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 Klopf, klopf. Lass mich rein, lass mich dein Geheimnis sein!

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Evica Mitrovic Moravac
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BeitragThema: Klopf, klopf. Lass mich rein, lass mich dein Geheimnis sein!   Do 23 März 2017 - 2:27

Der Friedhof war alt. Wie drohende Mahnmale ragten die Grabsteine aus der feuchten Erde. Die Geräusche der Nacht waren hier verstummt. Keine Grillen zirpten, kein Nachtvogel schrie. Es schien als wäre die Tierwelt vor dem heutigen Ereignis wohl wissend zurückgeschreckt und bangte dem Ausgang des Treffens. Der finstere Nachthimmel war Wolkenverhangen und ein leichter Nebelschleier kroch wie geisterhaft zwischen den Gräbern entlang und verlieh dem Ort etwas gespentisches. Es war ein alter Pestfriedhof, welchen die magische Gesellschaft für sich auserkoren hatte. Hier war vor allem die edle Gesellschaft begraben. Krypten erhoben sich zwischen den oft kunstvollen Grabsteinen, welche manchmal die Ausmaße kleiner Denkmäler hatten. Evica Moravac lächelte. Obwohl es frisch war, fror die junge Frau nicht, in ihrem luftigem weißem Gewand, welches ihre schlanken anmutigen Formen umschmeichelte. Bei jeder kleinen Windböe flogen die weißen Stoffbahnen wie Banner nach hinten in die Höhe und schienen Eins mit dem Nebel zu werden. Ihre bloßen Füße schritten über das feuchte Gras, in den Dunst hinein, der sich nach dem Wind wieder zusammen schloss wie ein lebendiges Wesen. Sie wusste genau wohin sie gehen musste. 

Es war die Krypta einer Familie namens Rial. Sie wanderte wie ein Geist, verursachte keinen Laut. Ihre Finger strichen immer wieder über die alten Andenken, an die Verblichenen, während von ihren Lippen eine magische Silbe nach der anderen perlte. Sie griff nach der Essenz des Friedhofes, während ihre Augen mehr sehend umher huschten. Sie konnte die Ströme der Magie sehen, welche diese alte Ruhestätten einhüllte und vor Muggelaugen schützte. An einigen Gräbern selbst konnte sie noch Reste an magischen Schwingungen erkennen. Die kleinen magischen Grablichter, welche verteilt aufgestellt waren, schienen in ihren Augen wie funkelnde prismatische Sterne, von denen sich immer wieder kleine Eruptionen lösten. Die meisten Menschen wussten überhaupt nicht, wie viel Schönheit eine solche Nacht bot. Lediglich Träger des Saa vermochten dies nachzuvollziehen. Sie erreichte das kleine Mausoleum der Familie Rial völlig unbehelligt. Das Fackellicht aus dem Inneren der Krypta schien den Nebel von innen heraus erglühen zu lassen. Ein prächtiges Farbenspiel. Das Feuer der Wandbeleuchtung warf einen breiten warmen Schein aus der Tür heraus, auf den Totenacker. Evicas Miene blieb unbewegt als sie eintrat. 

Ihre Augen huschten in die verschiedenen Winkel und Nischen, in denen insgesamt sieben Särge standen. Drei an jeder Seite, einen vor Kopf. Die Fackeln ließen die Schatten in den Nischen noch dunkler erscheinen und mit gemessenen würdevollem Schritt, wanderte Evica auf den Sarg zu, welcher genau gegenüber vom Eingang lag. Geschmeidig ließ sich darauf nieder und lehnte sich zurück an die kühle Steinwand, zwischen deren Ritzen sich Moos und Schimmel hervor ausbreitete. Der muffige Geruch nach Erde und Tot war auch hier allgegenwärtig, doch er störte die junge Frau nicht im geringsten. Nein, sie hatte schon viel Zeit in solchen Gräbern zugebracht. Bis hin zum Busen verschmolz sie mit der Dunkelheit, verschränkte die Arme, vor ihrem Bauch und legte ein Bein über dem anderen ab. Ihren Zauberstab hatte sie verborgen bereits zwischen den Fingern, immerhin würde sie heute ein ziemlich gefährliches Wesen treffen. Hier in der Gruft befand sich niemand, soviel wusste sie. Auch im Schatten versteckt, hätte sie die Magie durch die Gestalten fluten sehen. Also ließ er sie noch etwas warten. Sie konnte es ihm nicht verübeln. Immerhin war seine Botschaft an ihn auch sehr dramatisch gewesen. Sie war überaus erfreut gewesen, als sie den kleinen Magier abgefangen hatte. Er schien etwas mit den Geschäften Zachary Jones zu tun zu haben, dem Mann, den sie vor über einem Jahr bereits einmal traf. Doch dann, als sie den Geist dieses kleinen Wurmes, der vom Alter ihr Vater hätte sein können,  ausgequetscht hatte, war sie auf etwas viel Interessanteres gestoßen, als einfache Geschäfte. 

Julian Melark. Ein Vampir, welcher hier wohl über ein ausgedehntes Informationsnetzwerk verfügte. Sofort war die junge Hexe neugierig geworden. Ein Strigoi in einer solchen Position, war etwas, was man sich unmöglich hatte entgegen lassen können. Also hatte sie den kleinen Boten wieder zurück gesandt, als sie herausgefunden hatte, dass der Unterschlupf des Strigoi für sie unzugänglich war. Sie hätte gerne die Miene dieses Wesens gesehen, als sein Diener zu ihm kam und in ihrem Namen, Evica, ohne Nachnamen zu einem Treffen an diesem Ort aufrief. Sie hatte spüren können, wie ihre Marionette, auf Befehl von ihr, danach zusammen gebrochen war, als sein Gehirn, wie sie es wollte massiv zu bluten angefangen hatte und ihm der Lebenssaft aus Augen, Mund, Nase und Ohren gequollen war. Was man so in drei Tagen mit einem Menschen alles tun konnte. Sie hatte bisher nicht viel über diesen Strigoi herausfinden können. Oh sie wusste inzwischen darum, wie er sich gab, einige Gewohnheiten, die er demonstrierte, aber kein tieferes Wissen von Substanz. Dennoch sorgte sie sich nicht. Den Moment leben, seine Möglichkeiten ausschöpfen. Und sollte es nötig sein, so hatte auch sie durchaus noch Asse im Ärmel.
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Julian Melark
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BeitragThema: Re: Klopf, klopf. Lass mich rein, lass mich dein Geheimnis sein!   Do 23 März 2017 - 2:43

Das Gleichgewicht hatte sich verschoben, etwas war anders. In der letzten Zeit traten ungewöhnlichen Kräfte an ihn heran. Alle wollten sie etwas über sein Informationsnetzwerk wissen und schienen dabei seine Geduld wieder und wieder auf die Probe zu stellen. Aus irgendeinem Grunde schienen sich überall machtvolle Hexen und Zauberer um ihn herum anzusammeln, alle samt waren sie auf seinem Niveau und beherrschten einzigartige Kräfte, die er nur zu gerne in seine Finger bekommen würde. Seine langen leicht grünlichen Fingernägel, die über die Finger bereits hinausreichten, kratzten vor Wut über den hölzernen Tisch. Die blass weißen Arme und Hände waren bis zum geht nicht mehr angespannt. In seinem Gesicht konnte man die Wut erkennen, die er bisher nur an sich selbst ausgelassen hatte. Ein paar Stiche in die Hand und in den Arm konnten ihm sowieso nichts anhaben, dass einzig wirkliche befriedigende war der Schmerz dahinter gewesen. Hinter ihm hing an einem Haken aufgehängt, eine zierliche junge Frau, aus einem der etwas vornehmeren Gegenden der magischen Gesellschaft. Nur ein weiteres Opfer um den Dämon der Finsternis vor seinem nächsten Treffen zu stärken. Ihr Gesicht war schrecklich entstellt, ihre Arme voller seitlich ausgeführter Schnitte, ihre Beine nackt und mit Brandzaubern verunstaltet, nichts an dieser Frau erinnerte noch an eine Schönheit. Sie war es nicht einmal wert gewesen seine Wut abzubekommen. Ihre Art sich gegen Julian zu wehren war absolut langweilig und einfallslos gewesen. Selbst ein Duell gegen sie war nicht der Rede wert. Zu moralisch, zu schlecht ausgebildet, zu schwach um die eigenen Stärken bis an die Grenzen auszunutzen. Sie war eine jämmerliche Beute für den alten Vampir und fern jeglicher Herausforderung. Er sehnte sich nach wahrhafter Dunkelheit, nach einem Gegner der ihm ebenbürdig war und der es verstand einen Kampf richtig jenseits der Hölle zu führen.

Erneut zog er das Messer und tauchte es in ein kleines Glässchen mit einer unscheinbaren Flüssigkeit ein, dann drückte er sich langsam das Messer auf die Haut, wobei kleine Rauchschwaden aufstiegen und man ziemlich genau erkennen konnte, wie sich die Haut und das darunter liegende Fleisch weggeätzt wurden. Seine Gesichtsmuskeln zuckten und ab einem bestimmten Punkt der Agonie, ließ er einen erschütternden Schrei aus seinem Mund ertönen. Ja, dass war es, so musste es sein. Der Schmerz hielt ihn lebendig, befreite ihn von seiner Langeweile, zumindest für eine kurze Weile. Seine gelblichen Augen beobachteten die Einschnitte auf seiner Haut und die langsame Regeneration derselben. Ein unsterbliches Wesen, war nicht an die Kriterien der Zeit gebunden. Julian Melark, der Dämon der Unterwelt würde selbst dann noch leben wenn der Staub von Chloes Knochen schon lange verweht war und auf diesen Tag würde er hinarbeiten, denn seine Geduld würde nicht solange halten. Früher oder später, da war er sich sicher, würde er umbringen, langsam, schmerzvoll, bis sie um den Tod bettelte. Erst dann würde er sie um den Verstand bringen, sodass sie irgendwann nur noch hohles Gerede von sich gab. Niemand erteilte Julian Befehle und erst recht nicht jemand wie Chloe oder sonst irgendjemand wie diese uralte Runenhexe mit ihren kleinen nervigen Plagen, die sich einbildete ihm Befehle und Bedingungen diktieren zu können. Sobald er herausgefunden hatte, wie er an diese unglaublich mächtige Magie herankommen würde, würde er sie für sich benutzen und die Welt ein für Mal von jeglichem unwürdigem Pack säubern. Schwächlinge wurden heute ausgebildet und selbst die starken Schüler mit Potenzial wurden zu minderwertigen schwachen Zauberern erzogen. Ihnen wird die Macht versagt, die ihnen rechtmäßig zusteht, die Macht diese Welt zu verändern und die Schwachen auszulöschen. Die Schulen wurden viel zu ängstlich vor den sogenannten dunklen Künste, eine jede Magie hatte ihren Preis und wer nicht bereit war diesen Preis zu bezahlen, war auch nicht würdig zu den mächtigsten Magiern der Zeit zu gehören.
Seine Hände ließen von dem Tisch und dem Messer ab, ehe er seine Kapuze überzog und sein Gesicht damit wieder in der typisch bedrohlichen Dunkelheit versteckte. Evica, dieser Name flog schon die ganze Zeit in seinen Gedanken umher. Nur diesen hatte sein Untergebener kurz vor seinem Tod noch herausbringen können, weshalb er ein Treffen mit ihr auf dem alten Pestfriedhof vereinbart hatte. Es war nicht schwer dahinter zu kommen, dass sie ihre Herkunft und ihren Nachnamen verborgen hielt, weil sie zu genau wusste das er dahinter kommen würde wer sie in Wirklichkeit war. Ihre Art und Weise ihm eine Botschaft zu überbringen imponierte dem Vampir und machte ihn neugierig auf diese eher nicht alltägliche Hexe. Wer war sie? Weswegen suchte sie ihn auf? Selbst für Auroren war dieser schwarz magische Zauber keineswegs ein Mittel um ihn gefangen zu nehmen. Das war nicht die Handschrift von Romanova sondern eher von einer kaltblütigen Hexe, die seiner rechten Hand würdig wäre. Aber zunächst blieb es abzuwarten ob sie sich als Feind oder Freund herausstellte, denn das würde entscheiden ob sie das Treffen mit ihm überlebte. Nicht jeder kam in Kontakt mit Julian, schließlich musste er sich versteckt halten und konnte nicht jedem beliebigen Zauberer sein Gesicht zeigen. Normalerweise recherchierte er erst bevor er mit jemanden in Kontakt trat. Namen, Schwachpunkte, Ruf, Alter, Wohnsitz, Zufluchtsmöglichkeiten, Reichtum. All diese Dinge konnte man benutzen um einem Menschen alles zu nehmen was er besaß, ihn langsam zerquetschen wie eine Fliege oder eine Ameise unter dem Stiefel. Nichts war einfacher und doch musste er darauf achten diese Person nicht zu unterschätzen.

Ihre Art seinen Anhänger zu manipulieren war äußerst machtvoll, wodurch sie nicht zum üblichen Kliente gehörte, dass er versorgte. Das hämische Grinsen in seinem Gesicht wurde größer, seine Augen verengten sich, als seine Arme unter dem schwarzen Umhang verschwanden und den Zauberstab innen bereit hielt, für den Fall das er sich verteidigen musste. Sofort apparierte er auf den Friedhof wo er die Anwesenheit einer weiteren Person verspürte. Jemand hatte die Gruft betreten! Der Geruch von frischem jungen Blut lag in der Luft und war ebenso anregend wie die Art der Kontaktaufnahme. Mit leisen Schritten ging er über die feuchte Erde und löste das Appariersiegel über der Gruft auf, um im Fall der Fälle eine Möglichkeit zu haben, einem Hinterhalt zu entkommen. Zwar würde er nie versuchen die Flucht zu ergreifen, aber blind und närrisch zu kämpfen waren nicht seine Art und bei so mächtigen Gegnern war es ungewiss welche Absichten sie verfolgten. Aber wenn sie glaubte, dass sie ihm mit ihrer kleinen eindrucksvollen Parade Angst einflöße könne, dann hatte sie sich geirrt. Er war die Dunkelheit und solange er lebte, würde er die Unterwelt Londons unter seiner Kontrolle haben und im Gegenzug zu dem was sie verlangen würde, würde er ihren Nachnamen wollen. Erst dann würde er seinen Teil der Abmachung erfüllen und vorher genug über sie herausfinden, um sie zu genüge in der Hand zu haben, wenn es darauf ankam. Julian Melark gab nie etwas ohne entsprechenden Gegenwert her und außerdem setzte er stets darauf das gewisse Menschen auf seiner Seite waren, wenn er es verlangte.

Schweigend betrat er im Schatten versteckt die Gruft. Seine Schritte waren so gut wie nicht hörbar und doch schien sie ihn zu bemerken. Das war für einen gewöhnlichen Menschen völlig unmöglich. Selbst mit einem absoluten Gehör, hätte sie ihn dank seiner Vampirfähigkeiten der lautlosen Bewegung in der Dunkelheit nie hören können. Konnte sie etwa seine Schritte sehen? Aber wie? selbst mit vollster Augenstärke wäre das ein Ding der Unmöglichkeit. Also entweder war sie selbst ein Vampir oder aber sie besaß eine Macht die Julian zur Gänze fehlte und unbekannt war.
"Du bist entweder töricht oder sehr mutig, dass du einen meiner Anhänger tötest.", sagte er im Schatten versteckt und ließ seine Stimme durch die Gruft schallen, um nicht geortet werden zu können.
"Evica, nehme ich an. Jede Bitte hat seinen Preis, jedes Geschäft erfordert eine Gegenleistung. Das sind meine Bedingungen für jedes Geschäft, für jede noch so kleine Information. Die Konsequenz nicht zu zahlen, ist möglicherweise sehr hoch.", zischte er leise in der Dunkelheit und konnte sich einfach nicht erklären, wieso sie ihn offensichtlich sehen konnte. Benutzte sie einen Aufspürzauber, um ihm eine magische Aura umzulegen? Aber wann hatte sie ihn gesprochen?
"Wer bist du und was willst du von mir?! und wer zur Hölle bist du eigentlich, dass du es wagst so einfach in meine Organisation einzudringen? Du wirst nicht viel über mich herausfinden, ich habe dafür gesorgt das es keine Informationen gibt. die zugänglich wären, also bemüh dich nicht! Und rede endlich! Meine Geduld hält sich in Grenzen."
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Evica Mitrovic Moravac
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BeitragThema: Re: Klopf, klopf. Lass mich rein, lass mich dein Geheimnis sein!   Do 23 März 2017 - 3:59

Evica wippte ein wenig mit dem Fuß. Kurz hatte sie das Bedürfnis etwas zu summen, doch dies verging noch bevor sie diesem Drang nachgeben konnte. Zum Glück war sie aufgeregt genug, um keine Langeweile zu empfinden. Fast hätte sie gekichert, als sie an den Spaß dachte, der sich ihr heute bieten würde. Wie oft stand man schon einem Strigoi gegenüber? Und wie oft hatte eine solche Kreatur auch noch etwas von Interesse zu bieten, waren diese Wesen doch die fleischgewordene Statik? Unveränderlich, langweilig. Aber dies hier schien etwas besonderes zu sein. Sie hatte keine Sorge, weil sie ein Spielzeug von ihm kaputt gemacht hatte, nein. Wenn er nicht kleinlich war, würde er darüber hinwegsehen und es als das ansehen was es war: Ein Manigfaltiges Statement. Zum einen sagte es aus, das sie es ernst meinte. Zum anderen demonstrierte sie ihre Kraft ein kleines Stück und machte durch die Dramatik und Art und Weise klar, das dies hier nicht die Handschrift des Ministeriums war. Endlich kam er. Sie konnte die Magische Aura bereits von draußen sehen. Er musste seine Vampirgaben benutzen, denn als er dem Eingang näher kam, konnte sie ihn mit ihren normalen Augen nicht sehen. Sie konnte lediglich den Strom magischer Kraft, der jede Faser seines Körpers durchströmte und wie normal bei einem Vampir eine dunkelrötliche Färbung auswies. Sie hatte bereits herausgefunden, dass sie an den Farben dieser Strömungen viel ablesen ließ.

Die Untoten Strigoi besaßen allesamt die selbe Farbe, was wohl auf ihren verfluchten Zustand zurückzuführen war. Dennoch hatte jede Aura ihre ganz eigene Note. Keine glich sich völlig. Bei manchen bewegte sich der Strom in Wellen, bei anderen waren Spiralen, welche unter der Haut entlang zu kreisen schienen, wieder bei anderen war es wie ein pulsieren. Sogar Emotionen konnte man bis zu einem gewissen Grad darin deuten, doch dies war eine meisterliche Disziplin, welche sie noch nicht beherrschte. Vielleicht würde sie das Saa noch ein wenig füttern müssen, bevor sie diese Kraft erlangte? Sofort musste sie sich fragen, ob ein Strigoi die Selbe Art von Essenz liefern würde, welche das Saa brachte um sich zu ernähren. Eigentlich würde es Sinn machen, immerhin waren diese erbärmlichen Gestalten der wandelnde Tot auf zwei Beinen. Sie beobachtete jeden Schritt des Strigoi in die Gruft hinein, als dieser stehen blieb, und seine Stimme mit einem Mal von überall her erklang. Nein wie süß. Er versuchte sie zu verunsichern. Er wähnte sich unentdeckt, oder wollte nicht akzeptieren, dass sie ihn sah. Sie konnte selbst das feine Gespinst des Zaubers sehen, welches sich im Raum ausgebreitet hatte und dessen Fäden an seinem Zauberstab zusammenliefen. Ruhig, unbewegt und ins Dunkel getaucht, lauschte und wartete sie, bis der Strigoi seinen kleinen Auftritt hingelegt hatte. Erst als er geendet hatte, hallte ein leises glockenhelles Kichern durch das Gemäuer. Geschmeidig erhob sie sich, ihn noch immer direkt mit den Augen fixierend. Als sie in den Fackelschein trat, wurde schnell das durchtriebene Grinsen sichtbar, welches ihr junges fein geschnittenes Gesicht zierte. Seitlich schritt sie ein wenig in den Raum hinein. Sie hielt Abstand, doch an ihrer beherrschten Haltung, dem selbstsicherem und elegantem Schritt, sowie dem fehlen jeglicher wahrnehmbarer Angst, war schnell zu erkennen, dass dies wohl keiner Sorge entsprang, sondern dem Wohlbefinden des Vampirs diente.

Nachdenklich tippte sie sich mit ihrem Zauberstab an das kleine schlanke Kinn. Sie war klein und schmal gegen den Strigoi und trotz der augenscheinlichen Zerbrechlichkeit ihrer Gestalt, war es nicht anders zu beschreiben, dass ihr Stärke und Macht wie Odem um sie in der Luft zu hängen schienen. „Wie lange möchtest du dich noch in den Schatten lümmeln Strigoi?“ Fragte sie ihn lässig, ohne jede Spur von Anklage, oder Häme. Es war eine einfache Frage, welche die Sinnlosigkeit seines Unterfangens aufzeigte. „Ja, ich kann dich genau sehen Strigoi. Und ich bitte dich. Sei nicht garstig aufgrund des kleinen Wurmes, den ich zu dir zurückgeschickt habe. Er hatte seinen Zweck erfüllt. Er wusste nicht viel über dich, also folgerte ich, dass er ein unbedeutendes Wesen ist. Ist es nicht Ironie, welche Bedeutung ich ihm durch seinen Tod verliehen habe? Nun bist du hier. Und obwohl du rätselst, wer ich sein mag, weißt du, dass ich nicht diesem lächerlichem Ministerium angehöre. Ist dies nicht eine angenehme Basis, die ich geschaffen habe und dieses kleine Opfer wert?“

Obwohl sie Worte verwendete, die eindeutig in den Osteuropäischen Teil des Kontinentes gehörten, war ihr englisch gestochen scharf, als hätte sie in ihrem ganzen Leben nichts anderes gesprochen. Es machte ihr nichts einzugestehen, dass sie nicht viel über ihn wusste. Ein Zugeständnis an die Paranoia des Vampires, der zugegeben noch weniger über sie wusste. „Außerdem verkennst du die Situation.“ Führte sie mit einem Lächeln weiter fort. „Ich komme nicht als Bittstellerin, welche einen kleinen belanglosen Handel mit dir abschließt.“ Sie trat ein wenig näher in das Licht, auf ihn zu. In diesen Augen lag nicht die geringste Angst, nur unbarmherzige Härte und eine Selbstsicherheit, welche bereits an Fanatismus grenzte. Kurz verwischte ihr Blick ein wenig, als ein Körnchen Finsternis durch ihr Auge flog. Das Saa tanzte häufiger, wenn man auf diese Sicht zurückgriff. In den ersten Jahren hatte sie das überaus irritiert und gestört, doch inzwischen hatte sie sich damit abgefunden. Sie machte sich nichts daraus, ob der Vampir dies sah. Sie glaubte nicht, dass er bereits von dieser Macht gehört hatte, oder wirklich wusste oder erfassen konnte, was sie bedeutete. „Ich komme, weil ich gedenke mich in diesem selbstgefälligem Land niederzulassen. Ich komme weil ich diese Welt zu erschüttern gedenke. Ich komme und mit mir folgt der Wandel, bis diese Welt zerbricht und ich sie neu gestalte. Erkennst du nun, wem du gegenüberstehst? Welche Dimension dies hier hat?“
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BeitragThema: Re: Klopf, klopf. Lass mich rein, lass mich dein Geheimnis sein!   Fr 7 Apr 2017 - 4:11

Strigoi - ein Begriff der nur in den östlichen Gefilden vorhanden war und eigentlich hier zu Lande noch nie genutzt wurde, um die Wesen der Nacht - also ihn zu beschreiben. Allein damit verriet sie schon mehr als ihr möglicherweise bewusst war. Aber Julians Instinkt sagte ihm, dass sie keinerlei Spuren hinter sich zurückließ. Ihre gesamte Art machte sie zu einer Bedrohung. So wie es aussah hatte sie keinerlei Skrupel gehabt jemanden umzubringen nur um seine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken und dann war da noch eine andere Frage, die er sich selbst nicht beantworten konnte. Wieso zum Beispiel konnte sie ihn sehen? In ihr steckte eine Art der Magie die ihm noch gänzlich unbekannt war, eine von der er glaubte noch nichts zu wissen. Welche Absichten verfolgte sie und wieso wandte sie sich ausgerechnet an ihn? Glaubte sie etwa wirklich, dass der Dämon der Finsternis sich ihr unterwarf? Julian Melark würde eher sterben als sich einer verzogenen jungen Göre zu unterwerfen die gerade Mal vielleicht zwei Jahrzehnte lang das Licht der Welt erblickte. Sie war seiner nicht würdig, zumindest gab es für ihn keinerlei Grund von ihr überzeugt zu sein. Allerdings interessierte es ihn, welche Art Magie sie benutzte um ihn in der Dunkelheit aufspüren zu können, wo gewöhnliche menschliche Augen versagten. Ein Aufspürzauber konnte es nicht sein, er hatte sich zuvor vergewissert, dass kein Aufspürzauber in seiner eigenen Gruft platziert wurde. Egal was es war, sie würde ihn zwar sehen können war ihm aber kampftechnisch aufgrund ihres Alters vermutlich bei weitem unterlegen. Andererseits besaß kaum Informationen die ihm halfen eigene Schlussfolgerungen zu treffen. Sie schien nicht einmal Angst zu haben oder aber sie verbarg sie so gut, dass er nicht in der Lage war sie zu spüren. Beachtlich für ein so junges Mädchen, dass anscheinend ein ihm nicht unähnliches Ziel zu verfolgen schien. Doch zu welchem Preis ? Wollte sie ihn etwa herausfordern und töten, um einen Störfaktor aus dem Weg zu räumen?

Schweigend lauschte er unter seiner Kapuze verborgen ihren Worten und sah sie mit seinen gelblichen bedrohlichen Augen gestochen scharf an. Jede einzelne Bewegung vermochte er wahrzunehmen, unabhängig davon was sie auch immer tun würde. "Du spukst ja ziemlich große Töne für ein Mädchen in deinem Alter. Du tötest einen meiner Informanten nur um mich zu treffen. Du gehst große Risiken ein für jemanden der neu ist.", erwiderte er krächzend und beobachtete jede weitere Reaktion, während er um sie herumschlich um sie genauer unter die Lupe zu nehmen. Ihr Auftreten wirkte souverän und ihre freche Art erinnerte ihn an eine andere bekannte Hexe, die er nur zu gerne töten würden. Aber bis er die Gelegenheit dazu bekam würde er sie noch brauchen. Seine blass weißen Hände klammerten sich an seinen Zauberstab, den er zu seiner Sicherheit bereit hielt, nur für den Fall das das hier eine Falle sein sollte.

Als er von ihren Plänen hörte, konnte man ein leises krächzendes Lachen hören, dass von ihm aus ging. Für einen Augenblick hatte er sie nicht im Blick gehabt, ehe er ihr wieder in die Augen sah, seine Zunge leckte über seine ausgetrockneten Lippen, während er versuchte den Bluff aus ihrer Stimme herauszuhören. Allerdings schien es ihr ernst damit, eine Tatsache die Julian ziemlich amüsierte. Glaubte sie wirklich, sie könnte die Welt verändern?! Sie war nichts weiter als ein normaler Mensch, schwach, arrogant und zum Tode verurteilt sobald sie sich ihm in den Weg stellte. Wahrscheinlich hatte sie von seinem Informationsnetzwerk gehört und wollte es sich zu eigen zu machen. Allein der Versuch würde mit ihrem Tod enden und außerdem ahnte sie noch gar nicht welche Kräfte im Umlauf waren. Es gab noch eine andere Hexe die mit Runenmagie dabei war ihre eigene kleine Armee zu züchten. Im Augenblick schienen alle verrückt geworden zu sein, die dunkelsten Kräfte stiegen auf einmal aus der Hölle empor und Julian musste bereits einen Drahtseilakt zwischen den Fronten machen. England wurde immer gefährlicher und ein Nest für ziemlich mächtige schwarze Magier, die wenn sich nichts änderte schon bald in einem Krieg untereinander sich gegenseitig vernichteten. Evica machte da keine Ausnahme, ihre Pläne ließen sich niemals ohne weitere Hilfe in die Tat umsetzen und er war nicht gewillt ein junges Mädchen wie sie zur Schülerin zu nehmen.

"Du willst die Welt verändern?! Was hat das auch nur im entferntesten mit mir zu tun?", fragte er und konnte sich des Eindrucks nicht erwähren, dass sie irgendeinen Komplott schmiedete. Er musste höllisch aufpassen, nur ein Schritt in die falsche Richtung könnte alles zerstören für das er so hart gearbeitet hatte.
"Erwartest du ernsthaft, dass ich eine Jugendliche beim Wort nehmen soll?! Du kannst die Welt nicht allein verändern und obendrein sind Kräfte am Werk, die du nicht begreifst." , er winkte ab, da er ihr Gerede zunächst für großspuriges Gerede hielt. Wie sollte ein junges Mädchen schon den Lauf der Dinge beeinflussen? Glaubte sie ernsthaft sie könne es mit jedem aufnehmen?! Wenn sie das wirklich glaubte, war sie entweder verrückt oder aber einfach nur naiv. "Außerdem...welchen Anlass gibt es für mich dir zu vertrauen? Die Welt befindet sich bereits in einem Wandel, jene Magie ist zu mächtig um sie für sich einzunehmen, nur ein Narr würde versuchen sie blind einzunehmen.", fragte er und musterte sie genauer. Was war das in ihren Augen?! Ihre Kraft gehörter einer Magieklasse an, die ihm zur Gänze unbekannt war, doch war er sich sicher, dass es mit schwarzer Magie zu tun hatte. Die Finsternis die ihr in den Augen leuchtete war eindeutig zu erkennen und musste ziemlich tief liegen, wenn sie ihn damit selbst im Schatten noch erkennen konnte.
"Erzähl mir mehr von deinen Zielen.", es konnte nicht schaden mehr über das zu wissen was sie plante. So war es einfacher abzuschätzen welche Bedrohung von ihr ausging und ob er sie beseitigen musste. Allein das sie ihn hierher holte, obwohl sie keinen Handel mit ihm abschließen wollte, war bereits mehr als nur eine Unverschämtheit für die sie eigentlich leiden sollte!
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Evica Mitrovic Moravac
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BeitragThema: Re: Klopf, klopf. Lass mich rein, lass mich dein Geheimnis sein!   Mi 12 Apr 2017 - 0:27

Ein breites wissendes Lächeln breitete sich auf ihren Zügen aus. Ja die Bemerkung mit dem Strigoi hatte sie nicht unabsichtlich fallen gelassen. Sie konnte regelrecht hören, wie sehr es in seinem Gehirn arbeiten musste. Zweifelsohne würde er jedes Wort von ihr sorgsam analysieren. Nun würde er natürlich richtigerweise folgern, sie käme aus dem Osten Europas, doch sie wusste das er sich nicht sicher sein konnte. Ihr Englisch war gestochen scharf und wies nicht den geringsten Akzent auf, als hätte sie in ihrem Leben niemals etwas anderes gesprochen. Wenn Evica etwas lernte, dann perfektionierte es. So war es bei der Magie und so war es auch bei jedweder Fremdsprache. Natürlich war ihr die Gefahr bewusst. Dieser Vampir war kein Schwächling, sondern ein ernsthafter Gegner. Von dem wenigen was sie hatte erfahren können, kontrollierte er die Unterwelt Londons bereits seit längerer Zeit. So etwas schaffte man nicht ohne gewisse Fähigkeiten und dazu gehörte nicht nur Kraft und der fachkundige Umgang mit Magie. Dennoch hatte sie keine Angst vor ihm. Keine Zweifel! Angst in dieser Situation, wären Zweifel an sich selbst. Das Konstrukt niederreißen, in dem man die eigenen Grenzen, welche von dieser Lüge aufgetischt wurden, ausräumte. Was konnte ihr schlimmstenfalls passieren? Folter? Lächerlich. Sie hatte bereits vor fünf Jahren Qualen von einer unsagbaren Stärke durchlitten, als sie sich das Saa angeeignet hatte. Nein, sie fürchtete keinen Schmerz, sie fürchtete keinen Tot, man konnte ihr nichts wegnehmen. Sie war frei. Sie hatte nichts zu verlieren. Sich von den Stricken des Konstruktes lösen war der erste Schritt. Benutze die einzelnen Facetten des Konstruktes, um dein Ziel zu erreichen, doch verstricke dich nicht darin! Das war ihre Devise. Sie nutzte den Einfluss, den Reichtum und die Macht ihrer Familie für ihre Zwecke und ihre Forschungen, aber es hatte keinerlei Bedeutung. Keiner der hiesigen Diener der Familie bedeutete ihr etwas, noch ihre Familie selbst. Sie hatte diesem Vampir mehr voraus, als dieser jemals ahnte, denn er hatte so viel zu verlieren und in kleinen Schritten nur wenig zu gewinnen. Bedauernswert. Er gab sich großspurig, als er anfing, sie zu umrunden. Das war in Ordnung, das musste er, sie verstand es. Sie hatte sich ziemlich dramatisch in Szene gesetzt und dies war sein Versuch dies zu relativieren. Das Saa tanzte durch ihre Augen, während sie die magischen roten Ströme durch seinen Körper fließen sah. Ein erstaunlicher Teil floss in seinen Arm und... Sie lächelte, als sie betont auf seine Hand sah, welche den Zauberstab hielt.

Er sollte wissen, das sie es wusste und genau sehen konnte, wo sein Stab verborgen gehalten wurde. Sie ignorierte seine Worte fürs erste. Ihre Selbstsicherheit kam nicht eine Sekunde ins Wanken, als sie lächelnd das Wort ergriff. „Ich kann hören, wie es in deinem Kopf rumpelt Melark. Sie sagt Strigoi? Kommt sie etwa aus Ost-Europa? Die erste Information, über sie. Aber kannst du dir sicher sein? Was ist, wenn ich dieses Wort bewusst gewählt habe? Wie steht es mit dem Klang meiner Sprache? Komme ich vielleicht aus einem ganz anderem Teil der Welt?“ Sie lachte leise und fing nun ihrerseits an, auf und ab zu laufen, so das sie ihn im Blick behalten konnte. Auch dies war keine Angst und dies war deutlich an ihrer Haltung zu sehen, welche nahezu majestätische Sicherheit ausstrahlte. Nein, es war zu unterhaltsam, in seine Augen zu schauen und zu erraten, was sich dahinter abspielen mochte. Und sie zeigte ihm alles. Es verzückte ihn, wie unheimlich verwirrt er schien, als er in ihre Augen blickte. Sowohl in seinem Gesicht, als auch in den Fluktuationen seiner Aura war dies genau zu sehen. Sie winkte ab, auf die Bemerkung, das hier Magien am Werk seien, welche über sie hinaus gehen würde. Nichts ging über jemanden hinaus. Nicht wenn man sich bewusst, das diese betreffende Energie auch die eigene war. „Sag mir nicht, du brauchtest diesen Wurm noch? Er hat vor mir gekniet und hat darum gebettelt, mir verraten zu dürfen, was er über dich wusste. Und das ohne ihn zu verletzen. Sein Wille war schwach. Sieh es als einen Gefallen meinerseits an, ein wenig ausgesiebt zu haben. Ein kleines Geschenk an dich.“ Ihr Lächeln nahm mit einem mal eine überaus kindliche Note an. Ihr zartes Gesicht schien regelrecht unschuldig zu strahlen. „Ich verzeihe dir sogar deine impertinenten Worte. Ich weiß das du noch ein Sklave bist, dein Denken ist noch an einfache Dimensionen gebunden, sonst hättest du nicht gesprochen, wie du es getan hast?“ Ihre Hand strich an ihrem Hals entlang. Es war seit langem befremdlich, wie sich solche einfachen Berührungen anfühlten. Die Kindlichkeit wich einem sanftem beinahe wehmütigem Ausdruck, bevor sie ihn wieder fixierte und der Stahl wieder in ihre Augen zurückkehrte.

Sie tat es nicht gezielt, um ihn zu verwirren, dafür verlief das Wechselbad der Gefühle zu natürlich über ihr Gesicht, aber sie sorgte sich auch nicht darum. Sie wusste, das niemand wusste ihre Wechselhaftigkeit einzuordnen und das sie dies nur noch unberechenbarer in den Augen anderer machen würde. „Ich verrate dir ein kleines Geheimnis Melark. Es ist überhaupt nicht nötig für mich, mich gewisser Magien zu bemächtigen. Du willst etwas über meine Ziele wissen? Ich werde diese Welt verlassen. Ich werde die wahre Magick wieder finden. Ich werde die wahre Magick sein, in ihrer ursprünglichen Form. Ich erwarte nicht, das du verstehst, was ich dir damit sage und das soll auch nicht weiter deine Sorge sein. Ich habe dieses Land hier ausgewählt, da sich von hier aus Kräfte bewegen die Wellen schlagen. Außerdem habe ich in diesen Landen bereits Versuchskaninchen, die überaus interessant zu beobachten sind. Ich überlasse dir nun die Wahl. Ich biete dir an, dich mit mir gut zu stellen und mit mir deine Augen und Ohren zu teilen. Es soll dein Schaden nicht sein. Du wirst meine Unterstützung haben, mit einigen Einschränkungen. Ich werde niemanden für dich umbringen, oder deine Konfrontationen führen. Nicht weil ich Angst hätte, oder mich diese Sklaven interessieren. Nein, ich möchte die Wellen sehen, welche du schlägst. Meine Ziele sind nicht weltlicher Natur. Ich strebe nicht nach Macht über andere. Ich strebe nicht nach Reichtum, Ruhm oder Anerkennung. Dies alles bedeutet mir nichts. Du wirst also deine Kleinkriege um diesen Tant ungestört weiterführen können. Und solltest du dich als lohnend erweisen...“

Sie brach ab. Ein leises Flüstern machte sich in der Gruft breit. Worte voller stöhnen und Leid gewispert. Sie waren kaum zu verstehen, selbst für die Ohren des Vampirs. Evica jedoch lächelte wissend. Sie hatte nicht gezaubert. Zumindest hatte sie weder ihren Stab angehoben, noch irgendeine Geste getan, oder ein Wort gesprochen. Das Stöhnen wurde lauter. Es waren drei Stimmen. Ein kalter Hauch strich um den Vampir herum. Das flüstern erhob sich daraus. Der leichte weiße Seidenstoff von Evicas Gewandung bewegte sich in der gespentischen Brise als sich hinter ihr langsam eine durchscheinende Gestalt aus dem Nichts schälte. Bläulich leuchtend und durchsichtig, erschien der Geist eines Kindes neben Evica. Seine trüben Augen waren von Leid gezeichnet, während er Julian musterte. Seine Kleidung war abgerissen und seine Beine endeten schienen wie unter den Knien abgerissen, wo seine ektoplasmische Gestalt aufhörte. Ein leises Wispern hinter Julian, als ein weiterer Kindergeist im Eingang der Grüft erschien und dort, wie aus weiter Ferne wehklagend aus dem Nebel schritt. „Bitte lass meine Kinder doch gehen Gebieterin...“ flehte dir dritte Stimme jämmerlich, blechernd, wispernd. Der dritte Geist war eindeutig der einer erwachsenen Frau. Sie alle drei hatten hoffnungslos gebeugte Gestalten, sie war seitlich von Julian erschienen und schien den Vampir kaum zu beachten. Evica ignorierte das betteln der Muggelmutter, welche sie nach dem Erdbeben in einem Haus, mit samt ihrer Familie in ihre Dienste gezwungen hatte. Ihr Blick blieb auf Julian fixiert. „Bin ich bereit, dir sogar auf deinen Wegen, die du beschreitest zu helfen. Ich werde dir Magie geben. Neue weltliche Macht. Was sagst du?“
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Julian Melark
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BeitragThema: Re: Klopf, klopf. Lass mich rein, lass mich dein Geheimnis sein!   So 14 Mai 2017 - 18:41

Julian sah sie gespannt an, ihre Intelligenz war nicht zu unterschätzen und auch wenn sie verrückt klang, machte das was sie sagte einen Sinn. Er spürte wie das Blut in seinen Adern pulsierte, wie seine Erregungskurve immer mehr und mehr in die Höhe stieg und seine Belustigung an dieser ganzen Vorführung seine Langeweile eliminierte. Wer war diese Frau und woher war sie wirklich gekommen. Handelte es sich bei ihren Spielchen um ihre Herkunft um einen Bluff? Oder einen doppelten Bluff? Oder einen dreifachen? Fakt war, sie liebte es Spielchen mit ihm zu spielen, eine Tatsache die Julian durchaus an ihr gefiel. Das einzige an ihr was ihn wütend machte, war das sie ihn nicht als ebenwürdig anzuerkennen schien. Ihr respektloser Ton, ihre ganze Haltung spiegelte genau das wieder. Wer war diese Frau? Und wieso trat sie ausgerechnet auf ihn zu? Doch nicht nur wegen seinem Informationsnetzwerk in England? Nein, sie errichtete Nebenkriegsschauplätze um vom eigentlichen Ziel abzulenken. Sie suchte etwas oder jemanden das war ihm völlig klar. Wozu brauchte man sonst sein Informationsnetzwerk?
"Versuch mich nicht manipulieren! Ich spiele deine Spielchen nicht. Ich werde noch früh genug herausfinden wer du bist! Ich habe noch jeden Namen herausgefunden und früher oder später wirst du einen Fehler machen und der wird sich verraten.", erwiderte er und hielt seinen Zauberstab unter seinem Mantel versteckt, er spürte die finstere Aura die von ihr ausging, etwas das allein durch ihr unberechenbares Verhalten schon deutlich nach außen getragen wurde. Sie erinnerte ihn ans Sams komische Freundin Harley Quinn. Sie gehörte zu Zacharys Gefolgsleuten und war eine echte Nervensäge, ein Plagegeist, der sich jedoch als nützlich erwiesen hatte. Diese Frau jedoch war um vieles gefährlicher, sie dachte nach bevor sie sprach und man erkannte zwischen all ihren kleinen Spielchen das eine klare Strategie dahintersteckte. Sie hatte also ihre Hausaufgaben gemacht und wusste über ihn und seine Geschäfte bescheid. Eine Tatsache, die er nicht aus den Augen verlieren durfte. Allerdings war ihm bisher noch nicht klar, ob sie wirklich detaillierte Informationen über ihn besaß oder nur das was man allgemein in der Unterwelt so über ihn redete.
Doch ihre Art und Weise nahm langsam ein Maß an, das Julian nicht tolerieren konnte. Sie nannte ihn unverschämt und das in einer Ausdrucksweise die ihn wie ein kleines Kind tadelte. Vor Zorn knirschte er mit den Zähnen und dachte daran sie zu attackieren aber noch war nicht der richtige Zeitpunkt dafür da. Denn noch war er zu sehr an ihrer Macht interessiert die sie befähigte ihn selbst in der Dunkelheit noch zu erkennen, obgleich gewöhnliche menschliche Sinne ihn niemals hätten erfassen können. Welche Art von Fähigkeit besaß sie? Woher stammte diese Gabe? Es war definitiv keine helle sondern tiefe schwarze Magie, noch finstere als ihm überhaupt bekannt war.
"Dieser Verräter interessiert mich nicht im geringsten. Es ist schön zu sehen, dass jemand solche Leute aus dem Weg räumt. Aber du solltest auf deine Wortwahl achten, ich bin nicht derjenige der impertinent ist. Sei vorsichtig was du sagst, du willst dir doch keine mächtigen Feinde machen oder? Wäre doch bedauerlich wenn sich deine Ziele nur wegen deiner miserablen Wortwahl in die Ferne verschieben würden. Ich weiß mehr über die Dunkelheit als du es dir je vorstellen kannst. Ich habe mich bereits vor langer Zeit über die Menschen hinausentwickelt, über ihre sinnlosen Floskeln, über ihre heuchlerische Gesellschaft über das sogenannte Ministerium. Die Menschen sind verkommen." , sagte er und nachdem er sie nun mehrmals umkreist hatte blieb er erneut vor ihr stehen, hob den Kopf aber nur so an, dass gerade seine Augen zu sehen waren. Seine krächzende Stimme war ein eindeutiges Zeichen dafür, dass seine Stimmbänder sich selbst nach seiner Verwandlung zum Vampir nie vollständig von der Folter durch Bellatrix Lestrange erholt hatten. Die Narben waren zurückgeblieben weshalb seine Stimme längst nicht mehr die lauteste war. Das war eben der Preis für das Versagen bei einer einfach gestellten Aufgabe. Und nun da Bellatrix nicht mehr am Leben war, würde er sich eben jenen rächen die vom Lestrange Clan noch übrig waren, um die gesamte verräterische Sippschaft auszulöschen. Die Wut die er in sich trug war ungewöhnlich mächtig und die Frau die vor ihm stand würde sich wundern, zu was er bereit und in der Lage war, wenn es zu einem Kampf auf Leben und Tod käme.

Schweigend lauschte er, ehe er in krächzendes Gelächter ausbrach und sie kurz danach wieder ansah. Sie wollte diese Welt verlassen um die wahre Magick zu finden? Ausgerechnet sie? Ein Kind, dass gerade mal aus den Kinderschuhen entwachsen war? wie viel Wisse und Erfahrung konnte sie schon haben? Andererseits schien sie es bereits zu ziemlich eindrucksvollen Fähigkeiten gebracht zu haben, also war es nicht unmöglich, dass sie wirklich daran glaubte. Julian befand sich in einem inneren Konflikt, zwischen der Macht die sie besaß und ihrem Alter, dass er relativ niedrig einstufte. Vielleicht auf 20. Erneut lachte er krächzend und leckte sich vor Erregung über die Lippen, "du redest um den heißen Brei. Du bist jung und glaubst du könntest jeden Zauberer dieser Welt übertreffen. Deine Worte klingen wie der einer Größenwahnsinnigen. Ich glaube, du überschätzt deine Fähigkeiten aufgrund deiner Arroganz enorm. Komm endlich zum Punkt! Welche Art der Unterstützung könntest du mir bieten? Mein Informationsnetzwerk zu nutzen hat seinen Preis, aber bevor ich darauf eingehe will ich exakt wissen, welchen Vorteil ich davon hätte. Und auf welche Weise du mein Netzwerk nutzen willst.", sie redete zuviel, wie ein Wasserfall, wie ein Mensch der nicht verlieren konnte. Was wollte sie wirklich in England und welche Magie war derartig mächtig, dass sie sie zu einem Teil der reinen Magick machen würde? Diese Art von Kraft existierte nicht! Ihre Worte waren wie der Biss einer Schlange, giftig und brennend, nicht vertrauenswürdig und nicht einzuordnen.

Plötzlich jedoch legte sich ein eiskalter Schauer auf Julians Rücken, seine Augen verengten sich als sich drei geisterhafte Gestalten manifestierten und Evica anflehten. Was hatte das zu bedeuten? Wann hatte sie heraufbeschworen und wie waren diese Gestalten in seine Gruft gelangt? War das ein Trick oder ein Versuch ihn zu manipulieren. Seine blass weiße Hand mit den langen grünlichen Fingernägeln war aus seinem Umhang wie eine Schlange hervorgekommen, den Zauberstab immer noch im Anschlag und bereit zu kämpfen, wenn es darauf ankam. Er erhob den Stab jedoch nicht gegen Evica. In seinen Augen lag keinerlei Belustigung mehr, sie schien unberechenbar, völlig ohne jegliche Chance ihre Züge vorauszusehen. "Was geht hier vor? Wie ich sehe, hast du Geister gebunden, doch frage ich mich zu welchem Zweck?! Was bezweckst du mit dieser Demonstration?", Julian blieb auf seiner Stelle stehen und beobachtete das Geschehen, auch wenn er keine Ahnung hatte was sie damit beabsichtigte. Eines war jedoch sicher, einen Geist in dieser Welt festzuhalten war keine einfache Angelegenheit was bedeutete, dass sie entweder Hilfe dabei hatte oder tatsächlich bereits die Fähigkeiten eines erfahrenen Zauberers hatte, was wiederrum bedeuten würde, dass sie noch eine größere Gefahr darstelle als ohnehin schon.

"Du schwafelst nur. Welche Fähigkeiten, welche Magie könntest du mir schon bieten?!" , fragte er und sah sie mit ausdruckslosem Gesicht an, "und damit wir zusammenarbeiten, ist es von gegenseitigem Vorteil, dass ich auch deine Identität kenne. Sonst ist das nicht ausgeglichen. Und ich kann es nicht ausstehen wenn mir jemand derartig im Vorteil ist. Das verstehen sie sicher.", vielleicht konnte er so an ihre Identität gelangen und etwas aus hier herauskriegen. Ein Handel der nur zu ihrem Vorteil lief, war nicht in seinem Interesse.
"Was macht sie überhaupt so sicher, dass sie ihr Ziel verwirklichen können? Was existiert in diesem Land, um ihnen dazu zu verhelfen, hm?", fragte er skeptisch und begutachtete sie sehr genau.

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Evica Mitrovic Moravac
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BeitragThema: Re: Klopf, klopf. Lass mich rein, lass mich dein Geheimnis sein!   Mi 17 Mai 2017 - 2:42

Evica hatte das Lächeln zu keiner Sekunde abgelegt. Sie verpasste kein Wort des Vampires. Und jedes davon enttäuschte sie. Er verstand nichts, seine Maßstäbe und Denkmuster waren so einfach, so … menschlich. Nein, so sehr er es leugnen wollte, er war ein tief verstrickter Sklave in den Fäden des Konstruktes. Sein eigener Körper machte dies allein klar. Er würde sich nicht verändern. Eine Ewigkeit ohne Altern, ohne Veränderung der körperlichen Charakteristika. Er war das perfekte Abbild von Stasis. Doch was sie suchte, war Dynamik. Dynamik auf einer fundamentalen Ebene. Aber sie hatte auch nicht erwartet das er verstand. Nein, er hatte nicht die Einsichten gehabt, welche sie gehabt hatte. Er hatte nicht die Werke studiert, welche sie studiert hatte. Er hatte nicht das Lied durchlebt, das sie erlebt hatte.

Er klammerte sich so sehr an sich selbst und verstrickte sich dadurch selbst immer mehr, in die Fänge der Realität, welche so, wie es tat, gar nicht würde existieren müssen. Sie war vollkommen ruhig geblieben, als sein Zauberstab hervorschnellte und er mit einem wütenden Glimmen in den Augen die drei Geisterwesen musterte. Sie breitete die Arme aus, den Zauberstab in einer Hand. „Habe keine Furcht Melark. Ich werde dir demonstrieren, was ich dir unter anderem bieten kann. Doch danach werde ich dir noch etwas anderes in Aussicht stellen und dann wirst du eine Wahl treffen müssen.“ Als Evica die Augen schloss, und die Spitze ihres Zauberstabes zu glimmen begann, schien es, als würde ein Ruck durch die Welt gehen. Wie ein Pulsieren, eine Wellenbewegung, durch die Realität an sich. „Bitte Gebieterin... bitte ich flehe euch an...“

Die entsetzte Gestalt der Geisterfrau, war in eine gebeugte Haltung gegangen. Mit schwachen Gesten, versuchte sie Evica zu überzeugen, die überhaupt nicht zuhörte. Dunkelheit schien sich unter den Geistern zu manifestieren. Sie wusste das der Vampir aufgrund seiner Natur in der Lage sein würde, die Auswirkungen dieses Zaubers zu erkennen. Es schien, als hätte sich der pure Abgrund unter den drei Geistern aufgetan. Wie aus weiter Entfernung, schien ein Rasseln zu erklingen und nur Sekunden später schossen Ketten aus der Finsternis. Ketten aus schwarzem, mit Dornen besetztem, ektoplasmischer Essenz. Wie eine schaurige Imitation von Stahl, schlangen sich die Ketten um die Geistergestalten, deren panischen, leidvolles Schreien immer leiser wurde, als würde es sich von ihnen entfernen. Eine der Ketten schien vor Julian halt zu machen. Unschlüssig, ob es sich hierbei um ein weiteres Geisterwesen handelte, doch Evicas Kontrolle über den Zauber ließ zu keiner Sekunde nach. Die letzte Kette schlang sich um die Mutter, deren durchsichtiger Mund vor entsetzlicher Pein weit aufgerissen war, doch sie war bereits nicht mehr zu hören. Eine der Ketten schien bis in Evicas Brust zu reichen. Der Vampir konnte mit ansehen, wie die Gesichts und Körperzüge der drei Gestalten langsam aber eindeutig zu verlaufen schienen. Die Unterweltketten. Schienen vor Kraft nahezu zu pulsieren, als diese wie durch einen Leiter in Evicas Brust floss. Sie hatte ihre Augen geöffnet. Das Saa war nun allgegenwärtig in ihnen. Das Saa ernährte sich von der Essenz des Todes und was war dies anderes als Geister?

Ihre Augen schienen nun selbst wie dunkle Abgründe. Kein Weiß, keine Pupille, lediglich eine tiefe Schwärze. Evica's Gesichtszüge verkrampften sich ekstatisch. Diesen Zauber anzuwenden und seinen Effekt zu spüren, war jedes Mal erneut ein Genuss. Dieser Vampir wusste gar nicht, was sie ihm hier gewährte. Doch diese Verzückung dauerte nicht all zu lang. Dies war immer der erste Moment, wenn diese Kraft einen durchströmte. Ihre Augen lichteten sich auf. Das Weiße kehrte in diese zurück, obwohl nun dauernd Dunkelheit weiter, wie in Form kleiner Körnchen durch die Augen huschten. Der ganze Raum schien sich trotz der Fackeln etwas verdunkelt zu haben. Doch bei genauerem Hinsehen, konnte man erkennen, das SIE es war. Das Licht schien ein wenig vor ihr zurückzuschrecken, wurde zu einem Teil absorbiert und dämmte das Zwielicht noch weiter hinab. Die Geister wanden sich weiter in ihren Ketten, während Evica den Blick nicht eine Sekunde von dem Vampir nahm.

„Du verstehst nicht, wie menschlich du in Wirklichkeit noch bist. Sieh meine Worte nicht als Beleidigung. Tatsächlich stieß ich bisher auf niemanden, der verstand, was ich sagte. Du sagtest, du wirst irgendwann meinen Namen herausfinden. Wofür? Weil Namen Macht haben sollen? Was sagt dir das, bei jemandem, der beschlossen hat, über die Definition von Identität hinauszuwachsen? Du sagtest, ich wäre arrogant, das ich dächte mich mit allen Zauberern messen könnte. Tatsächlich weiß ich das dem nicht so ist. Das Wetter, viele der Dinge, die passieren, gehen über meine magischen Fertigkeiten hinaus. Aber was macht das? Diese Fertigkeiten bedeuten nichts. Und sobald man das verstanden hat, gibt es keine Grenzen mehr. Sobald man erkennt, das Grenzen eine Lüge sind und dies verinnerlicht, verlieren diese Dinge ihre Bedeutung. Ich muss vor nichts Angst haben, ich muss nicht Arrogant sein. Ich muss nicht Evica heißen, oder irgendwie anders. Nichts davon hat eine Bedeutung. Nun wähle. Ich biete dir Magie. Ich biete Zauber von großer Kraft, mit denen du kleine belanglose Kämpfe um Macht führen kannst, oder ich teile mit dir mein Verständnis, für etwas gänzlich anderes. Wenn du die Bedeutungslosigkeit der Dinge erkennst, wirst du erkennen das ich nicht unhöflich war, denn auch dies hat keine Bedeutung. Ich zeige keinen Respekt, weil dieser ebenso nichts bedeutet, denn er kettet dich lediglich an menschliche Wertvorstellungen.“

Die Hände der Geister griffen aus den Kettengeflechten hinaus, versuchten verzweifelt Julian anzubetteln, ihnen zu helfen, doch die Unterweltketten, nahmen ihnen bereits die Substanz. Wie Pudding schien die Ectoplasmische Essenz ihrer Körper immer mehr zu verlaufen. Die Gestalten wurden sichtlich immer ausgemergelter und im gleichen Maß schien die Finsternis um Evica zu wachsen, zu etwas greifbarem zu werden, während das Saa in ihren Augen tanzte. Sie streckte ihm nun ihrerseits die Hand entgegen. „Spring über deinen Schatten. Löse dich von diesen Vorstellungen denen du erlegen bist. Lass uns zusammen Einsichten finden, welche uns Wahrhaft erheben!“
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BeitragThema: Re: Klopf, klopf. Lass mich rein, lass mich dein Geheimnis sein!   Do 17 Aug 2017 - 3:35

Furcht?! Glaubte sie wirklich er würde noch der Furcht erliegen? Julian Melark kennt keine Furcht. Weder vor Dunkelheit, Schmerz oder ihr. Es ist sogar genau das Gegenteil der Fall, er zog die Dunkelheit gerade zu an. Er wollte brennen und die größte Agonie verspüren, die kein Mensch aushalten könnte. Er würde selbst in den Feuern der Hölle gegen den mächtigsten Zauberer der Welt kämpfen, nur um seine Gelüste zu befriedigen. Sein größter Feind waren weder die Angst noch irgendwelche sentimentalen Erwägungen, sondern viel mehr die Langeweile. Er suchte den Kampf, das Wissen auf dem schmalen Draht zwischen Leben und Tod zu stehen, Schmerzen zu spüren und zu zufügen. Den Gegner langsam aber sicher niederzustrecken, nur um in seinen Augen die Verzweiflung das Wissen zu erkennen, das er das Letzte war, was dieser Mensch je gesehen hat. Er war unsterblich und konnte somit seine Zeit damit verbringen jeden Zauber auf dieser Welt zu erlernen und der mächtigste Zauberer aller Zeiten zu werden, die Restauration der Welt durchzuführen und nur jene am Leben zu lassen, die er als würdig betrachtete.

Schweigend schaute er unter seinem dunklen Kapuze hervor, seine gelb leuchtenden Augen visierten diese unberechenbare Blondine zu jeder Zeit an. Ihr anmaßendes Verhalten erweckte seinen Zorn und seine Begierde mit ihr zu kämpfen, sie brennen zu sehen, ihre Lunge zu punktieren und genau Arthur Ransley es tat, sie röchelnd und langsam erstickend zu Boden gehen sehen. Aber ihre wahre Macht demonstrierte sie ihm genau in dem Moment in dem er daran dachte sie anzugreifen. Die pure Dunkelheit manifestierte sich unter den Geistern, Arme schlangen sich um sie und schienen sie in die Tiefe zu ziehen. Wohin war ihm nicht ganz klar, aber es war offensichtlich, das es sich hierbei nicht um eine einfach Banntechnik handelte. Nein, es musste noch viel dahinterstecken. Die Dunkelheit die sie ausstrahlte war weitaus tödlicher, als die die er bisher von ihr gesehen hatte. An sich war die Magie die sie dort verwendete nicht aus einem der dunklen Bücher die er studiert hatte. Seine Wut wurde plötzlich ersetzt durch Begierde, Neugier und einer großen Spur von Neid. Wer war diese Frau und wie konnte sie in so jungen Jahren eine so mächtige Magie meistern? Wer war ihr Mentor? Warum war sie wirklich gekommen? Wollte sie wirklich mit dem Menschen ins Geschäft kommen, der seine Wurzeln in der normalen Welt hatte und nur darauf wartete zuschlagen zu können? Dieses Mal war er im Nachteil und es schien als gäbe es keine verwundbare Stelle an der man sie angreifen könnte. Es schien auch nicht gespielt zu sein, im Gegenteil ihre ganze Art wirkte ebenso aufrichtig wie giftig.

Jeder ihrer Schwingen, ihr Zauberstab und die Dunkelheit die in ihren Augen verborgen lag, waren von sehr viel tieferer Natur und um das zu begreifen, musste er sie in seiner Nähe behalten. Erst wenn er ihr Geheimnis gelüftet hatte, erst dann könnte er sie sich ihrer entledigen. Dennoch waren ihre Worte eher die einer Verrückten. Was wollte sie mit Erkenntnissen wenn sie dadurch keine neuen Formen der Magie erlernte? So musste er sich eingestehen diese Form von Macht noch nie erspäht zu haben, besonders keine die über alles hinausging was er je gesehen hatte. Wie eine Statue beobachtete er fasziniert und eiskalt wie sich die pure Dunkelheit in ihren Augen breit gemacht hatte. Gänzlich ohne Pupillen oder Augen, wirkte sie gleich viel älter und sehr viel gefährlicher als in ihrem normalen Zustand. War sie überhaupt noch ein Mensch? Und welche Absichten verfolgte sie wirklich? Ihre ganze Art wirkte weder geheuchelt, noch benutzte sie Floskeln um  ihn zu besänftigen. Zwei Fakten die ihm zumindest auf unbewusster Ebene ein wenig imponierten.

Nur wenn er mit ihr ins Geschäft kam, konnte er mehr über all das in Erfahrung bringen. Allerdings war es riskant ihr Zugang zu seinem Informationsnetzwerk zu geben. Zeitgleich wiederrum war es sowohl ein guter Angriff sowie eine gute Verteidigung. Denn auf diese Art konnte er sie ausspionieren und zugleich ihre Geheimnisse erfahren.
Ein hässliches krächzendes Lachen stieß aus seinem Munde hervor, während er keinerlei Anzeichen von Gefühlen zeigte. Stattdessen leckte er sich über die Lippen, was in den meisten Fällen bereits sein Interesse bekundete. "Und was haben wir von diesen Einsichten, Evica? Einsichten werden dir hier nicht helfen. Nur wenn diese Einsichten zu etwas höherem führen, nur dann sind sie uns von Nutzen.", er machte einen Schritt auf sie zu und versuchte in ihren Augen irgendeine Form der Lüge zu erkennen. Sie war völlig verrückt geworden, irgendetwas musste ihren Verstand vernebelt haben, aber egal wie es auch um sie stand. Sie besaß etwas was er wollte, etwas das er begehrte und von dem er wusste, das es ihn stärker machen würde.
"Was ist das in deinen Augen? Welche vom Form von Magie? Welche Dunkelheit hat dich dies gelehrt?", fragte er und zischte leise, "sei keine Närrin, ich bin mehr als ein Mensch. Ich bin der Dämon der die Restauration dieser Welt einleiten wird. Und wenn du wirklich so mächtig bist, dann hielte mich doch nichts davon ab, dein Können hier und jetzt unter Beweis zu stellen oder?", das war er, der Augenblick in denen die meisten sich zurückzogen, besonders wenn es um den Beweis ihrer Macht ging. Er liebte das Spiel mit dem Feuer, weshalb er auch offen seinen Zauberstab gegen sie erhob. "Du musst mir schon beweisen, das das was du sagst keine leeren Worte sind. Und wenn du das getan hast, dann können wir verhandeln. Meine Informationen gegen deine Magie und Einsichten.", jeder Zug war gefährlich und gewagt aber um mit solchen Menschen fertig zu werden, war es das einfachste sie in den Dunstkreis zu ziehen, zwar distanziert zu halten, sie aber auf diese Weise zu beobachten und die Schwächen herauszufiltern. Er war sehr gespannt wie sie auf seinen kleinen Test reagieren würde. "Wenn du dich in meinen Augen bewiesen hast, kommen wir beide ins Geschäft. Das einzige was du nicht kriegen wirst, sind Informationen über die Leute mit denen ich arbeite und über mich selbst..", das Adrenalin in seinem Körper pumpte wie verrückt. Er sehnte sich so sehr nach einem brennenden Kampf, nach einem würdigen Gegner der bis zum Tag des jüngsten Gerichts eine langsam zermürbende Schlacht kämpfen würde. "Fangen wir an.", krächzte er mit einem großem Grinsen im Gesicht und trat einige Meter von ihr zurück.
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Evica Mitrovic Moravac
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BeitragThema: Re: Klopf, klopf. Lass mich rein, lass mich dein Geheimnis sein!   So 24 Sep 2017 - 23:16

Evica pulsierte vor Kraft. Noch immer floss die Energie der Totengeister in ihren Leib. Der Abgrund verschlang diese Jämmerlichen Gestalten langsam aber unerbittlich und Evica fühlte sich stark, so unendlich stark. Die Euphorie drohte ihren Verstand zu umnebeln. Es brauchte ihre ganze Willensanstrengung, diese aufwallenden Gefühle zu unterdrücken. Es brodelte in ihren Knochen. In ihren Muskeln, jeder Arterie. Sie hatte gespannt auf die Worte des Vampirs gewartet. Sie hoffte sehr darauf, er würde verstehen, worum es wirklich ging. Wer zu höchster Magie und Macht aufsteigen wollte, musste die Bedeutungslosigkeit begreifen. Wer die wahre Magick finden wollte, musste die statische Magie vergessen. Sie hatte Grenzen, war beruhte auf falschen Prinzipien. Nur der Wille zählte. Der Wille führt zur Erleuchtung und die Erleuchtung zur Macht. Doch anscheinend konnte er sich dies nicht vorstellen. Enttäuschung zuckte durch ihren Verstand.

Sie hatte gedacht ein Strigoi seiner Art würde vielleicht mehr begreifen, würde nach mehr streben. Doch da hatte sie sich anscheinend geirrt. Einen Moment ergriff sie der pure Hass. Dieses niedere Geschöpf, dieser Sklave hatte mehr geboten bekommen als jemals zuvor und er hatte sich dafür entschieden, sich noch weiter zu degradieren. Mit einem Mal fühlte Evica sich allein. Sie hätte genau so völlig einsam in dieser Krypta stehen können. Ihr Herz schlug immer wilder in ihrer Brust, bis es schier raste. Ihre Magie gegen seine Informationen? Einsichten mussten zu etwas höherem führen? HATTE DIESE MADE ÜBERHAUPT EIN WORT VERSTANDEN? In ihrem Schädel tobte der Zorn. Sie sollte sich beweisen? Was glaubte diese Kreatur eigentlich was sie war? Nur ein kleiner niederer Blutsauger. Eine kleine niedere Kreatur in einer Welt niederer Kreaturen. Er war absolut Bedeutungslos. Er war nur ein Strang in einem Gewebe. Ein Strang, welchen das Gewebe nicht einmal vermissen würde, würde er fehlen.

Während der Vampir sprach, schwieg sie. Die ganze Luft knisterte Bedrohlich, während sie ihre Wut in Schach zu halten versuchte. Er trat von ihr zurück. Er wollte also kämpfen? Sie sollte sich vor ihm Beweisen? Wie lächerlich. Erbärmlich, ekelhaft! Sie ekelte sich vor der Banalität seiner Gedanken, doch gleichzeitig ekelte sie sich vor sich selbst. Sie kämpfte darum, die Worte des Vampirs in die Bedeutungslosigkeit zu verbannen, wo diese hingehörten, doch sie schaffte es nicht. Es traf sie, das er nicht verstand. Es traf sie, das es sie verletzte. Mit einem Mal hatte sie keine Lust mehr ihren Zorn im Zaum zu halten. Er wollte einen Beweis? Er wollte sich messen? Das sollte er haben. Die entropischen Kräfte prickelten um ihre Finger herum, bis in die Fingernägel, bis in jede Haarspitze. Sie hatte nicht bemerkt, das ihre Hand, die den Zauberstab hielt, leicht zu zittern angefangen hatte. Sie konnte es nicht mehr zurückhalten. Es drängte hinaus. Diese Wut. Sie musste...

LUMOS SOLEM! Ihre Stimme hallte voller Wut durch die Krypta und hallte donnernd von den steinernen Wänden wieder. Doch sie beließ es nicht dabei. Während das gleißende Licht erstrahlte, schwang sie bereits ihren Zauberstab. Die Magie pulsierte in ein Geysir, der sich endlich entladen konnte aus ihrem Stab.  Trotz ihrer Wut, war sie nicht dumm. Strategie war immer ein wesentlicher Bestandteil eines Kampfes. Und sie gedachte nicht diesen hier zu verlieren. ~Ignis Spiritus in Terra!~ Der Befehl brandete wie ein Schrei in ihrem Kopf umher, gefolgt von dem nächsten Zauber. ~Zemlije Uhvatite!~ Die Methode war simpel.

Das Licht würde ihn zurückdrängen. Der Angriffszauber würde ihm gleichzeitig die Sicht nehmen und wenn er verteidigte, würden die steinernen Hände ihn packen und hinab zerren, wo er wehrlos war. Ihre Gestalt flackerte bereits. Ihre Beine nahmen eine immaterielle Form an, wie ein schwarzer Dunst, während sie sich einen Meter in die Luft erhob. Von ihrem Rücken, ihren Armen, stieg schwarzer Dunst auf und wieder flog Finsternis durch ihre Augen, während die Magie peitschend in die Erde krachte. Ein Spalt klaffte krachend in der Krypta vor Evica auf und ein weißer Dampfstrahl schoss daraus empor. Die Hitze der Erdendfeuers schwang darin mit und würde alles versengen, was sich ihm in den Wege stellte.

Das Licht schien noch immer grell, erreichte Evica jedoch nicht, als vor der Finsternis des Saa zurückschreckte. Gleichzeitig reckten sich die ersten Erdhände rund um den Vampir aus dem Boden, bis hin zum Eingang. Gierig spreizten sich die Finger, zu Klauen, die um sich griffen, den Beinen des Blutsaugers entgegen strebend. Diesen Kampf würde diese Kreatur nicht gewinnen. Er hatte es gewagt sie herauszufordern. Er hatte es gewagt ihre Worte niederzuschmettern. Warum nur gefiel er sich so sehr in seiner Rolle als niederes Wesen? Warum wollte er nicht verstehen, was sie ihm geboten hatte? Warum war sie so unendlich allein?
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Julian Melark
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BeitragThema: Re: Klopf, klopf. Lass mich rein, lass mich dein Geheimnis sein!   So 5 Nov 2017 - 0:14

Das helle Licht traf Julian und er spürte wie seine Haut Feuer fing. Ein bohrender Schmerz, jenseits jeglicher Argonie durchfuhr ihn. Er stieß einen lauten Schmerzensschrei aus, der allerdings nur sehr verstümmelt - beinahe wie ein Krächzen - aus seinem Mund kam. Sie hatte ihn schwer getroffen, doch er war vorbereitet auf solche Eventualitäten. Wie jeder Todesser verstand er es sich in eine schwarze nicht definierbare Art von Wolke oder Rauch zu verwandeln und damit vollständig zu dematerialisieren. Sofort flog er einmal quer durch den Raum und machte es ihr bei seinem Tempo nicht gerade einfach ihn anzuvisieren. Der Schmerz war epochal, ihre Kräfte beeindruckend aber immer noch nicht das genug um ihn zu überzeugen. Nun zeigte sie endlich ihr wahres Gesicht, jenes das ihm offenbarte das ihr längst nicht alles egal war. Sie verspürte Wut, Zorn und Hass. Aber nichts davon gehrte zu dem Leben, das sie führen wollte. Ein Leben das über alle Grenzen hinausging und die Bedeutungslosigkeit von menschlichen Zügen deutlich machen sollte. Die Wirklichkeit jedoch war eine ganz andere. Sie war nicht anders als jeder andere Mensch, das einzige was sie abhob war ihre skurrile Meinung die man ganz offensichtlich teilen musste, damit sie einem friedlich gesonnen war.

Julian liebte Herausforderungen und deswegen stellte er sich ihr. Dieser klaffende Schlund war eine unheimliche Fähigkeit, die ihm gefährlich werden konnte. Beeindruckend für eine so junge Frau die nicht einmal trocken hinter den Ohren war. Der Raum in der Krypta war einfach zu wenig gewesen, um einen effektiven Kampf führen zu können, daher musste er sich dringend Platz verschaffen umso mehr Ausweichmöglichkeiten zu haben. Sectum Sempra! Nebula Nubis!, nonverbal schleuderte er beide Zauber in den Raum und nutzte den kurzen Moment der Tarnung um durch den Eingang der Krypta ins Freie zu gelangen. Zeitgleich zu seiner Flucht aus der Krypta auf den dunklen Friedhof, schleuderte er einen bombarda maxima mitten in die Krypta hinein, um eine Explosion auszulösen, die sie möglicherweise schwächen würde.

Auf einem der Gräber materialisierte er sich schließlich wieder und sah kurz zu dem Eingang der Krypta zurück. Ihr Kampf war noch nicht beendet und wenn eines wirklich sicher war, dann das sie ihm folgen würde. Er konnte ihre dunkle Aura förmlich spüren und selbst wenn sie verletzt wurde, wäre das wahrscheinlich für sie kein Hindernis ihn bis zum aller letzten Atemzug zu bekämpfen. Jetzt hatte Melark Blut geleckt. Er liebte harte Kämpfe, er liebte es diese Art von Kampf zu führen. Leben und Tod verbanden sich allein in der Schlacht, die zwei Gegner miteinander führten. Sie wollte ernst genommen werden? Eine einfache Demonstration reichte bei weitem nicht aus. und selbst wenn, ihr Angebot war ihm einfach zu gering. Sie könnte jene Zauber die sie ihm lehren wollte, auf Dauer zurückhalten bis sie alle Informationen aus seinem Netzwerk besaß, um sich selbstständig zu machen. Nein! es war zu gefährlich und dieses Risiko musste unbedingt minimiert werden.

Allerdings war er noch nicht fertig, er musste sich auf einen großangelegten Angriff vorbereiten, weshalb er noch einen bombarda maxima hinterherschickte und eine erneute Explosion auslöste, um dann mit einem "ignis Tempestas" den Eingang in Flammen zu setzen. Er schürte das Feuer durch die hölzernen Kreuze die als Grabsteine dienten. So konnte er das Feuer aufrecht erhalten und sich wirksam vor direkten Attacken schützen. Als nächstes ließ er einen Nebel auf dem Friedhof entstehen, was es schwerer machte ihn zu lokalisieren, ehe er sich selbst den Zauberstab an den Hals hielt und über den ganzen Friedhof über zu lachen anfing.
"Ohh, ist da jemand wütend? Scheinbar kannst du dich nicht über alle Grenzen der Bedeutungslosigkeit hinweg heben. Dein Zorn ist viel zu menschlich, du bist menschlich, du bist nichts, rein gar nichts. Du hast es weder geschafft noch wirst du es schaffen dich je von deiner Menschlichkeit zu lösen. Deine Gefühle verraten dich, Evica!", krächzt er und lässt seine Stimme wieder verstummen. Er hatte genug auf ihr herumgeritten, es war Zeit dieses Spiel zu beenden. Ihre Worte waren nichts als Schall und Rauch, sie war kein Deut anders und glaubte sich in ihren jungen Jahren, das Recht herauszunehmen über die Bedeutung der Worte anderer zu urteilen. Dabei war sie ebenso allein wie Julian.

Auch wenn er eine höhere Magick nicht ausschloss und sich dieser Option nicht verschloss, konnte er ihre Emotionen in diesem Zusammenhang nicht begreifen. Wenn doch alle so bedeutungslos war, wieso fühlte sie sich dann offensichtlich von seiner Herausforderung derartig angegriffen? "Du behauptest ich wäre noch sehr menschlich hm? Aber wenn du doch über all diese Dinge hinausgewachsen bist, wieso bist du dann zornig? Zorn, Hass und Wut sind doch dann alle ohne Bedeutung. Du beweist damit nur, das du damit kein bisschen weniger menschlich bist als ich. Dein Zorn ist der Beweis dafür. Negative Emotionen wie Hass machen dich stärker, aber können dich auch blind machen und deswegen sind sie für höhere Ziele nicht geschaffen!!", krächzte er laut über den Friedhof. Ihm war es egal was es in seiner Gegnerin auslösen würde. Er wusste nur eines, ihre Reaktionen waren für ihn ein Widerspruch zu ihren Aussagen. Denn auch Gefühle waren bedeutungslos und eine rein menschliche Schwäche, deren sich Julian auch bereits versucht hatte zu entledigen.
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Evica Mitrovic Moravac
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BeitragThema: Re: Klopf, klopf. Lass mich rein, lass mich dein Geheimnis sein!   Mi 27 Dez 2017 - 16:05

Evica hatte bereits eine ebenso immaterielle Form angenommen und schoss hinter dem Vampir als schwarzer Dunst aus der Krypta hervor. Flammen schossen hinter ihr über dem Eingang hoch. Sie hatte nicht versucht aus diesem Gebäude zu apparieren. Zweifellos hatte der Vampir einen Schutz errichtet, welcher genau dies verhinden würde. Zumindest hätte sie es so getan. Dies wäre zu wertvolle Zeit gewesen. Während der schwarze Dunst vor ihr über das Friedhofsgelände schoss, bog sie ab und landete wieder hinter einem Totendenkmal, welches einen kindlichen, speckigen, kleinen Engel mit Lockenfrisur darstellte, welcher nur mit einigen steinernen Fetzen um seine Lenden herum bekleidet war. Eine Explosion erschütterte die Luft. Der Knall ließ Evicas Haar nach hinten fliegen, wie ein Banner. Das Brechen von Stein und Mörtel hallte hässlich durch die Nacht und ein Teil der kleinen Krypta stürzte donnernd und tosend in sich zusammen. Doch Evica verschwand bereits. Ihre Form verschwand und sie disapparierte.

An einem anderen Grabstein kam sie wieder hervor und orientierte sich. Die magischen Ströme tobten über den Friedhof, gut für sie sichtbar. Das magische Feuer tobte noch um einige Trümmer der Krypta. Sie ließ ihren Blick schweifen. Dort war eine rote humanoide Aura. Es war unverkennbar. Wie parasitäre Tentakeln, griff diese Aura um sich, wobei die natürlichen Ströme regelrecht vor der Widernatürlichkeit zurückschreckten. Es war unverkennbar für einen Strigoi. Ein Grinsen legte sich auf ihre aufgesprungenen Lippen, die von der Hitze rissig geworden waren. Sie ignorierte den leichten Schmerz. Der Hass wallte noch immer in ihrem Verstand. Er drohte jeden klaren Gedanken zu überlagern. Leidenschaft war Chaos und damit erstrebenswert, soviel war klar, aber Chaos musste geschöpft werden. Sie drohte es gerade zu übermannen. Sie wusste, das die Unterweltketten ihre Gefühle noch immer stark beeinflussten. Das war ein Effekt dem man sich nicht entziehen konnte. Natürlich erzeugte ein solch massiver Energieschub eine riesige Woge an Emotionen. Doch jetzt brauchte sie einen klaren Verstand.

Sie atmete kurz durch. Nebel Stieg mit einem Mal aus dem Boden aus. Schnell wurde er so dicht, das man kaum die Hand vor Augen sehen konnte. Es war so vorhersehbar. Natürlich verließ sich ein Wesen mit schärferen Raubtiersinnen auf eine solche Taktik. Doch auch sie war mit einem weiteren Sinn ausgestattet. Auch wenn sie vielleicht die Hindernisse, die Grabsteine nur noch Schemenhaft erkennen konnte, bis zu einer gewissen Reichweite, so war der Fluss der Magie noch immer unverkennbar. Sie konnte zwar ihn selbst nicht mehr sehen, da seine Strömungen von denen seiner Zauber optisch überlagert wurden. Doch die magischen Ströme hatten weiterhin eine Richtung. Sie bewegten sich auf ein Zentrum zu. Wieder schwemmte eine Woge des Zornes in ihr auf. Dann aber erklang das Lachen über den Friedhof. Der Zorn loderte noch etwas höher, als sie den Worten lauschte. Er begriff noch immer nichts. Er begriff nicht das es nicht die Emotionen waren, welche Bedeutungslos waren, sondern die kausalen Auslöser. Sie wusste selbst, das sie noch lange nicht an ihrem Ziel angelangt war, doch dafür ging sie ihren Weg auch immer noch. Sonst hätte sie diese Welt schon längst verlassen und sich einem wesentlich kreativeren und dynamischeren Kosmos zugewandt. Sehnsucht brannte in ihrem Herzen, als sie daran dachte, doch ein Teil seiner Worte war wahr. Noch war auch sie viel zu menschlich. Noch immer von einigen Ketten des Konstruktes gehalten. Sie hatte eine Menge davon bereits gesprengt, doch ihr Weg war noch nicht zu ende.

Und eine weitere Wahrheit. Zorn und Hass machten blind. Nur war es falsch, das sie nicht für höheres geeignet waren. Sie waren lediglich riskanter. Sie nutzte seinen Monolog noch immer und schlich in dem lauten Schall seiner Worte über das Friedhofsgelände. Auch wenn sie ihn jetzt gerade nicht sehen konnte, mit diesem lauten Gerede, würde er ihre Schritte sicher nicht mehr hören. Sie folgte den magischen Strömen, zog einen Bogen, während er noch redete und da tauchte die Aura auf, welche noch immer die Ströme des Nebels hielten, welcher sich über den Friedhof ausbreitete und die krächzende Stimme über das Gelände projizierte. Sie musste acht geben. Er hatte einen feineren Geruchssinn als sie. Er würde ihr Blut riechen, wenn sie zu nah an ihn herankam. In ihrem Kopf formte sich bereits eine Strategie. Langsam kam sie näher und hob ihren Zauberstab. Mit einem lautlosem Zauber, ließ sie ein Spiegelbild von sich entstehen und setzte es genau gegenübergesetzt, vor ihn. Während sie sich vorsichtig auf ihn zubewegte, kam das Spiegelbild ebenso frontal auf ihn zu. Es schälte sich lächelnd aus dem Nebel, den Zauberstab erhoben. „Venenum Suo Stimulus“ Hallte es von dem Spiegelbild, während sie die eigenen Geräusche mit einem kleinen Stillezauber unterdrückte. Aus dem Zauberstab glomm unheilvoll grünes Licht, als sich aus dem Nebel ein Surren erhob. Insekten umschwärmten das Spiegelbild. Der Schwarm war gewaltig. Die blutgierigen Insekten stoben auf, schossen auf den Vampir zu, die furchtbaren giftigen Stacheln bereits tödlich hervorgereckt. Natürlich kam der echte Schwarm von hinten auf ihn zu. Doch sie wusste, es würde ihn nicht aufhalten. Sie hoffte, der optische und Visuelle Effekt würden ihn zumindest eine Sekunde von seinem Geruchssinn ablenken, bevor er das, was er vor sich sah, als Täuschung identifizierte. Dann würde er sich der Insekten hinter sich erwehren müssen.

Evica fixierte den humanoiden roten Strom magischer Energie, welche den Strömungen um sich herum regelrecht spottete. Sie konzentrierte sich, drängte die Wut so gut es ging in den Hintergrund. ~Legilimens!~ Es war schwer. Sie musste immerhin mehrere Effekte aufrecht erhalten und versuchte nun in seinen Verstand einzubrechen. Ihr zu Gute sprach der Kraftschub der Unterweltketten. Doch er war unausgelasteter und würde mehr Kraft aufwenden können, um sie auszuschließen. Dazu waren die Insekten gedacht, welche sich nicht auf ihre Augen verlassen mussten, um das Untote Wesen und sein Blut wittern zu können. Es war spannend. Der Vampir war stark. Er war gerissen und fähig. Nun würde sich zeigen, wie stark er war.

~GROSSE WORTE.~ Höhnte sie in seinem Schädel. ~WÄRE MEIN WEG BEREITS ZUENDE, HÄTTE ICH DIESE JÄMMERLICHE WELT BEREITS HINTER MICH GELASSEN. DU VERSTEHST NICHTS. DU WILLST MICH MIT MEINEN GEFÜHLEN TREFFEN, WÄHREND ICH DICH MIT BANALEN KONVENTIONEN GETROFFEN HABE. HAHAHAHAHA.~ Ihre Stimme hatte sich monströs in seinem Verstand verzerrt und donnerte wie eine Kakophonie des Teufels durch seine Gedanken. Sie verbarg, wie groß die Anstrengung war. Auch mit der Energie der Unterweltketten, war es eine Belastung. Das Netz aus Zaubern, welches sie gewoben hatte, um ihn zu täuschen war komplex und Anspruchsvoll. Doch sie musste in ihre Stärke vertrauen. Es gab keine Grenzen!
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Julian Melark
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BeitragThema: Re: Klopf, klopf. Lass mich rein, lass mich dein Geheimnis sein!   Do 18 Jan 2018 - 16:45

Der Nebel sollte Angriff und Verteidigung zugleich für den Vampir werden. Er hatte jedoch nicht damit gerechnet, das sie einkreisen würde oder gar ihn überhaupt noch aufspüren konnte. Sie besaß in der Tat Fähigkeiten die vielen Leuten fehlten, inklusive ihn. Aber das freute ihn, genau so ein Kampf war es der ihn erregte, der sein Blut in Wallungen brachte, sein Gemüt erhitzte. Der Kampf auf Leben und Tod, der Kälte so nahe zu sein, das man sie am eigenen Leib spüren konnte. Der Friedhof war inzwischen sehr kalt geworden, der dichte Nebel würde es einem normalen Menschen nicht ermöglichen ihn zu finden, doch Evica war für Alter nicht normal. Sie war vollkommen durchgedreht ihr Deal war ein Witz, den sie sich sparen konnte. Er würde doch nicht jemandem Informationen zukommen lassen, der ihm so gut wie nichts dafür zurückgab. Dennoch empfand er ihren Kampfstil als interessant und leckte sich deswegen noch  einmal über die Lippen. Sein fieses Grinsen blitzte unter der dunklen Kapuze hervor und als er das Summen von Insekten wahrnahm die aus beiden Richtungen auf ihn zukamen, musste er herzhaft kräzchzend lachen. Ein toller Versuch und sehr intelligent gemacht. Wahrhaftig wusste er nicht ob er es mit einem zweiten Angreifer oder mit einer Illusion zu tun hatte. So oder so, das war eine Falle, der er nur schwer wieder entkommen konnte. Sofort dematerialisierte sich sein Körper in einer schwarzen Wolke, die quer durch den Nebel flog, ehe sich eine Hand mit seinem Zauberstab darin manifestierte und einen Reductio auf seine Verfolger abschoss. Er hatte es durch sein Manöver geschafft, das die Schwärme von beiden Seiten sehr nahe zusammengekommen waren. Allerdings reichte der eine nicht, weshalb er einen weiteren Reductio anwendete. Immer noch waren Insekten übrig geblieben. Sie waren einfach zu viele, sodass der Reductio sie nicht alle erwischen konnte. Daher sprach er nonverbal einen Ignis Tempestas aus, allerdings vergrößerte er ihn und hetzte ihn als eine geballte Feuerwand auf seine Verfolger, die einfach so in der Luft damit verpufften. Allesamt waren sie erbärmlich verbrannt. Der Nebel verlor ganz allmählich schon wieder seine Wirkung, weil Julian von seinem Nebelzauber abgelenkt wurde und weil Wind aufkam. Offenbar schien sich das Wetter in dieser Nacht zu verändern. Wolken setzten sich vor den Mond und der Wind wehte die Nebelschwaden ganz langsam hinweg. Aber noch war er dicht genug, damit man ihn nicht sehen konnte. Er kam an der gleichen Stelle wieder heraus wo er gestartet war und materialisierte sich wieder in seinem schwarzen Umhang. Dieses kleine Miststück verstand es ihn zu hetzen, aber er hatte sie bereits geortet. Doch bevor er überhaupt irgendetwas machen konnte, erstarrte er an Ort und Stelle. Niemand wagte es so einfach in seine Gedanken einzudringen. Doch sie hatte es grade getan, seine Unaufmerksamkeit hatte sie benutzt, um zumindest in seinen Gedanken sehen zu können, wie er sich selbst verstümmelte oder andere folterte,tötete und auf grausamste Weise verhörte. Aber dann würde sie auf eine innere Barriere treffen, die sie zurückwerfen würde. Julian hatte seine Konzentration wieder aufbauen können und ließ sie nicht an seine geheimsten Gedanken und sein Wissen heran. Ihre Stimme hallte durch seinen Kopf und nachdem sie fertig war, würde sie in Gedanken sein krächzendes Lachen hören.

"HAHAHAHAHAHA. Du bist so erbärmlich. Du spielst dich als Mentorin auf, die nicht einmal selbst ihr Ziel erreicht hat. Ein guter Mentor hat bereits etwas erreicht, doch du bist jung und naiv. Du willst andere über etwas belehren, was du selbst nicht beherrschst und in deinem tiefsten Inneren hast du keine Ahnung wie du es erreichen sollst. Du willst die große Magie finden, weil du fürchtest das dein Ziel sonst in unerreichbare Ferne gelangt. MENSCHEN wie du haben nur einen großen Mund, aber erreicht hast du von dem...hmm...GAR NICHTS! Du kannst soviel versuchen wie du willst, du wirst deine Menschlichkeit niemals ablegen und das wird dein ganzes Leben lang deine größte Qual werden.  Du wirst niemals die Magick erreichen, denn die Evolution kann man nicht einfach ohne Preis beschleunigen. Und diese Qual ist es, die dich für immer foltern und leiden lassen wird. HAHAHA, du bist grade mal aus den Kinderschuhen entschlüpft und willst dich aus dieser Welt entfernen. Dann vernichte dich, töte dich selbst und dein Weg ist endlich beendet.  Du glaubst ich verstehe nichts hm? Nicht schlimm. Mich interessiert es nicht was du glaubst oder nicht, denn früher oder später wirst du herausfinden, das es nicht funktioniert. Deine Lehren sind nichts wert, wenn du grade mal die Schule geschafft hast und keine Ahnung hast wie sich eine höhere Daseinsebene anfühlt. Du glaubst dein menschlicher Verstand könnte das erfassen? Bist du naiv genug zu denken, das du dich weiterentwickelt hast? Grenzen kannst du überschreiten, aber es gibt Grenzen die du nicht überwinden wirst, denn dafür bist du noch viel zu primitiv, wie der Rest dieser erbärmlichen Menschheit. Du bist verloren und ohne Pfad, an Arroganz nicht mehr zu übertreffen.",zischte er und fuhr ohne Pause weiter fort.
"Mit dem Wissen, das du dich damit dein ganzes Leben mit dieser Tatsache quälen wirst, lasse ich dich nun hier allein zurück. Denn das ist bereits mehr Folter als ich dir in diesem Kampf zufügen könnte. Ich messe mich nicht an einem Kind.", zischte er und wartete ob sie noch etwas darauf erwiderte. Er wollte ihre Ausflüchte hören, aber danach setzte er einen einzigen gebündelten Schlag aus Willenskraft ein, um sie aus seinen Gedanken rauszuwerfen und mit einem leisen Plopp verschwand er in der Dunkelheit und war danach unauffindbar. Der Nebel verzog sich und zurück blieben nur Ruinen und Flammen.

OOC Nachricht:Es obliegt dir ob du nochmal mit Evica postest.Wenn du postest hast du nach seinem Dialog noch die Chance im etwas als Dialog ihm entgegenzusetzen.
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