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 "When in danger or in doubt, run in circles, scream and shout."

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Warrick McMahon
Mitarbeiter - Ausschuss zur Beseitigung gefährlicher Geschöpfe
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BeitragThema: "When in danger or in doubt, run in circles, scream and shout."   So 5 März 2017 - 22:03

Warricks erste Reaktion auf den direkten Befehl seiner Vorgesetzten, sich mit den entflohenen Thestralen im Norden Schottlands zu befassen, war es gewesen, die Aufgabe jemand anderem aus seiner Abteilung in die Schuhe zu schieben. Es dauerte mehrere Minuten, bis er sich endlich damit abgefunden hatte, dass mysteriöserweise keiner seiner Kollegen zugegen war, und als er endlich wieder in das Büro zurückkehrte, das er sich mit seiner Schwester teilte, hatte dort schon jemand auf ihn gewartet, der definitiv nicht Meadow war.
Emely Scamander war nur kurz vor Warrick selbst vom Ministerium angestellt worden. Sie beide hatten sich in Warricks erster Arbeitswoche kennengelernt, und Warrick konnte Emely allein deshalb schon gut leiden, weil sie ihn damals nicht sofort bei seinem Boss angeschwärzt hatte, nachdem sie ihn eine Stunde am Stück beim Wasserspender hatte stehen sehen (wohlgemerkt, bei einem Wasserspender, der definitiv nicht auf der Etage stand, auf der sich Warricks Büro finden ließ).
Aber obwohl Warrick Emelys gelegentliche Gesellschaft beim Mittagessen und Wasserspender-Pausen definitiv zu schätzen wusste, wurde ihm in dem Moment, in dem er sie ausnahmsweise in seinem Stockwerk und nicht umgedreht fand, klar, dass ihre Anwesenheit nichts Gutes zu bedeuten hatte.

Ein kurzer Informationsaustausch (bei dem Warrick und Emely einander hauptsächlich darüber informierten, wie wenig sie über die Lage wussten) und eine längere Diskussion (während deren Verlauf Warrick Emely zu überreden versuchte, die Mission Mission sein zu lassen und stattdessen lieber ein Eis essen zu gehen) später schritt Warrick hustend hinter Emely aus dem Kamin, der sie von London in ein schottisches Dorf befördert hatte, dessen Name Warrick bereits wieder entfallen war. Ein leicht übergewichtiger Mann mit roten Haaren und ausgetretenen Stiefeln grüßte sie, ehe er sie durch eine Hintertür aus seinem Wohnzimmer auf ein weitläufiges, bewaldetes Gelände führte.

„Meine Thestrale sind harmlos, das schwöre ich Ihnen hoch und heilig“, versicherte ihr Begleiter, der sich als Mr. Collins vorgestellt hatte. Warrick musste unvermittelt an seine Mutter denken, und in diesem Zusammenhang an zahlreiche Besuche von Ministeriumsarbeitern bei ihnen zuhause, die stets mit Gelöbnissen, die betreffenden magischen Geschöpfe seien ungefährlich/in Käfigen/lizensiert/nicht existent, begonnen, und mit Unschuldsbeteuerungen Althea McMahons geendet hatten. Etwas „hoch und heilig“ schwören hatte für Warrick jegliche Bedeutung verloren. Gerade in der vergangenen Woche hatte er hoch und heilig geschworen, Meadow bei der Arbeit als krank zu melden, und hatte seinen Arbeitskollegen gegenüber stattdessen verlauten lassen, dass seine Schwester sich auf einem Urlaub auf Hawaii mit einem Freund befand, den sie über ein Online-Spiel kennengelernt hatte.

„Uh-huh“, machte Warrick also, anstelle eine direkte Antwort auf Mr. Collins Versprechen zu geben. Inzwischen waren sie auf dem Weg zum Saum des Wäldchens, das auf dem Grundstück wuchs. Warrick tastete in seiner Hosentasche nach seinem Zauberstab, nur um festzustellen, dass er diesen im Ministerium vergessen hatte. Um nicht den Eindruck von Inkompetenz zu vermitteln, kramte er weiter, bis er ein zusammengedrücktes Päckchen Kaugummi ans Tageslicht befördert hatte. Demonstrativ schob er sich einen der Kaugummis in den Mund und tat so, als sei dies von Beginn an die Intention gewesen. Zum ersten Mal seitdem er zusammen mit Emely aus dem Büro zu den offenen Kaminen des Zaubereiministeriums gelaufen war, überkamen ihn so etwas wie ernsthafte Zweifel. Dies war der erste Fall, den er ohne die Hilfe von einem seiner Kollegen erledigen würde – erledigen sollte. Möglicherweise hätte er in seiner Einarbeitungsphase nicht ganz so oft fehlen sollen. Er spürte, wie seine Handflächen zu schwitzen begannen.

Mr. Collins blieb abrupt stehen. Emely und Warrick taten es ihm nach. Der Mann deutete ins Forstinnere.
„Vier Exemplare. Irgendwo dort drinnen. Der Wald ist größtenteils magisch abgeschirmt-“ ‚größtenteils?‘, wiederholte Warrick in Gedanken und versuchte nervös, Blickkontakt mit Emely herzustellen. „-, aber, man weiß nie, nicht wahr? Eh. Viel Glück.“ Mit diesen Worten begann Mr. Collins, sich hastig zu entfernen. Warrick starrte ihm für einige Sekunden nach, ehe er sich zu seiner Partnerin wendete.
„Alsooo“, begann er in der wagen Hoffnung, er möge einen Geistesblitz haben. „Thestrale, huh? Haben wir einen Plan?“

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Emely Josephine Scamander
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BeitragThema: Re: "When in danger or in doubt, run in circles, scream and shout."   Mo 6 März 2017 - 18:02

Ich hatte nie wirklich viel mit magischen Geschöpfen am Hut. Natürlich war es Teil meiner schulischen Laufbahn in Hogwarts, den ich durchaus mit guten Noten abgeschlossen hatte. Aber seitdem ich meine Gryffindor Zeiten hinter mir gelassen hatte, war ich nur noch in geringem Maße mit magischen Tieren in Kontakt gekommen. Eine Tatsache die nicht jeder Zauberer und jede Hexe unbedingt verstehen wollte, immerhin rief man sich bei dem Nachnamen Scamander immer noch das bekannte Buch meines Urgroßvaters Newt Scamander, 'Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" in Erinnerung. Tatsächlich hatte ich es damals auch in Betracht gezogen den gleichen Weg wie Newt zu gehen, aber bereits nach kurzer Zeit hatte ich ein riesen Interesse für den Job meiner Urgroßmutter Tina entwickelt. Aurorin.
Genau heute war jedoch der Tag gekommen an dem sich beides vereinen sollte. Zusammen mit Warrick McMahon, der im Ausschuss für die Beseitigung gefährlicher Geschöpfe zuständig war, sollte ich mich heute um ein paar ausgebüxte Tiere kümmern. Nicht gerade ein Traumjob. Hinzu kam noch dass ich genau genommen als 'Aufsichtsperson' vor Ort sein sollte, um die Tätigkeiten von Warrick zu kontrollieren. Warum genau das der Fall war wusste ich auch nicht zu hundert Prozent. Es mochte ja sein dass er nicht unbedingt ein Erbsenzähler war und jeder seiner Aufgaben perfektionistisch nachging, aber das war ja wohl noch kein Grund ihn kurz nach seiner festen Einstellung schon überwachen zu lassen. Offiziell hieß es jedenfalls dass ich als 'helfende Hand' hinzu gerufen wurde und dem 21-jährigen lediglich die Arbeit etwas erleichtern sollte. In meinen Augen war das nicht gerade der klügste Schachzug gewesen, aber ich war ja auch erst seit Kurzem im Amt und wollte daher meinen Job auch nicht, durch eine dumme Bemerkung, aufs Spiel setzen.

Bestens ausgerüstet tauschte ich mich wenig später mit dem jungen Zauberer über den bevorstehenden Falls aus und es war einerseits deutlich zu erkennen dass wir so gut wie gar nichts über die Situation wussten und dass Warrick ebenso der Meinung war, dass er mich nicht für diese Aufgabe brauchen würde. (Was ich ihm auch nciht einmal übel nehmen konnte.) Vermutlich wäre ich auch wirklich ein Eis essen gegangen wenn meine Ausbildung schon länger zurück liegen und mein Job weniger gefährdet sein würde.
Doch wir fanden und schließlich zu zweit im Norden Schottlands wieder und in gewisser Weise freute ich mich darauf wieder etwas Zeit mit Warrick zu verbringen. Bisher waren unsere Gespräch, innerhalb des Ministeriums, jedenfalls schon recht amüsant gewesen und ich hatte ihn stets gerne als meinen Gesprächspartner gehabt.

Etwas unbeeindruckt, aber dennoch aufmerksam lief ich neben den beiden Männern her und hörte auch weiterhin nur teils brauchbare Informationen, von Mr. Collins. Er schien nicht gerade den Eindruck zu machen als würde er sich sonderlich um die entflohenen Thestrale sorgen. Auch dass der Wald nur größtenteils magisch abgeschirmt war, machte mich stutzig. Warum zum Henker erteilte man so einem Kerl die Erlaubnis magische Tierwesen zu halten?! Solche und weitere ähnliche Gedanken machten sich in meinem Kopf breit, wobei ich sofort in die Schiene der Aurorin rutschte und bereits überlegte ob es wohl schon mehrer solcher Fälle bei Mr. Collins gegeben haben könnte. Womöglich sollte man seine ganze Anlage hier einmal gründlich überprüfen um sicher zu stellen dass hier nicht irgendwelche krummen Sachen liefen.

Irgendwie war ich froh als wieder zu zweit und den komischen Typen los waren. Als ich Warrick jedoch mit fragendem Blick ansah schien er selbst noch keinen wirklichen Plan zu haben. "Hey, du bist hier der Tierexperte. Ich hatte in den letzten Jahren definitiv zu wenig mit magischen Geschöpfen zu tun um zu wissen wie man die jetzt am besten einfängt.", brachte ich als eine Art Entschuldigung hervor und sah mich prüfend in der Gegend um. "Ich kann zwar mit ein paar grundlegenden Infos über die bekanntesten Tiere dienen, aber das wird uns wohl kaum weiter bringen." Ich lächelte leicht und griff schließlich nach meinem Zauberstab, um nicht ganz tatenlos herum zu stehen. Es war erstaunlich wie wenig Initiative Warrick zeigte, schließlich war dies sein erster Fall den er alleine bearbeiten durfte, also warum stürzte er sich nicht voller Freude ins Getümmel. Nun konnte er endlich allen beweisen was er drauf hatte. Vielleicht steht er einfach nur auf dem Schlauch? "Na komm schon, lass uns doch erst mal nach irgendwelchen Spuren suchen. Wenn wir nicht mal wissen wo die Thestrale hingelaufen sind, dann können wir die ganze Nacht verbringen.", forderte ich ihn schließlich mit einem Gedankenanstoß auf und gab ihm, mit meinem Ellenbogen, einen kleinen Hieb in die Seite.

Nach und nach tasteten wir uns schließlich vor in den Wald, wobei ich immer wieder einen Blick in die Richtung meines Begleiters warf, der anscheinend angestrengt Ausschau nach irgendwelchen Hinweisen und Spuren hielt. "Weißt du schon wie wir die Thestrale wieder zurück bringen sollen? Gibts da nen besonderen Zauberspruch oder willst du es wie die Cowboys mit einem Lasso machen?", scherzte ich um irgendwie eine weitere Unterhaltung in Gang zu bringen, denn auf Dauer wollte ich nicht nur auf den dreckigen Boden oder in den Wald schauen.
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Warrick McMahon
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BeitragThema: Re: "When in danger or in doubt, run in circles, scream and shout."   Mo 6 März 2017 - 22:24

Es dauerte eine halbe Stunde von „durch den Wald laufen und gelegentlich Blätter anheben oder in Astlöcher schielen“, was, wie Warrick hoffte, bereits als „Spurensuche“ durchging, bis Emely das Wort an ihn richtete. "Weißt du schon wie wir die Thestrale wieder zurück bringen sollen? Gibts da nen besonderen Zauberspruch oder willst du es wie die Cowboys mit einem Lasso machen?" Die Frage sorgte dafür, dass sich in Warricks Erinnerung etwas regte, aber je mehr er versuchte, es sich ins Gedächtnis zu rufen, desto mehr schien es zu entschwinden. Thestrale…was wusste er eigentlich über Thestrale? Es überkam ihn plötzlich das ungute Gefühl, etwas Wichtiges vergessen zu haben. Nach einigen Sekunden gab er auf. Es würde ihm schon wieder in den Sinn kommen.

„Ähh. Ich dachte mir, dass wir sie zuerst ausfindig machen, und wenn der Moment gekommen ist, wenden wir einfach eine vielfach erprobte Methode meinerseits an: Improvisation.“ Eine Methode, die Warrick schon mehrere Aufenthalte im St. Mungo’s eingebracht hatte.
Den Gedanken daran verbannend, schenkte Warrick der Aurorin ein Lächeln, das, wie er hoffte, einen aufmunternden und zuversichtlichen Eindruck vermittelte.
„Ich habe zwar nicht die geringste Ahnung, wie Thestrale aussehen, aber ich schätze, wir können sie nicht verfehlen. Wie viele magische Tierwesen gibt’s schon in einem gewöhnlichen schottischen Wald, stimmt’s?“ Nicht, dass Warrick bis zu diesem Tag je in einem gewöhnlichen schottischen Wald gewesen wäre. Geschweige denn überhaupt in einem Wald. Er kannte Forste aus Filmen und Büchern, und zudem war seine Exfreundin Sarah gelegentlich auf Campingtrips gefahren, die seiner Meinung nach auch in irgendwelchen Wäldern stattgefunden hatten. Kurios, wie ihm sein erstes Real-Life-Walderlebnis weder besonders noch irgendwie spektakulär vorkam. Es war fast so, als wären an einem bestimmten Punkt seiner Kindheit die Erfahrungen fiktionaler Charaktere mit seinen eigenen vermischt worden, sodass es ihm jetzt, Jahre später, schwer fiel, Fiktion und Realität auseinander zu halten. War Warrick selbst durch den indischen Dschungel gestreift, oder hatte sein Vater ihm das nur vorgelesen? Probeweiser berührte er einen Baumstamm, wie um sich von seiner Echtheit zu überzeugen. Sobald seine Hand auf das raue Holz traf, wurde ihm bewusst, wie absurd sein Verhalten war. Natürlich hatte er schon einmal einen Baum angefasst. Er hatte sogar schon mitgeholfen, Bäume zu fällen, weil diese in dem von seiner Mutter eingerichtetem Gehege für Drachen ein Hindernis dargestellt hatten. Warrick zog seine Hand zurück.

„Jup. Definitiv ein Baum, kein Thestral“, stellte er laut fest und ignorierte das Stirnrunzeln vonseiten Emelys, das der Kommentar ihm eingebracht hatte. Für einen Moment wünschte er sich seinen Zwillingsbruder an seine Seite. Hubertus hätte sich eine Strategie überlegt. Hubertus wäre wahrscheinlich schon mit einer Strategie in den Wald marschiert. Hubertus hätte die Thestrale innerhalb weniger Minuten gefunden, anstelle 30 Minuten mit sinnlosem Wandern zu verbringen. Hubertus hätte…Warrick vermutlich die gesamte Zeit über einen Vortrag über Verantwortung am Arbeitsplatz gehalten. Der Wunsch nach geschwisterlicher Nähe löste sich abrupt in Luft auf.
Gerade, als Warrick betont entschlossen weiter geradeaus marschieren wollte, hörte er ein Pferde-ähnliches Geräusch, das von seiner Linken zu kommen schien. Er wendete sich nach links. Nichts. Er drehte sich schulterzuckend zurück. Erneut ein Wiehern. Er wendete sich abermals nach links. Nichts. Diesmal drehte er sich zu Emely. „Ist das das erste Anzeichen von Verrücktheit, oder hörst du das auch?“, fragte Warrick im gleichen Argument, indem er von etwas Unsichtbarem ins Straucheln gebracht wurde. Und plötzlich fiel ihm auch ein, was er zuvor vergessen geglaubt hatte. Ein wichtiger Fakt über Thestrale, der ihm damals in der Schule berichtet worden war – nicht von einem Lehrer, sondern von einem Klassenkamerad. Eine Gruselgeschichte, bei der Warrick nur mit halbem Ohr hingehört hatte. Nur der Knackpunkt war ihm nicht entgangen: Thestrale waren nur sichtbar für diejenigen, die einen Menschen hatten sterben sehen. Im Umkehrschluss bedeutete dies: Thestrale waren unsichtbar für den Großteil der Zauberergemeinde. Thestrale waren definitiv unsichtbar für Warrick. Thestrale waren unsichtbar.

„Emely“, begann er, unfähig, den nervösen Unterton in seiner Stimme zu verbergen. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich das mal sagen würde, aber bitte, bitte sag mir, dass du schon mal einen Tod miterlebt hast.“
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Emely Josephine Scamander
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BeitragThema: Re: "When in danger or in doubt, run in circles, scream and shout."   Sa 11 März 2017 - 19:56

Seit ich Warrick kannte hatte ich nie wirklich einen negativen Eindruck von ihm bekommen. Mir war immer bewusst gewesen dass er nicht gerade der Ehrgeizigste und Fleißigste in seiner Abteilung war, doch ich hatte das als kein großes Problem gesehen. Die jetzige Situation regte mich jedoch zum Nachdenken an und ich fragte mich ernsthaft wie der junge Zauberer in Zukunft in seinem Job zurecht kommen wollte. In gewisser Weise verstand ich nun sogar warum ich diesem Fall als "Aufpasserin" zugeteilt wurde. Keine Ahnung ob ich mir wirklich vorstellen wollte wie diese Situation wohl verlaufen würde, wenn er hier ganz alleine aufgetaucht wäre. "Ist das dein ernst?", fragte ich nochmals etwas unglaubwürdig nach. Immerhin musste er doch wissen dass man frei umherlaufende magische Wesen nicht unterschätzen durfte, egal um welche Art es sich dabei handelte. "Na ich hoffe dass du die Thestrale erkennst wenn sie vor dir stehen und nicht einfach weiter gehst." Im Moment wünschte ich mir wirklich etwas besser über diese Geschöpfe bescheid zu wissen. Natürlich hatte ich schon einige Male von Thestralen gehört, aber das meiste hatte ich wieder vergessen, oder erst gar nicht in meinem Gehirn abgespeichert. Doch ich wollte nun nicht total negativ dieser Aufgabe entgegen blicken und stattdessen hoffte ich immer noch darauf dass das Verhalten meines Kollegen der Tatsache geschuldet war, dass dies sein erster Fall war den er alleine übernehmen durfte.
Dennoch lies ich meinen Blick etwas unsicher über die Umgebung schweifen, immer darauf bedacht meinen Zauberstab einzusetzen. "Meinst du nicht dass es besser wäre wenn du wenigstens deinen Zauberstab einsatzbereit hättest?", fragte ich ihn dann mit einem gewissen Ton an Aufforderung in meiner Stimme. Ich durfte mir vermutlich nicht einmal den Gedanken erlauben auch nur einen meiner Fälle auf diese Art und Weise zu lösen und vermutlich würde ich dabei hin und wieder auch mehr als nur mein Leben aufs Spiel setzen. Jedenfalls stand für mich fest dass ich Warricks Arbeitsweise so nicht unbedingt unterstützen wollte, aber das würde sicherlich nichts an meiner Freundschaft (wenn man es denn so nennen konnte) ändern. Er war definitiv ein netter Typ und ich konnte mich wirklich gut mit ihm Unterhalten. Dass er immerhin einen Baum von einem Thestral unterscheiden konnte, war ja schon einmal hilfreich, aber dennoch warf ich ihm einen skeptischen Blick zu.
Einige unerwartete Geräusche ließen mich jedoch hoffen dass wir dem Ziel unserer Aufgabe immer näher kamen. Zumindest erinnerten mich die Laute an eine Untergruppe von Pferden und augenblicklich warf ich Warrick einen hoffnungsvollen Blick zu. Nun war er gefragt diese Tiere zu fangen, doch er sah alles andere als bereits aus. "Nein ich höre es auch, was soll die Frage...", antwortet ich ihm, während meine Augen einigen Schatten zwischen den Bäumen folgten, bis die Gestalten immer deutlicher wurden.
"Ja, wieso denn? Also wenn du mich darauf vorbereiten willst dass dieses schwarze Tier, was eher aussieht wie das Pferd des Todes, doch gefährlicher ist als du denkst... dann machst du die Situation nicht gerade besser.", sagte ich in einem etwas schnippischen Ton, während ich meinen Blick keine Sekunde von den Thestralen abwenden konnte. Erst als sie langsam auf uns zu kamen, schaute ich erwartungsvoll zu Warrick. "Was stehst du denn da so rum? Tu was! Dir muss doch wohl irgendetwas einfallen." Er stand immer noch völlig ratlos mitten im Wald, während seine Blicke umher wanderten als würde er eine Fliege verfolgen, anstatt sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Ich wich einige Schritte zurück, obwohl der Abstand zwischen uns und den Tieren immer noch große genug war. Bis jetzt schienen sie nicht den Eindruck zu machen, als wenn sie uns auffressen wollen würden. Stattdessen wurden ihre Schritte schneller und steuerten auf uns zu. Mit großen Augen schaute ich ihnen entgegen. "Pass auf!" Warrick schien keine Anstalten zu machen, sich zu bewegen, weshalb ich ihn am Arm packte und schleunigst zur Seite zog. Leider führte dies zu einer ungewollten Landung auf dem Waldboden. Schnell rappelte ich mich wieder auf, während Warrick noch etwas überwältigt zu sein schien. "Es wäre wirklich hilfreich wenn du nicht wie fest angewurzelt in der Gegend stehst. Bäume gibt es hier schon zu genüge und bitte sag mir was du jetzt tun willst."
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