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 The Past is not so far away...

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Emma Leblanc
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BeitragThema: The Past is not so far away...   Do 13 Okt 2016 - 20:01

Das erste Wochenende in Hogwarts, was wohl auch der erste Besuch in Hogsmeade für die Viertelfranzösin bedeutete. Die ganze Woche hatte sie sich darauf gefreut, nicht nur auf das Dorf, sondern viel mehr auf die Verabredung, die sie dort erwarten würde. Endlich könnte sie mit Dario ein wenig allein sein und über all die Dinge sprechen, welche ihnen in den letzten Jahren widerfahren waren. Emma konnte es nicht erwarten, zu erfahren, was aus dem Circus de Luca geworden ist und ob jener immer noch so war, wie sie es in Erinnerung hatte. Und natürlich wollte sie alles über ihren Kindheitsfreund wissen. Wie es ihm ergangen war und ob er vielleicht eine neue Kollegin in der Manege bekommen hatte. Die dunkelhaarige Hexe war sichtlich aufgeregt, als sie versuchte, sich den ganzen Tag mit anderen Dingen zu beschäftigen, um nicht ununterbrochen auf die Uhr zu starren. Dabei hatte es ihr geholfen, sich für ein paar Stunden im Musikzimmer zu verschanzen und auf ihrer Violine zu spielen, doch selbstverständlich ist auch für diese Tätigkeit irgendwann die Konzentration am Ende. Nach dem Mittagessen, wo sie in einer Runde mit den Mädchen saß, welche mit ihr den Schlafsaal teilten, hatte sie auf dem Weg zum Gemeinschaftsraum niemand geringerer, als Paul aufgehalten.

„Hey, wenn das nicht unsere Kartentrick Spezialistin ist! Wie lief deine erste Woche in Hogwarts? Ach ja, das muss doch auch deine erste Gelegenheit  sein, um ins Dorf runter zu gehen, oder? Das musst du unbedingt nutzen! Hogsmeade ist nicht riesig groß, aber hat wirklich seinen Charme, das darfst du nicht verpassen.“, redete er auf sie ein, während Emma noch beschäftigt war, Dario irgendwo in der Menge zu erblicken, welche sich in kleinen Gruppen aus der Halle schob. Doch entweder war er bereits gegangen oder sie konnte ihn schlichtweg nicht ausmachen, was zwar in dem Sinne nichts machte, da sie sich ohnehin später treffen wollten, doch trotzdem stieg eine leise Betrübnis in ihr auf, schließlich hatten die Freunde viel nachzuholen und wo sie sich endlich wiedergebenden hatten, wollte Emma so viel Zeit wie möglich mit Dario verbringen.  Nachdem sie sich Anfang der Woche getroffen hatten, hatte Emma gleich am nächsten Tag einen Brief an Pierre, ihren Freund aus Frankreich geschrieben, denn natürlich wollte dieser wissen, ob sie gut angekommen war und sie hingegen musste ihm unbedingt davon berichten, dass sie Dario wieder getroffen hatte. Ihre Euphorie darüber schien den Franzosen allerdings wenig begeistert zu haben und er antwortete ihr mit leicht unterschwelliger Eifersucht, woraufhin die Hexe beim Lesen erstmal nur mit den Augen gerollt und es bis jetzt aufgeschoben hatte, ihm zurück zu schreiben.

„Ähm ja, es läuft alles bestens, danke.“, antwortete Emma nach einer etwas zu langen Pause schließlich Paul, welcher sie die ganze Zeit über erwartungsvoll angeblickt hatte. „Würdest du mich ent...“ „Wie wärs, gehen wir doch gemeinsam ins Dorf, du und ich. Greg und Dario sind sicher auch unten, was meinst du?“, fiel er ihr ins Wort und schenkte ihr im Anschluss ein freches Zwinkern, was Emma mit einem etwas nervösen Lächeln beantwortete. Scheinbar schien der Kerl tatsächliches Interesse an ihr zu haben, denn seit sie sich kennengelernt hatten, tauchte er immer wieder mal auf und versuchte, eine Unterhaltung zu starten. „Das ist wirklich nett von dir, Paul, aber...“ „Keine Angst, wir müssen auch nicht nur mit den anderen rumhängen. Es gibt da auch ein recht romantisches kleines Café, wo man sich ungestört unterhalten kann.“ Emma musste sich bemühen, nicht genervt aufzuseufzen, als er sie ein weiteres Mal unterbrach. „Tut mir Leid, aber ich hab schon eine Verabredung. Also wenn du mich entschuldigst, ich will nicht zu spät kommen.“, warf sie also schnell ein, als ihr Gegenüber eine Atempause einlegte und ohne auf eine Antwort zu warten, drehte Emma sich um und lief in Richtung des Gemeinschaftsraumes. Glücklicherweise schien Paul ein wenig verdutzt darüber, dass sie so schnell ein „Date“ für Hogsmeade gefunden hatte, dass er ihr nicht hinterher lief.

Im Gemeinschaftsraum angekommen, verschwand die Dunkelhaarige gleich im Schlafsaal und überlegte, was sie anziehen sollte. Natürlich sah sie das Treffen nicht als Date, denn sie und Dario waren alte Freunde und sie selbst war vergeben, doch trotzdem konnte sie ja halbwegs hübsch aussehen. So entschied sie sich für eine hellblaue Jeans, ein weißes Top und eine dunkelrote Weste. Darüber ein hellgrauer Mantel, ein schwarzer Schal und ebenso schwarze Stiefel, schließlich war es bereits Herbst und da sollte man das Wetter nicht unterschätzen. Die langen braunen Haare, die ihr glatt über den Rücken fielen, band sie zu einem hoch sitzenden Pferdeschwanz und steckte zuletzt noch die Karte mit dem Herz-Ass in ihre hintere Hosentasche. Es war eine alte Gewohnheit, diese Karte immer bei sich zu haben und gerade bei einem Treffen mit Dario durfte das kleine Accessoire nicht fehlen. Ein kurzer Blick auf die Uhr verriet ihr, dass sie wohl etwas zu früh dran sein würde, doch da sie sich im Dorf ja nicht auskannte, wollte sie ohnehin ein wenig Zeit zur Verfügung haben, um sich orientieren zu können. Mit einem Lächeln platzierte sie das Lama Plüschtier auf ihrem Kopfkissen, ehe sie ihre Tasche schulterte und sich anschließend auf den Weg machte, das Schloss zu verlassen.

Der Weg nach Hogsmeade war glücklicherweise ziemlich eindeutig, weswegen sie sich glücklicherweise nicht verlief. Sie kam direkt am Hauptplatz an, wo ihr das Drei Besen sofort ins Auge stach und ein warmes Lächeln auf ihre Lippen rief. Sie nutzte jedoch noch ein paar Minuten der vorhandenen Zeit, um sich einen kleinen Überblick von Hogsmeade zu schaffen und musste Paul wohl oder übel recht geben, dass es tatsächlich einen gewissen Charme ausstrahlte. Um aber nicht zu spät zu kommen, kehrte sie bald wieder auf den Hauptplatz zurück und betrat das Lokal. es waren einige Leute und wohl auch Schwer anwesend, doch der Raum war nicht gesteckt voll. Während Emma sich den Mantel öffnete, blickten sich ihre braunen Augen suchend um, doch noch konnte sie Dario nicht entdecken.


Zuletzt von Emma Leblanc am Mi 16 Nov 2016 - 15:50 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Dario de Luca
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BeitragThema: Re: The Past is not so far away...   Do 13 Okt 2016 - 21:23

"Was hast du vor? Du ziehst dich jetzt schon zum dritten Mal um...", brummte Gregory, welcher auf seinem Bett im Schlafsaal saß, mit seinem Kater spielte und nebenbei beobachtete, wie der dunkel gelockte Gryffindor vor seiner Kleidungstruhe hockte und den gesamten Inhalt um sich verteilt hatte. "Du hast doch sonst nie ein Problem, was zum anziehen zu f-..." Dann dämmerte es ihm. "Du hast ein Date?!"
"Quatsch", entgegnete der Italiener verdächtig schnell, als er eine Jeans neben ein kariertes Hemd hielt. War das zu casual? Seit wann machte er sich überhaupt Gedanken um sowas? Gregory hatte recht, normalerweise machte Dario sich sonst nie so einen Stress, wenn er ein Mädchen traf, und doch liefen die Treffen immer reibungslos ab. Noch nie hatte ihm eine gesagt, dass er nicht richtig angezogen gewesen war, wieso also machte er sich nun solche Sorgen? Es war Emma, die er treffen würde. Sie hatte ihn als Kind sogar schon mal nackt gesehen, peinlicher konnte es daher nicht mehr werden. Wobei es etwas ganz anderes wäre, wenn sie ihn jetzt nackt sehen würde. "Also ja, ich treffe mich mit wem, aber es ist kein Date. Kann man das kombinieren oder sehe ich damit aus wie ein Holzfäller?"
"Es gibt Frauen, die stehen auf kernige Holzfäller", feixte der dunkelhaarige Riese, "Aber ja, das kann man kombinieren. Bist ja ganz schön fix über Lydia hinweg..."
"Es ist kein Date...", wiederholte Dario ein wenig genervt und verdrehte dabei die Augen. Es war schon irgendwie schade, dass es keins war, schließlich war sie wirklich eine tolle Frau, aber es wäre ohnehin ein wenig zu früh für ihn, sich jetzt schon die nächste Freundin zu suchen. Zumal es ihn nicht wundern würde, wenn in Frankreich jemand auf die schöne Viertelfranzösin wartete...
"Schon klar", kicherte Greg amüsiert. "Ich mein ja nur... du riechst nach After Shave... das benutzt du doch sonst nur, wenn du ein Date hast...."
"Halt's Maul Greg!", knurrte Dario nun gestresst, doch der andere würde wissen, das dies keinesfalls böse gemeint war. Er fühlte sich nur ein wenig ertappt und dies war seine natürliche Reaktion darauf.

Nach einer ewig andauernden Suche nach dem richtigen Outfit hatte Dario sich endlich entschieden. Über einem dunkelgrauen, enganliegenden T-Shirt mit V-Ausschnitt trug er ein figurbetontes Jeanshemd. Die Hose war weinrot und sah ein wenig verwaschen aus, und diese Farbe fand sich in der Beanie, die locker aus seinen dunklen Locken saß, wieder. Gürtel und Stiefel waren dunkelbraun und passten damit zu den Lederarmbändern und der Holzuhr an seinem linken Handgelenk. Das Armband, dass er damals von Emma bekommen hatte, hatte er zusammen mit seiner Lieblingskarte, dem Pik-Ass, in seine rechte Gesäßtasche gesteckt, worauf er sich seine Lederjacke überschmiss und losging. Auf dem Weg nach Hogsmeade kamen ihm in der Dämmerung schon zahlreiche Schüler entgegen, es würde also hoffentlich nicht so voll werden. Als er an dem Zaun kurz nach dem Ortseingang vorbeikam, riss er unauffällig eine rote Zinnie als Geschenk vom Wegesrand. Rot war schließlich ihre Lieblingsfarbe und er wollte einen guten Eindruck machen...

Bei dem Lokal angekommen stellte er fest, dass die alte Freundin nicht davor stand, also schätzte er, dass sie es sich bereits drinnen bequem gemacht hatte oder er einfach früh dran war. Bei einem Blick auf seine hölzerne Armbanduhr stellte er fest, dass letzteres zutraf, er also noch ein bisschen durchatmen konnte. Leise kam Dario in das Drei Besen, nickte der Bedienung zu, welche ihn mit einem Lächeln begrüßte, worauf er sich suchend umsah. Nein, sie war noch nicht da, also suchte er sich einen Tisch, in dem man ein wenig von neugierigen Blicken geschützt saß, hing seine Lederjacke über einen Stuhl und legte die rote Herbstblume aus den Tisch. Es dauerte nicht lang, bis die Bedienung kam, um ihn zu fragen, ob er schon bestellen wollte, doch er lehnte ab und erklärte, dass er noch auf jemanden wartete. Der Blick der Frau blieb daraufhin an der Zinnie hängen, worauf sie wissend lächelte und ging, um später noch mal wieder zu kommen. Den Moment der Einsamkeit nutzte Dario, um kurz sein Portemonnaie zu zücken und zu zählen, ob sein Taschengeld überhaupt noch für diese Verabredung reichte. Und er konnte aufatmen: jeder könnte sich von seinem Geld zwei Getränke gönnen, und Trinkgeld wäre auch noch drin. Glück gehabt - wäre sonst ziemlich peinlich gewesen.

Es war schwer zu beschreiben, was in ihm vorging. Immer wieder erwischte er sich dabei, wie er Emma im Unterricht beobachtete oder er im Gemeinschaftsraum war, wenn sie dort mit ihren neuen Freundinnen redete. Er suchte ihre Nähe, obwohl er das vermeiden wollte, schließlich wollte er nicht verzweifelt oder anhänglich wirken. Er war schließlich nicht wie Jessica.
Dario hörte, wie sich die Tür öffnete, und als sein Blick zu eben jener glitt, konnte er Emma sehen, wie sie ihren Mantel öffnete. Er würde es nie zugeben, aber bei ihrem Anblick fiel es ihm schwer, wegzuschauen. Sie sah einfach klasse aus - kein Wunder, dass Paul verrückt nach der jungen Hexe war.
Subtil winkte er, um ihre Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, und wenn sie dann bei ihm war, würde er aufstehen um sie endlich so zu begrüßen, wie er es längst vorgehabt hatte.
"Schön, dass du gekommen bist, mein Herz-Ass!", grinste er frech, worauf er sie herzlich umarmte und etwas hoch hob, um zu lachen und sich mit ihr zu drehen. Ihr Haar roch einfach unglaublich... "Es ist so wunderbar, dich wieder zu sehen! Du siehst echt klasse aus...", raunte er ihr tief ins Ohr, worauf er sie wieder absetzte und sie anlächelte. Diese etwas stürmische Begrüßung war kein Problem, denn in unmittelbarer Nähe befand sich keiner, der diese hinterfragen würde.
Mit einer eleganten Bewegung, einem charmanten Lächeln und einem geheimnisvollen Glitzern in seinen blauen Augen überreichte er ihr dann die Blume. "Für die Lady, als verspätetes Willkommensgeschenk. Setz dich doch." Sobald sie die Zinnie angenommen hatte, würde er ihr den Mantel abnehmen und ihr den Stuhl vorziehen. Alles Dinge, die er von Chase gelernt hatte, welcher sich ja häufig in nobleren Kreisen bewegte und daher so einiges von Etikette verstand. Es war wichtig, eine Dame wie eine solche zu behandeln, das hatte Dario schon früh von ihm gelernt. Und ganz nebenbei würde Cosima ihm wohl ordentlich eins auf die Finger geben, wenn sie erführe, dass er dies nicht tat. Denn irgendwie fand sie ja doch früher oder später alles heraus. Wie Wahrsagerinnen halt so waren...
"Ich bin echt froh, dass du gekommen bist. Hatte mich gefragt, ob du vielleicht sauer auf mich bist...", begann er zu erzählen, wobei er nervös seine Finger knetete. Er hatte schon immer Probleme damit gehabt, still zu sitzen, weshalb dieses Verhalten nicht sofort mit Nervosität gedeutet werden musste. "Du hast nie auf meine Briefe geantwortet." Er hatte damals Cosimas Eulen losgeschickt, doch sie waren immer ohne Antwort zurück gekommen. Dass die Briefe seine Sandkastenfreundin nie erreicht hatten, ahnte er natürlich nicht.
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Emma Leblanc
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BeitragThema: Re: The Past is not so far away...   Do 13 Okt 2016 - 22:06

Fast hatte sie schon damit gerechnet, dass sie sich alleine einen Tisch suchen musste, um auf ihn zu warten, da bemerkte sie aus dem Augenwinkel eine Bewegung und sofort verzogen sich ihre Lippen zu einem Lächeln. Rasch lenkte sie ihre Schritte zu dem etwas abseits liegendem Tisch und auf seine Begrüßung ein herzliches Lachen ausstoßend, fiel sie ihm um den Hals und ließ sich von ihm etwas umherwirbeln. Wieder kribbelte es dabei heftig in ihrer Magengegend und ihr Herzschlag machte einige unregelmäßige Hüpfer, von denen sie aber nur kurz die Gelegenheit hatte, sich zu fragen, ob dies bedenklich war. „Natürlich bin ich gekommen, Pik-Ass! Was denkst du denn?“, erwiderte sie, und schenkte hm ein strahlendes Lächeln, nachdem er sie wieder abgesetzt hatte. „Und du erst! Die Mädels müssen ja reihenweise auf dich fliegen. Da muss sich Jessica ran halten, damit keine dich ihr wegschnappt.“ Natürlich zog sie ihn gleich mit der jüngeren Mitschülerin auf, denn so wie diese sich an ihn ranschmiss, grenzte es ja fast schon an Lächerlichkeit. Um ihren Scherz zu untermauern, stupste Emma ihren Freund einmal in die Seite, ehe dieser ihr mit einer galanten Bewegung eine Zinnie unter die Nase hielt.
„Merci beaucoup, Monsieur. Wer hat aus dir denn so einen Gentleman gemacht?“, zog sie ihn weiter lachend auf, während sie die Blume entgegen nach und daran schnupperte. Dann ließ sie sich von ihm den Mantel abnehmen und grinste ihn beeindruckt an, als er ihr auch noch den Stuhl zurück zog. „Da legt sich ja jemand richtig ins Zeug, musst du mir was beichten?“ Ein weiterer Scherz auf seine Kosten, doch Emma zweifelte nicht einen Augenblick daran, dass er diesen nicht verstehen könnte. Schließlich hatten sie sich früher ständig gegenseitig aufgezogen und Scherze auf Kosten des Anderen gemacht und am Ende hatten sie beide darüber herzhaft gelacht.

Die Zinnie fand ihren Platz vor Emma auf dem Tisch, während diese sich eine verirrte Haarsträhne aus dem Gesicht strich. Dario nahm ihr gegenüber Platz und begann, ein wenig unruhig seine Finger zu kneten. Emma konnte sich erinnern, dass er nie sehr gut darin gewesen war, länger als ein paar Minuten still zu sitzen, doch trotzdem fragte die Hexe sich, ob er vielleicht ein wenig nervös wegen ihrem Treffen war. Sie selbst war es wohl tatsächlich ein wenig, schließlich war es nun acht Jahre her, seit sie sich damals verabschieden mussten und in dieser Zeit konnte so einiges passieren. Menschen veränderten sich schnell und so hatte sie doch ein wenig die Frage beschäftigt, ob dieses Wiedersehen - so erfreulich es auch für sie war - auch wirklich bedeuten konnte, dass sie schlichtweg weiter machen konnten, wo sie aufhören mussten. Wer sagte denn schließlich, dass Dario noch derselbe war und auch wenn Emma es selbst wohl weniger bemerken würde, hatte sie sich vielleicht selbst etwas verändert. Doch wenn man sich ein Urteil nach den ersten paar Augenblicken erlauben durfte, schien es doch zumindest auf Gegenseitigkeit zu beruhen, wie erfreut sie waren, einander zu sehen. Und das hieß doch schon sehr viel.

Das Lächeln wich jedoch ein wenig aus Emmas Gesicht, als Dario nun etwas ernster zum Sprechen ansetzte. Es war ihr bewusst, dass er wahrscheinlich auf den Unfall andeutete, welcher zu ihrer Trennung geführt hatte, doch er musste doch wissen, dass sie weder ihn noch seine Familie dafür verantwortlich gemacht hatte. Hat er deshalb nie geschrieben?, ging es ihr mit einem Mal durch den Kopf, ehe sie diesen rasch als Antwort schüttelte. „Wieso sollte ich denn sauer auf dich...“ Moment! Er hatte Briefe geschrieben? Emma hatte jeden Tag gehofft und sich gewünscht, dass er ihr schreiben würde. Sie hätte es selbst getan, doch ihre Mutter hatte stets ein Auge darauf gehabt und ihr verboten, mit den de Lucas je wieder in Kontakt zu kommen. Manchmal hatte Emma es heimlich versucht, einen Brief abzuschicken, doch sie wurde jedes Mal erwischt und hatte harte Konsequenzen dafür zu spüren. Und da auch kein Brief von Dario angekommen war, hatte das Mädchen bald gedacht, er würde sie ebenfalls hassen.
„Ich hab nie einen Brief gekriegt...“, erklärte sie ihm mit entschuldigender Stimme, ehe ihr einfiel, warum dies so gewesen sein musste. „Meine Mutter muss sie alle abgefangen haben...“, sprach sie den Gedanken mit nun etwas bitterem Unterton aus und ballte die Hände kurz zu Fäusten. „Sie war so wütend auf euch und hat mir verboten, Kontakt aufzunehmen... Aber ich hab nie gedacht, dass es eure Schuld war, glaub mir. Ich dachte eigentlich, du wärst sauer auf mich...“ Sie senkte den Blick. Sie und ihre Mutter waren schließlich für die Dressur der Tiere verantwortlich gewesen und dass der Elefant so durchging hätte nicht passieren dürfen. Emma wusste bis heute nicht, was damals passiert war, doch niemanden traf die Schuld daran. Leider wusste man nie alles über ein Tier und es reichten kleinste Umstände, damit Unfälle passierten. Man konnte wirklich von Glück reden, dass Dario das überhaupt überlebt hat.
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Dario de Luca
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BeitragThema: Re: The Past is not so far away...   Do 13 Okt 2016 - 23:26

Für einen Moment hatte er ein wenig Sorge, dass seine Begrüßung zu stürmisch gewesen war, doch als er ihr warmes Lachen hörte, fiel ihm ein Stein vom Herzen. Diese intuitive Handlung schien genau das richtige gewesen zu sein, denn sie brach sofort das Eis. Als hätte man sie nie voneinander getrennt, begann die hübsche Brünette, zu scherzen, und auch, wenn sich der Humor an sich nicht wirklich geändert hatte - es waren kleine, lieb gemeinte Sticheleien gegen Dario - hatte er eine andere Farbe als damals. Was früher aus ihrem Mund wie eine Herausforderung geklungen hatte, hatte nun, acht Jahre später, einen koketten Beiklang, den Dario sich aber vielleicht auch einfach nur einbildete. Sie war nun mal kein unschuldiges, kleines Mädchen mehr. Er würde seinen Allerwertesten sogar darauf verwetten, dass sie schon das ein oder andere Herz gebrochen hatte, ob sie es wollte oder nicht...
Ihr Kompliment schmeichelte ihm, doch als Jessica erwähnt wurde hob er eine Augenbraue, sein Blick wirkte überrascht. Sie dachte doch nicht etwa, dass Jessica..? Doch, tat sie! Um Himmels Willen, nein!!
"Jessica... Das ist so ein Thema. Erklär ich gleich", warf er räuspernd ein und kratzte sich dabei ein wenig verlegen am Hinterkopf. "Aber danke. Ganz so schlimm ist es mit den Mädels zum Glück nicht." Das war eine schamlose Lüge, aber er wollte vor ihr nicht unbedingt wie der totale Playboy wirken. Nicht, dass er seine Beliebtheit ausnutzte oder er eine besondere Zahl an Freundinnen hatte, aber man sagte ihm das leider häufig nach, weil er eben sehr gerne flirtete...

Sie schien sich über die Blume zu freuen, wenngleich es sie wohl auch irritierte, dass der freche Bengel von damals inzwischen solche Manieren vorzeigen konnte. Es gefiel ihm aber, sie auf diese Art und Weise positiv zu überraschen. Man sagte zwar immer, dass es keine zweite Chance für den ersten Eindruck gab, aber in dieser Situation würde sich ein zweiter erster Eindruck bilden, schließlich sahen sie sich nicht zum ersten Mal und doch lernten sie sich neu kennen, also legte er sich ins Zeug, ohne sich selbst zu verraten. Denn er wollte nicht nur einen guten Eindruck machen sondern vor Allem auch sich selbst treu bleiben. Vor Emma musste er sich schließlich nicht verstellen. Sie kannte ihn und selbst acht Jahre der Trennung konnten nichts daran ändern.
"Tja, vielleicht schlummerte schon immer ein kleiner Gentleman in mir... er kam nur erst mit der Pubertät zum Vorschein", kam es mit einem geheimnisvollen Grinsen von dem charmanten Italiener, damit er nicht zugeben musste, dass er in solchen Dingen Nachhilfe von seinem reinblütigen Kumpel bekommen hatte. "Aber keine Sorge, ich habe nichts zu beichten." Er lachte etwas, als sie ihn freundschaftlich anstupste. Es machte Spaß, mit ihr zu scherzen, auch wenn die Späße momentan noch auf seine Kosten gingen, doch sie würde auf jeden Fall auch noch ihr Fett weg kriegen. Nun setzte er sich erst mal zu ihr an den Tisch - es gab viel zu besprechen.

Die blauen Augen lagen ruhig auf ihr, beobachteten, wie sie sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht fischte, während seine Hände nicht ganz so ruhig bleiben konnten. Es war ihm unangenehm, dass er sich selbst so schlecht unter Kontrolle hatte, aber würde er nicht so viel Sport haben, wären seine Habits wohl deutlich schlimmer und auffälliger. Er war schon immer ein wenig verhaltensauffällig gewesen, doch das war für seine Eltern nie ein Grund gewesen, mit ihm zum Arzt zu gehen. Nicht jedes Kind, das ein bisschen aktiver war, hatte gleich irgendeine Verhaltensstörung, hatten sie gemeint. Und damit hatten sie wahrscheinlich recht gehabt. Die Akrobatik war ein gutes Ventil für Dario gewesen, seinen Bewegungsdrang zu befriedigen, doch seit er den Großteil des Jahres in Hogwarts war, kam er nicht wirklich zu der Ausübung dieses Hobbies, weshalb sich seine Gewohnheiten häufiger zeigten als früher.

Sie wirkte etwas irritiert, als er seine Befürchtung aussprach, und als sie dann mit bitterem Unterton erklärte, dass nie Briefe bei ihr angekommen waren, verstand er auch, wieso. Sie hatte die Briefe nie ignoriert, sie hatte sie nur nie lesen können, weil der Groll ihrer Mutter den de Lucas gegenüber zu groß gewesen war...
"Oh..." Er presste die Lippen aufeinander und beobachtete ein wenig besorgt, wie sich ihre Hände zu Fäusten ballten. Dario hatte mitbekommen, dass sich seine Eltern wirklich heftig mit Emmas Mutter gestritten hatten, nachdem der Elefant ihren damals einzigen Sohn beinahe zertrampelt hätte, aber dass der Streit so tief ging, hatte er nicht geahnt. Noch Jahre danach wurde schlecht über die Menagerie-Experten gesprochen, doch bei solchen Gesprächen hatte Dario sich immer ausgeklinkt. Zu tief hatte der Schmerz gesessen, dass seine beste Freundin ihn so schnell vergessen hatte...
Die blauen Augen richteten sich auf ihr Gesicht und er schüttelte heftig den Kopf, als die hübsche Löwin ihre Befürchtung aussprach, welcher seiner nicht unähnlich war. "Was? Nein, niemals!" Nie hatte er den Vorwürfen seiner Eltern geglaubt. Er hatte sich eher selbst Vorwürfe gemacht, da er sich von Anfang an nicht sicher gewesen war, ob er richtig mit dem Elefanten umgegangen war, diese Zweifel jedoch mit keinem geteilt hatte. Er hatte sicherlich irgendetwas falsch gemacht, was das Tier hatte durchdrehen lassen, und nur deshalb wurden Emma und seine Mutter aus dem Zirkus geschmissen... "Es konnte niemand was dafür. Es war ein Unglück, das keiner hätte verhindern können. Ich bin weder auf dich noch auf deine Mutter sauer..." Wobei er schon ein wenig entrüstet war, dass zuletzt genannte seine Briefe abgefangen und wahrscheinlich vernichtet hatte. Wegen dieser Sturheit hatten er und Emma viele Jahre verloren... zum Glück hatten sie nun jedoch die Chance, diese Zeit nachzuholen.
"Emma..." - behutsam legte er eine Hand auf ihre Schulter und sah ihr mit einem zuversichtlichen Lächeln in die Augen - "Lass uns das einfach vergessen. Ich habe endlich meine bessere Hälfte wieder, und dieses Mal werde ich sie nicht so schnell gehen lassen. Zumindest eine heiße Schokolade muss sie mit mir trinken. Komm, ich lade dich ein, zur Feier des Tages." Ein freches Zwinkern besiegelte diesen Entschluss. Es war kein Date, das war ihm schon klar, aber er wollte bezahlen. Wenn schon, denn schon. Als hätte man sie gerufen, kam auch schon die Bedienung zurück.
"Wisst ihr zwei Hübschen schon, was ihr wollt?", fragte sie freundlich, worauf Dario zuerst Emma ihre Bestellung aufgeben ließ und für sich selbst dann wie erwähnt eine heiße Schokolade bestellte. An kühleren Herbsttagen gab es nichts besseres, außer vielleicht ein schönes Butterbier.
Als die Bedienung dann wieder weg war um die Getränke vorzubereiten, konnte die Konversation fortgeführt werden.
"Du hast die Jungs neulich ziemlich beeindruckt mit dem Kartentrick", schmunzelte Dario amüsiert, "Und mich übrigens auch. Seit fünf Jahren versucht Jessica, diesen Trick zu lernen, und jedes Mal gibt sie verzweifelt auf, bis zum Beginn des nächsten Schuljahres. Dass du diesen Trick nicht schon längst vergessen hast..." Er war wirklich simpel - hätte er ihn nicht jedes Jahr für Jessica wiederholen müssen, hätte er ihn wahrscheinlich selbst schon längst vergessen.
"Also, Ladies first. Hast du irgendwelche Fragen an mich?" Er konnte es wirklich kaum abwarten, seine Fragen an sie zu stellen, aber er wollte ihr zuerst die Chance geben, alles zu erfahren, was sie wissen wollte. Selbst, wenn sie nicht danach fragen würde, würde er auch die Sache mit Jessica aufklären, schließlich durfte sich nicht das Gerücht streuen, dass er wirklich mit der rothaarigen Löwin liiert war. Man wusste schließlich nie, welche Wege einem durch solche Irrtümer verbaut wurden... und wenn er Emma so betrachtete, wäre ein solcher Irrtum langfristig gesehen wirklich fatal.
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Emma Leblanc
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BeitragThema: Re: The Past is not so far away...   Fr 14 Okt 2016 - 0:11

Wieder musste die ein Lachen unterdrücken, als er darauf bestand, die Sache mit Jessica gleich zu erklären. Nach allem was Emma zwischen beiden beobachtet hatte, vermutete sie nicht mehr, dass sie tatsächlich ein Pärchen waren, aber selbstverständlich wusste sie nicht, wie Dario seine Kontakte mit dem weiblichen Geschlecht handhabte und so wie er aussah, hatte er bestimmt keine Schwierigkeiten, die Damen für sich zu gewinnen. Aus dem Grund wäre es wohl auch vorstellbar, dass Jessica nicht lediglich eine Freundin war, sondern dass da etwas mehr laufen könnte oder bereits gelaufen war. Streng genommen könnte man zwar behaupten, es ginge Emma überhaupt nichts an, mit wem Dario sich wie die Zeit vertrieb, doch um ehrlich zu sein, war sie einfach neugierig. Nicht, weil sie sich ihre Urteile bilden wollte, sondern weil sie gerne alles über den sechzehnjährigen Dario wissen wollte. Sie wollte ihn jetzt genauso gut kennen, wie damals vor acht Jahren. „Nein, ganz bestimmt nicht.“ Ihre Stimme triefte vor Sarkasmus, als sie diese Worte aussprach. Sie selbst hatte bereits in der kurzen Zeit, welche sie in Hogwarts verbringen durfte, gemerkt, wie nicht wenige Mädchen sich sofort tuschelnd und kichernd zu ihren Freundinnen umdrehten, wenn Dario vorbei ging. Da konnte der Löwe ihr erzählen, was er wollte.

Emma versuchte sich wirklich vorzustellen, dass auch damals schon der Funke eines Gentlemans in ihm geschlummert haben soll, doch es war für sie ein genauso wenig überzeugender Gedanke, wie jener, dass sie bereits als Kind eine Lady in sich getragen hatte. Sie waren beide voller Flausen im Kopf gewesen, frech und bei jeder Dummheit ganz vorn dabei. Da war von guter Etikette nicht viel zu sehen, was Emmas Mutter stets ein wenig die Sorgenfalten ins Gesicht getrieben hatte. Die Halbfranzösin hatte schließlich eine um einiges strengere Erziehung genossen und versuchte Emma stets beizubringen, dass kein Mann sie wollen würde, wenn sie sich selbst wie ein Junge aufführte. Nunja, was das betraf, hatte wohl tatsächlich die Pubertät ihr Nötigstes getan und natürlich auch die Schule in Frankreich. „Wie schade, dass ich diese Verwandlung verpasst habe. Ich hoffe doch, der kleine Bengel von früher ist nicht ganz verschwunden.“ Ihr Bedauern darüber war echt, zwar nicht unbedingt lediglich auf die Verwandlung vom Bengel zum Gentleman bezogen, sondern eher darauf, dass sie sich praktisch die Hälfte ihres bisherigen Lebens nicht gesehen hatten und da war bestimmt viel passiert, was gemeinsam mit Sicherheit einfacher zu durchleben gewesen wäre.

Das Gesprächsthema bildete eine etwas ernstere Atmosphäre, als es um die Briefe ging, welche er sorgfältig geschrieben hatte und nie eine Antwort darauf bekam. Emma beschloss, ihre Mutter in ihrem nächsten Brief darauf anzusprechen und ihr ordentlich die Meinung zu sagen. Es war nicht so, dass es gänzlich unnachvollziehbar war, wie ihrer beider Eltern reagiert hatten, nachdem sie sich gegenseitig aufs wüsteste beschimpft hatten, doch es gab ihr nicht das Recht, die Briefe einfach verschwinden zu lassen. Und das würde Emma sie in jedem Fall wissen und spüren lassen. Diesen Beschluss sprach sie aber nicht aus, sondern atmete einmal erleichtert aus, als Dario ihr versicherte, dass er nie sauer auf sie gewesen war. Sie war froh, dass er bezüglich des Unfalls dieselben Ansichten zu haben schien, wie sie, denn dann würde es ihnen leichter fallen, diese schreckliche Geschichte hinter sich zu lassen. „Tut gut, das zu hören.“, erwiderte sie wahrheitsgemäß und schenkte ihm nun auch wieder ein Lächeln. Ihr Blick wurde aufmerksam, als Dario nun seine Hand sanft an ihre Schulter legte und vorschlug, die Sache einfach zu vergessen. Emma hatte wohl gehofft, dass er so etwas in der Richtung sagen würde, denn auch wenn sie einiges aus der Vergangenheit aufzuholen hatten, mussten sie doch nicht unbedingt im schlimmsten Erlebnis derer verweilen. Mit einem warmen Lächeln nickte sie und legte für einen Moment ihre Hand auf seine. „Sei dir sicher, so schnell wirst du mich bestimmt nicht mehr los. Nicht einmal Frankreich konnte uns wirklich auseinander reißen, da können wir noch viel öfter heiße Schokoladen trinken.“ Sein Zwinkern wurde mit demselben Ausdruck erwidert und kaum einen Augenblick später erschien auch schon die Bedienung an ihrem Tisch. Emma bestellte ihre Schokolade und Dario tat es ihr gleich, ehe die Dame sie wieder alleine ließ.

Ein warmes Lachen entfloh ihr, als Dario gestand, dass sie die Runde mit ihrem Trick ziemlich beeindruckt hatte. Es war ja wirklich einer der einfachsten Kartentricks, doch das machte alle scheinbaren Zauber ja so amüsant. „Ja, Paul wirkte tatsächlich sehr beeindruckt. Er wollte mich heute schon nach Hogsmeade ausführen.“, scherzte sie und schüttelte lachend den Kopf. Ausführen war wohl zu viel gesagt, doch immerhin hatte Emma es doch als eine Einladung für ein Date interpretiert, auch wenn der Gryffindor nicht ganz auf den Punkt gekommen war. „Und natürlich habe ich ihn nicht vergessen. Kartentricks war eines meiner spannendsten Hobbys in Beauxbatons. Soll ich Jessica das nächste Mal vielleicht sagen, dass sogar Drittklässlerinnen dort den Trick beim ersten Mal erklären hinbekommen haben oder denkst du, ihr Gesicht nimmt dann nie wieder ihre normale Hautfarbe an?“ Ein fieses Grinsen legte sich auf ihre Lippen, als sie an die mögliche Reaktion der Rothaarigen dachte. Natürlich würde sie sich mit den kleinen Gemeinheiten jedoch zurückhalten, sollte Dario wirklich mehr auf sein Anhängsel geben.

Als er ihr anbot, ihn zuerst mit Fragen zu löchern, schürzte Emma für einen Moment grübelnd die Lippen. Es war gar nicht so einfach, einen Anfang zu finden. Vor allem wollte sie ja auch nichts essenzielles vergessen. „Also wenn wir schon beim Thema sind: Was ist das mit Jessica? Ich meine, sie hängt sich an dich, wie ein Neugeborenes. Sind das die Beziehungen, die ihr hier in England führt?“ Wieder musste sie grinsen, ja dieses Thema erweckte ihre Neugierde. „Aber viel wichtiger - was ist aus dem Circus de Luca geworden? Wen habt ihr nun bezüglich der Tierdressuren engagiert und wie gehts deiner Familie? Ich hoffe Großmutter Cosima geht es gut, lass sie mir unbedingt grüßen, solltest du demnächst einen Brief Heim schicken.“, sprudelten die nächsten Fragen dann nur so aus ihr heraus, ehe sie gezwungen war, inne zu halten, denn die Kellnerin kam mit ihren Getränken zurück. Beiden wurde die Schokolade hingestellt, ehe sie wieder verschwand. „Und was hat sich bei dir so getan? Wie kommst du in Hogwarts zurecht? Ich will alles wissen, was dir einfällt.“, redete Emma dann weiter, ehe sie ihren Becher vom Tisch anhob, um ihm zuzuprosten. „Auf die Vereinigung von Pik-Ass und Herz-Ass.“, sprach sie einen Toast aus und zwinkerte ihm mit strahlenden Augen zu.
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BeitragThema: Re: The Past is not so far away...   Fr 14 Okt 2016 - 1:43

Gut, er konnte ihr, was die Mädchen betraf, nichts vormachen. Aber so war es doch schon immer gewesen. Auch, wenn er sich ein wenig ertappt fühlte, war er doch froh, dass sich auch daran nichts geändert hatte. Schon als Kind hatte sie es gerochen, wenn in ihrem chaotischen Freund dumme Ideen entstanden oder er etwas zu verheimlichen versuchte, weshalb es nie wirklich lange Geheimnisse zwischen den beiden gab. Das eine Mal, als ihm die geerbte Vase seiner Mutter beim Versuch, mit ihr zu jonglieren, kaputt gegangen war, hatte Emma ihm sogar geholfen, die Scherben verschwinden zu lassen, damit es so aussah, als wäre nichts passiert. Und tatsächlich wurde das hässliche Gefäß nie vermisst. Geheimnisse hatten die Freunde also nicht voreinander gehabt, sondern eher miteinander. Bis heute wusste Brianna nicht, wo ihre Vase war, aber sie fand es auch wirklich nicht schade, dass sie verschwunden war. Vielleicht hätten sie die Tat einfach gestehen können, ohne Ärger zu bekommen, aber mit dieser Heimlichtuerei hatte es einen viel größeren Nervenkitzel bedeutet...

Das geheimnisvolle Grinsen wurde breiter, doch er sagte nichts dazu, als sie zugab, dass sie hoffte, den frechen Bengel von damals nicht komplett an den Gentleman verloren zu haben. Wenn du wüsstest, ging es ihm durch den Kopf, denn er hatte noch heute ziemlich viel Blödsinn im Kopf. Wenn er an all die Dinge dachte, die er sich schon mit Chase geleistet hatte... manche davon hätten auch tödlich enden können, aber der Akrobat hatte bisher immer mehr Glück als Verstand gehabt. Er war in der Tat ein ziemlicher Kindskopf geblieben, aber er war glücklich mit dieser unbeschwerten Art, durch das Leben zu gehen und genoss es, sich nicht immer zu fragen, ob es nun wirklich so vernünftig war, etwas zu tun oder sein zu lassen. Ob es bei ihr genauso war? Man musste sie nicht nackt sehen, um zu erkennen, dass sie zu einer jungen Frau herangewachsen war - und was für eine! - aber verbarg sich in ihr vielleicht immer noch das kleine, freche Mädchen von damals, mit dem er im Schlamm tanzen konnte? Ihre frechen Sprüche nun und neulich sprachen da schon irgendwie für sich, doch es würde sich noch zeigen, wie sehr sie sich verändert hatte. Es würde ihn nicht wundern, wenn der Aufenthalt in Frankreich einen anderen Menschen aus ihr gemacht hätte. Wahrscheinlich war es sogar besser, dass er keinen schlechten Einfluss auf sie hatte ausüben können, als sie sich in der wichtigsten Phase ihrer Entwicklung befunden hatte - zumindest sicherlich aus der Sicht ihrer Mutter.

Darios Versuch, seine Freundin zu beruhigen, schien zu fruchten. Dort, wo sie seine Hand berührte, hinterließ sie ein angenehmes Kribbeln, und ihr süßes Lächeln ließ Dario dieses unbewusst erwidern. Ja, hoffentlich würde sie nun so schnell nichts mehr auseinander reißen, damit sie so viel heiße Schokolade gemeinsam trinken konnten, wie sie wollten. Er hatte sie wirklich schrecklich vermisst und noch einmal würde er es nicht zulassen, sie zu verlieren. Sie war doch schließlich so etwas wie eine Schwester für ihn gewesen - und Geschwister zu verlieren hinterließ bei den meisten - so auch bei Dario - ein tiefes Loch. Es war für ihn wirklich gewesen, als hätte man ihm die Schwester weggenommen, doch nun saß sie hier vor ihm, und es war, als hätte man ihm etwas zurückgegeben, dass er nicht als Schwester bezeichnen konnte, oder naja, wollte. Einfach, weil er über sie dachte, wie ein Bruder absolut nicht von seiner Schwester denken sollte. Ein wenig fühlte er sich sogar wie der Typ, den man als Bruder von der hübschen Schwester fernhalten wollte... obwohl er sich ja sicher war, nichts von ihr zu wollen. Er fand sie halt nur auf eine spezielle Art und Weise sehr interessant...

"Ach, wollte er das?", raunte der dunkelhaarige Gryffindor tief und zog dabei eine Augenbraue hoch, als Emma erzählte, dass Paul sie hatte ausführen wollen. Der Kerl schien wirklich nicht zu merken, dass er bei einer Frau wie Emma keine Chance hatte. Oder zumindest hoffte Dario das. Er war nicht eifersüchtig oder so, aber ... ja, aber was? Wieso beschäftigte ihn das überhaupt so sehr? "Belästigt er dich? Ich kann mit ihm reden, wenn du das möchtest." Auweia, klang das jetzt nicht schon irgendwie ein wenig nach Eifersucht? Nein, versuchte er sich zu beruhigen, ich will sie nur beschützen, damit sie sich hier wohl fühlt. Dieser Vorwand hörte sich gut für ihn an, weshalb er sich daran festhielt.
Emmas frecher Vorschlag, wie sie Jessica erneut in die Pfanne hauen könnte, hob die Laune des Draugängers rasch wieder. Pauls Anmachversuche waren sofort vergessen.
"Hm, ich denke, das sollten wir mal ausprobieren", feixte er und versuchte sich vorzustellen, wie Jessica wohl reagieren würde. Vielleicht würde sie es dann endlich mal aufgeben und Dario hätte seine Ruhe...

Geschickt fand die schöne Hexe eine geeignete Überleitung zu ihrer ersten Frage, und der sportliche Löwe war froh, dass sie direkt nach Jessica fragte. Doch nicht nur das, sie erkundigte sich nach dem Zirkus, seiner Famliie und ihm selbst. Bevor er antworten konnte, wurden die dampfenden Tassen auf den Tisch gestellt und feierlich prosteten sich die Freunde zu.
"Auf die Vereinigung von Herz-Ass und Pik-Ass", sprach er es ihr nach und grinste als Erwiderung auf ihr Zwinkern, worauf beide sich einen kräftigen Schluck der heißen Schokolade gönnten. Süß und sahnig schmeckte sie, dabei aber nicht zu süß, sondern mit dem richtigen Verhältnis zum bitteren Geschmack des Kakaos. Zufrieden stellte der Italiener seine Tasse wieder ab, worauf er begann, die Fragen seiner Freundin zu beantworten.

"Also. Erstmal zu Jessica", begann er, wobei sich seine Hände wieder selbstständig machten. Die Fingerspitzen der einen Hand hatte er unbewusst mit denen der anderen zusammengeführt, worauf er die einzelnen Finger mit ihren jeweiligen Antagonisten immer mal wieder voneinander trennte und dann wieder zusammenführte - vom Daumen bis zum kleinen Finger und wieder zurück. "Sie ist nicht das, was du denkst. Aus irgendeinem Grund hängt sie mir am Rockzipfel, aber sie weiß eigentlich, dass ich nichts von ihr will. Sie versucht es wahrscheinlich nur, weil ich seit kurzem wieder single bin." Von Lydia würde er ihr an anderer Stelle mal erzählen, falls die Mädchen im Schlafsaal dies nicht schon erledigt hatten.
"Dem Zirkus geht es gut und er ist ziemlich erfolgreich. In den letzten Jahren waren wir eher seltener von den britischen Inseln weg, bis auf letztes Jahr, da haben wir im Sommer als abgespeckte Version in Nordfrankreich getourt. Tierdressuren haben wir leider komplett vom Programm gestrichen, was uns viele treue Zuschauer gekostet hat.... aber wir haben einfach nie wieder jemanden gefunden, der diese Aufgabe so gewissenhaft und sauber erledigte wie ihr." Ein wenig verzog er das Gesicht dabei. Tiere konnten ihn zwar eh nicht leiden, aber für ihn gehörten sie einfach dazu. Ein Zirkus ohne Tiere war ziemlich farblos... Man brauchte nur halt Personen, die mit ihnen umgehen konnten.
"Meiner Familie geht es sehr gut! Mein Dad arbeitet stetig an neuen Zaubertricks, während meine Mutter sich aus der Manege verzogen hat und sich eher auf das Training von mir und meiner Partnerin konzentriert. Da fällt mir ein... kleinen Moment" Er zog ein älteres Smartphone mit kaputtem Display aus seiner Tasche und deaktivierte die Bildschirmsperre, damit er Emma sein Hintergrundbild zeigen konnte. Es zeigte ein etwa vierjähriges Mädchen mit braunen Locken und blauen Augen, das fröhlich in die Kamera lachte. Unverkennbar seine Schwester. "Ich bin vor fast fünf Jahren Bruder geworden. Sie heißt Giulia." Er lächelte selig, als er von ihr sprach; wie es ein stolzer, großer Bruder nun mal tat. "Sie liebt es zu singen und macht gerne Krach, aber sie ist bei Weitem nicht so chaotisch wie ich in ihrem Alter. Vielleicht lernst du sie ja mal kennen." Es würde ihn sogar sehr freuen, die Familien wieder zusammenführen zu können. Es müsste doch inzwischen Gras über die Sache gewachsen sein...

"Cosima geht es auch gut, ihre Sehkraft lässt allmählich nach, aber ich glaube, dass sie auch ohne Augen sehen kann...", schmunzelte er, als er das Smartphone wieder weg steckte, "Sie wird sich gewiss über die Grüße freuen." Schließlich war sie die einzige, mit der er vernünftig über seinen Kummer hatte reden können. Sie selbst hatte den Streit zwischen den Familien albern gefunden und sich gewünscht, dass sie sich wie Erwachsene vertragen könnten, doch leider war es bis zu diesem Tag nicht dazu gekommen.
"Mir selbst geht es super. Ich habe, wie bereits erwähnt, nie mit der Akrobatik aufgehört und habe vorletzten Sommer mit dem Feuerschlucken begonnen. In meiner Freizeit mache ich Sport oder spiele Klavier...", erzählte er nun über sich selbst. Er begann allmählich, sich zu entspannen, da er sich wohl fühlte, sodass sich seine Finger ruhig um seine Tasse schmiegten. "... meine Leistungen in Hogwarts lassen leider zu wünschen übrig.... In Astronomie und Verwandlung bin ich nicht schlecht, aber alles andere war letztes Jahr ein ziemlicher Kampf." Er lachte unsicher und hoffte, dass sie das nun nicht negativ wertete. Seine kurze Aufmerksamkeitsspanne war ein ernstzunehmendes Problem für seine schulische Laufbahn, aber er bekam es schon irgendwie mit Ach und Krach hin, nicht sitzen zu bleiben. "Hm, hab ich noch was vergessen? Achja: Ich bin mit Leib und Seele Gryffindor. So, das war's dann glaub ich." Nun kam das Gespräch zum wirklich interessanten Teil: Emma!

"Nun bin ich dran, liebe Emma", grinste er verheißungsvoll, worauf er kurz einen Schluck aus seiner Tasse nahm, "Also, was hast du die letzten Jahre so getrieben? Wart ihr weiterhin in der Unterhaltungsbranche oder sogar im Zirkus tätig? Was hast du so Neues gelernt? Und wie ist die Schule in Frankreich? Wie geht es deiner Mutter? Und du hast erwähnt, dass du Violine spielst. Das ist total cool! Seit wann denn?" Die Fragen sprudelten nur so aus ihm heraus. "Und, wo wir vorhin beim Thema waren: Wartet in Frankreich jemand auf dich oder hätte Paul realistische Chancen bei dir?" Mit einem charmanten und leicht herausfordernden Lächeln versuchte er zu überspielen, dass die letzte Frage eher in seinem als in Pauls Interesse gestellt wurde, schließlich gestand er sich selbst das Interesse an der attraktiven Hexe nicht ein.
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Emma Leblanc
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BeitragThema: Re: The Past is not so far away...   Sa 15 Okt 2016 - 22:40

„Ach weißt du, eigentlich hätte ich sogar darüber nachgedacht, dich für Paul zu versetzen.“ Ein schamloser Scherz, der sie schon während sie noch sprach selbst zum Lachen brachte, weil er mit solcher Absurdität daherkam. Da wäre sie wohl lieber alleine nach Hogsmeade gegangen, als sich auf so ein Date einzulassen. Nicht, dass Paul sonderlich hässlich oder unsympathisch wäre, doch er war schlicht und ergreifend nicht ihr Typ. Auch wenn die Frage, was denn eigentlich ihr Typ wäre, zur Zeit wohl etwas gefährlich erschien, denn alle Eigenschaften, die Emma dazu einfallen würden, ließen sich wohl nahezu direkt als Beschreibung von Dario umlegen. Was wohl der Grund war, weswegen sie sich zwang, nicht weiter darüber nachzudenken, sondern weiterhin ein wenig lachend abzuwinken, als Dario anbot, mit dem Gryffindor zu reden, sollte es zu Belästigungen von Pauls Seite kommen. „Ach Quatsch! Er ist doch harmlos... Oder bist du etwa eifersüchtig?“, zog sie ihn dann weiter auf, obwohl sie die Frage gar nicht wirklich ernst meinte. Worauf sollte er auch, schließlich waren sie immer nur Freunde gewesen, hatten sich benommen, wie Geschwister und auch wenn dazwischen natürlich einige Zeit verloren gegangen war, in der sich die Dinge hätten wandeln können, hätte ihre Freundschaft immer noch höchste Priorität. Vor allem jetzt, wo eben die lange Distanz endlich hinter ihnen lag und Emma auf keinen Fall etwas tun wollte, um diese erneut zu gefährden.
„Jederzeit, lass es mich wissen, wenn sie dir auf die Nerven geht.“ Sie schenkte ihm ein Zwinkern und genoss noch ein wenig die Vorstellung einer völlig entrüsteten Jessica, auch wenn sie sich selbst auch nicht ganz erklären konnte, woher diese Feindseligkeit kam. Schließlich kannte sie die Jüngere eigentlich nicht und auch wenn man behaupten könnte, dass die Mädchen rein von den verschieden Typen her nicht zusammenpassen würden, könnte Emma die Andere doch auch einfach ignorieren. Jeder braucht doch jemanden zum Ärgern., redete sie sich die Sache wohl selbst schön und verdrängte dabei den leisen Anteil, es vielleicht lediglich verhindern zu wollen, dass Jessica und Dario sich doch mehr annäherten.

Die Freunde prosteten sich schließlich mit der Schokolade zu, während Emma noch damit beschäftigt war, all ihre akuten Fragen auszusprechen, die ihr gerade durch den Kopf gingen. Es war wohl bestimmt noch nicht alles, doch da sie nun ja wieder vereint waren, dürfte es nicht so schwierig werden, regelmäßig ihre Informationen voneinander aufzufrischen, sollten sich später noch Ungereimtheiten ergeben. Und die erste Antwort, die sich auf die eben bereits erwähnte lästige Gryffindor bezog, ließ Emma interessiert die Augenbrauen hochziehen und sich ein wenig über den Tisch zu Dario zu lehnen. „Wieder single also? Welchem armen Mädchen hast du denn das Herz gebrochen, Pik? Her mit den schmutzigen Details!“ Okay, nun wurde sie tatsächlich ein wenig neugierig, denn es war schon nicht gänzlich uninteressant, mit welchem Mädchen er eine Beziehung eingegangen war. Vor allem wenn es jemand aus der Schule war, wäre es wohl besser, diese Informationen zu wissen, bevor Emma besagter Ex-Freundin mal gegenüberstand. Hinzukommend mischte es aber auch ihre Gefühle anderweitig auf, was die Löwin zwar natürlich sofort verdrängte, doch daran beteiligt war auch ein leises Gefühl der Erleichterung. Es wäre doch schließlich viiiiiiel zu kompliziert gewesen, wenn Dario diese Freundin noch hätte und man der nun erklären müsste, wie Emma und er zueinander standen. Da würde es bestimmt nur Eifersuchtsdramen regnen und das wollte doch niemand! Ja klar...

Glücklicherweise sprach Dario gleich weiter und der Zirkus lenkte Emma von ihren wirren Empfindungen ab. Einerseits erfreute es sie, dass die de Lucas ihren Erfolg feiern konnten, doch dass sie die Tierdressuren aufgeben mussten, bedauerte die Gryffindor doch. Sie wusste, wie die Besucher begeistert von den liebevollen Kunststücken mit Elefanten, Pferden und Kamelen waren und dass ein Zirkus ohne den tierischen Input einfach nicht dasselbe war. Doch im selben Augenblick kam ihr dazu auch gleich ein anderer Gedanke. „Hey, das freut mich für euch, dass es so gut läuft! Und weißt du, vielleicht gäbe es ja die Möglichkeit - also wirklich nur, wenn deine Familie dies auch erlauben würde und meine Mum keinen Nervenzusammenbruch bekommt, wenn ich ihr das vorschlage - aber vielleicht gäbe es die Möglichkeit, dass wir zurück kommen. Oder zumindest ich, wenn der Graben zwischen unseren Eltern noch immer zu tief ist. Dann könnte ich die Tierdressur übernehmen und es könnte wieder so sein, wie damals. Was meinst du?“ Ihre Augen leuchteten, als sie ihm den Vorschlag mitteilte. Für sie wäre es, als würde ein Traum wahr werden, denn die Trennung vom Circus de Luca hatte sie nie verkraftet, nicht allein wegen Dario, sondern auch wegen ihrer Arbeit dort.
Als Dario weitersprach und seine neue Partnerin erwähnte, wusste Emma erst nicht, wie sie reagieren sollte und wollte fast ihren zuvorigen Vorschlag wieder zurücknehmen - denn er brauchte schließlich ja nicht zwei Partnerinnen - als er dann sein Handy zückte und ihr das Foto von seiner Schwester zeigte. „Aww ist die aber süß! Und sie sieht dir unglaublich ähnlich! Ich gratuliere, großer Bruder! Heißt das, sie arbeitet mit dir im Zirkus oder hast du von einer anderen Partnerin geredet?“, musste sie das Thema nun doch hinterfragen, während sie lächelnd das Foto betrachtete. „Giulia, ein wunderschöner Name. Ja, ich würde mich freuen, sie mal kennenzulernen.“, stimmte Emma sofort ein und hob ihren Blick wieder zu Dario, als er das Smartphone wieder einsteckte und weitersprach.

Dass Cosima wohl irgendwann blind sein würde, bedauerte Emma, doch sie war sich ebenfalls sicher, dass die Wahrsagerin ganz andere Wege finden würde, um sich zurecht zu finden. Und sie war auch immer eine sehr robuste, alte Frau gewesen, da brauchte es mehr als das, um sie klein zu kriegen. Schließlich kam Dario zum interessantesten Teil der Fragen - nämlich ihm selbst und nachdem Emma noch einen Schluck von ihrer Schokolade getrunken hatte, sah sie ihn aufmerksam an, während er sprach. „Oh, wie cool! Das mit dem Feuerschlucken musst du mir unbedingt mal vorführen. Und was für ein Zufall, dass wir uns beide der Musik gewidmet haben - wir sollten mal was zusammen spielen.“, schlug sie sofort vor, als ihr Freund das Klavierspielen erwähnte und nickte eifrig. Sie musste ein wenig lachen, als er zugab, dass seine Leistungen in der Schule nicht unbedingt überragend waren, doch sie wie sie das verstanden hatte, war dies auch nur Voraussetzung für die Ravenclaws. „Ach, solang du durchkommst, reicht das doch allemal. Durch und durch Gryffindor, hm? Ich schätze mal, da sind wir schon zwei.“ Der Sprechende Hut hatte jedenfalls nicht lange überlegen müssen, wohin er Emma am Besten stecken sollte und hätte sie es selbst entscheiden müssen, hätte sie für sich wohl ebenfalls das Haus der Löwen gewählt.

Wieder grinste die Dunkelhaarige, als es dann schließlich an Dario war, seine Fragen zu stellen und er ließ sich auch nicht lange darum bitten. „Möglichkeiten zum Zirkus hatte ich leider keine, aber meine Mum und ich sind einem französischen Varieté in Paris beigetreten. Das war schon ziemlich cool, weil die Akrobatik ein fließender Übergang in verschiedene Tänze ist. Also was das angeht, habe ich einiges gelernt. Auch über Kostüme und Masken und manchmal konnte ich auch mit meiner Violine auftreten. Leider gab es in dieser Form auch für mich keine Möglichkeit mit Tieren zu arbeiten, das fehlt mir schon sehr.“ Dies war auch ein Grund, weshalb sie gerne wieder Teil des Circus de Lucas werden wollte. Eine Arbeit ohne Tiere konnte Emma sich auf Dauer einfach nicht vorstellen. „Frankreich ist ziemlich... nunja, streng. Jetzt weiß ich, woher Mum ihre Zwänge für Disziplin und Etikette her hat. In Beauxbatons gab es sogar ein eigenes Fach dafür, wie man lernt, sich in Gesellschaft richtig zu verhalten, also dürfte das wohl auch unter den Zauberern dort sehr wichtig sein. Ansonsten ist Frankreich traumhaft. Paris ist auf jeden Fall einen Besuch wert, falls du da mal hinkommen solltest.“ Vielleicht sogar mit mir, fügte sie in Gedanken hinzu, sprach es jedoch nicht aus, denn irgendwie hörten sich diese Worte zu kitschig an, wenn man von der „Stadt der Liebe“ sprach. „Meine Mum hat ein wenig mehr mit dem Tod von Großmutter zu kämpfen... Sie hat ihr alle Schulden hinterlassen, die noch auf dem Haus lagen, nachdem Großvater gestorben ist, sodass wir praktisch gezwungen waren, wieder herzukommen, weil Mutter hier noch einige alte Freunde hat, die ihr Unterstützung angeboten haben. Und das Begräbnis zu arrangieren ist auch nicht gerade angenehm, aber sie ist tough, sie wird durchkommen.“ Es war wirklich keine schöne Geschichte und auch keine angenehmen Umstände wodurch die kleine Familie wieder nach England zurück gekommen war, doch Emma war trotz allem froh darüber, wieder hier zu sein. Sie hatte Frankreich in all den Jahren wirklich lieben gelernt, aber England würde trotzdem ihre Heimat bleiben. „Violine hab ich begonnen, kurz nachdem wir umgezogen sind. Ich brauchte einfach was, um mich abzulenken, so ganz ohne Tiere und ohne dich. Also sind es jetzt beinahe acht Jahre.“
Darios letzte Frage, welche natürlich aufkommen musste, wo sie ihn auch schon darüber ausgequetscht hatte, war ihr plötzlich auf seltsame Weise unangenehm zu beantworten. Sie dachte kurz an Pierres Brief, der so voller Eifersucht geschrieben war und biss sich kurz auf die Unterlippe. „Ja ähm also... Zum Einen, egal ob jemand warten würde, oder nicht, Paul hätte auf keinen Fall Chancen... Und wo du schon fragst, es gibt tatsächlich einen Kerl... Er heißt Pierre, ich hab ihn in Beauxbatons kennengelernt. Wir sind jetzt ungefähr seit eineinhalb Jahren zusammen. Als ich ihm gesagt habe, dass ich zurück nach England ziehen muss, hätte ich gedacht, er würde sich von mir trennen, aber statt dessen hat er die Fernbeziehung vorgeschlagen und angekündigt, er würde mich in den Ferien besuchen. Also lernst du ihn vielleicht mal kennen.“, gestand sie schließlich und realisierte dabei gar nicht, dass sie darauf bedacht war, Dario nicht direkt in die Augen zu sehen. Sie konnte es nicht benennen, doch irgendwie war ihr das Thema plötzlich unangenehm.
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Dario de Luca
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BeitragThema: Re: The Past is not so far away...   So 16 Okt 2016 - 23:04

Ja, verdammt, es klang nach Eifersucht. Ihre neckische Frage bestätigte das, doch er verneinte diese mit einem knappen Kopfschütteln, einem verspielten Grinsen und einer wegwerfenden Handbewegung, als wäre es das absurdeste Überhaupt, einen eifersüchtigen Dario zu sehen. Tatsächlich kam es selten vor, dass Dario eifersüchtig wurde, weshalb es ihn schon überraschte, dass er so passiv-aggressiv auf Pauls Interesse an Emma reagierte. Wahrscheinlich war es die Tatsache, dass er wusste, dass Paul alles andere als harmlos war, und er genau wie früher Emmas Beschützer sein wollte. Sie hatte nur das beste verdient.
Ihrer Bemerkung bezüglich Jessica nach zu urteilen hatte Dario mit Emma ebenfalls eine Beschützerin gefunden, auch wenn er eine solche gar nicht nötig hatte. Doch er war froh, dass Emma auf seiner Seite war. Es war schon ein wenig wie früher: der Eine hielt dem Anderen den Rücken frei und umgekehrt. Früher bei der Ausübung irgendwelcher kindischen Streiche und heute in banalen Teenager-Angelegenheiten.

"Also bitte, sieht DIESER Mann etwa so aus, als würde er Herzen brechen?" Entschuldigend hob er die Hände, nachdem er auf sich gezeigt hatte, und sah unschuldig, dann mit einem frechen Grinsen zu seiner Sandkastenfreundin. Anschließend lachte er und ließ die Hände wieder sinken. Er wusste sehr wohl, dass er bei den Damen nicht schlecht ankam, und ja, den ein oder anderen Korb hatte er schon geben müssen. Doch absichtlich verletzte er niemanden. Er amüsierte sich nur mit Mädchen, bei denen er sich sicher war, dass diese die gemeinsamen Späße nicht zu ernst nahmen. Auf das Drama danach hatte er nämlich wirklich keine Lust. "Hahaha, nein, keine Sorge, wir haben uns als Freunde getrennt. Haben nach acht Monaten gemerkt, dass wir doch nicht so gut zusammen passen." Er erklärte es ruhig, wirkte dabei ausgeglichen. Die Trennung von Lydia war offensichtlich kein großes Thema für ihn; er hatte gründlich drüber nachdenken können und war der Meinung, dass es besser war, die Beziehung beendet zu haben. "Lydia Robinson heißt sie. Sie ist in unserem Jahrgang und auch eine Löwin." Somit war die Katze aus dem Sack. Aufmerksam beobachtete Dario Emmas Reaktion auf diese Offenbarung - ob sie mit dem Namen etwas anfangen konnte? Was sie wohl über Lydia dachte? Es war nicht unwahrscheinlich, dass Emma schon einmal mit ihr gesprochen hatte. Dario hoffte nur, dass Lydia sich bei Emma nicht verquatschte, wenn es um persönlichere oder gar peinliche Details über ihn ging...

Als er mit seinen Erzählungen über den Zirkus geendet hatte, kam ein grandioser Vorschlag von der frisch gebackenen Gryffindor. Sie und Dario in einer Manege vereint - das wäre das Comeback des Jahrhunderts! Er war für die Idee sofort Feuer und Flamme; aufgeregt begannen seine Augen zu leuchten. Es könnte wieder sein wie damals, hallte es in seinem Kopf nach. Ja, das wollte er, unbedingt!
"Das wäre unglaublich! Die Zuschauer wären sicherlich begeistert, mal wieder Tiere bei uns zu sehen, und zusammen sind wir einfach unschlagbar, das haben wir doch damals schon bewiesen", meinte er motiviert, "Ich meine, okay, mich schaut dann zwar keiner mehr an, weil du alle Blicke auf dich ziehst, aber ich denke, das kann mein Ego verkraften." Kurz streckte er ihr die Zunge raus, obwohl an diesem flotten Spruch durchaus was Wahres dran war. Sie würde ihm mit ihrem schönen Lächeln garantiert die Show stehlen, aber er wäre nicht Böse drum. "Ich werde es meinen Eltern vorschlagen. Bin gespannt, was sie dazu sagen." Er ahnte schon dunkel, dass sie der Idee abgeneigt wären, aber zuerst würde er sich sowieso mit Cosima beraten, wie er am besten an das Thema heran gehen sollte. Bis dahin sollte aber noch etwas Zeit verstreichen.

Nachdem er ihr das Bild von seiner Schwester gezeigt hatte, steckte er das Smartphone wieder zurück.
"Sie kann noch nicht viel, meine Eltern schonen sie ziemlich, was das Training angeht, weshalb ich eine andere Partnerin habe, für die rasanteren Nummern", erklärte er und knetete dabei wieder ein wenig mit seinen Fingern. "Und ich bin mir sicher, dass Giulia dich auch gerne einmal kennen lernen würde. Wobei ich dich warnen muss - sie teilt ihren großen Bruder nicht gern." Das stimmte leider - die Kleine wurde immer ziemlich anstrengend, wenn sie Dario mit anderen Mädchen sah, was nach den Vorstellungen nicht selten vorkam. Dadurch war sie aber auch der perfekte Vorwand, die weiblichen Fans abzuwimmeln. Ob sie bei Emma genauso reagieren würde? Sie war schließlich kein Fan, und Dario konnte sich vorstellen, dass seine Schwester ziemlich fasziniert von Emma wäre. Das jüngste Familienmitglied hatte nämlich auch sehr viel für Tiere übrig.

Emma wirkte sehr interessiert auf alles, was Dario erzählte, und irgendwie freute es ihn, sie nicht zu langweilen. Ihr Interesse an ihm schien genauso aufrichtig zu sein wie seines an ihr. Bei ihrem Vorschlag, dass sie zusammen mal musizieren könnten, nickte er begeistert, und er willigte auch ein, ihr ein paar Kunststücke mit dem Feuer zu zeigen - sofern sie ein Plätzchen fanden, an dem dies möglich war. In der Schule sollten sie sich lieber nicht dabei erwischen lassen...
Dann kam es endlich zum für Dario interessanten Teil: Emma erzählte über sich. Interessiert beugte er sich leicht vor und schlürfte hin und wieder von seiner heißen Schokolade, während seine blauen Augen an ihren rosanen Lippen hingen und er ihren Worten lauschte. Während sie sprach, nutzte er die Zeit, um sie unauffällig zu beobachten. Und er stellte fest, dass alles an ihr - ihr Aussehen, ihre Stimme, ihre Gestik, ihre Mimik, die Art, bestimmte Worte zu betonen - so dermaßen angenehm war, dass sie stundenlang hätte weiter reden können und er es genossen hätte, ihr einfach nur dabei zuzuhören und zuzusehen. Er konnte sich nicht vorstellen, dass es jemals langweilig werden könnte, und er war sich sicher, dass der Mann, der sich an ihre Seite stellen durfte, verdammt glücklich sein musste - falls es da einen gab. Gerade deshalb war er auf die Beantwortung seiner letzten Frage besonders gespannt, doch erst wurden die anderen Fragen nacheinander beantwortet.

Es war schade, dass Emma beim Varieté nicht die Chance hatte, mit Tieren zu arbeiten, so hatte Dario doch das Gefühl, dass die Dressur von Zirkustieren doch perfekt zu der hübschen Hexe passte. Es wäre verschwendetes Talent, sie länger von der Ausübung dieser Kunst abzuhalten. Hoffentlich war es möglich, sie wieder in den Circus de Luca zu holen - alle würden davon profitieren!
Dario merkte es der Viertelfranzösin durchaus an, was die französische Zauberakademie mit ihr gemacht hatte. Sie saß deutlich aufrechter als er, ihre Worte schienen bedachter und gewählter als seine, und doch wirkte sie mit allem was sie tat authentisch. Ihm hätte so eine Zusatzbildung sicherlich auch gut getan, war er doch eher der ungeschliffene Rohdiamant, was man vor Allem dann merkte, wenn man ihn neben Chase bei irgendwelchen Schulveranstaltungen mit Dresscode sah.
"Wow - scheint so, als müsstest du mir noch so einiges zeigen. Also, was du im Varieté gelernt hast... und wenn ich dich entführen darf durchaus auch Paris", grinste er spitzbübisch - er konnte es einfach nicht lassen - dann wurde er wieder ernster, als es um Emmas Mutter ging. "Oh man... die Arme. Ich wünschte, wir könnten helfen." Und tatsächlich könnten sie das auch, doch Dario war sich nicht sicher, wie seine Eltern zu den Leblancs standen. Er müsste vielleicht in einer ruhigen Minute mal in den Raum werfen, dass es nicht zu spät war, das Kriegsbeil zu begraben, schließlich befand sich eine der ehemals befreundeten Parteien in Not.
"Ach, na sowas", bemerkte der Italiener überrascht, als er erfuhr, dass sie schon genauso lange Violine spielte wie er Klavier, "Musik ist halt die beste Ablenkung, da kann ich dir nur zustimmen." Er hatte ein Ventil gebraucht, um den Verlustschmerz zu verarbeiten, und er hatte es in der Musik gefunden.
Nun wurde es noch interessanter als ohnehin schon, denn es kam endlich zu der Beantwortung der letzten Frage. Dario spürte, wie sich sein Puls ein wenig beschleunigte, kaum, dass er die Worte ausgesprochen hatte, und er konnte sich dieses Phänomen beim besten Willen nicht erklären. Der rechte Fuß begann plötzlich, unruhig auf und ab zu wippen, und zwar mit einem Tempo, welches an die richtige Apparatur angeschlossen sicherlich elektrischen Strom hätte erzeugen können. Diese Bewegung fand jedoch ein jähes Ende, als er realisierte, wie ihre Antwort lautete. Unbewusst zuckte sein linkes Augenlid, entgegengesetzt dazu der Mundwinkel.
"Pierre... Wow...", wiederholte er ein wenig perplex. Eineinhalb Jahre... auweia. Gegen den wird jeder einpacken können, nicht nur Paul, ging es dem Gryffindor durch den Kopf, und er konnte es sich nicht erklären, aber er hatte auf eine andere Antwort gehofft. Doch wieso eigentilch? Er sollte sich freuen, dass sie ihren Seelenverwandten in Frankreich gefunden hatte. Was wäre er für ein Freund, wenn er ihr ihr Glück nicht gönnen würde? Und vor allem, was wäre er für einer, wenn er sich seine innere Unzufriedenheit anmerken lassen würde?
Dario fasste sich schnell wieder, die überraschte Miene ging in ein zufriedenes Lächeln über, als er ihr freundschaftlich auf die Schulter klopfte.
"Muss ja ein toller Kerl sein, wenn er ein Mädchen wie dich abbekommt", kam es locker von ihm, "Ich hoffe nur für ihn, dass er dir nie weh tut. Sonst kriegt er es mit Super Dario zu tun, und mal unter uns: man munkelt, dass man sich mit dem lieber nicht anlegen sollte!" Super Dario war eine Erfindung von Chase - so etwas wie eine Superheldenidentität, angelehnt an die Hauptfigur einer Jump-and-Run-Spielereihe eines großen japanischen Videospiel-Konzern. Super Dario war ein italienischer Klempner mit Schnurrbart, der durch die Gegend lief und Leute mit Schildkröten oder Feuerbällen bewarf und somit die Welt rettete. Seine Kräfte vermehrten sich, wenn er magische Pilze zu sich nahm. Und wenn er einen glitzernden Stern aß, war er unbesiegbar - oder wie die Jungs unter sich sagten 'unzerfickbar', doch dieses Wort gab es wahrscheinlich nicht einmal wirklich. Doch das war egal, denn Superhelden gab es ja auch nicht wirklich.
"Würde mich aber freuen, ihn kennen zu lernen", fügte Dario hinzu, nachdem er noch einen Schluck seiner heißen Schokolade zu sich genommen hatte. "Wie ist er denn so drauf? Erzähl mal was über deinen Traumprinzen. Wie kann ich ihn mir vorstellen? Entschuldige meine Neugier, aber vielleicht kann ich von ihm ja etwas lernen. Er scheint ja alles richtig zu machen." Was auch immer dieser Pierre tat, er tat verdammt noch mal das Richtige, schließlich hatte er nun Emma...


#superdario
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Emma Leblanc
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BeitragThema: Re: The Past is not so far away...   Mo 24 Okt 2016 - 14:42

Auf seine fast schon entrüstete Reaktion darauf, ob er wirklich so aussah, als könnte er Herzen brechen, musste Emma ein wenig prusten. „Ähm... Ja?“, erwiderte sie gleich darauf und ließ ihren Blick einmal auffällig an ihm hoch und runter gleiten. Dies war alles andere, als ein Scherz, denn sie musste nun schon zum erneuten Mal bemerken, dass er sich wirklich gemausert hatte. In seinen Zügen war zwar nach wie vor der kleine Spitzbube zu erkennen, welchen er als Kind stets nach Außen getragen hatte, doch dies war nun im Antlitz eines jungen Mannes verpackt, der mit Sicherheit so einigen Mädchen den Kopf verdrehte. Allerdings war Emma dann doch auch erleichtert, als es hieß, dass er und seine Ex-Freundin sich im Guten getrennt hatten, schließlich war es doch immer unangenehm, den Verflossenen über den Weg laufen zu müssen und wenn man einander dann auch noch feindselig gesonnen war, umso mehr. Auch, dass Dario offenbar kein Problem mit der Trennung hatte, freute die Gryffindor zu hören, schließlich musste sie doch auf ihren Kindheitsfreund aufpassen und einen Dario wiederzufinden, dessen Herz gerade gebrochen wurde, hätte sie nicht lange auf sich sitzen lassen. Doch so musste sie sich noch keine der anderen Mitschülerinnen verfrüht zur Feindin machen und als sie dann schließlich den Namen des Mädchens erfuhr, klingelte tatsächlich etwas bei ihr. „Oh ja, ich glaube sie hat mich am ersten Abend ganz nett willkommen geheißen und angeboten, dass ich sie um Hilfe bitten könnte, wenn ich Schwierigkeiten hätte, mich einzuleben. Respekt, Pik! Wirklich eine hübsche Maus, die du dir da geangelt hattest!“ Sie griff lachend über den Tisch, um ihm freundschaftlich in den Arm zu kneifen, als sie die letzten Worte aussprach. Lydia sah tatsächlich außerordentlich gut aus und schien auch sehr nett zu sein, was zumindest dafür sprach, dass Dario sich einen guten Geschmack angeeignet hatte. Unter diesen Umständen erklärte es sich wohl auch von selbst, dass Jessica keine Chance hatte. Mit der Ex-Freundin zu konkurrieren war mit Sicherheit nicht so einfach. Komplexe?

Glücklicherweise wurde das Thema gleich wieder gewechselt und Emmas Gesicht hellte sich sofort auf, als Dario seine Begeisterung über ihren Vorschlag aussprach. „Klar, Pik- und Herz-Ass wieder vereint, da können alle anderen einpacken gehen!, bestätigte sie ihn prompt und musste anschließend wieder ein wenig lachen, als er hinzufügte, dass ihn wohl dann niemand mehr ansehen würde, weil Emma alle Blicke auf sich ziehen würde. „Bist du dir sicher? Nicht, dass du dann nach jeder Vorstellung in der Ecke sitzt und heulst, weil dir keiner mehr Beachtung schenkt.“, zog sie ihn auf und streckte ihm scherzhaft die Zunge raus. „Aber keine Angst, es sind sicher auch genug Damen im Publikum, die nur Augen für dich haben.“ Ein Zwinkern folgte, ehe sie noch einen Schluck von ihrer Schokolade trank, wohl auch nur, um dieses leise Gefühl der aufkeimenden Eifersucht zu unterdrücken. Jetzt war er schließlich auch in dem Alter, wo sich sogar ein Fanclub für den Feuerschlucker aus dem Circus de Luca bilden könnte. Und eine Gruppe aus Mädchen, die ihn anhimmelten, wäre wohl für keinen Jungen uninteressant.
„Ich werde es meiner Mum auch verkünden. Aber lieber erst in den Ferien. Schließlich wäre es wohl doch ein etwas heikles Thema für ihrer beider Eltern, welches man besser persönlich besprechen sollte.

Emmas Kopf neigte sich etwas zur Seite, als Dario schließlich erwähnte, dass er doch noch eine andere Partnerin im Zirkus hatte. Es war schon klar, dass seine Eltern mit Sicherheit jemanden engagiert hatten, der die Duo-Nummern mit Dario übernehmen würde, wenn sie weg war, doch irgendwie war es der jungen Hexe doch ein Dorn im Auge. „Und ist diese Partnerin auch nur annähernd so gut wie ich?“, versuchte sie ihre Neugierde in einer scherzhaften Frage zu verstecken, auch wenn sie es dabei nicht unterdrücken konnte, den Becher ein wenig angespannt in den Händen herum zu drehen. Dann zwang sie sich aber, sich auf Darios Schwester zu konzentrieren und schaffte es, wieder ein Lächeln aufzusetzen. „Dann weiß sie wohl, was gut ist.“, erwiderte Emma und meinte es auch so. Sie kannte es, zu Dario ein geschwisterliches Band pflegen zu wollen, waren sie doch in ihren jungen Jahren nahezu unzertrennlich gewesen. Und auch, wenn dieses Gefühl nach der langen Zeit nicht gänzlich erloschen war, rückte es doch trotzdem ein wenig in den Hintergrund und machte etwas anderem Platz, was Emma aber noch nicht wirklich benennen konnte.

Sie freute sich bereits jetzt darauf, mit Dario gemeinsam zu musizieren oder auch einfach nur alte oder neue Tricks aus dem Zirkus aufleben zu lassen. Es war ein gemeinsamer Teil von ihnen, weswegen Emma es wohl ebenso sehr freute, wie Dario, dass beide sich von diesem Teil nicht abgewandt hatten. Die Löwin war nun aber dran, von sich zu erzählen und beantwortete Darios Fragen so informativ wie möglich, ohne dabei unglaublich ausschweifend zu werden. Wie schon gesagt, sie hatten sich nun wieder und würden noch genügend Zeit haben, sich als Teenager erneut kennenzulernen, was auch viel interessanter war, als die losen Worte. Auf seine Antwort, dass sie ihm einiges aus dem Varieté und aus Paris zeigen sollte, legte sich sofort ein warmes Lächeln auf ihre Lippen, denn wenn sie ehrlich sein musste, würde sie nichts lieber tun, als ihm diese wunderschöne Stadt zu zeigen, die sich sozusagen zu ihrer zweiten Heimat entwickelt hatte. „Ich glaube, mit dieser Art von Entführung käme ich ganz gut zurecht.“, gab sie zurück, ehe die Situation ihrer Mutter die Stimmung ein wenig trübte. Es war nett von ihm, helfen zu wollen und auch wenn die Familie de Luca vielleicht tatsächlich Unterstützung anbieten könnte, würde Emmas Mutter wohl von selbst nie danach fragen. Die Gryffindor selbst hatte immer gehofft, dass die Familien sich irgendwann versöhnen könnten, doch natürlich hatte sie selbst da wenig mitzureden. „Danke. Wenn unsere Eltern nicht so stur wären, was?“ Sie lächelte ein wenig bitter und hob die schmalen Schultern an. Vielleicht gab es ja tatsächlich noch die Hoffnung, dass die Leblancs und de Lucas wieder ein Team werden würden, wenn die Kinder sich darum bemühten. Schließlich wusste Emma, dass auch ihre Mutter ihr gesamtes Herzblut in den Zirkus gesteckt hatte.

Es sprach sehr dafür, wie stark ihre Verbindung war, dass sie beide ihren Verlust mit Hilfe der Musik überwunden hatten, was Emma nur noch mehr darauf freute, dieses gewonnene Hobby zu kombinieren. Wer weiß, vielleicht hätten sie sogar mal die Möglichkeit zu einem Kunststück eine musikalische Untermalung einzufügen, die von ihnen selbst kam. Das würde für das Publikum bestimmt auch einen gewissen Reiz haben.
Die Stimmung wandelte sich auf eine unerklärliche Weise, als Pierre zur Sprache kam. Emma konnte nicht sagen, ob sie es sich einbildete oder ob tatsächlich eine Spur Enttäuschung in Darios Gesicht aufgeflammt war. Es war seltsam denn, sie war in Frankreich mit Pierre sehr glücklich gewesen, doch nun wünschte sie sich fast, sie hätte sich von ihm getrennt, als sie zurück nach England gekommen war. Was soll das denn heißen? Im nächsten Moment aber schienen die seltsamen Eindrücke wie weggeblasen, denn Dario klopfte ihr auf die Schulter und zeigte sich wieder als Beschützer. „Ähm ja, er ist wirklich... toll.“, versuchte sie zu bestätigen, auch wenn sie sich dies im Moment gerade selbst nicht wirklich abkaufen würde. „Super Dario? Klingt ja gefährlich.“ Emma war dankbar für diesen Scherz, denn er brachte sie zum Lachen und bewirkte, dass sie sich selbst bezüglich des Pierre-Themas wieder etwas lockerte. Wieso sollte sie sich deshalb auch schlecht fühlen? Darios Beziehung hatte eben nicht so gut hingehauen, er würde sicher rasch eine andere finden... Und sie... war doch glücklich. Oder nicht?
Jedenfalls sollten sie sich als Freunde doch unterstützen und genau dies tat Dario auch gleich, denn er zeigte sich durchaus interessiert, als er Emma darüber ausfragte, was für einen Kerl sie sich als „Traumprinz“ ausgesucht hatte. Bevor sie antwortete, trank sie aber lieber auch noch einen Schluck aus ihrem Becher, vor allem, weil sie sich ganz gut vorstellen konnte, dass Pierre wohl keineswegs erfreut sein würde, Dario kennenzulernen...
„Also er ist...“ Sie stockte. Ernsthaft? Du hast Schwierigkeiten, deinen Freund zu beschreiben? Ihr seid eineinhalb Jahre zusammen!! „Er ist in Paris aufgewachsen und stammt aus einer reinblütigen Familie.“ Ist das alles?! Emma räusperte sich kurz und ertappte sich wiederum dabei, Darios Blick zu meiden. „Man kann wohl sagen, dass er ein typischer Franzose ist. Höflich, anständig, gute Manieren und ein echter Gentleman. Er tut alles für seine Freunde, achtet seine Familie und hat einen besseren Notendurchschnitt, als ich.“ Nun musste sie ein wenig schmunzeln, als ihr die deutlichen Unterschiede zwischen Dario und Pierre bewusst wurden. „Er hat mir bei jedem Date Blumen mitgebracht und sich immer irgendwas besonderes einfallen lassen, wie ein Picknick vor dem Eiffelturm oder eine Privatführung durch den Louvre. Bei jeder Varieté Show war er in der ersten Reihe und hat regelmäßig Geschenke hinter die Bühne geschickt. Er behandelt mich wie eine Prinzessin, was schon komisch ist, wenn man quasi mit Nichts aufgewachsen ist, so wie wir.“ Sie lachte leise und zuckte leicht mit den Schultern, ehe sie nun wieder zu Dario aufblickte und sich unwillkürlich auf die Unterlippe biss, während sie seine Reaktion abwartete.
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Dario de Luca
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BeitragThema: Re: The Past is not so far away...   So 6 Nov 2016 - 20:50

Bisher war es eine wundervolle Verabredung gewesen. Locker hatten sie sich unterhalten, hatten ausgetauscht, was sie über einander noch nicht wussten, um sich auf den neuesten Stand zu bringen, hatten Pläne für die Manege und die Versöhnung der Familien geschmiedet und über Jessicas verzweifelten Versuche, Dario zu beeindrucken, gelacht. Ein wenig hatte es Dario in Verlegenheit gebracht, dass Emma seine Ex-Freundin als 'süße Maus' betitelte, doch er sagte nichts weiter dazu, sondern nickte nur wissend. Er hatte schließlich keinen Grund, ihr da zu widersprechen.
"Keine Sorge, keine Zirkusartistin ist neben mir so gut wie du", hatte der Italiener charmant bestätigt, worauf die Freunde über die Themen Giulia und Paris zu dem Thema Pierre kamen. Ein lebendiges, buntes Gespräch mit angenehmer, lockerer Stimmung war es gewesen, welche seinerseits allerdings etwas kippte, als er mehr über den unschlagbar charmanten Franzosen an Emmas Seite erfuhr.

Während sie so von ihrem Pierre erzählte wurde Dario immer blasser. Ein Reinblüter aus gutem Hause, ein Gentleman mit tadellosen Manieren. Jemand, der seiner Prinzessin jeden Wunsch von den Augen ablas und keine Kosten und Mühen scheute, um sie positiv zu überraschen. Es klang ganz so, als wäre Pierre der perfekte Mann. Und das ernüchternste an der ganzen Sache war wohl, dass er in vielen Dingen genau dem Gegenteil von Dario entsprach. Dario war nicht anständig. Dario war nicht reinblütig. Er könnte Emma niemals durch den Louvre führen und ihr dabei wissenswerte Fakten erklären. Er war nicht gut in der Schule und überhaupt - er war kein Franzose. Wenn Pierre Emmas Beuteschema entsprach, musste der Italiener wohl einsehen, dass er überhaupt nicht in jenes passte.
Mit zusammengepressten Lippen blickte er auf den Rand seiner Tasse, welche schon fast leer war, doch er zwang sich zu einem Lächeln, hob die blauen Augen dann doch auf seine Sandkastenfreundin. Ihm lief ein angenehmer Schauer über den Rücken, als ihm auffiel, wie sie sich auf die Unterlippe biss - so hatte diese Geste doch etwas unglaublich anziehendes für ihn - doch er wusste ja, wie ernsthaft ihre Beziehung war, weshalb er sich Empfindungen wie diese absolut untersagte.

"Klingt ganz so, als hättest du Superman höchstpersönlich zum Freund", feixte Dario amüsiert und zwinkerte ihr dann selbstbewusst zu, um nicht zu zeigen, wie sehr ihn diese Erzählung einschüchterte, "Ich bin froh, dass du deine große Liebe gefunden hast. Er scheint dich wirklich zu lieben." Und wie könnte er das auch nicht? Emma war absolut hinreißend. Sie hatte es verdient, so sehr geliebt und so gut behandelt zu werden. Ein wenig entrüstet blickte Dario auf die Blume, die er für Emma mitgebracht hatte. Pierre hatte wahrscheinlich stets die schönsten Blumensträuße für sie gekauft, und er trat hier mit einer mickrigen Zinnie vom Wegesrand auf. Er war sich sicher, dass Emma das irgendwie erbärmlich finden musste, es aus Höflichkeit allerdings nicht zu gab. Die heiße Schokolade wurde in einem raschen Zug ausgetrunken, worauf er das Thema wechselte. Zu unangenehm war es ihm, im Schatten einer nicht einmal anwesenden Person zu stehen.

"Sag mal, wen hast du abgesehen von Lydia, Greg und Paul schon so kennen gelernt? Ich muss dir unbedingt meine Freunde außerhalb von Gryffindor vorstellen", fiel es ihm nun ein, worauf er wieder etwas ungezwungener Lächeln konnte, "Oder vielleicht hast du sie ja schon kennen gelernt? Kimberly und Chase Campbell, Gwyneth Johnson und Milica Dickens - sagen dir die Namen was? Ich bin mir sicher, dass sie dich alle mögen würden."
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Emma Leblanc
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BeitragThema: Re: The Past is not so far away...   Mi 16 Nov 2016 - 15:50

Es wäre gelogen zu sagen, dass Emma sich nicht darüber freute, als Dario ihr versicherte, dass keine Zirkuspartnerin in der Manege neben ihm so gut aussehen könnte, wie sie. Und die Frage, ob diese momentane Partnerin das Feld räumen würde, sollte die Wiedervereinigung von Dario und Emma funktionieren, verkniff die Dunkelhaarige sich lieber. Schließlich wollte sie ja auch nicht klingen, als wäre sie eifersüchtig - war ja auch vollkommen unberechtigt. Genauso, wie es unberechtigt wäre, dass Dario gegenüber Pierre Eifersucht verspüren würde, schließlich waren sie doch nur zwei alte Freunde, die sich wiedergefunden hatten, was aber trotzdem nichts an der für ein paar Augenblicke andauernden veränderten Stimmung am Tisch der Beiden änderte. Emma kam sich komisch dabei vor, von Pierre zu erzählen und entweder Dario spürte dies und wusste aus diesem Grund selbst nicht genau, wie er zu reagieren hatte oder ihm ging diesbezüglich selbst etwas durch den Kopf von dem Emma nichts ahnte. Wie es auch immer sein mochte, der Moment verflog und Dario machte mit seinen folgenden Worten klar, dass er sich für Emma freute, was ihr zwar ein Lächeln auf die Lippen zauberte, doch trotzdem ließ das unangenehme Gefühl nicht sofort nach. Irgendwie kam sie sich plötzlich wie ein anderer Mensch vor. Hätte das kleine Mädchen von damals, welches mit Dario allerlei Scherereien verursacht hatte, tatsächlich Interesse an einem Kerl wie Pierre gezeigt? Oder hätte sie ihn nicht viel eher als Langweiler abgestempelt?

„Scheint, als wäre ich umringt, von Super-Typen.“, erwiderte sie so gelassen wie möglich auf seinen ersten Kommentar und spielte damit nochmals auf seine Bezeichnung als „Super-Dario“ an. Und man konnte wohl sagen, dass es gar nicht so falsch war, zu behaupten, dass Pierre und Dario beide super waren, doch eben auf eine vollkommen unterschiedliche Weise, wie es Emma erst jetzt richtig bewusst wurde. Wieder senkte sich ein wenig ihr Blick, als der Kindheitsfreund weitersprach. Ist es wirklich die Große Liebe? Natürlich dachte man in der Verliebtheitsphase einer Beziehung immer, dass man nun Den Einen gefunden hatte, doch nichtsdestotrotz schien es, als würde Emma seit ihrer Ankunft in England eben jene Vorstellung von ihr und Pierre in der Zukunft immer mehr in den Hintergrund drängen. Was in Frankreich scheinbar selbstverständlich schien, fühlte sich plötzlich ganz anders an und auch wenn die Hexe es nicht zugeben würde, spielte doch auch Dario in dieser Veränderung eine gewisse Rolle. „Ja... Ich hoffe, du findest auch bald dein Glück.“, erwiderte sie schließlich zaghaft und obwohl sie ihm dies wirklich wünschte, drohte wiederum ein etwas befremdliches Gefühl in ihr aufzusteigen, als sie sich Dario mit einem Mädchen vorstellte, welches für ihn die Traumfrau darstellen könnte.

So kam es ihr gelegen, dass er schließlich das Thema auf seine anderen Freunde in Hogwarts lenkte und sofort verscheuchte sie Pierre aus ihren Gedanken. „Also so richtig noch niemanden sonst. Ich hab noch immer Probleme, mir die Namen von den Mädchen in meinem Schlafsaal richtig zu merken.“, gestand sie und musste lachen. Nunja, sie war auch erst eine Woche hier und allein die Schüler, welche mit ihr im selben Haus waren, bildeten eine beträchtliche Anzahl. Da hatte sie außerh alb von Gryffindor noch nicht viel Gelegenheit gehabt, neue Bekanntschaften zu schließen. „Du bist ja richtig beliebt. Ich würde sie gerne kennenlernen, schließlich muss ich doch überprüfen in was für einem sozialen Umfeld du dich bewegst.“, scherzte sie und trank ebenfalls den letzten Schluck ihrer Schokolade.

Das Gespräch ging noch einige Zeit so weiter, bis sich draußen am Himmel langsam die Dämmerung abzeichnete und es Zeit war, sich wieder zurück zum Schloss zu bewegen. Die beiden Löwen unterhielten sich auch noch auf dem Weg zurück angeregt und voller Vorfreude über das Wiedersehen, wenngleich Pierre kein zweites Mal erwähnt wurde. Im Gemeinschaftsraum der Gryffindors kam es schließlich zum Abschied, der mit einer langen Umarmung zelebriert wurde, bevor sowohl Emma, als auch Dario sich in ihren jeweiligen Schlafsaal begaben und wohl noch eine Weile über die geführte Unterhaltung sinnierten.



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