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 Wem kann ich trauen? - Dir?

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Pablo Vasquez
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BeitragThema: Wem kann ich trauen? - Dir?    Mi 5 Jul 2017 - 0:01

Pablo Vasquez & Jeasslyna Belegan 20.05.2015


Sein Büro hatte kein Fenster. Wie so ziemlich alle Büros in der Aurorenzentrale. Dafür lag das Ministerium zu weit unter der Oberfläche von London. Natürlich hätte er sich ein magisches Fenster einrichten lassen können, doch wofür? Pablo war bisher stets ein Mann des Pragmatismus gewesen. Außerdem würde es zu sehr von der Arbeit ablenken. Erneut ging der stellvertretende Leiter der magischen Strafverfolgung die Steckbriefe der gesuchten Verbrecher durch. Einer war ein ehemaliger Auror. Ein Knurren kam über seine Lippen, als er das sich bewegende Bild dieses Abschaumes anstarrte, welches ihn mit den Gesten zu verhöhnen schien. Doch das würde sich alles baldig ändern. Am liebsten hätte er dieses miese kleine Verräterschwein selbst gejagt und zur Strecke gebracht, doch er war nun stellvertretender Leiter. Er musste sich um noch ganz andere Dinge kümmern. Bei jedem anderen hätte er diesen Posten abgelehnt.

Er war ein Jäger. Er war das Raubtier, welches die Raubtiere jagte. Er legte den Steckbrief bei Seite und nahm sich einen der Berichte, welche nach dem Erdbeben eingegangen waren. Seine Augenbrauen gingen ein ganzes Stück tiefer, als sie durch seine grimmige Miene ohnehin schon waren. Er hatte diesen Bericht gefühlte zehn Mal durchgelesen. Die meisten Menschen hatten während des Erdbebens versucht zu retten, was sie retten konnten, bis auf den Täter natürlich, welcher immer noch nicht gefasst war. Doch anscheinend war dort noch jemand gewesen. Seine Augen flogen über die Zeilen, während er versuchte sich ein Bild zu machen, was dort geschehen sein musste. Die magischen Lichter in seinem Büro, welche alles taghell erleuchteten, flackerten und eines von ihnen erlöschte. Der Raum tauchte sich in etwas dunklere Atmosphäre, wie um die Ungeheuerlichkeit dieses Berichtes zu untermalen. Es hatte Zeugenberichte von einer lachenden Gestalt auf einem Häuserdach in Soho gegeben und zwei Leichen in der Nähe gegeben. Eine Hexe und ein Zauberer. Nicht weit von dort, war außerdem am selben Tag eine Muggelfamilie umgebracht worden. Den Vater der Familie hatte man verstreut auf der Straße gefunden und entsorgt. Man hatte außerdem zwei Muggelpolizisten obleviieren müssen, welche die Überreste der Leiche gefunden hatten. Und nur wenige Meter weiter, in dem Verfallenen Haus, war der Rest der Familie dieses Muggel gefunden worden.

Die Behörden der Muggel hatten keine Gründe finden können, warum diese Mutter und ihre beiden Kinder starben. Doch die magische Forensik sehr wohl. Es war Magie auf sie angewendet worden. Irgendjemand, hatte die Geister dieser Muggel aus ihren Körpern gerissen, doch von Geistern hatte es keine Spur gegeben. Ob der Täter sie mitgenommen hatte? Zum Wiederholten Male, fragte sich Pablo, wer Totengeister aus ihren lebenden Körpern reißen konnte und diese auch noch unter seine Kontrolle bringen konnte. Eine beängstigende Fähigkeit. Eine Gänsehaut fuhr über seinen Rücken. Doch es war keine Angst, viel mehr Begierde. Es drängte in ihm danach, diese Person zu finden. Er wollte wissen, welche solche dunklen Künste beherrschte. Er wollte sich mit dieser Person messen und er wollte die Person zur Strecke bringen. Von den vagen Zeugenberichten her, musste die Person weiblich gewesen sein. Interessant, es hatte bisher in seiner Karriere wenige Frauen gejagt, auch wenn er kein gesondert anderes Denken über das weibliche Geschlecht hatte, interessierte ihn diese Bosheit und Fertigkeit, welche diese Zauberin an den Tag gelegt hatte. Er hätte sie zu gern zu seinen Füßen schreiend, um Gnade gesehen. Und er würde sie noch dort sehen. Diesen Fall würde er sich auf alle Fälle selbst auf die Fahne schreiben. Das Ausmaß an Schwarzmagischer Resonanz an dem Ort, hatte den Ermittlern die Haare zu Berge stehen lassen.

Er legte den Bericht wieder auf seinen Schreibtisch und lehnte sich in seinem Stuhl zurück, um einen Moment die Augen zu schließen. Es war totenstill in seinem Büro. Nichts regte sich, oder verursachte irgendeinen Laut. Generell war sein Büro überaus spartanisch eingerichtet, wie es das immer und überall gewesen war, ebenso wie seine Wohnungen. Aktenschränke. Schreibtisch, Pergament, Tinte, Feder, Stadtpläne und alles, was unerlässlich für seine Arbeit war. Er bekam selten Besuch in diesem Raum. Tatsächlich waren einige Kollegen sogar dazu über gegangen, die Berichte, wenn sie nicht zu dick waren, unter der Türe durch zuschieben. Er sprach generell mit wenigen Leuten in diesem Ministerium. Er sprach wenn er musste, blieb kurz angebunden und war eigentlich so wie immer, was bedeutete: Die Leute hatten Angst vor ihm. Ihm sollte es recht sein. Selbst einige der Auroren waren erbleicht, wenn er seinen Blick auf sie geworfen hatten und einige Sekretärinnen anderer Abteilung hatten sich heillos erschrocken und sehr schnell die wildesten Gründe, um ganz schnell fort zu müssen. Alle bis auf Susan Forbes! Diese Frau war aufdringlich. Sie fand tatsächlich dauernd Gründe, warum sie gerade dort sein musste, wo Pablo war. Der Auror hatte genug Erfahrung mit Menschen gesammelt, um zu erkennen, was sich hinter ihren Andeutungen versteckte. Sie hatte tatsächlich versucht, ihn um den Finger zu wickeln und zu verführen.

Zuerst war er misstrauisch geworden. Es war eine gängige Methode, Männer mit einem hübschem Gesicht gefügig zu machen und Susan Forbes hatte ein verdammt hübsches Gesicht. Zuerst hatte sie deswegen für eine Spionin gehalten, welche versuchte ihn zu unterminieren und ihn unter ihre Knute zu bekommen, doch mit der Zeit hatte sich eher herauskristallisiert, dass sie viel eher mannstoll war und offensichtlich war er das nächste Erwählte Opfer. Natürlich war er noch immer auf der Hut, denn man konnte niemals genau sagen, ob sie ihre Rolle nicht einfach zu perfekt spielte. Pablo hatte nichts gegen Abenteuer mit Frauen, so lange sie unverbindlich blieben und ihn in keiner Weise beeinträchtigten, aber so lange irgendwelche Zweifel an der Loyalität bestanden, war er sich sicher, würde er sie niemals intim berühren. Seine Augen öffneten sich und seine Konzentration schwand. Was war passiert? Er brauchte einige Herzschläge um zu begreifen das gerade geschehen war, was das halbe Ministerium zu vermeiden suchte: Es hatte an der Tür geklopft! „Ja.“ Gab er mit grimmigen Tenor an die Tür, um dem Besuchen zu signalisieren, man könne eintreten. In seinem Kopf formte sich lediglich ein Gedanke: ~Bitte nicht Susan Forbes...~
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Jeasslyna Belegan
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BeitragThema: Re: Wem kann ich trauen? - Dir?    Mi 12 Jul 2017 - 1:00

Pablo Vasquez. Jeasslyna konnte nicht sagen was sie davon hielt, dass er als stellvertretender Aurorenleiter im Zaubereiministerium angestellt war. Bullig von der Statur her, seine Haare etwas wild, wenig gesprächig und zurückgezogen so machte er einigen seiner Mitarbeiter Angst. So viel Angst, das ein paar es für nötig hielten sich hinter seinem Rücken über ihn zu unterhalten, was für ein seltsamer Kauz er doch wäre, damit sie sich in der Gemeinschaft etwas besser fühlten, so als könnten sie etwas ausrichten, wenn er sich dann wirklich gegen sie wenden würde. Sie selbst war sich da im Gegensatz zu ihnen nicht so sicher, aber doch, da sie es nie vor seiner Nase taten, wussten sie wohl ganz genau, was für Fähigkeiten er besaß. Natascha Romanova würde ihn nicht ohne Grund eingestellt haben, die Zauberkünste von ihm waren definitiv dieser Position angemessen und doch, wusste Jeasslyna nicht, ob er den Rest mitbrachte, den man für diesen Job brauchte. Außerdem machte sie sich Sorgen, dass die Stimmung die aufkam, wenn über ihn geredet wurde die allgemeine Stimmung und das Vertrauen im Ministerium schwächen könnte. Nicht, dass man von viel Vertrauen sprechen konnte. Nach all dem was passiert war und was sie wusste, vertraute sie nicht vielen. Nur wenige hatten es sich bis dahin erworben und selbst bei denen… Nachdem sie einmal so einen großen Fehler gemacht hatte, war es vermutlich eher unwahrscheinlich, dass die Abteilungsleiter jemals wieder vollends und ohne Zweifel jemandem vertrauen würde. Obwohl, ihrem Sohn, ihm vertraute sie unabdinglich. Er hatte auch noch nie etwas getan, nicht in seiner Kindheit, nicht in seinen rebellischen Phasen, die so etwas ausgelöst haben hätten. Dann wiederrum, sie hatte einen Todesser geheiratet und es niemals geahnt, wenn man es ihr nicht gesagt hätte. Zu gerne würde sie Kenneth danach fragen, ob er wirklich einer gewesen war und wann diese Veränderung passiert war, ob sie einfach schlichtweg von Anfang an blind gewesen war oder erst später. Jedoch hatte das nichts mehr mit der Gegenwart zu tun und auf die musste sie sich nun konzentrieren.

Ihre Schritte hallten zu diesem Zeitpunkt von leeren Hallenwänden zurück zu ihr. Highheels hatte sie an, ein paar schwarzer die ohne Hacke vermutlich als normale Schuhe durchgehen würden. Nachdem sie kein Auror mehr war brauchte sie nicht immer flache Schuhe die praktischer waren und Jeasslyna musst wirklich zugeben, dass sie es liebte noch ein paar Zentimeter größer zu wirken, als sie es wirklich war. Außerdem hatte sie inzwischen auch in diesen Schuhen gelernt sehr schnell zu sein. Dazu hatte sie einen grauen Rock an und eine weiße Bluse. Die graue Jacke hatte sie in ihrem Büro gelassen, dazu war es ihr nun wirklich zu heiß. Eine Halskette komplementierte das Aussehen, ein Medaillon, welches Bilder ihrer Verstorbenen zeigte, ihre Schwester und ihr Ehemann, letzteres jedoch versteckt, auch das einer nahen Freundin, die sie im Krieg gegen Voldemort verloren hatte. Nicht immer trug sie diese, allerdings hatte sie sich an diesem Tag so gefühlt, als würde sie diese brauchen. Schlussendlich waren noch ihre Haare leicht hochgebunden, inzwischen fielen schon wieder einige Strähnen aus der Frisur heraus. Es war ein schwerer Tag gewesen, aber dann, in letzter Zeit waren alle Tage schwer gewesen. Sie hatte eine schwierige Position inne und dann versuchte sie auch noch für den Orden Informationen zu finden und Leute zu finden im Ministerium denen man ohne Zweifeln vertrauen konnte. In ihrer Hand hatte sie eine Akte, sorgsam so genommen, dass nichts aus ihr herausfallen würde. Es war eine Ausrede, vermutlich würde er das sehr schnell verstehen. Jeasslyna wäre sich sicher, dass sie das auch schnell durchschaut gehabt hätte, aber besser man fing so ein Gespräch an um eine erste Reaktion zu bekommen, bevor man sich langsam vorwagt und es gab so einiges was sie wissen wollte, was sie jedoch sicher nicht offen Fragen konnte. Pablo Vasquez hatte einen sehr schlechten Ruf, wurde auch schon einmal aus dem Ministerium geschmissen, weil er jemanden zusammen geschlagen hatte und all die anderen Gründe wieso sie mit ihm reden musst war sie an dem Tag schon so einige Male durchgegangen. Am wichtigsten jedoch: Jeasslyna hatte das Gefühl, dass da noch mehr war hinter seinem bulkigem harten Aussehen und das, wenn es so war, er möglicherweise jemand war dem man, im besten Falle, vertrauen konnte oder, im schlechtesten Falle, den Gegnern zuordnen kannte. Man würde es sehen, vermutlich würde sie das auch nicht nach nur einem Gespräch sagen können, sie musste auf jeden Fall aber wissen, wieso er hier eingestellt war, unter der Abteilungsleiterin der Auroren, die ihm zu vertrauen schien.

Also klopfte sie an die Tür, die sicher von so eingen gemieden wurde. Die Mitarbeiter hatten schlicht und einfach Angst, weil sei ihn nicht einschätzen konnten. Was man davon halten sollte, war noch eine ganz andere Sache, die auf Jeasslynas Prioritätenliste unter dem Putzen ihrer Wohnung stand. Das Ja einer dunklen Stimme gewährte ihr Eintritt, woraufhin sie die Tür öffnete und in das Büro trat, welches nicht wirklich ihr Fall war. Ein wenig zu dunkel und zu düster. Sie bevorzugte das Chaos im Licht und nicht das in der Dunkelheit. Der Mann mit dem sie sich unterhalten wollte saß am Schreibtisch, sie hatte ihn bisher nur selten zu Gesicht bekommen. „Hallo Mister Vasquez. Ich hätte nur kurz ein paar Fragen an sie bezüglich des Erdbebens, bei dem sie mir eventuell weiterhelfen könnten. Da Miss Romanova so vielbeschäftigt ist, ich bin mir sicher sie auch, dachte ich mir trotzdem ich versuche es erst hier. Sie können mich auch an einen ihrer Kollegen weiterleiten.“, gab sie kurz und knapp zu verstehen was sie wollte, zumindest offiziell. Während sie das alles sagte, ging sie einen Schritt in das Büro hinein und schloss die Tür hinter sich um näher zum Schreibtisch zu gehen und dem Mann dabei in die Augen zu sehen. In die kalten Augen. Er hatte sich einiges erlebt. Aber sie waren nicht die kältesten Augen die sie je gesehen hatte. Wie konnte sie nur damals so dumm gewesen sein? „Ich versuche die Berichte an unsere ausländischen Kollegen zu beenden, aber es fehlen immer noch ein paar Kleinigkeiten die mich noch nicht erreicht haben. Zuerst fehlen mir ein paar Zahlen zu möglichen Opfern von Zauberer und Hexen aus französischer und chinesischer Herkunft. Ansonsten sind mir alle Zahlen bekannt. Haben sie diese oder sind sie nicht aufgelistet?“, fragte die Hexe mit einem freundlichem Lächeln und stand hinter dem Stuhl der auf der anderen Schreibtischseite des Mannes war. Ob er ihr anbeten würde sich zu setzten oder sie gleich an jemand anderes verweisen würde? Was auch immer, sie war abwartend nichts von seinem Gesicht zu verpassen.
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BeitragThema: Re: Wem kann ich trauen? - Dir?    Fr 8 Sep 2017 - 18:52

Es war NICHT Susan Forbes! Diese Erkenntnis ließ den Auroren tatsächlich ein winziges Stück erleichtert im Stuhl zusammensinken. Es war kaum merkbar, wenn man ihn nicht kannte. Die Frau, die nun zu ihm hineinkam, war hübsch anzusehen. Ein grauer Rock, eine weiße Bluse, schwarze hohe Schuhe. Ein ordentliches adrettes Äußeres, mit apartem Antlitz. Vielleicht ein wenig reserviert, doch das war nur verständlich. Ihre dunklere Hautfarbe ließ ihre Augen noch intensiver erscheinen und auch die weiche Stimme harmonierte gut mit dem übrigen Erscheinungsbild. Eng an sich geschmiegt, führte sie eine Akte spazieren und kam mit einem freundlichem Lächeln, dem jedoch etwas aufgesetztes anhaftete. Ihre Frage verblüffte den Auror kurz. Es gab nur zwei Möglichkeiten: Entweder arbeiteten hier im Ministerium inzwischen die größten Deppen, oder aber es war ein Vorwand, um zu ihm zu kommen. Jetzt wurde es interessant. Die meisten versuchten ihn auf Teufel komm heraus zu meiden und diese Frau hier erfand Vorwände um zu ihm zu kommen? Einige Sekunden sagte der Auror nichts, während diese Frau nun näher in den Raum kam. Sein starrer Blick hatte die ganze Zeit in ihren Augen nach irgendeinem verräterischem Zeichen gesucht. Als sie etwas näher kam, war ihm, als würde er in Zügen etwas sehen. War das Entschlossenheit? Sie hatte die Tür geschlossen. Damit war der Vorwand bestätigt. Eine solche banale Frage, hätte niemals das schließen der Tür benötigt und damit einen privaten Rahmen benötigt. Sie sprach weiter. Ihre Rolle noch immer spielend. Anscheinend ging es einfach darum, Angefangenes auch zu ende zu führen.

Der Auror zog eine Augenbraue hinauf und zum ersten Mal, für sie sichtbar, schien sein Gesicht ein wenig an Düsternis zu verlieren. Es bildete sich sogar ein kleiner lächelnder Zug um seinen Mundwinkel, der sein Wissen um ihren Vorwand nicht verbarg. „Sie haben Glück.“ Antwortete er knapp und erhob sich, wodurch er die Frau selbst auf ihren hohen Schuhen bei weitem überragte. „Habe gerade einen Bericht gelesen. Gab eine tote Französische Hexe, in Soho. Aber warum gehen sie nicht zur Abteilung zum Missbrauch von Magie, oder der magischen Unfallumkehr. Da liegt alles vor.“ Er zog seinen Zauberstab aus der Schublade und mit einer Geste, erstrahlte das Licht wieder, welches vorher verloschen war und erhellte den Raum wieder wie zum Tage. Eine weitere Geste und das Schloss seiner Tür verriegelte sich. Der dritte und letzte Zauber, legte einen Schutz gegen Lauscher um den Raum. Nun musste er auf alles gefasst sein. Er war nun auf sie eingegangen. Er hätte ihr auch drohen können, doch das war ihm wenig Erfolgversprechend gewesen. Sie wäre einfach vorher gegangen. Nun hatte er sie vor sich und sollte er Lügen in ihren Augen entdecken, konnte er entsprechend handeln.

„Warum sind sie hier?“ Fragte er direkt, nachdem der Lauschschutz hergestellt war. Seine Miene hatte sich augenblicklich wieder verdunkelt und ein lauernder Funke lag in diesen suchenden Augen, die unnachgiebig, wie die eines Raubtieres erschienen. „Setzen und erzählen.“ Gebot er mit etwas rüdem Ton, während er sich selbst wieder in seinen Stuhl hinabsinken ließ. Sein Blick fixierte die Besucherin unablässig. Er wusste das es hier Verräter gab. Die gab es immer. Doch zu welcher Sorte gehörte sie? War sie Abschaum? Oder vielleicht sogar aufrichtig? Wie dem auch war, er würde erst einmal vom schlimmsten ausgehen. Es war leichter, wenn man jeden erst einmal als schuldig betrachtete. Das vermied voreilige Sympathie und damit einen getrübten Blick.
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Jeasslyna Belegan
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BeitragThema: Re: Wem kann ich trauen? - Dir?    Mi 13 Sep 2017 - 5:15

Jeasslyna war eingetreten und beobachtete den Mann ihr gegenüber neugierig. Seine Reaktion war eine hochgezogene Aufgebrache und gleich darauf ein kleines Schmunzeln. Man konnte es gleich sehen, er ließ sich nicht für dumm verkaufen und glaubte ihr kein bisschen, dass das der Grund war, wieso sie hier war. Gut so, damit würden sie schneller zum Punkt kommen. Er antwortete aber noch auch ihre Frage. Eine tote französische Hexe. Tatsächlich wusste sie das wirklich noch nicht. Dieser Sache musste sie nach dem Besuch hier nachgehen. Aber diese Abteilung zu besuchen war sowieso in den nächsten paar Stunden auf ihrem Program gestanden. Sah so aus, als würde sie an diesem Tag wieder nicht nachhause kommen. Wenn sie eine Liste abarbeiten musste. Diese Sorgen ließ sie sich aber nicht ablesen. Es war schon viel zu sehr Alltag, als das es sie zu sehr störte. Mister Vasquez zog daraufhin seinen Zauberstab und ließ den Raum etwas heller erscheinen. Das ließ ihre Augen ein wenig durch die Gegen springen, aber nichts Ungewöhnliches viel ihr ins Auge. Zeitgleich wurde der Raum verriegelt und mit sehr großer Sicherheit auch die Lauscher ausgesperrt. Nicht, dass es wirklich jemand wagen würde so nahe an dieser Tür zu gehen. Das Gespräch würde wohl etwas kürzer werden als sie befürchtet hatte. Er stellte daraufhin auch die Frage wieso sie hier war. Seine Aufforderung war etwas harsch, aber dann, sie hatte nichts anderes erwartet. Niemand wollte Zeit verschwenden und höfliche Floskeln waren damit aus diesem Gespräch verbannt. Seine Augen musterten sie genauso vorsichtig wie ihre ihn musterten, bei dem Versuch jede kleine Reaktion einzufangen. Nachdem er sich setzt folgte auch sie seiner Aufforderung.

Die Frau schlug ihre Beine übereinander und legte ihre Hände zusammengefaltet auf ihre Oberschenkel. Sie hatte Haltung, diese war ihr in ihrer Kindheit beigebracht worden. Vermutlich war das einer der Gründe wieso man sie schnell als Autoritätsperson wahrnahm, weil sie sich nicht kleiner machte und einen Raum für sich einnehmen könnte. Das würde jedoch den Menschen ihr gegenüber nicht einmal ein kleines bisschen einschüchtern. „Ich möchte wissen wieso sie hier sind.“, sagte sie klar und deutlich auf den Punkt gebracht. „Was hat sie zurückgeführt in das Ministerium, nachdem es sie bestraft hat? Wollen sie Rache, indem sie Schaden verbreiten?“ Vielleicht schätzte er diese Direktheit und würde ihr einen Tipp geben wieso. Das sie keine genaue Antwort darauf erhalten würde, dass war ihr klar. Jedoch war das der schnellste Weg um einer Reaktion zu bekommen oder irgendetwas mit dem sie arbeiten konnte. Wenn sie herumreden würde, vermutlich würde er das Gespräch abbrechen, weil es ihn langweilte. Zumindest schätze Jeasslyna ihn so ein. Allerdings musste es einen Grund geben wieso Miss Romanova ihm genug vertraute um ihn in diese Position zu setzten und sie respektierte die Meinung der Aurorenleiterin, selbst wenn sie sich nicht so gut verstanden. Sie wusste wie sie ihre Leute im Schach halten konnte und wie man effizient als auch effektiv arbeitete. Entweder die Hexe wusste etwas, vertraute ihm wirklich oder aber der Zauberer spielte sie wundervoll aus. Sie war absolut ruhig wärehnd sie auf einer Antwort von ihm wartete.
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BeitragThema: Re: Wem kann ich trauen? - Dir?    Mi 13 Sep 2017 - 18:27

Er musste zugeben, sie war beeindruckend. Sie hatte wesentlich mehr Integrität in ihrem Auftreten, als die meisten hier, die er bereits beobachten konnte. Zumeist sah er hauptsächlich verschrobene Bürokraten, die sich für nichts als ihre Akten und ihren eigenen eigenen Vorteil interessierten. Der größte andere Teil bestand aus naiven und charakterschwachen Träumern. Kaum einer hier würde bereit sein Opfer zu bringen. Doch sie war von einem anderen Schlag UND sie war eine Frau, die man niemals unterschätzen durfte, das konnte er ihr ohne Probleme ansehen. Ein Funken Respekt wuchs in ihm heran für diese Person. Sie verstand es den Raum mit ihrer Präsenz auszufüllen. Sie traf auf die seine, rieb sich an ihr in beständigem messen. Zwei geschmiedete Menschen, die aufeinander trafen. Sie ließ sich von seiner Art offensichtlich nicht einschüchtern. Ein weiterer Punkt, für den er ihr Achtung zollte. Und doch war sie zu keiner Zeit hochmütig. Es gehörte zu ihrem Naturell nicht unten zu stehen. Eine interessante Hexe. Doch wenn sie auf der falschen Seite stand, würde er sie töten müssen und das würde kein Spaziergang werden. Nachdem sie sich gesetzt hatte, kam sie ohne Umschweife zum Punkt. Sehr gut, ein Mensch, der nicht so viel Zeit mit dem Drumherum vergeudete. Sie konfrontierte ihn mit seinem Hiersein. Hinterfragte ihn und seine Rolle. Einen Moment kam Zorn auf, doch ebenso wuchs dieser kleine Funke Respekt. Seine Stirn legte sich in Falten, während er sie schweigend anstarrte. Es war nicht die Miene eines Mannes, der vorsichtig seine Worte abwog und Zeit gewann. Nein, er beobachtete lediglich und das ließ er sie offenkundig wissen. Eine Weile saß er schweigend da, während die Uhr im Hintergrund rhythmisch tickte. Dann endlich, veränderte er seine Haltung, lehnte sich ein wenig zurück und seine Stirn glättete sich.

„Ich bin hier, weil Frau Romanova mich braucht. Ich bin hier, weil sie mir und ich ihr bedingungslos vertraue. Ich bin hier, weil ich der einzige bin, von dem sie sicher sein kann, keinen Dolch in den Rücken gestoßen zu bekommen. Ich bin hier, weil ich etwas habe, was den Auroren fehlt. Ich bin hier, weil ich ein Jäger bin und weil meine Arbeit mein Leben ist und ich mich von Nichts und niemandem aufhalten lasse, um den Abschaum zur Strecke zu bringen, der da draußen und auch hier im Ministerium lauert. Ich bin treu und es gibt niemanden, den ich anders behandeln würde, wenn ich ermittle. Ich habe keine Angst vor Ministern, Abteilungsleitern, Politikern, Beratern, oder Todessern. Reicht ihnen das als Antwort?“ Es war ihm anzusehen, wie unangenehm es ihm war, so viel zu reden, aber er musste seinen Standpunkt klar machen. Er musste zeigen, wer er war. Sollte sie zum Abschaum gehören, hätte sie nun Grund ihn zu fürchten und sollte der Fall anders liegen, so war abzuwarten, wie sie reagierte. Er verließ sich hier ganz auf sein Gefühl. Wenn sie nichts als eine trockene Bürokratin war, hatte er nun Perlen vor die Säue geworfen. Aber er und Natascha konnten nicht alles allein schaffen und das wusste er.
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Jeasslyna Belegan
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BeitragThema: Re: Wem kann ich trauen? - Dir?    Mi 8 Nov 2017 - 8:46

Die Sätze waren ausgesprochen. Ihre Intentionen klar auf den Tisch gelegt. Was nun passieren würde lag in der Verantwortung des Zauberers. Man konnte förmlich sehen wie er begann darüber nachzudenken was er sagen sollte, nachdem er, ziemlich sicher kurz seinen Ärger schlucken musste. Zumindest wäre es für Jeasslyna so, wenn jemand ihr solch eine Frage stellen würde. Allerdings war ihre Situation auch nicht so wie seine. Die Hexe wurde niemals intern bestraf geschweige denn in ein Gefängnis gesteckt worden. Was nun kommen würde musste sie einfach durchhalten. Die einzigen Geräusche das langsame Ticken einer Uhr und das gleichmäßige Atmen der beiden Gesprächspartner. Sie verharrte in ihrer Position, Beine übereinander geschlagen, lehnte sich abwartend zurück und richtete ihre Augen auf das Gesicht ihres Gegenübers. Sie musterte die Falten in der Stirn die den Mann noch älter aussehen ließen als er war. Die Falten gingen tief, vermutlich hatte er sich in seinem Leben schon über so einiges den Kopf zerbrochen. Die Augenbrauen wurden dadurch etwas zusammengezogen und ließen seine Augen gefährlicher wirken, als sie es eh schon taten. Er hatte schon entschieden was er sagen würde, darum ging es nicht mehr. Es ging nur darum ob sich Jeasslyna einer Antwort würdig erweisen würde oder nicht. Wenn sie unter seinem Blick einbrechen würde, dann wäre das Gespräch sowieso sinnlos. Nein, die Frau hatte sich mit Mördern unterhalten, mit Todessern, mit Kindesmördern. Das war nichts, nichts im Vergleich was sie schon erlebt hatte, in ihrer Zeit als sie der Auroreneinhet angehört hatte. Wenn sie darüber nachdacht gab es nur eine Kleinigkeit die sie an dem Gesicht des anderen störte und das war, dass seine Entschlossenheit und diese Geduld sie an jemand anderen erinnerte, den sie täglich versuchte aus ihren Erinnerungen zu verbannen. Auch in diesem Moment versuchte sich das Bild ihren Mannes sich wieder in ihr Gesicht zu drängen. Nein, damit konnte sie sich nun wirklich nicht beschäftigen. Sie zwang sich dazu dieses Bild wieder nach hinten zu drängen und den Mann vor sich anzublicken. Das Geräusch der Uhr war beinahe ohrenbetäubend in der unangenehmen Stille.

Dann änderte sich die Haltung des anderen. Offenbar hatte sie seinen Test bestanden denn er begann zu sprechen. Er begründete seine Anwesenheit mit dem Vertrauen in Miss Romanova und der Notwendigkeit, dass sie ihn brauchte. Ein Jäger, das bezweifelte sie keine Sekunde lang. Seine Beute wollte die Hexe nun wirklich nicht sein. Das was noch folgte waren die Punkte, die Jeasslyna am meisten Aufmerksamkeit widmete. Abschaum außerhalb und im Ministerium. Das Bedeutete, das sowohl er als auch die Aurorenleiterin an Korruption und dunklen Machenschaften von Mitarbeitern glaubten. Eine Theorie die auch in ihrem Kopf sehr real war. Nach dem Tod ihres Freundes aus Frankreich mit den seltsamen Worten sah sie sich darin auch sehr bestätigt. Zu finden wer, das war jedoch die Mamutaufgabe.

So wie er sich zuerst Zeit gelassen hatte, ließ nun auch sie sich Zeit. Allerdings mehr um den Wahrheitsgehalt in seinen Aussagen zu finden. Auch wenn sie nicht ganz überzeugt war, das war sie nie so schnell, konnte sie eben nicht so viel finden, was sie mistrauen ließ. Er hatte sich kurz gefasst, nichts ausgeschmückt, Gründe genannt und seine Treue klar Miss Romanova und nicht dem Ministerium zugesprochen. Eventuell müsste sich Jeasslyna in nächster Zeit auch mit der Frau auseinander setzen. „Es ist zumindest eine sehr interessante Antwort.“, gab sie von sich und lehnte sich wieder etwas nach vorne. „Sie glauben also, dass dieser Abschaum auch im Ministerium zu finden ist? Ist es dann nicht auch möglich, dass sie und Miss Romanova zu diesem gehören?“, fragte sie, nicht wirklich vorsichtig. Das könnte entweder nach hinten losgehen oder dafür sorgen, dass dieses Gespräch die Wendung nahm die sie sich erhoffte. Es war schwer jemanden zu vertrauen denn man nicht kannte. In diesem Fall war es jedoch wirklich wichtig es zu hoffen. Eventuell musste man sicherstellen wie stark der Wahrheitsgehalt der Aussagen ist. Jeasslyna war sich den Möglichkeiten bewusst und je nachdem wie der Gegenüber sich verhielt war es möglich solche Optionen in Erwägung zu ziehen.
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