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Dario de Luca
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BeitragThema: Dress to impress   Sa 1 Jul 2017 - 17:39

DRESS TO IMPRESS

Emma Leblanc + Dario de Luca | Samstag, 30.05.2017, mittag | Hogsmeade | Schicksal: nein | privat

______________________________________________________________

Brief an Emma:
 


Von diesem Brief wusste Dario noch nichts, geschweige denn von dem ungewöhnlichen Auftrag, den Emma von seiner Großmutter bekommen hatte, während er an der Seite seiner besten Freundin die Brücke in Richtung Dorf überquerte. Er glaubte, sie wollte einfach nur beim Honigtopf ein paar Süßigkeiten oder für sich selbst ein Kleid für den Ball kaufen und brauchte die Meinung eines waschechten Experten. Nicht, dass er viel Ahnung von Kleidern hatte, aber wenn es um Süßigkeiten ging, so kannte sich der 17-Jährige wahrscheinlich besser aus als Willy Wonka.
Wohin sie auch wollte, er würde ihr folgen, was wohl nicht zuletzt mit seiner Erkenntnis seine Gefühle für sie betreffend zu tun hatte. Er hatte romantisches Interesse an Emma und er konnte es nicht länger vor sich selbst leugnen - dafür vor dem Rest der Menschheit, schließlich wusste er bis heute nicht, wie er mit seinem neuen Wissen über seine Gefühle umgehen sollte. Immer mal wieder malte er sich aus, wie er auf sie zugehen könnte, um ihr zu gestehen, dass er mehr als Freundschaft für sie empfand, doch wenn sie dann vor ihm stand und ihn mit ihren schokobraunen Augen ansah, verschlug es ihm immer wieder die Sprache und ließ ihn vergessen, was er eigentlich sagen wollte. Es war um ihn geschehen, fast jede freie Sekunde seit der Versöhnung dachte er an die brünette Viertelfranzösin, weshalb er in den letzten drei Wochen Beschäftigungen gesucht hatte, um sie sich aus dem Kopf zu schlagen, und tatsächlich hatte er auch etwas gefunden. Er war auf eine Ausschreibung zu einem Wettbewerb für junge Nachwuchs-Astronomen gestoßen, und der Hauptpreis war genau das, was Dario sich für die Zukunst wünschte. Ein Studium der Astronomie in Island. Zwar wäre er für lange Zeit weit weg von seiner Familie, doch er wollte nicht beim Zirkus bleiben; er wollte die Sterne und Planeten erforschen, und dies könnte er nur, wenn er sich endlich mal darum bemühte, etwas aus sich zu machen. Zu lange hatte er seine Ausbildung auf die leichte Schulter genommen, doch nun war er an dem Punkt, an dem er sein Ziel nur erreichen würde, wenn er auch etwas dafür investierte. Zeit, Schweiß und viel Konzentration war von ihm abverlangt, um einen gescheiten Wettbewerbsbeitrag leisten zu können; ganze Wochenenden hatte er im Astronomieturm verbracht und an seinem Projekt gebastelt, von welchem er noch niemandem erzählt hatte. Es war eine alte Idee, die er vor drei Jahren mal schriftlich und zeichnerisch dokumentiert, aber nie umgesetzt hatte. Nun hatte er jedoch die Motivation dazu, sich darum zu kümmern, und es lief sogar ziemlich gut. Das musste es auch, denn ohne das Stipendium würde er wohl nie studieren können - zu teuer war die Ausbildung für die Zirkusfamilie. Ja, manchmal sparten sie etwas an, um den Kindern hin und wieder etwas neues kaufen zu können, aber diese Ersparnisse würden nie reichen, um Dario fünf Jahre lang ein Studium im Ausland finanzieren zu können.

Fast jede freie Minute hatte er in den letzten Wochen mit seinem Projekt verbracht, weshalb er sowohl das Tageslicht als auch Emma eher selten gesehen hatte. Von daher würde es ihm ganz gut tun, einen kleinen Ausflug nach Hogsmeade zu machen. Es waren sonnige zwanzig Grad, weshalb er sich für ein dunkles, leichtes Jeanshemd mit hochgekrempelten Ärmeln und eine braune Hose entschieden hatte (Link zum Outfit). Sportlich, wie er nun einmal war, trug er dazu farblich passende Turnschuhe. Ein bequemes Outfit, von dem er dachte, dass es zum Anlass passte und er es an diesem Tag bis zum Schlafen nicht noch einmal ausziehen müsste.
"Kaum zu fassen, dass das Schuljahr nun bald schon vorbei ist...", meinte er dann, während sie bequem zum Dorf schlenderten, den Blick konzentriert auf den Weg vor sich gerichtet, da er jedes Mal, wenn er die schöne Brünette ansah, sonst ins Stammeln geriet. "Ich bin ja sehr auf die Zwischenprüfungen gespannt. Ich werde mir auf jeden Fall gleich im Honigtopf Süßigkeiten kaufen, um mich zu belohnen, wenn ich alles hinter mir habe!"
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Emma Leblanc
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BeitragThema: Re: Dress to impress   Do 6 Jul 2017 - 18:24

Der unerwartete Brief, welcher die Braunhaarige gestern erreicht hatte, hatte sie wohl zu gleichen Teilen überrascht wie belustigt. Dass Dario sich anstatt eines Festumhangs Süßigkeiten kaufte sah dem Italienier wirklich ähnlich und Emma fühlte sich geehrt, dass Granny Cosima sich an sie wandte, um Dario auf dem diesjährigen Ball in die richtigen Klamotten zu stecken. Und dass sie sich dazu auch noch ein eigenes Kleid kaufen durfte, freute sie noch umso mehr, sonst hätte sie wohl das benutzen müssen, welches ihr Ex-Freund Pierre ihr damals geschenkt hatte und davon hatte Emma eigentlich Abstand halten wollen. Aus diversen Gründen und Dario war einer von ihnen. Es war unmöglich, länger zu leugnen was sie für ihren besten Freund empfand. Ihre Gefühle waren schon lange nicht mehr rein platonisch und nachdem es ihr sogar selbst passiert war, dass sie ihn geküsst hatte, konnte sie sich vor dieser Wahrheit auch selbst nicht mehr verstecken. Glücklicherweise hatte Dario in jener Situation reifer reagiert, als sie es bei seinem ersten Kuss getan hatte, weswegen sie es dieses Mal geschafft hatten, ohne Streit darüber hinweg zu kommen. Sie waren wieder Freunde, doch trotzdem war es längst nicht wie früher. Nunja, von außen betrachtet würde man wohl keinen Unterschied merken, doch es war in diesem Jahr viel zu viel passiert und in jeder freien Minute dachte Emma daran, ob es nicht doch einen Weg gab, mehr aus ihnen zu machen, als sie waren. Doch obwohl sie es sich schon ein paar Mal vorgenommen hatte, mit Dario darüber zu sprechen und ihm endgültig zu sagen, was sie für ihn empfand, brachte sie stets keinen Ton heraus, wenn sie ihm gegenüberstand und sich in seinen Augen verlor.

Heute sollte dies aber kein Thema werden, denn sie brauchte ihren freundschaftlichen Einfluss auf Dario, um ihn davon überzeugen zu können, sich schließlich doch ein geeignetes Outfit für den Ball zu besorgen. Dies würde um einiges einfacher werden, wenn er sich in ihrer Nähe nicht unwohl fühlte, weswegen sie ihn noch am gestrigen Abend - nachdem sie Cosima zurückgeschrieben hatte, dass sie sich der Sache annehmen würde - ohne ihre wahren Absichten zu verraten, nach Hogsmeade eingeladen hatte. Es brauchte eine amüsante und lockere Stimmung, dessen war sie sich bewusst, und zum Glück spielte auch das Wetter heute mit und schenkte ihnen strahlenden Sonnenschein. Emma hatte ihre langen braunen Haare zu einem hohen Pferdeschwanz gebunden und sich für eine kurze Jeansshorts, ein weißes T-Shirt und eine dünne, beige Weste entschieden, falls es doch noch kühler werden sollte. Auch an ihren Schuhen befanden sich bequeme Sneakers und ihrer Tasche hatte sie Cosimas Geld sicher verwahrt.
So liefen die beiden Löwen die Straße entlang ins Dorf und waren wohl beide zu gleichen Teilen darauf bedacht, sich nicht zu lange direkt in die Augen zu sehen, was natürlich dadurch erleichtert wurde, dass sie sich fortbewegten. „Als würdest du dir irgendwas von dem, was du dir kaufst, solange aufheben, bis die Prüfungen rum sind.“, zog Emma Dario lachend auf, nachdem sie seine Worte vernommen hatte und piekte ihm frech in die Seite. Sie musste allerdings gerade reden, denn eigentlich hatte sie sich die von Cosima geschickten Rafiouli ebenso aufheben wollen, doch bereits heute morgen hatte sie schon die Hälfte verputzt. Die Süßigkeit schmeckte ja auch einfach zu gut.
„Aber vergiss nicht, ich muss auf jeden Fall schauen, dass ich ein Kleid für den Ball finde, immerhin wird da doch erwartet, dass man sich ein wenig zurecht macht.“, lenkte sie das Thema dann möglichst beiläufig auf das Abschlussfest, beschloss aber, noch nichts darüber zu sagen, was sie für Dario heute noch geplant hatte. Den ausschlaggebenden Brief hatte sie zwae in ihre Hosentasche gesteckt, um ihn Dario - wenn es denn notwendig war - zeigen zu können, doch vielleicht würde es ihr auch so gelingen, ihn ohne großartigen Protest einkleiden zu dürfen.
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Dario de Luca
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BeitragThema: Re: Dress to impress   Fr 7 Jul 2017 - 21:29

Sie hatte ihn erwischt. Auf mehreren Ebenen sogar, doch in diesem Moment war es ihre freche Bemerkung, die direkt ins Schwarze traf. Er war nicht gut darin, sich schöne Dinge aufzusparen, weshalb er sowohl sein Taschengeld als auch die Süßigkeiten, die er sich davon gekauft hatte, immer rasch aufgebraucht hatte. Er wusste, dass er gerade im Hinblick auf die finanzielle Lage seiner Familie nicht zu übermütig werden durfte, und doch war er zu ungeduldig, um sparsam sein zu können. Zum Glück wusste er jedoch, wie man mit geschickten Handgriffen eine Geldbörse aus einer Hosentasche zog, ohne, dass es bemerkt wurde. Eine Fähigkeit, die ihm sein Onkel Antonio beigebracht hatte als er gerade im Grundschulalter gewesen war, weshalb es dem Italiener eigentlich nie wirklich an etwas gefehlt hatte. Moralisch vertretbar war das natürlich nur deshalb, weil er denen, die ohnehin zu viel Geld hatten, nur dabei half, es sinnvoll auszugeben - mehr oder weniger.
Kapitulierend hob er die Hände, wobei er amüsiert lachte, als sie ihm spielerisch in die Seite piekte.
"Hey, du tust ja so, als wäre ich die Ungeduld in Person", grinste er in verteidigendem Ton, worauf er eine Hand sinken ließ und sich mit der anderen lässig durch die gelockten Haare fuhr. "Und ja, vielleicht hast du damit Recht." Wobei dies nicht ganz stimmte. Würde er sich alles nehmen, was er wollte, und das direkt wann er es wollte, so wäre er vielleicht schon längst nicht mehr nur mit Emma befreundet. Dummerweise gehörten dazu immer zwei, und dass sie genauso fühlte wie er, war leider etwas, das er für ziemlich unwahrscheinlich hielt, schließlich verhielt sich die Viertelfranzösin ihm gegenüber so platonisch, wie es nur irgendwie ging. Wenn man von dem Kuss absah. Aber das war nur ein Ausrutscher gewesen, weshalb er versuchte, sich keine zu großen Hoffnungen zu machen.
Bei ihren nächsten Worten schwächte sich das Grinsen etwas ab, und er musste dem Impuls widerstehen, stehen zu bleiben. Das Abschlussfest. Ein leidiges Thema, schließlich würde er dieses Jahr nicht einmal hingehen können, um mit Chase irgendeinen Mist zu bauen oder Elfenwein aus der Schulküche zu klauen, war der blonde Slytherin doch inzwischen mit Gwyneth zusammen. Die Freundschaft litt allerdings nicht darunter, Dario gönnte es seinem besten Freund, doch er konnte sich leugnen, dass sich dadurch etwas verändert hatte. Aber das war nicht schlimm. Gwen und Chase waren ein schönes Paar, und wenn Chase glücklich war, so war Dario es auch. Es gab zwar Dinge in seinem Leben, die besser laufen könnten, aber er wollte sich nicht beschweren, schließlich hatte es Wochen gegeben, in denen er und Emma so sehr zerstritten gewesen waren, dass sie einander komplett ignoriert hatten. Solange er neben ihr gehen und sich mit ihr unterhalten, ihr süßes Lächeln und den Anblick ihrer funkelnden Augen genießen konnte, war alles okay. Mehr durfte er nach allem, was er sich in diesem Jahr geleistet hatte, auch wirklich nicht verlangen.
Und doch konnte er nicht ganz verbergen, dass Emmas Wunsch, ein Kleid zu kaufen, ihn ein wenig überraschte. Einerseits, weil er als Shoppingberater diesbezüglich wirklich schlecht geeignet war, schließlich würde er die schöne Mitschülerin in jedem Kleid wunderschön finden (egal, wie hässlich das Kleid war), und andererseits weil in ihm die leise Panik aufstieg, dass sie einen Begleiter für das Fest hatte, den sie unbedingt beeindrucken wollte.
"Das Abschlussfest, hm?", kam es nun etwas matter von ihm, wobei er jedoch nicht stehen blieb. Das Thema machte ihn unruhig, und automatisch glitten seine Hände in die Hosentaschen, in welchen er je einen Pokerchip hielt, um an diesen unauffällig rumzuspielen. Mit gespielter Gelassenheit kickte er einen kleinen Stein aus dem Weg, während er weiter neben Emma in Richtung Dorf ging. "Du gehst also hin? ... Hat Paul dich etwa darum angebettelt?" Das typische Grinsen schlich sich wieder auf seine Züge, und es wirkte sogar fast authentisch. Eigentlich wollte er so nur herausfinden, welcher Kerl es geschafft hatte, sie um ein Date für den Ball zu bitten. Vielleicht würde er demjenigen einen fiesen Streich spielen, dessen Konsequenzen ihn davon abhalten würden, zum Ball zu gehen, damit er selbst für denjenigen einspringen könnte. Dario neigte eigentlich nie dazu, schnell neidisch zu werden, doch in diesem Moment könnte er nicht leugnen, dass es dieses Mal anders war. "Aber klar, ich helfe dir gerne, etwas zu finden, womit du allen Jungs die Köpfe verdrehst und alle Mädchen vor Neid erblassen lässt." Wobei sie beides schon in Alltagskleidung schaffte. Emma war deshalb nicht selten ein heißes Thema im Schlafsaal der männlichen Löwen. "Dürfte bei dir ja nicht schwer werden - du hast die idealen Voraussetzungen dafür." Das wusste er nur zu gut - spätestens seit dem Körpertausch wusste er es von allen wohl am besten. Doch darauf wollte er nun überhaupt nicht hinaus. Es war nur ein beiläufig, aber mit einem charmanten Lächeln ausgesprochenes Kompliment, das die Löwin durchaus ernst nehmen durfte.
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Emma Leblanc
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BeitragThema: Re: Dress to impress   Mo 17 Jul 2017 - 21:48

Fast hätte sie ein weiteres Mal aufgelacht, als er seine Antwort zu ihrem Kommentar aussprach und warf ihm anschließend einen Blick zu, der wohl nur zu deutlich klarmachte, dass er ihr in diesem Punkt nie etwas würde vormachen können. Bereits am Anfang des Schuljahres, als sie sich nach der langjährigen Distanz endlich wiedergesehen hatten, war schnell klar gewesen, dass sich beide zwar weiterentwickelt, doch grundlegend kaum verändert hatten und Emma konnte sich nur zu gut daran erinnern, wie sich Darios Ungeduld in seiner Kindheit stets gezeigt hatte. Sie selbst hatte glücklicherweise nie zu den Maßnahmen greifen müssen, sich von anderen etwas zu klauen, doch sie hätte Dario dafür auch nie verurteilt. Zwar waren sie quasi im selben Umfeld aufgewachsen, doch Emmas Mutter hatte schon immer ihr typisches Image der französischen Madame aufgelegt gehabt und dieses natürlich trotz des turbulenten Zirkuslebens so gut es eben möglich gewesen war, auf Emma übertragen. Was auch zur Folge gehabt hatte, dass die Löwin früh eine gewisse Bescheidenheit entwickelt hatte und sich im Gegensatz zu Dario sehr wohl als sparsam zeigen konnte. Ein Grund mehr, warum es ihr fast ein wenig unangenehm war, Granny Cosimas Galleonen nun mit sich herumzuschleppen und sich davon auch noch selbst etwas kaufen zu dürfen, doch das Vorhaben, sich einfach einen schönen Abend am Abschlussfest zu machen - und zudem Dario tatsächlich in geeignete Kleidung zu bekommen - musste sie wohl als Entschädigung genug dafür sehen, dass die Großmutter des Italieners ihre Garderobe finanzierte.
„Vielleicht ist gut! Vergiss' nicht, ich kenn deine dunkelsten Geheimnisse aus deiner Kindheit.“, scherzte sie weiter und schlug dabei einen fast schon verschwörerischen Tonfall an, ehe sie ihm grinsend zuzwinkerte und den Blick dann rasch wieder nach vorne auf die gewundene Straße richtete. Es war eigentlich ja nicht wirklich schwer, mit Dario so ungezwungen umzugehen, schließlich kannten sie sich ja praktisch wirklich in- und auswendig, doch sobald Emma in die Verlegenheit geriet, den Gryffindor etwas zu lange anzusehen, sodass sich gewisse Gedanken in ihrem Kopf breitmachen konnten, die sich nicht länger auf Freundschaft beschränkten, dann drohte die lockere Stimmung sehr rasch zu kippen. Aus diesem Grund konnte auch die Viertelfranzösin leider nur so tun, als wäre sie tatsächlich die Entspanntheit in Person, wenn sie mit ihrem Kindheitsfreund abhing und obwohl ein Teil ihres Herzens jedes Mal ein Stich des Bedauerns durchzuckte, wenn sie daran dachte, dass sie sich mit der Freundschaftsnummer nur lange genug selbst manipulieren musste, um die eigenen Gefühle für Dario zu unterdrücken, hatte sie für sich selbst eingesehen, dass dies wohl die beste Möglichkeit war, um mit der ganzen Sache umzugehen. Natürlich hätte sie auch alles auf eine Karte setzen und Dario ihre wahren Gefühle endlich klipp und klar auf den Tisch knallen können, doch jedes Mal, wenn sie sich überlegt hatte, wie die möglichen Konsequenzen davon aussehen könnten, dachte sie an die Zeit, in welcher sie sich nach ihrem ersten Kuss nicht einmal mehr ansehen konnten und allein die Gefahr, dass dies eventuell wieder passieren konnte, brachte die Löwin dazu, all die Gefühle eher runterzuschlucken, als Dario ein weiteres Mal zu verlieren. Egal, ob sie theoretisch das Potenzial hätten, ein Paar zu werden, sie wollte lieber die Gewissheit behalten, seine beste Freundin bleiben zu können.
Schließlich lenkte Emma das Thema auf das Abschlussfest und hatte eigentlich gar nicht daran gedacht, ob Dario dies in eine bestimmte Richtung auffassen könnte, da sie dieses Event ja lediglich aufgegriffen hatte, um in ihrer Mission, Dario geeignete Klamotten anzudrehen, einen Schritt in die richtige Richtung zu kommen. Weder hatte sie daran gedacht, ob er überhaupt vorgehabt hatte hinzugehen, noch ob er gar schon ein Date für besagten Abend hatte und erst als er sie so direkt fragte, ob Paul sie darum angebettelt hatte, mit ihm hinzugehen, kamen ihr all die anderen Aspekte in den Sinn, die - mit Ausnahme der Gewandung - mit dem Abschlussball einher gingen. Was wenn er eigentlich gar nicht hingehen wollte und sie ihm nicht nur die Kleidung, sondern überhaupt die Teilnahme am Fest andrehen musste? Vielleicht hätte sie zuvor überprüfen sollen, wie seine Absichten diesbezüglich waren bevor sie Cosima geantwortet hatte, schließlich brachte es doch nichts, ihm zwar neues Gewand zu kaufen, welches dann erst recht im Schrank hängen blieb, weil er gar nicht zum Fest ging. „Natürlich gehe ich hin, schließlich ist es ja mein erstes Jahr auf Hogwarts und da würde mich schon interessieren, wie hier die Abschlussfeiern so ablaufen.“, antwortete sie zunächst und warf ihm aus dem Augenwinkel einen Blick zu. „Und nein, Paul hat mich zwar gefragt, aber... ich hab ihm abgesagt.“, sprach sie weiter, wobei sich ihre Stimme nahezu automatisch ein wenig senkte. Es war ihr schon zu dem Zeitpunkt unangenehm gewesen, Paul einen Korb zu geben, da man dies ja normalerweise nur tat, wenn man bereits eine Verabredung hatte. In Emmas Fall jedoch hatte sie eher abgelehnt, weil ein Teil von ihr gehofft hatte - und wohl immer noch hoffte - dass Dario sie vielleicht noch fragen würde. Wohl wissend, dass wenn dies nicht passierte, sie ganz schön lächerlich dastehen würde, wenn sie letztlich allein zum Ball auftauchte, doch sie hatte ja auch nicht vorgehabt, Dario als ihr Date zu etablieren... Zumindest der Teil nicht, welcher fest entschlossen war, die ganze Geschichte weiterhin freundschaftlich zu handhaben. Der andere Teil hatte sich natürlich schon ganz andere Dinge ausgemalt, doch vielleicht würde sie ihn ja dazu überreden können, zum Ball zu kommen, wenn sie zusammen als Freunde gingen. Jedenfalls sofern er eigentlich nicht hätte kommen wollen und auch selbst noch keine Verabredung hatte. Der Gedanke, dass er bereits jemanden haben könnte, ließ sich Emmas Magen umdrehen, doch sie vertrieb diese Befürchtung, indem sie sich einzureden versuchte, dass er dann wohl doch mehr Wert auf seine Garderobe legen würde, wenn er tatsächlich ein Mädchen zu beeindrucken hatte. Oder schätzte sie ihn da falsch ein?
„Jedenfalls wollte ich mir den Druck eines Dates nicht machen... War immerhin ein turbulentes Jahr.“, fügte sie dann so beiläufig, wie es ihr nur irgendwie möglich war, hinzu und war darauf bedacht, Dario nicht anzusehen. Sie wollte nicht, dass er wusste, dass sie eigentlich darauf gehofft hatte, er würde sie vielleicht fragen, sondern wollte es um jeden Preis so aussehen lassen, als hätte sie die ganze Veranstaltung einfach nur als lockeren Abschluss für das Schuljahr eingeplant - und dass sie aber trotzdem noch ohne Begleiter war... Glücklicherweise erreichten sie nach ein paar Augenblicken das Dorf, was es deutlich einfacher machte, Dario nicht direkt ins Gesicht zu sehen und als er ihr schließlich versprach, ihr bei der Kleiderauswahl zu helfen, lächelte sie ihn nur flüchtig an, denn seine folgenden Worte drohten sie in Verlegenheit zu bringen. „Danke, aber zu viel Aufmerksamkeit wäre wohl auch übertrieben.“ Besonders wenn sie am Ende wirklich ohne Begleitung auftauchen musste. Ein wenig verlegen strich sie sich eine verirrte Haarsträhne zurück, die sich aus ihrem Zopf gelöst hatte und zwang sich, nicht weiter darüber nachzudenken, wie hoch die Chancen nun standen, dass Dario sie vielleicht fragen könnte, ob sie mit ihm zum Ball gehen würde. Du hast eine Mission hier! Granny Cosima zählt auf dich!, feuerte sie sich gedanklich an und bemühte sich um einen unbekümmerten Ausdruck. „Also zuerst die Arbeit oder das Vergnügen?“ Sollte wohl heißen, zuerst die Suche nach dem richtigen Kleid oder die Taschen mit Süßigkeiten vom Honigtopf vollstopfen? In jedem Fall müssten sie beides erledigen, also durfte sich Dario die Reihenfolge gerne aussuchen. Zumal er ja noch nicht wusste, dass die Arbeit auch beinhaltete, dass er sich etwas zum Anziehen finden musste.
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Dario de Luca
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BeitragThema: Re: Dress to impress   Mo 17 Jul 2017 - 23:44

Mit ihrem verschwörerischen Grinsen entlockte sie dem Italiener ein lockeres Lachen, wenngleich dieses auch nur seine Verlegenheit kaschieren sollte, so wusste die schöne Hexe doch deutlich mehr als nur die dunkelsten Kindheitsgeheimnisse von ihm. Sie wusste mehr als irgendeine andere Person auf diesem Planeten über ihn, wenn mein einmal von Cosima absah, welche durch ihre Legilimentik wirklich alles über ihren Enkel herausfinden konnte. Und doch gab es da eine Sache, die Emma nicht wusste, und von der Dario glaubte, dass er sie ihr nie sagen könnte, und zwar handelte es sich dabei um die Gefühle, die er für seine beste Freundin empfand. Zwar versuchte der Gryffindor sich einzureden, dass es gar nicht so schlimm war, die Viertelfranzösin nur aus der Ferne betrachten und nie als sein Mädchen bezeichnen zu können, solange sie noch beste Freunde waren, aber diese Momente, in denen sie ihm frech zuzwinkerte und ihr süßestes Lächeln zeigte, ließen durchaus in ihm Reue darüber aufsteigen, dass er zu feige war, einfach mal Klartext zu reden.

Sie würde also zum Abschlussfest gehen, und diese Tatsache änderte schlagartig Darios Entscheidung zu der Frage, ob er überhaupt hingehen würde. Hätte sie gesagt, sie würde nicht hingehen, wäre es bei ihm so geblieben, dass er ebenfalls nicht hingehen würde, doch ohne es beabsichtigt zu haben oder überhaupt davon zu wissen hatte Emma ihn soeben davon überzeugt, dass es vielleicht gar keine so schlechte Idee wäre, hin zu gehen. Die Aussicht, Emma nicht an Pauls Seite zu gehen, machte diese Entscheidung noch attraktiver, doch wenn es nicht Paul war, der sie ausführte, so war es vielleicht irgendein anderer. Die Frage danach, ob sie denn eine andere Begleitung hatte, brannte dem frechen Italiener schon unangenehm auf der Zunge, aber seine beste Freundin nahm ihm die Bürde, sie über seine Lippen kommen zu lassen, ab, indem sie erklärte, dass sie sich den Druck eines Dates nicht machen wollte.
"Oh", entfuhr es dem lockigen Löwen leise, fast schon enttäuscht, und als er dies bemerkte, zwang er sich zu einem schiefen Grinsen. Seine nächsten Worte schienen sie in Verlegenheit gebracht zu haben, jedenfalls ging sie nicht wirklich auf das Kompliment ein. Flüchtig trafen sich die Blicke, doch dann wurden sie wieder gen Boden gerichtet, worauf sich ein unangenehmes Schweigen zwischen den Freunden ankündigte. Zum Glück erreichten sie im nächsten Moment schon das Dorf.

"Naja, du weißt, dass man mich so etwas nicht fragen darf, da ich die Arbeit ganz weglassen würde - aber da es darum geht, dir ein schönes Kleid zu besorgen, sollten wir das zuerst erledigen", schlug er dann vor, als er stehen blieb und sich nach einem Bekleidungsgeschäft umsah. Gleichzeitig zog er sein Portemonnaie aus der hinteren Gesäßtasche, um einen Blick hinein zu werfen, doch der Anblick war eher ernüchternd. Nun, da er wusste, dass Emma zum Fest gehen würde, wollte er ebenfalls unbedingt hin, doch er konnte sie nicht in Jeans zum Tanz auffordern. Dummerweise hatte er gerade genug Geld für eine zufriedenstellende Ladung Süßkram, nicht jedoch für festliche Kleidung. Leicht verzog sich der Mund, als er das Portemonnaie wieder zurücksteckte, er sein sonnigstes Lächeln aufsetzte und einen Arm um Emmas Schultern schwang, um mit ihr den kleinen Laden "Frooncks fabulöse Fummel" anzusteuern. "Dann wollen wir mal!"

"Hallo, herzlich Willkommen!"
, kam es nasal von dem fabelhaft gekleideten Mann, dem dieses Geschäft wohl gehörte, "Mein Name ist Froonck! Sie wollen bestimmt was für das Abschlussfest, habe ich Recht?"
Dario nahm seinen Arm von Emmas Schultern und zeigte dann auf Emma, um von sich selbst abzulenken.
"Nah, es geht heute nur um die Lady. Kann mir keinen Anzug leisten", meinte er schulterzuckend und so gleichgültig, wie es nur ging, um nicht durchscheinen zu lassen, dass er es bereute, sie nicht begleiten zu können. Vielleicht sollte er Cosima einen Brief schreiben, in welchem er sie darum anbettelte, ihm seine früheren Fehler zu verzeihen und ihm ein letztes Mal Geld anzuvertrauen...
Der Verkäufer wandte sich sogleich der dunkelhaarigen Hexe zu, um eine Hand an ihren Rücken zu legen und sie tiefer in den Verkaufsraum zu führen.
"Oui oui" - er war offensichtlich Franzose und versuchte nicht einmal, seinen lächerlich groben Akzent zu verstecken - "Wie heißen Sie denn, meine Liebe? Ich sehe schon, Sie haben die perfekten Maße für mein Sortiment - für Sie habe ich eine riesige Auswahl."

Etwas unbeholfen blieb Dario wie angewurzelt stehen, da er nicht wusste, ob er mitkommen durfte oder nicht. Unsicher blickte er sich um, fuhr sich durch das Haar und erspähte schon ein paar Kleider an dekorativen Schaufensterpuppen, von denen er sich sicher war, dass sie Emma verdammt gut stehen würden.
"Was ist, Monsieur? Kommen Sie!", fauchte Froonck nun in Darios Richtung, worauf dieser aus seinen Tagträumen erwachte und den beiden tiefer in den Laden folgte, bis er in eine Art Showroom kam. Es gab einen kleinen beleuchtete Laufsteg, welcher in einen Umkleide-Bereich führte und vor welchem ein großes, bequemes Sofa stand. Dario war irritiert, schließlich hatte der Laden von außen nicht so groß gewirkt, als dass für so eine Spielerei Platz wäre, doch eigentlich sollte ihn in der Welt der Magie gar nichts mehr wundern. Es passte zum Stil des Franzosen, auf so überzogene Präsentationen zu stehen, also hinterfragte der Italiener es gar nicht mehr, sondern setzte sich kurzerhand einfach auf die Couch und beobachtete geduldig das Verkaufsgespräch. Sollte man ihn zu Rate ziehen wollen, würde er seinen Senf natürlich dazu geben, doch in erster Linie ging es hier um Emma.
"Also, Mademoiselle, haben Sie schon Vorstellungen, wonach Sie suchen? Soll es kurz oder lang sein? Welche Farbe möchten Sie tragen?"
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Emma Leblanc
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BeitragThema: Re: Dress to impress   Do 14 Sep 2017 - 19:38

War da ein leiser Hauch von Enttäuschung in seinem „Oh“ gelegen oder hatte sie sich dies nur eingebildet? Wenn ja, was hatte das denn zu bedeuten? War er enttäuscht, dass sie nicht mit Paul ging? Hatte er etwa tatsächlich schon eine andere Begleitung und wollte sie nicht alleine am Fest stehen sehen? Ein kurzer Anflug von Panik drohte Emmas Gesichtszüge entgleisen zu lassen, doch ermahnte sie sich in diesem Augenblick ein weiteres Mal, dass sie sich darüber später Gedanken machen konnte und erst einmal Cosimas Bitte auszuführen hatte. Dieses Vorhaben fungierte wie ein Mantra in Emmas Kopf und glücklicherweise erfüllte es auch seinen Zweck und lenkte sie rasch von den anderen Gedanken ab, welche sich nun mit jeder Sekunde mehr um das Abschlussfest drehten.

Gut, dass Hogsmeade sich nun vor ihnen ausbreitete und noch besser, dass Dario auch sofort mit gewohntem Humor auf ihre Frage, was sie zuerst erledigen sollten, einging und obwohl ihr Herz einen leichten Hüpfer andeutete, als der Arm des Gryffindors sich um ihre Schultern legte, konzentrierte sich Emma auf das vor ihnen liegende Geschäft und ohne weitere Peinlichkeiten traten sie ein. Darios Blick in seine Geldtasche war den aufmerksamen Augen der Viertelfranzösin jedoch nicht entgangen und sie glaubte, darin eventuell sogar eine Spur von Bedauern gesehen zu haben und wenn sie jene richtig einschätzte, wäre es vielleicht gar nicht so schwierig, Dario in einen Anzug zu bekommen. Vielleicht hatte Cosmia ja wirklich Recht gehabt und Emma beherrschte in dieser Hinsicht die ausreichende Überzeugungskraft. Immernoch verlor die Hexe jedoch kein Wort über den Brief von Darios Großmutter und musste sich ein Grinsen verkneifen, als der französische Besitzer Froonck ihnen entgegen trat und sogleich erriet, was die Schüler zu ihm führte.
„Ähm, dankeschön. Ich heiße Emma.“, antwortete die Gryffindor, als Froonck sich prompt ihrer annahm und sie ohne Umschweife in den hinteren Teil des Ladens führte. Auch Dario wurde etwas forsch angewiesen, mitzukommen und Emma war sich nicht sicher, ob sie den Besitzer des Ladens sympathisch oder suspekt finden sollte. Nunja, solange er ihnen keine knallpinken, rüschenbesetzten Kleider verkaufen wollte, wäre das schon einmal ein Gewinn. Und alleine während des flüchtigen Umblickens im Laden erkannte Emma, dass es doch einige ganz hübsche Sachen hier zu finden gab. Mit dem Showroom, inklusive Laufsteg im hinteren Bereich hatte allerdings auch die Löwin nicht gerechnet und sie kam nicht umhin, Froonck ein wenig ungläubig anzustarren, sodass sie seine Fragen nach ihren Vorstellungen erst gar nicht richtig realisierte.
„Äh... Also, nein - noch nicht so richtig. Vielleicht etwas langes in rot oder so?“ Hilfesuchend drehte sie sich zu Dario um, auch wenn dieser ihr hier wahrscheinlich kaum Unterstützung liefern könnte, doch scheinbar hatte sie die richtigen Einfälle genannt, denn sofort nickte Froonck und wedelte mit den Händen. „Ah oui! Eine sehr gute Wahl, rot wird Ihrem Teint sicherlich schmeicheln. Ich habe hier ein paar sagenhafte Stücke, Sie werden Ihren Augen nicht trauen!“, plapperte er drauf los und wieder drehte sich Emma zu ihrem besten Freund um und formte mit ihren Lippen lautlos die Worte „Na ob das kein Fehler war“, während der Franzose bereits von dannen gezogen war und innerhalb weniger Augenblicke wieder neben ihr auftauchte, den Arm voller roter Kleider in veschiedensten Stilen und Ausführungen.

„Wow...“, war das Einzige, das Emma dazu sagen konnte, ehe Froonck schon wieder die Stimme erhob und sie in die Umkleidekabine schubste. „Nur keine falsche Scheu, probieren Sie sie alle und präsentieren sich hier auf dem Laufsteg, bestimmt ist unter den Kleidern eines dabei, das Ihrem Begleiter den Atem rauben wird.“, wies er sie an und im nächsten Augenblick fand sich Emma in einer geräumigen Kabine mit etlichen Spiegeln wieder, auf den Armen gefühlte hundert Kleider haltend. Etwas unbeholfen hängte sie die Stoffe erst einmal auf und betrachtete sie, ehe sie sich nicht anders zu helfen wusste, als Frooncks Worten Folge zu leisten und sich abwechselnd ein Kleid nach dem anderen über zu ziehen und anschließend auf den Laufsteg hinaus zu treten, in der Hoffnung, Dario könnte ihr bei dieser Entscheidung nun wirklich helfen, waren die Gewandungen doch unglaublich unterschiedlich: Von rückenfrei, über Flügelärmel, mit langen Handschuhen, ausgestellten Taillen oder in A-Linie gerade nach unten, mit Beinschlitz oder asymmetrischen Mustern... Deutlich zu viel, um sich da noch festlegen zu können.
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Dario de Luca
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BeitragThema: Re: Dress to impress   So 8 Okt 2017 - 17:27

Schulterzuckend nickte Dario, als Emma ihre Präferenz bezüglich des Kleides geäußert hatte und ihn dann hilfesuchend ansah. Lang und rot. Auch, wenn der Italiener nicht wirklich eine Vorstellung davon hatte, wie Emma in langen Kleidern aussah, war er sich sehr sicher, dass rot als Farbe schon einmal die richtige Wahl war. Sofort erinnerte er sich an den Abend, an dem er sie geküsst hatte; auf der Party der Gryffindors hatte sie ebenfalls ein rotes Kleid getragen und einfach hinreißend ausgesehen. So hinreißend, dass er nicht an sich hatte halten können und ihr seine Lippen aufgedrückt hatte. Die Erinnerung an das rote Kleid bekam durch dieses Ereignis, welches den schlimmsten Streit in Darios Freundschaftshistorie eingeleitet hatte, eine unschöne Trübung, doch diese konnte nichts daran ändern, dass rot absolut Emmas Farbe war.
Froonck schien es genau so zu sehen, denn mit offensichtlicher Euphorie verschwand er kurz, um einen Stapel Kleider zu holen, auf welche Emmas Beschreibung zutraf. Die nonverbale Kommunikation seiner besten Freundin brachte Dario zum Schmunzeln, denn auch er hatte seine Zweifel, ob hinter diesem merkwürdigen Franzosen wirklich ein zuverlässiger und kompetenter Berater steckte. So, wie dieser herumwirbelte, wirkte er ganz wie jemand, der auf Kitsch stand, und eben solchen wollte Dario lieber nicht an Emma sehen. Sie würde zwar in allem wunderbar aussehen, doch er glaubte, dass sich die schöne Viertelfranzösin in Rüschen und Schleifchen nicht wohl fühlen würde.

Dann wurde die Modenschau eingeleitet. Froonck hatte sich neben den Italiener gesetzt und die Kleider kommentiert, wenn Emma in ihnen auf den Laufsteg getreten war, um sich zu präsentieren, während Dario ziemlich sprachlos da saß und den Blick kaum abwenden konnte. Lange Kleider standen ihr nicht nur, sie wirkten fast schon wie für sie gemacht. Erst beim dritten Kleid hatte der Gryffindor seine Stimme wiedergefunden, da Froonck ihm mit einem Stups in die Seite half, zur Besinnunng zu kommen.
"Was denken Sie, Monsieur?", säuselte er neugierig, als Emma als nächstes in einem eng geschnittenen Kleid mit Beinschlitz und langen Handschuhen auf dem Laufsteg stand. Ein toller Anblick, doch etwas daran störte den Sechstklässler.
"Hm... ich weiß nicht. Es ist irgendwie... zu viel", gab er dann heiser zu, wobei er sich unsicher an der Schläfe kratzte, "Es ist eine Schulveranstaltung, kein Casinoabend."
"Sie meinen, es ist zu sexy", korrigierte der französische Ladenbesitzer den Begleiter seiner Kundin, worauf Dario rot anlief und damit dem Kleid in seiner Farbe durchaus Konkurrenz machte.
"DAS habe ich nicht gesa-"
"Aber gemeint, Monsieur. Ich erkenne es, wenn Männer das denken", zwinkerte Froonck frech, worauf Dario beschämt eine Hand vor sein Gesicht klatschte und zögernd zwischen seine Finger durch lugte, um Emmas gefürchtete Reaktion auf diese Peinlichkeit zu beobachten. "Ihnen hat das Schulterfreie aber am besten gefallen, non? Ich meine das mit dem subtilen Muster im Stoff, wo Ihre Kinnlade runter geklappt ist..."
"Ist sie nicht", versuchte Dario knurrend seine Ehre zu verteidigen, während er sich wünschte, im Erdboden zu versinken. Wieso musste dieser Verkäufer so unverschämt direkt sein? "Aber ja, das ist bisher mein Favorit." Er überwand sich, Emma in die Augen zu sehen, um ihr seine persönliche Meinung mitzuteilen. "Also, ähm, wenn du mich fragst, sah das Kleid ohne Träger am besten aus. Wobei dir wirklich alles steht, aber -- äh...." Er redete sich um Kopf und Kragen und merkte, dass er wohl lieber nichts sagen sollte. "... Egal. Vergiss das. Du musst dich wohl fühlen in dem Kleid und ich hab keine Ahnung von Mode, also lass dich von mir nicht beirren."
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Emma Leblanc
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BeitragThema: Re: Dress to impress   So 15 Okt 2017 - 21:06

Es war so unglaublich seltsam in den verschiedensten Kleidern über diesen präparierten Laufsteg zu spazieren, dass Emma hoffte, sie würde bald das richtige Kleid finden, einfach um nicht länger so im Mittelpunkt stehen zu müssen. Frooncks Kommentare bezüglich der Kleider waren zwar hilfreich, doch Darios Schweigen dazu machte die Viertel-Französin doch ein wenig nervös. Vielleicht war das ganze wirklich keine gute Idee gewesen und mit jedem Kleid, das sie präsentierte, hatte sie das Gefühl, man würde ihr ihre Verzweiflung nun schon langsam ansehen. Manche Mädchen mochten ja dafür gemacht sein, sich auf Laufstegen zu bewegen, doch zu jenen gehörte die Gryffindor definitiv nicht. Nur gut, dass sie sich im hinteren Teil des Ladens befanden und nicht auch noch die Leute auf der Straße durch die Schaufenster reinglotzen konnten...
Das eng geschnittene Kleid mit Beinschlitz und dazugehörigen Handschuhen ließ ihre Wangen selbst so erröten, dass sie bereits wusste, sich damit niemals auf die Straße zu trauen. Und als würde Froonck sich über ihr Unbehagen amüsieren, musste er gerade jetzt Dario zu seiner Meinung auffordern, was bewirkte, dass auch er sich nicht mehr ganz wohl in seiner Haut zu fühlen schien. Trotzdem musste die Brünette ein wenig schmunzeln, als Dario sich die Hand vors Gesicht schlug und wollte fast schon vorschlagen, dass sie vielleicht lieber das nächste Kleid anprobieren sollte, als Froonck die Situation ein wenig „rettete“. Nunja, das mit der runtergeklappten Kinnlage war wiederum nicht sehr subtil, doch da Emma dies zuvor, als sie das besagte Kleid angehabt hatte, gar nicht richtig bemerkt hatte, musste sie nun sogar ein wenig lachen und hielt sich rasch die Hand vor den Mund, um Dario einen halbwegs entschuldigenden Blick zuzuwerfen. Auch wenn es dennoch ein klein wenig amüsant war, ihn, der sonst auf alles eine Antwort hatte, so um den heißen Brei herumreden zu sehen.

Allerdings kam seine Meinung ihr auch ganz gelegen, denn eigentlich war das trägerlose Kleid für sie auch bisher am angenehmsten gewesen und sie hatte unbewusst alle anderen, die sie danach angezogen hatte, mit jenem verglichen. „Vielleicht hast du doch mehr Ahnung, als du denkst.“, sagte sie mit einem frechen Zwinkern. „Mir hat das Trägerlose bisher auch am Besten gefallen.“, gab sie dann mit einem verlegenen Blick zu und sogleich klatschte Froonck in die Hände und sprang wieder auf. „Es ist ja auch wirklich ein wunderschönes Kleid! Sie haben guten Geschmack, Monsieur.“, verkündete er und grinste Dario schelmisch an, während Emma sich langsam wieder in die Umkleidekabine zurückzog. „Dann denke ich, werde ich es nehmen und diese... Sache hier beenden.“ Damit meinte sie natürlich die Modenschau und bedeutete Dario, dass sie gleich wieder da sein würde, ehe sie hinter dem Vorhang verschwand. Während sie sich umzog betrachtete sie das ausgewählte Kleid nochmals und musste unwillkürlich schmunzeln. Es war wirklich atemberaubend schön, da musste sie Granny Cosima unbedingt ein Foto und eine Dankeskarte schicken. Nun ging es aber noch darum, Dario in einen Anzug zu bekommen und während sie nun die restlichen Kleider über den Arm warf, überlegte sie, wie sie die Sache am Besten angehen sollte. Vielleicht würde er sich ja gar nicht quer stellen, wenn sie ihm einfach von Cosimas Brief erzählte? Unter der Voraussetzung, dass er nicht auch über den Laufsteg stolpern musste natürlich...

Schließlich kam sie wieder in normaler Kleidung aus der Kabine und Froonck nahm ihr sogleich die Kleider ab. „Dürfen es vielleicht noch passende Schuhe dazu sein?“, fragte er sie sogleich und Emma schüttelte den Kopf. „Nein vielen Dank, ich denke, meine eigenen werden da gut dazu passen.“, sprach sie und wandte sich schließlich zu Dario um. „So, ich denke, jetzt ist es an der Zeit ein Geständnis zu machen.“, verkündete sie grinsend und wusste genau, dass Froonck hinter ihr neugierig die Ohren spitzte. „Ich hab dich heute nicht nur als Berater hergeschleppt, sondern weil Granny Cosima mich gebeten hat - ich weiß, tut mir Leid, dass ich nichts gesagt habe, aber sie hat sich gewünscht, dass du auch in schicken Klamotten auf den Ball gehst und ich dachte mir, wenn du mir helfen darfst, ein Kleid zu finden, in dem ich soooo atemberaubend aussehe, willst du ja vielleicht auch einen Anzug haben.“, erklärte sie ihm mit scherzhaft unschuldiger Miene und zog dann den Brief aus der Tasche, um zu beweisen, dass sie die Wahrheit sagte. „Sei nicht sauer, okay? Aber ernsthaft, in Jeans und T-Shirt kannst du doch wirklich nicht dorthin gehen!“ Abwartend sah sie ihn an und zog eine gespielt entschuldigende Schnute, ehe sie ihn in die Seite stupste. „Ich kauf dir auch was vom Honigtopf!“, kam dann noch der letzte Trumpf und sie hoffte, dies würde als Überzeugung genügen.
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Dario de Luca
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BeitragThema: Re: Dress to impress   So 15 Okt 2017 - 22:49

Seine Gesichtsfarbe normalisierte sich, als Emma zugab, dass seine Meinung und ihre übereinstimmten, und tatsächlich verspürte er so etwas wie Stolz darüber, dass er sich intuitiv für etwas entschieden hatte, das auch ihr gefiel. Ein warmes Lächeln legte sich auf die Lippen des Italieners, als sich sein Blick und der seiner besten Freundin trafen, doch natürlich ruinierte der Verkäufer den Moment, indem er begeistert in die Hände klatschte und den Modegeschmack des Begleiters für gut befand.
"Merci", grinste Dario scherzhaft, als kleine Anspielung zu dem groben französischen Akzent des Älteren, und tatsächlich brachte dies ihn ein wenig zum Schmunzeln. Nun, vielleicht war dieser Froonck doch nicht so schlimm, wie der Sechstklässler erst gedacht hatte. Dario durfte sogar feststellen, dass man sich eigentlich ganz gut mit ihm unterhalten konnte, als Emma sich wieder in die Kabine zurückgezogen hatte, um ihre eigene Kleidung anzuziehen. Als sie wieder hinaus kam, stand Dario aufbruchbereit auf, doch wie er wenig später erfuhr, sollte es noch nicht zum Aufbruch kommen, denn offenbar hatte Granny Cosima dies alles eingefädelt, um ihn indirekt dazu zu bringen, sich wirklich mal um einen angemessenen Auftritt auf einem Schulball zu bemühen - was sie wahrscheinlich nur tat, weil sie sich vernünftige Fotos von ihrem Enkel erhoffte. Oder vielleicht auch, da sie um die Gefühle ihres Enkels wusste und ihm ein wenig auf die Sprünge helfen wollte. Wie es auch war, Dario nahm sich fest vor, Cosima einen dicken Knutsch für ihren Einsatz zu geben, denn ohne sie wären so einige Dinge zwischen ihm und Emma wohl schon aus dem Ruder gelaufen.
Nun klappte ihm wirklich die Kinnlade runter. Mit ungläubigem Blick sah er sich den Brief an, dann sah er wieder Emma an, welche ihn darum bat, nicht sauer zu werden, und dann musste er breit grinsen. Am liebsten wäre er jubelnd in die Luft gesprungen, da er nun doch die Gelegenheit hatte, Emma in einem vorzeigbaren Outfit auf dem Ball um einen Tanz zu bitten, obwohl er diese Hoffnung aufgrund seiner miesen finanziellen Situation schon aufgegeben hatte. Er wusste nicht, was er sich möglicherweise davon erhoffte, aber das war in diesem Moment auch nicht wichtig. Er hatte einen Abend, um sich Emma von einer völlig neuen Seite zu präsentieren, und vielleicht wäre das ja sein Ticket, um es aus der Friendzone zu schaffen.

Er war nicht böse auf sie, lediglich ein bisschen überrumpelt, aber auf eine sehr positive Art und Weise. Fröhlich fiel er ihr um den Hals, um sie in eine herzliche Umarmung zu ziehen, welche vielleicht ein bisschen zu fest war.
"Ich bin nicht sauer. Ich bin begeistert", lachte er fröhlich, worauf er sie wieder losließ, die Hände allerdings auf ihren Schultern ließ und ihr mit einem frechen Glanz in den Augen ins Gesicht schaute. "Ich bin eigentlich nicht der Typ für solche Veranstaltungen, aber in diesem Schuljahr habe ich einen guten Grund, hinzugehen. Ich habe nämlich meine beste Freundin wieder und diese hat noch kein Date für den Ball, weshalb ich als Retter in der Not agieren wollte, damit du in deinem wundervollen Kleid nicht mit Paul oder so tanzen musst." Theatralisch, als wäre dies eine überaus edle und aufopferungsvolle Geste von ihm, legte er seinen Handrücken an seine Stirn und verdrehte die Augen, worauf er ihr lachend zuzwinkerte. Und doch war etwas an seinem Lachen anders. Es wirkte unsicher, fast schon schüchtern, was wohl daran lag, dass er sich selbst ein wenig zusammen nehmen musste, um Emma um ein Date für den Abschlussball zu bitten. Um seine Ernsthaftigkeit zu unterstreichen, riss er sich sogar zusammen und bemühte sich um einen glaubwürdigeren Gesichtsausdruck. "Nein, ehrlich. Ich hab es wirklich irgendwie bedauert, dass ich nicht hin kann, weil ich keinen Anzug habe, denn dies ist der erste Ball seit unserem Wiedersehen, dein erster Ball hier in Hogwarts. Ich wäre gern dabei, wenn du überhaupt Lust hast, mich als deinen Begleiter an deinem Rockzipfel zu haben." Er kam sich ein wenig albern vor, nun, da er diese Einladung ausgesprochen hatte, schließlich wäre es nicht so ein Date wie man es eigentlich von solchen Bällen erwartete. Sie waren beste Freunde, das wusste er, aber in Dario existierte nun mal der leise Wunsch, daran etwas zu ändern. "...Und nun kann ich wenigstens zum Ball gehen, egal, mit wem du letztendlich tanzt. Ich will mich dir ja auch nicht aufzwingen. Also wenn du nicht mit mir hin willst, ist das natürlich auch okay." Unsicher kratzte er sich am Hinterkopf. "Willst du mir beim Aussuchen des Anzugs helfen oder willst du dich überraschen lassen?"
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Emma Leblanc
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BeitragThema: Re: Dress to impress   So 15 Okt 2017 - 23:16

Die Viertel-Französin war natürlich darauf vorbereitet gewesen, dass Dario sie erst einmal mit entgleistem Gesichtsausdruck ansehen würde, nachdem sie ihm den wahren Grund eröffnet hatte, weshalb er sie heute begleiten musste, doch sie hoffte irgendwie doch darauf, dass er nicht stöhnend die Augen verdrehen würde und ihr mit einem Kopfschütteln beteuern würde, dass er eigentlich weder Lust auf den Ball noch auf einen Anzug hatte. Und nachdem er einen Blick auf Cosimas Brief geworfen hatte, sich anschließend ein Grinsen auf seinen Lippen wiederfand und er ihr dann auch noch um den Hals fiel, war es Emma, die jene Umarmung zunächst etwas verblüfft erwiderte. Sie hatte wahrlich nicht damit gerechnet, dass er ihr tatsächlich mit so aufrichtiger Begeisterung entgegen kommen würde, vor allem wo Cosima doch in ihrem Brief so geklungen hatte, als wäre die Aufgabe, Dario in einen Anzug zu bekommen, keine, die sich sonderlich leicht erledigen ließ. Scheinbar war dies jedoch ein Irrtum gewesen und so legte sich ein unwillkürliches Strahlen auf Emmas Gesicht, während sie Darios Erklärung lauschte, weswegen er dieses Jahr einen guten Grund hatte, auf den Ball zu gehen. Und jene Begründung ließ ihre Augenbrauen überrascht nach oben schnellen und trotz der Tatsache, dass seine gespielt theatralische Aufopferung, praktisch nur wegen ihr auf den Ball zu gehen, sie erneut zum lachen brachte, kam sie nicht umhin, eine unbändige Freude zu verspüren. Sie hatte sich selbst so gewünscht, mit ihm hinzugehen, ganz egal ob sie es als Freunde taten oder sich auf der Veranstaltung etwas zwischen ihnen verändern könnte, doch ihr gesamtes letztes Jahr hatte sich eigentlich um ihn gedreht. Mit Höhen und Tiefen, weswegen es einfach nicht richtig gewesen wäre, ohne ihn zum Abschlussball zu gehen.
Emmas Wangen waren ein wenig rot geworden, denn eine sanfte Verlegenheit hatte sich auch in ihr Lachen geschlichen, doch als ihr bester Freund meinte, dass es okay wäre, wenn sie nicht mit ihm zum Ball gehen wollte, zog sie ihn nun ihrerseits nochmals in eine feste Umarmung und drückte ihm einen Kuss auf die Wange. „Du Verrückter! Natürlich will ich mit dir zum Ball gehen, ich könnte mir keinen besseren Begleiter vorstellen.“, erwiderte sie immer noch lachend und ließ ihn anschließend ebenfalls wieder los, um ihm mit strahlenden Augen zuzuzwinkern. „Wenn du meine Meinung hören möchtest, helfe ich dir gerne, wobei ich auch sicher bin, dass auf Froonck diesbezüglich bestimmt Verlass ist.“ Dabei drehte sie sich in Richtung des Ladenbesitzers um, welcher über beide Ohren grinste. „Oui, wir finden da bestimmt etwas, womit Sie nur teilweise im Schatten ihrer Begleiterin stehen.“ Emma lachte auf diesen Scherz hin und trat einen Schritt zurück. „Da ich dich noch nie im Anzug gesehen habe, wäre es natürlich auch interessant, mich überraschen zu lassen.“, sagte sie grinsend, während sie Dario einmal von oben bis unten musterte. Auch wenn sie sich ungefähr vorstellen könnte, wie feinere Kleidung an ihm aussehen könnte, wäre es wohl dennoch ein ziemlich ungewohnter Anblick. Natürlich im positiven Sinne.

„Ich kann dich ja mal in Frooncks Obhut übergeben und wenn du ganz verzweifelst, rufst du mich, okay?“, schlug sie lachend vor und wuschelte Dario einmal durch die Haare, ehe sie Froonck zunickte und dieser wuselte sogleich an ihnen vorbei. „Na dann folgen Sie mir mal, Monsieur!“, wies er den Gryffindor dabei an und begann bereits über Anzüge zu plappern. Emma grinste glücklich und zwinkerte Dario nochmals zu, ehe sie sich selbst noch ein wenig im Geschäft umsah. Blieb zu hoffen, dass Froonck Dario nicht die Lust am Ball wieder verdarb, weil er ihn mit Rüschenhemden überfiel. Andererseits hatte er bei der Kleiderauswahl für Emma recht schöne Beispiele geliefert, also würde er für Dario bestimmt auch etwas passendes finden.
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BeitragThema: Re: Dress to impress   Mo 16 Okt 2017 - 19:31

Es war nun wirklich nicht leicht, Dario in Verlegenheit zu bringen oder gar erröten zu lassen, doch als sie ihn in eine wärmende Umarmung zog und ihm sogar noch einen Kuss auf die Wange ging, war Emma offiziell beides gelungen. Ein breites Grinsen legte sich auf die Lippen des Italieners, als sie sogar behauptete, sich keinen besseren Begleiter vorstellen zu können, wenngleich er auch das Gefühl im Hinterkopf hatte, dass sie diese Bemerkung nicht wirklich so meinte, wie er sie gern verstanden hätte. Er versuchte, sich nicht allzu große Hoffnungen zu machen, indem er sich einredete, dass dies nur eine höfliche Floskel sei, während ihn das Kribbeln, das ihre Lippen auf seiner Wange hinterlassen hatten, das Gegenteil hoffen ließ. Dieser Abend war vielleicht die einmalige Chance ihr mal einen anderen Dario zu zeigen und sie damit aus den Socken zu hauen. An seinem Outfit durfte es also absolut nicht scheitern.
"Gut, dann überrasche ich dich und rufe dich, sollte ich mich bei der Entscheidung schwer tun. Aber mit Froonck als Berater werde ich bestimmt was finden", zwinkerte er frech, da er glaubte, dass der Überraschungseffekt dann größer wäre, und auch Froonck schien von dieser Entscheidung begeistert zu sein, da er schon wieder in die Hände klatschte und mit einem hohen Kichern in den Raum verschwand, aus welchem er auch die zahlreichen Kleider für Emma geholt hatte. Es würde schwer werden, etwas zu finden, mit dem Dario neben Emma noch irgendwie herausstechen könnte, doch ihm war es ohnehin nicht wichtig, die große Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Diese hatte er dank der Schönheit an seiner Seite ohnehin schon sicher.

Wenige Augenblicke später stand der Sechstklässler in der geräumigen Umkleidekabine und zog sich einen Anzug nach dem nächsten an. Ein grauen, ein dunkelroter und ein schwarzer waren dabei, und bei allen war Dario überrascht darüber, wie erwachsen er doch auf einmal geworden war. Nun, dass er kein kleiner Junge mehr war, wusste er schon seit seinem ersten Bartwuchs, aber in diesen perfekt sitzenden Anzügen kam er sich wirklich wie ein verantwortungsbewusster Erwachsener vor, der alles unter Kontrolle hatte. Und obwohl er eigentlich eher die Ansichten Peter Pans vertrat, fühlte er sich in dieser Rolle ziemlich wohl. Ein selbstsicheres Lächeln legte sich auf seine Lippen, als er sich im Spiegel betrachtete. Der letzte Anzug, ein schwarzer Einreiher mit seidenem Reverskragen, welcher er zu einer roten Weste, einem weißen Hemd und einer schwarzen Krawatte kombinierte, schmiegte sich in diesem Augenblick an seinen Körper, und fragend sah er zu Froonck, welcher den Jugendlichen mit einem fast schon verliebten Blick ansah und leise seufzte.
"Magnifique", sang er, "Der ist es, meinen Sie nicht auch, Monsieur? Oh warten Sie!" Kurz verschwand er, um wenig später mit Accessoired wie einem roten Anstecktuch, einem Ledergürtel, hochwertigen Schuhen und einer edlen Armbanduhr zurück zu kommen. Und obwohl Dario schon längst von diesem Outfit überzeugt gewesen war, verstärkte sich dieses Gefühl sogar noch, als er ihn um die liebevollen Details ergänzte. So konnte er Emma zum Ball begleiten ohne sie zu blamieren. Noch nie hatte er sich so sehr auf eine Tanzveranstaltung gefreut.
"Ja, der ist es", stimmte er nun zu, als er das Sakko mit einer Hand schloss und sich leicht drehte, um sich aus einem anderen Winkel im Spiegel zu betrachten.

In seiner eigenen Kleidung verließ er schließlich die Umkleide, während Froonck noch einmal verschwunden war, um die Garderoben seiner Kunden geschmackvoll zu verpacken.
"Ich denke, ich habe was ganz Gutes gefunden", zwinkerte er frech, als er wieder zu seiner besten Freundin stieß. Noch immer lag dieses breite Grinsen in seinem Gesicht, und er konnte nichts dagegen unternehmen, schließlich hatte er sich endlich überwunden und Emma um ein Date für den Ball gebeten. Und sie hatte Ja gesagt! Am liebsten wäre er zu Chase gerannt, um es ihm zu erzählen, doch das musste warten.
"So, dann sollten wir mal bezahlen und uns mit Süßigkeiten vom Honigtopf belohnen, was?"
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BeitragThema: Re: Dress to impress   Mi 18 Okt 2017 - 23:43

Während Dario schließlich mit Froonck auf die Suche nach dem perfekten Anzug ging, schlenderte Emma noch ein wenig durch den eigentlich von außen recht unscheinbaren Laden. Es gab einige schöne Sachen hier drinnen, von denen sie sich vornahm, sie zu irgendeinem anderen Zeitpunkt einmal zu probieren. Doch dann würde sie Dario wahrscheinlich eher nicht zum Mitgehen überreden, schließlich sollte sich er auch nicht langweilen, während sie nach Klamotten shoppte. Dennoch war die Viertel-Französin sehr zufrieden mit sich, denn sie hatte es nicht nur geschafft, Dario davon zu überzeugen, dass er sich doch einen neuen Anzug kaufen sollte, nein, er hatte sich sogar richtig darüber gefreut. Gleichzeitig spürte Emma, wie es in ihrer Magengegend kribbelte, als sie daran dachte, dass er sie tatsächlich als sein Date für den Abschlussball haben wollte. Natürlich versuchte sie sich einzureden, dass jener Abend trotzdem ganz platonisch ablaufen würde, doch alleine die Tatsache, Dario nicht die ganze Zeit mit einem anderen Mädchen sehen zu müssen und sich selbst nicht mit irgendeinem anderen Begleiter zu langweilen, war dies wert. Auch wenn die leise Hoffnung der Gryffindor, dass sich vielleicht doch noch irgendwann etwas zwischen ihnen verändern würde, nicht locker ließ und Emma einzureden versuchte, dass doch der Ball die ideale Gelegenheit wäre, um in diese Richtung etwas zu unternehmen. Nunja, wahrscheinlich wären da schon ein paar Hilfsmittel notwendig - so von wegen ein bisschen illegal in den Punsch gezauberter Alkohol - denn schließlich wollte sie ihre Freundschaft nicht nochmals auf dieselbe Weise aufs Spiel setzen, wie es damals nach dem ersten Kuss passiert war.

Mit ihren Gedanken bereits ganz woanders steckend, als bei den Kleidungsstücken, welche Emma scheinbar nachdenklich betrachtete, zuckte sie leicht zusammen, als Darios Stimme sie erreichte. Sogleich drehte sie sich lächelnd zu ihm um und zwinkerte ihm zu: „Das werde ich ja dann beim Ball kritisieren können.“, scherzte sie obwohl sie sich sicher war, dass ihr bester Freund mit Frooncks Hilfe bestimmt einen sehr schönen Anzug gefunden hatte. Schmunzelnd gingen die beiden schließlich zum Kassatisch, wo Froonck die jeweiligen Kleidungsstücke bereits sauber verpackt hatte und nachdem sie mit Granny Cosimas Geld bezahlt hatten, verließen sie zusammen das Geschäft. „Die Belohnung haben wir uns ja auch redlich verdient!“, erwiderte Emma dabei und kaum war dieses Vorhaben beschlossen, lenkten die Gryffindors ihre Schritte auch prompt in Richtung des beliebten Süßigkeitenladens. Von seltsamer Stimmung konnte nun kaum mehr die Rede sein, denn beide freuten sich wohl gleichermaßen darauf, mit dem jeweils anderen zum Ball zu gehen.

ENDE
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