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 Wenn die Stille ins uns Schreit.

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Evan Yan Reft
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BeitragThema: Wenn die Stille ins uns Schreit.   Fr 19 Aug 2016 - 1:00

Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache.
Antoine de Saint-Exupéry

Es war still auf den Fluren von Hogwarts am frühen Morgen des 8. Märzes. Evan hatte sich seit Stunden von der einen Seite auf die andere gewälzt, es schienen als wollen ihn die Schatten der Vergangenheit einfach nicht schlafen lassen. Vielleicht lag es einfach an den Tag der ihm noch bevorstand und es ihm nach all den Jahren noch immer tief in dem Muskel hing, dass Sie nicht mehr da war. Der Professor hatte sich einfach ablenken wollen, hatte sich sein treusten Gefährten auf die Schulter genommen und war auf die Flure verschwunden. Das eigene Schuhsohle-auf-Stein-Geräusch begleitete Reft durch die Schule, bevor er an einer Tür vorbei kam die einen Spalt offen stand. Es verwunderte ihn, dass die Tür nicht zu war. Es war schließlich Unüblich, er sah es als seine Pflicht hinein zu gehen um nachzusehen ob sich Schüler in dem Raum verlaufen hatte – was allerdings nicht der Fall war.

Der Mann schloss die Tür hinter sich und stand auf einer Kiesfläche, die von einer einsamen Bank geprägt war. Dieser Ort strahlte in diesem Augenblick etwas beruhigendes aus, so das sich der Drang des bleibens ausbreitete. Die Sterne, die ihm Heller vorkamen als sonst bewegten ihn dazu sich zu setzten. Er wollte allein sein, allein mit der Schlange und seinen Gedanken. Nachdem er in beiden Richtungen nur schwärze erblickte, war sein Blick zum Himmel gewandt. Ein trauriges lächeln legte sich auf seine Lippen, während er sich ausmalte, was wäre, wenn Sie noch bei ihm währe. Die Gesichtszüge einer jungen Frau bildeten sich vor seinem inneren Auge, die sich von Sekunde zu Sekunde mehr aufbauten bis sie bis zum letzten Detail perfekt aufgetaucht war. Mit diesem Bild, konnte er den Rest der Nacht verbringen ohne sich darüber Gedanken zu machen und seinen Gefühlen wieder einen kleinen Freiraum zu gestatten.
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Helena Wayland
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BeitragThema: Re: Wenn die Stille ins uns Schreit.   Fr 19 Aug 2016 - 1:21

In ihrer Nase klebte der Geruch von Salz, jede Pore war mit dem Duft des Salzes des Meeres gefüllt und immer wenn Helena atmete, schlugen ihre Erinnerungen an das Meer zurück in ihren Geist. Sie war noch nie am Meer gewesen bis zu diesem Tag, keine Minute hatte sie an einem Strand verbracht, hatte den Sand zwischen ihren Füßen gespürt und keine Angst vor dem Wasser gehabt. An diesem Tag war ihre Angst verflogen, obwohl sie nicht schwimmen konnte, hatten ihre Füße das Wasser berührt, war sie etwas hinein gegangen um sich von ihm zu verabschieden. Die Wellen hatten gegen ihre Beine geschlagen, hatten sie wie Felsen in einer Brandung behandelt und ihre Narben hatten sich hell von der Haut abgezeichnet. Narben die niemals vergehen würden, Narben die sie niemals vergessen würde. Er hatte keine Narbe hinterlassen, keine Sichtbare. Doch Helena konnte sie fühlen, mit jedem Herzschlag den sie in ihrer Brust spürte, spürte sie die Narbe. Tief in ihr drinnen war diese Wunde, bohrte sich in ihr Herz und am liebsten würde sie es dazu bringen aufhören zu schlagen.

Doch sie konnte nicht. Er hatte es sich gewünscht, er hatte es sich gewünscht das sie weiter machte, kämpfte und auf Killer aufpasste. Auf Finn und Killer. Wie sehr sie es auch wollte, wie sehr der Schmerz an ihr zerrte, sie konnte es nicht tun. Sie war es ihm schuldig. Egal wie einsam sie sich fühlte, egal wie alleine sie ab dem Moment war, wo sie Farine in seinem Raum gesehen hatte. In Helena war alles verschwunden nur dieses Loch füllte ihren Körper. Sie hatte keine Kraft mehr mit jemanden zu reden, hatte keine Kraft mehr einen Kommentar abzugeben. Sie schwieg. Mehr konnte sie nicht tun, sie konnte nicht schreien, schreien gegen den Schmerz denn sie wusste das würde nichts nützen.
Die Tränen rannen ihr in dieser sehr frühen Stunde über die Wangen, sie konnte sie nicht ausstellen, sie wollte nur nach Hause.
Ihr ganzer Geist schrie danach, nach Hause zu gehen, an einen Ort wo sie sicher war. Einen Ort wo der Schmerz für ein paar Sekunden aufhöre.

Tiefer versteckte sie sich in den etwas kaputten Pullover, ihre blassen Körperteile wirkten verloren in der dunklen Farbe, aber ihre Augen passten dazu. Die dunklen Ringe unter ihnen, die roten Augen von den vielen Tränen und die blauen Augen, die jeglichen Glanz verloren hatten.
Killer folgte ihr, er hatte keine Worte, keine Antworten für seine beste Freundin, er konnte nur bei ihr sein und hoffen das er sie beschützen konnte, denn das hatte der Zaubertrankmeister gewollt. Killer sollte Helena beschützen, er brauchte auch keine Aufforderung dafür. Dennoch schmerzte es ihm, sie so zusehen. Ihre kleinen, vernarbten Hände umklammerten Finn, die gelbe Kuschelente wurde umklammert und nichts deutete darauf das sie sie los lassen würde. Ihre Haltung war verschwunden, sie wirkte verängstigt und alleine, selbst in diesem Korridor. Selbst obwohl er ihr folgte. Auf Schritt und Tritt.

Ohne es wirklich zu merken, öffnete Helena eine Tür. Diese hatte so vertraut gewirkt, genau wie seine Tür im Keller. Im ersten Moment fragte sie sich, wieso Farine die Tür nicht verschlossen hatte, als sie aufschaute. Eine Bank stand mitten in dem Raum, neben Schienen die zu einer Eisenbahn gehörten. Helena war noch nie Zug gefahren, jedenfalls nicht solange sie sich erinnern konnte. Killer folgte ihr, sie sah die Gestalt sitzen, aber ihre Füße trugen sie zu den Gleisen. Die Schuhspitzen berührten das Metall. Schuhe die er ihr Geschenkt hatte, Schuhe aus dunklen blau, genau so blau wie der Himmel über ihr. Finn drückte sie an ihren Körper, als könnte sie ihn jeden Moment verlieren und Killer lehnte seinen Kopf gegen ihr Bein, einfach um da zu sein. Helena starrte auf die Gleise, sie wusste nicht wo sie war, aber es war ihr egal.
Auf ihren Wangen schimmerten noch die Tränen, sie würden niemals aufhören zu fliesen.
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Evan Yan Reft
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BeitragThema: Re: Wenn die Stille ins uns Schreit.   Fr 19 Aug 2016 - 16:21

In Evans Kopf spukten geschehene Bilder umher, Sie war der Mittelpunkt seiner Gedanken, während sich alles drumherum aufbaute. Die letzten gemeinsamen Tage waren nicht von Traurigkeit geprägt gewesen. Selbst wenn es wenig gemeinsame Zeit gab, da die Arbeit immer im Vordergrund gewesen war. Niemand konnte sich von seiner Aufgabe wirklich freisprechen weil beide die Wichtigkeit darin sahen. Die Gesundheit der einzelnen Person, stand bei ihnen an erster stelle als dass sie sich vielleicht mal zeit füreinander genommen hätten. Vielleicht hatte genau diese Einstellung beide zusammen gebracht das es einfach funktioniert hatte. Es war immer schwer gewesen die Zeit so einzuteilen das sie sich Zeit nehmen konnten füreinander. Am dreijährigen Bestehen der Beziehung, wollten sie damals etwas unternehmen - hatten einen netten Tag gemeinsam gehabt und wollten einfach den Rest gemeinsam am schönsten Ort in Peru verbringen...

... als sich endlich das Bild bis zu diesem Zeitpunkt zusammen gesetzt hatte, wurde es durch das knirschen der Kiesel unterbrochen. Leicht gereizt löste der den Blick von den Sternen und erkannte erstmal nur schemenhaft eine Silhouette. Leicht schnaufend erhob er sich und wollte den Störenfried, sehr freundlich darauf hinweisen dass er verschwinden sollte. Aber etwas in ihm, hielt ihn davon ab und er stellte sich einfach zu ihr. Erst als er neben ihr stand, erkannte er Helena Wayland, die keinen geringen Verlust erleben musste die letzten Tage. Schweigend stand der Professor neben ihr und betrachtete die Eisenbahnschienen.
Verblüfft war sein Blick, als er ein Pfeifen hörte und danach das schwere schnaufen einer alten Lok, die direkt auf beide zugefahren kam. Jedoch so langsam, als wolle sie bei ihnen stehen bleiben was auch passierte. Yan sah auf den riesen schwarzen Kessel welcher sich vor ihnen aufbaute. Erst wollte er etwas sagen öffnete auch den Mund, merkte jedoch dass kein Ton von ihm heraus kam. Also blieb ihm nichts anders übrig als sie mit einem Blick und der Einladenden Geste aufzufordern mit ihm zu fahren. Er war sich sicher, dass der Zug für sie beide bestimmt war und er glaubte auch, dieser Zug würde sich nicht mehr ohne dem ungleichen Paar fortbewegen. Evan strecke ihr die Hand entgegen, damit er ihr helfen konnte hinein zu kommen. Dass sie vielleicht angst von seinem tierischen Begleiter haben könnte, kam ihm bis jetzt noch nicht in den Sinn, denn er wusste, dass seine Schlange keinem Menschen mehr etwas antun würde.
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BeitragThema: Re: Wenn die Stille ins uns Schreit.   Sa 20 Aug 2016 - 11:12

Es wirkte wie ein Traum, das Bild was in diesem Traum auftauchte war hell, hell und vielseitig. Schienen die die Macht hatten einen überall hinzutragen, wohin man auch wollte. Eine Chance die man sich nicht entgehen lassen sollte. Jeder sollte die Chance ergreifen in einen Zug zu steigen, sich in eine andere Stadt fahren zu lassen, weit weg von dem Leben was er an diesem Ort führte. Helena hielt nichts mehr an diesen Ort, aber auch kein anderer Ort konnte sie halten, weshalb sie auch nirgendswo hin den Schienen folgen konnte. Auch wenn sie noch nie in einem Zug gesessen hatte.

Sie war niemals mit dem Hogwartsexpress gefahren, sondern zur Schule gebracht worden. Der Zug war nicht gefahren mitten im Schuljahr. Als sie von der Schule gewechselt hatte, war es Anfang Winter gewesen, eine Zeit wo sie genau so alleine war wie jetzt auch, obwohl diese Zeit in diesem Moment schlimmer war als die Zeit davor.
Ihre Augen starrten auf die Schienen, wie viele Schienen lagen wohl auf der Welt, wie viele Schienen verbanden die Menschen um sich zu treffen. Es gab wohl zu viele Schienen um sie zu zählen, wenn man die magische Zugstrecken dazu zählte. Ein leiser Ton kam auf sie zu, ein zischen und Helena hob ein wenig dem Kopf.

Die rotblonde entdeckte einen Zug, ihre Füße trugen sie ein wenig zurück von den Schienen um den Zug nicht zu behindern. Killer miaute, er hatte wohl Angst das der Zug in ihr etwas weckte, das sie sich auf die Schienen begeben würde. Er sollte es besser wissen. Finn umklammert sah sie zu wie die Lock stehen blieb, wie ihre Räder bremsten und ein leises quietschen hinter liesen.

Eine Geste, langsam blickte sie hoch und sah das erste mal diesen Lehrer an. Helena wusste nicht was sie sagen sollte, sie sagte nichts, sie konnte nichts sagen ohne noch mehr Tränen zu vergießen. Reft sagte ebenfalls nichts, anscheinend hatte er erfahren das sie einen Verlust gemacht hatte, oder er dachte es sich einfach. Niemand hatte von Chester und ihr gewusst, wohl hatte er eins und eins zusammen gezählt. Ihre Abwesenheit im Unterricht seit dem die Nachricht raus war, das Chester Wells nicht mehr atmete.
Kurz erzitterte ihr Körper, als er ihr die Hand entgegenhielt um ihr in den Zug zu helfen.

Ihre Augen wurden träge, ihr Herz schlug langsamer und sie erinnerte sich daran, wer als letztes diese Geste gemacht hatte. Eine Geste um ihr zu helfen, eine Geste die ihr physisch und mental auf die Beine helfen sollte. Er hatte seine Hand ausgestreckt, über das Schachfeld hinweg, hatte ihr die Hand angeboten. Sie hatte sie ergriffen, jedes Mal wenn er ihr die Chance gegeben hatte seine Hand zu ergreifen hatte sie sie ergriffen. Als könnte er sonst jeden Moment verschwinden genau wie er jetzt verschwunden war.

Killer sprang auf die Stufen und fauchte kurz, weil er die Schlange entdeckte, ein Wesen welches Helena nicht verstand, nicht so wie sie ihren Kater verstand. Dennoch erhob sie ihre Füße und kletterte selber in die Bahn. Sie wollte seine Hand nicht ergreifen, wollte keine Erinnerungen aufkommen lassen, wollte niemanden die Chance geben ihr etwas anzutun.
Langsam ging sie an ihm vorbei und den Gang entlang, ihre Beine trieben sie zu einem Abteil dessen Tür schon geöffnet war. Es war ihr erster Moment in einem Zug, ein Moment der real und unreal zugleich wirkte. Ihre Beine zitterten als sie sich langsam setzte. Als hätte der Zug mit bekommen wie sich ihr Körper auf seinen Stuhl setzte, machte es einen kleinen Ruck und der Zug fing an zu fahren. Wohin?
Helena wusste es nicht, sie starrte aber aus dem Fenster und schaute zu den Sternen. In ihrem Inneren hoffte sie, das er da oben war. Das er da oben zu ihr hinunter schaute und sie beschützte, so wie er es vorgehabt hatte, er hätte sie immer beschützt.
Ihre Beine zog sie an ihren Körper, ihr Kater setzte sich neben sie und Finn war an sie gedrückt. Sie wirkte nicht wie das Kind welches im Unterricht einen fiesen Kommentar nach dem anderen raus hauen konnte. Reft war ihr gefolgt, es schien als blieb ihm auch keine andere Wahl.
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Evan Yan Reft
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BeitragThema: Re: Wenn die Stille ins uns Schreit.   Mi 31 Aug 2016 - 21:15

Es gab diese Geschehnisse im Leben die würde man sich nie erklären können, dieses war eines. Gerade, überlegte der Zauberer, wieso er hier mit dieser Schülerin war. Er kannte sie nur flüchtig, es beschränkte sich auf die Rettung der Katze und einigen Unterrichtsstunden. Aber sonst, hatte er bisher keine wirkliche Notiz von ihr genommen. Wahrscheinlich, weil in kurzer Zeit, sich der Lehrposten an der Schule verändert hatte. Professor und Hauslehrer innerhalb weniger Monate. Das Ablehnen seiner helfenden Hand wurde hingenommen, weil er es musste. Er konnte jedem seiner Schüler Hilfe anbieten, annehmen musste man diese jedoch noch allein. Es war keinerlei Regung im Moment bei ihm gewesen, dennoch hatte er ein Auge darauf geworfen, dass sie sich nichts tat, was für ihn einfach nicht zu verstehen war. Das Fauchen von Killer war ihm nicht entgangen jedoch zeigte er wie auch die Schlange wenig bis gar keine Reaktion darauf. Dem Professor war bewusst, dass so ein Tier bei den meisten ein Unbehagen auslösen konnte, deswegen wurde es einfach akzeptiert.

Als die Schülerin wie auch ihr Haustier sich dem offenen Abteil näherten, wurde dem Lehrer nun auch bewusst, dass er in dieses mit musste denn die anderen waren alle verschlossen. Für ihn war es nichts Neues in einem Zug zu sitzen in einem Abtei und ins Ungewisse zu fahren. Vor einigen Jahren, war es ihm nicht anders ergangen als er nach Hogwarts zum ersten Mal gefahren war. Jede reise die man beginnt, führt erstmal ins Ungewisse wie auch diese hier.
Mit einem Ruck und einem schrillen Pfiff begann die Lokomotive wieder zu Dampfen und langsam fuhren sie von der Parkbank weg und in die Dunkelheit hinein, wobei es sich um einen Tunnel handelte. Professor Reft hatte seine Hände auf seine Schenkel gelegt und klatschte mit den flachen Händen auf diese, allerdings so, dass kein Geräusch zu vernehmen war. Sein Blick war starr nach draußen gerichtet wobei dieser die Umgebung zu erkennen schien.

Die Umgebung veränderte sich langsam zunehmend. Die Flächen wurden weiter, der Horizont ab und zu gebrochen durch einen einzelnen Baum, der doch zum gesamt Bild passte. Evan kannte die Umgebung, wusste sie jedoch noch nicht einzuordnen. Erst als sie an ein kleines Häuschen kamen, welches mit Reet bedeckt war und einen kleinen Garten mit einzelnen Bäumen besaß wusste er es wieder. Sein blick wurde Starr, die Hände ballten sich zu Fäusten und gleichzeitig wurde in die Hose gekrallt. Der Wind wurde von Minute zu Minute stärker so dass sich die Bäume mit diesen bewegten. Evan merkte nicht wie sich das Tempo des Zuges senkte wobei Angespanntheit das einzige war, was ihn gerade einnahm. Erst nach einigen Augenblicken, konnte jeder erspähen was sich abspielte. Auf einer Schaukel saß, ein kleiner braunhaariger Lockenkopf der gerade seinen eigenen Erfolg feierte, weil er sich selbst zum Schaukeln brachte. Das leise quietschen untermalt die Situation ehe ein dieses von einem lauten Knall unterbrochen wurde. Der schaukelnde Junge drehte den Kopf zum Fenster und dieses gab ihm den Blick frei, auf vollkommene Angst und Hass. Im Gebäude sprühten Funken, knallte es und rote wie auch grüne Explosionen waren das Highlight des ganzen Spektakels. Ein bersten des Fensters ließ den Kleinen von der Schaukel runterspringen und zum Haus rennen „Paaaaapaaaaa!“ war das einzige was gerade von ihm kam. Er rannte am Fenster vorbei und fiel einmal längs auf den Boden wobei er aufschrie und sich dann umdrehte um zu sehen worüber er gefallen war. Weit aufgerissene Augen starrten ihn an von einer Frau die er zu gut kannte. Als nächstes sah man, wie ein Mann aus dem Haus gesprungen kam und den Buben auf den Arm hoch nahm der sich gleich in die Schulter vergrub aber dennoch immer wieder dahin linste.
Endlich, schien der Zug genug zu haben und er wurde wieder schneller Evan starrte einfach aus dem Fenster und sah nur im Augenwinkel wie das Haus in Flammen aufging. Kurz blinzelte er gen Helena ehe er sich wieder dem Fenster zuwand und etwas Entspannter wurde.

Erleichterung machte sich breit, als sie endlich die Szenerie verlassen hatten. Lange hatte Evan mit diesem Blick zurecht kommen müssen. Unzählige Nächte lag er als Kind danach im Bett und hatte nach seinen Eltern geschrien. Nach vielen Monden hatte er diese Träume endlich nicht mehr gehabt und konnte wieder angenehm schlafen. Erst als sie damals gegen einen Irrwicht kämpfen mussten, wurden diese Erinnerungen wieder herauf geschwört denn dieser Blick war noch immer seine größte Angst gewesen. Dies hatte sich allerdings über die Jahre als Heiler gelegt, so oft hatte er die Augen lebloser Menschen schließen müssen, dass es irgendwann zur Unangenehmen Gewohnheit geworden ist.
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Helena Wayland
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BeitragThema: Re: Wenn die Stille ins uns Schreit.   Do 1 Sep 2016 - 0:32

Der Ruck lies sie heftig zusammen zucken, ein zittern durchfuhr ihren Körper und ihre Hand krallte sich fester an Finn. Sie war erschreckt, sie hätte nicht gedacht das der Zug so einfach los fuhr, aber was sonst sollten Züge tun? Ein Pfeifen ertönte, so musste es wohl sein wenn die Schüler von Kings Cross los fuhren zur Schule. Etwas was sie nie getan hatte, sie war noch nie im Hogwarts Express gesessen und darauf gewartet das er endlich los fuhr.
Der Schatten begann zu wachsen und die Dunkelheit zog sie in den Bann. Die Sterne waren verschwunden und ihr Körper reagierte mit Angst. Ihre Beine zogen sich mehr an die Brust, ihre Hände verkrampften sich an ihrer Familie und sie hörte ein beruhigendes Miauen, als ein leichtes Licht anging. Nicht grell, eher ein sanftes Licht das den Flur in Farbe tauchte.

Ihre Tränen schimmerten in dem Licht und es wirkte so, als wäre von dem Mädchen nichts mehr in diesem Raum. Sie war still, der Zug war der einzige der Geräusche machte und sie hörte ihr Herz schlagen, welches in einem schnellen Rhythmus sich bewegte.
Vor ihren Augen veränderten sich die Bilder, eine schnelle Reihenfolge von Veränderungen brannte sich in ihre Netzhaut. Ihre Augen sahen ein Bild, ein fremdes Bild, einen fremden Jungen. Er war jung, hatte locken und schaukelte. Es war ein schönes Bild, der Junge schien glücklich zu sein auf seiner Schaukel die ihn so hoch tragen konnte, das er die Erde vergaß und ein Teil des Himmels wurde.
Der Knall erschreckte sie, ihr Körper zuckte heftig zusammen und sie kauerte sich auf ihrer Seite zusammen an die Wand. Als könnte sie mit ihr verschmelzen. Helena konnte den grünen Blitz nur aus den Augenwinkeln sehen, nur die Schatten bemerken die sich über das Bild zogen und den Schmerz wahrnehmen, der in diesen Bildern steckte. In dieser Erinnerung.
Sie schaute ihn nicht an, sie wusste das er ihr diese Erinnerung nicht freiwillig gezeigt hatte, sie wusste das er sich genau so fragte, was Hogwarts damit bezwecken wollte.

Alles wurde wieder dunkler, das Feuer verschwand. Ihr Körper entspannte sich, ihre Tränen wurden weniger und auf einmal wirkte sie Müde. Sie hatte nicht geschlafen, sie hatte Angst gehabt die Augen zu schließen und jetzt, in dieser Dunkelheit wirkte sie einfach nur Müde. Müde vom Weinen, Müde vom Wachsein, Müde vom Denken.
Gerade wollte sie die Welt aus ihrer Sicht entfernen, als die Dunkelheit verschwand. Ein Zimmer tauchte auf, ein Kinderzimmer, jedenfalls wies die blaue Bettwäsche darauf hin. Vielleicht auch ein wenig das einzelne Spielzeug, ein Rennauto, was alleine auf dem Nachttisch stand. Oder aber das rotblonde Kind was am Fenster saß. Ein Kind das einsam wirkte, nachdenklich und traurig. Es starrte auf ein Märchenbuch hinab, mit der gelben Ente in der Hand die dort noch ein wenig besser aussah als in den Armen des älteren Ebenbildes. Sie war 7, ihr Körper war versteckt unter einem dicken Pullover und ihr Blick galt den Buchstaben.
Eine Frau lehnte an der Tür, eine Frau die ihr nicht ähnlich sah. Leise kam sie herein und kniete sich zu dem Kind, welches nicht ihres war.
,,Du vermisst sie?“ Das Kind schaute nicht hoch, es wollte niemanden anschauen, es wollte die Tränen verstecken, doch es nickte. Arme schlossen sich um ihren Körper und für einen kurzen Moment, entspannte sich das Kind.

Das ältere Ebenbild starrte auf diese Erinnerung, die Tränen waren mehr geworden und sie hatte keine Zeit mehr, Kathy ins Gesicht zu schauen, ein Wort zu sagen, ehe das Bild mit einem Blitzschlag sich veränderte.
Das Kind war alleine, es stand in tiefen Schnee. Die Hände voller Blut, das Gesicht voller Schnitte und das Kuscheltier war rot. Vor ihren Augen war ein Wagen, ein Wagen wo ein Mann, ein Kind und die Frau von der ersten Erinnerung saßen, sie rührten sich nicht, genau so wenig wie Helena sich nicht rührte.
Alles verschwamm, als würde die Erinnerung von Tränen überschüttet, sie wurde erst klarer, als das Bild ein anderes wahr. Ein kleines Zimmer, ein Kind kauerte auf den Bett und zitterte vor Angst. Langsam stand das Kind auf, Verwirrtheit und Einsamkeit schrie nur aus der Körperhaltung heraus.
Ihre Schritte waren nicht auf den Flur zu hören, nichts im Haus war zu hören. Helena öffnete eine Tür, langsam schritt sie in den Raum auf das große Bett zu. Unter einer Decke konnte sie eine Gestalt sehen, durch ihre Tränen konnte sie Umrisse sehen. Ihr kleiner, geschundener Körper setze sich auf die Matratze und kuschelte sich an die Gestalt, ein einziges mal. Für einen Moment schien es ruhig zu sein, schien niemand sich zu bewegen und die Zeit still zu stehen. Vielleicht konnte dieser Moment den Schmerz von ihr nehmen, diesen unendlichen Schmerz. Doch kein Glück hält ewig, Spenver reagierte und Helena landete auf den Boden. Ihr Körper landete auf den Holzboden und sie weinte, diesmal laut. Sie schluchze, sie konnte nicht die Schmerzen zurück halten. ,,Ich will zu meinen Eltern!“ schrie das Kind, das erste mal das sie es schrie wen sie wach war, sie wollte zu ihren Papa in die Arme, sie wollte zu ihrer Mama in die Arme. Eine Gestalt erhob sich, er packte sie am Kragen und zog sie einfach in ihr Zimmer. Sie weinte und wollte ihn festhalten, doch es gab niemanden der Helena festhielt. ,,Deine Eltern sind nicht da, das waren nicht mal deine Eltern, leb damit und bring mich nicht um den Schlaf.“ Ehe die Tür zu knallte.

Immer mehr Tränen flossen aus den Augen der Älteren, immer mehr wünschte sie sich das sie zu ihm konnte. Wie gerne würde sie jetzt in seine Arme rennen, wie gerne würde sie jetzt jemanden haben den sie in die Arme schliesen konnte. Doch es gab niemanden. Damals hatte es auch niemanden gegeben und es würde niemanden mehr geben. Er war weg, er würde nicht die Tür öffnen egal wie sehr sie daran Klopfte, er würde nicht auf das Leuchten des Turmes reagieren, den sie jetzt immer bei sich trug. Er war weg. Für immer, sie hatte seine Asche ins Meer gestreut und ihn angefleht wieder zu kommen.  Killer drückte sich immer mehr an das Kind, das Kind was sich zusammengekauert hatte und weinte.  ,,Sie sind tot Killer, sie sind alle tot.“, sie flüsterte leise, mehr konnte sie nicht sagen, ihre Stimme wurde von Schluchzern übertönt, die sich in die Stille brannten.
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Evan Yan Reft
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BeitragThema: Re: Wenn die Stille ins uns Schreit.   Mi 7 Sep 2016 - 11:26

Er hatte sich nicht gerührt, sein Blick war noch immer aus dem Fenster gerichtet noch immer hing es hinterher. Es war eine Erinnerung, die er in sich vergraben hatte und die niemand sehen durfte. Yan merkte sie seine Schlange sich langsam an seinen Arm nach unten schlängelte, der Blick wurde gesenkt und das Reptil angesehen. Sie tauschten wie immer Blicke aus ehe die beiden nach draußen sahen und sich den Bildern hingaben die ihnen jetzt gezeigt wurden.

Es war keine eigene Erinnerung, jedoch hatte sie nicht weniger Leid erfahren als er. Evan sah zu Helena, betrachtete Killer und dann das Stofftier und wieder hinaus. Er machte sich Gedanken, wie konnte ein Kind sowas alles nur ertragen? War es überhaupt möglich. Eigentlich hat er bisher gedacht, seine Kindheit war schlimm, jedoch hatte Helena ihm gerade etwas Anderes gezeigt. Für den Moment schätze er sich wirklich glücklich wobei sein Blick dann wieder das Fensterglas traf und nach draußen sah. Was sollte jetzt noch großartig passieren, wahrscheinlich haben sie die einschlägigsten Momente in ihrer frühesten Kindheit gerade gesehen. Bisher machte es für Evan allerdings immer noch keinen Sinn, was Hogwarts den beiden mit ihrer Zugfahrt erklären will.

Yan bemerkte nicht, wie seine Schlange sich nicht mehr der Umgebung widmete sondern dem anderen tierischen Fahrgast. Die ovalen Augen fixieren den Kater. „Sssss dein Mädcheeeeen hat sssssssschon viiiel erleebt.“ Beginnt Aspar zu reden und legt deutet mit dem Kopf gen Fenster „Ich bin Assssspar und du?“ der Kater sah nicht wirklich gefährlich aus aber auch nicht wirklich gesprächiger „wiiiiir Reisssssen nun gemeinssssssam…“ Ihre Zunge zischelte immer wieder hinaus. Das Tier mit dem brauen Schuppenmuster legte den Kopf auf der Hand ihres Zauberers ab. „Bissst du sssschon gesssssspaannt wassss essss gleich zu ssssehen gibt?“ fragte die Grubennatter, ehrlich interessiert.

Die Fahrt mit dem Zug schien etwas bezwecken zu wollen, was wohl alle hier anwesenden gerade nicht verstehen konnten oder wollten. Die Umgebung veränderte sich wieder, langsam bauten sich Hausmauern auf und einige Betten tauchten auf. Evan schauderte sichtlich und betrachtete nicht mehr die Umgebung. Er wusste was für ein Tag das sein würde. Er war selber noch nicht ausgelernt und musste in der Kinderabteilung sein Praktikum machen, dazu war er damals nach Frankreich um sich dieses Hospital anzusehen. Es war ein Behandlungszimmer zu sehen in dem er und ein kleines blondes Mädchen saßen. Der eigentliche Arzt war zuvor zu einem Notfall gerufen worden und er sollte sich um die sieben Jährige kümmern. Man sah wie die beiden sich erstmalig nur anstarrten und nicht wirklich mit einander sprachen. Das Markante an dieser Situation war das Stofftier des Mädchens, eine kleine Ente über die, die Beiden dann sprachen. Evan hatte auch jetzt, wo er die Situation noch mal sah ein schlechtes Gefühl. Er wusste was an diesem Tag noch alles passieren würde. Er würde für sich, den ersten Tod noch feststellen, einem Mädchen nicht weiter helfen können, wessen Namen ihn bisher noch immer unbekannt war. Man sah, wie sich die zwei Personen unterhielten, wie sich das Mädchen sträubte etwas zu sagen und dennoch so verletzlich wirkte. Sie kratzte sich am Arm und schob dabei den Ärmel nach oben, so dass die ersten Hämatome zu sehen waren. „Darf ich mir die mal genauer ansehen?“ wobei er damals auf das Ärmchen gedeutet hatte und das kleine blonde Mädchen sich erstmal mit einem Kopfschütteln dagegen entschied. „Hat dich jemand angefasst und stark festgehalten? Ohne das du es wolltest?“ wieder ein Kopfschütteln dabei umklammerte sie ihr Kuscheltier und rutschte weiter weg von ihm.
Evan, wusste das er so nicht weiterkommen würde. Also hatte er eine andere Variante aufgezogen und begann erneut, vielleicht half es ja. „Wie heißt denn dein Freund?“ hatte der Lehrling damals mit offenem Interesse gefragt und die erste Antwort des Mädchens kam endlich „Finn.“ murmelte sie damals. „Freut mich, dich kennen zu lernen, Finn.“ Na, zumindest hatte sie mal nicht den Kopf geschüttelt. „Hat Finn schon mal sowas erlebt?“ fragte er weiter und diesmal kam ein nicken wie auch stotternd „e es tu tut ihm w w weh.“ Reft nickte darauf ehe es weiter ging „Will mir Finn zeigen, wo er schon überall angefasst worden ist?“ fragte er vorsichtig weiter diesmal erntete er ein Kopfschütteln „Er da da darf darüber ni nich nicht reden.“ Jetzt musste sich Evan etwas neues Überlegen, etwas was vielleicht griff und ihr klar machte, das er ihr nichts böses wollte „Kennst du den Fingerschwur? Wenn man sich den gegeben hat, dann darf keiner der Schwörenden ein Wort sagen.“ fragte er sie. Die Kleine nickte, danach hob Evan ihr den kleinen Finger hin wie erwartet bekam er den Flügel von Finn. „Schwörst du es ihm?“ Ein lächeln legte sich auf seine Züge „Ja, natürlich! Finn wird weh getan, kannst du mir an Finn zeigen wo ihm weh getan wird?“ fragte er ruhig. Das Mädchen nickte leicht und zeigte mit dem Finger fast den Gesamten Kuscheltierkörper ab. Evan seufzte damals, jetzt saß er hier im Zug und betrachtete die gar aufmüpfige Schülerin vor sich und blinzelte von ihrer Ente zur anderen Ente. Eins zu Eins die gleiche, es schauderte ihm über den Rücken, sie konnte doch nicht das Mädchen sein, oder doch? Wollte Hogwarts ihnen beiden wieder auf die Sprünge helfen? Schweigend betrachtete er Helena die noch immer in seiner Erinnerung fuhr. In der der Doktor damals zur Tür sieht und ihren Vormund an der Tür steht, der gerade noch mit dem eigentlichen Arzt spricht und Sachen unterzeichnete. Danach versuchte Evan Helena und Finn zu ermuntern in der Kinderschublade zu wühlen und etwas zum Spielen zu finden. Kurz bevor sie aufstanden flüsterte Klein-Helena "Finn braucht Hilfe." Was die Beiden allerdings nicht sahen, weil sie so aufeinander Fixiert waren, war wie der Vormund vor der Tür hineinsah und beide anstarrte und nur leicht die Lippen bewegte. Non-Verbale Zauberei. Jetzt erklärte es sich für Yan, wieso er sich immer nur Schemenhaft daran erinnern konnte, selbst wenn sie heute so klar war, wie sonst nie. Es musste ein Vergessenzauber gewesen sein, den der Mann auf beide wirken lies. Reft und Helena gingen zur Tür und die Kleinausgabe von ihr, wurde auf den Arm genommen. Sie Zuckte zusammen kuschelte sich danach allerdings an den Mann. Evan sah ihr verbittert nach – weil er ihr nicht helfen konnte. Nicht mal dem Arzt, der ihn fragte was war, konnte er es wirklich beantworten. „Keine Ahnung…“ Damals, gab es keine Behandlungsakte mehr über das Kind, alle Bemühungen sein Wissen wieder aufzufrischen gingen ins Leere er konnte nichts mehr finden. Als hätte sie nicht Existiert.

Jetzt saßen sie sich hier in einem Zug gegenüber, wieder war es eine Situation in der er nicht viel machen konnte. Sie hielt sich fest und ließ wieder niemand an sich ran. Diesmal zwar wegen einem etwas anderen Grund, aber er tat mindestens 20 mal mehr weh, wie der damalige schmerz.
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BeitragThema: Re: Wenn die Stille ins uns Schreit.   Do 8 Sep 2016 - 15:24

Ihr Kater war umklammert worden, sie hielt ihn fest als wäre es das letzte lebendige Wesen was sie noch hatte. Es stimmte. Sie hatte nur noch ihn und Helena würde es nicht verkraften ihn zu verlieren. Niemals. Zitternd strich ihre Hand durch sein Fell, in der Hoffnung das diese Geste sie von den Tatsachen ablenkte die sie bedrückten. In ihrem Herz war die Hoffnung verschwunden, sie konnte nur den Schmerz fühlen und den Drang diesem ganzen Nebel zu entkommen, den Nebel voller Erinnerungen und Gefühlen.
Ihre Ohren hörten die Laute der Schlange, sie spürte wie Killer den Kopf zu dem anderen Geschöpf wand und ihn ebenfalls lauschte. Er verstand sie, Helena verstand sie nicht, sie verstand nur Killer.
,,Killer, dein Herrchen hat aber auch schon viel verloren.“, begleitet wurde das ganze mit einem Miauen am Ende seines Satzes und Helena fragte sich, wie es sich wohl für Reft anhören musste, nur das Miauen eines Katers zu hören, ohne die Worte wirklich zu verstehen. Immer fester hielt sie ihren Kater fest, hielt sie ihre Kuschelente fest als könnte jemand kommen und ihr diese letzten Dinge enteisen. ,,Ich will nicht sehen was es zu sehen gibt, ich will nur das es ihr wieder gut geht.“
Ihr Kater schaute zum Fenster, Helena hatte die letzten Worte nicht gehört, ihre Gedanken waren zu tief versunken gewesen, zu tief in diesem wabernden Nebel verzweigt.

Ihr Körper zuckte zusammen als sie die Bilder sah, die nun vom Fenster aus zu sehen waren. Die blauen Augen mit dem goldenen Stich starrten auf das Kind, welches auf dem Bett saß. Sofort wurde ihr Atem schneller, sie erkannte Finn, sie erkannte sich selber, nur erkannte sie diese Erinnerung nicht. Helena starrte auf die Bilder, auf die Erinnerung die sie sich wohl teilte, auf die Erinnerung die sie vergessen hatte.
Ihr kleiner Körper wirkte so verängstigt, wirkte so verletzlich, alles an ihr schrie danach, endlich in sichere Arme zu kommen. Tränen liefen über ihre Wangen, sie wusste wie sie sich in dieser Situation gefühlt haben musste, sie wusste das sie diesen Schmerz und den Wunsch in sichere Arme zu kommen immer gehegt hatte. Ihr Herz schlug schneller, sie fühlte wie ihr Herz sich verkrampfte und sie kaum noch Luft bekam. Wie dringen sie in seine Arme wollte, in die Arme des Mannes, welchen sie nie wieder sehen würde. Wie verletzlich sie in diesen Bildern wirkte, wie klein und schüchtern. Es viel ihr schwer nicht den Blick abzuwenden, es viel ihr schwer weiter zuzusehen, wie er Finn den Finger gab und ihm schwor, niemanden etwas zu sagen. Hilflos umklammerte sie ihre Ente, sie ähnelte in diesem Moment diesem Kind auf diesem Bett, mehr denn je. Ihre ängstlichen Augen waren auf die Erinnerung gerichtet und sie wusste nicht was kommen würde, sie wusste nicht was passieren würde.

Ihr ganzer Körper zuckte zusammen als sie eine vertraute Gestalt im Hintergrund entdeckte. Spenver. Er hatte sie dazu gebracht, dass ganze zu vergessen, er war es gewesen der schon einmal ihre Erinnerungen gelöscht hatte und das hatte er in diesem Moment wieder getan. Alles schmerzte, sie konnte den Schmerz in jeder einzelnen Zelle ihres Körpers spüren, ihr Atem wurde immer schwerer und alles um sie herum wirkte zu weit entfernt, als danach greifen zu können.
Helena sah wie sie den Mann umarmte, sich an diesen Mann kuschelte der ihr sonst die größten Schmerzen zu fügte. Wie sie verzweifelt versuchte ihn festzuhalten, für den Moment wo er es zu lies. Wie ihr kleiner Körper die Nähe eines Vertrauten suchte und wo ihr kleines Herz sich für einen Moment entspannte. Egal wie viel er ihr antat, sie hatte nur ihn gehabt, sie hatte nur ihn und sie hatte ihn damals schon als Familie angesehen, sie hatte nie verstanden was er mit ihr getan hatte, nie begriffen wieso er ihr so wehtat.
Das kleine Abbild von ihr, wirkte entspannt in seinen Armen, wirkte für einen Moment so, als hätte sie Ruhe gefunden, Ruhe die sie sonst nur bei Chester empfunden hatte. Alles war entspannt, sie umklammerte Finn nicht, sie hielt ihn nur fest und versuchte so viel Zeit in diesen Armen zu bekommen, wie es möglich war.

Die Bilder verschwommen, ihr ganzer Körper zitterte und ihre Hände umklammerte immer mehr ihre Familie als könnte jeden Moment jemand kommen und sie ihr entreißen. Mehr und mehr Tränen sammelten sich auf ihren Wangen und am liebsten hätte sie nach ihm geschrien, dass er sie holte, das er sie in die Arme nahm, doch aus ihren Mund kam kein Ton, nur ein Schluchzten. Es war zu viel Schmerz der durch diese Erinnerungen aufgeweckt worden war, zu viel Schmerz der sich an die Oberfläche bahnte und sie wusste, sie konnte diesen Schmerz nicht länger halten. Er fraß sich durch sie hindurch als würde ihn nichts aufhalten können, er brach aus ihr heraus wie ein Blitz aus den Wolken und für Helena schien es kein Ende zu geben.

Bevor ihre Gedanken nachdenken konnten, hatte ihr natürlicher Instinkt eingesetzt. Ihre Beine waren aufgesprungen, sie wusste das sie nur weglaufen konnte vor diesen Erinnerungen, dass sie es nicht aushielt weitere Bilder zu sehen. Mit Killer in den Armen rannte sie aus diesem Abteil, sie wusste nicht wohin sie rennen sollte, doch sie wusste dass sie hier raus musste. Sie musste ihre Familie raus bringen, Killer miaute in ihren Armen und Finn und ihn drückte sie an den Körper, der gezeichnet war von Narben.
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Evan Yan Reft
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BeitragThema: Re: Wenn die Stille ins uns Schreit.   Do 8 Sep 2016 - 23:53

Aspar hatte nach dem kurzen Gespräch, von Evan herunter geschlängelt und hatte sich auf dem Gepäckträger eingerollt dabei aber den Kopf in die Richtung des Fensters gewendet. Seine zweieinhalb Meter waren einfach nicht mehr das Ware um auf seinem Herrchen lange zu verweilen und er hatte es schon lang genug getan. Eigentlich liebte er seinen Baum den der Doktor extra für ihn mal angeschafft hatte – auf dem er im Moment auch lieber liegen würde, aber Aspar hatte heute vor Jahren die falsche Person gebissen und danach hatte sich auch sein Leben verändert. „Essssss wird ssssssseine Zeit brauchen sssss bissss essss ihr wieder besssser geht.“ sagte die Schlange noch abschließend, denn diesmal, erfuhr auch er ein neues Detail aus dem Leben seines Herren.

Evan wusste nicht, was er darauf sagen wollte, endlich gab alles irgendwo einen Sinn. Hogwarts hatte es woher auch immer gewusst. So viele Meilen waren all die Jahre zwischen ihnen gewesen und ausgerechnet hier, in diesem Schloss fanden sich die Schwörenden wieder und ein Geheimnis lüftete sich. Er wollte ihr damals helfen, er war gegangen, mit dem Gefühl etwas verpasst zu haben. Konnte es sich nie erklären was war oder eben nicht. Sie hatte damals Hilfe gebraucht, hätte dieser Schweinehund nicht die Gedächtnisse manipuliert, was wäre dann heute aus Helena geworden? Evan wollte glauben, dass es heute anders wäre. Vielleicht wäre sie irgendwie, etwas Glücklicher und hätte ihren Verlust einfach anders verarbeiten können. Aber es kam nie dazu.

Der Professor war für einen Augenblick einfach perplex, was war gerade passiert. Helena war aufgesprungen hatte die Tür aufgerissen und war raus gerannt. Er wusste nicht wie lang der Zug war, er konnte nicht sagen, ob der Zug anhalten würde, wenn sie an der Wagentür angekommen war oder ob er weiterfuhr. Der Braunhaarige sprang nach Momenten des nichts tuns auf und rannte aus dem Abteil und sah wie Helena die erste Tür schon erreicht hatte, die den Wagon ineinander aufteilte. Er rannte ihr hinterher und versuchte ihren Namen zu rufen, allerdings war es hoffnungslos. Während des hinterher Rennens sah er im Augenwinkel wie der Zug sich wieder beschleunigte. Er fuhr nicht langsamer, noch ein Grund mehr Helena nun einzuholen. Diesmal, würde er sie nicht vergessen, diesmal würde er ihr helfen können. Wenn sie jetzt nicht aus dem Zug sprang. Er stieß die Trenntür auf und sah, wie die Finnbesitzerin an einer Tür nach draußen stand und daran zerrte. Sie wackelte zu gefährlich und sprang nach weiteren heftigen rüttlern auf. Er machte einen Satz nach vorne, Evan bekam sie am Handgelenk zu greifen und zog sie wieder in den Wagon und schmiss sich mit ihr in einen windstillen Gang.
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BeitragThema: Re: Wenn die Stille ins uns Schreit.   Fr 9 Sep 2016 - 13:33

Der Kater kannte Helena am Besten, er kannte ihre Gedanken, ihre Ängste und selbst ihre Gefühle verstand er. Am liebsten würde er sie noch mehr beschützen als er es eh schon tat, aber gegen ihren Vormund hatte er nie eine Chance gehabt. Er hatte nur bei ihr sein können, sich an sie drücken und ihr beistehen den Schmerz zu ertragen. Als kleiner Kater hatte er nur gesehen wie weh dieser Mann seiner Helena wehgetan hatte und nicht verstanden was er manchmal Nachts mit ihr Tat. Er wusste das sie es früher auch nicht verstanden hatte, sie hatte ihm gesagt das es Verboten ist zu tun, aber auch das sie zu viel Angst hätte etwas zu sagen. Niemand würde ihr glauben, dazu war sie zu Labil. Er war reich, Einflussreich und die meisten Leute hatten Angst vor ihm. Genau wie die Familie. Genau wie Helena.
,,Ich weis nicht ob sie die Zeit noch hat.“

Für Helena wirkte jeder Schritt den sie rannte wie eine Minute in der ihr Herz immer schneller schlug. Es wirkte wie eine Ewigkeit bis sie die Tür überhaupt erreicht hatte, ihre Gedanken waren nur darauf fixiert ihrem natürlichen Fluchtinstinkt nach zu gehen. Weglaufen. Weit weg von all dem hier kommen, doch sie wusste egal wie weit sie rannte, egal wie schnell sie rannte, ihre Vergangenheit war schneller. Immer würde sie diese Erinnerungen, dieser Schmerz einholen und sie konfrontieren. Immer würde sie sich bewusst sein, dass er sie niemals wieder in den Armen halten würde. Nie wieder würde der Drache in der Schneekugel um das Entchen fliegen, seine Kreise ziehen und sie vor allem Übel beschützen. Es würde niemand mehr kommen, wenn sie das Halsband von Finn berührte und um Hilfe bat. Niemand außer sie selbst würde den Turm leuchten sehen, den Turm den er bis zum Schluss bei sich getragen hatte.

Ihr Herz krampfte sich mit jeden Schritt zusammen ehe sie die Tür erreichte. Etwas löste sich aus ihren Armen, ihr Kater sprang herunter und miaute. Er hoffte Helena dazu zu bringen anzuhalten, sie dazu zubringen sich hin zu setzen und hoffte das sie aufhörte zu weinen. Jede Träne schmerzte dem Kater, denn er konnte sie nicht verhindern, er war hilflos im Helfen. Sie versuchte die Tür auf zu bekommen, panisch und voller Angst, bewusst das Killer hinter ihr stand und ihr folgen würde. Überall hin. Sie wollte ihn in die Arme nehmen, ihn sagen das alles gut würde, aber sie war nicht in der Lage ihn zu belügen, sich selbst zu belügen. Mit einem lauten Geräusch riss sich die Tür auf und ein heftiger Wind blies ihr ins Gesicht, es war so als würde die Nacht sie heraus reisen wollen, sie auffordern sich im Wind treiben zu lassen. Ihre eine Hand umklammerte Finn aus Angst er könnte ihr entrissen werden. Von der Ferne hörte sie ein Miauen, ehe alles viel zu schnell ging.

Ihre Hand wurde gepackt, jemand berührte sie und bevor sie schreien, weinen oder sich wehren konnte, krachte sie unsanft auf den Boden. Noch mehr berührte diese Gestalt ihren Körper und immer mehr nahm diese Gestalt die Form an, vor welche sie mehr Angst hatte, als vor dem Tod. Helena schrie, sie wusste nicht was sie schrie, sie schlug um sich und versuchte sich aus diesen Griff zu befreien ohne ihren Finn los zu lassen. Sie umklammerte ihn als würde er ihn ihr jeden Moment enteisen. Unkontrolliert schlug sie um sich, ehe sie ihren Zauberstab zückte und die roten Funken aus ihn heraus stoben und den Gang in ein Feuerwerk aus Flüchen tauchte. Panisch und voller Angst war sie in die Tage versetzt wo sie ihm näher denn je gewesen war, wo er ihr wehgetan hatte als sie nicht tun wollte was er verlangte. Nie hatte sie sich gegen ihn gewehrt, nie hatte sie sich vor seinen Flüchen verteidigt.

Für sie war klar, wer diese Person war der sie versuchte festzuhalten, für sie hatte diese Person ein Gesicht welches sie schon seit sie denken konnte begleitete. Es war nicht Reft der sie festhielt, Helena war in ihrer eigenen Welt, fernab von der Realität. Was Real war, waren die Flüche die sie schrie, die Ellenbogen die sie in den Körper hinter ihr schlug aus Angst das er ihr wehtun könnte. Killer versuchte in Helenas Gedanken zu kommen, er versuchte sie zu beruhigen, er versuchte seinen Kopf an ihren zu drücken und den Schlägen auszuweichen. Es wirkte als hätte sie einen ihrer Albträume nur schrie sie in diesen Albträumen keinen unverzeihlichen Fluch. Sie hatte schon einmal die Kontrolle verloren und damals war nur er in der Lage gewesen sie davon abzubringen sich etwas anzutun. Sie wollte nur eins, verhindern das er ihr wehtat.
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BeitragThema: Re: Wenn die Stille ins uns Schreit.   Fr 9 Sep 2016 - 18:41

Hart war die beider Landung auf dem Wagonboden eh schon, zusätzlich hatte er eine strampelnde Helena unter sich. Reft hatte er sich die Landung auch anders vorgestellt, nie wollte er auf ihr sein. Aber es war zu spät er steckte die Schläge ein welche sie austeilte. Endlich hatte es neben sie geschafft, dennoch war es schon zu Spät. Evan sah ihren Zauberstab an und bekam den Zauber nicht mit, die funken Sprühten. Reft merkte wie er durch den Wagon geschossen wurde und an der mittleren Tür lag. Der Schwummer übermannte ihn und die Lider schlossen sich.

Ein Kitzeln im Ohr lies ihn leise lachen und langsam öffnete er die Augen. Evan begriff schnell, dass er nicht mehr in diesem Ominösen Zug saß wie auch Helena. Er sah den grauen Steinboden und wie Helena nicht unweit von ihm auf dem Boden lag. Der Schlangenkörper glitt langsam von dem seinen herunter, so dass Evan sich langsam aufrichten konnte. Er hatte etwas an den Kopf bekommen, was ihn dazu verleitete diesen zu halten. Sein Blick glitt durch den Raum und landete am Ende wieder auf der Schülerin, deren Zauberstab am Ende des Raumes lag. Der Professor wusste nicht, ob das ganze nun real war oder eben nicht. Er wusste nicht mehr, welche Flüche sie ihm entgegengebracht hatte. Aber er hatte sie, wie auch die Erinnerung nicht vergessen. Nachdem er sich wieder gesammelt hatte, krabbelte Evan rüber zu Helenas Körper, sah wie sie Finn noch immer Fest umklammerte und wie Killer seinen Kopf an ihren Drückte. Evan, nahm ihr Handgelenk nur um zu überprüfen wie fit sie war und sprach leise „Helena, wachen sie auf. Hier ist niemand, der ihnen etwas antun kann.“ Wieder ging sein Blick herum und erblickte eine große Empore mit lauter Modellen von Hügeln tunneln und ähnlichem. Er zog die Brauen zusammen und erschauderte als er das Zischen und Pfeifen der Modeleisenbahn hörte. Manchmal, hasste er das Schloss zutiefst.

Endlich regte sich etwas neben ihn wieder und sein Blick ging hinab zu seiner Schülerin. „Setzten sie sich erst auf, wenn es geht.“ raunte der Doktor ihr zu. Endlich konnte er wirklich wieder reden und hatte auch das Bedürfnis dazu. „Geht es ihnen soweit gut? Haben sie irgendwo schmerzen?“ Die Umgeschmissenen Stühle ließen ihn nur erahnen dass, sich beide darauf gesetzt haben und in Welt der Erinnerungen verschwunden waren und als es in dieser zu eskalieren begann wurden die beiden Unsanft Umgeschmissen und ihrem Schicksal wieder überlassen. „Wollen sie sich auf den Stuhl setzten, Helena?“ fragte er sie nach einigen Augenblicken wieder „Sie sollten etwas trinken.“ Evan konnte sich nicht immer alles erklären, aber was immer man brauchte der Raum der Wünsche gab es ihnen und somit auch Wasser in Kelchen.
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BeitragThema: Re: Wenn die Stille ins uns Schreit.   Sa 10 Sep 2016 - 13:22

Die Kontrolle entwand sich ihren festen Griff der Gedanken und Helena spürte förmlich wie sich alle Fäden aus diesen Netz lösten und sich in alle Winde verteilten. Langsam, einer nach einander flogen diese Fäden durch die Dunkelheit, als würden sie auf der Suche sein, nach einem neuen Netz welches die losen Fäden, verbindet. Bevor die blauen Augen ein neues Netz sehen konnten, spürte sie einen stechenden Schmerz im Körper. Es war so, als wäre sie mit allen Gliedmaßen auf einen festen Steinboden gefallen, ihr Zauberstab kullerte aus ihrer Hand und ihre Augen schlossen sich vor Schmerzen und nickten in die Dunkelheit.

Der Kater war auf Helena gelandet, er war eine Katze, er landete immer auf 4 Pfoten und nun leckte er seiner Helena über die Wange und hoffte das sie ebenfalls unversehrt wieder aufwachte. Besorgt miaute der haarige Kater und knurrte kurz, als Reft Helenas Handgelenk nahm und den Puls maß. Langsam sollte dieser Mensch doch begriffen haben, dass Helena es hasste wenn jemand fremdes sie anrührte.
Ganz in der Ferne konnte Helena seine Stimme hören, ganz langsam glitt sie aus der Dunkelheit die sie so warm willkommen geheißen hatte. Es war nicht Refts Stimme, es war eine ganz andere Stimme die in ihren Ohren klang. ,,Chester.“, murmelte sie leise und hoffte das es seine Stimme war.

Langsam rührte sich ihr Körper wieder, ganz langsam zuckten ihre Muskeln und vertrieben diesen Schmerz aus den Gliedern. Jetzt wo sie langsam zu sich kam, wurde ihr auch bewusst, dass es nicht seine Stimme war. Er hatte zum Glück ihr Handgelenk los gelassen, hatte sie nicht mehr angefasst und obwohl sie seine vielen Sätze verwirrte, setzte sie sich langsam auf. Die Erinnerungen an ihren Ausraster kamen langsam wieder zurück, ganz langsam erinnerte sie sich an die Flüche und blickte auf ihren Kater. Er und Finn waren wohlauf, dass war die Hauptsache. Hatte er den Unverzeilichenfluch mitbekommen?

Helena hasste es auf Stühlen zu sitzen, auf dem Boden hatte sie noch das Gefühl, dass ihr weniger passieren konnte. Vom Stuhl konnte sie fallen, auf einem Stuhl konnte sie sich nicht zusammenrollen und auf einem Stuhl konnte sie nicht lange sitzen. Zitternd nahm sie den Kelch in die Hand und trank ein wenig von dem Wasser. Sie sprach kein Wort zu ihm, was sollte sie auch sagen, nach dieser Erinnerung an ihre Vergangenheit, welche sie offensichtlich vergessen hatte. Sie Beide. Killer kuschelte sich auf ihre Beine, sie drückte Finn fester an sich und starrte in das Wasser, als würde dieses ihr helfen können. Wäre er nicht hier, hätte sie geraucht, hätte sich in den Nebel des Nikotins zurück gezogen und versucht die Realität zu vergessen.
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BeitragThema: Re: Wenn die Stille ins uns Schreit.   Di 13 Sep 2016 - 23:09

Es schien, als brauche sie eine Ewigkeit wieder wirklich zu sich kommen. Natürlich hatte er den Missbelibigen Blick des Katers auf sich gespürt, dies änderte allerdings nichts an seiner Pflicht seines Heilersdasein. Er hatte damals einen Schwur geleistet, jedem der einmal Hilfe brauchen würde, dem würde er helfen. Bis heute hatte er sich darangehalten, selbst wenn er darin keinen Sinn sah. Schweigend war er neben ihr gesessen und hatte gewartet. Erst als sie zu sich kam, versorgte er sie mit dem Trinken und sprach danach kein Wort mehr, nachdem er ihr diese vielen Fragen gestellt hatte. Er glaubte an keine Antworten, die er von ihr noch bekommen sollte und den Schmerz den sie Tatsächlich hatte, an diesem konnte er nichts ändern. Egal wie gut er im Heilen war, Seelenschmerzen konnte man nie gänzlich heilen.
Die Blicke trafen sich und Evan machte keine große Geste nur eine ganz kleine. Er hob seine Hand und strecke ihr wie damals, den kleinen Finger entgegen. Jetzt nach der Erinnerung, nach dem gemeinsamen Erlebnis würde sie ohne groß zu Überlegen wissen was er wollte. Er hatte ihre Flüche mitbekommen, er hatte in ihr Inneres sehen dürfen und wusste endlich, dass dieses kleine blonde Mädchen damals kein Gespinst war. Reft glaubte auch nicht, dass Helena selber darauf einschlagen würde, aber hoffte er auf Finn seine Pfote, die es damals schon Stellvertretend für Helena gemacht hatte. Sobald die Schülerin eingeschlagen haben würde, würde er ihr vorschlagen, dass er sie hoch in ihr Haus brauchte, damit sie endlich schlafen konnte, Schlaf den sie dringend benötigte.
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BeitragThema: Re: Wenn die Stille ins uns Schreit.   Mo 14 Nov 2016 - 12:44

Ihre Augen fixierten den Finger welcher er ihr entgegen streckte und nun war ihr auch die Bedeutung dieses Schwurs bewusst. Sie hatte gesehen wie er ihr dieses Versprechen gegeben hatte niemanden etwas zu sagen, er hatte zwar vergessen aber es war nicht seine Schuld gewesen. Dennoch hatte er sich an sein Versprechen gehalten und niemanden etwas gesagt, sie wusste nicht ob sie ihm vertrauen konnte, sie vertraue niemanden mehr. Dennoch hob sie Finn ein wenig an und gab ihn wie damals den Flügel um zu schwören, dass das alles hier unter ihnen bleiben würde.
Langsam kroch die Müdigkeit in ihre Adern, wie viele Stunden Schlaf hatte sie in den letzten Tagen gefunden, es waren zu wenige Stunden gewesen. Viel zu wenige. Helena konnte nicht schlafen, nicht mit dem Wissen, dass alles genau so schlimm war, wenn sie aufwachte. Nicht mit diesen Albträumen die sich in ihren Kopf breit machten, sobald ihre Augen geschlossen waren. Wohl würde sie jetzt was trinken, trinken in dem Wissen dass niemand sich dafür interessierte ob sie noch lebte oder nicht. Helena hatte denjenigen verloren den es noch interessierte, es würde keiner mehr bemerken wenn sie fehlte, oder wenn sie tot war. Der Tod war verlockend, wahrscheinlich konnte sie ihn dann wieder sehen. Er würde sie wieder in seine Arme nehmen. Vielleicht wäre er traurig, traurig dass sie es nicht geschafft hatte, trotz seiner bitte das sie es versuchen sollte. Aber er wäre der Einzige der traurig wäre, jedem anderen wäre es egal ob sie lebte oder nicht. Vielleicht würden am Anfang noch ein paar Leute mehr an sie denken, doch mit der Zeit würden sie vergessen das sie existierte, würden nicht mehr bemerken dass dort jemand war, jemand der ebenfalls die Luft eingeatmet hatte.
Ihre Augen blickten zu Killer. Er war der einzige der sie noch hier hielt. Helena konnte ihm nicht den Verlust antun. Sie wusste wie er sich fühlen würde, sollte sie nicht mehr Leben. Genau so wie sie sich jetzt fühlte. Helena konnte ihm das nicht antun. Niemals.
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