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 * Nothing ventured, nothing gained. *

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Georgette Collingford
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BeitragThema: * Nothing ventured, nothing gained. *   Di 14 Feb 2017 - 23:28

Knarrend für die Bahn zum wiederholten Male im Dalston Kingsland ein. Kaum jemand stieg ein oder aus, schließlich war es 4 Uhr morgens und auch wenn dies vielleicht am Wochenende keine Rolle spielte, an einem Wochentag wie diesem verschlug es nur wenige in den heruntergekommenen Bahnhof. Lediglich ein paar Schichtarbeiter ,eines nahe gelegenen Logistikunternehmens, drängelten sich um diese Zeit am Bahnsteig des Londoner Szeneviertels.
Die Southern Overgound kam quietschend am Gleis zum stehen und öffnete ihre Türen fast schon mühselig.
Wenige Menschen stiegen aus und während die zusteigenden Arbeiter weitere Kollegen begrüßten, schob eine junge Frau sich taumelnd - aber energisch - zwischen ihnen hindurch. Gerade noch rechtzeitig betraten ihre Füße den Bahnsteig , bevor die Türen des Abteils sich wieder hinter ihr schlossen und die grimmigen Gesichter der verärgerten Männer zurück ließen.
Die junge Frau ließ es sich nicht nehmen, eine rüde Geste an  die Arbeiter zu verschenken, bevor die Southern wiederholt knarrend in Richtung Flughafen davon fuhr.
Die Frau warf sich die lila Sporttasche über die Schulter und zündete sich eine Zigarette an, während sie zusah, wie die Bahn zwischen aufkommender Dämmerung und heruntergekommenen Altbauten verschwand.
Sie nahm einen tiefen Zug, legte den Kopf in den Nacken und pustete den Rauch erschöpft seufzend in die Luft, bevor sie Anstalten machte sich auf eine der Bänke in ihrer Nähe zuzubewegen.
Ein knutschendes Paar, welches auf der nächstgelegenen Bank saß, unterbrach sich in seinen Liebkosungen und beobachtete die Britin argwöhnisch.
„Hi! George.“ sagte sie in beider Richtung und deutete dabei mit dem Daumen auf sich. Der Rauch, den sie dabei auspustete, umhüllte beide in eine Wolke aus nach menthol-duftenden Qualm, was ihm einen finsteren Blick und ihr ein gekünsteltes Husten abverlangte, welches George sofort nachäffte und sie kurz darauf selbst zum lachen brachte.
Beide wandten sich ab und George nutzte die Gelegenheit um einen genaueren Blick auf beide zu werfen. Ein Westend-Yuppiepaar, das mit seinem hippen Klamotten und Auftreten die Zugehörigkeit zu der besser verdienenden Gesellschaft demonstrierte und deren Wohnadresse irgendwo zwischen Notting Hill und Chelsea liegen musste.
Sofort kam George der Titel einer Muggelband aus den 80ern in den Sinn.
„In a Westend town, a dead end world. The Eastend Boys and Westend Girls...“ sang sie und lachte erneut, als beide ihr einen finsteren Blick zuwarfen.
Wer George heute noch erzählen wollte, dass in London Klassenunterschiede Geschichten vergangener Zeiten waren, dem konnte sie nur widersprechen. Genau jetzt, in diesem Moment, wurde mal wieder deutlich, dass die Kluft zwischen arm und reich in Londons Straßen, heute wieder Geschichten wie aus einem Charles-Dickens-Roman erzählten.
George lebte damit. Sie mochte ihren Lebensstil und verschwendete keine Sekunde einen Gedanken daran was sein könnte. Sie lebte im Hier und Jetzt, dachte nicht an morgen und machte das Beste aus dem was sich eben ergab. Jedenfalls das, was sie für „das Beste“ hielt.
Ihr Blick löste sich vom der Louis Vuitton des Mädchens und wanderte auf die gegenüberliegende Straßenseite, wo sich kleine Läden und Bars aneinander reihten. An der Bar in einem Eckhaus blieb sie hängen und ihre Mundwinkel zuckten kurz. Das „Jaguar Shoes“, eine äußerst beliebte, kleine und drängelige Bar, welche mal ein Schuhladen gewesen war, hatte zu einer der vielen Stationen in ihrer Karriere als Aushilfskraft gezählt. Sie erinnerte sich nur zu gern an die unzähligen Nächte, in denen sie ihr Gehalt wieder in diesen Schuppen hineininvestiert hatte. So lang bis Archie - der junge, aufstrebende Barbesitzer - ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte und das nur, weil er irgendwann bemerkte, dass sie sich im Lagerraum häuslich eingerichtet hatte. Doch Londons Mieten waren nun einmal teuer und George Talent zu haushalten eher dürftig.
Es war nicht das erste Mal, dass eine von George´s Beschäftigungen kurzfristig endete. In den letzten Jahren hatte sie einige Erfahrungen in so ziemlich jeden armseligen Aushilfsjob sammeln können. Egal ob als Kellnerin, Barfrau, Souvenir- Mode- und Kioskverkäuferin, Calltaker, Tankstellenwart oder Imbissmaskottchen. George nahm jeden Job an, der kein frühes Aufstehen voraussetzte. Doch all diese Jobs hatten eines gemeinsam... sie wurden schlecht bezahlt.
Ihr letztes Arbeitsverhältnis – als Putzfrau in einem Privathaushalt – hatte ihr immerhin ein muffiges Schlafsofa in einem schlauchförmigen Gästezimmer des Hauses eingebracht. Doch auch das endete abrupt, als ihre Arbeitgeberin Mrs. Powell  sie nach einer durchzechten Nacht, nackt in einem ihrer Begonienbeete fand. Wie sie dahin gekommen war, wusste George nicht mehr genau, doch Mrs. Powell fragte auch nicht danach.
Ihr letztes Geld hatte sie anschließend in einem Club am Broadway Market auf den Kopf gehauen und sich anschließend ein Tagesticket gegönnt, das ihr immerhin einen Schlafplatz im schaukelnden Abteil der Southern Overground gesichert hatte.
Dies hatte sie nun hier her geführt. Noch immer leicht beschwipst, mit zerzausten Haaren und nicht viel mehr als einer Sporttasche voller Klamotten, saß sie am Bahnhof in Dalston und hatte keinen Penny mehr in den Taschen ihrer zerfransten Jeansshorts.
Also huschte ihr Blick wieder zur Tasche des Muggelmädchens und ihre Hand wanderte langsam hinter den Rücken, in den Bund ihrer Shorts, dort wo sie ihren Zauberstab verstaut hatte.
Der Bahnsteig hatte sich mittlerweile etwas gefüllt und erste Muggel traten näher an das Gleis, als eine Ansage die nächste Bahn ankündigte. George musste nur warten, bis die Yuppies sich erhoben und ihre Aufmerksamkeit darauf konzentrierten. Wenige Sekunden später war es dann soweit.
George warf sich die Sporttasche über die Schultern und folgte beiden langsam, als hätte sie ebenfalls vor weiter in Richtung Zentrum zu fahren. Doch kurz bevor die beiden einstiegen, sorgte ein kleiner Wink ihres Zauberstabs dafür, dass die Tasche von der Schulter des Mädchens, über den Bahnsteig schleuderte und begleitet von deren panischen Kreischen gezielt zwischen den Füßen der ein- und aussteigenden Muggel hindurch schlitterte. George beschleunigte währenddessen ihre Schritte, bis sich ihre Hand um das Leder der Tasche schloss und rannte den Bahnsteig entlang, quer über die Ridley Road, wo sie nur knapp einem Volvo auswich der ihr waghalsiges Manöver mit einem lauten Hupen kommentierte. Schnelle Schritte hinter ihr, ließen sie nicht still stehen, sondern nur schneller laufen, leise vor sich hin fluchen und den Zauberstab ein weiteres Mal zucken, sodass die Zeitungen eines nahe gelegenen Kiosks wie durch eine aufkommende Windböe wild umhergeschleudert wurden. Dies sollte ihr hoffentlich genug Zeit geben in einer der nächstgelegenen Gassen zu verschwinden und mit der Beute das Weite zu suchen.
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Elion Hákon Rowan
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BeitragThema: Re: * Nothing ventured, nothing gained. *   Mi 15 Feb 2017 - 21:49

"Dann werde ich dich jetzt wohl häufiger hier sehen, Hákon!", entfuhr es dem jungen Mann hinter dem Tresen mit einem fast keuchenden Lachen. Die Worte des Barbesitzers waren die Reaktion auf Elions Antwort. Jene Antwort auf die Frage, was ihn an einem Sonntag in eine Muggelbar führte. Tatsächlich war der Schwede schon lange nicht mehr im Jaguar Shoes oder einer anderen Muggel- oder Zaubererbar gewesen. Sein Besuch an diesem Ort war genau genommen sogar ein ziemlich guter Indikator dafür, dass irgendetwas in seinem Leben schief lief. Dieses Mal konnte man sogar sagen, dass nicht etwas in seinem Leben, sondern sein komplettes Leben in Trümmern lag. Die Frau, die er liebte, hatte sich aus dem Staub gemacht und seine Schwester, sein letztes Stück Familie hatte vor zurück nach Schweden zu gehen. Dazu kam, dass der Skandinavier sein Ziel verloren hatte. Es gab nichts, was er anstrebte und ihm fehlte einfach eine Aufgabe. Das waren die Tatsachen, welche Archie zu dem Entschluss führten, dass der Zauberer wohl bald zum Stammkunden werden würde. Den Barbesitzer kannte der junge Mann aus der Zeit, kurz nachdem er nach London gekommen war. Damals hatte Elion in der Bar hinter dem Tresen gestanden und auf diese Weise genug Geld zusammengetragen, um seiner Schwester einen guten Start in Leben finanzieren zu können, sobald diese mit der Schule fertig war. Nun verdiente Nellie ihr Geld mit der Herstellung magischer Schmuckstücke, bald in Stockholm und nicht mehr in London.
Der Gast, welcher neben Elion an der Bar saß - oder besser hing - , schien in diesem Moment die letzte Kontrolle über sich zu verlieren, weshalb er erst mit dem Kopf auf den Tresen schlug und im nächsten Moment vom Hocker kippte. "Stammkundschaft?", fragte der Schwede skeptisch und erhielt ein Nicken als Antwort. "Ich danke für das abschreckende Beispiel, mein Freund." Mit diesen Worten erhob sich der Zauberer von seinem Hocker, schob etwas Muggelgeld über den Tresen und ließ sein Getränk unangerührt zurück. Es war der falsche Weg die Sorgen und die Schlaflosigkeit mit Alkohol zu bekämpfen. Auf keinen Fall wollte er einen Weg einschlagen, welcher ihn enden ließ, wie den Stammgast der Bar.
Stattdessen entschied er sich den Heimweg anzutreten. Apparieren wäre schnell gewesen, aber eine Fahrt mit dem Zug, zögerte die vermutlich vergeblichen Versuche einzuschlafen ein wenig hinaus. So ergab es sich, dass er in gemütlichen Schritten dem Bahnhof entgegen steuerte, als ein Schrei ertönte und kurz darauf eine junge Frau mit einer Sporttasche und einer Handtasche aus dem Bahnhof stürzte. In dieser Gegend war ein Diebstahl nichts ungewöhnliches und es handelte sich hierbei ganz offensichtlich um einen solchen. Es genügte ein Blick, um festzustellen, dass das Outfit und die alte Sporttasche der jungen Frau nicht der selben Person gehörten, wie die Louis Vuitton Handtasche, die sie bei sich trug. Zudem war sie offensichtlich auf der Flucht. Doch wie bereits erwähnt, waren Diebstähle keine Seltenheit und bei jedem noch so kleinen Verbrechen einzugreifen, würde vermutlich innerhalb weniger Wochen zu einem Burnout-Syndrom führen. Zudem war der Schwede der letzte, welcher das recht hatte Diebstähle zu verurteilen.
Das Interesse des blonden Zauberers weckte erst die Beobachtung, dass die Diebin offensichtlich einen Zauberstab bei sich trug. Es war also eine Hexe, welche hier die Muggel bestahl. Da drängte sich die Frage auf, warum sie ihre Kräfte nicht nutzte, um etwas unauffälliger vorzugehen. Es gab unzählige subtilere Arten zu stehlen, welche nicht die Notwendigkeit einer überstürzten Fluch nach sich zogen. Eine Frage, welche einer Antwort bedurfte.
Der Schwede schaute sich um, als die unbekannte Hexe gerade knapp einem Zusammenstoß mit einem Auto entging. Um ein Haar hätte ihm der Muggel in dem Volvo die Möglichkeit auf eine Antwort genommen. Auf der anderen Straßenseite erblickte er eine heruntergekommene Gestalt. Ein junger Mann, welcher in alte Kleidung gehüllt war. Eine Geste mit der Hand erfolgte, bevor der Skandinavier seine dunkle Lederjacke richtete und ebenfalls die Straße überquerte. Auf der anderen Straßenseite nutzte die Hexe mittlerweile den Zauberstab, um mit Zeitungen den Blickkontakt zu unterbrechen. Kurz darauf stieß der junge heruntergekommene Mann mit ihr zusammen. Kein Zusammenstoß, welcher sie aufhalten könnte, aber das war auch gar nicht das Ziel. Elion nutzte die enge Gasse, um nun genau vor die Hexe zu apparieren und ihr somit den Weg abzuschneiden. Der Zauberstab war auf die Hexe gerichtet, während sich der Obdachlose von hinten näherte. "Nicht gerade subtil", bemerkte er und nahm von dem lumpigen einen Geldbeutel entgegen. Einen Geldbeutel, welcher der gestohlenen Handtasche im Design sehr ähnelte und aus welchem er den Mann mit einigen Münzen bezahlte. Elion selbst hatte lange sein Geld als Dieb verdient und als Langfinger hatte es seine Vorteile, wenn die Straße auf deiner Seite war. Die meisten Landstreicher und Obdachlosen waren ihm nicht unbekannt. Stets hatte er seine Beute mit ihnen geteilt und hatte im Gegenzug in der ganzen Stadt Augen und Ohren gehabt. Ein Geschäft, welches sich auch noch in der Gegenwart bezahlt machte.
Beeindruckt über die Menge, zog Elion auch das restliche Geld aus der Tasche. Angesichts der hohen Summe, erhielt der junge Mann noch einige Scheine, bevor der Schwede den Großteil der fremden Hexe entgegen streckte. "Das wolltest du doch, oder nicht?" Das leere Portemonnaie wurde ebenfalls dem Obdachlosen überreicht. "Nimm das Geld und lass ihn die Tasche zurückbringen. Geld hat die Besitzerin vermutlich genug, sie wird nicht nach dir suchen lassen." Die Polizei der Muggel würde die unbekannte vermutlich ohnehin nicht finden können, aber nach einigen solchen auffälligen Aktionen landete ein Gesicht auch gerne mal auf einem Fahndungsplakat. Ein Umstand, welcher weitere Raubzüge unnötig erschwerte. "Dein erster Diebstahl?", erkundigte sich Elion schließlich mit einem provokanten Grinsen.
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Georgette Collingford
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BeitragThema: Re: * Nothing ventured, nothing gained. *   Fr 17 Feb 2017 - 23:34

Gerade als sie sich zum wiederholten Male umwandte, um nachzusehen ob ihr potentieller Verfolger noch immer hinter ihr her war und noch kurz bevor sie in eine der Seitengassen einbog, stieß sie auf ein unangenehm riechendes Hindernis. Sie strauchelte, warf dem Mann einen genervten Blick zu, ließ sich aber nicht lang davon aufhalten.
Ihre Füße schlugen rhythmisch auf den Asphalt nieder, während ihre Sporttasche immer wieder unsanft gegen ihre Hüfte schleuderte. Geschickt wich sie den wenigen Passanten aus, bis sie ganz allein in der Passage war und langsam ihr Tempo drosselte. Gerade noch rechtzeitig, um nicht gegen den Mann zu prallen, der urplötzlich vor ihr auftauchte. Sie hätte sich gefragt, ob der nächtliche und durchaus üppige Konsum des Cocktails „Delirium“  daran schuld war, dass sie unter plötzlichen Halluzinationen litt, doch das übliche „Plopp!“ verriet ihr etwas ganz anderes. Und spätestens als er mit dem Zauberstab vor ihrer Nase herumfuchtelte und sie kurzzeitig zum schielen brachte, war auch ihrem angeschlagenen Reaktionsvermögen klar, dass sie es hier mit einem Nicht-Muggel zu tun hatte.
"Nicht gerade subtil" tönte es aus dem Mund des großgewachsenen Blonden, der aussah als würde er in seiner Freizeit für skandinavische Outdoorkleidung modeln.
George war zugegebenermaßen überrascht, doch sie fing sich ebenso schnell wieder. Eines ihrer besonderen Talente war schließlich auch in den brenzligsten Situationen möglichst desinteressiert und unbeteiligt zu wirken.
„Subtil ist nicht so mein Ding!“ antwortete sie ungerührt und schob seine Zauberstabhand unbedarft beiseite, als würde er ihr die Sicht versperren. Sie war sich ohnehin sicher, dass er ihr nichts tun würde.
Stattdessen beobachtete sie nun argwöhnisch, wie der Obdachlose, dem sie vor kurzem noch unfreiwillig nahe gekommen war, dem großen Blonden einen Beutel zusteckte. Es dauerte ein paar Sekunden bis sie begriff, dann sah sie den heruntergekommenen Typen  ernüchternd an.
„Dein Ernst?“ fragte sie ihn, doch der Obdachlose zuckte nur kurz mit den Mundwinkeln und nahm von dem Anderen ein paar Scheine entgegen. Das konnte George dann so nicht stehen lassen.
„Hey! Was soll das? Das gehört mir!“ motzte sie, doch kaum hatte er das Geld in seine schmuddeligen Hände bekommen, verschwand er auch wieder.
Sie wirbelte herum.
„Sagmal spinnst-“
Wieder schielte sie. Diesmal auf das restliche Geld, welches ihr nun entgegen strecke. Trotzig griff sie nach dem Bündel, steckte es sich wenig ladylike in den Ausschnitt und zündete sich zur Beruhigung mit dem Zauberstab eine Zigarette an.
"Dein erster Diebstahl?" fragte er und auch wenn sich George in eine Wolke aus Mentholnebel hüllte, entging ihr sein herausforderndes Grinsen nicht.
Sie zuckte mit den Schultern und pustete einen Schwall Qualm in seine Richtung. „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“
Sie musste ihm ja nicht auf die Nase binden, dass sie kein unbeschriebenes Blatt in der Abteilung für unbefugte Zauberei  und Magische Strafverfolgung des Ministeriums war, sondern über die letzten Jahre hinweg, eine stattliche Sammlung von Kleindelikten vorzuweisen hatte. Jede Akte mit einem Bild versehen, auf dem sie fragwürdige Grimassen zog. Und besonders verriet sie diese Tatsache nicht dann, wenn er möglicherweise von genau einer dieser Abteilungen geschickt wurden war. Dies galt es nun abzuklopfen.
„Und du? Mischt du dich immer grundlos in die Angelegenheiten Fremder ein?“
So langsam stieg in George der Ärger auf. Schließlich gab ihrer Meinung nach keinen vernünftigen Grund, aus dem er hätte eingreifen müssen. Gut, sie hatte für ein wenig Aufsehen gesorgt, doch was sollte schon passieren? Alles war so schnell von statten gegangen, dass das Püppchen gar nicht hatte realisieren können was vor sich ging. Wahrscheinlich hatte sie schon längst mit ihren manikürten Fingernägeln hektisch auf ihr neustes Smartphone gehämmert und ihren Banker-Oberschicht-Daddy über den tragischen Vorfall alarmiert. Wahrscheinlich hatte der ihr schon längst drei neue Luxusmarkentaschen und eine Therapie in einem elitären Skigebiet versprochen um das traumatische Erlebnis so richtig verarbeiten zu können. So hatte also jeder etwas davon.
„Nicht jeder hat so einen großzügigen Gönner, wie dein Freund.“ sagte sie mit gekünsteltem Lächeln und ihr Kopf zuckte in die Richtung, in die der Obdachlose verschwunden war.
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Elion Hákon Rowan
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BeitragThema: Re: * Nothing ventured, nothing gained. *   Sa 18 Feb 2017 - 17:03

Willst du wirklich darüber diskutieren, wessen Eigentum das ist?“, tat er ihren kleinen Protest ab, bevor ihr der größte Anteil ihrer Beute zurückgegeben wurde. Der junge Mann von der Straße machte sich auf den Weg, um der die Tasche wieder mit ihrer Besitzerin zusammenzuführen, während Elion seinen Zauberstab wegsteckte. Er war nicht auf einen Kampf aus und er erwartete auch nicht, dass die jüngere Hexe ihn angreifen würde. Er war schließlich nicht hier, um ihr zu schaden. Zudem machte die Fremde eher den Eindruck, als wolle sie sich entspannen, bzw. beruhigen. Die Zigarette war eines der Indizien dafür. Kurz gesagt, schien sie keine Bedrohung darzustellen und es gab keinen Grund weiterhin bewaffnet zu sein.
Mentholgeruch fuhr dem Schweden in die Nase, als die Diebin sich nicht weniger provokant, als er gefragt hatte, zu seiner Frage äußerte. Er spielte gerne Spielchen und sie ebenfalls. Die Voraussetzungen für einen interessanten Abend waren also gegeben. „Vielleicht habe ich auch einfach eine Schwäche für böse Mädchen“, entgegnete er trocken auf ihre Frage. Es handelte sich dabei nicht einmal um leere Worte, denn die Vorliebe für einen gewissen Grad an Morallosigkeit war schon immer eine Schwäche des Schweden gewesen. Er schloss nicht aus, dass es auch Zeiten gab, in welchen Saphira die Handtaschen kleiner Gören entwendet hatte, um sich finanziell über Wasser zu halten. Mittlerweile umfassten ihre Missionen weitaus größere Dimensionen, als ein paar Designerhandtaschen. Doch die Parallelen waren unverkennbar gegeben. „Mein Grund fällt tatsächlich sehr simpel aus“, begann Elion und verspürte das Bedürfnis nach einer der Mentholzigaretten der unbekannten Hexe. Dazu sei gesagt, dass Elion noch nie ein aktiver Raucher war. Es war viel mehr seine Situation, welche die Rauschmittel für ihn so attraktiv machte. Sei es auch nur Tabak. „Ich langweile mich und du versprichst zweifelsohne Spannung!“ Das Ganze war kein Versuch die unbekannte anzubaggern, auch wenn eine andere Frau möglicherweise ein Weg gewesen wäre, um Saphira endlich aus seinem Kopf zu verdrängen. Er hatte lediglich beschlossen die Abendplanung erneut zu verändern. Die noch Unbekannte war einer Bar offensichtlich nicht abgeneigt und zu zweit zu trinken wäre deutlich amüsanter und weniger armselig, als sich alleine volllaufen zu lassen. Zumindest war er empfänglich genug für gezielten Selbstbetrug, um sich das einreden zu können.
Erneut erreichte den Schweden die Mentholdämpfe, welchen die Hexe in die Luft legte und er beschloss dem Drang nachzugeben. „Hast du eine für mich übrig?“ Dabei fiel der Blick des Skandinaviers auf das gestohlene Geld und damit zwangsläufig auf den Ausschnitt der Diebin. Höchst ungeschickt, wenn man bedachte, dass der Blick lediglich der Erkenntnis dienen sollte, dass sie vermutlich nicht zu verschenken hatte. Sie klaute ja nicht aus Spaß. Obwohl… Auch da war er sich gar nicht so sicher. „Im Gegenzug springt vielleicht der eine oder andere Drink von dem Gönner meines Freundes heraus“, bot er schließlich mit einem Lächeln an und wartete auf eine Reaktion. Wenn der erste Eindruck stimmte und er die junge Hexe richtig einschätzte, würde sie diesem Angebot nicht abgeneigt sein. „Du kannst mich übrigens Elion nennen.“
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Georgette Collingford
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BeitragThema: Re: * Nothing ventured, nothing gained. *   Di 21 Feb 2017 - 0:09

„Willst du wirklich darüber diskutieren, wessen Eigentum das ist?“ entgegnete der Zauberer und George gab sich nicht die Mühe darauf zu antworten, beide wussten, dass er diese Antwort nicht wollte.
Er steckte den Zauberstab weg und George lehnte sich erschöpft mit dem Rücken gegen eine der Häuserwände aus Ziegelstein. Zwar hatte sich die Situation mehr oder weniger aufgelöst, doch auch wenn sie jetzt wieder flüssig war, hatte sie noch keine Ahnung, was sie als nächstes tun wollte. Also konnte sie auch noch ihre Zigarette aufrauchen und Mr. Stockholm noch ein bisschen genauer unter die Lupe nehmen.
Der ließ mit seinem  „Vielleicht habe ich auch einfach eine Schwäche für böse Mädchen“, George´s rechte Braue langsam nach oben wandern bis sich argwöhnische Fältchen auf ihrer Stirn abzeichneten.
Ihr war nicht ganz klar, was er damit erzielen wollte. Wenn er gerade wirklich versuchte sie anzumachen, dann gab er sich nicht wirklich viel Mühe, denn die Wahl seiner Worte war so einfallslos, dass George sich ernsthaft Sorgen machte. Doch wahrscheinlich hatte ein Typ wie er es gar nicht nötig viel Richtiges zu sagen. Sie konnte sich gut vorstellen wie die meisten Londoner-Partymädchen – die bei weiten keine hohen Ansprüche hatten - sich allein in der letzten Nacht den Kopf verrenkt hatten um den athletischen, blonden Mann mit den blauen Augen auch nur einen ansatzweise interessierten Blick abzuverlangen.
Sie sah ihn vor sich, wie er allein an der Bar saß. In einem der Schuppen, der gerade noch nicht zu alternativ war um hip zu sein. In der Nähe eine Gruppe freizügiger Newcastle-Partygirls, die bereits bei seinem bloßen Anblick anfängt quickend zu gackern und den Rock noch ein kleines bisschen höher raffen. Frei nach dem Motto: Fleischbeschau in Leichttextilien.
Was nicht heißen sollte, dass George das verurteilte. Schließlich war sie an Schamlosigkeit nur schwer zu überbieten. Auch wenn sie dem Kleidungsstil der Newcastel-Girls nicht viel abverlangen konnte und generell eher weniger von Paliettenkleidern und Higheels hielt, hatte sie ihre ganz eigene Auffassung davon, was noch angemessen war.
Denn mit ihren abgeschnittenen Jeansshorts, den von Maschen durchzogenen Strumpfhosen und dem fransigen Tanktop unter ihrer in Mitleidenschaft gezogenen Wildlederjacke, war George für ihre Verhältnisse zurückhaltend angezogen.
„Mein Grund fällt tatsächlich sehr simpel aus“, holte sie der Andere wieder zurück in die Seitengasse, zwischen einem Container aus dem der Geruch von asiatischem Curry und fauligem Obst drang und einem angeschlossenen Rad, dem das Vorderrad und der Lenker fehlte.
Das der Geruch aus dem Container George´s Magen grummeln ließ, sagte entweder etwas darüber aus, wie hungrig sie nun mittlerweile war oder wie unterirdische ihre kulinarischen Ansprüche im Grunde wahren. Gut möglich, dass beides eine nicht unerhebliche Rolle spielte.
Der Blick des Blonden huschte indessen zu Georges glühender Zigarette, welche sich langsam dem Ende neigte und somit auch dem Ende ihrer Aufmerksamkeit.
„Ich langweile mich und du versprichst zweifelsohne Spannung!“
George´s Empfindungen darauf pendelten irgendwo zwischen Abneigung und sich geschmeichelt fühlen. Eine Mischung die George bekannt war, denn die meisten Leute mit denen sie gern herumhing lösten genau das in ihr aus. Sie gab ihm also doch noch nicht ganz auf.
„Hast du eine für mich übrig?“ fragte er darauf und George entging nicht, dass sein Blick dabei in ihren Ausschnitt abdriftete.
Sie sparte sich einen zynischen Kommentar darüber, dass sie die beiden gern behalten würde und verzog ihren burgundroten Mund zu einem schrägen Lächeln, bevor sie die Schachtel zückte und eine Zigaretten aus ihr klopfte. Sie schnippte ihre erste Zigarette, die mittlerweile bis auf den Filter abgebrannt war, in eine Pfütze am Boden und steckte die zweite provokant in ihren Mund um sie erneut mit dem Zauberstab anzuzünden.
„Im Gegenzug springt vielleicht der eine oder andere Drink von dem Gönner meines Freundes heraus..Du kannst mich übrigens Elion nennen.“
George blickte von ihrer Zigarette hinauf zu Elion, nahm einen tiefen Zug, sodass ihre Wangen sich wölbten und pustete den Rauch aus ihrer Nase. Erst dann klopfte sie erneut gegen die zerdrückte Schachtel ihrer Mentholzigaretten und holte eine weitere heraus.
„Nun Elion, auch wenn ich von einem Drink prinzipiell nie abgeneigt bin...“ sie reichte ihm die Zigarette und entzündete auch diese mit ihrem Zauberstab “...ist mir im Moment eher nach Kaffee und was zu beißen.“
Und tatsächlich war aus der Dämmerung nun unlängst ein nebliger Morgen geworden. Am Ende der Gasse sah George wieder Busse fahren und geschäftig Londons Arbeitergesellschaft vorbeiziehen.
Ohne weitere Kommentar, stieß sich George von der Wand ab und marschierte in Richtung Kingsroad. Sie war bereits einige Schritte gegangen, bevor sie Elion hinter sich her winkte.
„Komm worauf wartest du? Ich weiß genau, wo man hier um diese Zeit was gutes zu essen bekommt.“
Beide traten auf die belebte Hauptstraße hinaus. George nahm einen weiteren Zug ihrer Zigarette und fuhr sich durch die zerzausten Haare. Das grelle Licht des Morgens blendete sie und sie sah mit  zusammengekniffenen Augen zu ihrem Begleiter hinauf.
„Ich bin übrigens George.“

Sie mussten nicht weit laufen, um den kleinen Laden mit der Aufschrift `Daltons Diner´ zu erreichen. Der Flachbau war mit grünen Wellblech verkleidet und war umgeben von einem Parkplatz, auf dem lediglich ein Kleintransporter parkte.
Er war einer der wenigen Läden, die um diese Zeit bereits geöffnet hatten und ein gutes Frühstück servierte. Gerade als sie den Parkplatz überquert hatten, zog man im Inneren die Rollläden hoch und gab George somit das Spiegelbild  von sich und Elion preis. Sie beobachtete ihn einen Moment durch die Scheibe hinweg, warf sich selbst einen amüsierten Blick zu und erstickte den Rest ihrer Zigarette in einem der Blumentöpfe im Fensterbrett.
Im inneren war es angenehm warm und es roch bereits nach Pfannkuchen und Frittenfett. Ein korpulenter Mann mit tiefen Stirnfalten, stand hinter dem Tresen und brühte Kaffee auf. George hob die Hand zum Gruß, erntete ein trockenes Nicken vom Küchenchef, dem sie schon längst nicht mehr fremd war und entschied sich für einen Platz am Schaufenster.
Sie ließ die Sporttasche auf den Boden und sich auf die gepolsterte Bank fallen.
Kaum hatten sie sich gesetzt, kam eine ältere Frau mit voluminösen Dutt und freundlichen Lächeln aus dem hinteren Küchenbereich zu ihnen. In ihren Händen trug sie eine große Kanne Kaffee und zwei Tassen. Der gestickte Schriftzug an ihrer Schürze verriet, dass es sich hier um die bezaubernde Ethel handelte.
„Was darf sein?“ fragte sie und konnte dabei ihre Augen nur schwer von Georges Begleiter lassen. Auch hier bestätigte sich also ihre Vermutung.
„Ein `Hungry Man´ und ein Glas Milch bitte.“ murmelte George ohne sich die Karte anzusehen. Das `Hungry Man´ Frühstück beinhaltete eine große Portion Speck, Wurst, Eier, Pilze, Bohnen, Hash Browns und Toast. Ein Frühstück, das George – die eine Vorliebe für amerikanisches Essen hegte – durchaus gerecht wurde.
Sie schenkte George einen knappen, aber dennoch freundlichen Blick und richtete sich mit breiten Lächeln nun an Elion.
„Und für den jungen Mann?“
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BeitragThema: Re: * Nothing ventured, nothing gained. *   Di 28 Feb 2017 - 17:26

Es war Elions Gegenangebot, welches ihm letztendlich eine der Mentholzigaretten sicherte. Allerdings wurden die Bedingungen von der unbekannten Frau, welche sich etwas später als George vorstellte, ein wenig geändert, während sie zeitgleich Elions Zigarette entzündete. Schon seit einigen Jahren hatte der Schwede keine Mentholzigaretten mehr geraucht. Der erste tiefe Zug erinnerte ihn schließlich daran, warum das so war. Zunächst war er eigentlich kein Raucher, weshalb ihm der Qualm zunächst ein Husten entlockte, welches er jedoch schnell unter Kontrolle bekam. Zudem schmeckte es so, als würde er eine Tube Zahnpasta rauchen. Die Gefahr in ein dauerhaftes Raucherleben zu verfallen, war daher eher gering. "Frühstück? An mir soll's nicht scheitern", entgegnete er etwas nasal und mit einem Schulterzucken, bevor er sich und die Hexe in eine Mentholwolke hüllte.
Es dauerte nicht lange, bis der Schwede gemeinsam mit seiner Begleitung einer Rollade gegenüberstand, welche kurz darauf geöffnet wurde. Auch Elion nutzte das Spiegelbild um einen Blick auf George zu werfen. Im Grunde wusste er nichts von ihr. Ihr Gepäck und ihr Erscheinungsbild ließen auf ein rastloses Leben schließen und die Umstände, welche die beiden zusammengeführt hatten, auf einen Mangel an Geld. Im Grunde also ein Leben, welches seinem früheren sehr ähnlich zu sein schien. Nur was erhoffte er sich von ihr? Sein Ziel war es nicht mit der jungen Hexe irgendeine Form einer intimen Beziehung einzugehen, oder ähnliches. Sie versprach lediglich Abwechslung und schien jemand zu sein, der Schwierigkeit förmlich anzog. Wer Elion kannte, bemerkte vermutlich, dass er sich gerne mit solchen Leuten umgab. Für den Moment wollte er einfach nur jemanden bei sich haben, der ihn davor bewahrte, dass er sich erneut mit den quälenden Fragen nach seiner Zukunft beschäftigen musste. Ein weiterer Zigarettenstummel fand den Weg in den Blumentopf, bevor der blonde Zauberer an der Seite seiner Begleitung eintrat.
Stumm wurde das Nicken des korpulenten Mannes erwidert, unwissend, dass dieses nicht ihm galt. Auch als sie sich gesetzt haben, brach der Skandinavier das Schweigen nicht. Sein Blick fuhr durch den Laden. Seinem Geschmack entsprach es nicht und alleine hätte er diesen Laden wohl kaum betreten. Zudem blieb ihm nicht die Zeit, um einen genaueren Blick auf das Angebot zu werfen, weshalb er auf die Frage der Bedienung nur entgegnete: "Zweimal. Für mich aber bitte mit Kaffee." Das Lächeln der Dame wurde dabei erwidert. Erst als sie nach der Bestellung des Schweden noch lang genug bei ihm stehen blieb, um die Situation merkwürdig werden zu lassen, schenkte Elion ihr einen fragenden Blick. Ein Blick, welcher genügte, um die ältere Dame zurück in die Küche zu schicken.
"Und was machst du sonst so, wenn du nicht kleinen Mädchen ihr Taschengeld wegnimmst?", richtete er sich schließlich an George. Ein provokantes Lächeln begleitete seine Worte und er war sich sicher, dass sie ihm seine Wortwahl nicht krumm nahm. Zudem hatte sie bereits bewiesen, dass sie nicht auf den Mund gefallen war und sich zu wehren wusste.
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Georgette Collingford
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BeitragThema: Re: * Nothing ventured, nothing gained. *   Mi 1 März 2017 - 20:33

George beobachtete amüsiert, wie ihr Gegenüber die hypnotisierte Ethel abblitzen ließ, kommentierte dies mit dem Rücken einer Braue und einem knappen „Autsch!“.
Dann nahm sie einen großzügigen Schluck ihres schwarzen Kaffees, stellte den Becher so geräuschvoll ab, dass er überschwappte und lehnte sich zurück in die rissigen Polster der Sitzbank.
"Und was machst du sonst so, wenn du nicht kleinen Mädchen ihr Taschengeld wegnimmst?"
George grinste zunächst verschmitzt zurück, sah Ethel dann dabei zu, wie sie das große Glas Milch vor ihr abstellte und ihre Kaffeeflecken unkommentiert wegwischte. Dann wandte sie sich mit einem „Kann ich hierfür noch einen Strohhalm haben?“ erneut an Ethel, die beide über die Cookie-Gläser hinweg beobachtete, während sie immer wieder - nahezu apathisch – einen Teller mit Goldrand poliert hatte. George erntete ein genuscheltes „Natürlich.“ von Ethel, wartete bis der Strohhalm den Weg in ihr Glas fand und zog einen ersten Schluck Milch, bevor sie Elion mit ihren grünen Augen fixierte. Erst als sie sich erneut zurückgelehnt hatte, bekam der Blonde eine Antwort, welche von einem Schulterzucken eingeleitet wurde.
„Räuberische Erpressung, Körperverletzung, Mord...“ sagte sie gelangweilt, bevor sich ihr müdes Gesicht zu einem Lächeln verzog.
„Nein, im Grunde nicht viel und doch irgendwie alles.“
Ihr Blick glitt auf ihre Sporttasche am Boden und dann zurück zu Elion.
„Im Moment bin ich auf der Suche nach einem Job....“
Ethel servierte zwei Randvolle Teller mit deftigen, fettigen Frühstück und als der Duft von gebratenen Speck in ihre Nase stieg, knurrte ihr Magen so laut, dass Ethels Aufmerksamkeit wieder zu ihnen huschte, obwohl in diesem Moment zwei Männer in Bauarbeiterkluft das Lokal betraten und sich ihr gegenüber an den Tresen setzen.
„Und irgendwie auch auf der Suche nach einer neuen Unterkunft...“
Mrs. Powells Gesicht tauchte vor George geistigen Auge auf. Wie es sich zwischen den roten Begonien hervor schob und das Entsetzen über die entblößte Britin in ihrem Vorgarten ihr Gesicht noch faltiger wirken ließ als jeh zuvor.
„Du kennst nicht zufällig jemanden der eine Putzfrau brauch.“
Sie erwähnte lieber nicht, dass sie als Putzfrau so gut putzte, wie ein Knuddelmuff ein Schließfach in Gringotts bewachen würde.
„Oder eine Kellnerin... eine Küchenhilfe... eine Verkäuferin... eine Werbetafel-Rotationsspezialistin.“
Gerade mal zwei Tage hatte George durchgehalten, als sie an der Grovehill Kreuzung die Werbetafel eines Schnellrestaurants in Form eines Pfeils um ihren Körper gewirbelt hatte. Nach dreimaliger Belehrung von Frank - ihrem Werbetafel-Rotations-Manager - dass ihre Motivation zu wünschen übrig lasse und ihr Pfeil immer in die falsche Richtung zeigen würde, hatte dieser die Werbetafel erst auf seinem Hinterkopf und dann auf die Hillcrest Road treffen sehen.
„Ich lege auch ganz gut auf...“ erwähnte sie beiläufig, schaufelte sich einen großen Löffel Bohnen in den Mund und erwähnte dabei nicht, dass die Einzigen, die in den Genuss von George´s DJ-Fähigkeiten gekommen waren, Mrs. Powells Perserkatzen Corky und Applepaw gewesen waren.
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Elion Hákon Rowan
Professor - Verteidigung gegen die dunklen Künste
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BeitragThema: Re: * Nothing ventured, nothing gained. *   Do 2 März 2017 - 0:29

Elion beobachtete das kleine Schauspiel, welches sich zwischen seiner Begleitung und der Bedienung abspielte, bis Georgette den ersehnten Strohalm bekam. Es war schon irgendwie amüsant, wie sehr sich der Umgang der älteren Dame mit George von dem mit Elion unterschied. Entweder hatte die Kellnerin sehr unrealistische Hoffnungen, oder die junge Hexe hatte ihrer Tochter oder Enkelin auch schon die Handtasche gestohlen. Beides schloss der Schwede nicht aus. Als der Strohalm seinen Weg in die Milch gefunden hatte, äußerte sich die vermutlich jüngere zu der Frage des blonden Zauberers. Er erwiderte ihr Lächeln und lehnte sich gemächlich zurück. "Es würde dich erschrecken, wie wenig mich eine solche Antwort schockiert", entgegnete er trocken und wünschte sich, dass das nur ein Scherz wäre. Er hatte in den letzten Wochen Dinge erlebt, welche all diese Dinge umfassten. Die Schatzsuche mit der blonden Freibeuterin war mehr als nur ausgeartet und dennoch hatte er die Zeit sehr genossen. Und nun saß er in einem Frühstückscafe und schlürfte entspannt an einer Tasse Kaffee.  Es war fast paradox, dass all diese Erlebnisse Bestandteil von einem und dem selben Leben waren.
Während sein Gegenüber mit einer ernsthafteren Antwort auf seine Frage beschäftigt war, wurde das bestellte Essen serviert und Elion bekam noch ein - für ihn eher unangenehmes - Lächeln der Bedienung gratis dazu. Dieses Mal verließ Ethel den Tisch der magischen Gäste allerdings zügiger, da weitere Kundschaft den Laden betreten hatte. Mit ein wenig Glück würde die ältere Dame unter den beiden neuen Gästen einen neuen Kandidaten für ihre unangebrachten Blicke auswählen.
"Ich nehme einer Taschendiebin mitten in der Nacht mithilfe eines Obdachlosen ihre Beute ab, nur um danach mit ihr Frühstücken zu gehen. Glaubst du wirklich, dass ich der richtige Ansprechpartner für berufliche Perspektiven bin?", kam es amüsiert von dem Schweden, bevor auch er sich an dem Teller bedient, welcher kurz zuvor vor ihm abgestellt wurde. Im Grunde war er sogar der Inbegriff der Perspektivlosigkeit. Natürlich ahnte der Schwede nicht, dass er schon einige Tage später als Kontaktmann des Phönixordens in Hogwarts fungieren sollte. Für diesen Moment war er vor allem ein zielloser Abenteurer, welcher als einzige Kompetenz ein wirklich ausgereiftes Netzwerk an Obdachlosen unter sich vorweisen konnte. Ein Netzwerk welches Informationen liefern konnte und die Straßen der Stadt zu seinem Verbündeten machte. Alles Dinge, welche ohne ein Ziel vor Augen ziemlich nutzlos waren. Außer natürlich, wenn man einer Diebin eine geklaute Handtasche entwenden wollte. Aber er hatte nicht geplant derartige Unterfangen zu seinem Tagewerk zu machen.
"Aber deine Talente scheinen ja breit gefächert zu sein." Ein provokantes Grinsen huschte über Elions Antlitz. "Werbetafel-Rotationsspezialistin? Braucht man dafür einen akademischen Abschluss?" Das Leben der jungen Hexe, oder zumindest der kleine Teil, welchen sie ihm offenbart hatte, schien sich kaum von Elions jüngeren Jahren zu unterschieden. Aushilfsjobs und jede Menge Drecksarbeit für einen wirklich lächerlichen Lohn. Wenn er für jeden Abraxaner-Tritt, welchen er in seiner Zeit auf Helström Sodergardens Hof erlitten hatte, nur eine Galeone bekommen hätte, wäre er vermutlich sehr schnell ein sehr reicher Mann gewesen. Aber so fair war das Leben eben nicht. Einen Umstand, welchem er zu akzeptieren gelernt hatte. Was wäre ihm auch anderes übrig geblieben?
"Der einzige Unterschied zwischen unseren Situationen scheint eine Wohnung zu sein", stellte der ältere fest. Er hatte sich vor kurzem ein Apartment gemietet. Der Laden und die Wohnung in der Winkelgasse waren nach der Geschichte mit Zachary Jones kein Sicherer Ort mehr gewesen. Schließlich suchten die Handlanger des Drogenbarons noch immer nach Nellie, Saphira und Elion.
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Schicksal

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BeitragThema: Re: * Nothing ventured, nothing gained. *   Sa 4 März 2017 - 17:09

Schicksalsschlag!! - Hauptplot Auswirkung!!

Ein Mann mit einem Tuch vor dem Gesicht und einer dunkel blauen Kapuze trat in das Cafe hinein, er wirkte skurril und schien sich im Laden umzusehen, als er Elion sah und seinen Weg quer durchs Cafe machte. Auf der anderen Seite von Elion entfernt (etwa 10 Meter Entfernung), konnten Georgette und Elion sehen, wie der Mann plötzlich seinen Zauberstab zog und einen Fluch auf Elion zuschleuderte. Der Cruziatus-Fluch den er laut aussprach, verfehlte die beiden nur um Haaresbreite. alle schrien laut auf und brachten sich unter Tischen in Deckung, die Bedienung wurde durch einen Schleuderfluch von ihm an die Wand geschleudert, sodass sie ohnmächtig zu Boden sank.
Solltet ihr ihn überrumpeln können so werdet ihr eine Nachricht bei ihm finden:

Kleines Stück Pergament in seiner Hosentasche:
 

Hierbei achtet auf die Formulierung: Tötet. Was hatte der Angriff für eine Bedeutung?
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