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 See der Gefühle

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Cicely Stargaze
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BeitragThema: See der Gefühle   Di 21 Feb 2017 - 21:28

See der Gefühle
Alice McIntyre & Cicely Stargaze
30. April 2015
Ländereien von Hogwarts - Großer See
Später Nachmittag / Früher Abend

Dunkle Wolken beherrschten das Himmelsbild an diesem Donnerstag, den 30. April. Mit 15° Celsius war es weder besonders warm, noch kalt, vielmehr etwas frisch, die mangelnden Sonnenstunden an diesem Tag machten den Tag nicht unbedingt angenehmer. Doch Cicely, dessen Fröhlichkeit für manchen wie ein strahlender Sonnentag im tiefsten Winter erscheinen konnte, ließ sich nicht von solchen Trivialitäten wie dem Wetter stören. Sie hatte nach dem Unterricht in Verwandlung Lust dazu gehabt zum Großen See zu laufen und sobald die Schulleiterin den Unterricht beendet hatte, war sie auch schon ohne Umschweife zu ihrem Ziel aufgebrochen.
Sie hatte einen verwaisten See vorgefunden, anscheinend hatten sich andere Schüler von dem weniger einladenden Wetter davon überzeugen lassen an diesem Nachmittag keine erholsamen Stunden am Ufer zu verbringen.
Sie setzte, beim See angekommen, einen Fuß direkt vor den anderen, ließ keinen Platz dazwischen und amüsierte sich über diese Art der Fortbewegung, welche sie zu ihrem liebsten Ort am Großen See führen sollte. Mit einem fröhlichen, hellen Lachen, welches die relative Stille der Umgebung durchbrach, erfreute sie sich über das Verlieren ihres Gleichgewichts und den Sturz in das leicht nasse Gras.
Die hellblonde Gryffindor drehte sich auf den Rücken, streckte die Arme und Beine aus und vollführte Bewegungen, als würde sie dadurch einen Engel in den grünen Untergrund zaubern. Ihr Blick fokussierte die dunkle Front von Wolken, die sich sammelte und vermutlich am nächsten Tag zu einem kräftigen Unwetter führen würde. Die Bewegung nicht weiter fortführend streckte sie die rechte Hand gen Himmel aus, als bestünde die Möglichkeit, sie könnte die flauschig aussehenden Wolken berühren.
Mit einem verträumten Lächeln wedelte sie mit ihrer Hand ein wenig in der Luft umher, bevor ihr wieder gewahr wurde, dass sie weiterhin im Gras lag.
Fabrice kam ihr in den Sinn, welcher in der Lage war aus der liegenden Position mit Leichtigkeit in die stehende zu gelangen. Cicely hatte sich nie sonderlich für Sport begeistert, sah anderen allerdings gerne dabei zu, weswegen sie ihre strahlend blauen Augen schloss und darüber nachdachte, wie ihr guter Freund Fabrice dies wohl vollbrachte. Ihre Äugelein öffnet sich wieder, nicht wirklich zu einer Lösung gekommen, wollte die muggelgeborene Hexe es allerdings dennoch probieren. So schwer konnte es schon nicht sein.
Sie zog die Beine an, wippte auf ihrem Rücken vor und zurück, mit dem Plan dann in einer bestimmten Bewegung zu springen. Als es ihrer Meinung nach soweit war, vermasselte sie ihren Sprung, klammerte sich lediglich mit den Händen an ihren Waden fest und versuchte sich irgendwie auf diese Weise hochzuziehen. Die Kraft ihrer dünnen Armen reichte dafür nicht aus, weswegen sie aufgab, sich wieder in ihre Ausgangsposition begab, ohne weiteres Zögern auf den Bauch rollte, mit den Händen vom Boden abstütze und dadurch langsam und mühselig wieder auf die Beine kam.
Als sie endlich stand, blickte sie auf den Abdruck herab, den sie im Gras hinterlassen hatte und welcher zu ihrem Verdruss kaum zu erkennen war. Ohne sich um ihre leicht zerzauste Erscheinung zu kümmern, lief sie fröhlich hüpfend weiter, ihren favorisierten Ort anpeilend. Dieser Ort besaß die Besonderheit, dass er wie eine winzige Lichtung, umgeben von drei Bäumen, wirkte, die so regelmäßig um den Mittelpunkt platziert waren, dass es beinahe einen künstlichen Eindruck vermittelte.
Einige Zeit, nachdem sie diesen Ort, für den sie selbst noch keinen Namen ausgewählt hatte, damals für sich entdeckt hatte, war sie so begeistert davon gewesen, dass sie es allen möglichen Leuten erzählt hatte. In dem Wirrwarr an Worten und Vergleichen, hatten die meisten Angesprochenen nichts verstanden oder schlichtweg kein Interesse an dieser kleinen Baumformation gezeigt. Doch Personen, die Cicely kannten, wussten, dass sie sich nicht selten hier aufhielt, wenn ihr nach dem Großen See war.
Ihr Freund Dario hatte ihr auf ihren Vorschlag hin sogar ein Netz gezaubert, welches an den drei Baumstämmen befestigt war, sich über die Lichtung spannte und diese damit zu einer angenehmen Sitz- und Liegemöglichkeit machte. Die eher kleinen, doch recht dicken Laubbäume waren fest genug im Boden verankert um mehrere Personen zu tragen und hoch genug um mit ihrem Blätterdach einiges an Regen abzuhalten, wodurch dieser Ort zu einer Art Nest wurde.
Als Cicely an diesem Nest, nicht unweit des Seeufers, ankam, ließ sie sich rückwärts hinein fallen, rollte sich zusammen und richtete den Blick in Richtung See aus, besah sich die Spiegelungen auf der Wasseroberfläche, welche durch die dunklen Wolken einen düstereren Eindruck als gewöhnlich machte.
Sie wickelte sich in ihren Umhang um ein wenig Wärme davon zu beziehen, als ihre Hand an den Taschenspiegel in ihrer Innentasche stieß und ihr die Idee kam, Alice vielleicht mitzuteilen, wo sie sich befand. Womöglich würde ihre Freundin auch gerne etwas Zeit am See verbringen, zuvor im Unterricht hatte Cicely gar nicht wirklich darauf geachtet, was die Hufflepuff getrieben hatte.
Sie nahm den kreisrunden Taschenspiegel heraus und erblickte eine leicht verzerrte Spiegelung ihrer selbst in dem aus Silber gefertigten, schmuckvoll verzierten Äußeren, welches einen Spiegel verbarg. Sie öffnete ihn, sah allerdings anstatt einer gewöhnlichen Spiegelung bloß schwarz.
Dieser Taschenspiegel war ein Teil eines magischen Sets und zeigte stets die Aussicht des anderen Spiegels an. So würde Alice, die den anderen Spiegel besaß in diesem Moment das Gesicht ihrer Freundin Cicely sehen. Doch da Cicely in diesem Moment bloß schwarz sah, musste der andere Taschenspiegel geschlossen sein. Anstatt also mit Alice zu kommunizieren, kroch sie auf dem Netz etwas nach vorne zum Rand, der in Richtung des See deutete, streckte ihre Arme nach unten und platzierte den Spiegel auf dem Boden, sodass er Alice, falls sie in ihren Spiegel sehen sollte, das Bild des Sees zeigen sollte, als Indikator für den Aufenthaltsort Cicelys.
Nachdem dies erledigt war, begab sie sich wieder in die Mitte des aufgespannten Netzes, legte sich auf den Rücken und sah zu, wie die Blätter der drei ineinander verwobenen Laubbäume im Wind rauschten. Ob Alice auftauchen würde, war nicht klar, es war schließlich keine ausgesprochene Einladung, doch würde Cicely sich über Gesellschaft sehr freuen. Die beiden silbernen Taschenspiegel hatte sie vor einigen Jahren erworben um mit ihren Freunden auch kommunizieren zu können, sollten sie sich an vollkommen verschiedenen Orten befinden. Am Ende hatte sie ihn Alice überlassen, da diese sich in einem anderen Haus befand und besonders des Nachts anders nicht zu erreichen war.
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Alice McIntyre
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BeitragThema: Re: See der Gefühle   So 26 Feb 2017 - 14:38

Noch immer war ich in heller Aufregung. Ich kanns nicht fassen! Ich hab eine Verabredung mit Will! Mit einem strahlenden Grinsen steuerte ich den Gemeinschaftsraum der Hufflepuffs an, nachdem ich mich von Will verabschiedet hatte und zog dort angekommen einen kleinen Spiegel aus meiner Tasche. Beethoven, der sich mittlerweile wieder beruhigt hatte, durfte in seinem größeren Gehege neben meinem Bett –die Eulerei wäre viel zu zugig gewesen- und erneut bekam er viele tolle Leckerlis als Entschuldigung. Ich musste Silly davon erzählen, ich musste mit irgendjemandem darüber sprechen, was heute passiert war, sonst würde ich platzen. Schon seit zwei Jahren schwärmte ich ihr etwas von dem blonden Hufflepuff Jungen vor und jetzt verkünden zu können, dass ich den Nachmittag mit ihm verbringen würde, war eine Sensation ohne Gleichen. Hibbelig und innerlich tanzend vor Freude, klappte ich den Handspiegel auf und anstatt meines eigenen Spiegelbilds sah ich den See und am Rand des Bildes einige Bäume. Flink klappte ich den Spiegel wieder zu und steckte ihn in meine Umhangstasche. Meine beste Freundin verwendeten diesen Spiegel wie eine Art Chatroom, wie ihn die Muggel benutzten, doch da es hier keinerlei Elektrizität gab, musste man sich nun mal anders helfen. Sillys Familie war sehr reich, also war es kein Problem gewesen diese Spiegel zu beschaffen. Es hatte mich sehr überrascht, dass sie ihn mir übergeben hatte, schließlich waren wir damals noch nicht sehr lange befreundet gewesen und zugegeben war ich auch nicht wirklich die beste Freundin aller Zeiten gewesen. Doch trotz allem, Geschenke lehnte man nicht ab, also hatte ich es angenommen und seither verbrachte ich Abend um Abend damit, mit Silly zu sprechen und mich mit ihr auszutauschen. Wie schade, dass sie keine Hufflepuff war, sonst hätten wir uns einen Schafsaal teilen können und müssten nicht auf solche Spielereien zurückgreifen.
Mit schnellen Schritten verließ ich die Schule und ging zielstrebig in Richtung See. Ich wusste, wo sich meine Freundin aufhielt, über die Jahre hinweg hatten wir einige schöne Orte auf den Länderein Hogwarts gefunden, die wir als Treffpunkt nutzten. Einer davon lag direkt am See, auf einer Lichtung, die in einem nahezu perfekten Kreis aus Bäumen stand. Ein wahrlich magischer Ort, in den sich Silly schon von Anfang an verliebt hatte.
Darauf achtend nicht zu stürzend lief ich hinunter und war kurz darauf auch am See angekommen. Leicht aus der Puste trat ich auf die Lichtung und sah mich nach der blonden Gryffindor um. „S-silly?“, rief ich leicht stockend und stellte meine Tasche neben einem der Bäume ab. Meine Freundin lag in dem Netz, welches zwischen den Bäumen aufgespannt war und ich ging zielstrebig auf sie zu. „Ich muss dir was erzählen!“, fing ich an, ohne große Umschweife.
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Schicksal

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BeitragThema: Re: See der Gefühle   Sa 4 März 2017 - 16:38

Schicksalsschlag! Hauptplot-Auswirkung!

Abends am See oder am Wald ist es am gefährlichsten, alle das wissen sollten.
Aber die beiden Schüler, es ja unbedingt so wollten!
Nur reden, wer will das schon. Die Magie jedenfalls betrachtet sie mit Hohn!
Ein affenartiges Gekreische kommt aus der Nähe und ehe Cicely soch versieht, lösen sich die Enden des Netzes aus den Befestigungen und sie landet auf unsanft auf dem Boden. Zwei [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] laufen unsichtbar herum, durch die ungewöhnliche Magie aufgescheucht und aggressiver, zieht der eine Silly bei ihrer Landung etwas am Haar herum und strubbelt ihr dadurch, als ob er ihre Frisur ruinieren wollte. Der andere enttarnt sich und springt Alice von hinten auf die Schulter [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] und kreischt ihr ins Ohr. Normalerweise sind diese Affenarten die im verbotenen Wald lebensehr menschenscheu. Sie keifern und wollen die beiden Schülerinnen einfach nicht in Ruhe lassen. Was tut ihr? Verscheucht ihr sie mit Magie? Oder laut ihr weg? Was werdet ihr tun?
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Cicely Stargaze
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BeitragThema: Re: See der Gefühle   Fr 24 März 2017 - 17:03

Cicely öffnete ihre strahlend blauen Augen, als sie Geräusche wahrnahm, die sie auf das Herannahen einer Person vorbereitete. Ehe sie sich aufrichten konnte, vernahm sie auch schon die Stimme ihrer teuren Freundin Alice, die den Namen der muggelgeborenen Hexe stockend hervorbrachte. Die rothaarige, sommersprossige Hufflepuff strotze nicht gerade vor Selbstbewusstsein und Cicely versuchte daher stets, ihr etwas mehr davon einzuflößen, war sie in diesen Bereichen doch gefestigter, auch wenn wohl niemand Gefestigkeit mit dem chaotischen blonden Wirbelwind in Verbindung bringen würde.
Silly drehte sich auf dem Netz und krabbelte, als wäre sie eine Spinne, die auf die Bewegungen einer sich in dieser klebrigen Falle verfangenen Fliege, auf Alice zu, die in diesem Beispiel das Opfer darstellte, welches es zu fressen, beziehungsweise in diesem Fall, zu kitzeln galt.
Anscheinend hatte ihre Freundin etwas zu berichten, doch dies hatte Zeit, zunächst würde sie Alice zu sich aufs Netz ziehen.
Doch bevor es zur Verwirklichung ihres Planes kommen konnte, zuckte sie unter einem plötzlichen, schrillen Gekreische zusammen und befand sich ohne Zeit zum Nachdenken oder gar zum Reagieren zu haben, bereits im freien Fall. Die Seile lösten sich von den Bäumen, an denen das Netz aufgespannt war. Dieses stürzte vom Eigengewicht und dem zusätzlichen Ballast in Form der Gryffindor-Hexe, zu Boden, wo Silly flach auf den Rücken schlug. Das Netz, zwischen ihr und dem Erdboden, half in dem Sinne, dass ihr nicht sämtliche Luft aus der Lunge gepresst wurde, doch dafür drückten sich das harte Seil, aus welchem das Netz bestand und welches von vielen Knoten durchzogen war, schmerzhaft in ihren Rücken und Hinterkopf.
Ein Schrei, nicht aufgrund des Schmerzes, sondern aus der schieren Überraschung heraus, entkam ihrer Kehle während des Falls, verstummte dann doch aber abrupt beim Aufprall auf die Erde. Glücklicherweise hing das Netz nicht allzu hoch, weswegen der Sturz keine wirkliche Gefahr darstellte, so sehr er doch aber das Herz der sprunghaften Cicely zum Klopfen und Springen brachte.
Ein Husten entkam ihr, während sie sich gerade versuchte von diesem kleinen Schock zu erholen und gleichzeitig aufzurichten. Doch auch dieser Plan wurde vereitelt, beziehungsweise wurde sie von dem Aufstehen abgehalten, indem irgendein Wesen hinter ihr, während sie noch auf ihrem Rücken lag, an ihrem hellen, blonden Haar zerrte und dieses in Unordnung brachte. Dieses Wesen befand sich damit außerhalb ihres Sichtfeldes, doch es war sicherlich magischer Natur, war es schließlich aus dem Nichts erschienen. Selbst wenn sie am Hinterkopf Augen gehabt hätte, würde sie den Demiguise, der sie in diesen Momenten geißelte wohl nicht sehen könnte, denn dieser war weiterhin unsichtbar, während sie nun jedoch den anderen sah, der auf den Rücken von Alice sprang und ihr mit seinem affenartigen Gekreische wohl versuchte einen Hörsturz zu verpassen.
Cicely schaltete, nun, da sie etwas sah, was für diese Probleme sorgte, schnell. Während der Demiguise hinter ihr noch weiter an ihren Haaren zerrte, wodurch sie leichte Schmerzen an ihrer Kopfhaut erfuhr, nutze sie doch diese Ablenkung, zog ihren dunklen, beinahe schwarzen aus Ebenholz gefertigten Zauberstab und jagte aus dem Affekt heraus einen Stupor-Zauber auf das agressive magische Wesen auf der Schulter ihrer Freundin, nicht daran denkend, wie gefährlich dies auch für die andere Hexe sein konnte. Cicely dachte oftmals nicht genug über ihre Aktionen nach und handelte, wie es ihr nach dem Sinn stand, stets auf das Beste hoffend.
"Stupor!", rief sie laut, stumme Magie nicht beherrschend, und entlockte ihrem Zauberstab damit einen roten Lichtblitz, welcher bei einem Treffer den Demiguise oder im schlimmsten Fall auch Alice zurückschleudern und zur Bewusstlosigkeit des Getroffenen führen würde.
Kurz hatte die tierliebende Hexe gezögert, doch dies würde keine bleibenden Schäden verursachen und Alice in die Lage versetzen ihrer Freundin mit dem noch unsichtbaren Demiguise an ihrer blonden Mähne behilflich zu sein, welcher offenbar gemerkt hatte, wie ein Zauber auf seinen Partner ausgeführt wurde und nun erbost das Netz, auf welchem Silly weiterhin lag, um sein Opfer wickelte und es in einer erstaunlichen Geschwindigkeit verschnürte, sodass die Bewegungsfreiheit Cicelys nun stark eingeschränkt war. Den Zauberstab umklammerte sie noch verbittert, während der Demiguise es nun auf diesen abgesehen zu haben schien und versuchte ihn aus den Händen der Eingewickelten zu stehlen.
Dem magischen Tierwesen in Geschichklichkeit nicht das Wasser reichend, drehte sich Cicely in ihrer Körperfessel umher und schaffte es von dem Demiguise, der sich nun auch offen präsentierte, in seiner vollen, haarigen und grauen Pracht, wegzurollen. Dieser ließ sich jedoch nicht so leicht abschütteln und war ohne Zweifel nicht bloß aggressiv, sondern auch ganz schön clever. Anstatt zu versuchen sie zurückzuzerren gab er Cicely einen kräftigen Anstoß, wodurch sie die Kontrolle über die bereits eingeschränkte Bewegungsmöglichkeit des Rollens verlor und haltlos in Richtung des kühlen Nass' des Großen Sees kullerte, in welchem sie an diesem kalten Abend ganz gewiss nicht zu schwimmen gedachte, und in Anbetracht ihrer eingeengten Lage auch ganz gewiss nicht zu ertrinken vorhatte.
"Alice!", rief sie noch, ein wenig verzweifelt, während das ruhige, aufgrund des verhangenen Himmels eher trübe wirkende Wasser, immer näher kam. Schwindel wurde durch das andauernde Drehen erzeugt und die Gryffindor wusste kaum noch, wo oben und unten war. Zu ihrem Glück hatte sie ihren Zauberstab noch bei sich, doch in dieser Situation gezielt damit umzugehen, schien unmöglich.
Ihr fiel kein passender Zauber an, um ihr rollendes Gefängnis zu verlangsamen und nicht gleichzeitig die Leidtragende zu sein, weswegen sie sich lieber auf das Eintauchen in den See vorbereitete, verwirrt, mit aufsteigender Übelkeit aufgrund des Schwindelgefühls und einem Schrei einen Blasenzauber um ihren Kopf kreierte. Keinen Moment zu früh schloss sich die Blase um die Kopfpartie, denn im nächsten Augenblick schon rollte sie in das am Ufer noch eher flache Wasser, zuckte unter der sofort einziehenden, sie umgebenden Kälte leicht zusammen, war doch im Endeffekt einfach bloß froh, ungehindert atmen zu können.
Endlos würde dieser Zauber sie nicht schützen können, doch war Cicely, so war sie nun einmal, Optimistin. Ihre Zuversicht, dass ihr Schockzauber den Demiguise auf der Schulter ihrer Freundin Alice erwischt hatte und sie mit dem anderen fertig werden würde, sodass sie der versenkten Silly zu Hilfe eilen konnte, war ungebrochen.
Nichtsdestotrotz dachte sie darüber nach sich selbst aus dieser Lage zu befreien, indem sie einen Zauber sprach, doch war ihre Bewegung dermaßen angestrengt, dass es bereits einem Wunder glich, dass der Blasenzauber geglückt war. Gerade als sie darüber spekulierte, ob ein Druckzauber sie zumindest von der klirren Kälte des Wasser an das Ufer verfrachten könnte, fiel ihr auf, dass der Zauberstab, den sie doch eben noch in der Hand gehalten hatte, nun nicht mehr in dieser weilte. Er muss ihr beim Eintauchen des Wasser, welches ihren Körper mit Ausnahme ihres Kopfes sofort umflutet hatte, aus dieser geglitten sein und sich nun an der Wasseroberfläche oder im Sand des Ufers befinden. Ihre einzige Hoffnung war also die schüchterne Alice.
Ob ich das Seil zerbeißen könnte?..., ging es ihr durch den Kopf, als sie, auf der Seite liegend im Wasser trieb und ihren Kopf streckte um zu versuchen diesen Gedankengang in die Tat umzusetzen. Sie reckte und streckte sich und schaffte es tatsächlich ihre Zähne in das nasse und unangenehm schmeckende Seil zu vergraben, doch dieses war bereits ein wenig aufgeweicht. Hinzu kam, dass sie nach jedem Bissen erneut versuchen musste es zu erreichen und dies bereits beim ersten Versuch nicht unbedingt ein einfaches Unterfangen dargestellt hatte.
Seit wann sind am See Demiguise? Und wieso greifen sie an?, stellte sie nun, da sie zu ihrem Unglück Zeit zum Nachdenken hatte, die bezeichnenden Fragen.
Andere wären in ihrer Lage womöglich verzweifelt oder aber wären eher in der Lage gewesen sich selbst zu helfen, doch Silly besaß ihren Spitznamen nicht ohne Grund, sie war zwar nicht in Hochstimmung, doch zuversichtlich und weiterhin relativ sorglos, am Ende würde sich das richten, es wäre zu amüsant durch die Hand eines fluffigen Fellknäuels auf diese Art zu sterben, dies wäre zwar passend für die verrückte, blonde Hexe, doch noch hatte sie ihrer Meinung nach zu wenig erlebt um nun schon mit dem Leben zu stoppen. Sie konnte stur sein, wenn sie etwas wollte und in diesem Momenten wollte sie bloß hinaus aus dem Wasser, ein kleiner, sicherlich zu erfüllender Wunsch, von dem sie einfach annahm, dass er ihr erfüllt werden würde, schließlich bat sie doch sonst so selten um etwas.
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Alice McIntyre
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BeitragThema: Re: See der Gefühle   Mo 9 Okt 2017 - 9:50

Kaum hatte ich die kleine Lichtung betreten, die Silly und ich stets als geheimen Treffpunkt nutzten, löste sich eines der Seile und Silly fiel herunter. Ich dachte zuerst das Seil wäre einfach nicht richtig fest gebunden worden und musste kichern. Es sah einfach zu lustig aus, wie meine beste Freundin zu Boden segelte, doch mir sollte das Lachen bald vergehen. Irgendetwas schweres und haariges landete auf meinen Schultern und kreischte so laut, dass mir schwindlig wurde. Sofort stieg ich in das Geschrei mit ein und taumelte unter dem zusätzlichen Gewicht umher. Panisch schlug ich um mich und versuchte das Wesen abzuschütteln, dessen Finger sich unangenehm in meine Schultern bohrten. Gerade noch so bekam ich mit, wie Silly einen Zauber in die Luft schickte und danach eingewickelt wurde. Sonst war nichts zu sehen, die Wesen waren unsichtbar, was mir nur noch mehr Angst machte. Plötzlich bekam ich ein großes Büschel langer, seidiger Haare zu fassen und zog mit all meiner Kraft daran. Wieder kreischte das Ding auf meinem Rücken und lies etwas locker. „GEH RUNTER!!!“, schrie ich und mit einem Schlag war das Gewicht von meinem Rücken verschwunden. Aber das Haar hatte ich immer noch in den Händen, was ich sofort ausnutzte. Einem Geistesblitz folgend trat ich in die Luft unter meiner Hand, doch noch bevor ich richtig zutreten konnte, spürte ich wie sich harte Zähne in mein Handgelenk gruben und ließ mit einem erschrockenen Aufschrei los und taumelte zurück. Schwer atmend tastete ich nach meinem Zauberstab, als ich den Hilfesschrei von Silly vernahm. Sofort riss ich den Kopf herum und sah, dass sie kurz davor war in den See zu purzeln und das fest eingewickelt in das Netz in dem sie vorhin noch gesessen hatte. Gehetzt sah ich mich um, auch wenn es vergeblich war die affenartigen Biester zu erkennen, so lange sie unsichtbar waren. Mit meinem Zauberstab drehte ich mich im Kreis und schickte wahllos Flüche los, in der Hoffnung der Zufall würde mir zur Hilfe eilen. Ich muss Hilfe holen! Wieder sah ich zum See, wo Silly gerade in das kalte Nass eintauchte. „Silly!!" Ich ließ meinen Zauberstab sinken und lief zu ihr, sollten mich die Wesen doch wieder anfallen, Silly durfte nicht ertrinken! Schnell war ich am Ufer und trat ohne Zögern in das Wasser, das wirklich keine Badetemperatur hatte. Ängstlich sah ich mich wieder nach den Biestern um und hatte diesmal meinen Zauberstab bereit, um mich zu verteidigen.
Ich weiß nicht was es war, vielleicht waren die Demiguise wasserscheu, jedenfalls wurde ich nicht wieder angegriffen. Aber ihre aufgeregten Schritte waren auf dem steinigen Ufer zu hören, leider konnte ich nicht ausmachen, ob es immer noch zwei waren, oder einer oder schon viel mehr, weil sie ihre ganze Familie zu sich geholt hatten. Ich hätte es nicht an den Haaren ziehen sollen, ich hab es nur noch wütender gemacht!
Glücklicherweise war Silly nicht sehr weit in das Wasser gerollt und so fand ich sie schnell. „Silly!“, rief ich erneut und streckte meine Hände nach ihr aus, um sie wieder über die Wasseroberfläche zu ziehen. Leider war ich nicht gerade ein Muskelprotz und konnte mich es gerade so noch verhindern selbst in den dunklen See zu fallen. Als ich es dann doch schaffte platzte eine Blase um ihren Kopf. „Geht’s dir gut? Hast du dir weg getan?“ Ich stotterte aufgeregt und deutlich stärker als sonst, aber gerade achtete ich nicht darauf. „W-w-w-w-wi-wir m-m-m-mü-müssen d-d-d-da-das N-n-n-ne-ne-netz ab m-m-m-ma-ma-machen.“, dachte ich laut und deutete mit meinem Zauberstab darauf. Doch mir wollte kein passender einfallen, hilfesuchend sah ich meine Freundin an und zerbrach mir den Kopf. Meine Zauberstabhand zitterte leicht und mit einem Ohr hörte ich die ganze Zeit darauf, ob sich etwas am Ufer tat.
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