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 The cow is of the bovine ilk; one end is moo, the other milk.

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Chase Logan Campbell
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BeitragThema: The cow is of the bovine ilk; one end is moo, the other milk.   So 15 Jan 2017 - 20:55

The cow is of the bovine ilk; one end is moo, the other milk.
Dario & Chase | 01.05.15 | Dach des Astronomieturms

Ein tiefer Zug füllte die Lungen mit dem magischen Qualm und die Glieder mit purer Entspannung. Kurz hielt der Slytherin die Luft an, bevor er den dunkelroten Qualm durch Mund und Nase entweichen ließ, so dass dieser für einen Moment eine dichte Wolke bildet, um sich dann einige Herzschläge später zu verflüchtigen. Oz hieß der magische Stoff, zu welchem es in der Welt der Muggel - zumindest hatte Dario ihm das berichtet - ein pflanzliches Äquivalent gab. Ohne den dunkelroten Qualm hätte sich Chase nicht einmal in die Nähe des Daches getraut, doch die Wirkung vertrieb nicht nur seinen Kummer, sondern auch die Höhenangst, welche ihn sonst plagte.
Neben dem gelockten Italiener saß Chase auf dem Dach des Astronomieturms unter einem magischen Regenschutz, welchen die beiden Schüler erschaffen hatte. In der Ferne schlugen Blitze in die magische Barriere, welche das Schloss schützte, ein und boten somit ein wunderbares Schauspiel, welche in Kombination mit dem Oz noch weitaus entspannender wirkte.
Beide Schüler hatten sich für dieses Abendprogramm entschieden, weil sie Abstand suchten. Abstand zu ihren Problemen. Zwar hätten sie auch ebenso über ihre Probleme sprechen können, doch dann hätten sie sich ja wieder mal mit diesen auseinandersetzen müssen. Das war auch der Grund dafür, dass Chase gar nicht genau wusste, was sein bester Freund so dringend für einige Stunden aus seinem Kopf vertreiben wollte. Ebenso wenig wusste Dario was in den letzten Tagen zwischen Gwyneth und Chase abgelaufen war und so sollte es zumindest an diesem Abend auch bleiben.
"Du bist dran", waren die Worte des Slytherin, während dieser dem Löwen den selbst gedrehten Problemkiller überreichte. Er selbst ließ sich zurückfallen und richtete den leicht trüben Blick gen Nachthimmel, an welchem noch immer die Blitze tanzten. "Glaubst du da draußen gibt es Aliens?", fragte Chase dann in ernstem Ton. "Vielleicht liegen irgendwo da draußen zwei grüne Männchen auf einem Dach und rauchen auch was! Kann doch sein, oder?"
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Dario de Luca
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BeitragThema: Re: The cow is of the bovine ilk; one end is moo, the other milk.   Di 17 Jan 2017 - 21:28

// @Chase Logan Campbell
// erwähnt wird auch @Emma Leblanc


Wer Chase und Dario kannte, wusste, dass sie immer wieder waghalsige Ideen hatten, bei denen sie entweder den Rauswurf aus Hogwarts oder ihr Leben riskierten, und an diesem Abend war sogar beides der Fall. Die besten Freunde hatten sich nämlich nicht mithilfe ihrer Besen auf dem Astronomieturm getroffen, um einfach nur zu quatschen, sondern hauptsächlich, um für ein paar Stunden ihren Sorgen zu entkommen, und zwar mithilfe eines magischen Rauschmittels. Oz, was Dario aus der Muggelwelt in etwas anderer Form als Marihuana kannte, war das, was die Jungs gemeinsam genossen, während sie mit geröteten Augen und geweiteten Pupillen in den regnerischen Nachthimmel blickten. Viele Sterne konnte man nicht sehen, aber das Gewitter über Hogwarts bot ein erstklassiges Spektakel.

Das Oz und die Blitze, sowie die Tatsache, dass er endlich mal wieder Zeit mit seinem besten Freund verbringen konnte, brachten den sonst so gut gelaunten Italiener endlich auf andere Gedanken, denn seit Wochen schien dessen Stimmung immer weiter abzusinken. Den Tiefpunkt hatte er erreicht, nachdem er sich während des Körpertausch-Streiches von Peeves mit Emma gestritten hatte, und seitdem ging es einfach nicht mehr bergauf. Nun hatte er auch noch von einem Gerücht gehört, nach welchem er mit Chase' Schwester etwas haben sollte, und dies machte die Sache wirklich nicht leichter. Ob Emma schon davon gehört hatte? Er konnte sich nicht erklären wieso, aber er hoffte, dass dem nicht so war. Es könnte ihr zwar egal sein, mit wem er sich abgab, aber Gerüchte dieser Art halfen nun wirklich nicht nach dem misslungenen Kuss wieder auf einen grünen Zweig mit der schönen Viertelfranzösin zu kommen.

Mit einem dankenden Nicken nahm der leicht benebelte Akrobat das selbstgedrehte Oz-Tütchen entgegen, um es sich kurz darauf zwischen die Lippen zu klemmen und daran zu ziehen. Den dunkelrote, beinahe violetten Rauch behielt er einige Momente in der Lunge, während er spürte, wie der Wirkstoff seinen Zweck erfüllte und für einige Sekunden bunte Sterne vor seinen Augen aufblitzten. Jeder Muskel in seinem Körper fühlte sich unfassbar schwer und träge an, doch das belastete ihn nicht, es gab ihm sogar das Gefühl der tiefsten Entspannung.
"Ich weiß nicht...", erwiderte Dario, welcher nun den Kopf leicht anhob und angestrengt die Augen leicht zusammen kniff, als könnte er so mehr im Himmel erkennen. Aber nein, er sah keine Aliens, die kiffend auf einem Dach saßen und philosophierten. "Ich kann keine erkennen..." Normalerweise hätte er nun einen kleinen Vortrag über mögliche Lebensformen auf fremden Planeten gehalten, schließlich interessierte er sich brennend für alles, was mit dem Weltall zu tun hatte - nur leider war diese Situation alles andere als normal, weshalb man auf intellektueller Ebene nicht viel von dem Sechstklässler erwarten durfte. Mit einem dumpfen Geräusch ließ er den Kopf wieder auf das Dach fallen, doch er spürte keinen Schmerz. Oz sei Dank. Ein weiterer Zug folgte.
"Sag mal, wie läufts eigentlich zwischen dir und Gwen?" Während er den Rauch in der Lunge behielt, klang seine Stimme etwas nasal. "Und shit, das ist echt guter Stoff. Wo hast du den überhaupt her?!"
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Chase Logan Campbell
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BeitragThema: Re: The cow is of the bovine ilk; one end is moo, the other milk.   Mi 18 Jan 2017 - 20:10

Darios Blick folgend, blickte nun auch Chase in den Nachthimmel und versuchte angestrengt zwischen Blitzen und Wolken etwas zu erkennen. Natürlich ließ ihn auch längeres hinausschauen keine Aliens erkennen, weshalb er seinem besten Freund schließlich zustimmte. "Ich sehe auch keine." Ein letzter Blick in den Nachthimmel führte jedoch zu einer weiteren Spekulation: "Vielleicht sind sie auch einfach nur schüchtern..." Den hohen Grad an Dämlichkeit nicht erkennend, ließ auch Chase sich zurückfallen und war mit seiner Erklärung, dass die Aliens sich nur aus Schüchternheit nicht zeigten vollkommen zufrieden. Wie hätte es auch anders sein sollen.
Vollkommen gebannt folgte der Blick des Slytherins dem dunkelroten Qualm, mit welchem nun Dario die Luft erfüllte. Kräftig blies er in eine der Wolken, da er für einen kurzen Moment davon überzeugt gewesen war, dass diese ihn zu attackieren versuchte. Durch seinen Atem wurde der neblige Angreifer jedoch in die Ferne getrieben. Entspannung ergriff den Schüler jedoch sehr schnell wieder. Die Tatsache, dass er im Kopf genügend Kapazitäten hatte, um über kiffende Aliens zu sprechen und sich qualmige Angreifer vorzustellen, war ein Zeichen dafür wie weit die Probleme der letzten Tage in den Hintergrund gerückt waren. Das hielt jedoch nur bis zu jenem Moment, in welchem Dario ihn - wenn auch unwissend - auf genau diese Probleme ansprach. Kurzerhand entschied sich der Slytherin erst die weniger komplizierte Frage zu beantworten. "Mein Vater hat ausschließlich mit reichen Säcken zu tun", entgegnete Chase, ohne den Blick vom Schauspiel der Blitze abzuwenden. "Die wenigsten von denen sind reich, weil sie mit seriösen Geschäften Geld verdienen." Kontakte wie diese gehörten vermutlich zu den wenigen nützlichen und interessanten Dingen, welche der Slytherin von den Geschäftsveranstaltungen seines Vaters mitnehmen konnte. Quasi eine Entschuldigung für all die langweiligen Stunden und die unzähligen Schläge.
Mit der Beantwortung dieser Frage war der Moment erreicht, an welchem er der zweiten nicht mehr ausweichen konnte. Da Oz jedoch die Zunge lockerte, fiel es Chase auf einmal gar nicht mehr so schwer über Gwen zu sprechen. "Du erinnerst dich an die Vereinbarung zwischen Gwen und mir?" Der Schüler machte eine Pause und kniff die Augen etwas zusammen. Kam da aus dem Himmel etwas auf ihn zu? Das konnte nicht sein. "War vermutlich keine gute Idee." Der Campbell-Erbe zögerte erneut seine Worte fortzusetzen. Mittlerweile war er sich fast sicher, dass irgendetwas direkt auf die beiden Schüler zusteuerte. Was konnte das sein? "Ich kenne sie schon seitdem wir auf dieser Schule sind. Wie kann ich ausgerechnet jetzt Gefühle fü... PASS AUF!" Das Objekt, welches kurz zuvor noch nicht zu erkennen war, war nun in unmittelbare Nähe geraten. Chase sprang sofort auf und verlor sofort das Gleichgewicht. Er rutschte auf dem Turmdach aus, stürzte und landete so nah am Rand des Daches, dass er nur den Kopf heben musste, um gerade am Turm hinab zu blicken. Sofort sprang er wieder auf und richtete den Blick in den Himmel. "Alter! Das ist... eine Mondkuh, oder sowas! Die greift uns an!" Eine Kuh, welche in bunten Farben schimmerte, steuerte aus dem Nachthimmel direkt auf die beiden Schüler zu und Chase war sich sicher, dass das bunte Tier aus dem Weltraum nichts gutes im Sinne hatte. Das funkeln in ihren Augen schien ein wütendes zu sein und schon bald hatte die außerirdische Kuh die beiden erreicht. "Steh auf! Die Mondkuh ist gleich bei uns! Wir müssen hier weg!", drängte der Slytherin und griff nach seinem Besen. Doch entschied er sich auf Dario zu warten. Wenn er zu langsam wäre, würde er ihn auf keinen Fall alleine gegen die Kuh kämpfen lassen.
#Todespunktchallenge
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Dario de Luca
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BeitragThema: Re: The cow is of the bovine ilk; one end is moo, the other milk.   So 5 Feb 2017 - 17:35

Tatsächlich wunderte die Antwort des Campbell-Erben Dario nicht wirklich, denn auch, wenn er selbst alles andere als reich war, wusste er doch durchaus ein bisschen darüber, was in der Welt der Eeichen und Schönen so alles abging. Die Männer in den teuren Anzügen hatten nicht selten verdammt viel Dreck am Stecken, wie man zuletzt zum Beispiel bei dem Drogenbaron Zachary Jones beobachten konnte. Was war es nur, dass ausgerechnet die, die alles im Leben erreicht hatten, so abrutschten? Nun gut, die Tatsache, dass Dario nun kiffend auf einem Turm saß, deutete darauf hin, dass Rauschmittel auch für die Unterschicht sehr ansprechend waren, aber bei der Oberschicht war es in seinen Augen natürlich viel verwerflicher.
Chase fuhr fort und begann, von Gwen zu erzählen. Gewiss wusste er von der  besonderen Freundschaft zwischen seinem besten Freund und der schönen Slytherin. Ein in Erfüllung gegangener Traum für jeden jungen Mann, und doch schien Chase nicht mehr so glücklich mit seiner Situation zu sein. Dario hätte zu gern erfahren, woran dies lag, nur leider kam der blonde Zauberlehrling nichtmehr dazu, seinen Kummer weiter zu erläutern, da er just in dem Moment, in welchem er konkreter werden wollte, eine heftige Halluzination bekam. Während er panisch aufsprang und Dario auf die vermeintliche Gefahr hinwies, blieb dieser die Ruhe selbst und nahm noch einmal einen genüsslichen Zug vom magischen Joint. Oh ja, so ließ es sich leben.

Die blauen Augen sahen  dann zu der Stelle, an welcher die Kuh sein sollte, doch er sah keinen Angreifer dieser Art. Nur Blitze am Himmel und ein paar Wolken. Nichts gefährliches. Nun dämmerte ihm, dass sein Freund durch die Droge wohl ziemlich verrückte Fantasien bekam, und laut lachte er auf, wobei er sich mit der Hand auf den Obenschenkel klatschte.
"Hahahaha Junge, wie du schiiiiebst", lachte er entspannt, worauf er sich hinsetzte und seinen Freund beobachtete, wie er sich seinen Besen krallte. "Sollten wir jetzt wirklich mit dem Besen fliegen?" Es war eine ganz hirnrissige Idee, doch der Italiener war in diesem Moment nicht klar genug,um das zu erkennen. Stattdessen ließ er sich sogar ein wenig von der Panik seines Freundes anstecken und sah sich unruhig um. "Hab ich da gerade ein Muhen gehört...?" Kleinlaut wurde er auf einmal, und nun stand auch er auf, um sich sofort seinen alten Sauberwisch-Besen zu schnappen."Lass uns abhauen, man. Ich will nicht von einer Kuh getötet werden..." Also klemmte er sich den Besenstiel zwischen die Beine und hob ab. "Wir treffen uns unten." Ein allerletztes Mal zog er noch an dem Tütchen, ehe er dieses Chase gab, falls dieser während des Flugs weiterrauchen wollte. In leichter Panik vor der unsichtbaren Mondkuh stieg Dario dann in die Luft, um schnell aber sicher auf dem Boden vor dem Schulgebäude zu landen. Dumm nur, dass er in dieser Nacht nicht mehr auf diesem landen würde...


Zuletzt von Dario de Luca am Mi 8 Feb 2017 - 20:18 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Chase Logan Campbell
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BeitragThema: Re: The cow is of the bovine ilk; one end is moo, the other milk.   Mo 6 Feb 2017 - 19:45

"Bist du bescheuert? Sie wird dich umbringen!", belehrte Chase den Gryffindor, während er sich von Rand des Turmes wegbewegte, an welchem er zuvor fast hinab gefallen wäre. Er konnte nicht glauben, dass der Italiener die unmittelbare Gefahr derart vernachlässigte. Vermutlich hatte er zu viel von dem Oz zu sich genommen. Wäre er noch bei klarem Verstand, würde er die Mondkuh bestimmt nicht einfach ignorieren, soweit zumindest Chase wirre Gedanken.
Die Kuh war nun so nah gekommen, dass der Slytherin mit dem Besen in der Hand in noch größere Panik verfiel. Sein Blick lag auf dem außerirdischen Wesen und müsste er sie in seinem momentanen Zustand beschreiben, würde er das Wesen vermutlich als schimmernde Bestie, geformt aus merkwürdig fluoreszierenden Luftballons beschreiben. Er war sich sicher, dass sie irgendwo in der Ferne des Alls von einem Clown des Todes aus schimmernden Luftballons des Verderbens erschaffen wurde. Blieb nur zu hoffen, dass ihr Euter nicht in der Lage war die beiden Schüler mit Laser zu beschießen. Dann wären sie wirklich erledigt.
"Beeil dich!" Drängte er den besten Freund, welcher in deutlich langsamerem Tempo in Chase Panik einstieg. Chase machte sich bereit zum abheben, als Dario bereits mit seinem Besen den Turm hinter sich ließ. Als der Campbell-Erbe selbst in die Lüfte stieg und dabei noch einmal genüsslich die Lungen mit dem roten Qualm füllte, war Dario bereits in der Dunkelheit verschwunden. Ohne sich fortzubewegen ließ er das Dunkelrot aus seinem Körper strömen, gequält von dem Gedanken, dass er etwas wichtiges vergessen hatte. Sein Blick fuhr durch die Dunkelheit und erst ein Blick nach hinten erinnerte ihn daran, dass er eigentlich vor dem muhenden Attentäter des außerirdischen Todesclowns flüchten sollte. Doch dort wo sich noch eben die schwebende Mondkuh befunden hatte, bewegte sich nun ein Riese in selben Farben auf das Schloss und somit auf Chase zu. "Ein Riese! Verdammt! Die Kuh ist ein Riese!", rief der Slytherin in die Dunkelheit, um den Löwen vorwarnen zu können.
Er selbst entschied sich dafür das Wesen aus dem Weltraum mit einem Haken zu irritieren. Schnell riss er seinen Besen herum und verlor bei diesem Manöver ein wenig an Höhe, was zu Folge hatte, dass er mit voller Wucht gegen den Astronomieturm schlug. Ein wenig benommen klammerte er sich an den Besen und bremste den beginnenden Fall. Chase hatte die Orientierung verloren, musste aber gleichzeitig von dem Riesen flüchten. Mit hohem Tempo schoss er in die Dunkelheit, was zur Folge hatte, dass er eine Außenmauer des Schlosses übersah und mit dieser in hohem Tempo kollidierte. Es war der Kopf, welcher als erstes vom Gemäuer empfangen wurde. Ein dumpfer Schmerz. Ein heller Blitz. Dunkelheit.
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Dario de Luca
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BeitragThema: Re: The cow is of the bovine ilk; one end is moo, the other milk.   Mi 8 Feb 2017 - 20:43

Es war finster, nur gelegentliche Blitze warfen etwas Licht auf die Szene, die Dario eigentlich gar nicht vor Augen hatte. In seiner Panik hatte sich der Alltagszauber, der den Regen abschirmte, von selbst deaktiviert, sodass er klitschnass durch die Luft flog und der Besenstiel immer rutschiger wurde. Wenn das mal keine Erkältung mit sich zog.
Chase war in der Dunkelheit verschwunden, der Italiener hörte nur noch das Wort "Riese", und blieb sofort im Schwebeflug in der Luft an einer Stelle, um sich genauer umzusehen. Einen Riesen MUSSTE er doch einfach sehen! War er wirklich so benebelt, dass er diese Gefahr nicht wahrnehmen konnte? Oder fehlten im andere Bedingungen, um das Ding zu sehen, wie bei den Thestralen zum Beispiel? Vielleicht musste man reinblütig sein, um den Riesen aus dem Weltall zu sehen...?
Dass all diese Gedanken keinen Sinn ergaben, merkte der Gryffindor nicht, er hörte stattdessen ein dumpfes Geräusch und ein leises, schmerzerfülltes Stöhnen.
"CHASE!!", rief er nun in die Nacht, worauf er sich nach vorne lehnte und mit rasendem Tempo in die Richtung flog, aus der er die Stimme seines besten Freundes vernommen hatte. In dem berauschten Zustand, in dem Dario in diesem Moment war, könnte er wahrscheinlich keinen noch so simplen Kartentrick durchführen, doch sobald er gemerkt hatte, dass Chase etwas zugestoßen war, klarte sich sein Bewusstsein fast wie von alleine auf. Nun ja, nicht ganz, denn er merkte nicht, wie dicht er an der Außenmauer des Astronomieturms entlang flog. Die bittere Erkenntnis kam erst, als er mit seiner Kapuze an einer gußeisernen Fahnenstange direkt vor einem beleuchteten Fenster hängen blieb, während ihm sein nasser Besen aus den Händen glitt und in die Tiefe stürzte. Na toll, über die Reparaturkosten würden sich seine Eltern freuen.
Seinen Zauberstab hatte er dummerweise auf dem Dach des Astronomieturms vergessen, und nun hatte er den Salat. Einsam, klitschnass und bekifft hing er vor diesem Fenster, und er wusste nicht, ob es klüger wäre, einfach zum nächsten offenen Fenster zu klettern (und diese Idee war zugegebenermaßen WIRKLICH dämlich!) oder einfach um Hilfe zu rufen, denn soweit er sich entsann gehörte dieses Fenster zu den privaten Räumlichkeiten der Schullleiterin, seiner angebeteten Professor Chantealee, höchstpersönlich...
Diese Nummer würde ihn den Rausschmiss kosten. Er wusste es. Und doch war er nun auf fremde Hilfe angewiesen.
"... Hilfe...", rief er schwach und schniefend, da ihm ob des Regens schon die Nase lief. "... ich hab mich verirrt. Kann mir bitte jemand helfen?!"
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Farine Chantealee
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BeitragThema: Re: The cow is of the bovine ilk; one end is moo, the other milk.   Do 9 Feb 2017 - 21:54

Spät war es geworden, während die Astronomie Professorin und der Isländer welcher seit einigen Wochen 'Alte Runen' unterrichtete über der Sternenkarte brüteten. Die Hexe hatte sich einen Château Lafite de Beau Pauillac eingeschenkt, während der Unterhaltung über den kommenden Unterricht mit dem Isländer. Dunkel färbte der Rotwein ihre Lippen, beinahe bläulich. Tiefes Purpur, Granatschimmer am Rand waren die durchdringenden Farben diesen erlesenen Weins. Sehr reserviert, also wenig Kommunikation liefernd, der extrem grosse Cabernetanteil deckt dabei ein wenig die Primäraromen zu, nicht kalt, aber doch sehr würzig mit einer guten, fein trüffeligen Tiefe dank des kleinen Merlot-Anteils.

Im Gaumen spürt man eine Nuance Malz und Honig, welches die spätere Süsse anzeigt, die Tannine sind muskulös, bilden aber doch eine sehr ausgeglichene Adstringenz – eine Art pelziges Mundgefühl. Die Adstringenz ist ein trigeminaler Reiz, der bisweilen mit einem Geschmackseindruck wie Bitterkeit gleichgesetzt wird. Dazu hatte sie ein kleines Stück Brebis du Tourmalet gegessen, ein Schafskäse aus Frankreich, welchen sie besonders gern zu diesem Wein mochte. Dieser Käse ist nach dem Col du Tourmalet im Parc national des Pyrénées Occidentales benannt. Er wird im Vallée d´Ossau gereift. Der Tourmalet wird nur im Sommer während der Wanderung der Herden auf den Almwiesen von den Hirten von Hand geschöpft. Unter täglichem Wenden und Abbürsten reift er ca. 8 Monate und entwickelt dabei seinen aromatischen, charakteristischen feinen Schafsgeschmack.

Eine perfekte Kombination, wie die Astronomin fand. Nun aber schwenkte die das Weinglas leicht, während sie spüren konnte, wie der Hüne sich ihr langsam näherte, sich über sie hinweg beugte, sie beide ein wenig nach vorne schob um auf einen der Sterne zu deuten, welchen sie nutzen könnten für den Unterricht. „Du hast recht, Isländer,“ meinte sie schmunzelnd, während sie so noch einen Schluck von dem Wein nahm. „Dennoch denke ich, dass wir mit diesem Sternenbild vielleicht weiter kommen werden,“ sie deutete auf das angrenzende Gebiet, nur um sich vorsichtig in seinem Arm herum zu drehen und seine Augen zu suchen. „Sollst du dich mir so nähern?“ Meinte die Französin spitzbübisch, während ihre grauen Augen seine dunklen suchten.

Ihre Braue hob sich ein wenig und doch konnte der Hüne merken, dass sie ihn nur necken wollte, denn ihre Lippen verzogen sich zu seinem zaghaften lächeln. Wie die Zeit verging, Vierzehn Tage war es schon her, seit sie zusammen in dem Restaurant gewesen waren und der Abend sich entwickelt hatte. Doch noch ehe sie weitere Worte an ihn richten konnte, hörte sie ein Geräusch vom Dach. Sie schob es auf das Unwetter draußen, welches sich in Blitzen entlud und den Himmel immer wieder in grelles Licht tauchte. Sanft schob sie den Zauberer von sich, was nur nicht so recht gelingen wollte, schließlich war er stärker als die zierliche Schulleiterin und doch war nichts bedrohliches in seiner Haltung – zumindest für die brünette Sternwanderin.

Für außenstehende mochte diese Situation anders wirken. Doch wer rechnet schon damit in einer solchen Nacht vom Fenster aus beobachtet zu werden – im siebten Stock. Das aber genau dies nun passierte, hätte sie nicht in ihren kühnsten Träumen erwartet. Sie hörte abermals etwas, wandte sich von dem bärtigen Mann ab, welcher sie noch immer zwischen Tisch und seinem Körper mehr oder weniger gefangen hielt um den Schopf zum Fenster zu wenden. Abermals ein Blitz welcher den Nachthimmel erhellte und eine Silhouette erkennbar machte. Da hing doch jemand. „Kjell,“ abermals drückte sie ihn von sich, diesmal jedoch bestimmter, gar erschrocken und mit geweiteten Augen. „Aykjell, lass das.. schau....“ Raunte sie nun und sog die Luft ein, ehe die Hand das Weinglas fallen ließ und dieser sich auf dem Boden ergoss, während das Glas in Scherben zerbarst.

„Merde,“ entfuhr es ihr, als sie nun auch den eher kläglichen Ruf des Schülers vernehmen konnte. Tu doch was, TU DOCH ETWAS. Verdammt noch mal! Hämmerte es in ihrem Kopf, und doch war die Hexe nicht die erste die reagierte. Leise knirschten die hochhackigen blauen Schuhe als sie auf das zerbrochene Glas trafen, während die Riemchen der Schuhe sich ein wenig in ihre Haut fraßen, ein Splitter war eingedrungen, doch merkte sie dies (noch) nicht. Ihr Kobaldblaues Kleid bauschte sich ein wenig um ihre Knie auf und während sie den Tisch hinter sich ließ, griff sie nach ihrem Zauberstab der auf dem Klavier unweit des Fensters lag. Hilfe suchend blickte sie den dunkelblonden an, während die Fenster sich mit einem Zauber schwungvoll öffneten.

Denn irgendwie mussten sie ja an den Schüler ran kommen. Das ihr Kleid befremdlich wirken könnte auf andere, welche sie sonst nur in ihrer viktorianischen Kleidung kannten, war ihr nicht bewusst, jedoch nur, weil es auf andere Dinge ankam. Eine schnelle Reaktion zum Beispiel. Der Duft des Rotweins verteilte sich in dem Zimmer, während die Nachtluft in den Raum strömte und sich mit diesem vermischte. Verdammt, bei Merlins Bart, wie nur kam Dario de Luca an diese Fahnenstange.
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Aykjell Sigurdsson
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BeitragThema: Re: The cow is of the bovine ilk; one end is moo, the other milk.   Sa 11 Feb 2017 - 22:31

Gelassen stand Kjell mit einem Glas Wein neben dem Fenster und beobachtete das Weib. Zwar waren sie hier um die Sternenkarte zu studieren um den neuesten Coup für den Unterricht zu planen, aber was war so eine blöde Karte schon gegen  diese Aussicht? Er beobachtete die perfekte Kehrseite von der Frau die er früher oder später in die Finger bekommen würde – natürlich ohne textile Hindernisse. Rundungen zeichneten sich ab, und ganz ehrlich? Welcher Mann bekam da nicht Kopfkino und eine enge Hose?
„Natürlich habe ich Recht, wie kommst du auf die Idee ich könnte… falsch liegen?“ fragte er und nahm einen Schluck von dem Wein, in Gedanken ganz damit beschäftigt sie ihrer Kleidung zu entledigen. Das der Wein gut und teuer war, nun dafür besaß er schon einen Sinn, aber seine Sinne waren gerade mit anderen Eindrücken beschäftigt. Die Vorstellungskraft war einfach eine ganz besondere, intensive Kraft und bei Teutates, er brauchte nicht mal den Käse um sich vorzustellen das das Weib gereift war. Vom Mädchen zur Frau – genau wie der Hintern. Einfach perfekt! „Weiterkommmen… mhhhhh“ machte er und kam ein paar Schritte auf sie zu, das Glas wurde am Kartentisch abgestellt. Seine Hand landete auf ihrem Rücken, ganz sachte, und strich nach oben. Zu ihrem Nacken, wo sie sanft zu massieren begann. „Ich weiß wie  wir weiterkommen…“ er machte eine kurze Pause und fuhr dann dicht an ihrem Ohr fort „... und so gar nicht was du meinst. Ich nähere mich dir doch gar nicht , das bildest du dir ein.“ Natürlich eine glatte Lüge, und doch war nichts als die Unschuld in seiner Mine zu lesen als sie sich zu ihm herumdrehte. Er lächelte spitzbübisch und stupste ihr mit dem Finger auf die Nase. „Außerdem wird wohl nichts dabei sein wenn man eine  Freundin  umarmt, meinst du nicht?“ fragte er scheinheilig und legte die Arme um ihre Schultern. Entkommen? Unmöglich. Ganz allmählich drückte er sie weiter gegen den Kartentisch. Den ersten Einwand wischte er beiseite, Weib eben, doch den zweiten nahm er schließlich ernst. Sie benutzte seinen vollen Namen und die Mine dazu war … besorgniserregend. „Aaaaaaaaye… ich schaue es mir mal an, was auch immer es ist“ brummte er und entließ das Weib aus dem Griff, drehte sich herum und trat an das Fenster.

Es regnete, das war offensichtlich. Genauso offensichtlich war es das dort jemand vor dem Fenster hing, an einer Fahnenstange, mitten in der Nacht. Und er rief, etwas das eindeutig Kjells Ambitionen auf mehr bei Farine störte. Lautlos öffnete sich das Fenster und Kjell konnte dem ‚Spanner‘ direkt in die Augen sehen. Doch er sagte zuerst kein Wort, hörte dem Schüler in aller Seelenruhe zu und verzog die Lippen zu einem spöttischen Lächeln. Verirrt also, und der Mars war violett mit weißen Punkten. „Mister… wie ist noch gleich ihr Name?“ fragte er und hob eine Augenbraue. „Nennen Sie mir einen vernünftigen Grund warum ich sie jetzt von der Fahnenstange pflücken sollte. Sie sollten sich um diese Uhrzeit und erst recht bei diesem Wetter wohl kaum draußen herumtreiben und verirrt scheint der neue Ausdruck für ‚ich spanne bei meiner Schulleiterin um sie beim Ausziehen zu beobachten‘ und wissen Sie was, junger Mann? Das ist verdammt unhöflich. Ich finde, Sie machen sich perfekt als Fahne am Mast, wenn sie morgen wie eine ersoffene Ratte ausschauen, glauben Sie mir, es wird nie wieder jemand auf die Idee kommen der Schulleiterin nachzustellen.“ Kjell ließ den einen Fensterflügel mit einem lässigen Wink wieder zuschnappen, es zog eben doch etwas und da draußen war es in der Tat ungemütlich. Nass werden wollte er keineswegs. „Aber… da ich ja dummerweise ein Lehrer bin und geschworen habe ihnen etwas beizubringen und sie nicht nur leiden zu lassen… hier mein Angebot, ich hole Sie vom Mast, dafür werden Sie 10 Wochen lang bei meiner Familie Pferdeställe ausmisten, die Ziegen melken und das alles  OHNE  Magie. Wenn Sie dies nicht tun, müssen sie leider weiter abhängen. Wie ein gutes Steak, aber wer weiß, vielleicht ist es ja genau das was sie brauchen? Abhängen ohne ihre Kumpels?“ Er dachte einen Moment nach und fragte dann den triefenden Kerl mit einem breiten Lächeln. „Wie lautet ihre Entscheidung?“
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Dario de Luca
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BeitragThema: Re: The cow is of the bovine ilk; one end is moo, the other milk.   So 12 Feb 2017 - 18:46

Er hatte eigentlich nicht durch das Fenster sehen wollen, doch kaum hatte er erkannt, was er durch die dünnen schleierähnlichen Vorhänge erblickte, fiel es ihm schwer, wegzusehen. Erst war es nur spätpubertäre Neugier, da er eindeutig die Umrisse seiner Schulleiterin erkennen konnte und das Kleid, das sie trug, ihn durchaus kurz vergessen ließ, dass die Antwort auf die Frage, ob er in zwei Minuten noch leben oder sterben würde, von der Stärke der Nähte an seiner Kapuze abhing. Noch nie hatte er die attraktive Französin so gesehen. Sie zeigte Bein, und davon mal abgesehen, dass dieser ungewohnte Anblick wohl jedem jungen Mann gefallen hätte, konnte sie es absolut tragen. Wenn es nach dem Italiener ginge, konnte die junge Astronomin so etwas gerne auch im Unterricht tragen...
Ja, erst war es nur der Anblick der grauäugigen Französin gewesen, weswegen er den Blick nicht hatte abwenden können. Dann jedoch erkannte er eine zweite Person, und da er die Worte, die die Personen im Inneren sprachen, nur gedämpft hörte und auch dank des rauschenden Regens nicht verstehen konnte, sah die Szene für ihn eindeutig aus. Professor Chantealee wurde sexuell belästigt und Dario wurde Zeuge dieses Verbrechens!
Er kniff die Augen etwas zusammen, um erkennen zu können, wer es da wagte, seiner Lieblingslehrerin zu nahe zu treten. Dann fiel es ihm wie Schuppen von den Augen. Bei Merlins Bart! Es war der Professor für Alte Runen! Wie war noch gleich sein Name? Es war irgendwas schwedisches, dachte Dario, doch so genau wusste er es nicht, da er Alte Runen nicht gewählt hatte. Er fand dieses Fach so langweilig wie die Kochwäsche-Anekdote von Großmutter Cosima. Und sowieso beschäftigte er sich nicht so gern mit alten Dingen. Professor Chantealee wie es schien auch nicht, denn sie stieß den älteren Professor von sich, und in ihrer Stimme lag dieser verzweifelte Nachdruck. Sie brauchte Hilfe! Wie konnte es dieser Waschlappen wagen, diese Lady vergewaltigen zu wollen?!
Dario ekelte sich vor dem Mann, denn wenn er eines nicht akzeptieren konnte, dann war es Verhalten wie dieses. Er wollte gerade etwas sagen, als das Fenster geöffnet wurde und der leichte Vorhang vom Wind zur Seite geweht wurde, sodass Dario nun klar in die Gesichter der Professoren blicken konnte.
Und es war der Skandinavier - oder was auch immer - welcher sich zu Wort meldete. Ruhig und überheblich. Warf Dario vor, er sei ein Spanner, und da klappte diesem die Kinnlade herunter und Wut quoll in seinem Bauch auf. Wie konnte er es wagen?!?!

"Niemand nennt mich einen Spanner. Das habe ich doch gar nicht nötig, sie....", knurrte er leise, während er noch immer dort hing, triefend nass. Er konnte ein sehr leises Knacken hören - eine Naht seiner Kapuze war gerissen, doch das beunruhigte ihn nicht, denn er war schon nicht mehr die Ruhe selbst. Wie dieser Kerl ihm ins Gesicht grinste, obwohl er gerade bei der frischen Tat dabei ertappt wurde, wie er sich an Professor Chantealee vergehen wollte. "Ich brauche Ihre Hilfe nicht. Ich will Ihre Hilfe auch gar nicht! Lieber lass ich mir beide Hände abhacken und kletter dann den Schiefen Turm von Pisa hinauf, bevor ich Ihre Hilfe annehme. Ihre vorgeschlagene Strafarbeit können Sie sich daher sonst so hinschieben!!!"
Dario machte es nichts aus, in schwindelerregender Höhe zu sein, und als Akrobat aus einer Zirkusfamilie war er auch athletisch genug, die sieben Stockwerke die Mauer entlang nach unten zu klettern. Er machte jedes Jahr in Florenz Parkour mit seinen Cousins - er würde daher irgendwie runter kommen, jedoch müsste er damit warten, bis die felsige Mauer nicht mehr vom Regen so glitschig war. Was er hingegen jetzt schon tun konnte, war, sich mit beiden Händen an der Fahnenstnage festzuhalten, worauf er eine Hand kurz löste, um seine einzige Sicherung - die Kapuze - von der Stange zu lösen. Gekonnt hangelte er sich zum Fenster und stellte einen Fuß auf die Fensterbank, ließ die Stange jedoch nicht los. "Platz da!", knurrte er, nur als Warnung, denn selbst wenn man ihm keinen Platz gemacht hätte, hätte er sich nun rein geschwungen. Das Fenster trug einen leichten Schaden davon und er auch, denn seine Landung auf dem Holzfußboden war alles andere als sanft. Irgendwer hatte Rotwein und Glasscherben hier verteilt, und letztere bohrten sich nun in seine Schulter. Er stöhnte vor Schmerz auf und hielt sich die Schulter, stand jedoch wackelig auf. Das Oz schien seine Wirkung inzwischen komplett verloren zu haben, auch seine Pupillen waren nun nicht mehr geweitet. Mit Verachtung im Blick sah den Herren Professor an.
"Ich habe alles gesehen! Lassen Sie bloß Ihre Wichsgriffel von der Lady, Sie perverser Lustmolch!", fauchte der Italiener kampfbereit, worauf er zu Farine sah. Das Kleid sah wirklich klasse aus an ihr... als hätte man es nur für sie geschneidert. "Geht es Ihnen gut? Ich habe nicht gespannt, falls Sie das denken. Ich ... ich weiß nicht mehr, wie ich an die Fahnenstange gekommen bin, das müssen Sie mir glauben! Bin wahrscheinlich wieder schlafgewandelt - aber WIRKLICH, ich würde Sie niemals bespannen! Bitte glauben Sie mir, das ist ein riesiges Missverständnis!" Nun wirkte er doch irgendwie verzweifelt, und das war er auch, denn der Schmerz in seiner Schulter ließ ihn das Gesicht verziehen, während das Blut durch seine Jacke sickerte.
"Man kann aber von Glück sprechen, dass ich dort hing, sonst hätte dieses Schwein sonst was mit Ihnen gemacht!!" Der Ausdruck in seinen Augen und das Beben in seiner Stimme machten deutlich, dass er sich als klaren Helden in dieser Geschichte sah. Für ihn hatte es eindeutig ausgesehen und er fühlte sich in der Pflicht, seine Schulleiterin zu verteidigen.
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Farine Chantealee
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BeitragThema: Re: The cow is of the bovine ilk; one end is moo, the other milk.   So 12 Feb 2017 - 21:14

Immer wieder hatte die Französin kurz zu über ihre Schulter zu dem Isländer gesehen, als dieser noch unweit des Fensters stand, das wolkengrau suchte das Meer, immer wieder, während die Sternenkarte betrachtet wurde. Hin und wieder konnte auch die Hexe seinen Blick erhaschen und senkte dann wieder den ihren. Ein Spiel, so könnte man es wohl nennen. Denn nur so war sie sich sicher, dass sie nicht gleich wieder errötete oder schmunzelte. Nun stad sie vor der Karte, mit dem Wein in der Hand, leicht vorgebeugt und mit dem einen Finger über die Karte streichend, während sie nachdachte und die Aufgabe in ihrem Kopf schon weiter spann. „Weil auch ein Aykjell Sigurdsson nicht allwissend ist,“ murmelte sie frech, diesmal jedoch nicht zu dem Hünen sehend.

„Und die Sterne mein Gebiet sind und die Runen das deine,“
raunte sie leise weiter, nur um danach einen Schluck von dem wundervoll gefärbten Rotwein zu trinken. Sie konnte deutlich spüren, wie er sich ihr näherte, und wie er sie weiter nach vorne beugte indem er seine Hand auf ihren Rücken legte. Warm war diese und wanderte in ihren Nacken, was den Kopf dazu brachte sich leicht zu senken und die Haare nach vorne fallen ließ. Es war wohltuend, dass er ihren Nacken massierte, was er eindeutig merken konnte, denn sie genoss es, sonst hätte er es wohl zu spüren bekommen, wenn dem nicht so war. Aber für jenen Schüler der im Regen an der Fahnenstange hing, wirkte es vollkommen anders. Schließlich würde er die Worte kaum vernehmen können, welche im inneren des Raumes gesprochen wurden.

Doch dieser würde erst in einigen Augenblicken in den Fokus geraten, denn noch waren die beiden Professoren mit ganz anderen Dingen beschäftigt. Unterrichtsplanung. Im weitesten Sinne. „Wie wir weiterkommen, ist wirklich simpel. Monsieur 'Ich-lenk-ab-damit-du-mal-die-Schule-vergisst' Sigurdsson,“ schmunzelte sie und drehte sich leicht in seinem Arm, damit sie ihn in die Augen blicken konnte. „Und natürlich näherst Du dich mir nicht, wie komme ich bloß auf diese absurde Idee,“ leicht hob sich ihre Augenbraue dabei, denn er raunte diese Worte an ihr Ohr, und die Mundwinkel mussten ziemlich im Zaum gehalten werden, damit die ihn nicht anlächelte sondern ernst drein sah. Leicht schielte sie auf ihre Nasenspitze, als er mit seinem Finger auf jene tippte, nur um dann wieder den Blick zu heben, kaum, dass er seine Arme um ihre Schultern legte und sie in seiner Umarmung fast verschwand.

Sein Duft drang in ihre Nase und ihre Stirn legte sich an seine Brust, während die grauen Iriden sich schlossen. Für den Augenblick zumindest. „Ich weiß nicht wie das andere machen,“ murmelte sie dumpf aus seiner Umarmung, während der Kopf sich nur mehr an ihn schmiegte. „Aber ich kann daran nichts verwerfliches erkennen,“ beendete sie den Satz. Entkommen? Unmöglich? Vielmehr ungewollt. Und doch begann sie, als sie etwas vernomm, ihre Hände an seine Brust zu drücken. Da war doch was. Geräusche,welche sich kurz darauf als Dario de Luca herausstellten. Anfänglich war es nicht mal wirklich ernst gewesen, doch als die Geräusche drängender wurden wurde ihre Haltung es ebenfalls, ihre Kraft legte sie deutlicher in das wegschieben des Zauberers.

Was natürlich wieder für den Italiener neues Öl ins Feuer schüttete und er neuerliche Bilder fälschlich interpretieren konnte. Während also der Isländer zum Fenster ging, war Farine's Kelch mit dem Wein auf dem Boden zerbrochen, einige Splitter waren in ihren Schuh eingedrungen und schnitten ihre Haut auf, während sie sich an dem Klavier ein wenig festhielt. Sorgsam kam der Mann dem nach, was er der Schulleiterin versprochen hatte, auf sie aufzupassen. Sein Versprechen vom Vortag der Beerdigung von Nathaniel Jones. Ihr Schutz. Ihre Finger hielten sich an dem Holz des Flügels fest, während Kjell sich um den 'Eindringling' kümmerte. Sie hörte seine Worte, und atmete leise aus, senkte kurz den Blick, ehe sie sich wieder in ihre für sie typische Position brachte, aufrechte Haltung, und den Kopf gehoben. Sie ignorierte das Bedürfnis sich zu bedecken, auch wenn es Ihr schwer fiel.

Jedes Wort der beiden drang an die Ohren der Schulleiterin, die sich jedoch erst einmischte, nachdem der Akrobat sich durch das Fenster in die privaten Räume der Hexe geschwungen hatte. Etwas, was ihr zwar nicht gefiel, denn in diesen Räumen hatte kein Schüler etwas zu suchen, doch ging es grade nicht anders, wenn man den Burschen vor einem Genickbruch retten wollte. Langsam trat sie, den Schmerz in ihrem Fuß und die Blutspur die sich in dem blauen Schuh abzeichnete ignorierend auf den Schüler zu, der am Boden aufgekommen war und nun ebenfalls vor dem Schüler stand der über den Boden gerutscht war, mitten in die Scherben und sich nur langsam aufrappelte.

„Mister de Luca,“ sagte die Französin mit ihrer dunklen Stimme und Drehte ihn sich so hin, dass sie mit den Fingern die Scherbe aus seiner Haut ziehen konnte, das Blut würde so wohl nur noch mehr sprudeln, vermutete sie und mit einem unausgesprochenen Accio-Zauber rief sie ein seidenes Tuch herbei um es auf die Wunde zu drücken. „Lassen sie es nicht zur Gewohnheit werden, in meiner Nähe zu bluten,“ meinte die Astronomin, nur um dann ernster zu werden. Wie Dario den Professor ansah konnte sie dadurch nicht sehen. „Und ich möchte nicht noch einmal hören, dass sie so mit oder über einen der Professoren sprechen,“ sagte die Hexe mit der dunklen, rauchigen Stimme, dabei sah sie wie der Schüler sie ansah. „Oui, natürlich geht es mir gut,“ befremdet sah sie den Schüler an und hob eine Braue, schließlich war ja nichts passiert was diese Frage rechtfertigte - aus Ihrer Sicht.

„Ich weiß nicht, was ich glauben soll, Mister de Luca. Aber egal was passiert ist, allein für ihre Worte könnte ich ihnen den Mund mit Kernseife auswaschen.“ Sie seufzte, und setzte sich langsam auf den kleinen Schemel an ihrem Klavier und legte eine Hand an ihre Stirn, während sie von einem auf den anderen sah. „Vielleicht wird es ihnen helfen die kommenden vier Wochen beim Wildhüter aufzukreuzen, dann werden sie zu Müde sein um Schlafzuwandern,“ damit fischte sie nun selbst endlich die eigene Scherbe aus dem Schuh. „Und werfen sie Professor Sigurdsson nichts vor, wenn sie die Situation nicht einschätzen können,“ kurz hob sich ihr Blick und schwenkte vom Schüler zum Professor.

Dem sicher nicht schmecken würde, was die Sternwanderin da grade sagte. Seine Art der Bestrafung war sicherlich genauso gut, eindeutig, aber die Professorin wollte und konnte keinen Schüler einfach in ein anderes Land jagen nur damit er dort erschöpft ins Bett fallen konnte. Dafür war sie nicht Schulleiterin und für sowas bekam sie auch nicht das Vertrauen der Professoren, der Schüler und deren Eltern. „Professor Sigurdsson ist jemand der mein Vertrauen genießt, und er würde nichts machen, was mir schaden könnte. Weder ist er ein Lustmolch, noch ein Schwein oder irgendein anderes Tier. Denken sie an ihre eigenen Worte. Es wäre ein riesiges Missverständnis.“ Mit diesen Worten erhob sie sich langsam. Abwartend, nur um dann einen Episkey auf ihn zu sprechen und ihn, so es keine weiteren Fragen mehr gab, langsam zu ihrer Tür zu führen. Es war spät. Und sie, sowie Kjell – was ihr Blick eindeutig klar machte – würden ihn zum Gemeinschaftsraum der Löwen bringen.
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Aykjell Sigurdsson
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BeitragThema: Re: The cow is of the bovine ilk; one end is moo, the other milk.   Sa 25 Feb 2017 - 11:53

Der Isländer stand immer noch in Reichweite des Fensters als sich der Spanner mit ein paar gar nicht so schlecht anmutenden Bewegungen durch das Fenster schwang. Kjell zog hieraus seine eigenen Schlüsse, viel wusste er über Mr. de Luca nicht. Aber das war auch nicht nötig, der Bursche zeigte schon sehr bald was von ihm zu halten war. Mut musste man ihm durchaus zuzusprechen, er setzte sich für seine Schulleiterin ein, auch wenn es ihm wohl kaum zustand vor ihrem Fenster abzuhängen und ihm und Farine beim Flirten zuzuschauen. Was der Bursche jedoch auch zeigte, war ein deutlicher Hang zur Unvorsichtigkeit mit Worten. Kjells Mine wurde ausdruckslos, die Hände verschränkte er hinter dem Rücken während Farine sich des Schülers annahm. Lediglich die blauen Augen bewegten sich, verfolgten jede Regung des Schülers als dieser weitere Tiraden loswurde. Mit abgehackten Händen wollte er den schiefen Turm von Pisa hinauf? Nichts leichter als das. Kjell würde für diese Art der Erfahrung sorgen. Ein spöttisches Lächeln nistete sich um die Mundwinkel ein als er sich abwandte und die Schäden an Glas, Fenster und Fahnenstange mit ein paar kurzen Zaubern richtete. Dummer, dummer, einfältiger Junge. Er hatte nicht den geringsten Schimmer wen er da gerade bis aufs Blut beleidigen wollte. Einen Nachfahren des ersten großen Elfenkönigs, Hüter des Elfenvolkes und Großmeister der Runenmagie. Kurzum, Dario de Luca hatte sich mit dem Falschen angelegt. "Raus mit Ihnen auf den Gang…“ sagte er mit eisiger Stimme und wartete gerade so lange bis beide sich auf dem Gang befanden, dann schloss sich die Tür mit einem lauten Knallen. Der Isländer war immer noch gefährlich ruhig, aber in seinem Kopf reifte ein Plan. "Bevor wir unseren  vorbildlichen Schüler hier in den Gemeinschaftsraum bringen, werde ich mit ihm noch einmal unter vier Augen sprechen, Schulleiterin“ sagte er an Farine gewandt, der eisige Ton verschwand. Aber man konnte eine unbeugsame Härte heraushören. Etwas das andeutete das der Isländer noch nicht mit dem Burschen fertig war. "Vorwärts mit Ihnen Mr. de Luca.“ Kjell führte beide die Gänge entlang, doch statt zum Gryffindor-Gemeinschaftsraum schlug er den Weg zu einem entlegenen Teil der Burg ein. Einem Übergang über eine Schlucht auf dessen anderer Seite ein Turm emporragte. "Sie… Mister de Luca haben einen Wunsch geäußert ich werde Ihnen diesen Wunsch erfüllen.“ Der Blick des Isländers blieb für einen Moment auf dem Gesicht des Schülers haften. "Sie wünschen mit abgehackten Händen einen Turm hinaufzuklettern, Pisa um konkret zu sein. Ihr Wunsch sei mir Befehl“ Er richtete den Zauberstab auf Dario und murmelte einige unheilvolle Worte. Sie hörten sich  alt und fremd  an. Nichts was Menschenohren in den letzten Jahrhunderten zu hören bekommen hatten. Die Luft schien sich schlagartig abzukühlen und eine Eisschicht überzog die Steinwände um sie herum. Kjell hatte einen alten Zauber ausgesprochen der in der Lage war den damit belegten in eine Geisterwelt zu versetzen, hierfür benötigte es telepathische Kräfte die der Isländer aufgrund seiner Abstammung hatte. Er war im Inbegriff den Jungen in jene geistlose Welt zu entführen in der alles passieren konnte, mit Ausnahme des Todes. Sobald er den Spruch beendet haben würde, hätte er den Geist des jungen Mr. de Luca in der Gewalt und würde ihn in einer Welt seiner Wahl entführen. In diesem Falle würde er ihn in das Pisa des 15. Jahrhunderts zurückversetzen und ihm helfen seinen Wunsch zu erfüllen – mit allem was dazugehörte. Gilloutine? Axt? Beil? Den mentalen Kräften des Isländers waren hierbei keine Grenzen gesetzt. 'Sie waren unvorsichtig mit Ihrer Wortwahl Mr. de Luca, ein Fehler den Sie sich  niemals  gegenüber jemandem erlauben sollten den Sie nicht einschätzen können…‘ Worte die nicht laut ausgesprochen worden waren, Farine würde nichts davon hören können. Der Isländer stand still und unverrückbar vor dem ungleichen Paar – Schulleiterin und Schüler, die dunkelblauen Augen glommen unheilvoll als sie sich nun auf Dario hefteten.
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Dario de Luca
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BeitragThema: Re: The cow is of the bovine ilk; one end is moo, the other milk.   Di 28 Feb 2017 - 19:30

Der lockige Löwe sah Sterne und jaulte mit schmerzverzerrtem Gesicht auf, als die Französin einfach so die große Scherbe aus seiner Schulter zog. Warm floss das Blut über seine Haut unter der Kleidung, und für einen Moment dachte der Italiener, er würde das Bewusstsein verlieren. Sie drückte ihm dann jedoch ein seidenes Tuch auf die Wunde, und eher geistesabwesend übernahm er dieses Tuch, um es auf die klaffende Wunde zu pressen. Er versuchte, sich weitere Klagelaute zu verkneifen, zischte jedoch hin und und wieder schmerzerfüllt, während er der rauchigen Stimme seiner Schulleiterin lauschte. Als wenn er absichtlich bei ihr blutete. Er war nun einfach ziemlich tollpatschig und hatte ein Talent dafür, in unglückliche Situationen zu kommen...
Situationen wie diese.
Er verstand nicht, dass sie so ruhig bleiben konnte, wo sie doch offensichtlich Opfer einen sexuellen Übergriffes gewesen war, aber Dario vermutete, dass sie ihre zerbrechliche Seite nicht vor ihm zeigen wollte. Sie war eine starke Frau und das wusste er, dennoch hätte er nicht anders über sie gedacht, wenn sie in diesem Moment seine Hilfe angenommen hätte. Stattdessen verteidigte sie den alten Professor und tadelte den Gryffindor. Wie konnte sie nur?
Mit offenstehendem Mund sah Dario seine Lieblingslehrerin an, und er war in diesem Moment so fassungslos, dass er seinen Schmerz für einen Augenblick vergaß. Scheinbar hielt sie den falschen für den Bösewicht in diesem Film. Nein, es war sogar ganz offensichtlich so. Denn nun sprach sie eine Strafe aus. Ein Strafe für Dario, welcher sich eigentlich als Helden in diesem Szenario gesehen hatte.

Auch, wenn er sich von der attraktiven Französin so einiges mit Kernseife abwaschen lassen würde, konnte er sich dieser aufflackernden, postpubertären Fantasie nicht hingeben, stattdessen sorgte sie weiter für Entrüstung. VIER WOCHEN MIT DEM WILDHÜTER?! Womit hatte er das denn verdient?!?!
Mit zweifelnd hochgezogenen Augenbrauen sah er zu ihrem Schuh, aus welchem sie eine blutige Scherbe zog, und Sorge wurde auf seinem Gesicht sichtbar. Sie war verletzt. Alles nur wegen dem Professor Siegfriedsen, oder wie er hieß! Erneut flammte Hass gegen den Älteren in Dario auf, und düster war der Blick, welcher er ihm nur kurz schenkte. Der Blick wurde jedoch weicher, als Farine die Sache aufzuklären begann. Er wäre ein Vertrauter und das alles ein riesiges Missverständnis. Etwas lag in ihrer Stimme, das diese Worte nicht zweifelhaft erscheinen ließ, sondern eher ziemlich überzeugend. Die blauen Augen Darios wanderten noch einmal kurz zu ihrem Kleid, dann zu der Flasche Rotwein und dem Glas des Professors. Das andere Glas lag zersplittert auf dem Boden, ein Teil davon hatte eben noch in seiner Schulter gesteckt. Man zog sich nicht aufreizend an, wenn man nicht beabsichtigte, einen Mann zu reizen. Auch war bei Vergewaltigungen ausgesprochen selten eine Flasche Rotwein mit im Spiel. Je länger der Italiener darüber nachdachte, desto deutlicher wurde ihm bewusst, dass er die Situation tatsächlich vollkommen falsch eingeschätzt hatte. Auch wenn es ihn ein wenig eifersüchtig machte, dass sich die Schulleiterin so sehr für den Älteren in Schale geschmissen hatte, lag es auf der Hand: er hatte sie nicht vergewaltigen wollen. Dario hatte sie tatsächlich bei einem ziemlich intimen Gespräch gestört, vielleicht sogar von einem kleinen Intermezzo abgehalten. Eine leichte Röte legte sich auf Darios Gesicht und etwas beschämt sah er zur Seite. Hatte er wirklich gerade all diese Sachen zu dem Professor gesagt? Oh man... er sollte rennen. Oder im Erdboden versinken. Oder versuchen zu disapparieren, wobei das in Hogwarts nicht funktionieren würde, selbst wenn er die Apparierprüfung schon bestanden hätte.
Der Schmerz in seiner Schulter erstarb und auch hörte das Blut auf, zu fließen. Dankend nickte der Löwe der Astronomin zu, worauf er stumm das Seidentuch über einen Stuhl hing. Das ganze war auf einmal so peinlich, dass er nicht einmal mehr etwas sagen konnte.

Dario schluckte schwer, als sich der eisige Isländer zu Wort wandte. So, wie er es befahl, ging der Gryffindor mit peinlich berührtem Blick auf den Gang, ließ sich zu einem entlegenen Teil des Schlosses führen, wobei er nicht einmal den Blick hob. Erst, als sie stehen blieben und der Isländer in Rätseln sprach, sah Dario ihn an und legte den Kopf schief. Dann aber verschwamm das Bild des Professors vor seinen Augen, nachdem dieser seinen Zauberstab auf den chaotischen Schüler gerichtet und eine ihm unbekannte Formel zum besten gegeben hatte.
Als sich seine Sicht wieder aufklarte, konnte Dario eine Kulisse sehen, die er schon kannte. Pisa, ganz klar, erkennbar am Turm. Es war kalt, ein dämmriger Wintermorgen, und es lag schmutziger Schnee, was untypisch war, da der 17-Jährige Pisa dank der globalen Erwärmung und der Urlaubszeiten seiner Eltern nur als warmen Touristenmagnet kannte. Er merkte, dass etwas an der Kulisse merkwürdig war, doch so richtig bewusst wurde es ihm erst, als ihm auffiel, dass hier gar keine Touristen standen, die beim Versuch, auf einem Foto so zu stehen, dass es so aussah, als würden sie den schiefen Turm schieben, total bescheuert aussahen. Keine Touristen, nicht einmal Kameras konnte er an dem Wahrzeichen Pisas sehen. Stattdessen sah er Pferde, dreckige Menschen, und es stank ganz fürchterlich, als wäre ein Tier in Darios Nase gestorben. Gerade drehte er sich fragend um, als ihn zwei Menschen links und rechts an den Armen griffen und daran zogen, als wollten sie den Jungen auseinander reißen. Sie waren so unfassbar stark, dass sich selbst der sportliche Akrobat nicht aus ihrem Griff befreien konnte.
"LASST LOS!", brüllte er auf Italienisch, "LASST MICH LOS!!" Doch sie reagierten nicht. Stattdessen kam ein Mann auf ihn zu, der dem Professor für Alte Runen verdammt ähnlich sah, und zwar mit einer riesigen, rostigen Schere. Als wäre sein Körper aus Butter ließ er die Schneiden der Schere durch die Haut, das Fleisch und die Knochen an Darios Handgelenk gleiten, doch so sanft, wie das Folterinstrument diese Verstümmelung aussehen ließ, fühlte es sich für den Italiener nicht an. Der Schmerz fühlte sich so echt an, dass ihm schwindelig wurde und er auf die Knie sank, sobald man ihn losgelassen hatte. Er schrie vor Schmerz und Panik, als er links und rechts von sich seine Hände im schmelzenden, roten Schnee sah, und seine Unterarm-Stümpfe zitternd in der Luft hingen. Wie war er hier her gekommen? Wie konnte das passieren? Heiß liefen ihm Tränen über das kalte, blasse Gesicht, während das Blut aus den abgeschnittenen Enden seiner Arme in pulsierenden Stößen spritzte und den Schnee vor ihm rot sprenkelte.
Nur gedämpft nahm er dann die Stimme des Professors war, und erst ignorierte er diese Stimme, wusste sie zunächst nicht einzuordnen. Dies kam ihm vor wie ein Traum - aber er fühlte sich so real an! Er wusste, dass irgendwas an der Szene nicht stimmte, doch in diesem Augenblick blendete er diesen Instinkt komplett aus. In diesem Moment hatte er nur eines: Todesangst. Und mit Schreien und Tränen brachte er diese zum Ausdruck. Es war die reinste Folter für den Jungen Mann, und von allein konnte er sich nicht aus dieser Illusion befreien. Er war hilflos.
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Aykjell Sigurdsson
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BeitragThema: Re: The cow is of the bovine ilk; one end is moo, the other milk.   Sa 11 März 2017 - 22:45

Kjells Körper spannte sich etwas an als er die Welt erschuf, das Pisa zum Leben erweckte das Dario nun mit allen Sinnen begreifen und erleben konnte. Die macht der Runen war etwas Unvorstellbares, uralt, gefährlich und so weitreichend das sie genau kontrolliert werden musste. Das Murmeln seiner dunklen Stimme schwoll an und wieder ab, er verwob zahlreiche Schutzzauber um Dario und Farine und bildete eine Art Magieblase um sie drei herum damit nichts diesen Ort verlassen konnte. Weder Macht, noch Magie noch Gedanken der anderen beiden. Schließlich schloss auch Kjell die Augen und ließ sich tiefer hinab in die Welt der Runen ziehen. Er betrat den Platz auf dem Dario sich befand und zog die piekfeine schwere schwarz-rote Robe eines Kardinals zurecht. Auf seinem Kopf thronte eine Kardinalsmütze. „Seht… seht euch den Sünder an, schändliches Verhalten hat er an den Tag gelegt!“ donnerte seine Stimme über den Platz während er gemessenen Schrittes näher trat. Seine geisterhaften Schergen hatten den Burschen schon in Gewahrsam genommen. Der Junge fing an zu brüllen, Kjell brauchte nicht einmal die Stimme zu erheben, sie schien auch so überall hörbar zu sein. „Schweig still, Sünder und bete lieber das man dir deine Sünden vergeben mag!“ auf einen Wink hin begannen die Schergen mit ihrem blutigen Werk. Kjell begann den Jungen zu umrunden – immer noch gemessenen Schrittes. Er lauschte, scheinbar emotionslos, den Schreien des Jungen und blieb vor ihm stehen. Blut befleckte den Schnee vor seinen Stiefeln. Die eisblauen Augen prüften jeden Zentimeter des Gesichtes, suchten nach jedem Fehl und Tadel die sie finden konnten. Dann ließen die Schergen den Jungen los, er sackte zusammen und Kjell machte eine halbherzige Handbewegung. „Dario de Luca, Ihr seid des Todes… seht wie euer Blut hinfortrinnt, ihr könnt nicht enkommen und ihr habt euch in Dinge eingemischt die Ihr besser niemals gesehen hättet…“ raunte er, trat zu dem Dunkelhaarigen und legte ihm die Hand auf die Schulter. Kjell hatte genug gesehen, der Junge hatte begriffen zu was er im Stande war und das man Worte in seiner Gegenwart besser weise zu wählen hatte. „Und nun folgt mir in die Katakomben…“ Kjells Finger schienen sich unnatürlich zu erwärmen und die Umgebung verblasste einfach, machte nach und nach wieder den Mauern von Hogwarts Platz. Jeder kehrte in seinen Geist zurück. Kjell öffnete die Augen und zog sämtliche Runenmagie zurück bevor er seinen Blick auf den Dunkelhaarigen richtete. „Mr. De Luca… ich hoffe Sie haben gelernt? Sie haben nur ein paar Momente im Kopf erlebt, ich jedoch habe es am eigenen Leib erfahren, zügeln Sie ihre Zunge in Zukunft in Gegenwart fremder Personen, achten Sie was sie sagen und zu wem… nur dann werden sie vielleicht am Leben bleiben. Und nun… in ihren Gemeinschaftsraum mit Ihnen.“ Er deutete Dario an vorzugehen, griff nach Farines Arm und zog dann noch etwas aus der Hosentasche. Zaubererschokolade, diese hielt er Dario hin. „Essen sie diese… sie wird ihnen helfen.“ Die Augen des Isländers wirkten nicht länger kalt, sie waren jetzt nur noch gelassen. Er und der Schüler waren quitt.
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BeitragThema: Re: The cow is of the bovine ilk; one end is moo, the other milk.   So 12 März 2017 - 20:41

Nur gedämpft nahm er die Worte des Professors wahr, zu laut war das Rauschen des Blutes in seinen Ohren. Alles was er verstand, waren die Worte 'Tod' und 'Blut', doch diese brauchte er gar nicht zu hören, um zu wissen, dass dies sein Ende sein würde. Die nassen, roten Augen waren weit aufgerissen, während er verzweifelt auf die abgehackten Hände blickte, welche mal seine gewesen waren. Er war nun ein Krüppel. Man hatte ihn seiner wichtigsten Instrumente beraubt. Nie wieder würde er klettern können, oder gar Piano spielen. Diese Erkenntnis tat noch schlimmer weh als der physische Schmerz, welcher allmählich abflaute, als er realisierte, wie surreal diese Situation doch war. Weiter lauschte er den Worten der tiefen Stimme, als sich eine warme Hand auf seine kalte Schulter legte, und als er über eben diese Schulter zu dem Mann empor sah, war nichts als Ehrfurcht in seinem Blick zu erkennen. Dario hatte seine Lektion gelernt, das konnte man deutlich sehen. Resignierend schloss der Italiener die Augen, spürte, wie die Kälte immer wärmer wurde, und als er die Augen wieder öffnete, waren sie wieder im Schloss. Fassungslos blinzelte der junge Mann, fast so, als wäre er gerade aus einem furchtbaren Traum erwacht, und als er auf seine Hände blickte, realisierte er, dass es tatsächlich nur eine Art grausamer Traum gewesen war. Und doch kribbelten seine Finger noch, als Zeugen dieses schrecklichen Ereignisses. Die Tränen auf seinen Wangen trockneten, und kraftlos erhob er sich, während Professor Siggurdson die Situation auflöste.
Gut, er sah ein, dass er einen Fehler gemacht hatte, als er den Professor beschimpft hatte. Aber für ihn hatte es wirklich ausgesehen, als hätte er sich an der Schulleiterin vergehen wollen. Er schien es nicht zu verstehen, und ein flüchtiger Blick zu Professor Chantealee verriet ihm, dass sie es ebenfalls nicht verstand. Natürlich nicht. Niemand verstand ihn - in jeder Hinsicht. Mit leerem Blick gen Fußboden biss er sich auf die Unterlippe, die Arme um den eigenen Leib gewickelt. Nur stumm nickte er, sagte nichts mehr dazu und würdigte den Professoren keines Blickes mehr. Dieser Abend war verrückt gewesen, und er wollte nur noch, dass er bald zuende ging.
Eine zitternde Hand streckte er nach der Zaubererschokolade aus, um sie anzunehmen, worauf er sich umdrehte und wortlos verschwand. Dario war darauf eingestellt gewesen, seine Strafe beim Wildhüter abzusitzen und damit genug Buße zu tun. Er hatte sich gegen die von der Schulleiterin aufgetragene Strafe nicht einmal gewehrt, hatte sich darauf eingelassen. Doch diese teuflische Sorte von Magie war eine Strafe gewesen, von der nie die Rede gewesen war. Der Italiener fühlte sich schlechter behandelt, als er es verdient hätte, und entsprechend gekränkt war er. Gekränkt und enttäuscht. Von Farine, welche er doch in Schutz hatte nehmen wollen, hätte er nicht gedacht, dass sie so etwas zulassen würde. Doch sie hatte es getan und damit das Vertrauen, dass er in sie gelegt hatte, verloren.
Während er mit dem Schokoladenstück zurück zum Gemeinschaftsraum tapste, konnte er nicht anders, als sich zu fragen, ob er denn jedem in diesem Schloss dermaßen egal war und was er überhaupt hier wollte. Seine beste Freundin hasste ihn. Sein Vorbild ließ zu, dass man ihn seelisch folterte. Und sein bester Kumpel lag wahrscheinlich irgendwo auf den Ländereien und blutete - doch das war Dario in diesem Moment sowas von egal. Ihm hatte er es schließlich zu verdanken, dass es ihm nun so dreckig ging. Ihm und dieser gottverdammten, magischen Droge.
ENDE
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