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 Don't touch my Work!

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Evica Mitrovic Moravac
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BeitragThema: Don't touch my Work!   Do 22 Jun 2017 - 15:36

Die Sonne ging bereits unter. Das Rot überzog den sich langsam verdunkelnden Himmel und hüllte die Stadt Eger, mit ihren malerischen Gebäuden, Plätzen und Denkmälern ein, wie in pures Feuer. Ein leichter Wind strich durch die Gassen und heulte vereinzelt seinen schwachen Ruf an diesem Frühlingsabend. Alles schien ruhig. Einheimische, Touristen, sie alle gingen ihrem Tagewerk nach und schienen sich nicht um die immer höher aufragenden Schatten zu scheren, welche aus den Gassen aufstiegen und sich immer mehr von der Welt zurückeroberten. Doch in einem Haus, war der Schatten bereits eingekehrt.

Petra Bognár hatte das Gesicht in den Händen vergraben. Die Schultern der Muggelfrau bebten unkontrolliert, während das verzweifelte Wehklagen der Frau gedämpft das gemütliche rustikal eingerichtete Wohnzimmer erfüllte. Ihr Mann Tamás lief unruhig auf und ab, während er immer auf die Uhr sah, bevor sein Blick in den Flur des Hauses und zur Treppe hinauf schweifte und er schließlich sorgenvoll seine Frau musterte. Eine Hand legte sich auf Petras Schulter, doch die hysterisch weinende Frau schien sich nicht darum zu kümmern. Zoltán Antall sah sie mitleidsvoll an, während die Frau mehr und mehr unter ihre Verzweiflung zusammenbrach. Tamás Gesicht verzerrte sich vor ungeduldiger Wut, als er mit dem Fuß aufstampfte und zornig die Fäuste ballte. „Verdammt Zoltán wann kommt dieser Mann denn endlich?“ Fragte er den Arzt, welcher auf der Couch neben Petra saß. Zoltán's Hand war unmerklich ein Stück in Richtung Zauberstab gerutscht, welchen er unter seiner Kleidung versteckt gehalten hatte. Der ehemalige Todesser, welcher den bösen Machenschaften den Rücken gekehrt hatte, als seine Familie durch einen Unfall, an welchem er die Schuld trug, umgekommen war, blieb völlig ruhig und beherrscht. „Er muss jeden Moment da sein.“ beruhigte der ungarische Zauberer den Muggelvater des kleinen Milán, welcher oben in seinem Zimmer lag.Doch der Vater des Jungen schien nur minder beruhigt, denn er stampfte und fluchte vor sich hin.

Früher hatte der Zauberer Muggeln gegenüber nichts weiter als Hass entgegen bringen können, doch in den letzten Jahren hatte sich viel für ihn verändert. Er war gemäßigter geworden, weltoffener, friedlicher. In der Muggelwelt hatte er sich eine Identität und Reputation als Kinderarzt aufgebaut und nun saß er hier. Die Verbindung machte Sinn. Mehr als einmal waren die Gebrechen von Muggelkinder auf Magie zurückzuführen gewesen, so auch in diesem Fall, doch dies hier überstieg selbst seine Fähigkeiten. Hier musste ein erfahrener Fluchbrecher ans Werk, so viel war klar. Er hatte den kleinen Milan schon mehrfach in seiner Praxis behandelt und bereits dort hatte der Zauberer bereits gespürt, das der Junge von Magie berührt worden war, machtvoll und dunkel. Er hätte sich selbst ohrfeigen können. Er kannte den kleinen Milán schon dessen halbes Leben lang. Der kleine schien mit dem magischen Talent geboren worden zu sein und in der letzten Zeit hatte sich bei dem jungen eine Art der Legilimentik entwickelt. Der Junge war in der Lage anderen seine Emotionen aufzuzwingen, eine machtvolle Fähigkeit, wenn man dies einmal kontrollierte. Zoltán hatte geglaubt seine Betreuung des Jungen sei eng genug gewesen. So irrte man sich. Die Flüche hatte er immer wieder gestoppt, doch sie kehrten immer wieder zurück. Er hatte bereits recherchiert, wer dem Jungen dies angetan haben könnte, doch bisher hatte sich der mysteriöse Angreifer im Verborgenen halten können. Nun sah Zoltán selber auf die Uhr. Verdammt! Wo blieb Paimon? Der Junge brauchte dringend Hilfe und auch wenn Zoltán um die Abneigung des Fluchbrechers gegenüber Muggeln wusste, so hatte er bei dem Mann noch einen Gefallen offen. Seine Handflächen schwitzten und er begann zu zittern, als er an das dachte, was er im Zimmer des Jungen miterlebt hatte. Als Seine Eltern ihn völlig aufgelöst hergerufen hatten und er die Tür zu dem Zimmer geöffnet hatte, hatte er gedacht, den Verstand zu verlieren.

Das Zimmer pulsierte regelrecht vor Magie. Das Bett des Jungen war zerwühlt, doch er hatte nicht darin gelegen, stattdessen hatte er etwa einen Meter darüber geschwebt. Die Haut des Jungen war kalkweiß und schwarze Adern durchzogen die schneeartige Haut. Schweiß hatte überall auf dem kleinen Körper geglänzt und tropfte beständig auf das Laken. Doch noch unheimlicher war die Aura des Jungen gewesen. Um seinen Körper herum, hatte sich eine Art Chorona aus purer Dunkelheit gebildet. Selbst das Sonnenlicht, welches durch das Fenster hereingefallen war, schien vor dieser Finsternis zurückzuschrecken, was den Raum noch finsterer gemacht hatte. Als Zoltán vorsichtig versucht hatte sich dem Jungen zu nähern, trat Petra ein und verfiel in hysterische Schrei und Weinkrämpfe. Tamás hatte auf Zoltáns Anordnung alle Hände voll damit zu tun gehabt, die aufgelöste Frau von ihrem Kind fern zu halten. Er hatte die beiden ins Wohnzimmer verbannt und sich an die Arbeit gemacht, doch er hatte aufgeben müssen. Es war nicht ein Fluch gewesen, sondern mehrere Dutzende, welche wie ein Flechtwerk auf sich aufbauend ineinander gewoben worden waren. Noch dazu schien das Zimmer genau so mit Myriaden an Zaubern belegt worden zu sein. Denn kaum hatte er einen der Zauber gelöst, schien er sich aus den Ecken des Raumes neu zu bilden. Sowohl die Spieluhr auf der Kommode, Der Spiegel, einige Spielzeuge und die Bilder an den Wänden waren von Flüchen durchzogen worden. Als er Milán schließlich zum ersten Mal berührt hatte, war ein Blitz aus purer Schwärze auf ihn übergesprungen und hatte ihn an der Hüfte verbrannt. Der Kopf des Jungen hatte sich mit einem Ruck ihm zugewandt und die Augen, in denen nur noch Schwärze zu sehen gewesen, auf den Zauberer gerichtet. Der kleine Mund mit den nun fast farblosen Lippen hatte sich geöffnet und verdunkeltes Zahnfleisch entblößt, was einen extremen Kontrast zu den weißen Zähnen gebildet hatte. In einem völlig unmenschlichen gutturalem Ton, hatte der Junge angefangen, eine eigenartige Sprache zu rezitieren. Es hatte etwas gedauert, bis er es als serbisch identifiziert hatte. Warum und woher konnte der Junge Serbisch?

Doch auch Worte aus eindeutig dunklen, vergessenen Sprachen, hatte sich in die ununterbrochene Litanei an Worten dazu gemischt. Zoltán war völlig überfordert mit dieser Situation. Ein solches Netzwerk, eine solche Präzision und Bosheit hatte er selten erlebt. Er hatte sich nach intensiven Bemühungen geschlagen geben müssen und sofort Paimon kontaktiert, von dem er wusste, das er sich zur Zeit hier in Eger aufhielt. Nun saßen sie im Wohnzimmer und warteten auf den Fluchbrecher, während die Eltern des Jungen litten und Zoltán mit ihnen. Er würde außerdem vorher ein ernstes Wort mit dem Fluchbrecher sprechen müssen, denn er würde es nicht gestatten, das er diesen Muggeln irgendetwas zu leide tat.


Zuletzt von Evica Mitrovic Moravac am Do 22 Jun 2017 - 22:39 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Paimon Carrow
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BeitragThema: Re: Don't touch my Work!   Do 22 Jun 2017 - 16:47

Muggel, überall waren Muggel! Diese minderwertigen Kreaturen waren wahrhaft nicht für vieles zu gebrauchen, doch konnte man ihnen ihren Sinn für Kunst und Architektur nicht abstreiten. Eger war eine in Stein gehauene Manifestation eben jener Begebenheit. Die Stadt mit ihren umwerfenden Bauten aus der Barock Epoche, den breiten Straßen und unzähligen Denkmälern lud geradezu zum Schlendern und Verweilen ein. So kam es eher einer glücklichen Fügung gleich, dass sich Paimon nach seinem letzten Auftrag in Rumänien dazu entschlossen hatte, hier einen Zwischenhalt auf seinem Weg nach England einzulegen und somit unmittelbar greifbar war, als Zoltán nach ihm rief. Er hatte gerade in einem der unzähligen Lokale gesessen und einen der köstlichen regionalen Rotweine genossen, als ihn die Nachricht seines Bekannten erreichte. Ein ziemlich abgehetzter Kurier legte einen Brief vor Paimon auf den Tisch und war schneller verschwunden als er gekommen war, jedoch nicht ohne die Worte "Es eilt." an ihn zu richten. Mit gerunzelter Stirn nahm er den Brief auf und erbrach das Siegel. Generell eilte immer alle, nur ob etwas für ihn eilte, das interessierte den Zauberer und war zumeist abweichend von den Vorstellungen seiner Auftraggeber. Ein leeres Pergament entfaltete sich und erst nach und nach wurde die hektische Handschrift sichtbar, die ihm ein Anliegen vortrug, welches er nicht abzulehnen im Stande war. Nachdem die Nachricht gelesen war bewegte sich das Pergament zum Aschenbecher und entzündete sich selbst. Als nur noch Asche übrig war erhob sich der Fluchbrecher, zahlte seine Rechnung und machte sich auf den Weg.

Die Informationen welche ihm Zoltán in seinem Gesuch übermittelt hatte waren recht dürftig gewesen, doch soweit Paimon es verstanden hatte, ging es um einen kleinen Jungen mit einer ungewöhnlichen Ausprägung von Legilimentik, der wie und warum auch immer mit mehreren Flüchen gebunden war. Im Regelfall hätte Paimon keinerlei Ambitionen gehabt dem Jungen zu helfen, immerhin war er nur ein Muggel und somit führ ihn entbehrlich, doch offenbar lag seinem Bekannten Zoltán, ein Magier der sich bei den Muggeln als Kinderarzt ausgab, etwas an der Familie. Wenn er darüber nachdachte was Zoltán für eine Karriere hinter sich hatte, war es wirklich verwunderlich das gerade er sich nun für Muggel einsetzte, doch jedem das seine. Auf Zoltán's Drängen hin in seinem Brief und die Einforderung eines noch ausstehenden Gefallens, hatte sich Paimon dazu herabgelassen der Familie seine Hilfe zu Teil werden zu lassen. So kam es also, dass er nun vor einem mehrstöckigen Haus in der Innenstadt Egers stand und auf den Klingelschildern nach dem Namen Bognár forschte. Bereits das zweite Schild stellte sich als das gesuchte heraus und so drückte er selbiges tief nach innen. Weiter oben im Haus war ein helles Schellen zu vernehmen und kurz darauf konnte man den dumpfen Summer der Eingangstür vernehmen.
Mäßigen Schrittes stieg Paimon die Treppe hinauf in den zweiten Stock, wo er bereits von einem ungeduldig wirkenden Magier erwartet wurde. "Zoltán, ich grüße dich."

Eigentlich hatte der Fluchbrecher noch mehr sagen wollen, doch hatte es ihm mit einem mal die Sprache verschlagen, als er näher an die geöffnete Wohnungstür herangetreten war. Wie eine Welle war die dunkle Macht die hier wirkte auf ihn eingestürzt und über ihm zusammengebrochen. Mitten in der Bewegung dem anderen Zauberer die Hand zu reichen hatte er inne gehalten und eine eisige Gänsehaut fuhr ihm über den gesamten Körper. Er hatte schon vieles gesehen, gespürt und auch getan, doch diese kalte Boshaftigkeit die ihm hier entgegen schlug suchte ihres gleichen. Mit einem kräftigen Schlucken überwand er seine kurze Starre und gibt Zoltán nun endlich die Hand. Nun wusste Paimon warum er gerufen worden war und der Zauberer sich nicht selbst der Sache angenommen hatte.
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Evica Mitrovic Moravac
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BeitragThema: Re: Don't touch my Work!   Do 22 Jun 2017 - 17:31

Zoltán war regelrecht aufgesprungen, als die Türklingel erklang und bereute es direkt. Die Brandwunde an seiner Seite sandte Lanzen des Schmerzes in seinen Körper und er fluchte, als er vorsichtig zur Tür eilte. Mit einer Geste, hielt er Tamás zurück, ihm zu folgen. Er durchschritt den Flur, vorbei an der unheilvollen Treppe, die hinauf auf den Dachboden führte, in welchem Miláns Zimmer lag. Er betätigte den Knopf, welcher den Fluchbrecher in das Haus einlassen würde und nur wenige Sekunden und einige Geräusche durch das Treppenhaus später, stand Paimon vor ihm. Zoltán hielt sich die schmerzende Seite, bis sein Gegenüber ihm die Hand hob und... zögerte. Zoltán erkannte, was der Fluchbrecher fühlte. War das ein Anflug von Angst in dem Blick des Mannes? Zoltán erschauderte bei dem Gedanken. Etwas was Paimon derartig aus der Bahn warf, war absolut gefährlich. Er schüttelte schlussendlich die dargebotene Hand und bat den jüngeren Mann nach einem Gruß hinein. Zoltán hatte sich stark verändert, seit sie sich das letzte Mal gesehen hatten.

Sein langer Bart, welcher ordentlich gestutzt bis auf die Brust reichte, war inzwischen völlig ergraut, ebenso wie das lange Haar, welches nur noch rudimentär sein vorheriges Braun zeigte. Tiefe Falten hatten sich in sein Gesicht gegraben und obwohl er erst in Anfängen seiner Fünfziger war, hatte die Vergangenheit seinen Tribut gefordert. Seine Schwarze Kleidung war elegant wie immer, doch ungewohnt zerknittert und als der Zauberer um das hereinkommen bat, wurde sofort ein Brandloch an Hemd und Hose sichtbar. Das Fleisch darunter war verbrannt und Eiter hatte sich bereits an den schwärend roten Wundrändern gebildet. Dennoch sickerte kein Blut aus der Wunde, doch die Vorsichtigen Bewegungen des Zauberers machten sichtbar, wie sehr es schmerzen musste. Er führte den Fluchbrecher durch den Wohnungsflur. Nur noch wenig Licht herrschte hier vor. Die Familienbilder der kleinen dreiköpfigen Familie lagen nun im Dunkeln, glückliche Gesichter und Lächeln überschattet von der Dunkelheit, wie ein bösartiges Omen. Sie gingen vorbei am Wohnzimmer, in dessen Türrahmen ein Slawischer Mann trat. Sein schwarzes Haar war kurzgeschnitten und sein markantes Gesicht war gezeichnet von Sorge und Verzweiflung. Er trug ein rot, schwarz karriertes Hemd und eine Schwarze Hose. Hinter ihm, war das absolut gebrochene Weinen einer Frau zu hören, gedämpft wie durch die Hände hindurch. Tamas wollte gerade zu sprechen anfangen, doch Zoltan hob beschwichtigend eine Hand.

„Bitte Tamás bleibe bei Petra. Ich werde meinen Kollegen über alles notwendige informieren. Wenn er Fragen haben sollte, wird er zu euch kommen. Doch zuvor muss ich unter vier Augen mit ihm sprechen.“ Der Vater nickte niedergeschlagen. „Ihr könnt die Küche nutzen.." antwortete er auf Ungarisch und kehrte zurück, in den Raum, an die Seite seiner Frau. Zoltan führte Paimon in die Küche der Familie, welche selbst hier im Stil eine Mischung aus altem, rustikalem Charme und moderne verkörperte. Nachdem der ältere Zauberer die Tür geschlossen hatte, zückte er seinen Zauberstab, aus weißem Ebenholz. Mit einer einzigen Geste, verriegelte er die Tür und legte zu gleich einen Schutz gegen Lauscher über den Raum.

„Jetzt wird uns niemand stören.“ Mit diesen Worten drehte Zoltán sich zu Paimon herum und musterte diesen Ernst. „Du hast es gefühlt, als vor der Tür standest, das konnte ich sehen. Deswegen habe ich dich gerufen. Wir sind nach meiner Abkehr niemals in Feindschaft auseinander gegangen und hoffe das werden wir auch dieses Mal nicht. Ich werde gar nicht erst versuchen dir zu erklären, warum sich mein Leben so gewandelt hat, das ist jetzt nicht wichtig. Wichtig ist das du Milán hilfst und das meinen Schützlingen kein Haar gekrümmt wird. Wenn du das akzeptierst, dann können wir mit der Arbeit anfangen, was sagst du dazu?“  Aus dem Gesicht des Arztes sprach der pure Ernst und auch ein gehöriges Maß an Vorsicht. Es war auch keine Feindseligkeit in den Worten oder der Stimme des Zauberers zu vernehmen, dafür ein absolutes Maß an Entschlossenheit. Eine Entschlossenheit, welche dem Zauberer seit seinem Fall völlig abhanden gekommen war und ihn trotz der Spuren des Lebens wieder mit neuer Lebendigkeit erscheinen ließ.
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Paimon Carrow
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BeitragThema: Re: Don't touch my Work!   Do 22 Jun 2017 - 18:40

Durchatmend und seinem Kollegen zunickend betrat Paimon hinter diesem die Wohnung. Unmittelbar wurde ihm gewahr, dass sich das Problem ein Stockwerk höher befand, doch selbst hier unten spürte er bereits die ersten Verwebungen. Wer oder was auch immer diese Flüche gesprochen hatte, war ein Meister seines Fachs und obendrein absolut skrupellos, alles in allem eine bemerkenswerte Person in Paimons Augen. Doch sein wissenbezogenes Interesse war in diesem Fall nebensächlich, zunächst ging es darum zu tun wofür er hier war.

Zoltán führte Paimon durch einen schmalen Flur an einem Zimmer vorbei aus dem lautes Schluchzen zu vernehmen war, offensichtlich die Mutter des Jungen der oben seinem Schicksal erlag. In der Tür zum Zimmer stand ein slawischer Mann, ebenfalls gezeichnet von Sorge. Es werden nur einige wenige Worte gewechselt, ehe mich der Zauberer in die Küche der Wohnung bringt und hinter uns die Tür, sowie den Raum versiegelt. Bei der folgenden moralischen Ansprache und der Festlegung der Bedingungen bleibt meine Mine ungerührt und emotionslos. Erst am Ende erhebe ich meine Stimme und es wird deutlich das von dem Knaben von einst nicht mehr viel übrig ist. Viel mehr steht hier nun ein Mann, erfahren in seinem Beruf und mit hervorragenden Reputationen. Trotz meines Charakters und der damit verbunden Schwächen die einige empfanden, blieb ich bei der Arbeit immer komplett professionell, so auch nun. "Ich sehe keinen Grund warum du dich mir erklären müsstest, noch warum wir nicht als Kollegen zusammenarbeiten könnten. Ich willige ein, doch im Gegenzug für meine Hilfe verwirkst du dein Recht das du hier einforderst nochmals vorzubringen." Paimon wusste das er einen ehemaligen Todesser vor sich hatte, doch hegte er keine Abneigung gegen diese Männer und Frauen, ebenso wenig wie für die Gegenseite, somit gab es kein böses Blut und der Vertrag war besiegelt.

Damit war alles formelle besprochen und es ging somit an die eigentliche Arbeit. Nahezu augenblicklich setzte sich Paimon in Bewegung und schritt in dem Raum langsam auf und ab.
"Ja ich habe es gespürt Zoltán. Wer auch immer das getan hat, ist sich seiner Sache sicher und wird keine Einmischung dulden. Falls ich es schaffen sollte die Flüche zu brechen wird diese Familie hier nicht sicher sein. Du solltest sie danach von hier fort bringen, wenn dir wirklich etwas an ihr liegt." Damit wendete er sich nun wieder Zoltán und seiner Wunde zu, welche er bereits im Flur gesehen hatte. "Stammt die von deinem ersten Versuch den Jungen zu befreien?" Nachdem sich Paimon mit einem Nicken die Erlaubnis eingeholt hatte die Wunde zu begutachten, studierte er selbige genaustens und machte sich einige geistige Notizen.
Schwere Verbrennungen, kein Blut, Eiter. Damit war es definitiv etwas das er noch nicht gesehen hatte. Dies war keine Brandwunde sondern eher eine Verätzung, oder Schmelze... das war... bemerkenswert. Nach einiger Zeit der Begutachtung richtete sich Paimon wieder auf. "Erzähl mir was an dem Jungen so besonderes ist, dass jemand ihn mit so etwas belegen wollen könnte. Es muss eine bestimmte Absicht dahinter stehen, sonst würde man nicht einen solchen Aufwand betreiben. Du schreibst mir etwas von einer besonderen Form der Legilimentik. Was hat es damit auf sich? Meines Erachtens dürfte sonst nichts besonderes an diesem Muggeljungen sein."
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Evica Mitrovic Moravac
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BeitragThema: Re: Don't touch my Work!   Do 22 Jun 2017 - 19:33

Zoltán nickte einfach stumm. Wie erwartet, war der Gefallen damit vergolten und er würde derartiges nur noch durch gutes Zureden erwirken und nicht mehr einfordern können. So sollte es sein. Es war ihm die Sache wert. Wenn er Milán und seine Familie retten konnte, dann war es alles wert, was er geben konnte. Auch sein Leben, dachte der alte Zauberer. Doch der Fluchbrecher hielt sich nicht länger mit dem geschäftlichen Aspekt auf. Er war bereits weiter und widmete sich der praktischen Seite seines Auftrages. So lobte er sich das. „Ja, das dachte ich mir auch bereits. Vermutlich werde ich sie nicht nur aus Eger umsiedeln müssen, sondern direkt ganz aus Ungarn.“ Er nickte wieder und biss die Zähne zusammen, als Paimon um Erlaubnis bat die Wunde zu inspizieren. Vorsichtig befingerte er die Haut um die Wundränder, doch bereits diese Berührung, ließ den ehemaligen Todesser zusammenzucken und schwer ein und ausatmen. Als Paimon bei seinen Untersuchungen aufforderte nun endlich mit den Details herauszurücken, drehte Zoltán den Kopf zur Seite, um sich die Untersuchung der Wunde zumindest nicht mehr ansehen zu müssen.

Dennoch stöhnte er immer vor Schmerz auf, als er zu erzählen begann. „Der Junge ist mit dem Talent geboren. Er hat magische Kraft, nur hat diese sich bisher kaum gezeigt. Er hat nicht wie viele andere Kinder Dinge in Brandt gesetzt, oder andere Dinge getan. Nein, zuerst bildete sich bei ihm eine Legelimentik aus, welche sogar kleine Einflüsse vom Imperius-Fluch hat. Er kann seine Emotionen ohne Berührung auf andere übertragen. Er überflutet den Verstand anderer Menschen mit seinen eigenen Gefühlen. Du kannst dir denken, wie aufmerksam ich wurde. Eine solche Fähigkeit ist ausgesprochen machtvoll und ich wollte ihn schützen. Da ich viele Schützlinge habe, dachte ich, es ist in Ordnung, wenn ich ihn mehrmals die Woche zu mir hole. Ich habe also eine kleine Akute Krankheit erfunden und den Jungen mit harmlosen Symptomen belegt, die reichen, um Muggel zu besorgen. Und nebenbei habe ich angefangen den Jungen zu unterrichten, mit seiner Fähigkeit umgehen zu können, bevor sie ihn aus meiner Umgebung ziehen und nach Durmstrang schicken. Ich hatte ohnehin gehofft, ihm meine ehemalige Schule irgendwie ersparen zu können.“ Er brach ab und atmete erleichtert aus, als Paimon endlich seine Untersuchung der Wunde abgeschlossen hatte. Der ergraute Zauberer hatte die Augen geschlossen und lehnte gegen den großen Kühlschrank, während er vor Schmerz erschöpft zu Atem kam.

"Als ich das erste Mal Flüche bemerkte, welche auf den Jungen gewirkt wurden, habe ich sie wieder aufgehoben und mich auf die Suche gemacht. Ich bin jeder Spur nachgegangen, die ich finden konnte, um diesen Bastard zu finden und das Handwerk zu legen. Aber keine Chance. Ich habe mich zu sehr auf diese Jagd versteift und währenddessen scheint er sein Werk vollbracht zu haben. Wenn du mich fragst...“ Er zögerte eine kleine Weile. „Wenn du mich fragst, sind diese Flüche vor allem vorbereitend gespronnen. Senkungen mentaler Barrieren, Konditionierungen und Arten von Bewusstseinsmanipulation, mit der ich nichts anfangen konnte. Doch dann waren da noch die Defensiv-Flüche und das führt uns nach oben. Aber sei vorsichtig. Das halbe Zimmer dort oben ist verhext worden. Wer immer das war, hat den persönlichen Besitz des Jungen, zu welchem er einen Bezug hat benutzt um die Flüche fester zu verankern und sogar zu weben, falls sie aufgehoben wurden. Deswegen komme ich allein nicht weiter. Ich brauchte meine ganze Konzentration, um den Jungen nicht zu gefährden und dann auch noch gegen die Verfluchten Gegenstände anzukommen. Darauf war ich nicht vorbereitet und ich weiß auch nicht, ob ich mich darauf vorbereiten könnte. Folge mir!“

Zoltan hob die Sperre über der Tür auf und ebenso den Schutz vor Lauschern, als er die Tür auch schon aufdrückte und mit Paimon wieder durch den Flur. Nun bestiegen sie die Treppe, deren Stufen unheilvoll knarzten, als sie beständig höher stiegen. Vor der Tür, blieb Zoltán stehen und lauschte. Geräusche waren zu hören. Eine Stimme, welche beständig, ohne Unterlass Worte murmelte. Er zückte wieder seinen Zauberstab, dann stieß er die Tür ruckartig auf und betrat das Zimmer. Die Sonne war inzwischen völlig untergegangen und das Zimmer war nur düster. Die Gestalt des Jungen jedoch hob sich wundervoll von der Dunkeheit ab. Zuerst hätte man denken können, der Junge wurde von Mondlicht bestrahlt, doch kein Mond schien in das Zimmer.

Dafür schien die Finsternis, die sich wie ein Hülle um die Gestalt des Jungen gelegt hatte, wie ein lebendiges Wesen zu zucken und zu wallen. Seine weiße Haut schimmerte unheilvoll und seine Position hatte sich verändert. Er schwebte noch immer über dem Bett, doch dieses mal, in der Vertikalen. Seine schwarzen Augen waren stur geradeaus gerichtet und sein Mund bewegte sich plappernd, mit hoher Geschwindigkeit, während er ohne Zweifel eine magische Formel nach der anderen rezitierte. Die Arme des Jungen waren über seinen Kopf ausgestreckt, kerzengerade und regelrecht verkrampft, während eines seiner Beine hochzuckte. Perfekt symmetrisch, winkelte sich das Bein vom Körper ab und bildete einen weiteren Neunzig Grad winkel, als das Knie ebenfalls nach oben abknickte. Ein Arm des Jungen knirschte, als der Arm entgegen dem Gelenk zur Seite beugte und sich in exaktem Winkel hinab drückte. Die Hand des Jungen war gespreizt und seine Haltung hatte nun mehr von einem unheilvollem Tanz einer toten Puppe. Noch immer wirkten die weißen Zähne gegen das dunkle Zahnfleisch, nahezu strahlend. Das schwarze Aderwerk, welches den fast gänzlich nackten Leib des Jungen durchzog, schien zu erzittern und sich beständig neu auszurichten und zu erweitern. Zoltan welcher mit verlorenem Blick, voller Angst bei Seite trat, um Paimon Platz zu machen, stolperte zurück, bis er an die Fensterbank stieß, während die monströse Stimme des Jungen beständig, ohne Unterlass Wort um Wort rezitierte.
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Paimon Carrow
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BeitragThema: Re: Don't touch my Work!   Do 22 Jun 2017 - 20:50

""Also ist der Junge kein Muggel, sondern ein Magiebegabter. Das wird es je nach Fluch deutlich schwerer machen." Meint Paimon in Gedanken verloren, bereits am sondieren was alles gewirkt worden sein könnte. Jedoch entschloss er sich vorerst seine Spekulationen einzustellen und stattdessen dem Bericht von Zoltán zu lauschen. Hin und wieder nickt Paimon verstehend und fügt für sich die Einzelteile zu einem Gesamtbild zusammen.
"Halten wir also fest, der Junge ist magisch begabt und besitzt ein seltenes Talent.
Die Flüche und das Interesse der dritten Person haben erst mit auftauchen seiner besonderen Fähigkeit begonnen. Damit ist klar, das die Flüche keinen primär tödlichen Effekt für den Jungen haben, jedoch schließe ich nicht aus, das unser Kontrahent den Tod des Jungen in Kauf nehmen würde um sein Ziel zu erreichen. Meines Erachtens muss also, auf Grund der Seltenheit dieser Form der Legelimentik ein wissenbasiertes Interesse an dem Jungen bestehen. Die Verteidigungsmaßnahmen werden also in erster Linie um das eigentliche Fluchkonstrukt gewoben sein, welches sich den Fähigkeiten des Jungen widmet. Zudem werden wohl beide Ebenen miteinander verwoben sein, sodass man keine einzelnen Teile des Kernfluches lösen kann. Sehr verzwickt."

Fasste Paimon die Situation für sich zusammen. Mit einem Nicken bedeutet Paimon Zoltán das er ihn nun hoch zum eigentlichen Schauplatz bringen könne.

Gemeinsam verließen sie also die Küche und begaben sich die Treppe hinauf auf den ausgebauten Dachboden des Hauses. Schon als sie die knarzende Treppe hinauf waren hörte Paimon die unheilvolle Stimme, die zum Teil bekannte dunkle Phrasen rezitierte und zum Teil ihm gänzlich unbekannte. In jedem Fall besehrte ihm dies eine erneute Gänsehaut und selbst die feinsten Härchen auf seinem Körper richteten sich alarmiert auf. Das hier war definitiv der gefährlichste Auftrag den er in seiner Karriere bislang angenommen hatte und das wusste er bereits, obwohl er bislang noch nicht einmal das ganze Ausmaß überblickt hatte. Sie gelangten an der Zimmertür an. Kurz hielten sie beide inne. Plötzlich stieß Zoltán unvermittelt die Tür auf und betrat das Zimmer. Der Anblick der sich ihnen beiden bot war wohl mit schaurig mehr als nur geringfügig untertrieben. Mit einem mal wurde sich Paimon der unmittelbaren Gefahr bewusst der sie sich hier aussetzen. Im war schlagartig klar, dass sie bereits im Wirkungsbereich der ersten Zauber waren. Seinen Zauberstab hatte er bereits in der Hand und machte ohne zu zögern von selbigem Gebrauch. " Protego horribilis, Aequaliter Nubila Spiritus.“ Die Spitze seines Zauberstabs glüht unheilvoll, während sich die Schützenden Verflechtungen um sie herum materialisieren. Mit ernstem Blick wendete sich Paimon Zoltán zu und richtet derart sein Wort an ihn, das sich jeder Widerspruch verbietet. . "Du kümmerst dich um unseren Schutz versuche nur die Angriffe abzuwehren, denn kommen werden welche.“
Damit konzentrierte sich Paimon wieder auf das erblickte Szenario und musste sogleich schlucken, als er das Knischen der Gelenke des Jungen hörte. Einmal tief Luft holend begann er routinemäßig mit den Grundlagen. Erkennen, verstehen, entfernen. "Aparecium." Lautete der Auftakt dieses Tanzes, gefolgt von unzähligen "Specialis Revelio" die nach und nach alle eingewobenen Gegenstände erfassten.

Dieser Kontrakt würde eine unfassbare Geschichte werden, sollten sie es überleben.
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Evica Mitrovic Moravac
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BeitragThema: Re: Don't touch my Work!   Do 22 Jun 2017 - 21:44

Zoltan konnte die Schutzzauber genau spüren, noch bevor er sie sah. Paimon hatte sofort reagiert, als er das Zimmer betreten hatte. Er selbst wie erstarrt und konnte nichts anderes, als zu der Gestalt des Jungen zu blicken, dessen Glieder sich in absurder, unmenschlicher Manier verschoben. Was war das nur? Erst die Worte des Fluchbrechers holten den ehemaligen Todesser wieder in die Wirklichkeit zurück. Sofort hob er seinen Zauberstab. Sie absichern! Das war richtig. Paimon durfte nicht gestört und beeinträchtigt werden. Sofort stellte er sich schützend in den Rücken des jüngeren Mannes und blickte sich immer wieder allen Seiten um. Die Finsternis wurde schier erdrückend und die Schatten schienen wie bedrohliche Monolithen über ihnen emporzuragen. Zoltán erschrak, als die Spieluhr plötzlich aufklappte und die kleine Melodie ertönte, deren Friedlichkeit und Melancholie der furchtbaren Szenerie nahezu spottete. Eine kleine Tänzerin drehte sich, leicht wackelnd zu der Musik. Zuerst war so Zoltán so fixiert, das er gar nicht bemerkte, wie der Gestalt der Großmutter auf einem der Wandbildern, sich veränderte. Ihr Gesicht, welches gerade noch gütig gelächelt hatte, hatte sich in haltlosen Zorn verändert. Bestialische Wut hatte das alte Gesicht auf der Abbildung eingenommen und in unheilvollen Fratze verwandelt.

Während Paimon einen Fluch nach dem anderen untersuchte, erschloss sich seinem geschultem Auge ein viel gefährlicheres Bild. Der Konditionierungsfluch hatte bereits längere Zeit auf ihm gelegen, soviel war sicher, denn anscheinend, schwächte er den Jungen gegen weitere Flüche. Die Handschrift des Wirkenden war geprägt vom Geschick eines wahren Meisters seines Faches. Ein Fluch senkte die Mentalen Barrieren, welche zwischen dem Jungen und seiner Umwelt lagen, um die umweltlichen Reize noch zu intensivieren. Mit einem Schlag wurde Paimon klar, das der Junge bald selbst einen Windhaus als Crescendo von bedrohlichen Gefühlen und Schmerz erlebt hätte. Im Zusammenspiel mit seiner Fähigkeiten eine absolut tödliche Kombination, wenn er all dies in einer wahren Kanonade unkontrolliert auf seine Umwelt entladen hätte. Es gab sogar Flüche, die in ihrem Zusammenspiel wie ein Kanal fungierten. Es war eindeutig zu spüren, das von Außerhalb, genau in diesem Moment Kräfte gewirkt wurden, die sich nun durch dieses Kind kanalisierten. Und wie erwartet, kamen die Schutzmaßnahmen. Schlummernde Schmerzflüche, welche den Jungen nahezu foltern würden, damit dieser dies mit seiner Begabung verstärkt auf jeden Eindringling abgeben würde. Ein weiterer war direkt auf das Herz des jungen gewirkt und mit allen übrigen Verbunden, wie ein bösartiger schwärender Tumor. Wer immer diesen Fluch auslöste, er würde das kleine Herz des Kindes in einem wahren Fanal entropischer Energie schier zerbersten lassen. Die Schwarze Chorona jedenfalls, kam nicht von einem Fluch, sondern gehörte zu den Kräften, welche von außen wie durch ein Kaleidoskop durch das Fleisch des Jungen gewirkt wurden. Es hatte etwas kaltes an sich, wie die Berührung des Todes selbst. Doch was diese Verkrümmung der Glieder hervorrief, war ihm fremd. Doch eines war sicher. Wer immer da gerade zauberte: Er nutzte Ritualmagie der dunkelsten Sorte.

Zoltan hätte es fast nicht bemerkt, das die Großmutter auf dem Bild den Mund öffnete. Sie schien einen tiefen Atemzug zu nehmen und ein Schwall an Stechmücken ergoss sich summend aus dem Bild. Der mörderische Blick des Bildes, machte keinen Hehl daraus, wozu dieser Ansturm konzipiert war. Seinen Zauberstab Schwingend, ging ein Teil des Schwarmes in Flammenden Funken auf, während sich der Rest des Ungeziefers in einer Kakophonie aus Summen im Zimmer ausbreitete. Sein Gesicht war vor Anspannung und Konzentration unbewegt, wie aus Stein. Offensichtlich machte Paimon es besser als er, wenn dieser bereits diese Sicherheitsmaßnahmen auslöste. Sein Stab glimmte und zog leuchtende Spuren durch die Luft, während er einen Schutz nach dem anderen wirkte, wenn die magisch erzeugten Tiere sich anschickten, ihn anzufallen, oder Paimon. Immer mehr der Tiere gingen in Flammen auf, bis der letzte Teil des Schwarmes in glimmenden Funken zu Boden ging. Doch ausruhen konnte Zoltan sich nicht, denn die Tänzerin hatte angefangen sich immer schneller zu drehen. Nebel kam auf. Es war als klar, das dieser nicht nur dazu da sein würde die Sicht zu behindern. Er zögerte keine Sekunde. Sein Stab schien sich wie im Tanz zu bewegen. Er öffnete mit einer Geste das Fenster und erzeugte Windstoß um Windstoß, um die Schwaden von ihnen fern zu halten. Paimon durfte nicht zu lange brauchen. Ewig würde er dies nicht aushalten können. Seine Augen huschten umher und die kleine Affenpuppe mit den Becken in den Händen schien voll kalter Bosheit auf sie beide hinabzuschauen. Nadelspitze Zähne saßen in dem aufgerissenem Mund, als er die Becken aufeinander schlug. Verflucht!
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Paimon Carrow
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BeitragThema: Re: Don't touch my Work!   Do 22 Jun 2017 - 22:29

Nach Paimons klarer, gebieterischer Anweisung hatte sich Zoltán schell wieder im Griff und nahm sich der ihm zugewiesenen Aufgabe mit gewohnter Präzision an. Das war auch bitter nötig, denn zugelich eine wirksame Verteidigung aufrecht zu erhalten und sich diesem Monstrum von Fluchverflechtung zu stellen wäre glatter Selbstmord gewesen. Doch so konnte sich Paimon nun getrost dem Horror vor ihm widmen. Mit akribischer Präzision schlüsselte er einen Fluch nach dem anderen auf, erkannte Fallstricke und setzte das Puzzle der Widrigkeiten immer weiter zusammen. Ein grausiges Schauspiel, doch ungemein faszinierend. Wer so etwas ersonnen hatte war ein wahres Genie! Trotz all seiner Erfahrung und mehr als umfangreichen Ausbildung stieß Paimon unvermittelt an seine Grenzen. Durch den Ritualsingsang des Jungen verwoben sich die Flüche ständig von neuem, änderten ihre Konstellationen und verbanden sich schneller als man sie hätte lösen können. Die Idee war so genial wie auch simpel... schweigen musste der Junge, doch das führte zum nächsten Problem, dem direkten Einfluss des Zauberers, oder der Hexe, welche in dem Jungen wirkte. Die Präsenz war nur all zu deutlich zu spüren! Ein grimmiges Lächeln macht sich auf Paimons Gesicht breit, als ihm die Lösung quasi in den geistigen Schoß fällt. Er hätte geradezu in ein gehässiges Lachen verfallen können! Welch arroganten Kontrahenten er doch hatte! Eine entschlossene, kalte Miene aufgesetzt flüstert er zu Zoltán bevor er mit seinen Zaubern beginnt. "Mach dich auf einen Kampf gefasst.
Wir tragen diese Auseinandersetzung zu unserem Gegner."


Die folgenden Worte kommen rasend schnell über Paimons Lippen, keine Zeit wollte er dem Feind lassen sich auf irgendetwas gefasst zu machen. "Silencio! Confundo! Zwischen den beiden Sprüchen spürte man ein deutliches Zittern in der Magie um sie herum. Wie Wellen breiteten sich die Schwingungen aus und wurden beinahe umgehend von mehreren Punkten zurück geworfen. Binnen weniger Herzschläge hatte Paimon so den Aufenthaltsort des Verursachers ermittelt. Mit dem letzten Zauber sprengte der Fuchbrecher, seiner Berufsbezeichung alle ehre machend, alle auferlegten Flüche mit einem allumfassenden "Finite Incantatem!", da er jeden der Flüche im kleinsten Detail verstanden hatte.
Der Junge fiel herab auf sein Bett, und rührte sich nicht, doch nun war es zuerst Zeit sich der eigentlichen Gefahr zu stellen. Ohne zu zögern ergriff Paimon Zoltáns Arm und im Bruchteil einer Sekunde befanden sie sich am anderen Ende der Stadt, in einer alten Kirche.
"Lumos Maxima!" Die Kirche ist mit einem mal in gleißendes Licht getaucht und gibt die Sicht auf eine junge Frau frei. Ohne Gnade, ohne jegliche Gefühlsregung ging Paimon auf die noch desorientiert wirkende Frau los.
"Stupor!"
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Evica Mitrovic Moravac
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BeitragThema: Re: Don't touch my Work!   Do 22 Jun 2017 - 22:40

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Evica Mitrovic Moravac
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BeitragThema: Re: Don't touch my Work!   Di 4 Jul 2017 - 18:08

Es war nun drei Tage her, seit dem die Kirche in Eger gebrannt hatte. Das Dämonenfeuer des Fluchbrechers Paimon Carrow hatte sich unbarmherzig durch das Fundament, die Wände und die Decke gefressen. Die Feuerwehr war überfragt gewesen, denn das seltsame Feuer, welches sie Stunde um Stunde mit Wasser befeuert hatten, dachte gar nicht daran zu verlöschen. Die Beamten und Einsatzkräfte standen vor einem Rätsel und es schien fast wie Magie, das dieses Feuer so viel Wasser standhalten konnte, ohne auch nur ein wenig an Kraft einzubüßen. Doch auch dieses Feuer verging irgendwann, wenn auch die einzige Arbeit der Feuerwehrleute darin bestand, alles aus der Nähe zu schaffen, was dem Feuer auch nur einen Funken Nahrung hätte geben können. Für Paimon waren diese drei Tage absolut unangenehm, denn die magische Behörde der vereinten Länder des Balkans waren gar nicht erfreut über den Ausbruch von Dämonenfeuer gewesen. Man hatte Paimon einen Tag lang verhört, bevor man sich auf die Suche nach dem Magier Zoltán gemacht hatte, welcher laut der Aussage ebenso beteiligt gewesen war.

Doch in seiner Wohnung war der ergraute Zauberer nicht aufzufinden. Erst in dem Haus, in welchem der bedeutungsvolle Junge mit seinen Eltern gelebt hatte, fand man seine Leiche, ebenso wie die der Eltern und des Jungen. Laut den Untersuchungen, war der Junge an Nachwirkungen einer Fluchlösung gestorben. Die Verbindung welche durch den Jungen geknüpft worden war, war mit der gesamten Restmagie des Rituals in ihn zurück geschnellt, wie ein gekapptes Gummiband. Der Magier Zoltán und die beiden Eltern dagegen, waren eindeutig ermordet worden. Im Falle von Zoltán, hatte es sich sein Mörder offensichtlich zum Spaß gemacht, sein Inneres nach Außen zu kehren. Lediglich das Gesicht hatte noch den Ausdruck puren Entsetzens getragen. Die Eltern hatten mehr Glück gehabt. Sie hatten dem Mörder nichts bedeutet und waren schnell, einfach und nebenbei ausgeschaltet worden. Paimons Zauberstab war aufs genaueste Untersucht worden. Man fand das Dämonenfeuer und einige andere Sprüche, welche damit vollzogen worden waren und am Tatort gewütet hatten, doch nichts davon widersprach der Aussage des Fluchbrechers. Die magischen Behörden waren schließlich irgendwann zufrieden und so gingen die Nachforschungen nach einer in einer Robe gehüllten jungen Frau los, welche ansonsten völlig nackt war und deren Gesicht niemand kannte. Wundervolle Erfolgsaussichten.

Es war Paimons Reputation zu verdanken, das er nicht deportiert und ins Gefängnis gebracht worden war, denn so wurde ihm schließlich geglaubt, nur seine Arbeit getan zu haben. Heute war der Tag gekommen. Als Paimon endlich das Gebäude der magischen Strafverfolgung zu Ungarn verließ, welches im Zuge der Ermittlungen heimlich in Eger erschienen war, war er ein freier Mann. Der Fall war eine Katastrophe gewesen und noch dazu eine rätselhafte. Als Während er grübelte, wer dieses Mädchen gewesen sein konnte, ob er Eger nun verließ, oder irgendetwas anderes tat, saß Evica Mitrovic Moravac gemütlich in einem der Stühle.

Die Sonne schien hell herunter und hüllte Eger wieder einmal in einen goldenen Schein. Sie hatte sich draußen vor einer Eisdiele niedergelassen und die Beine übereinander geschlagen. Weiße Muggelkleidung hing an ihrem Körper und bildete ein schickes und doch lässiges Sommeroutfit, mit Bluse und einer luftigen und doch betonenden Hose. Ballerinas in Schwarz saßen an ihren Füßen und ihre Haare waren zu einer hochsteckfrisur gezähmt worden. Ein schwarzes Halstuch, einiges an Schmuck und eine Sonnenbrille komplettierten aus Äußere. Halb liegend hatte sie es sich in dem Korbstuhl bequem gemacht und hielt einen Glasbecher mit leckerem Eis in der Hand, mit einem Haufen Sahne und Schokoladensoße. Sie genoss Löffel um Löffel, während ihr Blick auf die Straße fiel. Sie sah ihn bereits kommen. Ihr drittes Auge, welches nur auf metaphysischer Ebene existierte, erblickte ihn bereits von weitem. Paimon Carrow!

Es war gar nicht so schwer gewesen seinen herauszufinden, nachdem sie sich erst einmal in das Gebäude der magischen Strafverfolgung eingeschlichen hatte. Er war derjenige, welcher ihre Absichten zerstört hatte. Noch immer regte sich Wut in ihr, doch Evica zwang diese herunter. Leidenschaft musste Chaotisch sein. Sie durfte sich niemals den kausalen Bahnen des Konstruktes beugen. Also war auch Wut über Vergangenes unnötig. Vergessen wurde nicht, doch was zählte, war der Moment, nicht Vorerfahrungen. Sie atmete tief durch, bis ihre Emotionen wieder ins gelassene wichen. So konnte man in ein Gespräch starten. Sie wartete, bis Paimon nahe herangekommen war und sich anschickte, an ihr vorbei zu laufen, als sie gespielt überrascht den Arm hob, um sich zu ihm umzudrehen. „Paimon! Hey Paimon, hier bin ich! Mit dir habe ich ja gar nicht gerechnet. Komm her, setz dich! Ich gebe dir einen aus.“
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Paimon Carrow
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BeitragThema: Re: Don't touch my Work!   Mi 19 Jul 2017 - 17:19

Zufrieden hatte Paimon am Abend des Kampfes das Schauspiel, welches die Stadt bot, betrachtet und förmlich genossen. Die Primitivität der Muggel war wahrhaft allumfassend und kaum begreifbar. Wie aufgescheuchte Ameisen waren sie durch die Stadt geeilt, Sirenen waren ertönt und Löschversuche unternommen worden. All dies sollte jedoch nicht eher Wirkung zeigen, bis sich schließlich das Ministerium der Angelegenheit angenommen hatte. Letztlich war den Mugeln etwas von Phosphoreinlagerungen in den Steinen der historischen Kirche erzählt worden, welche zu dem kaum löschbaren Feuer geführt hätten. So beschwichtigt war der Brand lediglich eine Schlagzeile in der lokalen Presse geworden, im Gegensatz zu einem Aufschrei im Bewusstsein der Menschheit.
Wo der einfache Muggel nun zufrieden gewesen war, begann das Ministerium für Hexerei und Zauberei jedoch erst. In weiser Voraussicht war Paimon bereits am nächsten Tag bei der örtlichen Niederlassung vorstellig geworden und hatte sich als Quelle des Dämonenfeuers zu erkennen gegeben. Die folgenden Befragungen und Ermittlungen hatten sich drei Tage hingezogen, bis man endlich zu dem Schluss gelangt war, er habe schlicht seine Arbeit verrichtet und das auch noch in Anbetracht der Umstände sehr gut und zum Wohle aller.

Nun wo auch die Formalitäten geklärt waren, verließ er die Niederlassung des Ministeriums und wollte sich auf den Weg in die Heimat machen. Er hatte gerade erst einige Schritte auf der gut besuchten Hauptstraße der Fußgängerzone gemacht, als er seinen Namen, von einer glockenhellen Stimme gesprochen, wahr nahm. Nahezu zeitgleich schrillten auch sämtliche Alarmglocken in ihm auf und seine feinen Härchen auf den Armen stellten sich sträubend auf. Binnen eines Sekundenbruchteils war seine Hand am Zauberstab, welcher lediglich auf Grund der vielen anwesenden Muggel unter seinem dunkelgrauen Mantel blieb. Alsbald war die Quelle seines Unbehagens ausgemacht und er erblickte ein zierliches, junges Ding, deren betörendes Äußere so überhaupt nicht zu seinen gemachten Erfahrungen passen wollte. Niemand hätte einem augenscheinlich harmlosen, süßen Wesen wie diesem einen solch barbarischen Akt zugetraut. Obwohl Paimon um ihre Taten wusste und auch im ersten Augenblick sofort das Ministerium informieren wollte, obsiegt doch seine Neugier, zumal er sich gegenwärtig sicher wähnte. So stieg er nach kaum merklichem Zögern auf die Kontaktaufnahme ein. Lächelnd, doch mit einem stechenden Funkeln in den Augen, trat er auf die weiß gewandte Schönheit zu. "Ach Herzchen, du hier? Ich dachte du wärst schon abgereist." Nahezu beschwingt ziehe ich sie aus ihrem Korbstuhl hoch, um sie zur Begrüßung an mich zu drücken, was nach außen hin wohl wie eine innigere Bekanntschaft wirkte. Was jedoch die Außenstehenden nicht sahen, oder eher spürten, war Paimons Zauberstab, welcher sich während der innigen Umarmung in die Seite der kleinen Person drückte. Mit einem Kuss auf die Wange und den Worten: "Behalte dein Geld besser zusammen meine Liebe, manche Rechnungen flattern ganz unvorhergesehen ins Haus und wollen beglichen werden." lasse ich sie aus meiner Umarmung gleiten und nehme rechts von ihm ihm Stuhl platz. So verharre ich also und mustere meine außerplanmäßige, weibliche Gesellschaft eingehend.
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Evica Mitrovic Moravac
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BeitragThema: Re: Don't touch my Work!   Di 1 Aug 2017 - 17:28

Evica lächelte strahlend. Ein letzter Funke von Hass wirbelte noch durch ihren Verstand, doch als der Zauberer sie aus dem Korbstuhl zog und sie bereitwillig aufstand, verging auch dieser in den Wogen der Spannung. Was passiert war würde nun eine aufregende Ausgangsbasis bilden. Sie war bereits nahezu wild darauf, ihn zu erleben. Sie erwiderte die nach außen hin herzliche Umarmung und presste sich fest an seinen sehnigen Leib. Ihre Arme schlangen sich um ihn. Nur eine Sekunde verblieb sie in dieser Position, doch ihr Verstand arbeitete auf Hochtouren. Sie griff nach dem Gefühl, welches sein Leib verursachte. Die Wärme, die Art und Weise, wie sich seine Formen und Konturen an ihn schmiegten. Solche Erfahrungen waren regelrechte Metaphysische Erfahrungen, jedes Mal aufs neue. Sie konnte das Chaos zwischen den Strukturen des Konstruktes genau erkennen. Einfache Körperwärme, welche dennoch erfüllt von purer Schaffenskraft. Es war inspirierend.

Am liebsten hätte sie diese Energie befreit, aber soweit sollte es noch nicht sein. Nein, sie wollte ihn erleben. Sie wollte sehen, wie er Wellen schlug, wollte sehen, wie er diese Energie nutzte. Sein Geschick und Kreativität, die er zuvor demonstriert hatte, ließen bereits Grund zur Hoffnung. Als sie sich löste, achtete sie gar nicht auf den Zauberstab, welcher sich in ihre Seite drückte. Warum auch. Sie wähnte sich nicht in Gefahr und selbst wenn: Es gab nichts vor dem man Angst haben musste. Seine Begrüßung war gespielt und aufgesetzt, dennoch gut gemacht. Sie kicherte leise, bei dem Wort Herzchen und Wangen erröteten. Es war kein romantisches Gefühl, es war pure Aufregung. Sie registrierte, dass ihr Körper auf die Nähe des Mannes reagierte. Es war ein interessantes Gefühl, allerdings so überaus kausal und ohne viel Eigendynamik. Sie schob es in den Hintergrund und legte beide Hände an seine Gesichtskonturen.

Sie hatte ihren Zauberstab nicht gezogen und würde es auch nicht tun. Lächelnd blickte sie ihm tief in seine Augen, bevor sie sanft ihre Lippen erst auf die Linke, dann auf die Rechte Wange drückte. Funken von Dunkelheit flogen durch ihre Pupillen, als sie ihn wieder betrachtete und schließlich von ihm abließ. Zusammen setzten sie sich wieder. Sie schlug die Beine übereinander und zog ihren Eisbecher auf ihren Schoß, um genüsslich aus ihm zu löffeln. „Bist du dir sicher, dass du nichts möchtest? Die Zubereitung hier ist exzellent. Und nach dem, was du mir letztes Mal geboten hast, würde ich mich sehr gerne revanchieren.“ Es war nicht ersichtlich wie sie es meinte. Ihr strahlendes Lächeln, die Stimme. Nichts von dem ließ auf Wut oder Rache schließen, doch die Dunkelheit welche wieder durch ihre Augen schlitterte, sprach eine andere Sprache.

„Sag mein Lieber, wie ist es dir die letzten Tage ergangen? Ich habe mitbekommen, dass du einige Probleme hattest. Hat sich alles wieder ins Lot gerückt?“ Ihr Ton war so beiläufig und aufrichtig, dass wohl niemand jemals mehr in diese Aussage hineininterpretiert hätte. “Aber deine Sorge in allen Ehren. Ich erwarte keinerlei Rechnung. Ich bin gut im kalkulieren. Ich achte auf das, was ich anderen schulde. Und momentan sehe ich meine Finanzen nicht in Gefahr. Aber was soll das? Wir haben uns länger nicht gesehen und reden über Banalitäten. Lass dich ansehen!“ Sie betrachtete ihn eingängig. Ihre Augen huschten über seinen Körper, analytisch, gründlich, wie über ein Laborobjekt. „Ich hoffe, du hast die Aufregungen gut überstanden.“
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