war sie – wie der Schwede selbst sagte – tatsächlich eine ziemlich gute Spur.
„Das is' nich' leichtsinnig. Es is'n guter Ansatz“, bemerkte der bärtige Brite nachdenklich, wobei er sich nach hinten lehnte, den Kopf in den Nacken legte und den Blick an die Decke gleiten ließ, „Meine Ex-Zwangsverlobte. Wird wahrscheinlich auch nich' gut auf mich zu sprechen sein, aber das is' nur so eine Vermutung. Dem Brief aus meinem Elternhaus nach zu urteilen waren wir ziemlich gute Freunde. Was meint ihr, wie kommen wir an sie ran?“
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Neela Vivia Lundin
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BeitragThema: Re: Confusion never stops, closing walls and ticking clocks.   So 28 Jan 2018 - 0:23

Als Elion ihnen den Artikel über Jones' Bruder zeigte, verlor sich auch Neelas Hoffnung, weitere Verbündete im Kampf gegen den Giftmischer zu finden, ins Nichts. Es war ja fast ein Wunder, dass Elion überhaupt noch am Leben war, wenn sich nicht einmal Zacharys Bruder vor ihm hatte retten können. Was allerdings hieß, dass sie sich noch viel mehr anstrengen mussten, um etwas gegen den Kerl auszurichten. Aber was?
Die genannten drei, welche als derzeit bekannte Feinde noch am Leben waren, schienen alle nicht in der richtigen Verfassung zu sein, um ihnen helfen zu können. Saphira und ihr Kind mussten sowieso beschützt werden und Neela wollte auch Elions Schwester nicht unbedingt in die Sache reinziehen. Immerhin würden sie sich dann beide wohl mehr Sorgen um Nellie machen, als effizient gegen Jones vorgehen zu können. Über Ryan Goodwill wusste sie kaum etwas, doch offenbar konnte er ihnen im Moment auch nicht helfen, was sie zurück zum Ausgangspunkt führte und Neela ein Seufzen unterdrücken ließ. Auch die Idee mit dem Ministerium wurde von Elion verworfen und die Schwedin verstand wieso. Zwar wäre es möglich, dass sich gewisse frühere Informationen über Jones dort finden ließen, doch diese würden ihnen nichts mehr bringen, da es sich vermutlich um Akten vor seiner Festnahme handelte. Und eines musste man dem Giftmischer lassen, er war vorausschauend und klug, weshalb er bestimmt nicht die gleichen Fehler nochmals machen würde.

Dass Alistair es nicht gutheißen würde, wenn sie im Ministerium aufschlug, ließ Neela sanft Lächeln, denn sie wusste, dass er dies nicht sagte, weil er es ihr nicht zutraute. Doch ihre Karriere war längst nicht so wichtig, wie das Leben ihrer Freunde - und ja, dazu gehörte auch Alistair für sie schon dazu - deshalb würde sie auch jede Unterstützung anbieten, die ihr möglich war. „Als Heilerin ist es mir wichtiger, dass er sich nicht noch mehr Verletzungen zuzieht.“, erwiderte sie grinsend und deutete mit einem Kopfnicken zu Elion. Aber es stimmte, das Ministerium half ihnen zur Zeit nicht weiter, weswegen sie dringend einen anderen Anhaltspunkt finden mussten. Nachdenklich fuhr sich Neela durch das blonde Haar und fixierte einen Punkt auf dem Boden, während um sie herum für ein paar Augenblicke Stille hereinbrach. Dann erhob Elion die Stimme und brachte Wilma Fawley ins Gespräch, die Frau vor denen sie auch Mr. Wotan gewarnt hatte und mit der Alistair früher mal verlobt gewesen war. Es war trotz allem ein komisches Gefühl, sich vorzustellen, wie tief er mit diesen Leuten früher in Verbindung gestanden hatte. Der Gedanke, dass Fawley ihre beste Spur sein sollte, war natürlich leichtsinnig, doch es blieb ihnen wohl keine andere Wahl und möglicherweise würde sie leichter zu finden sein, als Jones selbst. Als Alistair die Frage in den Raum stellte, wo sie mit ihrer Suche nach Wilma beginnen sollten, griff Neela nochmals nach dem Zeitungsartikel und überflog die Zeilen. „Und wenn sie noch dort ist?“, murmelte sie dann mehr zu sich selbst, als zu den Männern, ehe sie aufblickte. „Wenn den Mitarbeitern des Rabbit's Hat nichts nachgewiesen werden konnte, haben sie den Laden auch nicht dicht gemacht oder sehe ich das falsch?“, richtete sie sich fragend an Elion. „Und wenn dem so ist, wäre es wohl verdächtig gewesen, wenn Jones' Anhänger plötzlich daraus verschwunden wären, also besteht doch im Prinzip die Möglichkeit, dass Fawley noch in diesem Club arbeitet, oder?“ Sie war sich nicht sicher, ob sie die Fakten richtig zusammengezählt hatte, doch wenn, dann hatten sie eine Spur.
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Elion Hákon Rowan
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BeitragThema: Re: Confusion never stops, closing walls and ticking clocks.   So 28 Jan 2018 - 21:25

Elion war froh, dass auch Alistair davon absehen wollte das Ministerium einzuweihen. Ein zustimmendes Nicken ging von dem Schweden aus, als der andere Mann offenlegte, dass er kein gutes Gefühl dabeihabe, Neela ins Ministerium zu schicken. Ihm ging es nicht anders, weshalb er dem Vorschlag das Ministerium von den Überlegungen auszuschließen ebenfalls stumm abnickte, bevor er Neela angrinste, welche die Situation nutzte, um wieder einmal auf Elions Leichtsinn hinzuweisen.
Der Vorschlag, dass Wilma Fawley eine gute Spur sein könnte, wurde mit unerwarteter Offenheit entgegengenommen. Der Schwede war sich nicht sicher gewesen, ob Alistair und Neela der Suche nach dieser vermutlich gefährlichen Frau zustimmen würden. Auf der Suche nach Jones einen Bogen um gefährliche Personen zu machen, wäre allerdings ein unrealistischer Anspruch, welchen keiner der Anwesenden zu stellen schien. Doch auch wenn der einzige Plan ein leichtsinniger war – oder gerade dann – musste dieser voll und ganz durchdacht sein. Die drei spielten ein Spiel, das tödlich enden konnte und zumindest zwei von ihnen waren bereits an einem Punkt, an welchem sie keine Wahl mehr hatten. Das Jones-Problem musste gelöst werden, wenn Alistair und Elion nicht eines Tages im Zuge von Jones Problemlösungen ums Leben kommen wollten.
Ex-Zwangsverlobte?“, wiederholte der Skandinavier in einem verwunderten Ton und mit hochgezogener Augenbraue. Er hatte nichts von dieser sonderbaren Verbindung gewusst. Die weiteren Worte des desertierten Todessers gaben jedoch Klarheit darüber, dass auch er nur durch alte Briefe an diese Informationen gelangt war. Teil seiner Erinnerungen war Fawley offensichtlich nicht mehr. Das Verhältnis der beiden war ebenfalls ungeklärt und würde das vermutlich auch erst einmal bleiben. Elion hielt es nicht für klug Alistair in die Nähe von Jones Handlangerin zu bringen. Auch er selbst sollte ihr nicht unüberlegt unter die Augen treten und in Neelas Fall schlug sein Beschützerinstinkt wieder Alarm. Die Sache würde sich also noch schwieriger gestalten, als die drei ohnehin schon angenommen hatten.
Das Rabbit’s Hat gibt es noch. Die Auroren halten es unter Beobachtung, soweit ich weiß. Ich habe in der Nähe auch einige Beobachter.“ Der Club befand sich in einem Muggelbezirk und war als verlassener Zauberartikelladen getarnt. Der Schwede hatte sich in den vergangenen Jahren, bevor er sich für den ziemlich konventionellen Beruf des Professors entschieden hatte, einen Namen auf Londons Straßen gemacht. Zumindest bei jenen Leuten, die auf eben diesen lebten und von den meisten Mitgliedern der Gesellschaft gerne übersehen und ignoriert wurden. Das machte sie zu geeigneten Informanten und vermutlich auch zu einem der Gründe, aus denen Elion dem Giftmischer immer wieder entkommen konnte. „Sie geben Bescheid, wenn Jones sich blicken lässt. Er selbst scheint sich aber verständlicherweise fernzuhalten. Ob Fawley dort ist, lässt sich herausfinden.“ Die Frau trug den Namen eines Reinblutclans und eine Abbildung von ihr sollte einfach zu beschaffen sein. Die richtigen Leute würden die Hexe schnell ausfindig machen, wenn diese sich nicht versteckt hielt. Das Problem war ein ganz anderes. „Doch selbst wenn sie noch im Club arbeitet, brauchen wir einen Plan. Wir können da schlecht rein marschieren und sie einfach nach Jones fragen.“ Es war ziemlich offensichtlich, dass diese Methode einem Selbstmordversuch gleichkam. Alistair und Elion konnten sich dem Club vermutlich nicht einmal nähern, ohne attackiert zu werden. Neela könnte das zwar, würde von Fawley aber bestimmt nicht den Aufenthaltsort von Jones erfahren, sofern sie diesen überhaupt kannte. Außerdem riskierte die Schwedin mit jeder ihrer Handlungen für die gemeinsame Mission, dass sie auch zu einem Ziel des Giftmischers wurde. Eine Wendung, welche Elion nicht zulassen wollte.
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Casper King
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BeitragThema: Re: Confusion never stops, closing walls and ticking clocks.   So 28 Jan 2018 - 23:07

Das sanfte Lächeln Neelas entging dem rauen Briten nicht und ließ seine permanent bedrohlich wirkende Miene ein weiteres mal weich werden, indem er den Blick verlegen auf seinen Schoss tropfen ließ und er unbewusst einen Mundwinkel hochzog. Zwar wusste er nicht, wie er ihr dieses Lächeln hatte entlocken können, aber es gab ihm ein gutes Gefühl, wenn sie ihm ein solches schenkte, wenngleich es ihn auch heftig verunsicherte, da es ihm unangebracht schien, dieses gute Gefühl zu genießen. Sie hatte ihm in einer Notsituation geholfen, weil dies in gewisser Weise ihr Job war, und sie war nett zu ihm, weil sie wahrscheinlich Mitleid mit ihm hatte. Er sollte sich nichts darauf einbilden, und doch wuchs in ihm eine leise Hoffnung, dass hinter ihrem Handeln mehr als ihre berufsbedingte Verpflichtung und eine gehörige Portion Mitleid steckten. Ein kurzes Lachen holperte über die Lippen Alistairs, als Neela seine Worte dann mit einem Spruch und einem frechen Grinsen quittierte, worauf die Sache mit dem Ministerium auch schon vollkommen vom Plan der Drei verschwand. Es würde ihnen vorerst keine große Hilfe sein, also würde es auch nichts bringen, sich weiterhin damit zu beschäftigen. Stattdessen lenkte Elion das Gesprächsthema auf die geheimnisvolle Miss Fawley, dessen Namen er scheinbar in der auf dem Couchtisch liegenden Zeitung gelesen hatte. Ein Name, der in Alistairs Leben wohl schon einmal eine bedeutende Rolle gespielt hatte, nun jedoch keinem Gesicht mehr zugeordnet werden konnte. Sie konnte keine gänzlich schlechte Person gewesen sein, wenn er ihr in Briefen von seinen Zweifeln bezüglich der Todesser berichtet hatte und ihren Rat gesucht hatte, aber die Zeit konnte Menschen ändern, ihren Charakter neu formen, und die Tatsache, dass Wilma zu der Gruppe unter Zachary Jones gehörte, ließ den bärtigen Briten befürchten, dass genau dies mit dem Charakter seiner einstigen Freundin passiert war.
Mit einem Schulterzucken nickte Alistair auf die kurze Frage des Schweden, da dieser über diese Information aufrichtig überrascht zu sein schien, doch er hielt es nicht für nötig, die Sache noch weiter zu erläutern, denn zugegebenermaßen wusste er auch nicht viel mehr über die Todesserin und seine Beziehung zu ihr als das, was er im Brief gelesen hatte - und das wichtigste davon hatte er soeben noch einmal ausgesprochen. Während der Dunkelblonde den Zeitungsartikel schon wieder vergessen hatte, bezog sich die clevere Schönheit noch einmal darauf, wodurch sie im Gegensatz zu Alistair sinnvolle, hilfreiche Schlüsse aufstellte, welche jenen sowohl beeindruckt als auch ein wenig beschämt zurückließen, da er selbst nicht auf diese Idee gekommen war und sich beim besten Willen nicht vorstellen konnte, was ein Hasenhut damit zu tun haben sollte. Sein wann trugen Hasen überhaupt Hüte?! Der Verwendung des Begriffs nach zu Urteilen handelte es sich dabei allerdings wohl um eine Lokalität, in welcher Jones' Leute arbeiteten. Und das auch noch nach seiner Haft, auch wenn der Laden laut Elion nun unter starker Beobachtung stand.
Die grünen Iriden des Briten hüpften zwischen Elion und Neela hin und er, während er den Worten der Freunde lauschte und sich selbst immer kleiner fühlte, da er bisher - so kam es ihm vor - noch gar nichts hilfreiches beigesteuert hatte. Er hatte das Gefühl, nicht ausreichend über die Strukturen der heutigen magischen Gesellschaft zu wissen, um eine gute Stütze sein zu können, weshalb er sich mit Kommentaren lieber zurückhielt. Bis Elions Worte ihn dazu animierten, die Zeitung doch einmal in seine Hand zu nehmen und den Blick einmal darüber gleiten zu lassen.
"Hm... sie muss dem Kerl ja ziemlich nah stehen. Ich mein, wenn sie sogar seine Finanzen regeln darf. Wäre ich ein milliardenschwerer Geschäftsmann, würde ich das selbst machen wollen oder nur einer Person überlassen, der ich blind vertraue", murmelte er nachdenklich, wobei er den Blick von der Zeitung riss und die beiden Schweden abwechselnd ansah. Der Brite wollte gar nicht wissen, was Fawley alles getan haben musste, um die Gunst und das Vertrauen eines dermaßen mächtigen Mannes zu gewinnen, aber er schätzte, dass die Sache nicht ohne Körperlichkeiten abgelaufen war. "... Genau so wie dieser Greengrass. Vielleicht sollten wir jemanden in dieses Hasending einschleusen und deren Vertrauen gewinnen lassen. Möglicherweise lässt sich dort ja eine Spur zu ihm finden." Wenngleich es vielleicht schneller gehen würde, eine der eben genannten Personen zu entführen und als Lockmittel zu verwenden. Leider war dieser schnelle Plan nicht ungefährlich, weshalb Alistair ihn gar nicht erst aussprach. Ohnehin schienen seine Verbündeten im Gegensatz zu ihm nicht der Sorte Mensch zu gehören, die impulsiv draufhaute, sondern lieber clevere und wasserdichte Pläne schmiedete. Und der bärtige Dunkelblonde sah ein, dass diese Methode in ihrer derzeitigen Situation deutlich sinnvoller war.
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Neela Vivia Lundin
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BeitragThema: Re: Confusion never stops, closing walls and ticking clocks.   Mo 29 Jan 2018 - 1:19

Es war ihr wohl selbst nicht ganz klar, woher die eigentlich irrationale Zuneigung zu Alistair kam, doch handelte es sich bei ihren Gefühlen um deutlich mehr, als berufliche Integration oder Mitleid. Nein, da spielte etwas ganz anderes mit, was sie sich aber selbst noch gar nicht so richtig eingestand. Möglicherweise, weil sie sich ihm bereits so verbunden fühlte, dass sie Angst davor hatte, was passieren würde, wenn er sie irgendwann doch verlassen würde. Entweder weil er genug über seine Vergangenheit herausgefunden hatte, um sich sein eigenes Leben aufzubauen oder gar zu seinem alten Zurückzukehren oder weil es irgendwann sicherer für ihn sein könnte, aus London zu verschwinden. Es waren egoistische Gedanken, auf welche die Schwedin auch nicht unbedingt stolz war, weshalb sie sie rasch verdrängte und sich wieder auf das Wesentliche konzentrierte: Das Jones-Problem, an welchem die Blonde zwar nicht direkt beteiligt war, doch war es ihr genauso wichtig, Elion in Sicherheit zu wissen, weswegen sie nicht zögern würde, um in dieser Sache zu helfen. Nur mussten sie nur noch herausfinden, wie sie am besten vorgehen sollten.

Das Ministerium war schon einmal eine Sackgasse gewesen, doch das Rabbit's Hat könnte eine vielversprechendere Spur sein. Wie Elion bestätigte, waren ihre Vermutungen um diesen Club gar nicht aus der Luft gegriffen, was es zwar nicht einfach machte, sich dort frei zu bewegen, doch zumindest könnten sie Fawley so ausfindig machen. Doch dann hatte ihr Kindheitsfreund natürlich recht, was einen geeigneten Plan anging, schließlich würde es wohl schwer nach hinten losgehen, einfach in den Laden zu spazieren und nach Jones zu fragen. Nein, das mussten sie definitiv subtiler angehen, was Neela erneut nachdenklich durch den Raum blicken ließ, während Alistair sich nun den Zeitungsartikel etwas näher ansah und einen neuen Gedanken in die Runde warf. Das Ministerium würde ihnen kaum Informationen beschaffen, doch vielleicht würden sie in diesem Club auf etwas stoßen. Wiederum kein dummer Gedanke. „Es wäre wahrscheinlich keine leichte Aufgabe, denn die würden bestimmt nicht so einfach einer wildfremden Person etwas über Jones erzählen. Doch für den Anfang wäre es doch auf diese Weise möglich herauszufinden, ob Fawley oder Greengrass überhaupt von Jones' Aufenthaltsort wissen. Wenn sie selbst keine Ahnung haben, dann müssen wir sowieso eine neue Spur finden.“, sponn sie die Überlegung weiter. Es war tatsächlich untrealistisch, hierbei eine Möglichkeit zu finden, bei der sie an Informationen kamen und sich nicht in Lebensgefahr brachten, schließlich handelte es sich dabei ja auch um äußerst gefährliche Leute. Und wenn diese Art von Plan zu einem spruchreifen Vorhaben werden sollte, wäre ihnen wohl auch allen klar, dass es weder Elion noch Alistair möglich wäre, sich undercover im Rabbit's Hat anstellen zu lassen. Neela selbst würde sich dafür sofort bereit erklären, doch wusste sie auch, dass ihr bester Freund sie lieber in Sicherheit wissen würde, weswegen ihre eisblauen Augen sich auf Elion richteten. „Was meinst du dazu?“, fragte sie ihn dann, denn wenn ihm noch ein Grund einfallen sollte, wieso diese Idee auch keine Früchte bringen sollte, mussten sie ohnehin weiterdenken. Hielt er das Ganze aber für einen wagenswerten Versuch, durfte er sich nicht von seiner Sorge um sie beirren lassen.
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Elion Hákon Rowan
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BeitragThema: Re: Confusion never stops, closing walls and ticking clocks.   Di 30 Jan 2018 - 18:06

…und da Jones noch immer erfolgreich ist, scheint die Hexe sein blindes Vertrauen tatsächlich zu verdienen“, führte Elion die Überlegung des anderen Mannes weiter. Alistair hatte recht, die Fawley musste eine bedingungslos loyale Mitarbeiterin des Giftmischers sein. Der Schwede war sich sicher, dass eine solche Person nicht so schnell aus dem Nähkästchen plaudern würde. Auch in Elions Kopf schwirrte immer wieder die Möglichkeit eines gewaltsamen Vorgehens herum. Als Goodwill ihm damals gesagt hatte, dass man selbst ohne Moral und Regeln spielen müsse, wenn man gegen jemanden siegen wollte, der eben dies tat, hatte Elion den Schüler entschieden zurückgewiesen. Der Schwede hatte mit Sicherheit keine weiße Weste, aber er trug ein gewisses Maß an Moralvorstellungen in sich und war sich sicher, dass man sich einem schlechten Menschen nicht anpassen musste, um über diesen triumphieren zu können. Dennoch schien Gewalt ein einfacher Weg zu sein, welcher schneller zum Ziel führen würde, weshalb es Elion immer mehr Mühe kostete, diese Möglichkeit nicht in Betracht zu ziehen.
Alistairs Idee jemanden einzuschleusen und Neelas Ausführungen dazu, ließen den Professor erneut stumm nicken. Er ließ die Worte seiner Verbündeten zunächst unkommentiert. Vor seinem geistigen Auge ging er das zur Debatte stehende Vorgehen durch und stieß dabei auf ein Detail, welches ihm ganz und gar nicht gefiel. Es gab nur eine Person im Raum, welche für die verdeckte Arbeit im Rabbit’s Hat in Frage kam und diese Erkenntnis ließ den Schweden die Zähne angespannt zusammenbeißen. Er wusste, dass Neela auf sich aufpassen konnte. Sie war darin sogar deutlich besser als er selbst. Dennoch missfiel es ihm zutiefst, dass der einzig plausibel klingende Plan, um Alistairs und Elions Köpfe aus der Schlinge zu ziehen, darin bestand, dass Neela ihren riskierte. Der werdende Vater könnte es sich nie verzeihen, wenn der besten Freundin bei diesem Unterfangen etwas zustoßen würde. Doch diese schien entschlossen und forderte Elion auf seine Meinung zu der Sache zu äußern.
Der blonde Zauberer verzichtete darauf den Grund für sein Zögern zu verbalisieren. Die Schwedin wusste genau was ihm Sorgen bereitete. Sie kannte ihn einfach zu lange und zu gut. „Du weißt, dass mir das nicht gefällt“, erkaufte er sich noch ein wenig Zeit. Doch ein anderer Plan kam ihm nicht in den Sinn. Es wäre klug zunächst herauszufinden, ob Fawley oder Greengrass etwas wussten. An diesem Schritt führte kein Weg dran vorbei. Missmutig stieß der Mann mit der Verletzung am Kopf die Luft aus seinen Lungen. „Könnte funktionieren“, äußerte er sich schließlich knapp, ohne den Blick von den eisblauen Augen der Schwedin abzuwenden. Die Sorge wollte nicht verschwinden und das würde sie auch in Zukunft nicht, weshalb Elion wohl oder übel lernen musste, dass er nicht die Entscheidungen für andere treffen konnte. „Wehe du kommst da nicht wieder an einem Stück raus“, drohte er schließlich mit dem Versuch eines Lächelns.
Gibt es noch andere Spuren, um mehr über deine Vergangenheit herauszufinden?“, wendete er sich schließlich an den anderen Mann. „Ich hasse es tatenlos rumzusitzen.“ Es war deutlich einfacher seine Sorgen zu vergessen, wenn man irgendwo auf der Straße einem Attentäter entkommen musste, weshalb Elion es bevorzugte selbst einer Aufgabe nachgehen zu können.
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Casper King
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BeitragThema: Re: Confusion never stops, closing walls and ticking clocks.   So 4 Feb 2018 - 22:58

Niemand sprach es so direkt aus, und doch lag es auf der Hand. Die einzige Person, die in den Hasenhut geschleust werden könnte, wäre Neela, und dies gefiel sowohl dem Schweden als auch dem Briten nicht, wenngleich letzterer nicht einmal einen rationalen Grund für dieses Missfallen hätte. Ihn störte einfach der Gedanke, sich nicht selbst darum kümmern zu können und die Sache auf seine Art zu lösen. Am liebsten hätte er das Ding gestürmt und den nächstbesten Barkeeper mit seinem Zauberstab bedroht, allerdings schien der Laden voll mit loyalen Anhängern von Jones zu sein, weshalb dieses Vorhaben definitiv tödlich für den dunkelblonden Zauberer enden würde. Nein, in der Festung des Bösen musste man clever vorgehen, wenn man weit kommen wollte, und Impulsivität wäre definitiv die falsche Eigenschaft, wenn man Erfolg anstrebte. Jones musste mit seinen eigenen, hinterhältigen Waffen geschlagen werden, weshalb Alistairs ersehnter Frontalangriff nicht zur Debatte statt. Allem Anschein nach war der Giftmischer eine Schlange, die ohne viel Aufsehen durch das Leben glitt und damit jahrelang erfolgreich gewesen war, also war es nun an der Reihe seiner Feinde, sich davon eine Scheibe abzuschneiden.
"Danke, Neela", tropfte die tiefe Stimme Alistairs über seine Lippen, wobei er ihr in die Augen sah, um ihr zu verdeutlichen, dass er um die Gefahr, der sie sich aussetzte, durchaus wusste und dies auch schätzte. Sie war die einzige in diesem Raum, die es sich nicht mit Jones verscherzt hatte, und doch war sie nun diejenige, die sich in die Höhle des Löwen begeben musste, damit sie ihn finden könnten. Es fühlte sich für den Prince unfassbar feige an, eine Frau vorzuschicken, doch die Tatsache, dass sie sich freiwillig meldete, konnte ihn zumindest ein wenig darüber hinweg trösten. "Pass auf dich auf." Nervös presste er die Kiefer aufeinander, weshalb er etwas nuschelte, aber dann zeigte sich ein leichtes, schiefes Grinsen auf den von Bart umrahmten Lippen. "Und sollte es Probleme geben, sag Bescheid und ich misch mich ein." Das war ja auch das mindeste, was er nach allem für seine Lebensretterin tun könnte.

Auf Elions Frage hin zuckte der Brite nur unschlüssig mit den Schultern. Beim Elternhaus war er gewesen und dort hatte er zwar vieles herausfinden können, allerdings war die einzige Ansprechpartnerin, die vielleicht wüsste, was er in den letzten 19 Jahren getrieben hatte, seine Schwester. Und jene konnte er nicht kontaktieren, da sie diejenige war, die den Kontakt aufnehmen müsste - schließlich konnte es ja sein, dass sie nicht im Guten auseinander gegangen waren und sie deshalb nichts von seiner Rückkehr wissen wollte.
"Mir sind derzeit selbst die Hände gebunden. Als wir heute in Yorkshire beim Haus meiner Eltern waren, habe ich herausgefunden, dass meine Schwester noch lebt, doch ihr Freund bot mir nur an, dass sie den Kontakt herstellen würde, sollte sie Interesse daran haben. Ich habe die Hoffnung, dass sie all meine Fragen beantworten kann, aber wenn du möchtest, könnten wir uns in der Zwischenzeit weiter auf Spurensuche begeben, auch wenn ich nicht wüsste, wie oder gar wo. Ich mein... Winkelgasse können wir wohl vergessen. Wir müssen es deinen Attentäter-Freunden ja nicht unnötig leicht machen."
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Neela Vivia Lundin
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BeitragThema: Re: Confusion never stops, closing walls and ticking clocks.   Do 8 Feb 2018 - 1:48

Ja, natürlich wusste die Schwedin, was in Elions Kopf vorging, als er nicht sofort auf ihre Frage antwortete. Nicht nur weil das Ministerium ihnen keine Vorteile versprechen würde, hatten sich die Männer dagegen ausgesprochen, sie dort hineinzuschleusen. Und ja, es rührte Neela auch, dass sowohl Elion, als auch Alistair sich solche Sorgen um sie zu machen schienen, doch würde sie sich aus diesem Unterfangen keineswegs heraushalten. Immerhin war sie es gewesen, die Alistair gefunden und ihn gesund gepflegt hatte und auch ihren besten Freund hatte sie nun schon mehrmals zusammengeflickt und war mit ihm in der Nokturngasse angegriffen wurden. So gesehen steckte sie schließlich ohnehin schon in der Sache mit drinnen, doch hatte sie nach wie vor die Position inne, dass Jones mit ihrem Namen wohl nicht viel anfangen konnte und das mussten sie einfach ausnutzen. Und je länger Elion seine Antwort verzögerte, desto sicherer wurde sich die Blonde, dass auch ihm bewusst wurde, dass sie kaum eine andere Möglichkeit hatten. Dennoch sagte sie nichts, sondern ließ ihn in Ruhe grübeln, ehe er schließlich einlenkte und zumindest meinte, dass es funktionieren könnte. Das reichte ja schon einmal, auch wenn die Art des Ausgangs wohl nun von ihr abhing. Möglicherweise könnte man wohl argumentieren, dass Neela dazu tendieren könnte, die Situation nicht ernst genug zu nehmen, wo sie doch nicht weit genug drinnen steckte, doch den Angriff, dem sie und Elion zum Opfer gefallen waren, hatte sie nicht vergessen und auch nicht, mit welcher Skrupellosigkeit jene Attentäter gearbeitet hatten. Es war damals schon knapp gewesen, dass sie überhaupt heil aus der Sache herausgekommen waren, weshalb sie sich jeden ihrer Schritte wohl sehr genau überlegen musste. Kein leichtes Unterfangen für die Chaotin, doch sie wusste, wie viel auf dem Spiel stand.

„Die wichtigen Stücke werden schon dran bleiben.“, erwiderte sie schließlich in einem scherzhaften Tonfall auf die Worte des Schweden und grinste ihn an. „Mach dir keine Sorgen.“ Dann war es Alistair, der sein Wort an sie richtete und ihr Kopf drehte sich zu ihm, während ihr Lächeln wärmer und sanfter wurde. „Ich hoffe, ich kann etwas in Erfahrung bringen.“, sagte sie, denn ihr weiteres Vorgehen hing allein davon ab, wie viel sie Fawley und Greengrass aus der Nase ziehen konnte und sie wollte den ehemaligen Todesser auf keinen Fall im Stich lassen. Seine gepressten Worte, dass sie auf sich aufpassen solle, beantwortete sie mit einem leichten Nicken und schenkte ihm noch ein Zwinkern, ehe Elion es war, der sich nach weiteren Möglichkeiten zur Informationsbeschaffung erkundigte. Es wäre wohl praktisch gewesen, wenn sie alle an irgendetwas hätten arbeiten können, doch leider hatten die Erkenntnisse aus Alistairs Elternhaus nicht viel mehr hergegeben, als den Bezug zu Fawley. Es blieb zu hoffen, dass seine Schwester Cailin sich mit ihm in Verbindung setzte, doch bis es soweit war, konnten sie wohl nur abwarten. „Wenns geht, lasst euch nicht umbringen, bevor ich etwas in herausgefunden habe.“, wandte sie sich nun wieder an Elion und ihr Blick fiel schließlich nochmals auf seine Stirnwunde. „Achja und übrigens...“ Dann zog sie ihren Zauberstab aus ihrer Jeans und richtete jenen mit einem Schlenker auf Elions Stirn. Sofort heilte die Wunde wie von selbst, bis nach weniger als zwei Sekunden nichts mehr davon übrig war. „So kann ich dich ja wirklich nicht rumrennen lassen.“, fügte Neela frech schmunzelnd hinzu.
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Elion Hákon Rowan
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BeitragThema: Re: Confusion never stops, closing walls and ticking clocks.   Do 8 Feb 2018 - 20:46

Elion nickte mit sichtlicher Skepsis im Blick, als die Infiltration des Rabbit's Hat endgültig beschlossen worden war. Ihm gefiel es nicht Neela in Gefahr zu bringen und daran würden auch ihre Worte nichts ändern können. Er kannte aber ihre sture Art und sah zudem ein, dass der Plan die beste Option war, die die kleine Gruppe hatte. Dennoch würde er die Sache erst dann gutheißen können, wenn die Schwedin die Informationen erhalten hatte und unbeschadet aus dem Club zurückkehrte. Bis dahin musste er sich mit diesem unangenehmen Bauchgefühl, welches der Gedanke, dass ihr etwas passieren könnte, gab, abfinden. "Riskiere nicht zu viel." Eine knappe Warnung, welche noch einmal unterstreichen sollte, dass keine Information wichtiger war als ihr Neelas Wohlergehen. Auf keinen Fall durfte der Preis für die Lösung des Jones-Problems das Leben der Freundin sein.

Auch die Suche nach Alistairs Vergangenheit bot keine weiteren Spuren, welchen die beiden Männer hätten nachgehen können, während Neela sich in die Höhle des Löwen begeben würde. Der Mann mit dem lückenhaften Gedächtnis konnte nur darauf warten, dass seine Schwester Kontakt zu ihm aufnehmen würde und ob das jemals geschah, stand noch in den Sternen. Die zweite Spur war Wilma Fawley und diese fiel nun in den Aufgabenbereich von Neela. Für Alistair und Elion blieb also nichts übrig, was sie in dieser Sache tun konnten. Das bedeutete für Alistair, dass er sich so gut es ging verborgen halten sollte, während Elion noch einige andere Dinge zu erledigen hatte, die allerdings nichts mit Jones zu tun hatten. „Dann sollten wir auf Neela hören und uns so lange nicht umbringen lassen“, stellte er fest, während die Schwedin sich um die Wunde an seiner Stirn kümmerte. Es war keine schwere Verletzung gewesen, aber es war dennoch praktischer, wenn ihn im Schloss keiner nach dieser Wunde fragen konnte. „Danke. Wenn ich dich nicht hätte.“ Dann würde er vermutlich leblos in der Nokturngasse liegen, denn schon dort hatte sie ihm das Leben gerettet. Doch ob er zum Zeitpunkt dieses Angriffs überhaupt noch gelebt hätte, wenn es Neela nicht geben würde, war eine andere Frage.
Der Schwede, der noch immer seine Schuhe und den dünnen Mantel trug, mit welchem er zur Tür reingekommen war, erhob sich schließlich vom Sofa. Die Besprechung der drei Verbündeten hatte zu einem Plan geführt und nun blieb nichts anderes übrig, als auf Neelas Erfolg zu warten. „Ich muss noch etwas erledigen.“ Elion zog den Dolch hervor, den Nellie mit dem Basiliskengift angefertigt hatte und grinste die beiden kurz an. „Es gibt da noch einen anderen Psychopathen, der dringend eingesperrt werden muss.“ Der Schwede hatte bereits die Tür des Wohnzimmers erreicht, als er sich noch einmal umdrehte. „Ich bleibe einige Nächte im Schloss. Ihr könnt aus meinem Zimmer ein Gästezimmer machen.“ Dann richtete er sich direkt an Neela: „Sei bitte vorsichtig.“ Kurz darauf war die Tür der Wohnung zu vernehmen und der Schwede war so schnell verschwunden, wie er erschienen war.
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BeitragThema: Re: Confusion never stops, closing walls and ticking clocks.   Do 8 Feb 2018 - 22:00

Sorgsam und doch unauffällig tasteten die grünen Iriden das Antlitz Neelas ab, als wollte Alistair so herausfinden, welche Stücke ihrer Meinung nach denn die wichtigsten wären, doch er kam zu dem Entschluss, dass es an dem Körper der hübschen Schwedin nichts gab, was fehlen dürfte. Er wusste nicht, ob es in den letzten 19 Jahren möglicherweise eine Charaktereigenschaft von ihm geworden sein könnte, auf kleine Details zu achten, doch in diesem Moment tat er es - und er zelebrierte sie regelrecht. Sie Art, wie ihre blauen Augen ihre Nuance im warmen Wohnzimmerlicht änderten, die Kurve, die ihre Lippen beim Lächeln zeichneten und die grazile Art, wie sie ihre Hände benutzt hatte, als sie ihr Glas abgestellt hatte. Alles klitzekleine Belanglosigkeiten, die der alte Alistair wohl nie bemerkt hätte. Doch nun saß er hier und war von diesen Belanglosigkeit fasziniert, als hätte er noch nie etwas aufregenderes gesehen. Geistesabwesend erwiderte er ihr warmes Lächeln, worauf er sich ein wenig nervös das rechte Ohrläppchen rieb. Dass sie auf sich aufpassen konnte bezweifelte der Brite nicht - und doch machte er sich Sorgen.
Gleichzeitig schien die Blonde sich Sorgen um Ihren besten Freund und Alistair zu machen, oder zumindest suggerierten dies ihre Worte, dass sich die Männer nicht umbringen lassen sollten, bevor sie etwas herausgefunden hatte. Ein Schmunzeln stahl sich auf die von Bart umrahmten Lippen, wobei der Blick des dunkelblonden Hünen kurz zu Elion schnappte. Ja, sie sollten auf die clevere Schwedin hören. Sie schon von den dreien immer noch die Klügste zu sein.
"Ich glaub, du bist 'n Experte darin, dich nich' umbringen zu lassen. Es gibt was dich betrifft also nix zu befürchten. Und ich halte mich derweil einfach von der magischen Welt fern", kam es in rauer Freundlichkeit von dem Prince, worauf er bewundernd beobachtete, wie Neela mühelos die Wunde an Elions Kopf mit einem Zauber verschwinden ließ. Sie hatten nun also einen Plan und dieser hing komplett von Neela ab. Eigentlich hätte Alistair liebend gern irgendwie geholfen, doch leider fiel ihm nichts ein, womit er seiner Lebensretterin dienen könnte.
Den Abend hätten sie ruhig noch zu dritt ausklingen lassen können, doch Elion hatte scheinbar noch andere Pläne. Pläne, hinter denen wohl ein großes Abenteuer und eine gewisse Gefahr steckten, wie der Dolch, der just nach dem Aufstehen des Schweden gezogen wurde, suggerierte. Interessiert und ein wenig irritiert lupfte der Brite eine Augenbraue, allerdings stellte er keine Fragen, da er glaubte, dass ihn die Story dahinter ohnehin nichts anginge. Scheinbar tanzte Elion auf mehreren Hochzeiten, wenn es um die Jagd irgendwelcher Irrer ging, doch dies war möglicherweise auch nötig, damit er seiner eigenen Hochzeit überhaupt beiwohnen könnte.
"Viel Erfolg - - und danke", kam es nur ernst von Alistair, worauf der Schwede sich auch schon verabschiedet hatte und durch die Eingangstür verschwunden war, sodass der Dunkelblonde mit der schwedischen Schönheit wieder allein war. Ein wenig irritiert sah der bärtige Hüne noch auf die Tür, worauf er ein wenig ungläubig den Kopf schüttelte. "Ein cooler Typ, aber es fällt mir schwer zu glauben, dass er Vater wird. Gibt aber bestimmt 'ne coole Story, die er seinem Kind später erzählen kann. Ich mein, 'nen Psychopathen erdolchen - macht bestimmt Eindruck." Freundlicher Sarkasmus ummantelte die Worte des Älteren, wie das Schmunzeln auf seinen Lippen auch deutlich kennzeichnete. Dann stand er auch auf und streckte sich, worauf er den neu gekauften Zauberstab zog und schwenkte, damit die Gläser mithilfe der Magie in die Küche schwebten. Es war ein langer Tag gewesen und er wollte sich ganz gern noch mit den Fundsachen aus seinem alten Zimmer auseinandersetzen, zumal er nicht vergessen hatte, dass Neela ihm für den nächsten Morgen ein Trainingsprogramm versprochen hatte, für welches er wohl lieber fit sein sollte, schließlich wusste er nicht, wie es mittlerweile um seine Kondition stand. "Also dann, ich nehm' Elions Angebot, sein Schlafzimmer zu nutzen, zu gern wahr. Nichts gegen die Couch, die is' echt bequem, aber ich hätt' jetzt echt nichts gegen 'n richtiges Bett." Wer wusste schon, wann er das nächste Mal die Gelegenheit, in einem solchen zu liegen, bekommen würde, sollte Neela ihn doch irgendwann rauswerfen wollen? "Wo finde ich Kram, um es frisch zu beziehen?"
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Neela Vivia Lundin
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BeitragThema: Re: Confusion never stops, closing walls and ticking clocks.   Do 8 Feb 2018 - 23:18

Dass Neela sich also im Rabbit's Hat einschleusen lassen musste, schien mit der Zustimmung der Männer beschlossene Sache und die Hexe fühlte sich gut dabei, etwas zu dieser Mission beitragen zu können. Es ging ihr nicht darum, unbedingt in etwas integriert werden zu müssen, dass sie eigentlich nicht betraf, sondern sie wollte einfach helfen. Elion sowieso und seit dem gestrigen Abend auch Alistair. Deshalb war sie umso glücklicher, dass die beiden dies auch zuließen, obwohl sie in den Augen ihres besten Freundes ganz deutlich sehen konnte, dass es ihm nach wie vor missfiel, keinen besseren Plan zu haben. „Darin bist du doch schon der Experte.“, scherzte sie, als Elion sie davor warnte, zu viel zu riskieren. „Ich pass schon auf mich auf.“, versprach sie dann aber trotzdem noch, denn Elion sollte auch nicht denken, sie würde die Sache nicht ernst nehmen. Im Gegenzug beruhigte es die Blonde jedoch selbst, dass Elion und Alistair sich erst einmal eher aus allem heraushielten, schließlich gab es zur Zeit wirklich kaum weitere Spuren, mit denen sie etwas anfangen könnten und es zahlte sich nicht aus, sich in Gefahr zu bringen, wenn man gar keine Chance hatte, dabei etwas herauszufinden. Es hing also alles von ihr ab und sie nahm sich vor, sich bald ein Herz zu fassen und das Rabbit's Hat aufzusuchen. Wie bereits erwähnt war sie gerade erst aus Schweden gekommen, da könnte es genauso ein Zufall gewesen sein, dass sie ausgerechnet in diesem Etablissement nach einem Job ansuchte. Irgendwie würde sie sich dort schon verkaufen.

„Dann würdest du bei deiner Hochzeit längst nicht mehr so hübsch aussehen.“, beendete Neela Elions Satz, was wäre, wenn er sie nicht hätte und lachte ein wenig. Wobei man hierbei nicht vergessen durfte, dass auch er ihr in der Nokturngasse das Leben gerettet hatte, also waren sie diesbezüglich mehr als quitt. Schließlich erhob sich der Schwede mit einem Mal und verkündete, dass er noch eine andere Rechnung mit einem Psychopathen offen hatte, woraufhin die Blonde erst einmal überrascht die Augenbrauen nach oben zog. Das schrie ja schon förmlich nach weiteren Verletzungen, doch obwohl man ihr wahrscheinlich erneut ansehen könnte, dass sie das nicht wirklich guthieß, sagte sie nichts darüber, sondern nickte nur sanft. „Du auch.“ Dann war er auch schon verschwunden und Alistair und Neela blieben alleine zurück. Die Schwedin hatte mittlerweile jegliches Zeitgefühl verloren, doch da die Dämmerung sich schon angekündigt hatte, als sie zuvor vom Einkaufen zurückgekommen waren, würde es nun wohl schon recht spät sein.

Als Alistair sich schließlich über Elion äußerte, musste Neela schmunzeln. „Er war sich selbst unsicher, ob er wirklich so einen guten Vater abgeben würde. Glaubt man gar nicht, wo er doch sonst keinerlei Unsicherheit zeigt. Aber ich weiß, wie er immer mit seiner kleinen Schwester umgegangen ist, er hat ein gutes Herz und wird sicher ein wahnsinns Vater.“, sagte sie und fixierte noch einen Augenblick lang mit warmen Augen die Türe. Ja, sie hatte Elion auch sehr vermisst und jetzt wo sie wusste, in was für Machenschaften er verwickelt war, war sie noch dazu froh, dass er nicht gestorben war, als sie sich noch in Schweden aufgehalten hatte. Als Alistair dann aufstand und Elions Angebot bezüglich des Schlafzimmers anzunehmen gedachte, tat Neela es ihm gleich und streckte sich ebenfalls einmal durch. Der Tag war wirklich sehr ereignisreich gewesen, da würde es ihnen wohl beiden gut tun, dem Unterbewusstsein die Möglichkeit zu geben, all das zu verarbeiten. „Das wird dir wohl niemand verübeln können.“, erwiderte sie lächelnd und zog ihrerseits nochmals den Zauberstab, um den leeren Pizzakarton auf direktem Wege in den Müll fliegen zu lassen. „Ähm ich glaube in der untersten Schublade der Kommode müsstest du fündig werden, was frische Bezüge angeht. Wenn du etwas brauchst, kannst du dich aber auch jederzeit melden. Ich bin ja nicht weit weg.“, klärte sie ihn auf und zwinkerte ihm zu.
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Casper King
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BeitragThema: Re: Confusion never stops, closing walls and ticking clocks.   Fr 9 Feb 2018 - 20:55

Ein Schmunzeln schlich sich auf die Lippen des dunkelblonden Zauberers, als Neela ihre Einschätzung bezüglich Elions Rolle als Vater abgab. Wenn sie in so hohen Tönen von ihm sprach, musste da wohl was dran sein, doch Alistair selbst hatte sich ja davon überzeugen können, dass Elion ein korrekter Kerl war, der vielleicht nicht immer alles in Griff aber irgendwie - im gewissen Maße und auf seine eigene Art und Weise - unter Kontrolle hatte. Es war paradox, aber solang es funktionierte, würde Alistair den Blonden nicht für seinen gefährlichen Lebensstil verurteilen.
Nachdem er und Neela grob die Spuren des Abendessens vernichtet hatten war es also an der Zeit, sich für den heutigen Tag zu verabschieden. Es war ein Tag der Erkenntnisse gewesen, doch nun waren sie was seine Vergangenheit anging in einer Sackgasse gelandet, deren blockierende Mauer nur von Cailin gesprengt werden könnte. Zwar hoffte der Dunkelblonde, dass sie ihm die fehlenden Antworten liefern könnte, doch ein kleiner, leiser Teil in ihm fürchtete sich auch davor, dass das, was er in den letzten 19 Jahren getrieben hatte, einen Keil zwischen ihn und seine Lebensretterin treiben würde. Wie ein treuer Hund sah er zu ihr auf und wollte ihr nicht von den Fersen weichen, sondern sie schützend begleiten, um ihr das zu geben, was er ihr gegeben hatte. Sie hätte es wahrscheinlich nie so nötig wie er in den letzten 24 Stunden, doch sollte das Schicksal auch einmal mit ihr übel mitspielen, so wäre er da, um das üble Spiel zu beenden. Und angesichts ihrer geheimen Mission blieb die Befürchtung, dass sie mit Rückschlägen rechnen müsste, nicht aus. Was allerdings blieb war die Hoffnung, dass sie den Hasenhut lebend verlassen würde.
Doch bevor es für sie losgehen würde, brauchten sie beide erst einmal eine ordentliche Portion Schlaf. Und Alistair würde die seine in dieser Nacht nicht auf der Couch bekommen, sondern in dem freundlicherweise zur Verfügung gestellten Bett von Elion.
"Alles klar", brummte Alistair dann mit einem knappen Nicken, worauf er die Schultern kurz anzog und die Lippen öffnete, um etwas zu sagen, allerdings machte er dann doch einen Rückzieher, schenkte Neela stattdessen ein warmes Lächeln und schnappte sich die Einkäufe vom Nachmittag, um mit diesen zur Tür des Schlafzimmers von Elion zu gehen. Im Türrahmen angekommen drehte er sich allerdings doch noch einmal zu der blonden Schwedin um. "Morgen um acht werd' ich dann für das Training bereit sein, Coach." Mit zwei Fingern der rechten Hand salutierte er scherzeshalber, worauf er auch schon im Inneren des Schlafzimmers verschwand, um sich dort einzurichten, das Bett frisch zu beziehen und sich weiter mit den Fundsachen aus seinem alten Zimmer zu beschäftigen. Da er sich Notizen machte, um die Puzzleteile, die er gefunden hatte, zusammenzufügen, und diese in kleinen Clustern an den Wänden verteilte, schlief er erst sehr spät in seinem eigenen kleinen Chaos ein. Und doch hatte er nicht vergessen, sich einen Wecker zu stellen, sodass er sein Training mit Neela garantiert nicht verschlafen würde.


ENDE
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