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 Ey Mann, wo is' mein Luftschiff?!

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Saphira Valentine
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BeitragThema: Ey Mann, wo is' mein Luftschiff?!   So 22 Nov 2015 - 19:13

EY MANN, WO IS' MEIN LUFTSCHIFF?!


Evan + Saphira | 29. Juli 2013 | Mitten in Peru

_________________________________________________


Gut gelaunt streckte die blonde Luftschiffpiratin die Nase der Sonne entgegen, als sie durch die Avenida quadrático, das peruanische Zaubererviertel, ging. Die bunte Gasse selbst und die Mentalität der Menschen hier erinnerte sie ein wenig an das magische Viertel in ihrer Heimat, Südafrika. Man schien hier ausgelassen zu sein, viele tanzten und machten Musik, als gäbe es irgendwas zu feiern. Und tatsächlich gab es das auch, denn am Vortag wurde die Unabhängigkeit Perus gefeiert, während der heutige Tag gleichzeitig der Nationalfeiertag war.
Von all dem ahnte die blonde Südafrikanerin nichts, sie genoss es einfach, dass alle so ausgelassen und locker drauf waren, irgendwer drückte ihr im Vorbeigehen einen gelblich-spritzigen Cocktail in die Hand, den sie dankend annahm, mit in die Pinte kam und mit der Gruppe junger Erwachsener trank. Sie fand heraus, wieso alle so gut drauf waren, wieso die Muggelgeschäfte alle geschlossen waren und wie das alkoholische Getränk in ihrer Hand hieß: Pisco Sour. Wie der Name schon sagte war der Cocktail säuerlich, schmeckte aber erfrischend und passte einfach zu der guten Stimmung im Lande. Einige Stunden blieb die reinblütige Hexe in Gesellschaft der neuen Bekanntschaften, man erzählte sich Witze und lauschte ihren Anekdoten zur Luftschiffreise, auch brachte man sich Lieder aus der jeweiligen Heimat bei und versprach sich, auf jeden Fall noch einmal voneinander zu hören. Bis jetzt war es ein perfekter Tag gewesen, und die heitere Freibeuterin war sicher, dass er noch besser werden würde, denn noch war er nicht ganz vorbei.
"Mach es gut, Ivory!", winkte Juan, der jüngste der Gruppe. Er war Heiler in Ausbildung und strahlte diese Intelligenz irgendwie aus, was wohl nicht zuletzt an den riesigen Brillengläsern lag. Generell waren die Peruaner, die Saphira hier kennen gelernt hatte, alle so klug, dass es sie fast schon einschüchterte. Liza studierte magisches Recht, Pedro war seit einem Jahr offiziell Auror. Und sie? Sie war Schulabbrecherin und verdiente sich ihr Geld mit Diebstählen, der Beschaffung von Informationen und anderen Aufträgen... Nicht, dass ihr das keinen Spaß machte. Es war nur leider kein Job, von dem man mit Stolz erzählen konnte. Stolz war sie dennoch, denn sie kam viel um die Welt - sonst wäre sie nun ja auch nicht in Peru. Allerdings war sie nicht aus beruflichen Gründen hier, sondern einfach, um sich endlich mal zu entspannen.
Bei ihrem letzten Auftrag hatte sie ewiges Eis aus der Arktis holen müssen. Obwohl die Kälte der sonnigen Südafrikanerin zuwider gewesen war, hatte sie es gemacht, denn der der Auftraggeber hatte sie mit einer ordentlichen Geldsumme belohnt. Es hatte sich letztendlich gelohnt, auch wenn sie sich sicher war, so schnell nicht wieder in die Arktis zu gehen.
"Macht's gut, Leute!", verabschiedete sich nun auch Saphira mit einem heiteren Lächeln, als sie die gemütliche Pinte verließ. Inzwischen war die Sonne im Begriff, unterzugehen, doch zahlreiche bunte Lichter erhellten den Heimweg der blonden Freibeuterin.


Ihr Luftschiff hatte sie an der Küste gelassen, sie hätte sich einfach dorthin apparieren können, doch sie wollte sich noch ein wenig umsehen. Das belebte Viertel war bunt und aufregend, und sie war nicht oft in Südamerika, da wollte sie ruhig ein paar Eindrücke mitnehmen. Zuerst zog es sie in ein Geschäft für landestypische Kleidung, wo sie sich sich eine blaue Mütze aus Alpakawolle kaufte - man wusste schließlich nie, wann es doch mal wieder in die Arktis ging! - kurz darauf war sie an einem Stand für magische und nichtmagische Lebensmittel um sich für den weiteren Weg eine herkömmliche Banane zu kaufen. Die gelben Früchte waren richtig reif und schmeckten sicherlich entsprechend toll, so, wie sie es aus der Heimat kannte. Und doch weckte etwas anderes ihre Aufmerksamkeit.
Unweit von den Bananen stand eine große Kiste mit grünen, knollenförmigen Früchten. Sie waren prall, groß und fremd, und obwohl die Blonde schon so einiges exotisches gegessen hatte, musste sie zugeben, dass sie dieses Obst nicht kannte. Sie wusste nicht einmal, ob es zu der Gattung der magischen Pflanzen gehörte oder nicht...
"Chirimoya", antwortete der Obsthändler mit einem freundlichen Lächeln - er hatte den neugierigen Blick der Blonden bemerkt und deuten können - worauf er eine Frucht auf schnitt, um der Touristin ein Stück des weißen Fruchtfleisches anzubieten. Genüsslich biss sie in die süße Frucht und klatschte begeistert in die Hände. So was leckeres hatte sie schon lange nicht mehr gegessen! (Was nicht zuletzt daran lag, dass sie aufgrund des mangelnden Kochtalentes nur grausame Gerichte zustande brachte)
"Eine möchte ich mitnehmen!", meinte sie freundlich, worauf der Peruaner einladend auf die Kiste deutete. Er konnte Englisch nicht sonderlich gut, gab ihr aber mit Händen und Füßen zu verstehen, dass sie sich eine Frucht aussuchen dürfe. Er wollte sie ihr schenken.
"Danke sehr, Mister", lächelte sie höflich, worauf sie blind in die Kiste griff und eine große, reife Chirimoya hinauszog. Sie begutachtete das gute Stück und war zufrieden, der Obsthändler jedoch wurde urplötzlich panisch und schlug ihr auf die Hand, sodass sie die Frucht fallen ließ. "Hey! Was sollte das denn?!", protestierte sie, worauf sie auf ihren Handrücken blickte und zwei blutende Punkte entdeckte. Ein Biss, doch ob er von einer Schlange, einer Spinne oder einem Hai (haha) kam, erkannte sie nicht, denn alles vor ihrem Augen verschleierte und verzerrte sich. Die panischen Worte des Obsthändlers wurden immer dumpfer in ihren Ohren, sie konnte die blauen Augen nicht länger auf halten und sackte schließlich in sich zusammen.
"Socorro!" und "Médico!" waren zwei Ausrufe, die sie noch hörte, ehe ihr Gehör von einem lauten Piepton erfüllt wurde. Ihr Herz raste und kalter Schweiß bildete sich auf der hellen Haut. Nun war schnelle Hilfe gefragt...
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Evan Yan Reft
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BeitragThema: Re: Ey Mann, wo is' mein Luftschiff?!   So 22 Nov 2015 - 21:05

Der Tag der Unabhängigkeit von Peru war wie jedes Jahr Spektakulär. Allerdings konnte Reft dieses Jahr an diesem nicht so Ausgelassen teilhaben wie die letzten Jahre. Bisher hatte er sich immer um den Dienst herum gewunden jedoch war er dieses Jahr einfach zu langsam gewesen. Nun wie dem auch sei Stand er abseits von dem ganzen Geschehen und leistete erste Hilfe. Es war nicht Unüblich dass sich die Touristen bei dieser Festlichkeit einfach die Gefahren außer acht ließen und auch nicht mehr wirklich aufpassten. Peru war für seine Giftbisse bekannt die nicht immer glimpflich ausgingen. Es war Perfekt damals für Evan gewesen der die Schlangengifte Studieren wollte und darauf auch seine Doktor-Arbeit aufbaute. Reft hatte sich an die Marktstände begeben einfach um zu Kontrollieren ob sich gewisse Untiere 'verlaufen' hatten. Sein Begleiter war Pius mit welchem er sich immer angeregt Unterhalten konnte, die Zwei verstanden sich gut zumal Pius in Evan auch den Mentor sah welchen er haben wollte. Sein junger Schüler wollte wie auch er selber ein Heiler werden auch Spezialisiert auf Schlangenbisse. Natürlich, jeder Student der hier in Peru sein Studium begann wollte vor allem die giftigen Tiere in dieser Region erforschen. Der Pfleger wie auch der Doktor waren gerade zwei Stände von dem verhängnisvollen Stand entfernt. Es war nicht selten dass sich Schlangen in Obstkisten verkrochen und so mit in die Stadt getragen wurden. Ein Hilfeschrei ließ die beiden alles stehen und liegen, einige Menschen vor allem Magier haben sich zu einer Traube um den Stand geformt.
Yan drängte sich zwischen den Menschen hindurch mit energischem Ton rief er in Spanisch "Weg, lasst mich durch." endlich als er ins Auge gekommen war sah er die junge Frau da liegen selber ging der Arzt auf die Knie und sah zum Händler "Welche Schlange? Hast du sie gesehen?" natürlich alles auf Spanisch "Viper, Viper" klang es schon fast Panisch von dem Verkäufer. Natürlich konnte Evan damit zumindest schon mal etwas Anfangen. Die Hand wird angesehen ein leises seufzen verlässt die Lippen des Zauberers sein blick geht um "Pius, hol die Trage nimm noch zwei andere mit! SCHNELL!" kaum waren die Worte gesprochen rannte der Schüler auch schon weg.

Sein nächster Griff ging in seine Tasche und er holte eine Binde heraus die er Tage zuvor schon mit dem Zog-zauber behandelt hatte. Diese wird dann um die Bissstelle gebunden. Erst nachdem diese Behandelt war wurde die junge Frau auf sonstige Schäden kontroliert welche sie sich vielleicht beim Sturz zu gezogen haben könnte. Er murmelte einige Worte die für einen Nichtzauberer Kauderwelsch waren aber für die, die sich auskannten waren es einfache Stützzauber die den Körper ruhig hielten. Dann endlich kam Pius mit zwei anderen Arbeitern. Es musste schnell gehen, der Engländer musste sich intensiver um den Biss kümmern, es konnte jede Viper gewesen sein, die Nachwirkungen des Giftes würden sich noch heraus stellen. Dann wäre auch ganz sicher, welche Art es gewesen war. Jetzt ging es erst mal zu einem Zelt welches die Restwelt erst mal ausschloss. Es ging ans Raten ob sie eine Hexe war oder eben nur ein Muggel, jedoch sprachen verschiedne Indizien darauf hin dass sie eine Magische war. Allerdings, wäre es Evan auch egal gewesen das Gedächtnis konnte man Manipulieren, für den Fall der fälle.
Nachdem der Reft die Entscheidung gefällt hatte wurde sie sofort ins St. Cicatrização gebracht. Natürlich hatte sie dort die vollste aufmerksamkeit von dem Spezialist der sich dann auch wirklich um den Biss kümmerte. Pius blieb noch im Zimmer während die anderen sich zurück zogen und wieder auf das Fest gingen.  Die verzauberte Mullbinde wurde wieder abgemacht und der richtige Zogzauber gesprochen. Das Vermeidliche Gift wurde in eine Kompresse gezogen und in ein Behältnis gesteckt, natürlich forschte Evan weiter an den Giften, es war nicht mit dem einen Mal getan. Jedoch bekam die Bisswunde wieder ein frisches Zog-Mull um. "Kümmer dich noch um ihren Kopf, Pius. Ich werde ins Labor gehen und das Gift untersuchen und mit dem Gegengift zurück kommen" keine widerrede kam.
Er selber verließ das Zimmer mit der Probe und verschwand ins Labor um das Gift zuzuordnen. Es dauerte eine gewisse Zeit, das Ergebnis war kein zufriedenstellendes es war eine Crotalus durissus (Schauer-Klapperschlange). Reft nahm noch eine Ampulle des Gegengiftes mit, welches er seinem Giftopfer geben würde. Alsbald er wieder im Krankenzimmer angekommen war, sah er zu seinem 'Studenten' der die Patientin soweit versorgt hatte. Eine Spritze wurde aufgezogen mit dem Gegengift und der Arm in der Beuge abgeklopft ehe die Nadel eingestochen wird und das Serum gespritzt. "Nun, geht es ans warten." wird es verkündet "Pius du gehst wieder aufs Fest. Vielleicht findest du noch Jemand der sie Kennt. Oder du findest irgendwas von ihr was uns weiter helfen kann." sagt er zu seinem Assistenten. Er selber würde hier nun mehr oder weniger Wache halten, bis die junge Frau wieder aus ihrem Ohnmacht erwachte.
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BeitragThema: Re: Ey Mann, wo is' mein Luftschiff?!   So 22 Nov 2015 - 21:56

Nur langsam kam sie wieder zu sich. Der kalte Schweiß auf ihrer Stirn war getrocknet, und das dumpfe Piepen in ihren Ohren wurde zu einem leiseren Rauschen. Langsam spürte sie ihre Extremitäten wieder, ihr Mund fühlte sich fusselig und trocken an, und sie fühlte sich so schwer, dass jede Bewegung eine immense Kraft kostete. Träge stammelte sie eine Reihe von Worten, es war eine bunte Mischung aus isiZulu, Swahili und Afrikaans, die nicht einmal sie selbst verstehen könnte, wenn sie sich selbst hören würde. Ein heilloses Durcheinander herrschte in ihrem Kopf und dieses Durcheinander wurde von leichten Schmerzen begleitet. Nach und nach jedoch fühlte sie sich in der Lage, den Arm zu heben und die Hand an die Stirn zu legen.
"Was ist passiert..." Sie war ins Englische gewechselt, dann öffnete sie die Augen zögernd, sah aber verblüfft in die Luft, anstatt den Arzt anzusehen. "Was zum..." Panisch sah sie durch die Gegend, es war stockdunkel - zumindest dachte sie das, denn das Gift hatte ihr das Augenlicht geraubt. In ihrem Kopf formten sich die wildesten Theorien. Hatte man sie Gefangen genommen?!
Unruhig tastete sie ihren Körper ab, suchte ihren Zauberstab, realisierte dann jedoch, dass man ihre Kleidung gegen etwas anderes getauscht hatte. Sie fühlte nun nicht den robusten Seefahrermantel ihres Vaters und das blaue Sommerkleid, dass sie darunter getragen hatte, sondern ein Hemdchen aus Baumwolle. Ein Pfleger hatte ihre Kleidung sorgfältig auf einen Stuhl neben dem Bett gelegt, damit sie sie nicht nass schwitzte, doch das sah die Südafrikanerin ja nicht. Sie wurde immer panischer, klammerte sich schließlich ans Bettgeländer und kniff die Augen zu.
"Lumos Solem!", rief sie, und durch den immensen Stress, den sie in dieser Situation empfand, gelang es ihr, diesen Zauber sogar ohne Zauberstab zu wirken - kurz Leuchtete energiereiches Licht im Krankenzimmer auf, es erlosch jedoch ebenso schnell wieder. Aber natürlich sah sie das nicht, noch immer war es für sie dunkel. Nichts konnte sie sehen. Schließlich hielt sie die Hand vor Augen und strengte sich richtig an, zumindest eine Silhouette zu erkennen. Doch so langsam dämmerte ihr, was passiert war.... Anstatt noch unruhiger zu werden, atmete sie nun tief durch und schloss die Augen. Sie konzentrierte sich auf ihre restlichen Sinne und vernahm das ruhige Atmen einer Person, die wohl diesen kleinen Ausbruch mitbekommen haben musste.
"... Hören Sie, wenn Sie der Obsthändler sind: Ich wollte Ihnen die Chirimoya nicht klauen... Ich dachte, Sie wollten mir eine schenken... Sie hätten mir das einfach sagen können, verdammt", knurrte sie und verschränkte die Arme vor der Brust. Dabei spürte sie am einen Arm, das an der Hand der anderen ein Verband angelegt worden war. Ausgiebig betastete sie die Mullbinde, während die blauen Augen besorgt in die Luft sahen.
"... Was ist passiert? ... Wo bin ich? Und wo ist mein Zauberstab?" Sie schluckte schwer, ihre Augen füllten sich mit Angst und doch versuchte sie, wie immer furchtlos und selbstsicher zu bleiben. Obwohl dies ohne Augenlicht mehr als schwierig war...
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Evan Yan Reft
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BeitragThema: Re: Ey Mann, wo is' mein Luftschiff?!   So 22 Nov 2015 - 22:27

Er stand gerade an dem Bettende der Vergifteten und sah sich ihre Werte an welche die Schwester vorhin nach getragen hatte. Evan musste sich in der Zwischenzeit um andere 'Notfälle' kümmern. Es war ein wildes Tobabo gewesen. Natürlich war seit dem die junge Frau umgezogen wurde, dass sie eine Hexe war, wie jeder in dem Hospital. Natürlich hätte er sich es auch gleich denken können bei dem Aufzug was er gesehen hatte. Jedoch kommen ab und zu viele Menschen auf die Idee sich Seemanns tauglich zu Kleiden. Aber Evan hatte vorhin, andere Dinge zu tun als sich um die Kleidung seiner Vergifteten Patientin zu kümmern.  
Zu erst hatte er nur murmeln mitbekommen tat es allerdings auf anders ab. Ziemlich idiotisch wenn man bedachte dass er allein mit der Patientin war. Die Werte waren akzeptabel das Gift hatte sich soweit zurück gezogen jetzt musste Evan nur abwarten ob es noch Nebenwirkungen geben würde. Sicher sie haben schnell gehandelt, jedoch zählt jede Sekunde um das schlimmste zu verhindern. Erst als der grelle Lichtstrahl vor sich auftut schaut er auf "Meine Güte, das Licht ist schon an." sagt der Herr Doktor dann doch etwas verwirrt. Es war schon dämmrig geworden, seit dem die junge Frau hier lag. Yan, war auch nicht so schnell das er verstand was passiert war. "Miss, sie sind hier im Sankt Cicatrização" sprach er dann ruhig zu ihr und musste schmunzeln als sie den Händler erst mal verdächtigte. Natürlich spricht er in Englisch. Der Engländer geht an die Bettseite und beugt sich leicht über ihren Leib, sie würde wohl sein dezentes Aftershave riechen "Sie wurden auf dem Markt, von einer Schauer-Klapperschlange gebissen." klärt der Arzt sie dann erst mal auf, der während er sprach, einige kleine Handbewegungen machte. "Ich bin Doktor Reft, ihr behandelnder Arzt" natürlich eines der wichtigsten Dinge wenn man eine Patientin vor sich hat wie in dem Fall nun. "Einer der Wirkungen des Giftes ist, dass das Augenlicht verschwindet. Natürlich, werden wir alles daran setzen es wieder herzustellen." versicherte er die junge Frau sogleich. "Ihr Zauberstab, ist bei ihren Sachen" klärt Evan sie dann weiter auch auf. "Aber nun sagen sie mir bitte noch ihren Namen und ob wir jemanden Benachrichtigen sollen." ziemlich viel für den Augenblick, würde manch einer denken, jedoch sind es Routine Fragen die er eben stellen muss.
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Saphira Valentine
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BeitragThema: Re: Ey Mann, wo is' mein Luftschiff?!   Mo 23 Nov 2015 - 15:00

Das Licht war also schon an. Entweder machte der Obsthändler  gerade einen schlechten Scherz, oder sie konnte es einfach nicht sehen. Ein Teil von ihr wusste bereits, dass sie nun blind war, ein anderer Teil wollte es einfach nicht wahrhaben. Sie drehte den Kopf in die Richtung, aus der die Stimme kam, und sie runzelte die Stirn, versuchte angestrengt, sich auszumalen, wem diese sympatische, dunkle Stimme wohl gehörte. Dem Obsthändler jedenfalls nicht, dessen Stimme sprach wahrscheinlich kein Englisch und klang - wenn sie sich recht erinnerte - eher nach der eines peruanischen Panflötenspielers. Diese junge Mann hier - sie schätzte, dass er jung war - sprach hingegen fließendes, sauberes Englisch, und seine Stimme klang nicht gerade unangenehm.
Als er ihr mitteilte, wo sie sich nun befand - in einer Einrichtung mit einem unverständlichen und unaussprechlichen Namen - legte sie den Kopf leicht schief. Bitte was?
"Gesundheit", gab sie dem ersten Impuls nach, da sie dachte, er hätte geniest. Dass das Krankenhaus wirklich so hieß, realisierte sie erst, als er sich als 'Doktor' vorstellte. Sie wurde etwas rot und hätte sich am liebsten unter ihrer Bettdecke verbuddelt, aber das würde auch nichts bringen. Wäre sie aufgrund ihres geschädigten Augenlichts nicht auf fremde Hilfe angewiesen, wäre sie einfach disappariert, aber sie wusste nicht einmal, was sie überhaupt anhatte. Wahrscheinlich eins von diesen lächerlichen OP-Hemdchen, die hinten offen waren. Sie sollte lieber liegen bleiben...
Eigentlich war die blonde Südafrikanerin ein sehr misstrauischer Mensch. Es gefiel ihr nicht, dass sie sich nicht von der Wahrheit überzeugen konnte, dass sie diesem Fremden glauben musste, was er ihr sagte. Aber was, wenn er überhaupt kein Arzt war? Gut, der typische Krankenhausgeruch, das OP-Hemdchen, das Bettgeländer und der Verband an ihrer Hand sprachen dafür... sie müsste ihren Zweifel wohl ablegen, wenn sie wollte, dass man ihr hilft. Ein langer Denkprozess folgte, den der Arzt ihr ansehen konnte: sie verzog die weiblichen Züge zu einer nachdenklichen, leicht frustrierten Miene, ehe sie ihm antwortete.
"Saphira Ivory Valentine ist mein Name. Ich bin am 24. November 1989 in Port Elizabeth geboren und lebe allein auf einem Luftschiff... von dem ich nicht mehr weiß, wo ich es geparkt habe...", sie seufzte. Die sonst so vorlaute Piratin wurde immer kleinlauter, so unwohl fühlte sie sich in ihrer hilflosen Situation. "Und es gibt leider niemanden, den Sie benachrichtigen können." Traurig aber wahr. Sie hatte zwar Freunde, doch jene sollten nicht erfahren, was ihr dummes passiert war. Logan würde sie auslachen und Leupold wäre vielleicht enttäuscht. Stur wie immer wollte sie da alleine durch kommen. Dass das nicht ging, würde sie noch früh genug einsehen müssen...
Sie ließ den blonden Kopf ins Kissen sinken und schloss die Augen. Es war die Hölle für sie, nichts zu sehen.
"Doctor Reft, können Sie mir bitte sagen, wie lange ich ohnmächtig war? Wie spät ist es?" Ihr Magen knurrte, worauf sie sich den Bauch rieb. "Oh man, ich hab meine Chirimoya bestimmt beim Markt vergessen... so was Dummes aber auch." Aber Hunger war doch wohl ihr geringstes Problem. Eine kurze Pause entstand, ehe sie die Augen wieder öffnete.
"... Wann werden wir wissen, ob man die Blindheit heilen kann oder nicht? Kann ich irgendwas tun, um die Heilung zu beschleunigen?" Wieder seufzte sie tief. Es war wirklich schwer für sie, nichts sehen zu können. "Wissen Sie, es ist ein unschönes Gefühl, der Person, der man sein Leben zu verdanken hat, nicht in die Augen sehen zu können bzw. nicht zu wissen, wie der Lebensretter aussieht. Aber ich bin froh, dass ich noch lebe. Danke, Doc." Sie konnte zwar frech sein, doch sie war keineswegs undankbar. Und doch konnte sie nicht leugnen, dass ihr gerettetes Leben mehr Qualität hätte, wenn sie noch sehen könnte...
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Evan Yan Reft
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BeitragThema: Re: Ey Mann, wo is' mein Luftschiff?!   Mo 23 Nov 2015 - 19:26

Im Moment mochte es Evan sogar lieber dass die junge Frau vor ihm erblindet war. So konnte sie nämlich nicht sehen wie er sie interessiert anblickte und ihre Mimik betrachtete. Es war interessant zu sehen wie sie ihre Gesichtsmuskeln einsetzte und somit dem gesprochenen dennoch ein Bild gab. Saphira hatte ein einfaches Hemd an stimmte, brauchte er ihr aber nicht zu sagen, schließlich ist er davon Überzeugt das sie die Krankenhaushemden kennt. Der Doc nimmt das Klemmbrett wieder zur Hand, kurz darauf würde Ivory das leise Kratzen eines Stiftes auf Papier hören. Die Notwendigkeiten wurden ausgefüllt. Zumindest musste er selber nicht mehr im Dunkeln herum treten. Yans blick haftete sich auf die Entgiftete, er hob seinen Arm und betrachtete die Uhr die mittlerweile eine andere Uhrzeit anzeigte wie er eigentlich dachte "Wir haben 6 Uhr Morgens und wir haben den 30. Juli 2013" wobei ein feiner Hauch von überraschtheit mitflog, vielleicht war ihr der Tag ja wichtig. Natürlich machte er sich nun darauf gefasst eine gewisse 'Panik' aus ihren Worten zu hören. Jedoch war der gestrige Tag auch schon zum Abend hin vergangen als ihr dies widerfahren ist. "Von daher könnte man meinen sie haben einen angenehmen langen Schlaf hinter sich." feixt der junge Mann dann doch noch.
"Ihr Schiff, werden sie bestimmt am Hafen sein, es kann nicht weg sein." versicherte er dann noch und schweigt einen Moment. Wie lang würde ihr Augenlicht verschwunden sein "Es könnte bis zum Mittag dauern, jedoch könnte es auch einige Tage brauchen bis sich ihre Augen wieder Regeneriert haben. Jedoch, könnte es auch sein dass sich ihre Augen nie wieder ganz Erholen. Sie eine Brille tragen müssen oder gar nichts mehr sehen." spricht er dann tatsächlich vorsichtig. Er war ein Mann der nicht gerne um den heißen Brei sprach und vor allem nicht solche Gefahren für sich behielt.
"Das einzige was sie dagegen tun können, Miss Valentine, sich schonen und die Augen geschlossen halten. Wir werden sie mit einer Salbe behandeln und sie abkleben. Es wird etwas Jucken, allerdings dürfen sie nicht kratzten." versuchte er ihr dann mit einem leicht ernsteren Tonfall von sich zu geben. "Danken sie mir erst, wenn ich ihnen das Tageslicht zurück gegeben habe." was bedächtig ausgesprochen wurde. "Des weiteren, bin ich auch froh das sie noch Leben." er wusste wie es war wenn jemand unter seinen Händen das Leben verlor brauchen tut er es nicht nochmal. "Bitteschön, nochmal will ich es aber nicht mehr tun, zumindest nicht wegen Schlangengift." was leicht amüsiert klingt, sie sollte verstehen wie er es meint. Er hoffte es zumindest. "Allerdings, lasse ich ihnen nun erst mal etwas zu Essen bringen. Was hätten sie Gern? Dann kann es ihnen die Schwester sofort bringen. Während sie Miss Valentine auf ihr Essen warten, versorge ich ihre Augen." natürlich war er darauf bedacht das es seinen Patienten nicht schlecht ging, außerdem hatte er ein Ziel, der jungen Frau wieder das Sonnenlicht zu geben.
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BeitragThema: Re: Ey Mann, wo is' mein Luftschiff?!   Mo 23 Nov 2015 - 20:18

Sechs Uhr Morgens. Sie hatte die ganze Nacht geschlafen, oder eher gegen das Gift gekämpft. Ein Kampf, denn sie nur mit der Hilfe des Arztes hatte gewinnen können, und ein richtiger Sieg war es auch nicht, denn bei diesem Krieg hatte es Verluste in Form ihres Augenlichtes gegeben. Ein schwerer Verlust, der schmerzte. Sie war ein fröhlicher Mensch, der schon daheim in Südafrika die Ästhetik der Natur geschätzt hatte. Bunte Pflanzen im Urwald erforscht und Tiere gezeichnet hatte. Wie viel sie mit der Sehfähigkeit verlor. Sie würde vielleicht nie wieder Tüfteln können, und das, wo sie doch gerade an einer so wichtigen Erfindung saß. Sie wäre in Zukunft auf Hilfe angewiesen, ein Gedanke, der bitter schmeckte, und wieder verzog sich das Gesicht der Südafrikanerin, während sie den Arzt aussprechen ließ. Er war wirklich freundlich zu ihr, aber er beschönigte auch nichts. Das war ja auch gut so, denn falsche Hoffnungen konnte sie nicht gebrauchen. Was das betraf, war sie Realistin. Sie versuchte, sich jetzt damit abzufinden,dass sie wohl nie wieder sehen könnte, auch wenn die Hoffnung weiter lebte. Sie sollte seinen Rat befolgen, und so schloss sie die blauen Augen wieder, um sie zu schonen.
Der junge Mann war wirklich sehr nett zu ihr, aber er machte nur seinen Job, das war ihr bewusst. Und doch tat es ihr irgendwie gut, nicht allein zu sein. Sie war immer allein und hasste es, obwohl sie sich einredete, dass es gar nicht so schlimm war. Dann schraubte sie an ihrem Schiff rum und baute unnötige Gadgets, wie den TrickserMixer, der nicht nur Gemüse und Obst zerkleinern, sondern auch Kaffee kochen und Musik machen konnte. Doch nun war sie hier und konnte im Prinzip nichts tun, um sich von der Einsamkeit, die sie erwartete, sobald der Arzt weg wäre, ablenken zu können.
"Ich würde gerade alles für Pancakes mit frischen Beeren tun... wenn das nicht zu viel verlangt ist", äußerte sie ihren Wunsch zaghaft und hoffte, dass sie nicht zu hohe Ansprüche hatte. Sie selbst konnte nun einmal nicht kochen und nutzte es gern aus, wenn jemand anderes dies für sie erledigte. Tatsächlich hätte sie auch gern Karamellpudding zum Nachtisch, doch das behielt sie für sich. Sie würde bestimmt nicht den ganzen Arm nehmen, wenn man ihr den kleinen Finger hin hielt.
"Darf ich Sie fragen, wie lange Sie schon Arzt sind? Und wie alt Sie sind?" Sie hatte offensichtlich das Bedürfnis, sich zu unterhalten, so lange es noch ging. Alles nur, um sich von den verstärkten Sinnen abzulenken, die das fehlende Augenlicht kompensieren wollten. Sie roch Desinfektionsmittel so stark, dass ihr davon fast schlecht wurde, und das Ticken der Wanduhr klang für sie, als würde man ihr mit einem Holzhammer im Sekundentakt auf den Kopf schlagen.
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Evan Yan Reft
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BeitragThema: Re: Ey Mann, wo is' mein Luftschiff?!   Mo 23 Nov 2015 - 20:59

Evan würde den Sieg erst wahrnehmen sobald ihm Saphira sagen würde, dass sie etwas sah. Es wäre ein Erfolg auf ganzer Linie gewesen was ihn unglaublich zufrieden stimmen würde. Als er ihren Essenwunsch hörte konnte er sich ein leises auflachen nicht unterdrücken "Noch einen Kaffee? Oder einen Tee Miss Valentine?" fragt er dann weiter überlegt einen Moment ehe er zu seiner Patientin meint "Obwohl sie sind bestimmt ein Kaffeetrinker, von daher werde ich ihnen einen mit bestellen." wird es ihr dann gesagt und sich an die Zimmertür begeben. Natürlich würde sie wohl seine Schritte hören und auch die Bestellung die er aufgeben würde. Ein vorteil an einem Magischen Hospital war dass fast alles möglich war.
Da, Evan meistens alles vorbereitete für den schlimmsten Fall war es wohl nicht verwunderlich dass er schon alles im Zimmer hatte was er brauchte. Er zog sich den Drehhocker her und setzte sich an das Bett, etwas Smalltalk wäre wohl nicht ganz verkehrt, vor allem wenn man die Umstände betrachtete. Außerdem waren Gift-Opfer noch immer die besten ungewolltesten Versuchspersonen. "Es wird nun gleich Kalt." warnt er seine Patientin allerdings erst mal vor und tupft ihre Augen ab mit Desinfektionsmittel "Ich bin seit nun drei Jahren Arzt. Spezialisiert auf Gifte aller Art." wird es dann erzählt wobei er das mit einem gewissen hauch Stolz sagt, die meisten waren Heiler, sicherlich nichts verkehrtes aber er war ein wirklicher Doktor und dieser Titel war einfach mit Mühe und Arbeit verbunden. Er lacht leis "Ich bin 30" klar beantwortet er. "Und sie? Was führt sie hier her nach Peru? Arbeit?" fragt er sie dann. Während er ihr das linke Auge öffnet Augentropfen einträufeln lässt und danach mit einem Wattebausch die Salbe über die Augenlider schmiert. Danach würde er ihr das erst Auge abkleben und sich um das zweite kümmern.
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BeitragThema: Re: Ey Mann, wo is' mein Luftschiff?!   Mo 23 Nov 2015 - 21:47

Mit dem Kaffee hatte er Recht. Sie wusste nicht, woher er ihre Vorliebe kannte, aber sie ließ es unkommentiert und hatte eh nicht die Chance bekommen, ihn zu fragen, da sie alsbald schon die Schritte hörte, die aus dem Krankenzimmer gingen. Die Augen hatte sie immer noch geschlossen, ein wenig angespannt krallte sie sich in die Bettdecke, und diese Anspannung wuchs, je länger sie allein war. Es war einfach ungewohnt, nicht sehen zu können, sich auf seine restlichen Sinne verlassen zu können, die alle doch etwas hypersensibel waren. Umso erleichterter war sie, als sie die warme Stimme des Arztes wieder hörte. Sie nahm wahr, wie er seine Medikamente nahm und zu ihr kam. Trotz der Vorwarnung zuckte sie ob des kalten Desinfektionsmittels etwas zusammen und rümpfte unbewusst die Nase. Sie hasste diesen Geruch, und das schlimmste war, dass sie ihn so intensiv wie noch nie ertragen musste. Sie lenkte sich jedoch davon ab, indem sie den Antworten des Mediziners lauschte.
Seit drei Jahren war er also Arzt. Sie hätte ihn aufgrund der ruhigen, kontrollierten Bewegungen als erfahrener und älter eingeschätzt, aber hätte sie ihn gesehen, hätte sie es wohl selbst besser einschätzen können. Hörbar stolz war der junge Mann auf seine Qualifikation, und das konnte er auch sein. Saphiras Mutter war auch stolze Medimagierin gewesen, es war für sie die größte Ehre gewesen, Menschen in Not zu helfen. Ob es bei diesem Mann genauso war? Die Südafrikanerin wusste, dass viele Ärzte ihren Eid nur für den Profit leisteten. Ob dieser Genosse genauso tickte, konnte sie nicht sagen, bisher aber hatte er sich als sehr hilfsbereit gezeigt. Ihm schien an seinen Patienten wirklich etwas zu liegen.
Es folgte eine Gegenfrage, worauf er ihr eine Flüssigkeit in die Augen träufelte und die Salbe applizierte, jene war zum Glück geruchslos, doch vernahm sie einen anderen, fremden Geruch. Ein dezenter, leicht herber Duft. Sehr männlich roch er - es war sein After Shave. Ein wohltuender Geruch, der den beißenden Gestank des Desinfektionsmittels vertrieb. Unbewusst lächelte sie, so gut tat die wohlriechende Essenz, fast hätte sie sogar vergessen, was er gefragt hatte, doch dann fiel ihr ein, dass sie ihm ja noch eine Antwort schuldete. Ihr Alter müsste sie ihm nicht mehr verraten, sie hatte ihm zuvor ihr Geburtsdatum genannt, doch wahrscheinlich bezog sich seine Frage ohnehin auf ihre Tätigkeit. Nur ungern hätte sie ihm gesagt, dass sie als Diebin und Informantin arbeitete, und sich ein kleines bisschen Geld noch mit Reparaturen verdiente, weshalb sie lieber auf die Frage nach ihrer Bestimmung in Peru antwortete.
"Ach, ich habe hier eigentlich nur einen Zwischenstopp machen wollen. Nationalfeiertag feiern und Chirimoya essen, wie man das halt so macht, wenn man sich eine Pause gönnt", meinte sie etwas belustigt, ja, eigentlich hatte der Tag so gut angefangen, und sie wollte sich von der Blindheit nicht die Laune verderben lassen. Sicher tat sie dem Arzt auch keinen Gefallen damit, wenn sie nun Trübsal bließ, doch irgendwie konnte sie diese 'Gute-Laune-Fassade' nicht lange aufrecht erhalten. Der Schock wirkte noch immer, egal wie sehr sie versuchte, ihn zu verdrängen. Eher nebenbei bemerkte sie, dass ein neuer Geruch hinzugekommen war: ihr Frühstück. "Peru ist echt schön. Wenn ich mich nicht irre, müsste die Sonne gerade aufgehen. Ich habe das gestern beobachten können, es war wirklich schön..." Ein wenig melancholisch klang sie, obwohl sie das nicht beabsichtigt hatte. Es war nur die Angst, nie wieder einen Sonnenaufgang sehen zu können, die ihre Stimmung trübte. Ihre Ohren zuckten leicht, als sie schließlich das Klappern von Geschirr wahrnahm. Aufgeregt rieb sie sich die Hände, der Bauch meldete sich auch noch mal mit einem lauten knurren, und dann kam auch schon eine Krankenschwester mit einem Tablett, welches sie auf einen Schwebetisch platzierte und diesen so verschob, dass die Tischplatte über Saphiras Schoß schwebte.
"Das duftet ganz ausgezeichnet", lächelte sie verträumt, worauf sie nach dem Besteck tastete ... und dabei voll in die frischen Beeren neben den Pancakes matschte. "Oh..." Unbeholfen tastete sie dann nach einer Serviette und stieß dabei ein Glas Wasser um, das die Schwester mit aufs Tablett gestellt hatte. Die Decke war schnell durchgeweicht und ihr Bein wurde nass. "Na super..." Unweigerlich lief sie rot an, ungeschickter hätte sie sich nicht anstellen können. "Ratzeputz...", knurrte sie dann, worauf die gesuchte Serviette über ihre Handfläche wischte und das verschütette Wasser rasch trocknete. Ohne Zauberstab waren ihre Zauber jedoch ziemlich unsauber, so kam es, dass ihre Hand noch klebte, nachdem die Serviette sich selbst entsorgt hatte und ihr Bein noch immer nass war. Sie wollte gar nicht erst versuchen, das Besteck zu verhexen, um sich selbst zu füttern - wahrscheinlich würde sie sich damit noch die Augen ausstechen, und dann gingen die Heilungschancen gegen Null.
"Hoffen wir mal, dass die Salbe wirkt, bevor ich verhungere", lachte die Luftschiffpiratin makaber, wobei man ihre Verzweiflung jedoch deutlich raushörte...
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Evan Yan Reft
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BeitragThema: Re: Ey Mann, wo is' mein Luftschiff?!   Di 24 Nov 2015 - 18:50

Eine Vermutung mit dem Kaffee, die meisten jungen Menschen tranken Kaffee. Es gab wenige die sich dagegen entschieden. Jedoch war es wohl seine Menschenkenntnis die ihm dabei Half heraus zu finden dass seine Patientin Kaffee bevorzugte. Aber er konnte nicht wissen wer die Mutter war oder viel eher was sie war. Wieso war er Arzt geworden, hauptsächlich nur deswegen weil er Menschen helfen wollte. Gut anfänglich wollte er es nur lernen um nichts gutes damit anzufangen. Dies hatte sich aber nach dem einen Verhängsnisvollen Sommer gänzlich verändert. Mitlerweile mochte er es lieber Menschen zu helfen, vor allem Weg den Menschen die mit Gift Ifiziert wurden. Allerdings würde es seine Patientin nie richtig von ihm hören. "Hätten sie mal lieber die Vergiftung von einer Chirimoya gehabt" sagt er dann etwas lachend "Das wäre innerhalb zwei Tagen abgeklungen gewesen." offenbart er ihr dann. "Aber keine Sorge, solang sie keine Kerne von der Frucht essen ist alles im grünen Bereich." versicherte er ihr dann auch sofort. Er Nickt leicht, Zwischenstopp also "Naja, wenigstens haben sie die Schönheit einmal gesehen und den größten Teil des Festes auch" versucht er sie dann zu vertrösten. Sein blick geht zum Fenster und ja sie hatte Recht die Sonnge stieg gerade empor ihr zweites Auge wird abgeklebt "Die Morgenröte steigt gerade über die Berggipfel." sagt er ihr dann. Vielleicht um ihr etwas schönes zu Bieten. Dann sieht er das Essen herein kommen und er macht der Schwester Platz dass Saphira ihr essen bekommen konnte. Allerdings konnte er sich ein leises Auflachen nicht verkneifen als er die ganzen Missgeschicke sieht. "Warten sie meinen Moment. Ich helfen ihnen bevor sie mir Verhunger" worauf er selber das Besteck für Ivory verzaubert "ich werde sie nun allein lassen mit ihrem Essen. Zum Mittag werde ich wieder kommen, vielleicht hat sich bis dahin etwas Getan." was mit einem gewissen hoffnungsvollen Unterton gesagt wird. "Die Schwester wird ihnen auch gleich Helfen ihr Bein trocken zu legen und mit allem anderen worin sie erst mal Hilfe brauchen werden." worauf er dann das Klemmbrett wieder ans Bett hängt "Also bis später Miss Valentine." natürlich würde er warten ob sie noch eine weitere Bitte an ihn hatte und erst dann gehen.
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BeitragThema: Re: Ey Mann, wo is' mein Luftschiff?!   Do 26 Nov 2015 - 20:54

Die blonde Südafrikanerin zog die Augenbrauen erstaunt hoch, als der Arzt meinte, die Kerne einer Chirimoya seien giftig.
"Oh, hätten Sie mir das jetzt nicht gesagt, hätten wir uns wohl in ein paar Tagen schon wieder gesehen", witzelte sie, obwohl auch was Wahres dran war. Erst dann fiel ihr auf, dass diese Formulierung unklug war, da sie noch nicht wusste, ob sie Doctor Reft überhaupt irgendwann mal sehen könnte, ja, so unangebracht war diese Wortwahl, dass die clevere Blonde schmunzeln musste. "... haha... gesehen...", wiederholte sie das Wort noch einmal für sich und lachte sich innerlich über diese Ironie schlapp. Sie hielt sich zurück, da sie nicht wusste, inwieweit der Mediziner schwarzen Humor verstand, sicherlich fand er es nicht einmal witzig, zumindest schätzte Saphira Ärzte so ein. Ihre Mutter zum Beispiel hatte schwarzen Humor zu makaber gefunden.
Es war offensichtlich, dass die Blonde sich allmählich entspannte in der Gegenwart des Fremden. Ihre Haltung hatte sich verändert und sie lächelte verträumt, als er ihr vom Sonnenaufgang berichtete. Früher als Kind hatte sie oft innegehalten, um die Sonne beim auf- oder untergehen zu beobachten. Nie würde sie vergessen, wie schön dieses Naturphänomen war... und wenn sie erst an das türkisblaue Wasser in Ägypten und die Korallenriffe in Australien dachte... Ja, doch, es tat doch irgendwie weh, all dies kein weiteres Mal erleben zu können, wenn sie Pech hatte.
Das Gematsche und der Wasserunfall waren peinlich, aber man musste es auch positiv sehen: immerhin hatte sie den heißen Kaffee nicht umgeschmissen. Und Evans professionelle Art - nun gut, kurz hatte er aufgelacht, aber das Lachen hatte sie angesteckt - mit der Situation umzugehen, ließ sie schnell vergessen, dass sie sich gerade ziemlich dumm anstellte. Sie fand es sogar selbst irgendwie amüsant.
"Danke, Doc", lächelte Saphira freundlich, worauf ihr die verhexte Gabel auch schon ein Stück Pancake in den Mund steckte. Mit einem zufriedenen Lächeln - wären ihre Augen nicht verdeckt, würden sie jetzt funkeln - genoss die Hexe den fluffigen Pfannkuchen mit dem fruchtigen Topping.
"Ausgezeichnet. Wirklich toll gekocht", lobte sie, als sie den ersten Bissen heruntergeschluckt hatte. Das Lächeln versagte jedoch, als der Mediziner sich verabschiedete. Sie wollte nicht alleine sein, nicht jetzt, wo sie allein war. Sie brauchte Ablenkung von ihrer Misere, sonst würde sie wohl durchdrehen oder auf dumme Gedanken kommen. Ihre Miene wurde sorgenvoll, nein, eher verloren, wie ein Welpe, den man im Regen auf der Straße aussetzte. Aber aussprechen konnte sie dies nicht, sie konnte ihn ja schlecht von seiner Arbeit abhalten, und er hatte schon alles getan, das in seiner Macht stand.
"Bis später, Doctor Reft", entgegnete sie mit einem gezwungenen Lächeln, worauf die Gabel ihr schon die nächste Ladung in den Mund schob. Irgendwie würde sie die Zeit schon totschlagen...


"Sagen Sie, wie sieht Doctor Reft eigentlich aus?", fragte die Blonde die Krankenschwester Monica, welche ihr unter die Dusche geholfen hatte und sicherheitshalber noch im Bad stand und der Patientin alles nötige anreichte. Das Frühstück war inzwischen einige Stunden her, nachdem Evan sich verabschiedet hatte, war Monica gekommen und hatte sich um die Südafrikanerin gekümmert.
Monica war eine talentierte, fürsorgliche Frau in Saphiras Alter, und ihren Erzählungen nach hatte sie gebräunte Haut, grün-braune Augen und dunkle Locken. Schlank war sie auch, aber das hatte sie in der Beschreibung ausgelassen, und sie war seit 5 Jahren im Krankenhaus von Peru beschäftigt, liebte ihren Job, tratschte aber auch mal gern. Saphira konnte es nicht sehen, aber Monica war wirklich eine hübsche Dame, und freundlich und offen war sie auch. Die Frauen hatten sich über vieles Unterhalten, Saphira war neugierig und hatte so einiges über ihre neue Bekanntschaft herausgefunden, und irgendwie befand man sich auf einer Wellenlänge. Monica schien dies genauso zu sehen, denn sie ließ sich für die Behandlung der Südafrikanerin etwas mehr Zeit, hatte zwischen morgen und mittag in ihrer Pause noch einmal extra vorbeigeschaut und ihr ein Kapitel aus ihrem Lieblingsbuch von Stephen King vorgelesen.
"Verdammt gut", gab sie zu, wobei man deutlich hörte, dass sie grinste.
"Ach ja? Erzähl mir mehr...", raunte die Blonde, während sie sich mit dem eingeschäumten Schwamm über den Körper wusch. Sie bemühte sich, kein Wasser ins Gesicht zu bekommen, damit die Verbände nicht durchweichten.
"Naja... dunkle Haare, dunkle Augen, gepflegter Bart, athletischer Körperbau...", begann die Peruanerin zu erzählen.
"Also sieht er so gut aus, wie er riecht?", schmunzelte die Blonde, die den Schaum nun von ihrem Körper wusch. "Wieso fragst du ihn nicht mal, ob ihr euch verabredet?"
"Ich denke nicht, dass er interessiert ist. Aber das ist okay so, wir arbeiten zusammen und das funktioniert ganz gut", gab sie zu, doch Saphira war vielleicht blind, aber nicht blöd. Ein wenig traurig klang die neue Freundin schon irgendwie. "Vielleicht entwickelt sich ja irgendwann von ganz allein etwas daraus."
"Och Moni... komm schon", knurrte Saphira, als sie das Wasser aus machte und die Hand aus der Duschkabine hielt, damit man ihr das Handtuch gab. "Eine afrikanische Weisheit besagt: Ganz egal wie lange ein Baumstamm im Wasser liegt, er wird kein Krokodil werden!" Sie spürte das Handtuch zwischen ihren Fingern und zog es an sich, um sich abzutrocknen.
"Aha... was willst du mir damit jetzt sagen?", fragte die Dunkelhaarige irritiert.
"... Nun, ich habe ehrlich gesagt gehofft, dass du es weißt, denn ich verstehe den Spruch selbst nicht so ganz", lachte Saphira amüsiert, und Monica konnte sich ein Lachen auch nicht verkneifen, "Ich glaube aber, dass damit gemeint ist, dass Warten nichts bringt, Monica! Denk drüber nach!"
"Schon klar", schmunzelte die Andere, glaubte eher nicht daran, aber das hörte man aus ihrem Tonfall. "Jetzt beeil dich mal, er kommt sicherlich gleich. Und dann schauen wir mal, ob es deinen Augen besser geht." Eilig half sie Saphira beim Anziehen, es war leider nur ein neues Krankenhaus-Hemdchen, ehe es auch schon ins Krankenzimmer zurückging. Sie war aufgeregt - würde sie gleich wieder sehen können?
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BeitragThema: Re: Ey Mann, wo is' mein Luftschiff?!   Do 26 Nov 2015 - 21:25

Evan musste grinsen bei ihren Worten "Ja, gesehen.. hätten wir uns dann ganz sicher." er liebte Galgenhumor, aber nicht alle Patienten die hier lagen, waren ein Freund davon. Eines der Eigenarten die er nicht ablegen konnte oder gar wollte. Er lachte mit ihr, wie sollte er es denn auch nicht, lachen war eine gute Aufmunterung in ihrer Situation. "Bittesehr." wird es nochmals gemeint. "Ich werde es unserer Köchin ausrichten. Wir sehen Uns." natürlich, hörte er nicht auf, aber er hoffte auch inständig, dass Ivory bei dem Verbandwechsel wirklich wieder etwas sehen konnte.

Kurz vor seinem Feierabend betrat der Weißbekittelte das Patientenzimmer noch mal. Er hatte ja zugesagt, er würde kommen und es sich selber noch mal ansehen. Natürlich hatte er den Tag nicht verschwendet, sein Dienst war lang gewesen und etwas gedrahtet war er schlussendlich. Einige harmolose Wunden waren zu versorgen, kleinere Notfälle standen auf dem Plan. Knochenaufbauten, weil Kinder ihre 'Macht' demonstrieren wollten und sämtlichen anderen Mist. Natürlich hatte er Monica zu Saphira geschickt, eine der Schwestern, welche er öfter einspannte als andere. Aber einfach weil ihre offene Art gegenüber Giftpatienten hervorragend war. "Guten Tag, Miss Valentine." begrüßte er die frisch Geduschte. "Guten Tag, Monica. Irgendwas besonders passiert?" erkundigte sich der Doktor bei seiner Hilfe welche verneinte. "Gut, dann werden wir mal sehen, sobald sie sitzen, was ihre Augen machen." spricht er dann mit Saphira, die schlussendlich auf ihrem Bett saß. "Monica, gehen sie eine Pause machen, sie haben genug gearbeitet, den Tee haben sie sich Verdient." wird es ihr schmunzelnd gesagt. "Gut, Miss Valentine, dann mal, auf ins Abenteuer." wobei er dann beginnt die Pflaster zu lösen welche ihre Augen abdecken. Dies wird jedoch mit einem Löszauber gemacht, so dass sie kein Ziepen spüren würde. Er wischte die rest Salbe weg "So, öffnen sie ihre Augen und dann sagen sie mir ob sie etwas sehen." natürlich sieht er sie gespannt an.
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BeitragThema: Re: Ey Mann, wo is' mein Luftschiff?!   Mo 30 Nov 2015 - 22:41

In einen warmen Bademantel gehüllt empfing die blonde Südafrikanerin den charmanten Arzt, und sie hatte ein Lächeln auf den Lippen,das so ehrlich war, dass man meinen könnte, sie hätte ihr Handicap schon vergessen.
"Willkommen zurück, Doctor Reft", kam es locker von ihr, und wenn sie nun sehen könnte, würde ihr Blick vielsagend zu Monica gehen, nur um sie an das Gespräch von vorhin zu erinnern. Doch Monica wurde schon bald von der sympatischen Stimme in die Pause geschickt - scheinbar konnte der Mediziner die Krankenschwester auch ganz gut leiden. Zumindest klang es für die Piratin so, welche nur da saß und das kurze Gespräch mit verfolgt hatte.
"Ich drücke dir die Daumen, Saphira", kam es noch aufmunternd von der Peruanerin, ehe man hörte, wie ihre Schritte immer leise wurden. Sie hatte das Zimmer verlassen, und so waren nur noch der Doctor und die Patientin da. Aufgeregt rieb sich letztere die Hände, bis er schließlich begann, die Verbände zu lösen.
"Jetzt bin ich aber gespannt, was diese Wundersalbe kann", grinste sie heiter, während sie spürte, wie wieder frische Luft an ihre Augenlider kam. Die restliche Salbe wurde entfernt und zögernd öffnete sie die Augen. Licht sah sie, ja, sie war nicht mehr vollkommen blind, und doch konnte sie noch immer nicht richtig sehen. Ein trübes Seufzen sollte das ernüchternde Ergebnis zum Ausdruck bringen. "Ich sehe, aber alles ist ziemlich verschwommen. Eigentlich erkenne ich nur Farbschleier." Sie sah auf ihre Hände und stellte fest, dass sie wie zwei unscharf gezeichnete, fleischfarbene Teller aussahen. Dann wanderten die blauen Augen zum Gesicht des Arztes, von dem sie keine Einzelheiten erkennnen konnte. Er sah aus wie ein zerlaufenes Ölgemälde, oder eine schmelzende Kerze. Oder einer Mischung aus beiden, also eine Uhr, gemalt von Salvador Dali.
"War wohl nichts", knurrte sie frustriert und ließ den Oberkörper ins Kissen fallen. Die verschiedenen Nuancen im Krankenzimmer verwirrten sie, sodass sie die Augen lieber wieder schloss.
"Sagen Sie, wie sieht Monica eigentlich aus? Ist sie hübsch?", fragte sie neugierig, um sich von der traurigen Wahrheit abzulenken. Eigentlich hätte sie lieber gewusst, ob er ihr noch helfen könnte, und wie lange es noch dauern würde, aber andererseits fürchte sie sich vor der Antwort. Sie hatte Angst, dass die Wahrheit schmerzen würde...
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BeitragThema: Re: Ey Mann, wo is' mein Luftschiff?!   So 13 Dez 2015 - 18:35

Der Doktor hatte sich um vieles geschert aber noch nie um Frauen die im Bademantel vor ihm standen die seine Patienten waren. Unter anderen Umständen hätte er Saphira bestimmt betrachtet aber nicht unter diesen. Er schmunzelte leicht "Na, ich hoffe dass Sie wenigstens gleich Umrisse sehen werden." meint er dann ruhig. Sein blick war erwartungsvoll auf die Augen von Ivory gelegt und er hoffte er würde gleich irgendwas gutes hören. Ihr seufzen lässt ihn Anfangs nur schlimmes denken, als dann jedoch ihre Antwort kam, atmet er doch erleichtert aus. "Farbschleier sind zumindest besser wie gänzliche Dunkelheit Miss Valentine." mit den Worten versuchte er sie aufzumuntern. "Es geht in die richtige Richtung, mir war klar, dass sie nicht gleich alles sehen werden. Wir müssen nur etwas Geduld aufbringen." erklärt er ihr dann sachlich.

Jetzt wurde er ruhig, sie fragte ihn wie Monica aussah. "Nun..." er räusperte sich und wollte aus dem Gespräch flüchten. Er wollte nicht über sowas urteilen. "Sie sieht nicht Schlecht aus." er drehte sich Vorsichtshalber um und lies die Tür mit einem Wink sich selber schließen. Dies sollte niemand wirklich mitbekommen, besser wäre es. Er betrachtete seine Patientin ruhig "Ihre Augen sind ziemlich Hübsch, eigentlich dachte ich anfänglich hier haben alle braune Augen, die natürlich an sich schon sehr nett sind. Aber Monica hat noch einen hauch von Grün mit drin. Dies sieht man am besten, wenn die Sonne oder das Licht sie anstrahlt." jetzt schwärmt er sogar ein Wenig. Er lachte leis "Aber was erzähl ich da, Monica ist eine Hübsche Peruanerin. Noch dazu, einer meiner liebsten Schwestern in dem Krankenhaus, aber Sie wissen bestimmt schon wieso." ihm war seit seinem ersten Patienten welchen er hier hatte Aufgefallen wie fürsorglich die junge Frau gegen über diesen Waren. Weswegen er sie immer gern bei seinen Giftpatienten hatte, die dringend etwas Aufmunterung brauchten. "Nun, aber nichts desto Trotz werde ich ihnen nun Augentropfen verabreichen. Morgen werden wir dann weiter sehen. Wir dürfen nicht zu viel erwarten Miss Valentine. Schließlich ist die Schlange die sie Gebissen hat, dafür bekannt das Augenlicht zu stehlen. Aber wir sollten es wieder hinbekommen. Ruhen sie sich aus." wobei er seine Hand auf ihre Schulter legt und diese leicht Tätschelt. Er würde nun selber in Feierabend gehen, ihm steckte die Müdigkeit in den Knochen.
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