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 [Hauptplot] Von Monster zu Monster

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Jill Bray
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BeitragThema: [Hauptplot] Von Monster zu Monster   Sa 27 Aug 2016 - 21:06

NPC - Steuerung : Jeffrey Torres





Jeffrey war von sich selbst überrascht. Er hatte sich nie Gedanken darüber gemacht, wie er reagieren würde, falls ihn ein praktisch Fremder nachts gegen halb drei über einen Friedhof schleifen sollte, aber etwas sagte ihm, dass ein wenig mehr Panik durchaus angebracht wäre.
Vielleicht fehlte ihm da der gewisse Funken Überlebensinstinkt. Vielleicht war es das, was mit der Entfremdung von der Natur und dem ganzen anderen Ökogequatsche gemeint war. Und vielleicht hatte er in seiner Eigenschaft als moderner Mensch und Zögling einer übersättigten Industrienation einfach den richtigen Moment zum Losreißen und Weglaufen verpasst. Oder zur Flucht nach vorn, mit geballten Fäusten. Jeffrey duellierte sich nicht besonders gern. Andererseits gruben sich da vier Fingernägel tiefer und tiefer in sein Handgelenk und jedes Mal, wenn er stolperte, wurde er grob vorwärtsgerissen. Behutsam zog er seinen Arm näher an den Körper, nur versuchsweise.  Den Ruck, der darauf folgte, spürte er bis in die Schulter.
„Was soll das?!“, murrte er, nur um seinen Atem stoßweise gehen zu hören. Eine Antwort bekam er nicht.
In seiner linken Seite nistete sich langsam aber sicher ein Ziehen ein. Sein Herz hämmerte. Abseits des Hauptweges war es so dunkel, dass er kaum den wippenden Pferdeschwanz vor sich sehen konnte. Selbst wenn man ihn jetzt losließe, den Weg zurück zum Ausgang würde er kaum allein finden – selbst wenn er geflohen.  
„Das ist nicht mehr lustig…“, keuchte er, als sich das Tempo endlich verlangsamte.
Keinen Wimpernschlag später blickte er in ein glänzendes Augenpaar, das so nah und so plötzlich direkt vor seinem Gesicht auftauchte, dass er gar nicht anders konnte, als der Anderen direkt in die Arme zu stolpern. Für einen Atemzug standen sie sich so eng gegenüber wie zwei Liebende und starrten einander in die Augen. Dann wurde er wieder gepackt und es ging weiter, links und rechts und wieder links, zwischen Gräbern hindurch und auch über das ein oder andere hinüber. Zumindest ging er davon aus, dass es die steinernen Begrenzungen waren, an denen er hängen blieb. Zweimal fiel er hin, zweimal wurde er weitergezerrt, einmal klirrte Glas unter seinen Füßen. Er streifte Buchsbäumchen und eine dornige Hecke, als er sich nicht rechtzeitig duckte. Um kein Geräusch von sich zu geben, biss sich auf die Lippe und schmeckte Blut. Hilflos wand er seinen Arm in dem eisernen Griff.  
Die Hand zog sich nur fester zu und auf die erste Dornenhecke folgte eine zweite. Jeffrey zog den Kopf ein, wurde jäh nach rechts gezogen, verlor um ein Haar das Gleichgewicht und stieß gegen etwas Hartes, so schnell, dass er den Schmerz an der Hüfte erst ein paar Schritte weiter wahrnahm.
„Es tut mir Leid, okay?“
Niemals hatte er gedacht, dass diese zierliche Gestalt so eine immense Kraft aufbringen konnte. Niemals hatte er vermutet, dass er sich von einer Frau so dominieren lassen musste, doch es war nicht nur die Körperkraft, die man dem anderen Körper gar nicht ansah, sondern die Präsenz die von den toten Augen ausging, die ihn einschüchterte.
Er wollte nicht hier an diesem verlassenen Ort sterben. Er wollte noch einmal seine Frau küssen und seinen Töchtern beim Einschlafen zusehen. Er wollte noch ein einziges Mal neben dem Menschen aufwachen, den er über alles liebte und sich mit seinen Geschwistern kabbeln, wenn sie wieder alle vereint an der großen Tafel seines Elternhauses saßen. Sollte es denn wirklich schon vorbei sein?
„Bitte!“
Er stemmte mit aller Kraft die Fersen in den Boden und verlagerte sein Gewicht nach hinten. Einen Moment lang verschwand der Druck um sein Handgelenk und er sah sich vor seinem geistigen Auge schon rückwärts purzeln, doch nichts dergleichen geschah. Er blieb stehen und der Druck kam zurück, stärker als zuvor. Jeffrey öffnete den Mund, um als letzte Maßnahme an den gesunden Menschenverstand zu appellieren, doch es wurde nur ein gieriges Einsaugen der kalten, moosigen Luft daraus, als die Gestalt blitzschnell herumfuhr und er den Zauberstab in ihrer Hand sah.

Übertrieben, du hast es verflucht nochmal übertrieben!

Weiter zurück ging es nicht – er stand nur Meter von einer Mauer entfernt. Sie standen. Vor sich konnte er schemenhaft Kopf und Schultern der Anderen ausmachen.
Der Zauberstab sprühte Funken und noch ehe er etwas hatte sagen können, spürte er den gleißenden Schmerz in seinem Gehirn und brach schreiend zusammen. Es war als würde sich etwas Kleines, Lebendes mit spitzen Krallen durch seine Nerven graben – darin herumwühlen und sich an seinen Schmerzen ergötzen. Als würde es fressen…

„Es wird schon bald vorbei sein“, vernahm er eine leise, sehr zischende Stimme, die klang wie Säure, die auf Glas tropfte.
Der Schmerz wurde unerträglich und irgendwann wurde sein Bewusstsein einfach von Trostlosigkeit und Leere verschluckt.





„Du weißt was du zutun hast oder?“
Jeffrey nickte zum dritten Mal, soweit er konnte. Es fühlte sich an, als habe jemand eine Schraube in seinen Nacken gedreht. Der Fremde aber schien es zu genügen. Es widerstrebte ihm sich zu bewegen und er konnte sich nicht bewusst entscheiden, ob seine Füße wirklich gehorchen sollten.
„Sobald du deine Aufgabe erledigt hast, darfst du wieder gehen wohin du willst!“
Obwohl Jeffrey ihr kein Wort glaubte, machte er wie ferngesteuert den ersten Schritt nach vorn. Es wurde leichter je näher er dem Päckchen kam, und als er es schließlich in der Hand hatte und das kühle, glatte Papier betastete, fühlte er sich seltsam erleichtert. Er stieg auf den flachen Grashügel, atmete einmal tief durch lief so schnell ihn seine Füße trugen zurück in die Zivilisation. Ohne dass er wirklich genau wusste wohin die Fracht ging, fanden seine Füße von alleine dem richtigen Weg, als wären sie ferngesteuert.
Erst als er den bekannten Weg in die Nokturngasse erkannte, konnte er sich vorstellen was ihn zu erwarten hatte und er konnte sich nur mit Mühe und Not ein tiefes Seufzen verkneifen.
Seine Haut kribbelte, sein Herz schlug wild und seine Füße gingen weiter wie ferngesteuert auf einen kleinen Laden zu, der wirkte, als hätte er schon viele Jahre nicht mehr in Betrieb gestanden. Jedoch führten ihn seine Schritte genau dort hinein und als er an der Tür zog, war er plötzlich gar nicht mehr überrascht, dass diese sehr leicht aufging und er in das Innere einem Antiquitätsladen trat.
Am Tresen stand ein anderer Mann, der Augenscheinlich etwas mit den Ladenbesitzer besprach und sich leise und flüsternd mit ihm unterhielt. Jeffrey ging auf die beiden zu, auch wenn sein Herz immer schneller schlug und eine Stimme in ihm schrie dass dies alles hier falsch war, zog er seinen Zauberstab und sprach mit einer merkwürdigen Stimme:
„Avada Kedavera.“ Das grüne Licht schoss aus seinen Zauberstab heraus und fuhr in den Rücken des Mannes, der tot auf den Tresen zusammenbrach und nun freie Sicht auf ihn gab. Wieder erklang die kratzige, doppel unterlagerte Stimme, die er nicht als seine eigene identifizieren konnte. „Melark… dich habe ich gesucht.“
Er trat trotz seiner Angst auf den Mann zu, der eindeutig nicht menschlich war und legte das Päckchen auf den Tisch. Auf den braunen Papier lag ein kleiner Zettel auf dem: Jvr gerssra haf nz 01.04. hz Ahyy Hue va qre One Mhz Fpuynpuubs -  dein Ausweis liegt im Paket. Zeig mir was du kannst stand.
Dann hörte er ein Lachen in seinen Kopf und schrie gellend auf, als seine Haut an mehreren Stellen zerplatzte und Blut auf das Glas der Vitrinen klatschte.

Sie hat mich belogen…

Der tote Körper brach in seinem eigenen Blut zusammen, das in die Rinnen des alten Holzes floss und wirre Muster zeichnete, die den letzten Lebenswillen, des einst so stolzen Mannes in die Unterwelt trugen.
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Julian Melark
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Von Monster zu Monster   So 11 Sep 2016 - 20:33

Die Finsternis seines Ladens, die Schatten an den Wänden und die gelb leuchtenden Augen die unter der schwarzen Kapuze hervor stachen, verwandelten seinen Antiquitätenladen in ein einziges Gruselkabinett. Schwarz magische Gegenstände rings herum in jeder Vitrine, einer gefährlicher als der andere. Es brannte so gut wie kein Licht, abgesehen von nur einer einzigen Kerze die weit hinter der Theke aufleuchtete und einen guten Orientierungspunkt für Besucher abgab. Seine magere finstere Gestalt hielt sich im Schatten seines Ladens auf und wartete wie eine Spinne in ihrem Netz auf neue vielversprechende Kunden.

Das helle Licht das in der Ferne den Himmel erleuchtete und vermutlich für all die merkwürdigen Ereignisse in der Zaubererwelt verantwortlich war, weckte seine Neugierde. Eine Macht von unglaublicher Größe und unbegrenzten Kräften wartete nur so darauf entfesselt und auf einen Zauberer wie Melark übertragen zu werden. Diese Macht war dazu bestimmt die Restauration der Welt voranzutreiben, schon bald würde er in einem Strom von fließendem Blut schwimmen, während die Welt unter seiner Magie ihr Ende findet. Mit dieser Magie könnte er Chloe endgültig und ein für alle Mal ein Ende bereiten und dann unter seiner eigenen Flagge loyale und zuverlässige Anhänger sammeln die es würdig waren, die neue Welt zu regieren. Diese Macht war ein Zeichen, ein Wegweiser der ihn, Julian Melark zu einem Gott werden ließ. Doch nur ein Narr ließ sich dazu verleiten ohne jegliche Vorbereitung und den Preis zu kennen, sich auf eine derartige Macht zu zu bewegen. Daher recherchierte er unentwegt nach einer ähnlichen Begebenheit die vor sehr sehr langer Zeit gewesen sein musste. Sein gesamtes Informationsnetzwerk innerhalb London und im Ministerium war darauf aus, ihm Informationen darüber zu bringen und reich belohnt zu werden. er hatte jedem seiner Informanten eine vorzügliche Belohnung versprochen, falls ihm jemand Informationen zur Besitzergreifung dieser Macht bringen könnte. Seine Augen studierten die meisten Geschichtsaufzeichnungen und suchten nach etwas was auf diese Prophezeiung passen könnte. Aber so sehr er sich auch bemühte, er fand rein gar nichts. Es gab keinerlei Aufzeichnungen in seinen Büchern, was nur bedeuten konnte, dass es noch ein anderes Buch geben musste, in dem diese Informationen enthalten waren. Ein solches Ereignis war unmöglich an den Historikern der Urzeiten vorbeigegangen. Für ihn war nur eines klar, es war ein tausendjähriges Ereignis, dass in immer wiederkehrenden Perioden zurückkehren musste. Das war seine Vermutung und der ging er sehr sehr sorgfältig nach. Er konnte sich irren, aber selbst wenn das der Fall war, war er sich absolut sicher, dass er schon bald die richtigen Antworten finden würde. Denn nur er war dazu auserwählt worden, als Todesgott dieser Welt eine Macht zu erlangen die es ihm ermöglichte über ganze Massen von Menschen zu urteilen. Dann könnte er einen offiziellen Anspruch darauf erheben zu bestimmen wer Leben und wer sterben soll. Der unbrechbare Schwur wäre machtlos gegen eine Magie die weitaus älter war, eine Urmagie die selbst das Wetter beeinflusste.

Nur wenig später wurden seine Gedankengänge durch die aufgehende Tür gestört. Sofort verzog er sich noch tiefer in den Schatten, als ein groß gebauter stämmiger Mann ins schwache Licht vor den Thresen trat und nach Melark rief. Mit der Geschwindigkeit eines Vampir erschien er wie aus dem nichts hinter der Theke und musterte den großen glatzköpfen Mann an, der direkt vor ihm stand.
Seine Pupillen verengten sich als er dem großen Mann ins Gesicht sah. Er spürte die Angst die diesen Mann durchzog und das obwohl er Julian jetzt bereits seit vier Jahren gute Dienst leistete. Sein Name war Ruklesch, ein Zauberer aus der Unterwelt der unter dem von Julian im Rabbits Hat immer und immer wieder nach neuen Informationen suchte. Bisher hatte er stets seine Arbeiten loyal und zuverlässig durchgeführt, dennoch war er ein ziemlich Schwachkopf mit dem Gehirn einer Fliege. Lediglich sein breiter Körperbau und seine Muskeln machten ihm zu einen sehr             furchteinflößenden Zauberer dem man nicht so schnell in die Arme laufen wollte. Ruklesch holte sich die Informationen von seinen Informanten und trug diese dann Julian zu, ohne weitere Fragen zu stellen.
"Melark" sagte er mit Angst in der Stimme und als wäre das noch nicht genug, konnte Julians hochempfindliche Nase, den ekelhaften Geruch von Schweiß an ihm wahrnehmen. Seine Angst ließ ihn nervös werden und konspirieren. Es war schon beeindruckend was eine kleine Demonstration von Julians Art zu foltern bei Menschen in seinem Umfeld bewirken konnte. Mit einem Mal nannten sie einen Meister oder Herr oder Lord. Schleimige kleine Arschkriecher die selbst es in ihrem Leben versäumt haben sich Respekt und Macht anzueignen.

"W-W-Wir konnte keinerlei Informationen wegen diesen seltsamen Ereignissen finden." der Mann sah zu Julian, dass Zittern in seinen Knien und die nervösen Bewegungen seiner Hände, waren nicht zu übersehen. Nur ein Blinder hätte diese offensichtlichen Zeichen nicht bemerkt. Julian genoss es seine Leute in Angst leben zu lassen. Unwissend darüber wann ihr letztes Stündlein geschlagen hat, aus diesem Grund schwieg Julian für einen Augenblick um die Angst in den Augen seines Informanten noch ein wenig länger zu genießen.

"Wieso bist du dann hier?! Doch nicht etwa nur um mir das zu sagen?", zischte Julian fragend und sah ihn mit seinen gelb leuchtenden Augen nun noch eindringender an, seine bleichen Hände mit den langen schwarz-grünlichen Fingernägeln kamen aus den langen Ärmeln hervor und näherten sich dem Holz der Theke, wo er mit der Spitze seines Fingernagels darüberkratzte, nur um ihn noch nervöser zu machen.

"N-n-nein...ich ...also ..ich..Randell wurde verhaftet...w...w..w.e weil er irgenwas an jemanden vertickt hat.", Stille trat ein, ein schweigendes Bekenntnis von Unzufriedenheit und unglaublichen Hass. Ruklesch hatte die Verantwortung dafür zu sorgen, dass er endlich aufhörte unüberlegte Geschäfte zu machen. Leise und unbemerkt glitt seine Hand zu seinem Zauberstab, um Ruklesch eine Lektion zu erteilen, eine die er nicht vergessen würde, weil sie so schmerzhaft war, dass er Tage brauchte um sich davon wie auch nur ein klein wenig zu erholen. Randell war keine Gefahr und es gab keine Verbindung zu Julian, dass Ministerium konnte ihm also nichts anhaben und würde auch niemals auf seine Spur kommen. Selbst wenn er Ruklesch verraten würde, würde er nichts davon beweisen können und darauf kam es doch in diesem heuchlerischen System an nicht wahr? Die Beweise vorzuzeigen, unschuldig bis die Schuld bewiesen ist.

"DU NARR! Du dummer verdammter dreckiger Hohlkopf hast versagt, dafür werde ich dich bestrafen müssen."
"Aber Herr, bitte nicht..bitte, ich will es nicht durchmachen müssen, bitte habt Gnade mit mir...ich...ich ...ich werde alles tun um es wiedergutzumachen."
"Sicher wirst du das, aber du verstehst doch sicher, dass ich dich dafür dennoch bestrafen muss. Immerhin hast du elendig versagt, du Wurm! Du hättest ihn töten sollen als du die Gelgenheit dazu hattest."
"Mein Herr...bitte ich bringe euch weitere Informationen die euch gefallen werden, ich verspreche es."
"Sicher wirst du das, aber nicht heute und nicht jetzt. Es ist schon viel zu lange her, dass ich die Schreie des Schmerzes gehört habe, zusehen durfte wie jemand sich am Boden herumwälzte, weil seine Muskeln sich alle innerlich zusammenzogen vor lauter Schmerzen. Ich will sehen, wie du den Mund vor Schmerzen nicht mehr zukriegst, wie viel du aushalten kannst. Die menschliche Argonie ist so befriedigend, es ist als ob man brennen würde. Ich will dich brennen sehen, so sehr....solange schon durste ich danach jemanden brennen zu sehen. Ransley war nicht genug...ich brauche es."

ein krächzendes Lachen kam aus Julians Mund, aber noch bevor er um den Theke herumgehen konnte, trat eine weitere Gestalt ein und sofort wurde es still um Julian herum. Er befahl mit einer Geste Ruklesch dort stehen zu bleiben und sich keinen Deut zu rühren. Ehe Ruklesch reagieren konnte, schoss ein grüner Blitz auf ihn zu und schleuderte ihn seitlich zu Boden, die Farbe entglitt seinem Gesicht und es war als ob die Seele durch seine Augen ins Nichts verschwinden würde.
Sofort sah Julian auf und hatte seinen Zauberstab bereit, um denjenigen zu töten, der es wagte hier einzudringen. Doch als der Mann sich näherte und ein Paket auf der Theke abstellte, sah er ihn mit seinen gelb leuchtenden Augen analysierend an. er kannte seinen Namen und schien sehr informiert zu sein und trotzdem schien er keine Andeutungen zu machen auch Julian anzugreifen. Dennoch blieb Melark misstrauisch und versuchte herauszubekommen was er im Schilde führte.

Die Anweisungen auf dem Zettel waren eindeutig verschlüsselt und gerade als Julian versuchen wollte einen Sinn in den Worten zu finden, schrie der Mann gellend auf. Seine Haut zerplatzte und Blut sprudelte zu allen Seiten auf seine Vitrine. Ein Hochgenuss für den Vampir, der den Geruch von Blut und die leidende Art des Opfers liebte. Dennoch kam eine unbändige Wut darüber in ihm auf, dass jemand so einen Dreck in seinem Laden verursachte. Dennoch empfand er es als einen sehr sehr interessanten Schachzug, der seine dunkelsten Züge befriedigte. Eine sehr faszinierende Handschrift die nur jemand ohne Skrupel haben konnte, ohne jegliche Angst oder heuchlerischen moralischen Vorstellungen einer Gesellschaft die sich nur Vordergründig zivilisiert verhielt.
Er war fest entschlossen diese Botschaft zu knacken und dieses Päckchen zu öffnen, doch vorher musste er die Leiche beseitigen und jenes Paket auf schwarz maische Flüche prüfen. Erst dann war es an der Zeit den Code zu knacken und der Person die dahinter stand zu begegnen. Jemand der eine solche Show ablieferte interessierte Julian, auch wenn das womöglichen einen sehr mächtigen Gegner bedeutete.

Ohne weiter darüber nachzudenken kümmerte er sich um die Leiche und die Blutflecken, ehe er mit dem Paket und der Botschaft in einen Raum hinter der Theke verschwand um dort allein und seelenruhig zu arbeiten.


Zuletzt von Julian Melark am Do 27 Okt 2016 - 11:02 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Von Monster zu Monster   Di 4 Okt 2016 - 16:52

Das unerklärliche Präsent..-

Als Julian das Päckchen auf dunkle Magie überprüft stößt er auf einen uralten, schwarzmagischen Fluch, der einen Menschen von innen heraus tötet. Langsam würden die Organe sich selber zersetzen und zum sicheren Tod führen – jedenfalls stand dies in den Büchern.
Trotz seinem Misstrauen löst sich das bräunliche Papier langsam, jeden Tag ein wenig mehr in sich selbst auf... und es deutete alles darauf hin das der Fluch dann ausbrechen würde...
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Jill Bray
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Von Monster zu Monster   Di 4 Okt 2016 - 16:55

NPC Steuerung









2 Tage später:

Es war schon viel zulange her. Langsam wurde sie ungeduldig, denn noch immer hatte dieser Vampir es noch nicht geschafft das Siegel zu lösen, dass sie mithilfe von Blutmagie auf das Paket gelegt hatte. Die Zeit glitt ihr durch die Hände und sie spürte die Macht immer deutlicher!
Von Tag zu Tag wurde sie stärker und ungezähmter  - sie schien nach ihr zu rufen...
Sie musste etwas tun! Sie musste die Fäden noch mehr anziehen, wenn sie es sein wollte die am Ende die Macht beherrschte, musste sie endlich handeln!!
Und sie streckte wieder ihre Klauen nach den Menschen aus – Menschen, die gar nicht daran dachten, das sie in das Visier des Bösen geraten waren. Sie liefen ins Netz; nichts ahnend und lachend und merkten erst, dass ihre letzte Stunde geschlagen hatte, wenn es zu spät war...


Wieder ging die Tür zu seinem Laden auf und dieses Mal trat eine junge Frau hinein, die ihm vage bekannt vorkam. Sie spazierte auf ihn zu. Ihre blonden Locken wippten beim gehen auf ihren Schultern auf und ab. Ihre schmale Schultern waren nach unten gesunken, der Gesichtsausdruck schläfrig und entrückt – beinah dümmlich und der Blick der blauen Augen leer und emotionslos, so als würde sie nichts sehen.
Als sie an seiner Theke angekommen war stelle sie ein kleines Fläschchen ab, in dem sich eine grünlich schimmernde Flüssigkeit befand.
Sie hob den Kopf und öffnete den Mund, doch aus ihm kam ein heiseres, höhnisches Krächzen, das so gar nicht zu dem Aussehen passen wollte.
„Marlek...“ Ihr Mund schloss sich wieder und die Augen rollten sich nach oben, sodass nur noch das Weiße zu sehen war. „Wie ich sehe trittst du auf der Stelle... ich habe mehr von dir erwartet! Nimm die Kleine und das Fläschchen als weiteres Zeichen meiner Nachsicht – aber beeil dich, die Zeit wird knapp!“

Nach diesen Worten brach die junge Frau zusammen und blieb ohnmächtig vor der Theke liegen – ihm dargeboten als Geschenk. Als menschlicher Durststiller um ihn anzuspornen das zu tun, was er sollte.
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Julian Melark
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Von Monster zu Monster   Do 27 Okt 2016 - 11:00

Das Paket wurde mit Blutsmagie gesichert, eine Art von Magie die nicht selten vorkam aber nur sehr schwer zu knacken war. Sie ging über gewöhnliche Magie hinaus und war eben jene die am meisten zur Sicherung benutzt wurde. Nur sehr ausgewählte Zauberer der Geschichte wussten, wie man sie umging. Ein Preis war zu zahlen, einen den er bereit war einzugehen, allein um herauszufinden wer ihn da kontaktierte. Die Spur seiner Informanten verlor sich im Sande, niemand schien - abgesehen von Gerüchten - etwas gefunden zu haben und jene Gerüchte die ihm zugetragen wurden, berichteten von einer noch dunkleren und mächtigeren Macht die aus den Tiefen der Hölle entstanden sein soll. Umso mehr Gerüchte er hörte, desto mehr faszinierte ihn der Gedanke daran einer noch größeren Macht zu begegnen, die ihm vielleicht die Stärke geben konnte, die er benötigte um Chloe und all die zu ihr hielten zu eliminieren. Aber zunächst musste die Restaurierung der Welt abgeschlossen werden und dafür brauchte er mächtige Verbündete. Dennoch blieb es für ihn im unklaren was diese neu aufkommene Dunkelheit von ihm wollte. Sollte das der Beginn einer ganz neuen Allianz werden? Sollten noch finstere Kräfte in den tiefen der Dunkelheit schlummern? Kräfte die jemand für sich entdeckt und nun benutzen konnte, um die Welt nachhaltig zu verändern? Wenn ja, dann würde diese Allianz die wohl mächtigste Waffe werden, die die magische Welt je gesehen hatte. Aber solange er diese Macht nicht in der Lage war zu kontrollieren, war er ihr schutzlos ausgeliefert, daher musst er sich ihr nähren, um sie irgendwie für sich zu gewinnen. Wenn er es geschickt anstellte, würde er zum Gott einer neuen Welt werden, einem der größten dunklen Zauberer der Geschichte, mächtiger als Lord Voldemort und Albus Dumbledore zugleich. Von den Göttern auserwählt, als Dämon auf die Erde entsandt um die magische Welt zu reformieren. Dafür wurde er geschaffen und dieses Ziel würde er bis zum Ende verfolgen.

An seinem Laden stand geschlossen, damit er sich in aller Ruhe im Hinterzimmer mit seinem kleinen Präsent auseinandersetzen konnte. Die letzten zwei Tage hatte er bereits daran hart gearbeitet und vielleicht einen Weg gefunden, dieses zu öffnen. Aber es bedurfte weiterer Nachforschungen, sodass er mehr Zeit benötigte. Stunde um Stunde verbrachte er in der Dunkelheit seines Ladens, führte Zauber aus und versuchte die Blutsmagie zu überlisten. Er war nahe dran, sein Ziel zu erreichen als er das klingeln seiner Ladenglocke vernahm.

Sich die Kapuze überziehend kehrte er beinahe mit lautlosen Schritten zurück in den Ladenbereich, um dem Eindringling eine gebührende Lektion zu erteilen. In seinem rechten Ärmel hielt er seinen Zauberstab fest umklammert, die weißen Finger glitten wie Schlangen um ihn herum und machten es unmöglich ihn zu verlieren. Gerade als er an die Theke kam, stand eine blonde, nicht gerade beeindruckende Frau vor ihm. Das Grinsen in seinem Gesicht wurde umso größer als er ihr in ihre leblosen Augen sah. Eine weitere Botschaft!

Willenlose Sklaven, gebracht von einer noch stärken schwarz magischen Hexe, einer Frau die die Dunkelheit repräsentierte und somit für Julian unerlässlich wurde. Es war beeindruckend, dass es so gut wie keine Spur gab, die zu ihr führte, sie war ein Geist, ein Schatten der nicht aufzuspüren war. Sie schien so gründlich hinter sich aufzuräumen, dass ihre Existenz die meiste Zeit unentdeckt blieb. Noch befand er sich im Unklaren darüber wieso diese unglaubliche Macht, sich an ihn wand und nicht von selbst versuchte die magische Welt für sich einzunehmen. Oder tat sie das bereits? Liefen Prozesse ab, die selbst seinem Informationsnetzwerk und dem Ministerium entgingen? Konnte es eine so lautlose Macht geben, die sich in den tiefsten Schatten bewegte, ohne eine Spur oder einen Verdacht aufkommen zu lassen?

Seine Gedanken zogen ihn in alle Richtungen, aber eines stand für ihn zweifellos fest. Etwas an ihrer Art begeisterte Julian, es erregte ihn zu sehen, wie sie skruppelos ihre Opfer für sich benutzte, sie danach tötete und keinerlei Zeugen hinterließ. Wie sie sie als Sprachrohr benutzte, um nicht selbst in Erscheinung zu treten. Erregt vom Anblick, leckte er sich über die Lippen, wobei seine blitzenden Vampirzähne zum Vorschein traten. Seine Augen musterten das Ziel und für einen kurzen Augenblick rechnete er mit einem Angriff, weil er zu lange gebraucht hatte. Aber stattdessen erhielt er eine Ampulle mit grünlicher Flüssigkeit und einem lebenden Opfer. Ein Geschenk also...Julian gefiel diese Geste, die ganze Art wie diese Hexe kommunizierte, vorging und ihre Mitstreiter testete, brachte ihm das höchste Vergnügen ein. Endlich ein Seelenverwandter, der mit ihm auf einer Ebene sprach. Aber leider war diese Kommunikation sehr einseitig.

Leise lachend, ließ er seinen Zauberstab aus seinem Umhang gleiten und die bewusstlose Frau mit Fesseln bewegungsunfähig zu machen und mit sich nach hinten zu nehmen. Sie war das ideale Opfer für seine nächsten Experimente. Es dauerte einen weiteren Tag, bis er schließlich zu einer brauchbaren Lösung gekommen war. Das magische Ritual um den Fluch zu brechen war ziemlich anspruchsvoll und nicht ungefährlich. Aber eben das war es worauf er es anlegte. Um mächtiger zu werden und die Dunkelheit zu begreifen, musste er über seine Grenzen hinausgehen und einen Drahtseilakt zwischen Leben und Tod vollziehen. Ulmana, ein Buch der alten Zeit, das einzige seiner Art, dass über die Vollendung der dunkelsten Rituale handelt. Allein die Beschaffung dieses seltenen Exemplares hatte ihn viel Zeit gekostet und der Preis war auch nicht zu vernachlässigen. nicht das ihn die Auslöschung zweier Menschenleben leid tun würde, aber er hinterließ ungerne einen Blutzoll, solange er sich vor den Augen der Auroren verstecken musste.

Mit gestilltem Blutdurst und dem Ulmana gerüstet, begann er ein sehr gefährliches Ritual, dass den Fluch brach und ihm letztlich gestattete das Paket zu öffnen. Welche dunklen Geheimnissen würde sich ihm eröffnen? Schon bald würde er der Hexe gegenüberstehen, die seine volle Bewunderung und Anerkennung für ihre Taten genoss. Sie war die erste, die einzige die ihn je in solche Erregung versetzt hatte. Ihre Macht war Atemberaubend, ihre Art die Dinge anzugehen, unvergleichlich und der Dunkelheit würdig. Nichts würde er lieber sehen, als mit ihr gemeinsam die Welt umzustellen und Chloe ein für alle Mal zu eliminieren.
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Von Monster zu Monster   So 30 Okt 2016 - 23:38

Bloodymary…-

In dem Paket befinden sich ein Brief und ein kleiner, länglicher Stein. Er ist handteller groß nach oben hin angeschliffen und schimmert in einem milchigen blutrot.
Auf der Botschaft steht:

Das erste Rätsel ist gelöst – du hast den Code erhalten, treffe mich am benannten Ort zu besagter Zeit und löse auch den Rest. Der Stein wird dich führen.

Gez. Bloodymary


Nach einer Weile hat sich das braune Papier des Päckchens vollständig in nichts aufgelöst und es wird klar, was mit dem Inhalt passiert wäre, wenn Julian das Rätsel nicht gelöst hätte. Der stechende Geruch von Säure und Blut erfüllt den Raum und der Vampir bleibt vorerst mit seinem Fund alleine.
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Jill Bray
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Von Monster zu Monster   So 30 Okt 2016 - 23:43







Eine Weile stand sie in einer der verlassenen Ecken und beobachtete den Laden des Mannes, der ihr als Julian Melark genannt wurde.
Ihre Informationen waren dürftig aber ausreichend und sie spielte mit der Mittlung in ihren Händen. Es war der 31.03. und noch immer war es kalt, wenn es dämmerte.
Ein Wind blies um ihre dünnen Beine und trieb einen alten Zeitungsartikel vor sich her, den irgendwer hier verloren zuhaben schien.

Zweiundzwanzig Uhr einundreißig

In den kleinen Körper kam Bewegung, als eine ferne Turmuhr einmal schlug und die halbe Stunde ankündigte. Sie ging auf den Laden zu und wusste das er noch darin war, denn sie hatte niemanden raus oder reingehen sehen. Auch wenn am Eingang ein CLOSED Schild hing, vermutete sie stark, dass dieses nur dazu diente um in der Umgebung nicht aufzufallen.  Die Kleine näherte sich der Tür und bemerkte die Energie die hinter dieser lag. Eindeutig nicht menschlich. Sie lächelte und probierte die Klinke aus, die sich problemlos drücken ließ. Auch das war kein normales verhalten für einen Geschäftsbesitzer, der alleine in einer der gefährlichsten Zaubergassen Überstunden schob.
„Julian?“

Ihre Stimme klang glasklar, wie zwei Glocken die aneinander stießen und sie wischte sich die hellbraunen Haare aus der Stirn um genauer sehen zu können. Jetzt brauchte sie nichts mehr zu verstecken, denn er würde es sowieso erkennen. Genauso wie sie ihn erkannte.
„Bist du da?“

Die Bewegung hinter ihr war plötzlich, doch sie war darauf gefasst gewesen, weil sie von Anfang an wusste auf wen sie sich da einließ und wirbelte lächelnd herum. „AH! Du bist also wirklich noch hier!“
Für einen Moment schauten sie sich an und wenn es stimmte, was alle über sie sagten und er noch ein wenig Menschlichkeit in sich trug, dann müsste er jetzt Angst haben. Jeder der ihr in die Augen sah, rannte kreischend davon. Andere, standhaftere Menschen die mit ihr sprachen berichteten meistens von einem lähmenden, bedrohlichen Gefühl und den Drang immer wieder die Flucht zu ergreifen, wenn sie sich bewegte. Dieses Verhalten hatten sie mehr als einmal ausprobiert und es war immer wieder das gleiche herausgekommen.

„Ich habe hier eine Nachricht für dich, wegen den Treffen morgen.“ Sie hielt ihm den Brief hin und benutzte bewusst eine der Informationen, die ein Außenstehender nicht haben konnte. „Hast du das Geschenk und den Brief noch?“
Sie musterte sein blasses Gesicht und kam nicht umhin sich zu fragen wie er wohl zu dem geworden war, was er war. Dieser Gedanke war bei jeder Form unmenschlichen Lebens interessant. Sie wusste was sie war und warum – ob er das auch wusste?

„Bloodymary freut sich schon auf dich“, meinte sie mit breitem Grinsen und zuckte nicht zusammen, als er ihr die Nachricht blitzschnell abnahm. Beeindruckend.
„Ich hoffe das du schon bald mal zum Essen vorbeischaust, dann können wir uns näher kennenlernen, aber sie meinte, ich solle nicht so lange bleiben!“

Jetzt klang die Braunhaarige fast wirklich wie ein kleines Mädchen nur mit dem Unterschied das keine Angst in ihren Worten mitschwang, sondern Entschlossenheit.
Sie würde ihn bald wiedersehen, da war sie sich sicher! Alleine dass er das Rätsel geknackt hatte, machte ihr Hoffnungen das die große Mutter endlich jemand würdigen gefunden hatte.
Bevor sie hinaus schritt blickte sie sich noch einmal um, dann streifte sie wieder durch die Ladentür und verschwand in den Schatten der angebrochenen Nacht.
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Maes Yanis Hughes
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Von Monster zu Monster   So 30 Okt 2016 - 23:58

Ich stand wie eine Statue an dem Ort wo mich Chloe hinbestellt hatte um auf den Mann zu warten, der mich begleiten sollte. Wobei „Mann“ nicht einmal eine wirkliche Beschreibung für diesen Vampir war. Ich verstand sowieso nicht was ich mit ihm an meiner Seite sollte, doch ich hatte noch nie einen Befehl missachtet, der von ihr kam. Alles was sie sagte, war eben so.
Mit versteinerter Miene stand ich da und während ich ohne ein Muskel zu bewegen wartete, liefen Leute an mir vorbei. Manche starrten mich an, andere bemerkten mich nicht einmal und ich hing meinen Gedanken nach. Ob dieses Treffen eine neue Verbündete bedeutete, oder eine mächtige Feindin? Wer diese mysteriöse Frau wohl war?
Ich konnte dabei zusehen wie die Dämmerung um mich hereinbrach und während die Schatten länger worden und alles verschlangen und die Menschen auf der Straße immer weniger, sah ich den Schatten des Wesens das auf mich zukam unter seiner langen Kapuze verhüllt. Vampir, erinnerte ich mich und sah ihn kalt an. „Melark.“
Ich hatte die Weisung erhalten alte Streitigkeiten zwischen den Obersten der Todesser und die Machtrangelein außen vor zu lassen. Genau das war ich gewillt zu tun, wenn er mich ließ.
Gemeinsam gingen wir die Straße hinunter.
Die kleine Stadt, die nur ein Vorort von London war, hatte nur einen großen Platz auf den  mehrere kleine Häuser standen. Es war eine Art Industriegebiet, dass so aussah als hätte es schon Jahre lang stillgelegen und wir schmuggelten uns da durch einen kleinen Pfad an der Seite des Zaunes hinein.
„Kannst du mir auch verraten wo diese ominöse Person hier sein soll?“
Natürlich konnte er das und ich wusste, dass er die Genugtuung genoss das ich nicht alles aus der Mitteilung wusste. Ich kannte nur die groben Fakten und mehr war auch für mich nicht wichtig. Alleine, dass diese Person die Dreistigkeit besessen hatte in mehrere Gebiete der Todesser vorzustoßen und ihnen zu schaden, war erschreckend. Denn auch wenn immer behauptet wurde, dass sie super organisiert sein und niemand ihnen etwas anhaben konnte – genau das stimmte nicht nur waren die meisten zu eitel um das einzusehen. Ich lächelte.
Wir kamen an einem alten, heruntergekommenen Gasthof an, der tatsächlich den seltsamen Namen „Am Schlachthof“ hatte. Durch die zerschlagenen und recht schmutzigen Fenster sah man das Zucken von Feuer. Das erste Indiz das hier jemand auf unsere Ankunft warten würde. Meine Muskeln spannten sich automatisch an und ich besah mir meinen Begleiter noch einmal genauer.

Wenn es jetzt und hier zum Kampf kommt, bin ich auf mich alleine gestellt.
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Julian Melark
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Von Monster zu Monster   So 6 Nov 2016 - 17:53

Nachdem er endlich das Rätsel um das Päckchen gelöst hatte, entdeckte er einen rot schimmernden Stein und eine weitere Botschaft, die erneut ein hämisches Grinsen in seinem Gesicht provozierte. Sie musste eine außerordentliche Hexe mit einem ungewöhnlich scharfem Verstand sein. Ihre Macht wirkte so grenzenlos als hätte sie wirklich in den alten Ruinen der dunklen Magier, dass erhalten, was Julian schon ewig versucht zu kriegen. Die reinste schwarze Magie, eine unerschöpfliche Quelle an Macht und Finsternis die einem den totalen Weg zur absoluten Restauration zeigen sollte. Die unergründliche Art wie sie mit einem Kontakt aufnahm ohne selbst in die Schusslinie zu geraten, war ebenso elegant wie ihre Rätsel, mit der sie Fähigkeiten der einzelnen Kanditaten überprüfte mit denen sie zusammenarbeiten wollte. Doch was hatte sie wirklich zur Zusammenarbeit mit Julian Melark gebracht? Welches Ziel wollte sie damit verfolgen und welche Rolle sollte er in diesem einzigartigen Kabinettsstück übernehmen? Mit großer Sicherheit konnte er davon ausgehen, dass er wahrscheinlich nicht der einzige war und es würde ihn nicht überraschen zu erfahren, dass auch Chloe in der engeren Auswahl stand, obgleich sie längst nicht fähig genug wäre, mit all den Informationen so gut umzugehen wie Julian selbst. Er hatte Zweifel ob es klug war sich mit einer solchen Macht zusammen zu tun, immerhin könnte sie ihn benutzen und dann fallen lassen, also welche Garantie hatte er dafür, dass sie ihn nicht irgendwann hinterging? Es gab nur einen Weg das herauszufinden, er musste mitspielen und sie so gut es ging studieren, wenn er einmal das Wesen ihrer Macht herausgefunden hatte, konnte er es sich vielleicht selbst aneignen und noch mächtiger als je zuvor werden. Dann, dann wäre er stark genug um jeden der sich ihm in den Weg stellte, zu eliminieren. Ohne ein Geräusch zu machen, glitten seine weißen Finger samt Zauberstab unter seinem schwarzen Umhang hervor und ließen den merkwürdigen Stein vor sich in die Luft schweben. Man fasste keinen magischen Gegenstand an, ohne ihn vorher genauestens studiert zu haben. Er glaubte zwar nicht, dass sie ihm damit eine Falle stellen würde, aber ganz ausschließen konnte er es auch nicht. Daher ging er auf Nummer sicher und studierte eingehend das ihm neu vorgelegte Rätsel. Dieser Stein war ein Wegweiser, etwas das ihn zu seinem Ziel führen sollte. Daher gab es nicht viele Möglichkeiten, entweder war es ein Portschlüssel oder ein Aufspürungszauber der auf ihre Magie reagierte und zu dieser zurückflog, sobald man ihn darauf ansetzte.

Zweiundzwanzig Uhr einundreißig

Alle Rätsel waren soweit gelöst, seine Erregung stieg von Minute zu Minute von Stunde zu Stunde, die er zwischen seinen Antiquitäten verbrachte und in der Dunkelheit seines Ladens umher schlich. In seinem Kopf spielten sich viele Möglichkeiten und Theorien über diese mysteriöse Person die sich selbst Bloodymary nannte. Blood stand für Blut, war sie etwas ebenfalls ein Geschöpf der Nacht? Eine Infizierte der Vampirkrankheit? Oder war es einfacher Deckname um ihre wahre Identität vor ihm zu verschleiern, allein aus der Angst heraus, er könne sich Informationen über sie beschaffen. Welches dunkle Geheimnis wollte sie vor aller Augen unbedingt verbergen? Welche Triebe leiteten ihr Handeln und wohin sollte das führen? Offensichtlich ging es um die neue Macht die am Horizont erschienen war und das Wetter der Welt deutlich beeinflusste. Allein für die Muggel war diese Magie völlig unsichtbar, selbst der türkise Schimmer am Himmel, konnte nur von jenen gesehen werden, die mit der Magie auf irgendeine Weise verbunden waren. Laut Julians Informationsnetz, schoben die Muggel die Klimaveränderungen auf ihre Automobile und all die anderen Spielzeuge mit denen sie die Welt ausstatteten. Demsntsprechend hatten sie keine Ahnung was wirklich vor sich ging.

Als plötzlich im Verkaufsraum die kleine Glocke der Tür klingelte, wusste er das jemand seinen Laden betreten hatte und das trotz seines "Closed"- Schildes. Was hatte das zu bedeuten? Noch eine weitere Botschaft für ihn? Nein, dass konnte er sich eigentlich nicht vorstellen...andererseits war es auch nicht unmöglich. Genauso gut könnten es Auroren sein, die seine Spur aufgenommen hatten. Mit seinem Zauberstab in der Hand, zog er sich seine schwarze Kapuze tief ins Gesicht und verschmolz mit den dunklen Schatten die die Räume überfluteten. Die Dunkelheit war seine beste Tarnung, denn darin war er kaum zu sehen und so konnte er sich leise an seine Opfer heranschleichen. Leise, geräuschlos schlich er sich hinein und bemerkte eine kleine Gestalt, die offenbar seinen Vornamen kannte. Wer war diese Person? Und woher kannte sie seinen Vornamen? Diese ungezogene kleine Rotzgöre wagte es ihn so respektlos anzureden und ihn so zu rufen? Sollte sie nicht von jener Macht geschickt worden sein, würde er ihr Manieren beibringen und ihr zeigen was es bedeutete, Julian Melark so respektlos anzusprechen. Mit unglaublicher Vampirgeschwindigkeit und seiner lautlosen Art sich zu bewegen tauchte er mit einem Mal hinter ihr auf. Seine gelblich leuchtenden Augen visierten sein Opfer an, sein Zauberstab war bereit sie die unendlichen Todesqualen erleiden zu lassen, aber irgendetwas an ihr hinderte ihn. "Wer wagt es so respektlos zu sein?!", zischte er bedrohlich und sah ihr genau in die Augen, ein Fehler fundamentalis, der sich für ihn zum Nachteil entwickelte. Sie hatte ihn trotz seiner lautlosen Bewegungen bemerkt, allein das war bereits eine meisterhafte Leistung, die selbst den meisten erfahrenen Auroren nicht gelang. Wer war dieses Mädchen?
Ihre Augen ließen ihn mit einem Mal wie paralysiert auf einer Stelle stehen, er spürte eine dunkle Aura die ihn in eindrang und sein Herz höher schlagen ließ. War das eine Art Lähmungsfluch? Aber sie hatte keinen Zauberstab gezogen, wie also hätte sie den aussprechen sollen? Was steckte hinter diesen merkwürdigen Augen, in denen nichts als Dunkelheit und eine Art Dämon herausstach. War sie wirklich menschlich? Nein, sie war ebenso wenig menschlich wie er, sie war anders...mächtiger, viel Destruktiver, sie drückte ein Gefühl von Gefahr aus. Allein die Augen weckten in Julian bereits Bilder des Todes. Doch Julian war mit der Dunkelheit bestens vertraut, er hatte keine Angst vor ihr, im Gegenteil, sie war genau die Art Mensch die er leiden konnte. Menschen wie sie waren die Zukunft, sie besaß Potenzial, dass garantiert mit jeder Bloodymary in der Verbindung stand.

Nein, für ihn käme es niemals in Frage einfach so wegzulaufen, eher würde er sich ihr stellen. Ihre Augen waren beeindruckend, wenn auch etwas beunruhigend, weil sie seine Bewegungsfreiheit aus irgendeinem Grunde völlig einschränkten. Wie war das möglich? Welche Macht besaß dieses Kind, die er nicht hatte? Wie gerne würde er mit ihr Experimente durchführen um sich diese einzigartige Kraft einzuverleiben. Sein Zauberstab senkte sich automatisch als er bemerkte, dass SIE sie geschickt hatte. Eine weitere Sklavin? Nein, sie war eine Art Läuferin, eine Schülerin oder Helferin, aber keines der Bauernopfer die bisher zu ihm entsandt wurden. Das Auftreten und alles an ihr wirkten anders.
"Ich bin im Besitz von beidem und werde mich morgen an dieser Adresse einfinden. Sag deiner Meisterin oder deinem Meister, dass ich erscheinen und mir anhören werde, welches Angebot sie mir zu machen hat. Und richte ihr meine aufrichtige Anerkennung für ihre eleganten Kontaktaufnahmen aus. Ich freue mich schon sehr auf diese Begegnung"
zischte er mit seiner kaputten Stimme und starrte das Mädchen mit seinen leuchtenden Augen unter der Kapuze hervor an. "ich warne dich, verwende nie wieder diesen Namen!", fuhr er fort, wobei der bedrohliche Unterton in seiner Stimme so deutlich herauszuhören war, dass man nichts anderes hätte hineininterpretieren können.

Sie freute sich also ihn zu sehen? Sie wollte mit ihm gemeinsam speisen? Merkwürdige Aussagen waren das, ob sich eine andere Botschaft darin versteckte oder ob sie wirklich meinte, was sie sagte? In jedem Fall würde er ihre Worte im Kopf behalten und sich auf das morgige Treffen lieber doppelt absichern. Kaum hatte das Mädchen mit den merkwürdigen Augen, ihm diese Nachricht überbracht, drehte sie sich auch schon auf der Stelle herum und verschwand durch die Türe hinaus in die Gasse. Erregt von diesem mehr als interessantem Spiel, leckte er sich über die Lippen und starrte ihr noch einige Augenblicke hinterher, ehe er sich wieder in seinen Hinterraum zurückzog,

Der nächste Tag

Das war ja abzusehen! Wieso musste sie ihm ausgerechnet den Menschen mitschicken, dem er am wenigsten von allen vertraute? Maes, ein finsterer Zeitgenosse, ohne jegliches Loyalitätsgefühl. Dieser Mann war ebenso wenig vertrauenswürdig wie arrogant. Er war ein nazist, ein verdammter eingebildeter Bauer, der nichts anderes tat als wie ein Schoßhund seiner Herrin überall hin zu folgen. Er war unwürdig in den engeren Kreis aufgenommen zu werden oder gar an diesen einzigartigem Treffen teilzunehmen. Was wenn er sie alle verriet? Was wenn er in Wirklichkeit nur zur Spionage gekommen war? Julian hasste ihn abgrundtief und am liebsten würde er es sehen, wie er sich unter seinem Zauberstab vor Schmerzen krümmte. Doch diesen Gefallen tat Chloe ihm nicht, stattdessen nutzte sie ihn als ihren Leibwächter. Welch Schande! Wie tief konnte man sinken und wie verzweifelt musste man sein, um diesen Scharlatan in ihrer Nähe zu dulden?! Er war nicht mehr als ein Söldner, der es nicht verdiente die Restauration der Welt mitzuerleben. Es war ja noch nicht schlimm genug, dass er sich mit einer unbekannten Macht treffen musste, die bei weitem das normale Maß an Magie überstieg. Nun musste er sich auch noch mit Maes herumschlagen und auch noch auf ihn Acht geben. Er traute diesem Schwein zu, dass er ihm jederzeit in den Rücken fallen könnte. Wer war er? Und woher war er gekommen? Was war sein Geheimnis und was seine Schwächen? Julian würde es noch früh genug herausfinden und irgendwann lachend über seiner Leiche stehen, um sie zu aller letzt neben Chloe in Flammen aufgehen zu lassen.

Dieser Bastard hatte keine Lebensberechtigung und für Julian war er nicht mehr als ein einfacher Läufer, eine bedeutungslose Figur auf dem großen Schachbrett der magischen Welt. Welche Pläne verfolgte er? Er war nicht der Typ der sich anderen so einfach unterwarf? Wieso also unterwarf er sich einer Frau die nicht einmal die höchste Instanz war?
In einen tiefen Umhang gehüllt wartete er im Schatten eines Hauses darauf, dass sich die Straßen leerten, ehe er auf der Bildfläche erschien und ohne jegliche Begrüßung vor Maes stehen blieb. Er würdigte ihn eines kurzen aber vernichtenden Blickes, ehe er an ihm vorbeiging und damit rechnete, das er ihm folgen würde. Was sollte werden? Würde diese fremde Macht diesen Mann genauso empfangen wie Julian? Oder würde er ihr neues Opfer werden? Eine Demonstration ihrer oder seiner Fähigkeiten wäre durchaus lohnenswert, besonders an dem Mann, dem Julian den grausamsten Tod der Welt wünschte. Maes Frage amüsierte Julian innerlich, er besaß Informationen die er gerne hätte, allein das war schon Beweis genug dafür, dass er absolut unwürdig war. Diese inkompetente Chloe hatte ihm einen noch dümmeren Typen mitgeschickt, der Julians Hass immer weiter in die Höhe drängte.
"Das wirst du bald sehen, hab Geduld und egal was passiert, überlass mir das Reden. NUR MIR! Du hast keine Ahnung von dem was dich erwartet.", zischte Julian bedrohlich und hielt im Gehen seinen Zauberstab jederzeit fest umklammert, für den Fall das Maes oder jemand anders einen Angriff auf ihn wagen sollte.

Der rote Stein war in seiner anderen Hand in ein Tuch gepackt, sodass er ihn wie eine Art Kompass benutzen konnte, falls es denn nötig werden würde. Seine Augen funkelten unter der Kapuze hervor, seine Stirn war in Falten gelegt und allein der Geruch und die Anwesenheit von Maes, versetzte ihn derart in Rage, dass er sich kaum zu kontrollieren vermochte. Aber er unterdrückte jeglichen Impuls und setzte seinen Schritt ungehemmt fort. "Wenn du es vermasselst, wirst du mehr als nur dein Leben verlieren!" zischte Julian ernst, als sie die Türe zur Schenke erreichten, aber er fasste sie nicht an, sondern ließ sie magisch sich öffnen. Leise trat er wie ein Schatten in den Raum ein und ließ die Türe hinter sich und Maes wieder ins Schloss fallen, damit sie völlig ungestört waren. "Wir sind hier! Nun will ich das Angebot hören, dass ihr mir zu unterbreiten habt", seine krächzende Stimme hatte etwas dunkles und bedrohliches in sich. "Ihr habt eine beeindruckende Macht demonstriert, es würde mich sehr interessieren, mehr darüber zu erfahren. Aber zuerst das geschäftliche."
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Von Monster zu Monster   Sa 14 Jan 2017 - 22:43

Im rötlichen Licht das durch das Lokal flutete und seine Schatten unbarmherzig in alle Gestalten und Gegenstände malte, saß sie und wartete. Die Kugel die das Licht ausstrahlte, glich fast einem Wahrsagematerial, was bestimmt viele Kinder in den Zauberschulen kennenlernen würden. Doch dieses Glas war weitaus älter, heimtückischer, bösartiger – ähnlich wie dessen Besitzerin, die davorsaß und die beiden Neuankömmlinge betrachtete, die draußen auf dem Gelände zielstrebig auf sie zukamen.
Kurz blickte sie auf und in die Runde ihrer Begleiter überlegte ob sie etwas sagen sollte, doch im Endeffekt war es egal. Sie sollten begreifen mit wem sie sich einließen. Sie mussten begreifen was auf den Spiel stand und was sie waren. Ja, das war unabdinglich, denn sonst konnten sie ihr nicht zu Diensten sein.
Die Frau sah sofort, dass der zweite Mann nicht der Anführer aller Todesser war – der Anführer hatte einen Wachhund vorgeschickt um in Sicherheit zu sein, falls dieses Treffen nicht die gewünschten Ergebnisse bereithielt. Sie schnaubte und in ihr zog sich eine gefährliche Wut zusammen. Wenn es ein Versager war, der so entbehrlich war auf dieses Treffen geschickt zu werde, konnte sie nichts mit ihm anfangen!! Was fiel diesem törichten –

Gerade hatten die beiden Schatten in dem leuchtend roten Glas die Tür der Schenke erreicht. Ein wölfisches Lächeln grub sich in das faltige Gesicht, als ihr aufging das zumindest Julian Melark ihren Ruf persönlich nachgekommen war. Sie konnte ihn spüren und auch ihre Kinder konnten das, denn sie hielten das erste Mal in ihrem Festmahl inne und sahen auf. Die blutigen Münder noch nicht einmal trocken und doch bereit zur nächsten Mahlzeit. Das Lächeln wurde breiter und gefährlich.

„Macht ihnen einen netten Empfang und lasst mich sehen, was sie drauf haben“, flüsterte die hässliche Stimme, die wie Säure klang die sich durchs Glas fraß. Ihr war klar, dass zumindest der Vampir das Blut sofort riechen würde, was überall die Wände zierte. „Lasst mich sehen was sie besonders macht, meine lieben Kinder!“

Es gab ein reißendes Geräusch, als vier von ihnen gehorchten und sich von ihrer Beute losrissen um mit blutbemalten Händen, Mündern und Kleidern auf die Tür zu zu hüpfen. Die schwarzen Augen, die weder Iris noch Weiß besaßen, fiebrig leuchtend in Erwartung des kommenden. Die anderen hielt die Frau im Schatten zurück und strich durch die seidigen, goldenen Haare des Kindes, was ihr am nächsten saß. Es würde ein freudiges Ereignis werden, gleich einer Wiedergeburt, das spürte sie.
Ohne die anderen noch weiter zu beachten, beugte sie sich wieder über ihre Kugel und beobachtete die Geschehnisse in der Eingangshalle, während ihre klauenartigen Finger mit den goldenen Zöpfen des ängstlich aussehenden Kindes spielten.

Der Eingangsraum des „Schlachthofes“ war zwar ein skurriler, dennoch ein normaler Barinnenbereich. Man sah die holzvertäfelte Bar mit den hochbeinigen Hockern. Tische, eine provisorische Bühne mit einem Klavier und in der dunklen, hintersten Ecke einen alten, abgewetzten Billardtisch. Das Einzige was den ersten, heimischen Eindruck trübte waren die schweren Ketten die von der Decke hingen. Sie umschlagen die riesigen Kronleuchter und hingen wie dicke Boas bis zu den Schultern eines ausgewachsenen Mannes herab. An ihnen waren dicke Hacken befestigt, die im trüben Licht diabolisch funkelten. An vielen dieser Hacken klebte getrocknetes Blut wie Rost und als sah man hinter die Bar entdeckte man dort nicht etwa den handelsüblichen Schrank mit Alkohol sondern Werkzeuge für Folter und Mord.

Die alte Frau sah dabei zu wie die Neulinge sich umsahen. Der unerwünschte Mann schritt den Raum fast zwanghaft hab und berührte manches Mal die Wand mit seinen behandschuhten Händen. Eine Geste die, die alte erfahrene Hexe aus irgendeinem Grund nervös machte. Der Vampir ergriff das Wort, genauso wie sie es erwartet hatte und als sie ihn durch die Schatten hindurch anstarrte, konnte sie auch ihre Kinder sehen, die im unbelichteten Teil des Raumes auf sie warteten.
Gerade jetzt verfluchte sie es, dass die Kugel keinerlei Gespräche übertrug. Sie wollte zu gerne hören was die beiden dort drin sprachen. Auch wenn die die Worte des Vampirs gehört hatte – er hatte laut genug gesprochen – die leise Stimme dieses merkwürdigen anderen Mannes konnte sie nicht hören! Er sollte lauter sprechen!!
Aber noch bevor sie sich ernsthaft in Rage bringen konnte oder irgendetwas tun konnte, damit sie ihn verstand, griffen ihre Kinder die Neuankömmlinge aus dem Hinterhalt an.

Ihre kleinen Lieblinge waren nicht menschlich, was die ungeheure Geschwindigkeit mit der sie sich bewegten bezeugen konnte, doch sie waren auch keine Vampire oder Werwölfe. Nein… untot. Ja, Untote trifft es wohl am ehesten. Sie waren lebendige Marionetten in deren Adern kein menschliches und lebendes Blut floss.
Die alten, vermoderten Zähne bleckten sich hinter den Lippen hervor, als sie zusah wie der Mann einen Zauber gegen die heranspringenden Kinder ausrief. Der Lichtstrahl traf ihren kleinen Liebling Jonathan. Er wurde durch die Wucht des Schwertfluches nach hinten gerissen und man sah wie seine Haut zerfetzt wurde. Nur Sekunden später war er wieder auf den Beinen und führte seinen Angriff fort ohne einen Tropfen Blut verloren zu haben. Die Schnitte an seinen Armen, dem Oberkörper und den Händen klafften wie leere Mauerritzen in seiner Alabasterhaut.

Pruecilla Dechainara  brach in schallendes, krächzendes und zugleich gackerndes Gelächter aus, dass in die Köpfe aller anwesenden fuhr wie ein Sirenen Laut und sich dort einnistete, bereit alle Empfänger wahnsinnig zu machen.
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Maes Yanis Hughes
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Von Monster zu Monster   Sa 14 Jan 2017 - 22:47

Mir war klar, dass er mit  Wissen bevorteilt war. Das sagten sowohl seine Haltung, als auch der Stein den er unauffällig bei sich führte, der jedoch so sehr pulsierte das auch ich ihn bemerkte. Er hatte mir also definitiv etwas voraus, der stinkende Vampir. Dennoch sagte mir irgendetwas, das er nicht viel mehr wusste als ich auch. Wir hatten keine Ahnung was uns jetzt erwartete und genau das zeigte mir die Tatsache, dass er die Tür krachend in den Raum fliegen ließ ohne ihr auch nur zu nahe zu kommen.
„Spuck nicht so große Töne, Melark sondern pass auf das du nicht über dein Cape segelst“, meinte ich amüsiert und marschierte an ihm vorbei in den „Schlachthof“ hinein. Dieser Vampir mochte zwar stark sein und übermenschliche Kräfte haben, doch er beging den gleichen Fehler wie alle anderen vor ihm auch. Er stellte sich auf eine Stufe über die Menschen ohne daran zu denken, dass er eine größere Schwachstelle hatte als jeder Mensch um ihn herum. Sicher er konnte nur schwer sterben und mit einigem Glück regenerierten sich seine Wunden auch wieder und heilten mit Zeit und Geduld. Aber ich war kein Mensch der Wunden heilen ließ. Ich tötete nur und wenn es sein musste, dann eben auch Gegner die glaubten sie seien mir meilenweit überlegen.
Die Magie in dem Gebäude und der Geruch von Verderben und Tod holten mich jedoch sehr schnell wieder aus meinem Feindschaftsdenken heraus. Hier stank es und ich meinte nicht nur das offensichtliche – irgendetwas stimmte hier nicht!
Während ich dabei zuhörte wie mein erzwungener Begleiter seine Ansprache hielt, schritt ich die Wände hinter den Tischen ab auf denen noch vergilbtes Besteck lag. Hier…. Und hier... ja, hier ist es gut…
„Hier stimmt was nicht. Melark“, sagte ich kaum hörbar zu einem der Haken, den ich gerade inspizierte, doch ich wusste das er mich verstand. Auch wenn ich seine Art verabscheute hatte sie doch einen gewaltigen Vorteil gegenüber den Menschen. „Ich orte hier drin zehn Menschen und sehen tu ich keinen…“, teilte ich ihm eher widerwillig meine Erkenntnis mit. Mein Monokel leuchtete im trüben Licht auf, als ich es von meinem rechten Auge nahm. Dass es hier nach Blut und Tod stank musste ich ihm wohl nicht sagen, dass war etwas das vor allem ein Vampir sofort wusste. Die hässliche und ziemlich mächtige Magie irgendwo in diesen Mauern konnte ich aber nicht verschweigen und sie bereitete mir ein gewisses Unbehagen. Wen oder was hatte meine Herrin da wieder auf ihre Fährte gezogen?
„Wir sollten -“
Ich wirbelte herum, als ich das rasseln von Ketten wahrnahm und war plötzlich dankbar, dass diese makabren Spielzeuge hier zur Genüge herumhingen. Keine Sekunde zu spät zog ich meinen Zauberstab und rief:„Sectumsempra!“
Meine Augen hatten die Bewegung nicht wahrgenommen, nur das Geräusch hatte mir den Angreifer und seinen Standort verraten; umso überraschter war ich, als ein Junge von gerade mal acht oder neun Jahren zu Boden fiel, sich kurz krümmte und sofort wieder aufsprang. Kein einziger Tropfen Blut quoll aus den Rissen in seiner Haut – beinah so, als wäre er schon vor Jahren ausgeblutet – und seine Augen waren in einem tiefen Schwarz. Kein Weiß, keine Iris… nur schwarz.
Mich überfiel ein Gefühl des verfolgt werdens, ich bekam Angst und konnte mich nicht mehr bewegen. Alles schien eingefroren zu sein, als ich in seine Augen sah. Was war dieser Junge nur?!
Er riss mich mit einer unmenschlichen Kraft von den Beinen indem er mir wie ein Tier an die Brust sprang. Mein Zauberstab flog in hohen Bogen davon und ich sah wie sich seine Zähne nach vorne wölbten, immer riesiger wurden, als würde sie mein Fleisch anziehen. Ich spürte seine kleinen, kalten Finger an meinen Hals und fluchte auf Russisch. Das half.
Endlich konnte ich mich von der Starre befreien und schleuderte den Angreifer mit aller Kraft die ich hatte von mir. Ich hörte sein Jaulen, das kaum menschlich klang und er krachte in die Vertäfelung der Bar.
Ich konnte kaum wahrnehmen, dass der Vampir an meiner Seite ebenfalls mit diesen Bestien zu kämpfen hatte, da hatte der Junge sich wieder hochgerappelt, seine verbogenen Gliedmaßen gerichtet und fiel mich erneut an.
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Julian Melark
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Von Monster zu Monster   Di 17 Jan 2017 - 3:58

Der Geruch des Todes, der Dunkelheit und des Blutes schossen mit einem Mal in seine Nase und fluteten seine Sinne beim Eintreten in die Schenke. Ein hämisches Grinsen zierte Julians Gesicht, es bereitete ihm große Freude mit anzusehen das ihr Gastgeber offenbar Sinn für das Detail besaß. Ganz offensichtlich war eine weitere Demonstration ihrer Macht und je mehr Julian zu Gesicht bekam, umso mehr fühlte er sich mit dieser Dunkelheit verbunden. Ja, er spürte es deutlich, hier würde das Schicksal endlich seinen Lauf nehmen. Das war das Ende von Chloe angeblicher närrischer Vorherrschaft. Sie und ihr Meister würden schon bald zur Strecke gebracht werden, durch eine Macht die sich Julian eines Tages bedienen würde. Die Freude in seinem Gesicht wurde nur noch größer als er glaubte in Maes Augen etwas zu sehen, dass wie Nervosität aussah. Dieser Schwachkopf, seine Anwesenheit hier würde seine bisherigen Bemühungen mit dieser Macht in Kontakt zu treten erheblich erschweren und es wäre nicht verwunderlich, wenn er noch im Augenblick wo er sie zu Gesicht bekam getötet werden würde. Ehrlich, er hatte kein Bedauern mit diesem armseligen Wicht. Er war nur eine Marionette, an deren Fäden gezogen wurden. Seine Handlungen wurden bestimmt, seine Taten das Ergebnis eines viel feigeren menschlichen Wesens, dass irgendwo hinter einem Schreibtisch hockte und scheinheilig sich in der Bürokratie verlor. welch große Schmach für einen ausgewählten Dämonen der Finsternis, mit diesem Diener zusammen geschickt zu werden. Nur ein Meister der Finsternis wie Julian Melark konnte wirklich begreifen, welch großes Werk hier vollbracht wurde. Welch Stärke und Verbundenheit er bereits fühlte. Die schwarze Magie an diesem Ort lag bei weitem über dem Durchschnitt, eine solche Präsenz hatte er in seinem ganzen Leben selbst unter dem dunklen Lord nicht erlebt. Selbst dessen Macht - die er zu seiner Zeit noch sehr berauschen empfand - war ein Witz gegen das was hier vorherrschte. Voldemort konnte es weder mit dieser Macht, noch mit der neu erlangten Stärke des Vampires aufnehmen. Ein Relikt einer vergangenen Ära, die nun mit der Stärke einer neuen Ära weggewischt wurde. Ebenso würde Chloe und all den Narren die ihr folgten ergehen.

Seine blassen Hände mit den langen Fingernägeln kamen unter seinem Umhang hervor, leise aber sicher zog er seinen Zauberstab heraus. Die erste Bewegung unmittelbar hinter ihm, dann vor ihm. Es waren zwei, vielleicht drei oder sogar noch mehr. Viel mehr, die sie umzingelten und beobachteten. Maes Instinkt war goldrichtig, beinahe schon dem eines Vampires würdig. Welch tiefe Ausstrahlung, welch geruchlose Präsenz hatte sie vorgeschickt? So war das also. Allmählich begriff Julian den wahren Zweck dieses "Warteraumes". Sie wurden beobachtet, die eigentliche Präsenz war zwar in ihrer Nähe, aber doch sicher vor ihren Augen und Angriffen. Also mussten es ihre Diener sein, die hier durch die Dunkelheit streiften und den ersten Angriff auf sie wagten. Die Ketten rasselten und Maes warnte Julian vor. Eine unnötige Geste, dessen er längst überdrüssig war. Er ahnte ja nicht, wie lange er schon auf einen solchen Kampf gewartet hatte. Das Grinsen in seinem Gesicht, verzog sich zu einer hässlichen Fratze als er die angreifenden Untoten auf sie schießen sah. ENDLICH, endlich würde seine Langeweile durch Aufregung, Kampf und Vernichtung beseitigt werden. Befriedigung durch Schmerz, Leid und Tod!

Der erste wurde durch einen Cruzio zu Boden geworfen. Aber die Wirkung schien diesem leblosen Kind nichts anzuhaben. Beeindruckend. Selbst das unsichtbare Schwert schien sie nicht lange aufzuhalten, sie verspürten offenbar keinen wirklichen Schmerz, was den Kampf umso interessanter gestaltete. Sie wurden mehr und mehr, sodass er keine Alternative mehr sah. "Bombarda!" krächzte er und sprengte zwei Angreifer blutrünstig mit samt ihrer Umgebung in die Luft. Bedauerlicherweise würde Chloe nicht tolerieren, dass Maes hierbei verstarb, also musste er für sie beide eine Lösung finden, daher musste er mit seinem nächsten Zauber sehr gut aufpassen. Mit einem Schwenker seines Zauberstabes ließ er die Mordinstrumente von den Wänden herabfliegen und sie auf die Untoten herabschießen und noch während sie sich in der Luft befanden, ließ er sie in Feuer aufgehen, sodass diese Missgeburten aus der Hölle bei lebendigen Leibe verbrennen sollten.

Es amüsierte ihn zu sehen, dass sie hartnäckiger waren als gedacht, denn noch bevor Julian etwas tun konnte, wurde er von hinten angefallen. Einer der Untoten hatte sich auf seinem Rücken geworfen und versuchte ihn nun zu beißen. Doch die Lust daran würde ihm noch früh genug vergehen, denn kaum das Julian das zusätzliche Gewicht verspürte, verwandelte er sich auch schon in den schwarzen apparierenden Rauch der mitten durch den Raum schoss. Er versuchte auf diese Weise seinen Angreifer loszuwerden, was ihm auch gelang. Erst danach materialisierte er sich wieder und verwendete einen Schleuderzauber um weitere Untote wie Bowlingkugeln gegen andere fliegen zu lassen. "Avada Kedavra !", rief er aus, um auszutesten was bei diesen Monster wirkte und was nicht. War das eine Prüfung oder ein Hinterhalt? Wenn es eine Prüfung war, so musste er seine gesamte Magie offenbaren, damit er als würdig anerkannt werden würde.

Andererseits würde ein großflächiger Brand hier drin anderen auffallen und möglicherweise für Aufsehen sorgen. Aber man ließ ihm auch keine andere Möglichkeit, "ira elementum" krächzte er laut,ehe er von einer Art Wind umgeben wurde, der alle in seiner Umgebung von ihm fernhielt. Der Wind drehte sich schnell kreisförmig wie Scherwinde um ihn herum, sodass jeglicher Angriff ihm fernblieb. Er ließ es soweit ausarten, dass es sich zu einer mini Windhose entwickelte und mehrere Untote noch im Raum herumschleuderte oder von Gegenständen aufstießen oder zerquetschen ließ, nachdem sie wieder auf dem Boden gelandet waren. "DEMONSTRIERE DEINE STÄRKSTEN FÄHIGKEITEN MAES!!" krächzte er, in der Hoffnung das Maes dem folgen würde. Wenn sie ihr volles Potenzial dieser Kraft demonstrierten und ihr als würdig erschienen, würde der Angriff möglicherweise aufhören und sie könnten endlich zum geschäftlichen kommen. Untote zu töten machte ihm bei weitem nicht so viel Spaß wie lebende sichtbar leiden und verbluten zu sehen. Dennoch war es eine schöne Abwechslung zu den sonstigen alltäglichen Angriffen die er führte. Und auch wenn es ihm nicht gefiel, so achtete er ein wenig auf seinen Kompanen und hielt ihm zwei Untote vom Hals, die ihn gerade von hinten angreifen wollten. "Ignis Tempestas", ein Feuerball der die beiden aufhalten und samt ihrer hässlichen Grimassen verbrennen lassen sollte. Maes schien sich sogar dafür zu revanchieren, ein ungewöhnlicher Zug von ihm, den Julian bei weitem nicht erwartet hätte.
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Maes Yanis Hughes
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Von Monster zu Monster   Fr 20 Jan 2017 - 22:51

Ich tat es meinen Begleiter nach und schleuderte diese Dinger, die aussahen wie unschuldige Kinder mit Flüchen von mir, während ich überlegte wie wir weiter vorgehen sollten. Wenn wir hier weiter so vorgeführt worden, würde dieses Treffen wahrscheinlich im Chaos enden ehe es wirklich angefangen hatte. Die Frage, die sich stellte war: Hinterhalt oder geplanter Angriff?
Ich sah mich nach dem Vampir um mit dem ich unfreiwillig ein Team bildete und sah das auch er seine Schwierigkeiten mit diesen Biestern hatte. Sie sahen zwar unschuldig aus, starben aber bei weitem nicht so leicht wie seine sonstige Opfer. Diese schwarzäugigen Untoten waren wirklich harte Brocken! Nur Feuer schien ihnen nicht wirklich gut zu bekommen.
Der Sprengzauber von diesem Marlek hatte einem das Gesicht und einem anderen den Arm weggerissen. Das hieß aber anscheinend noch nicht, dass sie kampfunfähig waren, wie ich bald herausfinden musste. Nur knapp schaffte ich es dem nächsten Angriff auszuweichen. Viel hätte für einen Verlust meiner linken Hand nicht mehr gefehlt. Wieder wehrte ich mich mit einem Schleuderzauber und schickte einen: „Confringo!“ hinterher.
Ein Markerschütternder Schrei war zu hören, als das augenscheinliche Mädchen zurückgeschleudert wurde und seine blonden Haare Feuer fingen. Ich rannte nach vorne und hatte gerade noch Zeit mich zu vergewissern ob es denn jetzt endlich vorbei sei, da hörte ich meinen Begleiter schreien und wenige Minuten rauschte ein Feuerball über mich hinweg und setzte das zweite, untote Scheusal in Brand. Ich sah ungerührt dabei zu wie die Kreatur schreiend und heulend umherlief und versuchte sich zu löschen indem sie sich auf dem Boden wälzte, aber magisches Feuer ließ sich in den wenigstens Fällen manuell löschen.
Mit einer gewissen Genugtuung wartete ich bis alles von ihr nur noch ein verkohlter Ascherest war und griff dann erneut nach meinen Monokel um es mir über mein Linkes Auge zu ziehen. Der Schein des noch immer brennenden Körper spiegelte sich in der Glasscheibe und verwusch meine Sicht ein wenig, aber das war nicht weiter tragisch, denn ich wusste was ich zu tun hatte. Ich zog meine Lederhandschuhe an, nachdem ich den Zauberstab weggesteckt hatte und sah den letzten beiden Kreaturen entgegen, die versuchten die Barriere, die Marlek um sich herum aufgebaut hatte irgendwie zu überwinden.
Ich grinste wölfisch. Aber nicht heute Abend, meine lieben Kinder... nicht heute Abend.
Der Schatten des Feuers sprang zusammen mit der Hitze über mein Gesicht und verlieh ihm einen harten Granitzug, das konnte ich spüren.
„Alle Kraft“, stimmte ich meinen Gefährten zu und erzeugte den verheerenden Funken mit einem Schnippen. Die Kraft des Bannkreises auf der Rückseite meines Handschuhes entfesselte ihre Magie und eine Stoßflamme schoss durch den Raum und verbrannte alles in dem Zimmer zu Asche. Durch den Lufstrom um Melark auch in die hinterste Ecke des Zimmers getrieben, verbrannte alles um uns innerhalb von wenigen Minuten zu Asche, während wir unbeschadet und ohne eine Rußspur blieben.
Die Schreie der sterbenden Untoten hallten in meinen Ohren wieder und wurden begleitet von einem krächzenden Überraschungsschrei, der tief aus meinen Kopf zu kommen schien.
Als meine Flamme so schnell erlosch, wie ich sie beschworen hatte, breitete sich ein Lachen um uns aus. Es klang alt, schrecklich, unbarmherzig und schien von überallher zu kommen.

Eine knarrende, schwarzverbrannte Geheimtür öffnete sich für uns.
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Julian Melark
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Von Monster zu Monster   So 12 Feb 2017 - 18:09

Für einen dunklen Augenblick während des Kampfes, durchlief Julian verschiedene Szenarien und eines war dabei besonders verlockend. Maes war abgelenkt, diese aberwitzigen Kreaturen könnten seine Gelegenheit sein, um sich einen Rivalen und Feind vom Hals zu schaffen. Die Spur wäre nicht mehr zu ihm zurückverfolgbar und außerdem könnte er auf diese Weise eine separate Allianz mit dieser dunklen Macht eingehen. Es war der perfekte Plan, Maes konnte sich unmöglich gegen die Kreaturen und gleichzeitig gegen einen Vampir stellen. Selbst für ihn wäre das viel zu viel gewesen. Da er aber nicht wusste ob es sich hierbei um eine Art Test oder einen Hinterhalt handelte, konnte er vorerst nicht auf Maes Hilfe bei der Verteidigung verzichten. Hier drin zu apparieren was zu gefährlich, eine so große Kraft die solch schwarz magische Wesen hervorbrachte, hatte mit Sicherheit eine Apparier-Blockade errichtet. Allein der Versuch würde wahrscheinlich mit schweren Verletzungen enden oder sogar mit ihrem Tod. Daher gab es nur zwei Möglichkeiten, entweder durchhalten oder die Flucht durch die Türe antreten. Letzteres war die eher weniger gute Option. Es wäre fatal eine solche Macht nicht für sich zu gewinnen und die Welt ein für alle Mal damit in Brand zu setzen. Das einzig wirkliche gefährliche im Raum, abgesehen von diesen Monstern, war Maes. Er traute diesem Schwein, keine Sekunde über den Weg. Der Pfad der Dunkelheit war gespikt mit Idioten und Narren und so sehr er auch Mars misstraute, musste er seine Fähigkeiten jedoch mit dem entsprechendem Respekt würdigen. Er besaß durchaus nennenswerte Qualitäten, die Julian nur zu gern sein eigen nennen würde. Dennoch war seine Scheinheiligkeit und seine unnahbare Natur nur schwer zu durchschauen. Wer war er, dass man ihm einfach so vertraute? Bis jetzt hatte Julian nicht viel über ihn herausbekommen können und es gab keinerlei Hinweise darauf, dass er ein Spion oder Verräter war, der eine Gefahr bedeuten würde. Auch wenn Julian sich das nur zu gerne gewünscht hätte, immerhin hätte er damit einen Grund ihn aus dem Weg zu räumen. Er war wie alle anderen nur ein Glied in der Kette. Und auch wenn Julian ihn gerne als ebenso primitiv und belanglos bezeichnen wollen würde, musste er sich eingestehen, dass es nicht der Wahrheit entsprach.

Aber egal was er auch tat, er hasste dieses verlogene Grinsen, dieses Gesicht, diese Augen die den Vampir so sehr verhöhnten. Wie gerne würde er seine Leiche dort vor ihm auf dem Boden liegen sehen. Und doch...war er lebendig nützlicher als tot. Solange man das noch von ihm behaupten konnte, war er eine gute Schachfigur, die man mit Skepsis und Vorsicht genießen sollte. Die wohl treffenste Bezeichnung wäre wohl Springer für ihn gewesen. Unberechenbar und schwer zu fassen. Passend wie er fand. Umso interessanter war es, dass Maes seinen Elementsturm nutzte um seinen Feuerzauber damit im gesamten Raum zu verbreiten. Eine gute Zusammenarbeit, die Julian mehr denn je anwiderte. Aber dennoch wurden damit ihre Probleme augenscheinlich gelöst, denn nur kurze Zeit später ertönte ein sehr altes schauriges Lachen durch den Raum. Kampfbereit sah sich der Vampir mit gelb leuchtenden Augen um, in der Hoffnung irgendetwas erspähen zu können. Erst als sich die Geheimtüre öffnete, zog Julian seine blass weißen Arme wieder zurück unter seinen Mantel und blickte nur kurz zu Maes, ehe er seinen Zauberstab schwang und einen Lumos Maxima vorausschickte, um den Gang oder Raum dahinter etwas näher zu beleuchten. Es sah zumindest nicht nach einer Falle aus, was nur die Schlussfolgerung zuließ, dass das ganze nur ein Test ihrer Fähigkeiten war. Schade, er hätte gerne mehr von ihnen zur Strecke gebracht.

"Ich schätze...wir haben die Prüfung bestanden....jedenfalls die erste...falls es dahinter noch mehr gibt. Halt dich bereit...ich spüre eine Aura, die ich noch nie in diesem Ausmaß gespürt habe. Was du auch tust...provoziere es nicht.", zischte er und ging zu der Geheimtüre, vor der er stehen blieb und mit dem Zauberstab die Konturen des Türrahmens nachzeichnete, um sicher zu gehen, dass keine magischen Barrieren, die einen töteten darin versteckt waren. Er erinnerte sich noch sehr genau an die magische Barriere die Hogwarts umgab und in die viele Narren hineingerannt waren und spurlos aufgelöst wurden. Kein sehr schöner Anblick und er wollte garantiert nicht ein Teil dessen werden. "Keine Falle wie es scheint. Gut. Gehen wir weiter.", schnaubend und schwer atmend setzte er leise einen Fuß vor den anderen, hielt seinen Zauberstab hoch und suchte mit seinen Augen in jedem Winkel nach Fallen.
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Maes Yanis Hughes
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Von Monster zu Monster   Sa 18 Feb 2017 - 15:45

Anmerkung: Ab jetzt steigen wir ins Dreierpost ein. In dieser Reihenfolge:
Maes
Julian
Pruecilla


Ich atmete die Anspannung weg und steckte meinen Zauberstab wieder an seinen Platz. Immerhin hatte dieser niederträchtige Vampir die Gelegenheit nicht für sich genutzt und mich gleich mit um die Ecke gebracht. Auch wenn mir bewusst war, dass ich wahrscheinlich unter anderen Umständen nicht soviel Glück gehabt hätte. Noch brauchte mich dieser Kerl.
„Soll das ein Witz sein, товарищ?“, wollte ich wissen und zog eine Augenbraue hoch. „Das sagt der Typ zu mir, der aussieht als würde er jeden den Kopf abschlagen, der ihn schief anschaut?“
Ich folgte ihn ohne zu zögern. „Pass auf das du sie mit deinem hässlichen Aussehen nicht dazu provozierst uns beide zu killen...“
Als der Vampir gefolgt von mir in den dämmrigen Flur trat, holte auch ich mein Monokel wieder heraus um die Umgebung zu checken. Sicher war eben sicher. Nicht das ich glaubte, dass mir diese kleine Spielerei hier sonderlich viel half, aber es beruhigte mich ein wenig. Wenigstens dafür war das Stückchen Glas gut, dass mit einem edlen Metall ummantelt war.
„Was glaubst du wo wir hier hingeführt werden?“, fragte ich meinen unfreiwilligen Begleiter und beobachtete seinen Schatten, der vor mir herschwebte. Anscheinend hatte unser Gastgeber, was auch immer er von uns wollte, sich auf die Bedürfnisse des Vampirs eingestellt. Es war dunkel und nur die Fackeln erhellten unseren Weg durch einen engen Korridor der nach hinten führte. Wir gingen mehrere Treppen hinunter und mir wurde bei der vierten klar, dass die Gaststätte nicht so groß war. Wir wurden unterirdisch zu einem anderen Ort geführt, der in der Nähe legen musste. Aber wie hatte der Gastgeber den Kampf gesehen, wenn -
Ich sah auf, als wir eine Tür durchquerten die hinter uns quietschend zu schwang. Etwas in mir zog sich zusammen, als ich zu der eben zugeschlagenen Tür sprang und sah wie der Türknauf abfiel und sie sich zu einem Teil der Backsteinmauer verwandelte. „Scheiße!“
Das gefiel mir ganz und gar nicht. Ich hob den Blick und blickte mich in dem kreisrunden Raum um, der wie ein Schacht nach oben verlief und in Dunkelheit lag. Nirgendwo sonst war eine Tür und alleine das stank nach Falle. Mein Blick huschte zu Julian in der Annahme, das er mich vielleicht hierher geführt hatte um mich zu erledigen, doch der Blick in seinem Gesicht bewies mir, das auch er getäuscht worden war. Na großartig und was jetzt?
Wieder bis aufs äußerste angespannt ging ich die wenigen Schritte die ich zurückgesprungen war wieder vor. Diese Form kam mir so vertraut vor – nur woher?
Plötzlich tönte ein lautes KRRSCH über uns hinweg, das sich anhörte wie Stahl der schwerfällig zurückgezogen wurde. Ich riss den Kopf hoch und hatte beinah im gleichen Moment den Zauberstab in meiner rechten Hand, aber das nutzte mir nicht, denn das gleißende Licht das mich traf machte mich blind. Ich schrie vor Schmerz auf, als das weiß meine Netzhaut angriff und sie zu verbrennen drohte. Mein Kopf entflammte sich und ich kämpfte einige endlos erscheinende Minuten mit mir, ehe ich den Arm wieder senken konnte.
Sonnenlicht? Wie konnte das sein?! In London war es dunkel gewesen als wir – War ich überhaupt noch in London!??
Ich wich an die Wand zurück und begriff das der kreisrunde Aufbau seinen Sinn durchaus erfüllte. Hier gab es kein entkommen – keinen Unterstand.
Не винт со мной!", schrie ich aus, als mir klar wurde was das alles zu bedeuten hatte.
Wenn du ihn sterben lässt, hast du einen Gegner weniger, wenn die Stunde geschlagen hat, flüsterte mir eine unbekannte Stimme tief in meinen Gedanken zu. Und auch wenn sie von innen kam, war es eher wie ein Parasit, der sich in mir eingenistet hatte, als ein wirklicher Gedanke meiner selbst. Sollte das ein Test sein?
Wenn ich ihn sterben lasse, echote ich, bin die die längste Zeit auf meiner Postion gewesen! So leid es mir auch tut, aber wenigstens ist dieser Blutsauger dann endlich mal erpressbar.
Ich schnellte herum und sprengte die Wand uns gegenüber auf, während ich seinen Kragen packte und ihn aus der Sonne herausriss. Ich spürte das Glühen seiner Haut unter dem Umhang, als ich ihn in das gesprengte Loch stieß und schließlich mit den Zauberstab nach oben zielte. Anscheinend war die Mauer wenigstens so dick, dass wir in ihr einen Unterschlupf finden konnten. Der Schatten war nur bedingt riesig, aber vorhanden und mehr brauchte ich im Moment nicht. Mein Kopf schmerzte immer noch, als ich einen Zielpunkt ausmachen konnte. „Sphaera perniciosa!”
Ein rotglühender Feuerball schnellte aus meinem Zauberstab und brachte die Decke zu Einsturz, sodass es plötzlich wieder dunkel um uns war.
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Julian Melark
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Von Monster zu Monster   Fr 3 März 2017 - 15:03

Julian reagierte erst gar nicht auf Maes Frage, er war viel zu beschäftigt damit den unterirdischen Korridor genauestens nach irgendwelchen Fallen ab zu suchen. Außerdem wollte er Maes nicht offenbaren dass er selbst keine Ahnung hatte. Die finstere Macht die ihm demonstriert wurde, war weitaus größer als die von Chloe. Selbst sie müsste sich ganz schön anstrengen um dieser Macht etwas entgegenzusetzen. Doch er war zuversichtlich das eine Allianz durchaus möglich war, sie durften nur eines nicht tun, Schwäche zeigen und wenn jemand glaubte Julian würde sich irgendjemandem unterwerfen, dann irrte man sich gewaltig. Er wollte seine Macht nur für sich selbst und wenn er erstmal herausgefunden hatte, wie man diese Art der Magie für sich nutzte, würde er Chloe stürzen und die Welt in ein neues Zeitalter führen.
Für einen Moment dachte er wirklich daran Maes aufzuklären und ihm etwas wichtiges zu sagen, doch der Test und dieser Korridor, der sich erst nachdem Kampf ihnen offenbarte, sowie das Lachen waren offensichtliche Anzeichen dafür, dass sie überwacht wurden. Jetzt Informationen unter der Hand auszutauschen war viel zu gefährlich. "Sei still Maes, wir werden beobachtet.", zischte Julian und folgte dem dunklen Pfad weiter hinab nach unten. Selbst sein Partner dürfte inzwischen gemerkt haben, dass dieser Geheimgang viel zu lang war, um nur zum Pub zu gehören. Nein es war vermutlich sehr viel mehr als das, vielleicht gab es unterirdische Tunnel die er nicht kannte, möglicherweise wurden sie auch erst vor kurzem mit Magie geschaffen. Aber selbst dafür konnte keinen Anhaltspunkt finden. Es wirkte vielmehr als sei der Tunnel uralt. Selbst seine Informanten hatten noch nie etwas darüber erwähnt, dass hier jemand ein und aus ginge. Wenn das überhaupt der Fall war. Die Frage warum dieser Korridor existierte konnte er sich sparen, als sie zu einer Türe gelangten.

Zunächst war Julian skeptisch, aber dann ging er ohne weiter darüber nachzudenken hindurch. Sie hatten keine andere Wahl, wenn das eine Falle war, mussten sie sie so oder so auslösen. All das wurde bis zum letzten Pünktchen durchgeplant und war nur die für beiden vorgesehen. Doch er sollte seinen Irrtum schon sehr früh bereuen, denn kaum traten sie in den kreisrunden Raum, da fiel die Türe hinter ihnen auch schon ins Schloss und eine Mauer bildete sich drum herum. Zähne knirschend sah sich Julian um, Wut war in seinem Gesicht zu sehen. Diente dieser ganze Aufwand wirklich nur der Beseitigung der beiden? Sollten die Todesser einer nachdem anderem aus dem Weg geräumt werden? Spätestens wenn Maes und er nicht auftauchen würde, wäre Chloe gewarnt und würde die halbe Zauberergemeinde gegen ihren neuen Feind aufbringen. Nicht um Julians Tod sondern eher wegen Maes. Er ahnte nicht wie ihm geschah und als er oben Metall zurückgeschoben wurde, spürte er den brennenden Schmerz der Erlösung, der sich über seine Haut bewegte. Schmerz, er liebte Schmerz. Es musste weh und brennen. Dank seiner vielen Selbstverstümmelungen war er inzwischen sehr gut darin, den Schmerz zu unterdrücken. Doch dieser gleich beinahe einer Agonie und wurde mit jedem Lichtfunken schlimmer und schlimmer. Seine Haut stand praktisch in Flammen, weshalb er sich unter seinen dunklen Mantel völlig zurückzog und so die schlimmsten Schäden von seinem Körper fernhielt. Unter seiner tiefen Kapuzen hatte er vorerst Sicherheit. Das war also der Plan gewesen, sie wollten ihn schwächen um den Dämon der Dunkelheit gefügiger zu machen. Um zu verhindern, dass er sie direkt angriff. Ein sehr intelligenter und gescheiter Plan, geschaffen von einer Macht die er gerade lernte als Gleichgestellte zu respektieren.

Ihre Art ihre Macht demonstrieren, ihr Charme und Humor waren nicht weit weg von seinem eigenem. Sie gaben ihm das wonach er sich so sehr sehnte, nach Schmerz und Befriedigung. Erst als er einen Knall hörte und mitgerissen wurde, spürte er wie der Schmerz langsam nachließ. Und als Maes sie beide dann noch in der Dunkelheit einschloss, riss sich Julian von ihm los und sah ihm voller Zorn in die Augen. Seine bedrohliche Aura hatte unter der Kapuze nur noch mehr zugenommen. Aber durch seine Schwächung war er im Moment nicht in der Lage sich mit irgendjemandem wirklich zu messen. Glücklicherweise waren es nur Gesicht und Arme die Verbrennungen aufwiesen. Was hinderte ihn daran jetzt zu disapparieren und das Treffen einfach sausen zu lassen? Es würde nichts bringen, denn einer Macht wie dieser war es schwer zu entkommen. Andererseits machte es wenig Sinn, dass sie versuchen würde sie umzubringen. Wenn man nur ihren Tod gewollt hätte, wäre es einfacher gewesen sie mitten in London zu Fall zu bringen. Es sei denn jemand hatte Vergnügen daran die beiden leiden zu sehen, zu zu sehen wie sie sich gegenseitig vernichteten.

Schweigend sah er Maes an und stützte sich an der Wand ab, um seine Regeneration durch eine entspanntere Körperhaltung zu unterstützen. "Warum hast du das getan?" zischte Julian fragend und sah seinem Partner in die Augen. Er vertraute ihm kein bisschen und würde ihn eher umbringen als mit ihm den Rest ihrer Zeit hier abzusitzen. "Wir werden jetzt warten, darauf, dass sich diese Macht wieder an uns richtet. Sie hat nicht erhalten was sie wollte und nun wird es eine Reaktion ihrerseits provozieren. Die Alternative ist, dass sie uns einfach hier drin verrotten lässt. Es würde mich nicht wundern, wenn sie das Apparieren in dieser Sackgasse mit einem Schutzfeld unterdrücken würde. Wo wir auch sind, es ist nicht mehr London. Sondern irgendwo ganz anders.", krächzte er und begann laut zu lachen. Es war ein irres kaum zu erkennendes Lachen, weil seine Stimmbänder beschädigt waren. Seine gelblichen Augen sahen sich in der Dunkelheit um und das einzige was ihm momentan einfiel war zu warten, zumindest bis sich seine Kräfte vollständig wiederhergestellt hatten.
"Erwarte keine Dankbarkeit von mir. Ich bin dir nichts schuldig.", zischte er Maes an und versuchte ein leises Schnauben zu unterdrücken. Wenn dieser Mistkerl glaubte, dass Julian in seiner Schuld stand nur weil er ihm das Leben aus Eigennutz rettete, würde ihm das nicht sein Vertrauen geben.
"Aber verrate mir etwas. Was sollen wir deiner Meinung nach tun? Und wieso hast du mich nicht da draußen sterben lassen? Welchen Vorteil versprichst du dir davon?"
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Pruecilla Dechainara
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Von Monster zu Monster   Di 11 Apr 2017 - 16:20

Pruecilla saß im trüben Schein ihrer allwissenden Kugel und blickte lächelnd auf ihren Besuch hinab, während ihre klauenartigen Finger durch das weiche, braune Haar des Jungen strichen, der starr auf ihren Schoß saß. Die alte Hexe hatte lange auf diesen Moment gewartet. Nichts hatte sie je mehr mit Zufriedenheit erfüllt, als die verwirrten Blicke des Mannes in ihrer Glaskugel. Es war an der Zeit gewesen Menschen ihre Insel zu präsentieren und das genoss sie durch und durch und natürlich gab es noch sehr viel mehr zu entdecken.
Sie würde den Blick sicher noch einige Male sehen dürfen und vielleicht schaffte sie es ja sogar diesen kühlen Augen einen Ausdruck des Entsetzens zu entlocken.

Es dauerte einen Moment ehe sie ihren Blick wieder von dem Weitseher auf den Jungen richtete . Dieser war bei weitem schon zu groß für ihren Schoß, deswegen musste er auch den Kopf senken, damit sie ihm über die Haare streichen konnte. Eine Prozedur die er selbst als äußerst demütigen erlebte, wahrscheinlich machte es ihr deswegen soviel Freude, gerade ihn so zu berühren. Sie griff in seinen Nacken und zog den Kopf noch ein Stück zu sich herunter um in die Augen des Jungen zu sehen, der bald ein Mann werden würde. Glühende, grüne Augen trafen ihre und egal wie demütig er dasaß, sie sah seinen Willen und die Freiheit in diesem Blick, die sie noch niemals leiden konnte. Beinah sanft strich sie über seine nackte Brust und berührte die Rune auf seiner Brust, die tief darin eingegraben war. Sie lächelte breit, als das Zeichen mit einem Glühen seine Magie bekundete und der Träger leise aufkeuchte. In die sonst so kämpferischen Augen zog leere und ein wenig Schmerz ein.

„Du wirst unsere Gäste doch in Empfang nehmen, nicht wahr?“, hauchte sie und strich noch einmal über das Zeichen, das in einer geraden Linie mittig seiner beiden Brustwarzen lag. Als die Antwort ausblieb, hielt sie ihren Finger länger auf das Zeichen und konzentrierte sich auf seine Gedanken, bis der Widerstand nachgab und er ein „Ja, Herrin“ hauchte. Zufrieden nickte sie und nahm ihre Hände von seinem Körper. „Dann geh!“

Der Junge schoss hoch und machte sich schleunigst auf den Weg wahrscheinlich in der Furcht sie konnte es sich anders überlegen und ihn weiter bei sich behalten wollen. Sein vernarbter Rücken, den sie mit vollem Stolz betrachtete, verschwand zwischen dem Torbogen. Dieses Kunstwerk hatte sie viel Mühe und Kraft gekostet. Sie lehnte sich zurück und betrachtete noch einmal die Neuankömmlinge auf ihrer Insel, ehe sie eine Hand hob.

„Komm zu mir, Ephraim.“ Im Moment fühlte sie sich ohne die Verbundenheit zu ihren Runen seltsam schwach. Sie hatte noch niemals soviele auf einmal verloren und ihre Wut darüber, hatte sich in Alterserscheinungen umgewandelt. Ihre Kräfte würden weiter abnehmen, wenn sie es nicht zu verhindern wusste! Der Junge nahm wie Cuthbert zuvor mit gespreizten Beinen auf ihrem Oberschenkel platz und ließ es erschaudernd zu das sie ihn umarmte. „Was hast du denn, kleiner Schatz“, lachte sie tief und ohne jeglichen Humor. „Es wird schon bald vorbei sein...“ Wieder glitten ihre Augen zu den beiden Fremden und sie fragte sich was sie ihr anzubieten hatte, was sie im Austausch für ihr wissen boten. Und ob sie überhaupt in der Lage waren zu ihr zu kommen.
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Maes Yanis Hughes
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Von Monster zu Monster   Di 11 Apr 2017 - 16:24

„Ich erwarte gar nichts von dir, gryaznaya svin'ya“, meinte ich kalt und richtete meinen Zauberstab auf einen halbgroßen Stein um ihn beiseite zu schieben. „Ich persönlich werde jetzt versuchen hier rauszukommen und herauszufinden wo ich bin und was dieses... dieses Etwas von uns will. Was du machst ist mir egal ...“ Kurz drehte ich mich um und sah ihm einen Moment in die Augen. „Egal wie masochistisch du bist noch ist nicht die Zeit das wir dich entbehren könnten, also komm nicht mal auf die Idee dich selbst verbrennen zu lassen. Ich würde dich persönlich aus der Hölle herausziehen, wenn es dem größeren Ziel dient, verstanden? Also versuch es erst gar nicht.“  
Damit setzte ich mein Monokel wieder auf und folgte der Spur Magie in die entgegengesetzte Richtung durch den Schutt. Mein Zorn pulsierte in mir und am liebsten hätte ich meine deformierte Begleitung eigenhändig verbrannt. Dennoch war alles was ich sagte wahr. Noch konnten sich die Todesser nicht leisten darauf zu verzichten das Melark für sie mit Informationen handelte. Ratte hin oder her. Alleine die Tatsache das der Unbekannte seine Nachricht auch an ihn gesendet hatte, hieß doch, dass er genauso wichtig für die ganze Sache war wie jeder von seinen Leuten. Ärgerlich aber nun einmal nicht zu ändern. Und so sehr ich mir auch wünschte das alles alleine regeln zu können – umso mehr sie zusammenhielten umso schneller würde es vorbei sein. Ich ebenete mir also meinen Weg durch den Schutt ohne ihm noch einmal ein Zugeständnis zu machen und zu schauen ob er hinter mir herkam. Eigentlich war es mir auch relativ egal. Wenn er schon einen auf cool und unabhänig machen wollte, dann sollte er sich im Endeffekt auch nicht beschweren, wenn wir uns aus den Augen verloren. Es dauerte eine ganze Weile in der ich glaubte nicht voranzukommen und mich auf der Stelle fortzubewegen, egal wieviel Schutt ich verschob oder pulverisierte. Der eingestürtze Raum erschien endlos. Aber nach einer gefühlten Ewigkeit roch ich nasse Erde und nur wenige Meter weiter hörte ich das Pfeifen eines starken Windes. Mein Tempo beschleunigte sich automatisch, als ich den Geruch von Freiheit wahrnahm und ich ließ den letzten Gesteinsbrocken explodieren. Schutt rieselte um mich herum – einige kleine Teile des Steins trafen mich, doch ich konnte den Blick nicht von dem abwenden was ich sah. „Vy ne verite...“ Meine Stimme klang so ungläubig wie ich mich fühlte, als ich meine nähere Umgebung betrachtete. Kurz überlegte ich ob irgendein Gas in der Höhle ausgeströmt war, das erklären könnte, warum ich diese Halluzination hatte, doch ich fühlte mich normal... nicht high.Ich trat hinaus und sofort erfasste mich ein starker Wind, der mir an den Haaren und meinem Umhang riss. Ich blickte die Steilklippe hinunter, die sich vor mir erstreckte und sah die Gischt des Meeres an den Felsen brechen. Das Wasser wirkte Schwarz und trostlos und ich bildete mir ein weiße Gesichtslose Gestalten darin schwimmen zu sehen. Dann hob ich meinen Blick benommen und sah mich weiter um, ehe ich den Blick schließlich hob.Um mich herum waren nur wenige Meter Gestein, ehe die Klippe ins Meer stürzte. Ich stand auf einem kleinen Absatz eines riesigen Abgrunds und konnte nichts anderes tun als hinaufzuklettern oder wieder zurückzulaufen. Was sollte das hier werden?
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BeitragThema: Re: [Hauptplot] Von Monster zu Monster   Fr 12 Mai 2017 - 2:47

Die gelblichen Augen beobachteten jeden Schritt seines verräterrischen Begleiters, der genauso wie Julian selbst nur an seinen eigenen Vorteil dachte. Er war jung und naiv und eines Tages würde ihn das seinen elenden hässlichen Kopf kosten, da war er sich sicher. Immerhin war Maes ebenso nur ein Werkzeug von Chloe wie jeder der ihr Treue schwörte. Und auch wenn er ihn absolut nicht leiden konnte und ihm kein Stück traute, hatten sie dasselbe Ziel, weshalb Julian ihm tief ins Innere folgte. Er hatte keine Ahnung wo er sie hinführte und im Grunde war es ihm auch egal. Ganz allmählich verlor Julian nämlich langsam die Geduld mit seinen neuen Verhandlungsparnern. Einen Julian Melark durfte man derartig nicht behandeln. Entweder sie würde sich bald zeigen oder aber er würde verschwinden und seine eigenen Wege beschreiten. Er hatte keine Angst, niemand war er in der Lage ihm Befehle zu erteilen und diese Prüfung eben war Grund genug für ihn, den Handel zu platzen zu lassen. Dennoch durfte er nicht das Risiko eingehen, seinen Vorteil Chloe gegenüber zu verlieren und wenn er sich einmal dieser Magie bemächtigt hatte, würde er eine gewaltige Armee unter seiner Führung haben, mit der alle die sich gegen ihn auflehnen mit dem Leben zahlen mussten. Nur dieser Vorteil war es der ihn daran hinderte zu gehen. Doch er musste Maes loswerden. Ihm vertraute er noch weniger als Chloe und würde ihn am liebsten an Ort und Stelle beseitigen. Für einen Moment wäre es auch beinahe so gekommen. Sein Zauberstab hatte sich schon auf seinen vorausgehenden Erzfeind gerichtet, ehe er ihn aber wieder zurückzog und leise zischende Geräusche machte. Nein, so würde er ihn nicht erlegen. Das war zu einfach, zu unbefriedigend. Erstmal würde er seine Unterstützung brauchen, zumindest bis sie sich dieser Macht entgegengestellt hatten. Blieb ihm etwas anderes übrig? Vielleicht, aber das Risiko war ihm für den Moment zu groß, als das er es wirklich bereit gewesen wäre zu riskieren.

Als sie schließlich einen Weg in die Freiheit gefunden hatten, zog er seine Kapuze zu seinem eigenen Schutz über und sah sich dort draußen um. Wo waren sie hier? Ganz offensichtlich mussten sie über eine Art Portschlüssel gereist sein. Die Klippe endete jedenfalls und führte direkt in die Weiten des Meeres, die Menschen nur allzu gern verschlang. Sein Geduldspfaden platzte allmählich, er hatte genug von diesen lächerlichen Spielchen und empfand sie auch nicht gerade als wirklich sinnvoll oder belustigend. Der Versuch ihn zu eliminieren war zwar ganz spaßig gewesen, aber bei weitem nicht das was er sich von einer Macht wieder erhoffte. Es war ein einfallsloser und völlig unbefriedigender Versuch gewesen, der keinerlei Stil hatte. Ihre bisherigen Opfer waren viel herrlicher und ein klares Zeichen ihrer Macht. Doch er war keine Maus die sich hier durch ein Labyrinth oder über eine Insel schlagen würde. Eher würde er sterben wollen als dem Folge zu leisten. Für andere durch die Ringe zu springen war nicht sein Stil und das würden sie schon sehr bald zu spüren bekommen.

Sonorus, zischte er liese und hatte sich die Kapuze tief ins Gesicht gezogen und den Zauberstab an seinen Hals. "Diese Spielchen sind langweilig, zeigt euch endlich! Ich werde keines dieser Spiele mehr mitspielen. Lasst uns endlich zum wesentlichen kommen oder fürchtet ihr eine direkte Gegenüberstellung?", zischte er durch die Verstärkung seiner Stimme laut, sodass seine krächzende Stimme überall wiederhallte. In seinen Augen machte sich ein Funkeln breit, dass nur im Ansatz seine enorme Wut wiederspiegelte. Er war Julian Melark, der Kopf eines riesigen Informationsnetzwerkes und der Dämon der Finsternis. Niemand durfte so mit ihm rumspringen und schon gar niemand der sich mal eben ein paar Bauernofper nahm, nur um ihn zu sich zu locken. "Je eher wir zu einer Einigung kommen, desto eher können wir uns vom gegenseitigen Vorteil sein, aber wenn wir diese unbefriedigenden Spiele weiterspielen, werden wir nie unser Ziel erreichen! Uns zu beobachten ist nicht schwer, wenn man in seiner eigenen Arena die volle Kontrolle hat! Wenn ihr wirklich einen Handel wollt, dann jetzt!", zischte er laut und wandte den Quietus Zauber an um seine Stimme wieder auf Normalniveau herunter zu senken. Nun warf er seinem Begleiter einen kurzen bedrohlichen Blick zu und ahnte das sie wahrscheinlich einen Angriff initiieren würde. Entweder das oder aber sie würde endlich mit diesen jämmerlichen Spielchen aufhören. Er jedenfalls würde nicht nach ihrer Nase tanzen!
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