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 Mindflow for you.

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Evica Mitrovic Moravac
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BeitragThema: Mindflow for you.   Di 5 Dez 2017 - 3:18

@Helena Wayland
@Felicia Nolen


Schmerz! Alastor unterdrückte das Bedürfnis sich an den Kopf zu fassen. Er wusste es würde ihm nicht gut bekommen, wenn er sich etwas anmerken ließ. Während er mit seiner unheimlichen Begleitung durch die Gänge des St.Mungo Hospitals schritt, ging er wieder in Gedanken durch, wie er in diese Situation gekommen war. Er verfluchte den Tag, an welchem er diese kleine Bar in der Nocturne-Gasse aufgesucht hatte. Dort hatte er sie kennengelernt. Intelligent, liebreizend, zart und geheimnisvoll. Er hatte schon immer einen Faible für zierliche Blondinen gehabt, besonders, weil seine eigene Frau nichts von beidem war. Er hatte damals schon gewusst, das es ein Fehler gewesen war, doch da hatte es sich noch wie ein prickelndes Abenteuer angefühlt. Ein Wagnis, welches er gerne eingegangen war, um aus dem Alltagsleben auszubrechen. Der Arzt für magische Gebrechen und Psychiotherapie hatte ein beschauliches Leben in festen Bahnen gelebt. Konnte man ihm einen Vorwurf machen, das er daraus für eine Weile hatte ausbrechen wollen? Niemals hätte er erwartet, das sich die Dinge so katastrophal entwickeln würden. Sie hatte angefangen immer mehr Einfluss auf sein Leben zu nehmen und hatte besonderes Interesse an seinem Beruf gezeigt.

Er hätte es früher merken müssen. Wozu hatte er eigentlich sein Psychologisches Wissen? Doch sie hatte ihn überlistet und nicht nur das. Sie musste schon früh angefangen haben, ihn magisch zu beeinflussen. Erst subtil, bis sie ihre Macht derart gefestigt hatte, das er ihr nun völlig ausgeliefert war, wenn sie es wollte. Er hatte mehrfach versucht sich ihrer Macht zu erwehren und jedes Mal hatte er es bereut.  Er hörte das leise Lachen seiner Begleitung, als er dies wieder einmal in Gedanken durchging. Sie hatte sich für Krankenakten interessiert und offensichtlich hatte sie inzwischen gefunden, was sie gesucht hatte. Sie schritten den Korridor entlang, er grüßte lächelnd seine Kollegen und Krankenschwestern, welche alle zurückgrüßten. Wenn ihn jemand nach der zierlichen Blonden fragte, hatte er direkt die passende Ausrede parat, um ihr Dasein zu rechtfertigen. So war sie nun schon Wochen hier ein und aus gegangen. Sie ließen die Stationen der körperlichen Erkrankungen schon bald hinter sich. Die Gänge wurden leerer. Hier war der Betrieb regulierter. Viele der Patienten hier, waren vor der Öffentlichkeit weggeschlossen, bis zum Abschluss ihrer Behandlung. Hier gab es nur Wachleute und Schwestern, die magische Medikamente und andere Dinge hin und her trugen, wenn sie irgendwo benötigt wurden. Es hielt sich in Grenzen und die meisten Menschen hier waren ohnehin zu beschäftigt um sich Zeit für einen Plausch zu nehmen. Aber eigentlich war ihm dies mit der Zeit nur recht geworden, wenn Evica ihn besuchte. Er fühlte sich unter ihrer Knute einsamer, je mehr Menschen um ihn herum waren. Ein gefährliches Anzeichen, das wusste er. Er wusste, das sie bereits angefangen hatte, ihn regelrecht zu verdrehen. Und noch mehr ärgerte den Zauberer in den Fünfzigern, das er anfing es herbeizusehnen, das sie hierher kam und dabei waren sie noch nicht einmal wirklich intim geworden.

Evica blickte sich wehmütig um, als sie die Tore zu der Station der Psychisch kranken Fälle durchschritten hatten. Sie liebte die Atmosphäre hier. Sie war ein regelrechtes Sinnbild für das langsame Scheitern des Konstruktes. Wie sollten Menschen auch „Gesund“ bleiben, wenn sie in einem pervertiertem statischem Zustand lebten, welcher nicht für die fundamentale Seite des spirituellen Ichs geschaffen war? Unter ihrem Ärmel hielt sie ihren Zauberstab in der Hand, verborgen vor aller Augen und hielt die Magie aufrecht, mit welcher sie den Verstand Alastors umklammert hielt. Es war erst zwei Tage her, als sie auf zwei Interessante Akten gestoßen war. Zwei Mädchen, die hier Patienten waren. Sie waren beide noch Schulkinder und besuchten die Schule Hogwarts. Exzellent für sie, da sie ohnehin noch Pläne mit der Schule für Hexerei und Zauberei hatte. Sie würde ihre Lehren auf die Anwenden, die es verdienten. Warum alteingesessene Sklaven befreien, wenn die jungen noch so viel mehr Potential hatten? In den Akten war von Selbstversuchen zu lesen gewesen. Evica war entzückt. Die Bereitschaft diese Welt zu verlassen, aus welchem Grund auch immer, war fundamental wichtig, für den Weg der Erleuchtung, das erwecken der wahren Magick. Nun galt es lediglich dieses Potential in die richtigen Bahnen zu legen und mit Verstehen zu ergänzen. Das lange weiße Gewand der zierlichen Blondine schien über den Boden zu schweben, während ihre graziösen Schritte sie neben Alastor hielten. Der Arzt war ein einfacher Fang gewesen, doch er hatte sich nicht als fähig, oder irgendwie rettbar erwiesen. Ein Sklave des Konstruktes, durch und durch. Doch was er ihr hatte geben können, war Zugang. Zugang zu den wichtigen Menschen, welche sich bald über dieses schnöde Dasein erheben würden. Helena Wayland und Felicia Nolen. Was sie über die beiden Mädchen gelesen hatte, hatte sie in höchste Hoffnung versetzt. Sie brannte darauf, diese Mädchen kennenzulernen und ihnen das Angebot zu machen, welches sie retten würde.

„Hier vorn ist das Zimmer von Helena Wayland.“ Informierte Alastor sie leise, regelrecht kleinlaut. Er schwitzte an seinen Geheimratsecken, an welchen sich das schwarze Haar bereits gräulich verfärbt hatte. Sein hartes markantes Gesicht war angespannt und das harte, breite Kinn stand nun umso deutlicher hervor. Er rang mit den Händen in seinem Kittel und seine Augen hatten einen regelrecht flehenden Blick. Evica schenkte ihm ein liebreizendes Lächeln, welches den älteren Mann erschauern ließ und beugte sich nah an dessen Ohr. „Öffne mir die Tür und kündige mich an. Danach kannst du dich zurückziehen. Und halte dich an unser kleines Arrangement.“ säuselte sie mit einem gefährlichen Unterton, welcher den Mann direkt erbleichen ließ. Als sie sich wieder von ihm zurückzog und er einen Blick auf ihre Augen erhaschte, schluckte er, als er kleine Flecken aus Dunkelheit sah, welche darüber hinweg huschten. Was immer das auch war, er war fähig und wissend genug, das dies Magie dunkelster Sorte sein musste, was ihr dies eingebracht hatte. „Ja Gebieterin.“ Hauchte er ergeben und sank im stehen regelrecht in sich zusammen, bevor er sich unsicher umsah, als er ihren harten Blick bemerkte. Sie mochte es nicht, wenn er einbrach und den Schein nicht wahrte. Also raffte er sich wieder auf und räusperte sich, bevor er an die Tür herantrat und klopfte. Er wartete nur eine Sekunde, dann öffnete er die Tür. „Helena? Hier ist jemand für dich. Eine Kollegin, die sich gerne mit dir unterhalten möchte.“ Er machte Platz und Evica schritt durch die offene Tür in den Raum hinein. Ihr analytischer Blick glitt einmal umher, besah sich die Verhältnisse des Zimmers, bevor er sich mit einem neugierigem Ausdruck an die Bewohnerin klammerte. Helena Wayland.
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Helena Wayland
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BeitragThema: Re: Mindflow for you.   Mi 6 Dez 2017 - 11:01

Wenn man über solche Orte las, dann hatte man eher das Gefühl das man keinen Spaß haben konnte. Es waren auch zum größtenteils Erwachsene Menschen die hier waren und Helena war froh, Feli und ihre Persönlichkeiten kennen gelernt zu haben. So hatten sie irgendwie doch Spaß. Aber Helena wusste das sie selber bald raus durfte, immerhin hatte man ihr das gesagt und sie war irgendwie auch froh. Nicht das sie die Hilfe die sie hier bekommen hatte nicht schätzte, aber raus an die Luft zu kommen, weit weg von der Stadt in der sie gelebt hatte, freute sie mehr. Auch wenn sie Feli dann nicht mehr so oft sehen würde, aber sie würde ihr schreiben und sie auch besuchen, wenn Farine das erlaubte. Vermutlich würde sie das.
Es war seltsam, jetzt wieder auf diesem Bett zu sitzen, auf welchen sie vor ein paar Monaten angekommen war. März. Die Zeit war wieder so schnell verflogen und der August kam langsam immer näher und näher. Mit ihm der Schulbeginn und die ZAG die sie nachholen durfte. Immerhin lernte sie dafür schon die ganze Zeit. Es war eben eine gute Beschäftigung.

Killer lag auf ihren Beinen und ließ sich streicheln, während ihre Augen auf das Buch vor ihr auf dem Tisch gerichtet war. Magische Tierwesen war das Thema, aber vielmehr ihr seltsames Verhalten, denn Killer verhielt sich mehr als seltsam in letzter Zeit. Er kratze, er biss sogar und hatte schlechte Laune. Er versuchte es nicht an Helena raus zu lassen, er hatte sie noch nie verletzt, aber seine schlechte Laune bekam sie dennoch ab. Jetzt wirkte er aber zu frieden und sie konnte es in seinen Gedanken hören, wie er an Kekse dachte und wie sehr sein Ohr juckte, weshalb sie ihn am Ohr kraulte.
Sie hatte an dem Tag wo sie hier her gekommen war, beschlossen nicht ganz so offen wie sonst mit Killer zu reden, immerhin wollte sie ihre Verbindung nicht erklären, obwohl diese von Runen einfach abhängig war und magisch möglich. Aber irgendwas wollte sie auch noch für sich behalten.
Kurz gingen ihre Augen zu den Zeichnungen an der Wand, sie hatte viel Zeit hier verbracht und ziemlich oft die Küste von Kent gezeichnet, wo Chester im Meer verschwunden war. Aber auch Hogwarts war auf ihren Bildern zu sehen und ein Stadthaus in London, welches genau wie Chester verschwunden war.

Sie glaubte nicht an Zufälle, dass Chester und Spenver an den selben Zeiträumen starben, dass war für sie kein Zufall und sie versuchte so viel wie möglich darüber zu erfahren, aber ihr waren hier die Hände gebunden. Weshalb sie einfach auf Farine vertraute. Ihre Augen gingen zu dem Bild von Chester und ihr, wie sie an Weihnachten zusammen saßen und Helena atmete tief durch um nicht wieder an die Erinnerungen zu geraten.
,,Wenn du die ganze Zeit an Kekse denkst Killer, bekomme ich auch so langsam hunger.“, sie lächelte auf ihren Kater hinunter und dieser miaute zustimmend, obwohl es noch nicht mal Zeit war zum Essen. Immerhin wollte Feli nachher auch vorbei kommen und dann konnten sie zusammen sich in die Küche schleichen. Immerhin taten sie das öfters.

Killer hüpfte von ihren Beinen, als hätte er etwas gehört, als es auch schon an der Tür klopfte und diese geöffnet wurde. Die Frau die dort hinein kam kannte Helena nicht, sie war eh nicht wirklich der Mensch für soziale Kontakte, aber jetzt schien sie wohl nicht drum herum zu kommen, diese Frau kennen zu lernen. Den Mann kannte sie, immerhin arbeitete er hier und sie schien wohl eine Kollegin von ihm zu sein.
Helena drehte sich auf ihren Stuhl ganz herum und schaute zu Killer, der an der Frau schnupperte.
Das sie gut roch, dass wollte Helena eigentlich gar nicht wissen, aber es machte sie ein wenig nervös, dass Killer sofort zu ihr zurück kam und sich nicht streicheln ließ. Er war skeptisch, oder er hatte wieder eine dieser Phasen.

,,Ich hab eh nichts zu tun. Kommen Sie ruhig rein.“, stellte sie fest und stand mit ihrem Kater im Arm auf, ehe sie sich auf ihr gemachtes Bett setze. Schlicht und einfach, weil ihr Schreibtischstuhl der einzige Stuhl im Raum war und sie nicht wollte, dass die Frau sich auf ihr Bett setze. Kollegin, sie betrachtete die Frau genau so, wie diese sie betrachtete und ihre Hand strich über den Kopf von ihrem Kater.
,,Sie sind also auch Ärztin, wenn Sie seine Kollegin sind, Miss…?“, immerhin wollte sie den Namen der Unbekannten wissen, denn diese kannte immerhin ihren Namen.
Helena fühlte sich irgendwie seltsam, weil sie hier mit ihrem schwarzen Kaputzenpullover und der bequemen Hose nicht wirklich für die Öffentlichkeit gekleidet war. Aber das passierte, wenn man sich nicht ankündigte. Jedenfalls wirkte ein besuch immer interessant, eine kleine Ablenkung von der Wirklichkeit. Obwohl sie auch gerne Bücher las und sich auf die ZAG vorbereitete. Immerhin war sie ja doch irgendwie ein Ravenclaw und sie hatte schon immer ihr Zimmer ordentlich gehabt. Meistens aber auch, weil es sonst unangenehme folgen gehabt hatte. Weshalb ihre Schulbücher ordentlich auf dem Schreibtisch standen und nichts auf dem Boden lag, außer ihre Schuhe die an der Tür standen.

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Evica Mitrovic Moravac
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BeitragThema: Re: Mindflow for you.   Fr 8 Dez 2017 - 23:28

Evica blickte hinab, als ein Kater sie begrüßte, indem er neugierig an ihr schnupperte. Für ihre Sicht war diese Katze, anders als andere Tiere dieser Art, von einem magischen Feld umgeben. Es verband die Aura des Tieres, über ein leuchtendes Band mit Helena. Ihr Blick folgte der Verbindung und ein wissendes Lächeln huschte auf ihre Miene, als der Kater auch schon zurück auf das Bett huschte. Sie ließ den Eindruck des Mädchens noch eine Weile auf sich wirken, studierte die fließende Aura der jungen Hexe, welche beständig kleine Eruptionen aussandte. Ein deutliches Anzeichen, das dieses Mädchen eine starkes Emotionsbild besaß. Natürlich hatte sie das. Immerhin hatte sie versucht sich selbst zu töten. Abgestumpftere Menschen neigten eher dazu über die Dinge hinweg zu kommen, welche sie traumatisierten, indem sie weiter abstumpften. Sie wandte sich ein letztes Mal zu Alastor um, der mit regelrecht ergebenem Blick in ihre Richtung starrte. Einen winzigen Augenblick, huschte eine zornige Verachtung über ihre Züge.

„Du bist noch hier?“ Fragte sie ihn mit süßlicher, freundlicher Stimme, welcher man lediglich mit viel Aufmerksamkeit den schneidenden Unterton hatte anmerken können. Die Augen des Arztes weiteten sich, als er diesen Blick auffing. Sichtbar schluckte er und nickte dann, bevor er sich ohne ein weiteres Wort aus dem Raum zurückzog und dabei die Tür hinter sich schloss. Man konnte deutlich hören, wie schnell sich seine Schritte von der Tür entfernten. Evica lauschte einige Sekunden den Schritten, die sich entfernten, bevor sie ihren Zauberstab hob. Die Spitze des gravierten, schwarzen Stabes glomm in einem weißen Licht, als sie kurz die Augen schloss und wortlos einen Schutz gegen Lauscher um den Raum wob. Ein zweiter Zauber würde sie alarmieren, wenn sich jemand dem Zimmer näherte. Sie nickte zufrieden und auf eine letzte Geste flog der Stuhl an dem kleinen Tisch in ihre Richtung und landete genau passend hinter ihr, während sie sich bereits hinab setzte. Sie schlug die Beine übereinander und verstaute ihren Zauberstab wieder in ihrem Kleid, bevor sie dem Mädchen ein herzliches Lächeln schenkte.

„Ärztin ist der falsche Ausdruck. Aber ich habe Erfahrung mit Menschen in deiner Position. Ich schenke Menschen Perspektive und Richtung und helfe bei der Bewältigung. Ich habe lediglich andere Ansätze, als die Ärzte in dieser Hütte.“ Sie lehnte sich in dem Stuhl zurück und wickelte versonnen eine blonde gewellte Haarsträhne auf ihren Zeigefinger auf. „Ich freue mich darauf, dich kennenzulernen Helena.“ sagte sie mit aufrichtigem Beben in der glockenhellen Stimme. „Mein Name ist Evica. Ein Nachname ist nicht nötig und ein Miss ebenso wenig.“ Sie winkte ab und ein Lächeln überzog ihr Gesicht. Kurz verdunkelten Schatten ihre Sicht, als kleine Flecken von Dunkelheit durch ihre Augen flogen. Wieder sah sie sich um. Hogwarts, Kent. Die Orte waren sehr gut zu erkennen. Sie hatte die meisten Motive der Bilder bereits mit ihren eigenen Augen gesehen, seit dem sie in England war.

Sie wandte ihren Blick wieder dem Mädchen zu welches sie dort mit erwartenden Augen betrachtete. Ein kleines Lächeln huschte über ihre Lippen. „Eigentlich bin ich hier, um die Fehler die hier mit dir begangen wurden mit dir zusammen zu besprechen und aufzuarbeiten. Ich habe mir vieles über dich durchgelesen. Aber Papier ist wertlos. Ich würde gerne von dir wissen, wie du empfindest. Ich würde gerne aus deiner Perspektive hören, was dir hier erzählt wurde, denn ich habe Angst darum, das dir hier etwas entscheidend wertvolles weggenommen wird. Das wäre unverzeihlich, von all denen, die dich … behandelt haben.“  Die letzten Worte brachte sie mit einer Mischung aus Verachtung und Bedauern hervor, in die Richtung der behandelnden Ärzte. Sie suchte eine etwas bequemere Haltung auf dem Stuhl und wechselte das überschlagene Bein. Ein letztes Mal rückte sie das weiße Kleid glatt, welches ihre schlanken Beine bedeckte, während ein Fuß in den leichten Schuhen heiter vor sich hin wippte.

Ihr Blick studierte das Mädchen ganz genau. Sie behielt jede Regung in der Aura des Mädchens im Auge. Jeder energitische Impuls, ausgelöst durch ihre Worte, wurde von ihr aufs genaueste Untersucht. Vermutlich würde sie sich erst auf eine abwehrende Haltung gefasst machen. Viele Opfer so genannter Ärzte, neigten irgendwann dazu, eine untertänige, demütige Dankbarkeit zu empfinden. Das war ein Teil davon eine Person zu zerstören, damit sie nach genormten Vorstellungen neu programmieren konnte. Eine ekelhafte Art mit einem Geist umzugehen, der nach größerer Entfaltung suchte.
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Helena Wayland
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BeitragThema: Re: Mindflow for you.   Sa 9 Dez 2017 - 9:40

Helena hatte keine Ahnung, dass die Frau in irgendeiner weiße ihre Emotionen sehen konnte. Sie selber verstand ihre Emotionen nicht mal, wie sollte sie auch dann bemerken, wenn andere dafür sensibilisiert waren. Immerhin war es ja nicht etwas, was den Personen auf ihrer Stirn geschrieben stand und sie hatte auch zu wenig soziale Kontakte, um so etwas aus der Blume heraus zu lesen. Weshalb sie mit ihren Emotionen, ganz alleine auf dem Bett saß. Obwohl diese Emotionen geordneter waren, wenn man es ausdrücken wollte wie ein Ordnungssystem, als früher. Sie war ruhiger, sie spürte Killers Angespanntheit und seine stetige schlechte Laune. Ehrlich gesagt machte sich Helena sorgen, einfach weil sie spürte das es ihrem Kater nicht gut ging. Ihre Finger strichen vorsichtig durch das Fell, die feinen Narben auf der blassen Haut, wirkten für sie schon normal und sie merkte, wie die Ruhe sie überkam und wie auch Killer sich entspannte, als er den Kopf auf ihre Beine legte.

Es war offensichtlich, dass die Unbekannte alleine mit Helena reden wollte und sie hatte damit auch kein Problem. Wieso sollte sie auch? Ihr erscheinen wirkte wie eine kommende Ablösung von dem tristen Alltag. Sie war wirklich sehr froh, bald wieder mehr Spaß haben zu können, oder eher mehr Zeit draußen zu verbringen. Helena beobachtete, wie der Arzt die Tür schloss und verschwand. Ihre Hand umklammerte automatisch in ihrer Kaputzentasche, oder wie man dieses Ding nannte, bei einem Pullover, ihren Zauberstab, als die Frau ihren zog. Nicht weil sie sich gerne duellierte, sondern aus reinen Reflex hielt sie ihn umklammert, um ein Schutzschild wenn möglich zu beschwören. Sie war vielleicht nicht besonders gut im Duellieren, weil sie unter Stress nicht klar denken konnte, aber Schutzzauber waren wie etwas, was man im Schlaf konnte. Aber die Gefahr schien nicht auszugehen, weshalb Helena zu sah, wie sich die Frau, recht elegant, auf ihren Stuhl nieder ließ, auch wenn sie es etwas übertrieben fand, weil man ihn auch einfach holen hätte können. Aber da Sprach wohl der Muggel aus ihr.

Bei ihren Worten, konnte sie sich aber nur gerade ein Auflachen verkneifen. Ja sie hatte versucht sich umzubringen und nein, sie hatte es nie wieder danach versucht. Da sie bald entlassen wurde, sollte eigentlich dafür sprechen, dass sie ihre Gedanken ein wenig im Griff hatte. Es gab keine Pläne mehr, es waren zwar die Gedanken daran, aber die wurden von etwas überschattet, was man schon fast Lebenswille nennen konnte. Etwas was sie lange Zeit nicht gekannt hatte.
,,Pardon.“, sie merkte erst jetzt, dass sich ihre Muttersprache mal wieder auf den Weg gemacht hatte, ehe sie die englischen Wörter fand. Mit Killer redete sie die meiste Zeit Französisch. ,,Es ist ja schön und gut, dass sie helfen wollten, aber ehrlich ich hab eine Perspektive.“, da sie ihr zwar den Vornamen anbot, wusste Helena noch nicht so ganz woran sie bei dieser Frau war. Sowas war immer sehr tückisch, Vornamen waren etwas wie Vertrauensvorschüsse, irgendwie.

Das Evica ihr Zimmer betrachtete, blieb ihr nicht verborgen, genau so wenig, wie Killer der die Frau noch immer skeptisch musterte. Er war auch sehr ruhig für einen Kater, Helena hörte nur seine Gedanken wie er über ihren Geruch nach dachte, wie er ihr sagte sie sollte Vorsichtig sein. Er konnte es nicht wirklich in Worte fassen, er war sensibilisierter für solche Dinge als Helena.
,,Welche Fehler? Das die hier mir das Leben gerettet haben? Ich schätze das ist kein Fehler, jedenfalls aus meinen Augen.“, das war sehr seltsam, denn eigentlich fand sie, abgesehen von ein paar seltsamen Dingen hier, dass es okay war. Besser als manche anderen Orte. ,,Wenn sie keine Ärztin sind, sind Patientenakten nicht vertraulich?“, sie hob skeptisch ihre Augenbraue und schob sich eine der rotblonden Strähnen hinter das Ohr und betrachtete ihre Reaktion.
,,Was denn entscheidendes? Ich fühle mich nicht so, als wäre mir etwas weggenommen worden.“, das war ja schon recht interessant hier. Diese andere Ansicht.

Vermutlich war es der Einfluss von Chester, welcher sie so tiefgründig an die Wissenschaft glauben ließ und auch daran, wie sehr nützlich diese sein kann, wie sehr sie helfen konnte.
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Evica Mitrovic Moravac
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BeitragThema: Re: Mindflow for you.   Mi 27 Dez 2017 - 16:37

Evica lächelte. Als Helena begann, ihre momentane Situation zu verteidigen. Ja, sie konnte den Aufruhr an Emotionen noch immer in ihr sehen. Es war eine Kaskade an Wellen, welche sich von irgendetwas bändigen ließen. Ja, sie konnte sehen, was man versucht hatte ihr wegzunehmen. So klar und deutlich. Die Worte des Mädchens waren ein wenig herablassend, aber wie konnte sie auch anders? Immerhin wurde sie ganz unversehens langsam mit etwas konfrontiert, was sie nicht verstand, während andere Leute sie zurück in eine behütete Normalität zurück pressen wollten, was jedes Potential unterdrücken und mit der Zeit abtöten würde. Ihr Ausdruck nahm etwas bedauerndes an, als sie aus dem Fenster blickte. So viele gewöhnliche Menschen, die sich keinen Deut um ihr Geburtsrecht, oder die Facetten dieses Kosmos scherten. So viele banale, umher kriechende Ameisen, die sich darin gefielen, lediglich dem Zweck einer Aufrechterhaltung zu dienen, von etwas, was sie langsam konsumierte.

Arme Menschen. Arme erbärmliche Menschen. Sie würde nicht zulassen, das Helena das gleiche Schicksal ereilte. „Ach ja? Hast du die? Hast du wirklich eine Perspektive? Wie sieht die aus? Du gehst zur Schule, du lernst einen Beruf, du verlebst dein Leben mit deiner Tätigkeit und Freizeitgestaltungen, während du dir irgendwann eine Familie heranzüchtest, oder auch nicht? Und irgendwann, verdorrst du auf deinem Totenbett, verfällst unter der Erde und hast dein Leben lang diese Gefühle gehabt, die dir etwas anderes aufzeigten. Das Gefühl, das diese Welt so wie sie ist, nicht die richtige ist. Du wolltest gehen. Ich kenne das gut. Es ist nicht damit getan, vor diesem Gefühl davonzulaufen und es unter einem Berg von Normalität zu begraben, während du es Jahrelang im stillen Kämmerlein beweinst und noch immer nicht verstehst.“

Sie lehnte sich zurück. Sie hatte gar nicht bemerkt, wie eindringlich sie sich vorgesetzt hatte. Doch nun fuhr sie sich über die Augen. So viel Ignoranz, die man dem Mädchen einpflanzen wollte. „Du willst leben. Das ist gut, so soll es sein. Aber der Wunsch zu gehen ist die andere Seite der Medaille und nicht einmal so unwesentlich oder schlecht, wie man glaubt. Was dir fehlt, ist der richtige Kontext. Aber das ist gerade vielleicht zu schwer. Was ich dir anbiete, ist ein tieferes Verstehen für dich selbst. Ich biete dir an, diese Gefühle die du hast, in einen Zusammenhang setzen zu können, der über das hinausgeht, was du zu wissen glaubst. Und viel wichtiger – ich biete dir die Möglichkeiten, mehr aus dir machen zu können, als eine Befehlsempfängerin, die sich jeden Tag darum sorgen muss, ob sie noch den normalen Statuten der Gesellschaft entspricht, oder sich für Andersartigkeit rechtfertigt.“

Sie ließ ihre Worte eine kleine Weile wirken und blickte wieder still aus dem Fenster, als sie wieder das Wort ergriff. "Die Menschen kennen nur noch eine Seite. Dabei gibt es so viel mehr. Materie, Antimaterie. Die graue  Membran, welche es voneinander trennt. Ordnung und Chaos, Leben und Tod. Der Tod ist verteufelt, deswegen wurde dir auch eingeredet krank zu sein. Du hast viel Erlebt. Den Tod einer Person, die dir am Herzen lag. Meinst du den, den Tod so zu erleben, lässt dich unberührt? Der Tod ist nicht, wie man ihn wahrnimmt. Die Wahrheit ist, das Menschen wie die, die dich hier behandelt haben, den Tod von sich schieben und damit jeden Tag weiter absterben in schierer Bedeutungslosigkeit. Selbst die Bedeutungsvollen Menschen, werden separiert, mit ihrer Bedeutung und ermahnen die Menschen dazu, eine Aufrechterhaltung und Leistung zu gewährleisten. Ist es das, was du dir für dich vorstellst? Oder habe ich dich neugierig gemacht, oder sogar etwas in dir getroffen?“ In ihrem Blick lag keine Albernheit, kein Hohn, oder irgendeine versteckte Absicht. Lediglich Sehnsucht und Mitleid war darin zu lesen. Sie faltete die Hände auf ihrem Oberschenkel und blickte das Mädchen abwartend an. Wenn ihre Worte etwas getroffen hatten, würde sie ihr Gehör haben. Vermutlich würde sie sich dennoch erst einmal darüber lächerlich machen. Immerhin hatte sie sich hier nun einer einlullenden und korrumpierenden Weltsicht geöffnet, bzw war geöffnet worden. Doch ein nagender Zweifel, irgendetwas, so hoffte sie, musste einfach in den Verstand des Mädchens eindringen.
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BeitragThema: Re: Mindflow for you.   So 31 Dez 2017 - 12:23

Ihr Kater schnurrte leicht, als das Mädchen über sein Fell strich und ihre Gedanken ordnete. Er hatte eine Beruhigende Wirkung, sie konnte besser denken, wenn sie ihn festhalten konnte und diese Worte der Frau benötigten einen klaren Verstand. Manchmal kam sie sich hier drinnen auch eher vor wie jemand, der den Verstand noch besaß. Manch andere hier, ging es viel schlechter. Sie lebten in ihrem eigenen Verstand, unfähig von anderen Verstanden zu werden, weil sie viel tiefgründiger dachten, anders. Es war für die meisten Menschen seltsam, aber Helena beneidete sie irgendwie. Sie lebten in der eigenen Welt, unverstanden, aber sie hatten ein Denkmuster entwickelt, welches über das normale hinaus reichte. Nur weil sie nicht verstanden wurden, war es was schlechtes. Diese Frau schien anders zu sein und wüsste Helena nicht, dass sie definitiv wach war, dann würde sie das ganze als einen Traum abtun. Einen anderen Traum, den sie sonst nie hatte. Ihre Albträume waren immer das gleiche Muster, die gleiche Art, die gleichen Personen. Manchmal fragte sie sich, wieso ihre Erinnerungen sich wiederholten, ihre Träume auf sie drückten und sie diese nicht los wurde.

,,Und was für eine Perspektive haben sie. Sie haben auch ein Ziel, sie gingen auch zur Schule nicht wahr, sonst dürften sie nicht zaubern. Sie haben auch diese Normalität verfolgt und jetzt, jetzt versuchen sie einen Sinn in der Sinnlosigkeit des Sinnfindens zu finden.“, ihre Augen gingen zu der Frau. Helena hatte oft darüber nachgedacht, ob es mehr gab. Mehr als nur das Leben, eine neue Chance, eine andere Art die Welt zu sehen und ja, ihre Verbindung zu Killer war eines der Dinge die nicht in das Weltbild passten. Wie ihr Verstand verbunden war, wie sie sich hörten, aber das war nur eines der Schritte in eine andere Welt. Sie wollte nicht gehen, weil sie das Gefühl gehabt hatte das die Welt falsch war. Sie hatte gehen wollen weil sie alleine gewesen war. Es hatte in ihren Augen keinen Sinn gegeben, bis ihr klar geworden war, dass Killer sie noch immer brauchte.

Die Haltung der Frau hatte etwas eindringliches, es wirkte ein wenig bedrohlich. Vermutlich weil Helena diese Haltung kannte, er hatte sich auch immer nach vorne gelehnt um zu dem kleinen Mädchen zu sprechen, welches so klein gewesen war, dass er immer bedrohlich gewirkt hatte. Sie zog ihren Kater ein wenig enger an ihren Körper, als konnte sie ihn vor der Bedrohung beschützen, selbst als sich die Frau wieder normal aufrichtete. Die blauen Augen des Mädchen betrachteten das ganze Auftreten der Gestalt und sie wollte wissen, wieso diese Frau so geworden war. ,,Der richtige Kontext warum manch einer Leben möchte?“, zu sagen es war zu schwer, das wollte Helena nicht hören. Sie wollte ihre Aussagen verstehen, sie war viel zu neugierig um das einfach darauf zu belassen. ,,Was wissen sie schon von meinen Gefühlen?“, immerhin trug sie nicht nur ihre eigenen Gefühle, sondern auch die ihres Katers. Sie spürte wenn er müde wurde, wenn er Angst bekam und auch wenn er sich sicher fühlte. Wenn er sie beruhigte. Die Runen waren mächtig, sie verbanden sie und Helena wusste das sie zu niemanden solch ein Band aufbauen konnte, wie zu ihrem Kater.

,,Die Statuten der Gesellschaft sind unterschiedlich. Die Magier sehen Dinge anders als die nicht Magier, die magischen Wesen sehen die Dinge anders als normale Tiere. Ich rechtfertige mich nicht dafür, dass ich in manchen Dingen anders denke, ich glaube nur nicht das man alles begreifen kann. Alles in Zusammenhänge setzen kann. Dazu reicht unser Verstand nicht aus.“, jedenfalls war diese Konversation mal ein wenig aufregender als die Leichten Unterhaltungen mit anderen Menschen. Als sie den Tod einer Person die ihr am Herzen lag ansprach, blickte Helena kurz aus dem Fenster.

Es war nicht nur ein Tod gewesen. Aber sie wusste das der Tod sein musste, es gab keinen Weg am Tod vorbei, oder über ihn hinweg. Niemand konnte das wissen. ,,Wir sind eine Leistungsorientire Gesellschaft, was erwarten Sie. Wen man nicht in der Lage ist diese zu erbringen ist man krank. Der Tod ist nicht verteufelt nur die Angst vor dem Tod. Weil jeder Angst hat zu sterben. Angst davor jemanden zurück zu lassen, auch wenn sie sich sicher sind das es niemanden gibt den sie zurück lassen kann. Wenn man sterben will, muss man gegen sich kämpfen. Da ist es egal wer noch existiert, das letzte Hindernis ist der Überlebensinstinkt. Und irgendwann wird dieser Bedeutungslos. Bedeutungslosigkeit ist nur der Schritt in eine andere Richtung, nicht in das Unbedeutende.“
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Evica Mitrovic Moravac
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BeitragThema: Re: Mindflow for you.   So 31 Dez 2017 - 14:16

Evicas Gesicht nahm einen absolut deutlichen Zug von Abscheu an, als Helena das Zaubern erwähnte und ihre Ausbildung. Ja sie hatte Ausbildung erlebt, in einer Bedeutungslosen und verkümmerten Disziplin. Sie wurde geschult in einer verstümmelten und verkümmerten Abart einer Pracht, wie sie in alter Zeit einst existiert hatte. Ekel huschte durch ihren Verstand. Ekel vor sich selbst, vor dieser Welt, vor dieser diktierten Wirklichkeit. Zorn flackerte auf und wie aus dem Nichts, hatte sie das Bedürfnis jemanden zu töten. Wäre Alastor nun zur Tür hereingekommen, hätte Evica keine Sekunde gezögert. Sie hätte den erbärmlichen Wicht an die Wand geschleudert und sein stinkendes Inneres nach Außen gekehrt. Vermutlich hätte er dann auch wesentlich besser ausgesehen. Dann drang das Bedürfnis zu lachen in ihre Gedanken. Sie griff nach dieser Impression. Ein chaotischer Ausbruch, der ihr mehr als willkommen war. Sie hatte in Gedanken versunken zur Seite geblickt, als ihre Schultern zu zittern begannen und sie mit einem Mal in ein herzhaftes Lachen ausbrach. Sie konnte spüren, wie das Chaos, von dem sie durch dieses Gefühl schöpfte, gegen die kausal zusammenhängenden Emotionen drückte. Alastor war vorerst in Sicherheit, wenn sie nicht doch spontan zu etwas anderes Lust bekam. ~Du wirst scheitern. Wie kannst du Wurm hoffen zu begreifen, was du anstrebst? Du bist so winzig und unbedeutend. Die große Evica. HAHAHAHAHA, du bist nichts als ein schlechter Scherz!~ Dunkle Flecken flogen durch ihr Sichtfeld, als das Saa in ihren Augäpfeln pulsierte und vorüber huschte. „Schweig Still!“ Gebot sie harsch, beim lachen, während ihre Hände sich in die Armlehnen verkrallten. Die Worte waren nicht an Helena gerichtet, so viel konnte jeder erkennen.

Dann klärte sich ihr Blick wieder und fand zu dem Mädchen zurück. Sie wischte sich Lachtränen aus den Augenwinkeln und leckte eine salzige Träne auf, welche ihren Weg bis zu ihrer Oberlippe gefunden hatte. „Ja ich zaubere leider.“ Gab sie erheitert zu, wobei dennoch wieder eine Spur dieses Ekels über ihre Züge huschte. „Aber ich habe niemals eine solche Schule besucht. Ich bin im Kreise meiner Familie ausgebildet worden. Eine Familie bestehend aus närrischen Vollidioten. Alles was sie kennen, ist ihr Kampf  um Macht, Intrigen, Dominanz und Ruhm. ….Oh Großvater, du fühlst dich ja so mächtig, seitdem du Voldemort besiegtest und von unserem Land vertriebst. Mächtig. Du bist ein Nichts!“ Die letzten Worte hatte sie lachend in Richtung Fenster gerufen. Der Ausbruch zog vorüber und Evica beruhigte sich wieder.

„Ich suche keinen Sinn, um einen zu haben. Ich bin darüber hinaus. Ich habe gefunden, was mich ruft. Das einzige was ich nun bestreite, ist der Weg dorthin.“ Sie war wieder völlig gefasst. Sie blickte sich in dem Raum um, sah zur Tür und ein zärtlicher Ausdruck legte sich auf ihr Gesicht. „Ist es nicht schön? Diese Orte sind so inspirierend. Einige Menschen hier sind dieser erdrückenden Massenillusion bereits entkommen und haben ihre eigene Welt gefunden. So erhebend, so rein und stark. Alles was ihnen fehlt, ist das Verstehen und das Erwachen, um diese Wirklichkeit nach Außen zu tragen.“ Sie bohrte ihren Blick wieder eindringlich in den von Helena. Ihre ganze Art war von einer Sekunde zur anderen eine andere geworden. Nach diesem Ausbruch, strahlte sie eine solch souveräne Gelassenheit aus, das man glauben konnte, nicht einmal ein hinabstürzender Komet würde sie aus der Ruhe bringen können.

„Natürlich hast du recht. Auch ich habe Normalität verfolgt, doch sie war niemals die meine. Es war eine Farce, die ich niemals leben konnte und ich bin froh dies auch nicht gewollt zu haben. Aber zurück zum Thema. Der Kontext den ich meine, ist der Wunsch nach dem Tod. Diese nagende Gedanken, das eigene Leben zu beenden. Natürlich glaubst du, dein Verlust hat dies zur direkten Folge. Das ist zum Teil richtig. Dieses Erlebnis hat etwas in dir geweckt, was bereits da war, noch bevor du gezeugt wurdest. Der Wunsch nach dem Leben, der Wunsch nach dem Tod. Beides schließt sich nicht aus. Verstehst du? Beides ist Eins. Der Tod, wie er wahrgenommen wird, existiert nicht. Nicht für energetische Wesen, wie wir es alle sind. Und wenn du es schaffst, diese Gefühle in Einklang zu bringen. Das Leben und den Tod, wirst du mit der Zeit erkennen, das es keine Grenzen gibt. Doch dazu muss man aus diesem Netzwerk an kausaler Wirklichkeit erwachen. Der Dalai Lama der Muggel sagte einst: Das Leben ist ein Traum und wenn wir sterben, wachen wir auf. Zum Teil hat er recht. Es ist allerdings möglich vorher schon aufzuwachen. Und danach suche ich. Danach möchte ich mit dir zusammen suchen. Ich möchte das du die Freude kennenlernst, aus dem Chaos zu schöpfen, welches zwischen allen Partikeln der Wirklichkeit existiert und so unendlich und urgewaltig ist. Ich kann sehen, das dich meine Worte berühren. Der Fluss deiner Aura hat sich verändert. Bei Zeiten, würde ich auch gerne wissen, wie du es geschafft hast, deinen Verstand mit dem Tier zu verbinden. Ich kann die Verbindung welche ihr teilt ganz deutlich sehen. Verstehst du nun, was ich von deinen Gefühlen weiß? Sie erhob sich und schritt zu dem Fenster. Ihr Blick glitt hinaus, auf das Abendliche London. Als sie zurück zu Helena sah, lag ein strahlendes, aufgregtes Lächeln auf ihren Lippen.

„Glaub mir, die Gesellschaft der Zauberer ist nicht anders als die der Muggel. Sie folgt vielleicht etwas anderen Statuten, wie du schon sagtest, doch im Kern basieren sie auf dem selben. Du sagtest es schon selbst eine Leistungsorientierte Gesellschaft. Willst du das? Anerkennung darüber, wie effektiv du ein kausales Gefängnis für andere und dich unterstützt. Oder möchtest du das Abenteuer wagen, herauszufinden, was alles in dir schlummert? Zu sehen, wohin es dich führt, wenn du aufhörst an die Grenzen und Mauern zu denken, welche das Konstrukt dir diktiert. Du wirst nicht gebunden an Gesetze sein, keine Regeln, keine Konventionen. Du wirst wahrhaftig frei sein und dich in jede Richtung entfalten können, um diese Wirklichkeit eines Tages umgestalten zu können.“
Ein begieriger und sehnsüchtiger Glanz lag in ihren Augen, als sie auf Helena zukam. „Wir werden das Zaubern verlernen und zu dem finden, was es eigentlich sein sollte. Das gestalten purer Wirklichkeit. Hast du dich niemals gefragt, warum der erste Ausbruch der Schöpfungskraft, welche Magie genannt in einem Kind so rein und intuitiv ist? Keine Zauberstäbe, keine Formeln, keine Regeln. Einfaches Wollen und gestalten. DAS ist es, was wir sein sollten!“ Sie kniete vor Helenas Bett und sah ihr von unten hinauf in die Augen. „Helena, wenn wir auf diesem Weg wandeln, wird mit der Zeit und Arbeit auch die letzte Grenze einstürzen. Was bedeutet schon der Tod? Du kannst mit jedem zusammen sein. Jeder kann leben oder Tod sein. Der Kosmos ist dann der Wachs deines Willens. Das ist wahre Magick!"
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Helena Wayland
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BeitragThema: Re: Mindflow for you.   So 31 Dez 2017 - 16:09

Ihr viel es schwer ruhig zu bleiben, als sich der Gesichtszug der Frau veränderte. Helena zog Killer enger an ihren Körper heran, das Unwohlsein kämpfte sich langsam weiter nach Oben und Schweiß kroch in ihren Nacken. Sie spürte wie er ihre Haare verklebte und wie ihr Körper sich mehr und mehr anspannte. Sie hatte Angst das diese Abscheu sich gegen sie richtete. Dieser Ausdruck in den Augen kannte sie genug, sie hatte ihn sehr oft gesehen. Nur war jener Ausdruck gemischt mit Hass gewesen, welcher er sie spüren lassen hatte. Ihre Augen beobachteten diese Frau und die Sicherheit ihres Zimmers schien mit jeder Sekunde zu schwinden. Als die Frau dann lauter wurde, konnte das Kind nicht vermeiden zusammen zu zucken. Sie verband die Lautstärke immer mit anderen Erinnerungen und auch wenn ihr Verstand ihr sagte, sie betraf diese Worte nicht, schwieg sie still. Ihre Augen sahen vielmehr eine andere Gestalt in den Erinnerungen, der nicht wollte das das Kind weinte, der es lästig fand wenn dieser Ton durch das Haus gekrochen war. Kurz kniff sie die Augen zu, es war keine Situation diese Erinnerungen zu behalten. In ihrem Kopf stellte sie sich wieder den Wald vor, wie der Schnee durch jenen fegte und ein Drache langsam mit den Flügeln schlug. Wie klein er war und sie merkte die Ruhe die mit jeder Vorstellung an den Drachen kam.

Das die Frau gelacht hatte, verstand sie nicht, sie konnte sehen nach dem sie ihre Augen wieder geöffnet hatte, wie sie sich Lachtränen aus den Augen wischte und verstand es nicht. Aber darum ging es, sie waren nicht in der Lage zu verstehen. Verstehen war nur ein Ausdruck des Nichtverstehens. Niemand verstand. Manch einer behauptete nur zu Verstehen aber Behauptungen waren schlicht und einfach Behauptungen. ,,Leider?“, Helena liebte die Magie. Sie hatte ihr den Glauben manchmal Geschenkt. Wenn sie Zauberte hatte sie sich sicher gefühlt, hinter den Schutzschildern. Wenn sie den Drachen um ihren Hals hatte fliegen lassen können. Die Kette welche sie verzaubert hatte, der Drache der seine Flügel wie ein Spielzeug ausbreiten konnte. Oder wie sie als Kind Finn hatte fliegen lassen. ,,Aber sie benutzen diese Fähigkeiten doch auch. Wir lernen von unseren Lehrern, bis wir besser geworden sind als jene und das ist das Sinn des Lernens.“, sie redete leiser weil sie Angst hatte, Evica zu verärgern. Ihr Ausbruch hatte eine andere Seite gezeigt, vielleicht hielt Helena deshalb Ausschau nach ihren Zauberstab, welcher auf dem Nachtisch lag. Obwohl sie ihn nicht benutzen durfte.
,,Und was ist das?“, fragte Helena neugierig und merkte wie sich ihre Angespanntheit langsam löste, je ruhiger Evica selbst wurde. Dennoch wirkte sie viel mehr verunsichert, aber ihre Neugierde wollte viel mehr erfahren. Bei ihren Worten fühlte Helena ihre Gedanken ertappt. Kurz zögerte sie um etwas zu sagen, aber sie schloss ihren Mund wieder als sie den eindringlichen Blick bemerkte und wandte schnell die Augen von der Erwachsenen ab. Helena konnte nicht so schnell ihren Ausdruck verändern, von Wütend auf Ruhig. Sie wirkte immer noch Nervös und eingeschüchterter, besonders während sie unter diesen Blick hilflos auf dem Bett saß.

Helena wollte mehr über ihren Sinn erfahren, aber Evica schien das Gespräch zu führen. Sie gab ihr genug Informationen das sie darüber nach denken konnte, stellte ihr aber gleich noch fragen damit ihre Gedanken sich wieder auf sich selber konzentrierten. Als wollte sie sich selber Abschirmen. ,,Aber es gibt Grenzen. Wir sind nicht in der Lage die Schwelle zum Tod zu überschreiten. Wenn wir uns Wünschen zu leben, wünschen wir uns gleichzeitig zu sterben. Aber dennoch können wir nicht über diese Schwelle gehen. Wir können auch nicht vor unseren Leben leben und somit auch nicht nach unserem.“, sie würde gerne Chester sehen, aber es gab keine Wissenschaft dazu und es gab keinen Weg außer in ihren Träumen und in den Erinnerungen. Vermutlich war sie für Evica das perfekte Objekt um heraus zu finden ob man vorher aufwachen konnte aus dem Leben, doch diese Gedanken schlossen sich Helena nicht. Sie war viel zu sehr in ihren eigenen Gedankengängen vertieft. Helena war dem Tod schon sehr oft nahe gekommen, damals bei dem Unfall als das Auto gegen einen Baum gefahren war, als sie fast in der Schule ertrunken wäre und erneut im hier und jetzt, als sie versucht hatte sich selber das Leben zu nehmen. Gerade wollte sie Antworten, als die Frau auf die Verbindung zu ihr und Killer zu sprechen kam.

,,Welche Verbindung?“, fragte sie unschuldig zurück, da sie nicht jemand war, der davon erzählte. ,,Ich habe meinen Verstand nicht mit Killer verbunden.“, ihr Gesicht blieb ruhig während sie der Frau ins Gesicht log, sie hatte viel zu viel Sorge um ihren Kater als das sie jemanden von dieser Fähigkeit erzählte. Dazu zählte diese Fremde auch dazu. Helena beobachtete wie die Frau zum Fenster schritt und kurz wollte ihr Fluchtinstinkt einsetzen, ihre Gedanken die Killer in Sicherheit wissen wollten, aber kaum wollte sie ihre Füße bewegen, spürte sie den Blick der Frau und aus diesem Lächeln wurde das Mädchen nicht schlau.

Das Gefängnis das Helena umgeben würde in einer Leistungsorientierten Gesellschaft, würde gleichzeitig mit den Gefängnissen der anderen Menschen koaliert. Das Gefängnis der Anderen lag Zeitlich vor ihrem eignen Gefängnis, aber dennoch waren diese nicht auf eine weitere Variable zurück zu führen. Es war schlicht und einfach die Gesellschaft. ,,Aber ist nicht jedes Wissen was über den Wissenstand geht ein Überwinden dieses Gefängnisses?“, noch immer hielt sie Killer fest, welcher ganz ruhig in ihrem Armen lag und Evica nicht aus den Augen ließ. ,,Aber sie selbst befolgen Konventionen, sie befolgen Gesetze. Sie unterbrechen mich nicht wenn ich spreche. Sie befolgen diese Regeln doch auch. Woher wollen sie dann wissen, wie es ist wahrhaftig Frei zu sein, wenn diese Wahrhaftigkeit an ihren eigenen Wertvorstellungen hängt.“, ihre Augen gingen von der Frau zu dem Bild von Chester. Er hätte sie gebeten das alles wissenschaftlich zu beweisen.

Als sich Evica aber in Bewegung setze, zog Helena ihre Beine ein wenig an. Bereit weiter weg zu kommen, auch wenn sie die Mauer in ihrem Rücken spürte. Sie konnte der Frau je näher sie kam, nicht mehr in die Augen blicken. ,,Aber das Zaubern können wir nicht verlernen, wenn es Intuitiv in uns schlummert.“, gab sie zurück, weil Helena die Magie trotz dem Schaden welcher er ihr brachte liebte. ,,Sie selber verwendeten doch Magie um hier her zu kommen“, als sich die Frau vor Helena hinkniete, rutsche das Kind schnell ans andere Ende des Bettes und brachte einen Abstand zwischen sich und der Person. Rein Intuitiv. Wie immer wenn er zu ihr ins Bett gekommen war. Sie konnte fast schon seine Hand auf ihren Arm spüren, welcher sie davon abhielt wegzulaufen. Welcher sie feste auf das Bett drücken würde. ,,Aber selbst Magie hat ihre Grenzen.“, nuschelte sie hervor und versuchte sich auf das hier und jetzt zu konzentrieren.
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Evica Mitrovic Moravac
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BeitragThema: Re: Mindflow for you.   So 31 Dez 2017 - 17:07

Evica rückte wieder von dem Bett ab und erhob sich. Es war unmerklich dunkler in dem Raum geworden. Ihre Begierde war geweckt. Dieses Mädchen war aufgeweckt, ja sie war in der Lage alles zu hinterfragen. Nun musste diese Fähigkeit nur noch auf das wesentliche Ziel gelenkt werden. Das worauf es wirklich ankam. Sie liebte diese Anstalten. Hier lebten einfach die aufgeschlossensten Menschen und mehr denn je war sie von dem Willen erfüllt, dieses Mädchen von den ersten Fesseln zu lösen. Ihr Blick hatte etwas fürsorgliches angenommen. Ja dieses Mädchen hatte das Potenzial es zu schaffen. Sie studierte aufmerksam jede Regung der Aura. Das erzittern der Ströme als sie näher gekommen war. Das war gut. Angst gab Kraft wenn sie nicht lähmte. Sie motivierte zur Suche. Auch sie hatte diese Angst gehabt, als sie das Buch aufgeschlagen hatte, welches sich nicht einmal ihrem Großvater hatte öffnen wollen.

„Du bist sehr rational Helena. Du hast den Verstand einer Forscherin. Das wird dir sehr nützlich sein. Aber du irrst dich in einigen Belangen. Ich befolge keine Konventionen. Ich möchte mit dir teilen, was ich über die Jahre gelernt habe und gebe dir Zeit Gedanken in Worte zu fassen. Gedanken sind Energie, vergiss das nicht. Der Gedanke ist formlos und absolut dynamisch, wenn man offen für mehr ist. Ja ich benutze Magie und ich vertiefe das Studium dieser auch beständig jeden Tag, doch verkenne meine Motive nicht. Ich habe viel nachgeforscht. Es gibt Aufzeichnungen, die über erstaunliche Taten berichten. Ich bin über die Jahre zu der Erkenntnis gekommen, das dies der Hintergrund der Göttermythen ist. Sie haben Existiert. Als Wesen, welche die starre Wirklichkeit hinter sich gelassen haben. Aber ich fange besser von vorn an. Wir alle bestehen aus Atomen meine Liebe. Jedes Atom besteht in seiner Grundessenz aus Energie. Alle Materie dieses Kosmos entspringt einem einzigen Pool. Und diese Energie ist in Formen gezwängt. Stelle dir ungebändigte Energie vor, die zu jedem Zeitpunkt jede Form haben kann, welche erwünscht ist, beständig fluktuiert und nicht in eine gezielte Richtung wirkt, sondern breitflächig Wellen schlägt. Energie kann niemals verloren gehen, weißt du. Sie wird lediglich umgewandelt. Doch diese Strukturen, welche diese Wirklichkeit bilden, haben sich auf eine Art und Weise verdichtet, welche eine bestenfalls dürftige Dynamik erlauben. Aber genau da möchte ich versuchen mit dir auszubrechen.“ Sie drehte sich wieder um und kehrte zurück zu dem Stuhl, um sich erneut zu setzen. Analytisch wie auch zuvor, studierte sie jede Regung, sowohl des Körpers, als auch die energetische.

„Wenn wir die Magie erforschen und sie beständig in den Kontext zur Struktur der Realität setzen, fällt auf, das zunehmend Dinge unmöglich wurden. Magie unterlag plötzlich Regeln, benötigte Formeln, bestimmte Komponenten. Das ist ein Verfall. Und ich gedenke dies umzukehren. Ich nutze manche Konventionen und Strukturen dieser Welt. Ich spiele auf den Fäden des Konstruktes, wie auf einer Harfe, um ihr Wirken zu sehen und zu begreifen. Ich ermittle die Diskrepanzen und erkenne, das dies die verdichteten Stränge sind, welche abriegeln und Barrieren setzen. Aber kosmisches Chaos, welches zwischen allem existiert, kennt diese Barrieren nicht. Vielleicht kennst du das? Plötzlich aufkommende Gefühlswallungen, welche in keinem kausalem Zusammenhang mit dem stehen, was um uns herum passiert. Viele nennen es psychotisch, doch dies ist der erste Schritt, eine Form des Schöpfens aus dem Chaos. Erwachte Magick folgt diesen Gesetzen nicht. Sie gestaltet die Wirklichkeit direkt nach dem Willen um und ist ein Ausdruck der energetischen Formlosigkeit, welche immer wieder jede Formen annehmen kann.“ Kurz schloss sie die Augen und seufzte.

„Ich könnte dir zeigen, was ich sehe. Könnte dich einmal die Welt aus meiner Perspektive sehen lassen, wenn du das möchtest. Ich achte sehr auf deinen Willen, denn dieser definiert dich und hat es nicht verdient, in angenehme oder konventionelle Formen gepresst zu werden.“ Wie Helena wohl reagieren würde, wenn sie die Energie sehen könnte, welche überall wirkte. Das Leuchten aus jedem Gegenstand heraus. Das wirken der Kräfte in seiner Harmonie, welche nur noch um den Aspekt der unbegrenzten Dynamik erweitert werden musste. "Die Muggel nennen es Metaphysik. Doch dies ist nichts anderes als erwachte Magick sobald man seinen Geist und Verstand von den Fesseln befreien konnte. Die Realität ist ein genau so kosmisches Konstrukt, welches jedoch aus jedem Verhältnis gekommen ist. Es bewirkt völlige Starre, was du bereits an Muggeln siehst und auch uns nimmt sie immer weiter ein. Sie verkompliziert Magie, indem dieser feste Strukturen aufgebürdet werden. Und wie schafft sie das? Barrieren werden zuerst im Geist desjenigen gesetzt, den sie einengen sollen. Nach der Realisierung der Begabung, wird die Magie zusehends statischer, wo ein Kind vorher noch intuitiv Wirklichkeit um sich herum gestaltet hat. Wahre Magick hat keine Grenzen. Aber um zu ihr zu kommen, muss man die eigenen Grenzen abschütteln. Ich behaupte nicht dies bereits geschafft zu haben. Ich sagte ja, ich beschreite den Weg, aber er ist schaffbar. Der erste Schritt ist das Erwachen. Das Abkapseln des eigenen Verstandes von den gesetzten Grenzen und das Schaffen einer direkten Verbindung zum Urchaos. Der zweite ist die völlige Realisierung des eigenen Willens. Ab dem Stadium ist auch ein Körper nicht mehr nötig. Energie welche mit jeder anderen Energie interagieren kann, die niemals verloren geht. Du siehst, ab diesem Stadium, hat es keine Bedeutung mehr, wer hier gestorben ist. Die Wirklichkeit würde ein ewiger Dynamischer Moment werden, in welchem alles zu jeder Zeit möglich ist. Diesen Weg haben schon einige beschritten. Ra, Hathor, Suthek, Zeus, Hades, Cronos, Odin. Manche dieser Gestalten sind sogar die Selben. Die realitätskonforme Prägung wird dies nur als eine Größenwahnsinnige Spinnerei abtun, aber das sind gesetzte Grenzen. Grenzen in deinem Kopf, in deinem Verstand, welche die Bewegung der Energie, welche du bist verlangsamen.“

Wieder bekam ihr Blick etwas mütterliches, gepaart mit einer unbeschreiblichen Sehnsucht. „Verstehst du nun, was ein Todeswunsch ist? Es ist das unterbewusste sehnen, nach deiner Urform. Einem Zustand, in welchem diese Schranken und Dimensionen keine Rolle mehr spielen. Lasse das auf dich wirken! Urteile nicht zu schnell nach Maßstäben, welche aus Grenzen und Ketten bestehen. Wenn du jemals nach mehr gestrebt hast, dir je mehr gewünscht hast, als eine starre Existenz, welche beständig einem Zusammenspiel von Faktoren unterworfen ist, wirst du erkennen, das ich die Wahrheit spreche.“ Die Dunkelheit verdichtete sich. Sie umschloss Evica und das Bett, samt Helena. Es war keine wirkliche Finsternis, mehr das Zurückschrecken des Lichtes, welches alles in einen düsteren Schleier tauchte. Saa flog durch ihre Augen. Flecken unendlicher Schwärze, welche über ihre Augäpfel huschte.
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Helena Wayland
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BeitragThema: Re: Mindflow for you.   Mo 1 Jan 2018 - 18:18

Helena fürchtete vieles, Angst war ein stetiger Begleiter ihres Lebens und vor allem fürchtete sich das Kind vor der Dunkelheit. Denn erst jetzt, wo sich die Angst vor der Nähe der Fremden Person verlichtete, wurde ihr mehr und mehr bewusst, dass sich etwas anderes durch den Raum schob. Etwas was sie nicht erklären konnte, etwas was viel dunkler war. In ihren Augen wirkte es als würde das Licht dem dunklen Licht weichen. Helena spürte wie sich eine Gänsehaut auf ihren Armen bildete, wie sie sich langsam ihren Weg bahnte bis hin zu ihrem Verstand. Die Angst vor der Dunkelheit war stehts ein Begleiter des Kindes gewesen, doch diese Dunkelheit war Anders. Sie schien von Evica aus zu kommen. Doch Helena war unfähig wegzulaufen. Ihre Angst hielt sie in diesem Kreis aus Licht, Angst davor durch den dunklen Schatten zu treten.

Ihre Worte halfen Helena dabei sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, ihre Kommunikation. Evica bestreitet nicht Magie zu benutzen und Helena wurde langsam immer mehr klar, wie sie wirklich hier hineingekommen war. Sie hatte gegen die Konventionen verstoßen, gegen diese Gesetze und zu gleich war sie trotz allem ein Part der Gesellschaft. In Helenas Augen konnte niemand diesen Zustand den Evica beschrieb erreichen. Es gab immer ein Hindernis, der Körper würde stets den Regeln unterworfen sein. Es gab etwas wie Biologie, etwas was man nicht vermeiden konnte, nur die Gedanken alleine konnten darüber hinauswachsen, doch was brachten einen diese Gedanken wenn es keinen Weg gab sie auszudrücken. Genau das wollte Evica finden, diesen Weg in diese Gedankenvolle Realität. Helena war neugierig von diesen Gedanken.

Als sie dann aber von Göttern sprach, schaute das Mädchen ziemlich skeptisch. Sie hielt nicht viel von Gottheiten, diese waren nur eine Erfindung um etwas zu erklären, was noch nicht zu erklären war. ,,Sie meinen wohl, dass sie die Gesellschaftlichenwertvorstellungen von Magie überspringen möchten.“ Immerhin ging es darum, diese reine Magie zu finden, die sich eben nicht von Regeln leiten ließ, sondern nur begleitend wirkte.
Von Chaos hielt Helena nicht viel, sie war ein sehr ordentlicher und strukturierter Mensch. In ihrem Leben gab es immer Ordnung, jedenfalls in den materiellen Dingen. Sie fand es auch nicht toll, wenn ihre Gefühle sie übermannten und sie keinerlei Kontrolle hatte. Natürlich verstand sie in dem Sinne, je weit sie eben verstehen konnte, dass es niemals möglich war die wahre Magie den Regeln zu unterwerfen. Es waren schlicht und einfach ihre Regeln selbst, wie sie Magie bändigten und diese Welt versuchten zu domestizieren. ,,Aber ohne Regeln herrscht Chaos und ich weiß das wollen sie in einer gewissen Art erreichen, aber ohne Regeln würden wir nicht existieren können. Das wäre sowas wie Anarchie.“ Und Helena war froh das es Gesetze gab, dank ihnen konnte sie bei Farine leben.

,,Jeder sollte die Welt aus seiner eigene Perspektive sehen.“, sie wollte kein Risiko eingehen, immerhin wollte sie die Verdingung zu Killer nicht gefährden, die immer enger wurde je mehr dieses Licht verstand. Sie spürte seine ruhige Art wie sie mehr und mehr über ihre Gefühle kroch. Er versuchte ihre Angst vor der Dunkelheit zu nehmen, denn er fürchtete sie nicht. Denn seine Augen waren in der Lage zu sehen. Etwas was sie nicht konnte, sie hasste die Dunkelheit vor allem weil sie kein Blick hatte für die Existenz der jeweiligen Dinge die in der Dunkelheit lauerten. ,,Sie meinen das ich wenn ich meinen Körper verlasse, die Grenze zwischen Tod und Leben erlischt? Sie meinen ich könnte die jenigen sehen die ich verloren habe?“ Innerlich wünschte sie sich zwar wieder die Menschen zu sehen, an welche sie jeden Tag ihre Erinnerungen widmete, doch sie wollte nicht in den Lauf des Lebens eingreifen. ,,Ich weiß das die größten Grenzen der Menschen nicht physisch vorhanden sind, sondern viel mehr psychisch. Doch Grenzen stehen nicht ohne Grund, warum sollten man das Risiko eingehen sie einzureisen?“, Helena wusste das Grenzen in ihren Gedanken nicht ohne Grund da waren und sie wollte sich nicht an alles Erinnern, jedenfalls nicht auf einmal.

Die Frau fragte sie wirklich was ein Todeswunsch war. Momentan kochte aber die Angst immer weiter in Helena hoch, vor dieser Dunkelheit die sich viel mehr ausbreitete als sie sehen konnte. Die Schwärze nahm zu, wie Blut welches immer weiter aus einer Wunde strömte, nur schien die Wunde das Licht selbst zu sein. Sie konnte die Wände nicht mehr sehen, sie spürte nur das vertraute Bett unter ihrem Körper und ihren Kater der langsam immer nervöser wurde, da selbst seine Augen nicht mehr in der Lage waren durch diese unnatürliche Dunkelheit zu blicken. Helena konnte ihr nicht antworten, ihre Angst lies ihre Zunge kleben, trieb ihr noch mehr Schweiß in den Nacken und auf die Stirn. Es wirkte wie eine Bedrohung wie die Frau dieses schwarze in ihren Augen immer mehr an diese Umwelt abgab, dass Helenas Gedanken nicht mehr klar werden konnten. Sie fürchtete sich viel zu sehr vor der Dunkelheit.
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BeitragThema: Re: Mindflow for you.   Mi 10 Jan 2018 - 0:48

Ein Gespräch zu führen, sich vollkommen normal zu verhalten und keine Ungereimtheiten aufkommen zu lassen, war schon lange nicht mehr so schwer wie am Anfang. Still schweigend war die Weißblonde bei ihrer Therapeutin gesessen hatte Ihr zuhört und hatte sich wie ein normaler Mensch benommen - zumindest Anfänglich. Es war das Abkommen welches sie mit Teresa und Olivia abgeschlossen hatte, sie waren ruhig und Felicia tat alles dafür wieder in die Welt der 'normalen' zu gelangen. Es schien auch wahrhaftig zu helfen, seit zwei Tagen war es wirklich im Gespräch das Felicia diese Klinik verlassen durfte. Mittlerweile hatte sie keinen Wunsch mehr nach Amerika zurück zukehren was allerdings überhaupt nicht verkehrt war, denn ihr Arzt meinte es wäre wohl besser für sie, wenn Sie nach Hogwarts gelangen würde.

Heute hatte das ganze viel Länger gebraucht als sonst, es wurde über Probleme gesprochen die vielleicht aufkommen könnten. Einige kleine Szenarien wurden durchgespielt, welche aus ihren Erinnerungen stammten. So wurde sie wieder mit Dingen konfrontiert, welche sie endlich hinter sich lassen wollte. Dabei war ein Kammpf zu gewinnen. Einen Kampf mit dem sie erst zurecht kam, konnte ihr die Abneigung anderer Schüler nichts mehr antun, sie hatte gelernt damit umzugehen. Eigentlich wäre es so perfekt gelaufen bis sich die Situation zugespitzt hatte und die Alte sich nicht zurück halten konnte. Mit einem lauten Knall und und fliegendem Papier riss Teresa die Augen auf "Ich Jag euch alle in die LUFT! ALLE!" schrie sie durch den Raum, wobei Sie es schaffte Wutentbrannt den Schreibtisch ihrer Therapeutin leer zu räumen. Danach rannte eine Wutenbrannte Frau aus dem Zimmer und knallte die Tür hinter sich zu.  Es war das aus der Therapiestunde und wahrscheinlich auch das Ende ihrer 'Eingliederung' in die Gesellschaft. „Felicia! Komm zurück!“ rief ihr Miss Freen hinterher wobei die junge Ärztin selbst dem Mädchen hinterher hastete. Felicia war gerade durch ihre Zimmertür gestürmt und hatte sich aufs Bett geschmissen. Die Amerikanerin merkte wie sich eine Person langsam ihrem Bett näherte „Lassen sie mich in Ruhe.. Bitte, bitte gehen sie... ich kann heute nicht mehr.“ was weinend über ihre Lippen entrann „du hast recht, lass uns lieber Morgen weiter machen.“ wurde ihr zugeflüstert. Danach war Sie einige Momente allein und konnte wieder zusich kommen, oder viel eher konnte sich Olivia durchsetzten und hatte Teresa fürs erste Ausgeschalten.

Schnell erhob sich Olivia "Komm Fee, wir gehen Helena besuchen." flüsterte das kleine zerbrechlich wirkende Mädchen und streichelte der Snow-Bengal über das Köpfchen. "Ich verspreche dir, ich mach wieder alles gut." lächelte sie die Katze an, diese drückte ihre Stirn in die Hand des Mädchens, als wolle sie ihr Mut machen. Olivia übernahm immer den Part des seins, wenn Teresa zu weit gegangen war. Sie hatte das Wesen eines kleines Mädchens, welches versuchte Felicia immer wieder die Schönheit der Welt zu zeigen. Gab jedoch auch nicht mehr so schnell das Komando ab, wenn sie einmal am Hebel saß. Beruhigter als vor paar Minuten erhob sich die Junghexe und begab sich äußerst flink an die Zimmertür der Freundin. An der Tür von Helena angekommen, preschte ihre Hand an die Klinke welche sofort kraftvoll herunter gedrückt wurde. „HELENAAAAAAA!“ entkam ihren Lippen als die Tür ruckvoll aufgestoßen wird „Wiiiiir!“ weiter kam sie gar nicht. Sie merkte den Katzenleib an ihren Beinen der sich etwas Schützend vor Olivia positioniert hatte.
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Evica Mitrovic Moravac
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BeitragThema: Re: Mindflow for you.   Di 16 Jan 2018 - 0:55

Evicas analytischer Blick haftete regelrecht an Helena. Nicht eine winzige Regung blieb ihr verborgen. Die Aura des jungen Mädchens bebte bald so stark vor Angst, doch gleichzeitig war da immer noch dieses neugierige Zittern. Es trieb sie voran, schob sich vor die Angst, als Bewältigungs möglichkeit. Das war absolut perfekt. Ja, sie war eine absolut vielversprechende Kandidatin. Die Finsternis des Saa hatte die beiden wie in einer Kugel eingeschlossen. Das hereinfallende Licht des Abendrotes wirkte nun wie eine Parodie, hinter dieser Dunkelheit, nicht bereit seinen warmen Schein zu spenden. Es war als würde alles andere im Licht schwelgen, nur Helena nicht. Ein Plan reifte in Evica heran. Helena hatte Angst, sie würde dieses Mädchen retten, sie würde sie auf ihre Seite bringen, koste es, was es wolle. Die Rhetorik des Mädchens schien währenddessen nachzulassen. Doch das verstand Evica. Sie konnte diese gewaltige Angst sehen, welche in dem Mädchen tobte und mit eiserner Disziplin von diesem Gefühl der Neugier und dem der Abwechslung krampfhaft zur Seite gedrängt wurde. Selbst der Kater schien so langsam seine Gelassenheit zu verlieren und im selben Maße schien damit auch die Unsicherheit und die Angst in Helena zu steigen. Das war ein Ansatzpunkt. Niemand litt gerne an Angst. Doch noch konnte sie sich Zeit lassen. Dieses Mädchen wollte die Unterhaltung und wenn Evica sich geschickt anstellte, würde dies auch so bleiben. Interessanterweise, war Helena gezwungen gewesen, ihre Angst Evica gegenüber aufzugeben, um gegen die Angst vor dem Saa zu bestehen. Natürlich. Sie brauchte Evica ja auch als einen Fixpunkt. Das ware vorzüglich. Das machte Evica emotional zu einem Bezugspunkt des Schutzes.

„Ohne Regeln herrscht Chaos...“ Wiederholte die ältere Hexe bedächtig und seufzte, während sie einen Punkt zu fixieren schien, den nur sie sehen konnte. „Wenn du dich an das erinnerst, was ich dir sagte Helena, wirst du dich an Extremdenkweisen erinnern. Ordnung und Chaos sind kosmische Konstanten. Selbst ein energetisches Wesen, ohne eine bestimmte Form, besitzt einen Prozentualen Anteil an Ordnung. Und ja, du hast völlig recht, die Grenzen existieren nicht ohne Grund. Doch wenn uns die Lebensgeschichte des Kosmos eines gelehrt hat, dann, dass der Sinn der Grenzen darin besteht, sie zu überwinden. Warum sollten Lebewesen sich sonst entwickelt haben? Was ist Mutation denn anderes als das sprengen gewisser Grenzen, durch Eigenveränderung. Es besteht lediglich ein größerer prozentualer Anteil an Ordnung. Also warum sollten diese Grenzen nicht dazu da sein, sie zu überwinden? Wer bestimmt es, das die eine Grenze dazu da ist sie niederzureißen, die andere aber unangetastet sein soll? Wer kann sich anmaßen einer solchen Universellen Regel einen Stempel des eigenen Standpunktes aufzudrücken?“ Ihr Blick war ernst, doch innerlich frohlockte sie. Das Mädchen wurde beeinflussbarer. In ihren Anstrengungen, an allen Fronten stark und gerüstet zu sein, versagte sie langsam. DAS war der ultimative Beweis der Lügen des Konstruktes.

„Du glaubst an die Wissenschaft Helena.“ Sprach sie mit einer absoluten Sanftheit in der Stimme, welche etwas warmes an sich hatte. „Das tue ich auch. Aber glaube nicht das Wissenschaft und Magie etwas anderes wären. Das eine ist so fest mit dem anderen verwoben, wie jede Zelle deines Körpers, mit der anderen. Separierung, Trennung, Teilung und Herrschen, sind die Mittel des extremisierten Konstruktes. Warum sollten wir nicht den Mut haben die Grenzen zu passieren? Und wenn du Ordnungsliebend bist, so wäre es umso wichtiger für dich, diese Grenzen zu übertreten. Die Wahre Magick zu finden und zu Transzendieren. Auch die Ordnung braucht ihre Avatare. Die wahre Magick ist weder gut noch Böse. Sie folgt lediglich den kosmischen Aspekten, welche wir trachten könnten zu verkörpern.“

Die Angst schien langsam zu obsiegen. Helena schien so langsam an dem Saa zu zerbrechen. Sie konnte das fluktuieren und flackern der Aura ganz deutlich vor sich sehen. Übertrieb sie es? Nein eindeutig nicht. Helena brauchte starke Ereignisse, um die Wahrheit zu erkennen. Sie beugte sich vor in Helenas Sichtfeld. Ihre Magie welche aus dem Zauberstab strömte, berührte das Mädchen, lullte es ein. Legilimentik war ein wunderbarer Spruch. Sie war geschickt, vorsichtig. Sie wollte nicht invasiv sein. Nein, sie verband ihr Gesicht in Helenas Gehirn mit einem beruhigenden Gefühl. Sie würde das Mädchen retten! „Du brauchst keine Angst mehr zu haben Helena.“ Hauchte sie dem Mädchen sanft entgegen. „Dein Leben wird neu beginnen. Du kannst die Wissenschaft und die Magie als etwas kennenlernen, was sich gegenseitig nicht bekämpft, sondern harmonisch zusammenwirkt. Du wirst keine Angst mehr haben. Nichts auf dieser Welt, in diesem Kosmos, muss dir Angst machen.“ Ihre Magie hallte in Helenas Kopf nach. Ließ die Worte in Helenas eigener Stimme wieder hallen. ~Du wirst keine Angst mehr haben müssen... keine Angst mehr haben müssen... keine Angst... keine Angst... keine Angst.~

Evica brach ab. Ihre Sinne wurden hellhörig, als jemand die Grenzen ihres Zaubers passierte. Die Dunkelheit des Saa verschwand, von einem Moment auf den anderen, als das Klopfen ertönte. Eine helle Mädchenstimme war auf der anderen Seite zu hören. Zuerst war Evica von Zorn besessen gewesen. Wer auch immer sie gestört hatte. Am liebsten hätte sie der Person die Haut in Streifen abgezogen und sie damit gefüttert. Doch dann klärten sich ihre Gedanken. Felicia! Das andere Mädchen wegen welchem sie hier war. Ihre Miene wurde mit einem Mal freudig und mit einem wink ihrer Hand, öffnete sich die Tür für die Besucherin. "Komm doch herein Felicia." Hauchte sie dem Mädchen sanft, aber gut hörbar entgegen. "Wir haben dich bereits erwartet."
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