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 In der Blüte liegt das Geheimnis

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William Gordon
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BeitragThema: In der Blüte liegt das Geheimnis   So 19 März 2017 - 0:08

Konfuzius schrieb:
Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen.

Nachdem das gemeinsame Lernen in der Bibliothek ein Erfolg war, hatte Will sich intensiv Gedanken darüber gemacht, wie sie ihren Tag in Hogsmeade verbringen würden. Da sie ihm zugesagt hatte und anscheinend nichts dazwischen gekommen war, freute er sich bereits an diesem Tag mit ihr etwas zu unternehmen. Eigentlich war es merkwürdig, wenn man bedachte, dass sie sechs Jahre so nebeneinader her lebten und nun wegen nur einer kurzen Unterredung begangen sich öfters zu treffen. Würde man schon als Date sehen? Ein Freund von ihm hatte es jedenfalls so genannt und seit Will ihm von Alice und ihren Reaktionen auf ihn erzählt hatte, war er fest davon überzeugt, dass sie in ihn verliebt war. Ob er damit recht hatte? Er hatte keine Ahnung und hielt ihre Zurückhaltung zunächst nur für die Schüchternheit und Vorsicht eines Mädchens, dass nicht verletzt werden möchte. Daher hatte er sich in den letzten zwei Tagen darüber weniger Gedanken gemacht, doch er würde mit großer Sicherheit nach allen möglich Anzeichen dafür suchen. Ben war ein ziemlich empathischer Mensch, der die Fähigkeit besaß einem Menschen direkt ins Herz zu schauen und ihm genau den richtigen Ratschlag, zur richtigen Zeit zu geben. Seit er Ben in der zweiten Klasse kennengelernt hatte, waren sie Freunde geblieben und es gab nur wenige Momente in denen er Unrecht hatte mit seinem Rat. Auch damals hatte er bei seiner ersten Begegnung mit Will ihm direkt ins Herz geschaut und offenbar steckte keinerlei spezielle Fähigkeit sondern einfach nur reine Empathie dahinter, so als ob er einen sechsten Sinn dafür besaß, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein. Seit je her war er einer seiner engsten Freunde und mittlerweile sogar sein ständiger Ratgeber wenn es um Probleme vieler Arten ging. Ben kannte Alice hauptsächlich vom sehen her und hatte nur wenige Male mit ihr wohl gesprochen, seiner Vermutung nach war sie einfach nur schüchtern und wusste nicht so recht wie sie sich bemerkbar machen sollte, aber andererseits glaubte er, dass sie Probleme hatte mit anderen Schülern und deswegen so intensiv bemüht war im Hintergrund zu bleiben. Manchmal war sein Instinkt wirklich erschreckend präzise und allein das er ihr das aus den Augen ablesen wollte, zeugte von einem unglaublichen Sinn für seine Mitmenschen.

An diesem Morgen hatte sich Will extra etwas in Schale geworfen, nichts großartig, seine gelbe Krawatte auf einem weißen Hemd mit einem schwarzen Wollpulli darüber und einer schwarzen Hose, ließen den Hufflepuff gänzlich anders als sonst aussehen. Ob das zuviel war für ihren gemeinsamen Tag? Nicht das er mehr ein Date ausversehen daraus machte. Schnell schüttelte er innerlich nur den Kopf und versuchte nicht allzuviel in dieses Treffen hinein zu interpretieren, sie würde schon nervös genug sein, da wäre absolut fatal wenn er auch noch nervös wäre. Mit einem Lächeln im Gesicht steckte er seinen Zauberstab ein und gab einer Eule das letzte mal etwas Futter, ehe er den Schlafsaal der Jungs verließ und sich auf den Weg zur Eingangshalle machte, wo er auf Alice erwartungsvoll warten würde. Er hatte sich viel vorgenommen und wollte sie gerne mit in den Honigtopf nehmen, ein wenig mit ihr in den Süßigkeiten stöbern, weiter zur Aussicht auf die Felder von denen man auch die heulende Hütte sehen konnte und dann zurück in eine kleine Taverne wo sie gemeinsam einen Kürbissaft trinken würden. Ein gemeinsamer Spaziergang und dann wenn der Sonnenuntergang kam, würden sie wieder zum Schloss zurückkehren und damit wäre der Tag dann auch schon wieder gelaufen. Alles in allem würde also nichts großes passieren. Ben hatte ihm nur einen Rat, gegeben, ihr Zeit zu geben sich ihm zu öffnen und abzuwarten ob er wirklich recht behielt. Was würde er tun, wenn er tatsächlich recht hatte? Würden sie zusammenpassen? Das er wieder single war, war ihm nach Helena nie mehr so richtig bewusst gewesen und eigentlich hatte er sich nie Gedanken darüber mehr gemacht, ob er jemals wieder eine Freundin haben würde. Aber wenn jemanden der sich nicht vor seinen Berührungen fürchtete oder nicht zuließ das man ihm näher kam. Würde er es wirklich darauf ankommen lassen? Er würde es wohl ausprobieren müssen, wenn er für sie irgendwann vielleicht Gefühle entwickelte und er wirklich merkte, dass sie zu ihm passte.

Sein Weg führte ihn die Treppen hinunter und als er in der Eingangshalle angekommen war, bemerkte er, dass er zu früh dran war. Sowas dummes aber auch, dabei wollte er exakt pünktlich auf die Minute da sein, er hasste es nämlich zu warten und war lieber eine Minute vorher da als 3 oder vier. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er Alice als sehr sympathisch empfunden und hatte die Hoffnungen, dass er ihr das vielleicht irgendwann während des Treffens mitteilen konnte. Natürlich war diese Sympathie auf eine Freundschaft vorerst ausgelegt, schließlich wollte er sie erstmal richtig kennenlernen und sie sollte erstmal seine Fehler sehen, bevor sie sich noch tatsächlich in ihn verliebte. Oder war es schon um sie geschehen?
Gedankenverloren ging er auf und ab, wartete gespannt, wobei jede Minute beinahe wie in Zeitlupe verging. Das Wetter draußen war nicht gerade das idealste aber solange es nur ein paar Tröpfchen regnete sah er keinen Grund nicht zu gehen. Leider war das Wetter unberechenbar, sodass er seinen Zauberstab sicherheitshalber dabei hatte. Wer wusste schon was noch geschehen würde, die letzten Ereignisse rund um Hogwarts und in der Welt hatten für ziemliches Besorgnis bei dem großen Hufflepuff geführt und er wollte nicht das Alice etwas, wegen seien beknackten Ideen, zustieß.Seine Haare waren nach links oben gekemmt, sodass man seine Stirn diesmal sehen konnte, seine Augen strahlten inzwischen wieder Gefühle von Freude und einem sehr wamrherzigen Lächeln aus. Die Selbstsicherheit stand ihm inzwischen wieder ins Gesicht geschrieben, wobei er im inneren trotz seines Sträubens, nervös war. Völlig automatisch hatte er seine Hände in seine Hosentaschen gegraben und wartete den Zeitpunkt ab, bis Alice zu ihm hinunterkommen würde. Seine Schuhe glänzten, da er sie erst vor kurzem poliert hatte, im Grunde sah er aus wie ein typischer englischer Student bei den Muggeln.

Ein Blick zur Seite reichte, als er Alice auf ihn zu kommen sah und sein Lächeln sich zu einem freudestrahlenden Grinsen ausbreitete. Ob eine Umarmung zuviel war? Vielleicht ja. Möglich das sie ihn wegstoßen würde, aber wer nicht wagt der nicht gewinnt. Daher ging er auf sie zu und blieb vor ihr stehen, "Hey." war das erste was er sagte und sah ihr dabei in ihre funkelnden Augen hinein, "Bereit zum Aufbruch?", hakte er nach um sie in ein erstes kurzes Gespräch zu verwickeln breitete dann seine Arme aus, als Signal das er sie zur Begrüßung umarmen wollte. Natürlich würde er das nur tun, wenn sie sich darauf einließ.

"Du siehst excellent aus, wenn ich das betonen darf." sagte er und musterte sie kurz. Sein Lächeln wurde noch breiter als er bemerkte, dass sein Kompliment offenbar bei ihr angekommen war. "Wir haben viel vor, aber es wird sich lohnen und wir haben viel Zeit uns zu unterhalten. Ich dachte, wir sehen vielleicht in meiner Lieblingstaverne mal vorbei und trinken gemeinsam was. Natürlich lade ich dich ein. ist Ehrensache.", sagte er und hätte schwören können ein erstes leichtes Zögern bei ihr zu bemerken. War er zu schnell? Ging er die Sache falsch an? "Oh, ehm...wenn du nicht willst, musst du nicht. Ich dachte nur, es wäre schön sich bei einem Kräuterbier oder einem Kürbissaft ein wenig zu unterhalten, so mal fern ab dieser steinigen Wände. Ich kann mich da irgendwie am besten entspannen, weil einem keiner zuhört, weißt du?", fuhr er fort und beobachtete aufs genaueste ihre Reaktion auf jeden Satz den er aussprach, in der Hoffnung etwas in ihren Augen ablesen zu können was sie gerade dachte.

Wie ein wahrer Gentlemen hielt er ihr einen Arm hin, damit sie sich einhaken konnte und stellte sich dabei neben sie. "Wenn sie bereit zum Aufbruch sind, können wir los, Miss McIntyre.", sagte er mit gespielter hoher Stimme, eines klischeehaften englischen Lords. "Auf ins Abenteuer!"
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Alice McIntyre
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BeitragThema: Re: In der Blüte liegt das Geheimnis   Fr 28 Apr 2017 - 14:29

William Gordon. War das nicht ein schöner Name? Gut, vielleicht waren nicht die Worte an sich das, was ich an diesem Namen so schön fand, nein, es war vielmehr das, womit ich ihn verband. Will Mehr war es nicht, was ich in meinem Kopf hörte, als ich mit klopfendem Herzen meinen Schrank öffnete. Nur sein Name, begleitet von einem warmen Gefühl in der Magen Gegend, dieses verräterische Kribbeln, das selbst in Büchern als das universale Zeichen der Verliebtheit galt. Eigentlich hatte ich gerade an etwas völlig anderes gedacht, daran, was ich denn heute tragen sollte, oder ob ich vor dem Treffen nicht doch noch mal duschen gehen sollte. Und plötzlich, als meine Gedanken kurz durch die simple Bewegung des Türöffnens unterbrochen wurden und ich mir die darin liegenden Kleidungsstücke ansah, hörte ich diesen Namen im meinem Kopf. Es war fast wie ein stiller Ruf nach eben dieser Person, weil ich mir insgeheim wünschte wieder bei ihm sein zu können. Doch lange musste ich heute nicht mehr darauf warten, schließlich waren wir verabredet, was auch der eigentlich Grund war, weshalb ich jetzt unschlüssig vor meinem Kleiderschrank stand und die Kleiderhaufen anstarrte. Was ihm wohl gefällt?, fragte ich mich und zog eine meiner Blusen aus dem Schrank und begutachtete sie nachdenklich. Sie war einer meiner Liebsten, ihr dunkles Grün war eine schöne Abwechslung zu den sonst gelben Schuluniformen meines Hauses, außerdem sagten meine Schwestern immer die Farbe würde meine Augen betonen. Aber es war wohl klar, dass ich mich bei so einem wichtigen Event nicht sofort entscheiden konnte. Auf die Bluse folgten mit Sicherheit noch zehn andere Kleidungsstücke, wenn nicht sogar mehr, schließlich wollte ich für mein erstes Date gut aussehen. Ist es das überhaupt? Er hat nie etwas von einem Date gesagt… -Aber wenn zwei Menschen die sich mögen miteinander ausgehen, dann –Du weißt doch gar nicht, ob er dich auch mag![/i] Nein, das wusste ich nicht, aber ich wusste auch nicht, was dieser Ausflug heute sonst sein sollte. Seit seiner Einladung hatte ich mir viel zu oft mögliche Szenarien für den Tag heute ausgemalt, Szenarien, die mein Herz hatten höher schlagen lassen und die mir Hoffnung machten. Vielleicht… es ist nicht unmöglich, vielleicht mag er mich ja auch… Wieder ging ich im Kopf mein Lieblingsszenario durch, welches ich mir während Wahrsagen zusammengesponnen hatte und mich die hälfte der Stunde in mich hineingrinsen hatte lassen. Wir beide voreinander stehend, er kam näher, legte seine Hand an meine Wange und küsste mich. Allein bei dem Gedanken ging ein Sturm der Glücksgefühle in mir los und ich grinste mein Spiegelbild an.
Aber das wird nicht passieren! Mit Gewalt riss ich mich in die Gegenwart zurück und schüttelte den Kopf. Wir hatten erst ein, zwei Mal länger Zeit miteinander gebracht und noch nie hatte er angedeutet, dass er auch Gefühle für mich hätte. Warum auch, ich mach es ja auch nicht. Es war eine schöne Vorstellung, dass das heute in einem Kuss enden könnte, aber wenn ich ehrlich zu mir selbst war, wusste ich, dass das nur die kindische Fantasie, eines verliebten Mädchens war… Warum sollte er auch Gefühle für mich haben, für mich?! Wenn ich doch nur da sitze, schweige, oder ihm stotternd knappe antworten gebe, weil ich mich nicht traue mehr zu sagen! Energisch warf ich meinen Schulumhang vom Bett und ließ mich mit dem Rücken darauf fallen. Will.
Da war er wieder, dieser verdammte Name, der mich nicht loslassen wollte. Es machte mich verrückt all diese Gefühle zu haben, all diese Hoffnungen, aber mich selbst immer und immer wieder daran erinnern zu müssen, dass sie nicht erwidert wurden.
Als ich so auf meinem Bett lag musste ich an die Zeit zurück denken, als er mit Helena zusammen gewesen war. Das hatte wehgetan, ihn zu sehen… mit einer anderen, während ich mich danach sehnte genau das zu haben, was sie hatten. Es war erbärmlich. Vielleicht sollte ich doch nicht gehen…, schoss es mir plötzlich durch den Kopf. Es vielleicht besser so, er kann das bestimmt verstehen… Ich würde mir irgendeine Ausrede einfallen lassen, warum ich nicht kommen konnte, irgendwas blödes, etwas-Was mach ich hier eigentlich?! Grummelnd rieb ich mir übers Gesicht. Ich bin so ein Feigling! NEIN! Ich geh hin!
Schwungvoll richtete ich mich wieder auf und atmete tief durch. Ich hatte es satt mein eigenes Hindernis zu sein. Es war alles, wie Ev es mir gesagt hatte. Das größte Problem sind meine Zweifel, im Grunde war ich mein eigener Feind und auch wenn es vielleicht peinlich werden wurde, oder enttäuschend, ich konnte im Nachhinein wenigstens sagen, ich hätte es versucht. Überraschend schnell entschied ich mich für eine schwarze Bluse und dazu einen Rock mit schottischem Muster. Ich begutachtete mich von allen Seiten und beschloss mir die Haare zu einem Zopf zu flechten. Ein Blick auf die Uhr reichte und mein Herzschlaf beschleunigte sich, nur noch eine halbe Stunde.

Es war wirklich nützlich, dass ich die Sturheit meiner Mutter geerbt hatte. Ohne Widerrede verdrängte ich jeden Zweifel, jeden schlechten Gedanken über den Ausgang dieses vielleicht, vielleicht aber auch nicht Dates. Fröhlich summte ich, Loch Lomond vor mich hin, um mich von meiner Aufregung abzulenken. Fertig hergerichtet stellte ich mich vor den kleinen Spiegel und sah mich an. Keine unnötige Zurückhaltung, trau dich was! Sei, wer du sein willst! Zeig ihm, wie du wirklich bist! Ich wiederholte es einige Male, bis ich das Gefühl hatte es wäre wirklich angekommen und als mir wieder, ohne Vorwarnung sein Name in den Sinn kam, riss ich mich von meinem Spiegelbild los. Kurzerhand zog ich meine Schuhe an und machte mich auch schon auf den Weg nach unten, zu unserem Treffpunkt. Mit jede Stufe, die ich nach oben stieg schien mein Herz schneller zu schlagen und das nicht wegen der Anstrengung. Weiter sang ich mein Lieblingslied in Gedanken, um mich abzulenken und nicht wieder auf den Gedanken zu kommen nicht hinzugehen.

Als ich die letzte Treppe erklommen hatte und um eine Ecke bog sah ich ihn auch schon. Unwillkürlich lächelte ich und schluckte leicht. Mein Füße trugen mich zu ihm und schließlich bemerkte er mich auch. Wie immer errötete ich leicht, als wäre das ein physikalisches Gesetzt, ein wenig verlegen senkte ich den Blick. Nein, heute nicht! Sie ihn an! Schnell hob ich den Blick wieder, nur um sein Grinsen zu sehen, was meine Mundwinkel auch etwas weiter nach oben zucken ließ. Es war unglaublich, wie warm sein Lächeln war, er freute sich wirklich mich zu sehen. „Hey“, erwiderte ich und zupfte leicht an meinem Rock herum, um meine Hände zu beschäftigen. Auf seine Frage hin, nickte ich und wollte schon losgehen, da breitete er die Arme aus. Will er… Kurz entgleisten mir meine Gesichtszüge, die nun unmissverständlich Überraschung ausdrückten. Bevor ich irgendetwas anderes tun, oder denken konnte, ging ich einen Schritt auf ihn zu und… umarmte ihn. Mein Herz raste und wurde mit einem Schlag noch röter. Bei Merlins Bart, wir umarmen uns! Wie oft hatte ich  mir das jetzt schon ausgemalt? Es war schwer zu sagen, aber das hier war real! So nah war ich ihm noch nie gekommen, ich konnte seinen Duft riechen und sofort hoffte ich darauf, dass er das Parfüm, welches ich aufgetragen hatte nicht als unangenehm empfand. Ich spürt seine Arme auf mir liegen und meine Haut kribbelte, dort wo sie lagen, auch wenn es nur eine leichte Berührung war. Doch leider konnte diese Umarmung nicht ewig dauern und wir lösten uns wieder voneinander. Ich musste mir leicht auf die Lippe beißen, um nicht verräterisch zu Grinsen.

Meine Großen Augen sahen ihn verdutzt an, als er mir ein Kompliment machte und ich lächelte verlegen, während meine Wangen einen nochtieferen Rotton annahmen. „D-d-d-da-“, ich räuspete mich kurz und sprach überraschend flüssig „Danke, d-du si-siehst auch, g-gut aus…“ Ja, das tat er tatsächlich. Wie ein englischer Student, klug, gepflegt, gesittet wie ein richtiger Gentleman.
Er hatte sich anscheinend einen richtigen Plan für das vielleicht, vielleicht aber auch nicht Date gemacht und natürlich machte es mich nervös zu Wissen mit ihm so lange alleine zu sein, um zu reden. Sofort beschlich mich die Angst es zu versauen, irgendwie die Stimmung  zu versauen, etwas falsches zu sagen. Aber zunächst bereitet mir etwas anderes Unbehagen.
„Du m-m-us-st n-n-ni-nicht f-f-für m-mi-mich z-zahlen…“, räumte ich ein und fühlte mich tatsächlich unwohl bei dem Gedanken ihm als Kostenfaktor zur Last zu fallen, dass er durch mein Zögern verlegen wurde fand ich wirklich süß und lächelte warm. „N-nein, i-i-ich w-wü-würde g-gern m-mi-mit dir d-dort hin gehen! A-aber, i-ich z-zah-zahle f-für m-ich selbst, wenn d-d-das ok f-f-für d-d-dich i-i-ist… War das jetzt zu direkt? Oder unhöflich? Man soll doch solche Angebote bestimmt annehmen, er meint es ja nur gut, aber… Warum ist das denn so schwer selbstbewusst zu sein?

Als wir uns nach Hoggsmead aufmachen wollten überrascht er mich erneut. Verdattert starrte ich auf seinen Arm und dann zu ihm hoch. Seine verstellte Stimme brachte mich zum kichern und nach kurzem Zögern hakte ich mich bei ihm unter und lächelte ihn auf meine typisch schüchterne Art an. „B-bereit“
Mittlerweile war mir klar: Das hier war ein Date.
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William Gordon
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BeitragThema: Re: In der Blüte liegt das Geheimnis   So 4 Jun 2017 - 22:58

Die Umarmung mit Alice fühlte sich zunächst noch etwas unsicher an, so als ob beide noch Zeit bräuchten um zu realisieren, dass sie wirklich etwas miteinander unternahmen. Sie wirkte so zierlich und doch war sie so unglaublich warm oder lag es viel mehr daran, dass er sich in ihrem Arm so wohl fühlte? Was es auch an ihr war, er genoss es in vollen Zügen! Nachdem sie sich erfolgreich in der Bibliothek kennengelernt hatten, war es als würde eine Verbindung zwischen ihnen bestehen. Eine tiefere Verbindung die ihre Schicksale miteinander verwob. Gefühle? Wahrscheinlich eher Euphorie oder Freude darüber, dass sie sich so gut verstanden und er anscheinend Anklang bei ihr fand. Auch wenn Ben vieles behauptete, hatte Will überhaupt keine Ahnung wie er sich damit arrangieren sollte? Gefühle waren die eine Sache aber war er überhaupt bereit dazu? Und war Alice überhaupt bereit dazu über solche Dinge nachzudenken? Immerhin würde es bedeuten, dass er um sie werben müsste und früher oder später würde sie es bemerken. Wann wurden aus einer einfachen Euphorie wirkliche Gefühle? Er hatte keine Ahnung wie er es anstellen sollte und vielleicht war es sinnvoller die Zeit abzuwarten, bis sie sich ihm vollends geöffnet hatte. Andererseits könnte es dann zu spät sein, denn sollte Ben tatsächlich recht haben würde sie früher oder später von ihm einen Schritt auf sie zu erwarten. Einen eindeutigen oder aber sie würde sich irgendwann von ihm wieder abwenden. Gefühle hielten nicht ewig, wenn sie nicht erwidert wurden, dass war ihm mehr klar als alles andere was die Zukunft betraf. Doch was hinderte ihn überhaupt? Sie sah wirklich super aus, schien einen einwandfreien Charakter zu haben und sie war auf ihre eigene Weise irgendwie süß. William konnte nicht leugnen, dass ihm diese körperliche Nähe zu ihr sehr gefiel, sein Herzschlag hatte sich jedenfalls erhöht, seine Hände enger an ihren Rücken gepresst und sein Gesicht lag für einen kurzen aber gefühlt ewigen Moment auf ihrer Schulter. Er traute sich kaum auszuatmen, um ihr nicht unangenehm seinen Atem an ihren Hals zu schleudern. Die Wärme, die Berührung an sich, alles schien zu stimmen, sein Körper nahm es mit regelrechten Glücksgefühlen auf und für einen kleinen Augenblick fühlte es sich so ungewöhnlich vertraut an.
Dennoch löste er sich ganz allmählich wieder von ihr, seine Augen suchten wieder den Blickkontakt, seine Hände blieben noch für einen Moment an ihren Hüften liegen, ehe er sie ebenfalls wegnahm. Es war als wollte er sie überhaupt nicht mehr loslassen, ein Moment der Schwäche und Versuchung.
Langsam glitten seine Hände von ihr ab. Ein kleines Kompliment folgte von ihm, dass von ihr wiederrum mit einem erwidert wurde. Sich seiner Sache sicher, nickte er sanftmütig. "Dankeschön. , ich hoffe, ich habe dich nicht allzu sehr mit diesem Treffen überrumpelt. Ich dachte, es wäre ganz schön mal miteinander was außerhalb von Hogwarts zu machen und ein wenig durch die Läden von Hogsmeade zu stöbern."

Sie wirkte als wäre sie verlegen, was sie wohl gerade in diesem Moment dachte? Der Blick in ihre Augen, die Röte in ihrem Gesicht all das waren Indikatoren für das was Ben ihm schon prophezeite. Konnte es sein? War sie es wirklich? Eine Frage jagte die nächste, während er sich irgendwie darauf konzentrierte nicht den Faden zu verlieren und mit ihr gemeinsam den Weg in Richtung Hogsmeade einzuschlagen. Er durfte sich jetzt keine Gedanken machen, im schlimmsten Fall würde sie es ihm ansehen und möglicherweise Verdacht schöpfen. Daher warf er innerlich allen Ballast von sich ab und versuchte sich ganz einfach spontan in die Situation hinein zu begeben. Vielleicht hatte er Gefühle für sie, vielleicht aber auch nicht, er war sich einfach nicht sicher. Nach all den Vorkommnissen die um ihn herum geschehen waren und besonders nach dem Ende der Beziehung mit Helena, war er sich einfach nicht mehr seiner Sache sicher. Auch wenn Ben großspurig meinte, er würde sich die Schuld für etwas geben. Wo er verdammt nochmal mit Recht hatte!! Aber wieso musste er auch unbedingt mit dem was er sagte auch noch recht haben?! Woher wusste er all diese Dinge? Konnte man überhaupt etwas vor ihm geheimhalten? Womöglich hatte er recht und Will stand sich nur im selbst im Weg. Streng genommen war Alice sein Typ Mädchen, in das er sich wahrscheinlich verlieben würde. Ob es sich deswegen so merkwürdig anfühlte als sie seine Einladung in die Taverne auf seine Kosten ausschlug? Ben würde sicher sagen, dass es ihn innerlich verletzt hätte, auch wenn er davon nichts spürte. Aber ja, ein Ja hätte ihm sicherlich besser gefallen, auch wenn ihm klar war, dass Alice nur aus Höflichkeit Nein sagte. "Bitte, lass mich dich einladen, nur auf ein oder zwei Getränke. Ich möchte es unbedingt.Es ist ein Zeichen meiner Wertschätzung und Dankbarkeit, dass du heute mit mir ausgehst.", erwiderte er und hoffte so sehr, dass sie es ihm erlaubte. Andererseits würde er ihr eh nicht die Wahl lassen, sondern einfach bezahlen bevor sie wieder aufbrechen würden. Zugegeben, es wirkte beinahe wie ein erstes Date, auch wenn es nie als ein solches geplant war. Man könnte also sagen, es war kein erstes Date, eher sowas wie ein Vorläufer zu einem Date? Um sie erstmal noch mehr kennenzulernen.  Ja, das traf es sogar ziemlich gut.

Umso mehr freute er sich darüber, als sich Alice bei ihm einhakte und sie gemeinsam durch das große Tor nach draußen gingen auf direktem Wege nach Hogsmeade. Seite an Seite gingen sie ineinander verrengt den Trampelpfad in Richtung Dorf. Hier und da musterte er ihr Profil, spürte wie ihr Geruch seine Nase stimulierte und seinen Herzschlag immer mal ein wenig in die Höhe schießen ließ. Es war ein merkwürdiges Gefühl mit einem Mädchen wieder auszugehen. "Wo möchtest du am liebsten reingehen? Ich würde sagen, wir spazieren erstmal durch und gehen einfach ganz spontan da rein wo es uns beliebt." fing er die Unterhaltung mit ihr an, wobei er sich die Freude nicht verkniff die sich in seinem Gesicht ziemlich deutlich abzeichnete.

Ohne große Probleme beschritten wir den Trampelpfad der uns etwa zehn Minuten, vielleicht auch mehr von dem großen schönen Dorf nicht unweit vom Schloss entfernte. Die wunderschönen Pflastersteine und diese schön verzierten Laternen erfüllten ihn jedes Mal wieder vor Begeisterung und einem Gefühl von Heimat. Das Wetter schien ihnen darüber hinaus auch wohlgesonnen zu sein, zumindest für den Moment. Wer wusste schon, ob sich das Wetter nicht von jetzt auf gleich gegen sie wenden würde. Aber so negativ wollte er nicht genau an dem Tag sein, an dem sie sich miteinander verabredeten um Zeit miteinander zu verbringen.  Die Leute auf der Straße gingen ihren geregelten Geschäften nach, während die Schüler um sie herum sich in alle Himmelsrichtungen verteilten.  Alles in allem schien der Tag geradezu perfekt dafür zu sein,
etwas zusammen zu unternehmen. "Ich muss dir was zeigen.", erklärte er und löste den Griff, wobei er etwas unbesonnen ihre Hand ergriff und sie mit in den Honigtopf zog. Der große Laden war voller Regale die mit Süßigkeiten vollgestopft waren. Darüber hinaus jedoch gab es einen kleinen Stand mit einer Art Blume, sie war gelblich zunächst, ehe sie sich bei Wills Griff in einen blauton verfärbte und beinahe wie eine wunderschöne Orchidee wirkte. "Warte kurz hier ja?", sagte er und ließ ihre Hand los, um sie vor einem der mit Karamel belegten Süßigkeiten Regalen stehen zu lassen. Natürlich blieb er in Sichtweite und kehrte schon nach einem kurzen Moment wieder zurück." Schließ die Augen.", sagte er und sie konnte spüren wie er etwas an ihr befestigte, etwa in Brusthöhe. "Keine Sorge vertrau mir. Ich passe auf.", hauchte er, ehe er seine Arbeit beendet hatte und ihr dann zuflüsterte, "darfst wieder gucken.", als sie die Augen öffnete konnte sie schließlich eine eher dunkelgrüne Blüte sehen die mit einem gelben Rand im inneren versehen war. "Sie verändert die Farbe und Form, je nach Träger, passt sie sich an die Lieblingsfarbe an. Die sollen jetzt der neueste Schrei in Rumänien sein. Sind wohl neu im Sortiment. Und ein kleines Geschenk für dich. Ich hoffe sie ....", aber weiter kam er nicht, denn gerade als er zuende sprechen wollte, gab es ein Geräusch neben ihnen und ein kleiner süßer Hauself mit Glubschaugen apparierte mit mehreren Paketen hinein. Er geriet ins schleudern und fiel hin, wobei er genau wie in einem der Comics, die Pakete in die Luft warf und eines erst ihm auf den Rücken fiel, das andere flog Will entgegen und das dritte landete irgendwo in den Törtchen neben ihnen. Nur der Hauself hatte das Glück, gegen Alice zu fallen und vielleicht sogar von ihr aufgefangen zu werden. "T...t..t..tut mir Leid, Madame.", schluchzte er und sah ihr mit seinen großen Glubschaugen in die ihren, während er sich versuchte wieder auf seine dünnen Beinchen zu stellen.

Sofort fielen seine Augen auf die noch intakte Blume die ihr Will eben noch geschenkt hatte. "Ohh, welch romantischen Augenblick hab ich zerstört. Wie schööööööön, diese Blume ist.", sagte er und hopste beinahe vor Freude auf und ab, während er die Blume begeistert ansah. Plötzlich jedoch grinste er mehr wie ein Kobold als ein Elf, "Wenn ein Junge einem Mädchen solch ein Geschenk macht, muss er wirklich an ihr interessiert sein. Die Blume besteht aus Magie und Magie verbindet, denkt darüber nach.", feixte er, während William mit ziemlichem Herzschlag schweigend da stand und nur die Stirn runzelte. Dem Elfen schien das aufgefallen zu sein, denn sein Blick wurde aufeinmal etwas ernster, ehe er zwischen Alice und Will hin und her sah. "Oh..ehm...also tut mir Leid. Ich wollte nichts sagen, vielleicht hab ich es auch falsch interpretiert. Ehm also.", er Elf schnippste einmal und ließ die Pakete zu ihrem Bestimmungsort im Laden fliegen, damit sie dort die Süßigkeiten in die Schubladen ausleerten. Der Elf selbst entfernte sich mit einem sanften Knicks vor Alice von ihnen und ließ sie allein zurück.

Will musste hingegen anfangen zu lachen und konnte nicht anders als die Komik in dieser Situation zu sehen und vorsichtig an Alice heranzutreten. "Alles in Ordnung bei dir? Er hat dir nicht weh getan oder?", fragte er und sah zu der Blume, "Ich hoffe jedenfalls, um wieder darauf zurückzukommen, sie gefällt dir. ", er wartete und lächelte sie sanftmütig an. Seine Blicke waren warmherziger und irgendwo ein wenig sensibler geworden. Schweigend wartete er ihre Reaktion ab und würde danach das Thema wechseln, damit keine falschen Gedanken aufkamen, die ihr vielleicht unangenehm oder peinlich waren.   "Also, hast du Lust, wenn wir uns für später ein paar Süßigkeiten mitnehmen? Oder gehen wir weiter?", er musste das Thema ändern, damit sie nicht auf dumme Gedanken kam. Erneut fiel sein Blick auf die Blume, besonders auf den gelben Rand rund um das Zentrum der Blüte. Geld und grün, war das etwa ein subtiler Hinweis der Blüte, dass sie zusammen gehörten oder bildete er sich das gerade ein? Dieser Ben hatte ihn wirklich beeinflusst, das oder in ihm etwas wachgerüttelt.
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Alice McIntyre
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BeitragThema: Re: In der Blüte liegt das Geheimnis   Mi 22 Nov 2017 - 21:40

„Äh… a-a-a-al-also… I-i-ich w-w-w-wei-weiß n-n-nicht… I-i-ist m-m-mi-mir e-e-eig-g-ge-gentlich e-e-eg-egal“, stammelte ich und zuckte mit den Schultern, in dem Versuch unbekümmert zu wirken, was ich im Moment natürlich nicht war. Nein, ganz im Gegenteil. Meine Gedanken schwirrten hin und her und waren gerade damit beschäftigt sich ein Szenario auszumalen, in dem ich stolpere, ihn mit zu Boden reiße, oder so blöd falle, dass mein Rock sich hebt und... Ahhhh! Schluss damit! Es wird alles gut gehen, es ist alles gut! Das hier ist nur ein Treffen unter Freunden… die eingehakt miteinander gehen und... Ich würde immer noch am liebsten quietschend Luftsprünge machen, weil ich hier gerade mit William Gordon zusammen durch Hogsmead ging. Nur leider war die Anspannung meinerseits dadurch so groß, dass mich jedes Wort allein einen Haufen Überwindung kostetet. Wenn doch nur Silly hier wäre… Meine beste Freundin hätte sicher einen guten Rat für mich gehabt, oder ein tolles Kraut, dass mit einem Puff alle Sorgen verfliegen lassen würde. Hach, wenn es so was nur gäbe…
Meine Gedanken wurden jäh durch Will unterbrochen, der irgendetwas sagte und mich plötzlich mit sich zog. Leicht irritiert lief ich ihm hinterher, den Blick auf seine Hand gerichtet, die meine ergriffen hatte. Der papp süße Geruch, der nur zum Honigtopf gehören konnte, verriet mir schließlich, wo er mich hingezogen hatte. Mit rotem Gesicht sah ich ihn abwartend an und hoffte, er hatte mir nicht gerade eine Frage gestellt. Aber er sagte nur, ich solle warten, im nächsten Moment ließ er meine Hand schon wieder los und ging etwas tiefer in den Laden hinein. Die Enttäuschung, dass er meine Hand schon wieder losgelassen hatte, wurde schnell von der Erleichterung über diese Kurze Pause überdeckt. Rasch drehte ich mich um und tat so, als ob ich mir die Süßigkeiten im Regal vor mir genauer anschauen würde. Ich fuhr mir übers Gesicht und fühlte, ob meine Wangen wirklich so heiß und glühend waren, wie sie sich anfühlten. Sie sind es wirklich, das sieht bestimmt total furchtbar aus! Warum werd ich auch immer so rot! Hört auf so rot zu sein! Ich rieb mir leicht übers Gesicht -natürlich darauf achtend meine wenn auch nur dezent angelegte Schminke nicht zu verwischen- und atmete tief durch. Warum konnte ich diesen Tag nicht einfach genießen und Spaß haben. Sorglosen Spaß, wie es sonst alle anderen doch auch haben. Sonst macht sich doch bestimmt kein Mensch so viele Gedanken wie ich. Bestimmt ist er gegangen, weil ich ihm zu peinlich bin, oder weil er sich Sorgen macht, wegen meinem roten Gesicht. Vielleicht fragt er den Ladenbesitzer gerade nach etwas Wasser, aber nein, dann hätte er mich eher ins drei Besen gezogen.

Als er plötzlich weder neben mir auftauchte schreckte ich kurz zusammen, als hätte er mich bei etwas verbotenem erwischt und lächelte zaghaft. „Die Augen? Aber…“, stammelte ich, tat es aber schließlich doch. Oh mein Gott, will er mich jetzt küssen? Hier im Laden? Vor all den Leuten? Wollte er deswegen etwas mit mir machen? Weil er sich heimlich auch in mich verliebt hat und einen Weg sucht, um mein Vertrauen zu gewinnen? –Ach, Quatsch! Red keinen Unsinn, er will dich sicher nicht küssen! –Aber warum hat er dann meine Hand genommen und das alles? Mein Herz klopfte wie verrückt und –warum auch immer- ich stellte mich ein kleines bisschen auf die Zehenspitzen, vermutlich weil ich unterbewusste, doch etwas hoffte… Die plötzliche Berührung in der Nähe meiner Brust ließ mich dann doch zurück schrecken und ich riss die Augen auf. Hat er…will er… Verwirrt sah ich an mir runter, die Hand schon gehoben, um sie schützend zwischen meinen Körper und seine männlichen Hände zu stellen. Doch ich hielt inne, als ich die Blume an meinem Umhang stecken sah. Er hat mir eine Blume geschenkt… Sollte ich wegen dem Schreck kurz blass geworden sein, wurde dies wieder durch ein sattes Rot ersetzt, dass dem der Gryffindors in nichts nachstand. „D-d-d-danke“, flüsterte ich und grinste ihn im nächsten Moment an. Doch bevor ich weitersprechen konnte tat es einen lauten Knall, Kisten flogen durch die Gegend und ein kleines Etwas flog mir in die Arme, das ich gerade noch so festhalten konnte. Ein spitzer Schrei entkam mir und ich sah irritiert den Hauselfen an, der sich gerade neben mich appariert hatte. Fast gleichzeitig entschuldigten wir uns, ich eher aus Reflex, als wahrem Schuldgefühl. Ich half ihm wieder auf die Beine zu kommen und versuchte ihn zu beruhigen. „Schon gut, mir ist nichts passiert…“ Ich kniete mich hin und half ihm die zu Boden gefallene Ware wieder aufzuheben, als er plötzlich wieder los fiepste. Wirklich Interessiert? Sofort huschte mein Blick zu Will, um seine Reaktion darauf zu erhaschen, doch es war bei weitem nicht das, was ich mir erhofft hatte. Er sah fast grimmig aus, nicht peinlich berührt, ertappt, oder etwas in der Art. Schnell sah ich wieder weg und warf noch mal einen Blick auf die immer noch grün-gelbe Blume. Der Elf hatte Wills Blick auch bemerkt und entschuldigte sich erneut. Ich glaub ich hab auch etwas falsch interpretiert…, dachte ich mir im Stillen und stand wieder auf. Ich kam mir dumm vor, warum musste ich mir auch bei jeder Kleinigkeit Hoffnung machen? Wahrscheinlich hatte er nur eingewilligt etwas mit mir machen, weil ich ihm leid tat. Meine anfängliche Euphorie über die bisherigen Ereignisse des Tages war nun deutlich gedämpft, wenn nicht sogar ganz verschwunden. Als Will zu Lachen begann, antwortete ich darauf mehr mit einem halbherzigen Kichern, als einem herzhaften Lachen und schüttelte den Kopf. „Nein, mir geht’s gut. Danke.“
Sein sanftes Lächeln passte jetzt gar nicht mehr zu dem Blick von vorhin, konnte es vielleicht doch sein, dass… Zum hundertsten Mal! Hör auf dir solche Hoffnungen zu machen! „Ja, sie ist wirklich schön… danke“, sagte ich immer noch sehr verunsichert und rang mich zu einem Lächeln durch, schließlich gefiel mir die Blume wirklich.
Dieser Auftritt des Hauselfen hatte einiges durcheinander gebracht, aber das sollte doch nicht den ganzen Tag vermiesen. Okay… es war nur ein Blick, nur ein kurzer Moment… ich sollte mir deswegen keine Gedanken machen, wir haben uns in der Bibliothek schon gut verstanden, also kann doch nicht alles gekünstelt sein
„Süßigkeiten gehen immer“, meinte ich auf seine Frage hin und trat mit einem neuen, frischen Grinsen vor eines der Regale in dem sich alle Variationen von Karamell befanden, die es auf diese Welt geben musste. „Magst du Karamell auch gerne?“, fragte ich und versuchte mich mit einem Gespräch von meinen Gedanken abzubringen.
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In der Blüte liegt das Geheimnis
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