Harry Potter - Foren-RPG
 
StartseiteFür NeulingeNeulingsportalMitgliederAnmeldenLogin
Gryffindor

38 Punkte

Slytherin

111 Punkte

Ravenclaw

46 Punkte

Hufflepuff

102 Punkte
____________

Orden

114 Punkte

Professoren

2 Punkte

Todesser

0 Punkte

Ministerium

6 Punkte

Gesucht:


Unterricht (Gruppe 3):




Zu Starten:

Zu Beenden:

Wichtige Eilmeldungen
des Tagespropheten:


Umloggen
Benutzername:

Passwort:


Teilen | 
 

 Das Ende einer Kindheit

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
AutorNachricht
Elizabeth Ruby Carrow
Professorin - Zauberkunst
avatar

Anzahl der Beiträge : 19
Anmeldedatum : 21.06.17

Charakterbogen
EP:
4600/4800  (4600/4800)

BeitragThema: Das Ende einer Kindheit   Do 22 Jun 2017 - 22:43

Das Ende einer Kindheit
Schicksal: Nein, 23.07.2005, Paimon & Elizabeth, Privat


"Und welcher Tag in der Geschichte der Zauberei ist der Schwärzeste?" Die Stimme meines Vater klang bebend, so als müsste er sich zusammenreißen, um sie nicht brechen zu lassen. "1.Mai 1998." antwortete ich knapp und sah dann wieder hinunter auf das schwarze Holz des Tisches, an dem ich saß. Paimon, mein Zwillingsbruder, saß gegenüber von mir am anderen Ende des Tisches, welcher im Kaminzimmer unseres Elternhauses stand. Ich sah kurz zu ihm hinüber und senkte meinen Blick sofort, als ich die Augen meines Vaters sah, der hinter mir stand. "Die Schmach von Hogwarts." Ich flüsterte fast. "Sehr gut. Wie ich sehe seid ihr nicht ganz verblödet über das Jahr."
Wir waren seit ein paar Wochen wieder zuhause. Es war Ferien und ich litt seit Tagen darunter nicht dort sein zu können sondern hier bei meinem Vater. "Es ist wichtig, dass ihr in den Ferien vernünftige Dinge lernt. In der Schule werden euch die elementaren Zauber nicht beigebracht. Heutzutage bekommt man ja schon ein Ohnegleichen in Verteidigung gegen die dunklen Künste, wenn man einen Irrwicht fangen kann." Er lachte schäbig auf und zog dann seinen Zauberstab.
"Paimon. Los. Steh auf." Ich zuckte verängstigt zusammen und krallte meine Finger in den Stuhl unter mir. "Zeig was du kannst. Ich hoffe du hast üben können?" Bruder und Vater standen sich gegenüber. Er war schon immer Vaters Liebling gewesen, wahrscheinlich weil er ein Junge war und nicht so verträumt wie ich. Schon oft hatte ich mir vorhalten müssen wie schwach und einfältig ich war. Mein Ohnegleichen in Zauberkunst hatte nicht an seine Note in Verteidigung gegen die dunklen Künste heranreichen können. Deswegen war auch Paimons Training wichtiger als meins. Ich musste nur wissen an welchem Tag der gemeine Muggel über die Todesser gesiegt hatte und welche Pläne zur Rache zur Verfügung standen. Ich war ein wenig froh, dass ich heute nicht im Fokus stand.


Zuletzt von Elizabeth Ruby Carrow am Mi 3 Jan 2018 - 18:09 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Paimon Carrow
Gast



BeitragThema: Re: Das Ende einer Kindheit   Do 22 Jun 2017 - 23:13

Die gleiche Prozedur, jeden Tag der Ferien. Nun von Ferien konnte man hier sicherlich nicht mehr reden, eher handelte es sich um ein verschärftes Trainingslager für dunkle Künste und nützliches Wissen wie unser Vater es nannte. Mir machte die unterdessen recht wenig aus, da ich die doch sehr anschauliche und praxisnahe Art meines Vaters zu schätzen wusste. Hogwarts war in vielen Dingen zu weich, wie mein Vater fand und er hatte recht. Würde ich meine bisher erworbenen Fähigkeiten nur einmal im Duellierclub freien Lauf lassen, so würde mein Gegenüber wohl nicht mehr unbeschadet aufstehen. Einzig die trockene Theorie lag mir nicht sonderlich, meiner Schwester hingegen umso mehr. Während sie meist in diesen Belangen geprüft wurde, nahm ich für uns die magischen Prügel auf mich, die ich regelmäßig bei unseren Duellen erhielt. So wurde ich auch nun von meinem Vater aufgefordert mich bereit zu machen.

Schwungvoll erhebe ich mich, denn Trägheit war etwas das ihm zu tiefst missfiel. Binnen eines Herzschlages ist mein Zauberstab gezogen und ich stehe ihm gegenüber. Mit einem bösen Lächeln auf den Lippen meine ich: "Seid wann kann man mit Unterlegenen gut üben? Zum Wachsen braucht es angemessene Gegner!" Dennoch hatte ich für mich geübt und das würde ich heute unter beweis stellen. Ohne Vorwarnung griff ich an.
"Ignis Tempestas!" Mit einem Heulen rast ein Feuerball auf meinen Vater zu, eine Fähigkeit die man normalerweise erst in der sechsten Klasse erlernte, ich mir jedoch um ihn zu beeindrucken mittels Büchern angeeignet hatte.
Nach oben Nach unten
Elizabeth Ruby Carrow
Professorin - Zauberkunst
avatar

Anzahl der Beiträge : 19
Anmeldedatum : 21.06.17

Charakterbogen
EP:
4600/4800  (4600/4800)

BeitragThema: Re: Das Ende einer Kindheit   So 25 Jun 2017 - 22:41

Wie immer wenn solch ein Duell bevorstand schwitzte ich Blut und Wasser. Paimon war ein guter Duellant, doch unser Vater war erbarmungslos. Auch gegen seinen Erstgeborenen. Vater und Sohn standen sich gegenüber und ich saß weiterhin gebannt an der Tafel und beobachtete das Geschehen. Es kam nicht oft vor, dass Vater mich zu einem Duell herausforderte. Ihm schien es nicht zu gefallen wenn Mädchen kämpften. Ich war auch alles andere als talentiert, wenn es darum ging mich zu verteidigen. Die Methoden des Todessers waren alles andere als kindgerecht – welche Zehnjährige musste schon den Crutiatus-Fluch an seinem Haustier anwenden? An diesem Tag hatte er uns eine Lektion erteilen wollen, warum wusste ich nicht mehr. Waren wir unartig? Ich hatte geweint und mich geweigert dem Tier etwas anzutun. Dieser Moment hatte meinem Vater wohl gezeigt, dass man mit mir nicht viel anfangen konnte. Seitdem verging kein Tag an dem er mir nicht zeigte wie schwach und wie wenig wert ich in seinen Augen war. Wir zeigten es zwar nicht öffentlich, doch im Inneren waren wir geschädigt. Paimon zeigte all sein Können und war dennoch nicht den Künsten unseres Vaters gewachsen. Er parierte den Angriff meines Bruders gekonnt und setzte ihm sehr zu. „Respekt, Paimon. Im Gegensatz zu deiner Schwester kann aus dir noch etwas werden.“ Er lächelte wieder und blickte kaltherzig auf mich herab. „Aus mir wird auch etwas.“ flüsterte ich leise, diesen kleinen Widerspruch konnte ich mir nicht verkneifen. „Was hast du gesagt?“ Vater senkte seinen Zauberstab, der immer noch gegen Paimon gerichtet war. Seine Aufmerksamkeit galt nun nur mir. Ich biss mir auf die Zunge. Warum hatte ich mir diesen Satz nicht verkneifen können? „Nichts.“ sagte ich nun. Mein Vater stand nun direkt neben mir und knallte seinen Zauberstab auf den Tisch vor mir. „Du bist nicht so talentiert wie Paimon. Du bist schwach und dumm. Du bist ein Mädchen. Du kannst nichts und du wirst auch niemals etwas können.“ Seine Worte klangen wie Gift in meinen Ohren. Wut breitete sich in mir aus. „Was kannst du schon?“ rief ich, blind vor Hass. „Dein so geliebter Herr und Meister ist Geschichte. Tot, seit Jahren und die Ideale die du vertrittst sind es auch! Alles was dir geblieben ist sind deine verdrehten Weltanschauungen und die Machtfantasien, die du an uns ausleben kannst.“ Ich war aufgesprungen, der Stuhl unter mir war krachend umgefallen. Vater sah blass aus. Keine Regung verriet die Gefühle, welche in ihm tobten. Er hob seinen Arm und schlug einfach zu.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Paimon Carrow
Gast



BeitragThema: Re: Das Ende einer Kindheit   Mo 26 Jun 2017 - 9:12

Magische Duelle mit meinem Vater waren stets ein schneller Austausch geballter, magischer Kraft und einer Vielzahl von Flüchen. Fünf Minuten in einer solchen Auseinandersetzung waren bisweilen anstrengender als die Duelle eines ganzen Schuljahres im Duellierclub aneinander gehangen. Diese Duelle mit meinem Vater, welche in den Ferien täglich abgehalten wurden in Verbindung mit dem harten Unterricht hatten mich als 16 Jährigen maßgeblich beeinflusst. So war ich schon zu diesem Zeitpunkt abgehärtet gegen moralische Einflüsse und ähnlich skrupellos wie mein Vater. Gnade, Rücksichtnahme, oder jedwedes andere Gefühl der Schwäche waren bei mir erfolgreich ausgetrieben, was mich in den Augen meines Vaters zu einem Vorzeigesohn machte. Elizabeth hingegen war eine deutlich sanftmütigere Person, war zu Empathie fähig, mit der ich nichts anfangen konnte. Wo ich kalt und grausam war, war sie herzlich und aufgeschlossen. Alles in allem also genau was unser Vater verabscheute. Entsprechend ließ er sie seinen Unmut, welcher nicht selten in Wutausbrüchen endete, spüren. Meist waren seine Bekundungen ihrer Unzulänglichkeit schlicht verbaler Natur, doch hin und wieder rutschte ihm auch die Hand aus, vor allem wenn sie sich einen sturköpfigen Kommentar nicht verkneifen konnte, so auch jetzt. Als die Hand meines Vaters ihr Gesicht trifft durchfährt mich ein innerer Schmerz, ein tiefes Zucken in mir, das wohl verriet, das meine Gefühle nicht gänzlich eingefroren waren. Wo mir bei anderen Personen dieser Vorfall vollkommen gleichgültig gewesen wäre, verspürte ich gegenüber meinem Vater in diesem Moment Zorn, als er die Hand gegen meine Zwillingsschwester erhob. Im Gegensatz zu ihm hatte ich noch einen moralischen Grundsatz und der hieß Familie über alles, ja selbst über die "höhere Sache der wir dienten". Zwischen zusammengebissenen Zähnen presse ich mit vor Zorn bebender Stimme hervor: "Lass sie in Ruhe Vater! Sie mag keine Kämpferin sein, doch wird auch sie ihren Platz in unseren Reihen finden wenn du sie nur lässt. Und jetzt konzentriere dich, unser Duell war nicht beendet."
Ohne weitere Ankündigung ging ich Schlag um Schlag auf meinen Vater los, angestachelt durch seinen Gewaltausbruch gegenüber meiner Schwester und einzig um ihn von ihr abzulenken. Andernfalls hätte er sicherlich noch weiteres dem Schlag folgen lassen. Meine Bemühungen waren wohl zuvor noch nie ansatzweise so energisch gewesen, was wohl daran lag, dass ich für etwas kämpfte das mir wichtig war,außer meiner Schwester gab es da nicht wirklich viel. So ließen einige meiner Angriffe unseren Vater durchaus straucheln, als sie seine Verteidigung ins wanken bringen, doch schlussendlich war der Ausgang der selbe wie immer.
Nach oben Nach unten
Elizabeth Ruby Carrow
Professorin - Zauberkunst
avatar

Anzahl der Beiträge : 19
Anmeldedatum : 21.06.17

Charakterbogen
EP:
4600/4800  (4600/4800)

BeitragThema: Re: Das Ende einer Kindheit   Mo 26 Jun 2017 - 20:39

Meine Wange schmerzte und ich hielt mir die Hand vor das Gesicht. Ein leises Schluchzen entfuhr mir und ich wandte mich ab. Mein Vater stand mit hochrotem Kopf über mir, wahrscheinlich dachte er gerade daran einen weiteren Schlag auszuteilen. Paimon war sofort zur Stelle. So wie jetzt hatte er sich noch nie gegen unseren Vater gestellt und ich war ein wenig verblüfft. Wieso tat er das? Er hatte immer einen guten Draht zu unserem Erzeuger gehabt, ich verstand nicht warum er das jetzt aufs Spiel setzte. Doch in einem Punkt hatte er nicht Recht. Ich würde niemals einen Platz in den Reihen finden die mein Vater für würdig hielt. In meiner Schulzeit in Hogwarts hatte ich die wahren Werte der Zauberergemeinschaft kennen gelernt: Freundschaft, Moral und Offenheit. All das verachtete mein Vater und deshalb verachtete ich ihn. Mein Bruder eröffnete das Duell ein weiteres Mal, diesmal wurden sie durch Wut angestachelt. Eine ganze Zeit lang konnte Paimon den Angriffen Vaters standhalten aber es war absehbar wer gewinnen würde. Kurze Zeit später stand er mit dem Rücken zur Wand und die Spitze des Zauberstabes des Älteren lag auf seiner Brust. „Paimon. Ich habe dich für klüger gehalten. Die Gefühle für deine Schwester machen dich schwach. Nichts, aber auch gar nichts darf dich davon abhalten das Größere Ziel zu erreichen.“ Die Spitze des Zauberstabes erglomm in einem dunkelgrün. „Hab kein Mitleid mit den Schwächeren.“ Ich stand immer noch wie angewurzelt da, ich konnte mich erst jetzt bewegen. „Lass ihn in Ruhe.“ rief ich und zückte meinen Zauberstab. „Du hast doch mit mir ein Problem, nicht mit ihm!“ Vater wandte sich mir zu und fing an zu lachen. „Und was willst du machen?“ rief er. „Mich mit einem deiner Zauberkunststücke aufhalten? Du bist ein Witz.“ Meine Hand, die meinen Stab hielt, fing an zu zittern. Noch nie hatte ich mich so gegen meinen Vater widersetzt. „Du hast nicht den Mumm dazu dich gegen mich zu behaupten.“ Seine Worte klangen wie Gift. „Du wirst dich niemals aus dem Schatten deiner Familie lösen können.“ „Ira Elementum!“ rief ich und riss meinen Zauberstab durch die Luft. Wind peitschte auf und erfüllte den Raum mit stürmischen Wogen. Bücher wurden aus den Regalen hinter uns gerissen und der Stuhl, welcher gerade noch am Boden gelegen hatte, wurde durch den Raum geschmissen. Ein Wirbelsturm durchzog das Zimmer und riss an unseren Klamotten. Auch ich musste mein Gesicht mit den Armen schützen. „Schluss mit dem Spiel.“ rief Vater. „Bombarda!“ Der Fluch durchquerte den Raum und riss mich von den Füßen. Ich konnte nicht erahnen wo er mich getroffen hatte, doch urplötzlich nahm er mir die Sehkraft und ich stürzte zu Boden.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Paimon Carrow
Gast



BeitragThema: Re: Das Ende einer Kindheit   Mo 26 Jun 2017 - 22:19

Der Kampf hatte unverhältnismäßig lange gedauert, wohl der Tatsache geschuldet, dass mir meine Emotionen einen deutlichen Kraftschub gaben. Innerlich ließ mich das doch in diesem Moment stark an den Aussagen meines Vaters zweifeln, welche doch besagten Emotionen seinen lediglich hinderlich und führten unweigerlich zu Schwäche. Trotz meiner dazugewonnenen Stärke war der Ausgang jedoch nicht anders als sonst. Nach einigen harten Schlagabtauschen war ich besiegt. Der Zauberstab meines Vaters setzte auf meiner Brust auf und ich machte mich bereits auf die höllischen Schmerzen eines Cruciatus gefasst, doch es sollte wohl anders kommen. Aus dem nichts heraus trat meine Schwester für mich ein, eine vollkommen ungewohnte Begebenheit, welche mich mit absolutem Unverständnis überzog. Sie war keine Kämpferin, wenn ich keine Chance gegen unseren Vater hatte, dann war sie ihm auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Trotz allem war ich zunächst erstaunt von ihrer Elementarmagie, welche den Raum nahezu mit Wind flutete, jedoch ein jähes Ende fand, als unser Vater den Boden unter einer Bombada zum zittern brachte. Entsetzt musste ich mit ansehen wie meine Zwillingsschwester von der Detonation durch den Raum gewirbelt wurde und sie reglos am Boden liegen blieb, nachdem sie aufgeschlagen war. Mit vor Panik aufgerissenen Augen stolpere ich die ersten Schritte in ihre Richtung, ehe ich zu laufen beginne. Neben ihr werfe ich mich auf die Knie und drehe sie auf die Seite. Was ich dort sah ließ mich erschrocken nach Luft schnappen. Ihre linke Gesichtshälfte war mit Blut benetzt und ihr Auge hatte eine trübe Färbung, statt dem sonst so leuchtenden Blau. Geschockt bette ich ihren Kopf zunächst auf meinen Knien und halte sie. Wut flammt in mir auf, siedender Hass war geboren. Meinen Zauberstab fester packend wollte ich mich bereits erheben um meinen Vater zur Rechenschaft zu ziehen, doch da bemerkte ich wie Ruby einen Atemzug nahm. Meine schlimmsten Befürchtungen hatten sich nicht Bewahrheitet!
Unterdessen war Vater nähergekommen. Ohne den Blick zu heben,ohne Vorwarnung hob ich meinen Zauberstab. "STUPOR!" Eine Lichtblitz kracht gegen den Brustkorb unseres Vaters. Krachend geht er zu Boden.
Zärtlich, schon fast liebevoll spreche ich auf Ruby ein: "Alles wird wieder gut, keine Sorge, ich bring dich hier weg. Im Geiste rief ich nach unserem Hauselfen, welcher umgehend erschien und sich zunächst um unseren Vater kümmern wollte. "Lass ihn liegen,
oder ich verbrenne dich zu einem Haufen Asche!
Herrschte ich den Elf hasserfüllt an. "Bring uns sofort nach Hogwarts!"
"Wie der Herr befiehlt."
Nach oben Nach unten
Elizabeth Ruby Carrow
Professorin - Zauberkunst
avatar

Anzahl der Beiträge : 19
Anmeldedatum : 21.06.17

Charakterbogen
EP:
4600/4800  (4600/4800)

BeitragThema: Re: Das Ende einer Kindheit   Di 27 Jun 2017 - 18:55

Ich konnte die Stimme meines Bruder deutlich neben mir hören, ich versuchte verzweifelt meine Augen zu öffnen um ihn sehen zu können, doch ein nasser, nach Blut riechender Schleier hatte sich über meine Augen gelegt. Ich konnte nicht erahnen wo mein Vater war, aber er war nicht in der Nähe. "Paimon.." wimmerte ich und schlug meine Hände vor das Gesicht, welches brannte als würde ich in Flammen stehen. Er redete auf mich ein, ich nahm nur einen Bruchteil von dem wahr, dass er mir sagte. Plötzlich spürte ich den Boden nicht mehr unter mir. Als Reaktion darauf fing ich an zu schreien. Wer hatte mich hochgehoben? Ein Sog zog mich fort und ich war an einem anderen Ort.

"Was ist denn hier los?" Es war die Stimme von Madam Pomfrey. Wie waren wir nach Hogwarts gekommen? Arme stützen mich und ich bewegte mich blind vorwärts. Dann konnte ich mich setzen. Stimmen um mich herum redeten wirr und ich vergaß Raum und Zeit.

Es waren ein paar Stunden vergangen als ich wieder erwachte. Mein Kopf fühlte sich an als würde er gleich explodieren. Langsam bewegte ich meine Beine und Arme, es schien alles in Ordnung zu sein. Ich hob die Hand um meinen Kopf zu befühlen. Meine linke Gesichtshälfte fühlte sich geschwollen und wund an. Ein großer Verband erstreckte sich über mein Auge. Das rechte Auge konnte ich ohne Schwierigkeiten öffnen. Doch das linke blieb verschlossen. Ein Zittern erfasste mich und ich schluchzte auf. Was war passiert? Irritiert blickte ich mich mit meinem rechten Auge im Zimmer um. Ich war alleine. "Paimon?" flüsterte ich und wartete ab, dass jemand kam um nach mir zu sehen.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Paimon Carrow
Gast



BeitragThema: Re: Das Ende einer Kindheit   Mi 28 Jun 2017 - 11:42

Nachdem ich meine Schwester bei Madam Pomfrey auf der Krankenstation abgeliefert hatte warf mich selbige nahezu umgehend aus dem Behandlungszimmer, jedoch nicht bevor ich ihr geschildert hatte, wie es zu diesem "Zwischenfall"gekommen war. Das Wort "Zwischenfall" hatte mich bereits in Rage versetzt, denn das war alles andere als ein bloßer Zwischenfall gewesen. Mein Vater hatte meine Schwester angegriffen, um ihr absichtlich Schaden zuzufügen! Der Hass auf meinen Vater wurde unterdessen nur noch durch die Sorge um meine Schwester übertroffen. Ich war kein Heiler und diese Kunst lag mir mit nichten, doch erkannte ich eine schwere Verletzung wenn ich sie sah. Was meine Schester davon getragen hatte, war keine Lappalie, doch hoffte ich das Beste. Unruhig wanderte ich im Gang vor dem Krankenflügel auf und ab, das sich noch keine Furchen im Boden gebildeten hatten erschien mir als wahres Wunder.  Von Minute zu Minute steigerte sich mein Unwohlsein und Panik ergriff mehr und mehr von mir Besitz, ein Gefühl welches ich noch nie zuvor in meinem Leben verspürt hatte. Alles zog sich in mir zusammen und es kam einer Erlösung gleich als Madam Pomfrey endlich aus dem Krankenflügel heraus trat und auf mich zu kam.
"Es war gut das sie ihre Schwester direkt hergebracht haben Mr. Carrow. Ich habe alle in meiner Macht stehende getan um ihr zu helfen und es geht ihr den Umständen entsprechend gut, doch wird sie auf ihrem linken Auge wohl nie mehr sehen können. Mit der Zeit könnte sie vielleicht wieder Schatten wahrnehmen, doch viel besser wird es wohl kaum werden. Es tut mir leid das ich nicht mehr tun konnte. Sie Schläft nun erst einmal, sie können zu ihr wenn sie wieder erwacht ist."
Ich schlucke hart ob dieser niederschlagenden Diagnose und muss mich an der nächsten Wand halt suchen. Alles um mich herum drehte sich für einen Augenblick, ehe ich mit einiger Kraftanstrengung wieder die Kontrolle über mich erlange. Tief durchatmend nicke ich Madam Pomfrey zu. "Ich danke euch Madam Pomfrey. Ich werde hier bleiben, bis das sie aufwacht." Sie wollte schon zu einer Erwiderung ansetzen und mir raten im Gemeinschaftsraum zu warten, doch sprachen meine Haltung und mein Blick wohl Bände, niemand würde mich auch nur eine Handbreit weiter von der Tür des Behandlungszimmers meiner Schwester weg bekommen, zumindest nicht, ohne eine magische Auseinandersetzung mit mir zu riskieren. So nickte Madam Pomfrey nur und bedeutete mir auf einem der Stühle im Krankenflügel Platz zu nehmen.

So vergingen die Stunden, in denen ich mir Selbstvorwürfe machte und mich mein Gewissen plagte. Hätte ich doch bloß besser geübt, dann hätte ich mich besser gegen meinen Vater behauptet, vielleicht wäre es dann nie soweit gekommen. Grübelnd hocke ich dort, bis mich eine bekannte Stimme aus meiner Lethargie riss. Meine Schwester musste erwacht sein. So erhob ich mich ruckartig und schritt sogleich in ihr Zimmer. Der Anblick war beklagenswert, wie sie dort lag, mit dem halb verbundenen Gesicht. Mit bebender Stimme flüstere ich ihren Namen und ergreife ihre Hände mit den meinen. Neben ihrem Bett knie ich mich hin und küsse leicht ihren Handrücken. "Verdammt Eli,
es tut mir so leid. Es ging alles so schnell... ich konnte nicht... verdammt!
Über meine eigenen Selbstvorwürfe hatte ich zunächst nicht bemerkt das sie selbst völlig aufgelöst war,doch erkannte ich nun, das sie gerade jetzt jemand starkes an ihrer Seite brauchte. Tief durchatmend fasse ich mich und bin einfach für sie da, indem ich sie sanft am Oberarm streichle und versuche eine ruhige Präsenz auszustrahlen.
Kurz darauf kam auch schon Madam Pomfrey ins Zimmer, um nach ihrer Patientin zu sehen.
Nach oben Nach unten
Elizabeth Ruby Carrow
Professorin - Zauberkunst
avatar

Anzahl der Beiträge : 19
Anmeldedatum : 21.06.17

Charakterbogen
EP:
4600/4800  (4600/4800)

BeitragThema: Re: Das Ende einer Kindheit   Mi 12 Jul 2017 - 10:12

Es dauerte eine Weile bis jemand an mein Bett kam. In der Zwischenzeit konnte ich mir den einen oder anderen Gedanken über das machen was geschehen war. Mein Vater hatte mich angegriffen, soviel wusste ich noch. Doch was kam danach? Ich wusste, dass es ein Bombarda gewesen war, der mich von den Füßen gerissen hatte. Ich nahm nur über das rechte Auge wahr, dass eine Person sich dem Bett näherte und wandte ihr mein Gesicht zu. Es war Madame Pomfrey, die Krankenschwester des Krankenflügels in Hogwarts, welche wohl schon zu Dumbeldores Zeiten beschäftigt gewesen war. Sie schenkte mir ein aufbauendes Lächeln und nahm meine Hand, welche auf dem Handrücken ein wenig aufgeschürft war. „Meine Liebe. Du bist in Hogwarts. Ein Fluch hat dich getroffen. Zum Glück hat dich dein Bruder schnell her gebracht.“ Sie strich mit ihrer Hand über meine Stirn. „Die Prellungen werden verschwinden. Der Fluch hat die Iris deines linken Auges zerstört. Du wirst darauf nie wieder sehen können. Die Narbe wird sichtbar bleiben aber mit der Zeit verblassen.“ Ich schluckte vor Verzweiflung und blinzelte die Tränen weg, welche sich wieder in meinen Augen sammeln wollten. Das salzige Nass brannte im linken Auge, welches für immer schwarz bleiben sollte. Dann wurde meine andere Hand gedrückt und ich riss meinen Kopf herum. Paimon saß neben mir und sah schrecklich aus. Der Schmerz und die Sorge der letzten Stunden standen ihm ins Gesicht geschrieben. Ich versuchte zu lächeln. „Sehe ich so schlimm aus?“ witzelte ich und versuchte ihn auch zu einem Lächeln zu bewegen. Es war schon immer so gewesen, dass mir sein Wohl wichtiger gewesen war als meines. Ich konnte es nicht ertragen ihn so zu sehen. „Ich war doch noch nie sonderlich hübsch. Das da..“ Ich zeigte auf das verbundene Auge. „…macht mich doch nur interessanter.“ Ich war alles andere als stark und abgebrüht, wie es den Anschein machen konnte.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
 
Das Ende einer Kindheit
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 1 von 1
 Ähnliche Themen
-
» Ende einer kurzen Beziehung
» Affäre am A'platz zu Ende-zurück gewinnen möglich?
» Ende einer 1 1/2 jährigen Beziehung/Kontaktsperre in Schule?
» On/Off Beziehung......Hilfe!!!
» Lebenskrise, gefährliche Abhängigkeit und ein krasses Ende

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Hogwarts - Dark Ages :: Inplay :: Denkarium :: Erinnerungen :: Andere Orte-
Gehe zu: