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 Eine diplomatische Konspiration

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Chase Logan Campbell
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BeitragThema: Eine diplomatische Konspiration   Sa 30 Sep 2017 - 1:05

Eine diplomatische Konspiration
Nash (von William geschrieben), Gwyneth & Chase | 16.05.15 | privat | Schicksal: nein

Es war weniger als eine Woche her, dass die Schlangen über ihre Gefühle gesprochen hatten und obwohl die beiden nun ein Paar waren, hatte sich an dem gemeinsamen Umgang nichts geändert. Sie waren nicht ein Paar statt beste Freunde, sondern ein Paar und beste Freunde. Eine Kombination, welche der eigentliche Beziehungsmuffel Chase mittlerweile zum absoluten Jackpot erklären würde. Abgesehen davon, dass nun auch in der Öffentlichkeit ein deutlich näherer und vertrauterer Umgang zwischen Gwen und Chase herrschte, war alles beim alten geblieben. Und auch wenn die Beziehung noch frisch war, war sich der Campbell-Erbe sicher, dass sie Bestand haben würde.
Dennoch wusste der Slytherin auch, dass die Ferien in einem Monat kommen würden und dass diese eine längere Trennung des frischen Paares bedeuteten. Chase Eltern würden den Kontakt wohl kaum zulassen und die Konsequenzen für eine Flucht aus dem Elternhaus kannte er nur zu gut. Dazu kam noch, dass er seine Geschwister auf keinen Fall alleine bei den gemeinsamen Eltern zurücklassen wollte. Noch nicht einmal für einen Tag.
Auch an diesem Wochenende suchten die frisch Verliebten nach ein wenig Zweisamkeit. Natürlich hätten sie wieder auf ihr speziell eingerichtetes Zimmer zurückgreifen können, doch das Wetter war gut und ein Ausflug in den verbotenen Wald erschien spannend und verlockend. Das war der Grund, welcher die beiden am frühen Nachmittag aus dem Schloss, vorbei an den Gewächshäusern und der Wildhüterhütte, direkt in den Wald führte. Nachdem die beiden auch von Wildhüter Adams nicht erwischt worden waren, war Chase sich sicher, dass sie nun keine Probleme mehr bekommen würden. An die Einwohner des Waldes hatte er dabei nicht gedacht. Aber wer traute dem Teilnehmer einer "Todespunkt Challenge" schon zu, dass er realisierte, dass der Wald aus einem gerechtfertigtem Grund verboten war.
"Wir sollten uns demnächst mal nach einem ruhigen Platz am See umschauen. Für den Winter besorge ich wieder das Passwort für das Bad der Vertrauensschüler", schlug Chase vor neckisch vor, während er Gwen tiefer in den Wald führte, wobei er wenig elegant über eine Wurzel stolperte und sich nur mit Mühe daran hinderte zu Boden zu gehen. "Das war geplant", verkündete er wenig überzeugend und setzte sein altbekanntes Grinsen auf.
Die beiden erreichten eine große Lichtung, welche von einzelnen Sonnenstrahlen der Nachmittagssonne erreicht wurde und abgelegen genug war, damit sie andere Schüler mit ähnlichen Plänen nicht finden konnten. "Hier sollten wir ungestört sein", stellte der blonde Zauberer mit einem koketten Grinsen fest und verhinderte eine direkte Antwort seiner Freundin durch einen Kuss.
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Gwyneth Johnson
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BeitragThema: Re: Eine diplomatische Konspiration   So 1 Okt 2017 - 23:21

Man konnte wohl zurecht behaupten, dass die Tatsache, dass Gwen nun mit ihrem besten Freund seit Jahren in einer festen Beziehung steckte zu jenen Dingen gehörte, die die blonde Hexe wohl nie vorher gesehen hätte. Ja, es waren schon öfter Gerüchte über die Schlangen im Umlauf gewesen und nachdem sie ihre Freundschaft ein wenig vertieft hatten, wäre dies vielleicht das erste Anzeichen dafür gewesen, dass daraus etwas Festes entstehen könnte, doch trotzdem war sich Gwyneth stets sicher gewesen, dass sie keine ernsten Beziehungen führen wollte und schon gar nicht ihre Freundschaft zu Chase aufs Spiel setzen würde. So konnte man sich irren, denn vor fast einer Woche war das unvermeidliche eingetreten und die Slytherins hatten sich ihren tiefer gewordenen Gefühlen stellen müssen. Dass dies erst dank Peeves geschehen war, machte die Sache fast noch unglaubwürdiger, doch trotz allem musste Gwen zugeben, dass sie mehr als glücklich über jene Wende der Ereignisse war. Sie hatte sich nicht ohne Grund in Chase verliebt und anstatt von besten Freunden zu einem unausstehlich kitschigen Paar zu werden, hatten sich die beiden in ihrem Umgang zueinander kaum verändert. Der Vorteil war natürlich, dass sie sich nun nicht mehr verstecken mussten, doch in erster Linie waren die Schlangen immer noch Freunde, was jeglichen Zweifel an der Beständigkeit jener Beziehung ausgelöscht hatte.
Dass die Dinge im Sommer durchaus kompliziert werden könnten war kein Geheimnis, immerhin hatte Gwyneth ja bereits das „Vergnügen“ gehabt, Chase' Vater kennenzulernen und dass jener über die Verbindung der Beiden kaum begeistert sein würde, lag auf der Hand. Im Gegensatz zu Gwens Dad, welcher Chase wohl sofort als Schwiegersohn in die Familie aufnehmen würde, doch es würde sich wohl erst herausstellen müssen, ob sie sich in den kommenden Monaten überhaupt regelmäßig sehen konnten. Dies war mit ein Grund, weshalb das junge Paar nun natürlich jede Gelegenheit nutzen wollte, um Zeit miteinander zu verbringen und so war ihnen am heutigen Tag ein Ausflug in den Verbotenen Wald in den Kopf gekommen. Die Schlangen hatten ja generell schon früher dazu geneigt, ihre heimlichen Treffen durch Übertretungen der Schulregeln noch spannender zu gestalten, weswegen es wohl nur eine Frage der Zeit gewesen war, bis sie den Wald als Versteck auswählen würden und nachdem sie es auch unbemerkt an der Hütte des Wildhüters vorbei geschafft hatten, verschwanden sie rasch zwischen den dichten Bäumen.
„Ein sehr guter Plan, da werden Erinnerungen wach.“, erwiderte Gwen auf die Worte ihres Freundes und zwinkerte ihm kokett zu, schließlich war das Bad der Vertrauensschüler jener Ort gewesen, an welchem sie sich zum ersten Mal näher gekommen waren. Als Chase dann so ungalant über eine Wurzel stolperte, konnte Gwen sich das Lachen nicht verkneifen und stupste ihn frech in die Seite. „Ja ist klar!“ Erwiderte sie kichernd und musste dabei selbst aufpassen nicht ebenfalls über ein paar Äste zu fallen, sie sich in rauen Mengen unter ihren Füßen befanden. Nach ein paar Minuten erreichten sie schließlich eine Lichtung und Chase' Vermutung, dass sie hier wohl niemand so schnell stören würde, wurde auch gleich von einem Kuss besiegelt, welchen Gwen lächelnd erwiderte. Sie schlang ihre Arme um seinen Hals und presste sich eng an den Slytherin, während ihren Lippen ein genießerisches Seufzen entfuhr.
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Chase Logan Campbell
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BeitragThema: Re: Eine diplomatische Konspiration   Mo 2 Okt 2017 - 0:27

Aufgesetzte Enttäuschung war die Reaktion auf die Schadenfreude der blonden Hexe, nachdem Chase über die Wurzel gestolpert war. Eigentlich grenzte es an ein Wunder, dass ihm ein solches Missgeschick erst so spät passierte. Denn wenn er etwas konnte, dann war das tollpatschig sein und Unfälle haben. Es musste schließlich einen Grund dafür geben, dass er die Challenge gegen Dario anführte und mit Sicherheit auch gewinnen würde. Doch der Vorfall war schnell vergessen, als das Paar die Lichtung erreicht hatte. Gwen erwiderte seinen Kuss und kam Chase näher, als dieser seine Arme um ihre Taille legte. Chase würde diese verbotenen Ausreißer in den Ferien vermissen. Es war eine der Konstanten in der Beziehung der beiden und eines der Dinge, die sich auch in ihrer neuen Situation nicht verändert hatten. Die Ferien würden den beiden diese Konstante nehmen und noch so viele andere. Nicht einmal einen Brief könnte Gwen ihm schreiben, ohne befürchten zu müssen, dass dieser in Logans Hände geriet. Der Slytherin war sich jetzt schon sicher, dass er das nicht aushalten würde und dass er irgendeine Dummheit begehen würde. Doch für wen sollte er sonst Dummheiten begehen, wenn nicht für Gwen. Wie sehr die Situation bei den Campbells wirklich eskalieren würde, konnte der junge Zauberer sich in diesem Moment noch gar nicht vorstellen.
Chase legte seine Jacke auf den Boden, um zumindest eine kleine Unterlage zu schaffen. Zudem beschloss er, dass es mittlerweile zu dunkel geworden war und die wenigen Strahlen des Mondes die Lichtung nicht stark genug beleuchteten. Kurzerhand entzündete er einige Hölzer zu einem kleinen Lagerfeuer, welches sowohl Wärme, als auch Licht spendete. Und Licht war dabei wirklich sein Hauptbeweggrund gewesen. Gwen und Chase gehörten nicht zu den kitschigen Paaren, die sich Kerzen anzündeten, nur weil irgendwelche Paare der unausstehlichen Art das für eine romantische Pflicht erklärt hatten. Sie waren für diese kitschige Romantik-Tour beide nicht geschaffen und das war vermutlich auch der Grund dafür, dass die beiden noch vor einer Woche strikt gegen Beziehungen waren. Doch nun konnten sie in einer Beziehung und trotzdem gemeinsam gegen Beziehungen sein. Sie hatte Gefühle füreinander, sie genossen die gemeinsame Zeit und sie amüsierten sich gemeinsam über all die Kerzenfreunde und Liebesgedicht-Fanatiker in ihrer Umgebung. Das war die wohl einzige Form einer Beziehung, welche für die Schlangen in Frage kam.
Unter einem weiteren Kuss ließen die beiden Slytherins sich auf der Jacke nieder und die Annäherungen wurden deutlich ernster, als ein lautes Geräusch auf der anderen Seite der Lichtung dafür sorgte, dass Chase aufblickte. In der Dunkelheit war nichts zu erkennen und das Licht des Feuers reichte nicht weit genug, aber er war sich sicher, dass sich im Schutz der Bäume etwas bewegt hatte. Knackende Äste und ein dumpfes Klopfen, so als würde jemand durch den Wald laufen, hallte über die Lichtung. "Da ist jemand. Wenn das Healy ist..." Es gefiel dem Slytherin ganz und gar nicht, dass irgendjemand ihre Zweisamkeit störte und deshalb tat Chase das, was er am besten konnte: überstürzt handeln, ohne vorher nachzudenken. Er stand auf und griff dabei nach einem kleinen Stein. Nachdem er sich sein Shirt gerichtete hatte, welches bereits weit hochgezogen war, rief er den Geräuschen etwas entgegen: "Wer ist da? Komm raus!" Der Stein wurde einige Herzschläge später in den dunklen Wald geschleudert und verschwand in der Finsternis.
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Gwyneth Johnson
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BeitragThema: Re: Eine diplomatische Konspiration   Fr 6 Okt 2017 - 18:21

Es hatte nicht lange gedauert, bis die Slytherins eng aneinandergeschlungen auf der Lichtung zum Stehen gekommen waren und die Geräusche des Waldes ihrem Vorhaben eine zusätzliche Spannung verliehen. Gwen genoss diesen Teil ihrer Beziehung, denn sie konnte mit Romantik und Kitsch nichts anfangen und würde niemals von Chase erwarten, sie mit Rosenblüten und Kerzen zu überfallen. Abgesehen davon, dass es viel zu leicht war eine romantische Athmosphäre wieder zu zerstören - wie etwa, wenn eine der Kerzen umfiel oder irgendein ungebetener Gast unabsichtlich hereinplatzte. So etwas wollten sich beide Schlangen nicht antun, denn schließlich wussten sie ganz genau, wie besonders sie füreinander waren und legten mehr Wert auf Spaß, als auf Kitsch. Anders würde die Sache zwischen ihnen auch nicht funktionieren, denn sie beide verdrehten gleichermaßen die Augen über jene Paare, die sich ab dem Zeitpunkt des Beziehungsanfangs in schnulzige Kletten verwandelten und nichts anderes mehr im Kopf hatten als Romantik. Man mochte damit argumentieren, dass dies doch quasi der normale „Rosarote-Brillen-Effekt“ am Anfang jeder Beziehung war, doch Chase und Gwen hatten jenen gar nicht gebraucht. Sie kannten sich in- und auswendig und mussten sich deshalb auch nicht verstellen, nur weil sie sich nun als Freund und Freundin bezeichneten. Und das war gut so, denn nichts war an einer Beziehung anstrengender, als die ständigen Gedanken darüber, was der Andere vielleicht über einen denken würde, wenn man sich länger kannte und die tiefsten Geheimnisse miteinander teilte.
Als ihre Tätigkeit im Stehen zu unbequem wurde, zog Chase seine Jacke aus, um ihnen auf dem kühlen Waldboden eine Unterlage zu schaffen und entzündete zudem noch ein kleines Feuer, damit sie nicht gänzlich im Dunkeln sein würden, schließlich war der Wald doch trotz allem in seiner Dichte nicht zu unterschätzen. Kaum waren jene Vorbereitungen abgeschlossen, ließ sich das Paar auf der Jacke nieder und verlor bald jeglichen Sinn für die Umgebung, als plötzlich ein auffallend nahes Geräusch sie unterbrach. Beide blickten auf und Gwen hielt ihren bereits beschleunigten Atem an, um jeglichen Laut in ihrer Nähe aufnehmen zu können. „Der Idiot wird uns doch nicht gefolgt sein...“, murmelte sie genervt, als Chase Brian im Verdacht hatte und erhob sich ebenfalls, um ihre Kleidung zurecht zu zupfen, welche auch längst nicht mehr an Ort und Stelle saß. Dann zog sie ihren Zauberstab und entzündete mit jenem ein Licht, doch auch dieses reichte nicht aus, um durch die Dunkelheit etwas zu erkennen. Auch wenn es bis jetzt ein spannendes Abenteuer gewesen war, sich hier rauszuschleichen, beschlich Gwyneth nun doch ein etwas mulmiges Gefühl und sie wollte sich gar nicht ausmalen, was im Finsteren möglicherweise auf der Lauer liegen könnte. Chase versuchte bereits, jenes „Etwas“ mit einem kleinen Stein aus seinem Versteck zu locken und als dieser in der Dunkelheit verschwand, lauschten die Schüler aufmerksam nach einem Geräusch des Aufpralls. Die Blonde konnte auf Strafarbeiten gut verzichten, doch wenn die Geschichten über jene Monster, die hier im Wald hausen sollten, tatsächlich nicht überspitzt waren, wäre es wohl für sie besser, lediglich vom Wildhüter aufgespürt worden zu sein. Doch vielleicht hatten sie ja auch Glück und es handelte sich nur um eine streunende Katze, die bei dem fliegenden Stein das Weite gesucht hatte. Wie sehr diese Vermutung der Unwahrheit entsprach, wurde leider bereits im nächsten Augenblick klar...
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William Gordon
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BeitragThema: Re: Eine diplomatische Konspiration   So 8 Okt 2017 - 18:41

NPC: Zentaur: Nash Sohn des Rasalas und Thronfolger seines Vaters

Die Nachtpatroullie hatte begonnen und Nash war mit zwei seiner engsten vertrauten losgezogen um in der Nähe des Waldrandes Ausschau nach jungen Schülern zu halten. Er musste den Stamm und seinen Vater davon überzeugen, dass sich die Menschen niemals änderten. Sie war machtbesessene Wesen und würden die Zentauren selbst nach Aushandlung des Friedens nur wieder unterdrücken. Sie waren ihre Feinde und es wurde Zeit das man sie mit allen Mitteln bekämpfte und sich die Freiheit aller Zentaurenstämme zurückholte. Dazu musste er nur Boten zu den Stämmen in der Welt schicken, damit sich die Armeen vereinen und den Zauberern endlich die Macht über die Welt abnehmen konnten. Sie waren nun lange genug die machtvollste Rasse auf diesem Planeten, es wurde Zeit das ein wahrhaftiger Krieger die Spitze übernahm und die Zentauren aus ihrem Elend und der Gefangenschaft befreite. Eines Tages würden die Menschen in Käfigen hausen oder in begrenzten Gebieten die von den Zentauren überwacht wurden und er würde an seines Vaters Stelle treten und allen zeigen, welch heroischer mächtiger Krieger in ihm steckte. Die Sterne des Schicksals standen am rechten Fleck und symbolisierten ein großes Blutvergießen in der Zukunft. Das Schicksal war ihm gnädig und würde ihn auf seinem Kreuzzug gegen die Menschheit tragen. Hoffentlich war sein Bruder nicht so närrisch, um nach der Machtübernahme von Nash weiterhin seine Sympathie zu bekunden. Denn sobald Nash seinen Vater abgelöst hatte, würde er jeden der Sympathie offen für die Menschen äußert und danach handelt zum Verräter des Stammes erklären. Für ihn waren die Zentauren die Rasse die das sagen haben sollten, schließlich waren sie es die mit der Natur eins waren, die in Frieden mit ihr lebten und  nicht wie die Menschen alles zerstörten. Es war Zeit eine gigantische Armee aufzustellen und die Festung der Knechtschaft endlich zu erstürmen. Schon bald würden sie auf den Knien ihn um Gnade anbetteln, während junge Zentaurenjünglinge mit Bewunderung und Begeisterung zu Nash als einen großen Krieger aufsehen würden und ihn vergötterten, ihm nacheiferten und genauso werde wollten wie er. Doch um diesen Frieden zu brechen, musste er es geschickt anstellen und mit List und Argwohn seines Vaters Vertrauen in die Menschen erschüttern. Schließlich würde er sich nie gegen seinen geliebten ehrenvollen Vater auflehnen, er liebte zu sehr dafür und tat alles um ihn stolz zu machen. Nach seinem Tod, würde er Nash von oben zu lächeln können, denn er würde sehen wie Nash aus der Versenkung heraus ein riesiges Reich für die Zentauren erschaffen würde. Eines das den brennenden Untergang der menschlichen Zivilisation zur Folge hätte.

An diesem Abend sollte sich sein sehnlichster Wunsch erfüllen, wie es der Zufall wollte waren tatsächlich zwei sich paarende Menschen in den Wald gekommen und besaßen sogar noch die Frechheit ein Feuer zu entzünden und einen Stein in ihre Richtung zu werfen. Zu seinem großen Entsetzen hatte ihn dieser Stein auch noch getroffen. So war das also, sie verhöhnten die Zentauren und schienen keinen Respekt vor ihnen zu haben, nur weil sie auf diesem Schloss lebten. Sie waren die ideale Opfer für seine Konspiration gegen die Menschheit. Wenn er es geschickt anstellte, würde an diesem Abend endlich der erste Meilenstein gesetzt werden, für seinen neuen Kreuzzug gegen die großen Unterdrücker dieser Welt und sobald die Zentauren den Anfang gemacht hätten, würde es sich nicht lange dauern bis sich Elfen und Kobolde mit auf ihre Seite stellen und gemeinsam würden sie die Menschen ein für alle Mal in die Winde zerstreuen.

Mit dem Stein von Chase, gab er seinen Leuten ein Zeichen, sodass sie ihre Bögen zogen und die Pfeile einspannten. Leise schlich er sich an die Lichtung an und als der Moment gekommen war, ritten sie lautstark hervor und umstellten Weiblein und Männlein. Nashs Leibwächter zielten mit Pfeil und Bogen auf die beiden Kinder, während Nash provokativ den Stein von Chase in der Hand hielt  und sie erbost ansah. "Haltet ein oder ihr werdet niedergestreckt!", sagte er lauthals und musste sich ein Grinsen verkneifen. "Ihr habt die Gesetze des Waldes missachtet und den Thronfolger des Rasalas verhöhnt in dem er mich mit einem Stein beworfen habt. Mit voller Absicht und im vollbesitze eurer geistigen Kräfte, seid ihr eines schmachvollen Verbrechens schuldig. Ihr die ihr den Wald nicht respektiert und Feuer macht, mit Steinen werft und respektlos euch verhaltet, werdet mit uns kommen und euch vor dem Stammesanführer verantworten müssen. Wenn ihr versucht zu fliehen oder Gegenwehr zu leisten, werdet ihr es bereuen. Die Anklage lautet, Brandstiftung und Missachtung des Respekts eines Würdenträgers!", seine kräftige tiefe Stimme war laut und genauso einnehmend wie sein muskulöser Oberkörper. Amüsiert sah er zu den beiden Winzlingen hinunter und es gab ihm eine gewisse Befriedigung die Angst in ihren Augen erblühen sehen zu können. Nichts war schöner als Menschen in Demut und Reue zu erkennen. Bedrohlich und mit wütendem Gesicht stand er vor ihnen und bäumte sich vor Chase noch auf. Ja, er wollte dem männlichen Part deutlich signalisieren, dass er hier das Sagen hatte und der dominantere war.
"Ihr werdet mir widerstandslos folgen. Dank euch kann ich dem Anführer endlich verdeutlichen welch Ungeheuer die Menschen sind. Ihr habt keinen Respekt vor dem Wald, vor der Natur vor uns, aber jetzt werdet ihr ihn lernen und ihn am eigenen Leib spüren! LOS! Vorwärts!", zischte er lautstark und schubste Chase mit seiner Hufe gewaltig nach vorne. So stark das der Junge aufjedenfall Schmerzen haben würde. Das Gesetz, dass Jünglingen kein Leid zugefügt wird, missachtete er hierbei, weil es ihm bei den niederen Menschen sowieso egal war und es laut seiner eigenen Interpretation nur für Zentauren galt.
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Chase Logan Campbell
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BeitragThema: Re: Eine diplomatische Konspiration   So 8 Okt 2017 - 21:35

Als sich Chase gerade ausmalte, wie Brian Healy mit einer Beule am Kopf aus den Schatten hervor kam und Chase sich gemeinsam mit Gwen über den verdienten Treffer amüsieren konnte, kam es ganz anders. Aus der Dunkelheit brach eine Gruppe Zentauren hervor und schloss die beiden Schüler ein. Noch nie zuvor war Chase einem solchen Wesen begegnet. Sie waren in jeder Warnung über den verbotenen Wald enthalten, aber bisher hatte er Übergriffe durch diese Kreaturen immer für Horrormärchen gehalten, um die Schüler von dem Wald fern zu halten. Ein Irrtum, wie sich in diesem Moment zweifelsfrei zeigte. Natürlich sollte das junge Paar nicht irgendwelchen Zentauren begegnen, sondern dem Prinz irgendeines Clans, welchen Chase vermutlich kennen würde, wenn er im Unterricht aufgepasst hätte. Der Campbell-Erbe war schon immer gut darin gewesen unbewusst sehr großen Mist zu bauen, aber dieses Mal hatte er sich tatsächlich selbst übertroffen.
Während er die Frage, ob sich der Verdauungstrakt dieser Wesen im menschlichen oder tierischen Körper befand und wofür der jeweils andere Körperteil diente, verdrängte, dachte er darüber nach, wie er Gwen und sich aus diesem Schlamassel befreien konnte. Doch darin lag nun wirklich nicht seine Stärke. Schwierigkeiten auszulösen war absolut kein Problem. Im Notfall war man Steine nach wiehernden Waldprinzen. Diesen Schwierigkeiten zu entkommen, war hingegen immer reiner Glückssache. Außerdem stellte sich schon die Frage, wie man einen adligen Zentauren ansprach. Zudem schen es sich bei diesem Vertreter um eine ziemlich pingelige Diva zu handeln. Die Situation wäre fast amüsant, wenn die Pferdemenschen nicht mit Bögen auf die Schüler zielen würden.
Erneut drängte sich eine Frage zu der fremden Anatomie auf und obwohl Chase wusste, dass diese Gedanken vollkommen unangebracht waren, musste er zumindest kurz darüber nachdenken, wie sich eine Schwangerschaft bei Zentauren ereignete. Welcher der beiden Bäuche trug das Kind in sich? Auch andere anatomische Aspekte führten immer wieder zu einer Frage: Welcher Körperteil war zuständig und warum nicht der andere?
"Die Gesetze des Waldes missachtet? Muss sich der zukünftige Herrscher des Waldes wirklich von einem Stein bedroht fühlen?" Kaum waren die Worte ausgesprochen worden, wurde Chase klar, dass
es vielleicht nicht so klug war, wenn man diese Wesen noch provozierte. Dennoch setzte dieser ganze Zirkus schon ein sehr verkümmertes Selbstwertgefühl voraus. Wenn er wenigstens wüsste, wie es um die durchschnittliche Intelligenz dieser Wesen bestellt war. Wieder etwas, was er im Unterricht hätte lernen können.
"Könnt ihr nicht diese Bögen runternehmen? Was sollen wir euch denn bitte antun, was eine solche Vorsichtsmaßnahme erfordert, euer Hochhufgeboren?" Und obwohl es diplomatisch begonnen hatte, konnte sich Chase seine letzten Worte nicht verkneifen. "Sind die Dinger klug?", versuchte er sich schließlich in leisem Ton bei seiner Freundin zu erkundigen. Sie schien ohnehin ein großes Interesse für magische Geschöpfe entwickelt zu haben, seitdem dieser schwedische Professor in dem Fach aushalf.
Weitere Provokationen wäre wohl wirklich unangebracht und lebensgefährlich, weshalb jede weitere provokante Idee im Keim erstickt wurde. Dieser Thronfolger schien eine voreingenommen Diva zu sein, weshalb ein Gespräch mit dem erwähnten Stammesanführer vermutlich keine so schlechte Idee war, wenn die Situation nicht tödlich enden sollte. "Alles klar. Wir folgen euch ohne Widerstand. Aber versichert uns im Gegenzug, dass wir unversehrt zum Schloss zurückkehren können!" Mit denen zu verhandeln, welche Bögen auf einen richtete war vermutlich auch eher sinnlos, aber den beiden blieb in dieser Situation kaum etwas anderes übrig.
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BeitragThema: Re: Eine diplomatische Konspiration   Fr 13 Okt 2017 - 0:39

Gwens blaue Augen weiteten sich und das Herz rutschte ihr ein paar Etagen tiefer, als die trappelnden Hufschläge zwischen den Bäumen erklangen und sowie die Zentauren sie nun beide mit gespannten Bögen umzingelten, sog sie scharf die kühle Luft ein. Natürlich war ihr der Thronfolger Rasalas ein Begriff, denn im Gegensatz zu Chase hatte sie immer gut aufgepasst, wenn es um die Geschöpfe des Verbotenen Waldes ging, was nicht zuletzt damit zusammenhing, dass der neue Lehrer dieses Fachs einfach toll aussah, wenn er davon sprach... Trotz allem hatte sie die Sachlage wohl doch auch unterschätzt, sonst hätte sie sich wohl kaum überreden lassen, die Grenze des Waldes verbotenerweise zu betreten, doch war ihr wohl bewusst, dass sie nun womöglich ein Wunder bräuchten, um hier wieder heil rauszukommen. Chase schien den Ernst der Lage entweder zu unterschätzen oder er bewies unbrechbaren Mut, als er dem Zentauren mit gewagter Wortwahl antwortete. „Verscherz' es dir nicht mit denen.“, zischte sie ihm deshalb ins Ohr und griff nach seinem Arm, auch wenn sie wahrscheinlich in jeder anderen Situation über die Bezeichnung des Hochhufgeborenen gelacht hätte.
Doch nun war ihr klar, dass es hier wenig zum Lachen gab und die Art und Weise, wie die Wesen mit ihren Hufen stampften, stellten dies deutlich unter Beweis. Als Chase sie nun auch noch fragte, ob die „Dinger“ klug waren, nickte sie bekräftigend: „Sie gehören zu den intelligentesten Wesen überhaupt.“, klärte sie ihren Freund in warnendem Tonfall auf, ehe sie nun einen halben Schritt nach vorne trat und die Hände ergebend vor dem Zentaurenprinz erhob. „Wir versprechen, dass so etwas nie wieder vorkommen wird und hoffen, Euer Stammesanführer möge uns gegenüber gnädig sein.“, versuchte sie, die Situation ein wenig zu entschärfen, doch an dem „Gespräch“ mit dem Anführer des Stammes würden sie wohl trotz allem nicht vorbei kommen. Auch war es wohl unwahrscheinlich, dass die Zentauren sich auf die Verhandlung einlassen würden, sie unversehrt wieder zum Schloss zurückkehren zu lassen, auch wenn sie streng genommen noch als „unschuldige Fohlen“ zu bezeichnen wären, die im Grunde nicht bekämpft werden durften. Zumindest besagten dies die Prinzipien der Zentauren. Für wie unschuldig sie jedoch noch galten, nachdem sie - wie erwähnt - angebliche Brandstiftung und Missachtung des Respekts eines Würdenträgers begannen hatten, wusste Gwen nicht. Immerhin schien dieser Thronfolger hier schon von vorn herein keine sehr positive Meinung von Menschen zu haben.
Schließlich trat sie wieder zurück an Chase' Seite und nahm seine Hand, während ihre Augen aufmerksam auf den Wesen vor ihnen lagen. In ihrem Fall wäre es wohl klüger, nicht mehr allzu viel zu sagen, denn wenn sie es schafften, vor dem Stammesanführer gut dazustehen, dann würden die anderen sie zwangsläufig laufen lassen müssen, zumindest wenn die Hierarchie noch eindeutig festgelegt war, was zumindest anhand dessen abzulesen war, dass dieser Zentaurenprinz sie nicht auf der Stelle den Riesenspinnen zum Fraß vorwarf.
Als sie schließlich von der Herde in eine Richtung tiefer in den Wald getrieben wurden, blieb ihnen ohnehin nichts anderes übrig, als sich von der Gruppe Zentauren führen zu lassen. „Hoffen wir, dass der Stammesanführer weniger aggressiv ist.“, flüsterte Gwen Chase dabei zu und biss sich auf die Unterlippe. Wenn sie Pech hatten, dann würde dieses kleine Abenteuer nicht sonderlich gut für sie ausgehen. Vielleicht waren sie dieses Mal mit den Regelübertritten doch ein wenig zu weit gegangen...
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William Gordon
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BeitragThema: Re: Eine diplomatische Konspiration   So 19 Nov 2017 - 18:32

NPC Steuerung: Nash, Rasalas, Ricardo, Leibwächter

Nash blickte finster auf diese kleinen schwächlichen Kreaturen hinab, die sich selbst Menschen nannten. Ohne ihre Magie waren sie eben doch nur schwächliche Wesen, deren Existenz der der Zentauren unterstellt sein müsste. Voller Verachtung sah er sowohl Chase als auch Gwyneth an und konnte den Hass den er besaß einfach nicht unterdrücken. Sie waren die perfekten Opfer, um die Beziehungen zwischen seinem Vater und seinem verkorksten Bruder und diesen Winzlingen endgültig abzubrechen. Ricardo war der ältere Bruder und doch schien er wirklich Sympathie für dieses arrogante und minderwertige Volk zu haben,das am besten nur noch auf den Knien herumrutschen sollte, um den Zentauren den größten Respekt zu erweisen. Seine Leibwächter waren ihm treu ergeben, sodass er keine  Scheu haben musste, einen Befehl zu erteilen, der in den Augen seiner Familie als unehrenhaft gelten würde. Die Bögen waren eigentlich auch nicht dazu gedacht sie wirklich zu töten, schließlich würde er sich dadurch selbst schuldig machen und die Konsequenzen als Verbannter akzeptieren müssen. Nein, er wollte sie vorführen und dem Stammesanführer endlich offenbaren, mit welch unehrenhaften Volk er sich bereit war einzulassen. Sollten sie doch alle sterben, die Sterne zeigten jedenfalls an, dass es noch viele Tode geben würde bis der Tag kommen würde, an dem die Menschen endlich ihren rechtmäßigen Platz in der Nahrungskette der Natur wieder einnehmen würden. Wenn es einmal soweit war, würde er auf sie herabblicken und ihnen einmal beweisen wie schwächlich ihre kleinen erbärmlichen Körper doch waren und was sie ohne die Magie gegen ein gestählertes Volk wie die Zentauren ausrichten konnten. Nämlich NICHTS!

Als Nash endlich gehen wollte, wagte es der Junge tatsächlich einfach so zu reden und unflätige Beleidigungen auszusprechen, die ihn so sehr in Wut versetzten, das Nash sich nicht länger zurückhalten konnte. Knurrend drehte er sich auf der Stelle herum und bäumte sich groß vor Chase auf. Seine arroganten Sprüche und die Frechheit von ihnen in der dritten Person zu reden, waren einfach zuviel für den großgewachsenen Zentauren, sodass er seinen muskulösen Arm erhob und ihn mit seinem Handrücken bei voller Kraft im Gesicht traf. Da die Kraft der Zentauren schon etwas größer war als die eines Menschen, rechnete er fast damit, dass er zu Boden gehen würde. Solange er bei Bewusstsein blieb und noch gehen konnte, war er keine Last für die Herde und trotzdem wollte er es ihm so ungemütlich wie es nur ging machen. "Schweig, respektloser Mensch oder deine Tage sind für immer gezählt. Hier im Wald gelten unsere Gesetze und du bist nichts weiter als ein kleiner Mensch, nichts wert.", zischt er ihn an und sieht zu seinen Leibwächtern. "LOS bindet sie fest und dann zurück zum Dorf, wir führen sie dem Stammesanführer vor.", schweigend taten sie wie ihnen geheißen und banden Gwyneth und Chase an den Händen und am Hals zusammen, sodass sie von dem vorlaufenden Leibwächter wie ein Hund an der Leine durch den Wald geführt werden konnten. Die Zentauren hatten eine ganz eigene Art des Gefangenentransportes. Sie banden das Seil an den Hälsen fest, weil sie dann aus der Ferne in der Lage waren sie zu würgen, falls es zu einem Fluchtversuch käme. Als die Leibwächter schließlich ihr Werk vollendet hatten, ging Nash auf Gwyneth zu. Erneut bäumte er sich auf und fing dann an zu grinsen. "Bald schon werden wir ja sehen, ob ihr wirklich eine überlegende Rasse seid oder nicht. Sorg dafür das dein Männchen still ist, sonst hänge ich ihn den Spinnen zum Fraß am Baum auf, unzwar mit dem Kopf nach unten. Er ergriff das Seil und zog so heftig daran, das sie praktisch durch einen schnellen Ruck nach vorne gezogen wurden.  

Mit den beiden Schülern im Schlepptau begaben sie sich durch den Wald hindurch. Nash ließ sie hin und wieder absichtlich über Wurzeln stolpern und zeigte keinerlei Gnade mit ihnen. Die anderen Leibwächter gingen hinter den Schülern und behielten sie sehr genau unter Beobachtung. Es dauerte zirka eine halbe Stunde, bis das Dorf schließlich durch seine Fackeln in Sichtweite kam. Viele der Zentauren blickten auf die Kinder und ein Getuschel bracht aus. Einige schienen sie mit eher finsteren Blicken zu konfrontieren, andere wiederum wirkten unsicher und unbeteiligt und wieder andere beachteten sie gar nicht. Hinter ihnen bildete sich eine Traube von Zentauren die ihnen bis zum Holzhaus der Zentauren folgte. Als plötzlich das Tuch, das die Sicht in das Haus hinein verdeckte, sich bewegte und ein großer Zentaur heraustrat. Alle Zentauren einschließlich Nash verneigten sich. An seiner Bemahlung und seines ehrwürdigen Ganges konnte man Rasalas erkennen, den alten Zentauren, Anführer und Vater zweier Königssöhne. Hinter ihm kam Ricardo heraus und blickte entsetzt auf die zwei menschlichen Schüler, von dem einer mindestens verletzt zu sein schien. Zumindest hatte der Schlag eine offenkundige Wunde zurückgelassen.

Kaum hatte Rasalas seine Position zwischen zwei Fackeln eingenommen signalisierte er allen, dass sie sich wieder aufrichten durften. "Nash, du bringst Menschen in unsere Mitte. Sag mir wieso.", finster sah er drein und schaute er zu Ricardo der wenig begeistert zu sein schien und sich auf die zwei Schüler zu begab. Dummerweise konnte Nash ihn nicht daran hindern und war auch noch gezwungen seinem Vater zunächst eine Antwort auf seine Frage zu geben.
"Herr, höret mich an. Vater, ich bringe dir die Verbrecher, jene die ehrlos unsere Grenzen überschreiten. Mutwillig haben sie den Befehl ausgeführt, einen unprovozierten Angriff auf uns zu starten. Sie griffen uns heimtückisch an und nachdem ich sie stellte, nahm ich mir das Recht der Verurteilung heraus und führte sie dir vor, damit du sie für ihre Verbrechen züchtigst. Vater, ihr seid ein ehrenhafter Krieger des Stammes, der größte. Ihr seid weise und so ersuche ich euch, zu erkennen, das diese Wesen keinerlei Respekt vor dem Wald haben! Sie....", doch viel weiter kam er nicht, denn Ricardo der Chase am Kinn packte, um sich den Abdruck auf seiner Wange anzusehen, trat neben seinen Bruder und sah ihn mit ebenso finsterer Mine an. "HALT! Was hast du getan, Nash? Dies sind Kinder! Du hast ihn verletzt, das entspricht nicht unseren Sitten! Vater, wir sollten sie freilassen, die Sterne heißen es nicht gut, wenn wir die Traditionen und den Ehrenkodex unseres Volkes verletzen. Schutzbefohlene dürfen nicht verletzt werden.", warf Ricardo ein und Nash knurrte, sah kurz zu Chase und Gwyneth und dann zu seinem Leibwächter. "DU! Wiederhole was der Mensch vor uns zu seinem Weibchen sagte.", der Leibwächter übergab Nash die Leine und verneigte sich respektvoll vor Rasalas. Mein Herr, die Worte lauteten: Sind die Dinger klug.", der Leibwächter trat wieder hinter Nash zurück, der den beiden Schülern erneut einen hinterhältigen Blick zu warf und sich dann an das Volk wendete, dass sich hinter den Schülern versammelt hatte.

"Zentauren! Diese Menschen haben keinen Respekt, keine Ehre und kein Gefühl für die Gesetze der Natur und des Waldes. Sie sehen uns respektlos und herabwürdigend an und bezeichnen uns als Dinger. Wie vertrauenswürdig sind solche Allierte. Ich habe von Anfang an gesagt, dass dieser Melbourne, diese Chantealee und alle wie sie da oben in ihrer Festung sitzen, nichts mehr als Heuchler und Marionetten des sogenannten Ministeriums für Zauberei sind. Diese Kinder haben einen Königssohn beleidigt und wenn sie damit ungestraft davon kommen, werden bald weitere kommen und uns entehren uns alle. Wir werden leben in der Sklaverei und irgendwann nimmt uns keiner mehr ernst. ICH SAGE, es IST ZEIT SICH VON DEN MENSCHEN loszureißen, die Allianzen zu brechen und endlich das zurückzufordern was uns gehört. WIR SIND EINE ARMEE VON KRIEGERN! VON EINER ÜBERLEGENEN RASSE! LASST UNS IM MORGENGRAUEN VORANSCHREITEN UND IHNEN ZEIGEN WOZU WIR FÄHIG SIND! LASS MICH EUCH FÜHREN IN DEN KAMPF, DEN STURM AUF DIE FESTUNG DER UNTERDRÜCKUNG!",
schrie er durch die Menge und erneut brach großes Getuschel aus, als erneut Ricardo ihm ins Wort fiel. "Vater, das darfst du nicht zulassen. Sie sind Kinder, ich gebe zu nicht alle Menschen sind ehrenvoll, aber sie geben sich Mühe und Kinder wissen nicht was sie sagen. Bitte Vater, wir müssen jetzt zusammenarbeiten mit den Menschen, diese Katastrophe betrifft uns wie die Menschen. Wir bilden einen symbiotischen Kreis und können uns unserer Verantwortung nicht entziehen. Bitte, ich flehe dich an.", Rasalas atmete tief durch und sah mit ernster Mine zu seinem Vater, alle sahen gespannt auf, doch Nash konnte sich nicht zurückhalten. Er war viel zu nah vor dem Ziel um jetzt Einhalt einzunehmen. Er packte Gwyneth hart am Arm und sah sie finster an. "DU! WEIBCHEN. SPRICH, hat dein Männchen jene Worte gesprochen oder nicht? SPRICH! ODER...", diesmal jedoch war er zuweit gegangen, denn Rasalas ließ ihn kein weiteres Wort sprechen. "Das reicht mein Sohn. Tritt zurück in die Reihe und lasst die Kinder vortreten.", er war ein großer bräunlicher Zentaur mit gräulichem Haar das ihm bis zu seinem Pferdekörper hinunterreichte. Seine Augen waren so sehr verengt, das man glaubte, er müsse die Augen eines Falken besitzen.
"Kinder von Hogwarts, mein Sohn bezichtigt euch schwerer Vorwürfe und obgleich ihr unseren Traditionen nach Schutzbefohlene seid, möchte ich das ihr mir die Wahrheit sagt. Du, junges Mädchen, ist es wahr was mein Sohn behauptet? Hat dein Kamerad jene Worte gesprochen?"Erzählet die ganze Geschichte. Beide. Denket daran, dass ihr Hogwarts repräsentiert.", Nash und Ricardo, zwei verschiedene Zentauren. Der eine ein Kriegstreiber, der andere ein Diplomat. Sie waren die Söhne des Mondes und der Sonne und doch konnte nur einer am Ende den Thron nach Rasalas besteigen. Rasalas wusste um die Ungeduld von Nash und auch seine Feindseligkeiten gegenüber Menschen. Diesmal war er zuweit gegangen. Ein Kind zu verletzen war unehrenhaft, doch Rasalas spürte noch etwas anderes. Es war die denkbar schlimmste Situation die eingetroffen war. Das Volk der Zentauren war gespalten, viele teilten die Meinung seines Sohnes und wiederum andere folgten dem Banner von Ricardo. Rasalas hoffte, das die Kinder weise genug warne, weitere Provokationen zu unterbinden. Er musste seinen Stamm und seine Söhne von der Unehre bewahren und gleichzeitig die Interessen des symbiotisches Kreises bedenken. Wenn es das Schicksal wirklich gab, so spielte es einen Scherz auf die Kosten des Anführers. Wie entschied ein weiser General in einer Situation in denen seine Söhne anfingen ihre eigenen Kämpfe auszutragen?
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Chase Logan Campbell
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BeitragThema: Re: Eine diplomatische Konspiration   Mi 24 Jan 2018 - 21:00

Chase wich kein Stück zurück, als sich die anführende Kreatur vor ihm aufbaute. Er ging davon aus, dass besagter Thronfolger lediglich seine körperliche Überlegenheit demonstrieren wollte. Obwohl diese zweifelsfrei existierte, sah der Slytherin es jedoch nicht ein, sich von dieser einschüchtern zu lassen. Die Reaktion darauf war ein plötzlicher Schlag, welcher den Schüler vollkommen unerwartet an der Wange erwischte. Gwyneths Informationen über die scheinbar doch intelligenten Wesen hätten eine solche Reaktion des aufgebrachten Vierbeiners jedoch vorhersehbar machen können. Leicht benommen wurde der Campbell-Erbe zurückgestoßen und konnte nicht anders, als unter der Wucht des Schlages zu Boden zu gehen. Einige Herzschläge und tiefe Atemzüge später, hatte der junge Zauberer wieder zu sich gefunden. Sein Kopf war von pochendem Schmerz erfüllt und seine Wange litt unter einem stechenden Brennen. Der Versuch diese zu berühren, wurde mit einem noch stärkeren Stechen bestraf. Das Blut an seiner Hand lieferte den Grund dafür. Die Haut musste auf dem Wangenknochen aufgeplatzt sein. Doch auch wenn die Kraft eines Zentauren nicht mit der eines Menschen zu vergleichen war, kannte er solche Verletzungen zu seinem eigenen Bedauern schon aus seinem Elternhaus.
Schweigend und mit Zorn im Blick richtete der blonde Zauberer sich auf, woraufhin Gwyneth nach seiner Hand griff und ihn damit ein wenig zur Ruhe brachte. Er war nicht naiv genug, um sich einzureden, dass die beiden nicht in Schwierigkeiten waren. Es kostete ihn allerdings Überwindung diese Schwierigkeiten nicht durch verbale Äußerungen zu verschlimmern. Doch da es auch um die Sicherheit seiner Freundin ging, gelang es Chase vorerst sich zu beherrschen.
In ihm wütete eine Mischung aus Zorn, Verzweiflung und jeder schlechten Erinnerung an Schläge von seinem Vater. Es war vor allem der Zorn, welcher ihn nicht zusammenbrechen ließ. Dazu kam die Anwesenheit der einzigen Person, die seine Familiengeschichte kannte. Widerwillig ließ er ihre Hand los, als einer der Pferdemenschen sie fesselte. Erst wurden die Hände fixiert und dann wurden sie wie Hunde an die Leine gelegt. Chase war ruhig und wirkte fast teilnahmslos, als er neben Gwyneth durch den Wald geführt wurde. Erst als der aggressive Thronfolger der blonden Hexe näherkam und sich direkt an sie richtete, fand der Schüler wieder Worte: „Lass bloß deine Finger von ihr!“ Auf keinen Fall sollte der Slytherin etwas zustoßen, nur weil er unüberlegt gehandelt hatte. Er hatte Mist gebaut, nicht sie.
Doch kaum hatte er die Worte ausgesprochen, zog der Vierbeiner so stark an den Seilen, dass Chase für einen Moment die Luft wegblieb. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis die Gruppe das Ziel erreicht hatte. Der Weg war anstrengend gewesen, denn die Zentauren hatten ein unangenehm hohes Tempo an den Tag gelegt. Dabei war es für einen Menschen fast unmöglich gewesen ohne Stürze durch das unwegsame Gelände zu laufen. Doch als sie das Dorf der Zentauren erreicht hatte, wurde das Tempo langsamer und die beiden Schüler wurden vor den Vater des unangenehmen Thronerben geführt. Chase Blick lag auf Gwen. Er wollte sich vergewissern, dass sie den Weg gut überstanden hatte. Die gefesselten Hände hatten ihnen jede Möglichkeit genommen, um sich gegenseitig zu helfen.
Als die Zentauren sich niederknieten, tat Chase es ihnen gleich. Er war von dieser Entführung nicht begeistert, aber der Stammesführer war der einzige der ihnen helfen konnte. In diesem Dorf galten seine Regeln und nach denen mussten die beiden Schüler nun spielen, wenn sie zurück zum Schloss wollten. Deshalb schwieg Chase auch, als der Dialog zwischen den Zentauren begann, obwohl er seinem Entführer nur zu gerne ins Wort gefallen wäre. Auch als der Pferdemensch, welcher offensichtlich ebenfalls zur Familie des Stammesführers gehörte, an sein Kinn fasste, um die mittlerweile stark verschmutzte Wunde zu begutachten, zwang Chase sich zur Ruhe. Es blieb ihnen nichts anderes übrig, als auf den richtigen Moment zu warten.
Chase stand nur da und verfolgte die Wortgefechte der Vierbeiner. Erst als Nash Gwyneth am Arm packte, machte er einen Schritt auf das Geschehen zu. Doch bevor er irgendetwas tun konnte, was mit gefesselten Händen ohnehin schwierig gewesen wäre, griff der Stammesführer ein. Im nächsten Moment bat dieser Gwyneth um eine Beantwortung seiner Frage. Ein Befehl, auf welchen Chase nicht schweigen konnte. „Ich kann für mich selbst sprechen. Ich denke es gibt einige Missverständnisse zu klären.“ Chase achtete darauf in keinem seiner Worte abfällig zu sein. Zu viel Stolz könnte an dieser Stelle tödlich sein und Lügen ebenso. Es galt nun zu überleben. „Wir haben uns in den Wald zurückgezogen, weil er Schutz und Ruhe bietet…“ Weiter wollte er die Pläne, welche die Schüler ursprünglich hatten, nicht vertiefen. „Wir haben uns auf einer Lichtung niedergelassen. Dann haben wir Geräusche aus den Schatten der Bäume gehört. Gesehen haben wir nichts. Ich vermutete einen neugierigen Mitschüler und warf einen Stein. Niemals hätte ich damit gerechnet euren Sohn treffen zu können.“ Ein neutraler Ton lag in der Stimme des Schülers. Er hoffte nur, dass Nash ihm die Worte nicht wieder im Mund herumdrehen würde. „Auch die Anschuldigung der respektlosen Äußerung ist wahr. Ich habe auf ungeschickte Weise meine Unwissenheit in einer respektlosen Frage kundgetan. Ich habe nicht nachgedacht. Beleidigen wollte ich aber niemanden.“ Die Wortwahl des Slytherin war für ihn ungewöhnlich höflich und respektvoll. Die meisten hätten sich bei Chase über diese Wortwahl gewundert, doch er wusste, dass er jedes Wort auf die Goldwaage legen musste. „Meine Taten basierten auf einem Missverständnis und Unwissenheit. Zu keinem Zeitpunkt wollte ich das Volk der Zentauren attackieren, oder es respektlos behandeln.“ Der Blick des blonden Zauberers fiel wieder auf seine Freundin und blieb für einen Moment an ihren blauen Augen hängen, bevor Chase sich wieder an den Stammesführer wandte: „Ich habe diese Fehler begangen. Sie hat sich nichts zu Schulden kommen lassen. Bitte verschon sie, wenn Ihr vorhabt eine Strafe auszusprechen.“ Gwyneth hatte es nicht verdient bestraft zu werden, nur weil er unvorsichtig gehandelt hatte. Zwar hielt er jede Form der Strafe in diesem Falle für vollkommen ungerechtfertigt, aber wenn es zu einer solchen kommen sollte, dann wollte er diese tragen.
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Gwyneth Johnson
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BeitragThema: Re: Eine diplomatische Konspiration   Do 25 Jan 2018 - 15:03

Gwyneth hielt den Atem an, als der Zentaur sich vor Chase aufbaute, doch noch bevor sie mit ihm hätte zurückweichen können, erfüllte das scharfe Geräusch des Schlags, der auf der Wange des Schülers platziert wurde, die Lichtung. „Chase!!“, rief Gwen unwillkürlich aus und sank neben ihrem Freund auf die Knie. Auch sie erinnerte sich an jenen Abend, an welchem sie Zeuge wurde, wie Logan Campbell seinen Sohn behandelte. Damals hatte sie sich jenem entgegen gestellt und am Liebsten hätte sie dies auch heute getan. Doch sie wusste, dass sie den Wesen des Waldes unterlegen waren und je mehr sie versuchten, ihnen gegenüber zu trotzen, umso schlimmer würde die Lage für sie werden. Die Blonde half ihrem Freund auf die Beine und hätte ihm gerne das Blut von der Wange gewischt, doch bereits im nächsten Augenblick, traten die anderen Zentauren auf sie zu und fesselten ihnen die Hände, ehe sie beide noch dazu einen Strick um den Hals gelegt bekamen. Langsam kroch die Angst in der Slytherin hoch, doch auch sie zwang sich um einen neutralen Gesichtsausdruck. Sie mussten sich unbedingt zurückhalten und durften sich keinen einzigen Fehltritt mehr erlauben, sonst wäre dies wohl ihre letzte Stunde. Als der Thronfolger dann an sie herantrat und ihr auftrug dafür zu sorgen, dass Chase still war, schluckte die Slytherin schwer die Worte hinunter, welche ihr auf der Zunge brannten. Es wurde immer härter, diesem Wesen den gebürtigen Respekt zu zollen, doch ein falsches Wort könnte möglicherweise ihr letztes sein. „Ist schon okay.“, flüsterte sie Chase zu, welcher sich an den Zentauren gewandt hatte. Sie wusste, dass er sie schützen wollte, doch es war wichtig, dass sie hier beide lebend herauskamen. Das sanfte Lächeln, das sich dabei nur für eine Sekunde auf ihre Lippen gelegt hatte, wurde von dem heftigen Zug der „Leine“ unterbrochen und Gwyneth stolperte nach vorne und rang einen Augenblick nach Luft.

Dann setzten sich die Halbwesen in Bewegung und Chase und Gwen waren gezwungen, ihnen zu folgen. Es fühlte sich an wie eine Ewigkeit und nicht nur einmal passierte es, dass einer von ihnen auf der Erde landete, weil sie keine Möglichkeit hatten, den Untergrund zu prüfen. Und als sie schließlich das Dorf der Zentauren erreichten, spürte die Slytherin, dass nicht nur ihre Kleidung voller Dreck war, sondern auch ihre Strümpfe aufgerissen waren und den Blick auf aufgeschürfte Knie freilegten. Diese brannten zwar, doch zwang sich Gwen zu einem Lächeln, als Chase' Blick sich auf sie legte. Er sollte sich nicht noch mehr Sorgen machen, als notwendig. Auch die blonde Hexe sank auf die Knie, als Rasalas aus der Hütte trat und nachdem dieser die ihm präsentierte Situation registriert hatte und von seinem Sohn eine Erklärung verlangte, entstand eine Diskussion der beiden Brüder, von denen derjenige, der sie nicht an Leinen gelegt hatte, sich Chase' Wunde besah und Rasalas anflehte, die Schüler gehen zu lassen. Gwyneth biss sich auf die Unterlippe, während ihre blauen Augen versuchten, den Gesichtsausdruck des Herrschers zu lesen. Dabei bemerkte sie zuerst gar nicht, wie Nash sich plötzlich auf sie stürzte und sie hart am Arm packte, was sie schmerzhaft aufkeuchen ließ und ihr die Tränen in die Augen trieb, war doch der Druck eines Zentauren um einiges stärker, als der eines normalen Menschens. Sie riss sich jedoch zusammen und wollte gerade zu einer Antwort ausholen, als Chase sich zu Wort meldete und die Ereignisse schilderte, welche sie hier her gebracht hatten. Gwen war einerseits erstaunt, wie höflich und diplomatisch er sich ausdrückte und doch musste sie fast lächeln, denn ihr war bewusst, dass ihr Freund alles dafür tun wollte, um dafür zu sorgen, dass ihr nichts passierte. Am Liebsten hätte sie ihn dafür umarmt, doch da sie nach wie vor gefesselt waren, versuchte sie ihre Dankbarkeit mit Blicken auszudrücken. Dennoch würde sie ihn nicht die gesamte Verantwortung tragen lassen. Sie waren gemeinsam hergekommen und würden entweder gemeinsam hier verschwinden oder zusammen die Konsequenzen tragen. „Er sagt die Wahrheit.“, meldete sie sich schließlich ebenfalls zu Wort, nachdem Chase geeendet hatte. „Wir kamen nicht her, um Euch oder Eurem Volk Schaden zuzufügen oder Euch zu verspotten. Wir haben einen Fehler gemacht und bitten Euch um Vergebung, denn unsere Absichten waren keine bösartigen.“ Die Blonde trat nahe an Chase' Seite, sodass sich zumindest ihre Schultern berührten und blickte Rasalas direkt und fest ins Gesicht. „Wenn Ihr sehen könnt, dass wir uns durch unvorsichtige Taten in diese Situation gebracht haben und jedoch nie die Absicht hatten, jemandem hier zu schaden oder die Gesetze des Waldes zu missachten, versprechen wir, dass ein solches Geschehniss nie wieder vorkommen wird. Seid Ihr jedoch der Meinung, dass unsere Handlungen einer Strafe bedurfen, werden wir diese gemeinsam tragen...“ Nun drehte sie den Kopf und blickte Chase sanft lächelnd in die Augen. „... doch bitte lasst Euren Zorn nicht auf den Rest unserer Rasse niederbrennen. Niemand soll wegen unserer Fehler zu schaden kommen.“, endete sie schließlich und hob erneut ihren Blick zu Rasalas. Nun kam es allein auf seine Entscheidung an.
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William Gordon
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BeitragThema: Re: Eine diplomatische Konspiration   Mi 28 Feb 2018 - 20:54

NPC Steuerung: Nash, Ricardo, Rasalas


Rasalas sah die beiden Schüler bedächtig an, unter den Zentauren im Volke entstand ein Murren und Geflüster. Die Söhne sahen auf zu ihrem Vater, während Nash mit hasserfüllten Augen auf das Mädchen herunter sah. Er konnte die Zweifel in den Augen seines Vaters erkennen. Dieser alte Narr schwamm doch gerade zu über, vor Mitleid und Großzügigkeit. Nicht das Nash seinen Vater nicht liebte, im Gegenteil, er verehrte ihn doch sein hohes Alter machte ihn zu keinem ehrbaren Anführer des Stammes mehr. Seine Führung war schwach und beugte sich der Unterdrückung durch eine fremde Spezies. Es wurde Zeit die Revolution zu starten, jene die das Feuer in den Zentauren wieder schüren und aus ihnen wahrhafte Krieger des Lichts machen würde. Die Zeit des Kampfes war gekommen, diese beiden mussten die ersten Opfer in diesem Krieg werden. Selbst wenn die Zentauren verlieren würden, andere Stämme würden sich Nash anschließen und so könnte er vollbringen was seit Jahrhunderten nicht mehr geschah. Ein gigantischer blutiger Krieg, gegen die Unterdrücker in der er als Anführer und Held hervorgehen und die Welt von den Menschen befreien würde. Es wurde Zeit für Gleichberechtigung zu kämpfen und die Vorherrschaft der Menschen zu beenden. Doch dafür musste sein Vater abtreten, für immer! Rasalas hingegen sah dem Mädchen in die Augen, strenge Blicke trafen sie, während er nachdenklich an seinem Kinnbart herumspielte. Seine stählernden muskolösen Arme, waren beinahe so breit die Baumstämme, seine Erscheinung war beeindruckend und zugleich beängstigend. "Gut gesprochen Jünglinge. Doch Worte sind wie Schlamm, sie verschwinden mit der Zeit. Und als Anführer der Zentauren, muss ich die Gesetze des Waldes respektieren. Daher rufe ich Kala Rem aus. Die Prüfung des Waldes, damit ihr beide eure Ehre beweisen könnt.", die Zentauren klopften laut mit ihren Stöcken auf den Boden, als Zeichen, dass sie die Entscheidung unterstützen.

Ricardo sah zu seinem Vater, "Herr, ich flehe euch an, lasst die Jünglinge gehen. Das Gesetz des Waldes....", aber wie stets unterbrach sein Vater ihn, "schweig Sohn. Nash hat recht, ich bin dem Gesetz des Waldes verpflichtet. Sie werden sich der Prüfung stellen. Doch ich gebe euch eine Wahl. Ihr könnt sie beide antreten oder nur einer von euch.", Rasalas testete die beiden in einem Schnellverfahren. Würde einer von ihnen gehen, wäre das ein Indiz für ihre Unehrenhaftigkeit. Würden sie aber wirklich zu ihrem Wort stehen, traten sie gemeinsam an. Denn Freunde ließen einen niemals im Stich. Selbst in der Liebe, kämpfte man Seite an Seite oder ließ es bleiben und verkroch sich hinter seinem Partner während dieser alles für einen opferte. Solch ein Weg war nicht ehrenhaft. Nun würde sich zeigen, ob sie wirklich zu ihrem Wort standen oder nicht. Davon würde er abhängig machen, ob er sie wirklich zur Prüfung antreten lassen würde oder nicht. "Vater, sie gehören gestoppt! Die Menschen kommen in unser Territorium und begehen lauter Verletzungen und du vergibst ihnen. Das ist der Pfad der Unterdrückung. Der Pfad der uns immer unter der Vorherrschaft der Menschen verweilen lassen wird. Wird es nicht Zeit ein deutliches Zeichen zu setzen und zu beweisen, das wir ein Stamm von Kriegern und nicht etwa von Weichlingen sind, die sich hinter rituellen Gesetzen verkriechen!? Lasst mich das Weibchen knechten, auf das der Junge zusieht, bis er bereut. Lasst mich ihn knechten damit das Weibchen zusehen kann, schicken wir damit eine Botschaft an die magische Welt, das wir derartige Verstöße nicht mehr hinnehmen werden!", Ricardo stellte sich vor die beiden Kinder.
"Bruder, du vergisst wohl, dass das den Krieg bedeuten würde! Wir verstoßen damit gegen unser heiligstes Gesetz. Jünglingen dürfen nicht die Sünden der Erwachsenen tragen. Würdest du einem Jüngling derartiges antun, um unsere Ehre zu beweisen?!", Nash sah ihn finster an und stellte sich dann erhobenen Hauptes neben die Kinder und wandte sich an die anderen Zentauren aus dem Stamm.
"ZENTAUREN! DIESE JÜNGLINGE haben unser Reich verletzt, die Gesetze missachtet und sie waren nicht die einzigen ihres Volkes. Wir leben in der Unterdrückung, es wird Zeit wie Krieger heraus zu schreiten und den Ruf der Schlacht endlich ertönen zu lassen. Lasst uns den Tribut erbringen! Vater, du bist ein weiser Mann! Aber der Stamm ist nicht dazu gedacht sowas zu tolerieren! Ich bin bereit in den Kampf zu gehen, wenn es bedeutet diesen...Menschen die nötigen Strafe zuzuführen."
Rasalas befahl erneut seinen Söhnen still zu sein und sah zu den Schülern. "Wollt ihr etwas dazu sagen ? Dann jetzt ansonsten entscheidet euch ob ihr die Prüfung allein oder zu zweit antreten wollt."
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BeitragThema: Re: Eine diplomatische Konspiration   Mi 15 Aug 2018 - 20:23

Chase‘ Blick wurde skeptisch, als Gwyneth zusagte, dass sie die Konsequenzen mit ihm gemeinsam tragen würde. Natürlich war er froh, dass sie zu ihm stand. Die beiden hatten schon oft bewiesen, dass sie ein gutes Team waren, doch es war vollkommen unvorhersehbar, was die Zentauren sich für barbarische Bestrafungen ausdenken würden. Von unerträglichen Schmerzen bis Sklaverei traute der Slytherin den Pferdemenschen alles zu, zumindest wenn er von Nashs Persönlichkeit ausging. Sein Bruder und sein Vater schienen zwar deutlich besonnener zu sein, waren für den Schüler aber nur schwer einzuschätzen. Was auch immer sie sich ausdachten, konnte kein gutes Ende nehmen. Es war die Idee des Campbell-Erben gewesen den Wald als Ort für die geplante Zweisamkeit zu wählen und es war auch er gewesen, der den Prinz attackiert und beleidigt hatte. Zugegeben hatte dieser vermutlich nur auf einen Anlass zur Bestrafung von Menschengewartet, was nichts daran änderte, dass Chase ihm den Grund für die Gefangennahme geboten hatte und nicht Gwyneth. So hoch er die Solidarität seiner Freundin auch schätzte, würde der blonde Zauberer es sich nicht verzeihen können, wenn sie nun für seine Fehler bestraft werden würde.
Doch der Anführer der Kreaturen schien Einsicht zu zeigen. Dieses Gefühl kam bei Chase zumindest so lange auf, bis er von einer Prüfung zu sprechen begann. Eine Prüfung, von der der Schüler noch nie etwas gehört hatte. Eine Nachfrage erschien ihm aber als taktisch unklug. Das verzogene Prinzchen würde es ihm wieder als Respektlosigkeit auslegen, dass er die Bräuche der Zentauren nicht kannte. Der weniger verzogene Prinz bezog weiterhin Partei für die beiden Menschen, was ihn für Chase zum sympathischsten der Pferdemenschen machte, auch wenn er für Campbells Geschmack etwas zu moralverbunden wirkte. Doch darüber konnte der Schüler jedoch gut hinwegsehen, wenn er und Gwen dafür ihre Köpfe behalten durften.
Chase wollte gerade auf Rasalas‘ Frage eingehen, da die Bemühungen Ricardos nicht verhindern konnten, dass die mysteriöse Prüfung abgelegt werden sollte, als sich Nash wieder in die Diskussion einklinkte. Als die Stimme des nervtötenden aber zweifelsfrei gefährlichen Zentauren ertönte, kostete es Chase große Mühe die Augen nicht zu verdrehen. Respektlosigkeit gehörte bei den Slytherin in derartigen Situationen fast zum Standardverhalten, weshalb er sich stark bemühen musste, um die Vierbeiner nicht zu verärgern. Als die vorlaute Kreatur dann vorschlug Gwyneth Schmerzen zuzufügen, schob Chase sich fast reflexartig vor die blonde Hexe, so dass er zwischen ihr und Nash stand. Zwar wäre er nie in der Lage den Zentauren aufzuhalten, es würde ihn aber auch nichts davon abhalten es zu versuchen. Als deutlich effektiverer Schutz trat dann jedoch Ricardo vor die beiden Schüler. Die Diskussion der Zentauren ließ die Positionen aller drei Beteiligten sehr gut erahnen. Nash, der sich in eine Opferrolle zwängte und aus dieser heraus mit extremen Maßnahmen reagieren wollte. Ricardo, der gütiger schien als alle anderen Beteiligten. Er strebte nach einer friedlichen Lösung und wurde zum Verteidiger der beiden Schüler. Und über alle dem stand Rasalas, der Vater der Prinzen und der Anführer des Stammes. Er schien Kultur und Tradition über das zu stellen, was ich sein Herz sagte, aber er machte nicht den Eindruck, als wäre er den Schülern gegenüber feindlich eingestellt. Es wirkte fast so, als wären die Söhne in jeweils ein Extrem ihres Vaters abgedriftet. Wie eine derartig unterschiedliche Entwicklung von statten gehen konnte, war dem Slytherin ein Rätsel. Aber in diesem Moment gab es deutlich wichtigeres, als eine potentiell schwierige Kindheit eines Zentauren-Prinzen.
Mittlerweile hatte Chase eingesehen, dass er auf die Situation ohnehin keinen positiven Einfluss nehmen konnte, so lange er nicht gefragt wurde. Jede Einmischung würde zu einer Respektlosigkeit ernannt werden, weshalb der Slytherin schweigend an der Seite seiner Freundin verweilte, bis Rasalas das Wort an die beiden wendete. „Gwyneth, das hier ist meine Schuld. Du musst das nicht tun“, sprach er mit leiser Stimme zu Gwen, bevor er sich dem Stammesführer zuwendete, ohne der Slytherin die Möglichkeit zum Wiederspruch zu lassen: „Ich werde alleine antreten. Aber ich bitte euch, dass ihr meine Freundin vorher gehen lasst. Sie hat mit alle dem nichts zu tun. Sie trifft keine Schuld.“ Was auch immer diese Prüfung beinhaltete. Chase würde es schon irgendwie durchstehen, wenn er Gwen in Sicherheit wusste. Es blieb nur zu hoffen, dass die junge Hexe sich nicht einmischte und Rasalas der Bitte nachkam. Doch natürlich sollte es anders kommen, denn das Glück blieb dem Slytherin an diesem Tag bei all seinen Vorhaben fern.
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Gwyneth Johnson
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BeitragThema: Re: Eine diplomatische Konspiration   Do 16 Aug 2018 - 20:50

Die Schlange konnte die Skepsis in Chase' Blick natürlich erkennen, doch was diese Situation betraf, würde sie sich auch gegen ihn durchsetzen. Unter keinen Umständen würde sie zulassen, dass er es alleine mit den Zentauern zutun bekam, ganz egal was die Pferdemenschen gedachten, ihnen als Strafe für ihr Handeln anzutun, sie würden es zusammen ertragen.
Im ersten Moment schien es jedoch fast, als hätten sie einen Grund zu Hoffen bekommen, denn der Zentaurenkönig zeigte sich deutlich weniger anklagend, als sein Sohn, welcher so krampfhaft wie möglich versuchte, dem gesamten Volk einzureden, welche Schande es für sie alle wäre, wenn sie Gwen und Chase einfach frei lassen würden. Dennoch erreichte auch der zweite Sohn den Herrscher nicht gänzlich, der bislang derjenige war, der sich weiterhin für den Schutz der beiden Schüler aussprach und als der Vater der beiden unterschiedlichen Söhne nun plötzlich von einer Prüfung zu sprechen begann, erlosch der kleine Hoffnungsschimmer prompt wieder und Gwyneth warf ihrem Freund einen ungläubigen Seitenblick zu. Auch sie hatte im Moment keine Ahnung, um was es sich bei dieser Prüfung handeln würde und sie vermutete auch, dass dieses Ritual zu den Geheimnissen gehörte, die Hexen und Zauberer nie aufdecken könnten, wenn sie sie nicht selbst erlebt hatten. Vorausgesetzt man würde solch eine Prozedur überleben, doch die Schlange bemühte sich, den Teufel nicht auch noch an die Wand zu malen.
Gwen hatte bereits den Mund geöffnet, um auf Rasalas Erklärung, dass sie sich aussuchen konnten, ob sie beide oder nur einer von ihnen die ominöse Prüfung ablegen sollte, zu antworten, da mischte sich der störrische Zentaur ein weiteres Mal ein und brachte sogar den geschmacklosen Vorschlag, die Jugendlichen voreinander zu knechten, um ihnen Reue und Furcht einzutrichtern. Nahe stellte Gwen sich an ihren Freund heran, als jener sich schützend vor sie platzierte, auch wenn sie natürlich beide keinerlei Chancen hätten, sich einer solchen Folter zu entziehen, wenn die Zentauren wirklich beschlossen jene Methode an ihnen anzuwenden. Allerdings würde es dann auch noch deutlich schwerer fallen, den Bewohnern des Waldes auch nur irgendeine Form von Respekt zu zollen. Der Schlagabtausch, der sich zwischen den Prinzen aufbaute, ließ auch in der Slytherin das Verlangen aufkommen, entnervt aufzuseufzen. Nicht, dass sie die allgemeine Situation unterschätzte, doch gerade Nash ging ihr mit seinem Gelaber über Schande, Respektlosigkeit und dem scheinbar unbändigen Verlangen nach Krieg gehörig gegen den Strich. Es wirkte nur so, als wolle er die Situation ausnutzen, um endlich gehört zu werden, was wiederum fast schon erbärmlich war...

Endlich übernahm es Rasala, die beiden Brüder zum Schwiegen zu bringen und wandte sich nun wieder direkt an Gwyneth und Chase, von welchen nun die endgültige Entscheidung abverlangt wurde, wie sie der Prüfung entgegen treten würden. Und wiederum wollte die Slytherin gerade ihren Mund öffnen, um zu antworten, da vernahm sie die leisen Worte ihres Freundes und sah ihn aus perplexen Augen an, nur um dann fassungslos dabei zuhören zu müssen, dass er sich doch tatsächlich alleine meldete. Und nicht nur das, er sprach auch noch die Bitte aus, dass die Zentauren sie vorher gehen lassen sollten, weil sie angeblich keine Schuld an der Sache hatte. Ja, vielleicht waren es seine Idee und seine Unachtsamkeit gewesen, die sie hier her gebracht hatten und auch wenn ein Teil von Gwen sehr gerührt davon war, dass Chase sie beschützen wollte, konnte sie das nicht auf sich sitzen lassen. „Nein!“, rief sie bestimmt aus und trat einen Schritt nach vor. „Wir werden die Prüfung zusammen absolvieren.“, wandte sie sich nun an Rasala, bevor sie Chase ins Gesicht sah. „Ich weiß, du willst mich schützen und ich liebe dich dafür, aber ich lass dich das nicht alleine machen.“, sprach sie weiter, senkte dabei aber nicht ihre Stimme, denn sowohl der König, als auch die Prinzen sollten wissen, dass sie nicht von Chase' Seite weichen würde. „Es ist egal, wessen Schuld es war, wir sind beide hier. Wir gehören zusammen und wir sind ein Team, das wird sich niemals ändern.“, fügte Gwen noch hinzu und schenkte ihrem Freund schließlich ein warmes Lächeln, ehe ihre blauen Augen wieder zurück zu Rasala blickten. Sollte der nur kommen mit seiner Prüfung!
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BeitragThema: Re: Eine diplomatische Konspiration   Fr 17 Aug 2018 - 15:11

NPC Steuerung: Alle Zentauren

Die Blicke des gesamten Stammes waren auf die beiden Schüler gerichtet, ein tiefes Schweigen erfüllte die Lichtung des Stammes als Gwyneth mutig hervortrat und sich zu Chase bekannte. Sie konnte es nicht wissen, aber sie hatten soeben den ersten Teil der Prüfung bereits bestanden. Es war mutig sich für einen Freund zu opfern, aber es ist noch mutiger wenn man die Wahl hat, gemeinsam an der Seite eines Freundes dort draußen auf dem Schlachtfeld zu kämpfen. So hatten sie zumindest vor aller Augen einen Teil ihrer Ehre zurückerhalten und ein leises Getuschel brach aus, als Rasalas ein schmales Lächeln voller ehrlicher Erheiterung zeigte. Der alte Zentaur mit der mächtigen Statur nickte Ricardo zu und erhob beide Hände in die Lüfte, um dem Stamm zu signalisieren, dass er nun das Wort wieder hatte. "Wohl gesprochen junges Fräulein. Damit habt ihr den ersten Teil der Prüfung bereits bestanden. Es erfordert viel Mut sich gemeinsam mit seinen Freunden aufs Schlachtfeld zu begeben und einem schmerzlosen Leben in Freiheit den Laufpass zu erteilen. Nur Menschen mit wahren freundschaftlichen Gefühlen würden so etwas tun. Ihr tretet gemeinsam zur Prüfung an, nicht nur um euerer Ehre Willen sondern die von ganz Hogwarts.", Sein Blick wandte sich von Gwyneth ab zu seinen Söhnen und dann zum gesamten Stamm. "Möge das Ritual der Ehre beginnen, wir versammeln uns in einer Stunde am Pfad der Flammen. Mögen die Sterne euch wohlgesonnen sein, Jünglinge von Hogwarts.", rief er aus und trat näher an die beiden heran und holte Ricardo hinzu. "Mein Sohn hier wird euch den weiteren Ablauf der Prüfung erklären, ihr habt eine Stunde euch vorzubereiten. Vergesst nicht, lasst alles hinter euch was ihr in diesem Leben vielleicht noch bereut, denn ebenso wie ein Sieg könnte auch eine Niederlage erfolgen und die wäre euer sicherer Tod.", erklärte er ernst, schlug sich mit der geschlossenen Faust leicht gegen die Brust und ging mit dieser rituellen Verabschiedung mit dem Rest des Stammes davon. Nur Ricardo blickte zu den beiden Jünglingen besorgt hin. Ernst ging er an ihnen vorbei und signalisierte ihnen, ihm zu folgen bis sie zu einem eher abgeschiedenen Teil des Dorfes gelangten an dem ein langer Tisch ausgebreitet war. Dort lagen Pfeile, Bögen, Speere und sogar Schwerter, alle samt waren sie selbst geschmiedet und von einer Einzigartigkeit, die ihnen wohl keiner so leicht nach machte.

Ernst sah er zu den Waffen und wandte sich zu den beiden herum, "Hört gut zu, ihr beiden. Das Ritual der Ehre erfordert das ich euch über das was gleich auf euch zu kommt aufkläre. Sobald ihr auf die Lichtung tretet, tretet ihr vor den Stamm und müsst euch vor diesem beweisen. Als Zeichen der Ehre schlagt ihr mit euren Fäusten leicht und zeitgleich auf die je gegenüberliegende Schulter von euch und ruft laut die Worte Ashem Mabek. Haltet die Arme dabei aufjedenfall über Kreuz, es ist ein Zeichen der Ehre und des Mutes und symbolisiert eure Bereitschaft das Urteil des Stammes anzufechten und für die Ehre eures Stammes einzustehen. Leider werde ich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr eingreifen dürfen, daher ist es umso wichtiger das ihr es richtig macht. Seht dabei aufjedenfall in Richtung des Stammes und direkt zum Anführer hin. Wagt es nicht wegzusehen bis dieser euch das Zeichen gibt. So er dies tut, folgt dem von Fackeln erleuchteten Weg hinunter in eine Mulde. Einen Rat darf ich euch mit auf den Weg geben. Geht ihr mit Angst und Zögern hinein, wird es euer sicherer Tod, geht ihr mit Mut in euren Herzen und tiefster Loyalität, werdet ihr überleben. Zur Verteidigung dürft ihr euch hier eine Waffe aussuchen. Habt ihr noch Fragen?", fragte er und trat ein Stück zur Seite um ihnen einen Blick auf die Waffen auf dem Tisch zu gewähren. Seine Augen wirkten starr, ein wenig sogar besorgt.

Normalerweise galt das Gesetz des Waldes, nämlich das keinem Jüngling geschadet werden darf für die Verbrechen ihrer Eltern und Vorfahren. Erst mit dem Alter der Volljährigkeit sind sie im Stadium des Kriegers angelangt und können für Sünden gerichtet werden. Doch diese Jünglinge waren Schüler und würden sie das Ritual nicht überleben, würde es ganz sicher Krieg geben. Ricardo fürchtete den Tag an dem das Blut seines Stammes vergossen werden würde, an dem der Stamm fiele unter den Stäben der Menschen. Sklaven unter der Knute des Ministeriums oder schlimmeres. "Zeigt dem Stamm das ihr mutig seid und kämpft mit aufrechter Haltung. Der Stamm wird euch beobachten und seid ihr siegreich wird es euch zu gute kommen und ihr dürft nachhause. Bis es soweit ist, bin ich euer Leibwächter. Mein Sinn ist der eines Mentors und eines Leibwächters zugleich, wenn auch nur für eine Stunde. Ganz wichtig, tretet dem Stamm nicht mit Angst entgegen, zeigt keine Gefühle und verhaltet euch wie wahre Krieger, dann wird man euch anerkennen. Sprecht mit lauter Stimme und lasst euch bitte nicht von meinem Bruder dazu provozieren etwas zu sagen, was euch möglicherweise in Verruf bringt. Das Urteil meines Vaters ist nicht immer das Urteil des Stammes."
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Chase Logan Campbell
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BeitragThema: Re: Eine diplomatische Konspiration   Fr 17 Aug 2018 - 15:53

Chase‘ Zähne trafen knirschend aufeinander, als Gwyneth wieder an seine Seite trat und seine Entscheidung überging, indem sie verkündete mit ihrem Freund gemeinsam anzutreten. „Gwen…“, kam es nur leise über seine Lippen, doch bevor er überhaupt richtig reagieren konnte, nahm Rasalas die getroffene Entscheidung an. Die Einmischung der blonden Hexe erwies sich sogar als nötig, um überhaupt zum zweiten Teil des mysteriösen Rituals antreten zu dürfen. Doch trotz alledem gefiel es dem Campbell ganz und gar nicht, dass er seine Freundin nicht in Sicherheit bringen konnte. Das Urteil des Stammesführers war gesprochen und es gab kein Zurück mehr.
Chase richtete keine weiteren Worte an eines der Huftiere. Er war sich nicht sicher, ob sie Dank für die Möglichkeit diese Prüfung abzulegen erwartete. Das war aber auch egal, denn er verspürte keinerlei Dankbarkeit. In ihm wuchsen Wut und Angst heran, während Ricardo die Fesseln der Schüler löste und diese bat ihm zu folgen. Kaum war er befreit worden, griff Chase nach Gwyneths Hand. Er konnte noch immer nicht glauben, was hier gerade geschah. Äußerlich wirkte der Schüler nur wenig angespannt, was wohl daran lag, dass er ohnehin eine sehr ruhige Person war. Doch in ihm wuchs die Angst. Angst vor dem was auf sie zukommen würde und vor allem Angst um Gwyneth, die ohne Chase‘ Idee gar nicht hier gewesen wäre.
Der Pferdemensch führte die beiden auf eine kleine Lichtung, auf welcher mehrere Waffen auf einem langen Tisch präsentiert wurden. Kapitulierend kniff der Slytherin die Augen zusammen. Er hatte bereits befürchtet, dass es in eine derartige Richtung gehen würde, aber bis zum letzten Moment hatte er gehofft, dass es anders laufen würde. Der junge Zauberer konnte wirklich nicht mit derartigen Dingen umgehen. Wie er damit sein Leben verteidigen sollte, war ihm ein Rätsel.
Es fiel dem Schüler zunehmen schwer den Worten des Prinzen zu folgen. Er war viel zu angespannt, um sich voll und ganz auf Ricardo zu konzentrieren. Noch immer hielten sich die beiden Schlangen fest, bevor Ricardo schließlich endete und die Wahl der Waffen anstand. Zögerlich traten die Schüler vor den Tisch. Chase für seinen Teil konnte mit nichts davon umgehen. Dennoch wäre es töricht unbewaffnet in die Prüfung zu ziehen. Denn wenn ein Zentaur der Meinung war, dass man eine Waffe benötigte, dann benötigte ein Mensch vermutlich nicht nur die Waffe, sondern die Glücksreserven seines restlichen Lebens. „Der Bogen ist eine schlechte Wahl. Es ist zu dunkel und die Handhabung ist zu schwierig“, beschloss Chase mit leiser Stimme. Er betrachtete die Waffen konzentriert und wog in seinen Gedanken ab, was sich am besten eignen könnte. Mit Waffengeschick würden sie diesen Kampf nicht gewinnen. Das Ganze durfte also nicht schon an den taktischen Überlegungen scheitern. Letztlich griff Chase nach einem der Schwerter. Es erschien ihm als das beste Werkzeug für jemanden, der noch nie eine Waffe geführt hatte. „Die Speere sind nutzlos, wenn uns etwas zu nah kommt. Ich halte die Klingen für die beste Wahl, was sagst du?“ In Chase Stimme schwang Anspannung und Furcht mit. Gwyneth kannte ihn gut genug, um diese Veränderung zu bemerken. Doch er zwang sich zur Ruhe, auch wenn das nur bedingt erfolgreich war.
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BeitragThema: Re: Eine diplomatische Konspiration   Sa 18 Aug 2018 - 16:40

Sie wusste, dass Chase sie am Liebsten davon abgehalten hätte, ihre Entscheidung über seine zu stellen. Und es tat ihr einerseits auch Leid, ihn zu übergehen, doch es kam für die Schlange einfach überhaupt nicht in Frage, dass sie ihn alleine zu der ominösen Prüfung antreten ließ. Ja, eigentlich wäre auch sie bereit gewesen, jene alleine zu bestreiten, doch dies hätte ihr Freund noch weniger zugelassen, weshalb sie bestimmte, dass sie zu zweit antreten würden. Denn trotz der Tatsache, dass Chase sich vielleicht für den Schlamassel verantwortlich fühlte, war Gwen doch der Meinung, dass es keine Rolle spielte und wenn es hart auf hart kam, würde sie ohnehin immer an seiner Seite stehen. Das hatte sie getan, als es darum ging, sich gegen Logan Campbell zu stellen und das würde sie auch jetzt tun, ganz egal, mit wie vielen Prüfungen die Zentauren ihnen entgegen kommen würden. Eine leise Erleichterung machte sich in ihr breit, als der Anführer der Pferdemenschen ihre Worte lobte und verkündete, dass sie damit bereits den ersten Teil der Prüfung bestanden hatten. Zu gerne hätte sie nun nach Chase' Hand gegriffen, doch da sich die Fesseln immer noch fest um ihre Handgelenke schnürten, blieb ihr nichts anderes übrig, als ihm ein Lächeln zu schenken. Wenn er es wollte, durfte er ihr später immer noch einen Vortrag darüber halten, dass sie ihn hätte alleine lassen sollen. Nun hieß es aber erst einmal, dass sie all ihre Kräfte zusammenstapelten, um lebend aus der Sache hier heraus zu kommen.
Aufmerksam lauschte sie Rasalas' Worten, als jener nun die weitere Vorgehensweise erklärte und war ein wenig froh darüber, dass es Ricardo war, welcher nun praktisch für sie verantwortlich war. Wäre ihnen der andere Bruder an die Seite gestellt worden, hätten sie sich wohl gleich ausliefern können. Endlich nahm jener ihnen auch die Fesseln ab und sofort fanden ihre Finger die von Chase, mit welchen sie die ihrigen fest verkeilte, damit man sie ja nicht wieder voneinander trennte. Dann folgten die Schüler dem Zentauren wie ihnen geheißen wurde und Gwyneth bemühte sich um einen ruhigen Atem. Ja, auch sie hatte Angst. Angst vor dem, was sie nun erwarten würde und natürlich auch Angst davor, was geschah, wenn sie scheitern sollte. Sowohl mit ihnen, als auch möglicherweise mit Hogwarts... Trotzdem durften sie sich von jener Furcht nicht lähmen lassen und obwohl die Slytherin sich fest auf die Unterlippe beißen musste, als sie den langen Tisch mit den Waffen erreichten, zwang sie sich, nichts von ihren Zweifeln nach außen dringen zu lassen. Die blauen Augen richteten sich ernsthaft auf den Zentauren, als jener ihnen nun einschärfte, was als nächstes passieren würde und wie sie sich zu verhalten hatten. So gut sie konnte, versuchte Gwyneth sich alles einzuprägen was er sagte und musste nicht nur einmal heftig schlucken. Es klang alles verdächtig danach, dass ihnen nicht der kleinste Fehler unterlaufen durfte, was ungeheuer ungerecht war, wenn man bedachte, dass sie einem Ritual beiwohnen mussten, das ihre eigene Rasse überhaupt nicht kannte. Aber wiederum blieb ihnen nichts anderes übrig und sie mussten ihr bestes geben.
Als Ricardos Einweisung schließlich zu Ende war, ließ Gwen sich das wichtigste daraus nochmals durch den Kopf gehen, ehe sie leicht nickte und einmal tief durchatmete, ehe sie mit Chase an die Waffen herantrat. Auch sie hatte natürlich keinerlei Erfahrung damit und es war wohl anzunehmen, dass es keine Option war, sich einfach durch die Pürfung zu zaubern. Also mussten sie sich wohl für eine Waffe entscheiden, die sie zumindest nicht behinderte. Schwerter waren sehr schwer, doch Chase hatte natürlich Recht damit, dass Speere ihnen nutzlos sein würden, wenn sie sich im Nahkampf zu verteidigen hatten. Und der Bogen... Nunja, obwohl es von Vorteil sein könnte, aus der Ferne einen Angriff zu starten, bräuchte es wohl ein bisschen Zeit, bis man damit richtig umgehen konnte und auch traf. Zeit, die sie wohl nicht hatten, weshalb Gwen schließlich zum selben Schluss kam wie Chase. „Ich schätze, du hast recht... Es wäre wohl töricht, das Risiko einzugehen, ob man vielleicht ein verstecktes Talent für Pfeil und Bogen aufweist.“, sprach sie und musste trotz der Situation ein wenig schmunzeln, ehe sie sich also ebenfalls eines der Schwerter griff, welche zum Glück nicht alle in der gleichen Größe geschmiedet waren und deshalb gerade die kürzeren ein wenig leichter zu führen waren. Das war ja schon einmal was. Dann drehte sich Gwen zu Chase um, trat nahe an ihn heran, um ihre Stirn an seine zu lehnen und ihm fest in die Augen zu sehen. „Egal wie das hier ausgeht. Ich wüsste niemanden, den ich gerade lieber bei mir hätte. Ich liebe dich.“, flüsterte sie ihm zu, ehe sie ihre freie Hand an seine Wange legte und ihm einen sanften Kuss auf die Lippen drückte. Dann griff sie wieder nach seiner Hand und atmete ein letztes Mal durch. „Also wollen wir?“
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BeitragThema: Re: Eine diplomatische Konspiration   Sa 18 Aug 2018 - 20:35

Die schnippische Bemerkung bezüglich des Bogentalents ließ auch Chase ein leichtes Grinsen aufsetzen. Das lag weniger daran, dass er sich wirklich daran erfreuen konnte, denn die Situation ließ das kaum zu, sondern viel mehr der Gedanke, dass es im Angesicht des Todes auch nicht förderlich wäre zusätzlich zu Jammern und Trübsal zu blasen. „Andererseits werden wir uns nicht lange drüber ärgern können, wenn es nicht so sein sollte“, entgegnete Chase aus trockener Kehle. Es verschlimmerte die Situation nicht, wenn man das unausweichliche ins Lächerliche zog. Für den Moment war dieser Umgang sogar eine gute Methode, um der bevorstehenden Prüfung ihren Schrecken ein Stück weit zu nehmen. Doch einen kurzen Moment des vollkommenden Friedens schuf Gwyneth erst, indem sie an den Campbell herantrat und ihm tief in die Augen blickte. Ihre Worte ließen den blonden Zauberer dankbar lächeln. Egal wie schrecklich die Prüfung sein würde und egal, wie diese enden würde, sie waren zusammen. Die Slytherins hatten bereits bewiesen, dass sie auch in ausweglosen Situationen eine Lösung finden konnten und wenn sie diese nicht fanden, dann nahm es den Konsequenzen ihren Schrecken, dass sie ihnen gemeinsam gegenübertreten konnten. Während sein Blick sich in den blauen Iriden der jungen Hexe verlor, war sämtliche Angst verschwunden. Der sanfte Kuss erfüllte Chase mit Kraft und zumindest für diesen Augenblick war die Welt noch einmal in Ordnung. Vielleicht zum letzten Mal, aber das wäre ok, denn sie traten dieses Schicksal gemeinsam an. „Ich liebe dich auch“, formten Chase Lippen nach dem Kuss mit leiser Stimme.
Ein Nicken bestätigte, dass auch Chase bereit war. Zumindest so bereit, wie man in so einer Situation sein konnte. Hand an Hand wollten sie der angekündigten Zeremonie entgegentreten, als Ricardo sie ein letztes Mal aufhielt. „Eure Zauberstäbe!“, fordere dieser und streckte den beiden eine geöffnete Hand entgegen. Ohne Gegenwehr, denn diese hatte sich bisher nicht bezahlt gemacht, händigten sie die einzigen Waffen aus, die sie in der Lage waren zu führen, bevor der vierbeinige Prinz die Schlangen zum Ort der Prüfung geleitete.
Der Teil des Dorfes, an welchem Ricardo den beiden klar machte, dass sie nun alleine weitermussten, war von einer bedrückenden Stille erfüllt, obwohl die Zentauren des gesamten Stammes versammelt zu sein schienen. Die Blicke der Pferdemenschen lagen auf dem jungen Paar, das Hand in Hand einen von Fackeln erleuchteten Weg entlang schritt, bis sie schließlich vor dem Stammesführer und seinem Sohn Nash zum stehen kamen. Die Hände der Slytherins lösten sich, so dass beide diese vor der Brust überkreuzen konnten, um den kurz zuvor erlernten Gruß zu vollziehen. „Ashem Mabek!“, kam es über Chase‘ Lippen und in seinen Worten lag etwas, was tatsächlich als Entschlossenheit interpretierbar gewesen wäre. Der wahre Ursprung der härte in seinen Worten entsprang jedoch der tiefen Wut auf Nash, die in diesem Moment wieder präsent wurde. „Folgt nun dem Weg. Möge das Schicksal auf eurer Seite sein.“ Die Worte des Stammesführers waren ruhig und dennoch mächtig. Chase‘ Finger verschränkten sich wieder mit Gwens, bevor die beiden den Blick von Rasalas abwendeten und den Fackeln folgten.
Der Weg führte in eine Art natürliche Arena, die von derart dichtem Nebel erfüllt war, dass man kaum die Hand vor Augen sehen konnte. Chase hob das Schwert, als die beklemmende Stille noch unangenehmer wurde. Die Wut auf den Zentaurenprinzen wurde von Angst und Sorge abgelöst. Was auch immer hier gegen die Schüler kämpfen sollte, es schien sich fast lautlos zu bewegen. Der Nebel nahm die Sicht und auch das Gehör brachte keine Orientierung. Chase spürte die Angst in sich wachsen und im selben Moment durchfuhr ein stechender und brennender Schmerz seinen Schwertarm. Ein schmerzerfülltes Stöhnen durchstieß die Stille. Bevor ein schockierter Blick eine Schnittwunde offenbarte, die von großen Klauen zu stammen schien. Der Griff um Gwyneths Hand wurde fester und der Slytherin wollte sich zur Ruhe zwingen, doch die Angst ließ sich nicht verbannen. „Das ist Irrsinn. Das Ding wird uns umbringen, wenn wir uns nichts einfallen lassen“, stellte der Schüler panisch fest und verfestigte den Griff um das Schwert. Doch die Waffe war vermutlich sinnlos, da sie ihren Gegner kaum wahrnehmen konnten.
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BeitragThema: Re: Eine diplomatische Konspiration   So 19 Aug 2018 - 18:59

Es gelang wohl auch nur dem Slytherin-Paar, dass sie es schafften, jene Situation noch ein bisschen mit Humor zu nehmen. Was nicht bedeutete, dass sie den Ernst der Lage übersahen, doch es würde ihnen wohl auch nicht helfen, wenn sie sich von ihrer Angst auffressen ließen. Wenn man immerhin bedachte, dass es möglicherweise das letzte Mal sein könnte, dass sie über etwas lächeln konnten, dann müsste das doch auch ausgenutzt werden. Jedenfalls half es definitiv, dass sie zu zweit hier standen. Es wäre nicht auszudenken gewesen, wie große Sorgen Gwen sich gemacht hätte, wenn Chase es tatsächlich durchgesetzt hätte, alleine zur Prüfung anzutreten. Wahrscheinlich wäre sie da noch im wahrsten Sinne des Wortes verrückt geworden und so stand ihnen zwar möglicherweise ihr letztes Stündlein bevor, doch zumindest gingen sie diesen Weg zusammen. Wenn es heute enden sollte, dann würde dies genauso passieren, wie vor so vielen Jahren ihr erster Schritt nach Hogwarts: Zusammen.
Auf den Lippen der Blonden enstand ein sanftes Lächeln, als sie Chase' Worte vernahm. Normalerweise gehörten die Slytherins wirklich nicht zu jenen Paaren, die sich lang und breit ihre Zuneigung zueinander zusäuselten, doch in dieser Situation erschien es doch mehr als angebracht, sich gegenseitig daran zu erinnern, wie viel sie einander bedeuteten. Und es brachte auch in Gwyneth eine gewisse Ruhe, die sie für das, was ihnen noch bevor stand, wohl sehr dringend brauchen würde. Als sich das junge Paar dann schließlich bereit erklärte, der Prüfung entgegen zu treten, wurden ihnen natürlich noch ihre Zauberstäbe abgenommen, womit Gwyneth zwar gerechnet hatte, doch fühlte sie sich gleich deutlich unsicherer ohne den einzigen Gegenstand mit dem sie sich halbwegs hätte verteidigen können. Aber es half nichts, sie mussten sich den Auflagen der Zentauren unterstellen und hoffen, dass sie es hier irgendwie lebend rausschafften. Also folgten sie nun dem Weg zurück ins Dorf, wie ihnen geheißen wurde, traten den von Fackeln erleuchteten Pfad entlang und Gwen zwang sich dazu, ihre blauen Augen auf den Stammesanführer zu fixieren. Innerlich wollte alles in ihr vor Angst zittern, doch nach außen hin war sie vollkommen ruhig, als auch sie zur gleichen Zeit wie Chase ihre Hände vor der Brust verkreuzte und die gelernten Worte sprach: „Ashem Mabek!“ Die Blonde war selbst ein wenig überrascht davon, wie fest ihre Stimme klang und nach einer kurzen Pause wies Rasalas sie an, ihren Weg fortzusetzen. Sogleich fanden sich wieder die Finger der Schüler und mit scheinbar entschlossenen Schritten, folgten sie dem vorgegebenen Pfad.
Die blonde Hexe musste die Augen zusammenkneifen, als sie die offenkundige Arena erreichten und der Nebel sie voll und ganz umhüllte. Die Frage, wie sie sich hier drinnen gegen irgendetwas verteidigen konnten, wurde durch das schmerzvolle Aufstöhnen ihres Freundes unterbrochen und sogleich glitt ihr Blick panisch zu Chase, auf dessen Schwertarm sich eine tiefe Schnittwunde ausgebreitet hatte - von welchem Wesen diese stammte wusste Gwen absolut nicht zu bestimmen. „Ach du... Wie sollen wir uns dagegen jemals verteidigen?“, entfloh es schockiert und nun auch ein wenig panisch ihren Lippen, während sie krampfhaft versuchte, irgendwas durch den Nebel zu erkennen. Doch es schien unmöglich, auch nur den kleinsten Hinweis darauf zu sehen, was um sie herum passierte. Sie war sich nicht einmal sicher, wie viel Platz sie hatten. Okay, uns muss schnell etwas einfallen..., drängte sich der offensichtliche Gedanke in ihren Kopf, während ihre Hände sich so fest um Chase' Finger und ihr Kurzschwert klammerten, dass jene zu zittern begannen. Auf einmal vernahm sie hinter sich ein lautes Krachen und irgendetwas großes schien auf sie zuzurollen - etwas, das sich als Felsen herausstellte und obwohl Gwen gerne die Frage gestellt hätte, woher so ein Felsen im Wald kommen könnte, blieb dafür keine Zeit mehr. „Pass auf!“, rief sie stattdessen und zog Chase mit sich zur Seite, sodass sie beide auf dem Boden kullernd dem Stein ausweichen konnten, welcher erst am anderen Ende der Arena mit einem lauten Geräusch aufgehalten wurde. Nun wussten sie immerhin ungefähr wie groß jene war. „Alles okay?“ Eine Frage, die eher automatisch kam und nicht weil sie sonderlich viel Zeit hatten, um sich gegenseitig nach Wunden und Schrammen abzusuchen. Kaum hatten sie sich nämlich wieder auf die Beine gehievt, erfasste sie ein Windhauch, der von einer scheinbar riesigen Gestalt kommen musste, die sich mit rasender Geschwindigkeit an ihnen vorbei bewegte. Verzweifelt durchforstete die Hexe ihr Gehirn nach magischen Wesen, doch ihr wollte nichts einfallen, was ihnen möglicherweise weiterhelfen könnte. Wenn sie nur etwas sehen würden! „Lass uns Rücken an Rücken stehen, so haben wir zumindest eine Chance uns gegenseitig zu decken.“, schlug sie dann vor und stellte sich eng an den Rücken ihres Freundes, das Schwert nun mit beiden Händen festhaltend und versuchend, irgendein verräterisches Geräusch zu vernehmen. Dann aber schlug etwas mit voller Kraft auf ihre Arme ein, ein brennender Schmerz durchbohrte ihre Haut und das Kurzschwert wurde klirrend weggeschleudert. Ein Aufschrei begleitete jenes Klirren und Gwen ging ein wenig in die Knie, während ihr linker Arm von der Schulter abwärts heftig brannte. Sie konnte kaum sehen, was den Schmerz ausgelöst hatte, doch die wichtigste Sache verdrängte die Verletzung: „Mein Schwert! Ich hab das Schwert verloren, verdammt!!“, rief sie aus und obwohl sie weit weg von einer Heulsuse war, hätte sie nun wohl nichts lieber getan, als sich am Boden eingerollt und solange geweint, bis dieser Albtraum vorbei war. Aber das ging nicht. So schwer es auch zu begreifen war, sie waren in keinem Traum und sie mussten hier einfach lebend rauskommen! „Ich muss es wiederfinden, wir brauchen jede Waffe die wir kriegen können!“ Selbst wenn jene ihnen im Moment noch nicht viel gebracht hatte, doch irgendwie musste sie ihnen von Nutzen sein, sonst hätten die Zentauren sie auch gleich ohne jegliche Hilfsmittel hier reinschicken können.
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BeitragThema: Re: Eine diplomatische Konspiration   So 19 Aug 2018 - 22:03

Auch Chase entging das krachende Geräusch nicht. Er war jedoch so sehr damit beschäftigt die Fassung zu bewahren, dass die Reaktion der blonden Hexe ihm das Leben rettete. Sie zog den Slytherin mit sich zu Boden, so dass dieser dem herannahenden Felsen entging. Dass er auf dem verletzten Arm landete, nahm der Schüler kaum wahr, denn der Schmerz wurde von Angst verdrängt. Für ihn war das Ganze eine eindeutige Sache. Es stellte sich kaum noch die Frage, ob sie gewinnen oder verlieren würde. Es ging lediglich noch darum, wann sie in dieser Arena ihr Leben lassen würden. Chase war zwar ein durchaus optimistischer Mensch, kam aber unter Berücksichtigung der Fakten nur zu dem Entschluss, dass sie diesen Kampf nicht gewinnen konnte.
Auf die Frage nach seinem Zustand antwortete der Campbell im Eifer des Gefechts gar nicht. Denn auch wenn er keine Chancen für einen Sieg sah, wollte er nicht aufgeben. Alleine hätte er das vielleicht getan, aber ihm war bewusst, dass Gwen nur seinetwegen in dieser Lage steckte und er würde alles geben, um sie vor Schaden zu bewahren. Für sie würde er kämpfen, egal wie aussichtlos es schien. „Ja, gute Idee!“, war die kurze Rückmeldung zu der vorgeschlagenen Taktik. Rücken an Rücken könnten sie sich gegenseitig schützen, zumindest theoretisch. Praktisch hatten die beiden es immer noch mit einer Kreatur zu tun, die sich ungesehen und leise bewegen konnte und somit kaum zu bekämpfen war. Für einen Augenblick kehrte absolute Ruhe ein. Nur der Atem der beiden Slytherins durchbrach die Stille und Chase hörte seinen beschleunigten Herzschlag in seinen Ohren pochen. Konzentriert und noch immer angsterfüllt fuhr der Blick durch den dichten Nebel. Die Hände umklammerten das Schwert und waren bereit bei der kleinsten Beobachtung zuzuschlagen. Doch erneut kam ihnen die Kreatur zuvor. Gwens Schrei und das Klirren von Metall ertönten fast zeitgleich. Erschrocken und besorgt fuhr Chase herum. Sein Blick erfasst die am Boden kniende Hexe und die Schnittwunden an ihrem Arm. Die Angst in dem blonden Slytherin wich zurück und Wut erfüllte ihn. Er konnte es nicht ertragen, Gwyneth so zu sehen. Was auch immer sie verletzt hatte, sollte dafür bezahlen. Chase kniete sich zu der Slytherin und warf einen genaueren Blick auf die Wunde an ihrem Arm. Mit seinem Zauberstab hätte er sie problemlos heilen können, aber die Stäbe hatte ihnen das elende Huftier abgenommen. Bevor der Slytherin das Wort an Gwen richten konnte, spürte er erneut einen Luftzug, der ihn aufspringen ließ. Mit einem Schrei, der seiner Wut entsprang, machte er einen großen Schritt in Richtung eines Schattens, der im Nebel aufgetaucht war. Der Gegner wich zurück und verschwand im Nebel.
Sofort begab der Zauberer sich wieder zu Gwyneth. Sie hatte ihr Schwert verloren, was den metallischen Klang erklärte. Doch Chase zweifelte ohnehin daran, dass die Waffen die beiden besonders weit brachten. „Wir können es ohnehin nicht töten“, wollte er Gwen von der Suche nach dem Schwert abhalten. Sein Blick war dabei in den Nebel gerichtet. Erneut ein Luftzug, ein Schatten und ein aggressiver Sprung von Chase. Der Schatten wich zurück, so wie er es zuvorgetan hatte und Chase sah darin die Bestätigung einer Theorie. „Ricardo hat gesagt, wir dürfen keine Angst haben. Es attackiert uns nur, wenn wir Angst haben.“ Eine Feststellung, die der Schlüssel zum Sieg sein könnte. Doch das war leichter gesagt als getan. Chase konnte seine Angst durch Wut überwinden. Die Drang Gwyneth zu schützen war größer, als die Angst vor dem unbekannten Gegner. Doch sie mussten die Angst beide dauerhaft überwinden.
Entschloss kniete er sich wieder zu Gwen, ließ das Schwert fallen und legte seine Hände an ihr Gesicht, bevor er seine Stirn an ihre legte, so wie sie es vor dem Kampf getan hatte. „Wir kommen hier raus. Wir müssen uns aufeinander konzentrieren.“ Zumindest im Kopf musste es ihnen gelingen diesen Ort zu verlassen. Wenn die Gefahr in ihren Köpfen nicht mehr präsent war, dann konnten sie sich auch nicht davor fürchten. „Erinnerst du dich noch daran, wie wir uns kennengelernt haben? Damals im Zug?“ Natürlich konnte Gwyneth sich daran erinnern, aber möglicherweise war es auf diese Weise möglich der Wirklichkeit zu entfliehen und die Angst abzulegen. „Ich bin so froh, dass du damals in mein Abteil gestiegen bist.“ Chase fixierte die blauen Augen der blonden Hexe und musste daran denken, wie er ihr lächeln damals zum ersten Mal gesehen hatte. Die beiden hatten bereit eine lange gemeinsame Geschichte und diese Verbindung war stark genug, um sie dieser Situation entfliehen zu lassen.
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BeitragThema: Re: Eine diplomatische Konspiration   So 19 Aug 2018 - 23:18

Ihr linker Arm begann schmerzhaft zu pulsieren, während Gwen alles dafür tat, um sich nicht von der Angst überwältigen zu lassen. Wie sollten sie hier jemals rauskommen? Sie waren minderjährige Schüler! Selbst wenn sie ihre Zauberstäbe gehabt hätten, wäre es riskant gewesen, dass ihnen genau die richtigen Zauber eingefallen wären, doch so? Mit Schwertern? Sie brauchten sich doch nichts vormachen, nur weil sie ein wenig mit einer Waffe herumwedelten, würden sie jene noch lange nicht beherrschen können. Abgesehen davon, dass sie beide doch auch unmöglich in der Lage sein würden, diese riesige Bestie - was auch immer es war - zu töten. Eine Mutlosigkeit brach über Gwen herein, wie sie sie noch nie zuvor erlebt hatte, denn es schien, dass es keinen Weg gab, der sie hier wohlbehalten wieder heraus führen könnte. Die Tatsache, dass sie eigentlich nicht mehr als Kinder waren, die eine Prüfung bestehen sollten, die weit mehr von ihnen abverlangte, als sie an Kräften aufstellen konnten, war furchteinflößend und zwang gleichzeitig fast im Vorhinein zu purer Resignation. Gwyneth bemerkte nicht, wie Chase es schaffte, den Schatten zurück in den Nebel zu vertreiben, ihre blauen Augen versuchten irgendwie den Boden zu erspähen, um dort vielleicht ihr Schwert wiederfinden zu können, doch natürlich war dies vergeblich. Da müsste sie schon auf Knien über die Erde rutschen und auf das Glück hoffen, dass sie die Klinge irgendwie ertastete, doch bis es soweit war, würden ihr vielleicht schon mehrere Gliedmaßen fehlen. Zumindest wenn die Kreatur sie nochmals so attackierte wie zuvor.
Erst Chase' Stimme erweckte sie ein wenig aus ihrem gelähmten Zustand, auch wenn es ihr zuerst wenig Mut machte, dass er zur selben Erkenntnis kam, dieses Ding ohnehin nicht töten zu können. Doch scheinbar war ihm etwas anderes eingefallen, das ihnen vielleicht helfen würde und die Hexe blickte zu ihrem Freund auf, als jener sich nun mutig zu ihr kniete und freiwillig sein Schwert sinken ließ. Auch sie erinnerte sich daran, was Ricardo gesagt hatte, doch es war wirklich sehr simpel zu sagen, dass man keine Angst haben sollte, obwohl man sich in einer Nebelschwade befand, die so dicht war, dass man die eigene Hand nicht vor Augen sehen konnte und dabei noch von irgendetwas angegriffen wurde, das einen leicht in Stücke reißen könnte, wenn es wollte. Mit angsterfüllten Augen sah Gwen Chase ins Gesicht, als jener nun das ihrige in seine Hände nahm und seine Stirn an ihre legte, so wie sie es zuvor getan hatte. Sie drückte die Lippen aufeinander und versuchte ihren Atem zu beruhigen, während sie sich voll und ganz auf den Slytherin konzentrierte. Und es funktionierte, denn sowie er ihre erste Begegnung ansprach, als sie sich damals im Hogwartsexpress getroffen hatten, tauchten Bilder von jenem Ereignis vor Gwyneths innerem Auge auf. Sie nickte sanft, als Zeichen, dass sie sich erinnerte und dachte daran, wie nervös sie damals gewesen war, weil sie absolut nichts von Hogwarts gewusst hatte. Aber Chase hatte sie weder verurteilt noch ausgelacht, er hatte ihr die Häuser erklärt und ihr sogar ihren ersten Zauberspruch beigebracht. Mit dieser Erinnerung im Kopf, füllten sich ihre Augen nun doch mit Tränen, doch weniger, weil sie Angst hatte, sondern weil sie umso dankbarer war, Chase nun bei sich zu haben. „Ich weiß es noch wie heute... Das war zweifellos der beste Tag meines Lebens, denn er hat alles andere was danach kam erst möglich gemacht.“, erwiderte sie leise und legte schließlich ihre Hände ebenfalls an seine Wangen. Die Erinnerung der ersten Begegnung breitete sich aus und immer mehr Bilder ihrer gemeinsamen Vergangenheit kamen ihr ins Bewusstsein. Der damalige Weihnachtsball und das Badezimmer der Vertrauensschüler, als Peeves sie eingeschlossen hatte und zu einem Kuss gezwungen hatte, welcher sie letztlich zusammenbrachte, wie sie sich gegenseitig bezüglich der familiären Probleme immer unterstützt hatten... Das alles kam in Gwen hoch und löste die erste Träne aus ihrem Augenwinkel. „Vor einer Sekunde hab' ich noch gedacht, die Angst bringt mich um... Aber eigentlich... wovor soll ich schon Angst haben? Selbst wenn wir es hier nicht raus schaffen, selbst wenn das unser letzter Augenblick ist... Mit dir trete ich allem entgegen und solange du bei mir bist, habe ich auch keine Angst. Du bist meine Konstante. Ob in diesem Leben oder im nächsten, du wirst es immer sein, Chase.“, sprach sie weiter und sah ihrem Freund dabei fest in die Augen. Ihre Umgebung war für Gwen bereits verschwommen, es war ihr vollkommen gleichgültig geworden, wo sie waren oder was in den nächsten Sekunden passierte. Da waren nur sie und Chase.
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BeitragThema: Re: Eine diplomatische Konspiration   Mo 20 Aug 2018 - 19:04

NPC Steuerung: Alle Zentauren

Die Lage sah schrecklich für die jungen Zauberer aus und Ricardo befürchtete bereits, dass ein Krieg mit der Menschenwelt unvermeidlich sein würde. Zweifelsohne würde er an der Seite seines Vaters kämpfen für den Sieg, auch wenn er diesen Krieg verachten würde. Aber Loyalität und Ehre waren nunmal das wichtigste für einen Zentauren und keiner mied einen ehrenvollen Kampf, auch wenn der Gegner überlegen war. Am Ende zählten Strategie und Kampfgeist, der Mut bis zum bitteren Ende, bis zum letzten Mann zu kämpfen. Innerlich hoffte er immer zu, dass die beiden Schüler seine Botschaft endlich verstanden, denn nur so konnten sie überleben. Nur ein ausgewachsener Zentaur mit dem Training das einem hier im Walde zu Teil wurde, könnte diese Bestie wirklich töten.Sein Vater war ein weiser Zentaur und wusste sehr genau um was in dieser Prüfung wirklich ging.

Ricardos Blick glitt zu seinem Bruder Nash, der aufmerksam verfolgte was sich in diesem Nebel zutrug. Er wirkte angespannt und schien als es so wirkte das sie sterben würden, sichtlich amüsiert über den schlechten Ausgang des Kampfes. Als plötzlich dieser zu Ricardo sah und zu ihm herüberkam. "Ricardo, mein Bruder. Du bedeutest mir alles, wir beide könnten zusammen soviel erreichen. Du wirst noch an meine Worte denken wenn es Krieg gibt, aber...", er machte eine Pause und wandte sich nun Ricardo vollkommen mit seinem gesamten Körper zu, "wenn es zum blutigen Kampf kommt, wirst du da loyal an meiner Seite stehen? Kämpfend in den Tod reiten oder siegreich über den Leichen unserer Feinde stehen und darauf trinken?", Ricardo zögerte mit der Antwort und sah ihm tief in die Augen die von Ehrgeiz und Übermut zerfressen wirkten. Er ballte seine Fäuste, denn was er da verlangte war sehr schwierig, nein nahezu unmöglich für einen Zentauren der den Frieden wollte. Sein Blick fiel auf seinen Vater, der scheinbar auch begierig auf Ricardos Entscheidung wartete. Es war als hätten sie sich gegen ihn verschworen, aber im Grunde war sein Vater in diesem Moment nicht mehr sein Vater sondern sein Anführer. Er erinnerte sich noch als er ein kleiner Jüngling war und sein Vater bereits Stammesoberhaupt, da hatte er ihm einmal etwas sehr wichtiges mit auf den Weg gegeben.

"Mein Sohn, du musst verstehen das ich nicht immer ein Vater sein kann. Manchmal bin ich nicht dein Vater, dann bin ich dein Anführer, dein Stammesführer dem zu dich zu beugen hast. Das wirst du heute nicht verstehen und auch morgen nicht, aber eines Tages wenn du selbst Anführer bist und einen Sohn hast, dann wirst du es verstehen. Das Wohl des Stammes ist mehr als das Wohl unserer Familie. Ich bin dem Stamm und seinen Traditionen und Werten verpflichtet. Aber egal wie schroff oder ungerecht ich in deinen Augen vielleicht manchmal sein werde, im Herzen werde ich immer dein Vater sein. Ebenso musst du deinen Bruder sehen, er mag schneller lernen als du, er mag sogar besser vorankommen als du, aber das wahre Talent liegt nur in dir. Du musst immer loyal zu deiner Familie und besonders zu deinem Stamm sein. Denn eines Tages wirst du meine rechte Hand sein und die Zentauren vielleicht in einem Kampf befehligen, genau darauf bereite ich dich vor."

harte Worte, die Ricardo damals sehr weh taten einerseits. Damals begriff er nicht, wie sein Vater einfach nicht sein Vater sein wollte. Mit der Zeit hatte Ricardo gelernt wann sein Vater als sein Vater sprach oder eben als sein Stammesführer. Genauso war es in diesem Moment, wo Nash ihm eine Entscheidung abrang. Daher atmete er tief durch und schlug sich leicht mit der Faust auf die Brust, "Meine Loyalität gilt meinem Stamm und meiner Familie. Bruder, ich werde loyal an deiner Seite kämpfen wenn es zum Krieg kommt, ob Sieg oder Niederlage, wir gehen kämpfend in den Tod wenn es sein muss.", Nash grinste und sein Vater nickte ernst, bevor er sich ihnen beiden je eine Hand auf die Schultern legte, "Brüder müssen immer zusammenhalten, nur zusammen könnt ihr diesen Stamm führen. Ich bin stolz auf euch, aber ihr beide müsst viel lernen, auch du Nash. Du musst deinen Ehrgeiz und deinen Großmut zügeln, sonst wird er dein Ende sein und du Ricardo, musst wesentlich härter sein mit den Gesetzen des Waldes, denn sie sind hart zu uns und haben aus uns das gemacht was wir heute sind. Krieger des Waldes, Beschützer des Waldes und Einheimische des Waldes. Dies ist unsere Heimat und egal wie sehr wir jemanden mögen, wir sind unserer Heimat immer loyal.", erklärte er, als es einen lauten Jubel gab und sie alle gespannt auf die Mulde hinabblickten.

Rasalas lächelte als ob er den Ausgang des Kampfes geahnt hätte. Sein Blick glitt zu Ricardo. "Mein Sohn, hol sie vor den Stamm.", Ricardo ritt voraus in die Mulde und näherte sich den beiden Schülern mit ernstem Blick. "Rasalas der Stammesführer erklärt die Prüfung für beendet, folgt mir.", sagte er kurz und bündig und ging mit einer Fackel in der Hand voraus. Die Bestie hatte sich inzwischen in ihre Höhle zurückgezogen und vermied jeden weiteren Kontakt. Ricardo brachte indes die beiden Slytherin-Schüler vor den Stamm und verneigte sich vor seinem Vater, ehe er an seine trat und ihm das Wort überließ. Ernst aber lächelnd sah er zu den beiden verwundeten Schülern und dann kurz zu seinen Söhnen. "Jünglinge von Hogwarts, ihr habt die Prüfung des Waldes bestanden. Es erfordert viel Willenskraft einen Feind zu töten, aber es ist nicht immer ganz klar wer der wahre Feind ist. Der Feind ist die eigene Angst die einen als Geisel hält. Es erfordert nicht nur Willenskraft, sondern auch Kampfgeist und viel Mut seine eigene Angst zu bekämpfen und sich dafür zu entscheiden aufrecht aber vor allem gemeinsam in den Tod zu gehen. Ihr habt heute vieles bewiesen, Loyalität, Mut, Selbstlosigkeit und Kampfgeist. Ihr habt eure Angst überwunden und darüber hinaus, wart ihr bereit für den je anderen einzustehen. Dies sind die Qualitäten eines Kriegers, eines Bewohners dieses Waldes. Damit ist der schwarze Fleck auf eurer Seele reingewaschen und es freut mich euch in die Freiheit zu schicken.", erklärte er und der Stamm jubelte erfreut über das Ende, auch wenn Nash sich sehr im Hintergrund hielt und nicht sehr erfreut wirkte. "Da ihr mit meinem Sohn offensichtlich gut zurecht kommt, wird Ricardo euch bis zum Waldrand eskortieren. Euch soll kein Leid zugefügt werden. Behaltet das was heute geschehen ist tief in euren Herzen, seht es als Lektion für das was wirklich zählt, mit besten Wünschen, möge das Schicksal euch wohlgesonnen sein.", sie alle machten eine rituelle Geste und so endete ein gefährlicher Drahtseilakt zwischen Krieg und Frieden zweier Völker. Ricardo begleitete die beiden Schüler noch zurück bis zum Waldrand wo er sie sich selbst überließ. Von dort an waren sie nicht mehr in Gefahr und der Frieden ein weiteres Mal gewahrt.
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BeitragThema: Re: Eine diplomatische Konspiration   Mo 20 Aug 2018 - 20:07

Gwyneth ließ sich auf die gedankliche Flucht ein und gemeinsam verließen die beiden gemeinsam den Schrecken der Arena. Chase war voll und ganz auf die blauen Augen und die Stimme der Hexe konzentriert. Er lauschte ihren Worten und die Angst war voll und ganz vergessen. Ein glückliches Lächeln lag auf den Lippen des Slytherins und als Gwyneths Worte endeten, erklang seine Stimme erneut. „Gemeinsam können wir jeden Weg bewältigen. Es ist egal, wie das hier ausgeht. Irgendwo wird es uns hinführen und dort werden wir gemeinsam sein. Gwen, du bist das wichtigste für mich und das wird sich nie ändern.“ Der junge Zauberer legte seine Lippen auf die der blonden Hexe, um die gemeinsame Flucht aus der Realität fortzusetzen und kaum hatten sich die beiden Schüler wieder voneinander gelöst, brach ein warmes Licht durch den Nebel. Es war Ricardo, welcher mit einer Fackel an die Slytherins herantrat, um sie aus der Arena zu geleiten. Ein erleichtertes Lächeln lag auf Chase Lippen und war direkt an Gwyneth gerichtet. Er wusste, dass er seiner Freundin sein Leben zu verdanken hatte, denn diese Arena hätte er alleine nicht überleben können.
Auch beim verlassen der Arena verschränkten sich die Finger der Schüler erneut, so dass sie gemeinsam vor Rasalas traten, der das Wort an sie richtete. Chase war derart erleichtert und froh über den Ausgang der Prüfung, dass er den Worten des Stammesführers kaum folgen konnte. Er war nun wirklich nicht in der Verfassung, um sich von der Kreatur, die Gwens und seinen Tod in Kauf genommen hätte, belehren zu lassen. Der Campbell verzichtete darauf ein Wort des Dankes an Rasalas zu richten. Er war ihm nicht dankbar. Die Freiheit hatten sich die Schüler selbst erkämpft. Der Zentaur hatte keinen Anteil daran. Lediglich Nash widmete er noch eines letzten Blickes, bei welchem sich der Slytherin ein triumphierendes Grinsen nicht verzichten konnte, auch wenn die nachlassende Aufregung langsam die Schnittwunden spürbar werden ließ.
Ricardo, der einzige seiner Art, der heute für die Schüler eingestanden war, begleitete diese bis zum Rand des Waldes, von wo aus die Lichter des Schlosses bereits zu sehen waren. „Danke“, sprach der Slytherin knapp, aber aufrichtig zu dem Zentaur und überkreuzte dabei die Arme vor der Brust. Ein Zeichen von Ehre, so hatte Ricardo die beiden gelehrt und diese Ehre hatte der Prinz in dieser Nacht zweifelsfrei bewiesen. Er gab den beiden die Zauberstäbe zurück und verabschiedete sich dann von ihnen. Schnelle Schritte trugen den Vierbeiner zurück in die Schatten des Waldes, während das angeschlagene Paar sich von eben jenen entfernte und sich dann in sicherem Abstand einfach auf dem Boden niederließ. Der Schock ließ nach und die Wunde an Chase Arm machte sich durch immer stärke werdenden Brennen bemerkbar. Doch zunächst wollte er sich um Gwen kümmern, die eine ähnliche Verletzung erlitten hatte. „Zeig mir deinen Arm“, forderte er sie mit sanfter Stimme auf, um dann den Stab auf die Wunde zu richten. Magie reinigte die Wunde und ließ die Haut schließlich narbenfrei regenerieren. Der Slytherin war mit vielen Arten der Magie nicht besonders vertraut, aber Heilzauber lagen ihm, wie es nur bei wenigen der Fall war. Der Grund lag irgendwo zwischen einer Begabung und einer unangenehmen Vergangenheit, die diese Form von Zaubern erforderte. Auch seine eigene Wunde versorgte er, um den Schmerz zu verbannen. "Bist du sonst in Ordnung?" Eine Frage, die lediglich auf Wunden abzielte. Denn innerlich würden beide noch Zeit brauchen, um die Erlebnisse zu verarbeiten.
Ohne dich hätte diese Prüfung mich umgebracht“, stellte Chase erneut fest. Er war gewillt gewesen alleine anzutreten und hätte Gwyneth das zugelassen, hätte der Slytherin diesen Wald nicht mehr verlassen. „Danke, dass du mir nicht von der Seite gewichen bist.“ Chase Hände hatten erneut die der blonden Hexe ergriffen. Obwohl die beiden absolut nicht zu den Paaren gehörten, die aneinander hingen wie Kletten, erfüllten Chase die Erlebnisse dieser Nacht doch mit einem ziemlichen großen Bedürfnis nach Nähe.
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BeitragThema: Re: Eine diplomatische Konspiration   Di 21 Aug 2018 - 11:13

Wahrscheinlich wären sie einen kläglichen Tod gestorben, wenn Chase nicht begriffen hätte, dass es nicht darum ging, sich wirklich zu verteidigen, sondern gegen die eigene Angst anzukämpfen. Und es war wohl anzunehmen, dass sie dies beide nur schafften, weil sie einander hatten, jedenfalls wüsste Gwen nicht, wie sie es alleine hätte schaffen können. Und in just diesem Moment, in welchem sie Chase' Worten lauschte, empfand sie nichts anderes als tiefe Dankbarkeit und Zuneigung. Dankbarkeit für ihn, zweifellos ihre erste große Liebe, für alles, was sie gemeinsam erlebt und durchgestanden hatten. Dafür, dass sie einander immer den Rücken freigehalten hatten und sich durch dick und dünn gekämpft hatten. Und ja, obwohl sie hier genauso gut ihrem letzten Augenblick hätten entgegen sehen können, war Gwen doch unheimlich froh, dass sie den Weg an Chase' Seite hatte gehen dürfen. Liebevoll erwiderte sie seinen Kuss und störte sich nicht daran, dass weitere Tränen sich aus ihren Augenwinkeln schlichen und ihre Wangen benetzten. Hier in dieser Arena zu sitzen und gleichzeitig zu wissen, dass man in den nächsten Sekunden vielleicht tot sein könnte, aber genauso den Moment zu schätzen, weil man ihn mit dem wichtigsten Menschen teilte, war schlichtweg überwältigend.
Kaum hatten sich die Schüler wieder voneinander gelöst, durchbrach ein helles Licht den Nebel und so war es kaum notwendig, dass Gwen noch etwas sagte. Sie hatten es geschafft... Dies war der einzige Gedanke, der nun Einzug in ihren Kopf erhielt und nachdem Chase ihr auf die Füße geholfen hatte, verkeilten sich ihre Hände wiederum miteinander und sie folgten Ricardo zurück vor den Stamm. Dort klärte sie Rasalas über den wahren Sinn der Prüfung auf und obwohl Gwyneth seine Worte wahrnahm, spürte sie doch langsam, wie das Adrenalin ihren Körper verließ und die Gliedmaßen ermüdeten. Zusammen mit dem wieder aufflammenden Schmerz ihres linken Arms. Auch die Blonde sagte nichts, sondern nickte dem Stammesführer der Zentauren lediglich zu, ehe sie von Ricardo an den Rand des Waldes gebracht wurden. Er war heute der einzige gewesen, der sich für ihren Schutz stark gemacht hatte, weshalb auch Gwyneth sich herzlich bedankte und nachdem der Pferdemensch zwischen den dichten Bäumen verschwunden war und die Slytherins den Abstand zum Wald als halbwegs sicher befanden, ließen sie sich erschöpft im Gras nieder. Mit einem Mal brach die Erschöpfung über sie herein und Gwen verzog das Gesicht ob des brennenden Schmerzes ihrer Wunde. Doch Chase hatte bereits seinen Zauberstab gezogen und wies sie an, ihm die Möglichkeit zu geben, sich um ihre Verletzung zu kümmern. Ein erleichtertes Seufzen entfloh den Lippen der Hexe, als sich die Wunde von selbst schloss und sie nickte ihrem Freund dankbar zu, als er sich nach weiteren Verletzungen erkundigte. „Ja, ich denke schon. Vielen Dank.“, erwiderte sie und fuhr sich schließlich einmal mit den Fingern übers Gesicht, um sich die letzten Spuren von den Tränen und dem Schmutz der Arena fortzuwischen. Dann legten sich ihre blauen Augen wieder auf Chase, als jener nun die unangenehme Tatsache aussprach, dass er es wohl alleine nicht aus der Prüfung geschafft hätte. „Ich glaube, das hätte so leicht niemand alleine geschafft.“, gab sie zurück, was nichts mit Schwäche zutun hatte, sondern lediglich damit, dass es nahezu unmöglich war, sich ganz alleine gegen die eigene Angst zu stellen, ohne sich an jemandem festhalten zu können. Ein warmes Lächeln kehrte jedoch gleich auf die Lippen der Johnson zurück und sie schüttelte leicht den Kopf. „Ich kann nicht glauben, dass du das ernsthaft von mir erwartet hättest.“ Keine richtige Kritik, sondern vielmehr ein fast schon humoristischer Kommentar, wo sie doch all die Jahre immer zusammen gehalten hatten und keine Macht der Welt sie dazu gebracht hätte, ihn alleine zurück zu lassen. „Nichts hätte mich davon abhalten können.“, betonte sie dann aber noch deutlich ernsthafter, ehe sie ihre Hände sanft aus seinen befreite, jedoch nur, um ihn nachher in eine feste Umarmung zu ziehen. Heute war es ihr gleichgültig, wie kitschig sie wirken mussten. Andere Paare sollten erst einmal das überstehen, was sie durchgemacht hatten. „Und nichts wird mich je davon abhalten können. Nicht einmal du.“, fuhr sie lächelnd fort und drückte Chase einen Kuss auf die Wange, während sie ihn wieder losließ und anschließend ihrerseits wieder nach seinen Händen griff. Dann schwieg sie für einen Moment, ehe sie ihm wieder ins Gesicht sah: „Ich weiß, wir haben heute die Grenzen an verbotenen Tätigkeiten ziemlich ausgemerzt... Aber denkst du wir können uns heute Nacht in unseren Raum zurückziehen? Ich wäre ungern alleine...“, bat sie ihn und wusste, dass dies eigentlich so gar nicht nach ihr klang. Aber bei Merlins Bart, sie wären vor ein paar Minuten noch beinahe umgekommen, da würde dies wohl jeder verstehen.
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BeitragThema: Re: Eine diplomatische Konspiration   Di 21 Aug 2018 - 18:28

Ich habe nie daran gezweifelt, dass wir ein gutes Team sind“, begann Chase, als Gwyneth sich dazu äußerte, dass sie ihn nie alleine in die Arena gelassen hätte. Keinesfalls sollte sie das für den Grund für Chase Entscheidung halten. Er hielt sie nicht für schwach und war jederzeit davon überzeugt gewesen, dass sie bei jeder Art von Prüfung eine große Hilfe gewesen wäre. Sein Grund dafür, dass er alleine antreten wollte, war ein ganz anderer gewesen. „Ich wollte dich einfach schützen. Ich hatte unheimliche Angst vor dieser Prüfung, aber ich hatte noch viel mehr Angst davor, dass dir etwas geschehen könnte.“ Chase war kein Mensch, der offen über seine Gefühle sprach. Gwyneth war vermutlich die einzige, der er sich vollständig öffnen konnte und dennoch waren seine Worte in dieser Nacht deutlich emotionaler, als es normalerweise der Fall war. Die beiden befanden sich in einer Ausnahmesituation und es tat gut über diese Gefühle zu sprechen. Er war bei seinen Entscheidungen seiner Angst gefolgt und Gwen hatte ihm bewiesen, dass er den falschen Weg gewählt hatte. „Ich hoffe wirklich, dass uns so ein Scheiß nie wieder passiert“, ergriff Chase erneut das Wort und trug dabei ein erleichtertes Lächeln auf den Lippen. „Aber ich weiß jetzt, dass wir immer als Team antreten sollten. Es muss ja nicht gleich eine lebensgefährliche Zentaurenprüfung sein.“ Ein fast amüsierter Gesichtsausdruck zeichnete sich auf Chase‘ Miene ab. Es war dieser Moment, in welchem er erst so richtig realisierte, was vor Kurzem überhaupt geschehen war und wie viel Glück die beiden hatten, dass sie nun unversehrt voreinander standen und sich in die Arme schließen konnten.
Auch der blonde Zauberer legte seine Arme um die Hexe, als diese ihn in eine feste Umarmung zog. Für einen Augenblick schwiegen sie und genossen die Nähe, bevor Gwen deutlich zu verstehen gab, dass sie nichts davon abhalten könnte, dem Slytherin zur Seite zu stehen. Ein aufrichtiges und warmes Lächeln lag aufs Chase Lippen. „Und genau deshalb brauche ich dich so sehr. Darum bist du das Beste, was mir je passieren konnte.“ An diesem Abend waren die beiden eines dieser kitschigen Paare, die sie sonst so belächelten. Doch das war nicht schlimm, denn die Nähe zueinander heilte die Wunden, die ein Heilzauber nicht behandeln konnte und nach den vergangenen Erlebnissen hatte das Paar sich diese Form der Nähe mehr als verdient.
Zunächst erfolgte ein stummes Nicken, als Gwyneth darum bat die Nacht in der Kammer zu verbringen, die das Paar sich vor einigen Wochen heimlich eingerichtet hatte. Der Vorschlag traf bei Chase natürlich auf Zustimmung. Auch er hatte nach den lebensgefährlichen Ereignissen das Bedürfnis bei Gwen zu bleiben. In seinem Bett im Schlafsaal würde er in dieser Nacht nämlich keine Ruhe finden, dazu war er innerlich noch viel zu aufgewühlt. Dass die blonde Hexe aber in der Lage war, ihn zur Ruhe zu verhelfen, sollte spätestens nach dieser Nacht deutlich geworden sein. „Das klingt nach einer guten Idee.“ Auf diesen Regelverstoß kam es auch nicht mehr an und die Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden, wäre in der Nähe der Gemeinschaftsräume ohnehin viel höher, als auf dem abgelegenen Korridor, auf welchem sich der besagte Raum befand. Wie so oft in dieser Nacht ergriff Chase wieder die Hand der blonden Hexe, um mit ihr gemeinsam zum Schloss zurückzukehren.
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BeitragThema: Re: Eine diplomatische Konspiration   Di 21 Aug 2018 - 23:15

Es wäre wohl nicht nötig gewesen, dass Chase es nochmals deutlich machte, weshalb er zu Anfang die Prüfung alleine hatte ablegen wollen. Gwen wusste, dass es nicht daran gelegen hatte, dass er sie unterschätzt hatte, doch die Tatsache, dass er dennoch betonte, sie beschützen zu wollen, ließ ein warmes Lächeln auf ihren Lippen entstehen. „Ich weiß und das bedeutet mir sehr viel. Ich hatte wahrscheinlich noch nie in meinem Leben so große Angst, wie vor dieser Prüfung... Aber noch mehr Angst hätte ich davor gehabt, alleine hier draußen darauf zu warten, dass du vielleicht oder vielleicht auch nicht da raus kommst. Das hätte ich nicht ausgehalten.“, erwiderte sie wahrheitsgemäß und drückte Chase' Hände. Sie wollte sich gar nicht vorstellen, was gewesen wäre, wenn sie die ganze Nacht hier gesessen und gewartet hätte und Chase wäre einfach nicht mehr zwischen den Bäumen hervor gekommen. Oder noch schlimmer, die Zentauren hätten ihr die Botschaft seines Scheiterns überbracht. Wahrscheinlich hätte es sie innerlich selbst umgebracht, denn obwohl die Slytherins nicht aneinander hingen, als könnten sie ohne den anderen nicht mehr existieren, war Chase doch bereits so ein großer Teil von Gwen geworden, dass sie wirklich nicht wüsste, wie sie mit seinem Verlust umgehen sollte. Doch glücklicherweise musste sie sich in der heutigen Nacht keine Gedanken darüber machen und würde dies auch in nächster Zeit nicht tun, denn es würde ohnehin eine Weile brauchen, bis sie beide die Erlebnisse verdaut hatten.
Ein bestätigendes Nicken folgte, als der Campbell schließlich die Hoffnung aussprach, soetwas nicht noch einmal durchmachen zu müssen. „Wem sagst du das... Das war genug Scheiß für ein ganzes Leben.“, gab Gwen trocken zurück, musste dann aber ebenfalls ein wenig schmunzeln, als Chase weiter sprach. Ja, wenn sie eine Sache heute gelernt hatten, dann war es wohl, dass sie als Team wirklich unschlagbar waren. „Nein, wenn möglich wäre mir etwas Entspannteres beim nächsten Mal auch lieber.“, erwiderte sie und musste ein wenig lachen. Es grenzte ja wirklich schon fast ans Unglaubliche, dass sie hier nun sitzen konnten, während sie vor wenigen Minuten noch knapp dem Tod entronnen waren. Dieser Gedanke würde der Slytherin wohl noch eine Weile einen eisigen Schauer über den Rücken jagen, weshalb es sich umso erholsamer anfühlte, Chase in die Arme zu schließen. „Du bist das Beste, was mir je passieren konnte, Chase Logan Campbell. Seit dem ersten Tag im Hogwartsexpress.“ Morgen würden sie wahrscheinlich bereits wieder dorthin zurückkehren, über die übermäßig kitschig-verliebten Paare die Augen zu verdrehen, doch heute musste es einfach sein, dass sie sich bei ihnen eingliederten. Das Bedürfnis nach der Nähe zueinander, danach, ihre Angst erst einmal zu verarbeiten und gleichzeitig die tiefe Zuneigung zum jeweils anderen auszudrücken, musste einfach gestillt werden. Und außer ihnen würde davon ja auch niemand etwas wissen, wie auch sonst so wenige etwas darüber wussten, was im Innenleben des Slytherinpaares vorsich ging. Oder wo sie diese Nacht letztlich verbringen würden, denn ihr geheimer Raum war nach wie vor wohl eines der bestgehütetsten Geheimnisse der Schlangen und Gwen spürte eine Woge der Erleichterung, als Chase einwilligte, auch den Rest der Nacht dort gemeinsam zu verbringen. Sie würden wohl beide keinen Schlaf finden, wenn sie in getrennten Schlafsälen lägen, weshalb sie sich nach dieser Übereinkunft schließlich aus dem Gras erhoben und Hand in Hand zurück ins Schloss liefen. Dort schlichen sie sich durch die Korridore, bis sie zu ihrer versteckten Kammer kamen und nachdem sie sich dort eingeschlossen und auf der selbst drapierten Matraze zusammen geschmiegt hatten, waren sie binnen weniger Minuten eingeschlafen.  


ENDE
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