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 Ein Brief mit Nebenwirkungen

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Claire Bennett
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BeitragThema: Ein Brief mit Nebenwirkungen   Mi 27 Jan 2016 - 0:06

Ein Brief mit Nebenwirkungen
Harley Quinn + Claire Bennett
10.02.2015
00:34 Uhr

Plötzlich fing es an zu regnen, dicke Tropfen fielen vom Himmel herab und sammelten sich zu Pfützen auf dem Weg, den ich gerade entlang schritt. Ein kurzer Fluch meinerseits erklang und ich zog meine Kapuze tiefer ins Gesicht. Es war fast Mitternacht, nicht  viele Personen waren in der Winkelgasse unterwegs. Die meisten befanden sich auf dem Weg zu irgendeiner Party. Man hätte annehmen können, dass ich den gleichen Grund hatte mich zu dieser Uhrzeit draußen zu bewegen, doch ich war unter anderen Umständen in der Winkelgasse gelandet. Mein erster richtiger Auftrag im Namen des Ordens und ich durfte ihn auf keinen Fall vermasseln. Was hatte Chloe gesagt?                      
"Versuch herauszubekommen was er will. Ich will, dass es glatt und sauber über die Bühne geht. Weitere Zeugen unseres Tuns können wir nicht gebrauchen."
Es war erst eine Woche her, dass Chloe den Brief erhalten hatte, weswegen ich gerade unterwegs war. Ein unscheinbares Kuvert, mit großen, schwarzen Buchstaben beschrieben.                          
"Passen sie auf sich auf. Schwarze Schafe findet man überall. Auch im Ministerium." Kein Absender, keine Adresse. Chloe hatte den wahren Absender natürlich sofort ausfindig machen lassen. Es war ein Zauberer namens Django, dessen Vorstrafenregister mindestens genauso lang war wie Chloes Karriereleiter. Er war 45 Jahre alt, insgesamt hatte er fünfzehn davon in Askaban verbracht. Was wollte er? Wieso schrieb er ihr einen anonymen Brief, obwohl er den direkten Weg über die Aurorenzentrale hätte nehmen können? Wusste er am Ende mehr? Konnte er unserer Sache gefährlich werden oder konnte er uns sogar von Nutzen sein?
Die letzte gemeldete Adresse des Mannes lautete: Goldlackgasse 3, London. Eine etwas heruntergekommene Gegend, unweit der Winkelgasse. Hierher verliefen sich keine gut situierten Bürger der Zaubererwelt. Hier trieb sich nur Gesindel herum, Squibs und Straftäter. Und ich. Der Regen war nun zu einem prasselnden Schauer mutiert und ich zog meinen Mantel fester um mich während ich die Straßenseite wechselte. Es war nicht mehr weit bis zum Haus mit der Nummer 3. Ich war vielleicht noch drei Häuserblocks davon entfernt. Die Schwangerschaft sah man mir immer noch nicht an, obwohl ich nun schon fast im dritten Monat war. Nur eine kleine Wölbung über dem Bauch ließ erahnen was gerade mit mir passierte, doch man konnte dies auch für das Ergebnis eines allzu verfressenen Gelages halten.
Die Luft war voll mit Rauch aus den Schornsteinen der umliegenden Häuser und vernebelte die Sicht. Weit konnte es nicht mehr sein. Ich blieb vor dem Haus stehen, in dem ich den geheimnisvollen Briefeschreiber vermutete. Die Hausnummer war schon recht verblasst, doch dies musste zweifelsfrei die Nummer 3 sein. Auf dem Klingelschild standen viele Namen, ein Mehrparteienhaus also. Ich überflog die Liste an Nachnamen und erkannte mit Genugtuung, dass auch Django darauf zu finden war. Also war Chloes Informant richtig informiert gewesen. Laut des Klingelschildes befand sich die Wohnung des Mannes im dritten Stock. Ich sparte mir das Klingeln, denn die Haustür war nur angelehnt. Nachdem ich eingetreten war vernahm ich die Geräusche der Bewohner: ein krankes Husten, ein weinendes Baby, ein Stockwerk höher schrien ein Mann und eine Frau sich gegenseitig an, Geschirrgeklapper. Nicht mal in der Nacht war es hier ruhig und friedlich. Langsam erklomm ich die Treppen bis in den dritten Stock und stand dann vor der Tür des Mannes, den ich suchte. "Alohomora." Wieder übersprang ich es mich vorher anzukündigen und betrat die Wohnung. Hier war es still und dunkel. Ich konnte zuerst nichts erkennen und erleuchtete mir den Weg mit meinem Zauberstab. Die Wohnung schien verlassen zu sein. Eine Matratze im Wohnzimmer, zerbrochene Flaschen, ein Muggelgerät von dem ich den Namen vergessen hatte. Enttäuscht ließ ich den Schein meines Zauberstabes durch den Raum gleiten und bückte mich nach einem Foto, welches auf dem zerfransten Teppich lag. Chloe und Zach. Irgendwo aufgenommen. Aber wo? Was hatte dies alles zu bedeuten? Ich faltete das Bild und steckte es in die Tasche meines Mantels. Dann sah ich im Winkel meines Auges eine Person stehen und erschrak. "Na? Brichst du immer in Wohnungen ein und nimmst dir Dinge die dir nicht gehören?" Eine dunkle, gehässige Stimme erklang und die Person trat in den Lichtkegel meines Zauberstabes. Django, da war ich mir sicher. "Was denkst du denn? Dass ich hier Ministeriumsgesindel einfach in meine Wohnung spazieren lasse, damit sie ungestört herumschnüffeln können? Wie dumm seid ihr eigentlich? Schicken die immer solche jungen Dinger zu "Hausdurchsuchungen?" Ich verstand nichts von dem was er sagte. "Sie haben uns einen Brief geschickt." begann ich und versuchte ruhig zu bleiben. Von diesem Mann ging eine gewisse Gefahr aus, das konnte ich spüren. "Was bezwecken sie mit solchen Mitteln?" Den Zauberstab hielt ich immer noch erhoben und drohend in seine Richtung. "Brief?! Achja! Der Brief. Wusste doch, dass ihr früher oder später darauf kommen werdet. Nur eine kleine Warnung. Nichts weiter." Er lächelte süffisant und kam einen Schritt auf mich zu. "Wollte nur dass ihr wisst mit wem ihr da zusammen arbeitet. Auch einen Drink?" fragte er und zog eine Flasche Butterbier aus einem Regal hervor. Ich schüttelte den Kopf und versuchte mir einen Reim aus seinen Worten zu machen. Er wich meinen Fragen aus. Was für ein Spiel trieb er? "Woher haben sie ihre Quellen?" fragte ich weiter. Django entkorkte das Bier und flößte es sich in mehreren Schlucken ein. Mir war schon früh aufgefallen, dass er schon stark angetrunken war. "Ich beantworte dir keine deiner Fragen, Kleine. Nur….deiner…" Ein lauter Rülpser erklang. "…Chefin." Wieder lächelte er, diesmal boshaft. "Sie werden nicht die Gelegenheit bekommen mit meiner "Chefin" zu sprechen." erwiderte ich und funkelte ihn angriffslustig an. "Nanananana, Mädchen." rief er dann und packte mich plötzlich am Arm. Das alles war so schnell gegangen, dass ich keine Chance gehabt hatte meinen Zauberstab zur Verteidigung zu benutzen. Was hatte ich bloß gelernt? Anscheinend gar nichts. "Dringst hier in mein Haus ein, mischst dich in Angelegenheiten ein, die dich nichts angehen!" polterte er weiter und ich riss mich von ihm los. "Wagen sie es noch einmal." rief ich und ging einen Schritt rückwärts. Er hatte nun auch seinen Zauberstab gezogen. Auf ein Duell wollte ich es auf keinen Fall ankommen lassen. Ich war zwar relativ sicher in Schulzauberei, doch im wirklichen Leben hatte ich meine Künste bisher nicht ausprobieren müssen. "Stupor!" schrie er und ein blauer Strahl schoss aus seinem Stab. Ich schaffte es noch gerade so hinter den Tisch zu springen, der dann klappernd umfiel und mir somit ein wenig Schutz bot. "Reducto!" rief er und der Tisch, hinter dem ich kauerte explodierte pulverig. Mit schreckgeweiteten Augen registrierte ich, dass er wieder auf mich zukam. Ein weiterer Fluch wurde auf mich zugeschossen, ich wehrte ihn wirksam mit "Protego!" ab und spang wieder auf die Füße. "Impedimenta!" Diesmal ging der Fluch von mir aus und verfehlte sein Ziel nur knapp. Ich musste mir etwas einfallen lassen. Lange konnte ich diesem Fluchwechsel nicht mehr standhalten. "Zähes Ding." rief er mir zu und keuchte dabei laut auf. Seine Trunkenheit verlangte ihren Zoll. "Du wirst dir wünschen niemals dieses Haus betreten zu haben wenn ich mit dir fertig bin!" rief er mir zu und lachte wieder laut auf. Diesmal musste ich ihm fast Recht geben. Wie sollte ich aus dieser Situatuion nur wieder herauskommen?


Zuletzt von Claire Bennett am Di 2 Jan 2018 - 23:10 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Ein Brief mit Nebenwirkungen   Mi 27 Jan 2016 - 10:34

Es war bestes, englisches Wetter, der Regen fiel fast Lotrecht, zumindest anfangs, als die blonde Hexe endlich Feierabend gemacht hatte. Masor hatte sie fast zur Weißglut gebracht mit seiner stoischen Ruhe und dem ewig währenden 'lasse es fließen' wenn sie mal alles fließen lassen würde, was sie fließen lassen konnte, man würde der Kerl sich umsehen, ein Glück war sie nicht so dumm, sonst hätte sie wirklich mal alles locker gelassen. Trotzig war die Fluchbrecherin ja schon manchmal, besonders dann, wenn sie wirklich genervt war, aber manche Dinge ließ sogar sie sein, weil es unter Ihrem Niveau war. Einen Regenschirm benötigte sie nicht sie hatte ohnehin vor gehabt später zuhause zu duschen oder ein Bad zu nehmen, und so richtig durch gefroren, nass bis auf die Knochen, da war so ein Bad doch schon der perfekte ausklang des Tages.

Oder der Nacht, je nachdem wie man das sehen mochte um kurz nach halb eins in der Früh. Und doch war da etwas, was Ihre Aufmerksamkeit erregte, ein junges, dunkelhaariges Ding, so alt, wie sie damals war, als sie ihr erstes Meisterwerk geschaffen hatte. Auf dem Weg in eine der dunkelsten Ecken Londons, ein billiger Abklatsch der Nokturngasse. Ein verspieltes Lächeln legte sich auf die Züge der ehemaligen Slytherin, als sie das halbe Kind sah, und irgendwas flackerte in Ihrem Unterbewusstsein, dass sie Ihr bekannt vorkommen sollte, woher genau ahnte sie in diesem Augenblick noch nicht, aber sie verfolgte die jüngere, langsam. Ihr schwarzes Kleid lag eng an Ihrem Körper, jedoch hatte es gewisse (Fantasie anregende) Spielräume. Ihre Haare waren heute glattgefönt – gewesen - und nur dank des magischen Haarsprays waren jene noch immer so, wie sie sein sollten.

Dezent war das fast blasse Gesicht geschminkt, während die dunklen Ohrringe schwer an Ihren Ohren hinab hingen. Seid Jahren schon trug sie gern Highheels, meistens – auch der Arbeit geschuldet – waren jene aber mit einem Zauber belegt, dass man jene nicht sofort hören konnte, nur so leise und dumpf wie Sneakers auf feuchtem Asphalt oder Kopfsteinpflaster. Immer weiter folgte sie dem jungen Ding, was sich erst verirrt zu haben schien, diese Gegend passte nicht zu der Haltung der kleinen, und doch, wirkten Ihre Schritte zielstrebig. Ungewöhnlich, wie die verspielte Hexe fand. Ihr Augen blitzten auf, natürlich wusste sie, dass sie sich im Hintergrund halten musste, nicht auffallen, weder im Beruf noch anderweitig. Aber es war so verlockend und so war die Witterung aufgenommen worden, in das Haus konnte die Blondine auch ohne Probleme folgen, danach wurde es etwas schwieriger, da sie nicht auffallen wollte. Aber, auch jetzt war da wieder dieses Gefühl.

Das Haus kannte sie, der Geschmack auf der Zunge wurde bleiern. Hier war sie schon mal gewesen, vor langer Zeit. Und es war keine gute gewesen, und es gab nur einen, der hier noch immer hausen würde. Der Blick verdunkelte sich, als sie auch schon die ersten Zauber vernahm, die von den anderen Parteien nicht wahrgenommen wurden oder an der Tagesordnung angesehen wurden. Jetzt wurde es lustig, mit einer schnellen Bewegung zog sie Ihren knorrigen Zauberstab, tänzelte die Treppe weiter empor, als sie auch schon im Türrahmen stand, die Alkoholfahne des Zauberers wahrnahm, der das Mädchen scheinbar umbringen wollte.Eher gelangweilt klatschte sie in Ihre Hände, Schulzaubereien, oh weh, da hatte die kleine in einem Duell aber keine wirkliche Chance. Und der Kerl, angetrunken und eher eine Witzfigur. Aber, den kannte sie, zu gut. Er war öfter in dem Zaubertrankladen in dem sie mehr oder weniger lebte.

Und ein eher schlechter Kunde, oft reichte sein Geld nicht mal mehr um die Tränke zu bezahlen. Aber, jetzt konnte sie es ihm ein wenig... vergüten. „Fatis proelium 'Sieh deinem Schicksal ins Auge',“ kams fast lachend von Ihr, als sie den Zauber auf den Mann wirkte, abermals glitzerten Ihre Augen fröhlich aufm klatschte leicht in Ihre Hände und betrachtete den Mann, konzentriert, wie er eine Weile dem Zauber erlag. Erst als der zauber sich löste, sah sie zu dem Mädchen rüber. „Hach, wundervoll nicht wahr?“ Säuselte sie glücklich. Dann aber wurde sie wieder ernster. „Und was machst Du hier? Und warum hast Du den Zauber nicht genutzt? Mit Schulmagie kommt man hier nicht weit.“

Es klang wie eine Frage die man bei einem Kaffeeklatsch stellte, eine Hand legte sie in Ihre Hüfte, während die Zauberstabhand einen Stupor in die Richtung des Mannes schickte, der nicht mal eines Blickes gewürdigt wurde. Nicht, dass sie nun eine zweite – wenn auch eher kläglichere – Gegnerin hatte. Benommen lag der Zauberer am Boden, doch für wie lange, oder ob er sich nur benommen stellte, würde man ja noch sehen. Jetzt aber, war es erstmal die verspielte Hexe, die das Zepter in der Hand hielt und wartete, was die jüngere vor hatte und Ihr sagen würde. Dabei tropften einige dicke Wasserperlen aus den Haaren der Blonden Hexe. Schrecklich. Pitsch, Patsch.
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BeitragThema: Re: Ein Brief mit Nebenwirkungen   Mi 27 Jan 2016 - 22:07

Ich war gerade im Begriff meine nächsten Schritte zu planen als ich über mir ein Stöhnen vernahm. Der Mann starrte mir aus dunklen Augen entgegen und sackte dann über mir zusammen. Mit einem lauten Gepolter landete er auf dem Boden neben mir und ich krabbelte ein Stück von ihm weg, nur um dann zu erkennen, dass sich eine weitere Person in der Wohnung aufhielt. Davon ausgehend, dass die Gefahr für mich noch nicht ausgestanden war hielt ich immer noch meinen Zauberstab fest umklammert. Der Mann regte sich nicht mehr und nun erkannte ich auch wer mein geheimnisvoller Retter war. Es war eine blonde, zierliche Frau, welche ein kesses Grinsen auf dem Gesicht hatte. Ihr schien ihre Taten sichtlich Freude zu bereiten. Kurz wallte der Neid in mir auf. Wieso sah sie so gut und gefasst aus bei dem was sie tat? Als wäre es ein leichtes gewesen Django unschädlich zu machen. Oder war ich einfach zu unfähig?
Langsam kam ich wieder auf die Beine. "Danke." murmelte ich, immer noch ein wenig außer Atem. "Ich weiß auch nicht was das war. Ich glaube er hat mich einfach im falschen Moment erwischt. ich dachte, dass die Wohnung unbewohnt wäre." erklärte ich und schwieg dann abrupt. Warum erzählte ich ihr das alles? Ich kannte sie nicht, sie war eine Fremde. Dennoch kam sie mir irgendwie bekannt vor. Sie schien sich öfter in Duelle zu verwickeln, denn als der Mann am Boden langsam wieder zur Besinnung kam machte sie ihn mittels eines Stupor sofort wieder bewusstlos.
Ich musste zugeben, dass sie mich aus einer unbequemen Situation gerettet hatte und beschloss daher ihr so weit wie möglich zu vertrauen. Schließlich stand ich in gewissem Maße in ihrer Schuld.
"Der Typ hat sein Maul zu weit aufgerissen und damit manch einen vor den Kopf gestoßen." zischte ich durch meine Zähne hindurch und ging auf Django zu. Kurz vor ihm blieb ich stehen und stupste mit der Fußspitze gegen seinen leblosen Oberkörper. "Mistkerl."
Mir war klar, dass die Geschichte mit dem abtrünnigen "Mitarbeiter" nicht alles war was er wusste. Das Foto von Zach und Chloe bewies, dass er irgendetwas im Schilde führte. Wie viel wusste er? Django war leider nicht mehr vernehmungsfähig, daher blieb mir nichts anderes übrig als mir etwas anderes für ihn auszudenken.
Ich ging vor dem leblosen Körper des Mannes in die Hocke und beobachtete seine unregelmäßigen Atemzüge. "Und was mach ich jetzt mir dir?" fragte ich ihn und mich selbst. Ich durchsuchte seine Hosentaschen nach Brauchbarem. Ein Tütchen mit einem beißenden Pulver kam zum Vorschein, ein paar Galleonen. Nichts was mir meine Fragen beantworten konnte. Deshalb wandte ich mich danach an die fremde Frau, welche immer noch in der Mitte des Raumes stand. "Wieso bist du hier?" fragte ich sie.
"Wer bist du überhaupt?" Mir schwirrten tausend Fragen durch den Kopf.
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BeitragThema: Re: Ein Brief mit Nebenwirkungen   Do 28 Jan 2016 - 10:44

Während Harley den Zauber auf den Mann wirkte, der sich nun seiner eigenen Nemesis gegenüber sah dabei versuchte Ihr entgegen zu treten und es doch nicht schaffen würde da es ein reiner – und ziemlich bösartiger – Illusionistischer Zauber war, schien die Hexe von Augenblick zu Augenblick der verstrich immer mehr eine kindliche Freude zu empfinden. Es machte Ihr sichtlich Spaß den Mann zu quälen und ihm eine Lektion zu verpassen, die er nicht mehr vergessen würde. Sie liebte es. Auch wenn sie seine Pein nicht sehen konnte, da er an sich reglos war, aber wenn man auf seine Augen achtete, konnte man die Furcht sehen, die Panik die sich immer mehr in dem Mann ausbreitete und die die Oberhand gewann, bis er Ohnmächtig wurde.

Eine Schutzfunktion des Körpers, sehr bedauerlich für Harley, aber so konnte sie sich auf das halbe Kind, welches noch mit im Raum war und welches sie verfolgt hatte, konzentrieren. Leicht schob sie die Hüfte vor und sah die dunkelhaarige mit einem kessen lächeln auf den Lippen an, eine Spur Wahnsinn war auf den Zügen zu erkennen, wenn man genau hinsah und wenn man wusste, wohin man blicken musste um es zu erkennen. Aber noch war sie nicht in einer Art Blutrausch, so dass sie sich normal mit der jüngeren unterhalten konnte. Auf das 'danke' winkte sie lediglich leichtfertig ab. „Der Schein trügt, hat man Dir das nicht beigebracht? Du weißt aber schon in welcher Gegend du dich hier herum treibst, nicht wahr?“ Ein wenig Spott klang in der Stimme der älteren mit, man ging doch nicht unvorbereitet hier her in diese Gegend, die nur so vor zwielichtigen Gestalten triefte. Zwischen den Worten wollte Django erwachen, aber mit einem lockeren und eher unbeeindruckten 'Stupor' ließ sie ihn zurück sinken ins Land der Träume.

Der eher unangenehmen Träume, wenn man genau sein will. Denn die Spuren der Nemesis waren weiterhin deutlich in seinem Unterbewusstsein verankert. Leicht rümpfte die Blondine die Nase, es roch hier, als ob man Ammoniak und Bier und wochenlang ungewaschene Körper hier gebunkert hätte. Widerlich. Und doch machte sie es sich auf einem der Sessel bequem, welchen sie mit einem Wink des Zauberstabs ran zog. In einer eleganten Bewegung setzte sie sich, hob ein Bein über das andere und legte die Hände auf das erhöhte Knie, dabei aber die kleine nicht aus den Augen lassend, die Türe schließend mit einem weiteren wedeln des Stabes. Es musste ja keine Zeugen haben, auch wenn die Personen hier sicher nicht einen Ton sagen würden, wenn sie die Szene beobachteten.

Zur Not würde Harley dafür sorgen. Sie wirkte absolut tiefen entspannt, und noch immer war da dieser kindliche Blick, neugierig und voller Vorfreude, besonders als die kleine meinte, dass er anderen vor den Kopf gestoßen hatte und das Maul zu weit aufgerissen hatte. Uuh das klang wundervoll nach einem kleinen Racheakt. Auch wenn das brünette Mädchen noch nicht wirklich abgebrüht zu sein schien und ziemlich naiv. „Halt halt,“ nun lachte die Blonde in dem schwarzen Kleid. „Du bist zu nett. Wenn er reden soll, dann wecken wir ihn gleich mal auf,“ auch jetzt schien die Hexe wieder diese Euphorie zu verströmen. Aber erstmal waren andere Fragen zu beantworten, nachdem Claire Ihm die Hosentaschen ausgeräumt hatte. „Nun, du warst zu auffällig für diese Gegend, und da hab ich mir gedacht, schau ich mir doch mal an, was Du so vor hast.“ Schmunzelte die Frau mit den dunklen Ohrringen.

„Und wie Du siehst, bin ich genau im richtigen Moment aufgetaucht. Du musst dich nicht bedanken, das habe ich gern getan,“ wieder lachte sie leise, ehe sie ihren Oberkörper nach vorne beugte, als ob sie sich verneigte. „Ich bin die gute Fee, und ich glaube, ich sollte mich deiner annehmen, wenn du hier überleben willst, mit deinen kleinen Zaubertricks kannst Du nichts gegen den da ausrichten.“ Plauderte sie belustigt weiter. „Also zurück zu Ihm, er hat Informationen, die gewissen Leuten nicht schmecken. Wir könnten es uns ganz einfach machen und Ihm ein wenig zeigen, was es bedeutet, wenn man sich mit den falschen Leuten anlegt. Wäre das in deinem Sinne?“ Ihre Augen funkelten fröhlich, fast ungeduldig wartete sie auf eine Antwort von dem jungen Ding, das heillos überfordert war mit der Situation, wie es schien. Wem Django wohl auf die Füße getreten war? „Wer ist eigentlich der Meinung gewesen, dass jemand wie Du einen wie den zur Strecke bringen kann?“ Nun legte sie den Kopf schief und musterte die hübsche kleine Hexe.
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Claire Bennett
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BeitragThema: Re: Ein Brief mit Nebenwirkungen   Do 28 Jan 2016 - 21:10

"Natürlich weiß ich in welcher Gegend ich mich befinde." murmelte ich und beobachtete Django weiter. Dachte die Andere, dass ich einfach nur zum Spaß in fremde Wohnungen einbrach und mich mit Halunken duellierte? Langsam wurde mir klar, dass sie mich wohl für eine Vollversagerin hielt, für ein naives Püppchen, dass sich fälschlicherweise in wilden Gefilden rumtrieb.

Die Frau schritt durch den Raum, nein, sie tänzelte fast. Ich konnte ihr Alter kaum schätzen, da sie in manchen Augenblicken fast kindlich aussah. Sie ließ sich in einen abgewetzten Sessel fallen, der aussah als würde er sogar unter ihrem Leichtgewicht zusammenkrachen.
Ich konnte sie nicht einschätzen. Zu wem gehörte sie? Wieso half sie mir? Dennoch war ich in diesem Moment heilfroh, dass sie da war. Ich musste zugeben, dass mich diese Situation überforderte. Der Mann am Boden grunzte kurz auf und verstummte dann wieder. "Ich bin zu nett?" echote ich und sah sie fragend an. Das klang fast so als wäre ich schwach und inkonsequent, was ich ja auch war. "Aufwecken?! Am liebsten würde ich ihn in diesem Zustand in die Themse werfen." Noch nie hatte ich solche Gefühle in mir verspürt. In meinem alten Leben war ich nie sonderlich rachsüchtig oder nachtragend gewesen. Doch dieser elendige, verfluchte Mensch widerte mich so sehr an, dass ich ihm am liebsten auf der Stelle den Hals umgedre…

Sie hatte mich also schon länger verfolgt und war nicht erst in diesem Haus auf mich Aufmerksam geworden. Dies ließ darauf schließen, dass sie auch nicht von hier kam. "Danke, für das Interesse an mir. Ich weiß nicht was passiert wäre, wenn du nicht aufgetaucht wärst." sagte ich und bedankte mich damit noch einmal, was eigentlich überflüssig war, denn sie hatte meinen Dank schon zuvor angenommen. "Wie heißt du?" fragte ich meine unbekannte Retterin, die immer noch im Sessel saß.

Wir sahen beide wieder hinunter zu Django, der in einen Dämmerzustand gefallen zu sein schien.
"Er hat womöglich Informationen. Wir wissen nicht welchen Umfang diese Informationen haben oder ob er nur blufft. Das habe ich bisher nicht aus ihm heraus bekommen. Am besten wäre es wenn er verschwinden würde um dann niemals wieder aufzutauchen. Ich gehe davon aus, dass er ein schmieriger Lappen ist, der unbedingt Aufmerksamkeit bekommen möchte. Dennoch wäre es beunruhigend ihn weiter frei herumlaufend zu wissen." Ich verschränkte meine Arme vor der Brust. "Dies sollte mein erster Auftrag sein." antwortete ich auf ihre Frage nach meinem Auftraggeber und seufzte auf. "Das habe ich wohl komplett vermasselt." Obwohl, eigentlich war noch nichts verloren. Der Mann war unschädlich, für den Moment.

"Großartig gefährlich kann er uns ja nicht mehr werden." sagte ich und stieß sacht mit der Schuhspitze gegen seinen Kopf, der dann zur Seite rutschte. An seinem Hinterkopf war eine klaffende Wunde zu erkennen, die er sich wohl zugezogen hatte als er mit dem Kopf auf den harten Fußboden aufgekommen war. "Uh. Das tut weh." rief ich und kicherte. Ich hatte keinerlei Mitleid mit dem Mann. Mit einem Wink meines Zauberstabes und einem gemurmelten "Enervate" kam Django langsam wieder zu sich. Zuerst öffneten sich nur seine Augen, dann bewegte er den Kopf und versuchte aufzustehen. "Moment, das haben wir gleich." rief ich übertrieben freundlich und ließ mittels "Incarcerus" ein Seil aus meinem Zauberstab wachsen, dass wie eine Schlange auf Django zu gekrochen kam. Das Seil umfasste seinen Arm, wuchs an seinem Rumpf empor und schlang sich dann in langen Bahnen um seinen kompletten Körper. Mit einem Winke meines Stabes richtete sich die Konstruktion aus Mensch und Seil auf und schwebte einen Meter über dem Boden vor uns. "Na schön geschlafen?" begrüßte ich Django, der laut aufstöhnte. Die Fesseln waren nicht sonderlich bequem. "Lasst…mich…runter, blöde Schlampen." kam es von ihm und ein schneidendes "Nein." folgte darauf von mir. Die Fesseln zogen sich fester zusammen. "Was weißt du?" zischte ich und sah ihn durchdringend an. "Ich weiß…nichts. Ich schwöre es." jammerte der Mann. "Der Brief war nichts. Nur ein…ein kleiner Scherz." Er jammerte unaufhörlich und das machte mich wahnsinnig. "Dir ist klar, dass ich dir das nicht abkaufen kann oder?" fragte ich ihn süffisant. Django schwieg. Er wusste wohl, dass sein Spielchen ausgepielt war. "Jedes Handeln hat Konsequenzen, auch für einen Wurm wie du einer bist."
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BeitragThema: Re: Ein Brief mit Nebenwirkungen   Fr 29 Jan 2016 - 20:03

Ein wenig skeptisch blickte Harley die jüngere Hexe an, die scheinbar wirklich wusste, wo sie sich hier befand. Zwar wirkte die kleine nicht so, aber wenn sie es sagte. Innerlich zuckte sie mit den Schultern, blickte sie aber ruhig an, so ruhig wie ein reißender Fluss wie sie es eben konnte. Unvorbereitet war die kleine Brünette, vielleicht nicht nur auf diesen Kampf sondern auch auf das Leben, wenn sie so in ein Duell ging – was niemals fair sein würde – dann Prost Mahlzeit. Verspielt baumelten die Beine ein wenig hin und her, die Augen waren auf das Mädchen und nicht den Mann am Boden gerichtet. Leicht lehnte sich die Blondine vor, lächelte mädchenhaft und nickte, nachdem sie die Hände zu Fäusten geballt hatte und an den Wangen ruhen ließ, die Ellenbogen auf dem erhöhten Knie abgestellt hatte.

„Natürlich, Liebes. Du bist zu nett. Schulzauber werden Dir nicht helfen, wenn Du sowas,“ damit deutete sie auf Django. „Vernichten willst,“ sanft und ein wenig belehrend wirkten die Worte, ohne das Mädchen wirklich anzugreifen. Aber Ihr Blick verfinsterte sich, das Lächeln wurde bösartiger. „Wie langweilig, ihn so in die Themse zu werfen. Das macht doch keinen Spaß. Außerdem sind Wasserleichen wirklich ekelerregend.“ Abermals setzte sie sich gerader hin, lehnte den Rücken an den Stoff des alten Sessels und klatschte in die Hände. „Einer wie er... der sollte... anders behandelt werden,“ wieder dieses fröhlich-kindliche Lachen, welches über Ihre Lippen perlte. „Quinn.“ Damit erhob sie sich, salutierte und streckte Zeige- und Mittelfinger an die Stirn. Zackig wie beim Muggelmilitär. Nicht, dass sie viel davon hielt, von der Muggelwelt, aber als sie mal im Gefängnis war, hatte sie den ein oder anderen Kniff erlernt.

„Und wie heißt Du? Küken wird dich wohl keiner nennen,“ meinte sie lässig und schlawänzelte um Django herum, tänzelnd und eher gelangweilt weiller so ein Opfer war und es nie anders verdient hatte. Ein nicken der Fluchbrecherin folgte. „Und warum kitzelst Du das Wissen, was er meint zu haben, nicht aus ihm heraus? Hier interessiert es keinen, was man mit dem anderen macht,“ ein schiefes, dunkles Lächeln bildete sich auf ihren Zügen. „Es gibt so viele schöne Wege und Mittel. Allein die Ziege-und-Salz-Methode ist schon so herrlich, nur damit er spricht. Beinahe zärtlich fuhr die Fingerkuppe des linken Zeigefingers über den Zauberstab, ehe sie sich bückte und das magische Stück Holz von Django an sich nahm. „Du solltest es mit seinem eigenen Zauberstab tun, Liebes.“ Damit reichte sie der dunkelhaarigen den Zauberstab des Kerls, der noch immer ausdünstete, sehr unangenehmes Odeur.

In der Zwischenzeit bemerkte Claire die Wunde am Kopf von dem Typen der am Boden lag, so wie das Mädchen jetzt war, gefiel sie Harley langsam. Gelangweilt lehnte sie sich wieder an sen Sessel, während der Kerl anfing beide Frauen zu beleidigen. „Du bist schon wieder zu nett,“ säuselte die schlanke Frau im schwarzen Kleid und lächelte. „Warte, ich zeig dir was, lass mich mal machen.“ Damit legte sie eine Hand an die Schulter der jüngeren, schob sie etwas zur Seite und ging in die Hocke, um dem Mann tief in die Augen zu sehen. „Django,“ säuselte sie. „Ich rede nicht soviel. Sag mir was du weißt, und wenn nicht, ich schwöre es Dir bei den Eingeweiden deiner verrotteten Mutter, wirst Du es dir wünschen und mich anbetteln, dass Du es mir gesagt hättest, als Du noch die Möglichkeit hattest.“

Zärtlich lächelte sie, strich ihm die fettigen Haare aus dem Gesicht, nur um mit einer Klinge, die sie aus dem kleinen Täschchen zog, in seinen Mund zu fahren, langsam. Sein Gesichtsausdruck veränderte sich, wurde panisch, als sie Ihm die Mundwinkel durchtrennte, so dass er zu lächeln schien, gequält und irgendwie abstrakt. „Bist Du jetzt kooperativ?“ Er wimmerte und schien sich eingenässt zu haben, nickte aber, mit Tränen in den Augen. „Du wirst meiner Freundin alle Ihre Fragen beantworten?“ Abermals ein nicken. „Wenn ich dir nicht glaube, wirst Du es schon merken,“ damit erhob sich die Hexe und ließ Claire nun den Vortritt. Mit einer ziemlich eleganten Handbewegung.
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BeitragThema: Re: Ein Brief mit Nebenwirkungen   Di 1 März 2016 - 3:47

"Ich bin noch nicht so lange im "Sich in Dunklen Ecken herumtreiben und Duelle ausfechten" – Geschäft." erwiderte ich der Frau, die sich mit Quinn vorstellte. Dennoch gefiel mir die andere Hexe immer besser, sie hatte die gleichen Ansichten wie ich. "Ich lerne noch, wenn man das so sagen kann."
Mit voller Absicht trat ich auf Djangos Fuß, der nur wenige Zentimeter von mir entfernt lag. Der Mann jaulte vor Schmerzen auf, konnte sich aber nicht wirklich wehren.
"Ich bin Claire." Ich übersprang den Spruch mit dem Küken. "Claire Bennett. Schön deine Bekanntschaft zu machen." antwortete ich ihr lächelnd und widmete mich dann wieder dem Mann am Boden. Quinn, ich ging davon aus, dass es ihr Nachname war, gab mir Tipps wie ich weiter mit Django vorgehen könnte und ich überlegte fieberhaft welchen Schritt ich als nächstes tun würde. Auf keinen Fall wollte ich das hier vermasseln. Ich DURFTE das hier nicht vermasseln. Es war mein erster wirklicher Auftrag von Chloe und ich war dran mich zu beweisen, dass ich es wert war.
Ich würde wohl nur mit ein wenig Folter Antworten von Django bekommen, da hatte Quinn womöglich recht. Ich scheute immer noch solch drastische Methoden, schließlich war es nicht mal zwei Wochen her, dass ich in dieses Leben eingestiegen war. Jetzt bloß nicht die Nerven verlieren! Quinn hob Djangos Zauberstab auf und reichte ihn mir. Ich sollte es damit machen? Nachdenklich nahm ich den Stab an mich.
Quinn hatte wohl bemerkt, dass ich zögerte und zeigte mir wie es ging. Sie beugte sich zu dem Mann am Boden hinunter und sprach ihn direkt an. Er krümmte sich ein wenig und hustete laut. "Schlampe. Dir sag ich gar nichts." stieß er hervor. Das war zu viel. Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und zückte seinen Stab. "Halt deinen Mund." flüsterte ich und sprach den Crutiatus-Fluch aus. Noch nie in meinem Leben hatte ich einen der Unverzeihlichen Flüche angewendet und war überrascht wie leicht er mir über die Lippen gekommen war. Sofort zuckte Django zusammen und keuchte auf. "Sprich." rief ich und beobachtete den Mann, der mich kurze Zeit früher noch hatte töten wollen. Es dauerte nicht lange bis er sich, wie ein Insekt auf dem Rücken, zitternd und wimmernd vor Schmerzen wand. "Hrrrharrr…" machte er und ich verzog angeekelt das Gesicht. "Los. Ich habe nicht den ganzen Tag Zeit mich mir dir herumzuschlagen." Das Mitleid meldete sich bei mir. Ich war so etwas nicht gewohnt und betete, dass er sprach und ich den Fluch beenden konnte. Wer von uns beiden würde länger durchhalten? Ich würde es am Ende sein. "Ja….Bitte…." kam es von ihm und ich lockerte den Fluch. "Ja. Es…" fing er an und ich beendete die Folter mit einem erleichterten Ausatmen. "Ich weiß gar nichts. Ich bin ein einfacher Dieb und Rumstreicher. Ich dachte ich kein ein bisschen Geld erpressen wenn ich die Zaubereiministerin mit meinen Vermutungen per Brief …" Er stöhnte ein weiteres Mal auf. "…dachte nicht dass das Irgendwen interessiert…" Er setzte sich auf und ich hob den Zauberstab höher. "…ist doch eine Politikerin, die haben doch alle was zu verbergen. Hab ich also den richtigen Riecher gehabt." Er lächelte süffisant. Mein Auftauchen war für ihn wohl ein Indiz dafür, dass Chloe wirklich Dreck am Stecken hatte und alles mittels zwielichtigen Methoden vertuschen wollte. "Du weißt gar nichts." murmelte ich. "Kann ich also davon ausgehen, dass niemand von deinen Lügen weiß?" fragte ich ihn und sah ihn argwöhnisch an. Die Wohnung sah nicht so aus als würden noch mehr Leute darin wohnen. "Nein." antwortete Django knapp und ich wusste instinktiv, dass er die Wahrheit sagte. "Das will ich auch hoffen." entgegnete ich und überlegte was jetzt am Klügsten war. Musste ich ihn töten? Das wäre wohl das Beste. Niemand konnte sagen ob er uns noch einmal gefährlich werden würde. "Glaubst du ihm?" fragte ich Quinn und wartete auf eine Antwort von ihr.
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Harley Quinn
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BeitragThema: Re: Ein Brief mit Nebenwirkungen   Di 1 März 2016 - 20:11

Der Blick der Blondine war wohl ziemlich eindeutig, er sagte aus: Liebchen, dass sieht man dir an. Nicht nur, dass die jüngere in dem 'Geschäft' neu zu sein schien, sondern vor allem das lernen war jetzt wohl wichtig. Nur wenn man ordentlich lernte, konnte man gut werden. Und das Mädel hier hatte wirklich noch eine ganze Menge zu lernen. Gut, sie trat mit ihrem Absatz auf den Fuß von Django. Es war ja ganz nett. „Das nächste Mal musst du den Absatz in seine Hand drücken, wenn er Glück hat bricht sie nur, wenn er Pech hat, hat er ein Loch in der Hand,“ meinte die Frau mit den stechenden Augen. Ein neigen des Kopfes war noch zu erkennen, als Claire sich Ihr vorstellte. Weiterhin betrachtete sie sich das kleine Schauspiel, in dem Django eine untergeordnete Rolle spielte. Er war eben nur der kleine Stinker, der Ärger provoziert hatte.

Erst nach einer weiteren Weile nahm sie den Zauberstab des Mannes an sich um diesen dem jungen Ding zu reichen. Ein unergründliches Lächeln legte sich auf die Lippen der Fluchbrecherin. Kaum dass sie dem Kerl mit einem Messer die Mundwinkel zu einem abstrakten Lächeln verschnitten hatte, erhob sie sich und zwinkerte leicht zu dem Mädchen, es war nun an Ihr. Genau beobachtete die Hexe was zwischen Django und Claire passierte, ehe sie lächelte und die Hände hinter dem Rücken faltete, sich wieder auf den Sessel fallen ließ und die Beine über einander verschränkte, alles an Ihren Bewegungen wirkte verspielt, so auch eben diese. „Ich denke schon, dass man ihm glauben kann.“ Säuselte sie, drehte den eigenen Zauberstab in den Händen. „Aber, trotzdem....“ Ihr Grinsen wurde verspielter, bösartiger. Unberechenbarer. „Du solltests auf jeden Fall dafür sorgen, dass er mit keinem mehr reden kann.“ Leicht klimperten Ihre Wimpern.

„Steck Ihm seinen Zauberstab in die Nase und sag: Defodio.“ ein gut gemeinter Ratschlag der älteren, die eine wunderbare Idee hatte um den lästigen Kerl loszuwerden. Dieser jedoch bekam schreckgeweitete Augen, denn er wusste, was dies für ein Zauber war. Und auf diese Weise wollte er Ihn nicht genutzt wissen. ängstlich stammelte er, jammerte und packte an den Saum der Kleidung der jüngeren, zumindest versuchte er das. 'Tu das nicht, ich flehe dich an', sagte sein Blick aus, der von Quinn hingegen eher: Tu es.
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BeitragThema: Re: Ein Brief mit Nebenwirkungen   Do 10 März 2016 - 17:47

Quinn schien Django zu vertrauen, zumindest bis zu einem gewissen Grad. Sie schien viel Erfahrung in diesen Dingen zu haben und ich stand in ihrer Schuld, sollte ich also auf ihr Gespür vertrauen? "Vertrauen ist gut." sagte ich und hob meinen Zauberstab wieder, da Django Anstalten machte sich aufzusetzen. "Kontrolle ist besser." Dieser Spruch passte einfach zu jeder Situation und sollte wieder einmal Recht behalten.
"Bitte, Miss." wimmerte der Mann zu meinen Füßen. "Ich weiß doch, sie wollen das gar nicht. Sie sind nicht so." Er sah anklagend hinüber zu Quinn, die sich wieder im Sessel Platz genommen hatte. "Sie sind gut. Ansonsten hätten sie mich bei der ersten Gelegenheit getötet." Mein Gewissen regte sich, im Gegensatz zu Quinn schien ich es noch zu haben. Doch Gewissen und Moral war ein Fluch in diesem Gewerbe, ich konnte mir keine Fehler erlauben und vor allem eines nicht: schwache Nerven. Wenn ich diesen Auftrag zu Chloes Zufriedenheit erfüllen würde, würde ich sicherlich in ihrer Gunst aufsteigen. Genau das würde meine Zukunft ein wenig rosiger gestalten.
"Defodio?" fragte ich mich laut, nachdem Quinn mir den Zauber vorgeschlagen hatte. Ich kannte ihn nicht und fragte mich was er auslösen würde. War es an der Zeit Fragen zu stellen? Wahrscheinlich nicht. Django fluchte laut auf als er den Namen des Zaubers vernahm, der ihn ausschalten würde. "Ihr verfluchten Hexen." geiferte er und kam auf mich zu gekrabbelt. Ein weiterer Fesselfluch meinerseits verkürzte seinen Weg. Sein Leiden würde nur noch weiter verlängert, wenn ich jetzt nichts unternahm. Das war meine Aufgabe, Quinn konnte mir das nicht abnehmen. Die Entscheidung war gefallen; entweder er oder ich und ich wusste was meine Prioritäten waren. Ich ging entschlossen auf ihn zu und ging vor ihm in die Hocke. Die Angst war klar in seinem Blick abzulesen, das Weiße in seinen Augen trat hervor und er atmete schwer. So sieht ein Sterbender aus. "Defodio." murmelte ich klar und deutlich während ich meinen Zauberstab in seine Nase hielt. Djangos Blick war die ganze Zeit verzerrt auf mich gerichtet gewesen, nach meinen Worten ging ein Ruck durch sein Gesicht und sein linkes Auge verdrehte sich in die andere Richtung, so als wäre eine kleine Bombe in seinem Kopf hochgegangen. Er war auf der Stelle tot. "Rest in Peace, Mistkerl." waren meine letzten Worte an ihn und ich schloss seine Augen, diesem wahnsinnigen Blick wollte ich nicht weiter ausgesetzt sein. "Wo lasse ich ihn jetzt am besten verschwinden?" fragte ich. "Oder sollen wir ihn hier lassen?" Ich war mir sicher, dass ihn keiner vermissen würde. Wann würden sie seinen Leichnam bergen? Bis dahin würden die Spuren die Quinn und ich hinterlassen hatten längst verblasst sein.

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BeitragThema: Re: Ein Brief mit Nebenwirkungen   Sa 12 März 2016 - 14:16

Leicht wippte der Fuß der blonden Hexe auf und ab, die Fußspitze kreiste leicht einmal linksherum, dann rechtsherum, während sie der jüngeren zusah, wie sie Django aus dem Weg räumte. Ihre Augen funkelten dabei ein wenig und man konnte ihr ansehen, wie sie den Anblick genoss der sich Ihr bot. Das wimmern und jammern des Mannes der sich einnässte, kaum dass die brünette Hexe den Defodio sprach. Die feingliedrigen Finger fuhren über den Stoff der Sessellehnen, während die Augen auf dem sterbenden ruhten, zusahen wie sein erbärmliches Leben ausgehaucht wurde. „Er war ein Wurm,“ kams zischend von der Fluchbrecherin, die den Leib des Toten musterte. „Evanesco,“ hauchte die Hexe, nachdem die jüngere fragte, was man am besten mit dem Kerl nun machen sollte. „Jetzt solltest Du ein wenig das Zimmer säubern, ein Tergeo wird dabei wohl nicht ausreichen,“ zwinkerte die Blondine.

„Man hinterlässt niemals Spuren, egal wie unwichtig eine Person gewesen sein mag,“ wisperte die Frau mit dem noch immer wippenden Fuß. „Wie schaut also dein Plan aus?“ Scheinbar war dies die Art der Fluchbrecherin, um der jüngeren Unterricht zu erteilen. Einzelstunden waren ohnehin lustig, man konnte sich soviel überlegen. Leider war der Kerl ein absolutes Ekel gewesen und die Irre spielte lieber mit ihren Opfern. Aber bei dem hier konnte sie es nicht genießen, er war erbärmlich und sein gewimmer hatte Ihr Kopfschmerzen bereitet. Auch wenn sie sonst verspielt war und eben dies genoss wenn sie es ausleben konnte.

Selten genug kam sie dazu, denn es galt immer die Maske aufrecht zu erhalten. Auch wenn Sam sie schon ein Mal aus dem Muggelgefängnis holen musste, wenn mal wieder Ihr Spieltrieb überhand genommen hatte. Gewisse Dinge mochten Muggel eben nicht, aber allein die Spiele im Knasten waren schon sehr lustig gewesen. Es war in einem fernen Land gewesen, wo sie eine Revolte angeführt hatte, die Knastis hatten sich Ihr angeschlossen und sich gegen die Wärter gestellt. Es war ein wunderschöner Anblick gewesen, so zumindest die Meinung der Hexe. Und sie war jetzt gespannt, was die jüngere nun tun würde. Und es würde vom Einfallsreichtum der anderen Zeugen, wenn sie eine wundervolle, verspielte Idee hätte. Und da der Leichnam nun verschwunden war, was auch besser so war, hatte die kleine alle Freiheiten sich etwas schönes auszudenken.
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Ein Brief mit Nebenwirkungen
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