Harry Potter - Foren-RPG
 
StartseiteFür NeulingeWetterMitgliederAnmeldenLogin
Gryffindor

0 Punkte

Slytherin

0 Punkte

Ravenclaw

0 Punkte

Hufflepuff

0 Punkte
____________

Orden

44 Punkte

Professoren

94 Punkte

Todesser

37 Punkte

Ministerium

22 Punkte
Hauptplotevents:

Event:



Infos:


Gesucht:


Unterricht (Gruppe 1):
Zu Starten:

Zu Beenden:

Wichtige Eilmeldungen
des Tagespropheten:



Besucherzähler
Besucherzaehler
Umloggen
Benutzername:

Passwort:


Austausch | 
 

 Klarheit für einen Preis

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
AutorNachricht
Evgenija Moravac
Hexe || Metamorphmagus
avatar

Anzahl der Beiträge : 262
Anmeldedatum : 14.12.16

Charakterbogen
EP:
5090/5200  (5090/5200)

BeitragThema: Klarheit für einen Preis   Di 3 Jan 2017 - 15:56

Steuerrung des NPC's  Evica Mitrovic Moravac




Langsam schmolz die Kerze dahin. Unter der kleinen Flamme, verflüssigte sich das Violette Wachs und lief bereits an den Seiten des Schaftes hinab. Ihr Finger strich immer wieder gemächlich durch die Flammen, welche die Haut umspielten und kleine schwarze Rauchschwaden in die Luft entließen. Evica lächelte verzückt. Feuer war Energie. Eine Ressource des Wandels. Es vermochte Leben zu retten, oder es zu nehmen, genau wie sie. Tante Mitra war eine begeisterte Feuerfanatikerin, doch verstand die ältere Hexe das Feuer nicht einmal. Ihr Zimmer im Eberkopf war klein aber auch nicht fein. Der Boden war dreckig und die Möbel nicht gerade in bestem Zustand. Der Stuhl auf dem sie saß kippelte immer, wenn sie sich bewegte, da eines der hinteren Stuhlbeine leicht kürzer war, als die anderen. Nur wenig Sonnenlicht traf durch die dreckige Fensterscheibe, durch welche sie nach draußen blickte. Sie hatte keinerlei Sachen mitgehabt, als sie in das Zimmer zog.

Lediglich genug Geld für über einen Monat Miete hatte sie dort hin gelegt und lediglich dafür verlangt, nicht gestört und nur einer Person, die kommen würde gegenüber erwähnt zu werden. Auch Aufzeichnungen sollte es über ihren Besuch nicht geben und dafür war sie im Eberkopf genau an der richtigen Adresse. Auf dem Schreibtisch vor ihr, welcher mit alten Wachs und Schmutzflecken übersät war, stand noch immer das Tintenfass, mit welchem sie die Nachricht geschrieben hatte, zugekorkt natürlich. Daneben lag eine Feder und noch zwei Bögen Pergament. Ein kleiner Stapel offener Briefe lag auf der rechten Seite und Evica lächelte, als ihr Blick diesen streifte. Es waren nicht ihre Briefe, noch waren diese an sie adressiert. Nein diese Briefe gehörten Maeve O'Hara und ihrer Cousine Evgenija. Die beiden Turteltauben, welche es aus der Krypta herausgeschafft hatten, hatten sich tatsächlich viel geschrieben und geflissentlich war kein einziger dieser Briefe in den ganzen Monaten seit dem Dezember beim gewollten Empfänger angekommen. Was wollten diese beiden überhaupt voneinander?

In Maeves Briefen war es wesentlich sachlicher und Kühler beschrieben, wie ihr Tagesablauf aussah und wurde lediglich emotionaler, wenn sie darüber sprach, wie sehr sie Evgenija vermisse. Aus Evgenijas Briefen dagegen, sprach die Sehnsucht vom ersten bis zum letzten Wort. Dumme Cousine. Sie hatte die Ältere gewarnt, dass Maeve sie nur schwach machen würde. Sie hatte ihre Cousine mehrmals beobachtet. Die Weinkrämpfe und die Niedergeschlagenheit, weil ihre geliebte Maeve ihr nicht antwortete und sich nicht meldete. Manchmal hatte sie gezweifelt, ob dies wirklich das Beste für die beiden Hexen war. Sie hatte den beiden zeigen wollen, dass es zu gefährlich war. Oh sie wusste, welche Energie, welche Neuerung eine Liebe bringen konnte, doch stand diese oft auch im Weg. Wie bereit war man andere Orte aufzusuchen, wenn man dafür von seinem Liebsten getrennt war? Nein, es gab stärkere Emotionen, die genau so viel Bewegung im Multiversum erzeugten. Doch dieser Besuch war wichtig. Sie zog die Schublade des Schreibtisches auf und legte die Briefe hinein. Bedächtig verbarg sie ihre Schätze, indem sie das Holz zuschob. Ihr Besuch würde bald auftauchen. Sie hatte die Eule bereits heute Morgen abgeschickt. Hogwarts war nicht weit und inzwischen war es früher Nachmittag. In Gedanken ging sie wieder und wieder die Worte durch, welche auf dem Pergament-Bogen geschrieben worden waren. Immerhin wollte sie Maeve ja auch locken.


"Hochgeschätzte Maeve O'Hara

Ich werde diese Nachricht kurz, bündig und sachlich halten,
etwas, was sie wohl zu schätzen wissen.
Ich möchte sie heute noch treffen, um Angelegenheiten wichtiger Natur
mit ihnen zu bereden. Ich weiß sie sind eine beschäftigte Frau
und dies hier unheimlich kurzfristig. Dennoch kann ich nicht genug betonen,
wie wichtig die Angelegenheiten sind. Ferner soll es sich nicht lediglich für mich lohnen.
Ich kann ihnen Vergewisserung bieten, was den Verbleib Davina Stoica's angeht.
Oder wie sie wirklich heißt: Evgenija Moravac.
Waren sie sich über ihren wahren Namen im Klaren? Im Austausch für ihre Informationen,
biete ich ihnen sowohl das Wissen um Evgenijas Aufenthaltsort, als auch Informationen
über diese an. Seien sie versichert, dass ich nicht danach trachte diese Hexe in misskredit
zu bringen. Nichts würde mir ferner liegen. Ich möchte ihnen nur etwas bieten können.
Etwas, was die Mühe wert ist.
Ich warte auf sie im Eberkopf, letztes Zimmer auf der rechten Seite.
lassen sie nicht zu viel Zeit verstreichen.

Hochachtungsvoll
Eine Freundin"


Sie wusste, diese Worte waren zynisch, vielleicht auch etwas höhnisch. Allerdings entsprachen sie der Wahrheit. Sie hatte wirklich nicht vor ihre Cousine künstlich schlecht darstehen zu lassen. Die Wahrheit über sie und ihre Familie würde völlig ausreichen. Vielleicht wären Maeves Gefühle sogar echt und stark genug, um das vollkommen zu akzeptieren. Mochte alles sein. Ihr war lediglich an wichtigen Informationen gelegen. Sie hatte den Tempel des Suthek gefunden. Doch auch sie war nicht weiter gekommen, als der Rest der Forscher. Die alte Magie war noch immer stark, obwohl die Archäologen die dunklen Schutz und Abwehrzauber entfernt hatten, war der Tempel noch immer nicht zur Gänze erforscht. Sie war sich sicher, die dort gefundenen Schätze waren So positioniert worden, dass sie ihre rituelle Funktion erfüllten und dennoch genug von dem geheimen Zugang zu dem wahren Heiligtum ablenkten. Es war selbst für sie unheimlich schwierig gewesen, die tiefer liegenden Schwingungen zu erkennen, die anzeigten, dass noch mehr in diesem Tempel steckte.

In einer zweiten Schublade, steckten massenhaft Pergament Bögen, auf welchen sie die wichtigsten Kartuschen an Hieroglyphen mit Kohlestift übertragen hatte. Es würde ein ganz simples Tauschgeschäft sein. Maeve würde mehr über Evgenija, deren Aufenthaltsort und Geschichte erfahren und sie würde bekommen, wonach sie sich sehnte. Den Schlüssel zu höherer Magie, zur wahren Gestaltung von Realität, den Maeve besaß, ohne sich dessen bewusst zu sein. Die Zauber die dort in diesem Tempel gewirkt worden waren, waren gänzlich einzigartig. Sie kannte Magie welche dafür sorgte, dass Menschen glaubten, Oben sei Unten, Links sei Rechts und so weiter. Aber dort war es tatsächlich so gewesen. Die Realität war ein Zerrbild ihrer selbst gewesen. Sie musste hinter diese Geheimnisse kommen, Koste es was es wolle und wenn sie so, mit wenig Aufwand hinter diese kam. Dann würde sich dies hier mehrfach lohnen.


Zuletzt von Evgenija Moravac am Fr 10 Feb 2017 - 0:25 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Maeve O'Hara
Hexe
avatar

Anzahl der Beiträge : 64
Anmeldedatum : 03.12.16

Charakterbogen
EP:
5600/5800  (5600/5800)

BeitragThema: Re: Klarheit für einen Preis   Mi 4 Jan 2017 - 1:26

Maeve bewegte sich durch das im Mittelalter von einem, sich vor Muggeln auf der Flucht befindenden, Zauberer namens Hengist von Woodcroft gegründete Örtchen Hogsmeade, welches sich ebenso wie auch das nicht weit entfernte Howarts im schottischen Hochland befand. Es war in gewisser Hinsicht faszinierend, dass dieser Ort, der als einziger in Großbritannien lediglich von Zauberern und Hexen bewohnt wurde durch ein solches Ereignis entstanden war. Doch faszinierend nicht in einer überraschenden Weise, denn schließlich würde es dem Gründer sicherlich nicht gefallen, würde ein Muggel, dessen Vorfahren ihn aus seinem vorherigen Heim vertrieben haben, sich in dem Ort niederlassen, welchen er nach der Flucht etabliert hatte. Außerdem war die Nähe zur Schule für Zauberei und Hexerei etwas, wovon dieser damals profitierte, würde doch niemand zulassen, dass eine Muggel-Siedlung sich in dieser Region gründete. Es war einfach faszinierend sich in einer wahren Ansiedlung, so klein sie auch sein mochte, aufzuhalten, die wohl nie von einem Muggel betreten wurde.
Sie hatte diesen Ort aus ihren Büchern über Hogwarts bereits gekannt, bevor sie im ersten Schuljahr die damals für sie noch pferdelosen Kutschen zum Schloss genommen hatte. Sie wusste von Thestralen, doch war bis zu dem traumatischen Ereignis im St.-Mungo-Hospital für Magische Krankheiten und Verletzungen, nicht in der Lage gewesen, diese auch mit ihren Augen zu sehen. Sie hätte lieber auf diese Fähigkeit verzichtet, schließlich begleitete sie seitdem eine tiefsitzende Angst und sowohl Tiere, als auch magische Tierwesen waren keine Geschöpfe, mit denen sie jemals wirklich zurechtgekommen war.
Sie ging vorbei am 'Drei Besen', ein Wirtshaus, bei dem davon ausgegangen wird, dass besagter Zauberer und Gründer von Hogsmeade dieses Gebäude damals als sein Heim genutzt hatte. Es war das bessere Etablissement dieses Ortes, wohingegen der Ort, an dem sie sich nun begeben würde, das genaue Gegenteil darstellen würde. Es befand sich in einer der kleineren, abgeschiedeneren Straßen des kleinen Ortes und stand im Ruf zwielichtige Gäste aus zwielichtigeren Gründen zu beherbergen. Es wunderte sie daher keinesfalls, dass die Person, die sie dort aufsuchen würde, eben dieses Gasthaus als Quartier ausgewählt hatte.
Am frühen Morgen hatte sie eine Nachricht erhalten. Der Absender hatte sich bloß als 'Freundin' betitelt. Maeve hatte keine Freundin und die Natur und der Inhalt des Briefes gaben auch recht schnell Aufschluss über die Person hinter dieser lächerlichen Bezeichnung.
Diese Person, die die Unverfrorenheit besaß sich als 'Freundin' Maeves zu bezeichnen, da war sie sich sicher, nachdem sie den Brief gelesen hatte, würde die Cousine von Evgenija sein. Evica. Das sadistische Biest, welches Maeve auf der einen bezeichnenden Weihnachtsfeier, auf der diese Evgenija kennengelernt hatte, die ihr seitdem nicht mehr aus dem Sinn gehen mochte, zusammen mit der weißhaarigen Schönheit, entführt hatte, sowie dann mehr oder weniger durch Drohung und Manipulation dazu gebracht hatte an ihrem furchtbaren Spiel teilzunehmen. In diesem hatte nicht nur das Leben der beiden Frauen auf dem Spiel gestanden, sondern auch das ihrer gemeinsamen Bekanntschaft Reginald Wood. Es kein Leichtes gewesen aus dem unterirdischen Gängen zu entkommen, in die sie entführt worden waren und danach war auch ein Aufenthalt in einem Krankenhaus notwendig gewesen, so sehr wurden die anderen beiden von den Strapazen mitgenommen.
Seitdem sie das Krankenhaus verlassen hatten, gab es kein Lebenszeichen mehr von Evgenija, mit der sie vor ihrer Entführung liebevolle, leidenschaftliche Momente geteilt hatte. Evica reizte in ihrer Nachricht mit dem Aufenthaltsort ihrer Cousine und weiteren Informationen zu dieser und trotz der Befürchtung, Evgenija würde die Irin nicht mehr sehen wollen und antwortete aus diesem Grund nicht auf die Nachrichten, hegte die emotional von der jüngeren Hexe berührte Maeve doch noch die Hoffnung, dass es sich lediglich um ein großes Missverständnis handelte.
Hätte es sich anders ergeben, würde sie sich sicherlich nicht freiwillig mit der sadistischen Movarac treffen, die anscheinend im Austausch für die versprochenen Information bestimmtes Wissen von der irischen Forscherin und Archäologin verlangte. Worum es sich dabei genau handelte, würde sie bald herausfinden, doch erinnerte sie sich daran, dass Evica den Tempel des Suthek erwähnt hatte, als sie davon sprach Maeve in der Zukunft noch aufzusuchen. Davon ausgehend würde es sich wohl mit großer Wahrscheinlichkeit um diesen drehen, weswegen sie sich vorbereitet hatte und auch einige Dokumente in ihrer Tasche trug, die diesen Tempel zum Thema hatten.
Das römische Artefakt, welches sie ansonsten stets bei sich trug, hatte sie doch in Hogwarts gelassen und mit diversen Schutzzaubern belegt, würde sie doch nicht das Risiko eingehen einen solchen Schatz in die Hände einer widerlichen Person wie Evica Movarac gelangen zu lassen.
Aufgrund Evgenija, die seit Ende letzten Jahres all ihre Gedanken und insbesondere Träume heimsuchte, war sie aufgetaucht, sie konnte nicht widerstehen, wenn es um die Frau ging, die erneut die Leidenschaft in Maeve geweckt hatte, nachdem sie sich seit dem Tod ihres Ehemannes im Januar 2011 doch so sehr isoliert und niemanden an sich herangelassen hatte.
Sie betrat den 'Eberkopf', nachdem sie dorthin gefunden hatte, und fand sich in einem wahrhaft zwielichtigen Wirtshaus wieder. Es war beinahe ein Klischee. Dämmriges Licht, dreckige Fenster, billige, hölzernes Mobiliar. Alles war von einer Schicht Dreck und Staub bedeckt und in den Ecken saßen vermummte oder zumindest sehr zweifelhafte Gestalten, die kurz aufblickten, als Maeve eintrat, bevor sie sich wieder ihrem Getuschel und Getränken widmeten.
Maeve war allerdings nicht viel vertrauenswürdiger gekleidet, denn wollte sie nicht an diesem Ort gesehen werden, es würde bloß unnötiges Getratsche verursachen und als neue Bibliothekarin auf Probe würde sie solches bei ihrer Reputation wahrhaft nicht gebrauchen.
Aus diesem Grund hatte sie sich über ihr eher schlichtes, doch gleichsam elegantes Kleid, eineen ebenfalls schwarzen Kapuzenmantel geworden. Ihr Gesicht verschwand in den Falten und Schatten der Kapuze und ermöglichten es ihr trotz der Auffälligkeit ihrer Tracht unerkannt durch Hogsmeade zu laufen.
Kurz zögerte, ehe sie sicheren Schrittes auf die Theka zuging und dem Schatten eines Wirts, dem sie flüsternd ihren Namen anvertraute, zu ihrem eigenen Verdruss, zwar wirkte der große, hagere Mann, der mehr nach einer Leiche aussah, als alle Anwesenden, verschwiegen aus, doch gefiel es ihr dennoch nicht, dadurch ihre Identität preisgegeben zu haben. Natürlich war sie auf keiner geheimen Mission unterwegs, weswegen sie sich nicht zu sehr daran störte.
Er flüsterte ihr das Zimmer zu, welches sie aufsuchen sollte und sie erschauderte unter seinem Geruch, entfernte sich schnell wieder und nahm die unter ihrem Gewicht knirschende Treppe ins Obergeschoss.
Dort ging sie den Gang bis zum Ende, hielt nicht inne in ihrem Gang um potentielle Geräusche aus den anderen Zimmern nicht mitzubekommen, und stoppte erst vor dem Zimmer, in welchem sich Evica wohl aufhalten sollte.
Sie nahm ihre Kapuze ab, atmete tief ein und klopfe an der Tür. Trotz ihrer inneren Zerwühltheit bemühte sie sich einer stoischen, kühlen Reaktion nach außen hin, was ihr aufgrund ihrer eigentlichen Natur auch wunderbar gelang und hoffentlich auch konstant halten würde. Doch den Umstand bedenkend, dass es bei diesem Treffen um Evgenija gehen würde, war sie sich unglücklicherweise sicher, dass dies nicht der Fall sein würde, hatte diese doch seit ihrer ersten Begegnung bereits starke Gefühle in der ansonsten kühlen Hexe geweckt.
Auch bereitete sie sich innerlich darauf vor mit dieser Frau einen Kampf austragen zu müssen. Zwar kam ihr Evica nicht wie eine Person vor, die es auf eine solche simple Weise auf so etwas wie ein Duell absehen würde, doch das Problem an der Cousine Evgenijas war es nun mal, dass sie kaum zu lesen, kaum zu durchschauen war. Maeve würde sie nie wieder unterschätzen und versuchte sich in diesem Sinne auf alles gefasst zu machen, was sie erwarten konnte, allerdings war 'alles' ein nicht gerade eng gefasstes Feld, was es abzudecken galt, was die ganze Situation, die ohnehin nach einer weiteren Falle stank, nur umso heikler gestaltete.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Evgenija Moravac
Hexe || Metamorphmagus
avatar

Anzahl der Beiträge : 262
Anmeldedatum : 14.12.16

Charakterbogen
EP:
5090/5200  (5090/5200)

BeitragThema: Re: Klarheit für einen Preis   Mi 11 Jan 2017 - 13:24

Steuerrung des NPC's  Evica Mitrovic Moravac





Evica langweilte sich! Ein gefährlicher Zustand, das war ihr klar. Langeweile bedeutete aufgestaute Energie, Energie, welche nicht zu einem interagierendem Fluss kam. Zorn und Angst wallten in ihr herauf, während sie ungeduldig mit den Fingern auf dem Schreibtisch herum tippte. Doch jetzt konnte sie es sich auch nicht erlauben, hinauszugehen um womöglich diese Zusammenkunft zu verpassen. Sie war sich absolut sicher, dass die Hexe sie aufsuchen würde. Vermutlich, so malte Evica es sich aus, stand das alte Gerüst vor ihrem Spiegel und wog das Für und Wieder ab, obwohl ihr ohnehin klar, dass sie nur eine Wahl hatte. Evica hatte versucht weiter, bis nach Hogwarts vorzudringen, sah sich dort jedoch einer großen Überraschung konfrontiert. Die Schutzzauber dieser Schule waren von beeindruckender Dichte. Wer immer die Verteidigung dort gewoben hatte, verstand sein Handwerk, oder hatte es verstanden. Sie bezweifelte, dass selbst Großvater Ugren seinen Weg dort hinein gefunden hätte, erst recht nicht im Alleingang.

Nein, durch bloße Stärke war ein Hineinkommen nicht möglich. Oh sie hatte keine Aufmerksamkeit erregt, sie war vielleicht etwas sorglos, aber niemals leichtsinnig. Wie gerne hätte sie diese Schule von innen gesehen. Sie wusste, das dort wohl hunderte von Schülern aus allen möglichen Familien den selben Unterricht genossen. Eine abstrakte Vorstellung. Auch Muggelstämmige waren hier willkommen. Zuhause noch immer mehr als umstritten, auch wenn ihr diese Kreaturen im weitesten Sinne egal waren. Nein, ihr Fokus lag woanders. Denn in Hogwarts stand das einzige Denkarium weit und breit. Hätte sie Maeve dort aufsuchen können, hätte sie gleich im Anschluss die letzten Puzzleteile zusammenfügen können. Doch Das Konstrukt der Realität war gestaffelt. Ein Umstand der sich irgendwann ändern würde. Wie wunderbar es wäre, wenn für sie alles zu jedem Moment möglich sein würde. Wenn es nur noch den einen Moment geben würde, in welchem man erlebte, sich erinnerte, was im Heute, Gestern und Morgen geschah. Sie hielt es nicht mehr aus. Ihr Gesäß kribbelte vom vielen sitzen und Evica erhob sich fließend. Sie biss sich auf die Unterlippe, während sie im Raum leichtfüßig auf und ab schritt.

Alles in ihr verlangte danach Maeve O'Hara für diese Warterei mit einem Cruciatus-Fluch zu belegen. Man würde schon sehen, wie diese Hexe danach ihre Prioritäten abstecken würde. Ihr Mund füllte sich immer mehr mit Speichel, als sie daran dachte, wie eine Reihe von Zaubern das innere der leidenden Hexe nach Außen kehren würde. Vielleicht würde sie diese Frau auch in eine Quintaped verwandeln und auf die Schülerschaft loslassen. Ihr Verstand überschlug sich vor sadistischen Plänen, während der Zorn über die Warterei in ihr wogte. Ihr Gesicht hatte sich zu einer Fratze aus Hass und Wahnsinn verzerrt, als sie bemerkte, wie der angesammelte Speichel aus ihrem Mund rann und von ihrem zarten Kinn zu Boden tropfte. Ihr Ausdruck normalisierte sich wieder und sie schüttelte den Kopf. Sie musste einen klaren Verstand bewahren. ~Du verlierst wieder die Kontrolle über dich.~ Neckte die kleine Stimme in ihrem Inneren, welche verdächtig nach ihrer eigenen klang im Hinterkopf. ~Vielleicht wird dies die nächste Niederlage auf deinem langen Weg des Versagens, hin zu deinem unmöglichen Ziel.~  Die Stimme lachte schadenfroh und Boshaft in ihrem Schädel und Evica schloss gepeinigt die Augen. Sie hatte die Zähne gebleckt und biss sie fest aufeinander. "Schweig Still!" Zischte sie erbost über die Schulter, doch die Stimme in ihrem Inneren lachte noch immer.

Ja sie lachte, sie lachten alle, doch ihnen würde das Lachen noch vergehen. Allen würde das Lachen noch vergehen. Für eine Sekunde war der Hass in ihr unerträglich und sie hatte Mühe sich zu beherrschen, um nicht den gesamten Eberkopf in Flammen zu setzen. Sie warf sich auf das Bett und vergrub das Gesicht in dem fleckigen Daunenkissen. Ihr zierlicher Körper wurde von einem heftigen Zittern erfasst, welches sich beständig steigerte. Sie schluchzte in das Kissen, als die Realität erneut drohte, wie eine gigantische Welle über sie hereinzubrechen. Ihre Füße zuckten immer wieder unkontrolliert und ihre Hand legte sich an eine Hölzerne Kugel, welche einen der Bettpfosten auf der Spitze zierte. Ihre Magie pulsierte in ihr und ihre Hand presste das Holz schließlich immer zusammen, bis das Holz unter ihrem Griff barst und Myriaden an Splittern sich in ihre Haut bohrten. Das Schluchzen verebbte schließlich und auch der Griff ihrer Hand löste sich wieder, während sie seitlich liegend stumpf ins Leere schaute. Ihre Nase lief und das Kissen war alsbald getränkt von Speichel und Nasenflüssigkeit. Ihre Augen jedoch waren trocken geblieben. Ruhig atmete sie ein und aus und versank in dem Augenblick. Ein beruhigendes Gefühl. Sie wusste nicht, wie lange sie in diesem Zustand dort gelegen hatte, als ein Klopfen durch die Tür drang.

Lächelnd erhob sie sich und zog ihren Zauberstab. Das Kirschholz schmiegte sich weich und warm zwischen drei ihrer Finger und mit einer einzigen Geste, brachte sie ihr Gesicht und Haare wieder in Ordnung. Angeekelt betrachtete sie sich den feuchten Kissenbezug und drehte dieses schlicht um, bevor sie sich zurücklehnte in die Ecke des Raumes und mit einem Wink des Zauberstabes die Tür öffnete. Maeve war endlich gekommen. Sie konnte den Gang dieser Frau selbst unter diesem Gewand erkennen, noch bevor sie die Kapuze hinabzog. Als Maeve eingetreten war, ließ Evica die Tür hinter ihr zufallen und ein strahlen voll aufrichtiger Freude, ließ das zierliche Gesicht nahezu leuchten. "Miss O'Hara!" Begrüßte sie die Hexe mit einem glücklichem Ton und deutete auf den Stuhl, an dem Schreibtisch, auf welchem nun nichts anderes mehr lag, als die Schreibutensilien. "Ich bin hoch erfreut, dass sie meiner Einladung gefolgt sind. Ich hoffe sie haben gut hier her gefunden und ich störe sie nicht all zu sehr bei ihrer Tätigkeit. Bitte bitte, setzen sie sich doch. Seien sie mir willkommen."


Zuletzt von Evgenija Moravac am Fr 20 Jan 2017 - 11:41 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Maeve O'Hara
Hexe
avatar

Anzahl der Beiträge : 64
Anmeldedatum : 03.12.16

Charakterbogen
EP:
5600/5800  (5600/5800)

BeitragThema: Re: Klarheit für einen Preis   Do 19 Jan 2017 - 21:10

Würde Maeve all ihre Gefühle auf ihrem Gesicht wiederspiegeln lassen, wäre beim Anblick der jungen, blonden Moravac der Abscheu nur allzu deutlich geworden. Nicht nur aufgrund der vergangenen Begegnung mit dieser Ende des vergangenen Jahres, käme dieses zustande, sondern auch aufgrund des widerlichen Frohsinns, welchen die Serbin nach außen trug, als sie die Tür öffnete, ihren Gast begrüßte und nach kurzen, inhaltsleeren Floskeln diesen zum Sitzen aufforderte.
Gemeinsam mit Maeve schwang der dezente, doch zu bemerkende Duft von Lavendel mit in den Raum, der ihr anhaftete, doch ebenso eine Spur Zigarettenrauch. Man könnte davon ausgehen, sie hätte aus Nervosität geraucht, doch vielmehr war es eine simple Befriedigung ihrer Sucht gewesen. Allerdings muss hinzugefügt werden, dass sie seit Dezember ihren Zigarettenkonsum erhöht hatte, was sicherlich in Verbindung mit einer nicht zu befriedigenden Begierde gebracht werden konnte.
Der Blick der Irin lag nicht lange auf dem Gesicht der jüngeren Frau, nein, stattdessen ließ sie ihn durch die heruntergekommenen Räumlichkeiten gleiten. Sie wusste nicht um die finanzielle Lage der Moravac, doch wenn sie die Hexe richtig einschätze waren Finanzen nicht der Grund für die Wahl dieser Unterkunft. Abgeschiedenheit und Diskretion waren es wohl vielmehr.
"Ich ziehe es vor zu stehen.", erwiderte sie lediglich, verlor kein Wort der Begrüßung oder auch nur eine Antwort auf die anderen nicht gerade zielführenden Worte des Moravac-Sprösslings. Ihren Worten schwang neben ihrem typischen Akzent auch eine schneidende Kälte mit. Es war nicht unüblich Kühle von Maeve O'Hara zu empfangen, doch dies ging über ihre übliche Kälte hinaus und verdeutliche auf diese Art, dass sie kein Interesse daran hatte sich lange an diesem Ort und vor allem in dieser Gesellschaft aufzuhalten.
"Da Sie mich bereits als ihre Freundin einstufen, erfüllen Sie mir doch sicher den Wunsch, diese Unterredung kurz zu halten. Ich bringe Ihnen die Informationen, nach denen Sie wohl trachten.", sprach sie und hob den Ordner, den sie bei sich trug und in dem sich Kopien ihrer Aufzeichnungen über den 'Tempel des Suthek' befanden. Zwar gab es auch gewisse Veröffentlichungen über diesen, doch enthielten ihre privaten Aufzeichnungen möglicherweise etwas, was in diesen nicht zu finden war. Maeve hatte nicht an den Werken über den Tempel mitgearbeitet und auch selbst nichts zu diesem veröffentlicht, hatte selbst nicht den Eindruck gehabt etwas wahrhaft Nennenswertes zur Forschung beitragen zu können. In dem Brief Evicas wurde diese Thematik zwar nicht direkt erwähnt, doch hatte sie den 'Suthek-Tempel' bei ihrem ersten Treffen bereits erwähnt und angedeutet, sie wegen diesem einmal besuchen zu wollen. Der Umstand, dass Evica nichts Spezielles in ihrem Brief erwähnt hatte, ließ darauf schließen, dass es um diesen gehen würde, da sie wohl ansonsten nicht erwarten könnte auf eine wahrhaft vorbereitete Maeve zu treffen.
Die Forscherin ging einige Schritte und legte den dicken Ordner auf den schäbigen Schreibtisch, ehe sie zu der Position zurückkehrte, an der sie nach dem Eintreten verharrt hatte.
"Ich erwarte nun, dass Sie Ihr Wort halten und mir die in Ihrem Brief erwähnten Informationen bezüglich Ihrer Cousine liefern.", fuhr sie fort, vermied es absichtlich den Namen Evgenijas auszusprechen, denn wenn bereits die Gedanken an diese sie durcheinander brachten, wollte sie es vermeiden dies auch noch beim Sprechen zuzulassen. Sie wollte ihre Emotionen nicht offenbaren und auch wenn ihre Stimme nun ein wenig der zuvor enthaltenen schneidenden Kälte verloren hatte, so hätte ihre Stimme beim Aussprechen des Namens derjenigen Frau, die sie innerlich entflammt hatte, womöglich gar brechen können. Monate waren seit ihrem letzten Kontakt vergangen und sie hatte niemals Antworten auf ihre Briefe an Evgenija erhalten. Nicht selten hatte sie sich erbärmlich bei dem Gedanken gefühlt, dass sie einer Frau Briefe sandte, die offensichtlich kein Interesse mehr an Maeve hatte. Nicht selten war ihr der Gedanke gekommen, dieser Abend im Dezember war eine einmalige Begebenheit gewesen, schlicht ein Konglomerat aus der richtigen Stimmung, Umgebung und Umstände, sowie beidseitiger Empfänglichkeit und im späteren Verlauf der Gefahr eines möglichen Todes. Nicht mehr und nicht weniger, sodass ihre brennende Sehnsucht nach dem Mehr bloß ihren eigenen egoistischen und unrealistischen Wünschen entsprach, doch in der Realität schlichtweg nicht stattfinden würde. Doch trotz solcher Gedanken hatten sie ebendiese egoistischen, unrealistischen und gar hoffnungsvollen Wünsche sie dazu getrieben der Einladung Evicas Folge zu leisten um noch eine letzte Möglichkeit zu haben, vielleicht sogar Angesicht zu Angesicht mit der wundervollen Frau sprechen zu können, die ihre Gedankenwelten seit Monaten bevölkerte. Noch eine Möglichkeit, sie zu sehen, ihre Stimme zu hören, diese vielfältigen und ausdrucksstarken Emotionen von dem schönen Gesicht abzulesen, noch einmal in ihrer starken, feurigen Ausstrahlung verweilen, selbst wenn eine Berührung des Kunstwerkes nicht möglich sein sollte. Evica versprach in dem Brief Maeve den Aufenthaltsort ihrer Cousine zu verraten, sowie noch andere Informationen über diese zu teilen. Diese anderen Informationen könnten entweder zu stärkerem Begehren führen, oder aber dieses abschwächen, sie vielleicht zur Ernüchterung führen, ihr womöglich die verblendeten Augen öffnen. So oder so, würde sie heute mehr erfahren, auch wenn sie den Worten aus dem Mund dieser Schlange wohl nicht vorbehaltslos Glauben schenken sollte, so hatte doch allein die Aussicht auf diese Informationen die Bibliothekarin von Hogwarts in diese verdreckten Räumlichkeiten geführt. Evica wusste sicherlich, wie Maeve auf Evgenija reagierte und würde dies für ihre Zwecke nutzen, mit dieser Erwartung im Hinterkopf war die Irin auch erschienen, doch konnte sie nicht mit Sicherheit sagen, ob sie trotz dieses Wissens in der Lage wäre, einer solchen Manipulation wahrhaft zu widerstehen.
Im Grunde war Maeve nicht einfach zu manipulieren oder zu steuern, doch wenn man um ihre Angst wusste, oder auch, wie in diesem Fall, um ihre Sehnsüchte, lag dies sicherlich im Rahmen des Möglichen und allen dafür verabscheute Maeve dieses Biest mit dem Namen 'Evica Moravac". Es war nicht nur die Unberechenbarkeit dieser jungen Hexe, oder die Spielchen, die sie mit Evgenija und Maeve gespielt hatte, sondern allein die Möglichkeit, dass sie etwas gegen Maeve in der Hand hatte, was diese Abscheu erzeugte.
Nach außen hin war wieder kaum etwas zu erkennen, ihre Augen hatten ein wenig mehr Ausdruck als gewöhnlich und der Umstand, dass sie anwesend war, bedeutete bereits etwas, doch ansonsten war sie noch Herrin ihrer Selbst. Wie lange dies bei einem solchen Gespräch allerdings dabei bleiben würde, war ungewiss, kam es doch vor allem darauf an, worauf es Evica wahrlich ansetzte und ob die Sadistin auch an diesem Tag in einer Laune war, an dem das Quälen von anderen, ihr Vergnügen bereiten würde.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Evgenija Moravac
Hexe || Metamorphmagus
avatar

Anzahl der Beiträge : 262
Anmeldedatum : 14.12.16

Charakterbogen
EP:
5090/5200  (5090/5200)

BeitragThema: Re: Klarheit für einen Preis   Fr 20 Jan 2017 - 11:41



Steuerrung des NPC's  Evica Mitrovic Moravac





Es war ein Genuss dieses Gesicht zu beobachten. War das wirklich Anstrengung in diesen Zügen, die sonst so unbewegt und kalt waren wie Gletscher? Evica studierte jede einzelne Gesichtsregung der anderen Hexe, die Abscheu welche beim mustern des Raumes über ihr Gesicht huschte, dezent unter der Kälte verborgen, erhöhte sich merklich als sie sich wieder in die Augen sahen. Noch immer saß Evica halb liegend auf diesem Bett, in die Ecke des Raumes geschmiegt, während das freundliche Lächeln nicht von ihrem Gesicht wich. Doch als Maeve es ablehnte der Einladung zu folgen und sich zu setzen, gefror dieses Lächeln und mit einem Mal schwang eine unheimliche Bedrohung in der Aura der jungen Hexe mit.

Geschmeidig erhob sie sich auf die Knie, als Maeve zu dem Schreibtisch lief und dort einen Ordner ablegte. Evica erhob sich und stand von dem Bett auf. Ihre Augen fixierten die von Maeve, als diese mit harter Stimme ihre Forderung stellte. Es blieb Evica nicht verborgen, dass sie es vermied Evgenijas Namen auszusprechen und dennoch glaubte sie einen winzigen Bruch in der Stimme der Hexe zu hören. Sie hatte sie in der Falle. Begehren, Liebe, all diese romantischen Gefühle machten eben doch nur schwach und angreifbar. Sie hatte Evgenija gewarnt und diese hatte sich ebenfalls für diese Schwäche entschieden und nun stand sie hier mit Maeve. Es war so einfach gewesen Verzweiflung in den beiden zu schüren. Lediglich einige abgefangene Briefe waren nötig gewesen, um zumindest eine der beiden Frauen in Heulkrämpfe zu treiben und auch die andere schien auf ihre kalte Art nicht minder bewegt und aufgewühlt. Mit einem Mal empfand sie beißende Verachtung für die Frau vor sich. Warum verdiente es so etwas schwaches zu leben? Maeve war ein wundervolles Beispiel, für die Sklaven der Strukturen dieser Welt. Warum sie nicht einfach von dem Elend ihrer nahezu ekelhaften Existenz erlösen?

Das Lächeln auf ihrem Gesicht war von einer diabolischen Bösartigkeit erfüllt, welche dem jungen zarten Gesicht absolut spottete und dennoch so ungemein natürlich darauf aussah. Zwiespältig wirkte es, als würde es vollends selbstverständlich zu ihr gehören und doch wieder falsch und fremd sein. Langsam, absolut langsam, trat sie auf die alte Hexe zu, welche Evica nicht eine Sekunde aus den Augen ließ. Eine Gazelle, welche eine sich nähernde Löwin beobachtete. Langsam zog Evica ihren Zauberstab hervor. Zärtlich liebkoste sie das Kirschholz in ihrer Hand mit den Fingerkuppen, als sie erst auf Maeve, dann auf den Stuhl deutete. "Setz dich!" Befahl sie mit eindeutig nachdrücklicherem Unterton in ihrer regelrecht liebevollen Tonart, während ihre Augen von einer berserkerhaften Wildheit und Verachtung sprachen. Im ganzen Raum war es merklich ein Stück kälter geworden. Es war eine schleichende Kälte, welche langsam in die Knochen einsickerte und richtig lähmend wirken konnte. Eines musste sie Maeve lassen. Sie hatte andere Menschen erlebt, die allein durch ihre Wirkung, vor ihr auf die Knie fielen und vor Angst um Gnade bettelten. Doch hier stand sie, eindeutlich ängstlich, aber auch getrieben, mit einem restlichem Stück Trotz.

Dicht wanderte Evica an Maeve vorbei und streifte mit ihrem Arm, den von Maeve, als sie zu dem Schreibtisch flanierte. Ihre schlanken Finger öffneten die Akte und blätterten ein wenig darin herum. Ihr Ausdruck war verächtlich auf die unnützen Notizen zu ihren Fingern gerichtet und sie blätterte noch einige Seiten weiter, bevor sie das Machwerk hochnahm und es achtlos vor sich auf den Boden fallen ließ. Seiten verknickten, als der schwerere Einband darauf fiel. Sie hatte sich Maeve wieder zugewandt und ließ das ganze schreckliche Gewicht ihrer Verachtung, welche aus den blauen Augen strahlte, auf die ältere Hexe niedergehen. "Ich bin nicht interessiert, an diesen lächerlichen, wertlosen Notizen. Notizen habe ich selbst. Nein, ich trachte nach etwas anderem. Denn IHR habt das Gesamtbild des Tempels zerstört. Ihr habt die Schutzzauber zerstört. Was glaubt ihr dummes Volk, welchen Zweck diese erfüllten? Nur einfach gestrickte Vollidioten glauben das es sich um simple Schutzmaßnahmen handelte. Nein, diese Zauber waren Lektionen, Philosophische Lektionen, welche ihr zerstört habt. Ich brauche deine lächerliche Akte nicht."

Ihr eigener Tonfall war immer schneidender und kälter geworden, als sie dem Ordner einen kleinen Tritt gab und dieser flatternd in die Miete des Raumes flog. Papiere hatten sich daraus gelöst und flogen langsam durch die Luft zu Boden. Evica zog eine der Schubladen auf und zog eine leere Phiole hervor. Sie entkorkte das kleine Fläschchen und hielt diese hoch, den Zauberstab noch immer in der Hand. "Dämmert es dir nun, was ich begehre? Ich brauche kein erbärmliches Papier. Ich brauche deine Erinnerungen an diese Zauber, an jedes Detail. Ich muss spüren, wie der Tempel sich anfühlte, als ihr ihn noch nicht geschändet habt. Ich muss jeden Eindruck selbst miterleben. Und nun noch einmal. Setze dich und wir können anfangen!" Sie deutete wieder auf den Stuhl und trat erneut näher. "Wenn ich diese Erinnerungen besitze, werde ich dir geben, was du willst und komme besser nicht auf die Idee, mir eine manipulierte oder inkomplette Erinnerung zu geben. Wenn du mich betrügst, werde ich dich finden und dann werde ich dir zeigen, was ein Mensch alles überleben kann. Dann werde ich dir zeigen, dass der Tot niemals eine Strafe ist, sondern nur eine Erlösung und glaube mir. Diese Erlösung wird dir nicht zu teil." Ihre Augen schienen regelrecht in lodernden Flammen zu stehen, als sie diese Drohung ausstieß. Fakt war, dass sie etwas viel wertvolleres verlangte, als sie gab. Sie verließ sich einfach auf die Schwäche, welche diese beiden Frauen füreinander teilten. Riskant, doch war das Leben nicht an sich riskant?
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Maeve O'Hara
Hexe
avatar

Anzahl der Beiträge : 64
Anmeldedatum : 03.12.16

Charakterbogen
EP:
5600/5800  (5600/5800)

BeitragThema: Re: Klarheit für einen Preis   Mo 6 Feb 2017 - 11:46

Unzufriedenheit bezüglich ihrer selbst mischte sich unter die Gefühle der irischen Hexe. Sie wusste um die Angst, die sie vor dieser jüngeren Hexe verspürte, nicht etwa fürchtete sie dabei deren Zaubermacht, diese hatte sie bisweilen nicht am eigenen Leibe erfahren, lediglich Fallen aus ihrer Feder hatte sie sich stellen müssen und da diese ihr nicht das Leben genommen hatten, waren diese nicht auf eine solch direkte Weise zu fürchten. Nein, ihre Zauber fürchtete Maeve nicht, sie fürchtete sich vor etwas weitaus Unangenehmeren, vor der schieren Unberechenbarkeit, dem Sadismus und vor der Destruktivität der Moravac. Maeve bezweifelte nicht, dass die hellblonde Hexe vor absolut nichts zurückschrecken würde um ihre Ziele zu erreichen, vermutlich würde sie dabei nicht einmal Rücksicht auf ihr eigenes Selbst geben. Mit solch einer Person umzugehen war weitaus herausfordernder, als lediglich mit einem mächtigen Zauberer oder einer mächtigen Hexe zu kämpfen. Bei einem Duell, einem Kampf, wusste man worauf man sich einließ, man konnte die Person anhand ihrer Handlungen oftmals lesen und es gab bloß eine handvoll von Ergebnissen, doch in dem Spiel, welches Evica spielte, schien Logik nicht unbedingt zu herrschen. Zumindest fand man diese nicht an der Oberfläche. Maeve war keine gute Menschenkennerin, dies erschwerte es ihr vermutlich noch weiter, sie wusste einfach nicht, wen oder was sie genau vor sich hatte.
Evica akzeptierte den Wunsch Maeves nicht, stehen zu bleiben anstatt sich auf eine Bitte hin zu setzen, weswegen diese ihr nun bedrohlich nahe kam und einen Befehl aussprach, um ein Sitzen der älteren Hexe einzuleiten. Maeve sah für einige Momente lediglich in die Fratze dieser Sadistin, ehe sie ohne eine weitere Miene zu verziehen an ihr vorbeiging und sich in vollendeter Eleganz auf dem schäbigen Stuhl niederließ, nun gezwungen war zu Evica aufzusehen, anstatt ihr auf ebenbürtiger Höhe entgegenzutreten.
Als Evica an Maeve vorbeiging um sich zu dem abgelegten Ordner zu begeben, streifte sie absichtlich ihren Gast, welcher sich dabei zwang nicht darauf zu reagieren, keine Anzeichen von Schwäche oder Abscheu zu zeigen.
Auch blieb sie ruhig, als die temperamentvolle Hexe die Kopie Maeves Unterlagen vom Tisch fegte und wortwörtlich mit Füßen trat, während sie den Forschern, die den erwähnten Tempel betraten hatten und in diesem Zuge dessen Schutzzauber deaktiviert hatten, Dummheit und geradezu sündhaftes Verhalten vorwarf, so klang es zumindest. Ihre Worte erweckten den Eindruck, als würde Evica die Erforschung des Tempels als Schändung ansehen, Maeve wusste weiterhin nicht, was genau sich die erboste Hexe überhaupt erhoffte aus den Informationen zu ziehen, die sie von Maeve verlangte.
Langsam wich ein wenig der Angst, die in ihr aufgekommen war, denn die Drohungen, die ausgesprochen wurden, begannen Maeve vielmehr zu amüsieren, so einschüchtern die junge Hexe oftmals war, hatte sie manchmal auch das Auftreten eines kleinen und verwöhnten Mädchens, welches nicht bekam was sie wollte. Sie könnte dies erwähnen, diesem Mädchen eine Spitze versetzen, doch bei dem Temperament setzte sie es lieber nicht darauf an. In ein Hornissennest zu stechen war selten eine gute Idee, außerdem wollte Maeve dieses Treffen nicht unnötig in die Länge ziehen. Sie genoss einfach, dass sie ihr Gemüt beruhigen konnte. Äußerlich war es kaum aufgefallen, ihre Hülle blieb zumeist intakt, doch zu Beginn hatte es durchaus in ihr geschwankt.
Maeve winkte nun also ab, schien in diesem Fall auch nicht von den Drohungen und Flüchen beeindruckt und streckte die Hand aus.
"Gib mir die Phiole und du wirst erhalten, wonach du dich sehnst. Glaube nicht, ich würde dich an meinen Kopf lassen, ich werde dies selbst übernehmen. Diese Erinnerung ist äußerst interessant, mir doch aber nicht allzu kostbar, ich teile sie im Zuge unserer Vereinbarung mit dir.", sprach Maeve und wartete darauf, dass Evica ihr die gläserne, kleine Phiole überließ. Anstatt die Cousine Evgenijas weiterhin zu siezen, war sie nun auf das 'Du' gewechselt, Höflichkeit war eine Sache, doch war sie es in diesem Moment leid einer Person wie Evica eine solche Behandlung entgegenzubringen. Es war doch bloß verschwendete Liebesmüh'.
Währenddessen hatte sie zuvor bereits ihren Zauberstab aus Walnussholz gezückt, welchen sie benötigen würde um die gewünschte Erinnerung zu extrahieren. Evica hatte großes Glück. Das Gedächtnis der Forscherin war exzellent und ebenso genau und unverfälscht würde die Extraktion dieser sein.
Ihre Aufmerksamkeit ließ Maeve trotz der Besserung ihres Gemütszustandes jedoch nicht sinken, nein, sie beobachtete jede kleinste Bewegung der anderen Frau, vertraute ihr auf keiner Ebene, weswegen es sie auch so ärgert diesem Treffen und nun dieser Vereinbarung zugestimmt zu haben, es war ein offensichtliches Zeichen der Schwäche, doch keine Person konnte zu jedem Zeitpunkt Stärke beweisen und war es besser solche Gedanken nun erst einmal nicht allzu sehr an sich heranzulassen, lenkten sie doch lediglich vom Wichtigen ab. Sie wollte diese Informationen und wenn es lediglich einer Erinnerung bedurfte, um sie zu erlangen, würde sie dies tun.
Irgendetwas Bedeutsames muss sie sich erhoffen daraus ziehen zu können...ich kann mir nur nicht recht vorstellen, was es sein könnte. Sie wird durch den Anblick der Schutzzauber diese nicht nachahmen können, das ist ausgeschlossen...sie wird sehen, wie wir sie überwinden, doch bezweifle ich, dass sie alleine dazu in der Lage sein wird, geschweige denn dazu in der Lage sein wird auf eigene Faust einen ähnlichen Tempel mit ähnlichen Schutzmaßnahmen zu finden..., überlegte sie darüber nach, was an diesen Erinnerungen wahrhaft wertvoll sein könnte. Solange Evica es ihr nicht offenbarte, und dies würde sie vermutlich nicht, zumindest nicht auf Anfrage, würde sie wohl keine zufriedenstellende Antwort auf diese Frage erhalten, dies missfiel zwar ihrer neugierigen Natur, allerdings hatte sie persönlich kein Interesse daran sich intensiver mit dieser widerlichen Hexe auseinanderzusetzen, weswegen es auf diese Weise vermutlich am Besten war.
"Während ich die gewünschte Erinnerungen extrahiere, könntest du deinen Teil der Vereinbarung erfüllen und den Aufenthaltsort deiner Cousine schriftlich festhalten.", fügte sie außerdem hinzu um bald aus der Gesellschaft dieser jungen Frau zu gelangen. Sie erwähnte absichtlich lediglich die Information bezüglich des Aufenthaltsortes, in ihrem Brief schrieb Evica von weiteren Informationen, doch diese wollte sie wahrlich nicht aus dritter Hand, vor allem wenn diese offensichtlich verdorben war. Ihr reichte der Aufenthaltsort, alles Weitere würde sie selbst übernehmen und sich nicht etwa von den giftigen Worten der Cousine ihrer Begehrten, in Unsicherheiten stürzen lassen.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Evgenija Moravac
Hexe || Metamorphmagus
avatar

Anzahl der Beiträge : 262
Anmeldedatum : 14.12.16

Charakterbogen
EP:
5090/5200  (5090/5200)

BeitragThema: Re: Klarheit für einen Preis   Mo 6 Feb 2017 - 20:48

Steuerrung des NPC's  Evica Mitrovic Moravac





Als Maeve die Hand ausstreckte und um die Phiole bat, war Evicas Gesichtsausdruck unbewegt. Eine mörderische Wachsamkeit glitzerte in diesen jungen Augen und schienen fieberhaft nach einem Verrat in den Worten der älteren Hexe zu suchen. Für eine Sekunde rauschte ihr das Blut wieder durch die Ohren und sie konnte spüren, wie ihr Herz vor schierer Erregung zu klopfen begann. In diesem Moment war sie zu allem bereit. Die Schenke zerstören. Diese Frau vor ihr töten, ein Monument errichten, einfach lachen. Das Gefühl steigerte sich binnen von Sekunden zu einem alles übertonendem Pochen, während sie immer noch mit starrem aber wachsamem Blick die Frau vor sich im Auge behielt.

Wirklich sehen tat sie Maeve vermutlich nur noch unterbewusst, denn ihre Gedanken kreisten, wie in einem tosenden Mahlstrom, kaum zu erfassen, in purem Chaos. Dann war der Moment auch schon vorbei. Das Rauschen des Blutes ließ nach und auch ihre Gedanken klärten sich langsam wieder, um wieder in die Wirklichkeit zurück zu kehren. Sie fixierte Maeve wieder mit dem Glitzern neuen Lebens in den Pupillen. Seufzend atmete sie tief aus und schloss kurz die Augen. Sie hätte es jetzt keinen Moment gebrauchen, mit sich selbst Debatten zu führen. Nicht jetzt. Nicht in dieser Phase. Sie reichte Maeve das kleine Fläschchen und nickte ihr mit entrückter Miene zu, als diese klar machte, dass sie keinerlei Einmischung in ihren Kopf duldete. "Ich habe nicht vor in deinen Kopf einzudringen..." Erwiderte sie leise, fast geflüstert, mit einem Blick, der wieder irgendwo in eine andere Welt gerichtet war, als sie der älteren Hexe die Phiole samt Korken reichte.

Ein Dunkler Fleck tanzte vor ihrem Auge entlang. Kurz kniff sie die Augen zusammen. Der Fleck Finsternis, das Sa, wie es in dem Buch geheißen hatte, war verschwunden. Ob Maeve es bemerkt hatte? Sie wusste das es gemein hin zu sehen war, wie ein Körnchen Finsternis, welches über die Augen huschte. Aber woher sollte sie schon wissen was es damit auf sich hatte? Evica wusste es ja selbst kaum. Ein halbes Jahrzehnt, trug sie das Sa bereits mit sich herum. Es störte sie nicht wirklich und sie hatte es lediglich in diesem einen Buch erwähnt gefunden. Jenem Buch, welches sie tief in der Festung Moravac gefunden hatte und was sie die wichtigsten Lektionen ihres Lebens gelehrt hatte. Seit dem sie über das Sa verfügte, waren ihre Sinne für die magischen Schwingungen in dieser Welt um einiges Feinfühliger geworden und auch ihre Kraft war gewachsen. Es hatte ihr Geholfen einige fundamentale Erkenntnisse zu gewinnen und es würde ihr weiter helfen, diese Erinnerung zu entschlüsseln.

Sie sah Maeve begierig zu, als diese ihren Zauberstab zog und dazu ansetzte zu tun, wofür sie hier war. Als sie ihre Forderung stellte, schwang Evica wortlos ihren Zauberstab und die Feder erhob sich hinter ihr auf dem Schreibtisch. Das Tintenfässchen entkorkte sich und nur eine Sekunde später, schrieb das Instrument eifrig, nahezu tanzend auf dem Pergament zwei Adressen auf. Die eine war das Haus, in welcher dieser ehemalige Auror sie wohnen ließ, die andere, das Rabbit's Hat, dort wo Evgenija nun wieder eine kleine erbärmliche Tätigkeit aufnehmen würde. Dumme Cousine. Sie war immer so unheimlich stolz gewesen und in einigen Situationen zeigte sie noch, woher sie wirklich kam. Doch dann ließ sie sich zu schwächender Leidenschaft hinreißen, mit einer Frau, die sie kaum kannte um sich danach selbst zu erniedrigen und eine Bardame zu werden. Wie jämmerlich und klein musste man sein, um so tief zu sinken?

Sei es drum. Evgenija war ihr von Nutzen gewesen mit ihren Schwächen, sie würde bekommen, was sie wollte. Das Pergament und die Feder schoben sich hinter Evicas Rücken, damit Maeve nicht noch lesen konnte, was darauf stand. Dies würde sie erst zum Abschluss ihres Handels bekommen, ebenso wie ein kleines unerbetenes Extra. "Deine Augen sind scharf, ebenso wie deine Auffassungsgabe. Du bekommst es zu lesen, so bald ich habe was ich brauche." Sprach sie die ältere Hexe in einem nahezu zärtlichem Ton an. "Ich weiß auch, das du mich nicht betrügen wirst. ich appeliere eben an deinen gesunden Menschenverstand, der dich davor warnen sollte mich zu betrügen. Dennoch muss ich dich ja nicht unnötig in Versuchung führen."

Die Feder hatte ihren Dienst beschleunigt, während sie mit der Tinte immer wieder Striche zog und so zu den Adressen sogar kleine aber unheimlich Detailgetreue Zeichnungen anfertigte. Einmal die Straßenkreuzung, in welcher Evgenija momentan wohnte, nahe der Winkelgasse. Dann das Rabbit's Hat und dessen Eingang und Evgenija selbst, hinter einer Theke.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Maeve O'Hara
Hexe
avatar

Anzahl der Beiträge : 64
Anmeldedatum : 03.12.16

Charakterbogen
EP:
5600/5800  (5600/5800)

BeitragThema: Re: Klarheit für einen Preis   Mo 15 Mai 2017 - 20:36

Augen wurden gemeinhin von Romantikern als Fenster zur Seele betrachtet. Falls dies der Fall sein sollte, so hatten sich nun Wolken vor den Himmel geschoben, der Blick auf Maeves Seele war verborgen, umwölkt. Das Graublau ihrer Augen hing, als würde es aus Nebelschwaden bestehen, dort und verhinderte das Lesen des inneren Wesens der Irin. Doch wahrhaft schlau wurde Maeve auch nicht aus ihrem Gegenüber, als sie sich gegenseitig für einen stillen, langanhaltenden Moment in die Augen sahen, ehe Evica ihr die Phiole überreichte, die für diesen abstrusen Handel vonnöten war. Maeve war keine wirklich gute Menschenkennerin, sie sah in gewisser Weise eine Instabilität, doch dies könnte sie sich auch schlichtweg einbilden, da sie in Ansätzen um den Wahn der Osteuropäerin wusste.
Sie wandte den Blick ab, nachdem sie das Glasfläschchen empfangen hatte, wechselte vom blassen Gesicht der Hexe zum Anblick einer kahlen Wand, während sie ihre umwölkten Augen schloss, den Zauberstab an ihre Schläfe hob und die gewünschten Erinnerungen, die in ihrem Kopf aufgrund ihres hervorragenden Gedächtnisses konserviert wurden, als wären es in Formaldehyd eingelegte Tiere, langsam extrahierte. Ein silbrig-bläulicher Faden entkam ihrem Kopf, wurde von dem in ihrer grazilen rechten Hand geführten Zauberstab geradezu herausgezogen.
Natürlich entnahm sie nicht direkt die Erinnerung, sondern vielmehr entzog sie bloß eine Kopie dieser. Sie würde sich nicht selbst solcher Momente berauben, nein, sie empfand keinen Reiz an Gedächtnislücken. Dabei würde sie selbstverständlich die Gelegenheit haben, diese Erinnerung zu manipulieren, sie zu verändern, ihrer idealisierten Vorstellung anzupassen, sie in ein bestimmtes Licht zu rücken. Allerdings verzichtete sie darauf. Es war nicht leicht so etwas zu vollbringen, ohne die Erinnerung in ihrer Gänze ein wenig zu entrücken. Jemanden wie Evica würde sicherlich die kleine Unstimmigkeit im Konstrukt der eingetauchten Erinnerung auffallen. Neben diesem Risiko wusste Maeve weiterhin nicht genau, wonach die junge Hexe eigentlich suchte und so wäre der Versuch, etwas davon vor ihr zu verbergen im Endeffekt vermutlich auch nicht viel mehr als ein Schuss ins Blaue, von dem die Forscherin nun wirklich nichts hielt. Nein, Evica würde sie volle, reine Erinnerung erhalten, was sie damit im Endeffekt anfangen würde, wollte sich die Besitzerin dieser extrahierten Momente ungerne vorstellen.
Sie selbst hatte schon seit einer geraumen Zeit nicht mehr über diesen Tempel nachgedacht. Der Tempel des Suthek war eine Erfahrung für sich, es war schwer zu beschreiben und wirklich zufriedenstellend niederschreiben hatte sie dieses Erlebnis auch nie, weswegen es auch nie ein Werk von ihr darüber gegeben hatte. Neben der Tatsache, dass sie diese spezielle Forschungsreise nicht geleitet hatte, war es nicht direkt ihr Fachgebiet. Natürlich hatte sie sich im Zuge ihrer Forschungen mit dem altägyptischen Götterglauben beschäftigt, ja eines ihrer Werke behandelte diesen unter anderem, doch konkret mit einzelnen Gottheiten als Fokus hatte sie sich bisweilen nicht beschäftigt. Der Leiter der damaligen Reise war darin weitaus versierter, er war der Spezialist darin, wie sie es eher in der Thematik des Alten Roms, vor allem der Römischen Republik war.
Nach wenigen Augenblicken, die ihr selbst weitaus länger erschienen, war die zugleich flüssig, wie gasförmige Substanz in der Phiole. Ihre Augen öffneten sich wieder, der Zauberstab wurde beiseite gelegt und die Phiole befand sich in ihren feinen Fingern, während sie den Stuhl zurückschob und aufrichtete.
Ihr Blick fiel nun wieder auf die unliebsame Cousine der schönen Evgenija, welche bereits den Zettel mit den als Austausch für diese Teile Maeves Erinnerung, vereinbarten Informationen enthielt.
Mit einem leichten Kopfschütteln tat sie die Worte Evicas ab.
"Ich spiele keine Spielchen, wir hatten eine Vereinbarung, ich richte mich danach.", erklärte sie nüchtern, nicht in der Laune dies alles noch weiter in die Länge zu ziehen, und hielt ihr die Phiole hin, die unter nur ein wenig mehr Druck ihrer Finger brechen würde, wodurch die Mühe umsonst gewesen wäre. Diese Vorstellung, die Maeves Gedankenwelt streifte, war wohl verlockend, doch blieb sie, was sie war: Eine Vorstellung. Impulsivität, unüberlegtes Handeln, stand der kühlen Irin nicht. Sie wollte diesen Zettel, dafür gab sie die Phiole her. So simpel war es im Grunde, dabei ging es ihr mittlerweile kaum noch wirklich um den konkreten, niedergeschriebenen Inhalt. Sie war in ihrem Inneren verunsichert von dieser Funkstille, sie konnte selbst nicht sagen, ob sie sich wirklich aufmachen würde, Evgenija aufzusuchen um dort dann bloß eine noch direktere, demütigendere Abweisung zu erhalten. Sie wusste auch nicht, ob sie eine solche gut verkraften würde, empfand sie sich doch bereits jetzt als Wrack, selbst wenn man es ihr nicht wirklich anmerkte und sie sich noch unter Kontrolle hatte. Doch für ihre Verhältnisse war sie bedenklich unruhig und weitere Aufregung galt es eigentlich zu vermeiden.
Das schlichte Wissen um den Aufenthaltsort dieser feurigen, weißhaarigen Naturgewalt würde ihr möglicherweise bereits ausreichen, die bloße Möglichkeit sie aufzusuchen, das Gedankenspiel. Mehr würde es vielleicht nicht bedürfen um ihr wieder mehr Halt zu schenken und im Endeffekt doch zu widerstehen.
"Da du mir ohnehin nicht anvertrauen wirst, weswegen du nach dieser Erinnerung dürstet, würde es mir sehr gefallen, würden wir unser unangenehmes Treffen nun auflösen. Überreiche mir das Pergamentstück und wir werden uns, so will ich es hoffen, nie wieder sehen. Evica.", sprach sie bloß und legte nun wieder die eisige Kälte in ihre zuvor etwas nebulösen Augen. Unglücklicherweise legte Maeve nicht allzu viel auf blinde Hoffnung, sie hatte das ungute Gefühl, dass dieses Treffen nicht die letzte Begegnung mit der jungen Movarac darstellen würde.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Evica Mitrovic Moravac
NPC
avatar

Anzahl der Beiträge : 32
Anmeldedatum : 23.03.17

BeitragThema: Re: Klarheit für einen Preis   Di 6 Jun 2017 - 2:43

Evica beobachtete mit einem fanatischem Glimmen in den Augen, wie die Hexe auf dem Stuhl den Zauberstab an die Schläfe hob. Ihre Wahrnehmung verlangsamte sich, wodurch der Zauberstab quälend langsam seinen Weg zurück legte. Fast wäre die Serbin aufgesprungen und hätte Maeve einfach geschlagen, voller Ungeduld. Es brannte in ihr endlich diese Erinnerung in einem Denkarium zu sehen. Sie würde danach so schnell wie möglich Kontakt zu ihrem anderen Familienzweig herstellen müssen. Farine, die Schulleiterin von Hogwarts. Es war nicht schwer gewesen herauszufinden, wo ein Denkarium stand, an diese heranzukommen war ein größeres Kunststück. Ein Denkarium war überaus selten. In ganz England hatte sie nur von zweien erfahren und in Serbien gab es gar keines. Das einzige andere Denkarium im Raum des Balkans, besaß der Strigoi Vladimir Tepes, der Pfähler, der Blutsauger unter den Blutsaugern. Doch ihn würde sie ganz gewiss nicht darum bitten Einblick zu erhalten. Nein, ihre Familien hassten sich bereits seit vielen Jahrhunderten und Vlad Tepes war ein Magier welcher selbst ihrem Großvater gleichkam. Sie hatte keine Angst vor dem Vampir, doch an dieser Stelle würde sie ihrem Ziel schlicht nicht näher kommen.

Hier in England war es möglich. Sie hatte sogar schon einen Plan. Sie hatte sich in London genau umgehört und einen Mann aufgetrieben, welchen sie gründlich verhört hatte, um dabei auf einen Zauberer zu stoßen, welcher vom Handel mit Informationen nahezu lebte. Interessanterweise, war auch dies ein Strigoi. Sie würde auch zu ihm Kontakt aufnehmen müssen und sich sein Netzwerk zu nutze machen. Falls Farine nicht geneigt war, ihrer Familie Zugang zu dieser Schule zu gewähren, würde es nötig sein andere Seiten aufzuziehen. Sie könnte das ganze auch mit Gewalt versuchen, doch dann würde sie warten müssen, bis die Schulleiterin sich außerhalb des Schulgeländes aufhielt und dies war schlicht zu müßig. Mit einigen Informationen und besseren Druckmitteln, Schrägstrich Argumenten, würde es leichter sein, sich einen regelmäßigen Zugang zu dem Denkarium zu erkaufen. Der Tempel des Suthek rief nach ihr. Der Zauberstab an Maeves Schläfe bewegte sich und das Saa tanzte durch Evicas Augen.

Sie konnte die kühlen magischen Ströme der Hexe sehen, wie sie in pulsierenden Spiralen ihr Fleisch durchfuhren. Ein nahezu eisiges, weißes Blau. Es passte zu dieser Frau, fast bar jeder Leidenschaft zu sein schien. Dabei waren Leidenschaften wichtig. Sie waren etwas, was sich den Gesetzen der Rationalität verschloss, sie waren Chaos, sie waren Ursprung. Maeve war mehr als fast alle anderen gefangen im Konstrukt, welches sie so sehr hasste. Die Verachtung für diese Frau wuchs mit einem Male auf ein schier unerträgliches Maß. Warum sollte sie dieses kümmerliche Wesen nicht von dieser liederlichen Existenz befreien?

Evica ekelte sich. Gänsehaut zog sich über ihre Haut und sie schlang die Arme um sich, als würde sie frieren. Am liebsten hätte sie sich übergeben, während ihre Augen diese magischen Ströme analysierten. Doch dann verging dieser Moment wieder. Nein, ein solcher Ekel war gänzlich unnötig. Und wie jedem Sklaven sollte auch dieser Hexe die Möglichkeiten eingeräumt sein, einen Blick auf den Ursprung zu erhaschen. Wenigstens hielt sie ihr Wort. Evica konnte keine Fluktuationen in den Strömen entdecken, welche auf eine Einflussnahme, auf die Erinnerung hindeuten würden. Lediglich der Wirbel, welcher im Kopf entstand und vollends gewöhnlich bei dieser Prozedur war. Die Feder hinter ihr auf dem Schreibtisch flog noch über das Papier und verursachte kratzende Geräusche auf dem Pergament.

„Warum sollte ich es dir nicht erzählen? Während ihr einfach den alten Magi nachlauft und versucht herauszufinden, wie sie lebten, konzentriere ich mich auf etwas anderes. Wusstest du das unsere Begabung lediglich eine Abart ist? Unsere so genannte Magie ist lediglich eine Vorstufe. Sie ist noch statisch und gestattet lediglich eine rudimentäre Manipulation der Realität. Es gibt noch etwas anderes, etwas, was wir vergessen haben und andere noch wussten. Suthek wusste es und er hat es dort verborgen. Wahre Magick. Wahre Bestimmung über reine Fertigkeit hinaus. Du würdest es nicht verstehen, wenn ich es dir näher erkläre. Aber ich werde diese Welt bald verlassen und zu etwas gänzlich anderem aufsteigen. Und der Tempel des Suthek wird mich auf meinem Weg zur Erleuchtung unterstützen. Wenn du möchtest nehme ich dich sogar mit mir, wenn ich mich auf den Weg mache.“

Sie lachte glockenhell und amüsiert, als sie sich erinnerte, mit wie viel Hass sie von dieser Hexe bedacht worden war, nur weil sie mit ihr und Evgenija etwas gespielt hatte. Immerhin war es nichts persönliches gewesen. Sie hatte lediglich der Familie am Rande Unterstützung zeigen müssen. Keiner dieser Narren bedeutete ihr etwas, aber es erleichterte einige Recherchen ungemein, wenn sie auf die Ressourcen der Familie zurückgreifen konnte. Die Feder kam schließlich zum stillstand und legte sich sanft wieder auf dem Schreibtisch ab. Das Dokument war vollkommen. Eine Perfekte Zeichnung von Evgenijas Profil und eine von ihrer Cousine, während sie hinter einer Theke stand. Ein junger Mann stand neben ihr und eine kleine Beschriftung gesellte sich anschmiegsam an dessen Gestaltung. Christopher Greengrass. Das Rabbit's Hat war abgebildet, sowie der Exakte Wohnort, mit Anschrift, Adresse und Umgebungsbeschreibung. Einige Anmerkungen hatten auf dem Blatt ebenso ihren Platz gefunden.

Evgenijas Erster Tag: Sie arbeitete zur Probe mit Christopher Greengrass hinter der Theke. Die beiden scheinen einander zugetan. Er empfindet sie als interessant und schön.

Evgenija empfindet Aufregung bei Christophers Anblick. Sie befindet ihn als Attraktiv. Er ist Sechsundzwanzig Jahre alt, Tränkebrauer und Schüler von Zachary Jones.

Während der Arbeit entstehen einige Annäherungsversuche an Christopher Greengrass, welche rudimentär sind, jedoch von Gefallen, von Evgenijas Seite aus, begleitet werden.

Evgenija verschwindet mit Christopher Greengrass und Wilma Fawley im Büro. Evgenija wird eingestellt. Wilma Fawley ist nicht erfreut. Offensichtlich konnte sie Christopher begeistern.

Evica rollte das Papier zusammen. Sadistische Freude mischte sich unter die kalte Ruhe, welche sie nun empfand. Ja, sie wusste um die Angst der irischen Hexe, was das Alter betraf. Eine Schwachstelle, welche sie nach diesen Informationen ganz eindeutig zu Dummheiten treiben würde. Wie einfach war es doch, die Realität für andere umzugestalten. Viele Menschen ahnten gar nicht was Lügen in Wirklichkeit waren. Es war die rudimentärste Art wahrer Macht. Die Wahrnehmung gestaltet die Realität und eine Realität im Kopf eines anderen zu erschaffen, bedeutete, die Wellenstruktur zu verändern, mit welcher diese Person auf das Konstrukt einwirkte. Und doch log sie nicht. Sie ließ lediglich gewisse Details aus und verdrehte auf diese Art das Bild. Sie schuf Realität in den Köpfen anderer und nun würde es eine Freude sein zu sehen, wie sich diese Sphäre aus Realität auf Maeve auswirken und sie und diese die Welt um sie herum umgestalten würde. Gierig nahm sie die Phiole entgegen, welche ihr von der älteren Hexe gereicht wurde und liebkoste sie zärtlich in der Hand, während sie versunken in den Anblick das zusammengerollte Pergament in ihre Richtung ausstreckte.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
Maeve O'Hara
Hexe
avatar

Anzahl der Beiträge : 64
Anmeldedatum : 03.12.16

Charakterbogen
EP:
5600/5800  (5600/5800)

BeitragThema: Re: Klarheit für einen Preis   Sa 23 Sep 2017 - 16:21

Maeve unterbrach Evica in ihrer Ausführung nicht, als sie davon begann ihr zu erzählen weswegen sie diese Erinnerungen benötigte, wofür sie diese benötigte, beziehungsweise was sie sich von diesen erhoffte. Es war durchaus interessant und hätte jemand, dem sie vertraute oder jemand, den sie als auch nur annähernd rational empfand, solch etwas von sich gegeben, hätte die irische Hexe womöglich mehr darauf gegeben. So würde sie diese Informationen zwar zu ihrem hervorragenden Gedächtnis hinzufügen, doch sich zumindest an diesem Tage nicht weiter damit beschäftigen und der furchtbaren Cousine Evgenijas auch sicherlich nicht die Genugtuung erlauben Weiteres zu besitzen, was Maeve interessierte, indem sie ihrer Neugier freien Lauf ließ und nachfragte.
"Ich würde mich freuen dich nicht mehr auf dieser Welt zu wissen, Evica. Und ich lasse dich liebend gerne alleine ziehen.", antwortete sie lediglich, ihrer Gesellschaft müde und nahm das zusammengerollte Stück Pergament entgegen.
Lieber würde sie nun gehen, die sadistische, wahnsinnige Hexe hier in dieser schäbigen Unterkunft zurücklassen und erst in ihrer Kammer in Hogwarts die Nachricht lesen, doch traute sie dieser Frau schlichtweg nicht und würde ihr zutrauen einfach irgendetwas auf dem Papier hinterlassen zu haben, oder womöglich würde der Text verblassen, sobald eine gewisse Zeit verstrichen war. Ihre Neugier brachte sie zusätzlich dazu an das staubige Fenster in diesem Raum zutreten. Der Blick durch das dünne, schmutzige Glas war nicht von Interesse, sie wollte bloß ein wenig Abstand von Evica und etwas natürliches Licht zum Lesen.
Mit einem innerlichen Seufzer entrollte sie behutsam dieses Stück Pergament und begann zu lesen. An ihrer Mimik oder Körperhaltung änderte sich während des Lesens nichts, sie war gefestigt genug um auch eine solche Genugtuung Evicas nicht zuzulassen. Doch keineswegs blieb sie innerlich so ruhig, wie es nach außen hin schien.
Eine gewisser Witz bestand darin, dass Evgenija ausgerechnet zu einem der wenigen Freunde Maeves gefunden hatte und in seinem Etablissement als Barkeeperin arbeitete. Für den Mann, mit dem sich die Irin, durchaus eine intimere Verbindung hätte vorstellen können, hätten damals Zeit und Umstände gepasst. Mittlerweile waren sie gute Freunde und dass Evgenija dort durchaus gut aufgehoben war, bezweifelte sie nicht, auch wenn sie diese bisweilen nicht hinter der Theke einer Bar gesehen hatte. Nun wurde ihr eine Zeichnung von eben diesem Bild präsentiert und zumindest der Anblick ihrer Schönheit und der damit auf sie einwirkenden Empfindungen und Erinnerungen gleichten zumindest für kurze Zeit die darauffolgen Emotionen aus, die entstanden, als sie über die angedeutete Beziehung zwischen der jungen Hexe und einem gewissen Christopher Greengrass las. Sie erinnerte sich noch an diesen, hatte zwar nie wirklich mit diesem gesprochen, doch gesehen hatte sie ihn in der Vergangenheit bereits das ein oder andere Mal.
Er war eindeutig jünger als Maeve, er war männlich, was Evgenija die bisweilen wenige Erfahrungen in dieser Hinsicht gesammelt hatte, womöglich gar natürlicher erschien und er befand sich stets in ihrer Reichweite. Dies zu lesen versaß der sich dadurch nur umso älter fühlenden Hexe weitere Stiche. Sie hatte bereits Zweifel gehegt, schließlich hatte sie nie wieder von der anderen gehört, doch wollte sie die Hoffnung trotz der Verzweiflung, sie sie immer wieder überfiel nicht einfach aufgeben. Nun wurde ihr ein weiterer Stoß versetzt und es wäre nun armselig und töricht sich noch an solche albernen Hoffnungen zu klammern. Offenbar hatte sie sich etwas vorgemacht und es würde nur unangenehme Folgen haben, sollte sie dies weiterhin tun. Evgenija schien nach vorn zu schauen, sich nach jemandem umzusehen und dies war sicherlich verständlich, Maeve sollte ihr keine Schuld für ihre jugendlichen, flatterhaften Gefühle geben.
Sich weiterhin lächerlich zu machen indem sie mehr aus einer kurzen Tändelei machte, würde sie nicht weiterbringen, nein, im Gegenteil, diese ganze Angelegenheit zeigte ihr nur immer wieder ihr Alter auf, die damit zusammenhängende Angst, ebenso Gründe, weswegen sie es zumeist so hielt, ihre Emotionen zurückzustellen.
Ihr Blick ruhte noch einige Momente auf dem gezeichneten Antlitz Evgenijas, ehe sie das Pergament wieder zusammenrollte, einsteckte und sich zu der Cousine dieser Schönheit umdrehte.
"Ich denke damit wären wir fertig miteinander.", sagte sie bloß, wollte ihr gegenüber keinerlei Reaktion offenbaren und ging ohne Weiteres auf die Tür zu um aus dieser Absteige zu verschwinden und sich mit ihrer Arbeit in Hogwarts von den Erkenntnissen und Erlebnissen dieses Tages abzulenken. Sie wollte nichts weiter als diese widerliche Frau und ihr glockenhelles Lachen zusammen mit ihrer sadistischen Ader hinter sich lassen. Womöglich würde sie diese tatsächlich nie mehr zu Gesicht bekommen, ihre Worte ließen diese Möglichkeit zu und das wäre wohl die einzige Freude, die Maeve aus diesem Treffen würde ziehen können, sollte sie demnächst darauf zurückblicken.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
 
Klarheit für einen Preis
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 1 von 1
 Ähnliche Themen
-
» spielt uns unser unterbewusstsein einen streich?
» Sie hat einen Neuen, erst jetzt wird mir alles klar.
» 3 Tage nach Trennung hat sie einen neuen?
» Hab einen Brief an die Ex geschickt,war das ein Fehler ?
» sie verließ mich und hat einen anderen

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
Hogwarts - Dark Ages :: Inplay :: Hogsmeade :: Play - Geschäfts-und Gastronomieviertel-
Gehe zu: