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 Träumen heißt kreieren. Alle Welten gehören den Träumern.

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Evica Mitrovic Moravac
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BeitragThema: Träumen heißt kreieren. Alle Welten gehören den Träumern.   Sa 23 Sep 2017 - 19:17

Träumen heißt kreieren. Alle Welten gehören den Träumern.

Evica & Cicely Stargaze / 08.06.2014

Sie setzte einen Fuß vor den anderen. Bei jeder Erschütterung erbebte ihr Inneres und Wellen aus Schmerz brandeten heiß und sengend durch ihren ganzen Leib. Immer blieb sie schwankend stehen, die Augen zusammengekniffen vor Schmerz. Dennoch ging kein einziger Laut von ihr aus, bis auf das schwere atmen und das leise klatschende Geräusch von bloßen Füßen auf Pflasterstein. Ein schwarzer Umhang, der regelrecht in Fetzen gerissen war, verhüllte ihren ansonsten bloßen Leib und verdeckte ihre schmale, schlanke Statur. Ihr Arm hing regungslos hinab, während sie sich gebeugt durch die Straßen eines vornehmen Londoner Wohnviertels schleppte. Sie wusste nicht wo sie war. Sie hatte längst jede Orientierung verloren. Ihr Sichtfeld schwankte immer wieder bedenklich und drohte pausenlos in die Schwärze einer Ohnmacht abzugleiten. Ihr blondes Hang hing verschmiert von ihrem eigenen Blut unter der Kapuze herunter. Sie wusste nicht wohin sie ging. Die Muggel, welche sie nicht sehen konnten, verblassten immer wieder zu unscharfen Bizarren Geschöpfen. Brandwunden und tiefe Schnitte prangten auf ihrem jungen Leib und gaben den Blick bedenklich tief auf das darunter liegende bloße Fleisch preis. Es kostete sie fast ihre ganze Kraft, den Zauber aufrecht zu erhalten, mit welchem sie die Spuren verschwinden ließ und unsichtbar für die Muggelaugen blieb. Mrs Carthwright!

Bei ihr und dem aufgeblasenem Narren Talbot wäre sie in Sicherheit. Und obwohl die beiden feige und verachtungswürdige Nattern waren, wäre sie dort von ihren Schwüren geschützt unangetastet. Am liebsten wäre sie in die Burg der Familie Moravac geflohen, doch der Portschlüssel den sie genutzt hatte, führte nun einmal nach England. Apparieren wäre zu gefährlich gewesen. Sie hätten sie verfolgt und abgefangen. ER hätte sie abgefangen. Sie hätte niemals geglaubt, Vladimir Tepes, der Pfähler würde sich für sie aus seinem Schloss bewegen. Doch es war geschehen. Gegen den alten Strigoi war Evica machtlos gewesen. Genauso gut hätte sie versuchen können, eine Schlacht gegen Großvater Ugren zu gewinnen. Erschöpft lehnte sie sich an eine Straßenlaterne, als ein Schmerzhafter Schauder durch ihren Körper fuhr. Die Hand, welche den Zauberstab hielt, legte sich an ihren Mund und sie hustete. Es war ein gebrochener röchelnder Laut und als sie auf ihren zitternden Handteller blickte, sah sie, das dieser über und über gezeichnet war von ihrem Blut, welches nun sachte über Lippen floss und vom Kinn auf den Umhang tropfte. Wieder ächzte sie vor Schmerz, doch gleichzeitig stahl sich ein kleines Lächeln auf ihre Lippen. Sie war dem Pfähler entkommen. Er hatte sie ein zweites Mal nicht zu fassen bekommen. Die Schmerzen waren zwar gewaltig, doch sie waren nichts, gegen das Leid, welches sie damals durchgemacht hatte. Nein, nicht einmal im Ansatz. Eine Weile schleppte sie sich noch die Straße entlang, Ihre Umgebung zog nur so an ihr Vorbei. Sie hatte keinen Blick für die verschwommenen, Fassaden der Häuser, an denen sie vorbei zog. Der beständige Lärm des Muggelverkehrs, schmolz in ihren Ohren zusammen, zu einer dröhnenden und abstrakten Kakophonie, welche nur noch an brüllende Zauber erinnerte, die mit unglaublicher Macht die Luft erfüllten und in den Boden einschlugen.

Das Zittern ihres Körpers verstärkte sich, als immer mehr Schmerz und Erschöpfung durch ihre Glieder fuhr. Ihre Haut war mit Blutergüssen geradezu übersät, wenn sie nicht gerade verbrannt oder aufgeschlitzt worden war. Sie hatte solch einen Durst. Ihre Kehle brannte wie das Feuer, welches erst vor wenigen Stunden um sie herum gewütet hatte. Sie taumelte, strauchelte einige Schritte vorwärts und wäre fast auf den Pflasterstein gefallen, doch bevor ihre Beine gänzlich den Dienst quittierten, schaffte sie es sich, mit letzter Kraft an einem schmiedeeisernem Gitter festzuhalten. Ihr Ellebogen fand etwas, worauf er sich stützen konnte, doch als sie sich etwas entlasten wollte, gab es nach unten nach und ihr Halt schwang nach hinten auf. Zu spät begriff sie, dass es sich um das Tor zum Vorgarten eines Anwesens gehandelt hatte. Sie fiel, raste der Erde entgegen und prallte hart auf den festen Steinboden. Der Aufprall presste ihr sämtliche Luft aus den Lungen. Keuchend begann sie zu husten und zog sich mühsam weiter den Weg entlang, während der harte Steinboden ihr die Haut blutig aufscheuerte, bevor sie erschöpft, etwa einen Meter weiter, zur Haustür hin liegen blieb. Ein Laut. Sie hörte einen Laut. Ein Tier. Ein Hund. Er bellte. Sie konnte Pfoten hören, als ihre Augen sich verdrehten, bis nur noch das Weiße zu sehen war und sie sich schließlich mit einem letzten Stöhnen schlossen. Evica konnte noch die Nase sehen, die über ihr Gesicht führ und das Gefühl einer warmen Zunge, welche über ihre Wange und dann über ihre blutigen Lippen fuhren. Dann versank ihre Welt in gnädiger Dunkelheit.
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Cicely Stargaze
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BeitragThema: Re: Träumen heißt kreieren. Alle Welten gehören den Träumern.   Sa 23 Sep 2017 - 23:51

Cicely saß in ihrem Zimmer, an einem Schreibtisch gefertigt aus Ebenholz. Der Zauberstab, der darauf lag fiel kaum auf, da er ebenfalls aus dieser beinahe schwarzen Holzart gefertigt war. Tatsächlich war nicht allzu viel auf dem schweren Sekretär zu finden. Neben einigen darauf verteilten Zeichnungen, Tintenfässern, Federn, Briefpapier und Leckereien fand man nichts, was man bei einer Muggelgeborenen im Jahre 2014 erwarten würde. Kein vibrierendes Smartphone, keinen Computer oder Laptop. Auch in ihrem geräumigen, etwas chaotischem Zimmer war nichts dergleichen zu finden. Stattdessen schwebte eine Geige in der Luft, die Musik erzeugte und das Zimmer mit romantischer Atmosphäre versorgte. Durch die Fenster brach das sommerliche Licht des Tages hinein, erzeugte als es durch die dunkelroten Vorhänge brach ein regelrecht blutiges Licht auf den hauptsächlich schwarzen Möbeln.
Bekannte von Cicely Stargaze würden sich über dieses Zimmer wundern, es wirkte ein wenig viktorianisch und düster, nicht bunt, chaotisch und wild, wie man die junge Gryffindor kannte. Dies war dem Umstand geschuldet, dass dieses Zimmer bereits zuvor auf diese Weise eingerichtet war. Vor längerer Zeit hatte ihre Tante Meredith diese Räume bezogen und diese hatte einen Hang für das Düstere und Makabere gehabt. Cicely hätte sich schlecht gefühlt diese Atmosphäre einfach auszulöschen und durch eine gänzlich andere zu ersetzen, hatte Meredith doch vor ihr in diesem Haus gelebt. Cicely hätte es zwar anders eingerichtet, doch sah sie in Allem Schönheit und auch an diese Einrichtung und Atmosphäre hatte sie sich gut gewöhnen können. Sie war ohnehin bloß in den Ferien in London und würde lediglich für ihre Schulzeit hier verweilen, weswegen sie es auch aus diesem Grunde nicht verändern wollte, es lohnte sich einfach nicht.
In diesem Moment versuchte die blonde Hexe gerade einen Brief an ihre große Schwester Cyrilla zu verfassen. Ihr Kopf lag dabei auf der Tischplatte, mit der Feder wischte sie über das unbeschriebene Briefpapier, anstatt die Spitze in Tinte zu tauchen und tatsächlich etwas zu schreiben.
Links neben diesem unbeschriebenen, blütenweißen Briefpapier fand sich ein beschriebener Brief, doch ging dieser nicht etwa an Cyrilla, nein, er kam von eben dieser Stargaze. Die Frau der Familie, der auferlegt war das Erbe der Familie zu tragen und an die Stelle ihres Vaters Cyrus zu treten, wenn dieser es für richtig erachtete.


Zitat :
"Liebe Cicely,

ich hoffe mittlerweile geht es dir besser, doch das letzte Gespräch mit unserer Großmutter hinterließ keinen solchen Eindruck, was mich sehr betrübt. Ich erwarte, dass du nichtsdestotrotz an dir arbeitest und keinesfalls aufgibst. So kann es nicht länger weitergehen, du bist einfach kein Kind mehr, selbst wenn du dich weiterhin wie eines benimmst.
Vater hat mir nun weitere Aufgabenbereiche innerhalb des Unternehmens übertragen, ich werde zukünftig an der Spitze von 'Stargaze Sounds' stehen. Vermutlich möchte er nun, da er auf die 60er zugeht herausfinden, wie bald ich wichtige Führungspositionen übernehmen kann und dies dient als eine Art Test, ebenso als Vorbereitung.
Was dich angeht äußern wir Bedenken darüber, was du nach deiner sogenannten Ausbildung zu tun gedenkst. Ich habe mir dein Zeugnis angesehen und anscheinend lehren sie euch wirklich nichts, was in einem gewöhnlichen Arbeitsumfeld von Nutzen wäre und da deine Leistungen selbst in den gelehrten Disziplinen zu Wünschen übrig lassen, sind wir in Sorge.
Aus diesem Grund werde ich mit unseren Eltern sprechen und versuchen sie davon zu überzeugen, dass dir eine geregelte, strikte Schulausbildung, gefolgt von einem Studium in den Staaten weitaus mehr nützen und eher für eine Sicherung deiner Zukunft beitragen würde, als das Herumfuchteln mit Zauberstäben und das Brauen von obskuren Tränken.

Ich werde dir schreiben, sollte sich in diese Richtung in der nächsten Zeit etwas ergeben.

In Liebe,

deine Schwester
Cyrilla Stargaze"



Cicely hatte diesen Brief, welcher Cyrillas Auffasung nach in Liebe verfasst war, mehrfach gelesen und hatte auch mehrfach versucht darauf zu antworten, ihrer geliebten Schwester zu beweisen, dass Hogwarts die richtige Bildungseinrichtung für sie war, dass es ihr wohl gut ging und dergleichen, doch bisher waren ihre Bemühungen fruchtlos gewesen. Sie war nicht in kreativer Stimmung und auch nicht in der Laune um jetzt irgendetwas zu Basteln oder zu Malen, was sie ihrer Schwester schenken könnte.
Sie pustete sich ihr blondes Haar aus dem Gesicht, hob den Kopf und sah aus dem Fenster, welches einen Blick auf den schön gepflegten Vorgarten zuließ, indem sich anscheinend gerade etwas Interessantes ereignete, welches Cicelys trübe Gedanken von dieser Korrespondenz verdrängten und in ihr die Neugier weckten. Der alte Dalmatiner ihrer Großmutter Mary Jane hielt sich am geöffneten Tor auf und leckte über das Gesicht einer in Fetzen gehüllten, weiblichen Gestalt, die relativ bewegungslos auf den Steinen lag, die zur dunklen, hölzernen und massiven Haustür führten, die natürlich mit diversen Zaubern vor Eindringlingen geschützt waren, ebenso wie jeder andere Eingang zum Haus. Das Tor verfügte offensichtlich über keine solchen Vorkehrungen, würde dies auch in einer von vielen Muggeln bewohnten Stadt auch für Komplikationen sorgen, würde der Post- oder Müllmann das Grundstück nicht betreten können.
Cicely griff nach ihrem Zauberstab, auch wenn sie außerhalb von Hogwarts natürlich keine Magie einsetzen durfte, stand auf und begab sich nach unten zur Haustür. An ihrem Körper trug sie ein knallrotes Kleid, welches von ihren Knien bis zu ihrem Hals reichte und von oben bis unten mit bunten Blumen, Pflanzen, sowie Tierchen wie Schmetterlingen und Vögeln bedeckt war. Knopfleiste, sowie Kragen waren weiß gehalten, darauf befanden sich zwei gekreuzte rot-goldene Revolver, dessen Kreuzung ein rotes Herz ergab. Der Kragen wurde außerdem von einer großen, rosa Schleife geschmückt und ihre Beine waren von einer undurchsichtigen weißen Strumpfhose bedeckt.

Kleidung:
 

Sie dachte nicht daran sich Schuhe anzuziehen, als sie die Tür öffnete, nach draußen lief und kurz vor der Gestalt stehenblieb.
"Edgar! Zurück, komm her mein Kleiner!", rief sie gut gelaunt, lockte ihn zu sich, tätschelte ihn kurz und schickte ihn dann nach drinnen. Cicely konnte gut mit Tieren, ob magischer oder gewöhnlicher Natur und der alte Dalmatiner ihrer Großmutter war da natürlich keine Ausnahme.
Nachdem der Hund von der Verletzten entfernt wurde, kniete sich Cicely vor diese Person und sah sich deren Wunden an, die ziemlich bedrohlich zu sein schienen.
Kurz dachte sie darüber nach sie selbst ins Haus zu bringen, doch war sie nicht kräftig genug um diese blonde Frau hochzuheben und es wäre sicherlich nicht förderlich für ihren angeschlagenen gesundheitlichen Zustand, würde Cicely sie hineinschleifen.
Sie strich einige blonde Strähnen aus dem Gesicht der Verletzen, besah sich ihr Gesicht, ehe sie aufstand um ihrer Großmutter von der Fremden zu berichten.
"Großmama!", rief sie ins Haus hinein, ihre helle Stimme hallte hinein.
"Komm schnell, hier ist eine Verletze!", fügte sie hinzu, damit sich ihre Großmutter auch tatsächlich beeilte. Die junge Hexe selbst konnte keine Magie absetzen, ehe sie nicht volljährig war, weswegen sie nun auf die Magie der alten Mary Jane Ashworth angewiesen waren.

Nicht lange dauerte es, bis die in einem dunkelblauen Kleid gewandte Großmutter Cicelys an der Türschwelle erschien. Ihr ergrautes Haar fiel offen über ihren Rücken, auf ihrer Nase saß ein Zwicker. Ihr Gesicht war trotz ihres erhöhten Alters nur von wenigen Falten durchzogen. Insgesamt machte sie einen resoluten, gefestigten und stoischen Eindruck.
Sie überblickte die Lage schnell, eilte zu ihrer Nichte, wies sie an behutsam mitanzupacken und trug dann die verletzte, junge Frau ins Innere. Die Tür schloss sich wie aus Zauberhand und sobald der Körper auf den freien Wohnzimmertisch gebettet war, zückte die alte Hexe ihren hellen, gewundenen Zauberstab und behandelte mit einigen gemurmelten Worten die Verletzungen, die den Körper der Unbekannten übersäten. Diese schlossen sich langsam, als Wellen weißer Magie über den Körper fuhren.
"Ich nehme einmal an du kennst sie nicht, Cicely.", sprach Mary Jane nachdenklich, während ihr Blick auf dem Gesicht der jungen Frau ruhte, diese sie gerade von den Verletzungen befreit hatte.
"Sie ist eine Hexe, deswegen hat keiner der Muggel sie entdeckt. Sie wird sicherlich einen längeren Weg bis zu unserer Schwelle zurückgelegt haben.."
"Reiche mir ihren Zauberstab, ich werde ihn in meine Obhut nehmen, bis wir mehr über sie erfahren. Ich überprüfe, welchen Zauber sie zuletzt angewandt hat, dafür gehe ich in den Garten. Bitte rufe mich, sobald sie aufwacht.", sprach sie weiter und nahm den Zauberstab der Fremden von Cicely entgegen, welche diesen aufgesammelt hatte, ehe sie die Besitzerin ins Innere des Hauses getragen haben.
Ehe sich Mary Jane nach draußen begab, ließ sie den Körper der Blonden noch mit einer Bewegung ihres eigenen Zauberstabs sanft auf ein Sofa sinken, damit sie es nun, nachdem zumindest die Verletzungen größtenteils verheilt waren, einigermaßen bequem hatte.
"Ich werde die Zauber gleich noch einmal anwenden, bitte achte so lange auf sie.", fügte sie an, ehe sie nach draußen in den vor neugierigen Blicken geschützten Garten hinterm Haus verschwand.
Cicely kniete sich vor das Sofa und musterte die Fremde nachdenklich, wie auch neugierig. Es war spannend Zeugin eines solchen Ereignisses zu sein. Womöglich war diese Frau in etwas sehr Gefährliches involviert, zumindest die Verletzungen ließen auf etwas Derartiges schließen. Sie hatte sicher eine Menge zu berichten, worauf sich die junge Hogwarts-Hexe bereits sehr freute. Jetzt hieß es lediglich zu warten, bis zu einem Erwachen dieser hoffentlich faszinierenden Person. Bis dahin würde sich Cicely selbst ausmalen, was wohl zu alledem geführt haben könnte. Das Problem dabei war nur oftmals, dass ihre Versionen so viel spannender waren als die Realität.
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Evica Mitrovic Moravac
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BeitragThema: Re: Träumen heißt kreieren. Alle Welten gehören den Träumern.   So 24 Sep 2017 - 2:15

Die Ruhe war wundervoll. Erst jetzt, wo ihr Körper sich von allen Strapazen erholen konnte, wurde ihr klar, wie immens er danach verlangt hatte. Sie selbst bemerkte gar nicht, das die Behandlungen, welche ihr zuteil geworden war noch mehrfach wiederholt werden musste, im Verlaufe von Stunden, so schwer waren die Verletzungen gewesen. Tatsächlich hatte sie nicht weit weg von der Schwelle des Todes gestanden und wer immer sie auch behandelt hatte, würde bald bemerken, dass allein ihr stoischer Wille sie daran hinderte einfach zu sterben. Einen Tag und eine Nacht schlief sie begleitet von ihren Träumen. Sie kannte diese Träume. Es war die Vision von dem was sie schaffen wollte. Es waren Visionen ihrer Bestimmung. Sie würde nicht sterben, ohne das sie aufstieg. Sie würde dieses Gefängnis von Körper erst aus eigener Kraft verlassen, wenn sie soweit war. Ihr neueste Niederlage hatte ihr das vor Augen geführt. Sie hatte in Ungarn versucht ihr Schicksal früher herbei zu führen und war gescheitert. Sie würde lernen. Sie würde die Erleuchtung finden die nötig wäre, um dieses Fleisch hinter sich zu lassen und es abzustreifen. Und so träumte sie. Sie träumte von Welten die Existierten, von Welten die es nicht gab, die aber existieren könnten. Wenn sie das Gefüge des Konstruktes erst einmal aus der Bahn geworfen hatte, würde es all das. In ihrem Traumbildern erschuf sie ganze Galaxien. Dimensionen in denen alles zu jeder Zeit möglich war. Doch dort lauerte etwas finsteres. Es lauerte stets knapp außerhalb ihres Augenwinkels, es verhöhnte sie, es verlachte sie und spornte sie gleichzeitig an. Sie versuchte sich zu erinnern, wann dies zum ersten Mal passierte. War dies geschehen, als sie die Schrift der alten Moravac studiert hatte? Glorie und Kreation rückten allmählich in den Hintergrund. Bald versanken ihre Träume in Finsternis. Erneut stand sie Qualen jenseits jeglicher Vorstellungskraft aus. Ja, dieses Buch hielt sie bereits seit Sieben Jahren gefangen. Es hatte ihren Verstand vergiftet. Irgendetwas hatte sich eingenistet. Es war dunkler als alles was sie sich je hatte vorstellen können. Im Traum schrie sie. Sie schwebte in einem leeren Kosmos. Allein. Sie konnte nicht sagen wie lange sie in dieser Finsternis allein verbrachte. Eine Sekunde, Zehn Jahre? Jahrtausende? Äonen? Sie hatte kein Zeitgefühl während dieses Wesen ihre Seele folterte. Ganze Zeitalter verbrachte sie mit Hohngelächter in ihrem Kopf. Stimmen, die ihre waren und sie verfluchten und verdammten. Welche sie verlachten und erniedrigten. Sie trieb träge durch die Zeitalter der Universen. Sie erlebte abgeschottet in der Finsternis, wie der Kosmos unzählige male Geboren wurde, wie er starb, nur um sich erneut zu erhaben. Sie hatte nicht einmal Teil daran und ihr Herz zerbrach daran.

Evica öffnete langsam die Augen. Schwindel erfasste sie, als ein Licht sie blendete. Sie hatte geträumt, das wusste sie. Doch der Traum war verblasst. Sie wusste, das sie ihn bereits unzählige Male gehabt hatte. Und bei diesem Gedanken erbebte etwas in ihrem Inneren, doch sie ermahnte sich zur Ruhe. Langsam hob sie die Hand gegen das Sonnenlicht, welches durch das Fenster fiel. Die Welt gewann schnell wieder an Schärfe. Konturen schälten sich aus dem Schemenchaos und sie blickte hinab auf eine weiche einfache Decke. Auch Verstand kam mit der Besinnung wieder in Gang. Analytisch blickte sie sich um. Es war ein kleines Zimmer, ohne eine persönliche Note. Anscheinend ein Gästezimmer. Und sie war nicht allein. Ihr Kopf bewegte sich seitwärts auf dem weichen Daunen und sie erblickte eine Person. Sie war jung, vielleicht ein wenig jünger als sie selbst. Und Irgendwie, erweckte sie einen kindlichen und gleich außerweltlichen Eindruck. Es war ein faszinierendes Gesicht. Doch noch interessanter war diese Aura. Es war ein weiß-goldenes Licht, welches sich in Strängen immer wieder aus ihrer Struktur herauslöste. Wie Tentakeln tastete die Energie des Mädchens umher, streiften ab und Energieströme, welche die Luft erfüllten. Und genau zu diesen Zeitpunkten, zuckte immer etwas an dem Mädchen in eine andere Richtung. Wie spontane Anfälle von … Inspiration. Sie hatte niemals zuvor eine solch interaktive Aura gesehen. Während das Mädchen den Blick zum Fenster gewandt hatte, flog Finsternis durch ihre Augäpfel, wie Flecken puren Abgrundes. Dann blickte das Mädchen wieder in ihre Richtung. Fasziniert hielt Evica den Blick. Sie verschlang den Anblick der sich ihr bot gerade zu. Dieses sanfte wiegen der Energie dieses Mädchens. Wie konnte es so etwas geben? Ihr Herz klopfte wie wild. Ihre Lippen öffneten sich, als sie versuchte sich zu erheben. Nach den ersten Zentimetern scheiterte sie jedoch, unfähig selbst einen Arm anzuheben. Mit einem Mal kehrte die Zerschlagenheit in ihre Glieder zurück und sie stöhnte gequält auf. „Gde Sam?“ Sprach sie leise. Zur Hälfte gekrächzt, zur Hälfte geflüstert, hätte nicht einmal sie selbst es verstehen können, selbst wenn sie sich noch so sehr bemüht hätte. Dieser verfluchte Durst. Sie Ihr Hals fühlte sich so elendig trocken an und in diesem Moment war ihr klar, dass sie alles und jeden getötet hätte, für ein Glas Wasser.
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Cicely Stargaze
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BeitragThema: Re: Träumen heißt kreieren. Alle Welten gehören den Träumern.   Di 26 Sep 2017 - 0:09

Ein Tag war vergangen, seitdem die unbekannte Fremde in ihrem Vorgarten zusammengebrochen war und von Cicely und deren Großmutter Mary Jane gepflegt wurde. Letztere hegte Misstrauen, Erstere war jedoch wie stets, vollkommen naiv und bloß unglaublich von Neugier erfüllt. Mary Jane hatte ihrer Enkelin berichtet, dass der letzte Zauberstab keinen wirklichen Schluss auf die Natur ihres ungebetenen Gastes zuließ, die Machart des Zauberstabs allerdings außergewöhnlich war. Das Holz eines Holunderbaumes und das Haar eines Thestrales wurden verwendet. Dieses Holz wurde der Legende nach für den mächtigen, vom Tode erschaffenen Elderstab verwendet. Auch das Haar dieser schwarzen, geflügelten Pferde war eher ungewöhnlich um es als Kern eines Zauberstabes zu verwenden. All dies stimmte sie nachdenklich, Cicely fand es unheimlich spannend, offenbar könnte es in diesem Fall sogar sein, dass die wirkliche Person ihren eigenen Vorstellungen über sie entsprechen könnte.
Die junge Hexe hatte sich um ihren 'Fund' gekümmert als handelte es sich um ein verletztes Vögelchen und nicht etwa um eine möglicherweise gefährliche Person. Sie hatte ihr nachdem ihre Großmama die Verletzungen über einen längeren Zeitraum behandelt hatte, frische Klamotten angezogen. Diese bestanden aus Überresten der Kleidung, die Tante Meredith bei ihrem Auszug in ihrem Zimmer gelassen hatte. Entsprechend der Phase Merediths in ihrer Jugend waren Hose, Socken, Top, Pullover, sowie Unterwäsche alle schwarz gehalten, doch da der Fetzen, den diese Frau zuvor getragen hatte, ebenfalls einem dunklen Ton entsprach, bestand der Unterschied nur darin, dass die neue Kleidung bequem, frisch und wärmend war.
Es war anstrengender gewesen, als die kleine Blonde angenommen hatte. Eine bewusstlose Person anzukleiden war nicht leicht, schließlich war es so als würde man eine Leiche anziehen, sie leistete keine Unterstützung dabei, war nicht allzu kooperativ.
Außerdem hatte Cicely darauf bestanden die Nacht über an ihrer Seite zu weilen, falls es ihr nach dem Aufwachen nach Speis, Trank oder möglicherweise schlicht einem Zuhörer oder Gesprächspartner bedürfen sollte.
Stolz auf sich, nicht bei ihrer Wache eingeschlafen zu sein, war sie an diesem Morgen nun entsprechend müde, während sie weiterhin auf ein Erwachen der etwas Älteren wartete. Sie saß auf dem Boden, auf ihren Knien, leicht ans Bett gelehnt, auf dem ihr Vögelchen lag und ruhte, sich erholte. Ihr Blick war dabei gen Fenster gerichtet, durch welches nun das angenehme Licht des Morgens flutete. Auf die müden Augen Cicelys wirkte es allerdings weniger angenehm und viel mehr wie eine weitere Hürde.
Gerade als diese schönen, strahlend blauen Augen im Begriff waren sich zu schließen und der jungen Amerikanerin ein wenig Schlaf zu verschaffen, hörte sie wie sich etwas hinter ihr regte. Zwei Sekunden bedurfte es, bis ihre auf Wunsch quasi unerschöpfliche Energie wieder flutwellenartig über sie hereinbrach, sie sich umdrehte, dass ihre blonden Haare nur so schwangen und mit strahlendem Lächeln und strahlenden, weit geöffneten blauen Augen der faszinierenden Fremden entgegenblickte. Cicelys Gesicht war wie ein traumhafter Frühsommertag, erfüllt von Wärme und Freude, gemischt mit der Wildheit, Ungezügeltheit und Unberechenbarkeit der letzten Frühlingstage. Ihr strahlend rotes, sowie buntes Kleid, auf dem so viel zu sehen war, die Augen blau wie der strahlendste Gewässer und das Haar blond wie ein Weizenfeld in vollster Pracht, vervollständigten dieses Bild nur noch weiter.
„Du bist wach! Du bist wach! Du bist wach!“, rief dieser Wirbelwind aufgeregt.
„Nicht aufstehen, Großmama sagte du musst dich schonen, ich werde dafür sorgen, jawohl, das werde ich! Ich habe dich gefunden, also werde ich mich um dich kümmern!“, plapperte sie darauf los, als diese blonde Frau Anstalten machte sich von ihrer Bettstatt zu erheben.
„Nun, eigentlich fand dich Edgar, das ist unser Dalmatiner musst du wissen, ein wahrer Schatz, und uuuuralt! Da er allerdings kein Mensch ist oder werden wird, werde ich, als zweite Finderin mich deiner annehmen!“, fuhr sie fort und kicherte leise bei dem Gedanken, wie Edgar wohl als Mensch aussehen würde.
„Ein älterer Herr in einem schwarzen Anzug mit weißen Punkten. Zylinder und Stock stünden ihm gut. Oder doch ein weißer Anzug mit schwarzen Punkten?...Ich muss ihn mir nachher genau ansehen..“, schweifte sie nun ab, sprach ihre Gedanken laut aus, ohne den konkreten Zusammenhang zu erwähnen. Das Bild eines menschlichen Edgars veränderte sich dabei unaufhörlich, ehe sie sich wieder konzentrierte.
Es dauerte ein wenig, ehe sie bemerkte, dass ihr Schützling etwas brauchte.
„Sam? Wer ist denn Sam? Ist er oder sie ein Freund von dir? Nun ja, auch egal. Ich denke du solltest etwas trinken. Warte kurz, ich habe bereits alles vorbereitet!“, sprach sie schnell und stolz, stand geschwind auf und eilte zu einem Beistelltisch auf dem eine Karaffe mit Wasser zusammen mit einem leeren Glas aufgestellt worden waren. Cicely goss das Glas halb voll, nippte kurz daran um die Temperatur zu überprüfen, als wäre dies die Milch für einen Säugling, ehe sie mehr Wasser hinzufügte, damit zurück zum Bett balancierte und es nach kurzer Überlegung, ob sie es denn selbst würde halten können, dann lieber direkt an ihre Lippen führte. Eine Hand rutschte dabei unter ihren Kopf, um diesen sanft anzuheben, damit ihr das Trinken erleichtert würde.
„Soooo ist es gut, nicht wahr? Trink schön aus, werde groß und stark, dann wirst du schon bald die Flügelchen ausbreiten können und davonflattern in die große, weite Welt hinaus!“, kommentierte sie dies mit einem leichten Kichern.
„Ich hoffe Wasser ist in Ordnung, ich habe mir gar keine Gedanken darum gemacht, dass du es vielleicht hassen könntest, vielleicht bist du sogar allergisch…das wäre wirklich äußerst unpraktisch. Ich hoffe wirklich du bist nicht allergisch. Du sagst mir doch, ob du es bist, oder? Ich möchte dich nach Großmamas Behandlung nicht direkt ins Grab schicken, das wäre doch traurig!"
„Großmama ist übrigens auch schon ganz gespannt darauf dich kennenzulernen, sie sollte bald zurückkehren. Sie sagte mir, wohin es ging, doch ich habe nicht zugehört.“, hörte sie nicht auf zu reden, während sie ihrem Vögelchen so viel Wasser die Kehle hinabgoss, wie sie wünschte.
Da sie im Moment die Ferien bei ihrer Großmutter in London verbrachte, hatte sie weniger Kontakte als in Hogwarts, hatte hauptsächlich Mary Jane und Edgar zum Reden, weswegen sie sehr froh darüber war nun eine Art Projekt für den Sommer gefunden zu haben. Sie konnte sich zwar immer irgendwie beschäftigen, dafür hatte sie ein Händchen, doch eine verletzte Hexe wieder aufzupäppeln wäre etwas Besonderes.
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Evica Mitrovic Moravac
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BeitragThema: Re: Träumen heißt kreieren. Alle Welten gehören den Träumern.   Fr 6 Okt 2017 - 14:46

Englisch. Diese Person sprach Englisch, wurde ihr mit einem Mal klar. Und ehe sie sich versah, war ihr sehnlicher Wunsch nach Wasser in Erfüllung gegangen. Eine Hand hatte sich sanft unter ihren Nacken geschoben und schon benetzte das angenehme Nass ihre Lippen. Zuerst hustete sie, als etwas der Flüssigkeit den Falschen Weg in ihr Inneres nahm, doch dann schluckte sie gierig jedes Bisschen, das sich aus dem Glas in ihre Kehle ergoss. Ihr Blick blieb fest und ohne ein Augenzwinkern in dieses junge Gesicht gerichtet. Dieser Ausbruch hatte sie gänzlich überrascht. Sie hatte das sanfte wiegen der Aura beobachtet, welche jedoch beständig in Aktion mit der Umwelt trat. Die Müdigkeit und aufkommende Schwerelosigkeit des Schlafes waren jedoch durch einen Ausbruch an Energie hinfort geschwemmt, welcher wie eine Sonneneruption anmutete. Ein absolut faszinierendes Wesen.

Sie erzählte Munter und ohne Unterlass, von Edgar und schweifte ab in abstrakte Überlegungen. Sie wahr wahrlich Interessant. Die Dynamik ihres sich windenden Geistes war völlig neu für Evica. Ein solches Wesen war einzigartig. Konnte sie bereits an der Schwelle zum wahren Erwachen stehen? Es musste so sein. Und je mehr sie zuhörte und den Eindruck auf sich wirken ließ, umso wahrscheinlich schien es. Ein kleiner Stich von Neid drang in ihr Herz. Sie hatte sich den Studien des Erwachens und wahrer Magick verschrieben und doch schien sie nicht einmal annähernd so weit zu sein, wie dieses Wesen vor ihr, welches sich garantiert nicht wie sie, in die dunkelsten Mysterien gestürzt hatte. Eine Großmutter wurde erwähnt. Natürlich. So jung würde diese Hexe wohl kaum in der Lage sein die Verletzungen die sie erlitten hatte alleine zu heilen.

Ihre Finger schlossen sich und mit einem Mal wurde Evica bewusst, dass sie ihren Zauberstab nicht bei sich trug. Hatte sie ihn verloren? Nein, sie wusste ganz genau, dass sie ihn noch hatte, als sie das Bewusstsein verloren hatte. Sie hatte ihre Tarnung bis zum letzten Moment aufrecht erhalten. Er würde also irgendwo hier sein. Sie wartete kurz, bis das Glas sich von ihren Lippen entfernt hatte und sie etwas Raum hatte, dann besann sie sich der englischen Sprache. „Verzeih, Sam ist kein Freund. Was ich gerade sagte, heißt: Wo bin ich. In meiner Heimatsprache.“ Ihr Blick fiel auf die Kleidung, welche sich über sie erstreckte. „Ich wurde neu angezogen.“ Stellte sie sachlich fest. Ihr Englisch war absolut rein und von keinem Akzent geprägt, als hätte sie ihr Leben lang nichts anderes gesprochen. „Sag mir deinen Namen Liebes und wo befindet sich mein Stab?“

Im stillen befürchtete sie, dass jene ominöse Großmutter ihn bei sich haben könnte. Das wäre bedauerlich. Einen solchen Stab gab es selten. Thestralhaar war für eine Verbindung zu den Energien des Todes bekannt. Viele Besitzer eines solchen Stabes hatten die Angewohnheit verstörende Weltentfremdete Persönlichkeiten zu sein. Ebenso das Holz war wertvoll in seiner Aufbereitung und sollte in diesem Haushalt jemand der Serbischen Mythen kundig sein, hätte man Symboliken erkannt, welche auf die Götter Krivda, Chernobog und Kruchina zurückgingen. Es waren finstere Götter des Bösen, des Hasses und des Verfalls. Sie hatte diese Symboliken immer als ihre Verbindung zu den Chaotischen zersetzenden Kräften des Kosmos gehalten. Doch nun machte sie sich Sorgen. Sie musste ihren Zauberstab zurückerhalten.

Sie hasste es, dieses Kleinod zu benötigen. Doch wenn ihre Studien voran gingen, würde sie darüber hinaus wachsen. Sie ignorierte die Beteuerungen, der Schonung und rutschte mühsam stöhnend auf ihrer Bettstatt nach hinten, bis in eine sitzende Position. Ihr blondes fiel ihr offen über die Schultern. Die Kleidung passte nicht ganz. Offensichtlich hatte die vorherige Besitzerin über wesentlich mehr Busen verfügt als Evica. Dementsprechend rutschte der Ausschnitt ein wenig unsittlich tief, doch das störte die Hexe nicht. Sie erging sich weiter in den Anblick dieses Mädchens. Sie würde sie kennenlernen müssen. Eine einmalige Gelegenheit war ihr bereits verloren gegangen. Diese hier durfte sie nicht auch noch verlieren. Es musste Karma sein, dass sie ausgerechnet auf der Schwelle dieses Mädchens zusammengebrochen war. Ja, irgendetwas musste sie hierher geführt haben. Nun galt es herauszufinden, ob es eine Chaotische Fügung war, welche die Wahrscheinlichkeiten der kausalen Strukturen durcheinander geworfen und sie hierher geführt hatte, oder ob es eine Kraft des Konstruktes gewesen war. In dem Falle würde sie sich vorsehen müssen. Das Konstrukt schätzte Zuwiderhandlung nicht. Ein Grund, warum die Magie in der Welt sich in diese statische Kleinform verwandelt hatte, welche Hexen und Zauberer heute praktizierten.

„Mache dir außerdem keine Sorgen. Wasser ist gänzlich in meinem Sinne Liebes und du wirst mich aufgrund dieses Trunkes mit Sicherheit nicht zu Grabe tragen.“ Ein breites sanftes Lächeln erschien bei diesen Worten auf ihren Zügen und zeigte makellose Zähne, als sie die Hand ausstreckte und mit den Fingerspitzen vorsichtig über die Wange ihrer Pflegerin fuhr. „Weißt du eigentlich, was für eine außerordentlich beeindruckende Persönlichkeit du bist Liebes? Ich kann in dir wahre Größe sehen.“ Für sich hatte sie längst beschlossen, sie würde dieses Mädchen unter ihre Fittiche nehmen. Sie würde sie lehren und ihr den Weg zeigen, welcher ihre kolossale Größe wahrhaft aufblühen lassen würde. Gleichzeitig würde sie von ihr lernen und mit ihr zusammen den Weg beschreiten. Doch ein Schritt nach dem Anderen. So lange sie auf ihn angewiesen war, benötigte sie ihren Zauberstab zurück. Und sie würde die Großmutter des Mädchens in Sicherheit wiegen müssen, sobald diese eintraf.
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