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 07. März. 2015 | Miguell und Helena | In my blood and through my veins

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Helena Wayland
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BeitragThema: 07. März. 2015 | Miguell und Helena | In my blood and through my veins    Mo 26 Dez 2016 - 2:13

07. März. 2015 | Miguell und Helena | In my blood and through my veins

Zwei Tage waren vergangen, zwei Tage die Helena damit verbracht hatte ihre Augen geschlossen zu halten. Farine hatte ihr diesen Gefallen getan, sie hatte gewusst, dass wenn sie bei Verstand wäre, ihr Leben schneller beendet war als sie hätte handeln können. Auch wenn sie schon damit angefangen hatte, alte Narben auf zu kratzen, doch das Blut war zu wenig gewesen um zu vergessen. Sie würde ihn niemals vergessen können, keine einzige Sekunde in ihrem Leben würde sie damit verbringen können, ohne den Gedanken ihn nie wieder zu sehen. Vielleicht wenn sie älter wurde, doch für das Kind gab es nur diesen Moment, sie wusste nicht ob sie noch eine lange Zukunft hatte, oder nicht. Woher sollte sie das auch wissen. Wer konnte schon wissen, dass er ewig lebte. Niemand. Sie waren alle ein Teil einer Uhr, die Uhr lief irgendwann nicht mehr und wenn der Sekundenzeiger am Ende stand, konnte man sagen dass man tot war.
Zitternd holte sie Luft, ihre Augen juckten ein wenig. Schlaf hatte sich in diesen angesammelt und wie immer, in diesen Sekunden, in dieser kurzen Zeit vor dem Aufwachen, fühlte sie sich entspannt. Ihr Körper war ruhig, ehe alles wieder in ihre Gedanken drang, wie eine Droge die sich durch die ganzen Adern zog und eine Stille hinterlässt, weil man keine Kontrolle mehr über den eigenen Körper hatte. Etwas weiches lag genau neben ihr, ein vertrauter Atem, ein warmes Fell welches über ihre Wange strich und die Sorge, die von ihm aus ging. Killer war bei ihr, sie war froh dass er bei ihr war und ehe sie die Augen auf machte, legte sie den Arm um den Kater. Vertraut wie immer, noch vertrauter als sonst, denn sie hatten nur noch sich und Finn. Langsam öffnete sie die Augen und blickte in die vertrauten Augen ihres Katers. Seine Augen würden sie nie wieder ansehen, keine einzige Sekunde würden die Augen in ihre Blicken und bevor sie es überhaupt begriffen hatte, rollten ein paar Tränen über ihre Wangen.
Es war erstaunlich wie viel Emotionen in einem Menschen verankert waren, wie viel Leid ein Mensch tragen konnte, ehe er nicht mehr im Stande war auf zu stehen. Helena war nicht mehr in der Verfassung dazu. Ihre Beine wollten sich nicht bewegen, sie wollte nur so liegen wie jetzt. Finn und Killer im Arm. Obwohl ihre Arme schmerzten, den Schmerz der ihr vertraut war und ihr als einziges noch sagte, dass sie am Leben war.  Wie lange sie in diesem Bett lag war ihr unklar, wie viele Minuten verstrichen wo sie nur ihre Familie festhielt und nicht im Begriff war sich zu bewegen.
Helena bemerkte erst jetzt, dass etwas gegen ihre Brust drückte, ihre Hand taste nach den spitzen Gegenstand und sie blickte auf ein Bild. Ein vertrautes Bild mit vertrauten Personen, auch wenn Beide auf diesem Bild nicht mehr lachten. Sie würden nie wieder lachen, nie wieder zusammen. Kurz fuhren ihre Fingerspitzen über das glatte Glas, über die Konturen des Mannes, welcher ihr mehr als vertraut schien.
Killer reagierte als erster auf ein Geräusch in ihrer Nähe, sein Kopf schreckte hoch, lehnte sich nicht mehr gegen ihren. Er spähte nach einer Gefahr die ihr etwas antun konnte. Doch nichts konnte ihr mehr angetan werden, was mehr Schmerzen bereitete als den Verlust von ihm.
Helena hob den Kopf, ihre Augen sahen einen weiteren Kater der auf ihrem Bett lag. Nackt und vertraut, ohne Namen. Zitternd legte sie die Hand auf seinen Hals und strich ihm über den Nacken. Er vermisste ihn auch, das wusste sie irgendwie. Doch es war nicht der Kater gewesen, der Killer aufgeschreckt hatte, sondern eine Person.

Miguel, jemand der Chester gekannt hatte, wohl hatte er ihn gut gekannt. Helena wusste nicht ob etwas zwischen ihnen gewesen war, eine Freundschaft oder tieferes, ihr war nur bewusst dass er nicht mehr wieder kam und für einen kurzen Moment kam eine Wut in ihr hinauf. Eine Wut auf sich selber, dass es ihre Schuld war, dass er nicht mehr lebte, dass er wegen ihr nicht mehr zurück kam. Vielleicht hatte er es schon gehört, vielleicht auch nicht, vielleicht war er gar nicht in Hogwarts gewesen.
,,Er ist TOD! Er kommt nie wieder zurück! Er ist weg!“, Helena bemerkte die Worte auf Französisch gar nicht, die aus ihrem Mund kamen. Lauter als sonst war ihre Stimme, ihre Wangen voller Tränen und sie wusste, dass in ihr mehr als nur ein wenig zerbrochen war. Viel zu viel, sie konnte das nicht mehr tragen. Sie wollte das auch nicht mehr. Er hatte es zwar gewollt dass sie es nicht tat, doch ihre Augen hingen an den Narben ihrer Arme. Starrten auf die Verletzungen und ihr war klar, dass das Leben vielleicht doch nicht mehr was übrig hatte. Sie konnte Killer aber nicht alleine lassen, sie konnte doch nicht ohne ihn gehen, nicht ohne Killer. Sie wollte ihm nicht das antun, was ihrem Herzen angetan wurde. Aber es schmerzte.
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Miguell Ceccarelli
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BeitragThema: Re: 07. März. 2015 | Miguell und Helena | In my blood and through my veins    Do 19 Jan 2017 - 23:44

Stunden konnten lange werden. Sehr lange. So lange, dass man sich nicht mehr sicher war, ob nun eigentlich Tag oder Nacht war. Zeit die sich zog, Sekunden die zu Minuten wurden, Stunden die zu Tagen wurden. Es war erst zwei Tage her und es fühlte sich so an, als wäre es viel, so viel mehr. Miguell wusste nicht mehr genau wie er es erfahren hatte. Ob er es schlichtweg gehört hatte oder ob es ihm jemand gezielt mitgeteilt hatte. Dafür war es einfach viel zu schwammig in seinem Kopf. Viel zu tief war das Loch in seinem Herzen, um genug Energie übrig zu lassen um vernünftig zu denken. Die ersten Herzschläge und Atemzügen in denen einem bewusst wird, dass erneut ein Mensch gegangen war und nicht wieder kam. Erneut eine Person die man vermissen musste, um die man trauern musste. Chester… Sein Chester. Einfach tot, einfach weg, ohne eine wirkliche Erklärung. Er würde nie wieder mit ihm lachen können. Seine Stimme hören. Seine Augen betrachten können. Sich fragen ob eines Tages vielleicht aus Einseitigkeit noch Gegenseitigkeit werden könnte. So viele Dinge die er nie erleben würde, herausfinden könne. Für Miguell war etwas gestorben was er nicht erklären konnte. Chester war jemand gewesen, ja, jemand den er vielleicht hätte lieben können und nun würde er niemals herausfinden was hätte passieren können. Niemals würde er herausfinden ob er es sich eingebildet hatte oder ob die wenigen verstohlenen Blicke wirklich etwas bedeutet hatten. Von seiner Seite aus auf jeden Fall. Schon vor vielen Jahren hatte Miguell sich der Wahrheit über seine Sexualität gestellt, zum Leidwesen seines Vaters. Jedoch hatte der Heiler sich von Anfang an entschieden sich nicht selbst zu verleugnen. Er hatte genug andere Probleme. Und die Person die so einige seiner Probleme kannte war nun verschwunden. Ein weiterer Anker seines Lebens war weg. Zuerst seine Hannah und nun viel zu kurz darauf auch sein Chester. Vielleicht war es auch besser gewesen, dass er nie herausfinden würde was passieren hätte können. So war es ein gewisser Trost sich immer sagen zu können, dass da etwas war, weil ihm auch nie jemand das Gegenteil beweisen konnte. Er konnte diese Illusion weiter behalten.
Das änderte nichts daran, dass er ihn nie wieder sehen würde und nie wieder mit ihm sprechen würde. Also war das woran er die zwei Tage dachte das, was alles niemals stattfinden würde und das was er mit diesem Freund verloren hatte. Auch dachte er darüber nach, wer noch von seinem Tod betroffen war. Farine natürlich. Die beiden waren praktisch unzertrennlich gewesen. Und seine Familie, soweit sie noch vorhanden war. Helena, die Ravenclaw die er wie eine Tochter behandelte. Viele waren betroffen. Es zeigte nur wieder, war für ein herausragender Mensch Chester gewesen war. Eine dieser geliebten Personen hatte er vor sich. Sie lag in einem Krankenbett ohne sich wirlkich zu bewegen. Von Farine in einen Schlaf gezaubert, damit sie sich vielleicht irgendwie den Gedanken verarbeiten konnte, einen Weg finden konnte weiter zu leben. Jeder in Hogwarts wusste, wie schlecht es um Helena bestellt war, auch wenn vielleicht niemand außer Chester selbst Details wusste. Wie sie ohne ihn überleben wollte? Sie würde einen Weg finden. Musste einen finden, denn um jedes Leben, welches beendet wurde, vor allem aus eigener Hand war es viel zu schade. Meist war diesen Leuten nicht einmal bewusst was sie zurück ließen. Vermutlich bildete sich der Großteil sogar ein, nichts zurück zu lassen. Seine Schwester, sie hatte gewusst, dass sie ihn zurückließ, aber was genau sie damit anstellte, was für ein Loch sie hinterlassen würde, weil sie es selbst getan hatte, das hätte sie niemals erahnen können. Immer wieder plagte ihn die Frage ob er mehr hätte tun können und immer wird die Antwort auf diese Frage ja heißen. Also nein, er würde nicht zulassen dass das Mädchen sich selbst umbrachte, denn ihr Leben war kostbar und auch wenn sie wohl wirklich in der Hölle lebte, würde der Tag kommen, an dem auch für sie wieder in Licht am Horizont strahlen würde.
Helena lag also mit geschlossenen Augen da und Miguell, er war wach und musste weiter machen. Ein paar Schüler kamen mit kleinen Verletzungen oder Krankheiten, nichts Ernstes, aber doch genug um ihn weiter zu treiben. Ihn zu zwingen weiter zu machen. Er hatte es vor auch bei seiner Schwester geschafft, nun würde er es auch bei ihm schaffen. Weiter machen. Weiter leben. Einen neuen Grund finden, um jeden Tag in den nächsten blicken zu wollen. Zum Glück gab es da die eine Sache die ihm jedes Mal aufs Neue in den Sinn kam und das war sein Neffe. Der Neffe der nicht bei seiner Schwester auf sondern bei einer Familie die ihm vermutlich Dinge getan hatte, die ihm niemals wiederfahren hätten sollen. Das Leben war nicht fair, aber man musste sich aufraffen, um das verändern zu können, wo man noch Macht hatte. Miguell hatte nicht die Macht Chester wieder zum Leben zu erwecken, aber er hatte die Macht sich um Helena zu kümmern, sie am Leben zu halten und andere dazu zu bringen ihm zu helfen. Was er tun konnte war Farine zu unterstützen und ihr zu helfen. Das waren Dinge die er tun konnte und tun würde.
Also hatte er ein besonderes Auge auf das Mädchen während sie schlief. Zumindest dann, wann er nichts anderes zu tun hatten und seine Gedanken begannen zu kreisen. Dumme Gedanken und Bilder. Ab und an war es eine Qual, diese nicht abstellen zu können. Es wäre in solchen Situationen wirklich praktisch. Nun jedoch war es so weit, dass nicht nur er sich mit solchen Gedanken bewusst auseinander setzen musste, sondern auch das Mädchen, welches langsam begann die Augen auf zu schlagen. Er sah es aus der Ferne, da er selbst gerade auf einem der leeren Betten gesessen hatte und seine Augen in der Leere hatte schweifen lassen. Erst als er eine Bewegung im Augenwinkel sah, hob er den Kopf und musterte sie. Es sah so aus, als würde sie erstmal die Katzen an ihrem Bett mustern, ehe ihre Gedanken erst richtig in Schwung kamen. Während das passierte stand er auf und ging zu ihr hinüber. Er musste wissen wie es ihr ging und ob er sie vielleicht wieder einschläfern musste, damit sie sich nicht selbst verletzen konnte. Das hatte sie nun wirklich bei weitem schon genug getan. Sie schien etwas zu brauchen bemerkte ihn dann aber auch und ihr Gesichtsausdruck sah einfach nur wütend und verzweifelt aus. Innerhalb von Sekunden wurde ihre Verwirrtheit zu dem, was Trauer aus einem machte. Das erst was sie tat, war ihn anzuschreien. Sie schrie, dass er tot ist und dass er nicht wieder kommen würde. Dass er weg war. In ihrer Gefühlswelt war wohl nicht genug Platz, ihre Sprache an das anzupassen was eigentlich erwartet wurde, weswegen sie in Französisch sprach. Wohl war dies unbewusst ihre dominantere. Er verstand sie, sein Vater war Franzose, er war der Sprach mächtig. So verstand er sie, obwohl sie vielleicht gar nicht geplant hatte, dass er es tat. Aber er verstand was sie sagte und es waren die Worte, die er selbst versuchte zu verstehen. Er ist Tod. Er kommt nicht wieder. Er ist weg. Worte die sich tief in seine Eingeweide gruben, aber er durfte sich in diesem Moment nicht gehen lassen. Es ging nun um sie. „Helena. Ja, er ist weg.“, flüsterte er leise. Er wusste nicht in wie weit er sich ihr nähern konnte, also ließ er es einfach und blieb auf dem Fleck stehen, wo er gerade stand. „Wie geht es dir? Natürlich nicht gut, aber, du weißt Ches .. Chester würde wollen, dass .. du lebst. Ich … ich muss wissen, ob du dir etwas antun möchtest.“ Vorsichtig stellte er diese Frage. Wie auch immer die Ravenclaw darauf reagieren würde. Vermutlich nicht gut. Aber es war wirklich die einzig wichtige gerade und von da aus konnte man dann weiterarbeiten.
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Helena Wayland
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BeitragThema: Re: 07. März. 2015 | Miguell und Helena | In my blood and through my veins    Do 13 Apr 2017 - 11:46

Innerlich dankte der Kater dem Mann, dass er sich nicht weiter an Helena heran wagte. Es schien alles in die falsche Richtung zu laufen, wenn er ihr nur zunahe kam. Schnell waren ihre Gedanken dann in Situationen in denen ihr kein Chester Wells mehr helfen konnte um aus diesen hinaus zu kommen. Womöglich selbst Killer nicht. Es war ein Wunder das sie überhaupt noch hier lag, oder besser gesagt die Augen aufgemacht hatte. Vielleicht wollte sie auch einfach nur noch schlafen, tief und fest in einem Dämmerschlaf und nicht mehr aufwachen und sich mit der Realität zu konfrontieren. Realität war auch nicht wirklich das wahre. Die meiste Zeit war sie verletzend und ignorant und am liebsten würde man den Kopf in den Sand stecken und aus ihr entkommen.
Schlaf war meistens ein Zufluchtsort, aber nicht wenn die Albträume einen Quälten und wachhielten. Manche Menschen hatten das Bedürfnis zu sterben und bei manchen Menschen konnte man es nachvollziehen.

Helena schaute den Mann an, sie hatte nie wirklich viel mit ihm zu tun gehabt, mal hatte sie sich wegen Krankheitsgründen hier befunden und kurz hatte Chester sie auch hier besucht. Ein zwei Begegnungen, sie kannte Miguell nicht. Er war ein Fremder, ein fremder der viel zu viel über sie wusste und sie vertraute ihm nicht. Wieso sollte sie ihm auch vertrauen, ihr Vertrauen war verschwunden mit dem letzten Atemzug eines Mannes. Schweigend nahm sie Killer in ihre Arme, es wirkte erschreckend wie müde ihre Augen wirkten und wie der junge Mensch älter aussah als er wirklich war.
Es war eine Herausforderung alles fest zu halten, das Bild, Finn und Killer. Zudem den Namenlosen Kater Chester Wells, den sie auch nicht aus ihren Augen ließ. Sie hatte seinen Herrn aus den Augen gelassen und jetzt war er verschwunden. Umstände die noch nicht geklärt waren, Helena wusste nicht wie er verstorben war, niemand wollte ihr eine Auskunft geben. Vielleicht taten sie das auch alle nur aus Schutz, wie würde sie aufnehmen wenn sie noch mehr details erfuhr, wenn das Detail von seinen Tod sie schon so aus der Bahn geworfen hat.

Bei den Worten des Magiers blickte sie ihn an, ihre blauen Augen wirkten leer, fast so als wäre die Magie aus ihren Körper gewichen und fast so, als hätte sie der Kälte Platz gemacht.
Sie wusste das er wollte das sie lebt, er hatte ihr einen Brief geschrieben, einen Brief im Falle seines Todes. ,,Warum sollte ich Ihnen sagen ob ich mir was antun will, wenn ich das will dann schweige ich doch darüber das mich keine Aufhalten kann.“, sagte sie nach einer Weile, seltsam ruhig im gegensatz zu ihrer Hysterie am Anfang. Ja sie war ruhig, wieso sollte sie sich noch aufregen, wieso sollte sie noch Energie verschwenden, sie musste nicht mehr aufstehen.
Ihre Hand fuhr über das Fell von Killer, sein Fell war weich wie immer und er war hier. Zum Glück.
,,Chester hat so vieles gewollt, woher wollen sie wissen was er wollte. Sie waren nicht mal befreundet.“
Eine Abwehrhaltung, eine Aggression. Sie wollte ihn von sich fernhalten, sie wollte niemanden mehr an sich heran lassen.
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BeitragThema: Re: 07. März. 2015 | Miguell und Helena | In my blood and through my veins    Mo 1 Mai 2017 - 19:35

Helena ignorierte ihn erstmals nachdem sie ihn angeschrien hatte. Zuerst umarmte sie ihren Kater und schein dann langsam die Realität in ihren Gedanken zu sortieren. Miguell wollte sich nicht vorstellen was in ihren Gedanken vor sich ging. Sie trauerte, das war sicher, aber er hatte nicht das Recht einzuschätzen wie sie trauerte und um was alles sie trauerte. Er selbst tat dasselbe, nur auf seine Art und Weise, was es vermutlich zu einem ganz anderen Prozess machte, als ihre Trauer. Immerhin war es davor schon bekannt gewesen, dass sie einige Probleme hatte und kein leichtes Leben hatte und das Chester eine Konstante darin gebildet hatte, die nun wegfiel. Also wartete er und gab ihr die Zeit sich zu sammeln, so lange sie wollte, denn er hatte gerade nichts anderes zu tun als sicher zu gehen, dass in den nächsten Tagen die Schülerzahl nicht um eins verringert wurde, nicht um das Mädchen um das sich Chester im so gut gekümmert hatte.
Sie war blass, dass konnte man sehen, noch blasser als an anderen Tagen in denen man sie gesehen hatte wie sie normal durch die Gänge gewandelt war, auch wenn er nicht so auf die geachtete hatte. Als Heiler sah man doch die meisten Kinder einmal in ihrer Schulzeit im Krankenflügel, natürlich konnte er sich nicht alle merken, dafür waren es viel zu viele. Miguell wartete immer noch und eine Weile, bis Helena wieder spach. Sie fragte ihn wieso sie ihm diese Auskunft geben sollte, nach der er verlangt hatte, eine Sache die in diesem Fall sehr einfach zu beantworten war. Sie sollte es ihm sagen, weil, erstens, Chester wollte das sie lebte und zweitens, kein Schüler in diesen Mauern Selbstmord beginn solange er auch nur ein Fünkchen dagegen machen konnte. Er war Heiler, wollte Menschen helfen und sie retten soweit er konnte, denn jedes Leben welches nicht gelebt wurde war ein verschwendetes Leben. Jedes einzelne und sollte es noch so klein wirken, denn vor allem nach in diesen Jahren wusste man noch nicht, was alles Schönes noch kommen konnte. Der Schulabschluss, der erste Job, eine Familie, jemanden den man Liebte. Es gab so viele Gute die mit den schlechten kommen würden und auch für Helena würde es eines Tages so sein, weil der Heiler daran glaubte, dass jeder in seinem Leben einen Punkt erreichen würde in dem er sehen konnte, was er alles hatte und sollte das auch recht spät im Leben sein, da mussten andere dafür sorgen, dass diese Personen so lange lebten, dass sie es eines Tages sehen konnten.
Das blonde Mädchen vor ihm wirkte inzwischen ruhiger als zu dem Zeitpunkt als sie aufgewacht war, auch wenn seitdem noch nicht so viel Zeit vergangen war, jedoch wusste Miguell nicht, ob er es als ein gutes oder eine schlechtes Zeichen sehen sollte. Während sie ihren Kater streichelte sagte sie noch einmal etwas. Etwas was Miguell doch etwas traf. Sicher, die beiden waren noch nicht so lange miteinander befreundet gewesen, sie hatten in Hogwarts doch einige Zeit nur neben einander her gelebt, aber vor allem in den letzten wenigen Monaten, in diesem Schuljahr, hatte er wirklich begonnen sich mit dem anderen Mann anzufreunden. Er war auf seine Art etwas Besonderes und Anziehendes gewesen. Auch wenn sie nicht so lange miteinander befreundet gewesen waren, sie hatten eine gute Freundschaft gehabt, nicht sehr offensichtlich aber alles was Miguell gebraucht hatte um in ihm einen Freund zu sehen. „Helena, vielleicht war ich nicht lange mit ihm befreundet, aber in den letzten Monaten waren wir es.“, sagte er bestimmt, etwas bestimmter als er wollte, diese Aussage von ihr, sie hatte Miguell doch etwas mehr getroffen als er sich weißmachen wollte. „Er war ein ganz besonderer Mensch, der viel Liebe für andere übrig hatte, die er dir schenken konnte und Miss Chantealee und mir und allen anderen mit denen er befreundet war.“, sagte er weiter, ruhiger als davor. „Ich bin mir sicher selbst Leute mit denen er nicht befreundet was können sehen, wie sehr er gewollt hätte, dass du dir nichts antust, weil er sich immer sehr um dich gesorgt hatte.“ Das wusste vermutlich wirklich jeder der die Geschichte des Mädchens vor ihm, seit sie in Hogwarts war auch nur ein wenig verfolgt hatte. „Ich weiß dass du jetzt trauerst und das sollst du auch, aber ich muss wissen ob du begreifst, dass es nach dieser Trauer weitergehen wird.“ Er stellte es ein wenig als Frage. „Du fragtest gerade vorher, wieso du es mir sagen solltest, ich sage dir, dass du es tun solltest für all diejenigen die sich um dich kümmern und sorgen. Dein Kater hier, würde er nicht traurig sein wenn du nicht mehr da wärst? Oder deine Freunde auf dieser Schule oder sonst wo auf dieser Welt?“ Wenn sie ihm nicht sicher sagen konnte, dass nichts passieren würde, nun, er würde sich nicht absolut sicher um sie kümmern können und so sehr er es hassen würde, St. Mungo wäre der einzige Ort der wirklich sicherstellen konnte das sie weiterleben würde. Vor allem wäre es aber ein Ort der ihr helfen könnte wieder gesund zu werden, etwas womit sie sich wohl schon seit langem nicht sehr einfach tat. „Ich möchte dir nicht sagen wie du trauern sollst, dass du sofort weiter machen sollst, ich möchte dir nur meine Hilfe anbieten, damit du mit dieser Situation bestmöglich umgehen kannst.“
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BeitragThema: Re: 07. März. 2015 | Miguell und Helena | In my blood and through my veins    Mo 12 Jun 2017 - 23:54

Vermutlich war es einfacher eine Formel zu lösen, oder einen Zaubertrank zu brauen, als mit Gefühlen klar zu kommen. Gefühle waren verwirrend und seltsam. Sie lösten Reaktionen aus, steuerten das Verhalten und Erleben und beeinflussten uns. Indirekt. Ohne das wir es bemerkten und selbst wenn wir es bemerkten, war es schwer den Emotionen die kalte Schulter zu zeigen. Langsam wurde es manchmal einen bewusst, manchmal nicht. Man konnte selten etwas beeinflussen wovon man keine Idee hatte. Genau so wenig hatte Helena eine Idee von dem Tod. Menschen starben, das war die Realität. Die Familie war im Auto gestorben, Chester war gestorben. Alles starb, irgendwann. Doch wie man damit umgehen sollte, sagte einen niemand. Vielleicht war es Killer der die Antwort wusste, nur konnte er es nicht sagen.

Genau so wenig wusste Miguell wie man damit um ging, er konnte Helena nicht sagen wie sie damit umgehen sollte, denn er kannte sie nicht. Niemand kannte sie. Ihre Emotionen die in ihrem Gehirn ausgelöst wurden. Er würde sie nicht verstehen, er verstand nicht wieso sie sterben wollte, wieso sie nicht mehr konnte und sie verstand ihn. Er wusste es nicht und sie war froh. Niemanden wollte sie mehr damit belasten, keine Menschenseele und auch kein Tier. Es war ihre Sache.
,,Ich weiß.“, gab sie leise zu, sie wusste das er dies nicht gewollt hatte. Niemand wollte so etwas und doch war es nicht immer zu verhindern. Es gab Gründe und deshalb würde sie auch von Farine erstmal wegegbracht, damit diese Gründe verschwanden.

Sie zog scharf die Luft ein, als er Killer erwähnte und sie blicke fragend in seine Augen und er blickte in ihre. Wissend was sie dachte. Nein sie konnte ihn nicht alleine lassen. Dies war leider die Wahrheit. Sie würde nicht zu lassen das er das selbe fühlte wie sie fühlen musste. Auch wenn er Chester genau so gerne gehabt hatte.
,,Nein ich könnte ihn nicht verlassen. Nicht Killer. Die anderen sind mir egal. Die würden einen vergessen nach einer weile. Ist es denn so falsch, nicht mehr zu wollen?“, fragte sie ihn vorsichtig und wollte seine Meinung hören.
Vielleicht meinte er dies ernst, seine Worte. Doch sie vertraute nicht gerade allen auf der Welt, eher wenigen oder gar keinen. Letzteres traf wohl eher zu.
Sie streichelte über Killers Fell und blickte zu Miguell hinauf, welcher viel zu unschuldig mit seinen Locken aussah.
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07. März. 2015 | Miguell und Helena | In my blood and through my veins
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