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 Bis ans Ende der Zeit

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Schicksal

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BeitragThema: Bis ans Ende der Zeit    Do 21 Jul 2016 - 21:23

Sturmstunde...-

Schon am Morgen war es dunkel und tiefe Wolken hingen am Himmel, die einen merkwürdigen violetten Schimmer hatten. Im Laufe des Tages wurden die Wolken immer schwerer, heller und brauten sich zu einem riesigen Wolkenherd zusammen, der über den Schloss hängen blieb und nur eine halbe Stunde später seine gesamte Macht zeigte, als es zu Donnern begann. Das Grollen klang wie ein Kanonenschlag und der Blitz, der daraufhin zu Boden fuhr, war so stark, dass er eine der ältesten Eichen am See niedermähte.

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Aiden Jeremy Landon
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BeitragThema: Re: Bis ans Ende der Zeit    Di 26 Jul 2016 - 4:52

Die Sonne schien auf sein Haupt hinab, seine Augen sahen selbstsicher und mit einem großen Grinsen im Gesicht in den wunderschönen Himmel empor. Neben ihm her spazierte sein bester Freund Eli. Wie so häufig brauchte sein bester Freund eine auszeit von dem Trubel im Schloss und hatte ihn deswegen gebeten mit ihm einen Spaziergang zu machen. Und da AJ nichts besseres zu tun hatte und für Eli praktisch alles tun würde, willigte er ein und genoss sichtlich die frische Luft die über Hogwarts schwebte. Aber all diese ganze Frische wurde leicht übertüncht von einem betroffenen Schweigen zwischen den beiden. Mal wieder hatten sie darüber gestritten, dass Elis Isolation vollkommen fehl am Platze war. Immerhin war er JETZT frei, FREI!! Was zur Hölle verstand Eli an dem Wort "FREI" nicht. Das buchstabierte man F R E I und bedeutete soviel wie, dass er nun sein Leben genießen konnte. Doch der große weise Eli schien das nicht einzusehen, im Gegenteil er beendete die Diskussion mit einem lauten Schnauben und seinem typischen Sarkasmus, der immer dann an die Oberfläche kam, wenn er sich vor AJs Argumenten zu schützen versuchte. Die Hände in den Hosentaschen vergraben versuchte AJ also die Situation wieder grade zu biegen und stellte sich während des Gehens, Eli in den Weg.

"Okay okay, pass auf es tut mir Leid. Ich sollte dir wohl keine Vorschriften machen was du zu tun und zu lassen hast. Ich mein immerhin musst du ja wissen was du tust. Ich bitte dich nur um eine klitze Kleinigkeit, zumindest über die Dinge nachzudenken, die ich dir gesagt habe." sagte AJ mit einem siegessicheren Blick und taxierte den anderen mit seinen lieblichen Hundeblicken. Er hasste Streit, es einfach unnötig sich zu streiten und war völlig gegen seine Lebensweise. Wieso streiten, wenn man ein Problem quasi sofort aus der Welt schaffen konnte? Leider verstanden das einige Menschen nicht und schienen es in einem Konflikt geradezu auf einen längeren Streit anzulegen. Sowas kotzte AJ noch mehr an, denn für ihn galt das Prinzip, dass Leben in seiner vollen Pracht auszuleben, glücklich zu sein und Spaß zu haben. Daher verstand er nicht wieso Eli immer so ernst und zurückhaltend war, weshalb er sich ständig isolieren musste und seine erworbene Freiheit nicht nutzte. Das war das wovon sie immer träumten und jetzt wo es soweit war, saß er wie ein Trauerkloß allein im Wald und schien sich lieber mit den Tieren abzugeben als mit den Menschen um ihn herum. Und warum? Nur weil er glaubte, dass alle Menschen gleich seien? Jemand wie Eli der so intelligent war, würde wohl kaum ein solch oberflächliches Bild von den Menschen haben. Oder doch? Er kannte die Schüler nicht einmal richtig und auch AJs Freunde schien er kaum bis gar nicht an sich heranzulassen. Alles in allem war es doch schon sehr merkwürdig. Wollte er sich etwa schlecht fühlen? Glaubte er sich dadurch zu bestrafen oder irgendwem etwas Gutes damit zu tun? Eli hatte ja gar keine Ahnung was er AJ im Grunde damit signalisierte. Er erweckte mit jedem Mal mehr Sorgen in dem großen Gryffindor, der sich jedoch seine Laune keinesfalls davon verderben ließ.

"Wenn du ehrlich bist, hab ich doch irgendwo recht oder? Ich meine, jeder braucht Freunde, zumindest ein oder zwei. Auch du und sag jetzt nicht du kommst auch allein zurecht. Es gibt auch Situationen wo man das nicht tut." erklärte AJ und hob eine Augenbraue als er spürte wie ihm das Sonnenlicht durch einen plötzlich dunklen Schatten weggenommen wurde.

Als er nach oben blickte sah er eine extrem dunkle Wolkenfront die sich über ihnen rasend schnell zusammenzog. Es raubte AJ fast den Atem, der Anblick war nicht nur imposant, sondern auch zuiefst Angst einflößend. Sowas hatte er noch nie gesehen und es erinnerte ihn irgendwie an die Zeit als sie in diesem Raum saßen und AJ panische Angst vor dem Gewitter hatte. Mit einem Mal wurde er blass als die Wolke einen riesigen Wirbel bildete und der helle Tag, beinahe zur finsteren Nacht wurde. Blitze zogen über den Himmel, ein lautes Donnergrollen bescherte ihm  eine Gänsehaut, er spürte wie der Wind immer stärker wurde und vom Waldrand aus, niemals es bis zum Schloss schaffen würden.

Noch nie in seinem Leben hatte AJ erlebt wie ein Sturm so schnell an Stärke gewinnen konnte. Der Wind wurde stärker und stärker, die Baumwipfel bogen sich im Wind, die Blätter flogen ab und Zweige brachen von den dicken Ästen ab, welche ebenfalls langsam ihren Halt verloren. Sofort packte AJ Eli am Arm und zog ihn laufend in den Wald hinein. "WEG HIER SCHNELL!" rief er und rannte in Panik vor dem Donnergrollen, völlig unkontrolliert und ohne Orientierung in den Wald hinein. Seine Angst raubte ihm den Verstand, er war kein Feigling aber Stürme waren seine größte Angst die er besaß. Er wollte noch nicht sterben und schon gar nicht auf eine solche Art und Weise. Der Sturm nahm an Intensität zu, sodass es immer schwerer wurde sich vorwärts zu bewegen. Neben ihnen krachten große Äste auf den Boden, einer hätte sie fast getroffen, wenn Eli, AJ nicht rechtzeitig beiseite gezogen hätte. Äste so dick und hart das sie einen ziemlich verletzen könnten.
Mal wieder hatte Eli ihm die Haut gerettet, doch AJs Angst nahm zu, sodass er nach der Hälfte des Weges einfach stehen blieb und bei dem lauten Donnergrollen erneut blass wurde. Er stellte sich an einen Baum und drückte sich mit dem Rücken gegen ihn, in der Hoffnung, dass er ihn in irgendeiner Weise beschützen könnte.
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Nôel Eliot Sulivan
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BeitragThema: Re: Bis ans Ende der Zeit    Sa 30 Jul 2016 - 17:01

„Lass gut sein“, meinte ich kurz angebunden und ging einfach weiter. Mein Unmut rührte aber nicht von der Diskussion her, sondern eher von der Tatsache, dass mich der einzige Mensch der mich wirklich kannte einfach nicht verstehen wollte. Und von dem kleinen aber feinen Gedanken, dass ich mir schon viel zu viele „Was – wäre – wenn“ – Szenarien ausgemalt hatte und das hatte ich alles nur meinem besten Freund zu verdanken!
Frustriert schnaubte ich und ging gar nicht weiter auf seine Fragstellung ein um diese sinnlose Diskussion endlich zu beenden. Denn eins war Fakt: Sie würden sich niemals einig werden, was diese Sache betraf.
Ich habe keine Ahnung wie ich dir begreiflich machen soll, dass es mir trotz meiner Ablehnung gegenüber den meisten anderen wehtut, wenn du immer auf diesem Thema herumreitest, dachte ich resigniert. Ich habe es schon so oft versucht – willst du mich denn nicht hören? Willst du es nicht verstehen, dass nicht ich allein es bin, der mich in die Einsamkeit treibt?

Wie lang muss ich schreien um mir Ausdruck zu verleihen?!

Wie lange war es eigentlich her, dass ich diesen Satz an die Wand geschrieben hatte, bis die ganze Tapete damit mehrlagig bedeckt war und der Teil des Zimmers aussah wie ein abstraktes Kunstwerk?
Noch in Gedanken und halb hinter meinem Freund laufen, bekam ich den plötzlichen Gemütswechsel nicht sofort mit, erst als ich fast in ihn hineinlief und er sich nicht rührte, registrierte ich das etwas nicht stimmte.
„Was denn?“, wollte ich wissen und folgte seinen Blicken. Dann gefror auch mir das Blut in den Adern und ich starrte auf die Wolkenfronten, die ich noch niemals in dieser Formation gesehen hatte.
Was war denn da nur los?
Für einen Moment war ich bewegungsunfähig und völlig fasziniert von der Wolke, die sich dort auf uns zu bewegte, bis das erste tiefe Donnergrollen zu hören war, was direkt über uns zusammenschlug. Blitze waren zu sehen und ich hörte den Wind pfeifen, der außerhalb der Bäume sicher unnormal stark war.
Verdammt…
Erst als AJ mich am Arm packte und mich hinter sich herzog während er blindlinks in den Wald lief, erkannte ich die Panik meines Freundes, die alles in ihn zu lähmen schien.
„AJ…“, versuchte ich es, kam aber nicht gegen seinen Fluchtinstinkt an, der uns immer weiter in den Wald trieb und mir einige Striemen auf der Wange einbrachte, wo Zweige gegen meine ungeschützte Haut schlugen. „AJ!“
Der Wind nahm zu und fegte durch die Bäume, die sich der Naturgewalt knarrend beugen mussten und immer mehr Äste und Laub abwarfen. Ich zog AJ mit einem Ruck zurück, als ich sah wie sich ein Baum über uns gefährlich wölbte und seinen Ast auf uns niederkrachen lassen wollte.
Plötzlich blieb AJ abrupt stehen und drückte sich an einen Baumstamm, als könnte er mit ihm verschmelzen. Er war leichenblass und seine großen, braunen Augen sahen fast wieder so aus wie in den Zeiten, als sie zusammen in diesem Zimmer jeden Sturm getrotzt hatten… egal welcher Art.
Eine unglaubliche Zärtlichkeit überkam mich und nahm mich erneut für meinen Freund ein, der nur wenigen seinen sensiblen und ernsten Seiten zeigte – schon sehr lange hatte ich dieses Gefühl nicht mehr, was mich jetzt mit einer schrecklichen Intensität zurückergriff.
Ganz sanft, aber unnachgiebig zog ich ihn vom Baumstamm und legte ihm eine Hand in den Nacken, während ich ihn nach vorne in meine Arme zog. „Scht, JayJay… ich bin hier. Bleib ganz ruhig, es wird dir nichts passieren…“
Ich blickte mich um, während ich ihn so hielt und sanft durch sein Haar strich und versuchte mich zu orientieren. Wir waren in westliche Richtung gelaufen. AJ hatte den Kurs nur um wenige Grad verändert, das hieß das wir uns nun im nordwestlichen Teil des Waldes aufhielten. Und als ich überlegte wo wir uns verstecken könnten um den Sturm nicht schutzlos ausgeliefert zu sein, zuckte ein gewaltiger Blitz vom Himmel und schlug unweit von uns in einen riesigen Baum ein, den er mit einem Mal fällte.
Ich zuckte zurück und sah die schwarze Rinde und die letzten brennenden Überreste, des einstmals stolzen Baumes.
„Scht scht…“, machte ich wieder und zog meinen völlig verängstigten Freund weiter in die andere Richtung. Wieder zuckte ein Blitz über uns und ich spürte die ersten, schweren Regentropfen.
Ich verschränkte meine Finger mit ihren klammen Gegenstücken und flüsterte in AJs Ohr: „Ich weiß einen sicheren Ort, es wird alles gut, okay? Du musst mir nur ein wenig vertrauen – komm!!“
Ich zog ihn so schnell ich konnte hinter mir her und spürte wie der Regenschauer mich durchweichte. Wir mussten es schnell zu der Höhle schaffen!!
Immer weiter beschleunigte ich meine Schritte und stieß AJ schließlich in die kleine Öffnung, die sich zwischen zwei Bäumen in einem Felsspalt befand. Ich hatte sie vor einigen Monaten durch Zufall entdeckt und ein wenig erkundet. Während ich meinen Freund drängte hineinzugehen, verbarrikadierte ich die Öffnung mit ein wenig Geröll und Büschen so gut es ging. Dann kehrte ich zu dem anderen zurück, den ich an der Hand nahm und tiefer hineinzog. Auch hier war der Sturm deutlich zu hören und immer, wenn der Wald erschüttert wurde, rieselte ein wenig Erde hinab. Mir war bewusst, dass AJ es nicht ertragen würde den Sturm im vorderen Teil der Höhle abzuwarten die eng war wie ein Besenschrank und fast zweimal so niedrig, deswegen brachte ich ihn weiter unter die Erde in den Vorhof, wo sie Höhle die Größe einer kleinen Kammer hatte.
Dort setzte ich mich und zog ihn nach. „Hier sind wir erst einmal sicher, Jay. Ja? Hör nicht mehr hin…“
Aber ich bemerkte bald, dass ihm das nicht möglich war, deswegen zog ich ihn erneut an mich und begann seinen Nacken zu kraulen, während ich sang. Meine Stimme wurde von den Wänden zurückgeworfen und übertönte die größten Geräusche von draußen.

„Weit entfernt fällt der Regen tief ins Tal. Einsamer Mensch, wohin willst du gehen? Kalt ist der Himmelssegen… Berge hoch, hoch hinauf!! Dort wo die Wolken gehen - Kalter Wind hält ihn auf – er kann die Sterne sehen! Wo nur hin, wird seine Reise ihn noch führn?“
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Aiden Jeremy Landon
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BeitragThema: Re: Bis ans Ende der Zeit    So 31 Jul 2016 - 21:43

Sein Rücken drückte sich so unermesslich stark gegen den Baumstamm, dass der Schmerz beinahe nicht mehr aushaltbar war. Sein Magen drehte sich bei dem Blick in den verfinsterten und von Blitzen überströmten Himmel. Sein Kopf war leer, sein Herz pulsierte, das Adrenalin schoss durch seine Venen und versetzte ihn in einen Angstzustand, wie er ihn seit ewigen Zeiten nicht mehr erlebt hatte. Die Angststarre setzte beinahe sofort ein, das Zittern seiner Beine machte ein weiterlaufen unmöglich, erst als er mit aller Kraft von Eli von dem Stamm weggezogen wurde und seine warme zarte Hand sich auf seinen Nacken legte, schien er sich ein klein wenig zu beruhigen. Die tiefe beruhigende Wärme seiner Arme gaben AJ das Gefühl im Auge des Sturms zu sein, sicher vor allem was sie umgab und für einen kurzen Augenblick, der für Eli nur Sekundenbruchteile bedeutete, fühlte er sich in seine Kindheit wieder zurückversetzt, zu dem kleinen Jungen der einst war und sich in eine Ecke flüchtete, wenn Blitze und Donnergrollen den Himmel zu einer Bestie formten.

AJ als Kind LNIK

Flashback

"Hilfe bitte....." murmelte ein kleiner weinerlicher Jayjay mit tiefer Angst in der Stimme. Ein Schluchzen war zu vernehmen, Tränen flossen über das junge Gesicht, das einzige was in der tiefen Dunkelheit zu sehen war, wenn die Blitze den Himmel erhellten, waren die ganz kleinen lockigen Haare. Ängstlich versteckte er sein Gesicht zwischen seinen Knien und blieb dort sitzen, die Arme um den Kopf geschlossen, die Hände stark an die Ohren gepresst. Die Tränen hörten einfach nicht mehr auf und er wusste, dass jeden Moment die Bestie vom Himmel herunterstieg um ihn zu holen, ihn zu töten. Er zitterte am ganzen Leib, jedes Donnergrollen verstärkte seinen Trieb zu weinen, bis er schließlich nicht mehr aufhören konnte. Seine Brust hatte ich verkrampft und sein Atem war längst verbraucht. Ausatmen war kaum möglich, alles in ihm drückte sich zusammen und wenn er es gekonnt hätte, wäre er sofort mit der Wand verschmolzen.

Aber dann in einer kurzen Pause, in der es absolut still wurde, sah er mit verschwommenen Blicken auf und sah zu seinem Bett. In diesem Moment war es so weit für ihn entfernt, dass er das Gefühl hatte, es nie erreichen zu können. Es war seine Insel der Sicherheit, die Decke umhüllte ihn, wärmte ihn und gab ihm die Kraft die er brauchte um diesen Schrecken zu überleben. Gerade als er mit zitternden Knien dorthin kriechen wollte, zuckte ein heftiger Blitz über den Himmel, gefolgt von einem ungeheuren Donnergrollen, dass ohrenbetäubend durch alle Räume zu hören war und von den Wänden wiederhallte. Sofort zuckte er wieder zusammen und machte sich ganz klein, noch war er in seiner Ecke sicher, bis zum Morgen würde er kein Auge zu machen und hoffte, wenn er hier ohne jegliche Bewegung verharrte, könnte ihm der Sturm nichts anhaben.

Plötzlich vernahm er leise Schritte und eine Stimme die näher kam. Sie war ruhig, sie war jung und schien näher zu kommen. Solange er nicht antwortete würde ihn die Stimme vielleicht inruhe lassen, vielleicht ließ sie ihn leben. Was redete die Stimme da? Sie sagte ihm das alles gut sei. War das ein Trick? Nein, es wurde nicht alles gut, seine Angst war viel zu stark, er wagte es nicht aufzusehen. Aber die Stimme kam ihm vertraut vor, sie glich der Stimme von Li...LI war Li das? Lange dauerte es nicht bis er die Antwort herausfinden sollte, denn ehe er auch nur ansatzweise seiner Neugierde nachgeben konnte, legte sich eine ungewöhnliche Wärme um ihn, gefolgt von zärtlichen Armen die sich um ihn legten. Er wurde an einen warmen Körper gezogen und die Stimme von Li redete mit sanften Worten auf ihn ein. Immer und immer wieder, seine Angst vor dem Körper war gewichen, doch das Donnergrollen und die Blitze waren für ihn die reinste Horror. Panisch vergrub er sein Gesicht im Shirt des anderen, drückte sich an ihn und wollte nichts sehen und nichts mehr hören. Es sollte aufhören! Irgendjemand musste doch etwas tun können! "Li..ich hab Angst! Mach das es aufhört!", brachte die weinerliche Stimme hervor und ließ die Tränen in dem Shirt des anderen trocknen.
Eine Hand legte sich plötzlich in seinen Nacken und spielte doch mit seiner Haut, was ihm nicht nur gut tat, sondern auch das kleine Herzchen in seinem Inneren etwas beruhigte. Nun tat es nicht mehr ganz so weh, wenn es gegen seinen Brustkorb schlug....
Doch dann....

- Flashback ende


Zog ihn ein lauter Einschlag wieder zurück in die Gegenwart, AJ sah ängtlich aus Elis Armen hervor und starrte auf den eingeäscherten, der von dem Blitz ohne Probleme zerteilt wurde. Sein Herz schlag beschleunigte sich und wurde wieder langsamer, als Eli ein weiteres Mal seine Stimme an seinem Ohr verlauten ließ, während seine warmen Arme ihn vor dem Sturm beschützten.

"Wieso? Wieso musste mirdas passieren? ICH BIN 16 und habe PANIK VOR EINEM STURM? WELCHE ART LOOSER BIST DU EIGENTLICH? DU DUMMER KLEINER DRECKIGER AIDEN! DU BLAMIERST DICH HIER BIS AUF DIE KNOCHEN! HAST DU DESWEGEN IMMER NOCH KEINE FESTE BEZIEHUNG, WEIL SICH KEIN MÄDCHEN BEI DIR SICHER FÜHLEN KÖNNTE? HEULSUSE!! HEUL DOCH! NA LOS HEULE!!"

Plötzlich spürte er einen Ruck und fand sich hinter Eli hergehend wieder, der ihn in die andere Richtung mit sich zog. War er verrückt? Wollte er ernsthaft mit ihm durch den Sturm stapfen? Aber seine Frage die er bisher nur gedacht hatte, sollte sich schon bald beantworten, denn kaum hatte er diesen Gedanken erfasst, flüsterte Eli ihm ins Ohr, dass er ihm vertrauen sollte. War das ein schlechter Scherz? Wieso sollte er Eli nicht vertrauen? Er war sein bester Freund und sein einziger Schutz der zwischen ihm und diesem gewaltigen Sturm stand. Aber obwohl er Eli vertraute und in diesem Moment ihm so dankbar war, dass er ihm jeden Gefallen getan hätte , bewegten sich seine beine kein Stück, zumindest nicht von alleine. Erst als der junge Ravenclaw mit einer gewaltigen Kraft hinter sich herzog und die ersten schweren Regentropfen seine Haut berührten, bewegten sich seine Beine beinahe mechanisch. Trotz seiner guten Kondition hatte er ernsthafte Probleme mit Elis schnellem Schritt standzuhalten, sein Körper wollte nicht wie er und verbrauchte den größten Teil seiner Energie für die Bekämpfung seiner Angst. Was wen der Sturm sie schlucken würde? War das ihr Ende? Würde er nie wieder in den Genuss der leckeren Speisen von Hogwarts kommen? Vielleicht traf sie hinter der nächsten Ecke schon ein Blitz oder einer der herunterfallenden Äste schlug ihnen auf den Kopf. All das war möglich und so spinnte sich AJ viele mögliche Szenarien, die sich alle bewahrheiten konnten, aber zugleich auch nicht.

Die Übelkeit nahm zu und erst als Eli ihn in eine Felsspalte hineindrückte und den Eingang etwas verschloss, schien sich sein Herzschlag ein wenig zu beruhigen. Doch der immer stärker werdende Wind und das Grollen am Himmel waren immer noch sehr gut zu hören und ließen die Angst in ihm stetig wachsen. Sofort ergriff Eli seine Hand und führte ihn durch die Höhle, das Zittern in seinem Körper verstärkte sich, als die Erde auf ihn hinab rieselte. Es gab schlimmeres als in einem Sturm gefangen zu sein, nämlich von ihm unter Steinen begraben zu werden! Stillschweigend aber langsam folgte er Eli, seine Beine gaben langsam nach ud als sie einen größeren Raum erreicht hatten und Eli sich auf den Boden setzte, sackte sein Körper völlig in sich zusammen, sodass er sich ganz klein mit dem Kopf zwischen den Beinen, gepeinigt und in Panik versetzt, direkt neben Eli setzte. Er wollte nicht zittern!

"NICHT ZITTERN! Hör auf BITTE! ZITTER NICHT; DAS IST DOCH PEINLICH!!! WELCHES MÄDCHEN STEHT AUF SO EINEN WEICHLING WIE DICH??? KEIN EINZIGES! WENN SIE ERSTMAL DEINE ANGST KENNEN WERDEN SIE DICH ALLE AUSLACHEN UND VERSTOßEN!!"

Sein Körper war stärker als er, sein Glaube erloschen und in ihm zog sich wie damals in seiner Kindheit alles zusammen. Es schnürte ihm den Atem ab, erst als Eli ihn ergriff und ihn beinahe mühelos (weil AJ kaum noch Kraft hat um Widerstand zu leisen) an sich heranzog, seinen Nacken kraulte und genau wie damals ein Lied vor sich her summte, schienen sich die Körperstarre und die Panik langsam wieder zu verflüchtigen. Die Stimme übertönte die Geräusche draußen und um sich zu beruhigen summte er leise mit, während beinahe regungslos bei Eli blieb.

Dann, in einer kleinen Pause, in der Eli kurz aufhörte, drängte AJ sich zu einem einzigen Wort, dass ihm aus dem Munde entwich. "Danke...danke..." murmelte er, wobei sich seine Stimme extrem kratzig anhörte, weil sein Hals völlig ausgetrocknet war. "E...E...es tut mir Leid...ich...ich..ich konnte nicht anders...ich....hatte Angst..." murmelte er vor sich hin und hoffte das Eli ihm verzeihen würde. Dieser eine Augenblick war es, der ihn mit seiner Kindheit wieder verband und es war als ob der kleine Jayjay von damals und der große in diesem Moment wieder ein und dieselbe Person waren, sie sprachen gleichzeitig und im Chor.

Sein Herzschlag verlangsamte sich und er drängte sich noch mehr an Eli, um seine Wärme tief in sich aufzunehmen. "Du bist der Beste...mein Li..." dieser Spitzname, den er nun verwendete hatte er seit über neun Jahren nicht mehr verwendet und nun wo seine größte Angst hervortrat, kam auch damit zugleich ein alter Spitzname den er damals so geliebt hat, wieder zum Vorschein. Leise summte er weiter die Melodie mit Eli im Einklang, während draußen nicht weit von ihnen entfernt, der wohl mächtigste Sturm herrschte, den Hogwarts in den letzten einhundert Jahren je gesehen hatte.
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BeitragThema: Re: Bis ans Ende der Zeit    Mo 15 Aug 2016 - 14:06

Als ich die leisen Worte meines bestens Freundes hörte, blieb mir der Atem, den ich gerade geschöpft hatte um weiter zu singen im Hals stecken. Hatte er sich wirklich gerade bei mir entschuldigt, nach alldem? War das denn sein ernst?
Ja, wurde mir klar, weil er sich das selbst mehr übelnahm als jeder sonst. Schon damals war ihm diese Angst hochgradig peinlich gewesen… damals hatte er niemand anderen an sich herangelassen, auch nicht die freundliche Schwester, die sich eine Zeit lang um sie gekümmert hatte. Er hatte keinem soweit vertraut, außer mir…

Und du hast ihn auch im Stich gelassen, nicht wahr?

Ich zog seinen Kopf näher um ihn ins Ohr zu flüstern und die Reize von außen gar nicht so weit zu ihm durchdringen zu lassen. „Hör auf dich zu entschuldigen, JayJay“, hauchte er und streichelte mit der anderen, freien Hand über die bebenden Seite seines Freundes. „Es ist okay… es ist vollkommen in Ordnung Angst zu haben. Ich bin ja hier… ich werde dich beschützen, hörst du? Nichts und niemand wird dir etwas tun, solange ich da bin… ich verspreche es!“
Als würde meine Magie auf diese Worte reagieren, legte sie sich um uns und brachte die Luft der Höhle statisch zum Knistern. Plötzlich war nichts mehr von draußen zu hören, alles verstummte. Nur mein eigener Herzschlag projizierte sich in die Stille der Höhle. Eine Angenehme Wärme breitete sich auf und kurz wünschte ich mir, dass sie immer so reibungslos funktionieren würde, wie in diesen Moment. Doch kaum war der Gedanke gekommen, verwarf ich ihn auch schon wieder und konzentrierte mich auf meinen Freund, der sich langsam wieder etwas zu fangen schien.
„Mein Herzschlag flüstert deinen Namen… weißt du noch?“, fragte er leise schmunzelnd und strich weiter über seine Seiten, seinen Rücken und ab und an auch seine Wangen.
Dieser Teil ihrer Vergangenheit hatte sie noch nie zur Sprache gebracht, auch nach fünf Jahren Schule nicht. Es gab noch immer diese imaginäre Grenze, die ihre Vergangenheit von ihrer Gegenwart trennte und sie hielten sich strikt an sie. Umso erstaunter war ich, dass der alte Spitzname wieder in AJ durchgebrochen war. „Ich habe es niemals vergessen. Als ich alleine in einem noch viel dunkleren Zimmer saß, habe ich sogar angefangen es zu vertonen, weißt du?“, brach er zum ersten Mal diese Grenze auf, wohl wissend, dass dies eine einmalige Situation war.

Flashback

„Sie haben uns schon wieder gelinkt!“
„Ich weiß…“
„Ich … ich wollte das nicht, ehrlich Li!“
„Ich weiß…“
„Und du bist mir trotzdem böse deswegem?“
„Nein…“
„Warum reagierst di dann so?! Du weißt doch, dass ich nichts dafür kann! So denke ich nicht wirklich! Das habe ich noch nie… bitte, glaub mir das… Nichts liegt mir ferner, als dich in irgendeiner Weise zu verletzen!“
„…“
„Ich komm zu dir ja? Darf ich dich umarmen?“
„Okay…“
„…“
„…“
„Ich hasse diese Arschlöcher! Sie nutzen uns einfach aus wie Laborratten!“
„Das haben sie doch schon immer getan…“
„Trotzdem ist das kein Freifahrtsschein!! Die denken auch, die können sich alles erlauben!“
„…“
„Sag mal, was hast du da eigentlich? Was hältst du denn da die ganze Zeit versteckt!“
„Ni – nichts…“
„Ja, ne ist klar!“
„Jay… nein… ah!! Hör au – auf… bitte!“
„Dann zeig her was du da hast! Ich werde dich solange kitzeln, bis ich es sehe!!“
„Nein!“
„Doch!“
„NEIN!“
„DOCH!“
„Jay!“
„Ha! Erwischt!“
„Bitte… schau da nicht rein!!“
„Was denn ist es etwa ein Liebesbrie – was? Wieso wirst du rot, lieg ich etwa richtig…?!“
„Qua – Quatsch…“
„Ja natürlich und warum siehst du mich dann nicht an?“
„…“
„…“
„…“
„Sag doch was…“
„Li… das ist… das ist so…“
„…“
„Nein! Du verstehst mich falsch – sie mich an! Das ist super! Das hast du für mich geschrieben, oder?“
„Ich… ich…“
„Danke Li… wirklich…“
Nach einiger Zeit des schweigenden Zusammensitzens.
„Weißt du was, lass uns das als Passwort nehmen!“
„Hm?“
„Na Mein Herzschlag flüstert deinen Namen… lass es uns als Passwort nehmen, damit wir erkennen das wir es sind.“
„Du meinst, wenn sie wieder …?“
„Genau…“
„Okay…“

Flashback End

Als ich ganz sicher war, dass mein Freund sich wieder gefangen hatte, hörte ich auf mit summen und löste mich etwas von ihm um ihn die Situation nicht noch unangenehmer zu machen als sie schon war. Doch den Körperkontakt brach ich nicht komplett ab. Stattdessen lehnte ich mich an seine Schulter und blickte zu der dunklen Decke hinauf.
Nun, die nächste Frage ist, wie wir wieder hier rauskommen, wenn der Sturm vorbei ist, dachte er. Versteck gut und schön, aber nach so einem Sturm wird wohl kein Ast mehr sein wo er vorher war.
Während er in Gedanken die verschiedenen Möglichkeiten durchspielte, lauschte er dem Atem seines Freundes, der durch die magisch erzeugte Stille glitt.
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BeitragThema: Re: Bis ans Ende der Zeit    Mi 7 Sep 2016 - 1:48

Die Worte von Eli, seine Stimme und die Wärme die sein Körper abgab trösteten ihn etwas, gaben ihm halt und ließen seine Angst dramatisch sinken. AJ nickte jeden Satz beinahe mechanisch ab und versuchte seinen zitternden Körper wieder unter seine Kontrolle zu bringen. Erst als die Höhle in eine merkwürdige Atmosphäre versetzt wurde, blickte er auf und spürte diese ungewöhnliche Vertrautheit um sich herum. Es war als ob Elis Gegenwart nicht nur neben ihm, sondern überall in der Höhe war. wie eine Decke die ihn sanft und schützend umgab und ihm das Gefühl verlieh absolut sicher und geborgen zu sein. Selbst die schrecklichen Geräusche des Sturms, der draußen große Zerstörung anrichtete, wurden damit völlig ausgesperrt. Die Atmosphäre, und die Wärme die ihn umgaben waren seinem Körper so sehr vertraut, dass sein Herzschlag sich automatisch verlangsamte und seine Angst mit jedem Augenblick ein wenig mehr im Nichts verpuffte. Elis Geruch gelang sanft in seine Nase, tief atmete er jeden Zug dieses Geruches tief in sich ein, um ihn so gut es geht für lange Zeit zu konservieren.

Er liebte diesen Geruch, manchmal wenn er alleine irgendwo auf den kalten Straßen Londons unterwegs war, glaubte er denselben Geruch wahrzunehmen. Jedes Mal aufs Neue blieb er stehen um sich suchen nach seinem besten Freund um zu sehen, nur um am Ende wieder einmal zu begreifen, dass er wohl für immer tot bleiben würde. Der Geruch war unverwechselbar und höchst einmalig, aber jedes Mal ließ er AJs Herz höher schlagen oder die Angst verfliegen, je nachdem in welcher Gefühlslage sich Jay befand. Damals hatte er geglaubt das sein Herz nur höher Schläge weil er hoffte Eli zu erblicken, doch mit der Zeit in Hogwarts wurde ihm klar, dass es nicht nur darum ging, sondern auch darum ihm nahe zu sein und das Lächeln auf seinen Lippen zu erblicken. Jenes das  AJ immer wieder zum lachen brachte, das so glücklich wirkte wie nichts anderes auf der Welt.

Tief in den Kampf mit seiner Angst verstrickt, kam es ihm so vor als würde jede Minute zu einem Jahr werden. Erst als Eli ihn auf ein sehr altes Passwort ansprach, dass er ihm einst in einem anderem Zusammenhang in einem Brief geschrieben hatte, sah der gebräunte Gryffindor sanft lächelnd zu ihm auf.

"Wie ich könnte ich das vergessen. Einen so schönen Brief hab ich noch nie zuvor erhalten. Ich hab ihn sogar noch" erwiderte er und wurde rot im Gesicht als Eli ihm sagte, dass er es sogar extra für ihn vertont hatte. Sofort weiteten sich seine Augen und immer wenn er gerührt oder überrascht war, sah er aus wie ein kleiner Hundewelpe, der seine Hundemutter mit großen neugierigen und leuchtenden Augen ansah. Wieder schlug sein Herz höher, sein Selbstvertrauen kehrte mit jedem weiteren Wort das der junge Ravenclaw sagte wieder zu ihm zurück. Da war etwas in Elis Augen, etwas hatte sich verändert und stach nun sehr viel deutlicher hervor als noch vor Jahren. Da war ein Leuchten in seinen Augen und das jedes Mal wenn er mit AJ an einem Ort zusammen war. Und komischerweise war es bei AJ nicht viel anders, egal wie viele Freundschaften er einging, egal wie gut er sich mit Jeffrey und Kayla verstand, mit keinem der beiden fühlte er sich je so verbunden wie mit Eli.

"D-Du hast es extra für mich vertont? Hast du es denn noch ? Ich würde es mir so gerne anhören." fragte er ein euphorisch, wobei er seine Angst beinahe völlig zu vergaß, Elis rührende Geste mit der Vertonung hatte ihn so sehr abgelenkt, dass er gar nicht mehr an den Sturm dachte, im Gegenteil sen Selbstbewusstsein kehrte wieder zu ihm zurück.
Sanft drückte er seine Wange an Elis Shirt und lächelte nun noch etwas breiter, auch wenn er in diesem Moment lächelte, trügte der Schein doch die Realität.Denn auch wenn er sich im Moment sicher fühlte, mussten sie früher oder später da hinaus und das bedeutete, dass AJ sich seiner größten Angst stellen müsste. Die dunklen bedrohlichen Wolken, die wie ein Raubtier ihre Krallen nach ihm ausstreckten, der heulende Wind der manchmal sogar einen Tonardo ankündigte, waren das Schlimmste für AJ an einem jeden Sturm.   "In was für einem dunklen Zimmer saßt du da eigentlich?", fragte er neugierig nach und sah mit unschuldigem Blick fragend zu ihm hoch, als ob er eine Geschichte von ihm erwarten würde.

Ganz allmählich jedoch fing sich der große Gryffindor wieder und setzte sich vorsichtig auf.  Sanft löste er sich ein wenig von Eli, behielt den Körperkontakt jeodch weiterhinbei. AJ spürte wie sich Eli an ihn anlehnte, ein schöneres Gefühl konnter in diesem Moment einfach nicht verspüren.Es war als würde Eli ihn allein durch seine Präzsenz glücklich machen und jede Angst so schnell es geht eindämmen.  und zur dunklen Decke hinaufstarrte, als ob er nach irgendetwas suchen würde. Verwirrt versuchte er das zu sehen was Eli sah, ehe er wieder zu ihm schaute. "Ist da oben was besonderes oder wieso starrst du zur Decke hinauf?" fragte er und konnte sich schon fast denken, was dieser nachdenkliche Augenblick zu bedeuten hatte. "Ich schätze mal hier rauszukommen wird nicht so einfach wie hier rein hm? Meinst du wir können über denselben Eingang hier raus wie wir reingekommen sind?" harkte er vorsichtig nach und versuchte dabei einen Arm um seinen besten Freund zu legen, einfach nur um ihn noch enger an sich zu drücken und mehr von seinem Geruch einzuatmen, jeden Augenblick mit ihm zu verbringen und seinen Kumpel genau zu beobachten. War AJ etwa sowas wie verliebt? Wenn ja, dann war es eine unterbewusste Liebe, die auf Gefühlen basierte, die noch nicht an die Oberfläche drangen, aber schon sehr stark die Barrieren die AJ innerlich aufgebaut hatte, wieder neu einzureißen. Er war sich sicher, irgendwann würde er schon noch herausfinden, welche Art von Gefühlen AJ für seinen Li empfand.
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Nôel Eliot Sulivan
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BeitragThema: Re: Bis ans Ende der Zeit    So 11 Sep 2016 - 17:18

Ich presste die Lippen bei den Worten zusammen und versuchte nicht dieses Kribbeln in meinen Bauch zuzulassen, doch mein Körper hörte einfach nicht auf mich. Das Glücksgefühl das mich übermannte, als AJ gestand das er den Brief, den ich damals in aufwendiger Kleinarbeit geschrieben hatte noch besaß, brachte mein Herz dazu ein paar Schläge auszusetzen.
Wieso sollte er ihn so lange aufheben, wenn er ihm nichts bedeutet hat? Selbst über die schwere Zeit auf der Straße hat er ihn mit sich mitgeschleppt… heißt das nicht doch was?
Die Hoffnung, die in mir keimte, drängte ich grob zurück und versuchte mich wieder auf meinen Freund zu konzentrieren.
„Ja habe ich“, meinte er und blickte auf seine Hände, die im Moment von dem Schlamm des Eingangsbereiches bedeckt waren. „Aber ich denke nicht, dass es wirklich hörenswert ist…“

Womit du richtig denkst. Es ist gequirlte Gefühlsscheiße, die dir eh nichts bringt außer Schläge!

Ich legte meine Hände wieder in seinen Nacken um ihn noch wenig von der Realität, die uns früh genug wieder einholen würde, abzulenken und ihm meine Nähe zu geben, die er sich mit einer freundschaftlichen Geste einforderte. Ganz behutsam ließ ich meine Finger durch die kurzen Haare seines Haaransatzes gleiten und dachte zurück an die langen, wilden Locken, die er damals gehabt hatte, als man uns noch verwahrlosen ließ.
Irgendwie vermisste ich sie und doch konnte ich verstehen, warum er es nicht mehr ausgehalten hatte seine Haare lang zu tragen. Immerhin gab es sowohl äußerlich als auch bewusst mental nichts mehr was an meinen alten Freund erinnerte, der sich nachts panisch in mein Bett schlich und sich solange an mich klammerte, bis er eingeschlafen war. Die inneren Welten die den Vergangenheits – AJ mit dem Gegenwarts – AJ trennten, waren immens und doch konnte ich immer noch den kleinen Jungen von damals durchblitzen sehen – eben in Situationen wie dieser. Egal wie anders AJ sein Leben jetzt auch betrachten wollte und wie sehr er sich gegen Negativität, Ängste und Erinnerungen sperrte; er konnte ihnen eben doch nicht ganz entkommen, egal wie schnell er rannte. Wenn das jemand wusste, dann ich…

Irgendwann wird es ihm die Beine brechen, das alles. Dann wird er nicht mehr wegrennen können, sondern nur noch kriechen und unter der Last, die sich aufgestaut hat, begraben werden. Dieser Tag wird ein Festtag!

Ich drängte die Gedanken beiseite, die mir so fremd erschienen, als hätte eine vollkommen andere Person gesprochen und begann ihn im Nacken zu kraulen, während ich mich entschied ihn ein wenig zu erzählen um ihn noch von der Situation abzulenken, solange ich es vermochte.
„Nun… ich habe dir ja gesagt, dass ich mein Zimmer nicht verlassen habe als ich in London war“, sagte er leise und zuckte mit der freien Schulter. „Eigentlich habe ich da viel Zeit gehabt um zu lesen zu schreiben und an dich zu denken…“

Solange er nicht da war, war es eigentlich fast schön…

Ich sah das Zimmer, was im Tageslicht aussah wie ein harmloses Teenagerzimmer in den man jederlei Abenteuer erleben kann, die man wollte. Das große, gemütliche Bett war mehr als ich jemals an Schlafmöglichkeiten besessen hatte. Und trotzdem wurde dieses Zimmer fast jede Nacht für mich die Vorhölle. Denn dann wenn der Hausbesitzer zurückkam, verlangte er all meine Aufmerksamkeit von mir ab und aus den hellgestrichenen vier wenden wurde eine Höhle aus Demütigung, Schuld und Folter.

Komm schon, stell dich nicht so an, das habe ich extra für dich ausgesucht, echote die tiefe Männerstimme, die ich niemals in meinen Leben vergessen würde und lachte rau. Aaahh… ich wusste doch das du es magst. Na siehst du? Ich wusste doch, dass es zu einem so verdorbenen Jungen hervorragend passt!

„Objektiv betrachtet“, sprach ich weiter um meine Gedanken zu verdrängen. „… hatte ich eine ruhige Zeit in dem Zimmer – jedenfalls größtenteils!“ Setzte ich noch nach, weil sich die Lüge beinah verräterisch anhörte. „Es war eine ungewohnte aber schöne Abwechslung mal regelmäßig Mahlzeiten zu kriegen ohne darum betteln zu müssen.“
Ich gab ein Geräusch zwischen Belustigung und Empörung von mir. „Aber schenken tut einem eben niemand was…“
Meine Gedanken glitten bei diesem Gespräch zurück in die Vergangenheit und für mehrere Minuten wo ich in mich selbst abtauchte, nahm ich meinen besten Freund, der so eng bei mir saß nicht mehr wahr. Erst als AJ sich wieder aufrichtete, zog er meine Aufmerksamkeit wieder auf sich und ich lächelte ihn sanft an.
Ich würde ihn irgendwie hier herausbringen auch wenn es sich sicher nicht einfach gestalten würde, ich würde nicht zulassen das ihn irgendetwas einengte… ihm Angst machte… ich war bei weitem nicht mehr so schwach wie früher!
Auf AJs Frage hin, sah ich ihn wieder an und nickte. „Ein wenig Sorgen macht mir die Decke. Die Höhle hat keine Stützen…wenn sie einstürzt, wird sie es komplett tun.“ Er blickte wieder zur Decke empor und seufzte. „Aber ich glaube nicht, dass sie das sie einstürzt. Sie scheint schon älter zu sein, sicher hat sie schon einige heftige Stürme überlebt…“
Mein Blick legte sich wieder auf das Gesicht meines besten Freundes, was plötzlich deutlich unruhiger aussah und ich schmunzelte leicht. „Schau nicht so… wie werden hier schon nicht verschüttet werden. Wenn der Sturm ein wenig abgeflaut ist, können wir nach einem anderen Ausgang suchen.“
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BeitragThema: Re: Bis ans Ende der Zeit    Fr 30 Sep 2016 - 21:37

Genau das liebte er so an Eli, seine Bodenhaftigkeit und seinen Mut in Situationen, wo man vor Angst beinahe sterben könnte. Jedes Mal wenn AJ in Panik verfiel, griff er nach einem Anker im Meer von Mühsal, um ihn vor seiner eigenen Angst zu beschützen. Dabei war doch AJ eigentlich derjenige der Eli immer beschützen wollte. Manchmal war der Kleine so mutig und selbst wenn er sich bei dem was er sagte absolut nicht sicher war, versuchte er trotzdem eine gewisse Fassade aufrecht zu erhalten, um den ängstlichen Gryffindor mehr und mehr zu beruhigen. So schnell wie Eli, hätte keiner ihm die Angst vor einem Deckeneinsturz angesehen. Doch zu welchem Preis war er so mutig? Wer half ihm in dieser Situation seine Angst unter Kontrolle zu behalten? AJ wusste sehr genau, dass es extrem schwer war, die Nerven zu behalten und für den anderen stark zu sein. Besonders dann man sich seiner eigenen Lebensgefahr ausgesetzt sah und die Chancen zu überleben, dramatischen sanken.

"Klar, wir schaffen das, außerdem gibt es immer mehr als einen Ausgang." erwiderte er mit einem Lächeln im Gesicht, dass seine Angst mal wieder überdecken sollte. "Nur eines stört mich. Ich halte mal fest, wie sind im verbotenen Wald, da draußen tobt ein Sturm und das hier ist eine riesige Höhle. Bin ich da der einzige der sich fragt, ob die Höhle vielleicht...." Aj stockte bei den Worten und wurde ein blasser im Gesicht, als er den Gedanken dabei war zuende zu denken. "bewohnt ist..", falls diese Höhle ein Werk der berühmt berüchtigten Acrumantula-Spinne war, hatten sie beide ein ernsthaftes Problem. Jeder der über die Gefährlichkeit dieser Riesenspinnen informiert war, wusste auch das die sehr auf Menschenfleisch standen und AJ war nicht willens seinen Hintern hier zulassen. "Bitte sag mir...das du dir sicher bist, dass hier keine Spinnen drin leben!" murmelte AJ vor sich hin ohne Eli wirklich anzuschauen. Um die Reaktion seines Freundes zu sehen wandte er seinen Kopf Eli zu und wartete mehr als nur darauf, dass er ihm mit NEiN antworten würde.

Komm schon du bist doch ein wandelndes Lexikon. Sag auf deine schlaue Art und Weise: Nein, das ist aus dem Grund oder aus irgendeinem anderem Grund nicht der Fall. Hier leben keine Spinnen, das ist ausgeschlossen!

Manchmal kam es vor, dass er Elis Stimme in seinen Gedanken hörte oder versuchte nachzumachen um sich seine Angst vor gewissen Dingen zu nehmen. Und im Augenblick war seine größte Sorge hier auf ein paar Spinnen zu treffen. "Was hier drin auch leben sollte, ich hab keine Lust als Nahrung zu enden." sagte er mit einem großen Grinsen im Gesicht und rappelte sich langsam auf. "Was meinst du? Suchen wir schon mal nach einem anderem Ausgang? Nicht das uns noch ein Höhlenbewohner überrascht. Vielleicht ist der Sturm bis dahin ja genug abgeschwächt, sodass wir diesen gruseligen Ort verlassen können.", da fiel ihm mal wieder eine sehr wichtige Tatsache auf, die er sich selbst vorwerfen könnte. Er war in den verbotenen Wald gerannt und hatte Eli in diese Situation gebracht. So gesehen also war AJ es schuld, dass sie hier drin augenscheinlich gefangen waren. "ich...ich..ich wollte mich nochmal bei dir bedanken Eli...du hast mich abermals wahrscheinlich davor bewahrt mir in diesem Sturm wer weiß was für Verletzungen zuzuziehen. Ohne dich hätte mich vielleicht ein Ast oder ein umgeknickte Baum erwischt. Oder ich wäre in irgendein Tiernest gerannt und die hätten mich verspeist. Naja, aufjedenfall danke. "sagte er und öffnete noch im selben Moment seine Arme, als Geste ihn umarmen zu wollen. "Wenn ich dich nicht hätte, wäre ich verloren. Ohne dich ist AJ nicht mehr AJ, sondern nur noch ein halber AJ. Und das eben mit dieser wunderschönen Atmosphäre, war echt eine geniale Sache von dir. Sowas hab ich in meinen kühnsten Träumen nicht erwartet.", gestand er, erzählte Eli aber nichts davon was er damit in dem großen, lässigen Gryffindor noch ausgelöst hatte.

Er war froh wenn sie endlich wieder Tageslicht erblickten und auf dem Weg zurück zum Schloss waren. Allein der Gedanke in der großen Halle sitzen zu können und was zu essen, spornte ihn umso mehr an und half ihm seinen letzten Mut zusammenzunehmen. Aber waren sie wirklich allein? Würde die Suche nach einem Ausgang so leicht werden? Entweder blieb es ein Wunschdenken von AJ oder sie begegneten auf ihrem Weg nach draußen wirklich noch einem sehr unliebsamen Höhlenbewohner.
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BeitragThema: Re: Bis ans Ende der Zeit    Sa 1 Okt 2016 - 17:31

Für einen Moment lehnte ich mich an die Erdwand zurück und versuchte meinen Herzschlag zu verlangsamen. Auch AJ schien wieder zur etwas zur Ruhe gekommen zu sein, zumindest konnte er wieder versuchen zu lächeln, auch wenn er weit davon entfernt war mich zu täuschen war es ein gutes Zeichen. Ich legte meinen Kopf an seine Schulter und versuchte mich selber wieder etwas in den Griff zu bekommen.

Es ist alles gut, er ist in Sicherheit… wir sind hier,… zusammen uns kann nichts geschehen, wenn wir zusammenbleiben, redete ich mir ein und atmete gezwungen ruhig ein und aus.

Auch wenn ich bisher meine Angst nicht gezeigt hatte, ich spürte sie wie sie tief in meinem Inneren ihre Kreise zog. Nur waren meine Ängste vielleicht anders, als die meisten es sich in diesen Moment denken würden, denn anders als AJ hatte ich nicht Angst um mich selbst, sondern lediglich um meinen Freund in den gerade wieder Leben zu kommen schien.
Ich hob den Kopf und unterbrach meine Meditation als ich die stockende Stimme des sonst so tapferen Gryffindors hörte und aufmerkte.
Ich merkte etwas erheitert in welche Richtung seine Gedanken drifteten, als er wieder blasser wurde und meinte: „Okay, hier leben keine Tiere.“
Dass ich das nur sagte, weil er mich darum gebeten hatte und das es in einer Höhle unter dem Wald völlig absurd war nicht auf Tiere zu stoßen schien auch ihm aufzugehen das konnte ich an seinen tadelnden Blick erkennen, den er mir darauf zuwarf und mich zum Grinsen brachte.
„Komm schon, beruhig dich wieder“, sagte ich aber dennoch beschwichtigend und wurde wieder ernst, als ich bemerkte das dies kein Scherz von ihm war. „Die Spinnen leben nicht so nah am Schloss und weit in den Wald sind wir wirklich nicht gekommen.“ Ich strich sanft über seinen Arm und lächelte. „Vielleicht haben sich hier ein paar Tiere vor dem Sturm versteckt…. Borachalos Echsen oder ein Erddrachen, vielleicht auch ein Cransis – aber nichts mit dem wir nicht fertig würden, okay?“ Er schmunzelte leicht. „Als ob ich zulassen würde, dass dich irgendein Tier als Futter missbraucht…“
Wir sahen uns einen Moment an und die prüfenden Blicke ob ich auch die Wahrheit sagte und ihn nicht nur beruhigen wollte, waren mir vertraut und willkommen. Anscheinend schien er mir auch zu glauben, denn kaum hatte er sich von meinen Augen gelöst, richtete er sich auch schon auf.

So ein Unsinn, diese Zelle wird nicht so schnell abnehmen… sie wird durch die vorhandenen Wolken nur noch wachsen…

Ich sagte nichts, ließ ihm in den Glauben und stand ebenfalls auf um ihn zu folgen. Wenn es AJ half hier ein wenig herumzulaufen um sich von dem Sturm draußen abzulenken, war ich der letzte der es ihm verwehren würde. Etwas verdutzt hielt auch ich an, als er plötzlich wieder stehen blieb.
Seine Worte berührten mich auf eine Weise, die nur er vermochte und ich folgte seiner Einladung und kam näher um ihn zu umarmen.
„Red keinen Unsinn“, sagte ich leise und lehnte mich ein wenig in die Umarmung. „Für sowas musst du dich nicht bedanken – das ist doch selbstverständlich… ich würde niemals zulassen, dass du alleine in einem solchen Sturm bist, auch wenn ich dich vorher suchen müsste.“ Er löste sich ein Stück und lächelte eines seiner seltenen und recht strahlenden Lächeln. „Hast du vergessen, dass wir nur im Team gut funktionieren? Ohne dich bin ich auch nicht vollkommen, also ist es gegen mein Prinzip dich sterben oder vor Angst erstarren zu lassen.“
Ich löste mich sanft wieder aus seinen Armen und nahm seine Hand. „Komm hier lang. Wir müssen in die untere Schicht um uns zu orientieren.“
Nach einem kurzen Weg durch die lehmige Höhlenhalle, die von Stalaktiten und Stalakmieten nur so wimmelte, sprang ich einen kleinen Vorsprung hinunter in den unteren Teil des riesigen unterirdischen Traktes. Vorsichtig tastete er sich voran und griff AJs Hand, als dieser hinter ihm landete fester. Im Gegensatz zu der oberen Schicht, die durch Wurzeleinwüchse, kleine Löcher in der Decke und der lichten Erde das Tageslicht noch in einer dämmrigen Form durchließ, war der tonartige Lehm hier unten lichtunduchlässig und machte die Umgebung stockfinster.
„Jetzt wäre es Zeit für ein Lumos, JayJay“, zog ich ihn sanft auf, als er auch nach mehreren Metern keine Anstalten machte um uns zu erhellen.
Als das blaublasse Licht auf die Höhle traf und uns den schmalen Gang mit den riesigen Rillen in den Wänden offenbarte erstarrte ich.
„Oh verdammt…“
Meine Instinkte, die tief in mir vergraben waren, schrien auf und jeder Muskel in meinem Körper verspannte sich, als ich begriff das wir nicht nur in einer von Wind und Wetter ausgeschachteten Höhle waren, sondern auch in dem Bau eines wirklich riesigen Tiers geraten waren.
Ich trat einen Schritt zurück und zog AJ an mich, der ebenfalls zurückweichen wollte. Sein hektischer Atem streifte nun meinen Nacken.
„Egal was passiert, keine lauten Geräusche und kein unnötiges Licht, klar?“, raunte ich ihm zu und griff seine Hand fester. „Wenn du dich erschreckst drück meine Hand, aber mach bloß nicht die Bi- “
Weiter kam ich nicht, denn um uns begann die Erde zu vibrieren. Kleine Klümpchen fielen von der Decke auf uns hinunter und das erst harmlose Summen wurde schon in wenigen Minuten zu einem ausgewachsenen Erdbeben.
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BeitragThema: Re: Bis ans Ende der Zeit    Mo 17 Okt 2016 - 18:15

"Gleichfalls alter Freund." flüsterte er während er Eli in einer innigen Umarmung hielt. "ich wäre ohne dich ebenso aufgeschmissen. Ich brauche dich ebenso..schließlich bin ich ohne dich nur noch ein halber Jay." , seine Augen leuchteten, sein Herz pulsierte bei der Nähe die sie erneut miteinander teilten. Was war denn nur los mit ihm? Wieso fühlte er sich plötzlich so seltsam? Waren das etwa doch Gefühle? Gefühle die über reine Freundschaft hinausgingen? Er konnte sie einfach nicht zuordnen aber es fühlte sich genauso an, wie bei jedem Mal bei dem er sich aufs neue verliebte. Sanft löste er sich aus der Umarmung, er wollte diesen Gefühlen, wenn es denn welche waren, mehr Zeit geben um sich zu entfalten. Wenn über eine gewisse Zeit hinweg hielten, konnte er sich absolut sicher sein. Das er sich zu Eli hingezogen fühlte, war ihm nicht neu, aber dass diese Gefühle so stark waren, besonders jetzt, war für ihn recht ungewohnt. Vielleicht hatte dieses Ereignis doch mehr in ihm freigesetzt als er anfangs dachte. So oder so, er musste sichergehen, ansonsten würde er Eli vielleicht verletzen und das war mit Abstand das letzte was er wollte.

Lächelnd gingen sie gemeinsam den Weg durch die lehmige Höhlenhalle bis zu einem kleinen Vorsprung den Eli herunter sprang. AJ folgte ihm ohne groß zu zögern und stellte mit einem großen Grinsen im Gesicht fest, wie der junge Ravenclaw sanft seine Hand nahm und ihn durch die Dunkelheit führte. Die Umgebung war so dunkel, dass AJ allein schon aus reinem Automatismus heraus seinen Zauberstab zog und auf Elis Bemerkung hin nur schnaubte. "Haha...sagt gerade der, der nie seinen Zauberstab dabei hat.", sein Ton war leise aber man spürte das scherzhafte, dass in seiner Stimme mitschwang. Er war sowas gewohnt und freute sich darüber, dass Eli versuchte die Situation mit Humor aufzulösen. "Lumos" flüsterte er und ein kleiner leuchtender Ball fing an die Zauberstabspitze auszufüllen- Mit einem Mal hatten sie eine begrenzte Sicht, die aber nur knapp einen Meter nach vorne reichte (von AJs Position hinter Eli gesehen). Daher mussten sie besonders vorsichtig sein, denn in der Dunkelheit konnten sich versteckte Abhänge und Vorsprünge befinden, die ihnen zum Verhängnis werden könnten, wenn sie zu schnell vorankamen.

Eli der stehen geblieben war, sagte plötzlich oh verdammt, was AJ dazu verleitete die Augen zu verdrehen. "Och nö..." flüsterte er leise, denn er konnte sich schon denken was jetzt passierte. Immer wenn Eli dieses oh verdammt von sich gab, bedeutete das meistens nichts gutes für Leib und Seele. Entweder waren sie grade mal wieder, genau wie damals im zweiten Schuljahr in ein Nest mit irgendwelchen krabbeligen Insekten getreten oder aber die Höhle vor ihnen war zugeschüttet oder aber Eli spürte eine weitere Präsenz. Das erste Mal als Eli dieses oh verdammt in den Mund nahm, sah er AJ mit einem seltsamen, nicht definierbaren Blick an. Erst als AJ damals an sich heruntergeschaut hatte, musste er bemerken, dass er auf den Ausgang eines Ameisennestes getreten war. Vor allem waren das keine normalen Ameisen, WAS IHM NATÜRLICH NIEMAND ZUVOR GESAGT HATTE! Nein, es waren Ameisen die kleine Schleimbälle schossen, um ihre Beute bewegungsunfähig zu machen. Sie waren zwar nicht tödlich für Menschen, aber lösten meistens Juckreiz aus. Natürlich bekam AJ am Schienenbein zwei Schleimbälle ab, nachdem die beiden vor einer schwarzen Lawine durch den halben Wald bis ins freie geflüchtet waren.

Jedes Mal wenn er diesen Satz hörte, wünschte sich AJ an einem anderem Ort zu sein. "Bitte sag mir nicht, dass es das bedeutet was ich denke..." murmelte er Eli ins Ohr, wobei sein Atem immer hektischer wurde und als Eli sogar noch zurückwich und AJ an sich heranzog, bekam auch der große Gryffindor es leicht mit der Angst zu tun.

Keine unnötigen Geräusche also? Will ich wissen, was du da mal wieder erschnüffelt hast? Ohje das kann ja nur wieder Ärger bedeuten! Und auch kein unnötiges Licht hm? Naja wenn ich so auf meinen Zauberstab sehe, leuchten wir beide grade SO HELL WIE EIN VERDAMMTER WEIHNACHTSBAUM!

dachte er sich. Elis Worte machten es nicht besser, erst als er die Erde unter sich vibrieren spürte, wurden seine Augen bis zum Anschlag größer. Seine großen Augen starrten in die Dunkelheit. Die Geräusche hörten sich an, als würden Steinbrocken verschoben werden, die ungefähr sechs Mal größer und schwerer als AJ waren. Was passierte denn da? Wurde da ein halber Berg verschoben! "Die was ? Die Biege? What the Fuck...was...zur...Hölle...ist..das? Bitte sag mir das dass dein Magen ist...sag mir das, was immer das ist nicht so riesig ist, wie es sich anhört....bitte." flüsterte er leise und wagte es sich keinen einzigen Schritt zu machen. "Ist das nicht eigentlich der Zeitpunkt, an dem wir uns aus dem Staub machen sollten?", seine Stimme wurde noch leiser, als aus seinem Mund nur noch kam, "ooh maama..." ein Ausdruck der Verwunderung über die Kräfte die in dieser Höhle von irgendeinem Ungetüm ausgingen, dass wieder Mal unweigerlich auf sie zukam.
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BeitragThema: Re: Bis ans Ende der Zeit    Mi 19 Okt 2016 - 2:08

„Oh ich glaube, du denkst genau richtig“, meinte ich ironisch und konnte mir ein schiefes Grinsen nicht verkneifen, als ich über meine Schulter das leicht verzerrte Gesicht meines Freundes sah. Ich blickte wieder nach vorne, als die rechte Höhlenwand knapp acht Meter vor uns Risse bekam und immer mehr Dreck und Steine auf uns herabregneten. Meine Gedanken rasten und ich schob AJ noch einige Schritte weiter nach hinten. Ich hatte keine Lust hier zu sein, wenn diese verfluchte Höhle einstürzte, aber wenn wir uns zu hektisch bewegten würden wir Schallwellen produzieren und Körpergerüche hervorrufen, die unsere neuen Gäste wahrscheinlich nicht nur verwirren, sondern auch in Angriffslaune versetzen würden. Wobei wohl eher wir hier unten die Gäste waren... irgendwie.
„So ähnlich...“, murmelte ich und seufzte. „Beruhig dich wieder uns kann nichts passieren, wenn wir sie nicht angreifen, anleuchten oder laute Geräusche machen. Gerate bloß nicht in Panik...“
Eine Aufforderung, die wohl schon ein wenig zu spät kam, doch ich konnte nicht mehr weiter reagieren, denn in dem Moment brach die Erdschicht neben uns komplett auf und ein riesiger, drachenartiger Kopf schob sich hindurch. Wer auch immer gesagt hat das unter Wasser und in der Erde die größten Lebewesen wohnten, war ein sehr weiser Mensch gewesen. Diese jedenfalls war riesig!!
Beinah ehrfürchtig sah ich zu der Brachialesechse hinauf, die den schuppigen Kopf drehte und hörte das rasselnde Einatmen. Ihre Nüstern blähten sich und sie drehte uns den Kopf zu. Ihre Zunge schnellte hervor – fast wie die eines Frosches und traf erst mich und dann AJ, den ich am Arm gepackt hatte, dass er nicht auf die Idee kam zu verschwinden. „Scht... sie will dich nur ansehen...“
Es gab ein schürfendes Geräusch und schließlich kam das Tier weiter aus der Höhle heraus und man konnte es im Schein des Zaubers erkennen. Es sah aus wie eine Mischung aus Drache und Leguan nur ungefähr viermal so groß. An seinen Pranken waren Krallen so groß wie Menschenarme und seine Haut war schuppig und dunkelbraun, wie Lehmerde. Auf dem Rücken hatte es scharfe, zackige Dornen und in seinem Mal abgestumpfe Zähne und eine Zunge die mehrere Meter weit reichte um seine Umgebung zu ertasten. Seine Augen waren trüb und weiß, im Licht von AJs Zauberstab sahen sie aus wie kleine Perlen. An der Unterseite des Kinns hatte es Hautlappen hängen und als es sich geduckt durch das Loch zwängte und umsichtig mit den Krallen hantierte um den beiden anderen Wesen nicht wehzutun, die es eben bemerkt hatte, konnte ich nicht umhin mich ein kleines Stückchen zunähern.
„Unfassbar... ich wusste nicht einmal, dass es diese Echsen unter dem Verbotenen Wald gibt!“ Ich hatte meinen Ton nicht erhoben aus Angst ich könnte das imposante Tier doch noch erschrecken, aber ich konnte nicht umhin meinen Unglauben auszudrücken. „Sie doch nur wie schön es aussieht!“
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BeitragThema: Re: Bis ans Ende der Zeit    Fr 4 Nov 2016 - 23:23

Als er das riesige Ungeheuer sah, das durch die Erdschicht neben ihnen brach, weiteten sich seine Augen um das Vielfache. sodass sie ein wenig aus ihren Höhlen hervorstachen. Sein Körper zitterte, Angst schwoll in ihm hoch als er diesem riesen eher widerlich aussehendem Geschöpf gegenüber stand. Ein Schauer lief ihm über den Rücken und verband sich mit der Gänsehaut die ihm über die Arme lief, allein Eli vermochte seine Angst zu dämpfen. Die Hand die ihn am Arm griff, beruhigte ihn für einen Moment und gab ihm die Bodenständigkeit zurück, die er zuvor verloren hatte. Erst diese eklige, warme,feuchte und lange Zunge auf sie zuschoss und berührte, wurde der Schauer an ihm größer und größer, Ekel kam in ihm hoch und der Gedanke daran widerlichen schleimigen Speichel an sich kleben zu haben, aktivierte seinen Würgereiz und es fehlte nicht viel und er hätte Eli direkt vor die Füße gekotzt.
"Igitt...ansehen? Das Vieh ist dabei uns abzuschlecken. Wahrscheinlich überlegt es gerade uns zu verspeisen.", flüsterte er leise angewidert,
"Was zur Hölle ist das für ein Vieh?", fragte er und seine ganze Haltung spannte sich mehr und mehr an, er konnte die Gefahr in der sie steckten nicht einmal ansatzweise erahnen und hatte auch keine Ahnung wie sie diesem riesigen Geschöpf wieder entkommen sollten. Zur Not müsste er halt einen Sprengzauber durchführen und die Decke über diesem hässlichen Ungetüm zum Einsturz bringen. Nur leider würden dann er und Eli nie wieder aus dieser Höhle herauskommen, was unweigerlich ihren Tod zur Folge hätte. Das konnte er nicht zulassen, denn das Letzte was er wollte war, dass Eli irgendwie zu Schaden käme. Allein die Vorstellung Eli beim sterben zusehen zu müssen war bereits das schlimmste und qualvollste was er sich je auszudenken vermochte. Er wollte ihn nicht nochmal verlieren und darüber hinaus würde er den Gedanken nicht ertragen, ihn nun für immer zu verlieren und das nur wegen AJs Angst vor einem einfachen Gewitter.

Doch als Eli sich plötzlich dem Wesen näherte und sich von AJ löste, wurde er erneut ziemlich blass, die Farbe glitt ihm aus dem Gesicht und eine innere Panik machte sich in ihm breit. Das Vieh würde ihn verschlucken oder schlimmeres mit ihm machen, wenn er sich ihm auch nur noch ein paar Meter näherte.
"Was tust du da? Spinnst du?! Willst du hier draufgehen oder was? Lass uns zusehen wie wir hier rauskommen.", sagte er so leise wie er konnte, doch man spürte die unterschwellige Erregung und Angst in seiner Stimme. Er kannte ja Elis Liebe zu den Tieren und allen nicht menschlichem, aber mussten es unbedingt so riesige unheimliche Kreaturen sein, mit eklig langen Zungen? Vorsichtig versuchte er seine Beine zu bewegen, aber sie waren wie Pudding und drohten bei jeder Bewegung einzuknicken. Zuviel Adrenalin und Angst waren selbst für einen starken und kräftigen Jungen wie ihn einfach nicht gut. Aber er zwang sich förmlich einen Fuß vor den anderen zu setzen und Eli mit einer Hand zu greifen. Dummerweise kam er erst gar nicht dazu, denn das Wesen hatte Elis Nähe bereits gewittert und ebenfalls einige Schritte auf ihn zugemacht. AJ blieb wie erstarrt stehen,
"komm zurück...bitte...du lieferst dich grade einem schleimigen Ungetüm aus...das dich als Vorspeise ansieht.."
flüsterte er, "bei aller Liebe, deine Zuneigung zu Tieren ist ja schön und gut. Aber muss etwas sein, dass dich mit seiner Zunge unbedingt sein das dich mit einem Haps verschluckt? Kannst du dir nicht kleinere Tiere suchen? Wie...Eichhörnchen oder Kniesel?" , fragte er ein wenig ironisch und hoffte, dass Eli keine weiteren unnötigen Risiken einging. Jetzt wo sie so nahe sich gegenüberstanden, durfte AJ keinen Schritt mehr machen. Hoffentlich ging das gut.

Als Eli plötzlich anfing über die Schönheit dieses Wesens zu philosophieren, wäre ihm am liebsten die Kinnlade zu den Füßen gefallen.
"An deinem Geschmack müssen wir echt noch arbeiten! Ich weiß echt nicht was du daran schön findest.", sagte er und hielt seinen Zauberstab dabei nur noch verkrampfter in der Hand.

Sicher, das ist sehr schön, es hat RIESIGE KRALLEN und eine LANGE ZUNGE und und..einen langen riesigen Körper!! Ja das ist wundervoll Eli...sicher...das Vieh ist nur riesen groß und schleckt uns ab und grinst innerlich weil er noch nicht GEFRÜHSTÜCKT HAT!!

Seine Ansichten über riesige monströse Mischlingsviecher waren ziemlich eindeutig. Er hasste sie zwar nicht, wollte mit ihnen aber auch keine Bekanntschaft machen. Ein Punkt in dem er und Eli von Grund auf verschieden waren. Vorsichtig näherte sich die riesige Echse seinem besten Freund und gerade als AJ dachte, dass es jetzt endgültig um sie geschehen sei, senkte sie ihren Kopf zu Eli herunter, sodass er sie anfassen konnte. Ein leises undefiniertes Geräusch entglitt diesem riesigen Monstrum, wobei AJ ein gewaltiger Wind ins Gesicht blies. Der Geruch der ihn dabei erwischte war allerdings ziemlich penetrant und roch mehr nach faulen Eiern und irgendetwas anderem was so eklig war, das AJ es nicht einmal mehr definieren konnte. Würgend hielt er sich den Mund zu und versuchte jegliche Geräusche zu unterdrücken.

Erneut schoss die Zunge aus dem Maul der riesigen Echse und glitt an Eli entlang, um ihn damit abzutasten, wobei sein Shirt ein wenig Speichel abbekam und sich damit vollsaugte. Nach einem kurzen Moment, in der die Zunge an Eli heftete, zog das Wesen sie wieder ein und bewegte sich keinen Zentimeter mehr, lediglich seine Schnauze drückte sich ganz kurz, ganz sanft an Elis Seite. Wollte es spielen? Oder seine Beute ärgern? Vielleicht ihn auch nur aus dem Weg drücken? Jay knirschte mit den Zähnen, sein Ekel wurde nur noch größer als er diese riesige Zunge sah, wie sie seinen Freund abschleckte. Am liebsten wäre er auf der Stelle zurückgerannt und hätte sich den Weg freigesprengt.

Wäre ich doch nur länger in Ellis Armen geblieben...dann müsste ich jetzt nicht zusehen, wie er mit Echsenspeichel übergossen wird.

"Verrätst du mir was du da zur Hölle machst? Gott, ich will hier endlich raus!! Wir sollten es einfach mit einem Lähmzauber belegen und verschwinden.", murmelte er und beobachtete aus einigen Metern Entfernung das Geschehen.
"Das ist echt nicht der Zeitpunkt um Studien durchzuführen. Wir sollten uns lieber überlegen wie wir an dem Vieh vorbeikommen!", seine Stimme bleib so leise wie bisher, um das Wesen nicht unnötig zu provozieren, besonders nicht solange es sich so seltsam ruhig neben Eli auf aufhielt.
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Nôel Eliot Sulivan
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BeitragThema: Re: Bis ans Ende der Zeit    So 6 Nov 2016 - 20:02

Im dämmrigen Licht der Höhle lebten Arten von Tieren, die niemals das Licht der Welt erblicken würden und es auch gar nicht wollten, das wusste ich schon immer. Trotzdem kam ich niemals hier hinunter, weil es für mich nicht nur beklemmend sondern auch gefährlich war in der Finsternis zu wandeln. Das letzte Mal als ich das versucht hatte, hatte ich beinah mein jetziges Selbst und alles damit Verbundene ausgelöscht. Nein… in der Dunkelheit lauerten Schatten, die man nicht sah und nicht umschiffen konnte, es war sicherer im hellen Tageslicht zu schreiten, auch wenn es bedeutete, dass es einem in den Augen schmerzte.
„Das ist eine Borachalis Echse“, antwortete ich wie selbstverständlich und blickte das Tier an, was keine Augen brauchte um seine Umgebung vollkommen zu erfassen. Ob es genauso über uns nachdachte?
Das monströse Tier wirkte nicht einmal im Ansatz auf mich gefährlich und das nicht nur weil es blind war, sondern ein es eine immense Ruhe und einiges an Magie verströmte, die mir versicherte, dass uns nichts geschehen würde.
Als ich mich dem Tier vorsichtig und sehr langsam nähern wollte, wurde ich von hinten gepackt und wandte mich um.
Eigentlich war die Art und Weise wie AJ sich um mich sorgte und in welche Ironie er dabei verfiel obwohl er meinen Sarkasmus immer so stark kritisierte, beinah belustigend. Aber die Tatsache, dass er mit Beleidigungen um sich warf, machte die Gesamtsituation nicht besser. In mir regte sich ein leichter Groll und ich fragte mich warum ich ihn eigentlich hierhergebracht hatte, wenn er nichts anderes konnte als vor sich hinfluchen.

Der Sturm – du erinnerst dich? Du hast versucht ihn zu beruhigen und zu beschützen…

Ja, er scheint sich beruhigt zu haben – zu viel, wenn du mich fragst. Anscheinend reicht seine Energie ja wieder aus um andere herabzusetzen, dachte ich bitter und schnaubte leise.
„Seit wann legst gerade du Wert auf Aussehen und prahlst mit deiner Oberflächlichkeit?“, fragte ich ihn schärfer als beabsichtigt ohne mich umzudrehen. „Es können ja nicht alle Wesen die gleiche anmutige und für Menschengeschmack schöne Erscheinung haben, wenn angeblich selbst Menschen hässlich sein können!“
Ich wusste nicht einmal genau warum mich die Einstellung meines Freundes so wütend machte, immerhin hatte sie sich in den ganzen Jahren nicht verändert. Für ihn war jedes Tier das größer als ein Kniesel war gefährlich und er hatte schon immer versucht mich vor allen zu beschützen was mir schaden konnte. Schien eine Art Komplex zu sein…
Normalerweise ließ ich ihm seinen Willen, aber unter diesen Umständen so scheußliche Dinge zu sagen war nicht nur taktlos gegenüber jedem Wesen sondern auch nicht wirklich förderlich für den Frieden zwischen ihnen. Wenn AJ doch genau wusste wie sehr er solche Tiere verehrte, warum sagte er dann diese ganzen schrecklichen Dinge?
Ein Klicken machte mich wieder auf unseren Gast aufmerksam und ich sah, dass er sich auf mich zubewegte. Alles an ihm wirkte langsam und klobig und doch konnte ich keine seiner Bewegungen als schwerfällig einstufen. Es schien eher, als wäre es vorsichtig um niemanden und nichts in seiner Umgebung mit seinen riesigen Krallen und seinen Körper zu verletzen. Das imponierte mir noch mehr und ich verharrte an Ort und Stelle und wartete auf ein Zeichen.
Als das Wesen den Kopf zu mir hinuntersenkte und einen Seufzer ausstieß, tätschelte ich seinen Kopf und fragte mich was dieser Laut wohl zu bedeuten hatten. Ich näherte mich noch etwas und begriff das AJ recht hatte. Wäre es ein Fleisch - und kein Pflanzenfresser, hätte es mich mit einen Bissen im Ganzen verschlungen, denn ich reichte ihm gerade mal bis zur Brust.
Ich trat noch einen Schritt näher und wieder schlängelte sich die Zunge aus seinem Mund um mich abzutasten und dieses Mal zuckte ich heftig zusammen, als ich den Strom an Gedanken wahrnahm, der nicht von mir zu kommen schien.
Die Gedanken die ungeordnet und recht ungefiltert waren, drangen von außen magisch in meinen Kopf und setzten meinen Körper unter Strom. Wie war es möglich, dass darüber nichts in den Büchern stand!? Warum war nicht dokumentiert wie außergewöhnlich diese wunderbaren Wesen waren? Wie konnte das sein?

Nun wahrscheinlich weil jeder so denkt wie dein geschätzter, dummschwätzender Freund und sich nie jemand bemüht hat mit ihnen Kontakt aufzunehmen vielleicht…

Die Gewissheit wie war dieser Gedanke wahrscheinlich an die Wahrheit herankam, versetzte mir einen Schmerzhaften Stich. Die Menschen waren so einfältig und viele, wirklich viele so von Angst und Hass zerfressen, dass sie nicht einmal versuchten ihre Seele der Natur zu öffnen. Wahrscheinlich würden sie diese wunderbaren Wesen einfach vertreiben oder gar töten ohne zu begreifen was für eine einzigartige Gabe sie besaßen.
Ich verharrte um noch mehr dieser wirren Gedanken in mich aufzunehmen und für mich so zu ordnen, dass ich sie ansatzweise begreifen konnte. Dass der Stoff meines Shirts sich voll Speichel sog war mir egal und auch mein ungeduldiger, bester Freund hatte mir nie egaler sein können; das hier war etwas das man nur einmal im Leben teilen konnte.
Erst als AJ wieder so unliebsam auf sich aufmerksam machte, drehte ich mich um und meine dunklen Augen waren kritisch auf ihn gerichtet und mein Gesicht ernst und hart. „Es hat mir gerade mitgeteilt, dass du nicht gerade freundlich zu neuen Bekanntschaften bist und da muss ich ihm zustimmen…“
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Aiden Jeremy Landon
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BeitragThema: Re: Bis ans Ende der Zeit    Di 20 Dez 2016 - 22:16

"Tut mir Leid, ich fürchte ich bin mit den Nerven einfach ein wenig am Ende! Erst der Sturm und jetzt ein Tierwesen das uns hätte sehr gefährlich werden können. Ich hab nicht gerade dein unsägliches Vertrauen in diese Wesen. Entschuldige...kommt nicht wieder vor.", erwiderte AJ resignierend  und setzte sich auf einen größeren Stein, um einmal ganz tief ein-und auszuatmen. Sein Herz pochte so schnell wie zu Beginn dieses heftigen Sturmes, der draußen wütete. Selbst für ihn waren die beiden Schreckmomente einfach nur zuviel! Eli hingegen schien das nichts auszumachen, er wirkte putzmunter und unglaublich begeistert von diesem etwa zwei einhalb Meter großem Vieh. Eigentlich war es nicht verwunderlich, Eli hatte schon immer einen größeren Bezug zur Tierwelt als zu Menschen. Tiere waren sein Leben und seit er auf Hogwarts war, hatte er sogar direkten Zugang zu ihnen. Ob er es sich nun eingestand oder nicht, dieses Schloss mit all seinen Wundern und dem Wald vor der Haustüre war das perfekte Paradies für ihn. Gut zugegeben, nicht das absolut perfekte Paradies! Das wäre es vermutlich nur, wenn er und AJ allein hier wären. Nicht umsonst mied er sämtlichen Kontakt zu anderen. Es gab nur wenige Ausnahmen, die es schafften einen Bezug zu ihm herzustellen. Anders als AJ der bereits tief in seinem Herzen saß und niemand anders dort hinein ließ. Leider neigte Eli dazu, wenn ihm ein Tierwesen begegnete, die Gefahren nicht immer zu sehen. Seine Begeisterung riss ihn immer zu mit und nach AJs Meinung nach, besaß er inzwischen mehr Wissen über all die magischen Tiere als es die Schüler der ganzen Schule taten. Kein Wunder, er hing praktisch auch die meiste Zeit allein bei ihnen herum und lernte so viel über ihre Verhaltensweisen in ihrer natürlichen Laufbahn. Eli konnte man auf viele Weise beschreiben, zum einen war er Beobachter, ein liebevoller Beobachter, der sein Herz allein diesen Wesen schenkte. Es gab keinen Menschen, außer AJ vielleicht, dem er soviel Zuneigung und Freundschaft entgegenbrachte wie diesen Wesen. Man konnte genau in seinem Gesicht erkennen, wie sich sein Herz öffnete,sobald er in ihrer Nähe war. Ein seltener aber sehr schöner Anblick. AJ hatte ihn schon das eine oder andere Mal heimlich dabei beobachtet und konnte sich ein jedes Mal, das Lächeln nicht verkneifen. Der Eli von damals und der jetzige Eli waren in diesen Augenblicken, zwei völlig verschiedene Menschen.

Leider hinderte sie mal wieder Elis Liebe zu den Tieren daran, aus dieser Höhle zu entkommen, bevor der Sturm an der Oberfläche ihnen jede Fluchtmöglichkeit nahmen. Auf ein Leben in dieser Höhle konnte er gut verzichten. Andererseits, ahnte er nicht wie intelligent dieses Wesen wirklich war. Nur schade, dass seine Kommunikationsart auf so widerliche Weise von statten ging. Daher war es wahrscheinlich umso besser das AJ nicht direkt betroffen wurde.
"Sorry, er, ich meine sie...ich meine,...ach du weißt schon...dieses Wesen hat einfach überfordert. Erst dieser Sturm, dann jetzt eine riesige Echse und wenn wir großes Pech haben, sind alle Eingänge zur Oberfläche blockiert. Nicht, dass ich was dagegen hätte mit dir hier unten zu sein, aber hier unten gefangen zu sein, ist bestimmt nicht in einem Interesse oder irre ich mich da?"

seine Stimme blieb ruhig, sodass die Echse nicht aufgewühlt oder verschreckt wurde. Die Echse hingegen blieb nicht untätig und tastete Eli erneut mit seiner langen Zunge ab. Direkte Worte konnte es nicht übermitteln, dafür funktionierte sein Sprachzentrum im Kopf einfach zu unterschiedlich zum menschlichen Denken. Die Bilder waren Abstrakt und natürlich setzten sie sich in Bilder um die Eli mit seiner Welt assoziieren konnte.

Bild für Dunkelheit

Bild für tief im Untergrundlebend

Anderes Bild für lange Zeit, symbolisiert durch viele Monde

Es versuchte mit Eli zu kommunizieren, besaß jedoch aufgrund der langen Isolation nur begrenzte Ausdrucksmittel. Daher übermittelte es ihm das was er versuchte zu sagen. Die Echse wollte ihm erklären, dass einmal Menschen begegnet sei, sie ihn aber schlecht behandelten. Sie schickte ihm Bilder von Menschen die tief in die unteren Schluchten eindrangen, vor ewiger Zeit. Die Kleidung in den Bildern war sehr alt und schon lange nicht mehr im Trend. Seitdem lebte sie in der Dunkelheit, wo sie ein Leben in Frieden führte. Aber natürlich wollte es auch Informationen von Eli haben, wodurch es sich für den Ravenclaw ähnlich wie ein Sog in seinem Kopf anfühlen durfte, während das Wesen versuchte auch von ihm etwas zu empfangen, Neues zu lernen. Allerdings besaß es keine wirklichen Fähigkeiten dazu. Es konnte nur das sehen, was Eli auch wollte das es sah. Ohnehin wäre die Echse niemals so weit gegangen und hätte sich irgendetwas gewaltsam geholt. Dazu war sie viel zu friedfertig aber auch eigentlich relativ menschenscheu. Das einzige was sie hier hielt war die Friedfertigkeit die sie in den beiden gespürt hatte und die Magie die Eli durchströmte und diese Höhle mit etwas Neuem füllte. Worte kannte es nicht, nur eine sehr sehr abstrakte Bildersprache, die Eli sich zu Worten zusammenreimen musste.

"Was tut diese Echse?", fragte AJ und begann sich allmählich, jetzt wo er langsam selbst bemerkte das keine Gefahr von ihr ausging, sich für das was dieses Wesen tat zu interessieren.
"Was möchte dieses Wesen von uns?", fragte er leise und wagte sich tatsächlich ganz allmählich näher heranzutreten, auch wenn er sehr unsicher in dem war, was er tat. Die Echse jedoch spürte es, ihr Geruchssinn konnte die erhöhte Schweißproduktion an AJ feststellen, was für dieses Wesen ein Zeichen von Angst war. Da sie keinerlei Geheimnisse hatte, übermittelte sie natürlich auch Bilder die auf AJs Angst hindeuteten. Auch wenn die Echse ihn nicht sehen konnte, so hatte sie schon in der Vergangenheit durch ihre anderen restlichen Sinne viel über Menschen erfahren. Ja, sie konnte sogar einst sehen, bis sich durch ihren langen Aufenthalt in dieser finsteren Höhle, ihre Augen sich zurückgebildet hatten.
"Kann ich noch näher kommen?", fragte AJ vorsichtig und hoffte Eli würde ihn ein klein wenig anleiten. Denn im Gegensatz zu ihm hatte er nie Pflege magischer Geschöpfe gehabt und hatte daher kaum Ahnung davon, wie man mit so einer großen Echse umging, geschweige denn wie man sich richtig verhielt. Ganz allmählich trat er näher heran und kam Eli immer näher, die Echse hingegen blieb absolut ruhig und rührte sich nicht. Sie stand immer noch im direkten Kontakt zu Eli und wollte die erste Verbindung mit einem Menschen nicht so voreilig wieder lösen. Sie war verständlicherweise neugierig, besonders weil diese Verbindung einzigartig und noch nie vorgekommen war. Allein das ihre Gehirne zu seiner gemeinsamen Kommunikation über die Magie, fähig waren, war für beide wahrscheinlich eine große Überraschung. Nur die Art zu kommunizieren war eine gänzlich andere, weshalb es für dieses Wesen schwer war mit den Gedanken etwas anzufangen. Ein leises friedliches Klickern ging von ihr aus, eines das keinesfalls einen feindlichen Unterton besaß, sondern eher freudig, friedlich und harmonisch klang. So als wäre es ein Haustier von Eli, dass sich einfach freute, das sein Besitzer nachhause gekommen war.
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Nôel Eliot Sulivan
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BeitragThema: Re: Bis ans Ende der Zeit    So 5 Feb 2017 - 17:56

Als ich im Augenwinkel sah wie mein Freund auf einen Felsen zusammensank, drehte ich mich zu ihm um. Meine Augen musterten sein Gesicht und seine Gestalt genau und eine kleine Sorge flackerte in mir auf. „Bist du wirklich okay? Ist dir schwindlig??“
Rasend schnell prüfte mein Verstand die Symptome gegen AJs unerwartetes Verhalten ab. Ich hatte gedacht seine Panikattacke war vorbei – hatte ich mich wirklich so geirrt?!
Gerade als ich vorsichtig die Zunge des Tieres von mir schieben wollte um zu meinen Freund zu gehen, sah ich seine verneinende Geste und lächelte schief. Erleichterung durchfuhr mich.
„Bist du sicher?“, hakte ich nach ehe mein Gesicht sanfter wurde. „Du machst dir zu viele Gedanken... wo ist denn der positive Jay, den wir jetzt im Moment brauchen können, hm? Vertrau uns doch mal. Bisher haben wir aus jeder Situation gemeinsam einen Ausweg gefunden, also können wir das auch jetzt, okay?“
Ich wurde wieder auf unseren großen Gast aufmerksam, als seine Zunge über meinen Hals hinauf bis zu meinem Ohr über meine Stirn und auf der anderen Seite wieder hinunter tastete. Das Geschmacksorgan dieses Tieres war verhältnismäßig trocken, wenn man es mit unserem eigenen verglich. Eine Tatsache die mich erleichterte und wunderte zugleich. Nicht nur weil ich darauf verzichten konnte über und über mit Speichel getränkt zu sein, sondern vor allem weil ich nicht pitschnass hinaus in diesen Wind wollte, den ich selbst hier unten noch heulen hörte.
„Du brauchst keine Angst zu haben, wir wollten eigentlich nur den Auf -“ Ich fuhr heftig zusammen, als mir Bilder in mein Gedächtnis projiziert worden, die nicht zu mir gehörten. Es fühlte sich an als würden sie mit sanfter Gewalt in meinen Kopf gepresst und ich musste den Impuls unterdrücken einen Schritt zurückzugehen um die Verbindung zu dem anderen Wesen zu lösen. Mir war gar nicht bewusst das ich mich mitten im Satz unterbrochen hatte und nun stocksteif dastand, während erst ganz langsam und dann in immer schnellerer Reihenfolge Bilder in mich hinein geschoben worden. Ich sah mir die Bilder an und interpretierte jedes Bild das mir gesendet wurde ganz automatisch auf meine Weise, wie ich es auch tun würde wenn mir jemand Urlaubsfotos zeigte. Komischerweise fühlte es sich genau danach an – als würde ich mit jemand sehr vertrauten ein Fotoalbum aus alter Zeit durchblättern. In einer tieferen, unterbewussten Ebene spürte ich die Freude der Echse jemanden gefunden zu haben mit dem sie kommunizieren konnte und die tiefe Neugier, die sie gegenüber uns Neuankömmlingen hegte. Es war keine Feindschaft auszumachen. Alles an ihr schien friedlich und entdeckungsfreudig zu sein, deswegen verwunderte es mich auch, als der Bilderfluss plötzlich gestoppt wurde. Ich spürte wie die lange Zunge sich nun gänzlich um meinen Hals schlang und mein Körper versteifte sich erneut, als der Sog einsetzte.
Ein Zittern durchlief mich, doch ich begriff relativ schnell was nun von mir erwartet wurde. Auch wenn das Gefühl schrecklich war und sich wie eine intime Berührung von jemand wildfremden anfühlte, unterdrückte ich erneut den Drang mich aus dieser Verbindung zu lösen. Es fühlte sich an als würden Finger durch dein Gedächtnis direkt in deine Erinnerungen tasten und jede einzelne davon sacht berühren. Ich ertrug diese geistige Nähe und begann nun meinerseits einfache Bilder an dieses Tier zu senden. Wenn es einmal gesehen hatte, kannte es sicher noch einige Dinge davon.
Ich sendete ein Bild von Hogwarts aus der Ferne umgeben von den Länderein und dem Wald – so wie ich es jedesmal sah, wenn AJ und ich in den Kutschen zum Schloss gebracht worden. Dann noch eines vom Schloss – dieses Mal vom nahen mit vielen Schülern und Lehrern im Hof und am See, die lachen und ein sonniges Wetter genießen. Ich sendete Bilder von meinen Eindrücken des Waldes, dem Unterricht mit Professor Melbourne und den verschiedenen Tierwesen.
Mein Leben im Schloss würde die Echse wohl kaum begreifen, aber ich versuchte soviel Harmonie wie möglich in die Bilder zu legen, damit sie verstand das wir ihr nichts böses wollten. Und dann fiel mir noch etwas anderes ein. Dieses Mal setzte ich mehr Dringlichkeit und Hilflosigkeit hinein so gut ich konnte, denn ich hoffte das wir vielleicht ihre Hilfe erfahren konnten, wenn sie unsere Notsituation begriff.
Also schickte ich ihr die letzten Eindrücke des Tages. Den Sturm, der so plötzlich aufgezogen war, unsere kopflose Flucht in den Wald, die Höhle, wie ich AJ hineinzog, den Einbruch des Eingangs und unser herumsuchen. Ich schickte ihr auch ein Bild von AJ und mir, damit sie wusste mit wem sie es zu tun hatte und schließlich auch eine Erinnerung, die die Echse selber vor uns beiden zeigte.
Ich war so vertieft darin mich auf diese neue Kommunikationsweise einzulassen, dass ich nicht auf AJs Fragen reagierte. Ein großer Teil in mir war darauf bedacht dem Tier alles zu vermitteln was uns in den letzten Stunden wieder fahren war um vielleicht Hilfe zu erhalten, während ein anderer, viel kleinerer Teil akribisch die Erinnerungen abschirmte, die ich noch mit niemanden geteilt hatte. Dennoch waren sie berührt worden und ab und an spürte ich den Nachklang von diesen Erinnerungen tief in mir, die diese dunkle Höhle und die Zunge um meinen Hals triggerten. Nur mit Gewalt gelang es mir diese nicht an die Oberfläche treiben zu lassen.
Erneut war es AJs Bewegung, die mich wieder auf ihn aufmerksam mache und ich drehte meinen Kopf ein wenig. „Sie möchte mehr von uns erfahren... komm hierher!“, antwortete ich auf die Fragen, die ich im Unterbewusstsein gehört, aber auf die ich bis dahin nicht reagiert hatte und streckte meine Hand nach ihm aus. Ohne darüber nachzudenken sendete ich der Echse das Bild was ich gerade sah weiter, nämlich ein AJ der sich uns vorsichtig näherte und seine Hand nach meiner ausstreckte. Langsam wurde ich besser darin meine Gedanken in Bilder zu packen und so zu kommunizieren … sicherer...
Die warme Hand die sich um meine schloss, fühlte sich vertraut und sicher an, auch wenn sie schwitzig war. Meinen Freund an meine Seite ziehend, sagte ich lächelnd: „Sagen wir mal das diese Echse eine besondere Art der Kommunikation hat.“ Und ich bemerkte wie sehr sich das Wesen über die Vibration meiner Stimme freute, das es durch die Zunge an meinem Hals mitbekam. Merkwürdige das es für mich plötzlich so einfach für ihn war zu erkennen wie sich das große Tier fühlte. „Ich glaube sie könnte uns vielleicht helfen.“
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