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 Fragestunde

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Christopher Greengrass
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BeitragThema: Fragestunde   Fr 23 Dez 2016 - 0:56

Fragestunde


Zach war nun schon seit ein paar Tagen inhaftiert, die Zeit schien seitdem im Schneckentempo voran zu kriechen und noch niemand hatte einen konkreten Plan was nun zu tun war. Chris hatte die Leitung des Rabbits Head übernommen, so wie es Zachs Wunsch gewesen war, eine Aufgabe die er sich erst einmal stellen musste und für die er alles andere als geeignet war. Aber Chris konnte sich mit allem arrangieren und die Arbeit im Club schien ihm mehr und mehr Freude zu bereiten auch wenn das hieß sich die Nächte um die Ohren zu schlagen, sich mit schlitzäugigen Lieferanten auseinander zu setzen und seine geliebte Arbeit im Labor zu vernachlässigen. Das Rabbits Head war Zachs Baby und er brachte es nicht übers Herz dass es womöglich während der Abwesenheit des Älteren dort den Bach runter ging.

Mit festen Schritten durchquerte der junge Tränkebrauer die große Eingangshalle des Ministeriums, denn er war vom Ministerium, genauer von der Abteilung für magische Strafverfolgung, erhalten hatte. Er ahnte schon warum er von Natascha Romanova, der Leiterin der Abteilung, geladen worden war, denn schließlich war sie es gewesen die Zachary inhaftiert hatte. Anspannung machte sich in ihm breit umso näher er ihrem Büro kam. Großartige Sorgen musste er sich wohl nicht machen, denn schließlich war sie für ihn nicht urplötzlich aufgetaucht um ihn zu verhaften. Aber in die Ecke gerdängt fühlte er sich trotzdem. Was sie wohl von ihm wissen wollte? Chris konnte gut lügen, schon zu seiner Schulzeit hatte man ihn um sein Pokerface beneidet aber er wusste auch wie hartnäckig und gerissen Auroren sein konnten und Miss Romanova schien eine sehr talentierte Aurorin zu sein denn sonst wäre sie wohl nicht zur Abteilungsleiterin befördert worden. Die Abteilung für magische Strafverfolgung befand sich im vierten Stock, Chris war schon einmal als Kind hier gewesen als sein Vater ihn einmal mit zu einer Anhörung genommen hatte. Damals hatte der Besuch der Verhörräume bleibenden Eindruck bei dem jungen Greengrass hinterlassen.

Das Büro lag im hinteren Teil des Ganges, davor stand ein Schreibtisch an dem eine der Sekretärinnen saß und fleißig Papiere ausfüllte. "Guten Tag." schnatterte sie und sah nur kurz zu Chris auf, der vor ihr stehen geblieben war. "Was wollen sie?" fragte sie. "Ich habe einen Termin mit Miss Romanova." "Ah. Mister Greengrass." erwiderte die Frau und strich etwas auf ihrer langen Pergamentrolle durch. "Sie können durchgehen. Miss Romanova erwartete sie bereits." Sie zeigte auf einen weiteren Gang, der an diesen anknüpfte. Chris umrundete den Tisch und ging dann ohne Umschweife auf die Tür zu an der mit goldenen Letter "Natascha Romanova." Stand. Bevor er an Miss Romanovas Bürotür klopfte richtete er noch einmal kurz seine Krawatte und fuhr sich mit der Hand durch die dunkelbraunen Locken. Dann klopfte er an und trat ein nachdem er ein Geräusch vernommen hatte.
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Natascha Romanova
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BeitragThema: Re: Fragestunde   Di 24 Jan 2017 - 21:42

Auch wenn Natascha wusste, dass es eine große Sache war, einen Mann wie Zachary Jones festzunehmen, blieb sie doch auf dem Boden der Tatsachen, denn noch hatte sie nicht genug gegen ihn in der Hand, um ihn so sehr in den Boden zu stampfen, wie sie es sich wünschte. Die Gerichtsverhandlung würde in drei Monaten stattfinden, und bis dahin hatte sie Zeit, so viel belastendes Material gegen Zachary Jones zu sammeln, wie sie eben nur auftreiben konnte, weshalb sie seit der Festnahme des Clubbesitzers seinen Dunstkreis durchkämmte, in der Hoffnung, jede noch so kleine Schandtat des vermeintlichen Gentleman aufzudecken und vorlegen zu können. Der anonyme Brief eines Entführungsopfers, welcher sie auf Jones Spur gebracht hatte, konnte noch immer keinem Absender zugeordnet werden. Durch das belauschte Gespräch zwischen Zachary und Nathaniel Jones hatte sie jedoch zwei Namen aufgeschnappt, und zwar in einem Kontext, der darauf schließen ließ, dass es sich bei einem von ihnen um den Verfasser des Briefes handeln könnte. Den Namen Rowan hatte Natascha keiner Person in der Strafaktensammlung zuordenen können, doch über den zweiten Namen, Valentine, gab es so einige Einträge. Eine gebürtige Südafrikanerin ohne festen Wohnsitz, die öfter mal wegen kleinerer Delikte aufgefallen war, nie aber etwas wirklich schädliches Verbrochen hatte, was nicht durch eine Entschädigungszahlung oder eine saftige Kaution hatte gekittet werden können. Leider war es unmöglich, diese Person aufzufinden, da sie, wie gesagt, keinen festen Wohnsitz und keine bekannten Kontakte hatte...

Bis auf eine Person, und eben diese war wie es schien aus dem Reich der Toten gekommen.
Das Rabbit's Hat wäre zwangsversteigert worden, gäbe es da nicht einen zweiten Inhaber des Ladens, und eben dieser entpuppte sich als eine Person, die schon vor einigen Jahren gestorben war - oder zumindest hatte man dies immer gedacht. Wie es aussah, hatte er sich im Schatten des großen Jones sicher gefühlt, doch nun war er im Mittelpunkt und durfte sein Comeback in Nataschas Büro feiern, denn er war gleich doppelt interessant für die Aurorin. Nicht nur, weil er von Jones offenbar ein großes Vertrauen genoss, nein, auch, weil er zufällig mit Saphira Valentine verlobt gewesen war, bevor er sich dazu entschlossen hatte, zu verschwinden. Er konnte der Schlüssel zu so vielem sein, doch dafür müsste sie erst einmal an ihn heran kommen.

In einem dunkelblauen Etuikleid saß sie an dem massiven Schreibtisch um die Fortschritte in ihren Ermittlungen zu Papier zu bringen, als es an ihrer Tür klopfte. Mit einem Wisch ihrer Hand schwebte alles von der Oberfläche an den jeweils vorgesehenen Platz, sodass ihr Arbeitsplatz sofort aufgeräumt wirkte. Das dunkelbraune Haar hatte die Russin zu einem hohen Pferdeschwanz gebunden, damit es ihr nicht ständig ins Gesicht fiel, und doch löste sich bereits eine erste Strähne, welche sie hinter ihr Ohr klemmte, bevor sie zur Tür sah und den Klopfenden hereinbat.
"Mister Greengrass. Guten Tag, kommen Sie doch herein." Kühl lag ihr Blick auf ihr, als sie ihm mit einer Hand deutete, sich auf einen der Stühle vor ihrem Schreibtisch zu setzen. "Sie dürfen sich setzen." Durch Magie schwebte eine Karaffe mit frischem Wasser auf den Schreibtisch, dicht gefolgt von zwei Gläsern. "Bedienen Sie sich doch." Sobald er sich mit der Karaffe etwas einschenkte, würde sich das Getränk in das verwandeln, worauf er den größten Durst hätte.

Gerade saß sie auf ihrem Stuhl, faltete sorgsam die Hände auf dem Tisch vor sich, ohne den Blick von ihm zu wenden. Er war eine wirklich ausgesprochen attraktive Erscheinung mit seinen dunklen Locken und den dunklen Augen. Sogar eine Krawatte hatte er sich umgebunden, doch es wirkte nicht albern, sondern absolut passend. Eine Schande, dass sich so etwas so lange versteckt hatte. Aber er war nicht gekommen, damit sich Natascha an seinem Anblick ergötzen konnte - er war ohnehin ein wenig zu jung für sie - er war viel mehr hier, um sich einer Befragung zu unterziehen.
"Ich bin froh, dass Sie es so schnell einrichten konnten, Mister Greengrass", raunte sie kalt, während sich bis auf ihre Lippen nichts zu regen schien, "Wie geht es Ihnen? Läuft das Geschäft gut?" Es ließ sich nicht vermeiden, dass ein bitterer Unterton in der letzten Frage lag. Das Rabbit's Hat war eindeutig kein Ort, an dem nur legale Dinge liefen, doch die Person, die dafür verantwortlich gewesen war, war nun festgenommen, und das Geschäft eines Unschuldigen - in diesem Falle Greengrass - konnte sie nicht unter richterlichem Beschluss hochnehmen, denn einen solchen Beschluss würde sie nicht kriegen. Gegen Christopher hatte sie nichts in der Hand...
"Ich hoffe, Sie wissen, dass ich Sie nicht als Verdächtigen vorgeladen habe. Sie können daher völlig entspannt bleiben." Eine unnötige Information, da er nicht unruhig wirkte, sondern auf professionelle Art und Weise sehr gefasst, aber es schadete nicht, dies zu erwähnen. Er sollte nur wissen, dass sie nicht seine Gegnerin war und sie durchaus um die eine oder andere Information feilschen würde. Nicht die feine, englische Art, aber sie war ja auch Russin und keine Engländerin. "Dennoch muss ich Sie darauf hinweisen, dass Sie sich im Falle eine Falschaussage strafbar machen. Haben Sie das verstanden?" Eine Formalität, damit es hinterher keine bösen Überraschungen gab. Wenn er die Smalltalk-Fragen beantwortet und ihre letzte Frage bestätigt hatte, würde sie mit der Befragung beginnen.
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Christopher Greengrass
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BeitragThema: Re: Fragestunde   Mo 30 Jan 2017 - 9:40

Das Büro von Miss Romanova war ganz anders als Chris sich es vorgestellt hatte. Natürlich war er noch nie in der Abteilung für magische Strafverfolgung aufgeschlagen, doch er hatte sich immer vorgestellt, dass das Büro der Chefin voll war mit Suchanzeigen und Waffen. Doch es war ganz anders: moderne Eleganz traf den Stil von vorangegangenen Zeiten. Natasche Romanova saß hinter ihrem Schreibtisch, welcher wohl schon zu Shacklebolts Zeiten dort gestanden hatte. Sie hieß den Tränkebrauer herein kommen und bedeutete ihm mit einem Blick sich zu setzen. Chris ging auf sie zu und gab ihr die Hand. „Ich glaube wir wurden einander noch nicht vorgestellt. Christopher Greengrass.“ stellte er sich vor, knöpfte dann sein Sakko auf und ließ sich in den angebotenen Stuhl sinken. Es war immer besser einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen auch wenn dieser Eindruck mehr gutes Schauspiel war. Sie bot ihm Wasser an und er nahm die Geste dankend an. Die Karaffe hielt Kaffee für ihn bereit und ein Wink mit seinem Zauberstab verwandelte das Glas in eine weiße Tasse. Dampfende Schwaden verbreiteten einen angenehmen Duft von ausgewählten Kaffeebohnen und Chris Nervosität schwand ein wenig.
Er hatte die Frau vor sich noch nie zuvor gesehen, schließlich war er in den letzten Jahren wenig unter Menschen gekommen. Doch er hatte schon das eine oder andere über sie gehört, sie war eine exzellente Hexe, mit wachem Verstand und energischer Raffinesse. Er musste auf der Hut sein, denn schließlich war er hier nicht für ein Kaffeekränzchen. „Kein Problem. Ich möchte helfen wo ich kann.“ erwiderte er ihr und grinste verschmitzt. Ob sie ihm das abnahm? Ihre Worte klangen kalt und bedacht: diese Frau wusste wohl ganz genau wie sie mit ihm umgehen musste. Schon ihre Eingangsfragen ließen erahnen, dass sie auf mehr Informationen aus war, als er ihr geben durfte. „Mir geht es gut. Das Geschäft läuft erstaunlich gut, wenn man bedenkt, dass es eigentlich nicht mein Metier ist. Ich halte mich lieber an die Tränkebraukunst.“ Er nahm an, dass sie das wusste, denn schließlich ließ sich sein Lebenslauf leicht nachverfolgen. Er machte kein Geheimnis um seine Leidenschaft. Auch war es wohl besser so nah wie möglich an der Wahrheit zu bleiben und sie mit kleinen Details zu füttern um in ihr keinen Funken des Misstrauens zu sähen. Chris versuchte sich die Erleichterung nicht anmerken zu lassen die ihn befiehl als klar wurde, dass er nicht als Verdächtiger vor ihr saß. Auf keinen Fall durfte sie merken, dass er sich diesbezüglich seine Gedanken gemacht hatte. „Ich bin mir bewusst, dass sie mich nicht umsonst vorgeladen haben und werde versuchen ihre Fragen gewissenhaft zu beantworten.“ versicherte er ihr. „Ja. Ich habe verstanden.“ Sie konnte somit mir ihrer Befragung fortfahren. Er nahm die dampfende Tasse an sich und nahm einen Schluck des Kaffees, der eine angenehme Temperatur besaß.
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Natascha Romanova
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BeitragThema: Re: Fragestunde   Mo 30 Jan 2017 - 23:22

E
r war höflich und überraschte die Russin fast schon mit dieser vornehmen Art, sich vorzustellen, obwohl sie doch offensichtlich wusste, wer er war, schließlich hatte sie seinen Namen benutzt, um ihn zu begrüßen. Er erwartete vielleicht, dass sie sich nun auch noch einmal vorstellte, doch stattdessen verengten sich ihre Augen ein wenig, und sie wusste nicht so recht, ob dies nun sein Ernst war, wenn er dies denn wirklich erwartete. Vorstellen würde sie sich nicht - da sie seinen Chef oder was Jones für ihn auch gewesen war, verhaftet hatte, ging sie davon aus, dass er ihren Namen kannte. Es war nicht nötig, sich vorzustellen. "Ich weiß", perlte es daher nur leise über ihre Lippen, worauf sie ihm doch ein fast schon süffisantes Lächeln schenkte. Und so schnell und unvorhergesehen dieses Lächeln gekommen war, so schnell war es auch wieder verschwunden.

Er war nicht nur höflich sondern auch noch charmant. Er besaß einen besonderen Charme, mit dem er so manche Frau leicht um den Finger wickeln könnte, doch Natascha war eine zu misstrauische Person, als dass sie in ihm nur den gutaussehenden Gentleman sehen könnte. Sie wusste, dass dieser Mann nicht so sauber war, wie er tat, sie müsste es nur beweisen. Die Halb-Veela hatte die Hoffnung, dass er sich selbst verriet, während er über Zach sprach, doch dafür wirkte er fast schon zu gut organisiert, zu durchdacht. Und doch musste man nur wissen, wo man genau hinhören musste...
Es regte sich etwas in ihrem Gesicht, als der Jüngere erwähnte, die Trankbrauerei wäre eher sein Feld. Hatte sie hier vielleicht etwas gefunden, das sich mit Zacharys Drogengeschäften kombinieren ließ? Das blieb abzuwarten...

"Schön", kommentierte sie knapp sein neu entdecktes Talent als Geschäftsführer, worauf sie nickte, leise räusperte und mit einem nonverbalen Zauber eine magische Feder aus ihrer Schublade schweben ließ. Eben jene tunkte sich selbst einmal in ein offenes Tintenfass, um daraufhin auf einer Rolle Pergament die Befragung mitzuschreiben. "Also, Mister Greengrass. Dann fangen wir mal an."
Sie lehnte sich im Stuhl zurück und legte ihre Hände übereinander auf ihren Schoss, während ihr Blick den hübschen Zauberer zu durchbohren schien.
"In welchem Verhältnis standen Sie zu Zachary Jones? Wann haben Sie ihn kennen gelernt und wie?" Leicht verwoben sich ihre Finger ineinander. "Was wissen Sie über seine dunklen Machenschaften?" Sie hielt die Frage absichtlich breit gefächert, in der Hoffnung, mehr über den ach-so-feinen Mister Jones herauszufinden.
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BeitragThema: Re: Fragestunde   Fr 10 März 2017 - 21:16

Angespannt musterte Chris die Frau vor sich, denn sie schien sich nicht einen kurzen Moment lang in die Karten schauen zu lassen. Er nahm einen weiteren Schluck von seinem Kaffee und wappnete sich für ihre Fragen, die ihn sicherlich in die Enge treiben sollten und ihn zum Schwitzen bringen würde. Sie schien seinem Charme nicht zu erliegen, das hatte er aber auch nicht erwartet, denn Natascha Romanova war sicher nicht zur Chefin der Strafverfolgungsabteilung geworden wenn sie sich leicht beeinflussen ließ. Er wusste nicht genau wie viel er ihr verraten sollte. Sie wollte Antworten auf ihre Fragen und vielleicht sollte er ihr einige davon verschaffen, auch wenn sie nicht der Wahrheit entsprachen. Wahrscheinlich hörte sie dann endlich auf sich in Angelegenheiten anderer einzumischen und Zachary zu verfolgen. Miss Romanova ließ eine Schreibfeder erscheinen, welche anfing einige Notizen auf Pergament zu notieren. Nervös blickte der Zaubertrankbrauer zwischen der Feder und der Frau hin und her, dieses offensichtliche Misstrauen welches wie eine schwere Decke zwischen ihnen hing und schien seine sonst offene und lebenshungrige Art zu belasten. Die Hexe eröffnete die Fragestunde mit einer Frage die er schon auf dem Schirm gehabt hatte als er den Weg ins Ministerium angetreten hatte. „Wir sind Freunde.“ Er betonte das Verb und lächelte verschmitzt. „Dunkle Machenschaften?“ fragte er sie und lachte kurz auf. „Zach ist wahrlich kein Heiliger aber Sie sollten nicht den Fehler begehen und in ihm etwas sehen was er nicht ist.“ Er verschränkte die Arme vor der Brust. „Zachary Jones hat sicherlich schon einige verwerfliche Dinge getan aber er ist nicht der für den sie ihn halten.“ Chris sah Natascha durchdringend an. Er war von ihrer anfänglichen Fragestellung abgewichen. „Ich hab keinerlei Ahnung von Zachary Jones dunklen Machenschaften.“ Er sprach diese Worte aus ohne auch nur einmal mit der Wimper zu zucken. Jahrelanges Versteckspiel hatte ihn zu einem Klumpen unterdrückter Gefühle werden lassen. „Ich kann Ihnen also leider nicht die Antworten geben die sie hören wollen.

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BeitragThema: Re: Fragestunde   Mo 26 Jun 2017 - 21:44

"Doch, können Sie. Wir beide wissen das, Christopher", kam es ungewohnt sanft von der Russin, nachdem der Totgeglaubte vor ihr behauptete, ihr nicht helfen zu können. Er musste einfach mehr wissen, und sie würde dieses Wissen an die Oberfläche bringen. Es konnte nicht sein, dass Zachary Jones einem Mann, der sein altes Leben hinter sich lassen wollte, einfach so und ohne Hintergedanken zu einem neuen Leben verholfen hatte. Wo auch immer Greengrass sich die letzten Jahre herumgetrieben hatte, er schien sich bei Jones sicher zu fühlen, und wenn Natascha eines über den Giftmischer gelernt hatte, dann dass man sich bei diesem nie sicher fühlen konnte, es sei denn, man konnte ihm als Gegenleistung für diese Sicherheit etwas bieten. Loyalität zum Beispiel. Oder ein Talent für Zaubertränke, mit dem man gesegnet war, wie es bei Greengrass der Fall zu sein schien.
"Er ist nicht der, für den irgendein Mitglied unserer magischen Gesellschaft ihn gehalten hatte." Die rauchige Stimme verdüsterte sich etwas, bekam dabei einen bitteren, eiskalten Unterton. "Er ist viel schlimmer." Sie wusste noch längst nicht alles über ihn, aber sie würde es heraus finden. "Überrascht es Sie etwa nicht, dass er seinen eigenen Bruder vergiftet hat? Dafür, dass er Ihr Freund ist, scheint diese Sache Ihr Bild von Jones nicht wirklich verschlechtert zu haben. Sonst würden Sie ihn nicht in Schutz nehmen." Für die Aurorin war die Sache jedenfalls eindeutig. Doch auf die direkte Art und Weise würde sie wohl zu nichts kommen.

"Mister Greengrass. Vor fünf Jahren sind sie spurlos verschwunden und wurden für Tod erklärt. Der Großteil der magischen Bevölkerung hält Sie noch immer für Tod, und ich kann mir denken, dass es Ihnen vielleicht auch ganz lieb ist, wenn es dabei bleibt. Ich habe keinen Grund, Ihr Geheimnis für mich zu behalten."
Ja, sie hatte recherchiert und war zu einigen Erkenntnissen gekommen, und diese Erkenntnisse wollte sie nun gegen den schönen Briten verwenden. "Ich kann allerdings dafür Sorgen, dass Sie ein Leben in Frieden leben können, ein Leben, in welchem niemand Ihre früheren Vergehen ansprechen würde. Ein Neustart, sozusagen. Ich weiß, dank Jones hatten Sie einen solchen schon, aber was hielten Sie davon, ihre Weste wieder rein zu waschen und sich nicht länger verstecken zu müssen?" Geheimnisvoll lächelte sie, während die dunklen Augen durchbohrend auf der Erscheinung des Jüngeren lagen. "Ich kann Ihnen absolute Immunität in Allen Belangen, die mit Jones zu tun haben, gewähren. Sie helfen uns und können gehen. Sie wären frei, Christopher. Klingt das nicht nach einem guten Angebot?" Leicht legte sie den Kopf schief, was in Kombination mit dem Lächeln durchaus unheimlich wirken konnte. Es wäre ein Gewinn für sie, ihn als Spitzel auf ihrer Seite zu haben, aber vielleicht hatte sie ihn dafür noch nicht genug in die Ecke gedrängt.

"Saphira Valentine. Sie war Ihre Verlobte. Haben Sie sie verlassen, weil sie Ihnen auf den Geist ging, oder weil Jones Ihnen mehr bieten konnte als sie es je konnte?", fragte sie nun gerade heraus, doch sie würde diese Frage nicht ohne Erläuterung im Raum stehen lassen. Sie hatte ihre Hausaufgaben gemacht und würde sie nun vor Christopher präsentieren. "Wissen Sie, es ist einfach ein zu großer Zufall. Diese junge Frau schreibt mir einen anonymen Brief, in welchem sie davon berichtet, von Jones Anhängern aufgrund eines Diebstahls gefangen genommen worden zu sein. Sie berichtete in diesem Brief, dass sie entkommen konnte, weil einer von Jones Leuten gezögert hatte, ihr ein Wahrheitsserum zu verabreichen. Aber was für einen Grund könnte man gehabt haben, um zu zögern?" Die dunkel geschminkten Lippen schmunzelten provokant. "Eine gemeinsame Vergangenheit, zum Beispiel?" Ihr Blick senkte sich und kurz betrachtete sie die massive Tischplatte, auf welcher kein Staubkorn zu finden war. "Auch ist es auffällig, dass Valentine in dem Brief jede Person, die sie in den Katakomben unter dem Club gesehen hatte, beschrieben hatte, nur diese eine Person, die gezögert hatte, nicht. Ganz so, als wollte sie diese Person in Schutz nehmen. Und witziger Weise gibt es da in Jones Dunstkreis diese eine Person, die tatsächlich einmal in einer sehr engen Verbindung zu dem Opfer gestanden hatte... Sie, Mister Greengrass. Da haben sich ja wirklich zwei gefunden." Wie eine Königin saß sie auf ihrem Schreibtischstuhl, mit angehobenem Kinn, als wäre Christopher nur ein armer Mann, den sie vor den Scharfrichter bringen würde. "Sie waren dieser Person, habe ich Recht?"
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BeitragThema: Re: Fragestunde   Mi 3 Jan 2018 - 0:51

Ich muss ihnen etwas eingestehen, Mrs. Romanova.“ gab Chris zu und lachte kurz und trocken. „Sie haben meine Biographie wirklich gut auswendig gelernt. Ich verstehe nur noch nicht was sie damit bezwecken wollen.“ Sie kam auf Saphira zu sprechen. Vielleicht würde sie das ein wenig von Zachary ablenken, wenn er sie mit Details aus seinem Privatleben fütterte. „Vielleicht war es beides.“ sagte er. „Saphira ist ein nettes Mädchen, sie hatte etwas Besseres verdient.“ War das die Wahrheit? Zumindest war es die Wahrheit, die sich Christopher versuchte einzureden. Er stutzte als Natascha den Brief erwähnte. Saphira hatte ihn erwähnt und die Schwäche zu der sie ihn verleitet hatte. Warum hatte sie seinen Namen nicht genannt? Zumindest schien Romanova nur aufgrund von Spekulationen zu handeln. „Das letzte Treffen mit Saphira ist Jahre her, wenn sie es genau wissen wollen: sechs Jahre.“ antwortete er ihr. Eine glatte Lüge, aber es erschien Christopher ratsam zu pokern. „Wenn sie ihre Nase in Angelegenheiten steckt, die sie nichts angeht dann muss sie die Konsequenzen tragen. Ich habe mit dieser Frau nichts mehr zu tun und kann Ihnen auch nichts weiter über Zacharys Geschäfte, welcher Art sie auch sein mögen, sagen. Ich habe ein Geschäft zu führen, das ist die einzige Aufgabe, der ich zurzeit in Jones Namen nachgehe.“ Er stützte seine Ellbogen auf seinen Knien ab und beugte sie vor. „Wie sie schon sagten, es ist ein Zufall. Wieso sollte Saphira meinen Namen nicht preisgeben, wenn ich derjenige war, der sie verschont hat? Wenn ich, wie sie sagen, etwas mit Zacharys Taten zutun habe? Das entbehrt jeder Logik. Ich kenne diese Frau zwar nicht mehr, aber die alte Saphira würde so etwas nicht unkommentiert lassen. Sie würde sich nicht durch alte Gefühle aufhalten lassen. Zumal sie heute wohl keinerlei Gefühle mehr für mich hegen dürfte. Wie sie wohl schon wissen, sind sie und ich nicht im Guten auseinander gegangen, was sage ich:  wir sind keinesfalls auseinander gegangen. Ich habe mich einfach tot gestellt.“ Ein weiteres Lachen entkam seiner Kehle. „Ich bin mir nicht sicher ob Saphira überhaupt weiß, dass ich noch lebe. Es ist mir auch reichlich egal. Aber eine Frage hätte ich noch an sie, als Frau sozusagen: Würden sie ihren totgeglaubten Exverlobten, der sich aus dem Staub gemacht hat, verschonen? Ich glaube sogar, dass es ganz anders herum war. Saphira hat erfahren, dass ich noch lebe und sie verlassen habe um mich höherem zu widmen und hat ihnen diese nette Geschichte vorgegaukelt um mir Schaden zuzufügen. Ein netter, nervender Racheakt, nichts weiter. Vertrauen sie niemals betrogenen Frauen.

Sie wollen mich erpressen?“ fragte er leicht amüsiert. Ihre Worte hatten keinerlei andere Bedeutung. „Sie haben nichts gegen mich in der Hand, außer vielleicht dass ich mich eine Weile nicht bei meinen Verwandten gemeldet habe. Ich wusste nicht, dass man für ein schlechtes Verhältnis zu seinen Erzeugern belangt werden kann. Dann wäre die Hälfte der Zauberergemeinschaft hinter Gittern.“ Sie wollte ihn mit einem sorgenfreien Leben ködern, im Gegenzug sollte er ihr belastende Infos über Zachary liefern. Niemals. Welch sorgenfreies Leben konnte sie ihm schon bieten, wenn sein Mentor in Ketten lag? Er war alles was Christopher noch hatte. Er hatte alles für ihn aufgegeben: seine Prinzipien, seine Denkweise, seine Saphira. Es war unvorstellbar Zachary zu verraten. Es war nicht so, dass er es von sich aus nicht nur ablehnte, nein es schien als würde eine höhere Macht ihn davon abhalten. Als läge sein Schicksal nicht mehr gänzlich in seinen Händen, sondern als würde ihm befohlen werden den Mund zu halten. „Sie kennen mich nicht halb so gut wie sie meinen. Sie können so viele Akten über mich gelesen oder angelegt haben wie sie wollen. Angenommen ihre Anschuldigungen gegen Zachary Jones trügen ein Fünkchen Wahrheit: wenn sie mich kennen würden, dann wüssten sie dass ich Jones niemals verraten würde.“

Die Frau ließ nicht locker. Wäre Chris alleine würde er wohl mit den Zähnen knirschen oder sein Unbehagen irgendwie anders ausdrücken. Doch vor ihr durfte er keine Schwäche zeigen. „Sie wissen überhaupt nichts.“ Was bildete sie sich ein? Die Romanova spielte ihre Trümpfe gekonnt aus. „Wenn Sie ihren Job richtig machen würden wüssten sie längst wer Nathaniel Jones wirklich umgebracht hat und würden keinen Unschuldigen hinter Gitter bringen.“ Er beugte sich ein wenig vor und sah ihr tief in die Augen. „Sie denken wirklich, dass sie den Fall geknackt haben oder?“ Sein Blick verengte sich und die nächsten Worte kamen eher leise denn laut aus seinem Mund, fast wispernd stieß er sie hervor. „Was ist wenn sie versagt haben? Wenn der Mörder immer noch frei herum läuft?“ Er musste Zweifel in ihr streuen. „Zachary mag kein unbeschriebenes Blatt sein, aber er ist nicht das wofür sie ihn in Askaban halten.“
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