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 Die Kunst des Briefeschreibens ist nichts anderes als die Kunst, die Arme zu verlängern.

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Farine Chantealee
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BeitragThema: Die Kunst des Briefeschreibens ist nichts anderes als die Kunst, die Arme zu verlängern.    Di 5 Jul 2016 - 3:32

Die Kunst des Briefeschreibens ist nichts anderes als die Kunst, die Arme zu verlängern.


Es waren Tage vergangen, Tage in denen sie sich zurück gezogen hatte und in denen sie kaum etwas zu sich genommen hatte. Wie sollte sie damit umgehen? Wie sollte sie einen Verlust in dieser Größenordnung verkraften? Sie kannte Verlust und sie kannte Trauer, aber wie konnte es sein dass es so Nahe ging? Kein weiser Rat, ohne Worte gesprochen, keine Blicke die mehr als das sagten. „Deine Gedanken sind bestimmt nicht zusammenhanglose Lichtfunken und Geräuschnebel, du hast nur die Dimension gewechselt.“ Raunte sie leise. Ihr Finger fuhren unter ihren Augen her, wischten die salzigen Tränen fort. Er war nicht wieder gekommen, sie würde ihn nicht wiedersehen. Eine verblassende Erinnerung, romantisiert, auf eine Säule gehoben und zu etwas auserkoren, was man im Herzen bewahren würde und was man vielleicht nicht mehr vor Augen hatte, aber in den Ohren und im Herzen. Abermals fuhren ihre Finger über die dünne, Alabasterhaut, gerötet von den Tränen und vom Mangel an Schlaf. Fertig waren die Worte geschrieben, während die Hände nun das Billett vollkommen fallen ließen, welches auf dem Schreibtisch landete, denn vor Ihrem inneren Auge formten sich andere Bilder. Bilder die sie zu vergessen hoffte. Erst dann hob sie das Pergament wieder an, als sie sich wieder gefasst hatte. Ein letztes Mal flogen ihre grauen über die feinsäuberlich geschriebenen Letter.

Werter Professor Ian Fraser,
lange ist es her, seit wir das letzte Mal korrespondiert haben. Seither hat sich vieles in unseren Leben getan, wir haben geforscht, haben uns weiter entwickelt und sind gewachsen an den Dingen, die unser Leben für uns parat hielt. Die Sterne konnten vieles zeigen, uns Wege weisen, und doch behalten sie ihre Geheimnisse oft genug für sich. Verschleiern die glänzenden Sterne nicht oft unseren Blick? Zeigen uns ihre schöne Seite, und verschweigen die schwarzen Löcher, die Kometen, die Trabanten. Doch was kommt dahinter? Was passiert, wenn ein Stern stirbt wirklich? Ist ein weißer Zwerg oder ein roter Riese nicht einfach nur der Lebensabend eines Sterns? So viel was passieren kann, von Explosionen und implodieren, doch ist das denn wirklich das Ende?
Wie gehen Eure Forschungen voran? Ich weiß, es ist ein harter Bruch in der Themenwahl, doch sind unbekümmerte Worte derzeit einfacher zu ertragen, als andere.

Auf Eure Antwort warte ich sehnlich!
Ihre ehemalige Studentin,
Farine Chantealee


Ein letztes Mal las sie die geschriebenen Worte, ehe sie der Eule das schreiben um den Fuß band. Unsicher, ob es das richtige war, was sie getan hatte. Und doch war es jetzt nicht mehr zu ändern, das Pergament war auf dem Weg. Und sie sah der Eule hinterher, bis jene am Horizont verschwunden war und sie mit den grauen Augen in den Himmel empor blickte. Ihre Finger strichen über das staubgraue Kleid, ehe sie das Kleid glatt strich und sich ihren Aufgaben wieder widmete.
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William Gordon
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BeitragThema: Re: Die Kunst des Briefeschreibens ist nichts anderes als die Kunst, die Arme zu verlängern.    Mi 6 Jul 2016 - 22:55

NPC Steuerung Ian Fraser



Jahre waren vergangen, die Zeit hatte ihn merklich eingeholt, seine Forschungen betrieb er seither mit einigen wenigen Studenten die er für fähig genug hielt und die an seine Theorien glaubten. Das Haar hatte bereits graue Strähnchen, die Augen waren waren tief in ihren Höhlen verborgen und suchten die Sternenkarten nach einem ganz bestimmten Stern ab. Ein Zirkel lag neben ihm, ebenso wie sein Zauberstab und einige Stifte mit denen er Linien gezeichnet hatte von Bewegungen der Sterne. Seine Gedanken waren fern ab jeglicher Vorstellungskraft tief im Universum verborgen und suchten in den unendlichen Weiten nach Antworten, die ihm zu verstehen gaben welchem Sinn dieses System folgte. Was war die Magie? Welche Auswirkungen hatte sie auf den Kosmos? Oder war sie nur ein lokales Phänomen, dass keinerlei Gültigkeit im Universum besaß und damit auch keinen Einfluss auf die Grundkräfte besaß? Tief dort oben im Himmel irgendwo zwischen den Sternen, da verlor sich sein Blick, er spürte heute mehr denn je, wie die Zeit ihn einholte, dass er es niemals schaffen würde sein Werk zu vollenden und das Rätsel um die Neuesten Ereignisse zu lösen. Er glaubte ein Meister der Sterne zu sein, aber seit einiger Zeit kam er zu der Erkenntnis, dass nicht er der Meister, sondern der Schüler der Sterne war. Denn sie lehrten ihm etwas über die Natur des Universums. Sie waren die besten Lehrer, die ohne Stimme, ohne Ton und Schall mit ihm kommunizierten. Sie riefen nach ihm, forderten ihn heraus ihr Geheimnis zu lüften und erzählten ihm jedes Mal aufs Neue ihre eigene kleine Geschichte.

Der Kosmos...so friedlich, so perfekt, ein Konstrukt, dass so genial aufeinander abgestimmt war, dass es sogar ermöglicht wurde Leben zu bilden. Jenes Konstrukt war durchsetzt von Perfektion, der menschliche Körper entstand aus jener Perfektion, deren Wahrscheinlichkeit extrem niedrig war. Die Chancen geboren zu werden und so weit zu kommen, standen eigentlich astronomisch schlecht und dennoch schien dieses ganze System in all seiner Perfektion bestens zu funktionieren. Kein Markel, keine Ungereimtheit. Nein. Es besaß genau definierte Regeln innerhalb derer alles seinen gewohnten Lauf nahm. Ja, man könnte fast zu der Behauptung kommen, das Universum folge einem großen Plan der die Erschaffung und Vernichtung auf einem klassischen Gleichgewicht hielt. Welchen Pfad man auch immer einschlug, er führte jedes Mal wieder zurück zur Erde, jedes Mal sah man zurück und verglich alles mit den hier geltenden Regeln, die nicht weniger mystisch und perfekt waren als sonst irgendwo im Kosmos. Eines war ihm seit langer Zeit klar, die Menschen würden niemals das große Ganze verstehen, aber sie konnten versuchen zu begreifen wie ihre eigene kleine Ecke im Kosmos funktionierte.

Irgendwo dort draußen....

gab es einen Planeten...inmitten der Sterne...

diese Ansammlung von Sternen hieß Milchstraße...

inmitten dieser riesigen Ansammlung, die trotzdem noch so leer war..

war irgendwo ein Planet den man Erde nannte....


Tief in ihm legte sich ein Gefühl des Friedens ab, denn er wusste, er war ein Teil dieses großen Ganzen und er war stolz darauf in dieser Perfektion leben zu dürfen. Sein Lebenswerk würde niemals vollendet sein, seine Forschungen würden die Jahrhunderte überdauern bis der Mensch entweder aufhört zu atrmen oder ein Teil der großen Magie zu werden. und so lange er lebte, würde er weiterhin den Sternen lauschen und sich jedes Mal aufs Neue belehren lassen über die Natur der Magie. Seine Theorien zu beweisen, war sein Lebenselixier, es hielt ihn bei Kräften und wenn man ihm das wegnahm, dann würde dieser Mensch wie er einst war aufhören zu existieren. Verheiratet war nie, Liebe war etwas das ihm in seinem Leben eigentlich nur selten zu Teil wurde. Aber wenn man genau hinsah, hinter die Maske blickte, dann sah man einen Menschen der so glücklich und zufrieden mit seiner eigenen Arbeit war, dass man das schon fast eine Ehe im Geiste nennen konnte.

Tief in seine Gedanken verwurzelt bemerkte er erst gar nicht, dass er einen Brief erhalten hatte. Die Eule pickte ihm leicht in den Handrücken, sodass er aufschreckte und verwundert zu der Eule sah. Er band ihr den Brief ab und öffnete ihn. Ein sanftes freudiges Lächeln, dass er sonst immer hinter seiner ernsten Miene verbarg, entglitt ihm nun offensichtlich übers ganze Gesicht. Er las die Zeilen und tief in ihm erfreute es ihn von ihr zu hören. Ihr Cousin hatte ihm schon erzählt, dass sie es zu großer Ehre, Ruhm und Karriere gebracht hatte. Schade war es eigentlich drum, dass sie sich letztlich für die Lehrtätigkeit entschieden hatte. Er hätte sie gerne wieder bei sich gehabt und da er so vieles ihr zu erzählen hatte und so gerne mehr über sie erfahren würde, entschied er sich keinen Brief zu schreiben.Zumindest keinen an sie, sondern an Masor Dax, von dem er gehört hatte, dass er sich ebenfalls auf der Hogwartsschule für Hexerei und Zauberei befand. Sofort sendete er an ihn einen Brief und bekam ziemlich schnell eine erfreuliche Antwort, die ihn zur sofortigen Abreise nach Hogwarts bewegte. Wie abgesprochen ließ Dax ihn durch den Schild hindurch, um seine Cousine ein wenig zu überraschen. Natürlich hatte er sich die Einwilligung des stellvertrenden Schulleiters eingeholt um Farine entsprechend zu überraschen.

In seinem gräulichen Mantel gehüllt spazierte er durch die Tore einer längst vergessenen Vergangenheit hinauf zum Schulleiterbüro wo er von Dax allein gelassen wurde. er klopfte an die Türe, in der Hoffnung, dass ein herein kommen würde. Es waren nun genau drei Tage seitdem Erhalt des Briefes vergangen, sodass er umso mehr hoffte, dass sie überrascht sei. Als er von Innen ein kühles aber vertrautes herein vernahm, trat er durch die Türe, die Arme auf den Rücken verschränkt. Zwischen dem gräulichen Umhang sah man seinen Anzug, seine Augen leuchteten und ein schmales Lächeln zuckte über sein Gesicht als er seine ehemalige Schülerin beäugte.
Doch anstatt sie richtig zu begrüßen, richtete er den folgenden Satz, an sie - der eher unbewusst richtig ausgewählt war - "Blicke oft zu den Sternen empor – als wandelst du mit ihnen. Solche Gedanken reinigen die Seele von dem Schmutz des Erdenlebens." zitierte er aus seinem ersten Semester, mit dem er seine Vorlesungen damals im Kurs Astronomie bei ihr begonnen hatte. Er hoffte sie würde den zitierten Satz als den von Marc Aurel wiedererkennen. "ich bin höchst erfreut Sie wiederzusehen Miss Chantealee."
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BeitragThema: Re: Die Kunst des Briefeschreibens ist nichts anderes als die Kunst, die Arme zu verlängern.    Do 21 Jul 2016 - 11:18

Tage waren vergangen, seit sie den Brief an ihren früheren Professor entsandt hatte, sie ahnte nicht, dass er schon in der Schule weilte. Sie ahnte nicht, dass er aufgebrochen war hier her, Korrespondenz mit ihrem Cousin hatte. Eher glaubte sie, dass er, wie immer, seine Worte mit bedacht wählen würde und er zu beschäftigt war, jemandem wie ihr zu schreiben. Tage waren vergangen und Chester, dies war eine Gewissheit, würde nicht zurück kehren. Ende Februar noch hatte sie nicht mit etwas derartig erschütternden gerechnet. Und nun stand sie da, wie sooft, nachdem sie die schützenden Zauber verstärkt hatte und aus dem Krankenflügel wieder entlassen wurde. Besuch hatte sie sogar bekommen von Ryan. Es tat gut den Jungen zu sehen, auch wenn sie es nicht zugeben würde. Nicht öffentlich zumindest.

Doch jetzt stand sie da, an dem kleinen verzauberten Garten, den sie noch immer hegte und pflegte. Hegen und pflegen ließ, welchen sie von Professor Commutatis bekommen hatte nach dem Einstellungsgespräch. Die grauen Seelenspiegel blickten in den Himmel, der noch immer ein Mysterium war, und wohl eines bleiben würde, nur kleine Antworten abwarf, hin und wieder. So lange bis sie aus den Gedanken gerissen wurde, als jemand an der Türe klopfte. „Herein,“ konnte man ihre rauchige Stimme vernehmen, kühl und dunkel, die seid dem letzten Treffen mit ihrem ehemaligen Professor gereift war. Sie spürte den Blick auf sich ruhen, als sie sich langsam umwandte, zur Türe sah. Die grauen Augen waren dunkler als sonst, die Haut Alabaster, zerbrechlich könnte man meinen. Doch ihr Lächeln war ehrlich und aufrichtig, als sie den Professor erkannte. Er war älter geworden, und doch strahlte er noch immer etwas aus, was sie Ehrfürchtig knicksen ließ.

„Bonjour,“ raunte sie und unter der Traurigkeit konnte man ein weicheres Lächeln erkennen, zaghaft und zögerlich. „Ich könnte stundenlang mich nachts in den gestirnten Himmel vertiefen, weil mir diese Unendlichkeit fernher flammender Welten wie ein Band zwischen diesem und dem künftigen Dasein erscheint.“ Antwortete sie auf Aurel. Die deutete auf die Sitzgelegenheiten an ihrem Schreibtisch, wo auch ihre Teekanne, sowie ein Gedeck stand. „Ganz meinerseits, Professor Fraser, setzen sie sich doch,“ bot sie ihm an, griff dabei leicht in das Kleid damit es nicht über den Boden wischte. Es war schwarz, tief schwarz, schlicht, und wie schon früher in A-Linie geschnitten, im Stil der viktorianischen Zeit. Es war deutlich zu erkennen, dass sie überrascht war. Und doch wollte sie souverän bleiben.
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William Gordon
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BeitragThema: Re: Die Kunst des Briefeschreibens ist nichts anderes als die Kunst, die Arme zu verlängern.    Mo 8 Aug 2016 - 2:06

NPC Steuerung Ian Fraser





"Danke" erwiderte er mit einer leichten Verbeugung und sah sich für einen Augenblick um, ehe er sich auf den ihm zugewiesenen Platz begab. Er setzte sich und schob seinen Mantel etwas zur Seite und sah seine ehemalige Schülerin mit seinen ernsten und ziemlich strengen Blicken an. Er spürte, dass mit ihr etwas nicht in Ordnung war, ihre Korrespondenz an ihn war der beste Beweis für diese Hypothese. Das waren nicht die üblichen Worte, die die Schulleiterin normalerweise an ihren Mentor richtete, viel zu emotional, viel zu aufgewühlt und voller Trauer. Etwas musste geschehen sein und da er sich immer noch mit ihr auf einer bestimmten Ebene verbunden fühlte und Kontakt zu ihrem Cousin hergestellt hatte, fühlte er sich geradezu verpflichtet nach dem Wohl seines Schützlings zu sehen. Vieles hatte sich verändert, besonders unerwartet entwickelte sich Farines Laufbahn. Sie hätte überall arbeiten können, nachdem sie in Island bestanden hatte, aber sie entschied sich für die Hogwartsschule für Hexerei und Zauberei. Eigentlich konnte ihn nichts mehr mit Stolz erfüllen als zu wissen, dass sie nun mit ihrer einmaligen Kompetenz der nächsten Generation mehr über die Sterne beibrachte. Doch gleichzeitig war er auch enttäuscht von ihr oder besser gesagt von der Laufbahn die sie eingeschlagen hatte. Sie war so wissbegierig und voller Talent für die Wissenschaften der Astronomie, dass es ihm fast im Herzen weh tat zu sehen, dass sie sich hier größtenteils darauf beschränkte ihr gesammeltes Wissen anderen zu vermitteln. Nicht das ihr einen Groll darauf ziehen würde, ihre Karriere war wirklich bewundernswert aber nicht das was er sich bei ihr erhoffte. Eigentlich hatte er sich gewünscht, dass sie nach dem Bestehen in Island zurückkehren würde, um bei ihm zu arbeiten und gemeinsam mit ihm die Erforschung der Sterne im Zusammenhang mit der Magie voranzutreiben. Wie eingeengt sie hier doch war, in diesem muffigen Büro voller Pergamente und Hausaufgaben von Schülern, abgeschnitten von der Schönheit des Universums und dem Leuchten der Sterne. War es wirklich das, was sie sich gewünscht hatte? Sich mit dem Ministerium herumschlagen, in der Öffentlichkeit stehen und Schülern zeigen wie sie sich zu benehmen hatten? Kurzum sich so dermaßen einschränken zu lassen, dass die eigenen Forschungen auf einen geringen Prozentsatz reduziert wurden. Um es mit seinen strengen und kalten ehrlichen Worten auszudrücken, war es eine grobe Verschwendung von ungeahntem Talent. Wer weiß, welche Entdeckungen sie hätte machen können mit ihrer Art die Dinge aufzufassen, stattdessen verweigerte sie sich die schönen Arbeiten im harten Steinbruch der Astronomie.

Aber mit diesen Gedanken wollte er nicht herauspreschen, daher sah sie für einen Moment schweigend an, ehe er die Stille durchbrach und sich zu einer Erklärung gezwungen sah.  "Falls Sie sich fragen, wie ich hierher kam, nun die Erklärung ist ziemlich einfach. Ihr werter her Cousin stand für eine kurze Zeit mit mir in Korrespondenz und als ich ihren Brief erhielt, dachte ich, ich komme einmal vorbei um persönlich nach ihnen zu sehen. Zumal ich nicht erwähnen muss, dass ihre derzeitige Korrespondenz mir die eine oder andere Frage aufgibt. Wenn ich einmal zwischen den Zeilen lese, nehme ich an, dass etwas sehr tragisches in ihrem Leben passiert und wahrscheinlich vor kurzem." erklärte er seine Gedanken und den Grund wieso er hier war. Seine Augen glitten zu ihren Händen und dann wieder zu ihren Augen. "Ihre Karriere ist bewundernswert verlaufen miss Chantealee, meinen Glückwunsch zur Ernennung der jüngsten Schulleiterin der Geschichte. Offenbar haben sie große Karriere gemacht. Ich habe nie daran gezweifelt, dass sie zu höherem bestimmt seien." fuhr er mit kühler Stimme fort und räusperte sich, die Traurigkeit die in ihren Augen lag, war etwas beunruhigend für ihn und so entschied er sich seine Stimmlage weniger kühl und distanziert wirken zu lassen. Es war zwar selten aber ganz gefühllos war er dann doch nicht. "Wie ist ihnen ergangen in letzter Zeit?", fragte er mit einer wesentlich weicheren Stimmlage nach und hoffte, er würde bei ihr nicht auf einen Punkt treffen, der ihr in irgendeiner Form wehtun würde.
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Farine Chantealee
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BeitragThema: Re: Die Kunst des Briefeschreibens ist nichts anderes als die Kunst, die Arme zu verlängern.    Di 9 Aug 2016 - 0:45

Mit ruhigem, kühlen aber nicht unfreundlichem Blick verfolgte die Astronomin ihren Mentor, wie er den Blick schweifen ließ, sich umsah, nur um sich dann auf den angebotenen Platz zu begeben. Kurz folgte sie abermals seinem Blick, anders war ihr Leben verlaufen, anders als sie gedacht hatte. Island, Peru, Orte an denen sie sich den Sternen so nah wähnte, doch hatte sie nie mit ihrem Mentor mithalten können, glaubte sie. Und dann war da dieser Weg gewesen, der sich ihr offenbart hatte. Ein anderer, und doch ein wenig seinem ähnelnd. Hatte er ebenso gelehrt sein Wissen weiter gegeben und doch fühlte sie sich klein, eingesperrt in einer Büchse der Pandorra, jetzt wo Chester fort war. Ein Moment der alles in Frage gestellt hatte, und sie dennoch hier fesselte. So vieles was sie hier erlebt hatte, was sie hatte weitergeben können, was sie an Erinnerungen geschaffen hatte.

Langsam fuhren Ihre Finger über die Lehne ihres Stuhles, gruben sich in das alte Holz, während ihr Blick au ihren Schoß gerichtet war. Blasser und schmaler als sonst wirkte sie, wie sie in dem Stuhl saß. Erst als er sie direkt ansprach blickte sie empor, aus ihren Gedanken empor gehoben, mit einem eher schmalen lächeln. Sie freute sich ihren ehemaligen Lehrer vor sich zu haben und doch war da dieses Gefühl versagt zu haben. Dabei war er der einzige bei dem sie sich anvertrauen wollte. Warum, dass wusste sie selbst nicht so genau, vielleicht weil er älter als sie war, sie schon so lange kannte. Ein Fels in der Brandung, der ihr etwas zugemutet hatte. „Nein, derlei Fragen stelle ich mir in einer Welt wie der unsere nicht,“ hauchte die Französin mit der dunklen Stimme, die rau und samtig zugleich war.

„Ich danke Ihnen, dass sie diesen Weg auf sich genommen haben, es ist eine Ehre sie wieder zu sehen, Professor. Und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass derzeit alles gut ist,“ begann sie auf seine Worte zu antworten, dabei den Blick ernst auf ihre Fingerkuppen gerichtete, diese an einander gelegt. Leicht zupfelten ihre Zähne an der Unterlippe, ehe sie seinen Blick spürte und den ihren leicht hob, so dass sie seinen traf, müde und traurig blickte die Hexe drein, deren Welt nicht unbedingt diese war, sondern die fernen unbekannten Welten, fern der hiesigen. Und doch zerrte ein Gedanke immer wieder an ihr, hielt sie, ließ sie nicht gehen.

„Ich habe niemals eine Karriere angestrebt, Professor. Es war und ist ein Umweg, einer von vielen. Wer weiß, wohin ich gekommen wäre, wäre ich nicht durch eine Tür sondern ein Fenster gegangen,“ raunte sie, ehe bei seiner letzten Frage eine lang gehütete Träne aus den Wimpern fiel und auf ihrem Schoß im Stoff zerbarst in viele kleine Tröpfchen, die erstarben indem sie in den Stoff sickerten. „Ich verstehe nichts mehr,“ hauchte sie erstickt, doch fielen keine weiteren Tränen. „Ich habe das Gefühl auf der Stelle zu stehen, keinen ordentlichen Gedanken fassen zu können. Die Sterne die einst für mich geordnet waren, scheinen alle einen Ringelrein zu tanzen ohne dass ich die Melodie erkennen kann. Wir können so vieles sehen, in den Sternen, und doch bleiben Fragen unbeantwortet. Wir können so vieles berechnen und doch ist es oft der falsche Moment.“

Ihre Augen huschten unruhig von ihren Fingern in ihren Schoß und zurück. „Wie findet man seine Mitte wieder, wenn man merkt, dass man nicht die Sonne ist, sondern ein Mond der um einen fremden Planeten wandert?“ Hauchte sie, ihren Mentor ansehend, gefasster als zuvor, nur die leicht geröteten Augen verrieten ihre Unruhe, wie auch die gesprochenen Worte.
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William Gordon
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BeitragThema: Re: Die Kunst des Briefeschreibens ist nichts anderes als die Kunst, die Arme zu verlängern.    Do 22 Sep 2016 - 13:35

NPC Steuerung Ian Fraser



In vielen seiner Vorlesungen hatte er schon Studenten in Tränen ausbrechen sehen, weil sie schlichtweg mit dem Stoff überfordert waren. Sie verließen meistens fluchtartig den Raum, weil sie dem ständigen Leistungsdruck nicht mehr standhielten oder weil man ihnen von zuhause aus mehr Druck als nötig machte. Sicherlich die Vorlesungen im Bereich der Astronomie waren anspruchsvoll, besonders unter Professor Fraser, der von seinen Schülern  nicht nur mathamtisches sondern auch theoretisches Wissen über Sternenbilder, Planeten und viele andere Dinge erwartete. Wie konnte man Astronomie studieren, aber völlig unwissend über das eigene Sonnensystem herumlaufen? Für Fraser war das eine Sache der Unmöglichkeit und das Schlimmste was man ihm antun konnte. Farin hingegen schien sich selten dem Leistungsdruck wirklich zu beugen, ihre Ruhe und Kontinuität waren beispiellos und ohne Frage bewundernswert.

Aber die Träne die ihr Auge verließ, war nicht wegen irgendeinem Leistungsdruck, sondern mehr aus reiner Verzweiflung und Orientierungslosigkeit. Noch nie hatte er seine Schülerin in einem derart desolaten Zustand gesehen, sie wirkte völlig aufgelöst, auch wenn sie es versuchte vor ihm merklich zu verbergen. Etwas furchtbares musste in ihrem Leben passiert sein und das einzige was er sich vorstellen konnte, war ein Todesfall oder die Berichte des Tagespropheten, die ihren Ruf durch den Schmutz zogen. Aber irgendwie konnte er sich nicht vorstellen, dass diese lächerlichen Schmierblätter ihre Haltung wirklich so stark beeinträchtigten. Selbst er, den man den unantastbaren Professor nannte, war von dem Anblick schockiert. Seine Schülerin so zu sehen war eine völlig neue Vorstellung für ihn. Aber er hielt jegliche Regung zurück, legte seine Hände zusammen und beugte sich ein Stück vor, sodass sein Arm nun auf der Schreibtischkante lag.

Sie war offenkundig durcheinander und hatte ihren Weg verloren, was bei dieser Position, die sie bekleidete nicht ungewöhnlich war. Wie konnte sie sich nur dazu herablassen einen derartigen Verwaltungsposten, fernab der Sterne und der Forschung einzunehmen? Dabei war er stets davon überzeugt, dass sie zu weitaus höherem Berufen war. Gemeinsame Forschungen mit ihm an der Sternwarte, Präsentation vor der neuen Erkenntnisse vor der Hexenwoche, Auszeichnung des ersten Grades für die Erklärung der magischen Zusammenhänge im interstellaren Raum, höchste magische Ehren für die jüngste und begabteste Hexe, einen Sitz als Professorin bei ihm an der Sternwarte. All das hätte sie erreichen können, vielleicht sogar noch mehr.

Stattdessen hatte sie sich dazu entschieden hier auf Schloss Hogwarts zu lehren und später sogar Schulleiterin zu werden. Ein Amt das durchaus respektabel und von hohem Ansehen war, aber es grenzte sie mehr denn je von allem dem sie sich verschrieben hatte ab. Für Fraser war das absolut unverständlich, aber wie stets respektierte er ihre Wahl und freute sich ein ganz klein wenig für sie, dass sie auf einem anderem Weg Karriere gemacht hatte (Trotzdem war er nicht glücklich damit). sie hätte die Tochter sein können, die er nie gehabt hatte, jene die in seine Fußstapfen trat und ihm nacheiferte. Aber so war es nunmal nicht, die Fakten waren die Fakten und damit musste er nun einmal umgehen. Zunächst einmal musste er sie wieder auf den rechten Pfad verweisen.

Daher lehnte er sich sanft zurück und hob eine Augenbraue nachdenklich an. "Nun ich denke, Sie haben die ehrenvolle Aufgabe vergessen die einem Mond zuteil wird. Wenn Sie ihre Mitte finden wollen werte Farine, sollten sie sich auf diese Aufgaben besinnen. Bedenken Sir, ein Mond der um einen Planeten kreist besitzt sehr wichtige Aufgaben. Er ist der Schutzpatron des Planeten, er fängt zumeist das ab, was dem Planeten schweren Schaden zufügen würde. Er ist dafür zuständig die Gezeiten zu beeinflussen und die Nacht zu erhellen. Hell leuchtet er am Horizont und erleuchtet den wunderschönen Sternenhimmel. Nehmen Sie zum Exempel unseren Mond, wie oft hat er uns schon vor Schaden bewahrt? Wie oft haben Sie ihn durch ein großes Teleskop sich näher angesehen? Viele Male da bin ich sicher. Monde sind nicht unbedeutend, klein und bedeutungslos, ihre Aufgabe ist ebenso wichtig wie der der Sonne." belehrte er sie, wobei seine Blicke auf ihrem Gesicht verharrten um festzustellen, ob es ihr half oder ob er sie derartig noch mehr ins Chaos stürzte. Er war bei weitem nicht der Beste Gesprächspartner wenn es um Trauer und Verzweiflung ging, dazu war er zu rational geprägt. Aber irgendwo tief in ihm steckte noch genug Empathie um ihr zumindest zu zuhören und ihr auch den Vergleich mit dem Mond wieder etwas schmackhafter zu machen.

"Denken Sie daran, sie als Mond können dazu beitragen, dass dieser fremde Planet eines Tages Leben gebärt, eine Flora und Faune entsteht die der Erde gleichkommt. Aber vielleicht hilft es Ihnen, wenn sie mir offenbaren was Ihnen widerfahren ist. Vielleicht lindert es den Kummer der sich in Ihnen sammelt.", erklärte er und strich sich durch sein von grauen Strähnen durchsetztes schwarzes Haar.
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BeitragThema: Re: Die Kunst des Briefeschreibens ist nichts anderes als die Kunst, die Arme zu verlängern.    Mi 28 Sep 2016 - 0:02

Kaum war die Träne gefallen, eingesickert in den Stoff der Astronomin, blickte sie empor, suchte den Blick des Mentors. Leicht schluckte sie, dabei konnte man an ihrer Kehle beobachten, wie sich die Haut etwas spannte, ehe sich diese wieder entspannte. Die sonst weichen Lippen waren spröde, doch war sie froh, dass er an seiner Art festhielt, sich nicht anders als sonst verheilt und auf ihren astronomischen Vergleich einging. Licht fiel es ihr nicht, was man auch erkennen konnte. Dankbar sog sie seine Worte auf, lauschte seiner tiefen Stimme. Zurück zu früheren Zeiten fühlte sie sich teleportiert. Nicht nur Chester hatte diese Art besessen, sondern auch Professor Ian Fraser, ihr Mentor. Vielleicht einer der Gründe warum sie den Freund so sehr schätzte, weil er dem Professor so ähnlich... war. Aber Fraser hatte Recht. Eindeutig.

Der Mond hatte schon immer eine besondere Aufgabe gehabt, würde diese für immer besitzen und niemals würde er seine Aufgaben vergessen. Sie war der Mond von Hogwarts. „Oui, Professor,“ raunte sie leise und schämte sich ein wenig, den Mond nicht mehr als das gesehen zu haben, was er wirklich war. Ein Patron, ein Beschützer. Die Sonne war die Mutter, schenkte Wärme und Licht, während der Mond der Vater war, Schatten und Ruhe schenkte. Sie blickte ihn dankbar an, ohne dass sie es selber merkte, es tat gut eine in diesem Sinne verwandte Seele zu haben. Anders als Chester, und doch nicht unähnlich. Ein anderer Bezug war es, den sie zu dem älteren hatte und doch war er ebenso rational, wie es sonst die Schulleiterin war. Abermals senkte sie ihren Blick, fuhr mit ihrem Finger über die Tischplatte und zeichnete unbewusst eine geflügelte Schlange, ohne die Konturen sichtbar werden zu lassen.

„Ich habe meinen meinen Planeten verloren und bin nun ein Trabant ohne seine Umlaufbahn.“ Raunte sie leise. Nur um beim Thema Mond zu bleiben. Ihre grauen Augen hoben sich in seine Iriden. „Nichts mehr und nichts weniger. Mein Weg hat sich verändert, ich muss einen neuen finden, und es fällt mir schwerer, als es sollte. Dabei weiß ich, irgendwann werde ich einen neuen Planeten finden, der mich aufnehmen wird. Und dem ich nicht nur Dienste leisten kann. Ein neuer Weg. Eine Verantwortung.“ Sie musste an die Worte von Chester denken. Hogwarts war der König auf dem Zauberschachbrett der Welt und sie war die Dame. Er war der Turm. Und er war nun gefallen. Und doch war er nicht ganz fort. Sie konnte das nicht glauben, dass er ganz fort war. Irgendwo war er noch. Ganz bestimmt.
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BeitragThema: Re: Die Kunst des Briefeschreibens ist nichts anderes als die Kunst, die Arme zu verlängern.    Fr 7 Okt 2016 - 19:12

NPC Steuerung Ian Fraser



Sein ernstes Gesicht verfolgte die Reaktionen seiner ehemaligen Studentin mit Adleraugen. Es schockierte ihn, seine sonst so rationale und logische Farine, so emotional mitgenommen zu erleben. Er fühlte sich als ihr ehemaliger Mentor für sie verantwortlich in dieser Situation, es gab nichts schlimmeres als seinen Halt im Leben zu verlieren und gleichzeitig zu versuchen die Distanz zu allen Menschen um einen herum zu wahren, um den Eindruck von Seriösität und Unantastbarkeit aufrecht zu erhalten. Egal wie sehr man sich vor seinen Emotionen versteckte, egal wie rational man dachte, sie holten einen immer wieder ein. Wenn es eine Chance gab sie aus ihrem Elend zu befreien und ihr wieder auf die Füße zu helfen, dann würde er es tun und im Augenblick sah er dazu nur eine Chance. Vielleicht war es besser für sie, wenn sie Hogwarts verließ und bei ihm am Institut arbeitete, einen eigenen Lehrstuhl in der Astronomie erhielt und sich von dem Posten des Schulleiters und allem was sie hier an das Verlorene erinnert, zu distanzieren.

Frager ballte seine Hände zusammen, ob es ihr helfen würde? Ob er diesen Schritt wirklich tun sollte? War es angebracht ihr eine liebevolle Umarmung zu gewähren? Sollte er wirklich die Distanz verlassen und es ihr anbieten? Nein, vielleicht war es zu früh dafür und sie machte nicht die Anstalten, als würde ihr so etwas im Augenblick wirklich gut tun. Andererseits, könnte der Versuch ihr helfen sich etwas von ihren schmerzhaften inneren Barrieren zu lösen und ein Großteil des Schmerzes endlich herauszulassen. Normalerweise war er kühle Mentor, der mit rationalem Verstand argumentierte, aber in einer solchen Situation war Logik vielleicht nicht angebracht.

Ihre Worte gaben ihm das Stichwort, sich aus seinem Sitz zu erheben und den Fenstern neben ihrem Stuhl zu gehen, nachdenklich hinauszusehen und sich mit einem ebenso nachdenklichen Blick wieder Farine zu zuwenden. Für einen Augenblick schwieg er und versuchte nur zu erfassen was in ihren sich wiederspiegelte. Aber mehr als Trauer und Kummer konnte er in ihnen nicht erblicken.
Er sah zu ihr hinunter und zögerte innerlich für einen Augenblick, seine Augen leuchteten, seine Haltung war kerzengerade, dass Licht draußen fiel auf seine dem Fenster zugewandte Seite.
Vielleicht war es an der Zeit, die Mentor-Schüler Beziehung auf eine rein freundschaftliche Ebene zu erweitern, ihr zu demonstrieren, dass er für sie da war, egal was auch immer geschehen mochte.
Er war zwar nie der emotionalste Mensch und er würde auch nicht behaupten, dass er sehr einfühlsam oder sehr empathisch war, aber er besaß ein Verständnis, dass ihrer Ebene entsprach, ein Verständnis für die Sterne und auf diesem Level konnten sie sich unterhalten, ohne das sich Farine wirklich dazu gedrängt sah, ihm mit richtigen Worten sagen zu müssen was geschehen war.

"Sicherlich, just die Zeit wird ihnen einen neuen Planeten offenbaren." sagte er zögerlich und lockerte seine Haltung etwas auf, "aber wie es in der Astronomie manchmal passiert, biete ich Ihnen an, diesen Mond zu einem eigenen Planeten zu ernennen.", ob sie wirklich damit verstand, was er ihr damit anbot? Zur Sicherheit wurde er deutlicher, um sie nicht noch mit Rätseln in dieser Situation zu belasten. "Farine, Sie waren meine Schülerin und eine der besten die ich je unterrichtete, kommen sie mit mir zurück ins Institut. Was ich jetzt sage, sage ich nicht als ihr Mentor, für einen Augenblick sind sie mal nicht meine ehemalige Schülerin, sondern eine Person mit der ich mich verbunden fühle.. Ich möchte sie an meiner Seite bei Erforschung der Sterne haben. Ich biete ihnen eine zweite Chance, ihre alten Forschungen wieder aufzunehmen, einen eigenen Lehrstuhl zu besitzen und sich von all dem was sie hier an das Verlorene erinnert, zu distanzieren. Helfen sie mir, die Sterne mit mehr als nur zwei Augen zu sehen. Ich könnte mir keine qualifiziertere Person dafür vorstellen.", dass diese Worte einmal seinen Mund verlassen würden, war unglaublich, er hätte es nicht geglaubt, wenn er es nicht gerade selbst ausgesprochen hätte.

"Die Sterne werte Farine, die sind ihre Bestimmung, nicht das Sitzen hinter diesem Schreibtisch. Ich bitte Sie, nicht als Mentor, sondern vielleicht als so etwas wie ein Freund. Stellen sie sich die Möglichkeiten vor. Gemeinsam Vorlesungen halten, gemeinsam forschen, den Sternen so nahe sein, wie noch nie zuvor. ich biete ihnen an, dass sie ihr Wissen um das zehn fache erweitern können.", fuhr er fort und lächelte ihr sanft entgegen, aber rechnete schon fast damit, dass sie ihren Kurs nicht ändern würde, wenn sie einmal einen Entschluss gefasst hatte, war sie nicht mehr aufzuhalten. Aber  wenn sie zwischen den Zeilen las, dann wusste sie jetzt zumindest, dass sie für ihn mehr war als nur eine Schülerin. Sie war eher eine Freundin oder etwas das dem sehr nahe kam. Ob dies eine wirkliche Freundschaft war, dass müsste sich erst noch herausstellen. Zweifel hatte er jedoch daran nicht.
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BeitragThema: Re: Die Kunst des Briefeschreibens ist nichts anderes als die Kunst, die Arme zu verlängern.    Mo 10 Okt 2016 - 17:15

Jeder war ein Planet, folgte seiner Bahn, bekam mal einen Asteroiden ab, veränderte ach mal seine Umlaufbahn. Doch im Regelfall behielt man ein Leben lang seine Bahn bei, veränderte nur wenig und folgte seiner Bestimmung. Jeder hatte seinen Weg, kam davon ab oder aber wurde in eine Bahn gelenkt, in der man erst viel später kennen würde, dass es genau das war, um einen anderen Planten zu dem zu machen, war er mit der Zeit werden sollte. Gestirne, Konstellationen und Sternenbilder hatten alle einen Ursprung, sie hielten sich daran, versuchten nur selten auszubrechen und wenn man nur ein wenig aufpasste konnte man alles berechnen. Erahnen. Es war kein Wahrsagen, nur die Kunst etwas vorherzusehen, was unvermeidlich geschehen würde. Logik, Rationalität, alles was mit dem Lauf der Dinge, der Sterne, des Lebens zusammen hing hatte eine ganz eigene Ordnung.

Es begann mit der Geburt, dem erschaffen und es Endete. Irgendwann. Manches eher, anderes später. Und alles hatte einen Sinn. Einen den man nicht immer sah, den man nicht immer verstand. Und doch war dieser Sinn vorhanden, greifbar, so man nur zulässt, dass es geschah. Oder eben nicht geschah. Das Gute, wie da Böse war nie vollkommen auf eine dieser Eigenschaften geprägt. Alles war grau und formbar. Man musste manchmal nur den Standpunkt verändern. So viele Gedanken, so viele Fäden die man ziehen konnte, auf denen man wandeln konnte. Verschiedenste Entwicklungen waren möglich. Und doch nahm man immer das, was schon vorherbestimmt war. Wieweit reichte der freie Wille wirklich. Und wie weit könnte man seinen Entscheidungen steuern. Ein De ja-vu war ein gutes Beispiel. Es zeigte nur das, was ohnehin schon passiert war. Nur wenigen Bruchstücke vorher, bevor man es realisierten konnte.

Die Synapsen waren nicht schnell genug und oft genug kam es vor, dass wir eher hörten, uns entschieden, ehe der Kopf verarbeitet hatte um was es wirklich dabei ging. Schlimmer war dies bei emotionalen Menschen. Diese handelten oft aus dem Bauch heraus, taten Dinge welche ein Rational denkender Menschen anders in Angriff genommen hätte. Ihre Hände legten sich auf ihre Unterarme, während jene sich verschränkten. Nur langsam folgte Ihr Blick seinen Bewegungen, betrachteten den Mentor, während er zu sprechen begann. Seine Worte ließen sie ungläubig drein sehen, nicht weil sie sich für unbegabt hielt, sondern von dem Mann nie derlei Worte erwartet hätte. Sicher, er hatte sie schon immer unterstützt, hatte sie in die Welt geschubst. In die Welt der Astronomie. Sie hatte vieles gelernt. Nicht nur in Peru und Island. Island. Allmählich kam ihre pragmatische Seite hervor, eine Hand die sich auf ihre Schulter legte und den Gedanken gut hieß. Sie hatte sich zu kümmern.

So sehr sie das Angebot auch reizte, so wenig konnte sie es annehmen. Sie war die jüngste Schulleiterin der Geschichte. Sie konnte nicht einfach das Handtuch werfen, ohne das was sie erreicht hatte vollkommen zu zerstören. Alles zu zerstören was sie in den letzten Jahren aufgebaut hatte. Damit würde sie auch den letzten Rest verlieren, welcher sich an Chester klammert. Alles wäre verloren. Nur wegen einer Flucht. Ihre grauen Augen hoben sich, langsam erhob sich die Hexe, nur um auf ihren ehemaligen Mentor zuzugehen, ihren Kopf legte sie leicht in den Nacken, während ihre dunkle, rauchige Stimme erklang. „Ich danke Ihnen, Fraser.“ Sagte sie mit dem typischen französischen Akzent. „Aber damit würde ich alles was ich in den letzten Jahren mit Schweiß und Blut geschützt habe, verraten und verkaufen. Ich könnte es nicht ertragen, wenn ich den König auf dem Schachbrett verlieren würde.“ Sie wäre Matt. Sie hätte damit alles verloren.

Mehr als eine Partie Zauberschach. „Wenn ich meine Position hier verlasse, die ich mich als Dame sehe, wer soll den Schülern zeigen, wohin der Weg führen kann? Sehen sie mich als jene die den Weg vorbereitet für jene Schüler, die in ihnen ihren neuen Mentor sehen. Ich habe meinen Lehrstuhl gefunden. Mein Weg ist gezeichnet. Natürlich zieht es mich dahin wo ich mehr forschen könnte. Wo ich mehr denn je über die Sterne erfahren könnte. Und doch bin ich nicht in der Lage, alles hinter mir abzubrechen. Dabei spielen meine Trabanten, meine Dämonen oder Gefühle keine Rolle. Die hätte ich hier, wie auch wo anders. Hier aber werde ich gebraucht,“ sie suchte seinen Blick und legte nur kurz ihre Hand auf seinen Unterarm. „Wenn ich könnte,...“ aber sie konnte nicht. Ihr Turm war gefallen, aber noch stand sie. Schützend vor dem König, vor den Bauern. Sie war hier noch nicht fertig. Und sie wusste, dass ihr Mentor, Ihr alter Freund, dies verstehen würde Egal wie uneben der Weg war, wie hartnäckig der Asteroidengürtel auch war, sie würde ihren Weg machen.
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BeitragThema: Re: Die Kunst des Briefeschreibens ist nichts anderes als die Kunst, die Arme zu verlängern.    Fr 2 Dez 2016 - 18:29

NPC Steuerung Ian Fraser





Ihre Worte klangen mehrfach in seinen Ohren nach, ein leises Seufzen entglitt seinem Mund und seine eingefallenen Wangen zuckten an manchen Stellen. Diese Worte wirkten wie eine Dissonanz, ein falsch oder schlecht gespielter Ton, der in seinen Ohren sich stetig steigerte und einen unaufhörlichen Klang des Grauens projizierte. Er war doch nicht hergekommen, nur um zu sehen wie sie erneut einen Fehler machte, der ihr bereits einmal unterlaufen war. Normalerweise war er der Auffassung, dass jeder Mensch nur dadurch lernte, dass er Fehler beging und mit dieser Einstellung hatte er seine Schüler bereits oft gegen die Wand laufen lassen. Einfach um ihnen zu demonstrieren, dass es so nicht ging. Nicht das er sie unbedingt eines besseren belehren wollte, aber Schüler wie Madam Farine, waren nunmal nicht anders zu überzeugen. So gerne er sie auch hatte, war sie ebenso unnachgiebig wie er selbst. Eine Eigenschaft die vermutlich vererbbar war, denn er hatte es eindeutig von seinem Vater.

Seine kühlen Augen musterten die Schulleiterin und suchten in ihren Blicken irgendetwas das nur darum bettelte, das er sie dazu bewegte. Manchmal waren Frauen in dieser Hinsicht sehr komplex und sagten nicht immer das was sie wirklich wollten. Allerdings sah er zu seiner Enttäuschung eine standfeste Überzeugung, auch wenn er sie nicht teilte, war er gezwungen diese zu respektieren. Aber so einfach gab sich ihr alter Mentor nicht geschlagen! Es gab immer noch Argumente die er ihr sachlich und rational wie eh und je vortragen würde. Einige davon waren zwar eher persönlich motiviert, aber wenn er es sachlich darlegte, war sie ihnen vielleicht eher zugetan. Er hob einen Finger und schüttelte ihn immer wieder von links nach rechts, um ihr zu signalisieren, dass sie schweigen sollte.
"ts, ts, ts, werte Farine, ich bedaure diese Entscheidung zutiefst, aber sie werden doch nicht dengleichen Fehler nochmal machen oder? Farine, dass was auf der Welt passiert, ist nicht ihre Schuld und sie sind weder der Schule noch sonst wem eine Heldentat schuldig. Aber sie verwehren der Menschheit die Chance auf neue magische Befunde, vielleicht sogar auf den wohl bedeutensten Fund der magischen Gesellschaft." fing er an und verschränkte seine Arme ganz klischeehaft hinter dem Rücken, um tatsächlich wie ein Mentor vor ihr zu stehen.
"Was tun Sie im Augenblick?, Sie rätseln herum und übernehmen die Aufgabe des Zaubereiministeriums. Sie und ich wissen, dass nicht hinter einen solchen Schreibtisch gehören. Sondern in die Forschung. Sehen Sie nach draußen werte Farine." sagte er und zeigte aus dem Fenster in den Himmel.
"Das dort oben, dass ist ihre Bestimmung. Sie zerstören nichts wenn sie hier fortgehen, Sie haben viel geleistet, dessen bin ich mir sicher und jemand anders wird das fortsetzen. Sie sind niemandem gegenüber verpflichtet außer der Wissenschaft, der Astronomie und der Zauberei. ich gebe Ihnen die Chance mich zu übertreffen, eine Auszeichnung von der Hexenwoche zu erhalten, vom Orden des Merlin höchst persönlich. Se sind doch keine Verwaltungskraft, sie gehören dort draußen zu den Sternen, reizt sie denn gar nicht, mehr darüber zu erfahren? In unbegrenzte Gebiete vorzudringen? Hogwarts kann auf sich selbst aufpassen, bitte verbauen Sie sich nicht ihren einzigen Lebensweg, der ihrer Intelligenz, ihrem Verstande als einziges würdig erscheint.", sagte er und hielt kurz inne, um ihr einen ernsten Blick zu zuwerfen und sah sie ernst an.
"Ich brauche Sie werte Farine, das Observatorium braucht sie. Ich habe mit dem magischen Konzil gesprochen und ihre Ernennung wäre nur noch eine Formsache. Bitte...ihr Weg ist nicht gezeichnet, Sie sind ein freier Mensch. Hören Sie auf gegen ihre Wünsche zu handeln. Diese Schule ging durch viele Schulleiterhände und das wird sie weiter tun."

Sein Blick verriet ihn, es zeigte viel zu deutlich wie sehr ihn diese Entscheidung missfiel, vor allem da er immer noch der Meinung war, dass sie nicht hinter einen Schreibtisch einer Schule, sondern in ein Observatorium hinter ein Teleskop gehörte. Was sie hier hielt wusste er nicht, aber er ahnte bereits, dass es fast unmöglich war, das sie sich dazu entschließen würde. Aber genau wie Sie hielt er an einem festen Kodex fest und selbst wenn die Chance gering war, wollte er sie nicht so einfach abtun. Natürlich sie sollte ihre Fehler machen und daraus lernen, aber ein Potenzial erlischen zu lassen, nur weil der Mensch sich etwas verbaute war der falsche Weg. Hier in diesen staubigen und muffig riechenden Wänden, war sie von allem abgeschnitten was sie wirklich liebte. Ständig von der Arbeit abgelenkt zu werden (auch wenn das unterrichten eine noble Sache war), war es trotzdem keine Grundlage für eine Forscherin der Magie und Astronomie.

"In diesem Schloss werden sie ständig abgelenkt von ihren wahren Aufgaben, sie können nicht Mal inruhe ihren eigenen Studien nachgehen. Stattdessen kümmern Sie sich dauernd um die Belange anderer. Das ist zwar sehr löblich und ehrenhaft, aber leider wenig konstruktiv  wenn ihr Potenzial dadurch auf der Strecke bleibt. Stellen Sie sich nur Mal die Möglichkeiten vor. In einem Vorlesgungssaal zu stehen und ihren bereits belehrten Studenten Theorien zu offerieren, die Sie mit denen fachlich qualifiziert diskutieren könnten. Wäre das nicht eine Aufgabe? Eine Herausforderung? Studenten die sich nur mit der Astronomie beschäftigen und wahrlich an ihrem Unterricht interessiert wären. Und danach könnten Sie ihren eigenen Studien nachgehen ohne dauernd unterbrochen zu werden. Wollen Sie sich ein Leben voller Wissen und Erforschung wirklich entgehen lassen? Werte Farine, ich wäre nicht hier, wenn es mir nicht so wichtig wäre.", sagte er und hoffte damit das Eis zu brechen und sie mit sich nehmen zu können, um mit ihr gemeinsam die aktuellen Projekte diskutieren zu können.
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BeitragThema: Re: Die Kunst des Briefeschreibens ist nichts anderes als die Kunst, die Arme zu verlängern.    Mo 5 Dez 2016 - 2:09

Fehler. Jeder machte sie, keiner war vor ihnen gefeit und manche waren schwerwiegend, während andere Lappalien waren. Und dann waren da die Wege die man einschlug, wenn man einen Fehler begangen hatte. Einige ruderten zurück versuchten alles ungeschehen zu machen. Wieder andere versuchten nicht nur aus den Fehlern zu lernen sondern den Weg trotz allem weiter zu gehen, den man eingeschlagen hatte. Mit dem Wissen, dass man den getanen Fehler nicht wiederholte. Vielleicht ein wenig abwandelte, aber nie den exakt gleichen ein zweites Mal beging. Wenn dazu dann auch noch Stolz und ein gewisses Maß an Starrköpfigkeit kam, konnte es nur noch interessanter werden. Sie trauerte, ja. Und sie war vielleicht nicht ganz auf der Höhe, durch den gewirkten Zauber. Aber sie wusste, was sie wollte.

Auch wenn dies bedeutete, dass ihre Träume nicht so verliefen wie sie es sich immer erdacht hatte. Doch dazu wäre es niemals gekommen. Letztlich hat sie nur der Fakt gerettet noch nicht verheiratet zu sein, dass sie in der Schule für Hexerei und Zauberei als Professorin angenommen wurde. Das sie diese Schule nun leitete, war ihr Ass um nicht unter den Hammer zu müssen. Sie wollte nicht ihren Platz in der Familie einnehmen müssen, nicht unter den Umständen wie ihre Familie es sich dachte zumindest. Natürlich hatte ihre Großtante Maddie gefragt, wie es sich um den jungen Mann verhielt mit dem sie Weihnachten bei der Familie verbracht hatte, der seine Ziehtochter mitgebracht hatte. Nun hatte Farine dieses Mündel. Auch wenn sie mit der Person Helena nicht gut klar kam, sie würde sich um die Belange des Mädchens kümmern.

Sie war keine Bezugsperson für die jüngere, aber sie wollte und konnte sich nicht aus der Verantwortung ziehen. Fraser entzog sich der Hexe, hob belehrend seinen Finger, was sie dazu veranlasste sich etwas von dem ehemaligen Professor weg zu treten. Sie ließ die Arme wieder verschränkt vor der Brust ruhen und sah ihn an. Langsam wich sie zurück, wie Peitschenhiebe trafen die Worte die brünette Hexe. Sie rätseln herum. Sie gehörte hier nicht her. Sie war der Fehler im System. Ihre Augen füllten sich mit Tränen und doch würde keine ihre Wangen benetzen. Keine würde aus ihren Wimpern fallen, sie musste nur die Flüssigkeit fort atmen. Er glaubte nicht an sie , nein falsch. Er glaubte nicht, dass sie es hier schaffen konnte, sondern nur in ihrem Hauptfach. Sie wäre hier unbedeutend wenn sie einfach ging würde es keinem auffallen.

Vielleicht würde man sich wundern, aber es würde nicht wirklich auffallen. Schwer schluckte sie. Und mit dieser Aussage fiel die wohl deutlichste Entscheidung. Nicht nur weil sie Hogwarts nicht verlassen konnte wegen ihrer Familie, sondern auch ihrem Stolz geschuldet. Mit jedem weiteren Wort schaffte Fraser nur noch mehr die junge Schulleiterin in ihrer Meinung zu festigen. „Ich brauchte keinen Orden des Merlin, ich will keine Auszeichnungen durch die Hexenwoche. Fraser, ich liebe das Universum, ich liebe die Sterne, ich liebe die Nacht. Es ist die einzige Liebe die ich empfinde,“ keine andere ging bisweilen darüber hinaus, auch wenn sie sich vielleicht bei einem Mann etwas entsprechendes vielleicht irgendwann gewünscht hätte. Doch das würde niemals in Erfüllung gehen, dafür sah sie ihren Weg nun klarer denn je vor sich. Grade als er anfing sie mehr zu bitten denn ihre Nichtigkeiten aufzuzählen.

In ihren Augen Nichtigkeiten. In diesem Moment, sah sie ihn einfach nur an. Andere hätten sicher anders reagiert, aber die Französin konnte nicht aus hier Haut. „Fraser,“ raunte die Astronomin. „Ich habe meinen Weg gezeichnet, indem ich damals hier den Posten als Professorin angenommen habe. Nun habe ich meine Aufgaben, die vielleicht anders sind als jene die ich jemals sonst hätte. Aber, ich kann nichts von dem was ich hier habe woanders bekommen. Hier kann ich vielleicht nicht in einem Observatorium  arbeiten, aber ich habe den Astronomieturm. Meine Forschungen werden vielleicht nicht so schnell voran gehen, als wenn ich mich nur damit auseinander setzen würde. Aber... und das ist das Wichtigste.... Ich sehe meine Zukunft hier.

Ich sehe hier soviele junge Leute die Potenzial haben, wenn ich nicht die helfende Hand hier bin, wieviele mehr würden nach mir noch ihr Potenzial vergeuden?“
Sie suchte seinen Blick und sah ihn mit einem festen, durchdringenden Blick an. „Ich würde sie gern begleiten, zurück in den Schoß der Forschungen gehen. Aber ich kann es nicht. Ich will beweisen, dass ich mehr kann als das was man in mir sehen möchte. Ich möchte mich am nächsten Morgen noch mit einem guten Gewissen im Spiegel ansehen können, ohne mich zu Fragen ob ich nicht mehr könnte. Ich will, dass meine Arbeit Früchte trägt und ich sehe, auch wenn ich im Augenblick vielleicht viel durch mache, dass ich nur hier das bekommen kann, was für mich – jetzt – das richtige ist. Wie ich später, vielleicht in ein paar Jahren darüber denke,... das weiß ich nicht.

Aber ich möchte nicht aus einer Situation heraus gehen, in der es nur darum ging Leid und Trauer zu verdrängen. Sondern mit einem guten Gefühl. Dem Gefühl etwas geschafft zu haben, oder zumindest für mich das Gefühl zu haben dass ich ebendies geschafft habe.“
Langsam lehnte sie sich mit dem Rücken an den Tisch, den Kopf in den Nacken gelegt. „Auch wenn ich ihnen den Gefallen tun möchte. Ich kann es nicht. Nicht aus diesen Gründen. Es... tut mir... leid,“ sagte sie leise und schloss die Augen. Sie wollte Hogwarts zu neuem Glanz verhelfen. Das sie deswegen auch andere magisch Begabte versammeln würde um das zu erreichen, welche sie seit Jahren nicht gesehen hatte, ahnte sie noch nicht. Das würde erst zu einem Entschluß werden, wenn sie auf den Drachen gestoßen war. Und sie würde erst dann wissen, dass sie es richtig gemacht hatte. Alles richtig machen würde.
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BeitragThema: Re: Die Kunst des Briefeschreibens ist nichts anderes als die Kunst, die Arme zu verlängern.    Sa 24 Dez 2016 - 17:36

NPC Steuerung Ian Fraser



Ein bestürztes Lächeln lag auf seinem Gesicht. Ihre Worte schlugen erneut tiefe Löcher in seine Hoffnungen, sie zurück ins Institut zu bekommen. Warum waren ihr diese Schüler hier so wichtig? Und weshalb gab sie ihren Traum für sie auf? Er bewunderte ihre Hartnäckigkeit unter solch widrigen Umständen. Sie war schon immer so ehrgeizig gewesen und das musste auch so sein. In all den Jahren in denen er mit Stolz ihre Karriere verfolgte, hatte sie offenbar nie auch nur einen Bruchteil von diesem Ehrgeiz eingebüßt. Vielen seiner Studenten fehlte dieser Antrieb und genau aus diesem Grunde verließen sie meistens auch sein Fach und wechselten in ein weniger anspruchsvolles Fach.
Seit seiner Ankunft hier im Schloss, ahnte er bereits das es eine Unmöglichkeit sei, sie umzustimmen. Er wusste im Grunde seines Herzens schon seit Jahren, dass wenn sie sich einmal etwas in den Kopf setzte, sie erst weichen würde wenn das Ziel erreicht war. Vielleicht wollte er sie genau aus diesem Grund bei sich haben. Er brauchte eine fähige Forscherin die nicht aufgab, ihre Arbeit mit vollster Leidenschaft anpackte und ihm einen weiteren logischen Verstand bot, der die Fakten aus einer neuen Perspektive betrachtete und analysierte. Aber diese Möglichkeit schien je mehr sie sich dagegen sträubte, immer weiter in die Ferne zu rücken. Sogar so sehr, dass er mit dem Gedanken spielte wieder abzureisen. Allerdings wäre das nicht nur unhöflich sondern würde auch ein falsches Signal vermitteln. Er als ihr früherer Mentor sah sich in der Pflicht nun ihre Welt kennenzulernen. Seine kannte sie schon, da war es nur fair wenn er sich nicht vor den Dingen verschloss die sie hier erreicht hatte. Möglicherweise machte sie das ja zugänglicher zu seinen Argumenten. Außerdem konnte sie auf diese Art sich selbst einmal darüber bewusst werden, dass sie bereits einen wichtigen Beitrag leistete und es Zeit wurde, ihre eigenen Bedürfnisse zu erfüllen.

Erneut legte er seine Hände hinter seinem Rücken zusammen und seufzte leise. Seine Gesichtszüge glitten wieder ins ernste ab, seine Augen wandten sich zum Fenster hin. "Ich akzeptiere ihre Entschuldigung. Sehen sie Farine, ich kann verstehen und bewundere sogar ihren Entschluss. Sie sind eine unglaublich hartnäckige Persönlichkeit mit einem ungewöhnlichen Ehrgeiz. Sie waren als Studentin nicht anders und genau diese Eigenschaften haben sie zu etwas besonderem gemacht. Nun..jeder macht seine Fehler und auch seine Erfolge." erklärte er und wandte sich zu ihr um, um sie etwas genauer zu betrachten.
"Daher bitte ich sie, mir Aufenthalt in Hogwarts zu gewähren. Ich würde mich geehrt fühlen, ihre Welt kennenzulernen, nachdem sie ja schon ausreichend meine kennengelernt haben. Es würde mich sehr erfreuen, ihrem Astronomie-Unterricht einmal beiwohnen zu dürfen. Um einen Blick in ihre Unterrichtsmethoden zu werfen und vielleicht ein wenig Zeit mit einer ehemaligen Schülerin verbringen zu dürfen."
, sagte er und sah sie dabei abwartend an.

Er konnte sich einfach nicht zurückhalten und musste einen aller letzten Versuch unternehmen. der aber mehr subtil vor sich ging als so direkt wie zuvor. Dabei ging er im Raum umher und blieb bei ihrem Bücherregal stehen, betrachtete die Buchrücken und kehrte dann wieder zu ihr zurück. "Kennen sie sich mit der Geschichte der Muggel aus? Die Schlacht von Trafalgar im Jahre 1805. Ein glorreicher Sieg für britische Königreich. Wissen Sie, es gibt viele Schlachten die es zu gewinnen gilt. Admiral Nelson, ein Mann der englischen Royal Navy hatte damals das Kommando über eine große Schiffsflotte die die französische Flotte von Napoleon aufhalten sollte. Er war ein sehr hartnäckiger Mann, voller Ehrgeiz. für die Navy gab er alles, sogar sein Leben. Er führte seine Flotte auf seinem Flaggschiff der HMS Victory an und gewann gegen die Franzosen. Seine Hartnäckigkeit und sein Ehrgeiz haben ihm dazu verholfen die Schlacht gewinnen. Aber darüber hinaus, auch wenn Nelson als Held gefeiert wurde, kehrte er nie mehr zurück. Seine Träume, seine Ziele und alles was er für diese eine Schlacht auf sich genommen hatte, war mit einem Schlag verloren. Denken sie darüber nach.", sagte er mit einem Lächeln im Gesicht. Fraser wurde nur zu genau, dass sie darüber nachdenken würde und vor allem den Wink mit dem Zaunpfahl erkennen würde. Sie war was Geschichte anging und andere Assoziationen ein wirklicher Experte. Eben diese Fantasie wollte er jetzt noch einmal herausfordern.
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BeitragThema: Re: Die Kunst des Briefeschreibens ist nichts anderes als die Kunst, die Arme zu verlängern.    Mo 2 Jan 2017 - 21:21

Deutlich spürte die Sternwanderin, wie ihr ehemaliger Mentor sie musterte, ihre Worte abwägte und nachdachte. Sein Blick verriet es, wie damals wenn sie ihm Rätsel aufgegeben hatte und er erst ein wenig darüber sinnieren musste, auf was sie denn letztlich hinaus wollte. So war es wohl auch diesmal, nur dass es nichts mehr damit zutun hatte, was die Sterne einem aufzeigen wollten sondern sie wollte ihm das Geheimnis Hogwarts näherbringen. Ihm zeigen, was sie hier hielt, es war ihr persönliches Exil und sie würde diese Zufluchtsstätte behüten, denn nicht nur schlechtes war hier gewesen sondern auch viele gute Dinge waren hier in den Erinnerungen der Hexen und Zauberer zu finden, die schon viele Generationen weiter waren, jeder fand einen kleinen Platz in sich der noch immer dem Internat zugetan war. Manche Erinnerungen waren positiver, andere negativer und doch war diese Schule ein Teil der magischen Welt, unumstößlich.

Ihr Blick aus den grauen Augen ruhte auf ihm, während sein Blick zu dem Fenster glitt. „Jeder macht diese Erfahrungen nur, wenn er auch wirklich hinter den Entscheidungen steht, die man fällt. Und wenn man diese Entschlüsse nicht treffen will, um etwas zu erreichen, dann wird man niemals zu etwas kommen.“ Langsam schritt sie zu ihrem ehemaligen Professor, nur um seinen Worten zu vernehmen. „Professor Fraser, ich wäre die letzte, die ihnen diese Bitte ausschlagen würde. Fühlen sie ich frei hier einen der freien Räume zu beziehen. Ich wäre sehr froh darüber, wenn sie sich meine Lehrmethoden ansehen würden, Professor.“ Sie schmunzelte beinahe und sah ihn an. Ruhig und nachdenklich. „Ich würde niemals behaupten, dass ich den besten Lehrmethoden habe, aber ich habe von einem der besten gelernt,“ sie schmeichelte nicht, aber sie war sich sicher, dass dem so war.

Sie mochte seine Lehrmethoden, und auch wenn sie es nicht immer schaffte, so versuchte sie doch so vieles wie möglich von seinem Wissen und auch von seiner Art mit einfließen zu lassen, wobei es von Jahrgang zu Jahrgang unterschied, wie sie sich verhielt. Während Fraser durch den Raum glitt, blickte sie noch immer aus dem Fenster. Sie konnte nur die Silhouette erkennen, während sie hinaus sah, die Silhouette wie er die Bücher musterte. Sie wusste, dass er mit ihren Schätzen würde gut umgehen, so wie sie immer mit den Dingen anderer umgegangen war. Bücher waren das Gut, welches ihr am wichtigsten war. Als er sich zurück zu ihr bewegte, sah sie ihn an. Seine kleine Geschichte ließ sie aufhorchen, leicht den Kopf neigen und sinnieren. Sie sah sich nicht als Admiral und Hogwarts nicht als Flaggschiff. Auch nicht ihr Leben, sie sah ihre Träume nicht sinken ihre Ziele und doch würde sie über das Sinnbild nachdenken.

„Manchmal muss man ein Schiff nehmen, ein Boot oder auch eine Fähre, und wenn sie sinkt, muss man versuchen zu schwimmen, wenn man das nicht kann, kann man nur auf das hoffen was einem dann noch bleibt,“ war ihre rauchige Stimme zu vernehmen. „Nicht umsonst gibt es einen Fährmann und einen Sextanten am Himmel,“ lächelte sie kryptisch. „Man muss seine Sterne neu ordnen, Professor, wenn die Zeiten dies von einem verlangen.“ Damit öffnete sie das Fenster und ließ frische Luft in den Raum.
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BeitragThema: Re: Die Kunst des Briefeschreibens ist nichts anderes als die Kunst, die Arme zu verlängern.    Fr 3 Feb 2017 - 0:59

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"Man wählt die Sterne seines Erfolg selbst aus.", erwiderte er und sah zu ihr hin, ehe er sich wieder im Raum umsah. Das Büro das man ihr vermacht hatte war schon immer sehr eindrucksvoll gewesen und besaß mittlerweile ihren Charme. Sie war eine großartige Hexe voller Überraschungen die den Ehrgeiz von gleich mehreren Männern besaß. Umso mehr würde es ihn faszinieren mit ihr einmal eine Partie Zauberschach zu spielen, einfach um festzustellen wie sie sich bei einem Strategiespiel schlug. Er vermutete bereits, dass sie wahrscheinlich darin nicht ungeübt war, schließlich trainierten viele damit ihre logischen Fähigkeiten weiter.  
"Erzählen sie mir doch bei einer guten Partie Zauberschach wie es in Island und Peru war. Mich würde es wirklich faszinieren, etwas über ihren Verlauf dort zu hören. Ich habe zwar ihre Leistungen mitverfolgt, aber leider das was dazwischen geschah nicht. Ich schätze, sie haben eine Menge neuer Erfahrungen zusammengetragen. Haben sie Professor Mora getroffen? Sie erinnern sich doch die blonde Professorin, von denen ich ihnen damals erzählte. Sie und ich hatten vor Jahren zusammengearbeitet und seitdem habe ich nie wieder etwas von ihr gehört. Ich hörte zwar, dass sie Peru nun unterrichtet und Studenten die Grundlagen der Astronomie beibringt aber leider nicht wie es ihr ergangen ist.", sagte er und hoffte, dass sie seine Herausforderung zu einem kleinen Spiel annehmen würde. Erst jetzt bemerkte er, dass er vielleicht ein wenig zu voreilig gewesen war. "Oh verzeihen sie, das heißt natürlich wenn ihre Zeit das zulässt, Madame."

Er musste sich noch daran gewöhnen, dass sie die Schulleiterin war und damit wahrscheinlich einen Beruf hatte, der ständig ihr Aufmerksamkeit forderte. "Erinnern sie sich noch an Bob Franklin? Er war damals in ihrem Jahrgang und mindestens ein wenig zu mollig um in der Sitzreihe nur auf einem Stuhl zu sitzen. Inzwischen ist der bei uns am Institut, er arbeitet inzwischen an einer Gemeinsamkeitsstudie zwischen den Sternbildern und den Urvölkern wie den Inka. Eine sehr faszinierende Theorie, aber leider weit hergeholt. Ich bin ehrlich, ich hätte nie erwartet, dass er einmal soweit kommt. In den Vorlesungen wirkte er immer etwas schwerfällig und bei den Übungen war er stets der langsamste.", erzählte er und sah sich im Raum um, als sein Blick auf einen Kompass fiel der dort lag.
"Wie ich sehe, sind sie auch eine Sammlerin von alten Relikten hm? Ein Hobby oder eine Studie?", fragte und bemerkte wie sie das Brett und die Figuren aufbauen ließ. "Ich nehme schwarz. Der Dame soll die weißen Figuren gewährt sein." , sagte er höflich und setzte seinen ersten Zug. Der Bauer vor dem Springer um zwei nach vorne zu setzen, um so zum klassischen Damengambit auszuholen. Das war Frasers berühmte Strategie bevor er zu einer Französischen Öffnung ausholte und so schnell es ging versuchte seine Springer zu entwickeln. Diese waren für ihn schon immer die wertvollsten Figuren. Sie waren flexibel und nur schwer zu fangen. Man musste sie an allen Fronten erst einkesseln, ehe man sie wirklich einzufangen vermochte.

"Also? Was haben sie in Peru und Island so erlebt?", fragte er nachhakend und ziemlich neugierig auf das was sie so alles erlebt hatte und wen sie alles kennenlernte. Dabei hoffte er insbesonders das sie mit Professor Grunik gesprochen hatte. Er und Fraser waren in jungen Jahren nämlich in einer Studiengruppe und haben einen Gasriesen mit einem neuen Verstärkungszauber für Teleskope gefunden gehabt. Grunik wurde von der Hexenwoche dafür sogar ausgezeichnet.
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BeitragThema: Re: Die Kunst des Briefeschreibens ist nichts anderes als die Kunst, die Arme zu verlängern.    Sa 4 Feb 2017 - 0:01

„Man bekommt Sterne in die Wiege gelegt. Und nur das was man daraus macht sind die Sterne die unseren Erfolg bedeuten. Darum können wir auch unsere Sterne neu ordnen und sie nicht auswählen,“ sagte sie mit der dunklen, rauchigen Stimme. „Es wäre so, als würden wir unser eigenes Sonnensystem mit neuen Sternen bestücken, und doch können wir nur das beste aus dem Vorhandenen machen, nicht wahr?“ Sie lächelte ein ruhiges Lächeln und sah ihren Mentor aus den grauen Augen an, er selbst blickte sich in dem Schulleiterbüro um, sie konnte sehen wie er es verglich, sein Blick sprach Bände und doch kam weder eine Kritik noch sonst etwas in diese Richtung. Sondern wider erwarten bat er sie um eine Partie Zauberschach. Oder eher, er schlug vor sich bei einer Partie über früheres zu unterhalten, sich auszutauschen.

„Natürlich lässt es meine Zeit zu, Professor. Anderenfalls hätte ich schon eher subtil angedeutet, dass es unpassend wäre,“ meinte die Französin ruhig, während sie über die Worte des Mannes nachdachte und sich in die Zeit in Peru aber auch Island zurück versetzte. Während er weiter sprach baute sich das Spielbrett auf und auch ihre Kanne mit Tee und zwei filigrane Tassen schwebten zu dem Tisch. Die Kanne gab nur Tee aus den man besonders mochte und auf den man in diesem Moment auch wirklich Lust hatte. Auf dem Weg zu den Figuren kamen sie an dem Kompass vorbei. „Schon mein Cousin betrachtete den Kompass mit Neugierde und Interesse,“ sprach die junge Frau mit der dunklen Stimme ruhig. „Er ist ein Erbstück, und mir sehr teuer und lieb. Am Sterbebett gab ihn mein Großvater mir. Ich habe ihn schon so lange, aber ich bin noch nicht hinter sein Geheimnis gekommen und ich bin mir sicher, dass er eines in sich trägt,“ Sie fuhr kurz über den Kompass mit dem Zeigefinger als würde sie ihn liebkosen, nur um sich dann ans Brett zu setzen und Tee einzuschenken, erst ihm dann sich.

„Professor Mora hat sich eine Weile zurückgezogen, kaum war ich damals in Peru angereist und so musste ich mich mit Händen und Füßen dort unterhalten, bis Monsieur Reft dort auftauchte. Ebenfalls Brite und er wurde zu meinem Übersetzer für das Semester. Mittlerweile ist er Hauslehrer hier in Hogwarts, unterrichtet Zaubertränke und Wahrsagen. Professor Mora wurde, wenn die Gerüchte stimmen, Mutter und hat geheiratet, aber derlei Dinge haben mich nicht sonderlich interessiert, sie war eine Koryphäe dort und leider traf ich sie nur einmal kurz an, wie gesagt. Es war nicht möglich mit ihr zu korrespondieren. Möglicherweise ist sie jetzt dort wieder tätig und lehrt eine andere Generation von Hexen und Zauberern. Ich selbst konnte viel herausfinden über die südliche Hemisphäre.

Doch muss ich gestehen das Island mich mehr gefesselt hat. Dort konnte ich über die verschiedenen Nuancen der Aurora sinnieren, und einige interessante Leute kennenlernen, die meinen Horizont erweiterten und deren Wissen einzigartig ist.“
Sagte sie ruhig. „Es gab verschiedene Forschungsreihen jede für sich war interessant, wie das überprüfen der Wahrscheinlichkeit der Existenz von den Annunaki auf dem Mond, man vermutete eine Weile, dass sie dort im Mondschatten einen Lebensraum aufgebaut haben nach dem sie angeblich auf der Erde die Sintflut erschaffen haben,“ man konnte sehen, dass sie davon wenig begeistert war aber erwähnen wollte sie es zumindest. „Während eine andere Forschungsreihe sich um den Ring des Saturns sammelte da sie dort den Ursprung des Lebens und der ersten Magie vermuteten,“ dies war interessanter gewesen und doch war sie in einem Kurs, den sie wohl kaum gewählt hätte, wenn sie nicht den Professor dafür interessant gefunden hätte.

Ein Mann, ungefähr fünfzehn Jahre älter als die Hexe, und mit einer Aura, dass er einem alles beibringen konnte, was man wissen wollte, wenn man denn bereit war zu lernen. „Nun, Bob,... er war... nicht grade das, was man meinte zu sein. Er wurde schnell in den Schatten gestellt und heute würde ich behaupten, dass es seiner Mentalität zu schulden war. Er war schüchtern und konnte sich nicht gut verkaufen. Jetzt wo er keinem mehr etwas beweisen muss, kann er sich entfalten. Und vielleicht ist seine Studie nur genauso weit hergeholt, wie die Ihre?“ Sie lächelte milder. „Warum sollte sich nicht ein Stück Wahrheit in seinen Studien befinden?“ Damit setzte sie ihren ersten Bauern, da sie als erste den Zug wählen durfte, zwei auf die Mitte zu. Weitere Figuren folgten nach und nach, bis ihr Läufer irgendwann vor einem seiner Reiter stand.

„Im besonderen war dort ein Zauberer, Meribeth. Hooks Germaine Meribeth. Er müsste etwas älter sein als sie, sehr erfahren auf dem Gebiet der weißen Zwerge. Leider muss ich gestehen, dass er den Stoff so trocken rüber gebracht hat, dass ich Staub gehustet habe und es selbst besser erklären konnte als er. Man warf mich aus dem Kurs.“ Sonst hätte sie keine Zeit gehabt für den Kurs des Mannes namens Sigurdsson.
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William Gordon
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BeitragThema: Re: Die Kunst des Briefeschreibens ist nichts anderes als die Kunst, die Arme zu verlängern.    Fr 17 Feb 2017 - 20:08

NPC Steuerung Ian Fraser



"Sie sollten den Kompass einstmals auf die Sterne richten. Vielleicht hat er etwas mit ihnen zu tun. Vielleicht aber ins Mondlicht legen, möglicherweise bündelt er das Licht und zeigt eine Art Karte projiziert auf die Wand auf.", erklärte er in einem beinahe so sicherem Tonfall, als würde er über irgendeinen Unterrichtsstoff aus seinen Vorlesungen sprechen. Fraser war noch nie der Mensch der lange zögerte, ehe er sich für eine Lösung entschied. Es gab dutzende Möglichkeit wofür ein Kompass stehen konnte. Manchmal musste man die Richtung des Hauses abwägen und den nördlichen Teil des Hauses absuchen, manchmal genügte es auch einfach nur den Kompass bei Vollmond ans Fenster zu legen um zu sehen, ob es eine Wirkung erzielte. So wie er Farine einschätzte, schätzte er auch ihre Familie ein. Sie stammte aus einer Generation vieler Denker und schien auch so erzogen worden zu sein. Früher hatte er ihrer Familie den Namen Renaissance-Denker verpasst, aber nie laut ausgesprochen. Sie waren Freigeister wenn man das so offen sagen durfte. Aber keine gewöhnlichen Freigeister sondern sehr wissbegierige und sehr intelligente Menschen. Eigentlich nichts was man von einer derart prunkvollen Familie aus dem Adel erwarten würde.

Vielleicht war es deswegen so reizvoll die charmante Farine um sich zu haben und wieder etwas Zeit mit ihr zu verbringen. Nach alle dem was er über die Schwierigkeiten hier in Hogwarts gehört hatte, musste sie viele schwere Entscheidungen und Verluste hinnehmen, vor allem aber sich mit dem Spot des Tagespropheten abgeben. Eigentlich eine unzumutbare Aufgabe für jemanden der seinen Blick stets in die Sterne und in die Vergangenheit zurück warf. Während sie das Schachbrett mit den magischen Figuren aufbaute, die Teetassen füllte und sie ihre ersten Züge machten, erzählte sie ihm von ihrem Auslandsaufenthalt in Peru und Island. Farine war noch nie ein Mensch der vielen Worte, weshalb es eigentlich nur bei einem oberflächlichen Bericht blieb, was eigentlich schade war. Allerdings hob er eine Augenbraue als sie von den Annunaki anfing, er war nie wirklich dieser Theorie auf den Grund gegangen, konnte sich aber auch nicht für diese Forschung wirklich begeistern lassen. Die Argumente und diese angebliche Theorie basierten schlichtweg auf Spekulationen die keinerlei Tatsachen beinhalteten. Dabei gab es doch viel größere und bessere Theorien die es wert waren erforscht zu werden. So zum Beispiel den kausalen Zusammenhang zwischen der großen Magie und dem Universum. Wie stand dieses ungewöhnliche Feld in Zusammenhang damit. War es wirklich die Zusammenfassung von Kräften in die Magie? War es vielleicht das Feld, wonach die Muggel ständig gesucht und geforscht hatten? Möglicherweise hatte die Magie die Menschheit sogar hervorgebracht. Immerhin gab es in den Evolutionstheorien der Muggel immer noch Lücken, die keinesfalls die ungewöhnliche menschliche Entwicklung auf den Plan rief. Zumal das menschliche Denken für das Überleben innerhalb der Natur eigentlich übertrieben groß und unnötig war. Eine Frage darüber was dort oben sei, füllte einem weder den Magen noch brachte es mehr Kraft um sich gegen andere Wesen zu verteidigen. Daher fiel sein Blick nicht sonderlich fröhlich aus, als er zu Farine hochsah und gerade seinen Springer mit einem Bauern abdeckte, der den Läufer angreifen sollte. Ein Angriff auf den Springer zu so früher Zeit war wie ein Einsatz beim Glücksspiel. Entweder der Gegner meinte diese Androhung ernst und würde ihn im Fall der Fälle sich nehmen oder er zog sich zurück und hatte einen Zug für nichts verschwendet. So Figuren zu entwickeln war unsinnig und er ahnte das Farine keine Frau war, die eine unsinnige Entscheidung traf. Zumindest nicht wenn sie offensichtlich mit ihrem Zug zu tun hatte. "Schade eigentlich, Professor Mora hätte ihnen sehr gefallen. Sie besaß viele interessante Ansichten, ich habe damals oft mit ihr zusammengearbeitet als ich selbst noch in der Ausbildung war. Sie verfügt über einen ausgenommen scharfen Verstand aber leider hat sie oft den Drang sich in ihren wilden Spekulationen zu verlieren und über diese THEORIEN, wie sie es nennen, bezüglich der Annunaki sollten wir gar nicht erst reden. Ich verschließe mich durchaus nicht vor diesem Projekt, aber manchmal können Tatsachen auch in verschiedenen Richtungen deuten. Das macht die Forschung ja so schwierig und bedarf kluger Köpfe.", sagte er und senkte seinen Kopf zum Schachbrett, während seine Augen eher zu ihr hoch schielten, um ihr deutlich zu machen, das er sie damit meinte.

"Erzählen sie mir mehr über Island. war es wirklich so hart? Gab es Momente wo sie aufgeben wollten? An welchen Projekten haben sie noch alles teilgenommen? Pardon, verzeihen sie die unhöfliche Neugierde. Es ist nur sehr lange her, dass ich die Gelegenheit hatte mich mit einem ehemaligen Studenten darüber austauschen zu können. Vielleicht weil es bei mir auch schon etwas her ist.", erklärte er und holte einen weiteren Bauern aufs Schlachtfeld, um Farine wieder ein Stück des Schlachfeldes wegzunehmen. "Wie denken sie über das Forschungsprojekt mit dem Saturn? Glauben sie wirklich, dass bei einem so großen Universum es ausgerechnet am Saturn angefangen haben soll? Das wäre realistisch wenn man davon ausgehe, dass die Magie allein auf dieses Sonnensystem beschränkt sei. Denken sie nicht auch?", fragte er nachhakend und versuchte Farines Gegenzug zu extrapolieren um eine genaue Vorstellung von ihrer eigentlichen Strategie zu haben. Möglicherweise hatte er eine Chance bei ihr durchzubrechen, aber nur wenn sie nicht darauf achtete was auf der anderen Seite des Schachbrettes vor sich ging. Fraser musste sich dabei leider eingestehen, dass seine letzte Partie schon eine Weile her war und deswegen er vielleicht etwas langsamer geworden war.

Bob, ein ründlicher Junge von dem er nie gedacht hätte, dass er einmal im astronomischen Konzil sitzen und seine eigenen Studien durchführen würde. Er war ein wenig...nun langsam und vielleicht auch etwas schwerfällig was sich in den letzten Jahren rasant verändert hatte. Er war viel freier geworden, nutzte seine Kräfte inzwischen sehr dazu um sich stetig zu verbessern. Und auch wenn Fraser ihm nie die Gelegenheit gegeben hatte ins Ausland zu gehen, hatte er sich prima entwickelt und würde vielleicht eines Tages einer der führenden Köpfe werden. Keine schlechte Leistung für jemanden der nur ein A in der Abschlussbewertung des vorletzten Semesters hatte.
Farines Worte schlugen dabei bei ihm wie eine Bombe ein. Sie hatte ihn gerade ziemlich überrumpelt und das brachte ihn dazu ein wenig zu lächeln. "Forsch und auf den Punkt. Genau wie damals. Sie haben natürlich absolut recht. Allerdings behaupte ich - wie fast jeder Forscher wohl - das ich bereits sehr überzeugende Indizien habe.", sagte er, schenkte ihr ein Lächeln und ließ dann seine Mundwinkel wieder das typisch ernste Gesicht aufziehen, dass sein Gesicht immer schmückte. Stets in der Rolle des strengen Mentors verstrickt, typisch Fraser!

Nun schaffte sie es sogar Fraser zum lachen zu bringen, ein eher seltenes Phänomen und trotzdem empfand er ihre Aussage als wirklich lustig. Er nickte ihr bestätigend zu und ergriff nur kurze Zeit später das Wort. "Hooks Germaine Meribeth. Bekannt auch als Professor  mit der lahmen Zunge. Ja, er ist mir nicht unbekannt. Verstehen sie mich nicht falsch, er hat ein unglaubliches Wissen in seinem Kopf. Würde Aristoteles ihn persönlich hören oder Leonardo Da Vinci, sie würden vielleicht ihn als Gleich oder sogar höher gestellten ansehen. Leider schlafen selbst Papageien bei seinem Tonfall ein. Was glauben sie, wie es ist wenn er einen Vortrag auf einer magischen Tagung hält?", fragte er und fuhr weiter fort. "Vor zwei Jahren war er auf einer magischen Tagung bei der es darum ging, den Zusammenhang mit der Magie und interstellaren Phänomen herzustellen. Alle sollten etwas vorstellen und Theorien vorbringen. Mr Meribeth war auch einer davon. Seine Daten waren erstaunlich und wirklich faszinierend, aber nun sagen wir die Leute waren froh als er mit seinem Vortrag durch war.", sagte er und stahl der guten Farine einen ihrer Bauern.
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Farine Chantealee
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BeitragThema: Re: Die Kunst des Briefeschreibens ist nichts anderes als die Kunst, die Arme zu verlängern.    Sa 18 Feb 2017 - 19:19

Leicht veränderte sich der Blick der jungen Professorin. Auf die Sterne richten. Langsam ging sie an dem alten Stück vorbei und musterte es, langsam. Es waren interessante Theorien. Das Mondlicht. Langsam fuhr ihr Finger über das Erbstück. Ihr Großvater hatte nie etwas ohne Sinn und Verstand getan. Was, wenn es wirklich so … simpel war. Was wenn es so einfach sein konnte. Was, wenn sie damit.... mehr herausfinden konnte. Sie müsste nach Hause. Nicht jetzt. Aber sie musste nach Belvoir. Da wo der Kompass herkam. Dahin wo sie antworten finden können sollte. Sie hob das glänzende und doch matte Stück an und betrachtete es. Langsam strich sie über die feine Patina. Sie drehte das Stück in ihrer Hand und dann legte sie es doch wieder weg.

Man konnte erkennen, wie ihre Gedanken durch den Kopf wirbelten, wie sie über diese Idee nachdachte, darüber brütete und versuchte die Lösung zu finden. Seine Worte, mit ihren gepaart, ergaben ein ganz neues Bild. Eine neue Richtung. Eine Möglichkeit welche sie so nicht gesehen hatte. Was,... wenn... man ihr Sterne in die Wiege gelegt hatte. Sprichwörtlich würde dafür wohl kaum mehr reichen, was wenn man einen Teil ihres Weges geplant hatte? Wenn es wirklich alles so kommen sollte wie es kam. Was wenn dieser Kompass mehr war als das was sie dachte. Wenn er mehr als nur ihre Sterne lenkte. Das grau in ihren Augen wirkte wolkiger, unruhiger, während sie die verschiedenen Thesen aufstellte, ehe sie den älteren wieder ansah, jedoch versuchte den Kompass zu verdrängen, ihn in diesem Augenblick als Unwichtig abtun wollte.

Was wenn... Sie baute das 'Schlachtfeld' auf, die Figuren nahmen ihre Plätze ein so auch die beiden erwachsenen Personen. Sie machten die ersten Züge, während die Professorin von Ihren Studiengängen erzählte, ruhig und eher wie einen oberflächlichen Bericht gehalten. Sie dachte nur einen Augenblick länger an einen der dort lebenden zurück. Aykjell Sigurdsson hatte es ihr auf seine Weise angetan, er dozierte über verschiedene Themen und den Kurs hatte die Französin aus Neugierde belegt. In Ihren Augen war er eine Koryphäe auf seinem Gebiet, wie es Fraser auf seinem war. Jeder von ihnen hatte etwas an sich was sie von allen anderen abhob. Weitere Züge auf dem Feld folgten, eine Lücke tat sich auf und der Turm wurde auf einen Platz gerückt, welcher eine Bedrohung aber letztlich noch kein Finale war, dafür war es noch zu früh.

Langsam lehnte sich die junge Professorin in ihrem Stuhl zurück, pustete zaghaft in ihre Tasse und beobachtete wie Fraser seinen nächsten Zug vorbereitete. „Forscher sind allesamt kluge Köpfe, wären sie es nicht, wären sie wohl kaum in der Lage gewisse THEORIEN zu entwickeln. Und wenn sie nicht in verschiedene Richtungen weisen würden, Monsieur, wäre es dann nicht gnadenlose Unterforderung?“ Sie schmunzelte schelmisch und trank einen kleinen Schluck. „Zum einen,“ begann sie. „Wenn das leben so komplex wäre, wie wir gerne glauben wollen, warum entwickelt es sich immer wieder ähnlich, nur mit neuen Aspekten und nicht vollkommen neu?“ Leise setzte sie die Tasse auf die Untertasse ab, welche sie elegant wieder auf dem Tisch nieder ließ. „Nehmen wir einmal die Fische, sie haben Kiemen, benötigen aber Sauerstoff um zu überleben. Als es keinen Sauerstoff gab, starben die ersten Urtiere aus. Als sich die Natur abermals neu erfunden hat, entwickelten sich die Lebewesen abermals, nach dem selben Bauplan, nur robuster.“

Einer der äußeren weißen Bauern wurde vorgezogen, ehe sie seinen Blick suchte. „Ich würde nicht behaupten, dass unsere Magie die einzige ist im Universum, jedoch einzigartig in unserem Sonnensystem. Es gibt eine neue Marstheorie, dass eine alte, vergessene Macht alles Leben auf ihm zerstört hat. Es gibt Gerüchte, dass diese Macht nun auf die Erde zusteuert, das Wetter deswegen ständig wechselt und sich verändert.“ Sie biss sich auf die Unterlippe. Wieviel mochte an diesen Theorien wohl wahr sein? „Leider kann ich dies nicht beurteilen, ob es von einem Spinner kommt oder es tatsächlich belegt werden konnte,“ schränkte sie auch gleich ein.

„Ein Panikmacher, der sich so versucht die Welt zu erklären, wer weiß, wer weiß.“ Ihr Finger fuhr über die Kante des Spielbretts. „Island war das interessanteste Projekt, was ich habe sehen dürfen, es ist viel zu komplex als das man es in einem ganzen Studium vollkommen hätte ausschöpfen können, wenn ich nicht hier gelandet wäre, vielleicht wäre ich zurück gegangen,“ meinte sie irgendwann nachdenklich. Weitere Entwicklungen auf dem Spielbrett folgten, die Züge wurden interessanter, jetzt wo beide allmählich nicht nur die Taktik aufbauten, sondern auszufeilen begannen. „Anders würden sie es nicht ertragen, Sir,“ schmunzelte sie. „Nur so, forsch und auf den Punkt.“ Ihre grauen Augen legten sich auf ihren Mentor.

„Vielleicht ergeht es Bob ähnlich wie ihnen, möglicherweise hat auch er überzeugende Indizien vorzuweisen,“ langsam ließ sie ihren Läufer auf den Springer des älteren Zauberers zu gehen, nur um diesen zu schlagen, nachdem er einen ihrer Bauern vom Brett genommen hatte. „Möglicherweise hat er nicht nur eine lahme Zunge, sondern lässt den Kopf ebenfalls nicht mehr richtig arbeiten, wenn man nur an ihn denkt,“ damit war der Springer geschlagen und die Augen der Französin auf den Astronomen gerichtet. „Es ist bedauerlich, dass viele Leute mit einem derartigen Wissen vollkommen unfähig sind, es so zu vermitteln, dass man es auch für sich nutzen kann.“ Sagte sie ernst. „Bob wird sie noch überraschen,“ sagte die brünette Hexe und tippte sich an ihre Nase. Das hatte sie im Gefühl. Irgendwie.
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BeitragThema: Re: Die Kunst des Briefeschreibens ist nichts anderes als die Kunst, die Arme zu verlängern.    Di 28 März 2017 - 13:43

NPC Steuerung Ian Fraser




Zug um Zug wurden die Figuren dem Gegner entgegengesetzt. Das ticken der Uhr im Hintergrund war kaum in ihrem Gespräch zu vernehmen, ihre Züge verliefen ständig im gleichen Takt. Schach, Zug, Schach, Zug, Zug, Zug und immer so weiter. das interessante dabei war, dass es sich hierbei nicht um ein simples Abzugsschachspiel handelte, sondern wirklich um Strateige - Zug und Gegenzug. Den geistigen Genuss, den Fraser bei dieser Art von Konversation mit einer ehemaligen Schülerin führte und gleichzeitig eine anspruchsvolle Partie spielte, war unbeschreiblich. Sie war eine excellente Gegnerin mit dem scharfen Verstand einer Forscherin und überaus talentierten Hexe die nun die Schulleiterin einer großen Schule war. Ein Gedanke an den er sich wirklich erst noch gewöhnen musste, besonders wenn man den Umstand betrachtete, dass sie hier drin wirkte wie ein Vogel der eingesperrt war in einen goldenen Käfig. Abgeschnitten von allem was ihr wirklich gut tat, was sie voran brachte und wofür sie einen Großteil ihrer Studienzeit gelernt hatte. Jedes ihre Manöver wurde durch seine Springer oder Bauern versucht zu vereiteln, aber jeder Versuch wurde mit einer neuen Strategie beantwortet, die seiner automatisch entgegenwirkte. In einem jedem Kampf musste man bereit sein ein großes Opfer zu bringen. Der König musste unter allen Umständen beschützt werden, auch wenn das bedeutete das man die wertvollste im Kampf bestehende Figur opfern musste. Die Dame, die allseits einsetzbare mächtige Figur, die Läufer, Turm und Bauer in sich vereinte und in alle Richtungen schlagen konnte. in Farines Fall symbolisierte Hogwarts und die magische Welt den König auf dem Schachbrett. "Aber absolut." , erwiderte er von ihrer Agumentation gefesselt und musste zusehen wie seine Verteidigung aufgedröselt wurde, während er in ihre Schritt für Schritt einfiel und das Schlachtfeld sich langsam leerte. Bald würden nur noch die best platziertesten Figuren übrig bleiben und weiterkämpfen bis jemand Schachmatt war.

"Die Frage können sie sich sehr wohl selbst beantworten. Sie entwickeln sich natürlich ähnlich, weil die Bedingungen auf der Erde abgesehen von wenigen Veränderungen dennoch dieselben blieben. Die Evolution blieb dieselbe und die Anpassung an die neuen Gegebenheiten waren lediglich ein minimaler Zusatz. Kiemen entwickelten sich aufgrund der notwendigen Atmung unter Wasser immer wieder. Wieso? Weil es notwendig war. Es würde sich nur neu entwickeln wenn die Schwerkraft die hier auf der Erde herrscht plötzlich außer Kraft gesetzt sei. Dann würde die Chance für gänzlich neue magische Wesen bestehen. ", erklärte er schlussfolgernd und erwog weiter auszuholen, aber er konnte sich bei Farines Intellekt durchaus vorstellen, dass sie sich den Rest selbst denken konnte. Sie war intelligent und wusste sehr genau welche Schlüsse sie daraus ziehen musste.
"Doch das Leben ist viel komplexer,bedenken sie doch mal was sich anders entwickelt hat, wenn man über das Physische hinaus sieht Madame. Etwas das durch die Komplexität allein nicht erklärt werden kann, sondern erst in Verbindung mit der Magie womöglich eine Berechtigung erhält zu existieren. Zumindest in den Analen der Forschung. ", fuhr er fort und lauschte Farine, während sie sich langsam ins Endspiel begaben, mehr und mehr Figuren wurden aus dem Spiel genommen, die Zwangszüge wurden stetig mehr und jedes Mal versuchten sie sich immer wieder aufs neue ins Schach zu setzen.  Es war gar nicht so einfach, wenn man mit einem sehr ähnlichen Verstand gegeneinander kämpfte und den anderen viel zu gut einzuschätzen wusste. Doch sein Blick blieb unnachgiebig und genauso wie er seine Vorlesungen hielt, führte er auch sein Spiel. Ein Fehler fundamentalis, dass war ihm sehr wohl bewusst. Denn diesen Fraser kannte sie gut und konnte ihn in seinen Zügen zumindest ein wenig einschätzen.

Sanft schüttelte er den Kopf und winkte mit einer leichten Handbewegung ab, als er gerade einmal an seiner Teetasse genippt hatte. "Nein, nein, es ist erwiesen das die Quelle hier zu finden ist und historische Indizien geben Aufschluss darüber, dass sie womöglich sogar auf der Erde entstanden ist. Es ist also nichts von außerhalb wenn man den Indizien einfach mal naiv glauben schenkt.", antwortete er und fuhr zugleich fort, "außerdem könnten wir uns dann überhaupt nicht verteidigen und es würde womöglich eine Massenpanik ausbrechen. ", er war durchaus von seinem Besuch hier nicht enttäuscht worden, sie war immer noch eine sehr fähige und hochintelligente Hexe, mit der es stets genoss eine kleine Unterhaltung zu führen.

Sie besaß Stil, Geschmack und das Benehmen einer wahren Dame. Alles in allem war sie für ihn die beste Gesellschaft die er sich vorstellen konnte. Ihre Grazie war unbeschreiblich und die Art wie sie miteinander harmonierten beinahe einzigartig. Selbst jetzt wo er um ihren alten Berufsstand trauerte, machte sie ihn noch stolz. Sie war nicht nur äußerlich sondern auch innerlich zu einer wahren Schönheit herangewachsen und er war sich sicher, dass die Männer bei ihr nur so schlange stehen würden, um um ihre Hand anzuhalten. Fraser hingegen spürte bereits wie sich das Alter bemerkbar machte. Er war ein alter Professor der das Gefühl hatte, eine Art Tochter gehabt zu haben, die zwar nicht in seine Fußstapfen trat aber durchaus so geworden war, wie er es sich immer erhofft hatte. Gebildet, erfolgreich, aufopfernd und scharfsinnig.

Mehr und mehr rückten die Könige ins Visier, der beiden Kontrahenten, die Züge wurden schwieriger, vertrackter und vor allem strategischer, denn jetzt wo es um alles ging, mussten sie sich beide sehr stark darauf konzentrieren keinen Fehler mehr zu machen. Jeder Zug musste sitzen und jede Gegenreaktion musste gut überlegt sein. "Ich schätze ihre Art und Weise sehr Farine. Ich bin gekommen, um ihnen trotz meiner Vorbehalte gegen ihre gegenwärtige Stellung zu sagen, dass ich nicht stolzer auf eine Schülerin sein könnte als auf sie. Es gab und gibt keinen Tag an dem ich mich schämen müsste, sie als meine ehemalige Studentin benennen zu dürfen. Sie sind zu einer großartigen Person herangewachsen und es erfreut mich das zu sehen.", lobte er sie und versuchte es nicht geheim vor ihr zu halten, dass er durchaus ein großartiges Gefühl dabei hatte, ihr ein Kompliment auszusprechen. Wenn es jemand verdient hatte dann sie. Wenn sie eines Tages einen eigenen Schüler oder eine Schülerin haben würde, die sie förderte, dann würde dieser wahrscheinlich bei guter Ausbildung und ständigem Ehrgeiz sie beide übertreffen können. Die Schülerin wuchs dem Mentor bereits über den Kopf und es gab keinen einzigen Augenblick in dem sich Fraser auf dem Schlachtfeld sicher fühlte.

"Vielleicht ja, ich sollte abwarten und sehen wie er sich in der Zukunft schlägt.", entgegnete Fraser und musste zusehen wie sein letzter Springer das zeitliche segnete. Seine Augen huschten übers Schachbrett, die Möglichkeiten Farine zu besiegen waren mau, ebenso wie die ihren ihn zu besiegen. Eigentlich gab es beinahe keine Chance dazu, aber was man nicht gewinnen konnte, konnte man womöglich im Schach zu etwas anderem führen, was ebenso befriedigend sein konnte.
"Man sollte erkennen wann man geschlagen ist oder wann man nicht mehr gewinnen kann. In Bobs Fall ist die Zeit dazu noch nicht reif, eines Tages kann er seine Theorien vielleicht doch noch beweisen und bis dahin begnüge ich mich damit, sie zu überraschen Madame Farine...", unterbrach und setzte mit ihr die letzten Züge, ehe er einen völlig unerwarteten Zug setzte, wodurch sie ihren König nicht mehr wegbewegen konnte, "Patt!", sagte er und lächelte frech. "Es gibt immer mehr als nur eine Lösung für ein Problem und wenn man es nicht lösen kann, sucht man die nächstbeste Lösung. Nicht wahr?", fragte er rein rhetorisch und sah auf seine Uhr, "aber ich denke, ich ziehe mich nun zurück. Wären sie so freundlich mich noch ein Stück zu begleiten und mir persönlich zu zeigen wo ich mich aufhalten darf? Es wäre mir eine sehr große Ehre für sie."
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