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 Werwolfhysterie im Ministerium

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Claire Bennett
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BeitragThema: Werwolfhysterie im Ministerium   Mo 31 Okt 2016 - 12:20

Es war einer dieser Tage an dem nichts Besonderes zu passieren schien. Ich steckte seit einer Woche knietief in der Bearbeitung eines Schadensfalls, der an mich herangetragen wurde. Irgendwo in Kent waren vermehrt Werwolfaktivitäten zutage getreten und die Beschwerden rasselten stündlich im Ministerium, und genau auf meinem Schreibtisch ein. Wenn ich nicht gerade des Nachts für Chloe unterwegs war blieb mir tagsüber das Leben als unbescholtene Ministeriumsangestellte, mit den dazugehörigen alltäglichen Problemen. „Mysteriöse Morde erschüttern Dover.“ titelte die Dover´s Weekly, eine Tageszeitung der Muggel, welche fadenscheinige Gründe für die Mordserie dort suchte. Ich schlug die Zeitung frustriert zu und ließ sie auf den Aktenberg vor mir fallen. Eine mir bekannte Person steckte ihren Kopf zur Tür herein. „Hey, Claire. Ich hab hier weitere Post für dich.“ quakte Betty, die mit ihrem wieselhaften Gesicht und der rosafarbenen Halbmondbrille alles andere als adrett aussah. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass sie eine der wenigen war die mich hier wirklich mochten. Die meisten Ministeriumsangestellten, vor allem Frauen, gaben mir des Öfteren zu verstehen was sie davon hielten, dass ich ohne Ausbildung oder Referenzen bei Chloe angestellt war. Ich konnte die abschätzigen Blicke und das Getuschel dennoch über mich ergehen lassen weil ich insgeheim wusste, dass sie einfach nur neidisch waren. „Danke.“ murmelte ich und schenkte ihr ein Lächeln. Die Post bestand zur einen Hälfte aus Anschreiben die an Chloe adressiert waren. Wünsche, Hoffnungen und Anregungen der Bevölkerung, die ich im Namen der Ministerin beantworten musste weil für solche Sachen Chloes Zeit zu kostbar war. Die andere Hälfte bestand, mal wieder, aus Beschwerden. „Werden Sie der Angelegenheit Herr…Nun werden schon Werwölfe von Muggeln gesichtet…Sind sie unfähig?...“ Diese und andere Sätze prasselten auf mich ein und färbten meine Laune noch grauer als sie ohnehin schon war. „Betty?“ rief ich und stand auf um ein Büro weiter meine Kollegin zu Rate zu ziehen. Betty saß hinter ihrem Schreibtisch, eine dampfende Tasse Earl Grey in der Hand. Ihre Brille beschlug, während ich mich an den Türrahmen lehnte und mein Anliegen erklärte. „Es geht um den Kent Fall. Anscheinend sind die Leute vom Fangkommando immer noch nicht aktiv geworden. Wer ist denn da zuständig für Werwölfe?“ fragte ich sie. Normalerweise wurden die Beamten vom Ausschuss zur Beseitigung gefährlicher Geschöpfe sofort rege wenn Anzeichen auf einen Werwolf außer Rand und Band aufkamen. Betty ließ eine Pergamentrolle heranschweben, die sich dann vor ihr entrollte. „Ah. Da haben wir das Problem. Die sind unterbesetzt.“ antwortete sie und die Rolle wickelte sich wieder auf. „Und das soll nun die Lösung sein?“ sagte ich mehr zu mir selber. Betty zuckte mir den Schultern. „Keine Ahnung, Claire. Aber es wäre besser wenn du das Problem schnell aus der Welt schaffst.“ Mit diesen Worten widmete sie sich wieder ihrem Tee und der neusten Ausgabe des Tagespropheten. „Na vielen Dank.“ flüsterte ich und machte mich mit schnellen Schritten auf den Weg den Verantwortlichen für diese Misere zu finden.
Die Abteilung zu der ich musste lag nicht weit entfernt von der Zentrale des Ministeriums, in der ich arbeitete. Eine kurze Fahrt mit dem Aufzug und ich stand im vierten Stock: Magische Geschöpfe. Ich strich über meinen dunklen Rock und ging dann mit sicheren Schritten den Gang entlang. Aus manchen Zimmern erklang furchteinflößendes Gebrüll, Flüche und ein „Verdammtes Mistvieh!“, diesmal als ein menschlicher Laut. „Kann ich Ihnen helfen?“ fragte ein griesgrämig aussehender Mann mit Augenklappe, der aus einem anderen Zimmer kam. Er ließ seinen Blick abschätzig über mich wandern. „Ja, ich komme aus der Zentrale. Es liegen mehrere Beschwerden vor, wer ist hier bei Ihnen für Werwolfmorde zuständig?“ Der Mann kramte in den Taschen seines dunklen Mantels und förderte eine Tabakpfeife zutage, auf der er dann anfing zu kauen. „Das war bis vor Kurzem mal Billy, der ist tot. Tja, das passiert wenn man zu wenig Männer bereit bestellt bekommt. Pfui Teufel mit der Sparerei.“ Ich rollte mit den Augen, war ich denn hier die Einzige die sich um den Fall zu kümmern schien? Ich wartete, bis der Einäugige weiter sprach. „Wir haben einen Neuen, McMahon. Versuchen Sie es mal bei dem. Dritte Tür, rechts. Vielleicht haben Sie Glück und er ist nicht gerade auf Patrouille.“ Mit diesen Worten schien er sich verabschiedet zu haben, denn er stampfte den Gang weiter hinunter. Seufzend wandte ich mich an die Tür, die mir gezeigt worden war und klopfte an.
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Warrick McMahon
Mitarbeiter - Ausschuss zur Beseitigung gefährlicher Geschöpfe
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BeitragThema: Re: Werwolfhysterie im Ministerium   Mo 31 Okt 2016 - 16:13

Warrick war noch nicht lange beim Ministeriumsausschuss für die Beseitigung gefährlicher   Geschöpfe, und noch kürzer arbeitete er in der Abteilung für Werwölfe. Es hatte seine Kollegen im vierten Stock nicht viel Zeit gekostet, die Inkompetenz des neuen Mitarbeiters zu bemerken, und wahrscheinlich wäre er schon längst gefeuert worden, wenn seine Arbeitsmoral (beziehungsweise ihr Fehlen) nicht so in sehr mit der Einstellung der anderen Mitarbeiter auf der vierten Etage harmonisiert hätte.

Vor langer Zeit hatten die tapferen Hexen und Zauberer, die sich in ihrem Alltag mit gefährlichen magischen Wesen befassten und dem Tod quasi zweimal täglich noch vor dem Nachmittagstee ins Auge blickten, sich nicht nur einen Ruf als besonders tapfer und mutig erarbeiten, sondern auch noch als Helden. Bücher wurden über sie verfasst, die Zeitungen berichteten am laufenden Band über die neuesten Fortschritte auf dem Gebiet der Ghulbeseitigung (und wenn es keine Fortschritte gab, brachte man in der nächsten Aufgabe ein Interview mit dieser furchtlosen Elite, wo die Helden über Vampire, Kelpies und ihre Lieblingsbesen sprachen).

Mitarbeiter in dieser Abteilung waren überall gern gesehen. Wenn sie eine Kneipe betraten, hatte man keine Angst, in ihrer Gegenwart ganz offen über das konstante Versagen des Ministeriums zu wettern, immerhin waren sie nicht schuld daran. Sie kümmerten sich um das Wohlergehen der Bevölkerung und lebten mit einem Bein im Grab, damit alle anderen Bürger so weit entfernt von letzterem leben konnten, wie es ihnen beliebte. Kurzum, die Angestellten im Ministeriumsausschuss für die Beseitigung gefährlicher Geschöpfe (A.i.M.f.d.B.g.G.) erfreuten sich allgemeiner Beliebtheit – bis der Krieg kam.

Seit der legendären Schlacht von Hogwarts, wo magische Geschöpfe den Krieg entscheidend in die richtige Richtung lenkten, war es deutlich schwerer geworden, unliebsame Störenfriede einfach umzubringen. Diplomatie war das Stichwort. Diplomatie, Toleranz, und nach Möglichkeit Umgehung von letalen Vorfällen. Diese drei Regeln hingen in großen  Lettern in jedem Büro des vierten Stocks, stumme Mahnungen die mit furchtbaren Konsequenzen drohten und die jeder Popularität dieses Berufes endgültig zunichtemachten, was ferner zur Folge hatte, dass die Abteilung zwar nicht aufgelöst wurde, sich allerdings deutlich verkleinerte und nicht nur eine große Mitarbeiteranzahl, sondern auch noch das meiste ihrer Kompetenz verlor. A.i.M.f.d.B.g.G. waren zwar nicht grundsätzlich schlecht in ihrem Job, vertraten aber oft die einfache Ansicht Wenn ich mich um einen Vorfall kümmern kann, wieso dann nicht auch ein anderer? Wieso kümmern die Menschen sich eigentlich nicht selbst um ihre Probleme? Mich stört ein frei herumlaufender, wilder Werwolf ganz sicher nicht, hier in meinem gemütlichen Büro. Außerdem regnet es draußen, und ich habe keinen Schirm dabei. Vielleicht morgen. Spätestens aber nächste Woche. Generell hingen die Angestellten auf der vierten Etage herum, tranken viel Kaffee, und immer wenn die Meldung von irgendeinem die Abteilung betreffenden Ereignis hereinkam, wurde ausgewürfelt, wer sich damit befassen musste.

Warrick konnte nicht von sich behaupten, dass er ein Befürworter der Beseitigung von gefährlichen Geschöpfen war. Aber ein Job war ein Job, und eine der ersten Lektionen die er gelernt hatte seit man ihn eingestellt hatte bestand in der simplen Erkenntnis, dass ein Pazifist nicht sehr weit kam. Der Flur der Abteilung für die Beseitigung gefährlicher Geschöpfe (A.f.d.B.g.G.) war vollgepflastert mit Fotos von ehemaligen Kollegen, die in der Ausübung ihrer Arbeit verstorben waren. Die Todesursache lag meistens darin, dass jemand versucht hatte, dem netten entlaufenen Feuersalamander eine Tasse Tee anzubieten.
Billy Moreno war kein Pazifist gewesen, dafür aber ein begeisterter Sammler. Er hatte Muggelwaffen gesammelt. Jedes Mal, wenn Warrick in seinem Büro gewesen war, war er unweigerlich zusammengezuckt, da Billy die Angewohnheit besessen hatte, mit einer Schusswaffe auf jeden Gebietseindringling zu zielen. Mehr als einmal hatte Warrick direkt in einen Gewehrlauf geblickt.
Leider hatte niemand je die Zeit gefunden, Moreno zu erklären, dass die Munition ausgehen konnte. Als Billy den Werwolf, der ihm zugeteilt worden war, endlich konfrontiert hatte, hatte er dies auf die harte Art feststellen müssen. Warrick hatte um den alten Herrn getrauert, weil Billy immer ein nettes Wort für ihn übrig gehabt hatte, und dann hatte seine Trauer sich erst in Verzweiflung und dann in Resignation verwandelt, weil nach Billys Tod ihm der ungelöste Fall zugeschoben wurde.

Seine Schwester Meadow wiederum hatte geradezu glücklich gewirkt, als Warrick ihr von den Neuigkeiten erzählte. Erst hatte er vermutet, sie sei es leid, mit ihm bei allen Fällen zusammenzuarbeiten, weil ihm als Neuling noch kein eigener Fall zugetraut wurde. Dann war ihm aufgegangen, dass Mads einfach nur keine Lust hatte, sich selbst mit dem Werwolf zu befassen, so wie sie sich früher auch schon immer geweigert hatte, die Drachen ihrer Mutter zu füttern, und diese Aufgabe ebenfalls Warrick und seinem Zwillingsbruder Hubertus zugefallen war.
Im Moment war Meadow zum fünften Mal an diesem Tage beim Kaffeeautomaten, vielleicht, weil Janice Johnson, Abteilungsleiterin, ausnahmsweise im Haus war, wie immer grenzenlos schlecht gelaunt und nur zu gern bereit, jedem, der ihr über den Weg lief, einen weiteren Auftrag aufzuhalsen. Johnson vertrug außerdem kein Koffein und hielt sich deshalb von dem Automaten fern.
Warrick war also derzeit allein, und hatte es gerade geschafft, sämtliche Stifte im Büro als Turm aufeinanderzustapeln, als es an der Tür klopfte. Der junge Mann zuckte zusammen, woraufhin der Turm in sich zusammenfiel und die Stifte auf Schreibtisch, Boden und Warrick selbst fielen. Hastig sammelte er die Schreibutensilien auf, die er auf die Schnelle erreichen konnte, wollte dann seine Krawatte zurechtrücken und stellte erst im letzten Moment fest, dass er sich derer schon vor ein paar Stunden entledigt hatte, gab den Versuch, sein Erscheinungsbild zu verbessern, auf, und sagte laut „Herein“.
Eine junge Frau mit dunklen Haaren betrat den Raum. Zu Warricks Erleichterung war die Frau nicht die Abteilungsleiterin in der Absicht, ihm noch mehr Arbeit zu verordnen, sondern vielmehr…wer? Warrick war sich zu 70 Prozent sicher, dass sie nicht in seiner Abteilung arbeitete. Er musterte sie erneut, und seine Überzeugung stieg auf 90 Prozent. Kleidung, die definitiv niemand in seiner Arbeit tragen würde, aus dem einfachen Grund, das Röcke und Schuhe mit Absätzen schrecklich unpraktisch sein konnten, wenn man jemanden verfolgte / vor jemandem weglief. Vielleicht also jemand, der Johnsons rare Anwesenheit hier nutzen wollte.
„Falls Sie mit Johns- Miss Johnson sprechen wollen, deren Büro ist drei Zimmer weiter“ sagte er also auf gut Glück. „Hier sind Sie beim derzeitigen Fangkommando Schrägstrich…was auch immer es ist, das meine Schwester im Moment macht. Die Berufsbezeichnungen hier wechseln täglich, weil niemand für irgendetwas zuständig sein will.“ Inklusive Warrick selbst, aber diesmal war er zu 100 Prozent sicher, dass es keine besonders gute Idee war, das zu erwähnen.
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Claire Bennett
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BeitragThema: Re: Werwolfhysterie im Ministerium   So 20 Nov 2016 - 14:12

Ein lautes "Herein" gab mir das Zeichen die Tür zu öffnen und einzutreten. Ich hatte einen ebenso kauzigen, wie gerissenen Ministeriumsangestellten erwartetet, wie es der Mann zuvor gewesen war, doch dann erblickte ich einen jungen Mann, der hinter einem Schreibtisch saß. Er war umgeben von allerlei Schreibutensilien, die verstreut auch auf dem Boden lagen. Was war denn hier geschehen? Meine Mundwinkel zuckten ein wenig, ich verbarg ein Lächeln, schließlich ging es hier um Wichtigeres als die Dekoration seines Schreibtisches. "Guten Tag, Mr. McMahon." Ich trat ein paar Schritte näher an seinen Schreibtisch heran. "Ich bin Miss Bennett." Ich reichte ihm meine Hand zum Gruß. Warum war er mir nie aufgefallen? Schließlich mussten wir ungefähr im gleichen Alter sein und im Ministerium waren Personen meines Alters ziemlich rar gesäht. "Wenn Sie für illegale Werwolfsaktivitäten zuständig sind bin ich genau richtig. Ich komme aus der Zentrale. Mir liegen mehrere Beschwerden wegen eines unbearbeiteten Auftrags vor." Ich warf die Akten, welche ich die ganze Zeit über in Händen gehalten hatte vor ihn auf seinen Schreibtisch. Dann setzte mich ohne Aufforderung in den Sessel, welcher Teil einer kleinen Sitzgruppe war, die in einer Ecke des Raumes stand. "Wer war dafür verantwortlich? Der Auftrag wurde schon vor Monaten an ihre Abteilung vergeben und der Wolf ist immer noch am wüten!" Ich versuchte sachlich zu bleiben, denn schließlich war er neu und wahrscheinlich überfiel ich ihn gerade mit derlei Neuigkeiten. "Das muss nun höchste Priorität haben. Die Menschen dort sind aufgebracht. Es bedarf weiterer Vorgehensweisen um das wieder in den Griff zu bekommen. Der Werwolf muss unschädlich gemacht und die Bevölkerung obliviiert werden. Sie glauben nicht welche Hysterie dort ausgebrochen ist." Gespannt wartete ich auf eine Reaktion des Mannes vor mir, ich hoffte, dass er nun alle Hebel in Bewegung setzten würde um diese wölfische Katastrophe zu beenden. "Ich weiß, dass Sie neu sind aber ich bitte Sie diese Sache ernst zu nehmen. Natürlich werden Sie Verstärkung bekommen, dafür sorge ich." Ich überschlug meine Beine und wartete ab, während McMahon in den Akten stöberte.
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