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 Gentlemen unter sich

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Zachary Jones
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BeitragThema: Gentlemen unter sich   So 7 Mai 2017 - 20:09

GENTLEMEN UNTER SICH

Zachary Jones + Elliott Smethwyk | Samstag, 23.05.2015, abends | Restaurant 'Die Galerie', Zentral London | Schicksal: nein | Privat

_______________________________________________________

"Heute geschlossene Gesellschaft", sagte das Schild auf vor dem teuren Restaurant im Herzen Londons, dessen große Fenster verschleiert waren und daher keinen Einblick in das Innere zuließen. Ein junges Paar seufzte leise, als es das Schild sah, war es doch Samstagabend und daher der perfekte Tag, um auszugehen, nur leider war das angesagte Nobelrestaurant geschlossen, da jemand wohl eine Feier in diesem feierte. Es war ein Wunder, dass sich dies überhaupt jemand leisten konnte, denn die Gerichte, die in der Galerie angeboten wurden, waren nicht gerade preiswert - die Räumlichkeiten zu mieten würde daher preislich wohl außerhalb der Vorstellungen des jungen Paares liegen. Aber gut, wer auch immer so viel Geld hatte, er schien eine ziemlich leise Party zu feiern, denn nach außen Drang kein Geräusch, kein Mucks. Zumindest so etwas wie Musik hätte man erwartet, aber wohl war diese Gesellschaft eher von der ruhigen Sorte. Enttäuscht zog das Paar ab, um sich auf die Suche nach einer Alternative zu machen.

Dass es so ruhig im Inneren des hellen, modern eingerichteten Restaurants war, hatte den einfachen Grund, das in diesem keine Party gefeiert wurde, sondern eine Verhandlung stattfinden sollte. Zachary Jones war ein gesuchter Verbrecher und hatte daher nicht viele Möglichkeiten, Personen in der Öffentlichkeit für Verhandlungen zu treffen, weshalb er in solchen Fällen eben ein wenig tiefer in die Tasche greifen musste, um gewisse Örtlichkeiten komplett für sich und seine Zwecke beanspruchen konnte. Und bei dieser Location war dieser Griff wirklich verdammt tief gegangen. Wäre diese Verhandlung nicht so wichtig, hätte er ein günstigeres Restaurant ausgesucht, aber es war wichtig, dass sich sein Geschäftspartner wohl fühlte, damit es überhaupt zu dem angetrebten Deal kommen würde.
Der dunkelhaarige Brite wirkte wie immer seriös, trug einen dunkelblauen Business-Anzug zu einem hellblauen Hemd, dazu eine passende Krawatte. Das Haar war ordentlich zurückgekämmt, der Bart gestutzt, die Schuhe poliert. Und geduldig saß er an dem weißen Tisch auf einem weißen Tisch in dem Lokal, welches bis zur hohen Decke eigentlich komplett weiß war. Lediglich die großformatigen Leinwände an den Wänden waren mit abstrakten Motiven bemalt, welche farblich jeweils zueinander passten und eine stimmige, harmonische Atmosphäre kreierten.
Geduldig lag sein Blick auf dem Mann mit dem Sack über dem Kopf, welchen er hatte herholen lassen, dann huschten die blauen Augen zu der markanten Armbanduhr an seinem Handgelenk, welche ihm verriet, dass das Narkotikum, welches man auf den Jutebeutel geträufelt hatte, damit der Gast einschlief und sich nicht wehte, jeden Moment seine Wirkung verlieren würde. Tatsächlich rührte sich der Zauberstabhersteller, bald schon, und Zachary wies einer seiner Anhänger mit einem Nicken dazu an, dass sie ihm den Sack von dem Kopf ziehen dürfe. Kurzerhand tat sie dies, und der Giftmischer schenkte seinem Gast ein charmantes Lächeln, während dieser langsam zu sich kam.

"Guten Abend, Mister Smethwyk", kam es ruhig und kühl von ihm, während er gelassen auf seinem Stuhl saß. Er wartete bewusst ein paar Momente, um dem eben Erwachten Zeit zu geben, zu realisieren, wer vor ihm saß. "Ich denke nicht, dass ich mich vorstellen muss. Ich hoffe, Sie haben Hunger - denn beim Essen lassen sich wichtige Gespräche deutlich leichter führen." Ein schiefes, triumphierendes Grinsen lag auf seinen Lippen, und seine Augen lagen fest auf seinem Gast, dessen Unterstützung er sich erhoffte. Er hatte gehört, dass er der Freund oder zumindest die Affäre von Natascha Romanova war, und da er mit der Frau, die ihn verhaftet hatte, noch Pläne hatte, brauchte er den Zauberstabhersteller, um an sie heran zu kommen. Zachary wusste nicht, wie der andere Brite zu der Russin stand, er hoffte jedoch, dass die Beziehung ohnehin angeknackst war, damit er das Paradies mit den heißen Neuigkeiten, die er gehört hatte, zum Einsturz bringen könnte und er auf die richtige Seite wechselte. "Versuchen Sie bloß nicht, wegzurennen. Das würden Sie nicht überleben." Die sechs Personen, die um den Tisch herumstanden - alles Lakaien des Giftmischers - regten sich alle einmal kurz, um auf sich aufmerksam zu machen. Jack ließ hörbar ein paar Knochen knacken und sah Elliott kampfbereit an. "Lassen Sie sich auf ein Gespräch mit mir ein, und Ihnen wird nichts passieren."

Ein Kellner im weißen Anzug, welcher diese Szene zwar merkwürdig fand, jedoch diskret mit der ganzen Situation umging, kam zum Tisch und legte den Herren elegant jeweils eine Karte hin.
"Kann ich den Herren schon etwas zu trinken bringen?"
"Für mich einen schottischen Single Malt Whisky, mindestens 14 Jahre alt", kam es souverän von dem Todesser, worauf er Elliott abwartend ansah, "Nur keine Scheu - die Rechnung wird auf mich gehen... und die Verhaftungsaktion Ihrer kleinen Freundin hat nichts an der Tatsache geändert, dass ich genug Geld habe, um diesen Laden gleich dreimal zu kaufen." Wieder grinste er einschüchternd, dann sank sein Blick auf die Karte, damit er sich ein Gericht aussuchen konnte.
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Elliott Smendrik Arcanus
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BeitragThema: Re: Gentlemen unter sich   Di 16 Mai 2017 - 1:40

Er blinzelte. Deutlicher jedoch wurde das Bild vor ihm jedoch noch nicht. Die Haltung des Zauberstabherstellers war nicht wie gewohnt aufrecht, was wohl daran lag, dass man ihn übervorteilt hatte. Wie es genau zu diesem Desaster hatte kommen können? Nun, manche Dinge passierten eben einfach und nicht immer war man sich darüber im klaren, dass Gewisse Handlungen entsprechende Reaktionen hervorriefen. So hatte sich also der Zauberer letztlich mit dem Kopf in einem Jutesack wiedergefunden. Im übrigen war er ziemlich kratzig und erinnerte mehr an einen Sack wie jene früher die Müller benutzt hätten und nicht etwa an einen etwas Tweed ähnlicheren. Wie dem auch sei, jetzt war er hier und fühlte sich gelähmt. Die Gedanken noch immer betäubt und die Haltung unter aller Sau.

Er stöhnte auf, als er endlich wieder etwas mehr zu sich kam – und er hätte ein ebenbürtiger Darsteller für Christy-Brown sein können, hätte er nur gewusst, dass es einen Mann wie ihn gab. Er sah sein Gegenüber nicht einmal an, doch ein schier prähistorisch wirkender Laut drang aus den Tiefen seiner Kehle, wurde irgendwo schon in der Brust gebildet, ehe dieser Laut über seine Lippen drang. Schrecklich und durchdringend konnte man dieses Geräusch wahrnehmen, ehe Elliott unwillkürlich einen Kopf zur Seite kippte, diesen letztlich dann aber zwischen den Schultern einsinken ließ. Die Miene war noch immer durch das Betäubungsmittel nicht ganz Betriebs tauglich, so war es wenig verwunderlich, dass er eine Grimasse schnitt die furchterregend aussah, grotesk.

Es dauerte noch einen Moment nachdem man ihm diesen Sack abgenommen hatte, bis er nicht nur wach war, sondern auch Gesichtsmuskeln und Körperhaltung wieder kontrollieren konnte. Und passend dazu begann der smarte Mann, der hierher zu gehören schien, zu sprechen. Dieser Mann. Mehrfach blinzelte der Zauberstabhersteller und versuchte sich über das Gesicht zu wischen, den Speichel aus dem Mundwinkel zu entfernen, der durch das Narkotikum - oder was auch immer es gewesen war – leicht angetrocknet in seinem Mundwinkel klebte. Immer deutlicher wurden die Konturen und er bemerkte deutlich, dass er nicht alleine war. Nicht alleine bedeutete in diesem Fall aber nicht, dass er und der Mann hier waren, sondern eine ganze Horde ihm Fremder waren hier versammelt.

Das konnte ja nur heiter werden. Ein Junggesellenabschied schien es ja nicht zu sein – schließlich heiratete der Brite nicht - und sein Geburtstag war noch fern. Was also in Merlins Namen ging hier vor. „Weg rennen mit Kürbispudding in den Beinen scheint mir auch nicht sonderlich kreativ zu sein um sein Leben auszuhauchen,“ knurrte er unwirsch, blieb aber sitzen. Was hatte der andere gesagt? Essen? Wichtige Gespräche? Also nach einem Date fühlte es sich irgendwie auch nicht an. Wurde also ebenfalls von der imaginären Liste gestrichen. Und Weasleys Scherzartikel schienen auch nicht zu diesem Anlass verteilt worden zu sein. Scheiße. „Ich sag ihnen mal was,“ murmelte der dunkelhaarige Kerl, der wie sooft einen hellgraumeliert und dezent karierten Anzug trug, an den anderen gewandt. Seine Hand tastete nach dem Zylinder, der scheinbar verloren gegangen war.

Auch der Gehstock war nicht in seiner Hand. Verdammter Hippogreifmist. „Ich würde ja gerne mit ihnen reden,“ er fuhr mit der Zungenspitze über seine spröden Lippen, ehe er weiter sprach. „Doch habe ich meine Prinzipien. Ich höre zu, wenn hier so viele stehen und mich belauschen könnten. Nennen sie es paranoid. Aber egal was sie von mir wollen, diese,“ er schnippste zwei, drei mal. „Lackknuddelmuffs, ja, bringen mich dazu keine Frage zu beantworten.“ Seine Arme verschränkte er vor der Brust. Der Kellner kam und wollte die Bestellung aufnehmen, doch das einzige was man als Reaktion seitens des Zauberholzkünstlers werten konnte, war das heben einer Schulter. Er war ziemlich scheiße behandelt worden, und solang diese Schimpansen hier noch um ihn herum standen und gafften würde er sich lediglich so verständigen. Sollte der Kerl doch bestellen was er wollte. Kooperativ würde Elliott erst werden, sobald sie in einer face-to-face Situation waren.
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Zachary Jones
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BeitragThema: Re: Gentlemen unter sich   Di 16 Mai 2017 - 20:25

Langsam wurde der andere wach, und dieser Prozess schien sich nur noch zu beschleunigen, als er realisierte, wer da vor ihm saß. Beide Männer sahen so aus, als könnten sie befreundete Arbeitskollegen sein, wirkten sie doch in ihrem Kleidungsstil irgendwie stimmig - doch leider war dieses Treffen keineswegs freundschaftlichen Natur, wie man bei genauerem Hinsehen an der ernsten Miene des Zauberstabherstellers erkennen könnte. Schmunzelnd beobachtete Zachary, wie der andere Brite nach seinem Zylinder tasten wollte, welcher wohl irgendwie so etwas wie sein Markenzeichen war.
"Keine Sorge, Ihre Kopfbedeckung ist in Ihrer Wohnung. Ich verstehe jedoch nicht, wieso Sie diesen vermissen, schließlich sollten Sie als Mann mit Stil wissen, dass Kopfbedeckungen in geschlossenen Räumen ohnehin nichts auf dem Kopf eines Herren verloren haben", kam es kühl von Zachary, welcher sich kurz darauf schon die Forderung seines Gastes anhören durfte.

Eine Berechtigte Forderung, auch wenn es Zachary lieber gewesen wäre, wenn seine Leute hier blieben, schließlich wusste er nicht, was der Zauberstabhersteller magisch so auf dem Kasten hatte. Dessen Zauberstab hatte Jack zwar beim Zylinder gelassen, doch wie Zachary wusste, waren Stäbe nicht immer nötig, um gefährliche Magie zu wirken. Die Personen, die noch im Kreis um den Tisch formiert waren und konzentriert das Geschehen in der Mitte verfolgten, waren eine Absicherung, damit Zachary selbst unversehrt aus dieser Verhandlung rausgehen konnte. Er selbst hatte zwar nicht vor, dass es zu einem Duell oder einer ähnlichen Eskalation kommt, aber er kannte Mister Smethwyk nicht gut genug, um bei ihm von derselben Position auszugehen.
Alle blickten den smarten Giftmischer an, die gesamte Aufmerksamkeit im Raum schien auf ihm zu liegen, sogar die des Kellners, welcher noch darauf wartete, dass der Zauberstabhersteller ein Getränk bestellte, vergeblich jedoch, da Elliott seine Drohung, keine Frage zu beantworten, sogar schon bei der Aufgabe einer Bestellung in die Tat umsetzte.
Langsam glitten die Augen des entflohenen Häftlings zu dem dunkelhäutigen Barkeeper, worauf er diesem ein subtiles Nicken andeutete. Jack pfiff dann einmal laut durch die Zähne. Ein hoher Ton, der von den weißen Wänden in Form eines Halls zurückgeworfen wurde.
"Alles klar, Leute, lasst die Gentlemen unter sich. Abmarsch." Seine Stimme klang ungewohnt hart, wenn man ihn nur als den freundlichen und lustigen Barmann aus dem Rabbit's Hat kannte, aber es passte zu seiner Rolle in diesem Moment. Er hatte für die ganze Entführungsaktion die Leitung übernommen, und bisher war er sehr erfolgreich gewesen. Ab hier ging es für die Handlanger-Truppe jedoch nicht weiter. Zachary musste den weiteren Pfad allein bestreiten, und er hoffte, dass sich Mister Smethwyk auf ihn einließ.

Nachdem die Zuschauer den Raum verlassen hatten, verblieben in diesem nur noch der Gast, der Gastgeber und der Kellner, welcher es wirklich grandios schaffte, sich seine Verwirrung nicht anmerken zu lassen. Hätte er nicht so viel Angst vor den Dingen, die hier geschahen, hätte er wohl die Polizei gerufen, doch selbst wenn er den Mut hätte, wäre es wohl kaum möglich. Er hatte vorhin irgendeine irre Blondine an der Telefonbox des Restaurants rumspielen sehen, worauf diese mit einer kleinen Explosion in die Luft gegangen war. Außerdem waren alle Handys des Personals eingesammelt worden - es gab also keine Möglichkeit, Hilfe von der Außenwelt zu bekommen. Aber gut, man hatte ihm versprochen, dass ihm und seinen Kollegen nichts passieren würde, wenn sie einfach nur ihren Job machten, wie man es von ihnen wohl erwarten durfte, schließlich bezahlte Jones eine riesige Stange Geld für einen professionellen Service.
"Nun gut, ich denke, da meine Überraschung Sie wohl ziemlich überrumpelt hat, bin ich es Ihnen schuldig, diesen Kompromiss einzugehen. So sind es nur noch Zwei." Ein gefährliches Glitzern tauchte in seinen Augen auf, während sich sein Kopf ein wenig nach unten neigte. Der Blick folgte dieser Richtung, lag nun wieder auf der Karte des Restaurants, während er weiter sprach. "Ich hoffe, Sie fühlen sich nun wohler." Hm, das Rib-Eye-Steak klang doch vielversprechend. Und als Vorspeise vielleicht die Spargelsuppe?
"Ich wollte Sie mit dieser Aktion keineswegs verärgern, Elliott. Vielmehr ging es mir darum, Sie zu erreichen, ohne dass meine Pläne dadurch gefährdet werden. Ich denke, wenn ich Ihnen einen Brief geschrieben hätte, wären Sie damit zur magischen Strafverfolgung gerannt - und Sie können sich vielleicht denken, dass ich es nicht eingesehen hätte, an diesem Abend neben Ihrem noch die Mäuler zahlreicher lauschender Auroren zu stopfen. Ich bin zwar reich, aber in dieser Hinsicht alles andere als großzügig." Man könnte es auch nachtragend nennen, da er es Romanova und ihren Leuten noch ziemlich über nahm, dass sie ihn überlistet hatten, aber es gab ja zum Glück eine Möglichkeit, wie die Russin diese Angelegenheit wieder gut machen könnte.

"... es ist für mein Anliegen wichtig, dass ich Sie allein spreche, ohne dass Ihre Freundin oder deren Angestellte zuhören. Aber gut, ich musste meine Freunde soeben auch wegschicken, also sind wir wohl quitt." Oh, sie hatten auch Saltimbocca mit importiertem Parma-Schinken und Orangensoße. Wie exotisch...
"Sie sollen wissen, dass ich Ihnen nicht schaden möchte, und ich garantiere Ihnen, dass auch niemand hier zu Schaden kommen wird, sofern Sie sich auf das Gespräch einlassen und nichts Unüberlegtes tun. Ich weiß, meine Vorgeschichte spricht nicht gerade dafür, dass man mir vertrauen sollte, doch ich rate Ihnen: tun Sie es, und Sie werden nicht enttäuscht sein", raunte er geheimnisvoll, worauf er den Blick wieder hob, um Elliott direkt in die Augen zu blicken. "Ich kann mir vorstellen, dass Sie Fragen haben - so fühlen Sie sich frei, diese zu stellen. Sie werden ehrliche Antworten von mir erhalten. Doch bitte..." Nun neigte sich der Kopf zu dem Kellner, welcher noch immer am Tisch stand. "... erlösen Sie diesen Gentleman, indem Sie sich endlich einen Drink bestellen oder ihm sagen, dass Sie nichts wünschen."
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Elliott Smendrik Arcanus
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BeitragThema: Re: Gentlemen unter sich   Sa 22 Jul 2017 - 18:55

Die 'gut gemeinten Worte' Zachary Jones überging der Zauberstabhersteller, geflissentlich. Schließlich brauchte er keine Tipps, er wusste wie man sich zu benehmen hatte, umso mehr störte es ihn aber, dass seine Haare nicht lagen und er erstmal durch jene fahren musste mit der Hand damit sie wenigstens ein wenig Form zurück bekommen würden. Elendiges Pack. Beraubten einem der Freiheit und dann fehlte auch noch der Zylinder. Unfähig eine Entführung richtig zu machen. Eindeutig. Von Stil hatten diese Primitiven keine Ahnung. Und doch sah Elliott sich in der Situation Forderungen zu stellen, schließlich waren Zachary und er sich gewissermaßen ebenbürtig. Irgendwie. Nur, dass der Zauberstabhersteller ein wenig ins Hintertreffen gekommen war und nun erstmal seine Position festigen musste.

Wenn man was von dem Kerl wollte, dann mussten zumindest ein paar Bedingungen erfüllt werden. Dann konnte man zumindest über alles sprechen, wie es sich dann weiter entwickelte und ob das 'Geschäft' zu einem Abschluss kam, würde an dann sehen. Wahrscheinlich sahen beide diese Treffen ein wenig unterschiedlich, der Zauberholzkünstler kannte schließlich den Kerl zumindest vom hören sagen, nur wenige Jahre trennten die beiden ehemaligen Hogwartsschüler voneinander. Und sie haben unterschiedliche Häuser besucht. Aber letztlich waren sie beide Geschäftsmänner – auch wenn sich Smendrik nicht grade über die Aussicht freute den Kerl hier zu haben und von einem Geschäftsabschluss konnte er in diesem Moment nicht wirklich ausgehen, war es doch eine prekäre Lage. Kannte er doch Nataschas 'Beziehung' zu diesem Kerl.

Mit ein wenig passendem Druck – das nicht ausführen einer Getränkebestellung – konnte er zumindest verdeutlichen, dass er wenig Lust hatte hier vor so vielen Ohren zu sprechen und dies spürte auch Jones. Ein Blick, ein Pfiff, letztlich waren die Leute verschwunden - bis auf der Kellner. Dieser wartete tapfer darauf, dass Smethwyk endlich bestellte, souverän vertrat er seine Rolle hier und doch bestellte sich der Kerl noch immer nichts. Elliott tat es nun aber auch dem entflohenen Häftling gleich und sah in die Karte. „Ich halte nicht sonderlich viel von Überraschungspartys, ich wähle gern selbst den Zeitpunkt wann ich erscheine und wann ich jene verlasse,“ meinte der dunkelhaarige Kerl. Das glitzern in den Augen des Kerls war dem Zauberstabhersteller entgangen, aber das war nicht von belang, jetzt ging es darum die Bestellung aufzugeben.

Er würde das 'Cig Oen a Mel' wählen, dazu einen Piment, seine Vorspeise würde die Stiltonsuppe mit Petersilie sein. Zumindest stand sein Entschluss nun fest. Zumindest in diesem Punkt. Die folgenden Worte des anderen jedoch ließen Elliott die Karte senken, und den anderen ansehen. Die Augen des Kerls wirkten forschend, während die Braue sich anhob. „Nun, mich verwundert, dass Sie so primitive Dinge in Betracht ziehen, wie die Entführung von mir. Von einem Brief wäre ich auch nicht ausgegangen, aber ich habe Ohren und einen Mund, ich kann zuhören und sprechen, man hätte mich auch freundlich fragen können,“ meinte er mit dunkler Stimme. Leicht nur lehnte sich der dunkelhaarige Zauberer an die Rückenlehne an und musterte den anderen. Intensiv.

Leicht nur nickte er, als Jones erstmal endete nachdem er meinte, dass sie ja nun Quitt wären und beide hier face-to-face saßen und sprechen konnten. Da Elliott schon wusste was er haben wollte, verharrte er nur ruhig und maß den anderen, wie er seine Speise wählte. „Mir liegt fern, dass diese Unterhaltung.... eskaliert. Entsprechend werde ich mir anhören, was sie zu sagen haben. Doch ich kann nicht dafür garantieren, dass ich.. nun, sie können es sich ja denken.“ Meinte er ruhig. Letztlich aber entschied sich der Kerl – wider seiner Natur – für einen hellen Wein aus Oxford, zu der Vorsuppe würde dieser am besten passen. Den teuersten auf der Karte er gewählt. Natürlich. Aber diese waren tendenziell die besten.

Der Kellner nahm dies auf und würde letztlich den Platz verlassen um die Getränke zu ordern und den Männern Zeit zu lassen eine Speise zu wählen. „Fragen habe ich zur genüge, jedoch würde ich gern von ihnen Wissen, was sie von mir wünschen. So vieles habe ich nicht zu bieten,“ meinte der Kerl und strich abermals durch sein Haar.
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Zachary Jones
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BeitragThema: Re: Gentlemen unter sich   Sa 22 Jul 2017 - 20:44

"Nun, was Überraschungspartys angeht, haben wir da wohl eine gemeinsame Meinung, doch ich habe herausgefunden, dass sie nur noch halb so schlimm sind, wenn man die Mittel hat, im Vorherein von dieser 'Überraschung' zu erfahren", erwiderte Jones kühl, als beide Männer in ihre Speisekarten blickten. Ironischerweise hatten seine Mittel ihm nicht dazu verholfen, den Hinterhalt der Auroren vor fast anderthalb Monaten voraus zu sehen, doch die Russin hatte mit unfairen Mitteln gespielt, als sie Nathaniel für ihre Zwecke ausgenutzt hatte. Es war kein Wunder, dass seine Quellen nichts von ihrem Plan erfahren hatte, schließlich war die meiste Planung wohl ausschließlich zwischen Natascha und Nathaniel geblieben.
Mit dunkler Stimme richtete der Zauberstabhersteller dann Worte der Skepsis an den Gastgeber, als er die Karte gesenkt hatte.
"Ich verstehe Ihre Entrüstung, doch bedenken Sie, dass ich ein entflohener Häftling von Askaban bin und mich daher nicht in der Nähe der Winkelgasse blicken lassen sollte. Ich hätte Sie ja wirklich gern in Ihrem kleinen Laden besucht, aber das Risiko, den falschen Personen in die Arme zu laufen, wäre mir zu hoch gewesen." Dies müsste der andere Brite als Erklärung und vielleicht sogar als Entschuldigung für diese unangenehmen Umstände reichen, denn mehr würde Jones hierzu wohl nicht sagen. Seine Lippen lagen locker und doch mit unerklärlicher Bestimmtheit aufeinander, während die blauen Augen fest in die braun-grün-gesprenkelten seines Gegenübers sahen. Nur einige Atemzüge verharrte er so, bis er auf den Kellner hinwies, welcher darauf wartete, dass sich der noch ausstehende Herr etwas zu trinken bestellte.
Während Elliott also seine Bestellung aufgab, ließ sich Zach die Worte des Mannes noch einmal durch den Kopf gehen, um sie im Stillen und für sich zu beantworten.
Kann sein, dass Sie für nichts garantieren können. Ich kann es jedenfalls, und es liegt ganz an Ihnen, worauf diese Garantie liegen wird...

Als der Kellner dann weg war, legte Zachary die Karte beiseite - er wusste bereits, was er nehmen würde - und lehnte sich lässig zurück.
"Oh, doch, Sie haben vieles zu bieten, doch es gibt da eine bestimmte Sache, die sie haben und die für mich von besonderer Wichtigkeit ist. Sie haben eine gute Beziehung zu Miss Romanova - falls das noch aktuell ist. Die Tatsache, dass sie mit ihrem neuen Stellvertreter, Pablo Vasquez, vor anderthalb Wochen in einem Hotel gesehen worden ist, spricht zwar gegen eine romantische Beziehung zwischen Ihnen und unserer gemeinsamen ... Freundin, aber das haben Sie ja ohnehin schon hinter sich, nicht wahr, Mister Smethwyk?", kam es ernst von dem Giftmischer, wobei er seinem Gesprächspartner noch immer direkt ins Gesicht sah. Er wusste, dass er vielleicht unangenehme Themen auf den Tisch brachte und unschöne Geheimnisse ausplauderte, doch mit wem sich Miss Romanova heimlich traf und wem sie damit das Herz brach war dem Clubbesitzer herzlich egal. Ihr selbst schien es ja ebenfalls egal zu sein. Zwar wusste Zachary, dass sie sich ein Hotelzimmer für sich und ihren russischen Gast gesucht hatte, da einer seiner Anhänger auf die hirnrissige Idee gekommen war, ihren Briefkasten mit einem abgehackten Hasenkopf zu füllen und sie sich daher in ihrer eigenen Wohnung nicht sicher genug gefühlt hätte, doch glaubte er zu wissen,
dass die Aurorin mit diesem Vorfall nicht unnötig Staub aufwirbelnd wollen würde, sodass niemand außer ihr und Vasquez von der ungewöhnlichen Drohung wussten. Sie hatte die Winkelgasse verlassen und war woanders hin gezogen, doch wo sie sich nun sicher fühlte, wusste keiner."Es muss merkwürdig gewesen sein, Viktoria Pavlova nach all den Jahren hier zu treffen, mit einem neuen Job und einem neuen Namen. Ich will mir gar nicht ausmalen, was sie noch alles aus ihrem alten Leben für immer hinter sich gelassen hat..." Er war bewusst provokant, um herauszufinden, wie es wirklich um Smethwyk und Romanova stand, denn die Medien waren diesbezüglich nicht neugierig genug gewesen und die Gerüchte in der Winkelgasse waren zu vage formuliert. Die Reaktion des Zauberstabherstellers würde Zachary zeigen, ob er für seine nächsten Schritte brauchbar wäre oder nicht. Sollte letzteres der Fall sein, müsste er sich überlegen, was er mit dem armen Mann machte, doch dieser Sache würde sich höchstwahrscheinlich Jack annehmen.
"Ich weiß, es klingt nicht gerade nach einem seriösen Angebot nach allem was passiert ist - sowohl bei Ihnen als auch bei mir - aber ich möchte Sie darum bitten, den Lockvogel für mich zu spielen, damit ich mich mit Ihrer Freundin unterhalten kann. Es liegt mir fern, ihr etwas anzutun, und ich kann Ihnen sogar garantieren, dass ihr und Ihnen nichts passiert, wenn Sie dafür sorgen, dass mir nichts passiert." Ein menschlicher Schutzschild sozusagen. "Ich habe nämlich den Eindruck, dass Sie Miss Romanova wichtig genug sind, dass sie Sie nicht einfach der Bestie überlassen würde." Zwar würde er sich selbst nicht als Bestie bezeichnen, doch viele dachten so über den Mann, der vor anderthalb Monaten seinen Bruder getötet hatte. Und in gewisser Weise hatten sie damit auch Recht...
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Elliott Smendrik Arcanus
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BeitragThema: Re: Gentlemen unter sich   Mo 31 Jul 2017 - 14:20

Nur ein kurzer Blick traf den Flüchtigen, als dieser meinte etwas mit dem Zauberstabhersteller gemeinsam zu haben. Ein Ding der Unmöglichkeit, wie Smethwyk gedacht hatte. Und indirekt war es das auch. Gut beide mochten keine Überraschungspartys, doch Jones spielte mit anderen Mitteln als der Zauberholzkünstler. „Nicht jeder ist auf solche 'Mittel' angewiesen, im besonderen, wenn man sich seiner normalerweise sicher sein konnte. Und auch wenn ich keine 'Mittel' in diesem Umfang benötige, anwende oder dergleichen, war es für mich weniger schön, überrascht zu werden.“ Kams trocken von dem dunkelhaarigen Briten. „Und im übrigen hätten sie ja nicht kommen müssen. Ich bin, wie sie, Geschäftsmann. Man hätte sich auf neutralem Boden, ohne solcherlei Spielchen treffen können.“

Das meinte er sogar ehrlich, denn egal wie rechtschaffen er nach außen sein mochte, ein gutes Geschäft lockte eben nahezu immer. Auch wenn es sich um Jones handelte. „Keiner von uns mag Risiken in einem gewissen Umfang. Nicht wahr.“ Meinte der Kerl weiter, nur um noch einmal kurz in die Karte zu schauen. Nun aber gab Elliott seine Bestellung auf, zumindest die des Getränks, was er zu Essen bestellen würde hatte er zwar schon gewählt, doch gab es gewisse Regeln, eine Abfolge von Ritualen, die man einzuhalten hatte. Wie der Anzugträger befand. Erst als beide Parteien sich wieder ansahen, der Kellner verschwunden war um die Getränke zu bringen, konnte man die unterschwellige Spannung zwischen ihnen abermals spüren.

Ob sie nun auf einer Ebene waren oder nicht, stand nicht zur Debatte, nichts was man nicht in einem typischen Gentleman's Club nicht auch vorfinden würde. Elliott legte die Arme langsam auf den Stuhllehnen ab, während er Zachary musterte, nicht abschätzig, es war mehr wie ein schweigsames abtasten, vergleichen, herausfinden was den anderen so gefährlich machte. Mit beiden Beinen auf dem Boden und der eher offenen Haltung signalisierte der Zauberstabmacher, dass er für das Gespräch bereit war. Die folgenden Worte jedoch ließen ihn die Haltung verändern, die Finger krümmten sich um die Lehne, ein Bein wurde über das andere geschlagen umso mehr der Clubbesitzer von sich gab. Die Augen verengten sich sichtlich, während er zu erfassen suchte, was der Kerl wollte. Was er ihm da sagte.

Es war eine Tragweite mit der Elliott nicht gerechnet hatte, doch eher höflich interessiert als persönlich angegriffen wirkte. Langsam hob sich eine Hand an, nur um damit von seiner Stirn durch die dunklen Haare zu fahren, zeit schinden, ehe er antworten würde. Seine Gedanken sortieren. „Nun, Mister Jones, wie ich sehe haben sie viel Zeit gehabt zu recherchieren, kleine Informationsfetzen zu sammeln und sie in ein Puzzle zu drücken, welches sie aber leider nicht richtig zusammen gesetzt haben.“ Meinte der Anzugträger gelassen.

„Mit wem sich Miss Romanova trifft oder nicht ist ihre Angelegenheit, wir kennen uns flüchtig von früher. Wie sie ja wissen, so deute ich ihre Aussage zumindest, habe ich eine Weile in Russland gelebt und sie dort kennengelernt. Es war eine angenehme Abwechslung sie wieder zu treffen, doch hätte es auch jede andere beliebige Bekannte sein können die ich drüben kennengelernt hätte um mein Interesse zu entfachen. Schließlich verlaufen sich ja einige Dinge im Leben, da ist man doch oftmals froh, wenn man Leute wiedersieht, die man einst schätzte. Ich habe damals schon nicht in der Fähigkeit dieser Hexe gezweifelt und war mir damals schon sicher, dass ich sie nicht als Feind haben wollte. Doch war ihre Kollegin weitaus interessanter,“ er log ohne rot zu werden.

„Miss Romanova arbeitete schon damals mit verschiedenen Männern zusammen, wenn sie sich also jetzt mit ihm in einem Hotel trifft, wird es wohl seine Gründe haben. Und sei es nur ein flüchtiges, persönliches, Spiel.“ Innerlich war er nicht so entspannt, die Finger fuhren abermals über die Lehne des Stuhls, doch hob der Kerl leicht einen Mundwinkel. „Sagen sie mir nicht, dass sie nicht auch gewisse Bedürfnisse verspüren und diese ausleben, wenn ihnen danach ist.“ Zwinkerte er jedoch auf die typische beinahe schelmische Art die Ihm in die Wiege gelegt worden war. „Und bei ihnen sind es sicher nicht nur Bedürfnisse. Ich wäre so frei und behaupte, dass sie Miss Romanova ähnlicher sind, als sie glauben, auch sie werden Dinge hinter sich gelassen haben.“

Doch das Angebot welches der Kerl ihm unterbreitete war lediglich einseitig, lang musste der Zauberstabhersteller nicht weiter darüber nachdenken. Er war ebenso Geschäftsmann. „Mir stellen sich gleich mehrere fragen. Warum sollte ich dies tun? Was springt für mich dabei raus?“ Eine Frage blieb jedoch unausgesprochen zwischen den beiden Männern: Was gibt es so dringendes mit Miss Romanova zu besprechen, was sie ihr nicht auch per Eule mitteilen könnten? „Bisweilen war alles was sie auf den Tisch gelegt haben für mich wertlos. Das einzige was auf einer Basis fußt ist, dass sie Garantieren, wenn ihnen nichts passiert ihr und auch mir nichts passieren wird.“ Damit kam der Kellner und brachte die Getränke an den Tisch, welches Elliott annahm, das Glas in die Richtung von Zachary hob, ehe er einen Schluck nahm.
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Natascha Romanova
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BeitragThema: Re: Gentlemen unter sich   Mo 31 Jul 2017 - 23:08

Ja, vielleicht hätte man sich auf neutralem Boden treffen können, doch dieser war für einen gesuchten Verbrecher nicht leicht zu finden. Zachary war ein Mann, der es liebte, die Kontrolle zu haben, und dies strahlte er mit jeder Faser seines Körpers aus. Wenn er über den Verhandlungsort bestimmte, hatte er auch alles andere in der Hand. Das Haus war voll mit seinen Leuten, dem Gegenüber stand nur ein einziger Mann; er dürfte daher nicht einmal mit dem Gedanken spielen, irgendetwas unüberlegtes zu tun.
Tatsächlich zeigte sich der andere Geschäftsmann erstaunlich ruhig, leider war er dennoch nicht kooperativ, denn mit seinen nächsten Worten log er seinen generösen Gastgeber an. Zachary war zwar kein Experte für Körpersprache, doch die Veränderung in der Haltung des Zauberstabherstellers zeigte, dass er dem angebrochenen Thema gegenüber keineswegs so indifferent entgegen sah, wie er den Eindruck vermitteln wollte. Zacharys Blick und Haltung veränderten sich im Kontrast dazu überhaupt nicht, während er wahrscheinlich Smethwyk's Bild von Romanova zerstörte und im fast gleichen Atemzug damit begann, was er eigentlich von dem Mann wollte. Aufmerksam beobachtete er beim Reden, wie sich der andere mit einer Hand durch das Haar fuhr; eine scheinbar lässige Geste, welche dennoch forciert wirkte. Nein, dieser Mann war nicht so entspannt, wie er glauben lassen wollte.
Der Gast des Giftmischers beteuerte, die Russin sei nur eine flüchtige Bekanntschaft, doch Zach glaubte, es besser zu wissen. Zweifelnd hob sich eine dunkle Augenbraue, als der andere eine Kollegin Romanovas erwähnte, da er von einer solchen nichts gehört hatte, aber er würde dazu keine Fragen stellen, schließlich hatte er den starken Verdacht, dass der Zauberstabhersteller ihn an der Nase herumführen wollte.
"Eine flüchtige Bekanntschaft, von welcher Sie ein Bild im Schlafzimmer hängen haben", kam es dunkel und mit einer Spur von Zynismus von Zachary Jones, wobei sich seine Augen ein wenig argwöhnisch verzogen. Von dem Bild wusste er von dem Team, welches den Zauberstabhersteller entführt hatte, und nun wusste auch Elliott, dass Zachary davon wusste. Hoffentlich würde ihn das dazu bewegen, mit offenen Karten zu spielen. "Versuchen Sie nicht, mich für dumm zu verkaufen, Mister Smethwyk. Damit tun Sie niemandem einen Gefallen." Vielleicht hatte er gehofft, seinen Kopf aus der Schlinge ziehen zu können, doch stattdessen hatte er diese Schlinge fester gezogen, indem er sich mit seiner Lüge bei seinem Geiselnehmer unbeliebt gemacht hatte.

Dennoch war Zachary auf seine Kooperation angewiesen. Elliott's Skepsis kam ihm daher überhaupt nicht entgegen. Sie war berechtigt, diese Skepsis, aber sie raubte dem Giftmischer Zeit und Nerven. Wieso war das Wissen, dass seine Freundin ihn betrog, nicht schon Grund genug für den Zusammenschluss mit ihrem Feind? Offenbar war der Gentleman nicht so einfach gestrickt, wie Zachary es sich erhofft hatte.
Ernst sah er seinen Gesprächspartner an und schwieg, während der Kellner die Getränke brachte. Auch er hob sein Glas und prostete Elliott stumm zu, worauf er als nächstes sein Essen bestellte.
"Ich nehme die gebratenen Seezungen-Filets mit Pfifferlingen und Stockfisch-Sauce...", knurrte er leise, ohne den Kellner anzusehen. "Als Vorspeise die Erbsenschaumsuppe mit Jakobsmuscheln..." Und natürlich nahm er kein Dessert. Er ging nun steil auf die 40 zu, daher würde sein Stoffwechsel eine solche Sünde wohl nicht mehr so leicht packen wie vor zehn Jahren.
Erst nachdem Elliott seine Bestellung aufgegeben hatte und der Kellner wieder verschwunden war, würde Zachary mit der Beantwortung der offenen Fragen beginnen.

"Sie irren sich mit Ihrer Behauptung, ich und Miss Romanova hätten etwas gemeinsam. Sie ist eine feige, hinterhältige Schlange, und als eine solche würde ich mich nicht bezeichnen. Wäre ich feige, wäre ich nicht mehr hier. Aber lassen Sie mich diese Beurteilung ihrer Freundin erläutern: Miss Romanova hat Sie verlassen, weil ihr Vater Sie nicht ausstehen konnte. Dann vor ein paar Jahren hat sie Russland verlassen, weil man ihr als Gegenleistung eine Beförderung anbot, die sie nicht verdiente. Dann hat sie Russland ein zweites Mal verlassen, weil sie Probleme mit ein paar bösen Jungs in Russland hatte. Und nun hat sie Sie ein weiteres Mal verlassen, weil... ja, warum eigentlich? Weil sie wohl davon ausgeht, dass es immer so leicht ist. Dass man immer einfach den Kopf einziehen, das Land verlassen, den Namen und alles andere ändern kann. Denken Sie nicht, dass sie schon genug Neuanfänge genießen durfte?" Ein weiterer Schluck seines Getränks wurde genommen. "Wäre sie ein Mensch von Stolz und Ehre, so hätte sie zu Ihnen, zu ihrem Land und zu sich selbst gestanden.Stattdessen läuft sie von einem Versteck in das nächste. Ich hingegen werde diese Stadt nicht verlassen; ich werde meine Identität und alles, was zu mir gehört, nicht ohne eine Verhandlung aufgeben. Ich werde es mir bestimmt nicht so leicht machen wie Miss Romanova; das kann ich auch gar nicht, denn hinter mir stehen Personen, denen ich etwas bedeute und die mir etwas bedeuten, loyale Anhänger und Freunde. Und im Gegensatz zu unserer gemeinsamen Freundin werde ich diesen Umstand nicht ignorieren." Langsam schwenkte er das Glas in seiner Hand, während er den Inhalt betrachtete, wie er hin und her schwappte.

"Was mich zur ersten Antwort führt: Sie sollten es tun, weil sie ihr keine Loyalität schulden. Nicht nach allem, was sie Ihnen angetan hat. Was für Sie dabei raus springt? Alles, was Sie sich wünschen. Ich kann Ihnen Zauberstabhölzer und Kerne beschaffen, von denen Sie vielleicht nicht einmal wussten, dass diese noch auf dem Markt zu finden sind, ich könnte allerdings auch dafür sorgen, dass Pablo Vasquez seine Finger von Miss Romanova lässt, auch wenn ich keinen Grund sehe, wieso dies in Ihrem Interesse sein sollte. Sie müssen mir nur sagen, was Sie verlangen, und Sie werden es bekommen. Und sei es nur der nötige Einfluss auf bestimmte Behörden, um ein afrikanisches Kind zu adoptieren, damit es seine magischen Fähigkeiten in Hogwarts entfalten kann..." Ohja, Zach's Leute hatten ganze Arbeit geleistet, als sie den Zauberstabhersteller abgeholt hatten, und fleißig nach Druckmitteln gesucht. Jack waren Briefe und Fotos in die Hände gefallen, von denen er geglaubt hatte, sie seien nicht unwichtig, und auf dieser Grundlage konnte Zachary seine Geisel manipulieren. Er hatte zwar einen Plan B, doch dieser würde eine unfassbare Sauerei bedeuten. "Dies, und die Garantie, dass Sie unbeschadet aus der Sache heraus kommen - Sie werden also keinen Nachteil von dieser Kooperation haben. Seien Sie der Vermittler zwischen Miss Romanova und mir, seien Sie mein Druckmittel, damit sie sich auf eine Verhandlung um meine Freiheit einlässt. Sie werden es nicht bereuen." Ein düsteres Grinsen begleitete seine Worte, bei denen er dem anderem Briten ernst in die Augen sah. Er war die Schlange, die ihm die verbotene Frucht anbot. Er müsste sie sich nur nehmen.
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BeitragThema: Re: Gentlemen unter sich   Mo 31 Jul 2017 - 23:09

Ja, vielleicht hätte man sich auf neutralem Boden treffen können, doch dieser war für einen gesuchten Verbrecher nicht leicht zu finden. Zachary war ein Mann, der es liebte, die Kontrolle zu haben, und dies strahlte er mit jeder Faser seines Körpers aus. Wenn er über den Verhandlungsort bestimmte, hatte er auch alles andere in der Hand. Das Haus war voll mit seinen Leuten, dem Gegenüber stand nur ein einziger Mann; er dürfte daher nicht einmal mit dem Gedanken spielen, irgendetwas unüberlegtes zu tun.
Tatsächlich zeigte sich der andere Geschäftsmann erstaunlich ruhig, leider war er dennoch nicht kooperativ, denn mit seinen nächsten Worten log er seinen generösen Gastgeber an. Zachary war zwar kein Experte für Körpersprache, doch die Veränderung in der Haltung des Zauberstabherstellers zeigte, dass er dem angebrochenen Thema gegenüber keineswegs so indifferent entgegen sah, wie er den Eindruck vermitteln wollte. Zacharys Blick und Haltung veränderten sich im Kontrast dazu überhaupt nicht, während er wahrscheinlich Smethwyk's Bild von Romanova zerstörte und im fast gleichen Atemzug damit begann, was er eigentlich von dem Mann wollte. Aufmerksam beobachtete er beim Reden, wie sich der andere mit einer Hand durch das Haar fuhr; eine scheinbar lässige Geste, welche dennoch forciert wirkte. Nein, dieser Mann war nicht so entspannt, wie er glauben lassen wollte.
Der Gast des Giftmischers beteuerte, die Russin sei nur eine flüchtige Bekanntschaft, doch Zach glaubte, es besser zu wissen. Zweifelnd hob sich eine dunkle Augenbraue, als der andere eine Kollegin Romanovas erwähnte, da er von einer solchen nichts gehört hatte, aber er würde dazu keine Fragen stellen, schließlich hatte er den starken Verdacht, dass der Zauberstabhersteller ihn an der Nase herumführen wollte.
"Eine flüchtige Bekanntschaft, von welcher Sie ein Bild im Schlafzimmer hängen haben", kam es dunkel und mit einer Spur von Zynismus von Zachary Jones, wobei sich seine Augen ein wenig argwöhnisch verzogen. Von dem Bild wusste er von dem Team, welches den Zauberstabhersteller entführt hatte, und nun wusste auch Elliott, dass Zachary davon wusste. Hoffentlich würde ihn das dazu bewegen, mit offenen Karten zu spielen. "Versuchen Sie nicht, mich für dumm zu verkaufen, Mister Smethwyk. Damit tun Sie niemandem einen Gefallen." Vielleicht hatte er gehofft, seinen Kopf aus der Schlinge ziehen zu können, doch stattdessen hatte er diese Schlinge fester gezogen, indem er sich mit seiner Lüge bei seinem Geiselnehmer unbeliebt gemacht hatte.

Dennoch war Zachary auf seine Kooperation angewiesen. Elliott's Skepsis kam ihm daher überhaupt nicht entgegen. Sie war berechtigt, diese Skepsis, aber sie raubte dem Giftmischer Zeit und Nerven. Wieso war das Wissen, dass seine Freundin ihn betrog, nicht schon Grund genug für den Zusammenschluss mit ihrem Feind? Offenbar war der Gentleman nicht so einfach gestrickt, wie Zachary es sich erhofft hatte.
Ernst sah er seinen Gesprächspartner an und schwieg, während der Kellner die Getränke brachte. Auch er hob sein Glas und prostete Elliott stumm zu, worauf er als nächstes sein Essen bestellte.
"Ich nehme die gebratenen Seezungen-Filets mit Pfifferlingen und Stockfisch-Sauce...", knurrte er leise, ohne den Kellner anzusehen. "Als Vorspeise die Erbsenschaumsuppe mit Jakobsmuscheln..." Und natürlich nahm er kein Dessert. Er ging nun steil auf die 40 zu, daher würde sein Stoffwechsel eine solche Sünde wohl nicht mehr so leicht packen wie vor zehn Jahren.
Erst nachdem Elliott seine Bestellung aufgegeben hatte und der Kellner wieder verschwunden war, würde Zachary mit der Beantwortung der offenen Fragen beginnen.

"Sie irren sich mit Ihrer Behauptung, ich und Miss Romanova hätten etwas gemeinsam. Sie ist eine feige, hinterhältige Schlange, und als eine solche würde ich mich nicht bezeichnen. Wäre ich feige, wäre ich nicht mehr hier. Aber lassen Sie mich diese Beurteilung ihrer Freundin erläutern: Miss Romanova hat Sie verlassen, weil ihr Vater Sie nicht ausstehen konnte. Dann vor ein paar Jahren hat sie Russland verlassen, weil man ihr als Gegenleistung eine Beförderung anbot, die sie nicht verdiente. Dann hat sie Russland ein zweites Mal verlassen, weil sie Probleme mit ein paar bösen Jungs in Russland hatte. Und nun hat sie Sie ein weiteres Mal verlassen, weil... ja, warum eigentlich? Weil sie wohl davon ausgeht, dass es immer so leicht ist. Dass man immer einfach den Kopf einziehen, das Land verlassen, den Namen und alles andere ändern kann. Denken Sie nicht, dass sie schon genug Neuanfänge genießen durfte?" Ein weiterer Schluck seines Getränks wurde genommen. "Wäre sie ein Mensch von Stolz und Ehre, so hätte sie zu Ihnen, zu ihrem Land und zu sich selbst gestanden.Stattdessen läuft sie von einem Versteck in das nächste. Ich hingegen werde diese Stadt nicht verlassen; ich werde meine Identität und alles, was zu mir gehört, nicht ohne eine Verhandlung aufgeben. Ich werde es mir bestimmt nicht so leicht machen wie Miss Romanova; das kann ich auch gar nicht, denn hinter mir stehen Personen, denen ich etwas bedeute und die mir etwas bedeuten, loyale Anhänger und Freunde. Und im Gegensatz zu unserer gemeinsamen Freundin werde ich diesen Umstand nicht ignorieren." Langsam schwenkte er das Glas in seiner Hand, während er den Inhalt betrachtete, wie er hin und her schwappte.

"Was mich zur ersten Antwort führt: Sie sollten es tun, weil sie ihr keine Loyalität schulden. Nicht nach allem, was sie Ihnen angetan hat. Was für Sie dabei raus springt? Alles, was Sie sich wünschen. Ich kann Ihnen Zauberstabhölzer und Kerne beschaffen, von denen Sie vielleicht nicht einmal wussten, dass diese noch auf dem Markt zu finden sind, ich könnte allerdings auch dafür sorgen, dass Pablo Vasquez seine Finger von Miss Romanova lässt, auch wenn ich keinen Grund sehe, wieso dies in Ihrem Interesse sein sollte. Sie müssen mir nur sagen, was Sie verlangen, und Sie werden es bekommen. Und sei es nur der nötige Einfluss auf bestimmte Behörden, um ein afrikanisches Kind zu adoptieren, damit es seine magischen Fähigkeiten in Hogwarts entfalten kann..." Ohja, Zach's Leute hatten ganze Arbeit geleistet, als sie den Zauberstabhersteller abgeholt hatten, und fleißig nach Druckmitteln gesucht. Jack waren Briefe und Fotos in die Hände gefallen, von denen er geglaubt hatte, sie seien nicht unwichtig, und auf dieser Grundlage konnte Zachary seine Geisel manipulieren. Er hatte zwar einen Plan B, doch dieser würde eine unfassbare Sauerei bedeuten. "Dies, und die Garantie, dass Sie unbeschadet aus der Sache heraus kommen - Sie werden also keinen Nachteil von dieser Kooperation haben. Seien Sie der Vermittler zwischen Miss Romanova und mir, seien Sie mein Druckmittel, damit sie sich auf eine Verhandlung um meine Freiheit einlässt. Sie werden es nicht bereuen." Ein düsteres Grinsen begleitete seine Worte, bei denen er dem anderem Briten ernst in die Augen sah. Er war die Schlange, die ihm die verbotene Frucht anbot. Er müsste sie sich nur nehmen.
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BeitragThema: Re: Gentlemen unter sich   Mo 31 Jul 2017 - 23:10

Ja, vielleicht hätte man sich auf neutralem Boden treffen können, doch dieser war für einen gesuchten Verbrecher nicht leicht zu finden. Zachary war ein Mann, der es liebte, die Kontrolle zu haben, und dies strahlte er mit jeder Faser seines Körpers aus. Wenn er über den Verhandlungsort bestimmte, hatte er auch alles andere in der Hand. Das Haus war voll mit seinen Leuten, dem Gegenüber stand nur ein einziger Mann; er dürfte daher nicht einmal mit dem Gedanken spielen, irgendetwas unüberlegtes zu tun.
Tatsächlich zeigte sich der andere Geschäftsmann erstaunlich ruhig, leider war er dennoch nicht kooperativ, denn mit seinen nächsten Worten log er seinen generösen Gastgeber an. Zachary war zwar kein Experte für Körpersprache, doch die Veränderung in der Haltung des Zauberstabherstellers zeigte, dass er dem angebrochenen Thema gegenüber keineswegs so indifferent entgegen sah, wie er den Eindruck vermitteln wollte. Zacharys Blick und Haltung veränderten sich im Kontrast dazu überhaupt nicht, während er wahrscheinlich Smethwyk's Bild von Romanova zerstörte und im fast gleichen Atemzug damit begann, was er eigentlich von dem Mann wollte. Aufmerksam beobachtete er beim Reden, wie sich der andere mit einer Hand durch das Haar fuhr; eine scheinbar lässige Geste, welche dennoch forciert wirkte. Nein, dieser Mann war nicht so entspannt, wie er glauben lassen wollte.
Der Gast des Giftmischers beteuerte, die Russin sei nur eine flüchtige Bekanntschaft, doch Zach glaubte, es besser zu wissen. Zweifelnd hob sich eine dunkle Augenbraue, als der andere eine Kollegin Romanovas erwähnte, da er von einer solchen nichts gehört hatte, aber er würde dazu keine Fragen stellen, schließlich hatte er den starken Verdacht, dass der Zauberstabhersteller ihn an der Nase herumführen wollte.
"Eine flüchtige Bekanntschaft, von welcher Sie ein Bild im Schlafzimmer hängen haben", kam es dunkel und mit einer Spur von Zynismus von Zachary Jones, wobei sich seine Augen ein wenig argwöhnisch verzogen. Von dem Bild wusste er von dem Team, welches den Zauberstabhersteller entführt hatte, und nun wusste auch Elliott, dass Zachary davon wusste. Hoffentlich würde ihn das dazu bewegen, mit offenen Karten zu spielen. "Versuchen Sie nicht, mich für dumm zu verkaufen, Mister Smethwyk. Damit tun Sie niemandem einen Gefallen." Vielleicht hatte er gehofft, seinen Kopf aus der Schlinge ziehen zu können, doch stattdessen hatte er diese Schlinge fester gezogen, indem er sich mit seiner Lüge bei seinem Geiselnehmer unbeliebt gemacht hatte.

Dennoch war Zachary auf seine Kooperation angewiesen. Elliott's Skepsis kam ihm daher überhaupt nicht entgegen. Sie war berechtigt, diese Skepsis, aber sie raubte dem Giftmischer Zeit und Nerven. Wieso war das Wissen, dass seine Freundin ihn betrog, nicht schon Grund genug für den Zusammenschluss mit ihrem Feind? Offenbar war der Gentleman nicht so einfach gestrickt, wie Zachary es sich erhofft hatte.
Ernst sah er seinen Gesprächspartner an und schwieg, während der Kellner die Getränke brachte. Auch er hob sein Glas und prostete Elliott stumm zu, worauf er als nächstes sein Essen bestellte.
"Ich nehme die gebratenen Seezungen-Filets mit Pfifferlingen und Stockfisch-Sauce...", knurrte er leise, ohne den Kellner anzusehen. "Als Vorspeise die Erbsenschaumsuppe mit Jakobsmuscheln..." Und natürlich nahm er kein Dessert. Er ging nun steil auf die 40 zu, daher würde sein Stoffwechsel eine solche Sünde wohl nicht mehr so leicht packen wie vor zehn Jahren.
Erst nachdem Elliott seine Bestellung aufgegeben hatte und der Kellner wieder verschwunden war, würde Zachary mit der Beantwortung der offenen Fragen beginnen.

"Sie irren sich mit Ihrer Behauptung, ich und Miss Romanova hätten etwas gemeinsam. Sie ist eine feige, hinterhältige Schlange, und als eine solche würde ich mich nicht bezeichnen. Wäre ich feige, wäre ich nicht mehr hier. Aber lassen Sie mich diese Beurteilung ihrer Freundin erläutern: Miss Romanova hat Sie verlassen, weil ihr Vater Sie nicht ausstehen konnte. Dann vor ein paar Jahren hat sie Russland verlassen, weil man ihr als Gegenleistung eine Beförderung anbot, die sie nicht verdiente. Dann hat sie Russland ein zweites Mal verlassen, weil sie Probleme mit ein paar bösen Jungs in Russland hatte. Und nun hat sie Sie ein weiteres Mal verlassen, weil... ja, warum eigentlich? Weil sie wohl davon ausgeht, dass es immer so leicht ist. Dass man immer einfach den Kopf einziehen, das Land verlassen, den Namen und alles andere ändern kann. Denken Sie nicht, dass sie schon genug Neuanfänge genießen durfte?" Ein weiterer Schluck seines Getränks wurde genommen. "Wäre sie ein Mensch von Stolz und Ehre, so hätte sie zu Ihnen, zu ihrem Land und zu sich selbst gestanden.Stattdessen läuft sie von einem Versteck in das nächste. Ich hingegen werde diese Stadt nicht verlassen; ich werde meine Identität und alles, was zu mir gehört, nicht ohne eine Verhandlung aufgeben. Ich werde es mir bestimmt nicht so leicht machen wie Miss Romanova; das kann ich auch gar nicht, denn hinter mir stehen Personen, denen ich etwas bedeute und die mir etwas bedeuten, loyale Anhänger und Freunde. Und im Gegensatz zu unserer gemeinsamen Freundin werde ich diesen Umstand nicht ignorieren." Langsam schwenkte er das Glas in seiner Hand, während er den Inhalt betrachtete, wie er hin und her schwappte.

"Was mich zur ersten Antwort führt: Sie sollten es tun, weil sie ihr keine Loyalität schulden. Nicht nach allem, was sie Ihnen angetan hat. Was für Sie dabei raus springt? Alles, was Sie sich wünschen. Ich kann Ihnen Zauberstabhölzer und Kerne beschaffen, von denen Sie vielleicht nicht einmal wussten, dass diese noch auf dem Markt zu finden sind, ich könnte allerdings auch dafür sorgen, dass Pablo Vasquez seine Finger von Miss Romanova lässt, auch wenn ich keinen Grund sehe, wieso dies in Ihrem Interesse sein sollte. Sie müssen mir nur sagen, was Sie verlangen, und Sie werden es bekommen. Und sei es nur der nötige Einfluss auf bestimmte Behörden, um ein afrikanisches Kind zu adoptieren, damit es seine magischen Fähigkeiten in Hogwarts entfalten kann..." Ohja, Zach's Leute hatten ganze Arbeit geleistet, als sie den Zauberstabhersteller abgeholt hatten, und fleißig nach Druckmitteln gesucht. Jack waren Briefe und Fotos in die Hände gefallen, von denen er geglaubt hatte, sie seien nicht unwichtig, und auf dieser Grundlage konnte Zachary seine Geisel manipulieren. Er hatte zwar einen Plan B, doch dieser würde eine unfassbare Sauerei bedeuten. "Dies, und die Garantie, dass Sie unbeschadet aus der Sache heraus kommen - Sie werden also keinen Nachteil von dieser Kooperation haben. Seien Sie der Vermittler zwischen Miss Romanova und mir, seien Sie mein Druckmittel, damit sie sich auf eine Verhandlung um meine Freiheit einlässt. Sie werden es nicht bereuen." Ein düsteres Grinsen begleitete seine Worte, bei denen er dem anderem Briten ernst in die Augen sah. Er war die Schlange, die ihm die verbotene Frucht anbot. Er müsste sie sich nur nehmen.
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BeitragThema: Re: Gentlemen unter sich   Mo 31 Jul 2017 - 23:11

Ja, vielleicht hätte man sich auf neutralem Boden treffen können, doch dieser war für einen gesuchten Verbrecher nicht leicht zu finden. Zachary war ein Mann, der es liebte, die Kontrolle zu haben, und dies strahlte er mit jeder Faser seines Körpers aus. Wenn er über den Verhandlungsort bestimmte, hatte er auch alles andere in der Hand. Das Haus war voll mit seinen Leuten, dem Gegenüber stand nur ein einziger Mann; er dürfte daher nicht einmal mit dem Gedanken spielen, irgendetwas unüberlegtes zu tun.
Tatsächlich zeigte sich der andere Geschäftsmann erstaunlich ruhig, leider war er dennoch nicht kooperativ, denn mit seinen nächsten Worten log er seinen generösen Gastgeber an. Zachary war zwar kein Experte für Körpersprache, doch die Veränderung in der Haltung des Zauberstabherstellers zeigte, dass er dem angebrochenen Thema gegenüber keineswegs so indifferent entgegen sah, wie er den Eindruck vermitteln wollte. Zacharys Blick und Haltung veränderten sich im Kontrast dazu überhaupt nicht, während er wahrscheinlich Smethwyk's Bild von Romanova zerstörte und im fast gleichen Atemzug damit begann, was er eigentlich von dem Mann wollte. Aufmerksam beobachtete er beim Reden, wie sich der andere mit einer Hand durch das Haar fuhr; eine scheinbar lässige Geste, welche dennoch forciert wirkte. Nein, dieser Mann war nicht so entspannt, wie er glauben lassen wollte.
Der Gast des Giftmischers beteuerte, die Russin sei nur eine flüchtige Bekanntschaft, doch Zach glaubte, es besser zu wissen. Zweifelnd hob sich eine dunkle Augenbraue, als der andere eine Kollegin Romanovas erwähnte, da er von einer solchen nichts gehört hatte, aber er würde dazu keine Fragen stellen, schließlich hatte er den starken Verdacht, dass der Zauberstabhersteller ihn an der Nase herumführen wollte.
"Eine flüchtige Bekanntschaft, von welcher Sie ein Bild im Schlafzimmer hängen haben", kam es dunkel und mit einer Spur von Zynismus von Zachary Jones, wobei sich seine Augen ein wenig argwöhnisch verzogen. Von dem Bild wusste er von dem Team, welches den Zauberstabhersteller entführt hatte, und nun wusste auch Elliott, dass Zachary davon wusste. Hoffentlich würde ihn das dazu bewegen, mit offenen Karten zu spielen. "Versuchen Sie nicht, mich für dumm zu verkaufen, Mister Smethwyk. Damit tun Sie niemandem einen Gefallen." Vielleicht hatte er gehofft, seinen Kopf aus der Schlinge ziehen zu können, doch stattdessen hatte er diese Schlinge fester gezogen, indem er sich mit seiner Lüge bei seinem Geiselnehmer unbeliebt gemacht hatte.

Dennoch war Zachary auf seine Kooperation angewiesen. Elliott's Skepsis kam ihm daher überhaupt nicht entgegen. Sie war berechtigt, diese Skepsis, aber sie raubte dem Giftmischer Zeit und Nerven. Wieso war das Wissen, dass seine Freundin ihn betrog, nicht schon Grund genug für den Zusammenschluss mit ihrem Feind? Offenbar war der Gentleman nicht so einfach gestrickt, wie Zachary es sich erhofft hatte.
Ernst sah er seinen Gesprächspartner an und schwieg, während der Kellner die Getränke brachte. Auch er hob sein Glas und prostete Elliott stumm zu, worauf er als nächstes sein Essen bestellte.
"Ich nehme die gebratenen Seezungen-Filets mit Pfifferlingen und Stockfisch-Sauce...", knurrte er leise, ohne den Kellner anzusehen. "Als Vorspeise die Erbsenschaumsuppe mit Jakobsmuscheln..." Und natürlich nahm er kein Dessert. Er ging nun steil auf die 40 zu, daher würde sein Stoffwechsel eine solche Sünde wohl nicht mehr so leicht packen wie vor zehn Jahren.
Erst nachdem Elliott seine Bestellung aufgegeben hatte und der Kellner wieder verschwunden war, würde Zachary mit der Beantwortung der offenen Fragen beginnen.

"Sie irren sich mit Ihrer Behauptung, ich und Miss Romanova hätten etwas gemeinsam. Sie ist eine feige, hinterhältige Schlange, und als eine solche würde ich mich nicht bezeichnen. Wäre ich feige, wäre ich nicht mehr hier. Aber lassen Sie mich diese Beurteilung ihrer Freundin erläutern: Miss Romanova hat Sie verlassen, weil ihr Vater Sie nicht ausstehen konnte. Dann vor ein paar Jahren hat sie Russland verlassen, weil man ihr als Gegenleistung eine Beförderung anbot, die sie nicht verdiente. Dann hat sie Russland ein zweites Mal verlassen, weil sie Probleme mit ein paar bösen Jungs in Russland hatte. Und nun hat sie Sie ein weiteres Mal verlassen, weil... ja, warum eigentlich? Weil sie wohl davon ausgeht, dass es immer so leicht ist. Dass man immer einfach den Kopf einziehen, das Land verlassen, den Namen und alles andere ändern kann. Denken Sie nicht, dass sie schon genug Neuanfänge genießen durfte?" Ein weiterer Schluck seines Getränks wurde genommen. "Wäre sie ein Mensch von Stolz und Ehre, so hätte sie zu Ihnen, zu ihrem Land und zu sich selbst gestanden.Stattdessen läuft sie von einem Versteck in das nächste. Ich hingegen werde diese Stadt nicht verlassen; ich werde meine Identität und alles, was zu mir gehört, nicht ohne eine Verhandlung aufgeben. Ich werde es mir bestimmt nicht so leicht machen wie Miss Romanova; das kann ich auch gar nicht, denn hinter mir stehen Personen, denen ich etwas bedeute und die mir etwas bedeuten, loyale Anhänger und Freunde. Und im Gegensatz zu unserer gemeinsamen Freundin werde ich diesen Umstand nicht ignorieren." Langsam schwenkte er das Glas in seiner Hand, während er den Inhalt betrachtete, wie er hin und her schwappte.

"Was mich zur ersten Antwort führt: Sie sollten es tun, weil sie ihr keine Loyalität schulden. Nicht nach allem, was sie Ihnen angetan hat. Was für Sie dabei raus springt? Alles, was Sie sich wünschen. Ich kann Ihnen Zauberstabhölzer und Kerne beschaffen, von denen Sie vielleicht nicht einmal wussten, dass diese noch auf dem Markt zu finden sind, ich könnte allerdings auch dafür sorgen, dass Pablo Vasquez seine Finger von Miss Romanova lässt, auch wenn ich keinen Grund sehe, wieso dies in Ihrem Interesse sein sollte. Sie müssen mir nur sagen, was Sie verlangen, und Sie werden es bekommen. Und sei es nur der nötige Einfluss auf bestimmte Behörden, um ein afrikanisches Kind zu adoptieren, damit es seine magischen Fähigkeiten in Hogwarts entfalten kann..." Ohja, Zach's Leute hatten ganze Arbeit geleistet, als sie den Zauberstabhersteller abgeholt hatten, und fleißig nach Druckmitteln gesucht. Jack waren Briefe und Fotos in die Hände gefallen, von denen er geglaubt hatte, sie seien nicht unwichtig, und auf dieser Grundlage konnte Zachary seine Geisel manipulieren. Er hatte zwar einen Plan B, doch dieser würde eine unfassbare Sauerei bedeuten. "Dies, und die Garantie, dass Sie unbeschadet aus der Sache heraus kommen - Sie werden also keinen Nachteil von dieser Kooperation haben. Seien Sie der Vermittler zwischen Miss Romanova und mir, seien Sie mein Druckmittel, damit sie sich auf eine Verhandlung um meine Freiheit einlässt. Sie werden es nicht bereuen." Ein düsteres Grinsen begleitete seine Worte, bei denen er dem anderem Briten ernst in die Augen sah. Er war die Schlange, die ihm die verbotene Frucht anbot. Er müsste sie sich nur nehmen.
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BeitragThema: Re: Gentlemen unter sich   Mo 31 Jul 2017 - 23:18

Ja, vielleicht hätte man sich auf neutralem Boden treffen können, doch dieser war für einen gesuchten Verbrecher nicht leicht zu finden. Zachary war ein Mann, der es liebte, die Kontrolle zu haben, und dies strahlte er mit jeder Faser seines Körpers aus. Wenn er über den Verhandlungsort bestimmte, hatte er auch alles andere in der Hand. Das Haus war voll mit seinen Leuten, dem Gegenüber stand nur ein einziger Mann; er dürfte daher nicht einmal mit dem Gedanken spielen, irgendetwas unüberlegtes zu tun.
Tatsächlich zeigte sich der andere Geschäftsmann erstaunlich ruhig, leider war er dennoch nicht kooperativ, denn mit seinen nächsten Worten log er seinen generösen Gastgeber an. Zachary war zwar kein Experte für Körpersprache, doch die Veränderung in der Haltung des Zauberstabherstellers zeigte, dass er dem angebrochenen Thema gegenüber keineswegs so indifferent entgegen sah, wie er den Eindruck vermitteln wollte. Zacharys Blick und Haltung veränderten sich im Kontrast dazu überhaupt nicht, während er wahrscheinlich Smethwyk's Bild von Romanova zerstörte und im fast gleichen Atemzug damit begann, was er eigentlich von dem Mann wollte. Aufmerksam beobachtete er beim Reden, wie sich der andere mit einer Hand durch das Haar fuhr; eine scheinbar lässige Geste, welche dennoch forciert wirkte. Nein, dieser Mann war nicht so entspannt, wie er glauben lassen wollte.
Der Gast des Giftmischers beteuerte, die Russin sei nur eine flüchtige Bekanntschaft, doch Zach glaubte, es besser zu wissen. Zweifelnd hob sich eine dunkle Augenbraue, als der andere eine Kollegin Romanovas erwähnte, da er von einer solchen nichts gehört hatte, aber er würde dazu keine Fragen stellen, schließlich hatte er den starken Verdacht, dass der Zauberstabhersteller ihn an der Nase herumführen wollte.
"Eine flüchtige Bekanntschaft, von welcher Sie ein Bild im Schlafzimmer hängen haben", kam es dunkel und mit einer Spur von Zynismus von Zachary Jones, wobei sich seine Augen ein wenig argwöhnisch verzogen. Von dem Bild wusste er von dem Team, welches den Zauberstabhersteller entführt hatte, und nun wusste auch Elliott, dass Zachary davon wusste. Hoffentlich würde ihn das dazu bewegen, mit offenen Karten zu spielen. "Versuchen Sie nicht, mich für dumm zu verkaufen, Mister Smethwyk. Damit tun Sie niemandem einen Gefallen." Vielleicht hatte er gehofft, seinen Kopf aus der Schlinge ziehen zu können, doch stattdessen hatte er diese Schlinge fester gezogen, indem er sich mit seiner Lüge bei seinem Geiselnehmer unbeliebt gemacht hatte.

Dennoch war Zachary auf seine Kooperation angewiesen. Elliott's Skepsis kam ihm daher überhaupt nicht entgegen. Sie war berechtigt, diese Skepsis, aber sie raubte dem Giftmischer Zeit und Nerven. Wieso war das Wissen, dass seine Freundin ihn betrog, nicht schon Grund genug für den Zusammenschluss mit ihrem Feind? Offenbar war der Gentleman nicht so einfach gestrickt, wie Zachary es sich erhofft hatte.
Ernst sah er seinen Gesprächspartner an und schwieg, während der Kellner die Getränke brachte. Auch er hob sein Glas und prostete Elliott stumm zu, worauf er als nächstes sein Essen bestellte.
"Ich nehme die gebratenen Seezungen-Filets mit Pfifferlingen und Stockfisch-Sauce...", knurrte er leise, ohne den Kellner anzusehen. "Als Vorspeise die Erbsenschaumsuppe mit Jakobsmuscheln..." Und natürlich nahm er kein Dessert. Er ging nun steil auf die 40 zu, daher würde sein Stoffwechsel eine solche Sünde wohl nicht mehr so leicht packen wie vor zehn Jahren.
Erst nachdem Elliott seine Bestellung aufgegeben hatte und der Kellner wieder verschwunden war, würde Zachary mit der Beantwortung der offenen Fragen beginnen.

"Sie irren sich mit Ihrer Behauptung, ich und Miss Romanova hätten etwas gemeinsam. Sie ist eine feige, hinterhältige Schlange, und als eine solche würde ich mich nicht bezeichnen. Wäre ich feige, wäre ich nicht mehr hier. Aber lassen Sie mich diese Beurteilung ihrer Freundin erläutern: Miss Romanova hat Sie verlassen, weil ihr Vater Sie nicht ausstehen konnte. Dann vor ein paar Jahren hat sie Russland verlassen, weil man ihr als Gegenleistung eine Beförderung anbot, die sie nicht verdiente. Dann hat sie Russland ein zweites Mal verlassen, weil sie Probleme mit ein paar bösen Jungs in Russland hatte. Und nun hat sie Sie ein weiteres Mal verlassen, weil... ja, warum eigentlich? Weil sie wohl davon ausgeht, dass es immer so leicht ist. Dass man immer einfach den Kopf einziehen, das Land verlassen, den Namen und alles andere ändern kann. Denken Sie nicht, dass sie schon genug Neuanfänge genießen durfte?" Ein weiterer Schluck seines Getränks wurde genommen. "Wäre sie ein Mensch von Stolz und Ehre, so hätte sie zu Ihnen, zu ihrem Land und zu sich selbst gestanden.Stattdessen läuft sie von einem Versteck in das nächste. Ich hingegen werde diese Stadt nicht verlassen; ich werde meine Identität und alles, was zu mir gehört, nicht ohne eine Verhandlung aufgeben. Ich werde es mir bestimmt nicht so leicht machen wie Miss Romanova; das kann ich auch gar nicht, denn hinter mir stehen Personen, denen ich etwas bedeute und die mir etwas bedeuten, loyale Anhänger und Freunde. Und im Gegensatz zu unserer gemeinsamen Freundin werde ich diesen Umstand nicht ignorieren." Langsam schwenkte er das Glas in seiner Hand, während er den Inhalt betrachtete, wie er hin und her schwappte.

"Was mich zur ersten Antwort führt: Sie sollten es tun, weil sie ihr keine Loyalität schulden. Nicht nach allem, was sie Ihnen angetan hat. Was für Sie dabei raus springt? Alles, was Sie sich wünschen. Ich kann Ihnen Zauberstabhölzer und Kerne beschaffen, von denen Sie vielleicht nicht einmal wussten, dass diese noch auf dem Markt zu finden sind, ich könnte allerdings auch dafür sorgen, dass Pablo Vasquez seine Finger von Miss Romanova lässt, auch wenn ich keinen Grund sehe, wieso dies in Ihrem Interesse sein sollte. Sie müssen mir nur sagen, was Sie verlangen, und Sie werden es bekommen. Und sei es nur der nötige Einfluss auf bestimmte Behörden, um ein afrikanisches Kind zu adoptieren, damit es seine magischen Fähigkeiten in Hogwarts entfalten kann..." Ohja, Zach's Leute hatten ganze Arbeit geleistet, als sie den Zauberstabhersteller abgeholt hatten, und fleißig nach Druckmitteln gesucht. Jack waren Briefe und Fotos in die Hände gefallen, von denen er geglaubt hatte, sie seien nicht unwichtig, und auf dieser Grundlage konnte Zachary seine Geisel manipulieren. Er hatte zwar einen Plan B, doch dieser würde eine unfassbare Sauerei bedeuten. "Dies, und die Garantie, dass Sie unbeschadet aus der Sache heraus kommen - Sie werden also keinen Nachteil von dieser Kooperation haben. Seien Sie der Vermittler zwischen Miss Romanova und mir, seien Sie mein Druckmittel, damit sie sich auf eine Verhandlung um meine Freiheit einlässt. Sie werden es nicht bereuen." Ein düsteres Grinsen begleitete seine Worte, bei denen er dem anderem Briten ernst in die Augen sah. Er war die Schlange, die ihm die verbotene Frucht anbot. Er müsste sie sich nur nehmen.
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